Nr. 265 Mittwoch den 13. November 1889 Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. j Gratisbeilage: Hießener Jamilienölätter. ij 2) 3) erfolgen. 8 Giessen. Die Anhänger des Mahdi haben bei einem neuerlichen Fenilleton v. ^Nachdruck verbeten ] Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. der Vorstand der Feinmechamk-Berufsgenossenschaft zu Berlin den Herrn Fabrikanten Louis Wetzell in Nieder - Erlenbach zum Vertrauensmann für das Großherzogthum Hessen und den Herrn Fabrikanten Adam Opel zu Rüffelsheim zu dessen Stellvertreter, der Vorstand der Müllerei - Berufsgenoffenschaft, Section XI, zu Frankfurt a. M. den Herrn Heinrich Zimmer II., Neumühle bei Grünberg, zum Vertrauensmann für den Kreis Gießen und den Herrn Daniel Christ zu Lollar zu dessen Stellvertreter, der Vorstand der Bekleidungsindubrie-Berufsgenoffen- fchaft den Herrn Georg Leib zu Gießen zum Vertrauensmann für die Provinz Oberheffen und den Herrn Robert Wegener zu Blitzenrod zu dessen Stellvertreter, in Abyfsinien gemachten Einfall durch den neuen Negus von Abyssinien, Menelik, eine blutige Niederlage erlitten. Dafür bedrohen nun die Mahdistcn Egypten mit einem abermaligen Angriff, denn es heißt, der bekannte Osman Digma sammele in Dongola ein Heer, um mit demselben einen Vorstoß gegen Obercgypten zu unternehmen. ernannt haben. Zugleich machen wir Sie darauf aufmerksam, daß nach § 54 des Unfallversicherungsgesetzes dem Vertrauensmann, dezw. dessen Stellvertreter, von der Einleitung einer jeden Untersuchung über einen eingetretenen Unfall Kenntniß zu geben und daß derselbe einzuladen ist, der Untersuchung beizuwohnen, v. G a g e r n. Vierteljähriger Avonnementsprels: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Mr.7. Fernsprecher 51. Bankgesetz wird der von einem Theile der conservativen Mitglieder gestellte Antrag auf Verstaatlichung der Reichsbank vermuthlich zu bewegten Erörterungen führen. Die schlesischen Socialdemokratcn hielten am Sonntag in Breslau einen Parteitag in Hinblick auf die herannahenden Reichstagswahlen ab. Es wurde von der Versammlung beschlossen, zum ersten Wahlgange in allen Wahlkreisen Schlesiens, in denen überhaupt Aussichten zur Erlangung socialdemokratischer Stimmen bestehen, eigene Candidateu aufzustellen. Bei den Sttchwahlen sollen sich die socialdemokratischen Wähler nur da betheiligen, wo Candidaten ihrer eigenen Partei in Frage kommen. Weiter soll jeder Compromiß mit andern Parteien ausgeschlossen sein und speciell der freisinnigen Partei wurde ein förmlicher Absagebrief ertheilt. Ob sich die social- demokratischen Wähler in der Praxis indessen allenthalben an die Breslauer Beschlüsse binden werden, möchte freilich stark zu bezweifeln sein. Die Ungewißheit über das Schicksal des Dr. Peters hält noch immer an. Wenigstens bezweifeln die in den letzten Tagen in Berlin eingegangenen privaten Nachrichten aus Zanzibar stark die Zuverlässigkeit der Unglückskunde von der angeblichen Ermordung Dr. Peters und seiner Begleiter. Man wird aber nunmehr bald authentischen ausklärenden Meldungen hierüber entgegensetzen dürfen. Bei den „Krönungsdebatten" im böhmischen Rumpfland- tage haben die Jungczechen ihrem Hasse gegen das deutsche Reich wieder einmal voll die Zügel schließen lassen. Der jungczechische Redner Vaschati, der überhaupt ein ganz besonderer Deutschensresser ist, hielt eine donnernde Philippika gegen das deutsch-österreichische Bündniß und cntblödete er sich nicht, Deutschland als den Erzfeind (!) Oesterreichs zu bezeichnen. Auch erging er sich in düsteren Prophezeihungen über das Schicksal, welches die österreichischen Truppen treffen würde, wenn sie je einmal in die russischen Tiefebenen cin- marschiren sollten. Und solche politischen Hansnarren gehörten bislang mit zu dem „eisernen Ringe" der Parlamentsmehrheit, auf welchen der Ministerpräsident Gras Taaffe sein „System" zu stützen sucht! Der russische Thronfolger hat seine Abreise von Athen wiederum verschoben und soll dieselbe nun am 17. November Worte wird eine Saire angeschlagen, die im Gemüthe des Lesers unwillkürlich weiterklingen muß. In diesem Finale zeigt sich Schwabs Talent, mit wenigen Strichen „Stimmung" zu machen. Wir setzen es unverkürzt hierher: „Vom Germanen Erk sagt das Denkmal nichts. Wie noch viele seiner Stammesgenossen, die ihr Leben für fremdes Gut und Wohl hingegeben haben, blieb auch er unerwähnt. Aber dennoch wurde uns Kunde von ihm. Die junge Eiche, die sein edles Herzblut getrunken, hat sie wohl bewahrt. Und sie erzählte es den Sprößlingen, die unter ihrem Schutze aufkeimten, und diese wieder dem nachsproßenden Geschlechte - nun singt und sagt es der ganze Wald. Wollt ihr's selbst einmal dort vernehmen? Geht nur hinaus, besonders ihr, die ihr nichts mehr wißt von Schmach und Elend unter fremder Gewaltherrschaft! Geht nur hinaus und hört, wie das rauscht und mahnt von deutschem Opfermuth und Heldentod — freilich müßt ihr die Sprache der Bäume verstehen." _ Ein Dichter, der schon seit einer Reihe von Jahren Hessen, namentlich in der Dramendichtung, auf dem Lireratur- markt vertritt, ist Emil Pirazzi, geboren zu Offenbach 1832. Das Talent Pirazzis muß ein vielseitiges genannt werden, wenn man in Erwägung zieht, daß, außer der großen Zahl von Dramen, die er geschaffen, seine Feder sich auch in Reiseschilderungen, politischen Aussätzen, kulturgeschichtlichen Studien rc. versucht hat. Die Tragödie „Rienzi der Tribun" ist auch schon an der Darmstädter Bühne in Scene gegangen mit schönem Erfolge, und es wäre zu wünschen, daß das Stück auf's Neue dem Schauspielrepertoire einverleibt würde. Die hervorstechenden Züge in Nienzis Character, der durchaus nicht frei von tiefen Schatten ist, hat Pirazzi zum einheitlichen dramatischen Bilde zu sammeln vermocht. Ebenso ist es ihm gelungen, den Zwist in den Geschlechtern Noms durch theatralisch wirksame Scenen und Figuren bühnenfähig zu machen. Man hat sich vielfach daran gestoßen, daß im Pirazzi'schen „Rienzi" der Held die Berechtigung seiner Mission und das Vertrauen in seine Sache aus dem Glauben schöpft, er sei ein natürlicher Sohn Kaiser 88 50 93.60 7310 W 334-5° 191$ iS 37-60 196-00 78-10 Desfische Dichter der Gegenwart Von Dr. Ella Mensch. '““khelbel, J6&-M ' l j. 8. Bach, Iß5-1750. a" politische Nebersieht. Gießen, 12. November. Von den Commissionen des Reichstages sind jetzt neben der schon in flotter Arbeit befindlichen Budgetcommission auch diejenigen für die Socialistenvorlage und für das Bankgesetz zusammeugctretcn. Die Verhandlungen des Budgetausschusses sind bis jetzt im Allgemeinen sachlich und glatt verlaufen, um so lebhafter dürften sich die Erörterungen über den Militäretat gestalten, in welche die Commission zur Stunde eingetreten sein dürfte. Auch im Ausschüsse für das Socialisten- gcsetz sind sehr lebhaste Debatten zu erwarten und werden sich dieselben in Anbetracht der schwierigen Natur des Gegenstandes und der cingebrachten Abänderungsanträge wohl wochenlang hinziehen. In der Commission für das neue Gießen, den 9. November 1889. Betreffend: Die Ernennung von Vertrauensmännern für Berussgenossenschasten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an daS Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden deS Kreise-. Wir benachrichtigen Sie, daß Deutscher Reichstag. 12. Plenarsitzung. Montag den 11. November 1889, 1 Uhr. Haus und Tribünen sind schwach besetzt. Am Bundesrathstische Niemand. Das Haus tritt in die Tagesordnung ein. I. Antrag Rickert (dfr.) auf Abänderung der Militärstrafgerichtsordnung. Der Antrag bezweckt, die verabschiedeten Offiziere der Militärstrafgerichtsbarkeit zu entziehen und sie der Civilgerichtsbarkcir zu unterstellen. — Zur Begründung des Antrages verweist der Antragsteller auf frühere Ausführungen des Kriegsministers Bronsart v. Schellendorff, welcher den Antrag als nöthig anerkannt habe. Dieser Antrag war auch bereits in voriger Session vom Hause genehmigt, gelangte aber, wegen der vorgerückten Session, nicht mehr zur Verabschiedung- dies sei der Anlaß der nochmaligen Einbringung des Antrages. Abg. Gröber (Ctr.) stellt für die zweite Lesung einen Antrag in Aussicht, den er für formell nöthig hält mit Rücksicht auf die Bestimmungen der bayerischen und württember- gischen Militärftrasproceßordnung. Abg. Betel (nl.) äußert sich im Sinne des Abg. Gröber. Abg. Singer (Soc.) spricht sich unter Bezugnahme auf einen speciellen Fall, in welchem ein Berliner Droschkenkutscher einem Major a. D. gegenüber wegen dessen Militär Eigenschaft nicht zu seinem Rechte kommen konnte, für den Antrag Rickert aus. Die Vorlage wird hierauf mit einer vom Abg. Gröber (Ctr.) beantragten formellen Aenderung in erster und zweiter Lesung angenommen. Es folgt die Berathung des Antrages Rickert (dfr.): Die verbündeten Negierungen zu ersuchen, mit thunlichster Beschleunigung eine Militärstrafproceßordnung vorzulegen, in welcher das Militärstrasverfahren mit den wesentlichsten Formen des bürgerlichen Strafverfahrens umgeben und die Zuständigkeit der Militärgerichte im Frieden auf Dienstvergehen der Militärpersonen beschränkt wird. Abg. Rickert (dfr.) begründet den Antrag. Trotz eines bereits vor 80 Jahren gegebenen Versprechens Fried- Allc AnnonceN'Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der fcUUtner Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AamitieuStälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigesegt. Heinrichs, und daß er, sobald diesem Glauben aller Grund entzogen wird, den inneren Halt verliert und an seiner politischen Aufgabe verzweifelt. 'Mir will es scheinen, als wenn diese Schwäche, die der historische Rienzi ja in der That besessen haben soll, der Dramendichter sehr wohl verwerthen durfte, weil sie vor allen anderen Zügen die phantastisch- schwärmerische Natur des Tribunen in ein helles Licht setzt. Eben weil Rienzi kein besonnener, praktischer Politiker, sondern ein Ideologe war, taugt er zum tragischen Helden, erscheint sein Fall innerlich und äußerlich begründet. Ein Wink zur „Ball-Saison". Gegen Hühneraugen und Hornhaut kann man zwar in keiner Jahreszeit genug zu Felde ziehen, wer aber zu den Tänzern der vor der Thür stehenden „Ball-Saison" gehört, wird doppelt gern an dem Feldzug gegen diesen Plagegeist theilnehmen. Oft genügt ein sogenanntes „Hausmittel" als wirksame Waffe gegen diese Störenfriede des Pedales, wie z. B. die so störende harte Haut, die sich gern an der Sohle oder unter den Zehen, zum Schmerz des unglücklichen Besitzers, bildet, durch Reiben mit schlichtem Bimstein, an dem eine glatte Fläche geschliffen und welcher wiederholt in heißes Wasser getaucht wird, wirksam sich beseitigen lassen sott. Besonders aber sind die Hühneraugen die enfants terribles aller engen Stiefel und gehlustigen Fußgänger und ein allgemein gefürchtetes Allgemein-Gut der ganzen civilisirten Menschheit. Als sehr einfache und wohlfeile Hühneraugen-Kur, zur Beseitigung laut-ausgestoßener und heimlich-hinuntergeschluckter Schmerzenslaute und Kraftworte, wird deshalb das folgende Mittel als empfehlenswerth und probat geschildert: zehn bis vierzehn Tage lang Abends vor dem Schlafengehen ein lauwarmes Fußbad, darauf eine Citronenscheibe auf den ominiösen Plagegeist gebunden, und jeden Morgen nach dem Aufstehen ebenfalls ein Fußbad, während der Kur." — Nach AblaH dieser Procedur ist der Störenfried verschwunden und der^davon befreite Mensch wandert, wie neugeboren, leichtfüßig den stein- und dornen-- reichen, mühevollen Lebenspfad dahin! Daß diese Verlängerung des Besuches des Czare- witsch am griechischen Hofe auf's Neue die Gerüchte von seiner bevorstehenden Verlobung mit der Prinzessin Helene von Griechenland hervorrufen wird, kann kaum bezweifelt werden, inwieweit dieselben eine Grundlage besitzen, läßt sich jedoch noch nicht beurtheilen. icmbet: ■ oncei*' Ohne den Leser durch Häufung des culturhistorischen Materials zu verblüffen und den Stamm der Handlung vom gelehrten Rankenwerk überwuchern zu lassen, weiß Gottfried Schwab den Boden seiner Erzählung doch so gut anzulegen und zu bebauen, daß seine Gestalten nicht in der Luft schweben, sondern feste, bestimmte Grundlage haben und mit ihrem Einzelgeschick zugleich das damalige Weltbild characterisiren. Die Erfindung und Combination in der „Tisiphone" ist einfach, der Ausdruck knapp und edel. Wir begegnen nirgends gesuchten Ausschmückungen oder frivolen Effecten. In dem ganzen Roman ist außerordentlich viel vornehme Haltung, Ernst gepaart mit Characterisirungsvermögen und sprudelnde Erfindungsgabe verbunden mit der Fähigkeit, Lesefrüchte, etwa ein klastisches Citat, eine römische Sitte, einen germanischen Brauch :c. an passender Stelle in den Gang der Handlung einzuflechten. Die auf den ersten Blick als selbstverständlich erscheinende Kunst, welche aber dennoch nur zu häufig vernachlässigt wird: Mit dem Anfang wirklich auch anzufangen und mit dem Ende auch aufzuhören — handhabt Schwab mit großer Geschicklichkeit. Die erste Seite des Buchs führt uns sofort dem Kern des Ganzen nahe. Mag denn auch gleich im zweiten Capitel Schauplatz und Personen wechseln, wir wissen doch: im Einleitungscapitel ist der springende Punkt, zu dem alles Weitere in Beziehung steht, berührt worden. Nur weniger Personen bedarf Schwab, um sein Romanbild zusammenzusetzen, doch diese sind mit Sorgfalt und innerer Wahrheit durchgeführt. Obwohl in diesem Roman das tragische-Moment entschieden überwiegt, ist doch der Eindruck der Lectüre ein wohlthuender und trotz des ernsten Ausgangs ein befriedigender, ästhetisch befriedigender. Im Schluß- x zkordost^ , Meßmer Anzeiger Kenerak-Mnzeiger. j, Componisten. Lux. Rheinberger- Äutr. ä°° ■’iiv * ’S*«i UW cu nur für L^^PtbA $ ««äs« Äurtn Ä“* »typrienne“. n 3 Akten von V. Sardou. i e r s o n e n; 58.....Paul v. Gallas, jme Frau Aoni Reineh. liratignan, Q • • • • . Albert Ullrich, ac ... Max Jaskowski. ine,Wittwe Louise Maas. Jfontain . Luise Nenschilling, Lusignan Marie Jaskowski. ...... Richard Lerch, wer ... Otto Frank, mmermäd- .....Helene Pauli, rkellner. Adam Seiners. r. .... Otto Frank ang 7 Uhr. Anfang v Uhr. Ende 10 Uhr. itag de« W. Htmmber allgemeinen Wunsch: riser Taugenichts. •ends 8 Uhr, u Giessen: rich Wilhelm III. sei die Frage noch immer nicht zur Lösung [ gekommen. Deutschland stehe mit seinem Militärstrasproceß hinter allen Völkern, selbst hinter Rußland zurück. Abg. Gröber (Ctr.) erklärt sich dem Anträge gegenüber zustimmend. Abg. Fieser (nl.) ist mit dem ersten Theile des Antrags einverstanden, bittet dagegen, den zweiten Theil des Antrags abzulehnen. Per Antrag wird hierauf, soweit er die wesentlichen Formen deö ordentlichen StrasprocesseS für die Militär proceßordnung verlangt, mit großer Mehrheit angenommen, dagegen in seinem weiteren Theile, wonach die Militärgerichte im Frieden nur für Dienstvergehen der Militärpersonen zuständig sein sollen, abgelehnt. ES solgt die Berathung des Antrages Rickert-Hermes (dsr.): infolge vielfacher Verstöße der Behörden gegen die gesetzlichen Bestimmungen bei der Wahlagitation ans die Innehaltung dieser Bestimmungen durch die bezügl. Behörden hin zuwirken. Der Abg. Rickert begründete seinen Antrag durch den Hinweis ans die zahlreichen Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen, wie.sie jedesmal bei der Wahlagitation von den Beamten verübt worden- so lange wir kein Beamten verantwortlichkeitsgcsetz haben, enthalte der Antrag daSMinimnm dessen, was man auf diesem Gebiet verlangen muß. Besonders traurig sei die Mißwirthschast in Baden. Abg. Singer (Soe.) ist der Meinung, daß dem gegen wärtigcn System gegenüber der Antrag nutzlos sei. Nachdem der Grvßhcrzog von Baden und der Kaiser ihre Ansicht ausgesprochen haben, daß daö Cartell die Politik treibe, welche sie wünschen, wäre eö Verblendung, anzunchmen, daß inan die Beamten rectificiren werde, welche gegen Agitatoren ein schreiten, die gegen diese Politik austraten. Redner schildert namentlich daö ungesetzliche Verfahren des Amtsverwalters von Reetzen in Mecklenburg, sowie der sächsischen Behörden. Die Cartellmehrheit könne ja nur aus Grund früher unerhörter Wahlbeeinflussung in den Reichstag gelangen. Redner wird für den Antrag stimmen, verspricht sich aber keinen Er । folg von demselben. Der Präsident ruft nachträglich den Redner zur Ordnung, weil dieser in seiner Rede einen deutschen Bundes- sürstcn alü Wahlagitator bezeichnet habe, wodurch die Ehrfurcht verletzt werde, welche das Haus den Bundesfürsten entgegenbringe. Abg. Müller Marienwerder (Rp.) bestreitet die Com pctcnz deö Halises, in dieser Angelegenheit Beschlüsse zu fassen. Daö vorgebrachte thatsächliche Material sei uncon trvllirbar. Verstöße gegen daö Gesetz, ohne daß Remedur stattgefunden habe, seien nicht vorgekommen und der Antrag deshalb unbegründet. Badischer Bundesbevollmächtigtcr Frhr. v. Marschall rechtfertigt die Maßnahmen der badischen Regierung damit, daß in Baden eine sehr rührige socialdemokratische Partei bestehe und an ihrer Spitze ein Redactenr- cs werde dort namentlich die Einschmuggelung des „Socialdemokrat" betrieben. Der Redacteur trat als Redner in der aufgelösten Versammlung aus und zwar in so aushetzender Rede, daß die Versammlung aufgelöst werden mußte. Von dem Abg. Müller-Marienburg ist ein Antrag eingcgaligcn, über den Antrag Rickert Hermes in Erwägung, daß die vorgebrachten Beschuldigungen nicht erwiesen sind und soweit sie erwiesen sind, Remedur erfahren haben, zur Tageö- Ordnung überzugeheu. Abg. Fieser (natl.) polemisirt mit dem Abg. Rickert und vertheidigt diesem gegenüber die Zllstände in Baden. Er empfiehlt den Antrag Müller zur Annahme. Abg. Träger (dsr.) tritt für den Antrag Rickert- Hermes ein, der Niemanden verletze, weil der Reichstag sich darin nur seines guten Rechtes bediene. So lange die Wahlmache als ein Theil der Negierungskunst betrachtet werde, sei der Kamps gegen ein solches Austreten der Beamten nöthig. Ein Antrag ans Schluß der Debatte wird genügend unterstützt, nachdem mehrere Vertagungsanträge abgelehnt waren. Abg. Schmidt Elberfeld (dsr.) bezweifelt die Beschluß fähigkeit deö Hanseö. Der Namensaufruf ergibt die Anwesenheit von 138 Mitgliedern, daö Haus ist also nicht beschlußfähig. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. — Tagesordnung: Zweite Etatberathung. Schluß 6 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Danzig, 11. November. Heute Nachmittag strandete bei Neusäh der schwedische Schooncr „Marie", mit einer Cokeöladung von Lübeck kommend; die 5 Mann starke Besatzung wurde durch Fischer gerettet. München, 11. November. Der „Allg. Ztg." zufolge würde die Negierung die Erklärung der Centrnmöpartei bezüglich deö VersassungSeideS vorläufig nicht beantworten und gegen Vorbehalt bei der Vereidigung eines neuen Abgeordneten ein Beto einlegen. Dagegen sei cö schwierig, gegen die schon eingeschworenen Abgeordneten vorzugehen. Eine willkürliche Behandlung deö Staatsbudgets würde die CentrumSsraotion dem Unwillen deö Volkes auSsetzen, wie bereits die letzten Landtagswahlen bewiesen haben. Bern, 11. November. In den gestrigen Genfer Staatsrathswählen unterlagen die Radikalen- ihr Führer Gavard wurde nicht wiedergewählt. 5 Conservative und 2 Radikale wurden gewählt. Pest, 11. November. Der K a i s e r reist Dienütag Abend nach Wien und begibt sich nach kurzem Aufenthalte daselbst nach Innsbruck, wo er am 14. November mit dem deutschen Kaiser zusammentrifft. Am 15. November kehrt der Kaiser Franz Joseph nach Gödöllö zurück. London, 11. November. Nach einer der englischen Regierung zugcgangenen Nachricht auö Zanzibar wäre keine Hoffnung, daß die Mcldkingen Uber die Niedermachung der Pctcrö'schen Expedition sich als unrichtig erweisen könnten; der Tod Peters' sei zweifellos. Nom, 11. November. Die Ankunft deö Kaisers in Monza wird für Dienstag Abend erwartet. Am Mittwoch findet die Jagd im Park von Monza statt. Die Abreise des Kaisers nach Verona, wo er die Kaiserin trifft, ist auf Mittwoch Abend festgesetzt. Nom, 11. November. Der heutigen vom Papste celcbrirten Messe wohnten alle anwesenden Pilger und zahlreiche Fremde bei. Der Papst segnete jeden einzelnen Pilger. — Ein Decret beruft das Parlament aus den 26. d. M. ein. — Nach hier eingetrosfenen Nachrichten wurde Ras Mangasein von einem General Meneliks angegriffen und besiegt - die Truppen Meneliks rückten in Adua ein, während sich RaS Alula zurückzog. — Der deutsche Botschafter Graf Solms ist in I Venedig eingetroffen. Nom, 11. November. Gestern im Lause des Nachmittags legten 40 Anarchisten aus dem Friedhose an der Aschenurne ihres Genossen Vite Kränze nieder. Wegen einer I umstürzlerischen Rede entfernte die Polizei das rothe Band des Kranzes mit den Vite verherrlichenden Inschriften. Da die Demonstranten Widerstand leisteten, sanden nach der gesetzlichen Aufforderung zum AuSeinandergehen siebzehn Verhaftungen statt. Nom, 11. November. An den Wahlen nahmen hier insgesammt 16,889 Wähler theil. In den Provinzialrath wurden die Candidaten der gemeinsamen Liste des liberalen CentraleomitüS und der liberalen monarchischen Vereinigung gewählt. Betreffs der nicht gemeinsamen Candidaten haben die von der Liste des liberalen Centralcomites einen starken Vorsprung. Die Wahlen in den Hauptstädten sind vollständig ruhig verlausen. 'Bari, 11. November. Daö deutsche Geschwader passirte heute Nachmittag den Leuchtthurm von Monte Saracent. ______ Locales nnö provinzielles. Gießen, 12. November. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 14. November 1889, Nachmittags 4 Uhr: 1. Die Wahl eines Beigeordneten für die Stadt Gießen, hier Einführung und Verpflichtung desselben. 2. Mittheilungen. 3. Gesuch des Johannes Seibel und Johannes Häuser nm Erlaubniß zum Bauen in der Franksnrtcrstraße. 4. Gesuch des Hermann Heinrich Stolting um Ertheilung der Concession zum Wirthschastsbetrieb. 5. Deögl. des Christian Lony und Christian Heß. 6. Deögl. des Georg Todt IV. 7. Desgl. des Johannes Seibel. 8. Die Errichtung eines Denkmals der Völkerschlacht bei Leipzig. 9. Legat des Herz Schulhof zu Gunsten der Stadtarmen. 10. Kostendccreturen. 11. Anschaffung von Turngcräthen für die Realschule. 12. Gesuch um Ueberlassung eines Schulsaales für die Hebungen des isracl. Gesangvereins. 13. Herstellung des äußeren Verputzes am Schulhause auf der Westanlage. 14. Gesuch des Metzgermeisters Gg. Möhl nm Erlaubnis; zum Bauen in der Neustadt. 15. Desgl. der Garnisonverwaltung zur Erbauung eines Exercierhanscs. 16. Deögl. des Heinrich Schön zur Erbauung eines Gartenhauses. 17. Beschaffung von Straßenschildern. 18. Herstellungsarbeiten an der Brücke in der Bismarckstraße. 19. Ausbau der Schillerstraßc. 20. Unterhaltung der Anlagen vor dem Universitätsgebüude. 21. Die Anlagen vor dem Friedhof. 22. Erweiterung der Erb- begräbnißplätzc aus dem Friedhose. 23. Trichinenschau. * Heute Morgeu 10 Uhr leisteten die am 6. November beim hiesigen Negimente eingetretenen Rekruten den Fahneneid. Die feierliche Abnahme desselben geschah in der Stadtkirche, wohin unter klingendem Spiele die drei Fahnen des Regiments gebracht wurden. * Wie verlautet, soll ans der Eisenbahnlinie Koblenz- Gießen der Morgens gegen 10 Uhr in Limburg endigende Personenzug biü Gieße« durchgeführt und außerdem in jeder Richtung ein Schnellzug eingelegt werden. — Stationsgehilfe Mainzer aus Gießen wurde zum Stationsassistenten bei den Obcrhess. Eisenbahnen ernannt. — Wir erhielten nachstehende Zuschrift: EH Gießen, 12. November. Nach langen Verhandlungen im Kirchbaucomits und Kirchenvorstand ist endlich gestern in der Sitzung der Gemeindevertretung die Platzsrage für die zweite evangelische Kirche entschieden. Da bis jetzt die Stadt der Gemeinde keinen Bauplatz zum Geschenk gemacht hat — wie daö wohl anderwärts vorkommt —, so । wurde der Kirchenvorstand ermächtigt, das Terrain zwischen Selterswcg und Südanlage, das zunächst als Bauplatz für eine Schule in Aussicht genommen war, der Stadt zum Preise von etwa 15,000 Mk. abznkausen, um dort eine Kirche zu erbauen- zur Projectbearbcitung wurden 4000 Mk. im Voranschlag für 1890/91 bewilligt - auch erklärte die Versammlung sich damit einverstanden, daß daö zum Bau der Kirche nöthige Capital durch ein Anlehen ausgebracht werde. f Eine grobe Fahrlässigkeit, welche sich am 7. August d. I. ein Metzgerbursche von hier zu Schulden kommen ließ, hatte heute Morgen vor dem Schöffengericht ein Nachspiel. Der Angeklagte jagte nämlich an genanntem Tage, an welchem I Jahrmarkt und lebhafter Wagen und Personenverkehr in der Neustadt 'war, mit seinem Fuhrwerk durch diese Straße, so daß der ihm entgegeukommende Sattlerlehrling Karl Römer von Heuchelheim nicht im Stande war, ausznweichen, und so von dem Pferde zu Boden geworfen und von einem Hinterrad überfahren wurde. Die Verletzung, welche Römer davongetragen, bestand in einem Bruch deö linken Oberschenkels und hatte zur Folge, daß der Bedauernswerthe mehrere Wochen in der Klinik zubringen mußte. Der Angeklagte ’ wurde zwar wegen fahrlässiger Körperverletzung freigesprochen, dagegen wegen unvorschriftSmäßigen Fahrens in eine Geldstrafe von 30 Mk. genommen. * Die hiesige Spar« und Leihkasie hatte am Ende des Jahres 1887 6491 Einleger mit einem Einlagen-Bctrag von 3387915.40Mk.,einen baaren Kassenbestand von 86541.35 Mk., verzinslich ansgeliehene Capitalien von 3512 351.54 Mk., einen Reservefond von 333417.42 Mk. Bei den 47 Sparkassen des Großherzogthums Hessen waren im gleichen Jahre angelegt 106245 725.06 Mk. von 170912 Einlegern. Gegen Anfang des Jahres hatten sich die Einlagen um 4 599 467.08 Mk. die Einleger um 3196 vermehrt. Aus einen Einleger kommt im Durchschnitt eine Einlage von 110.44 Mk., auf 1000 Einwohner 177.66 Einleger. Am meisten gespart wird in der Provinz Starkenburg, denn dort kommen aus 1000 Personen 219,62 Einleger, in Oberhessen 153,13, in Rheinhessen 141,87, wogegen der Betrag der aus den einzelnen Einwohner entfallenden Einlagen am niedrigsten in Oberhessen (72.90 Mk.) ist. Großen Buseck, 11. November. Gestern wurde dahier die seltene Feier eines 50jährigen Dienstjubiläums begangen. Herr Bezirksbauausseher Hahn von Gießen war der Jubilar - hierbei wurde diesem ein von elf Gemeinden seines Bezirksgemachtes Geschenk als Anerkennung seiner langen, treugeleisteten Dienste überreicht. Die Feier verlief in recht schöner und angenehmer Weise und wurden in den dabei gehaltenen Reden und Ansprachen manche ehrende Worte in ernsten und humoristischen Vorträgen dem Jubilar gewidmet. Möge es dem Jubilar noch recht lange vergönnt sein, sich mit der ihm eigenen Rüstigkeit über das ihm gewordene Geschenk zu freuen - in diesem Satze gipfelten die Wünsche Aller, die dieser Feier beiwohnten. Lich, 10. November. Gestern Abend wurde einer in der Schiedergasse wohnenden armen Taglöhncrin, die seit letzterer Zeit auch noch leidend ist, ein Theil ihrer geringen Ersparnisse — ca. 80 Mk. — entwendet. Des Diebstahls verdächtig ist die Ehefrau eines hiesigen Arbeiters, eine Zimmernachbarin der Bestohlenen, welche der Letzteren verschiedene Dienstleistungen verrichtete und sich längere Zeit allein in deren Wohnung ausgehalten hatte. Muschenheim, 11. November. Vor einigen Tagen fand zwischen dem Müller S. I. und der Arbeiterfrau R. eine Rauferei statt, in deren Verlauf Letztere dem Ersteren einen Schlag mit einer Hacke versetzte, infolge dessen S. kamps- unsähig wurde und den Platz räumen mußte. Altenstadt, 10. November. Billige Betriebs- und .'Arbeitskräfte sind die Seele der Industrie und Land- wirthschaft. Von dieser Ansicht ausgehend hat Herr Wester- nacher zu Lindheim eine neue Windmühle aus Norddeutschland kommen lassen, welche gegenwärtig aufgestellt wird und zur Förderung von Wasser dienen soll. Wahrscheinlich ist diese Windmühle eine der ersten in der ganzen Provinz. Einsender weiß sich wenigstens keiner zweiten zu erinnern. In Norddeutschland, wo' die Wasserkräfte seltener und daö Gefälle der Bäche und Flüsse oft nur ein geringes ist, hat man die Windmühlen sehr häufig. Bei Windstille leisten sie natürlich nichts. „Der Windmüller mahlt wenn der Wind geht", heißt es in jenem Gedichte- aber billig ist diese Betriebskraft jedenfalls und es ist gut, daß durch ein practisches Beispiel daraus hingewiesen wird. B. A. * In der Provinz Oberhesien starben im 2. Vierteljahr 1889 1159 Personen, ausschließlich der Todtgeborenen - es befanden sich darunter 136 Kinder im 1., 231 Kinder im 2. bis 15. Lebensjahre und 792 Erwachsene. Die Todesursache mar 1 Mal Masern, 20 Mal Scharlach, 3 Mal Rose, 47 Mal Diphtheritis, 8 Mal Croup, 5 Mal Keuchhusten, 3 Mal Typhus, 4 Mal Kindbettfieber, 5 Mal Kind bettkrankheiten, 198 Mal Lungenschwindsucht, 97 Mal acute entzündliche Krankheiten der Athmungsorgane, 35 Mal Schlag- flnß, 5 Mal acuter Gelenkrheumatismus, 24 Mal Darm- eatarrh und Brechdurchfalls in 534 Fällen führten andere bekannte Krankheiten, in 127 Fällen unbekannte Krankheiten den Tod herbei. 22 Personen endeten infolge Verunglückung, 20 durch Selbstmord und eine durch tödtliche Körperverletzung. Die günstigsten Mortalitätsverhältnisse und zwar in allen Alterskategorien, besonders aber bei den Erwachsenen und den Kindern deö ersten Lebensjahres, bot die Provinz Ober- Hessen mit außerordentlich geringer Zahl von Sterbefällen durch epidemische Krankheiten, namentlich der sonst auch in dieser Jahreszeit noch heftigen Diphtherie und ferner der sehr geringen Sterblichkeit durch acute entzündliche Krankheiten der Athmungsorgane, bei welchen kaum die Hälfte der sonst auf das zweite Jahresquartal entfallenden Zahl von Sterbefällen verzeichnet wurde- in den Monaten April nnd Juni hatte deren Zahl sogar nur ein Drittel des Durchschnittes erreicht. Darmcatarrh und Brechdurchfall waren wie immer viel seltener als in den beiden anderen Provinzen Todesursache. vermischtes. Marburg, 9. November. Eine unliebsame Ucberraschung wurde dieser Tage einem hiesigen Ehemanns zu Theil. Derselbe lustwandelte in traulicher Dämmerstunde mit seiner i früheren Geliebten den Pilgrimstein entlang. Plötzlich trat ihm seine Gattin entgegen und da bekanntlich an ein Ausweichen auf dieser, schon für ihren Hauptzweck zu engen Straße nicht zu denken, so war ein Zusammenstoß unvermeidlich. Muthig fielen sich die beiden Frauen in die Haare, während der Gegenstand ihrer Liebe dies ruhig nut ansah nnd erst als die Sache zu arg wurde, sich bewogen fühlte, die Streitenden zu trennen. Ein Nachspiel in der Wohnung des Mannes soll den Schluß deö kleinen Romans gebildet haben. Wiesbaden, 10. November. Das „Amtsblatt veröffentlicht die mit Zustimmung deö Bezirks - Ausschusses für den ganzen Umfang des Regierungsbezirks Wiesbaden zwecks Vermeidung ungebührlicher Thierquälereien beim Schlachten 1 nach jüdischer Methode (Schächten) erlassene Polizeiverordnung. dks. 'nil>8654^N 35123öi ',. ®Ei di, 47 ®fv ii« ”> «ei* 6t">r= Um4»S9457 ®'9e, e,n«'©„u'08®f. /spm Ä- i“U| l000P^-r Ao j,. flj/^nen I dl, Jel*ift« ö6erk|)eit '’fcSert** ’ÄSba!)ier «to-Äw ,e* & Je,net langen T* Ö'eicv verlies -rden in b l V?tli)t rfip < dabei ae- 010 ^rende $nrtp • 8 ir6er9»mt fein, fl(6 get°°rdkiie " ^ Wünfh -Mtr; >°mde eintr in die seit h,f Cl/rcr Dringen ■ Des Diebswhlz x» Arbeiters, eine W der Letztere, ver- / sch längere Zeit hatte. >0V!m.9en Nw ianb ■ Arbeiterfrau R. eine ere Ersteren einen W dessen S. kampj- i muhte. lige Betriebs- und Industrie und Land- >ehend hat Herr Westerihle aus Norddeutschland aufgestellt wird und zur Wahrscheinlich ist diese anzen Provinz. Einscn- eiten zu erinnern. In feltener unb ba§ befalle ringe§ ift, hat man dir ille leisten sie nativM enn der Wind tzcht", 1 ist diese Betriebskrast ein praetisches Beispiel B. A. irben im 2. Vierteljahr der Todtgeborenens es |m 1., 231 Kinder im cwachsene. Die Todes- Mal Scharlach, 3 Mal ii Croup, 5 Mal M; idbettfieber, 5 Mal Kindwind,ucht, 97 W acute ,sorgaue,9SMl Wag- A A Mal D°m- 54 Mto fihrtrn mb « ■n i*nte Kracheit« („iirteSetungluimS, ihtherie und 1 . '<«,•*-&?£ chcn kaum „ oon >l entfallender, «d -in D«t L B1ren inb Brech ^mzen beiden wde«"'' tO- ,,,berr°fchn"S ° nnli°is°" xh-L Der- O-«-»" t mit ®änt®eIf111 Plötzlich in entlang' ein $UJ' L„ .paiipts1’»'M un»«* »s*' Dieselbe lautet: § 1. Das Viehschlachten nach jüdischer Methode (Schächten) ist nur Denjenigen gestattet, welche das Schlächtereigewerbe betreiben, sowie Denjenigen, welche die Approbation eines Rabbiners zum Schächten glaubhaft nachweisen. Nach § 2 werden Zuwiderhandlungen mit einer Geldstrafe von 1 bis 60 Mk., ev. einer entsprechenden Haftstrafe bestraft. UnivcrfUäts«Nachrichten. Heidelberg, 9 November. Die Universität wählte heute Herrn Professor der Theologie Hausrath zu ihrem Vertreter in der ersten Kammer. Gegencandtdat war Herr Prof. Meyer (Jena). verkehr, Land« und volkswirthschaft. Schon jetzt daS Abraupen der BLume besorgen! Ja den letzten Jahren konnten wir in manchen Gärten eine Wahrnehmung machen, welche in solchem Umfange wohl lange Jahre nicht beobachtet wurde. Nicht nur einzelne, sondern die Blätter ganzer Astvarlien batten eine ledergelde Farbe angenommen und schienen im Spätsommer, als ob sie bereits vertrocknet wären. Forschen wir jedoch der Ursache dieser Erscheinung nach, so werden wir bald finden, daß etz Raupenfraß ist, der den Blättern diese vorzeitige Todtenfarbe gegeben. Nahmen wir am Tage z. B. ein Blatt, welches auf diese Weise erst halb vertrocknet erschien, so fanden sich auf der inneren Blattfläche eine Anzahl (20-30) äußerst kleiner, etwa 5 Millimeter langer Räupchen in Reih und Glied ausmarschtrt, eifrig damit beschäftigt, bat sogenannte Blattgrün abzunagen, daß nur das Zellengewebe des Blattes noch übrig bleibt, welches bann obengenannte gelbbraune Färbung annimmt. Die kleinen Räupchen fmb bk Brut ber „Nestraupen", welche wir im Frühjahr aus ben Gärten zu entfernen haben. Tie Entstehung unb Entwickelung bteser Baumschäbiger ist kurz folgende: Im Monat Juli können wir während der Tagesstunden in den Gärten an Baumstämmen oder Blättern einen weißen, mittelgroßen Schmetterling in trägrr Ruhe sitzend finden. Am Abend daacaen fliegt er munter umher und wirb von Kindern wohl als „Nackl- täubchen" verfolgt. Dieter Nachtfalter ist ber Obstspinner ober Goldafter. Im Juli legt das Weibchen an die Unterseite eines Blattes etwa 100—150 Eier in einer, von einer gelbbraunen Haardecke überdeckten zusammenhängenden Masse. Aus.den Eiern entstehen nach | ein gen Wochen die oben erwähnten kleinen Räupchen, welche, wie schon angebeutet, bte Eigenthümlichkeit besitzen, nur am Tage dem Fräße nachzugehen, zur Nacht aber sich in ihr Nest zurückzuzieh-n. Das Nest besteht aus dick übersponnenen Blättern unb ist durch Gespinnst so fest an einen Zweig gewickelt, daß weder Regen noch Sturmwinde es herabzuwerfen vermögen. In diesem warmen unb sicheren Schlupfwinkel Überstehen bk kleinen Tbierchen jede Wit e- run.,sm>bill des langen Winters. Sobald aber die Frühlingssonne anfängt warm zu scheinen, beginnt auch neues Leben und neue Freß lüft in der kleinen Raupengesellschait. Ehe aber dieser Zeitpunkt elntritt, also im Februar bis Mitte Mai, ist etz Aufgabe der Karten besitzer, diesen Unholden das Handwerk zu legen, nämlich die Raupen- nester abzuschnetden und zu verbrennen. Die Nachlässigkeit hierin zieht die empfindliche Strafe nach sich, daß die autzlaufenden Raupen in Folge ihrer großen Gefräßigkeit bald vermögen den Baum nickt nur seines Blätterlchmuckes zu berauben, sondern ihn auch dadurch in seinem W«chsthum ungemein zu schädigen. Noch eine andere, den Bäumen nicht minder gefährliche Raupe ist jetzt in ihren Anfängen bereits vorhanden. Bei einigermaßen aufmerksamer Beobachtung wird man an verschiedenen Zweigen der Bäume unb auch Sträucher kleine, stahlblaue, etwa 5 Mill,Meter breite Ringe wahrnehmen, die da auSsehen, als ob sie aus kleinen Stahl- perlen zusammengeleimt wären. Es sind dieses die Eier des „Ringelspinners". Die Räupchen entschlüpfen diesen Eiern aber erst zu der Zeit, wenn die Bäume anfangrn sich zu belauben. Diese Raupen sind es, die auch der sorgsame Obstgärtner später häufig noch in großen Colonien auf seinen Bäumen findet, wiewohl er sich mit gutem Gewissen sagen kann, beim Abraupen im Februar oder März kein Raupennest übersehen zu haben. Auch sie haben aber, gleich den Raupen des Goldafters, die Gewohnheit, daß sie nach vollendetem Fräße am Tage sich zur Näch- ttqung oder zum Zwecke der zeitweisen Häutung an einer Stelle des Baumstammes ober eines Astes vereinigen, wo sie dann früh Morgens leicht gelobtet werben können. Eine brltte, in biesemJahr besonbers stark aufgetretene Raupe war bte des „Schwammspinnerv". Ihre Eier sitzen jetzt an Baumstämmen ober anderem Holzwerk im Garten, wo man sie leicht durch Zerreiben vernichten kann. Der „Pract. Lanbwtrth" knüpft nun an die Lebensgeschichte dieser Raupen den Rath: „Warum nämlich das Vertilgen dieser Reupen erst im Frühjahr vornehmen, wo oft nöthigere Arbeit uns drängt? Was Du der Raupen wegen thun willst und mußt, das kmnu Du jetzt schon unb ganz gelegentlich thun." Bietzen, 12. November. sMarktbericht.) Auf dem heutigen Wockenmorkr kostete: Bmtcr or Iht. «. l,lu—1,15, Hühnereier 1 St. 7-8, 2 St. —. 4, Enteneier 1 St. 0— 4, 2 St. — 4, Gänseeier — 4, Käse pr St. 5—8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen vr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar JL 0,40—0,55, Hübner pr. Stück Jt. 0,85—1,14), Hahnen pr. St. 0,50-0,60, Enten pr. Stück JL 1,40—1,80, Gänse vr. Pfd 50—58 4, Ochsenfleisch pr. Pfd 66—72 4, .Kuh- unb Rindfleisch 56—60 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 50—66 4, Kalbfleisch 56—60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 3,50—4,fO, Weißkraut vr. St. 4-9 Zwiebeln per Centner JL 7,00—8,00, Milch vr. Liter 12-18 4. Frankfurt, 11. November. (Viehmarkt). Angetrieben waren: 399 Ochsen, 23 Bullen, 535 Kühe, Stiere und Rinder, 284 Kälber, 767 Hammel, 360 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Oual Jt 66—67, 2. OuaL JL. 59—60, Bullen 1. Qual JL 46—48, 2. Qual JL 42—44, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. 56-58, 2. Qual. JL 44—48, Kälber t. Qual, pro Pfund Schlachtgewicht 64—68 4, 2. Qual. 50—55 4, Hammel 1. Qual. 56—58 4, 2 Qual. 40—45 4, Schweine 1. Qual. 68—70 4. 2. Qual. 66-67 4 Frankfurt, 11. November. lGetreidemarkt). Weizen hiesiger v*L 19,25—19,80, fremder 19,00—21,50, Roggen hiesiger JC 16,75 bis 17,00, fremder x. 17,00—17,75, Gerste, Brauerwaare JL 18,50 bis 20,50, do- zu Mahlzwecken JC. —,—, Hafer hiesiger JL 16,00—16,50, fremder JL —,--. Ball - Seidenstoffe von 95 Pfge. bis JL 14.80 p. Meter — glatt, gestreift und gemustert — versendet roden- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-DäpSt G. Henneberg (K. u. K. Hoflief. Zürich. Muster um« gehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 9159 Rademanns Kindermehl, ß“ Medaille, unerreicht i. Näbrwerth unb Leichtoerdaulichkcit, ist nächst der Muttermilch thatsächlich die beste nnd zuträglichste Nahrung für Säuglinge. Zu haben ä 1.20 pro Büchse in allen Apotheken, Drogen- und Colonialwaarenhandlungen. [7508 Dns leichtverdaulichste Frühstücks-Getränk wird am besten aus -»h?hart.„ Memmejräeh’s Pept?n;Cacao bereitet. Magenkranken besonders empfohlen 1 J715 atotdEaenEe Bekanntmachung. ^Jn unserem Genoffenschastsregister ist eingetragen worden, daß der Sparund Vorschubverein zu Treis a/Lda. die zusätzliche Bezeichnung „eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" angenommen und laut Beschluß der Generalversammlung vom 22. September d. I. in folgenden Punkten Statutenänderung beschlossen hat: 1) Gegenstand des Unternehmens: Betrieb von Bankgeschäften behufs gegenseitiger Beschaffung dec in Gewerbe und Wirthschast nöthigen Geldmittel für die Mitglieder auf gemeinschaftlichen Credit. 2) Der Vorstand zeichnet durch Hinzufügen der Namensunter- schrtsten zu der Firma oder zur Benennung des Vorstandes. Gießen, 4 November 1889. Großh. Amtsgericht Gießen __K ullmann- 9157 Mittwoch den 13. Nuvbr l I, werden in ber Restauration Klingenderg (früher Bramm) — Neu stabt — gegen Baarzahlung versteigert: 1 Nachmittags 2 Uhr: Sonbos, T'scke, Kommoben, Glas'chrönke, Kle^derschränke, Spiegel, Silber, eine Sckleubermasckine, eine vollst. Laden- emrichtung, ein großer Spiegel, verschiedene Waaren, als: Hutfedern, Krausen, ' Sp hen, Arbeiterhemden; ferner: ein Pferd, zwei Kühe, ein Stoßkarren, Der schiedene Blechwaaren, Lampen, Vogelskäfige u. a II. Nachmittags 3 Nhrr eine (dar- nitur feiner Plüschmöbel, bestehend in Sopbo, sechs Stühlen unb zwei Sesseln; ferner ein ov. Ti^ch, ein Regulator, eine Wanbuhr mit Wecker unb zwei Glasschränkchen, ein Faß Weißwein, U Flaschen Cbompagner, ein Faß Rum, »in Faß Norbhäi'str. Die Berfteigerung unter II findet ganz bestimmt statt. Geißler, 9128 Gcrichtsoollüeber Lcilgevolenes. Reparaturen an Puppenwagen, einzelne Wagenttzeile und Verdecks auf benfclbtn, sowie überhaupt alle in das Fach einschlagende Gegenstände werden bUItfl und schön ausgeführt. Das flechten von Nohrstühlen wird schnellstens besorgt Hugo Hoffmann, |9* 98 Korbflechterei Sonnenstratze 20. Hur Mark kostet 1 Sortimentskistchen Weihnachtsbaum - Confect, reizende Neuheiten, sehr gut im Geschmack, ca. 440 Stück enthaltend, gegen Rücknahme- Kiste und Verpackung berechne nicht. Wiederoerkäufern sehr empfohlen von der Zuckerwaarenfabrlk M. Brock, Dresden. [9(58 Leere Kisten § Mig. Alex Salomon & Co. Bekanntmachung. Aus der Friedricb Bücking-Stiftung sind für das Jahr 1889 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhäupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen von je 100 zu vergeben. Bewerbungen haben bis zum 30. November d. I. bei der unterzeichneten Behörde zu geschehen. Gießen, 6. November 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- 9119_____________________Gnaulh.__ Bekanntmachung. Es können an brave Dierstboten, welche in dem Sparkaffebezirk Gießen 10 Jahre lang bei einer und derselben Herrschaft dienen und nicht schon Prämien erhalten haben, Prämien ausbezahlt werden. Es werden darum diejenig-n Dienstboten, welche eine Prämie in Anspruch nehmen wollen, aufgefordert sich binnen 14 Tagen bei dem Unterzeichneten mündlich ober schriftlich zu melden und zugleich ihre Dienstbücher und Zeugniffe ihrer Herrschaften vorzulegen. Gießen, den 9. November 1889. Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. __Langsdorfs._____________________ Neustadt 23 Robert Muht Neustadt 23 empfiehlt sein Lager in gestrickten u. gewebten Jacken, Jagdwesten, wollenen und baumwoll. Unterhofen, Hautjacken und -Hemden, Faust, und Fingerhandschuhen, Socken, Strümpfen und wollenen Schuhen rc.__________8406 8chuhwaaren-Zu8verkauf. Für ein hiesiges Geschäft hat der Unterzeichnete den Ausverkauf von Schuhwaaren übernommen, bestehend aus Stiefeln für Herren, Damen, Mädchen und Kinder, in Ghevreau, Kid rc. rc. Louis Kothenberger, 8376 Neuenweg 22. Neuenweg W^i - Verkauf. N™8 In Nupoaum: 3 Betten mit Sprungfedern- und Roßhaarmatratze, 1 kl. Glasschrank, ovaler Tisch, 1 Spiegel mit Trümeau, 1 Trümeautisck, Nähtisch, Nachttisch mit Marmorplatte rc. In Mahagoni: 1 reich geschnitzte Garnitur (grüner Plüsch) mit paffendem Tisch. In Eichenholz: Sopha mit 6 Stühlen (Phantasiestoff), 3 th. Brandkiste. Ferne»: 1 Büffet, 1 Konsolchen, mehrere billige Sophas, Reale, 1 Regulator, 1 Regulirfüllofeo, Vorhänge mit Gallerie, Bilder, Etagöre, Hau-baltuogSgegenstände in Silber, Crpstall, Alfenide rc, Puppenstube, Puppenküche, Spielsachen rc. Louis Rothenberger, 8998________________________Neuenweg 22.__________ Wollewaaren. Wegen Aufgabe nachverzeichneter Artikel verkaufe dieselben zu jedem annehmbaren Preis: Damen- und Hinder-Haputzen, Hüllen, Tücher, Kragen, Damen- u. Hinder-Röcke u. -Hosen, Müffchen und Roas, Pulswärmer etc. 8514 J. H. Fuhr, 25 Sonnenflraße 25. ChrWejchkerung der Kleinkinder - Bewahranfialt. Am 4. Adventssonntag, den 22. Deeember d. I., soll die Christbescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben in diesem Jahre für 240 Kinder den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wmden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstatt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. bergt, besonders aber auch an totlb, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu laffen: Fräulein Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau Ooerbürgermeister Bramm (Grünbergerstraße 1), Frau vr Brüel (Neuenbäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Garten- straße 15), Fräulein Emilie Langer mann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage ^i, Frau Louise Ottens (Bismarckstrabe 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 11. November 1889. Dcr Vorn and der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. flamhurger Lämmtliche Muffe« 9172 im mm in allen modernen Kleiderfarben, Besatz, ets in pelr u. Stimm r Kragen. Tücher, Unterröcke, Capotten Westen, Unterzeuge, Strümpfe zc- Haus-Verkauf. Das den Erben des Carl Vogel, Polizeidiener, gehörige HauS mit Höfchen, Nr. 15 in der Wetzstein- gaffe, ist zu verkaufen. [8673 Näheres im Haufe selbst. Für Bäcker. Sommerfelder Backofenplatten, feuerfest und nicht sengend, hält stets auf Lager 9112 Karl Germann, Bäcker. Tägl. frische Schlachtung. Fleisch (ohne Knochen) ä Pfd. 25 H, bei Abnahme von 30 Pfd. entsprechend billiger. Gießener pferdemehyerei 9048 und Bnrstsabrik Arische Preitzelbeeren, neue Apfel- finen, neue Kastanien. Salattar« löffeln empfiehlt 9154 H. Klotz, Mäusburg 17. rBailschnhe.r ♦ Wiener u. Pariser* J sind soeben eingetroffen und ♦ T empfehle solche billigst. Li. Süss, ♦ X 9139] Marktstraße 9. J V >J?DC^ einige Wag- MUyUIl« gons Kohlen per Monat billigst abtugeben. Friedrich Soeding sen., 90591 Hoerde i. Wests. 8721 Ein noch gutes Tafelklavier zu 80 Mark abzugeben Näheres in der Exped. d. Bl. ooooooooooooo 0 o § Ausverkauf o § nklltster und modernster g b Regenmäntel § Q V0N 8916 Q o A» l>octer 0 a Seltersweg 57. q 0 0 ooooooooooooo Ausverkauf in neuester u. modernster Damen-Consection von 8916 A. 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Credit-Actien] 264.87 „ West- • ,, » Staatsbahn-Äctien 20400 Lombard. Eisenbahnl n abgeschwächt. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 12. November 9167] 21 Marktplatz 21. 104.70 166 50 10310 Sardinen, Rollmöpse 236.70 176.00 173.00 334 25 19100 173.90 130 90 36.30 19480 8050 86.30 93 30 73.30 65 40 in eo 6000 Francs Prämie der Stadt Brüssel für testen Gasofen. 1889. 237.00 56-10 93.25 233.00 Oesterr. Credttactien Oesterr. GtaatSbahn-Actten Dortmunder Union-Actien Darmstädter Bantactien Vi«conto-Eom.-AmtzeUe Lombarden 133.40 Ostpreußen 175.75 Bochumer Gußstahloctten Tendenz: schwach. 110.75 Tendenz: Disconto-Commandit-Antheile Darmstädter Bank-Actien —15 pEt. BuderuS-Obligationen — Frankfurter 99anf^tS'Ont5p@t. 9081] Gesucht auf Weibnachten ein tüchtiges Mädchen, das selbstständig kochen kann und Hausarbeit gründlich versteht, gegen hoben Lohn nach auswärts- Näheres Wallthorftraße 34, 1. Stock- Neue Fracks allen Größen billig zu verleihen, auch zu verkaufen bei D. W. 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No» veurb-r e., Abends 8 Uhr, Nestauration Feidel (Bavaria) Tagesordnung: Berichterstattung, Rechnungsablage, Ergänzungswahlen. 9151 Der Vorstand. 8462] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _____Ludwigsplatz 13 1. 8373] Möblirte Stube mit Kabinet zu ar Zur gefälligen Beachtung. Den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend zur gefälligen Mttheilung, daß ich mtt dem Heutigen anfangs, Bauerwaare (Servelatwurst und Salamiwurst), zu fabriciren und bitte das ver- ehrliche Publikum, feine gefälligen Aufträge baldigst mir zugehen zu lasten, damit ich in der Lage bin, alle eingehenden Aufträge pünktlichst besorgen mit Abführung der Heizgase, für Salons, Wohn-, Schlaf- und Krankenzimmer, grosse Säle, Kirchen Heute verschied sanft nach schwerem Leiden im Alter von 40 Jahren unser innigstgeliebter Gatte, Vater, Sohn, Bruder und Schwager Adam Weiß, Bremser. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebene«. Gießen, den 11. November 1889. 8o48] <ÄM möblirtes Zimmer mit Ka- binet zu vermiethen. Gartenstraße 29._ 8943] Ein Stübchen zu vermieth-n. _________________Löwengasse 9. 8164] Ein möblirtes Zimmer zu ver- Miltwoch den 13. November, NarvmittagS 5 Uhr auf dem Lenz'schen Felsenkeller. Tagesordnung: 1) Referat über den Sack'schen, Wanzlebener und hiesigen Landpflug von Herrn Prof. Dr. Thaer. 2) Ersatz für Strohseile durch Cocosfaser- rc.-Stricke. Muster werden durch Herrn Schuchhardt vorgelegt. 3) Ersatz des Strohes als Streumaterial durch Torsstreu. [9173 KeiAscommersbudi, Allgem., für deutsche Studenten, heraus - fl?ßeb. d Müller v d- Werra- Unter Mitwirkung v Stud M- R- neu bearbeitet d- Felix Dabn u Carl Reinecke. 7. Auftage. 716 Lieder «A 3.—. Fein geb. «A 4.-. 150 Ztudent'nliedermit leichter 4 pEt Gießener Obligationen Reichskank-Diskont 5 pEt- Aachener Badeöfen für Gas. Liefern sofort heisses Wasser. Heberraschend schnelle Erwärmung eines Bades bei 0.7 cbm. Gasconsum. H 6 goldene und J “ silb.Medaillen. M GonrKdericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 12. November 1889. Schlußcourle 1 Uhr 15 Min Sklavierveglettunfl Ein supple- inent zum Ällgemeiuen Reichscommers- bucb, sowie zu allen übrigen Commers- bückern, berausg. von Th. Hauptner- «A 3.—. Geb. Jt. 4.50. Deutsche Ioldat-u. Kriegslieder aus lünf Jabrhunder-en Herausgeg und gesamm.lt von Hans Ziegler. «A 3 —. Fein geb 4-. Deutscher Lanq. $£>----—---------2. u.beltebtesten Volkslieder nach Text und Anfang der Melodie 107.90 4 pEt- Ungar. Goldrente 102.45 5 „ Italiener Rente 106.10 Oesterr. Silberrente Liestfrbucher. Verlag n. Breitkopf L!Härtelin!.eiprig. Liederbuch des Deutschen Volkes. Herausgegebeu von Carl Haase, Felix Dahn u. Carl Reinecke. Neue Auftage. 160«> Lied- JL.3. Fein geb «A4. Deutsches Liederbuch ^Vom- leichter Klavierbegleitung. Ein Supplement zum Liederbuch des deutschen Volks, sowie zu allen Volslicdtrbüchern, berausgegeben von Th. Hauptner Kart «A 3.—. Fein geb «A 4.—. J. G. Houben Sohn Carl, Aachen. Referenz: Jede Gasanstalt. AM- Nachdem mein Lager unter enormem Andrang zum größten Theil geräumt und da dieser Ausverkauf absolut Eile bedingt, findet der unwiderruftiche Schluß Mittwoch Abend am 13. d. Mts. statt und wird für keinen Fall verlängert. Circa 20 Stück große leere Waarenkisten und ein Posten Packleinen kommen Donnerstag früh 8—9 Uhr sehr billig zum Verkauf. Frankfurt a. M. . im Parterre Lokale des • JT u. Berlin C. tn mäIC Lenz scheu Felfenkellers. Weil der Andrang gestern und vorgestern so groß war, daß viele Käufer nicht befriedigt werden konnte«, ist der Ausverkauf um einen Tag verlängert worden bis Mittwoch Abend den 13. d. Mts. 9166 9170 Ein 4j. Pferd, zwei schwere Wagen zu verkaufen. Johs. Keil V., Ettingshausen. Eine Commode und (in Küchen« schrank biUig zu verlausen bet 9160 Schreiner Menget, Kaplaneigasse. 4 pCt. Reichsanleihe 3V1 , 4 w Preuß. 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