>« S« M«' Hoff,«Io: KtzMx I'1" >>'t6«ii'noi,r’ u ®»e. >!<«" te;.?6£ g®5§?S5K L. ' '361«k6mb. •Sifis- LÄ5^Larktftrahe 7. l09^ zu oermiethen^ ““ litt 8rvr, Marktvlah 22 nerii\SbliTtt§.^mmer mit oermietben. Ästenvra 47. lUVÄ^cbtittt ^dallrn Kost Grünbnknstrche 4tN4. wri große ineinanbergehenbe -Parterre-Zimmer mit Piano kn-_____Westanlage 15. n schön möblirles ZimmerU -tkMNtt Bogt, Bäcker, Seltersweg. n Stübchen mit Bett zu ver- KatharinenMe 10. n Zimmer zu oermietben. Bahnhofstraße 11. wet gut möblirte Zimmer ju Heinrich Liefer, __________Neuenweg 32.___ t möbl. Zimmer oermiethet . vedrend^ Marktstr 32._ uen Baue 29 nnmMrteS oermietben._______________ Mittel Parterrezimmer rlich«r.1ür«vmntt1htn. iffttett 48, EiS»'Ladm. Wmbeiter, ^DstmMdenA ^ttbliebeve«- hmtt-g V»3 UH-.M ige. Lm-rÄ- »'M Mer Söller, 6i*- rMtslhM »em»« ,889‘ Ar. -ient Ul- ®v«tKsluft g’>*’ ' 333.00 189-75 17630 131.40 38.00 194^0 70 86.20 93.20 73.10 66.50 LS- m 1889* u.***efi «3» t- Rr. 269. Erstes Blatt Sonntag den 17. November 1889. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gieren. Redaction, Expedilion und Druckerei: Schutgratze Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Abonncmentspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Die Gießener As««itieu5kLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamitienbkätter Alle AnnonceN'Bureaux dcS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichem Theil. Bekanntmachung. Nachdem der Ausbruch der Schafräude unter der Herde des Jacob Sauer zu Odenhausen sestgestelll worden, haben wir die Sperre über diese Herde angeordnet. Die Ausführung von Schafen aus der Gemarkung ist nur mit unserer besonderen Erlaubnis und nur zum Zwecke des sofortigen Abschlachtens zulässig. Gießen, am 15. November 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. o. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß, nachdem das Großherzogthum in zwei Fabrikaufsichtsbezirke eingetheilt worden ist, der Aussichtsbezirk I, bestehend aus der Provinz Starkenburg und dem Kreise Worms, dem Groß- herzoglicheu Fabrikinspector Möser in Darmstadt und der AuisichtSbezirk II, bestehend aus den Provinzen Oberheffen und Rheinhessen, mit Ausnahme des Kreises Worms, dem provisorischen Fabrikinspector Kraus in Parmstadt überwiesen worden ist. Gießen, den 13. November 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gefunden: 12 Schreibhefte, 1 Jäckchen, 2 Taschentücher, 1 Vorstecknadel 1 Reißzeug, 1 Portemonnaie, 1 Sägebock, 1 Messer, 1 Paar Kinderhandschuhe. Gießen, den 16. November 1889. Großherzogliches Polrzeiamt Gießen. Fresenius Darmstadt, 15. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädlgst geruht: Am 13. November dem bisherigen Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen, Frhrn. Adalbert von Nordeck zur Rabenau in Friedelhausen, die goldne Verdienstmedaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirthschaft zu verleihen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 15. November. Abends treffen Hierselbst der japa- nesische Prinz Urisugawa Takehito und seine Gemahlin in cognito unter dem Namen Graf und Gräfin Sawa mit zahlreichem Gefolge ein und werden in Hof-Equipagen abgeholt. Der Prinz, ein Adoptivsohn des Kaisers von Japan, ist Corvetten-Capitän und beabsichtigt, die deutschen Marine- Einrichtungen zu studiren, während die Prinzessin, eine Schönheit des japanischen Hofes, sich in die hiesige Hofgesellschaft einführen lassen will. Berlin, 15. November. Die Budgetcommission berieth in ihrer heutigen Sitzung den Marineetat. Bei dem Titel Schiffsbauten wurden von den zwei geforderten Avisos einer (Titel 20) abgelehnt, das Uebrige bewilligt. Desgleichen wurde auch die neue kaiserliche Dacht (Titel 21) mit 21 gegen 7 Stimmen genehmigt, nachdem der Staatssccretär des Marineamts, Contreadmiral Heusner, ausgeführt hatte, daß ein Ersatz für die Dacht „Hohenzollern" unumgänglich nothwendig sei, da letztere bei einer Fahrgeschwindigkeit von 15,10 Knoten den jetzigen schnelleren Schiffen nicht zu folgen vermöge. Vom Centrum stimmten dafür die Abgeordneten Frankenstein, Hüne und Hönsbröch. Dresden, 15. November. Dem „D resd. Anzeiger" zufolge wurde durch eine heute eingegangene Entschließung des Reichskanzlers die Schlachtschweineeinfuhr aus Steinbruch nach dem Dresdener Schlachthause bedingungsweise genehmigt, wodurch die Versorgung Sachsens mit ungarischen Schlachtschweinen umfassender als bisher ermöglicht ist. Die anderweitigen Gesuche der sächsischen Landestheile um Eröffnung von Einfuhr-Stationen wurden nicht genehmigt. München, 15. November. Den „Neuesten Nachr." zufolge wird der Berliner Mititärbevollmächtigte Generalmajor -kylander demnächst abberufen und durch den Ingolstadter Gouverneur Generallieutenant Sauer oder Generalmajor von Schuh ersetzt werden. München, 15. November. Der heutigen Festsitzung der Akademie der Wissenschaften wohnten die Minister v. Lutz und v. Feilitzsch, die Mitglieder der Stadtvertretung und andere distinguirte Persönlichkeiten bei. Die Festrede hielt Professor v. Doellinger über „die Zerstörung des Templerordens", ferner sprach Professor Scholl über „die Anfänge einer politischen Literatur bei den Griechen". Die Akademie ernannte hierauf den Dr. Nauck Petersburg, den Professor des Sanskrit Dr. Kern-Leyden und den Senator, Professor der Chemie Stanislaus Cannizaro Rom zu aus wärügen, sowie den Professor der Philologie Dr. Sievers Halle, den Honorarprofessor und Director der Sternwarte Dr. Abbe-Jena, den Professor der Geschichte Albert Sorel Paris und Heinrich Lea Philadelphia zu correspondirenden Mitgliedern. München, 15 November. Die „Allgem. Ztg." vcrninnnt, die Staatsregierung sei schlüssig geworden, bei eventuellen Neuvereidigungen von Abgeordneten gegen einen etwaigen Vorbehalt vor der Eidesleistung kein Veto einzulegen, jedoch keine Vermengung des Vorbehalts mit der eigentlichen Eides forme! zuzulassen. — Die Rückkehr des Kaisers von der Orientreise begrüßt dasselbe Blatt mit dem Ausdrucke aufrichtiger Genugthuung über die neuen Bürgschaften zur Förderung der friedlichen Weiterentwickelung. Pest, 15. November. Der Volkswirt hschastsaus schuß nahm den Markenschutzentwurf an mit einem Amendement, wonach das Strafmaximum wegen Mißbrauch von tausend auf zweitausend, das Entschädigungsmaximum von dreitausend auf fünftausend Gulden erhöht wird. Kronstadt (Siebenbürgen), 15. November. Der Kirch thurm des Dorfes Olah Ujsaln ist eingestürzt. Sechs Personen sind gelobtet, 4 schwer verletzt. Paris, 15. November. Die Deputirte n kämme r setzte heute die Giltigkeitserklärung der nicht bestrittenen Wahlen fort. — Wahrscheinlich wird am nächsten Montag nach der definitiven Cvnstituirung des Bureaus die Erklärung der Regierung über die von ihr zu befolgende Politik ver lesen werden. In der Erklärung wird dem Vernehmen nach die Nvthwendigkeit betont werden, die Wünsche des Landes nach Beruhigung zu befriedigen und seiner speculativen Politik eine Politik der Geschäfte folgen zu lassen. Ferner soll in derselben gesagt werden, daß man rein politische Fragen, wie die Verfassungsrevision und die Trennung von Kirche und Staat, auf sich beruhen lassen müsse; endlich wird die Vorlegung eines Gesetzentwurfs, betreffend die Grundsteuer und die Getränkesteuer, angekündigt werden. Mit dieser ministeriellen Erklärung wird die Regierung anzeigen, daß sie ein Vertrauensvotum der Kammer erwarte und zurücktreten werde, wenn sie ein solches nicht erhalte. Toulon, 15. November. Der neue Marine Minister befahl, die Herstellung der auf den Werften befindlichen Kriegsschiffe möglichst zu beschleunigen. Feuilleton. Aus der Kcichshauptstadt. Berlin, 15. November 1889. Unsere Banquiers athmen auf und sie haben alle Ursache dazu. Der Defraudant Döring ist verhaftet worden, und was noch wichtiger, als die Festnahme seiner „werthen" Person, ist der Umstand, daß er noch im Besitze fast sämmtlicher Werthe Jbetroffcn wurde. So ist die betroffene Firma mit einem blauen Auge davongekommen, das an dieser Stelle etwa 10,000 Mk. besagt, und dieses blaue Auge wird die Herren von der Börse veranlassen, mit ihrem Vertrauen nicht ins Blaue hineinzugehen, sondern ihre Leute sich etwas genauer anzusehen. Das wird jetzt, nachdem das Kind, nein, das alte Bankhaus, in den Brunnen gefallen ist, einige Zeit hindurch geschehen, bis Gras über die Geschichte gewachsen ist und das alte wiederhergestellte Vertrauen einem Anderen Veranlassung gibt, dasselbe aufs Neue gründlich zu erschüttern. Wenn wir auch in der Zeit des Telegraphen und Telephon leben, mit denen wir allenfalls den flüchtigen Defraudanten auf den Socken bleiben, so ist doch Vorsicht in Geldsachen gerade noch so am Platze wie früher. Da wir gerade beim Telephon sind, so wollen wir nicht versäumen, mitzutheilen, daß demselben in Zukunft neben feiner Nützlichkeit auch die Grazie nicht fehlen wird. Excellenz Stephan wird nämlich Telephonistinnen anstellen, Damen natürlich, die noch im heirathslustigen Alter sind, von denen man nicht behaupten darf, daß sie „den Anschluß versäumt hätten". Denn wenn ihrer eigenen Person das passirt, was dürfen die Fremden, Anschluß heischenden von solchen Beamten erwarten? Also den Beweis werden sie vermöge ihrer Jugend und Schönheit wohl führen müssen, daß sie den Anschluß noch immer erreichen könnten, wenn sie wollten. Wenigstens würde ich, wenn ich Stephan wäre, einen derartigen Befähigungsnachweis für das Amt fordern. Welche neue Perspective für Gott Amor! Man sagt, die Liebe arbeite ohne alle Apparate! „Sie kommt und sie ist da!" Jetzt kann sie sich leicht am Apparate entwickeln, wenn eine süße Mädchenstimme holdselig uns fragt: „Wer dort?" und wir uns mit schneller Phantasie ein Mündchen vorzaubern, das ein reizender Theil eines reizenden Mädchenköpfchens ist, welcher von einer Schlanken, Zierlichen ober wie wir sonst bie Gestalt uns ausmalen, getragen wirb. Unb Hinwieberum sie, bie Gebieterin im Reiche ber Fernsprecher, sollte sie nicht bas Verlangen haben, jenes Wesen in ber Nähe zu sprechen, bas so freunblich unb gar nicht so geschäftsmäßig kurz bittet, verbunben zu werben? Zehntausenb Verbinbungen hat ber Generalpostmeister in Berlin bereits hergestellt, aber nur geschäftlicher Natur, keine einzige Herzensverbinbung, es seien benn biejenigen, welche unter ber Überschrift „Postlagernb" sich abspielten. Mit ber Anstellung von Telephonistinnen wirb sich hier eine Wanblung zum Besseren vollziehen, benn ber Weg zum Herzen führt durchs Ohr, eine Thatsache, an deren Wahrheit die paar hundert Meter Draht, mit denen unser Gehör unmittelbar in Verbindung kommt, nichts ändern werden. Viele junge Damen werden daher dem Aufruf, sich um eine solche Stellung zu bewerben, gern Folge leisten, um auf Amt I—IX so lange zu schalten und einzuschalten, bis nicht mehr abgeklingelt, sondern die Verbindung auf dem Standesamt geschloffen wird für alle Zeit. Für die gebrückte Menschheit gibt es in Berlin Anstalten genug, welche den unglücklichen Brüdern und Mit- fchwestern zu Helsen suchen. Da haben wir bie 14 Volksküchen, in welchen am Freitag bie winterliche Abenbspeisung begonnen, wo Suppen, Bratkartoffeln zu 6 Pf., Häring unb Kartoffeln zu 8 Pf., Wurst unb Bratkartoffeln zu 10 Pf. pro Portion verabreicht werben- auch wirb Kaffee unb Thee, ber Becher für 5 Pf., gegeben. Die Mittagsspeisung in diesem Jahre wird die von 1888 wesentlich übersteigen. Vom 1. Januar bis 1. October d. I. wurden in den Volksküchen verspeist: 1,603,113 Portionen, ferner in den beiden Speiseanstalten für Frauen 88,051, im Ganzen 1,691,164 Portionen. Und neben den Volksküchen ist es das Asyl für Obdachlose, das sich der Aermsten unter den Armen annimmt. Die Gesammtzahl ber Aufgenommenen betrug im vergangenen Jahre 5084, darunter 1298 Familien. Bei ihrer Entlassung konnten 1098 Familien mit 13,522 Mk. unterstützt werden, jede Familie erhielt daher durchschnittlich 12,50 Mk., ebenso wurden 415 einzelne Personen mit durchschnittlich 8,50 Mk. unterstützt. Außer diesen Baarunterstützungen sind Kleidungsstücke, größtentheils Geschenke aus der Bürgerschaft, an 310 Personen verabreicht, sowie in 116 Fällen von den Hauswirthen retinirte Möbel u. s. w., in Summa mit 3281 Mk. eingelöst worden. Dem städtischen Obdach war eine Partie schwarzer Stoffe, von der Ausschmückung der Trauerstraße bei der Beisetzung des Kaisers Wilhelm I. herrührend, überlassen worden und aus diesen Stoffen sind 21 Jacken, 148 Hosen, 3 Westen gefertigt und an 116 Personen vertheilt worden. Hervorzuheben bleibt die verhältnißmäßig geringe Zahl von weiblichen Personen, welche das städtische Obdach durchschnittlich täglich aufsuchen, im Verhältniß zu den Männern. Die Zahl derselben beträgt durchschnittlich noch nicht 20 bis 30, während die täglichen Besuchszahlen der Männer von 250 bis über 1400 schwanken. Von den 1298 im Laufe des Jahres aufgenommenen Familien besuchten 751 das städtische Obdach zum ersten Male, 380 Familien zum zweiten Male, 116 zum dritten Male, al Familien noch öfter. — In der Abtheilung für nächtliche Obdachlose wurden im Ganzen 211,176 Männer, 9353 Frauen, 237 Kinder, zusammen also 220,766 Personen ausgenommen, d. h. 56,628 Personen mehr als im Vorjahre. Selbst in den Monaten und Tagen, wenn die Frequenz der Männer 1000 und darüber war, blieb der Zugang ber Frauen nur 30, trotzbem bie Zahl der weiblichen Bevölkerung in Berlin jetzt sogar größer ist als die männliche. Im Durchschnitt sind täglich 200 Personen beherbergt worden, welche sonst erbarmungslos aus dem Pflaster oder bei „Mutter Grün" übernachten müßten. Und das ist in der jetzigen Jahreszeit wahrlich nichts Angenehmes. Es hat hier zu Lande bereits tüchtig gereift und wenn bas Thermometer nicht aus seinen Standpunkt beharrt, sonbern noch ein wenig nach umen avancirt, bann ist ganz Berlin reif — für bie Eisbahn. Heinrich Blankenburg. Venedig, 15. November. Zu Ehren der Offiziere des deutschen Geschwaders findet am 18. November ein von dem Admiral Noce veranstaltetes Festbanquet statt. Belgrad, 15. November. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Communique, wonach der Reisezweck des Exkönigs Milan lediglich der Besuch des Königs Alexander war. — Von unterrichteter Seite wird versichert, daß die Zeitungsmeldung über den angeblichen Abschluß einer serbischen Anleihe von 25 Millionen unrichtig sei. Weder der Zeitpunkt der Anleihe, noch die Höhe derselben ist festgesetzt, die letztere dürfte jedoch keinesfalls die genannte Summe erreichen. — Der Ablösungsvertrag der serbischen Bahnen ist erst gestern in Paris von Seiten des Verwaltungsrathes der bisherigen Betriebsgesellschaft ranficirt worden. Bukarest, 15. November. Die Frage der Kammerauflösung veranlaßte ernsthafte Differenzen unter den Mitgliedern des Cabinets- Catargiu und Vernescu befürworten die unverzügliche Auflösung, während der Kriegsminister und der Minister des Aeußern die Auflösung von dem Verhalten der Kammermajorität gegenüber dem Kabinet abhängig machen. Konstantinopel, 15. November. Die Regierung erließ folgende Kundmachung: „Die Untertanen des Sultans ohne Unterschied der Stände gaben durch ihre außerordentlich ehrfurchtsvolle und sympathische Haltung gegenüber den deutschen Majestäten während des .Aufenthalts derselben in der Hauptstadt den neuerlichen Beweis ihrer Treue und Ergebenheit für den Sultan. Auch der Sultan ist von der loyalen Haltung der Bevölkerung höchst befriedigt. — Der deutsche Botschafter v. Radowitz richtete nachstehendes Schreiben an den Großvezir: „Anläßlich des Besuches des deutschen Kaiserpaares haben alle Civil-, Militär- und Munieipal- behörden gewetteifert, den deutschen Majestäten den Aufenthalt so angenehm als möglich zu gestalten. Auch die Bevölkerung Konstantinopels, ohne Unterschied des Cultus und der Rasse, gab durch respectvolle, sympathische Haltung einen neuerlichen Beweis der Ergebenheit für ihren Souverän, indem trotz der ungeheuren Menschenansammlungen jedesmal, so oft die deutschen Majestäten sich öffentlich zeigten, sie vollste Ordnung aufrecht hielten. Ich erachte es demnach für Pflicht, durch Vermittelung Eurer Hoheit allen kaiserlichen Behörden, sowie den Bewohnern der Stadt, welche in so ausgedehntem Maße beigetragen, den Glanz der denkwürdigen Tage des Besuches der deutschen Majestäten zu erhöhen, die Gefühle der Dankbarkeit auszudrücken, welche die gesammte deutsche Nation für das ottomanische Kaiserreich beseelen." Newyork, 16. November. (Privat-Dep.) Zufolge Meldungen aus Rio de Janeiro sind dortselbst revolutionäre Bewegungen, die Herstellung einer Republik bezweckend, aus- gebrochen. Die Armee unterstützt die Revolution. Eine provisorische Regierung ist eingesetzt. Localer und provinzielles. Gießen, 16. November. f Der Schluß der großen Gemälde-Ausstellung des Herrn Küpper aus Düsseldorf im neuen Saale be£ Hotels „Prinz Carl" ist auf morgen, Sonntag Nachmittag, festgesetzt. (S. Inserat). -m. Theater. „Mit dem Strome", Lustspiel in 4 Aufzügen von V. v. Ernst. Wer mit der Absicht in's Theater ging, einmal herzlich lachen zu können, ohne viel nachdenken zu müssen, wird bei der gestrigen Aufführung seine Rechnung nicht ganz gefunden haben. Ernsts Lustspiel soll eine Illustration zu der Thatsache abgeben, daß die meisten Menschen urtheilslos „mit dem Strome" schwimmen und daß es darum nur darauf ankommt, Persönlichkeiten und Dinge nachdrücklich in den Vordergrund zu schieben, wenn man darauf ausgeht, ihnen das allgemeine Interesse zu gewinnen und zu sichern, auch wenn sie ein solches gar nicht verdienen. Die Charactere und Situationen sind fast sämmtlich interessant und treffend gezeichnet, die Durchführung der Handlung bekundet den gewandten Bühnentechniker. Die Aufführung nahm einen befriedigenden Verlauf. Die Palme des Abends gebührt natürlich Frau Anni Reiners (Tilla Rird), die uns wiederum mit einer allerliebsten Darstellung erfreute. Ihr am nächsten kam Herr von Gallas (Beruh. Bassendorf), der eine tüchtige Leistung bot. Nur darf er sich eine ruhigere Haltung seiner Füße und Beine angelegen sein lassen. Gerade eine stattliche Figur muß einen fast tänzelnden Gang möglichst vermeiden. Herrn A l b e r 111 l l r i ch als Baron Felix Plandt müssen wir heute auf dieselbe Sache, wie neulich, aufmerksam machen: er muß mehr aus sich herausgehen und mehr Leben entwickeln. Das wird ihm. bei einem möglichst genauen Studium seiner Rolle schon leicht gelingen. Aber das letztere ist eben die conditio sine qua non. Fräulein Maas nennen wir mit voller Anerkennung. Herr Otto Frank bemühte sich mit Erfolg, einen „schneidigen" Lieutnant zu charaeterisieren. Doch trug er ab und zu die Farben etwas stark auf. Die übrigen Darsteller füllten in ihren kleineren Partteeu ihren Platz bestens aus. Mit Vergnügen lesen wir, daß am Sonntag die rühmlichst bekannten „Lieder des Musikanten" aufgeführt werden sollen. Die Direetion zeigt sich mit dieser Wahl auf dem rechten Wege. Nicht leichtfertig, aber mit komischen Scenen reichlichst auSgestattet, auch au ernsten und sentimentalen Stellen nicht arm,. die eine sittliche Idee zur Basis haben, dabei umrahmt von der reizvollen Gumbert'schen Musik, ist es ein echtes und rechtes Volksstück. Zugleich haben wir seit langer Zeit zum ersten Mal wieder das Vergnügen, Herrn und Frau Reiners — wenigstens nach unserer Kenntniß der Rollen des Stückes — in größeren Partieen zusammenwirken zu sehen. — (In der letzten Theaterkritik ist ein Versehen zu berichtigen: In der 33. Zeile von unten muß es „Rückkehr" statt „Rücksprache" heißen.) vermischtes. Frankfurt, 15. November. Eine unliebsame Ueberraschung wurde vorgestern Abend gegen 11 Uhr einem in der Rhön- straße wohnenden Roßwärter zu Theil. Derselbe traf nämlich bei seiner Heimkehr einen Dieb in seinem Zimmer an, der munter dabei war, die Sachen zu durchsuchen. Statt sofort zuzugreisen, rief der Heimkehrende um Hülfe, dabei die Thüre von auswendig zuhaltend. Der also erschreckte Dieb wollte durch's Fenster flüchten, sprang aber in der Dunkelheit statt in ein Fenster in einen Spiegel, so daß dieser klirrend von der Wand fiel. Nach diesem vergeblichen Fluchtversuch wandte sich der Spitzbube der Thüre zu und kam nunmehr mit dem Roßwärter in's Handgemenge. Der Gauner behielt leider die Oberhand, warf den Bewohner des Zimmers zu Boden und lief davon. — In einem hiesigen Hotel erschoß sich heute Morgen ein junger Mann, der seit zwei Tagen daselbst eingekehrt war. Der Selbstmörder ist ein junger Commis aus Heidelberg. DcrFchr, Land« und volkswirLhschaft. Gießen, 16. November. sMarkt bericht. 1 Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pst. x l,Ou—1,15, Hühnereier 1 St. 7—8, 2 St. —. H, Enteneier 1 St. 0— 2 St- — H, Gänseeier — Käse pr St. 5—8 ■$, Kasematte pr- St. 3 H, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen vr. Liter 30 H, Tauben pr- Paar JL 0,40—0,55, Hühner pr. Slück A 0,85—1 GO, Hahnen pr. St- JL 0,50—0,60, Enten pr. Stück .M. 1,40—1,80, Gänse pr. Pfd- 48—60 Ochsenfleiscb pr. Pfd 66—72 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 50—66,$, Kalbfleisch 56—60 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 3,50—4,00, Weißkraut vr St. 4-8 Zwiebeln per Centner JL 7,00—8,00, Milch pr. Liter 12-18 H. SLmafchineu-Probe. In der Nähe von Groß-Umstadt fanden zwei Versuche mit der neuen Sämaschine „Berolina" statt, der letztere unter Anwesenheit der landw. Schule.— Beim ersten Versuch wurde ein ungebrochener, muldenförmiger Kleeacker gedrillt, welcher in der Mulde ganz naß und voller Kleewurzeln war. Alle Anwesenden waren einig darüber, daß keine andere Sämaschine diese Hindernisse überwunden hätte, denn der Weizen kam sehr schön unter. Der zweite Versuch fand in der Ebene in klotzigem Boden statt, wie er eben am 14. November nur sein kann, und befriedigte in bleichem Maße. — Ohne Zweifel gehört der „Berolina' -Sämaschine die Zukunft. 9286 lieber Retters Haarwasser. Es kann nickt genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, in Folge Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, welche die Hautausdünstung verhindert, die Haarwurzeln erstickt und dadurch Kopfletden und kahle Stellen erzeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden Vertrauen auf schwindelhafte Reclame — unbedacht, ob das Versprochene zu erfüllen möglich sei — Hunderltausende für schädliche Haarmittel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare aus kahlen Stellen zu erzeugen, während sie damit doch nur den Charlatanismus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nicht viel vernünftiger, bet Zetten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaare abzulassen und dafür ein wirklich gutes conserotrendes Haarmittel statt der insgesammt schädlichen Oele und Pomaden zu gebrauchen? Als ein solch' verläßliches und unschädliches Mittel kann das Haarwasser von Carl Retter in München nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragender Autoritäten, wie Professor Dr. v. Wittstein rc. rc., Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb acht Tagen gänzlich zu entfernen. — Zu beziehen per Flacon ä 40 und JL 1.10 bet Herrn I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25, Gießen. Die „Neue Bürger-Zeitung" schreibt: Wie bekannt, fand in den letzten Monaten zu Gent in Belgien eine große internationale hygienische Ausstellung statt, wo wiederum die wohlrenommirte »Deutsche Schaumweinfabrik Wochenheim^ mit 6er höchsten Aufzeichnung r Diplome d’honneur, prämiirt wurde, und ist dies nunmehr die dritte hervorragende Auszeichnung (Cöln Aug. 89 gold. Med., Karlsruhe Aug. 89 Diplom der Regierung, höchster Preis), welche genannter Schaumweinkellerei in diesem Jahre ru Theil wurde. Hierin liegt wohl der beste Beweis für die Güte der Wachenheimer Schaumweine, denen es gelungen ist, sich in so kurzer Zeit eiuen Weltruf zu erwerben- Bei Sturm, Nebel und Nordwinden bediene man sich zur Verhütung von katarrhalischen Erkrankungen während des Aufenthalts im Freien stets der Fay’s ächten Sodener Mineral-Pastillen, gewonnen aus den Salzen der zur Kur gebrauchten berühmten Gemeinde-Quellen No. Hl und XVin. Diese Vorsicht wird tausendfach Segen bringen. In allen Apotheken 85 H zu haben. _____________________________________ 8000 Auszug aus den Standesanitsregiftern -er Stadt Gießen. Aufgebote. Novembei: 11. Hermann Otto Heger, Bandagist dahier, mit Elisabeth Marie Ehrtstiane Merkcl von hier. 12. Johannes Weber, Schuhmacher zu Kesselbach, mit Marte Müller von Geilshausen. 12. Johann Baptist Hubert Schäffer, gebürtig von Manderscheid, Apotheker dahier, mit Karoline Henriette Julie Martha Hetz dahier. 13. Franz Gröchel, Handarbeiter zu Büdingen, mit Marte Luft, geb. Eyrus, Wittwe von Heinrich Luft. 14. Johann Heinrich Eonrad Christoph Müller von Grebenstein, Hilfsbremser bet der Main- Wefer-Bahn dahter, mit Eltse Kuntgunde Christine Johanna Katharine Schomber dahier. 14. Karl Letchtweis, Bürstenmacher und Musiker dahter, mit Johanna Budy von Leun, wohnhaft dahier. 15. Friedrich Schneider von Herchenhain, Maurer dahter, mit Kalhartne Jünger von Annerod, wohnhaft dahter. 15. Georg Rühl, Kaufmann zu Hirzenhain mit Caroline Wilhelmine Heupel, geb. Arnold, Wittwe von Kaufmann Wilhelm Reinhard Heupel daselbst. Eheschließungen. November: 13. Max Frredrlch Wrlbelm Roloff, gebürtig von Goerzke, Wirth dahier, mit Luise Marte Georgine Anna Dauernheim von hier. 13. Christian Bepperling, gebürtig von Vetzberg, Fuhrmann dahier, mit Elise Augustc Euler von hier. 13. Louis Christian Karl Ruthsatz von Amaltenhof, Feldwebel dahier, mit Katharine Marie Jrle von Biedenkopf, wohnhaft dahier. Geborene. November: 2. Dem Posttecretär Carl Kaus eine Tochter, Emilie Josephine. 3. Dem Weinhändler Carl Schwan jun. ein Sohn, Carl Adolph Wilhelm Bertholo. 10. Dem König!. Bauführer Wilhelm Jacobs ein Sohn. 11. Dem Maurer Julius Wurm eine Tochter, Sibylle. 12. Dem Schreiner Wilhelm Diehl ein tobte geborenes Kind weiblichen Geschlechts. 13. Dem Taglöhner Heinrich Repp eine Tochter, Katharine Elisabeth. Gestorbene. November: 9. Wilhelm Schäfer, 39 Jahre alt, Toglöhner von Eschbach. 10. Margarethe Wtnecker, 6 Jahre alt, Tochter von Taglöhner Johannes Wtnecker dahier. 11. Adam Weiß, 40 Jahre alt, Bremser bei der Köln-rechrsrhetnischen Eisenbahn dahier. 12. Martin Lenz, 61 Jahre alt, Bäckermeister dahier. 13. Sophie Meister, geb. Plank, 31 Jahre alt, Ehefrau von Metzgermeister Heinrich Georg Meister dahier. 15. Georg Bartsch, 64 Jahre alt, Güterdahnarbeiter dahier. 27. October. Attszttg ans den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 13. November. Louts Christian Karl Ruthsatz, Feldwebels und Katharine Marie Jrle, Tochter des oernorbenen HüttenarbetterS Konrad Jrle zu Gießen. Denselben. Max Friedrich Wilhelm Roloff, Wirth, und Luise Marie Georgine Anna Dauernheim, Toller des verstorbenen Huupte kassebuchhalters Wilhelm Dauernheim zu Gießen. Denselben. Christian Bepperlmg, Fuhrmann, und Elise Auguste Euler, Tochter des Fuhrmanns Heinrich Euler zu Gießen. Getaufte. Den 9. November. Dem Buchhändler Otto Roth eine Tochter, Antonie Helene Minna Martha, geboien den 3. September. Den 10. November. Dem Fuhrmann Johannes Vogel ein Sohn, Heinrich, geboren den 21. October. Denselben. Dem Kaufmann Wilhelm Fritsch ein Sohn, Wilhelm Paul Karl Friedrich, geboren den 7. Ociober. , Denselben. Dem Taglöhner Wilhelm Wagner eine Tochter, Johanna Philtppine, geboren den 22. September. Denselben. Dem Stattonsdiätar Ca, l Friedrich August Schmidt ein Sohn, Richard Georg August Wilhelm, geboren den 17. Juli. Denselben. Dem Dienstmann Jakob Ferber eine Tochter, Elsa, geboren den 10. October. Denselben. Dem Bahnarbeiter Ludwig Schmidt eine Tochter, Karoline Anna, geboren den 21. ©tp'ember. Denselben. Dem Maurer Jakob Formhals ein Sohn, Johann Christian, geboren den 14 October. Denselben. Dem Taglödner Johannes Döring ein Sohn, W'lhelm Ludwig, geboren den 18. October. Denselben. Dem Schutzmann^Johannes Ochs ein Sohn, Karl Jakob Johannes, geboren den 13. September. Denselben. Ein unehelicher L>ohn, Ludwig Adolf, geboren den Beerdigte. Den 13. November. Adam Weitz, Bremser, alt 40 Jahre, starb den 11. November. ,, Den 14. November. Martin Lenz, Bäckermeister, alt 61 Jahre, starb ^"^^^^oember. Sophie Meister, geb. Plank, Ehefrau des Metzgermeisters Heinrich Meister, alt 31 Jahre, starb den 13. November. Heute Sonntag, Mittags a Uhr: Schluss der Gemälde-Ausstellung im „Prinz Carl" zu Gießen. Sämmtliche Gemälde werden 25—50 pCt. unter Taxe verkauft. — Beste Gelegenheit zum Erwerb werthvoller Festgeschenke. F. Küpper. 9295 Maler aus Düsseldorf. Haus-Verkauf. Das den Erben des Carl Vogel, Polizeidiener, gehörige Hau- mit Höfchen, Nr. 15 in derWetzstein- gaffe, ist zu verkaufen. [8673 Näheres im Haufe selbst. Neuheit. — Außer der Concurrenz Mit Kochrezept rc. Weiners Hausmacher Eier-Schnitt-Nudeln. Verkauf bei [j 419 W. Schomber, Neuen Bäue 10, C. Roth II., Wallthorstraße 5. Fornmlarien zum Genoffenfchafts Register find zu haben bei 8383 W*Ulk HGE-- Warme Bäder bei Andreus Euler. Täglich geöffnet von 6 Uhr Morgen- bi- *7 Uhr Abend- Sonntag- bi- Mittag 12 Uhr. Die Zellen sind durch Dampf geheizt. [822 Außer verschiedenen Sa' und Mutterlaugen sind sämmtliche Bade- Extrakte, als: Fichteun^del^ Malz«, Loh- und Weizenklüe-Exlracte zu haben. W Abonnements werden jederzeit entgegengenommen. Iftg Tricottaillen, Tricotkleidchen, Tricotjäckchen empfiehlt in bekannter großer Auswahl und billigen Preisen Robert Haas, 8497J Seltersweg 18. 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Fuhr, 25 Sonmnsirasie 25 Regenschirme in großer Auswahl zu billigsten Für die vielen Beweise herzlicher Theil- nahme bei unserem schweren Verlust sagt Zm Namen des Großhcrzogs! In der privalklagesache des Johannes Lein, Bäckermeister zu Gießen, vertreten durch Nechts- Anwalt L a b r o i s s e daselbst, Privat» klägers, genommen haben: 1. Amtsrichter Wehner als Vorsitzender, 2. Bürgermeister Bücher Bersrod, «btthesßslhr Eistllbahllkll. Mit Wirksamkeit vom 1. Januar k- I. treten die zur Zeit bestehenden Frachtsätze für die Stationen Crailsheim und Ulm (Bayerische Staatsbahn) außer Kraft Von da ab findet nur noch Abfertigung von und nach den gleichnamigen Stationen der Württembergischen Staatsbabn statt- Gießen, den 15. November 1889. 9271 Grobherzogliche Direktion Nr. 19s/i — 1254 Meter Acker jetzt Garten unter den neuen Eichen zwischen dem mittelsten und vordersten Gäßchen Aussorsterulch. Diejenigen Personen in hiesiger Gegend, welchen durch Veranlassung eines angeblichen Commissionärs aus Köln a. Rh. unbestellte Waaren, namentlich Lacke und Farben, zugesandt worden find, werden ersucht, sich zwecks gemeinsamen Vorgehens bei Philipp Bechthold in Wismar hinter den Schießgärten an der Rodh-imerstraße, Nr 26«/ion - 1339 Meter Hof- raithe daselbst, Nr. 26*8/10 - 123 Meter Grab- garten daselbst, Nr- 28V10 — 2044 Meter Hof- raithe daselbst, gegen den August Hofmann, Metzger- meister zu Gießen, vertreten durch R.'A. Holzapfel, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Gießen in seiner Sitzung vom 1. November 1889, an welcher Theil Montag, Dienstag und Mittwoch wird Rotdkraut und sonstiges Gemüse billigst abgegeben 3. Ludwig Volk 12. von Mendorf a. d. Lahn als Schöffen, Ger -Acc. Schmidt als Gerichtsschreiber für Recht erkannt: Der Angeklagte August Hofmann zu Gießen wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von zwanzig Mark, welche im Falle der Uneinbringlichkei mit fünf Tagen Gefängniß zu verbüßen ist, verurtheilt, auch werden demselben die Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen zur Last gesetzt. gez. Wehner. Die Rechtskraft des Urtheils wird bescheinigt. Gießen, den 8. Rovbr. 1889. Großh. Ortsgericht Gießen. JA: Vogt. Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. 9267 Ein junger Aeuerschmied ges cht- Zu erfragen in der Exped- d- Bl. HrStrickwolleN.' beste Qualität, in allen Farben und Preislagen, sowie reine engl Wolle, in der Wäsche nicht eingehend und sich sehr gut für Maschinen - Strickerei eignend; ferner die bekannte billige !!! Rockwolle!!! A. Fangmann. Reparaturen und Ueberziehen der Schirme schnell und billigst. 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Es ist möglich, daß die Wirkung sich jetzt erst fühlbar macht und diese Goldentnahmen ebenfalls zur Erklärung des herrschenden Geldmangels herangezogen werden müssen. Trifft dies zu, so würde das abermals einen verminderten Rückfluß bedeuten, sodaß nicht unmöglich ist, daß in der bisher stark weichenden Tendenz des Geldmarktes ein Stillstand, vielleicht sogar eine Umkehr stattgefunden hat. Für die Börse sind diese Erwägungen vorläufig noch gegenstandslos, denn dieselbe rechnet mit größter Bestimmtheit auf einen ausgiebigen Rückfluß, es ist aber immerhin gut, d»e Möglichkeit derartiger Erscheinungen in's Auge zu fassen, um etwaigen Ucberraschungen Oesterr. Credit-Aclien „ Staatsdaim-Actien Lombard. Eisenbahn- „ Rente . . . 50/oSerbtscheEtsenbahn 4% Wladikawkas garnt. 4% gar. Sardin.Sec.stfr. Farbwerke,vorm.Metster, Lucius & Brüning. 9263 Ein reinliches Mädchen als zweites zum 1. December gesucht. Nordanlage 31, 2. Stock. „ Franz-Josef Silber 3% staatl. garant. 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Montag Abend: Euler. 9103 ■ Montag den 18. d» MtS., ’Abends V--9 Uhr: WMonül8ver|ammlung im BereinSlocal ( Schloßgasse 9) [9265 T T" 9276 5 „ Italiener Rente 106.00 Oesterr. Silberrente Vereinskarten ungültig. „Die Lieder des Musikanten“. Volksstück mit Gesang in 7 Bildern von R Kneisel. Personen: Martin Winter, ein reicher Bauer Otto Frank. Ehrhard, sein Sohn Albert Ullrich. Barbara,Wirthschafterin Louise Maa°. Nelke, Amtmann Adam Reiners. Käthe, seine Tochter Helene Pauli. Jobst, Knecht b.Winter Paul v Gallas. Konrad, Bauernjunge Loui^eNeuschilling. Lebrecht Win ter, Musikant Max Jaskowski Christine,scineTochter Anni Reiners. Frau Werner, Bäuerin Marie Jaskowski. von L. Wasserschieben, BanKgefchäsl ^frankfurter Värse vor« 16. November 1889. Schlußcourst- t Ubr 15 Mm —.— Ostpreußen 173.75 Bochumer Gußstahloctter. Tendenz: schwach. Lubwtgshafen-Bexbach. 238.— 237.25 Hessische Lubwigsbahn. 126.25 125.— Mecklenburger Pfälzische Norbbahn . 129.35 127.75 Gotthardt . Marienburger-Mlawka. 65.25 c1 Hessische Ludwigsb. ments mit noch größerer Zähigkeit als bisher festgehalten werden. Zudem wird 68/69 garant. . einer allzustarken Erhöhung der Reportsätze der Zufluß von Gold aus dem Aus- Elisabethb. steuerfrei lande entgegenwirken. Schon i.i dieser Woche ist Gold aus England beruberge Gold .... kommen unb es ist höchst wahrscheinlich, baß man sich bemühen wirb, Golb auch 50/g Oestt. Staatsbahn. aus Frankreich heranzuziehen, zumal bie dortigen Sätze noch sehr niedrig sind, so- 40/0 do. do. daß ein etwaiger Valutaverlust tn dem höheren Zinsgenuß seinen Ausgleich finden 3o/0 ho. do. konnte. Der Rückfluß im Januar mag als zweifellos angesehen werden, und man 1.—VIII. Emiss.. kann ber Speculation keinen Vorwurf baraas machen, daß sie denselben voll tn 3o/o do. Ergänzungsnetz Berechnung zieht, trotzdem wird man auch nach dieser Sette hin keine zu weit- 5o/o Nordwestbahn Gold WS Oeftr. 1860rfl.500-Loose „ 1854r fl. 250- „ 4o/o Meininger Prämien- Pfandbr. . . . 124.— 117.20 134.90 123.— 117.— 134.85 Braunschweig. 20 Thlr.- Loose .... 3% Oldenburger Loose . 8'/,o/oKöln-Mlndn.Loose 107.20 142*15 106.75 134.— 142.05 Mi 60/yChic.Mllw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1910 . 50/yChic.Mtlw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1921 . 6% Centr. Pactf. I.Mrtg. rückzahlb. 1896 . . netitat 103.60 111.60 lischt <8 118.20 103.30 111.50 isenbahN'BondS. 40/0 Chicago Burlington Nebraska 1927 . . 4%% California Pacif. I. M., rückzahlb. 1912 60/oPacif.ofMissouri con- foltbateb I. M. r. 1920 91 — 106.— 91 05 106.— 107 — 5% Buderus-Obligat. . Diverse Obligationen. 104.70 1104.90 I 41/2% GrafHenkelv.Don- | nersmark, rückz. L 105 104.40