'JMeH s. Albernes *»2 ^ie Whrlich-. laten J^^^enke, ^uhe, Kinder er . sich zu rufen Siebenen. e schmerzliche geliebte Gattin, Mahm bei bem Mi jfl gtliedlm “:b p, herzlW ®ant be Dmiiik Wtifi 9222 arkt 16. r, Nachmittags 9223 . pdmeit' uns v *9*rai* "ma il. .1 »Ä* ;M6r‘teitb®?f to»* M,(tä $50 190.VO 175A0 13090 3780 193.00 86.00 93,10 73.00 68.00 MkgtM vtmdtt *M9, gifte«““ rient IIL Sä*” „„ ’860 ** 94.50 231^0 cfi Nr. 268.Samstag den 16. November 1889. Der Siebener Adriger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener I««itienktäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. vierteljähriger Avonnrweutspreis: L Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutüraße Ar.7.- Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Hratisöeitage: chießener ZtamifienKfätter. 9(00 Annoncen.Buroaux deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für d n „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Reichstag. 15*. Plenarsitzung. Donnerstag den 14. November 1889, 1 Uhr. Haus und Tribünen sind spärlich besetzt. Am Bundesrathstische v. Boetticher u. A. Der Abg. v. Lüderitz (cons.) ist gestern Abend plötzlich gestorben. Das Haus tritt in die Tagesordnung ein: Fortsetzung der zweiten Etatbecathung. Beim Specialetat des Rechnungshofes regt Abg. Richter (dfr.) die Frage eines Rechnungsgesetzes für das Reich an; er stelle folgenden Antrag: Zu beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage in der nächsten Session einen Gesetzentwurf, betreffend die Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Reichshaushalts, vorzulegen. Abg. v. Benda (nl.) ist mit dem Anträge einverstanden- wenn derselbe bisher nicht genug Berücksichtigung gefunden hat, so liegt dies daran, daß der Reichstag bisher zu sehr mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt war. Staatssecretär v. Maltzahn-Gültz: Die Sache ist früher bereits erörtert; es haben sich dabei einige Punkte ergeben, über welche eine Verständigung nicht möglich war; wäre gegenwärtig eine Verständigung möglich, so könnte das den verbündeten Regierungen nur angenehm sein. Es steht ja dem Hause frei, seinerseits einen Gesetz - Entwurf einzubringen. Abg. Richter (dfr.): Es würde für mich schwierig sein, einen solchen Gesetzentwurf vorzuberciten. Die Regierung hat ihre Grundsätze seit jener Zeit, wo die Angelegenheit zuerst behandelt wurde, in vielen Punkten geändert; sie muß in der Lage sein, ihre Verwaltungsprincipien bestimmter zu fixiren, als ich dies konnte. Abg. v. Helldor ff (cons.) ist der Meinung, daß der Antrag Richter mindestens eine Andeutung enthalten müsse über die Richtung, in der sich der Gesetz - Entwurf bewegen soll. Abg. Dr. Hammacher (nl.) wünscht, daß der Antrag Richter der Budget-Commission zur Vorberathung überwiesen werde. Abg. Richter meint, die Rechnungs-Commtssion werde für die Vorberathung besser geeignet sein. Letzterem Anträge gemäß beschließt das Haus. Der Etat des Rechnungshofes wird ohne weitere Debatte genehmigt. Es wird die Berathung des Specialetats des Reichsamts des Innern fortgesetzt. Abg. Frohme (Soc.) bemängelt die Berichte der Fabrik-Jnspectoren, weil sie namentlich über die Anwendung des Trucksystems in den Fabriken nicht erschöpfend seien. Die Behörde stehe allen Bewegungen der Arbeiter feindlich gegenüber, da eine Grenze zwischen erlaubter und unerlaubter Agitation nicht mehr gemacht werde. Staatssecretär Dr. v. Boetticher: Das Trucksystem wird hauptsächlich angewendet bei der Hausindustrie, welche der Controle der Fabrik-Jnspectoren nicht untersteht. Was bei Arbeiterbewegungen erlaubt und was nicht erlaubt ist, das ist quaestio facti. Wenn Strikes dazu benutzt werden, die Arbeiter gegen die Unternehmer auszuhetzen, so unterdrücken wir solche Strikebewcgungen. Abg. Dr. Baumbach (dfr.) befürwortet folgenden, von ihm eingebrachten Antrag: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag den Entwurf eines Nachtrags-Gesetzes zur Gewerbeordnung vorzulegen, betr. die weitere Ausbildung der Arbeiterschutz-Gesetzgebung in Ansehung der Frauen- und Kinderarbeit. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) beantragt, das vorzulegende Gesetz auch auf die Sonntagsarbeit auszudehnen. Zur Begründung seines Antrags polemisirt der Abg. Dr. Baumbach mit dem Abg. Dr. v. Frege (cons.), welcher neulich das Verhältniß zwischen Arbeiter und Arbeitgeber in Sachsen als ein gutes bezeichnete. Die Wahl- statisük ergab eine rapide Zunahme der focialdemokratischen Stimmen in Sachsen. Strikes seien in jedem Falle verwerflich, wenn auch anerkannt werden muß, daß die Haltung der Arbeiter im Allgemeinen eine besonnene und ruhige gewesen ist; einzelne Ausschreitungen kommen auf Rechnung des Verhaltens junger unreifer Burschen, die Scandal provocirten. Abhilfe konnte vielleicht durch Schiedsgerichte geschaffen werden; dagegen ist für uns die Frage nach der Bestrafung des Con- tractbruche-, wie sie der Abg. Oechelhäuser in der Presse angeregt habe, nicht diScutabel. Ob die Leitung eines Strikes von einer parteipolitischen Führung auSgeht oder nicht, das soll für die Berechtigung eine» StrikeS nicht entscheidend fein. Für die Einsetzung gewerblicher Schiedsgerichte empfiehlt sich die reichsgesetzliche Regelung; dies zeigt sich namentlich jetzt wieder bei dem Beschlüsse der Berliner Stadtverwaltung bezüglich der Einführung eines gewerblichen Schiedsgerichts, welches die Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörde nicht erlangte, da diese Be5enkcn gegen das Stimmrecht der weiblichen Arbeiter hatte. Die Sache soll aber, wie ich aas Frankfurt a. M. gehört habe, wo diese Einrichtung bereits besteht, gar nicht so schlimm sein. Staatssecretär Dr. v. Boetticher: Die Ausarbeitung des Gesetzentwurfs, betr. die gewerblichen Schiedsgerichte, ist beim Bundesrath bereits soweit gefordert, daß der Entwurf in nächster Zeit zur Vorlegung gelangen wird. Was die Arbeiterschutz-Anträge betrifft, so liegt kein Novum vor, das den Bundesrath veranlassen konnte, von seiner ablehnenden, früher motivirten Haltung abzugehen. Schlichtungen von Strike - Angelegenheiten können auch heute schon durch die Fabrik-Jnspectoren bewirkt werden, wenn diese von bethei- ligter Seite angerufen werden, was bisher noch nie ge- fchehem ist. Ein erfreuliches Zeichen von dem Aufschwünge der Industrie sei zu erblicken in dem relativen Rückgänge der Zahl der jugendlichen Arbeiter, die zwar an Zahl zugenommen, im Verhältniß zur Zahl der älteren Arbeiter aber procentual geringer geworden sind. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.): Die Baumbach'schen Anträge' schießen über das Ziel hinaus, wenn man auch int Princip mit ihnen einverstanden sein kann. Es sei bedenklich, die Fabrikarbeit der Frauen noch weiter zu beschränken, da diese Arbeit lange nicht so schwer sei, wie beispielsweise die Frauenarbeit in der Landwirtschaft. Die heutigen Zustände seien für den Arbeiter tausendmal günstiger, als die Zustände nach dem Anträge Baumbach sein würden. Zur Zeit sei nichts weiter nothig, als den Arbeitern nach Möglichkeit die Sonntagsruhe zu sichern. Abg. Frhr. zu Franckenstein (Ctr.) erklärt, daß seine Partei nicht in der Lage fei, für den Antrag Baumbach zu stimmen, da sie selbstständige Anträge zur Regelung der Angelegenheit bereits vor Jahren eingebracht habe und man erwarte, daß die Regierung dieselben in Erwägung ziehen werde. Abg. Oechelhäuser (natl.) hat die Erklärung des Staatssecretärs v. Boetticher mit großem Bedauern vernommen. Für eine Regelung der Lohndifferenzen durch staatliche Organe oder Beamte kann sich Redner nicht entschließen. Bei den nächsten Wahlen dürfte kein Candidat gewählt werden, der nicht verspricht, unentwegt festzuhalten an dem Princip der Arbeiterschutzgesetzgebung. Abg. Dr. Frege (cons.) erklärt sein Einverständniß mit den Arbeiterschutzanträgen, nach den Erklärungen des Abg. Stumm. Die ablehnende Haltung der Regierung komme lediglich der Socialdemokratie zu gute. Das Haus vertagte die weitere Debatte bis Freitag Mittag 1 Uhr. Schluß 5 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telrgraphischcs Correspondenz-Bureau. Berlin, 14. November. Der Bundes rath beschloß heute, den Gesetzentwurf des zweiten Nachtragsetats für 1889/90 dem Ausschüsse für Rechnungswesen zu überweisen und der Kameruner Land-Plantagen-Gesellschast die im § 8 des Gesetzes, betreffend die Reichsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete, bezeichneten Rechte zu verleihen. Berlin, 14. November. Der Reichstagsabgeordnete Lüderitz (Osterburg-Stendal) ist gestern gestorben. Berlin, 14. November. Der Generaldirector der französischen Posten und Telegraphen, Coulon, ist gestern Abend hier eingetroffen, um zusammen mit zwei Ingenieuren seiner Verwaltung die Organisation und den Betrieb des hiesigen Telephondienstes zu studiren. Pest, 14. November. Das Journal „Nemzet" erblickt in der Entrevue in Innsbruck einen neuen Beweis für die Innigkeit der deutsch-österreichischen Allianz. Die Bevölkerung der Monarchie begleite beide Kaiser mit freudigster Theilnahme. P»la, 14. November. Prinz Heinrich von Preußen traf an Bord der „Irene" hier ein; nach dem Flaggensalut legten sämmtliche Schiffe große Flaggengala mit der deutschen Flagge am Großtopp an. Die Erzherzoge Leopold, Karl Stephan, Hafenadmiral Baron Pittner begaben sich zur Begrüßung an Bord der „Irene". Prinz Heinrich landete am Franz-JosefS-Corso, wo die Ehrencompagnie und ein Marine- MufikcorpS ausgestellt waren. Der Prinz nahm alsdann die Vorstellung der Admirale, Stabsoffiziere, Marinegeistlichkeit, Beamten, deS BezirkShauptmannS und Bürgermeisters entgegen und besuchte hierauf die Erzherzöge Leopold und Karl Stephan. Abends nahm Prinz Heinrich an dem Familiendiner bei dem Erzherzog Leopold theil. Triest, 14. November. Zu Ehren der Offiziere deS deutschen Geschwaders veranstaltete Viceadmiral Wip- linger ein Diner; an demselben nahmen Theil die Comman- danten der deutschen Schiffe, der deutsche Gencralconsul, der deutsche Viceconsul, die Spitzen der Militär und Civilbehördcn. Der Speisesaal war mit Bildern des deutschen und des österreichischen Kaisers, mit deutschen und österreichischen Fahnen geschmückt. Wiplinger bewillkommnete im Namen des Marine- commanbanten die Stäbe und Mannschaften der deutschen Kriegsschiffe auf das herzlichste und schloß mit einem Hoch auf das deutsche Kaiserhaus. Namens der deutschen Offiziere dankte Capitän Reiche für die überaus freundliche Aufnahme und wies auf die heutige Zusammenkunft in Innsbruck hin; er toastete auf den Österreichischen Kaiser, die Kaiserin und das Kaiserhaus. Triest, 14. November. Der Vertreter des Statthaltereileiters Hofrath Leya, der Präsident der Seebehörde Baron Alber, Bürgermeister Bazzoni erwiderten heute den Besuch der Commandeure des deutschen Geschwaders. Triest, 14. November. Viceadmiral Frhr. v. Wiplinger und Divisionär Generalmajor v. Probst erwiderten gestern an Bord Sr. Majestät Panzerschiff „Deutschland" den Besuch, des Capitäns z. S. v. Reiche. Der gestrigen Opernvorstellung in Politeama Rosetti wohnten die Commandauteu der Schiffe des deutschen Geschwaders in der Loge des Bürgermeisters bei. Antwerpen, 14. November. Vor dem Zuchtpolizeigericht begann heute der Prozeß gegen Corvilain und Delaunay wegen der bekannten Explosion der Patronenfabrik am 6. September. Heute fand lediglich der Verhör der Angeklagten statt. Mailand, 14. November. Der Kaiser ist gestern Abend um 11 Uhr 30 Min. von Monza abgereist, nach herzlichstem Abschied vom König und vom Kronprinzen. Venedig, 14. November. Die Kaiserin ist gestern Abend um 11 Uhr 30 Min. nach Verona abgereist. Verona, 14. November. Ihre Majestät die Kaiserin Augusta Victoria ist heute Nacht 2 Uhr und Se. Majestät der Kaiser Wilhelm um 2 Uhr 15 Minuten hier eingetroffen. Allerhöchstdieselben wurden von den Spitzen der Behörden auf dem Bahnhofe erwartet. Es fand jedoch kein Empfang statt, da die Majestäten sich zurückzogen. Der kaiserliche Zug setzte um 3 Uhr die Reise nach Ala fort. Innsbruck, 14. November. Der Kaiser Franz Joses ist heute Vormittag 10 Uhr mit dem Generaladjutanten Grafen Paar und den Flügeladjutanten Frhrn. v. Saar und Frhrn. v. Giesl hier eingetroffen und von den Spitzen der Behörden empfangen worden. Das zahlreich anwesende Publicum begrüßte den Kaiser mit enthusiastischen Kundgebungen. Gleichzeitig mit dem Kaiser traf der deutsche Botschafter Prinz Reuß hier ein. Innsbruck, 14 November. Nachdem das deutsche Kaiserpaar von dem Kaiser Franz Josef begrüßt worden war und dieselben sich im lebhaften Gespräche in das Innere deS Waggons begeben hatten, zog sich die Kaiserin nach einiger Zeit zurück. Beide Kaiser blieben in eifriger Unterhaltung allein. Nachdem das Frühstück im Speisewagen eingenommen worden war, erfolgte um 12i/2 Uhr die Abfahrt. Kaiser Franz Josef begleitet das Kaiserpaar bis Rosenheim. Rosenheim, 14. November. Der Hofzug mit Ihren Majestäten dem Kaiser Wilhelm, der Kaiserin Augusta Victoria und dem Kaiser Franz Josef ist um 31 /2 Uhr Nachmittags hier eingetroffen. Kaiser Franz Josef verabschiedete sich in herzlichster Weise von Ihren Majestäten, welche nach kurzem Aufenthalte ihre Reise sortsetzten. München, 14. November. Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und die Kaiserin Augusta Victoria sind heute Nachmittag gegen 5 Uhr hier eingetroffen und von dem Prinzregenten Prinzen Luitpold, welcher die Uniform feines preußischen Artillerie-Regiments angelegt hatte, empfangen worden. Letzterer bestieg beim Halten des Zuges sofort den Salonwagen und begrüßte Se. Majestät den Kaiser, welcher im vorderen Cabinet, am Schreibtisch sitzend, die Begrüßung augenscheinlich nicht erwartet hatte, aufs Herzlichste durch Kuß und Umarmung. Se. Majestät der Kaiser geleitete alsbald den Prinzregenten in den Nebensalon zu der ebenfalls freudigst überraschten Kaiserin. Nach einem Aufenthalt von etwa einer Viertelstunde, während welcher sich die hohen Herrschaften aufs Lebhafteste unterhalten hatten, verließ der Prinzregent, von Sr. Majestät dem Kaiser geleitet, den Salonwagen und tauschte durch das geöffnete Fenster noch herzliche Worte des Abschiedes mit den kaiserlichen Majestäten. Um s Uhr 10 Minuten fuhr der Zug nach Berlin weiter. Vermischtes. in Gottesdienst 22. Sonntag nach Trinitatis, 17. November: Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Drngeldey. Reichte und heil. Abendmahl irn Abendgottesdrenst. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Mittwoch den 20. Noobr-, Abends 8 Uhr, in der Kleinktnderschule, Philipper-Brief Kap- 2, von Vers 19 an, Paulus und die Mitarbeiter im Reiche Gottes- Pfarrer Dr. Nau- ßeit wiederholt ausgetauchte Gerücht von der Verlegung unserer 116er und Ersatz derselben durch die 118er zusammenhängt, ist wahrscheinlich- in militärischen Kreisen selbst ist davon nichts bekannt. -r. Die „Bürgergesellschaft" feiert morgen Abend im Saale des Cafe Leib ihr 25jähriges Stiftungsfest. Das wie stets und auch diesmal mit besonderer Sorgsalt gewählte, reiche Programm dürfte den besten Beweis sür das stete Vorwärtsstreben des Vereins liefern uni), den Freunden des letzteren einen in jeder Beziehung genußreichen Abend bereiten. angenommen. — Ein französischer Artillerie-Hauptmann berichtete aus der Schlacht von Weißenburg folgende Episode: „Meine Batterie und ein Regiment Infanterie stand schon längere Zeit einem deutschen Truppentheil gegenüber, die Kugeln sausten lustig herüber und hinüber und mancher Brave auf beiden Seiten färbte schon das Gras mit seinem Blute , aber auf einmal wurde unsere Aufmerksamkeit auf ein so Schrsfsnach*rchten. Bremen, 12. November. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldainpic, Ems, Capt. Tb. jnnuft, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3« Uhr, Samstag Abend 5°° Uhr. Darmstadt, 14. November. Die Landesbaugewerk- schule wurde heute durch den Präsidenten der Großherzoglichen Centralstelle sür die Gewerbe und den Landesgewerbverein, Geheime Baurath Sonne, mit einer die Ziele der Schule darlegenden Ansprache eröffnet, in welcher derselbe zunächst der Großh. Staatsregierung und den Ständen des Groß- herzogthums für die der Anstalt zu Theil gewordenen Bewilligungen den Dank derselben aussprach. An die Schüler I richtete er ferner die Aufforderung, die Mittel, welche ihnen durch die Schule sowie die sonstigen Einrichtungen des Landes- gewerbvereins zu ihrer weiteren fachlichen Ausbildung geboten würden, getreulich zu benützen und in und außer der Schule I bestrebt zu sein, sich zu achtenswerthen tüchtigen Gliedern der menschlichen Gesellschaft heranzubilden. Nachdem der Redner noch einen kurzen Ueberblick über die äußere Gestaltung und Einrichtung der Schule gegeben, erfolgte durch den General- Seeretär Dr. Hesse die Einteilung der Schüler in die einzelnen Klassen. Von 160 Meldungen hatten nur 141 Berücksichtigung finden können, welche in 4 Klassen — je zwei Parallelklassen — eingetheilt worden sind, während sür 8 ältere Schüler aus den Metallgewerben ein besonderer Unterricht noch eingerichtet worden ist. 108 Schüler sind aus Starkenburg, darunter 47 aus Darmstadt, 17 aus Oberhessen, 14 aus Rheinhessen, und je 1 aus Preußen und Sachsen. Den Gewerben nach befinden sich darunter 43 Maurer, 10 Stein- Hauer, 23 Zimmerleute, 25 Schlosser, 13 Schreiner, 8 Weißbinder, Maler und Lackierer, 2 Mechaniker und Maschinenbauer, 1 Dachdecker, 1 Glaser, 1 Ziegler, 1 Häfner, 7 Baueleven, 1 Eleetrotechniker, 2 Former, 2 Gärtner und 1 Pflästerer. 8 Schüler besuchen die Anstalt zum dritten Male, 50 zum zweiten Male, während die übrigen neu eingetreten sind. Das Lehrereollegium besteht nunmehr aus 16 Lehrern. Außer den Mitgliedern der Gr. Centralstelle, den Lehrern und Schülern wohnten eine Anzahl Angehöriger der Schüler, sowie der frühere hochverdiente Präsident der Centralstelle, Geheime- rath Fink, der Eröffnung bei. △ Mainz, 14. November. An die hiesige Handelskammer ist Seitens der Handelskammer in Gießen das Ersuchen gerichtet worden, sich einer Petition an Minister v. Maybach auf Aushebung des Kohlenausnahmetarifs anzu- schließen. Die hiesige Handelskammer erkennt zwar an, daß die 1 damalige Höhe der Kohlenpreise sowohl für die Industrie wie für die ganze Bevölkerung drückend sei, hält es aber für äußerst bedenklich, in Folge dieser doch hoffentlich nur vorübergehenden Erscheinung auf Aufhebung des seiner Zeit mit großer Mühe erreichten Exportausnahmetarifs hinzuwirken. Die Handelskammer hält es für eine der nothwendigsten Vorbedingungen zu einer gesunden Entwickelung des Handels, daß an den Tarifverhältnisfen so wenig wie möglich gerüttelt werde und lehnte daher das Ansuchen der Schwesterkammer Gießen ab. △ Mainz, 14. November. In einem Hause in der Altstadt hier kam gestern ein achtjähriges Mädchen auf eine schreckliche Art um das Leben. Das Kind spielte mit mehreren anderen Mädchen und wollte sich hinter einem Abort verstecken, an welchem kurz vorher die Entleerungsarbeiten vor- qenommen worden und der Deckel der Senkgrube unverschlossen geblieben war. In der Dunkelheit fiel das Kind in die Grube und da seine Spielgenossen dasselbe nicht vermißten, so wurde die Grube später geschlossen und zwar als f Grab des armen Kindes. Erst am Abend wurde das And i von seinen Angehörigen vermißt und in Folge der Andeutung eines anderen Kindes in der Grube gesunden. Hanau, 14. November. Im Trockenhaus der Pulverfabrik ist heute Mittag ein großes Unglück bei Bereitung von Schießbaumwolle passirt. Mehrere Arbeiter sind tobt, eine größere Anzahl ist verwundet. — Unter den Geschenken, die der Sultan dem Kaiserpaar machte, befanden sich ein prächtiges Album mit Photographien der Hauptstadt, kostbare Steine und Stoffe und die vollständige Ausstattung eines türkischen Gemaches für die Kaiserin, I nebst einem halben Dutzend milchweißer Pserde und einem I juwelenbesetzten Säbel von geschichtlichem Interesse sür den Kaiser. Dagegen hat der Sultan, dem Wunsche der Kaiserin nachgebend, 'von der Schenkung des kostbaren Diamantendiadems Abstand genommen, sein Werth stand mit den Finanzmitteln des Großherrn zu sehr im Widerspruch. — Demnächst wird in das Rheinbett ein Riesenkabel, welches rund 1 Million Kilo wiegt, 120000 Meter lang, I 8 (Zentimeter dick ist und 320000 bis 340 000 Mk. kostet, eingelegt. Die Central-Aetien-Gesellschaft für Tauerei und Schleppschifffahrt zu Ruhrort läßt dieses ungeheuere Draht- I seil, welches von Oberkassel bei Bonn bis Bingen reicht, bei der Firma Felten und Guilleaume in Mühlheim am Rhein anfertigen. Das Kabel besteht aus 6 Theilen verzinkten Stahldrahtes. Die Herstellung nimmt etwa ein Vierteljahr in Anspruch, die Dauer des Gebrauches wird auf 6 Jahre Herr C. Retter in München übergab mir ein Gutachten. „Haarwasser" mit dem Gesuche, dasselbe zu prüfen und gutachtlich darüber zu berichten. Die angestellte Analyse ergab durchaus keine den Haaren nachtheilige Mairien, ihre Bestand- theile sind vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohlthLtiger Einfluß auf das Wachsthum der Haare zu erwarten ist und steht daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken ^München, 7. IX 67. (L. S ) Dr. G- C- Wittstein. Zu haben um 40 H u. 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße. Rom, 14. November. Tomielli, welcher von Madrid I als Botschafter nach London versetzt wurde, reift unverzüglich dahin ab, nachdem Botschaftsrath Catalani Italien bei dem Antisklavereieongreß in Brüssel vertreten soll. Rom, 14. November. Die „Risorma" sagt: Die Affaire Galletti-Cambiaggo in Tanger gehe nicht über den Rahmen eines gemeinen Verbrechens hinaus. Es sei zu erwarten, Marokko werde, da es sich um einen Diplomaten handelt, die volle gebräuchliche und verlangte Genugthuung gewähren. Das Gerücht, Italien beabsichtige ein Einschreiten in Tanger oder sonstwo, ist durchaus unbegründet. Bristol, 14. November. Auf einem Banket der Eon- । servativen hielt Hicks Beach eine Ansprache, in welcher er die Hoffnung aussprach, daß eine Fusion der Conservativen und der Unionisten vor den Wahlen unter dem Namen einer unionistischen Partei zu Stande kommen werde, ^m Cabinet sei kein Mitglied, welches nicht zu jedem Opfer bereit sei, um die Regierung durch den Eintritt umomstischer Führer zu stärken. , . Belgrad, 14. November. König Alexander besuchte gestern seine Mutter, womit die Abreise der Königin Natalie widerlegt ist. - Milan Christic zeigte dem Mlmstermm an, daß er durch Krankheit verhindert fei, fein Abberusungs- schreiben einzureichen. , Bukarest, 14. November. Seit der Rückkehr des Komgs sanden wiederholt Sitzungen des Ministerraths statt, welche sich mit der Frage der Kammeraiiflösung und der Cabinetsumbildung beschäftigen. Ein Beschluß ist noch nicht ^^Sofia, 14. November. Eine Deputation der Sobranje überreichte dem Fürsten Ferdinand die Adresse zur Beantwortung der Thronrede. .... f Petersburg, 14. November. Der bisherige General- conful in Berlin, Kudrjawzew, ist in gleicher Eigenschaft nach Stockholm versetzt, der Legationssecretar in Lissabon, Kasarinow, zum Generalconsul in Berlin ernannt, der Geueralconsul Obermüller in Jassy auf sein Ansuchen in den Ruhestand versetzt worden. Zanzibar, 14. November. Der englische Generalconsul Portal ist gestern Abend an Bord des englischen Kanonenbootes „Pigcon" ab gereist. Darmstadt, 15. November. Dem bisherigen Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins sür die Provinz Oberhessen Freiherrn A. v. Rabenau wurde von Sr. Köuigl. Hoheit dem Großherzog die goldne Verdienstmedaille verliehen. Weiße Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 18.20 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ca. 150 verschied Qual ) — vers. roden- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik Döpöt G. Henneberg (K.u K. Hoflief.) Zurich. | Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto.7926 - Rührend, krüftig, mild und leichtverdaulich soll die Nahrung aller Derer lein, die einer besseren Ernährung und Kraft- crhöhung bedürfen, ferner wo überhaupt eine rasche Herstellung der geschwächten Körperkräfte nothwendtg erscheint. 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Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag V23 Uhr von der Klinik aus statt. 9247 333.00 189.75 17630 131.40 38.00 19430 79.80 Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actien Schweizer dkordosk-Bahn-Actien _ West- • u Gelsenkirchener Bergwerks-Actien Oesterr. Mpine-Montan- , Ausverkauf neuester und modernster Zq«k, Roimäntkl i. f. m. Meine Wohnung befindet sich Ludwigsstrasse 8 I Luise Kreiling, Deutsche Lebens - Verficheruugs- Gesellschaft in Lübeck. Errichtet 1898. Wir machen hiermit bekannt, daß Herr Theodor Luckhnnd^ in Gießen die Hanpt.Agentur unserer Gesellschaft für Gießen und Umgegend niedergelegt hat und wir dieselbe Herrn O-ear Schulz in Gieße«, Bismarckstraße 16, übertragen haben. Lübeck, im November 1889 Die Deutsche Lebeus-Verficherung--Gesellschaft i« Lübeck. Der Director: Bernh. Sydow. 107.5014 pEt. Ungar. Goldrente 5 , Italiener Rente Keine Ziehungs- ▼erlegung. 0^45* Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß heute Nacht 2 Uhr unser innigst geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater Georg Bartsch, Güterarbeilrr, nach längerem Leiden im Alter von 63 Jahren sanft verschieden ist. Gießen, am 15. November 1889. Die trauernden Hinterbliebene«. Bürgergesellschaft. SamStag den 16. November: -feier öes ääjäörigtn StiftunßsfeMs Corrrsvericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Krarrtfurter Börse vom 15. November 188V. Schlußcourie 1 Uhr 15 Min. Von Sonntag den 17. bis 2S. November, wie alljährlich: großer Ausverkauf zurückgesetzter Wollwaareu NB. Es befinden sich darunter sehr geeignete Weihnachtsgeschenke, wie: Hauben, Hüllen, Tücher, Schürzen, Handschuhe, Kinder Hase®, per Stück 8 Mark, bei 9240 Wildprethändler Gbel J 57 Seltersweg 57. 89ie > H iex Selbsthilfe, treuer Nathgetzer für alte und junge Personen, die in tyolae übler Juzendgewohnbeiten fich ge- schlvächl ffiblen. 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Wie trügerisch sind Männer- Herzen, Oft tbun sie küffen, oft thun sie scherzen, Es schwebt ein Lächeln in ihren Zügen, ES ist nur Falschheit, es find nne Lügen. [9228 !!