Nr. 165, Freitag den 19. Juli 1889. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. E“™1 Sd>Ulftra6e 7‘ 'n" Ausnahme d°sM°n.ags. Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß der practische Thierarzt Dr. Köhler zu Langsdors zur Ausübung der nachdem Milzbrandreglement den Thierärzten zugewiesenen Funktionen von uns ermächtigt und aus das Reglement verpflichtet worden ist. Ein bestimmter Bezirk ist dem Dr. Köhler bis jetzt nicht zugewiesen worden, die seither bestellt gewesenen Thierärzte bleiben vielmehr berechtigt, in den ihnen zugewiesenen Orten die betreffenden Verrichtungen fernerhin auszuüben. Auf die den beamteten Thierärzten nach der Fleischbeschauordnung zustehenden Befugnisse bezieht sich die Ermächtigung des rc. Dr. Köhler vorerst nicht. Gießen, den 16. Juli 1889. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath.__________________________________________________________ Bekanntmachung. Bei den Unteroffizier - Schulen Potsdam, Marienwerder und Biebrich können im October d. I. noch Freiwillige zur Einstellung gelangen und hierzu Anmeldungen bei dem unterzeichneten Bezirks-Commando und den Bezirks-Compagnien stattfinden. Gießen, den 13. Juli 1889. Großherzogliches Bezirks-Commando Gießen. I. V.: Lindpaintner, Premier-Lieutenant und Bezirks-Adjutant. Politische Rundschau. Gießen, 18. Juli. Das Cerernoniell für den Empfang Kaiser Wilhelms bet seiner Ankunft in England xft jetzt festgestellt. Sobald der Kaiser am Nachmittage des 2. August mit dem deutschen Geschwader auf der Höhe von Portsmouth etngetroffen sein wird, fährt der Prinz von Wales, als Vertreter der Königin von England, dem hohen Gast entgegen und begrüßt denselben an Bord der „Hohenzollern." Alsdann segelt die kaiserliche Z)acht und das deutsche Geschwader durch die in Nethen aufgestellten britischen Kriegsschiffe, welche Flaggenschmuck angelegt haben, die deutsche Retchsflagge auf Hauptmast hissen und Salutsalven abgeben, nach Osborne-Bay, woselbst die Landung des Kaisers und seines Gefolges erfolgt. Der internationale Congreß zur Regelung der Arbeiterschutzfrage, welcher im Herbst zu Bern stattfinden sollte, ist vorläufig bis zum nächsten Frühjahr verschoben worden. Der schweizerische Bundesrath schlug wenigstens denjenigen Staaten, welche eine Einladung zur Theilnahme an genannter Eonferenz erhalten hatten, die Vertagung mittels Rundschreibens vor und nach Lage der Dinge kann man die Eonferenz bereits jetzt als vertagt betrachten. Allerdings begründet der Bundesrath seinen Vorschlag damit, daß es nöthig sei, den Conferenz-Theilnehmern ein detatllirtes Programm zu unterbreiten, aber es liegt die Vermuthung nahe, daß der eigentliche Beweggrund für die Verschiebung der Eonferenz der Confltct zwischen Deutschland und der Schweiz ist. Die deutsche Regierung zögerte ersichtlich unter Hinblick auf die mit der Schweiz etn- getretenen Schwierigkeiten, der Einladung Folge zu geben und ohne Deutschland, als den Staat, in welchem die socialpolitische Gesetzgebung im Vergleich mit allen andern Ländern ungemein vorgeschritten ist, erschien die Berner Eonferenz eigentlich undenkbar. Bei der Wichtigkeit der Sache steht aber zu hoffen, daß die Eonferenz wenigstens im nächsten Frühjahr zu Stande kommt und bis dahin wird doch jedenfalls die deutschschweizerische Spannung langst wieder behoben sein! Die LandtagSwahlen in Böhmen sind mit den am Montag in der Curie der Großgrundbesitzer vollzogenen Wahlen zum endgültigen Abschlüsse gelangt. Die deutschen Großgrundbesitzer betheiltgten sich an denselben nicht, so daß die vereinigten Candidatenlisten der Feudalen und der Ezechen glatt durchgingen; unter den gewählten parlamentarischen Vertretern des nichtfideicommtssartschen Großgrundbesitzes befindet sich auch Professor Bretz, der Schwiegersohn des altczechtschen Führers Dr. Rieger. Die Wahlen Des Großgrundbesitzes sichern den Altczechen die absolute Mehrheit auch im neuen böhmischen Landtage und da die Deutschen und die Prager Landstube wiederum nicht erscheinen werden, so können die Altczechen ihre Majorität ihren jung- czechischen Brüdern um so fühlbarer machen. Endlich, endlich sind die französischen Kammern nach Hause gegangen und hiermit hat jenseits der Vogesen eine Parlamentssession ihren Abschluß erhalten, die, was die Deputirtenkammer anbelangt, an peinlichen Zwischenfällen und scandalösen Auftritten ihres Gleichen suchte. In weiten Kreisen der Wählerschaft Frankreichs hat sich darum die bisherige Volksvertretung durch die fortgesetzten Scandalosa, welche ihre Verhandlungen von Anfang bis Ende durchzogen, ein nichts weniger als gutes Andenken „gesichert" und es ist leicht möglich, daß der Ekel vieler Tausenden von Wählern an dem Treiben der bisherigen Kammer bei den herannahenden Neuwahlen durch ein eclatantes Votum für den alleinseligmachenden Boulangismus zum scharfen Ausdruck gelangt. Die boulangisttschen Agitatoren werden jedenfalls das Aeußerste thun, um ein derartiges Votum herbeizuführen und vielleicht werden sie hierzu auch die nun perfect gewordene Anklage gegen Bonlanger verwerthen. Dieselbe lautet auf ein versuchtes Attentat gegen das ElysSe, die Amtswohnung des Präsidenten der Republik, ferner auf Eomplott gegen die Regierung der Republik und auf Veruntreuungen, und sucht die Anklage diese Behauptungen durch eine Anzahl von Belegen zu stützen. Die gerichtliche Hauptverhandlung hierüber findet am 6. August statt, aber ob nun auch Boulanger vom Staatsgertchtshof verurtheilt oder aber freigesprochen werden mag — in jedem Falle werden die Boulangisten aus dem Urtheile Capital für ihre Bestrebungen schlagen. Vom internationalen Pariser Socialisten-Congreffe ist noch wenig Neues zu berichten und sind seine Beschlüsse noch abzuwarten. Wie es heißt, würde der Congreß । sich in erster Linie mit der Frage der internationalen Fabrikgesetzgebung beschäftigen. | Die vielbezweifelte Rückkehr des König- Milan nach Belgrad soll nun doch I erfolgen. Der serbische Ex-Monarch gedenkt an diesem Freitag in Belgrad einzutreffen I und wollen ihm der Ministerpräsident Gruic sowie ein Mitglied der Regentschaft bis zur Grenze entgegenfahren. Der Aufenthalt Milan's auf serbischem Boden ist auf 2 bis 3 Wochen in Aussicht genommen. Inzwischen wird aus Bukarest gemeldet, daß man daselbst dem Besuche der Königin Natalie entgegen sehe, welche binnen Kurzem aus Rußland in Jassy eintreffen werde. Sollte die geschiedene Gemahlin Milan's vielleicht auch einen Abstecher nach Belgrad beabsichtigen? Bei der im Wahlkreise Halberstadt Oschersleben stattgefundenen ErsatzwahL zum Reichstage erhielten bis jetzt Stadtrath Weber (nat.-lib.) 2382, Bürstenfabrikant Dahler (Soc.) 2355, Bürgermeister a. D. John-Osterwieck (cons.) 1888 und Rittergutsbesitzer Rohland (frets.) 846 Stimmen. Voraussichtlich wird sich eine engere Wahl zwischen Weber und John erforderlich machen. Berlin, 16. Juli. Die gegenwärtige Preissteigerung des Zuckers, welche namentlich von den Kleinconsurnenten als eine nicht unerhebliche Mehrbelastung des Haushaltsbudgets schmerzlich empfunden wird, hängt auf's Engste zusammen mit den Ausschreitungen des Termtnhandels, dieser wirtschaftlich ebenso ungesunden als vom Standpunkte des reellen Geschäftsbetriebes zweifelhaften „Errungenschaft" der modernen Spekulation. Ein Hamburger Börsenblatt, dessen Zeugntß in dieser Sache gewiß als klassisch gelten darf, bricht über die Ausschreitungen der Terminspekulationen mit aller Entschiedenheit den Stab, indem es schreibt: „Für den Kaufmannsstand in seiner Gesammtheit ist es eine wahre Calamität und nichts weniger als ehrenvoll, daß immer wieder von Neuem bald in dem einen, bald in dem anderen Artikel, heute in Kaffee, morgen in Zucker, derartige Gewaltoperationen versucht werden, welche die Gegenpartei bis auf's Hemd ausziehen sollen, während sie in den weitaus meisten Fällen, und zwar gerechter Weise, zum eigenen Ruin gereichen. Wir treten stets für die Freiheit des Verkehrs ein, was sich aber im Waarenhandel jetzt in rascher Aufeinanderfolge abspielt, hat nichts mit der Verkehrs- freiheit „ zu thun, sondern ist die unverhüllteste Zügellosigkeit! Es ist durchaus nicht nöthig, daß der an sich völlig berechtigte Terminverkehr zu derartigen Ausschreitungen führe." Ans dem Reichsland, 15. Juli. Als erfreulich ist die wiederum bei der diesjährigen Musterung heroorgetretene Thatsache zu melden, daß die Zahl der widerspenstigen Heerespflichttgen fortwährend in der Abnahme begriffen ist. Einestheils wirkt dabei mit die sich immer mehr befestigende Erkenntniß, daß der Dienst in der deutschen Armee ganz angenehm und keineswegs so schrecklich ist, als es Jahre lang allgemein geylaubt wurde; das Einzige, worüber man die Soldaten aus Elsaß- Lothringen sich noch beschweren hört, ist das Commißbrod, an welches sie sich gar nicht gewöhnen können, da hier lediglich Weizenbrod gegessen wird. Anderntheils übt der Umstand eine günstige Wirkung aus, daß der Zuzug nach Frankreich in den letzten Jahren erheblich in's Stocken geraihen ist. Namentlich der Eintritt in die französische Fremdenlegion hat nachgelassen, seitdem der größte Theil derselben in Tongking steht und unausgesetzt von dort Klagen hierher gelangen über das jammervolle Dasein daselbst. Auch die zahlreich einlaufenden Todtenscheine haben den Leuten die Augen geöffnet. Was den einjährig - freiwilligen Dienst anlangt, so sieht die Zahl der als Einjährige dienenden Elsaß-Lothringer noch bedeutend hinter dem Durchschnitt in Alt- deutschland zurück. Nur das Unter-Elsaß hat bereits einen annähernd normalen Stand erreicht. Im Ober-Elsaß und Lothringen wandern die jungen Leute der wohlhabenden. Klassen immer noch vor vollendetem 17. Lebensjahre zahlreich nach Frankreich aus. In manchen Fällen geht übrigens auch die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst deßhalb verloren, weil die Betheiligten aus Unkenntniß der einschlägigen Bestimmungen sich rechtzeitig zu melden versäumen. — Eine Aenderung des Schulgesetzes vom 18. April 1871 steht nach der „Kölnischen Zeitung" in den Reichslanden in der Weise bevor, daß der Schulzwang für die Mädchen sich nicht blos wie bisher bis zum 13., sondern bis zum 14. Lebensjahre erstreckt. Die Gleichstellung des Reichslandes mit Altdeutschland in Bezug aus Schulpflicht sei schon deßhalb nothwendig, um dem Mißbrauche vorzubeugen, daß altdeutsche Eltern ihre Mädchen nach Elsaß-Lothringen schicken, damit sie ein Jahr früher schulfrei werden. (F. I.) Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Brrreark Karlsruhe, 17. Juli. Beim Erbgroßherzog war gestern die Fieberhöhe Schwankungen unterworfen. Die Nacht war gut, heute ist das Fieber geringer, die Entzündung vermindert, die Respiration frei. Paris, 17. Juli. Die Regierung hat den Seine-Präfekten Ponbelle beauftragt, sich nach Magdeburg zu begeben, um die Gebeine Carnot's überzuführen. Mit der Abholung der Gebeine Latour d'Auoergne's aus Neuburg in Bayern ist der Vräfi- dent des Doubs-Departements, Graux, betraut. * London, 17. Juli. In einer gestern Abend hier von den Leitern der con- seroattoen Partei im Stadtthett Tower Humlets im Osten Londons veranstalteten Ver- sammlung hielt Lord Salisbury eine Rede, worin er heroorhob, daß das beste Mittel den Freden aufrechtzuerhalten, sei, sich so vollständig zu rüsten, daß man Wtemanöen 3ix furchten brauche. Bezüglich einiger jüngst von Gladstone angeführten Beispiele von tn Europa bestehenden Homerule-Regierungen erwähnte Lord Salisbury auch Kretas wo das Verlangen nach einer vollständigen Trennung von der Türket immer mehr wachse; voraussichtlich werde Kreta doch schließlich von der Türkei getrennt werden „ "d-üffel, 17. Juli. Der Finanzmintster brachte einen Gesetzentwurf ein, wonach olle Detail-Verkaufsstellen geistiger Getränke, die seit Juli 1889 eröffnet wurden, einen Erlaubntßschetn haben müssen. .. 3urlL . Di- Piinz-Istn Augusta, Schwester der Königin, ist heute itcacht um 12Vt Uhr gestorben. « k 171 äutt. Aus Anlaß von Zeitungsgerüchten über in Serbien statt- fmbenbe Rüstungen hat die serbische Regierung durch ihren hiesigen Vertreter, sowie r rÄg^n ^lplomatischen Agenten Bulgariens der bulgarischen Regierung durchaus friedliche Versicherungen übermittelt. »«karest, H. 3uli. Der Director der städtischen Credttbank tn Jassy, werden ^sMte^o^ "' in Einern Bureau eine Haussuchung oorgenommen «onstanlinopel, 17. Juli. Ein außerordentlicher Mtnisterrath beschäftigte sich eingehend mit den Angelegenheiten auf Kreta. 0 w s a 17: 3uli. Gestern Abend wurde auf den Kaiser, als er bas Theater verließ, ein Revoloerschuß abgegeben. Der Kaiser blieb unverletzt. Der Thater ist angeblich ein Portugiese. , ^uiro, 17. Juli. (Meldung des Reuter'schen Bureaus.) .General Grenfell Älnnakbc^ CK*U ^odhouse gestoßen war, eine sorgfältige Rekognoscirung der Stellung der Dewi che vor, deren Starke auf 2500 geschätzt wird. Gr mnöle eine » omkti0Än an brlc Derwische, in welcher er dieselben unter Zusage der Schonung Ihres Lebens zur Ergebung auffordert. Wad el Njumi ließ den Ueberbringer der Proklamation züchtigen las letztere aber den zusammenberufenen Unterfeldherrn vor. Grensell kehrt nach Assuan zurück, nachdem er Anordnungen getroffen hat für einen etwaigen Zusammenstoß mit den Derwischen. Deserteure berichten, daß Wad el Njumi Verstärkungen erwarte, bevor er seinen Vormarsch fortsetzen werde 3tah> er Jttitts - tzhrouiL. eine ämt^n^ “»«•«*» I gesprochen hat. Mit ihm stimmt Hanslick überein, der zum Beisviel di- 1 schen Tanze, und wiederum tn erster Linie die Jobann'sffin s/n» rlrauj 5 ® ?iÄutzer°rd^llch-P°puN^7d-in- kennen ju lernen, hatte man am Mittwoch wieder ©ekaenbeü Ms ff Ä. I k fc2 a § Zugabe die „schöne blaue Donau- spielen lkst und die erfb-nS- b @,,trau6 UMWRZ4MM Lokales. .,.~~e* 18. Juli. Die „Vereinigung der Kunstfreunde für hip amtl ich en Publikationen der Kgl. Nattonalgallerte in Berlin" W. Pots- KpmÄhPn^»?^' veröffentlicht dieser Tage drei große Färb en licht drucke nach Gemälden von Paul Beckert, welche auf das allseitigste Interesse rechnen dürfen - des jetzigen Kaisers, der Kaiserin und desFulsten B ism" ?ck "Lw Bilder sind in dem imposanten Format von 87x49 cm Bild- und 119x85 cm Kh?ihn°t?H»nC?aften und bezeichnen einen wahrhaften Triumph der Herstellung farbiger ^""^^"k^bchlmischem Wege. Namentlich für patriotische Vereine und für ^?n?n C1«nQ 1 bÜr* k bc? Hinweis auf diese oerhältnitzmäßig biUtqen Blätter, die ootJJcbnKn unß«ooUen Wandschmuck bilden, angebracht sein. Im Ni??tn'^'A^o^u"icht die „Vereinigung" ferner ebenfalls in jenem Niesenformat' $crlr?A9 (DiÄh?aan2 ^^ndhleHuldigung seines Heeres" (Nattonalgallerte, r iowte Delobbe s „Zwei Tochter des OceanS" (Museum, Breslau) dessen "mitJ^lCtr UnkCD1Ctip ^rr?ppanc!cn Sicherheit tn der Luftperspecltoe im Jahre I887 mit zu den stars der Berliner Jubiläumsausstellung gehörte. In kleinerem Format werden ferner im Herbst u. A. erscheinen: Defregger's Heimkehrender Zn?ia7nflLa^lVprms)?rtHnb r® '^euchtthurm auf der Kllppe im^Mondschein" (Originale in der Nationalgallerie in Berlin). Die von dem bekannten Kunstfckrift- steller Fr. Pecht in Ntünchen herausgegebene Zeitschrift „Die Kunst für Alle" urtbeilte b 6 Farbenlichtdrucke der „Vereinigung der Kunstfreunde" gegenwärtig as'Äk&M ä“ b" «feder Eoang-ltfche^.rch?nge°a"n7°-rein "für D-u,schlau" u,üer"ga"n?wef-M- barln E"Ähr“!}k Land-so-reins zu Stande gekommen, was auch si-n-nk-» gefunden hat, daß die an der Spitze unseres Landesoeretns ©taatSratb $allma($3 tn Darmstadt, Realgymnasiallehrer Th Becker tn Darmstadt und Professor Dr. Kostltn in Friedberg zur Leituna des Gesammtoereins sur Deutschland berufen worden sind. Diese unsere Landsleute rechnen Obe!-?pffpn^m?,"s die freundnachbarliche Betheiligung der Kirchengesangoereinsleute in k nMPaC "2 n @ Sicherlich wird Marburg den bisherigen Festorten nacheifern, den Äestgasten Schones und Anregendes zu bieten. Zunächst ist für Dtenstaa Vereinig Ün!)^.asÄ,.^^ geschmückter liturgischer Festgottesdtenst und eine gesellige k^f ^1flen?mnIen* ^Mittwoch um 10 Uhr findet Die Hauptoersarnm- nlip? kat' Ln beJ b^ Director des berühmten Salzunger Kirchenchors, C Mühlfeld über den „Knabenchor" einen Vortrag halten wird. U9tfcl0' 181Das gestern in Friedberg gehaltene Jahresfest des „Oberhessischen Vereins für innere Mission" hatte mit mancherlei Ltnder- Tr^ihpn11 Cn' u\a‘ ?? ^Ebndem Regen und einem Viehmarkt, dessen lärmendes nnh kS' Äiwr? m den Naturlauten friedltcher Dickhäuter das Gebrumme von Bären ^^klänge wandernder Musikbanden zu einem höchst unharmonischen Eoncerr 1 roaren, selbst die Stille der gottesdienstlichen Feier empfindlich beeinträchtiate '■ Gottesdienst in der Stadtkirche, deren weite Hallen zu füllen ? eines ganz ungewöhnlichen Aufgebots bedarf, nur mäßig besucht 5 Rickts- Ännn^r^erb/n b? TheUnehmer einen erhebenden Eindruck von den^ihevollen Gesang des Seminarchors (unter der bewährten Leituna des Seminnriphrpra ^™*kn und der frischen Predigt vo'n Pfarrer Löhr U*^^obenUfO9lmf $u ben Verhandlungen meist nur ein kleiner Kreis zusammen so^ war war fafPaam^fflnf Ctl9rantCki Betheiligung daran besonders stark. Die Burgterasse iihpr a9rr?ail? Allerdings wurde da auch tn dem Vortrage von Dr Rieaer brnpn ',2l^aabifiC der Btbelkenntniß in der Gemeinde" ungewöhnlich Bedeutendes ge- boten. ES ist geradezu unmöglich, von dem reichen Jnhalte dieses Vortra^ Yn beTgVprh^aHfnaenecn Ju «eben. Ganz vortrefflich waren die Darstellung I unserer Bildung zur Bibel von der Reformation an, nicht minder ^!.n,o^n^.upd sretmuthige Anerkennung der Schwierigkeiten, die unsere moderne Bilduna rtki ? dem Btbelverständniß bereitet, und besondels die Vorschläae hnr* 6 hC 6° nbUn0 b? er Sebwierigkeiten, nämlich nicht durch Vertuschung, sondern da- ^u/^ daßman zu einem wirklichen, geschichtltchen Verständniß, vor allem auch zu einem Unt!rfch°sdk„^°„°^7b.^"ü«^ 1,8. Juli. Ein besonderer Reiz der Strauß'fcken Tonm-rk- «nk A^an" Straub liegt in der Einfachheit und Unactuckt- heit ihrer Weisen. Ohne Zwang, als konnte es gar nicht anders sein auillt ein Ton °us dnu anbeten, so gt eine fröhliche Melodie der anderen. Und dann wieder ker- Ä? “m ln ->-m Sprudel übermüthiger Klänge elegische Töne ,rau? Accorde, die m den Herzen einen wunderbaren Widerhall erroeJen bkkr W$arb Wagner sich in bet denkba^günMgften° WeffeSübet"^ Vermischte s. KKM.MWMSF 6 ä trÄ“ ,' 7 iritI^chaf,-n die Gaste babutch benachtheiligl wetbcn, bafe ihnen beim ?kJ..C,falll^aStJ8ier9cfäI6-„t,iS -umFüllsttich nicht mitBt-t, fonbern zu einem groben cbaum ua Jt Bei Herrn Rechner Döring gingen ein: Von Herrn Prooinzialdtrector Freiherrn 99 i ÜOn 91 SJi' * 1 ** 50 zusammen 6 50 In Summa yy v*l uö Wettere Gaben nimmt gern Herr Rechner Döring und die Expedition dieses Blattes entgegen. ' GsttksdiksA der israelitische« Keligioosgeselischast. 40> U6ħtafleäbenb8“6rii6rSamSlaB 8™ U6r' N°chmit,°g Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 18. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 14 Grad, Luft 14 Grad. L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. »citseBMroer Aerhesßsche Eiseudshflen. Am 15. d. M- ist der Nachtrag I zum Gütertarif Köln (l) —Oberhessen zur Einführung gelangt Ueber dessen Inhalt geben die Güterexpeditionen Auskunft. Gießen, den 16 Juli 1889. 597u Großherzogliche Direction. Aerhesßschk Eiseabahues. Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines neuen Empfangsgebäudes, eines Güterschuppens und einer Laderampe aus Haltestelle Mücke sollen auf dem Wege des schrfftlichen Angebots vergeben werden. Plane, Kostenanschläge und Bedingnißheft liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht auf, woselbst Angebote bis zum 5. August einzureicken sind. Alsfeld, den 16. Juli 1889. Der Großh- Eisenbahn-Baumeister: ___________Schoberth.________5987 Verdingung der Erdarbeiten zur Herstellung von Zufuhrwegen auf dem Bahnhofe Gießen. Termin: Sonnabend den 3. August 1889, Dormittag- ,9 Uhr, in unserem Geschästslokale. Zeichnungen, Bedingungen u. s. w. können im Bureau des Regierungs- Baumeisters Horstmann im Stationsgebäude Gießen eingesehen oder gegen kostenfreie Einsendung von 1 JL von demselben bezogen werden. Zuschlagsftist 2 Wochen. [5975 Königliches Eisenbahn - Betriebs - Amt (Main-Weser-Bahn) zu Cassel. Uersteigerung von Nähmaschinen, Pelonpeden * Freitag den IS. d. M., Nachmittags von 2 Uhr an, werden in der Restauration Klingenberg (Reustadt 55) r 7 neue Oelgemälde (Druck), eine neue große Singer - Schneider- maschine, 2 gewöhnliche Nähmaschinen, 1 Velociped (Zweirad), 1 große Anrichte, 1 Sopha und 1 Parthie Damenkleider, 1 großer Schreibtisch, 1 Sopha und 6 Stühle, 1 Hängelampe, Serviervrett, 1 Schüsselbank versteigert. Im Auftrag: Louis Rothenberger, 5923 Gerichtstaxator. Frritsg den 19. Juli l. I., versteigere ich die Weizenernte von mehreren Parzellen in hiesiger Gemarkung, sowie die verschiedenen Früchte eines Haus- garlens. — Zusammenkunft in meinem Bureau Nachmittags V-7 Uhr. Bühner, 5898 Gerichtsvollzieher. r Allgemeiner Anzeiger. Lebensversicherung®- und Ersparniss - Bank in Stuttgart. Versicherungseinläufe von Januar bis Juni Über 17 Millionen Mark. Versicherungen in Kraft 300 Millionen Mark. Bankfonds: 76 Millionen Mark. Die Ueberschüfse werden voll an die Versicherten zurückgezahlt und zwar beträgt die Dividende je nach Art der Versicherung 40—60 Prozent der einfachen Prämie. Die Leistungen der Versicherten werden dadurch auf das denkbar niedri gste Maß vermindert. Derzeit liegen circa 12 Millionen in Reserve zur Vertheilung an dre Versicherten. Kriegsversicherung ist für Wehrpflichtige, Militärbeamte und Militärärzte in der gewöhnlichen Prämie inbegriffen. Anträge nehmen entgegen: In Blechtöpfen ä 1 Ko. Inhalt in der 5806 ersuchen Sie gefälligst die vorzüglichen [118 Drogenhandlung von Otto Schaaf, Selters weg 39. der Dampf-Kaffee-Brennerei M. Schuster, Bonn, ä. Höchste Auszeichnung Cöln 1889: Goldene Medaüle. Verkaufsst.: Hch. 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Die zur Reparatur der Synagoge in Lollar erforderlichen Arbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden und zwar: veranschlagt zu Maurerarbeiten 76 je 88 Zimmerarbeiten 234 ,, 44 Dachdeckerarbeiten 103 „ 81 ” Schlofferarbeiten 26 „ 50 „ Schreinerarbeiten 107 „ — Weißbinderarbeiten 158 „ 90 „ Voranschläge und Bedingungen sind bei Herrn L. Kann in Mainzlar Nachmittags von 7 bis 9 Uhr einzusehen, woselbst auch die Offerten, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift, bis zum 23. l. M., Nachmittags 7 Uhr, einzureichen sind. Gießen, am 16. Juli 1889. 5921 Senßfelder. Ileikgeöotenes. C. G. Kleinhenn's Delicatesfen-, Fisch- u. Geflügel-Handlung, Bahnhofstraße 59 [5981 empfing soeben: zehn oersch. Sorten frische Fluß, und Seefische, prachtvolles Mast- gefiügel und sehr schöne Bachforellen. Preise sehr billig, Qualität hochfein. Die Fabrik-Niederlage von Gebr. Kaufmann (Inhaber G. 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