Nr. Zweites Blatt. Sonntag den 17. Februar 1889. Kießmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Amtlicher Hßeil. Betreffend: Ermittelungen b?r den Vergütungen für Fourage und Landlieferungen der Gemeinden zu Grunde zu legenden Durchschnittspreise. Bekanntmachung. < ®Lroir?. ^ieEm.Uc rur öffentlichen Kmntniß gebracht daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im ^neden ermittelten Durch;chnittsmarktprerse, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Januar 1889 für den Lteferungsverband Gießen für 100 kg betragen: Hafer 15 30 Heu 8 70 Stroh 7 JL 80 X Gießen, am 13. Februar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. _ „ Nach Beschluß der General. Versammlung der landwirthschaftlichen BezirkSvereinr des Kreiser Gießen soll in diesem Frühjahr der Bquq von outen Saatkartoffeln durch den landwirthschaftlichen Bezrrksverern vermittelt werden. 9 9 m rx Nach Beschluß des Ausschusses soll die Kartoffelsorte »Magnum bonum“ bestellt werden. Bestellungen aus andere Kartoffelsorten sollen jedoch auf Wunsch der Landwnthe auch dann aurgesührt werden, wenn ein Waggon Kartoffeln von den verschiedenen Landwitthen bestellt werden sollte. Er wird die» unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) daß Anmeldungen bis zum 5. März l. I. bei dem Unterzeichneten einzureichen sind; 2) daß die Kartoffeln so billig als möglich angekaust und pro Malter 5 bis 6 im Ankauf kosten werden; 3) daß bei Bestellungen von Vereinsmitgliedern, welche den Betrag von 3d .X nicht übersteigen, die Kosten der Transports der Saatfrucht bis zur Ersenbahnstatron Gießen, Grunberg oder Hungen auf die Bezirkroerelnskafle übernommen werden; bei größeren Bestellungen haben die Vereint- Mitglieder die Kosten der Transports der Saatfrucht insoweit zu übernehmen, als die Bestellung den Betrag von 30 .X. übersteigt. Bei Bestellung der Saatfrucht au« Pommern oder Schlesien werden bei Bestellung eines Waggon» Kartoffeln die Kosten der Transports sich auf circa 2 “ pro Malter berechnen; r 1 * * " 4) daß Bestellungen von Landwirthen, welche nicht Mitglieder der landwirthschaftlichen Bezirksvereins sind, ebenfalls ausgeführt werden. Dieselben haben aber, wenn sie nicht vorher noch Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins werden und sich zu diesem Behuse bei dem Unterzeichneten anmelden sollten, den vollen Kostenbetrag für Ausführung ihrer BestÄllungen zu vergüten; 4 S * * " 5) daß zu Mitgliedern der Commission zum Empfang und zur Vertheilung der Kartoffeln gewählt worden sind ■ a) für Gießen: Herr Gutsbesitzer Schlenke, Herr Rentner Georgi und Herr Rentner Güngerich zu Gießen; 7 Juc Pacher von Oven und Herr Bürgermeister Bender von Hungen und Herr Bürgermeister Köhler zu Langsdorf' o).fus Grunberg: Herr Bürgermeister Pracht von Grünberg, Herr Bürgermeister Feldmann und Herr Müller Zimmer von Lautet 6) daß die Zahlung bei Empfang der Saatkartoffeln an die Commission alsbald zu erfolgen hat und daß falls die Kartoffel-Empfänger keine Säcke mrtbrrngen sollten, für den Sack noch 30 H pro Stiick zu vergüten sind. c Die Herren Bürgermeister werden hierdurch ersucht, vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden veröffentlichen zu lassen, Anmeldungen eMaeaen- zunehmen und umgehend an den Unterzerchneten einzusenden. 9 i ©iefeen, den 15. Februar 1889. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksverein- Gießen. - Soft, Regierungsrath. Lokales. Gießen, 15. Februar. sSitzung der Stadtverordneten vom 14. Februar. 1 Anwesend: Herr Beigeordneter Kelter, Seitens der Stadtverordneten die Herren Daist, Georgi, Grüneberg, Honstein, Homberger, Jughardt, Ad. on° rr' ^rua0‘ ^1° 1 ?r' Ploch, Petri, Scheel, Schopbach, Simon und Wallenfels. Herr Beigeordneter Keller führt den Vorsitz. Das Gesuch des Herrn Ehr. Ludwig Tüomas um Erlaubnitz zum Verkauf von Branntwein über die Straße wurde in vor. Sitzung an die Commission verwiesen, m .derselben feststellen zu lassen, inwieweit der Stadtoertretung das Recht zusteht, der Gesuchen um Verkauf von Branntwein über die Straße sich gutächtltch über die Bedurfnißfrage zu äußern. Auf Grund der Gewerbeordnung ist die Gemeindevertretung berechtigt, in bieferi Fallen ebenso wie bei Concessionsertheilung zum Ausschank von Branntwein ihr Gutachten über die Bedürfnißfrage abzugeben. Herr Haustein empfiehlt nun in vorliegendem Falle Genehmigung des Gesuches. Wolle man den Specereigeschaften die Erlaubniß zum Verkauf von Branntwein, Arrac, Punsch :c. über die Straße oorenthalten, so werde das Publikum, waches beim Einkauf von Spccerei- waaren seinen Bedarf an Spirituosen zu decken gewohnt sei, gezwungen, in die Wirth- schaflen zu gehen: dies sei aber mit vielen Unzutiaglichkeiten verknüpft. Es wird beschlossen, das Gesuch zu befürworten. — Dem Gesuche des Herrn A. Saame um Rückvergütung von Octrot für Wein wird, nachdem die Berechtigung des Anspruches daraus durch Herrn Octroi-Controleur Jost bescheinigt, entsprochen. — Mildem von Großtz. Kreisbauamt vorgelegten Revers, betr. die Anbringung einer Thür im westlichen Thorhause am Seltersweg, ist die Versammlung einverstanden. — Der von der landwirthschaftlichen Commission unter Hinzuziehung weiterer Sachverständiger und Vertreter des landwirthschaftlichen Vereins oorgelegte Entwurf eines Reglements, betr. polizeiliche Mtlchcontrole in der Stadt Gießen, soll vorerst vervielfältigt und den Mitgliedern der Stadtverordneten - Versammlung mttgetheilt werden. Der Zn/wurf enthalt Vorschrfften über die Beschaffenheit der Vollmilch, der abgerahmten äJJtld), das Verbot des Verkaufs schlechter oder von krankem Vieh herrührender oder mit fremden Bestandthetlen vermischter Milch, schreibt bestimmte Arten von Gefäßen, in welchen Milch transportirt und verkauft werden soll, vor, verpflichtet Diejenigen, welche den Milchverkaus gewerbsmäßig betreiben, zur Anmeldung ihres Gewerbes bei öe^orde, und schreibt den hiesigen Milchviehbesitzern vor, ihr Vieh durch den Kr-islhI-raczt öfter untersuchen ,u lassen. Außerachtlassung der Vorschriften, Entziehung J°.n oer ^ontrole u. s. w. wird unter entsprechende Strafe, in besonderen Fällen Cou- fiscatton der Milch, gestellt. Herr Simon empfiehlt Annahme des Entwurfs, derselbe scheine ihm der beste , welcher während einer nunmehr achtjährigen Behandlung der Frage nach einer Mtlchcontrole geschaffen worden sei. Herr Scheel wünscht die Be- cn<0!r Bestimmungen, die, wie z. B. das Untersuchen des in der Stadt befindlichen Viehes durch den Thterarzt, gewisse Härten enthielten. Auch Herr Hanstein verschiedene Bestimmungen im Entwurf als zu streng und spricht sich für Ver- vielfalttgung desielben aus, damit man sich ganz präcis über diese Bestimmungen Klarheit verschaffen könne. Herr Petri wünscht die die Aufbewahrungsräume der Milch betreffenden Bestimmungen des Entwurfs besonders im Auge zu behalten, da es bet e ? wichtigen und allgemein verbreiteten Nahrungsmittel nicht einerlei sei, wo Und | wie dasselbe aufbewahrt werde. — Die Rechnung über eine im September 1888 vorgenommene Wehrreparatur an der Burk'schen Mühle wird zur Decretur überwiesen. ■ — Unter „Organisation der Executivpolizei" wird dem Anträge Großh Boltzei- amtes, den seitherigen provisorisch angestellten Schutzmann I. Sch edel mit Wirkung vom 1. Februar l. I. ab definitiv anzustellen, zugestimmt. — Als Beihilfe zur Unterhaltung der Handwerkerschule wurde s. Z. dem Localgewerbverein ein jährlicher Beitrag von 500 Jt. bewilligt. Nach einer Verfügung der Centralstelle für die Landes- aewerbvereine ist in Zukunft die Rechnungsführung der Handwerkerfchulen von derjenigen der Gewerboeretne zu trennen. Der Vorstand des Localgewerbvereins Gießen hat deßbalb an die Stadt das Ersuchen gerichtet, da ihm außer der Hälfte der Mitgliederbeiträge (die andere Halste muß an den Landesgewerboerein abgeltefert werden), zur Befolgung seiner Zwecke andere Mittel nicht zu Gebote stehen, zu gestatten, daß von dem Jahresbeitrag der Stadt bis zum Hochstbetrage von 200 vom Localgewerboerein verwendet werden dürfen. Die Versammlung ist damit einverstanden. — Der Voranschlag des Realgymnasiums und der Realschule für 1889/90 wird genehmigt. Dem Vorstand der Pfennigsparkasse wrrd ein Schullocal im Schulhause in der Neustadt zur Ein- Achtung einer Erbebestelle für Beiträge überlassen. - Auf erlassenes Ausschreiben Großh' Bürgermeisterei in Betreff des Haltens der Fasel ochs en hat sich Herr Oeconom Fr. Heß erboten, zwei Bullen Vogelsberger Rasse für 514 JL jährlich anzuschaffen und zu unterhalten. Dem Wunsche verschiedener Oeconomen, je einen Bullen Voaels- Simmenthaler Rasse zu halten, will Herr Heß entfprechm, wenn ihm statt 514 550 ^ bewilligt werden. ES wird beschlossen, Herrn Heß auf die Dauer von b?8 $aUen ^eier Faselochsen zum Preise von 550 zu übertragen — Sr°J!hArC 8önit Großh. Bürgermeisterei ein Schreiben erlassen, lt. welchem de Abhaltung von Fasel schauen und -Märkten im Interesse der Viehzucht empfohlen wird. Der landwirthschaftliche Ausschuß hat deshalb beantragt, mit dm am 3. April und 18. September d. I. stattfindenden Viehmärkten Faselschauen mit Prä- Sjtr^nLber besten voraeführten Thiere zu verbinden, und zu diesem Zwecke für leben Markt 60 zur Vertheilung von Prämien zur Verfügung zu stellen, mit der Be- stimmung, daß bei; beste Stier mit 20 Jt, zwei weitere mit je 10 JL und vier weitere mit je 5 zu pramiiren sind. Dieser Antrag wird zum Beschluß erhoben. — Der Eisverein hat an Großh. Bürgermeisterei unter Berufung auf die schon in früheren Eingaben geltend gemachten Gründe das Gesuch gerichtet, in Anbetracht des gemeinnützigen Zweckes, welchen der Verein durch Schaffung und Unterhaltung einer Schlittschuh- verfolgt, das für die betr. Grundstücke seither entrichtete Pachtgeld von 200 auf 100 JL zu ermäßigen, event. ganz zu erlassen. Der Verein habe im Laufe des Winters an besonderen schulfreien Nachmittagen den Schulkindern die Benutzung der Babn gegen ein Eintrittsgeld von nur 3 ermöglicht und somit die Bahn auch den Minder- b c iAAtcn sanglich gemacht. Die Baudf.putation hat Ermäßigung des Pachtaeldes öbantragt. Dieser Antrag wird allgemein befürwortet und anerkannt, daß die Eisbahn sich einer sehr starken Frequenz aus allen Bevölkerungsschichten erfreut b.af' wie Herr Batst bemerkt, es sich empfehlen würde, die Eisfläche nach dem Philosophenwalde hin zu vergrößern, und dann einen abgegrenzten Theil der all- gemeinen Benutzung für die Schulkinder zu bestimmen. Nachtheile für die Grasnutzung auf den betr. Wiesen haben sich nicht herausgestellt, der Ertrag ist seither ein gute? gewesen, so daß die Versammlung dem Antrag der Baudeputation zustimmt — Der Voranschlag über Umpflasterung der Neuen Baue im Betrage von 5100 at wird genehmigt — Der die Wodestraße betreffende Punkt wird von der Tagesordnung abgesetzt. — In Ausführung eines früheren Beschlusses ist das Verzeichnis berjeniflen Straßen angefertigt worden, die in den nächsten Jahren erhöhte Trottoirs erhalten sollen. Das Verzeichniß soll den Herren Stadtverordneten vorerst gedruckt zugestellt werden. Es wird aber dem Anträge der Baudeputation entsprechend beschlossen, im kommenden Jahre ca. 13000 JL für Herrichtung von Cementtrottotrs in Len Neuenbäum, tm Neuenweg und in der Caplansgasse aufzuwenden, da alle in Berücksichtigung zu ziehenden Umstände es gerechtfertigt erscheinen lassen, daß die gemannten Straßen zuerst mit Cementtrottotr belegt werden. Die Kosten der Trottotr- berftellung in den übrigen noch im Verzeichnisse aufgeführten Straßen werden sich nach DUttheilung des Herrn Petri auf etwas über 100000 belaufen, deren Vertheilung auf verschiedene Jahre vorgesehen ist. — Die nach der neuen Klinik von der Frank- surterstraße aus führende Straße soll vorerst einen besonderen Namen nicht erhalten, die Klinik selbst aber als zur Frankfurterstraße gehörig catastrirt werden. — Das Gesuch des Herrn Gg. Stoffer um Erlaubntß zur Anbringung eines Firmenschildes wird genehmigt, desgl. dasjenige des Herrn Alois Deibel von Wteseck, welcher einen nach seinem Grundstücke an der alten Marburgerstraße führenden erhöhten Rain abheben will. Vermischtes. — Wie es den armen Passagieren erging, die in so einem im Schnee festgekellten Luge saßen und, da man weder vorwärts noch rückwärts konnte, aus offener Strecke im dicksten Schneegestöber viele Stunden lang auSharren mußten — von dieser äußerst nnangenehmen Lage gibt der Bericht eines Leidensgefährten ein anschauliches Bild, das »msomehr allseitiges Interesse beansprucht, als derartige Vorkommnisse in den letzten drei Lagen auf den verschiedensten Bahnlinien zu Dutzenden vorgekommen sind. Der betreffende Passagier befand sich in dem westfälisch-rheinischen Personenzuge, welcher gegen 2 Uhr am Samstag Nachmittag in Kassel eintreffen sollte. Bis Hofgeismar hatte sich der mit zwei Maschinen bespannte Zug mit aller Anstrengung durchzuarbetten vermocht, als er plötzlich in den Einschnitten in der Nähe des Städtchens Immenhausen auf undurchdringliche Schneemassen stieß. Beide Maschinen wühlten sich in den haushohen Schneewall ein und saßen fest. Alle Versuche, den Zug flott zu machen, waren vergeblich. Es wurde nun nach dem etwa 15 Kilometer entfernten Kassel um eine Hilfsmaschine telegraphtrt und traf dieselbe denn auch gegen Abmd ein, allein sie raunte sich auch im Schnee fest und konnte nicht weiter, sodaß nun beide Geleise gesperrt waren und der eingeschneite Personenzug sonach vorläufig auf jede Hilfe ver- zichtm mußte. Der Zug wurde nun von dem Schneesturm immer mehr in Eis und Schnee gehüllt, an ein Fortkommen war nicht zu denken und so blieb nichts anderes übrig, als sich in das Unvermeidliche zu fügen und möglichst zusammen zu rücken. Man siedelte in den bestgeheizten Wagen über und wartete von Stunde zu Stunde auf Erlösung. Inzwischen kamen neue Hilfsmannschaften aus dem eine Viertelstunde entfernten Städtchen Immenhausen heran, um den Zug loszuschaufeln. Da man nach der Stadt nicht gehen konnte — die Frauen und Kinder konnten nicht durch den mannshohen Schnee waten — so wurde den etngeschneiten Reisenden von den Bewohnern Immenhausens alle mögliche Hilfe zu Theil^ Namentlich Bürgermeister Bräutigam rmd die Gutsbesitzer Haffelbach, Vogelsang, Schröder, Rosenbach rc. machten sich sehr verdient, indem sie ganze Körbe voll Lebensmittel (Kaffee, Brod, Wurst, Schnaps rc.) unentgeltlich an die Hunderte von Passagieren, die fast von Allem entblößt waren, vertheilen ließen. Selbstverständlich bekam auch das hungrige und durstige Fahr- personal sein Theil. Um so mehr Anerkennung verdient diese aufopfernde Thal echt . christlicher Nächstenliebe, als der Weg nach Immenhausen ebenfalls so sehr verschneit | war, daß man kaum durchkommen konnte; es war dies nur robusten Naturen und in • vierfacher Zeitdauer möglich. In den Wagen 3. und 4. Classe namentlich befanden sich viele Reisende, die weit her aus Westfalen, Rheinland, Holland rc. kamen und natürlich ohne Proviant waren. Als Stunde auf Stunde verrann und kein Hülfszug in Sicht kommen wollte, glaubte man schon — da Mitternacht herannahte — tm ^uge übernachten zu müffen. Allein dies wäre nicht nöthig gewesen, da die Bewohner Immenhausens auf Betreiben des Bürgermeisters sich sofort zu Freiquartieren bereit erklärten. Indessen wurde dies nicht mehr beansprucht, denn gegen 12 Uhr Nachts schien endlich ein Hilfszug von Kassel mit 100 Mann Infanterie. Diese wackeren Varerlandsoertheidiger zeigten sich auch als tapfere Rettungsmänner, sie schafften dem Htlsszuge endlich freie Bahn, und nachdem die eingeschnetten, frofterstarrten Passagiere durch den mannshohen Schnee sich durchgearbeitet hatten, konnte nach Mitternacht — also nach etwa zehnstündigem Aufenthalte auf freier Strecke, förmlich in Schnee und Eis vergraben — die Weiterfahrt nach Kassel erfolgen, wo man nach 1 Uhr anlangte und dankerfüllten Herzens und mit einem „Endlich erlöst" den Zug verließ. ~~rr ®in galanter Arzt war Balth. Ludwig Tralles zu Breslau (1708 bis 1797). Er verschrieb einer jungen schönen Dame, welche sich beklagte, daß er ein Oberbein (ganglion) auf ihrer rechten Hand nicht vertreiben könne, folgendes Recept: Du klagst, daß von der rechten Hand durch Pflaster und durch Blei, Ein trotzig Oberbein nicht zu vertreiben sei. Getrost, bet deren Zahl, die sie mit Andacht küssen, Wird, Freundin, es gewiß in Kurzem weichen müssen. Höhlt durch gelinden Fall ein Tropfen Erz und Stein, So wird ein Knorvelcken doch weazuküffen sein. Attksthothcher Gottesdienst. Eovntag »en 1?., S-vruar findet in der hiesigen St-dtkirche Morgens 8 Uhr alttatholischer Gottesdienst statt. Brodpreise vom 17. Februar bis 3. März 1889. der Bäcker I 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 bei K. Lenz, M. Lenz u. F. W. Hartmann 28 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 54 bei K- Lenz, M. Lenz u F. W- Hartmann 56 1 * (2 Pfd.) Schwarzbrot» 1. Sorte 25 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 23 bei K. Lenz 22 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 46 bei K Lenz 44 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei K. Haas, I. Lein, L- Keil 69 1 Kgr. 2 „ 1 „ 2 , 3 w 1 2 3 der Brodverkäuser (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 (4 ) ..... 54 (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 (4 * ) Schwarzbrod 1. Sorte 50 (6 , ) Schwarzbrod 1. S»rte (2 „ ) L chwarzbrod 2. Sorte 23 (4 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 46 (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte Gießen, den 16. Februar 1889. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Börfenwochevberieht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Die verflossene Woche hat der Börse wieder einmal eine Warnung gegeben, indem sie ihr eine Ueberraschung bereitete, deren Eindruck auf die CoUrse um so größer war, als sie Erinnerungen an frühere ernstliche Verwickelungen und schlimme Zetten' für die Börse erweckte. Es war dies die Meldung, daß der Emir Abdurrhaman mit einem großen Heere an der Grenze von Buchara stände, 5elfen Emir er aufgefordert habe, sich an einem Kriege gegeü Rußland zu bethetligen. Rußland sehe sich genöthigt, Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen, und habe den General Komarow nach der gefährdeten Grenze entsandt. Es war besonders der Name des letztgenannten Generals, der bei den Ereignissen des Frühjahrs 1885 eine so hervorragende Rolle spielte, welcher die Erinnerungen an jene Zett mit ihrer außerordentlich scharfen Baisse fast sämmt- licher Werthe wieder wach werden ließ. In Berlin vornehmlich schien sich daraufhin das Bedürfntß geltend zu machen, die Engagements etwas zu erleichtern und man ging sogar vielfach mit Blancoabgaben vor, in der Erwartung, daß sich auch das Privatpublikum veranlaßt fühlen würde, verkaufend aufzutreten. Man schien hierbei aber außer Acht zu lassen, daß die Käufe des Privatpublikums meistentheils seriöser Art gewesen, und daß derartige gegen Cassa bezogene Stücke nicht aus eine Meldung rote Die obige, aus welcher die Nothwendtgkeit eines Conflicts durchaus nicht gefolgert werden kann, aus den Markt geworfen werden. Es war daher natürlich, daß die Verkaufsordres aus der Provinz sehr spärlich einliesen, und daß sich die Eontremine bereits in dm letzten Tagen der Woche gezwungen sah, zu Deckungen zu schreiten. Immerhin hat der Zwischenfall zu einer erfreulichen Confolidirung der Verhältnisse betge- tragm und kann daher nur erwünscht gekommen sein. Das Geschäft hielt sich im Allgemeinen in mäßigen Grenzen. Auf dem Bankenmarkt stimulirte zu Anfang der Woche das Bekanntwerden des Abschlusses der Nattonal- bank für Deutschland und veranlaßte besonders für diese und eine Reihe Mittelbanken recht günstige Tendenz. Dresdner Bank erzielten auf die Einführung in Hamburg eine recht bedeutende Coursbesserung. Disconto Eommanditantheile haben ihre anfängliche Eoursavance von 2 pCt. wieder etngebüßt; höher sind dagegen Mitteldeutsche Credtlbank, Württemberger Veretnsbank und Bankanstalt sowie Berliner Handelsge- lellschast. Für österreichische Bahnen bestand sehr beschränktes Interesse und dieselben haben zum großen Theil die Eoursbesserungen der Vorwoche wieder abgeben müssen. Nur Dux-Bodenbacher notiren wieder ansehnlich höher, und auch Nordwest haben einen Eoursaufschlag von fl. 4 zu verzeichnen. Der Speculations-Rentenmarkt lag durchgängig flau und erst am Freitag konnte wieder eine kleine Erholung eintreten. Besonders hatten natürlich Russen unter der Wirkung der erwähnten Nachrichten zu leiden, doch konnten sich dieselben auf Pariser Käufe wieder ansehnlich befestigen. Orientanleihen haben sogar auf die Absicht, dieselben in Paris einzuführen, einen Coursgewinn zu verzeichnen. — Italiener, Egypter und Ungarn notiren sämmtlich Bruchtheile niedriger. Jndustrtewerthe hatten unter der ungünstigen Tendenz, die in Berlin für Montan- «erthe bestand, zu leiden und haben meistentheils, wenn auch geringfügige Courseinbußen erlitten. Nur einige Braueret-Actien, wie Stern und Henninger, notiren höher. Für preußische und deutsche Fonds bestand anhaltmd großer Begehr und haben besonders wieder die 4o/oigen bessere Course zu verzeichnen. Course der Frankfurter Börse. Staatsanleihen. 4»/o Hessische Obligation. Cours vom 5<>/o Portugies.-Anl. v. 86 Cours vom 8. Febr. 107.35 15. Febr. 107.45 8. Febr. 100.20 15. Febr. 100.45 „ Bauern .... 107.65 107.90 4V2°/o do. „ 88 97.95 98.20 „ Baden..... Zv/o Sächsische Rente. . 3V3°/o BremerStaatsanl. „ Hamb.Staalsrmte 105.50 95.15 105.40 95.10 5o/o amort. Serb. Gold- Rente .... 84.50 84.75 102.20 102.95 102.15 102.70 5o/oSerbischeEisenbahn- Hyp.-Obl. L. A. . 87.05 87.25 4o/oOestr. Goldrente . „ GrtechischeMonopol- Anleihe . . . 94.— 93.85 4o/oSchwed.Oblig. 1880c 104.20 104.— 78.40 77.60 lo/o Türken cono. . . . 5% priv. Egypter. . . 15.55 103.75 15.25 103.50 N>/o Rumänische Rente . 4'/-o/» Russische Anl.. . 96.45 99.50 96.15 99.— „ Argent. Gold-Anl. v. 1887 ... 95.40 96.15 Eisenbahn-Prioritäten. 40/0 Pfälz. Ludwigsbahn 5<>/o Südbahn Lombarden 102.45 102.20 (Bexbach) . . . —— — 40/0 do. do. 96.95 97.65 „ Hessische Ludwigsb. 3% do. do. 61.20 61.45 68/69 garant. . 104.70 104.70 4o/o Prag-Duxer Gold . 101.75 102.10 „ Elisabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 102.— 101.90 Gold .... 102.80 102.65 „ Franz-Josef Silber 82.15 — — 50/0 Oestr. Staatsbahn. 108.50 —.— 3% staatl. garant. Jtal. 4o/o do. do. 102.30 102.30 Eisenbahn . . 59.50 59.20 3e/o do. do. 3% Livorneser . . . 66.30 65 55 I.—VIII. Emtss.. 84.50 83.90 4<>/o Russische Südwest- 3% do. Ergänzungsnetz 80.10 80.— Eisenbahn . . 87.30 87.— 50/0 Nordweftbahn Gold 108.— 107.80 4o/g Wladikawkas garnt. 86.50 87.— Eisenbahn-Actien. Ludwigshafen-Bexbach. 230.90 229.50 Lübeck-Büchner . . . 170.70 171.— Hessische Ludwigsbahn. 109.85 110.20 Mecklenburger . . . 149.40 149.— Pfälzische Nordbahn . 111.20 —.— Gotthardt..... 136.80 135.90 Marimbmger-Mlawka. 82.40 81.30 Jtal. Mittelmeer . . 122.— 121.— Bank-Aetien. Deutsche Reichsbank . 133.10 134.— Dresdener Bank. . . 156.70 158.50 Berlin. Handelsgesellsch. 180.10 181.— Mitteldeutsche Creditb. . 112.50 115.— Deutsche Bank . . . 173.— 172.50 Wiener Bank-Verein . 90.50 89.87 DeutscheGmossmschftsb. v.Soergel,ParrisiusLCo. 139.90 139.— Württemb. Vereinsbank 124.80 129.— Industrie-Papiere. Binding-Brauerei . . 184.50 184.80 Deutsche Verlagsanstalt 284.95 282.90 Stern- do. (Oberrad) 138.75 141.80 Farbwerke, oorm.Metster, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 235.30 236.— sabrik .... 279.95 278.— Riebeck'scheMontanwerke 188.50 186.— Pfandbriefe. 4o/g Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/yDeutscheGrundschld.- v. 86 ab . . . — 103.50 Bk.-Pfandbr. 103.— 103.— ^/^/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 99.— 99 — 3*/2°/o do...... 99 — 99.20 4o/oPreuß.Hyp.-Act.-Bk.- 3V20/v Rhein. Hyp.-Bank- Psandbr. . . . 103.— 103.— Pfandbr. . . . 99.— 99.— 31/2°/o do...... 40/oPreuß. Centr.-Bod.- 99.40 99.50 4o/o Meininger Psandbr. 102.50 102.5V Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 102.95 102.70 Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 102.70 119.75 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854rfl.250- „ 114.— 114.50 Loose .... 108.30 107.70 4% Meininger Prämien- 3% Oldenburger Loose. 137.65 137.40 Psandbr. . . . 129.40 129.40 31/26/0 Köln-Mindn.Loose 140.40 140.85 Amerikanische Eisenbahn-BondS. 6o/oChic.Milw.f.St.Paul 4% Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 117.75 118.20 Nebraska 1927 . . 91.80 91.35 5o/oChic.Mtlw.f.St.Paul 4’/2% California Pacif. Prt., rückzahlb. 1921 . 103.95 103.70 I. M., rückzahlb. 1912 106.60 106.95 6% Eentr. Pactf. I.Mrtg. 6o/yPacif.of Missouri con- rückzahlb. 1895/98 . 111.50 111.55 soltdated I. M. r. 1920 109.75 109.95 Diverse Obligationen. bo/o Buderus-Obligat. . 104.80 104.40 41/26/0 GrafHenkelo.Don- nersmark, rückz. L 105 104.85 104.85 In der Strafsache gegen den Dienstknecht Hermann Diehl von Weickartshain, dermalen in Albach, und den Dienstknecht Heinrich Launspach aus Beltershain, dermalen zu Lich, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Lich am 4. Februar 1889 für Recht erkannt: I. Es werden verurteilt: 1) Hermann Diehl, geb. am 11. De- cember 1841 zu Weickartshain, evangelisch, Dienstknecht, wohnhaft in Albach, wegen öffentlicher Beleidigung des verpflichteten Nachtwächters Wilhelm Jünger von Lich in Beziehung auf seinen Dienst in eine Gesängntßstrafe von fünf Tagen, 2) Heinrich Launsprach, geb. 10. Febr. 1865 zu Beltershain, evangelisch, Dienstknecht, dermalen zu Lich, wegen desselben Vergehens in eine Ge- fängnißftrafe von drei Tagen. II- Jeder der Verurtheilten hat die Kosten des Verfahrens zu tragen und jeder die Hälfte der dem Staate erwachsenen Auslagen unter solidarischer Haftbarkeit für letztere. s III. Dem Beleidigten wird die Be- fugniß zuerkannt, innerhalb 14 Tagen, Von Rechtskraft des Urthells an gerechnet, den entscheidenden Theil des- setben auf Kosten der Verurtheilten durch einmaliges Einrücken in den „Gießener Anzeiger" bekannt machen zu lassen. V. R. W. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilssormel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Lich, den 13. Februar 1889. Koblheyer, 1294 Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. | Holzversteigerung. Mittwoch, 20. Februar l. I., werden aus Altgehegt 53 und 64, Rrhhecke 18 und 19, Rabenpfuhl 63 und 686 versteigert: Buchen: 47,3 Rm. Scheiter, 24 Rm. Knüppel, 1320 Wellen, 54,4 Rm. Stöcke. Eichen: 143,3 Rm Scheiter, 121 Rm. Knüppel, 11400 Wellen, 134 Rm. Stöcke. Radelholz: 7 Rm. Knüppel, 820 Wellen Die im Altgehegt und Raben- psuhl zerstreut liegenden Eichen- und Nadelreiser werden flächenweise versteigert ; Steigliebhaber wollen dieselben Vorher einsehen. Nähere Auskunft ertheilt Gr. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr aus der Kreisstraße Gießen- Steinberg an der Schweinsbrunnenschneise. Gießen, 13. Februar 1889. Großh Oberförsterei Schiffenberg. 1262 Heyer. Zieilgeöotenes. 1186] Verschiedene Häuser im Preise von 8000 VIS zu 70,000 Mark zu verkaufen durch I. Blitz, Seltersweg 31. Cörsetten US Extra-Weiten und Fa^ons, werden nach Maßgabe angesertigt bei A Fangmann» 1132 Kirchenplatz. S Apfelsinen “ in schöner großer Frucht em- ^stehlt geneigter Abnahme 798 ®hr< Ludw. Thomas 23. Wallthorstraße 23. Allgemeiner Anzeiger. 1286 C»nd. H. Kinkel, C. G. Kleinhenn, H. F. Nassauer. Otto Schaaf, B. Schlabach Nachf. und Ohr. L. Thomas, Vorräthig in Giessen bei: Ohr. Bieker, Ferd. Drehes, Louis Frohnhäuser, Ed. Fuckert, F. C. Heinzerling. Carl Hoffmann, L. Kalkhof Wwe., in Allendorf a d. Lda. bei Apotheker R. Weicker. in Lich bei H. C. Bingmann. in Lollar bei C. Draebing, in Wieseok bei Hch. Voefzel II. 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Die Post - Dampfschiffe der Gesellschaft bieten bei ausgezeichneter Verpflegung, vorzügliche Reisegolegciiheit sowohl für Cajüte- wie Zwischendecks-Passagiere. Nähere Auskunft ertheilt [205 Der Generalagent: J. F. Hillebrand in Mainz, Jos. Gottlieb in Nidda. [150 Jobs. Walther in Stockheim. Leopold Stern II. in Schotten. Th» Andreas in Bad-Nauheim. L. Waldbaum in Wohnbach. Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr Chr. Pietsch) in Gießen. Müße zu Jir. 41 des „Achmer Anzeiger". Literarisches. in iRpriin p^i^r/age der König! Hofbuchhandlung von E. S. Mittler * Sohn «e^Aen soeben: ^Geschichte des 2. Großh. Hess. Jnfanterie-Sieai- Wma^pr^nVf6* carl. JL 1.50. In dem Vorwort zu oteicm Werke sagroer ^abre 18Ä7 himCw Hauptmann KUngelhöffer, der vom Jahre 1869 dls^ zum ■o“9re 1887 dem Reglmente angehorte, daß das Werkchen in etiler Ptnte für Hnnr- °'^'°7.und ^nnteaften d-s R-gtm-nts befiimmt fet 68foa aber a"* ^.»"e.hg Regiments, sowie wetteren Kreisen, die an dem Regiment Amhell foldi^ nnrh nnilrhfr aL/Ur Regtmentsgeschtchle bieten, so lange eine H"0* .utchl erschienen ist. Wir möchten das Werkchen namentlich auch allen ?£nt" empfehlen, die in den Rethen des Regiments gestanden und Freud uno Leid ?piVCUlelb/n 0D^,c?lt ^aden. Bteiet ja doch nur allein die Geschichte des 1870—71er wffchmsind ÜOn Erinnerungen, welche, wenn mtterLt nicht zu ver- , . ^erm0C DOnv «arJ Flemming in Glogau erschien soeben die drei- z h le Auflage der General-Karte von Anstralien. Diese nach den neuen Ma rtalten ergänzte Karie tnsoimirl in der eingehendsten Weise üb7r fämniriX" Indischen Ocean und den Grenzen Asiens über das Stille Meer bis zu den Wellküsten Amerikas verstreuten Landermassen Besondere Beachtung ist auf der Karte 'den ^Un0Cn iuöewandt worden, so daß selbst Derjenige, welchem die Besitz- oerhaltn sse aus der großen australischen Jnselftur bisher völlig fremd waren du ch einen Blick aus du^General-Karte über die Ausdehung der deutschen Machtsphäre aufgeklärt wird. Als sehr praktisch verdient es hervorgehoben zu werden, daß bet jeder Inselgruppe die Gesammtflache des Areals und die Bevölkerungszahl in rotber auf fllmder Schrift hinzugefugt tst Auch die deutschen und fremden Dampserllnim, die r6 Unb ^uterland-Telegraphen haben aus der Karte die ihnen gebührende Berück- srchttgung erfahren. Als Anhang sind der General-Karte betaeaeben • etn fraX nn„ Kaiser-Wilhelms-Land und dem Bismarck-Archipel, sowie folgende Cartons: 1. Samoa- r°^Cxr ^^iffer-^jnseln, 2. Tonga- oder Freundschafts-Inseln 3 Bitt Penn S^n ' 4‘ §nt e/ 5’ Saluafata aus Upolu (Samoa-Inseln) 6 Neiafu auf Lavau (Tonga-Inseln), 7. Jalutt auf Jalutt (Marschall-Inseln) 8 ieu-lZ bürg. Der Preis der General-Karte, im Format uan^Äntrrne^ b'Xt HUI 1 vrt* • o Vermächtnitz Kaiser Wilhelms I.* tst der Titel eines Hestes das von n BBm Kcnserouch „Cmundneunz.g Jahre in Glaube, Kamps und Steg" Medmg bildet und eine hochbedcutenbe Beeöstmtlichung darslellt, welche soeben J!T??9.U h*ek Ü6U d 11 tn '5tuI10att erschienen tst und zu dem billigen Prerse fnünt5pnh^ burch lede Buchhandlung bezogen werden kann. Diese Schrtst enchält an- Wliheim in de" ^'w^sel des Verfassers mit dem Correipondenzsecrelät des Kaisers ? e m 1 ' bem Gehelmen Hoftath Bork, alle die Correciuren, Randbemerkunaen SihniiÖ« \ ^II0JkUuil0en' welche der Heimgegangene große Monarch an jener Schilderung seines Lebens gemacht wissen wollte. S.e zeigt daher auf das Mer k SpVt ^HCnn U chl,n0c^lbe Mfung und thatsächliche Mitarbetterschaft des Kaisers bei benl9jP^h 0rap?le und gewahrt durch die Vergleichung der ursprünglichen Fassung mit nrnf»^e n0ln' ^blche er gewünscht, einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Ä n^°nfl??.i!nVe,ne Auffassung der Geschichte des 19. Jahrhunderts soweit unser großer Kaiser darin mttwirkte. Auf diese Weise aewinnt hipfp (hnünninn ^tfiph?"^ ^bebeutenden selbstständigen Publikation, ist aber auch zugleich sür *die ^rprtnn? ?rt60nfd)t^ e 6cS obengenannten Kaiserbuches außerordentlich wichtig und tn- nprnm*r d unentbehrlich, und deßhalb ist man der Verlagshandluna zu Dank verpstichtei, daß sie in ihr Kaiserbuch „Ernundneunztg Jahre" diese Schrift soruiaaen als Entstehungsgeschichte dieses Volksprachtwerkes mit hMetngenommm und in eine? eleganten und geschmackvollen Ausgabe, gleichfalls unter dem Hauotiilel- „Cln Vetmachlniß Kaiser Wilhelms I." und dem Nebentitel Einundneunrti <^nhrp in ^nannte^etV ifMa^f0' 1797"~1888"' Dtr deutschen Nation darbtetet. Das^oben- tCi^eif 11 bekannt genug und ein wahrhaftes Volksbuch im höchsten Sinne bte siufnabme der obenerwähnten Erganlung hat es a "geschlossen^^ "halten und tst damit nun aus ungemein interessante W-isi __« erä!et* man n?F/®enn die Annoncen zweckmäßig abgefaßt (y t» f flirt ui>d lypographisch angemessen ausgestattct sind, ferner die ^2/ V I V t II richtige Wahl der geeigneten Zeitungen ge- X . cj ""^d. Um dies zu erreichen, wende man sich an ourm Annoncen di-Ann°ncen-Expcdi,ton Rudolf Moste tn Frankfurt erreich" wird^" fonf gcn ato8en Borth-il-n eine Ersparntß an Jnserttonskosten eeeei --- ---- 184 Der Kaiserpalast in Straßburg. Die „Baugewerks-Zeitung" bringt folgenden Artikel hierüber: Der Straßburger Kaiserpalast ist in der Zeit von 1883 bis 1888 nach den Plänen und unter der speciellen Leitung des Landes-Bautnspectors Eggert ausgeführt woiden Der Palast steht an der Stelle der alten Stadtmauer und wird mit der Katser-Wtlhelm-Unioersität dem in der Ausführung begriffenen Landesausschußgebäude, dem in Aussicht genommenen großartigen Postgebaude nebst der Landesbidliolhek eine Gebäudegruppe von hervorragender architektonischer Bedeutung bilden. Da das Gebäude nur für den vorübergehenden Aufenthalt der deutschen Kaiser^bestimmt ist, sind dessen Abmessungen geringer bemessen als die eines wirklichen Residenzschlosses. Der im Allgemeinen rechteckige 5r°Jtla?J^Tn73 Meter und eine Tiefe, mit Einschluß der Vorhalle, von 56 Meter und enthalt Keller-, Erd-, Haupt- und Obergeschoß. Em in der Mille der Vorderfront oorgelegter Säulenbau dient als Unterfahrt und Vorhalle Das Aeußere des Palastes zeigt die edlen Formen der Renaissance-Architektur florentinischer Palaste, und der Eindruck wird durch reichen Schmuck an gediegener Btldhaueraibett in schönem Stemmaterial bedeutend gehoben. Das Giebelfeld des Säulenbaues des pauptporlals zeigt in der Mitte das Wappen des Deutschen Reiches darüber die Kaiserkrone, zu b^dtti Seiten des Wappens füllen die wirkungsvollen Gestalten der Macht und des Rechts die Grebelecken aus. Bekrönt wird der Giebel von einem Friedensengel mit goldenem Palmenzweig. Von besonders hei vorragender Wirkung ist der an der Hauptsache sich erhebende Kuppelbau, welcher mit seinem für die Kaiser- ftandarte bestimmten Flaggenmast weithin sichtbar sein wird. Aus Kupfer getriebene Heroldsgeslatten neben dem Flaggenmast kiönen den oberen Abschluß der Kuppel und tragen wesentlich zur Bildung der reizvollen Silhouette derselben bet. Entgegen der herrschenden Ansicht, daß Monumentalbauten mit Metalldächern und wenn möglich mit einem Kupferdach versehen werden müssen, hat der aussührende Architekt hier ein Dach aus Thonplatten und Falzziegeln hergestellt und dieses Deckmatertal auch zum Etndecken der Kehlen und Grate u. s. w. benutzt. Die Farbenwirkung des schön getönten Sand- steinmaterials mit dem dunkelrothen Ziegeldach soll schon jetzt eine sehr harmonische sein und wird spater, nachdem die aus Kupfer hergestelllen Herolde, der Adler und die Abdeckstreifen der mächtigen Rundbogenöffnungen der Kuppel sich mit einer Patina überzogen haben, noch bedeutend erhöht werden. Das Innere des Gebäudes ist wie folgt eingetheilt: Von der Rampe des Hauptportals gelangt man in das große Vestibül, an welches sich zu beiden Setten etwas hoher liegende durch Saulenstellungen abgetrennte Hallen anschließen. Links befinden sich prächtig ausgestattete Wohnräume für das Kaiserpaar, während rechts von denselben eine Wohnung für einen einzelnen fürstlichen Gast liegt. An der Vorderfront enthält jede dieser Wohnungen Vor-, Empfangs-, Wohn , Schlaf-, Badezimmer u s w während an der Stabtfcite; noch ein schön dekorirtes Gartenzimmer und zwei Salons für die Kaiserin liegen. Hinter den soeben angeführten Räumen läuft durch das ganze Gebäude ein von zwei Lichthöfen beleuchteter Corridor, an dessen einem Ende das eben erwähnte Gartenrimmer und an dessen anderem ein Nebeneingang für die Teilnehmer an großen Festlichkeiten liegt. Hinter dem Corridor, gegenüber dem Eingangsoestibül befindet sich die Haupttreppe mit Garderoben- und Toiletlenräumen für die Festgäste' In der Mitte der Vorderfront über dem Vestibül liegt der Audienzsaal, seitwärts mit schmalen Säulenreihen und darüber liegenden Logen versehen. Vor dem Audienzsaal öffnet sich die Säulenhalle, aus welcher sich ein flachrunder Balkon vorstreckl von welchem aus man den Kaiserplatz übersehen und auf welchem der Kaiser bei Festlichkeiten von der Volksmenge gesehen werden kann. An den Audienzsaal schließen sich links die Raume für ben Kaiser, rechts die für die Kaiserin an. Die Räume für den Kaiser bestehen aus Melde-, Empfangs-, Wohn-, Schlaf- und Ankleidezimmer, Bad und Garderobe, ä^mmer für die Kammerdiener und den Leibarzt. Die Räume für die Kaiserin sind ähnlich gestaltet. Der ganze hinlere Bau wird im Hauplgeschoß durch eine einzige Flucht von «alen eingenommen welche durch osten-Arkaden tn drei große Einzel,äle getheitt wird und deren G-Iammtlange iO Meter betragt. Der Haupt,aal ist 22 Meter lang. 17 Meter e' und 12 Mtter hoch dagegen haben der rechts liegend- V-r,annnlungs,aäl und der links liegende sp-tse,aal nur ein- Hohe von 7 Meter. Die Decke des Haupt,aalcs ist reich auszebtldet mit zum Th-il wett gespannten Gewölben und zum Lhetl kaffetttrten Decken, ^ber den letztgenannten Nebensälen b-sind-n sich die Diener,chaftswohnunaen und über den Gemächern des Kaiserpaares dte Wohniäume für das Gefolge Alle drei Sale bieten hinreichenden Raum für die Bewtrthung von 350 Gästen Der ganze Bau ist in allen feinen Theilen möglichst feuersicher aus Stein und E sm hergestellt; dte Zwischendecken bestehen aus eisernen Trägern, zwischen welchen P^"En aus Tust und Gpps -tngesugt, beim, etngegossen sind. Dte Trägeiflantschen sind sichtbar gebttcben. bemalt oder mit eisernen Ornamenten bekleidet. Zwischen den F-nst-rn des O^rgeschosies. welches als Fries ausgebildet tst, sind dte Wappen ein iC.^rMem*Er gediegener Blldhauerarbeit angebracht^ es fehlen aber auch x.? £Sa8urJ>ten und des Grafen Moltke, der Haupimitbegründcr ! »es Deutschen Reiches. Von de,anders großartiger Wirkung ist noch die im Mittelbau gelegene Haupttreppe. Em Garten von 1,2 Hektar umgibt von drei Seiten den Kaiser- palast. Hinter dem Palast und Palastgarl-n, von letztercm durch eine Straße getrennt L." ^-b-ng-bäud- mit dem Marstall nebst Remisen, sowie -in Militär wachtgedäude Die S,allung-n r-ich-n für 18 Pt-rd- aus. Die Remis- bietet Raum sür 6 Wagen K pMnn?°ues betragen, einschließüch der dreiviertel Millionen sür den ^sruuoerwero, <5,0vu,wu «tu. Aeikgeöotenes. 3ch beabsichtige, meine sämmt« H^ett Wagen nebst Pferden und Geschirr billig zu verkaufen und wollen sich Interessenten birect an mich wenden. __Herm. Euler. Zur Ballzeit: große Auswahl in Haar-Schmucknadeln zu den billigsten Preisen. 351 C. Fr. Conrad, Friseur. Inventur-Ausverkauf unserer PelzwaarenbestLnde. Pelzvorlagen in tOOfadjer Auswahl 940] bei Schmidt & Hepp. Aechte bayerische Reh fellvorlagen hochfein garnirt, zu 5 JL 50 $ bei Schmidt & Repp, Bahnhofstraße. Allgemeiner Anzeiger. Schutemar kei CJarlowitzer Wein Medicinal-Wein Cabinet, Medic-Wein. Menescher Tokayer Fst. 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Januar der Colleaienbausnermnltp^ n«h Ministerialkanzleidi-n« P-ler Philipp Lippert zu Sarmflabt Unb 517! 17, dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Schmidt aus Ober- Schönmattenwag eine Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Hammelbachübertraam am 1.). Januar rmirde dem Schullehrer Tobias Burk zu Leihgestern die Lehrerstelle ^^^^^Eindeschule zu Munster, am 22. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Qoq Michelstadt die vierte Lehrerstelle an der Gemeindeschule au '^"^ElÄhetm, am 23. Januar wurde der Schulamtsaspirantin Maria Retttnaer aus Seligenstadt eine Lehrertnnenstelle an der Gemeindeschule zu Bürgel übertragen- ^urd- d-m Schulo-rwalt-r Joseph R-ich-rz-r zu^ZorÄm bie &KS=’ S™nf.bet(n^emr?b*i ‘*Ule Frettenheim, an demselben Tage wurde dem Schulamts- asp,rauten Peter Orth aus Heppenheim a. d. W. eine Lehrerstelle an be?enännel fflShV' 30' Sanunr wurde dem Schullehrer Johann Gebhardl^ru Gaulshetm eine Lehrer stelle an der G-meind-schule 5u $^^<6, an bemMben Xa„e 528168 iDppen6cim eine cebrerftea£ 5. Dienstentlassungen. , ^rl!s28-, Januar wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Holzmühl ^/denkapp, mit Wirkung vom 15. Februar an, und am 2. Februarwürbe der mH®?? an ber ^emeindeschule zu Horchheim Johannes Deffaa auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Ma» an, aus dem Schuldienste entlassen. ^cacysucyen, 6. Charakterertheilung. Ä'Äffi S.*ÄR ÄSJ! ^Ctnr * Mettenheimer den Charakter als „Commereienrath" zu verleihen. «• Nuhestandsoersetzungen. ^t.CCem?frr1888 ®uri)e der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Nieder- ii.» njanuar looy an, am v. ^anuar wurde der Schullehrer an der (flpmeinhpfrfiitr«» ,,, Serdrob Heinrich Stiebing auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 16. Januar an am nL»yaniiaf r^^?b der Schullehrer an der evangel. Schule zu Westhofen Peter Nothnagel auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Mai an, inde^uhLd'versetzt 8. Concurrenzeröstnungen. 19 8slaÄV"W’iÄ Ä«» ~S’2‘ »Ä »Ä Ä5 oÄSÄiÄn"* Ä ftS'i'J l9ehalte von 1000 »vM* mit pftipm pTi/tunaF r mit einem jährlichen I 8U Ostenbach, sowie dem Pfarrer und Ortsvorstanb.» m Weiskirchen steht das Prasentattonsrecht ru dieser Stelle zu. Die mit einem katbol Ä »VfgjsXS’ luc^beK^Tl^e Ä L S?n h??1 -Uk^eIferIbcn ®ine mtt cincm kath. Lehrer zu besetzende Lehrer- ' messenden Gehalte^von^ 1000 —1600 .Pfc I Keutschlanv. ent6äIt*rtrWfla><’ 17' ®ebruar" ®a8 Großherzogll Regierungsblatt lBeil. Nr, 2) m. m 1; Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der 'lufth Setuffenb b“ tDalbbc|il,enben Gemeinden zu den Besoldungen der OherMr 2- Bekanntmachung Großh, Kreisamts Friedberg, die Erhebung einer nackträa- lich-n Umlage in der Gemeinde Nieder-Wollstadt für 1888-89 betreffend ” 68' 3. Namensveranderungen. "c“u- 4. Dienstnachrichten. Vermischtes. Tas-n cin^Proceß dürchPUrtWl des ^öchste^Gerichtshoffs enbailtta^nftoi*h”°r dnl°Crt welcher für weite Kreise von Interesse ist G4n entschieden worden, zu Karlsruhe abgesttegenwarha bet bem^rafenbp K etnemGasthofe seinem Zimmer am Buffet abgegeben - al na4 fiant bff Schlüssel zu Zimmer eine Summe von 2700*6 gestohlen worden flu§ ,dnrat nicht ersetzen wollte, klagte er und jetst ist der ßwtm?rtfc r ^en Schaden fleftOb,£ien -Uje br“?ö(n0 '“m»‘“*«®ÄtLeS^mb®rfa6 be§ beschüsiigtedi- zwO.-SÜaskamm-r Äe" linek Landgerichts' M MLLWSEL--RW tis DifferenzgesAste'an de? Wrst^wUche chr°"pe?sto r^er Mann "sch"/^ bb'° gesetzt. Das Gericht erkannte aus 4 Monate Gffängnih b-tn-b-n, sort- »äS^'»>ÄSI8«?ÄÄWS ft#; Lelegraphischer Schiffsbericht ~— , der „Red Star Line" Antwerpen. Dar Vorkommen von Viehseuchen ^ ^ojjhersolthumLeffen^ während des Monats Januar 1889 ® " berg 6e^^rtar?pbit;™Öefteat °® 28- 3°"u°r in Pohl-Gons im Kreise 9rieb= W°rms^nte7 bem Mndoich ‘ in“ bato^"'1? 5" Alsfeld^st erws^m£"°^^7°0 UHter bem ^indoieh in Münchleusel im Kreise Die Seuche herrscht sdrt in Calbach im Kreise Büdingen Repettoir der vereinigten Stadtthcater zu Frankfurt a M Opernhaus. Mittwoch den 20. Februar geschlossen. als ®aft.rnWnU42/^ifeUar: tannbäufer- (Tannhäuser: Herr Bandrowsky weisen. Gast,) Gewöhnlich? Preffe L°->°ngrin. (Lohengrin: Herr Bandrowsky als er . Sonntag den 24. Februar, Nachmittags 3V-Uhr: Der Kl-ine Preise, Abends 7 Uhr: Figaro's Hochzeit. G-w°h?liche Preis" ' Montag den 25. Februar: Vorstellung bei ermäßigten Preisen Qnm py Male: Traum ein Leben von Grillparzer. Außer Abonnement. 5 n E«t Dorstand. Anthraeitkohlen in 1. und 2. Korngröße, gewaschene Nuß- und mehrte Kohlen empfiehlt in vorzüglicher Qualität 557 Awg. 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Anmeldungen aus Benutzung der Fabriks-Drillmaschinen zum Legen der Rübenkörner sind bis spätestens L März er. einzureichen. Stockheim, am 9. Februar 1889. 1333 Vorstand der Actien Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim. Bewährtestes Mittel gegen Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgische Schmerzen, Rheumatismen, Keuchhusten u. A. (Posts für Erwachsene 1—2 chramm.) ist Dr. Kuorr's Antiphrin Zu lyaben in allen Apotheken; ntan verlange ausdrücklich „Dr. llnorr'S Aatipyriu." Jede Original-Büchse trögt bett Namenszug des Erfinders „Dr. Knorr" in rothnn Drück. itlasken- Anzüge ingroßarttgerfetner Auswahl fertigt neu an ui b sind zu verleihen bet 969 A. Krotzschmar. Harren-Kappen on8 Stoff und Papier liefere an hiesige unb auswärtige Vereine unb Gesellschaften zu billigsten Preisen. A. Stnefrfcbmor. 1885 Eine hiesige Tabak- unb Cigarren- sabrik sucht per sofort oder 1. April einen Helsenden» Schriftliche Offerten eub 0. 100 an die Exped. b Bl. 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