Nr. 3« Dienstag den 12. Februar Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «"«au, S ch u lst r a ß e 7. Erscheint tagt.» mtt Ausnahme des Montags. ggSSa Amtlicher HHeit. Bekanntmachung. Die über die Gemarkung Lumda wegen Verdachts der Schafräude verhängte Sperre wird, nachdem Krankheitserscheinungen inzwischen sich nicht gezeigt haben, hierdurch aufgehoben. Gießen, am 7. Februar 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ___________v. Gagern.___________________________________ Bekanntmachu ng^ Der Stadtvorstand zu Lauterbach beabsichtigt, mit dem am 20. Mai d. Js. daselbst stattfindenden Prämienviehmarkte eine Verloosung von Vieh landwirthschaftlichen und HauSgeräthen zu veranstalten. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 8000 Loose ä 60 ausgegeben werden dürfen und mindestens 65% de» Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberbessen ist gestattet. Gießen, am 7. Februar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __v. Gagern.__________ Bekanntmachung. Die der Landwehr 2. Aufgebot- angehörigen Mannschaften de- Veurlaubtenstande- werden hiermit aufgefordert, zweck» Aufnahme der Muster für schriftliche Meldungen in die Militärpäffe und Belehrung über die in den Bestimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes eingetretenen Änderungen sich gelegentlich — spätestens jedoch bis zum 1. April d. I. — persönlich zu ihrem Bezirksfeldivebel zu begeben und den Militärpaß mitzubrir.gen. t. Gießen, den 7. Februar 1889. Caspary, Oberst-Lieutenant Z. D. und Kommandeur des Landlvehr-Bezirks Gießen- Betreffend: Revision der Hypothekenbuchsührung. An sämmtlrche Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezirks Gießen. Wir werden in Kürze mit Revision der Hypothekenbücher beginnen, und weisen Sie an, die Ihnen oblieg^de Vorrevision alsbald in Gemäßheit des Ministerial-Ausschreibens vom 27. Mai 1887 vorzunehmen. y—- Fragliches Ausschreiben lautet: ' ’ * Nach bestehender Anordnung haben die Ortsgerichte jährlich bis zu einem von den Amtsgerichten zu bestimmenden Zeitpunkte die seit der letzten gerichtlichen Revision der Hypothekenbücher stattgehabten Einträge und Löschungen nebst Register, soweit dies ohne die amtsgerichtlichen Acten möglich ist, einer Revision zu unterwerfen, und die dabei gefundenen Mängel zu berichtigen, auch die etwa nicht genügend geordneten Acten instruttions- gemäß zu ordnen. Die Amtsgerichte haben die Ortsgerichte vor Beginn der amtsgerichtlichen Revision entweder durch ein Circular oder bei Anberaumung des Revisionstermins auf die vorstehend erwähnte Verpflichtung hinzuweisen, dabei aus die Mängel, welche vorzugsweise durch die orts gerichtliche Revision zu beseitigen sind (mangelnde Beglaubigungen und fehlende Unterschriften, fehlende oder wesentlich mangelhafte Einträge von Hypotheken oder Löschungen im Register, mangelhafte Abschrift der amtsgerichtlichen Verfügungen, wie Auslassungen von Worten, unrichtige Angabe des Datums der gerichtlichen Verfügungen und unterlassene Unterstreichung desselben, sowie nicht instructionsgemäß vollzogene Löschungen) ausdrücklich aufmerksam zu machen und zu bemerken, daß die schuldvoll unterlassene Berichtigung derartiger Mängel angemessener Ahndung (mit Verweis und selbst mit Geldstrafe) unterliege. Indem wir diese Vorschriften, welche-nicht genügend befolgt zu werden scheinen, in Erinnerung bringen, bestimmen wir zugleich, um ihre bessere Befolgung zu sichern, daß die Ortsgerichte über die jedesmalige Vornahme der ihnen obliegenden jährlichen Revision ein Protokoll aufzunehmen haben, au» welchem ersichtlich sein muß, daß, wann und in Gegenwart welcher Ortsgerichtsmitglieder, sowie bezüglich welcher Einträge die Revision vorgenommen wurde. Gießen, am 8. Februar 1889. Grobherzogliches Amtsgericht Gießen. __________________________Stammler.________________________________ A« die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks mit Ausnahme von Gießen. Die Ihnen dieser Tage zugehenden Patente wollen Sie ausfertigen, mit den beigeschlossenen Marken bekleben und letztere entwerthen- Die Patente find sodann unterschrieben und nach den Nummern wieder gehörig geordnet bis längsten- 13. März hierher zurückzusenden. Wegen des noch vorzunehmenden Unterdrückens ist die Berweudnng von Streusand zu vermeiden. Gießen, den 10. Februar 1889. Großherzogliches Steuer-Commissariat Gießen. _______________Süffert. Deutschland. Berlin, 9. Februar. Seine Majestät der Kaiser begab sich heute Mittag mit militärischem Gefolge nach Potsdam, um dem 1. Garde-Regiment die neuen Fahnenbänder zu verleihen. Das Regiment war in offenem Carre aufgestellt; der Kaiser, Höchstwelcher die Uniform des Regiments trug, trat in die Mitte des Earr s und hielt eine Ansprache, in welcher derselbe darauf hinwies, daß er vor zwölf Jahren zum ersten Male an dieser Stelle gestanden und den Degen gezogen habe. Das Regiment stamme aus dem Jahre 1688 und zur Erinnerung an diese Säkularfeier seien demselben neue Fahnenbänder gestiftet; das Regiment könne sich mit Recht das erste der Armee nennen, dies habe es im Kriege und Frieden bewiesen. Der Regiments Com- mandeur, Oberst v. Plessen, sprach hierauf Sr. Majestät den Dank aus und schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser, in welches die Truppen begeistert einstimmten, während die Musik die Nationalhymne intonirte. Der Feier wohnten die marokkanische Gesandtschaft und die gesammten Officiercorps der Garnison bei. Nach Abnahme des Parademarsches frühstückte der Kaiser im Regimentshause; die marokkanische Gesandtschaft begab sich zum Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg - Schwerin zum Empfang. Berlin, 8. Februar. sVerspätet.j Abgeordnetenhaus. Berathung der Eisen- vahnvorloge. Der Minister v. Maybach nahm während der längeren Debatte wiederholt das Wort, um die Vorwürfe betreffs des stattgehabten Wagenmangels zurückzuweisen ; die plötzliche Verkehrssteigerung sei aus Börsenkonjunkturen heroorgegangen und war nicht vorherzusehen. Die Verwaltung hat ihr Möglichstes gethan, um den Uebelständen zu steuern und die neuerlichen Maßnahmen würden zur Verhinderung der Wiederkehr derselben wohl ausreichen. Berlin, 9. Februar. Die Abgeordneten nahmen in zweiter Lesung die Kron- Dotation nach unerheblicher Debatte gegen die Stimmen der Abgeordneten Richter, Virchow, Munkel, Langerhans, Hermes, Parisius, Papendiek, Halberstadt und Schmieder an. Hierauf wurde die Berathung der Vorlage, die Sekundärbahnen betreffend, fortgesetzt und dabei zahlreiche lokale Wünsche für Herstellung von Bahnverbindungen ausgesprochen. Sodann wurde die Vorlage der Budaet-Commission überwiesen. Schließlich erledigten die Abgeordneten einen großen Theil des Handels- und Gewerbe-Etats; die für den Unterstaatssecretär des Handelsministeriums geforderte Gehaltserhöhung von 500 v4t wurde abgelehnt. Nächste Sitzung Dienstag, Vormittags 11 Uhr. — Krondotation, Etats- berathung. . t — Der „Reichsanzeiger" bemerkt anläßlich der Audienz des Präsidenten Bödiker und des Brauereidirectors Rösicke beim Kaiser, daß dieselben die Audienz nicht nachgesucht hätten, vielmehr vom Kaiser befohlen worden seien, welcher sich über das im Interesse der Arbeiter geplante Ausstellungsunternehmen unterrichten wollte. Kesternich. dtst,, 10. Februar. Der „Nemzet" ist ermächtigt zu erklären, daß die Nach- rtcvt, der Ministerpräsident Tisza habe die Demission eingereicht oder beabsichtige demnächst zu demissioniren, völlig unbegründet sei. Stlttim. Rom, 8. Februar. Der Maire hatte heute Vormittag eine Deputation beschäf- tigungsloser Arbeiter empfangen und derselben zugesagt, daß angesichts des augenblick- ! i nßcld an großen Arbeiten die beschäftigungslosen Arbeiter mit Erdarbeiten beschäftigt werden würden. Die Zahl der Arbeiter, welche sich gegen 2 Uhr Nachmittags auf Pratri di Castello angesammelt hatten, betrug etwa tausend. Einer der vom Maire empfangenen Delegirten empfahl den Arbeitern, die Maßnahmen der Regierung abzuwurten, andere forderten auf, Barrikaden zu errichten und das Kapitol und das Parlament anzugreifen, worauf die Menge anfing, die Laternen einzuschlagen. Von den etnschrettenden Polizeibeamten wurden mehrere mit Stöcken, Messern und durch Stetnwürfe verwundet. Auf dem linken Ufer der Tiber setzte die tumulluirende j Menge in den Straßen Frattina und Macellt und auf dem Corso Vittorio das Zer- | störungswerk fort und versah sich in den dortigen Verkaufsläden mit Messern. Als > um 4 Uhr Truppen einschritten, verliefen sich die Ruhestörer. Die Zahl der Verhafteten beläuft sich auf nahezu 100. Viele derselben wurden im Besitze verbotener Waffen, von denen einige mit Blut befleckt waren, gefunden. Drei verwundete Cioil- personen mußten in das Spital gebracht werden. — Die „Riforma" meint, daß der Mangel an Arbeit die Ruhestörungen nicht erkläre. Irgend Jemand trachte danach, Agitationen zu provociren und zu unterhalten zu einem Zwecke, der mit der Arbeiterfrage nichts gemein habe. — In der Deputirtenkammer stellten mehrere Deputtrte Anfragen an den Ministerpräsidenten Crispt über die von der Regierung beabsichtigten Maßnahmen zur Verhütung neuer Ruhestörungen. Amerika. Washington, 8. Februar. Präsident Cleoeland hat dem Congreß den Vorschlag des Fürsten Bismarck betreffend die Wiede-.aufnahme der Conferenz von 1887 mitgethetlt; dieselbe soll erfolgen auf den Grundbedingungen der Unabhängigkeit der Eingebornen auf Samoa, wwie der Gleichberechtigung der contrahtrenden Mächte. Ebenso hat der Präsident auch die Antwort Bayards auf diesen Vorschlag mitgethetlt. Darnach fordert Bayard unter Annahme desselben, daß Waffenstillstand eintrete und die deutschen Offiziere angewiesen würden, die kriegerischen Operation n etnzustellen und das Resultat der Conferenz abzuwarten. Telegraphische Depeschen. Wolff's teiegr. Korrespondenz-Bureau. München, 10. Februar. Zur Feier des hundertsten Geburtstages Gabelsbergers fand gestern Abend hier eine sehr zahlreich besuchte Festversammlung statt, an welcher neben den Mitgliedern des Central-Stenographen-Vereins eine Tochter Gabelsbergers, viele Ehrengäste und Deputationen von Vereinen Theil nahmen. Von auswärts ging eine große Anzahl von Begrüßungstelegrammen ein. Heute Vormittag vereinigten sich die Verehrer Gabelsbergers an seinem Grabe zu einer feierlichen Kundgebung, bei welcher der Oberlandesgerichtsrath Allfeld die Festrede hielt, in der er die Verdienste des Gefeierten hervorhob. Am Grabe wurden zahlreiche Kränze niedergelegt. Paris, 10. Februar. In Deputirtenkretsen glaubt man, daß die Vorlage über die Wiedereinführung der Beztrkswahlen, welche morgen in der Kammer zur Berathung steht, ohne größere Debatte werde angenommen werden. Dagegen gilt das Ergebniß über die Berathung der Verfassungsrevision, welche am nächsten Donnerstag beginnt und bei welcher man sehr lebhafte Debatten erwartet, für durchaus ungewiß, weil über diese Frage unter den republikanischen Deputaten Ansichten, welche wett aus- etnandergehen, bestehen. Rom, 10. Februar. Der gestrige Abend und die Nacht sind ruhig verlaufen. Der von den Ruhestörern angerichtete Schaden wird auf 100,000 Lire geschätzt. Die Zahl der bis jetzt Verhafteten beträgt 260. Der Bürgermeister hat gestern Abend eine zur Beruhigung auffordernde Kundmachung an bk Bürger erlassen, welche mit den Worten schließt: „Die Vaterlandsliebe und die Ehre der Stadt fordern, daß Ihr mit Ruhe und männlicher Festigkeit zeigt, daß Ihr Euch nicht einschüchtern, noch von Gewaltthätigkeiten fortretßen lassen wollt." — Der Cardinal Pttra ist heute gestorben. Gießen, 11. Februar. Die Betriebsstörungen im Eisenbahndienste, welche die Schneestürme der letztey Tage veranlaßten, machten sich auch hier in besonderer Weise bemerkbar. Infolge Schneeverwehungen waren die Stationen zwischen Gießen und Frankfurt so gut rote gänzlich von jeder Verbindung abgeschlossen, Frankfurt selbst aber nur auf dem Umwege über Gelnhausen-Hanau ober Wetzlar-Ntederlahnstein« Rübesheim zu erreichen, da auch der Verkehr auf der Linie Limburg-Frankfurt eingestellt werden mußti: Auch die Linie Gteßen-Fulda der Oberheffischen Bahnen dürfte jur Zeit, 11 Uhr Vormittags, noch gesperrt sein. Die Verkehrsstörungen scheinen nach den vorliegenden Berichten sich über ganz Deutschland verbreitet zu haben; in Rheinland, Westfalen, Hannover, Braunschweig, Thüringen, Sachsen, ganz Bayern, Hessen- Nassau u. s. w. sind nach den Bekanntmachungen der betr. Eisenbahndirectionen auf einzelnen Strecken mehr ober weniger bebeutenbe Störungen durch Schneeverwehungen entstanden. Daß in Gießen, als Knotenpunkt verschiedener Eisenbahnlinien, die etn- getretenen Verkehrsstörungen sich besonders bermerkbar machten, konnte man an der großen Zahl der Passagiere wahrnehmen, die die Wartesäle des Bahnhofes füllten, da ihnen die Weiterreise, hauptsächlich nach Frankfurt, unmöglich geworden war. Viele Reisende entschlossen sich auch, soweit das ihre Mittel und sonstige Umstände zuließen, auf den oben bezeichneten Umwegen nach dem Süden zu gelangen, während andere zurückrersten und wieder andere ausharren mußten, bis die Verkehrshindernisse beseitigt wurden. Es muß ein ungeheurer Aufwand von Arbeitskräften stattgefunden haben, um die bei Lang-Göns, Friedberg u. s. w. aufgehäuften Schneemassen zu entfernen. Eine größere Abtheilung des hiesigen 116. Regiment ging am gestrigen Vormittag mit Schanzzeug nach Lang-Göns ab, um beim Schneeabräumen verwendet zu werden. Gegenwärtig ist der Verkehr zwischen Gießen und Frankfurt wieder her- gestellt, so baß bie Züge, soweit bies auf dem einen freigeworbenen Geleise möglich ist, roieber verkehren. — Nachstehend lassen wir eine Zusammenstellung der Nachrichten über die Schneeverwehungen und bie dadurch herbeigeführten Verkehrsstockungen folgen: Darmstadt, 9. Februar. Der gestern Abend und heute Nacht tobende Schneesturm hat mancherlei Verkehrsstörungen im Gefolge gehabt. Der gestern Abend fällige Odenwaldzug traf erst mit drei Stunden Verspätung hier ein, der Güterzug der Main- Neckarbahn, welcher sich bis Arheilgen durchgekämpft hatte, blieb dort liegen, weil die Maschine defect wurde. Ein Milchsuhrmann aus Weiterstadt blieb heute in der Nähe der Windmühle mit seinem Fuhrwerk im Schnee stecken. Auf telephonisch requirirte Hilfe wurde das Fuhrwerk nach dreistündigem Harren durch bas Straßenpersonal aus seiner üblen Lage befreit. Mainz, 8. Februar. Heftiges Schneetreiben, das heute Abend stundenlang ununterbrochen am Rhein und ganz besonders in der Pfalz stattsand, hat im Bahnbetrieb Verkehrsstörungen verursacht. Die hier und in Bingen fälligen Abendzüge aus der Pfalz sind ausgeblieben. Der erste von Kaiserslautern kommende Zug steckt zwischen Morschheim und Kirchheimbolanden im Schnee, der andere Zug sitzt auf der Route von Alzey nach Bingen fest. Von hier wurde ein Hilfszug in der Richtung nach Alzey abgelassen. Berlin, 9. Februar. Das König!. Eisenbahn-Betriebs-Amt Berlin (Directions- dezirk Erfurt, Anhalter Bahnhof) theilt mit: In Folge der Schneewehen heute Nacht sind auch erhebliche Störungen im Zugverkehr, soweit er die uns unterstellten Linien Berlin-Halle, Berlin-Leipzig, Berlin-Röderau resp. Elsterwerda betrifft, eingetreten, j Stach den bis jetzt — Samstag den 9. Februar, Vormittags H'/rUhr — vorliegenden Meldungen ist die sächsische Strecke Elsterwerda-Dresden noch vollständig gesperrt • eine Personenbeförderung ist deshalb nur bis zur Grenze der preußischen Staatsbahnen (Elsterwerda) gesichert. Die Strecke Röderau-Dresden, welche ebenfalls bei Priestewitz gesperrt war, ist nach soeben eingetroffener Meldung wieder fahrbar, sodaß der Verkehr nach Dresden daher über Röderau gelenkt wird. Die zeitweisen Storungen bezw. die theilweisen Sperrungen eines GeleiseS auf anderen Strecken haben zum Theil erhebliche Zugoerspätungen im Gefolge. Nach den vorliegenden Mittheilungen sind ) nachstehende Linien durch Schneeverwehungen noch vollständig gesperrt- Sangerhausen- ‘ Oberröblingen, Gotha-Ohrdruf, Roßlau-Desfau, Jeßnitz-Dessau, Halle-Nordhausen, ! Halle-Halberstadt, Leipzig-Riesa, Weißenfels-Zeitz und Wutha-Ruhla. Koblenz, 10. Februar. Das Eisenbahn-Betriebsamt Koblenz-Altenbach macht bekannt: Unsere Strecken Cöln-Bonn, Bonn-Euskirchen und Kottenheim-Mayen sind seit gestern (Samstag) Abend durch Schneeverwehungen gänzlich gesperrt. Die voraussichtliche Dauer der Sperrung kann noch nicht angegeben werden. ®J?nnA 91 Februar. Heute herrschte in unsererlGegend ein fürchterlicher Schnee- fturm. Die Bahnstrecken Bonn-Euskirchen und Bonn-Köln sind durch' eingeschneite Züge versperrt. Der Personenzug, welcher um 4 Uhr Nachmittags von hier nach Köln abgeht, steckt im Schnee; 500 Mann Arbeiter sind oeim Freilegen des Eisenbahnverkehrs nach Köln beschäftigt. Camberg, 9. Februar. Der Abendzug auf der Strecke Limburg-Frankfurt ist bei Camberg im Schnee stecken geblieben. Aachen, 9. Februar. Außer der englischen Post ist auch die heutige Berliner Post wegen Schneesturms ausgeblieben. Der Frühzug von Malmedy steckt bei Sour- brodt im Schnee. Herbesthal, 10. Februar. Die erste englische Post vom 9. über Ostende ist ausgeblieden. Grund: Schneesturm im Kanal. Kaldenkirchen, 10. Februar. Die erste englische Post am 9. über Vliessingen ist ausgeblieden. Grund: Nebel auf der See. Hannover, 10. Februar. Das Betriebsamt Hannover - Altenbecken mach bekann,: Die Strecken Bergheim-Altenbecken und Baddeckenstedt - Grauhof sind durch Schneeverwehungen vollständig gesperrt. Die Dauer der Störung ist noch nicht genau zu bestimmen, voraussichtlich bis Montag Abend. Der durchgehende Personen- und Güterverkehr wild über andere Linien umgeleitet. Northeim (in Hannover), 9. Februar. In Folge von Schneeverwehungen stockt der Eisenbahnverkehr von hier aus nach dem Süden. Zwischen Göttingen und hier ist Mililär requtrirt, um die Bahngeleise frei zu machen. Gegenwärtig hält der Schneefall noch an. Braunschweig, 9. Februar. Seit gestern herrscht ein furchtbarer Schneesturm hier und in der weiteren Umgebung. Infolge dessen sind große Verkehrsstockungen zu verzeichnen. Einzelne Eisenbahnzüge blieben im Schnee stecken, und verschiedene Bahnlinien sind gänzlich unfahrbar. Halle, 9. Februar. Bei der benachbarten StationsNiembcrg verunglückten heute durch einen heranfahrenden Personenzug eine Anzahl mit,Schneeschaufeln beschäftigter Arbeiter. Chemnitz, 9. Februar. Der Schneesturm der vergangenen Nacht hat zahlreiche Verkehrsstörungen herdeigesührt. Der gestern Abend fällige Berliner Zug ift Ai heute früh V23 Uhr hier eingetroffen; beide Leipzig-Dresdener Linien sind zum ^heil verwebt; zwischen Döbeln und Oschatz steckt ein Zug im Schnee. Augsburg, 9. Februar. Durch den anhaltenden Schneefall und orkanartigen Sturm sind bedeutende Verkehrsstörungen eingetreten, sämmtliche Posten aus dem Norden und Westen sind ausgeblieben. München, 9. Februar. Der Schneefall in vergangener Nacht hat sehr weitgehende Verkehrsstörungen verursacht. Sämmtliche Züge von Nord und Süd sind ausgeblieben. Für die Frankfurter Post sind bis hieher 33/< Stunden Verspätung au- gezeigt. Der italienische Kurierzug ist ganz liegen geblieben. Die Post kommt mit dem Posting Abends 6 Uhr. München, 10. Februar. Nach hier vorliegenden Meldungen dauern die Schnce- stürme im ganzen Lande fort und haben zahlreiche Verkehrsstörungen veranlaßt. An verschiedenen Orten sind Eisenbahnzüge im Schnee stecken geblieben. Zwischen Türkheim und Buchloe ist ein Güterzug entgleist. Auf den Sekundärbahnen im Fichtelgebirge ist der Verkehr eingestellt. Berviers, 9. Februar. Die englische Post vom 8. dss. Mts. Abends ist ausgeblieben. Grund: Schneesturm im Canal. H « h I. Gießen, 11. Februar. Die Festrede, welche Herr Professor Dr. Dettweiler an Kaisers Geburtstag im Gymnasium gehalten und die durch ihre Gedankentiefe und Gediegenheit allgemeinen Beifall erregte, wird, wie wir hören, demnächst in dem renommtrten Verlag von Velhagen und Klasmg in Bielefeld und Leipzig erscheinen. — Wie die Leser unseres Blattes aus dem Annoncentheil ersehen werden, eröffnet der Gabelsberger Stenogravhen-Verein nächsten Donnerstag einen Fortbildungscursus, um solchen, welche bereits einen AnfangseursuS durchgemacht haben, Gelegenheit zu geben, sich in der Stenographie weiter auszubilden. Gießen, 11. Februar. Neben anderen Legaten ist auch der Vogelsberger Höhenelub von den Erben des jüngst verstorbenen Herrn Georg Roll mit einer höchst dankenswerthen Gabe von 250 JL gütigst bedacht worden. Herr Noll war es, der in den letzten Jahren die Section Gießen des V. H. C. vorwiegend vertrat und die Geschäfte derselben führte. Schon dadurch war der Centralausschuß in Schotten Herrn Stoll zum größten Danke verpflichtet. Und dazu kommt nun noch die hochherzige Stiftung, die dem Verein um so erfreulicher ist, als ihm bei dem für den größeren Verkehr aufzuschließenden weiten Gebiete des Vogelsberges durch Geldklemme nicht selten die »Hände gebunden sind. Für Wegbezeichnungen muß noch sehr viel geschehen, die Ausstattung des Wirthshouses auf dem Hoherodskopf läßt noch mancherlei zu wünschen und so wartet noch vieles der Erledigung; die Freunde des Vogelsbergs, namentlich auch die Mitglieder der Section Gießen Haden die Aufgabe, an dem Werke thätig mitzuwirken, um den mancherlei berechtigten Wünschen entsprechen zu können. Herr G. Noll, obgleich er seit vielen Jahren nicht mehr in den Vogelsberg kam, kann als leuchtendes Vorbild dienen, wie namentlich Jüngere für den Verein thätig sein können. UniverfitätS-Ghronik. Jena, 9. Februar. Der Kaiser hat Herrn Professor Dr. Reichard hierselbsb auch auf die Jahre 1889, 1890 und 1891 zum außerordentlichen Mitglied des kaiserlichen Gesundheits-Amtes ernannt. — Aus Leipzig wird mitgethetlt, daß die philosophische Fakultät deu Universität Prof. Dr. A. Schmidt anläßlich seines 50jährigen Doctorjubiläums zum Ehrcndoctor ernannt hat. Vermischtes. Darmstadt, 10. Februar. Die„Neuen Hess. Volksblätter" schreiben: Heber den so schmerzlich tragischen Todesfall des jungen Herrn Wünzer erfahren noch, daß derselbe gestern Vormittag auf Befehl des Militärgerichts secirt wurde, um den objec- tiven Thatdestand in der gegen den unglücklichen Einjährigen Haas eingeleiteten Untersuchung festzustellen. — Frankfurt, 10. Februar. Der Schneesturm der beiden letzten Tage hat auch hier mancherlei Verkehrsstörungen und -Stockungen zur Folge gehabt. Freitag Abend war der Schneesturm so heftig, daß die Frankfurter Lokalbahn den Beiried einfteUen mußte; ebenso erging es den Trambahnomnibussen, welche zwischen dem Centrum der Stadt und dem Nordende verkehren. Die Droschken mußten zweispännig fahren, um vom Platze zu kommen. Wie es auf den Eisenbahnstrecken aussieht, ist bekannt; gestern Nachmittag gegen 5 Uhr traf hier die erste Berliner Poft ein, die etwa um 8 Uhr Morgens fällig ist. Wie der Sturm gehaust hat, beleuchtet aber am besten die Thatsache, daß die hiesigen großen Blätter den üblichen telegraphischen Parlamentsbericht nicht erhielten, ein Vorfall, der lange nicht zu verzeichnen war. Heute war es tagsüber ziemlich warm und sonnighell, gegen Abend wurde es kalt und z. Zt. friert es wieder fest. Gegen das Frostwetter wäre wenig einzuwenden, wenn nur das Schneegestöber nachlassen wollte. Der auch heute Abend auftretende Sturmwind läßt indeß nichts Gutes ahnen. Osnabrück, 8. Februar. Ein nicht allein der Jahreszeit wegen, sondern noch weit mehr seiner außerordentlich kurzen Dauer wegen interessantes Gewitter entlud sich heute Abend gegen 6 Uhr über unserer Stadt. Dasselbe bestand in einem einzigen grellen Blitz, dem ein ziemlich heftiger Donner nach etwa 3 Secunden folgte. Damit war das Gewitter als solches beendet, dagegen trat zu dem unter heftigstem Südwind schon den ganzen Tag über andauernden Schneefall vorübergehend ein lebhafter Regen hinzu, und die Temperatur stieg merklich über 0°, sodaß sich fast unver- ■ mittest Thauwetter einstellte. Das merkwürdigste ereignete sich indeß um 1 Uhr Nachts, indem sich dieselbe Staturerscheinung, also abermals ein einzelner blendender Blitz, gefolgt von rollendem Donner und starkem Regen, in genau derselben Weise wiederholte, ohne daß vorher oder nachher irgendwelche Gewittererscheinungen wahrzunehmen waren. — Einem tiefgefühlten Bedürfnisse hat ein Berliner Erfinder abgeholfen, in- ' dem er Bierseidel-Untersätze anfertigte, welche in ihrer Mitte ein Zifferblatt mit beweg- lichem Zeiger haben, der mechanisch wirkt und zwar dergestalt, daß, wenn die dazu gehörige Feder aufgewunven, mittels eines Druckers die richtige Anzahl der getrunkenen Seidel festgestellt werden. Der Untersotz setzt seine Thättgkeit brs zum zwölften Glase fort; dann aber muß der Kellner die Feder von Neuem aufwinden. — [Siebentes Deutsches Turnfest.) Der Hauptausschuß zur Vorbereitung des siebenten deutschen Turnfestes in München hat in seiner kürzlich stail- gehabten ersten Sitzung die gemäß der Turnfestordnung für die deutsche Turner schäft bestimmten drei Festtage auf Sonntag den 28., Montag den 29. und Dienstag den 30. Juli ds. Js. angesetzt und wird nun ehestens die Aufrufe und Einladungen zum Feste ertasten. Auch die größere Zahl der 10 Fachausschüsse ist bereits in Thäiigkeit getreten und wird insbesondere der Turnausschuß die auszuführenden Freiübungen baldigst in der „Deutschen Turnzeitung" veröffentlichen. Daß Se. Königl. Hoheit der Prinzregent Luitpold die Gnade hatte, auf Ansuchen das Protektorat über das Fest und ebenso Se.K. H. Prinz Ludwig von Bayern das Ehrenpräsidium des Festausschusses zu übernehmen, ist durch verschiedene Blätter schon bekannt geworden und erregte in allen betheiligten Kreisen die dankbarste Befriedigung. Cuxhaven, 6. Februar. Drei Lootsen sind in der Ausübung ihres Berufes ertrunken. Ein Helgoländer Lootsenboot wollte die Hamburger Barke „Juno" mit Lootsen versehen, der Mast dcs Bootes hakte jedoch hinter eine Raae des „Juno" und das Boot fenterte. — Die deutsche Barke „Theodor Behrend" ist bei Noordergronden verunglück. Von der Besatzung sind vier gerettet, zehn ertrunken. — Der Einfluß, welchen die Musik nicht nur dem Liede zu Folge auf Krokodile, sondern auch aus Wölfe ausübt, wird neuerdings durch folgende Geschichte beleuchtet, die man aus Czernowitz berichtet. Als Nachts der Postwagen sich auf der Straße zwischen Jakobeni und Dorna (südliche Bukowina) bewegte, bäumten sich plötzlich die Pferde des Postwagens und wichen zurück. In demselben Augenblicke bemtrfte der Postkutscher, daß drei Wölfe seinem Wagen entgegenliefen. In seiner Hilflosigkeit begann der Kutscher äus allen Kräften sein Horn zu blasen, wobei er die schrecklichsten Töne hervorviachte. Die Wölfe blieben stehen; dann kehrten sie, fürchterlich heulend, um und eilten pfeilschnell aus und davon. HandeS unv Verkehr. — "Neue Stationsbezeichnungen. Nachdem durch Allerhöch^n Er- j laß vom 20. Februar o. I. genehmigt ist, daß der Bezirk der totabtgen.eLbe Deutz j nach der Vereinigung mit der Stadt Köln den "Namen „Köln-Deutz" führe, w.rden die betreffenden Eisenbahn Verwaltungen den bergisch-märkischen Güt.rbahnhos Deutz ' für den Güterverkehr künftig mit „Köln-Deutz L.und die Station DeutzX.Ll. mit „Köln-Teutz" bezeichnet. In Bezug auf die beiden Stationen Ehrenfeld und Nippes liegt sine Veranlassung zu einer solchen Aenderung nickt vor, weshalb der j Handelsstand zur Vermeidung von Mehrkosten und Zeitveilnst gut chun wird, seine i Maarenbezüge nach wie vor nach „Edrenfeid" (bezw. „Nippes") und nicht etwa nach j Koln-Ehrenfeld ober Köln-Nippes adressiren zu lassen. Cantos Brdefts, Grünberg, 9- Februar. (Fruchtpreise). Weizens 19,60, Korn 00,00, Gerste JL 13,40, Hafer JL 00,00, Erbsen JL 00,00, Samen JL 00,00, Wicken JL 00,00, Kartoffeln JL 0,00. Linsen JL 00.00. Weiße Seidenstoffe von Mk. 1.23 bis 18.20 per Meter — glatt und gemustert (ca. 150 versch. Qual ) — versendet tobens und stückweise portos und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. u. K Hoflief.), Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto- 335 Kirchliche Anreizen der evangelischen Gemeinde. Bibelstunde: Montag den 11. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, 1. Mos. Kap. 24, Eliesers Brautwerbung um Rebekka für Isaak. Gottes Führung auf dem Wege. Pfarrer Dr. Naumann. Bei dem außerordentlich hohen Schnee in Feld und Wald bitten wir der hungernden und frierenden Vogel nicht zu vergessen. Auch der hiesige Thierschutzverein möge Angesicht- dieser Nothlage auch im weiteren Umkreise der Stadt Futterplätze errichten. Mittel hierzu werden ja vorhanden sein resp. sich erschwingen lassen. Holzverfteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Die Holzversteigerungen, welche am Montag Den 11. und am Dienstag den 12. Februar abgehalten werden sollten, können der eingetretenen Schneeverwehungen wegen erst Montag den 18. und Dienstag den 19. Februar abgehalten werden. Lich, am 10. Februar 1889. 1193 Dr. Dieffenbach. Mittwoch -en 13. Ftbrusr, versteigere ich gegen Baarzahlung: I. Vorm. 10 Uhr im Hause Licher- straße Nr. 9 folgende von mir dort aufs bewahrte Gegenstände: 1 Faß ord- Branntwein, 100 Flaschen Liqueur; II. Nachm. 2 Uhr in der Flett'schen Hosraithe: verschiedene Möbel, darunter 1 nußb- Secretar und 1 Verticow, ferner 1 Hobelbank. Versteigerung unter I bestimmt. Gettzler, 1188 Gerichtsvollzieher. Ileilgevotenes. Mchäsls-Hous. Mein HauS, Marktplatz 5, worin ich seit 12 Jahren ein Mannfacturwaaren- geschäft betreibe, will ich wegen Aufgabe des Geschäfts, wenn möglich mit Ladeneinrichtung, verkaufen, event. verpachten. Selbftreflrktanten wollen sich birect an mich roenben- 1176 Martin Scheel^ Gießen. Gemüse-Conserven in ' i, i/2 und 1/< Büchsen, Maike: E- Moitr ier- Metz. 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Februar 1889. 1192 Ein braves Dienstmädchen auf sofort gesucht von C L. Gail, Seltersweg 22. 1190 Ein Logis mit Wasserleitung zu vermielhen Wesianlage 3o 1187 Ein braves Dienstmädchen für Haus- und Gartenarbeit gesucht. Frankfurterstraße 32 I. Statt jeder besonderen Benachrichtigung machen wir hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Grossvater der 4°/o Gießener Obl. 103.50 | 5% Buderus Obl. Reichsbank-Disk. 3<>/0. — Franks. Bank-Disk. 3*/e. V erband. Alleiniger Vertreter für Gießen Umgegend: Job» Kessler, Gießen, Kanzleiberg S. du Ungeheuer!“ aus der Oper „Oberon“ Ouvertüre zur Oper „Euryauthe“ Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß heute Nacht unsere liebe Tochter, Nichte, Schwester und Schwägerin Johannette Wagner Wwe., geb. Engel, nach kurzem schweren Leiden verschieden ist Gießen und Darmstadt, am 9. Februar 1889. Familie Engel Die Beerdigung findet Dienstagden 12. Februar, Nachmittags 31/4 Uhr, vom Ster behause, Neuen Baue 13, statt. Todes Anzeige. Heute Nacht verschied nach längerem Leiden unsere liebe Gattin, Mutter, Schwieger- und Großmutter Katharina Mank, geb. Ihm, im nicht vollendeten 63. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen Wieseck, den 11. Februar 1889. 1189 Die Beerdigung findet Mittwoch Mittag 2 Uhr statt. Todes-Anzeige. Gestern Abend starb nach längerem Leiden unser lieber Gatte und Vater, der Lademeister Adam fiüeiei* was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme tiefbetrübt mittheilen. 1180 Gießen, den 11. Februar 1889. Die trauernden töhiUrbHrbrnen Die Beerdigung findet Dienstag den 12. Februar, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurterstraße 89, aus statt. Redaction: 9(. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Dir b-utige Stummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage Programm. 1. Symphonie in C-moH Nr. 5 von . . . . L. van Beethoven, a) Allegro con brio, b) Andante con moto, c) A legro d) Allegro (C). 2. Arie: „Dich theure Halle griiss’ ich wieder“ aus der Oper „Tannhäuser* von . Rich. Wagner. 3. Larghetto aus der Symphonie Nr. 3 von Louis Spohr. 4. Lieder mit Klavierbegleitung : a) Am Ufer des Flusses des Manzanares“ v. Ad. Jensen. b) Neue Liebe von Ant. Rubinstein. 5. Scene u. Arie: „Ocean, \ Pianioo’s, US «lavierstimmm u. Reparaturen werden solid und billigst ausgetührt. 3135 G. D. Gebauer, Seltersweg 67. Fünftes Concert (97. Vereinsjahr) am Sonntag den 17. Februar 1889, 5 Uhr Abends im grossen Saale des Gesellschaftsverein:* unter Leitung des Grossh. Universitäw- Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und Mitwirkung Grossh. Hofoperubängerin Fräulein Marie Wittich aus Schwerin, des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. < ---— [1175 Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft frankfurter Börse vom 11. Februar 1889. 1174 Der Verbands-Vorstand UM 7 rationell, 11 billig, ww wirksam inseriren will, wende sich an die weltbekannte, älteste und leistungsfähigste Annoncen-Expedition Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. 1177 | Mann m g Zeugnissen, der 05 in einem hiesigen Manufactur- ' -waakengeschäft en gros und en detail seine Lehrzeit bestanden hat, sucht per 1. Mai Stelle auf Comptoir, am liebsten Fabrikgesch. Gef Off. u. Chiffre C. P. 20 postl. Gießen erb. 1172] Gute Pension für Schüler in der Nähe beider Gymnasien. Nachricht an die Expedition d- Bl. 1173] Wer ertbeilt Anfängern gründ' tichen Violinenunterricht? Offerten mit Angabe des Preises erbitte unter „Violine" an die Exped. d. Bl- Deutsch Oesterreichischer Möbeltransport- Donnerstag, 14. Februar, Abends 8Vr Uhr, beginnt im Vereinslokal (Caf6 Ebel) ein Fortbildungskursus. Honorar für Nichtmitglieder 4 Der lis-2 Gabelsberger Stenographen-Berein. 1181 Ein Lehrling gesurA von Christian Pfeiffer, Gärtner. 1179 Ein brauner Pelzboa gefunden Gegen Erstatt, der Jnseratgeb abzuholen bei Schlossermstr- Wigandt, Löberstr. 5. 1178] Ladenmädchen gesucht. I. Schmücker. Männer und Krauen, die mit Kurzrvaaren, Wollwaaren, Manu- facturwaaren und sonstigen Artikeln Privat- kundschait auf dem Lande besuchen, erhalten sehr lohnenden Nebenverdienst nachgewiesen. Offerten sub G. a. 21 an die Exped- d. Bl.1184 Reingehaltene Exemplare des „Gießener Anzeigers" Nr. 29 und 90 werden zurückgekauft in der Expedition Schulstraße 7.____________ V 93] Gesucht ein Mädchen, welches das Kleidermachen erlernen will, Markt- platz 18 III. Wohnung im Hause. Ausgekämmte Haare Z kaust H. Plank, Kaplansgasse 2. Schlußcourse 4°/q Reichsanleihe 108.85 31/zv/o do. 103.95 4o/o Preuß. Consols 108.80 3V8% do. 104.50 4% Ungar. Goldrente 85.70 4'/s°/o bester reich. 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