Nr. 93. Erstes Blatt. Freitag den 19. April , 1889 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Drrreaur Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ——in■! __________ Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Geschehen Gießen, 23. März 1889. Siebzehnte Sitzung des Provinzialtags der Provinz Oberheffeu. Gegenwärtig: 1. der Vorsitzende, Großh. Prootnzialdirector Freiherr von Gagern, 2. die Provtnzialtagsmitglieder: Beigeordneter Braun, Nidda, Hüttenbesitzer Gg. Buderus, Lollar, Rechtsanwalt Curtman, Gießen, Rechner W. Engel, Homberg, Bürgermeister Fendt, Schotten, Postoerwalter Frey mann, Gedern, Justizrath Dr. Geyger, Assenheim, Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch, Gießen, LandgerichtSrath Holzapfel, Gießen, Kaufmann Karl Jäger, Schlitz, Rechtsanwalt Jäckel, Friedberg, Friedrich Keil, Melbach, Jost Korell, Schwabenrod, Bürgermeister Küchel, Butzbach, Adalbert Freiherr v. Nordeck zur Rabenau, Frtedelhausen, Graf Ortola, Büdesheim, Amtsrichter Rabenau, Büdingen, Friedrich Graf zu Solms-Laubach, Erlaucht, Laubach, Fabrikant Carl Trapp, Friedberg, Fabrikant G. W. Wenzel, Lauterbach, 3. die Provinzialausschußmitglieder: Oeconom Schade, Altenburg, Gutsbesitzer Sch lenke, Hardthof, Bürgermeister Stöpler, Lauterbach, 4. der Provinztalingenieur Gnauth, 5. der Protocollführer, Kreisamtsgehülfe Allendorf. Nachdem der Vorsitzende die Sitzung eröffnet und die Versammlung begrüßt Halle, wurde zunächst durch Feststellung der Präsenzliste die Beschlußfähigkeit der Versammlung constattrt. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß die Mttglkeder Oberbürgermeister Bramm, Gießen, Hugo Buderus, Hirzenhain, , Fürst Bruno zu Isenburg-Büdingen, Durchlaucht, Büdingen, Freiherr Georg Rtedesel zu Eisenbach-Altenburg und Bürgermeister Schmalbach, Crainfeld ihr Nichterscheinen in der heutigen Sitzung enlschuldigt hätten. Auf Vorschlag des Vorsitzenden werden sodann die Herren Postverwalter Freymann, Gedern und Rechtsanwalt Dr. Gutfleis ch, Gießen zu Urkundspersonen und Kreisamtsgehülfe Allendorf zum Protocollführer bestimmt. Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. !♦ Prüfung der Rechnung der Provinzialkaffe und Erstattung der BerwattnngsberichtS für 1887/88» Der Vorsitzende thetlt mit, daß sich bet Prüfung der Rechnung der Provinzial- kasse durch den Provinzialausschuß keinerlei Anstände ergeben hätten. Die Hauptresultate seien in dem dem Voranschlag betgegebenen Rechenschaftsbericht enthalten. 8u Rubrik 18, „Erbauung und Unterhaltung der Kreisstraßen", gibt der Prooinzial- ingenieur ausführliche Erläuterungen. Rechnung und Rechenschaftsbericht werden auf Anfrage des Vorsitzenden von keiner Seite beanstandet. 2. Feststellung de- Voranschlags der Provinzialkaffe für 1889/90» Der Entwurf des Voranschlags war den Mitgliedern des Provinzialtages bereits mit der Einladung zur heutigen Sitzung mttgetheilt worden. Derselbe wird rubrikenweise, mit der Ausgabe beginnend, durchgangen. Der Vorsitzende bittet, etwaige Anträge bei den einzelnen Rubriken zu stellen. Zu Rubrik 18, „Unterhaltung von Kreisstraßen", bemerkt Provinzialausschuß- mitalied Schade: In dem Voranschlag über die Unterhaltung der Kretsstraßen des Kreises Alsfeld sei bet den außerordentlichen Ausgaben für den Ersatz des hölzernen Brückenbelags durch einen eisernen auf der Kretsstraße Alsfeld—Altenburg nur ein Credit von 400 gewahrt. Mit dem Ersatz des hölzernen Brückenbelags durch einen eisernen sei dem vorhandenen Bedürfniß nicht genügt, es sei vielmehr mit Rücksicht auf die bisher hervorgetretenen Schwierigkeiten im Fuhrwerksoerkehr, insbesondere bei Transport von Langhölzern, eine Verbreiterung der Straße, bezw. Brücke an dieser Stelle nöthig. Er bitte deßhalb, den hier vorgesehenen Credit entsprechend zu erhöhen. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß es doch wohl nicht angängig sei, über die Anträge des Kreisausschuffes und des Kreistages des Kreises Alsfeld hinaus Credite zu verwilltgen, es müsse doch zunächst Sache der Kretsvertretung bleiben, das Bedürfniß festzustellen und hiernach die Credite anzufordern. Provinztalausschußmitglied Schade bemerkt weiter: Es beruhe wohl nur auf einem Versehen, daß der hier fragliche Credit zu gering vorgesehen sei. Soweit er sich erinnere, sei auch schon in dem Kretsausschuß zu Alsfeld von der Verbretterung der Brücke die Rede gewesen. Mit Rücksicht auf die Mehrkosten, welche durch die von ihm ? beantragte Verbreiterung der Brücke voraussichtlich entstehen würden, sei es vielleicht räthlich, die Zweckmäßigkeit, bezw. das Bedürfniß der Straßenverbretterung durch die Provinzialvertretung feststellen zu lassen, den vorgesehenen Credit aber vorsorglich zu erhöhen. Freiherr von Rabenau stellt nunmehr den Antrag, die Position, wie vorgesehen, jedoch mit der Maßgabe zu genehmigen, daß, falls das Bedürfniß der von Schade beantragten Verbretterung durch die Kretsvertretung anerkannt und die Aus- . führung von derselben beschloffen werde, der Provinzialtag sich hiermit einverstanden 1 erkläre und die hierdurch erforderlich werdende Credtterweiterung zu Lasten anderer disponibler Mittel im Voraus genehmige. Dieser Antrag wird einstimmig zum Beschluß erhoben. Zu Rubrik 19, „Neubau von Kreisstraßen", werben durch dm Vorsitzendm und den Prootnzralingenieur die nöthigen Erläuterungen gegeben. Zu dem Projekt Eckartsborn—Altwiedermus bemerkt der Vorsitzmde unter Hinweis auf die Ausführungen auf Sette 12—14 des Voranschlags, der Prootnztal- ausschuß sei der Ansicht, daß von Heranziehung der Inhaber der Gemarkung Oberwald bezw. der Gemeinde Altwiedermus zu einem Viertheil derjenigen Baukosten, welche beim Durchgang der Straßenlinie durch den Altwtedermuser Antheil des Oberwaldes erwachse, nicht abgesehen werden solle und ev. die Entscheidung der Verwaltungsgerichte herbeizuführen sein werde. Abgeordneter Rabenau, Büdingm, fragt an, ob seine Auffassung zutreffe, wonach die Ausführung des fraglichen Straßenbaues nicht davon abhängig gemacht werde daß die Inhaber der Gemarkung Oberwald oder die Gemeinde Altwiedermus zur Aufbringung von V< der Baukosten innerhalb der Gemarkung Oberwald im Verwaltungsstreitverfahren auch wirklich verurtheilt werden. Der Vorsitzende bestätigt die Auffassung des Abgeordneten Rabenau als richtig, mit dem Anfügen, daß, falls der in Aussicht genommene Beitrag der Inhaber der Gemarkung Oberwald, bezw. der Gemeinde Altwiedermus nicht geleistet, bezw. von den Verwaltungsgcrtchten die Beitragspflicht verneint werde, sich naturgemäß die Zuschüsse der übrigen Zahlungspflichtigen entsprechend erhöhen müßten. Die Position wird wie beantragt genehmigt. Zu Rubrik 20 „Einmaliger Beitrag der Provinz zu d en Kosten der Recurrensfieber-Epidemie in den Kreisen Gießen und Friedberg" bittet der Vorsitzende, den beantragten Zuschuß von 2437 JL 81 $ aus Billigketts- rückstchten zu bewilligen. Die Deckung der beträchtlichen Kosten der Recurrenzfieber-Epidemie sei nur durch gleichmäßige Vertheilung auf Staat, Provinz, Kreis und die bethei- ltgten Gemetndm möglich und habe der Staat und der Kreis Gießen bereits die Uebernahme von je V« dieser Kosten zugesichert und nur auf diesem Wege könnten die seit nahezu einem Jahrzehnt schwebenden Verhandlungen ihrer Erledigung zugeführt werden. Der vorgesehene Betrag wird einstimmig bewilligt. Nachdem der Voranschlag bis zum Schluffe durchgegangen und weitere Bemerkungen nicht erhoben wurden, wird derselbe den Anträgen des Provinzialausschusses entsprechend in Einnahme und Ausgabe auf den Gesammtbetrag von 252 726 54 4, in Worten Zweihundertzweiundfünfzigtausend Siebenhundert Sechsundzwanzig Mark 54 Pfennig festgesetzt. 3. Wahl von 4 Mitgliedern und 2 Ersatzmitgliedern des Provinzial- rruSschnffeS. Auf Vorschlag des Vorsitzenden werden die bisherigen Mitglieder Oberbürgermeister Bramm, Gießen, Rechtsanwalt Curtman, Gieße», Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch, Gießen, Bürgermeister Stöpler, Lauterbach, sowie das Ersatzmitglied Landgerichtsrath Holzapfel, Gießen für die Periode 1890/95 per Acclamatton wiedergewählt. Bezüglich der Wahl für das durch Wegzug ausgetretene Ersatzmitglted Landge- rtchtsrath Dr. Gtlmer bittet Freiherr vonRabenau um eine kurze Pause, damit unter den Mitgliedern eine Besprechung bezw. Verständigung ermöglicht werde, wie dies auch bisher üblich gewesen sei. Die Verhandlung wird auf 10 Minuten unterbrochen. Bei Wiederaufnahme der Verhandlung wird auf Vorschlag des Freiherrn von Rabenau an Stelle des bisherigen Ersatzmitgltedes Dr. Gilmer Landgerichtsrath Schäfer, Gießen einstimmig zum Ersatzmitglied für die oben erwähnte Periode gewählt. Hiermit war die Tagesordnung erledigt. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob noch ein Mitglied der Versammlung etwa einen Antrag zu stellen oder etwas vorzubringen habe, meldet sich Freiherr von Rabenau zum Wort. Er habe an den Herrn Vorsitzenden noch eine Anfrage zu stellen. Für die Regulirung der Lahn auf preußischem Gebiete seien in Preußen 450 000 JL vorgesehen und solle in diesem Frühjahr im Kreise Marburg mit den Regulirungsarbeiten begonnen werden. Wenn in Hessen die Regulirung der Lahn nicht fortgesetzt werde, sei naturgemäß die Regulirung auf preußischem Gebiete für die angrenzenden hessischen Gebietsthetle gefahrdrohend, da der Flußlauf kürzer werde und die Zuftrömung von Hochfluthen rascher als bisher erfolge. Er wolle daher an den Herrn Vorsitzenden die Anfrage richten, ob ihm die beabsichtigte Lahnregultrung bekannt sei und ob und was seinerseits in dieser Angelegenheit geschehen oder beabsichtigt sei. Der Vorsitzende erwidert auf diese Anfrage, daß er bei Bekanntwerden der neueren Nachrichten über die Lahnregultrung als Kreisralh des Kreises Gießen unter Bezugnahme auf frühere Verhandlungen Großh. Ministerium des Innern und der Justiz Vorlage gemacht und um Aufschluß über den Stand der Sache gebeten habe. Großh. Ministerium habe hierauf mttgetheilt, daß die fragliche Angelegenheit von ihm neuerdings bei der Königlich Preußischen Staatsregierung in Anregung gebracht worden sei und daß demnächst weitere Mtttheilung hierüber erfolgen werde. Eine solche sei inzwischen noch nicht eingetroffen; er werde indeß die Angelegenheit nicht aus dem. Auge verlieren. Hiermit wurde die Sitzung geschlossen. \ Der Vorsitzende: Die Urkundspersonen: v. Gagern. Dr. Gutfleisch. Freymann. Der Protocollführer: Allendorf. Gießen, am 16. April 1889. Betr.: Die Einsendung der Kaffesturzprotocolle. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an di« Trotz herzoglichen Dürgermeiftereie« deS «reise». Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der in unserem Ausschreiben vom 26. August 1885 — Amtsblatt Nr- 5 — voraeschriebenen Kaste, sturzprotocolle für 1888/89 noch im Rückstände sind, werden an deren Vorlage mit Frist von 8 Tagen erinnert. 9 " v. Gagern. Telegraphische Depeschen. Wolff s lelegr. Corrcspondenz-Burea«. Berlin, 17. April. Der „Reichsanzetger" meldet: Der bisherige Bureaudirector des Reichstags, Knack, ist zum Director beim Reichstage ernannt. Berlin, 17. April. In der gestrigen Sitzung des Directionsraths der deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft wurde Reichstagsabgeordneter Graf Hoersbroech, Mitglied -es Directionsraths, an Stelle des ausscheidenden Schröder - Berlin gewählt, ferner Consrrl Vohsen zum Director an Stelle des Dr. Peters. Es wurden Statutenänderungen beschlossen. Von Seiten der Regierung waren anwesend die Gehetmräthe des Auswärtigen Amtes, Krauel und Kayser, von der Seehandlung Bötticher. München, 17. April. Die „Allgemeine Zeitung" glaubt, das Verlangen der Eentrumspresse, eine bayerische Katholikenversammlung gegenüber der jüngsten Ministe- rialverordnung einzuberufen, wäre inopportun für das Episkopat und die Centrumsfraktion des Landtags. Jede wettere, den Vollzug der ministeriellen Zugeständnisse störende Agitation müsse ungünstig für die Ziele ausfallen, welche dem Episkopat bei dem Memorandum vorgeschwebt. Hamburg, 17. April. Der zur Expedition Wißmann's gehörige Dampfer „Vesuv" trat heute seine Reise nach Zanzibar an. Der Dampfer läuft Plymouth an, um Kohlen einzunehmen und trifft in Aden mit den übrigen Expedttionsdampfern zusammen, um dann mit diesen die Reise fortzusetzen. Pari-, 17. April. Der „Autorilö" zufolge ordnete Merlin, der Vorsitzende deS Untersuchungsausschusses, Haussuchungen auch bei General Dubarail und bei Cassagnac an. — Die „Presse" verzeichnet das Gerücht, daß neuerdings 60 Haftbefehle von Merlin erlassen worden seien. Laguerre und die übrigen Mitglieder des Nationalcomitä's sind gestern nach Brüssel abgereist, wo das Comite eine Versammlung abhält. Berlin, 18. April. Die Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Der Kaiser ernannte für die Samoa-Conferenz zu Bevollmächtigten den Staatsminister Grafen Bismarck, den Geheimrath Holstein und Geheimrath Krauel. Die Conferenz wird am 29. April zusammentreten. Lokales. Gießen, 18. April. Schwarze Trauerfahnen vom Bürgermeisteretgebäude verkünden der Stadt dm gestern Abend erfolgten Tod ihres Oberhauptes, unseres hochverehrten Oberbürgermeisters Bramm. Heute Nachmittag um 3 Uhr hat sich die Stadtverordneten-Versammlung vollzählig versammelt, um in feierlicher Trauerkund- gebung den Wortm des vorsitzenden Beigeordneten zustimmend, den Hingang des hochverdienten langjährigen Leiters der städtischen Verwaltung, des bis zum letzten Athemzuge von der Sorge für das ihm übertragene Amt erfüllten Oberbürgermeisters zu beklagen. Die Beerdigung findet morgen Freitag, Nachmittags 3 Uhr, statt. Gießen, 18. April. Herr Oberbürgermeister Bramm ist gestern Abend Vs 9 Uhr seinem langen mit großer Geduld ertragenen Leiden erlegen. In dem Hingeschiedenen verliert die Stadt Gießen einen ihrer treuesten Bürger, der stets bereit war, für die Interessen derselben voll und ganz einzutreten. Möge ihm die Erde leicht sein! — (Herr Aug. Bramm wurde am 6. November 1874 zum ersten Male als Bürgermeister der Prov.-Hauptstadt Gießen gewählt. Am 3. Januar 1887 erfolgte seine zweite Wahl, den Charakter als Oberbürgermeister erhielt der Verblichene am 12. September 1888.) Gießen, 18. April. sSttzung der Stadtverordneten vom 17. April.) Anwesend: Herr Beigeordneter Gnauth als Vorsitzender, Seitens der Stadtverordneten die Herren Baift, Georgi, Hoch, Homberger, Jughardt, Aug. Noll, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wallenfels. Herr Daniel Heil hat um nachträglicheErthetlung der Concession zum Wtrth- schaftsbetrteb in seinem seit 1881 betriebenen Ladengeschäft nachgesucht. Gesuchsteller beabsichtigt, wie seither, neben seinem Cigarrengeschäft den Verkauf von Ltqueuren, unter Ausschluß gewöhnlichen Branntweins, zu betreiben. Großh. Poltzeiamt hat die Bedürfnißfrage hierzu nicht zu bejahen vermocht, desgl. die hierfür eingesetzte Commission, welche indeß die Concesstons-Ertheilung unter Berücksichtigung der hier vorliegenden besonderen Verhältnisse zu befürworten beantragt; es wird dem entsprechend beschlossen. Wenn die Commission einerseits die Annahme des Gesuchstellers, daß es bei Umzug in ein anderes Lokal nochmaliger besonderer Concesstons-Ertheilung nicht bedürfe, nicht ihrem Anträge zu Grunde gelegt, so geht sie anderntheils von der Ansicht aus, daß dem Gesuchsteller bei seinem in 1881 erfolgten Umzuge die Concession gewiß ertheilt worden wäre. — Ein früheres Gesuch um Erthetlung der Concession zum Ausschank von Branntwein im Laden des Herrn Hainbach an der Marburger Straße wurde vom Stadlvorstande befürwortet, von Großh. Kreisamt aber abschlägltch beschteden. Ein neuerlich eingereichtes Gesuch des Herrn Hainbach um Ertheilung der Erlaubniß zum Verkauf von Branntwein über die Straße soll ebenfalls befürwortet werden, nachdem Großh. Polizeiamt berichtet, daß es hiergegen nichts einzuwenden finde. — Zu dem Gesuch der Heinrich Sack Ehefrau um Erthetlung der Concession zum Ausschank von Branntwein im früher Häuser'schen Laden am Neuenweg hat Großh. Poltzeiamt, trotzdem schon die früheren Ladeninhaber Concession besaßen, die Bedürfnißfrage verneint. Die Versammlung tritt dem Commtsstonsantrage bei, welcher auf Befürwortung der Concesstonserthetlung zum Verkauf über die Straße lautet. — Herr Kaufmann Wetßbäcker hat sein an die Südanlage stoßendes Garten-Grundstück gegen den Schoorgraben hin eingesrtedigt und soll nach Annahme des Stadtbauamtes die Grenze seines Etgenthums überschritten haben. Die dieserhalb vorgenommenen Vermessungen haben ergeben, daß eine Grenzüberschreitung nicht vorliegt, wohl aber im Jahre 1844 mit sämmtlichen Besitzern an den Schoorgraben stoßender Grundstücke ein Vertrag abgeschlossen wurde, nach welchem vom äußersten Grabenrande, bis zu welchem das städtische Etgenthum geht, ein 4 Fuß breiter Streifen außerhalb der Einfriedigung frei bleiben muß, um das Reinigen des Grabens bewerkstelligen zu können. Es wird, da bereits wettere derartige Einfriedigungen vorgenommen werden sollen, beschlossen, unter Hinweis auf den bestehenden Vertrag den betr. Grundbesitzern das Fretlassen eines 4 Fuß breiten Streifens zwischen dem vormaligen oberen Grabenrande und etwaigen Einfriedigungen anzustnnen. Herr Batst äußerte sich gegen den Antrag, betonend, daß nach der Fassung des Stadtringgrabens in eine Steinsohle das Reinigungsgeschäft so vereinfacht wäre, daß besonderer Raum hierfür auf der anderen Seite nicht mehr nöthig sei, dagegen sei aber das Bedürfniß zur Anlage von Einfriedigungen am Schoorgraben größer geworden, weil durch dessen jetzige Beschaffenheit ein unbefugtes Eindringen in die Gärten von der Schoor her sehr erleichtert worden. — Die ehemals Benner'sche Besitzung an der Nordanlage ist nach einem diesbezüglichen Stadtoerordnetenbeschluß einer Verpachtung im Ganzen ausgesetzt worden. Die hierfür nachträglich eingelegten Gebote gehen bis 520 Jü pro Jahr; es wird indeß beschlossen, dem im Termine eingelegten Höchstgebote von 495 den Zuschlag zu ertheilen. — Die stattgehabte Versteigerung eines 583 Quadratmeter haltenden Bauplatzes an der Loth'schen Wirthschaft auf der Licherstraße, für welchen ein Höchstgebot von 5000 vM von Herrn Maurermeister Pfaff eingelegt wurde, wird genehmigt. — Dem städtischen Wteger auf den Wochen- rnärkten soll auf Antrag der Marktcommtssion eine jährliche Vergütung von 50 unbeschadet des Bezugs der Wteggebühren, zu Theil werden. Zur Begründung seines Gesuches macht der Gesuchsteller geltend, daß infolge Eröffnung des Schlachthauses Besiegen von Fleisch für ihn so gut wie ganz aufgebört habe, so daß mit Wegfall M^^?^urequelle sein Verdienst ein sehr niedriger geworden sei unb mitunter Markttag nicht überschreite. — Die Wochenrnärkte in Gießen betr. hatte Großh. Polizeiamt im vorigen Jahre infolge beabsichtigter Einführung einer Marktordnung die Frage angeregt, ob es sich angesichts des gesteigerten Verkehrs in der inneren Stadt, namentlich am Marktplatz, empfehlen dürfte, den gesammten Wochen- ??!? Stelle, beispielsweise nach Oswald's Garten zu verlegen. Hierzu die Stadtverordneten-Versammlung unterm 25. August v. I., nach Verweisung einiger Verkaufsbuden vom Buttermarkte nach dem Lindenplatze, eine Aenderung in bc" ^ttherigen Marktverhältnissen nicht eintreten zu lassen. Die nach Fertigstellung des Masters auf dem Brandplatze in Frage kommende Zurückverlegung des Kartoffel- und Obstmarktes von Oswald's Garten nach dem Brandplatze hat die Commission für das Marktwesen veranlaßt, zu beantragen, den Kartoffel- und Obstmarkt auf den aVu verweisen, im Uebrigen aber, wenigstens so lange die Verhandlungen über den Erwerb des einer Verbindung von Brandplatz und Lindenplatz noch im Wege stehenden alten Hofgerichtsgebäudes noch zu keinem Resultat geführt haben, auf dem Beschlüsse vom 25. August 1888 zu beharren. Hierzu bemerkt Herr Batst, daß es sich nach seinem Dafürhalten empfehlen würde, behufs Entlastung des alten Marktplatzes einen Theil des Verkehrs in die breite Schulstraße zu verlegen und» zwar auf einen extra gegen die Fahrbahn etwas erhöhteren Theil derselben, wogegen Herr Schopbach srch für Unterbringung des Obstkleinhandels in die Schulstraße, die sich im vorigen Herbst sehr gut bewährt habe, aussprtcht; auch Herr Wallenfels spricht für theil-- weise Verlegung des Verkehrs nach der Schulstraße. Herr Homberger ist nicht für Versperrung der Schulstraße durch dm Marktverkebr und hält es, so lange das Be- durfniß nach Verlegung nicht brlngenber wird, für das beste, den Markt auf die seither benutzten Platze zu beschränken. Der Commissionsantrag wird angenommen. Zu drei weiteren Gesuchen hiesiger Handelsleute (einer Anzahl Samenhändler, Wolle- und Galanteriewaarenhandler), denen aufgegeben worden, an Wochenmarkttagen ihre an den übrigen Wochentagen auf dem Marktplätze befindlichen Buden theils nach dem Gemüsemarkt, theils nach dem Oswald's ©arten zu verlegen, und die nun um die Belassung ihrer Stände auch an Markttagen auf ihren jahrelang innegehabten Plätzen auf dem Buttermarkte bitten, wird beschlossen, den Gesuchslellern Plätze in der Schulstraße anzuweisen, auch weiteren Verkäufern hie gleiche Berechtigung auf fffitberruf zu ertheilen. — Die infolge Gesuchs bes Turnvereins um Ueberweisung eines Garderobezimmers vorgenommene Verlegung der Garderobe nach dem oberen Balkonzimmer der Turnhalle hat der Direction des Realgymnasiums Veranlassung Gegeben, auf die Unzuträglichkeiten hinzuweisen, die entstehen, wenn die der Realschule gehörigen Turngeräthe, Matratzen rc. nicht unter Verschluß gehalten werden können, weil die nach dem Balkonzimmer der Turnhalle führende Treppe sich in dem zur Aufbewahrung der Realschulturngeräthe dienenden Raume befindet. Es wird dem Vorschläge des Herrn Beig. Gnauth beigetreten, dahin gehend, daß ein Austausch der im Erdgeschoß der Turnhalle befindlichen Gerätheräume zwischen Turnverein und Realgymnaftum ftattfindet, der in dem seither vom Turnverein benutzten Raum befindliche Gasmesser aber auf Kosten des Turnvereins in das obere Zimmer verbracht rairIb. - Bezüglich eines auf Verbesserung verschiedener Einrichtungen in der Turnhalle gerichteten ausführlichen Schreibens des Herrn Realturnlehrers Erb soll letzterer im Verein mit Herrn Stadtbaumeister Stief um Ausarbeitung entsprechender Projecte n,erben. - Auf biesbezügliches Ersuchen bes Eichmeisters soll die stabtische Eichanstalt an die Wasserleitung angeschlossen, die aus 220 veranschlagten Anschlußkosten auf die Stadtkasse übernommen, der Preis des für bas Eichgeschäft benötigten Wassers aber auf 15 H pro Cubikmeter, also ben halben von Privaten entrichteten Preis, festgesetzt unb die übliche Waffermesserrniethe erhoben werden. — Das Gesuch des Herrn Carl Heil und Genossen um Erweiterung der kleinen Sandgaffe (es handelt sich um Entsernrr ig einer vor dem Hause von Schreiner Best's Erben befindlichen, eine Miststätte abschließenden Mauer) wird abgelehnt, indem der im Gesuch angeführte Zugang zum Stadtbach genügend breit und auch im Falle eines ausbrechenden Brandes durch Niederlegung eines Spaliers an den Stadtbach zu gelangen sei. — Die Entwässerung des Friedhofes betreffend, wurde in voriger Sitzung ein Bericht des Herrn Stadtbaumeistcrs mitgetheilt, wonach eine Entwässerung durch Auflockerung des Erdreiches auf 2 bis 2Va Meter Tiefe und Ableitung in besondere, von Zeit zu Zeit zu entleerende Sammelgruben hergestellt werden könne. Angesichts der hierdurch entstehenden bedeutenden Kosten hat die Baudeputation beantragt, von Herrn (Sulturingenieur Wißmann ein Entwässerungsproject ausarbeiten zu lassen. Man hofft durch Auffindung der wasserführenden, aber noch nicht mit Leichen belegten Theile des Friedhofes und unter Anwendung der Drainage eine Entwässerung zu ermöglichen, Die sich wesentlich billiger stell', wie die Umgrabung. — Ueber die allenthalben Aufsehen erregende Friedhofsaffairr', die Ausgrabung der Leiche des Stations- asststenten Greiner, erstattet hierauf Herr Beigeordneter Gnauth Bericht. Infolge einer Beschwerde der Wiitwe des Stationsassistenten Greine', daß die behufs anderweitiger Beisetzung zu exhumirende Leiche ihres Ehemannes nicht aufzufinden, beschloß der Stadtvorftand s. Z. unter Hinzuziehung der Frau Friedhofaufseher Noll Wwe. unb des Arbeiters Weller Nachgrabungen machen zu lassen; die Nachgrabung mußte aber wegen starken Schneefalls unterbleiben und wurde erst am 10. April d. I. vorgenommen. Der Sarg wurde auch gefunden, nur etwa 30 Ctm. von der bestimmten Stelle entfernt. Diese Ausgrabung ergab, daß früher nicht gründlich unb sachgemäß gesucht würbe. Die ersten erfolglosen Ausgrabungen finb vom beseitigen Friedhofaufseher ohne Erlaubniß der Friedhofscommrssion vorgenommen worden, so daß der Stadtvorstand von der ganzen Angelegenheit erst Kenntniß erhielt, als diese schon ihren Weg in die Zeitungen gefunden hatte. Es hat sich demnach der Friedhofsaufseher einer Überschreitung seiner in der Friedhofsordnung festgesetzten Befugnisse schuldig gemacht, worüber noch zu befinden sein wird. Die ersten Nachforschungen nach dem Sarge wurden nicht sachgemäß ausgeführt, die betr. Arbeiter begnügten sich damit, die Erde zu einem Theile abzuheben und dann mit einer eisernen Stange zu fonbiren, die infolge der erwähnten Verschiebung des Sarges um 30 Ctm. nicht den Sarg traf, sondern neben demselben ins Erdreich drang, was zu der Annahme führte, der Sarg stehe nicht an dieser Stelle. Herr Beigeordneter Gnauth ersucht die Versammlung um die Erlaubniß, den wahren Sachverhalt im „Starkenburger Boten", aus welchem die verschiedenen Nachrichten in andere Blätter übergingen, zu veröffentlichen. Die Versammlung ist mit der von Herrn Beigeordnetem Gnauth verfaßten Berichtigung einverstanden. , ~ Zern hiesigen Kriegerverein, zu Händen des Herrn Postsecretärs Mayer, ging von Sr. Durchlaucht dem Fürften-Reichskanzler auf ein ihm zu seinem 74. Geburtstage gesandtes Telegramm folgendes eigenhändige Dankschreiben zu: E ____ Berlin, 11. April 1889. freundlichen Glückwünsche zu meinem Geburtstage sage ich meinen verbindlichsten Dank. D. Bismarck. Gießen, 18. April. Die in der letzten Versammlung der Zeichner zu dem Herren Provinzialdirector Frhr. o. Gagern, Adami, W. Gail, L. Heyligenstädt, I. Kirch, Dr. Reatz, Dr. Rosenberg unb E. Wassersch- leben haben gestern bie Dr. Schüler'sche Besitzung im Auftrag ber Aktionäre an- gefauft. ®er Kaufpreis betragt 96 000 JL, bie Uebernahme erfolgt am 1. Juli, c <-sr?7?*?' 1?* Eine ostafrikanische Negertruppe probucirt sich während bcr Osterfettrtage in Oswald's Garten. Es dürfte wohl für Manchen von Interesse stin, diese Menschenrasse aus dem schwarzen Erdthetle in Ausübung ihrer heimathlichen Sitten und Gebrauche zu beobachten. Vermischte-. + Offenbach. 17. April. Vorgestern Mittag sand im Beisein des aus Darmstadt eingetroffenen Untersuchungsrichters, Landgerichtsrath Scriba und Staatsanwalts Dr. Güngerich die Sektion des ermordeten Brauburschen Häring statt. Dieselbe dauerte 4 Stunden. Der Mörder wohnte derselben bei. Lotz wird übrigens als ein fleißiger ordentlicher Mensch geschildert; die Eifersucht hat den Menschen also lediglich zu dem Verbrechen unD damit in's Unglück getrieben. — Frankfurt, 17. April. Die landespoltzeiltche Abnahme der nunmehr ferttggestellten Strecke Forsthaus-Schwanheim der Waldbahn fand gestern statt. Die Prüfung fiel in jeder Beziehung günstig aus. Die Eröffnung des Betriebes auf der Strecke erfolgt schon morgen. — Die Hessische Ludwigsbahn erfreute sich heute auf allen Strecken ganz besonderer Frequenz. Es fand in Mainz die General-Versammlung der Gesellschaft statt, mit der stets freie Fahrt der Actionäre auf allen Strecken der Bahn verbunden ist. Diesem Umstand verdankte unsere Stadt heute lebhaften Fremdenbefuch, denn die billige Fahrgelegenheit wird zumeist zu einem kleinen Ausflug benutzt. — Wir machen hiermit nochmals auf das s. Zt. von uns veröffentlichte Preisausschreiben von 1000 Mark und 500 Mark für die besten Bremsvorrichtungen an Berliner Faßbierwagen aufmerksam und bemerken hierzu, daß mit dem 1. Mai er. der Termin für die an das Eentralbureau der Deutschen Allgemeinen Ausstellung für Unfallverhütung. Berlin N. W. Ausstellungspork, zu richtenden Anmeldungen abläuft. — Der Gartenbauverein zu Magdeburg hält gelegentlich der in der Zeit vom 20. bis 24. Juni d. I. dort stattfindenden Ausstellung der Deutschen Land- wirthschafts-Gefellschaft ebenfalls eine Ausstellung von Erzeugnissen der Zier- und Nutz- gärtnerct ab. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß den vielen Fremden, welche zu dieser Zeit in Magdeburg zusammen kommen, die günstigste Gelegenheit geboten wird, sich zu überzeugen, was Private und Handelsgärtnereten zu leisten vermögen. Bei der hohen Bedeutung der Ausstellung der Deutschen Landwirthschafts- gesellschast, zu welcher sich außer dem zu erwartenden Allerhöchsten Besuche wohl die meisten Koryphäen der Landwirthschaft und ca. 50,000 Fremde aus allen Ländern in Magdeburg zusammenfinden werden, ist es wohl sehr erklärlich, daß auch der Gartenbau- Verein sowie die damit verbundenen Industrien Alles aufbieten, un diese Ausstellung in jeder Weise zu einem Glanzpunkte zu gestalten. Wir bemerken noch, daß außer den im Programm festgesetzten Staats- und Veretnsmedaillen und sonstigen Prämien seitens vieler Private ansehnliche Werth- und Ehrenpreise gestiftet sind. — Ein englischer Arzt beklagt sich in der medicinischen Wochenschrift „Lancet" über eine Patientin, die er seit zwanzig Jahren von einem anscheinend unheilbaren Uebel zu heilen sucht. Die Dame, so sagt der Arzt, steht früh auf, ißt ein gutes Frühstück und nimmt um 2 Uhr ein gehöriges Mittagessen zu sich, später Thee, um halb neun ein Nachtessen mit einem Glase heißen Wassers und Branntwein; um halb elf geht sie regelmäßig in die Federn. Sie spaziert täglich sechs bis acht (engl.) Meilen, klagt nie über Schmerzen und hält gemeiniglich nach dem Mittagessen ein stundenlanges Schläfchen. Und das Uebel, an welchem sie leidet? Sie schnarcht die ganze Nacht hindurch und'zwar so laut, daß man es im ganzen Hauie hört. Früher begnügte sie sich mit vier Stunden Nachtmusik, jetzt fangt sie gleich beim Schlafengehen an, und sie schnarcht, gleichviel in welcher Stellung sie liegt. Sie schnarcht so laut, daß sie fünf bis sechs Mal selbst davon aufgeweckt wrrd, und der arme Gatte findet selbst im Dachkämmerlein, wohin er flüchtet, keine Nachtruhe. Er ist deshalb in Verzweiflung und der Arzt, d.ssen Kunst für diesen Fall nicht ausreicht, wendet sich an seine Collegen um Rath! Girrgesandt. Lollar, 17. April. Bei der am 17. c. in Lollar ftattgefundenen Bürgermeisterwahl wurden von 228 stimmberechtigten Wählern 197 Stimmen abgegeben, wovon 162 Stimmen auf Herrn Earl Geißler und 35 auf seinen Gegencandttaten Herrn Hch. Moos IV. fielen. Herr Carl Geißler ist demnach mit sehr großer Majorität zum Bürger- meffter von Lollar erwählt. Der Wahlact selbst ist in der größten Ruhe und Ordnung verlaufen, was Lollar nur zur Ebre gereichen kann. X. Jeder spare amen Hausfrau empfehlen zur raschen Bereitung Toreüglicher cond.Bouillon 3282 Fleischbrühe nur dQbötilÄÄlü*, 3 zu verwenden. Kemmeri ob’s Präparate stehen In Ihrer Güte unübertroffen dal Für den Tambour von Chambord gingen noch 4.40 vM ein, gesammelt von Geschwister Fink zu Staufenberg. Katholische Gemeinde. Charfreitag. Freitag: Vormittags um 3li 10 Uhr Hochamt. Nachmittags um 3 Uhr Predigt. Abends um 6 Uhr Passionsandacht. Charsamstag. Samstag: Morgens um 7 Uhr Beginn der hl. Weihen; um 8 Uhr Hochamt. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Ostern. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Austheilung der hl. Communion; um V28 Uhr Frühmesse; um WO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 3 Uyr Festandacht; nach Beendigung derselben Gelegenheit zur hl- Beichte. Montag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Austheilung der hl- Communion; um Va8 Uhr Frühmesse; um 3/<10 Uhr Hochamt mit Predigt- Nachmittags um 3 Uhr Feft- andacht. Gottesdienst in der Synagoge. (19. April). Freitag Abend 630 Uhr, Samstag Morgen 83» Uhr, Samstag Mittag 3« Uhr, Samstag Abend 740 Uhr. Schluß des Osternfestes. Sonntag Abend (21. April) 700 Uhr, Montag Morgen 830 Uhr, Montag Mittag 300 Uhr, Montag Abend 730 Uhr, Dienstag Morgen 836 Uhr, Dienstag Mittag 300 Uhr, Dienstag Abend 7ti Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 630 Uhr, Samstag Vormittag 8C0 Uhr, Samstag Nachmittag 330 Uhr, Samstag Abend 7" Uhr- Die Hostverfleigerung vom 16» April 1889 in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 11. Mai an bei Großh. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Montag, 13, Mai, Morgens 7 Uhr. Gießen, den 17. April 1889. Großh- Obersörsterei Schiffenberg. Heyer. 3268 Holzversteigerung in den Stadtwaldungen Allen- dors a. d Lumda- Mittwoch den 24. April L I., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Districten KriugelS- bach, Rundheeg, Steuerwald versteigert werden: 160 Eichen-Stämme — 94,89 Cbm., 69 Nadel-Stämme — 26,86 „ 109 Nadel-Derbstgn. ---- 7,26 „ 1295 Nadel-Reisstgn. — 16,70 „ 80 Rmtr. Bucher.-Scheitholz, 14 „ Eichen- „ 230 „ Buchen-Knüppel, 86 „ Eichen- „ 25 „ Nadel- 3000 Wellen Buchen-Reisholz, 4200 „ Eichen- „ 8500 „ Nadel- 143 Rmtr. Buchen-Stockholz, 41 „ Eichen- „ Zusammenkunft am Pflanzgarten, oder auch Viehweide./ Allendorf a. d. Lda., 17. April 1889. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Bieber. 3277 Aeilgeöolenes. Von der so beliebten krankheit-freien seinen Speisekartoffel Magnum bonum sind mehrere Centner, auch in kleineren Parthieen, zu Saatkartoffeln abzugeben. Näheres Gartenstraße 17. Allgemeiner Anzeiger. Wohnungs-Veränderung Meinen werthen Kunden und Gönnern zur Anzeige, daß sich meine Wohnung in meinem neu erkauften Hause, verlängerte FlügelSgaffe (projektirte Dammstraße), befindet. 3267 M. Weiner. Allgemeine Gartenbau - Ausstellung vom SO Ä4 Juni 1889 in Magdeburg zur Zeit der Ausstellung der Deutschen Landwirthschaftl. Gesellschaft und unmittelbar daneben. Programme sind von O, Klose, Vorsitzender des Gartenbau-Vereins in Magdeburg, zu beziehen. 3296 Schiffenbergerthal (K. Häuser). Am 3. Feiertag: 3290 _____Tuns - Musik._____ W Irthschafts-EröfEnung. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich die Wirthschaft „Gasthaus zur Traube*6, Kaplansgaste 10 übernommen habe. — Ich werde stets meinen werthen Besuchern ein hochfeines Glas Aktien-Exporibier und Lagerbier verabreichen. 3284 Um zahlreichen Zuspruch bittet W. Kaiser. Zu KonstrmationsgeschenKen empfiehlt die Unterzeichnete ihr reichhaltiges Lager aus Literatur und Kunst. .........— 3235 Ferber’sche Univ.-Buchh., Giessen. old-, k-, vorauen- etc. «-Gegenständen KWfrtei Freireligiöse Erbauung. Sonntag den 21. er. (am 1. Osterseiertag), Mittags 2 Uhr: Vortrag und Confirmation von Herrn Prediger C. Saenger aus Frankfurt a. M. im Lokale des Herrn Eduard Abel zu Krofdorf, wozu freundlichst einladet______________________________Der Vorstand. [3278 Maschinen Treibriemen 30—150 mm, empfiehlt in bester Qualität billigst I 1655 Äug» Kilblnger, Louis Senner Nachfolger, Giessen. Käse. 20 versch. Sorten feinere Käse empfiehlt C. G. Klein heim. W Soeben einen prachtvollen ächten Emmenth. Schweizerküse in Schnitt genommen.[3292 Heute: la. Schellfische in Eispackung empfiehlt Emil Orblg, 3286_________Bahnhofstraße 30. Conserv. E bsen, Bolmen und Spargeln, la. neuen Caoiar, Hummern, Oel-Sardinen, Ostsee - Delicateß - Häringe, Ochsenzungen, Corned-Beef, Anchovis, Anchovy - paste, Mixed-Pickles, Compotfrüchte, vorzügliche Preiselbeeren und Branntweinfrüchte in achtem Rum de Jamaica, per Pfund 1 Mark, Brause-Limonaden und feinsten Himbeersaft empfiehlt 3293__