Nr. 2M2. Zweit,s Blatt. Donnerstag de« 17. October ES Weßener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. 1) Für Kl°>nvich,^alS: Schweine, Schafe, Kälber, Ziegen u. s. 2* ♦ ♦ ♦ • 10 ii • OA 20 M II 15 ----fliegen als Gemeindebeamten den für solche geltenden Disciplinarvorschristen.^ 25 30 30 35 A n Gebührentarif: § 5. An Wieggebühren sollen erhoben werden: w° ii n n '> 2 20 Pf' 'N» Bringe,loh». Dn^di^ostbezogcn vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. an zur Verwiegung gebrachten Gegenstände müssen durch einen verpflichteten Wiegmeister gewogen werden. Außer dem Wiegmeister oder dessen Stellvettreter hat Niemand das Recht auf der Waage zu wiegen. ,, n 8 2. Der Wiegmeister oder dessen Stellvertreter haben der ihnen zugehenden Aufforderung zum Wiegen alsbald Folge zu leisten. 9 Die Aufforderung hat von den Bethelligten (Käufer oder Verkäufer') Lt °"b^ Wiegmeister zu geschehen. Wenn der Wiegmeister der Aufforderung h^M^Pnd)t' Jn- td) ?nrbe ®r°66 Bürgermeisterei zu wenden, welche erstatten wird! an6aIten unb nöthigenfalls Großh. Kreisamt Anzeige § 3. Der Wiegmeister oder dessen Stellvertreter haben über die von Ln°n bes°rg en Gechäfte ein Tagebuch zu führen, in welchem unter fort" laufenden Ordnungs-Nummern anzugeben sind ■ a. der Ort des Wieggeschästs, d. der Name des Verkäufers, c. der Name der Käufers, ä. Datum der Verwiegung, e. die Art der gewogenen Gegenstände, i. das Gewicht der einzelnen Gegenstände, g. der Verkaufspreis per Gentner, insofern Käufer oder Verkäufer den- selben angeben, wozu ste jedoch nicht gezwungen werden können, o. der Betrag der erhobenen Wieggebühren. ,§ 4- Der Wiegmeister hat dem Käufer oder Verkäufer einen dem Ein. ttag ins Tagebuch gleichlautenden Wiegschein auszustellen, aus dem sowohl dar Gesamm gewicht und eventuell der Kaufpreis der einzelnen verwogenen Gegen- stände als auch der erhobene Gebührenbetrag zn ersehen ist. ” ü II 4 u dUchn nicht auf einmal gewogen werden 2) Für Großvieh, als: Ochsen, Kühe, Rinder u. s w. unter 10 Gtr. von 1 Stück . über 10 Gtr. von 1 Stück . 3) Für andere Gegenstände, als: Heu,'Stroh, Frucht Kartoffeln, Steinkohlen, Fässer u. s. w. für 3 Gtr und weniger..... für jeden weiteren mitgewogenen Gentner leven roeneren mitgewogenen Gentner . 3 stattgefundener Wiegung stnd die vorbemerkten Wieggebühren nebst 0 Vergütung für jede Wiegung an den Wiegmeister oder dessen Stellvertreter auszubezahlen. ^legmelfler in ?°en Monats hat der Wiegmeister das Tagebuch m der Art abzuschließen, daß sowohl die im Lause des Monats gewogenen me^n 9h‘b«' “ ä “Ux der erhobene Gebührenbetrag summirt werdem Ferner a“s dem Tagebuch über die im verflossenen Monat gewogenen tert mn-' bie Rühtigkeit desselben von dem Wiegmeister M bescheinigen und der Bürgermeisterei zu überreichen, worauf bie erbotenen Wieggebühren Gemeinde-Einnehmer nach Maßgabe der oben aufgeführten Gebuhrentarifs m Einnahme decrekirt und von dem Wiegmeister ausbezahlt werden, n A 8: . Wiegmeister und dessen Stellvertreter werden von dem Orts« °°n dem Kreisamt verpflichtet und unter- ,, 3 K-nntniß Sa?1018“0' mU ®rm^ti9UnS ®r°ßherz°glichen Ministeriums des Innern und der Justiz genehmigte Statut wird hiermst zur öff-Mchm Gießen, am 10. October 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. - v. Gagern. , , die Senuhung der Gememde-Senleftmal-Viehwaage w Stangenrod betretend. % 1. Alle )nr Vcrmrcnnrm npfiTn Aton _____ ' Vermischtes. i PK$:8, 12--October. Gelegentlich der 75jährigen Wiederkehr der Tage, an bie «ewaltige Völkerschlacht geschlagen wurde, war von nnLKt Lrh bei verschiedenen deutschen und österreichischen Städten aedäckten Achtung eines National-Denkmals zu betheiligen frtr?H*n»4r. bevorstehenden Wiederkehr des ruhmwürdtgen Tages hat hiesiger angesehener Männer mit dem Oberbürgermeister Georgi ??_ ®rplfee beschlossen, diese Ehrenschuld des deutschen Volkes einzulösen mW die Sammlungen für ein einfaches, aber würdiges Denkmal nachdrücklich zu betreiben. Hamburg. Eine hohe Entschädigungssumme für ein nicht gehaltenes Ebe- versprechen hat das Gericht einer hiesigen Eonfecttonisttn zugesprochen. Der jetzige Inhaber eines der bedeutendsten Geschäfte am Platze, I., lernte vor etwa zwei Jahren g A^^ "l)ch Commis in einem hiesigen Speditionsgeschäfte war, die Tochter armer' 1 "ber sehr achtbarer Eltern, die in einem Confectionsgeschäfte thätig war, kennen und ^obte sich mit derselben alsbald öffentlich. Nachdem das Liebesverhältuiß zwei En allen Ehren gedauert hatte, wurde I. Geschäftsinhaber der Firma ft nes Bruders, e nes sehr wohlhabenden Mannes; in Folge dessen stieg sein jährliches Einkommen plötzlich auf 30,000 Nun aber zog sich der junge Mann allmählich von feiner Braut zurück. Eines Tages theilte er derselben die Aufhebung der Der- Trotz der Weigerung Seitens der Tochter hat der Vater deS wegen Bruchs des Eheoersprechens verklagt und das Land- (Briefen Rechnungen, Mittheilungen 2c.) kann Umstanden unangenehme Folgen haben, wie ein Rechtsfall aus jüngster 8eit beweist &«S SÄ ÄtÄ».«1 iftÄ SS und 1006 Männern, die Schwimmhalle von 1786 F^ U^uenttrt von 8004 Frauen lobung schriftlich mit. Tr. Mä chen ""d 7092 Knaben; die Dampf- und Heißluftbäder wurden benutzt^oon ^04 aeddh^bnt&hp ««utiungi uno oas ^ano- Trauen und 1882 Männern. In acht Wannen- und 1500 Dampf- und Heißluftbädern j vermtheilt. & ° ®*tlaQtin bicfcr Xaßc «u einer Entschädigungssumme von 25,000 JL .. i bestimmt verlautet, geht man im Verein deutscher Eisenbahnverwaltunaen rni dem Gedanken um, b e bis jetzt an die Ausgabe der zus am menst?llbaren ^mif{pnCn C?C tC geknüpfte Hauptbedingung einer ganzen oder theilweisen einen gewissen Umfang erfordernden Rundreift aufzuheben und nur nock die ftnrhprnn«»2! Rückkehr nach dem Ausgangspunkte, gleichviel obaufbemselbm^Weae^be^^ oder auf einem anderen Wege zu stellen. Die Verhandlungen sollen schon so weit «Ehiebm stin, daß wahrscheinlich die jetzigen Beschränkungen schon mit Beginn des $aä roütbc £ October. Auf Veranlassung des hiesigen Gewerboereins wird Herr UniversitätS-Amtmann vr._ Dietz in Gießen einen Vortrag über die neue fodale "^besondere über „Krankenkassen und Unfall-Versicherung" halten Da Gefttze dem großen Publikum meistens unklar oder unbekannt sind so ist es von m°rAe I' ro?n? die Gewerbtreibenden, Landwirthe u. s. w. mit dem Gesetze tunb bei? Vortrag durch recht zahlreichen Besuch beehren würden — "S än g e r kr a n z" begeht am 26. und 27. October fein Ball am 27° Oci°b».° befW ln Gommerä am 26- S-stlug, Goncert, Festessen u^b prftpn c $er Besuch des hiesigen Stadtbadcs stellte sich im ersten Jahre seines Bestehens wie folgt • Es sind ausaeaeben worden 63 ooo baoon waren 43,000 Schwimm-, 18,0°65 Wannen- 7nd N Dampf" Ä tote1M ouf°lTOn°f^32, die bächste 1200 .der Durchschnitt , ZM 14 öu' an®lc Schwimmhalle benutzten an Samstagen (zu 10 resp 5 » als 14,485, an anderen Wochentagen (zu 20 8472 Arbeiter wäbrend ii ßii T t alö Besitzer von Dauerkarten, die sich aus dem Mittelstand rekrutiren ° an a6e: SKe 151 7®5^mh nMPf5^Unb SeiA1}lflbäb£\Der,anSt wurden in derftlben määä- ää- "ä «7^000 Männern, die Schwimmhalle von 1786 Frauen 18 011 Männe'-» SÄ .«te-Ä.SS' ..... .................... -■■■ ' Die Ziffer 8 allein hielt der ^.-^^ortwechsel schlugen sie ihn mit bereits vorgesehenen Zaunlatten dermaßen ... .r. . r über Kopf un Rn^n der Ärmste noch in der mit dfnI.^pa^L weil die oorh-rg-henden drei Ziffern det Jah^Szahl.'wi'e üblich auf den Formularen vorgedruckt und in Folge davon nicht copirt warm. Die Ziffer 8 allein dielt der 0“ni n’egiUlaf|en Ober f,e nur durch „18 . nicht durch „188 ,u geben.3 616 Kellnerttbrllna 'i °n 9" §c,ober- T-g-bl.» wird gemeldet: Ein hiesiger rb^-?bftern von einem fremden Fleischer am Hellen lichten Taae buchstäblich aufgeknupft und hat es nur dem Zufall zu danken, daß er am Sehen ’ Fleischer war als Gast in das Gasthaus „Zum Roß" gekommen hatte daselbst den Lehrling allein vorgefunden und sich dann mit ihm in ein Gelvräck rin?Chl au^ ba^ Grhängen zu sprechen gekommen waren. Der Lebr- (Sn^hpa6 tbnC C « schrecklich, der Gast aber als schmerzlos, holte einen ^np"nempEhQFä ma9e/ roar^ Ehn dem Kellner um den Hals und hängte ihn an «. 1 «Ahrbafhn Dann durchsuchte er dem jungen Mann die ; n^m bmrÄnb?a ,an stch und verschwand, das Opfer feinem Schicksale über- : W^Zum Glück hörte ein Reisender das Geräusch des in höchster Todes- i Unglücklichem^^^ ^llners, eilte aus dem Nebenzimmer herbei und befreiten den s ^^si^otha. Die WO. Leichenverbrennung in diesem Jahre wurde hier an einer f Sm bJr^nÄr fta«S0eefunbe“ä°0en- ™ 6kr im ®an»£n696®«= Altgem-iser Anzeiger. Wintennäutel, Regenmäntel finb in größter Auswahl neu eingetroffen und empfehle solche zn billigst berechneten Preisen. LWWMS-IZMW SNS-SS WSSVSK MiZIMMWMLZ 2n hat man letzter Tage begonnen, eine Anzahl von Einzel, grabern auf dem Schlachtfelde zu offnen und die Ueberreste der Gefallenen auf einem Jnm SEKgelegmen Maffenktrchhofe zu vereinigen. Angeblich soll nach und nach mit ? Ä übergegangenen Grabftättm auf den umliegenden Schlacht, seloern tn ähnlicher Weise verfahren werden. — lDte Ziegenmutter.s Im Gemeinde-Amt eines Wiener Vororts war erstaunt, als am Mittwoch in der Frühe in der Gemetndecanzlei ein Weib in Begleitung von sechs Stuck großen Ziegen erschien. Die Frau sagte, sie habe eine achttägige Arreststrafe abzubüßen und bringe die Ziegen in die Verpflegung der Gemeinde, da ihr beim Bezirksgerichte gesagt wurde, die Gemeinde müsse diese während ihrer Has verpflegen. Das Weib wollte sich durchaus nicht abweisen lassen und verharrte auf der UebernAme der sechs Ziegen. Behufs Aufschluß wurde ein Gemeinde- ’n geschickt und brachte folgende Aufklärung: Das Weib sagte bet G-richt sie sei !Wtttwe und habe für sechs lebende Wesen zu sorgen. Der Richter glaubte selbstverständlich, eS handle sich um sechs Kinder, weshalb er ihr erklärte, die Gemeinde muffe während ihrer Haft die Verpflegung derselben übernehmen. Nun verlangte die Frau für ihre sechs Pfleglinge Unterkunft! H — .Mne Bürgermeisterwahl wegen Betrunkenheit der Wähler ^ür ungiltig erklärt.) Daß ein solches Vorkommniß möglich ist, wirft auf den Btldungsgrnd und das Ehrgefühl der betreffenden Stadt wahrlich kein gutes Licht. Eine badische Stadt hat sich vom Verwaltungsgericht in Karlsruhe die Lektion erthetlen * aussen, daß die „Trunkenheit htnreicht, die Sttmmsähtgkett eines Bürgers auS- zuschließen; da nun viele Wähler bet der fraglichen Wahl im betrunkenen Zustande sich ^unden haben, so konnte dem Ergebnisse derselben eine Rechtsgiltigkeit im Sinne des Gesetzes nicht zugestanden werden". . _ ~ Ein heiteres Vorkommniß aus den letzten bayerischen Manöver» wird in Offizterskrei en erzählt. Ein bayerischer Prinz, der als schneidiger Offizier bekannt ist, trug nach einem heißen „Gefechtstag" das Verlangen nach einem Bad im fließenden 2Ba,^er-.. Nachdem er in der ländlichen Badeanstalt diesem Verlangen Befriedigung verschafft, erkun^gte er sich beim Weggehen nach der „Schuldigkeit". „Wann's Dei Fall, zehn Pfennig, sonst'n zahlst fünfzehn!" lautete der Bescheid 0 snb Bademeisterin, welche den hohen Herrn nicht kannte. Lachend ver- sicherte der Prinz, er werde das nächste Mal nicht versäumen, die Badehose mttzubringen, ^LM'-kme»- ^och soll er auch für diesmal die „Schuldigkeit" nicht tn ^cicrern verrcyltgr haben. Bau einer festen Brücke zwischen Frankreich und England über den Canal wird sei einiger Zert Seitens einer englischen Actiengesellschaft, der 6b»nnsl Lriägs *nd Rai]way Company“, projecttrt. Im Auftrage dieser Gesellschaft haben das Schneider sche Eisenwerk im Crensot und der vom Bau des Panama-Canals ^^kan"te Unternehmer^Hersent gemeinschaftlich ein technisches Project ausgearbeitet, bcr £ar*fer Ausstellung zu sehen ist und dessen Einzelheiten durch eine im Verlage von Chaix unter dem Titel „Pont eur la Manche, avant- projeots de M. Schneider u. Comp. et H. Hersent“ erschienene Studie, weiteren Kreisen zugänglich gemacht werden sollen. Die Brücke, die bet Cap Gris Netz beginnend in Folkestone endigen soll, würde nach dem Projecte eine Länge von mehr uls 38 Kllometer besitzen und aus Mauer- und Eisenwerk hergestellt sein. Dieselbe DSL2° ^fter aufgeführt soll lediglich dem Eisenbahnverkehr dienen; So fi^b I P?ienXn T2 Meter über dem Meeresspiegel bei Ebbe liegen, so 6 “brt die Brücke nicht gehindert wären; im Interesse der Schifffahrt beabsichtigt man, die einzelnen Pfeiler electrisch zu beleuchten. Um ^Xnfpn 1D?ahpekinbpUfIInC b!I ^?"^soertheidigung gegen den Brückenbau zu erhebenden Bedenken zu begegnen, sollen die beiden Endstücke der Brücke drehbar hergestellt werden Die^ost^ s>"^^1?E"bltck der Verkehr nach dem eigenen Lande unterbrechen ließe' Die Kosten für Fundamenttrung und Mauerwerk werden veranschlagt auf 320 Millionen, ÄmL auf 5h° Millionen und die Gelets-, Verbindungs- und sonst gen Anlagen franw°fi^e§ ^innnih n°tt fU*tmhmCuÄuf J80 Millionen Franken. Ein unbedeutendes nan >b at /uchl bereits durch reclamenhafte Anpreisungen und phantastische Sberiicbe? ffiShea französischen Publikum für die Aufbringung des b™9db vorzubereiten. In technischen Kreisen Frankreichs bringt ^oM als^solchem zwar Interesse entgegen, verschließt sich indessen nicht der hprQh b* MllUUbr^nk abgesehen von manchen anderen Schwierigkeiten, bhC bcf Schifffahrt erwachsenden Störungen, aller Voraussicht rta^^scheiterr^werd^ In England ist das Interesse gerade das entgegengesetzte. | cp in _ Schiff-nachrLchteu. (3ut f Seit 21 Jahren von unübertroffener Wirkung ist das täten empfohlene " ^aatlrch geprüfte und begutachtete von ersten Autori- rx = n . Haarwasser v. 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