Samstag dm 9. März Nr. 66. WGMM 1889. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bnrtattt Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn« >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Amtlicher Hheik. Betreffend: Gedächtnißfeier für Kaiser Wilhelm I. Gießen, den 8. März 1889. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Nachstehender Ausschreiben Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, theilen wir Ihnen zur Kenntniß und Nachachtung mit. v. Gagern. pp. an die Großherzoglichen Kreis-Schul-Commissionen. Künftigen Samstag den 9. d. M wird ein Jahr verfloffen sein, seitdem der erste Deutsche Kaiser Wilhelm I. aus dem Leben geschieden ist. Wir halten es für «»gezeigt, die erste Wiederkehr diese» Tages nicht vorüber gehen zu lasten, ohne daß des Kaisers Wilhelm, des erhabene« Gründers des Deutschen Reichs, in den Schulen des Landes gedacht wird, und beauftragen Sie, die Abhaltung einer einfache» Gedächtnißfeier insbesondere in de» oberen Klaffen der Schulen für den 9. März d I. anzuordnen. Ein Ausfetzen des Unterrichts hat nicht stattzufindeu. v- Knorr. _____ Betretend: Den Gehaltrbezug der Geistlichen. Gießen, am 6. März 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evangelischen Kirchenvorstände des Kreises. Nachdem Sie in Gemäßheit der pos. 3 des Ausschreibens Großherzoglichen Oberconsistoriums vom 4. Januar l. I. (Verordnungsblatt 1) an uns berichtet haben, beauftragen wir Sie, auch die übrigen Bestimmungen dieses Ausschreibens genauestens zu befolgen. Insbesondere weisen wir Sie an, den Kirchenrechnern die pünktliche Vollziehung der in pos. 1 getroffenen Übergangsbestimmungen aufzugeben und sowohl für das laufende wie für die kommenden; Jahre für Einsendung der vierteljährlichen Handbuchsauszüge besorgt zu sein. v. Gagern. Lehrer-Co «ferenz des Conserenz-Bezirks Gießen: Mittwoch den 13. März, Vormittags 10 Uhr, in Gießen. — Lieder 4. 10. 249. Gießen, den 8. März 1889. Büchner, Schulrath. Kolitifche Rundschau. Gießen, 8. März. Zwei für die deutsche Nation bedeutungsvolle Gedenktage bilden die hervorragenden Marksteine der diesmaligen Woche — am 8. März feiert Gerteral-Aeld- marschall Graf Moltke sein 70jähriges Dienstjubiläum und am 9. März ist das erste Jahr seit dem Heimgange Kaiser WUHelmS I. verflossen! An dem seltenen Ehrentage des greisen Schlachtendenkers wird sicher ganz Deutschland im Geiste den herzlichsten Anthetl nehmen und wenn es Graf Moltke auch vorzog, großen äußerlichen Ovationen zu entfliehen und in ländlicher Zurückgezogenheit sein Dtenftjubiläum zu begehen, so hindert dies nicht, daß ihm zahlreiche Kundgebungen freudiger Theil- nahme zu seinem Jubeltage aus allen Kreisen der Nation zugehen werden. Aller Glückwünsche zum 8. März aber gipfeln wiederum in dem einen allgemeinen Wunsche, daß der berühmte Heerführer, der auf eine so lange und ruhmvolle Zeitepoche, die er im Dienste des Vaterlandes zugebracht, zurückschauen kann, auch fernerhin dem deutschen Heere und dem deutschen Volke noch lange erhalten bleiben möge. Andere, ernstere Gefühle sind es dagegen, welche der 9. März hervorruft, er erinnert nochmals an den schmerzlichen Verlust, den Alldeutschland vor nun Jahresfrist durch das Hinscheiden des ehrwürdigen kaiserlichen Heldengreises erlitten und in den Trauerfeierlichkeiten, die in allen Gauen des Reiches anläßlich der ersten Wiederkehr des Todestages Kaiser Wilhelms I. veranstaltet werden, wird noch einmal den Manen des großen Herrschers von seinem dankbaren Volke der Tribut pietätvollen und wehmüthigen Gedenkens gezollt. Aber wenn auch der ruhmvolle Greis nun längst den letzten Schlaf schläft, so lebt doch sein Geist im deutschen Volke fort und nach wie vor ist sich jeder patriotische Deutsche bewußt, daß die großen nationalen Güter, welche dem deutschen Volke unter Wilhelm I. geworden, um jeden Preis feftgehallen werden müssen. — Möge diesen Entschluß auch die ernste Feier des 9. März noch weiter festigen! Der Reichstag steht vor dem Ende seiner jetzigen zweiten größeren Pause der im vorigen November begonnenen Session, denn am kommenden Mittwoch, den 13. März, tritt das Plenum wieder zusammen, zunächst, um kleinere Sachen zu erledigen. In dem alsdann beginnenden dritten Abschnitt seiner Thätigkeit gilt es für den Reichstag noch ein tüchtiges Arbeitspensum zu erledigen, denn es müssen vor Allem noch einige Initiativanträge und kleinere Vorlagen vollständig durchberathen werden, die das Haus schon in erster und zweiter Lesung beschäftigten und inzwischen sind noch mehrere andere Anträge aus dem Hause eingegangen. Ferner sieht das Par- lament sein Arbeitsprogramm noch durch vollständig neue Stoffe vermehrt, durch den Nachtragsetat, das Anleihegesetz und den Zuckersteuergesetzentwurf, welche Vorlagen zur Zeit der Berathung durch die Bundesrathsausschüsse unterliegen; außerdem ist sogar noch von einer Novelle zum Socialistengesetz stark die Rede. Schließlich sind aber die beiden wichtigsten gesetzgeberischen Materien der gegenwärtigen Session, etwa abgesehen von der ostafrikanischen Vorlage, die Entwürfe über die Reform des Genossenschaftswesens und über die Alters- und Jnvaliditätsoersicherung der Arbeiter, noch nicht einmal in den Eommissionen desinitiv durchberathen und letzteren haben sie doch schon so manche angestrengte Arbeitswoche gekostet. Daß sich da die Session noch weit über Ostern hinaus erstrecken wird, dürfte unter den obwaltenden Verhältnissen kaum mehr zu bezweifeln sein. Die Nachricht, daß auf Samoa Waffenstillstands-Verhandlungen zwischen den Deutschen und dem Rebellenführer Mataafa eingeleitet worden seien, hat sich bis jetzt noch nicht bestätigt. König Wilhelm von Holland befindet sich andauernd in einem lethargischen Zustand, der jeden Tag das Ende des greisen Monarchen herbeiführen kann. Die Errichtung einer Regentschaft ist daher dringend geboten und wird sich dieselbe jedenfalls in diesen Tagen constituiren. Darmstadt, 7. März. Seine König!.; Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigft geruht: Am 26. Februar dss. Js. den Kreisbauaufseheraspiranten Christian Falk aus Hungen zum Bahnmeister bei den Oberhessischen Bahnen zu ernennen. Darmstadt, 7. März. Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit der Großherzogs ist durch Ausschreiben Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, die Anordnung getroffen worden, datz Samstag den 9. d. M., dem Tage, an welchem vor Jahresfrist Kaiser Wilhelm I. aus dem Leben schied, in den sämmtlichen Schulen des Landes eine einfache Gedächtniß- feier zum ehrenden Andenken an den erhabenen Gründer des Deutschen Reiches stattfindet. Darmstadt, 7. März. Die großherzogliche Regierung hat heute eine Gesetzesvorlage wegen Erbauung weiterer Nebenbahnen an die Landstände gelangen lassen welche jedoch, conform den beiden früheren dieselbe Materie betreffenden Gesetzen, nur Vorschläge und Geldforderungen für die Ausführung der zunächst dringlichen Neben- bahn-Projecte enthält. Andere Projecte sollen damit nicht abgewiesen sein und sind dieselben nur aus finanziellen und sonstigen Gründen vorerst zurückgestellt worden. Die jetzige Anforderung beläuft sich nahezu auf elf Millionen Mark. Wie die „Neuen Hessischen Volksblätter" aus sicherer Quelle erfahren, sind insbesondere folgende Bahnen vorgeschlagrn: In Starkenburg die Linien Offenbach—Reinheim, Ober-Roden— Neu-Isenburg, Fürth—Heppenheim und Heppenheim—Lorsch. In Ober Hessen: Friedberg—Oberhessische Eisenbahn zwischen Nidda und Hungen, Grünberg—Londorf (Lumdathalbahn) und die Fortsetzung der Stockheim—Gederner Nebenbahn über den Hinteren Vogelsberg vorerst bis Lauterbach. In Rheinhessen: die Linie von Worms bis Nieder-Olm mit Abzweigung nach Alzey und die Fortsetzung der Bahn Sprendlingen-Wöllstein bis Neu-Bamberg und der Ludwigsbahn von Flonheim nach Wendelsheim. uv. Darmstadt, 7. März. sZweite Kammer der Stände«! Die Zweite Kammer der Stände begann heute unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Kugler ihre Verhandlungen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Präsident des verstorbenen Prinzen Alexander und nahm Veranlassung, der hohen Verdienste des hohm Verblichenen zu gedenken, welche er sich als Präsident der Ersten Kamer erworben. Er ersucht die Theilnahme der Zweiten Kammer dadurch auszudrücken, daß sich die Mitglieder von den Sitzen erheben. Die Kammer werde dem verstorbenen Prinzen stets ein ehrendes Andenken bewahren und schlage er vor, als sichtbares Zeichen der Theilnahme Sr. König!. Hoheit dem Großherzog, dessen Oheim der Verstorbene gewesen, eine Adresse zu überreichen, welche morgen berathen werden soll. Ferner werden Seitens des Schriftführers Abg. Arnold eine Reihe neuer Einläufe und Berichtsanzeigen verkündet und sodann in die Tagesordnung eingetreten ! und zwar: Telegraphische Depeschen. Wolff'S lelegr. Correspondenz- Bureau 71 In der morgigen Plenarsitzung des Bundesraths erfolgt «nLÄÜt W-?achtragsetats des Anleihegesetzes und der Zuckersteuervorlage, Le Berichterstattung über eine Eingabe des Fürsten von Fürstenberg wegen Aufnahme einer Bestimmung über Familtenvertrage des hohen Adels in den Entwurf des Ein- führungsgesetzes zum bürgerlichen Gesetzbuch. , . „ SWärj. SDer Reichs- und Staatsanzeiger publizirt heute das Gesetz betreffend Feststellung des Reichshaushalts-Etats für 1889/90 sowie dasjenige betreffend ?nd der^Rkichs" smbahnen.^ bct '-»"Wallungen des Rcichsheercs, der Marine Berlin, 7 Marz ^Abgeordnetenhaus.^ Bei der heutigen Fortsetzuna der »weiten Berathung des Cultusetats beantragte Mooren, die Staatsregierung möge sich über ihre Grundsätze in Betreff der Verstaatlichung höherer städtischer Leh"anstalttn a*"'r eventuell einen bezüglichen Gesetzentwurf einbringen. — Eultusminister ?örm?L »»eEte hierzu, die Verstaatlichung solcher Anstalten werde der Regierung förmlich aufgedrungen, die Communen suchten aus finanziellen Rücksichten bei der Re- ^Erlrng darum nach, aber c§ würben zumeist nur Vollanstalten, und nur ausnahms- roeife bei Vorlage politischer Grunde wie in Westpreußen auch Progymnasien über' "E an-rV V-rsta-Mchung g-h- Die Regierung, wenn =tn>” am FaU- beftonb der Schule vorhanden sei. — Mooren zog hierauf seinen Antrag zurück Im Uebrigen wurde ohne erhebliche Debatten der Cultusetat bis zu den Elementarschulen 3ortZn7nber™tZta^üng0 " 3S°tIaflen- Volks,chullastmge,.tz^ und M.ftiSjSÄÄ.awÄs , IQlrÄLft^neII1U8ekunbct’e7?1 ?et,p5tet -inlau,enden Casseler Personenzuge stall. Von ! ÄÄ.5.T,? ÄteÄ* - ” l- *• M-» » * 6enau rn demselben Geiste gehalten sein wird wie unter Milam In einer in den i erwartenden Proklamation der Regmtschaft wird ausgedrückt seim die Regentschaft werde von den bisher verfolgten Pfaden nicht abweichen Die Finarn- ! 'olg-nd-rweis- g-r-g-l,: SDk Clo Miste MUans L-trug fährUch I ^'?^O'OOO §rcs., welche nunmehr unter Milan und Alexander zu gleichen Tbeilen aetbeilt wird. D e Regentengehalte per 180,000 Frcs. bezahlt Alexande?. 9 6 ’ Das „Fremdenblatt" hebt hervor: Oesterreich achte die ^etbststandigkeit der Balkanoolker, respektire die Entschließungen der gesetzlichen WahhI a ’ Gesichtspunkte beurtheile es auch die Regentschaft. Ristic's dEik werde sicherlich von Rücksichten für die Wohlfahrt Serbiens geleitet sein. Es erscheine glaubwürdig, daß die Regentschaft die politischen Wege Milan's wandeln C" Äubt hochgradige Nervosität Milan's als Grund feines L b-.^rbim bedürfe der Stabilität, alfo des Rückhalts, welchen die erprobte Freundschaft der Machte der Friedensliga gewähre. Dre Neue b^weffelt nicht die Fortsetzung einer freundnachbarlichen Politik durch die Regentschaft. Berlin scheint dies Vertrauen zu tbeilen und das falle schwer in's Ge- wVS’äT««*“" -*™bS «wÄ 7* <^är?u £ufoJße ber Fr. Pr." vereinbarte König Milan mit der Regentschaft die Hauptlinien der auswartlgen Politik. Nach dem „Neuen Wiener Tagebl." verwehrt die Abmachung Milan's mit Ristic der geschiedenen Koniin die Rückkehr. Begegnungen mit ihrem Sohne sind nur im Auslande im Beisein eines Regenten gestattet. Das „Wiener Tageblatt" erwähnt einen Brief Milan's an einen r1 .""^rischen Aristokraten, in welchem er bemerkt, er leide an wachen- ®ltoÖPfUn8 Unb W; "2^ Mnemid, . Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad, es werde von der Regentschaft Postiik w-rdLSUetiStreUnWen Jahren derart zugenommen, daß zur Bewältigung die ständige Beordnung emes Mitgliedes der Cioilkammer zur Strafkammer erforderlich ist. Durch diese Maßnahme findet eine außerordentliche Überlastung des Directors statt. Dieser dauernden Belastung des Directors stehen gewichtige Bedenken gegenüber. Die Großh. Jtegierung ist daher der Ansicht gewesen, die Umwandlung der Stelle eines Rathes am Landgericht der Provinz Starkenburg in eine Directorstelle sei dringend geboten. M wurde in Folge dieser Maßnahme eine angemessene Theilung der Geschäfte des Strafkammer-Vorsitzenden unter zwei Directoren ftattsinden können. Der Gehalt des neuen Direc ors wurde gleich dem des jetzigen auf 6500 Jü zu bemessen fein. Die Regierung richtet daher an die Kammer das Ansinnen, diesem Mehr von 2500 JC die Verfassungsmäßige Zustimmung zu geben. Ausschuß kann sich nicht mit der Ansicht der Regierung einverstanden andern glaubt derselbe anheimgeben zu sollen, der Abstellung der vorhandenm Mißstände in anderer Weise naher zu treten und dem Antrag der Großh. Regier.'-ng reine Folge zu geben. * b — Für die Regierungs-Vorlage sprechen Seine Excellenz des Staatsminister, die Jn0 ar unb Heinzerling, gegen denselben die Abgg. Osann, Metz- Darmstadt u. A. Nach erfolgter Abstimmung wird der Antrag des Ausschusses mit allen gegen 2. Stimmen angenommen. . Zum Schluß der heutigen Verhandlungen steht der Antrag der Abgg. Ulrich •uno <3 oft auf bestere Behandlung der wegen politischer oder Preßvergehen verurtheilten bezw. auf Vorlage eines die Strafverbüßung im Grvßherzogthum unter besonderer Berücksichtigung Der wegen politischer oder Preßvergehen Verurtheilten regelnden Gesetzentwurfs. Großh. Staatsregierung, sowie der Ausschuß ist der Ansicht, daß das allgemeine Verlangen, den wegen politischer und Preßvergehen Verurtheilten beim Strafvollzug eine beffere Behandlung angedeihen zu lassen als den wegen anderer Vergehen ober Verbrechen Verurtherlten, augenscheinlich zu weit gehe, weil einem politischen oder IrHveraehen nicht m nder schlechte und verwerfliche Motive zu Grunde liegen können. Auch ist man der Ansicht, daß eine allgemeine gesetzliche Regelung des Strafvollzugs zur Competenz des Reiches gehöre und dessen weiteres Vorgehen auf diesem Gebiet umsomehr abzuwarten ist, als ein dringendes Bedürfniß nach anberrodter gesetzlicher Jiegeiung nicht vorliegt. Der Ausschuß beantragt hiernach dem Antrag der Abg. Ulrich und Jöst keine tfoige zu geben. ra ^b80mUJdJöst bringen in längerer Rede eine Reihe von Desiderien ^N^0Ees »u Mainz zur Sprache, ebenso der Abg. Wasserburg, und bedauern die Ablehnung des Antrags aus Gründen der Humanität. o z-ii Plumer beschließt sodann im Sinne des Ausschußantrages mit allen gegen o Stimmen. Schluß i/,2 Uhr. Morgen Sitzung. Katholische Kemnade. Samstag: Sonntag: Petersburg, 7. Marz. Die außerordentliche buchartsche Gesandtschaft, welche dem Kaiser den Dank des Emirs für den Bau der Eisenbahn aussprechen soll Ist gestern hier eingetroffen. 7- ^rz. Nach neueren Nachrichten soll das neue Cabinet gebildet sein mit Crtspi, Zanardelli, Miceli, Bertole-Viale und Brtn; Giolettt würde das Ministerium des Schatzes, Seismit-Doda die Finanzen, der Senator Cremona die Arbeiten, Lacaoa Post und Telegraphen, und Baccellt den Unterricht übernehmen. Das Cabinet dürste voraussichtlich am Sonnabend sich der Kammer vorstellen. Gottesdienst in der Synagoge. Samst-^Ab-nks-^uhr' Sam§taß 2”OrBÄ 8#° U6r- Samstag Mittag 3°° Uhp » o f « l « «. Gietze«, 8. März. Nack einer Verfügung Großh. Ministeriums sind die Gymnasien, Realgymnasien, Realschulen, höheren Lehranstalten rc. angewiesen morgen der ersten Wiederkehr des Todestages des Höchstseligen Kaisers Wilhelm I. eine Gedächtnißfeter zu veranstalten. Dieselbe findet für das Realgymnasium und die Realschule um 8 Uhr statt und wird Herr lic. vr. Holtzmann in einigen Worten die Bedeutung des L.ages heroorheben. — Der fünfte Vortrag des Fräulein Dr. E. Mensch findet am Samstag zu gewohnter Stunde statt und wird den deutschen Roman der Gegenwart zum Gegenstände haben. Die Schriftsteller Gustav Freytag, Sptelhagen, Heyse sollen Werbet eine eingehende Würdigung erhalten. 1. Sonntag der hl. Fastenzeit. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um %8 Uhr Gelegenheit -ur yl. Berchte. Morgens um Buchen: 29 rm Kpl, 1999 rrn Reiser. *») Aspen: 5 rm Kpl. 4m?,rofborf' bcn 7- März 1889. Das Bürgermeisteramt. Arbeitsdersteigerung. Donnerstag den 14. I. Mts , von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhause die für das i Rechnungsjahr 1889/90 erforderlichen | laufenden Pstasterreparaturen, . Basaltsteinlieferungen, Kieslieferungen, ! und Kies-Fuhrleistungen, ■ sowie Steinschlagerlöhne ! versteigert werden. । Gießen, den 8. März 1889. ; Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. :Keller, Beigeordneter. [1816 Versteigerung Samstag den 0. Mär- d. I., ! Abends V28 Uhr, * ^bn I. Petri und Erben in ihrer s Wohnung eine Wies- beim Ort i Nur VI. Nr. 638 mit 2254 naRtr. ; frerwMg versteigern. 1 Oppenrod, den 7. März 1889. Großherzogltches Ortsgericht. m , 3- $•: 1797 Brück, Ortsgerichtsmann. Aeitgeöotenes. 1806J Zwei gute Ziegen verkauft Sack, Bahnwärter am Rodberg. Mein Lager in Herren-Hemden und Confirmanden-Hemden bringe in empfehlende Erinnerung. Anfertigung nach Maaß unter Garantie für beste Ausführung •J. Haan |r., 1819______ am Kreuz._____ 1803] Ein gut erhaltener Landauer ^r^egen Todesfall billig zu verkaufen. Näheres bei CH. 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Tagesordnung: 1) Jahresbericht des Vorstandes, 2) Prüfung der Rechnung und Entlastung des Rechners, 3) Ankauf eines Hauses, 4) Erneuerungswahl der Halste des Vorstandes. Die Mitglieder werden hiermit aus Grund der §§ 4, 5 und 7 der Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unserer innigstgeliebten Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christina Schmoll, geb Wacker, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unfern herzlichsten Dank. 1809 Gießen, den 7. März 1889. Die trauernden Hinterbliebenen. CourSberreht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. frankfurter Börse vom 8. März 1889. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. Tendenz: flau. 4°/o Reichsanleihe 3 Wo do. 4% Preuß. Consols 3Wo do. 4°/0 Ungar. Golbrente 4>/5°/o Oesterreich. Silberrer 109 00 103 90 108 70 104 60 85 10 lte' 70.70 5% Italiener Rente ult. 5°/( 1871 /73er Russen 4% ' 880er do. Russische n. Orientanleihe 4o/o :mif. Egypter 60/0 ons. Mexikaner, große Stücke 95 40 102 70 90.60 67.10 87 20 9130 Disconto-Commandit-Anth. Darmstädter Bank-Act. Oesterreich. Crebit 234.80 170.50 251.37 Oester reich. Staatsbahn-Actien Lombard. Eisenbahn- „ Galizische do. „ 207 CO 84.00 172.00 20 Francs-Stücke 10 do. 16.18—16.22 16.14-16.17 Tendenz: I Engl. Souvereigns 20.35—20.40 | Dollars in Gold 4.17—4.21. schwankend. Telegraphischer LourSLe^chi der Z Oefterr. Creditactien 161.90 Oesterr. Staatsbahn-Aciieu 103 CO Laura-Actien 136.25 Darmstädter Bankactien 174.25 erliuer Börse vorn 8. März 1889. DiSconto-Eom.-AntheUr 238.00 Lombarden 42 75 Ostpreußen 10125 Bochumer Gußstahlactien' 199.60 4°/0 Gießener Obl. — - 1 5o/o Buderus Obl. 104 50 Reichsbank-Disk. 3%. — Franks. Bank-Disk. 3 o/0. Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ’ Die heutige «u»»er enthält 1 Blatt uu» 1 »eUage. ) ) I ) ) ) I ) ) ) ) 3 11 Jetrgeöorenes. Dr. Dieffenbach aWa _-nr_ Drogenhandlung 3 B Ü66 Otto Schaaf, Seltersweg 38. 42 2900 4 250 150 9 9 2 67,5 43,7 A. 51 611 1325 tBeütige zu Ar. 58 öes „Ziekeiier Äuzeiger" eigene Trocknung Reish. Wellen 100 2060 2800 580 1210 17591 Ein Wagen in sehr gutem £AnLu2b.ein Tchimmelpferd ' (Wallach) stehen zu verkaufen bei Mirabellen, Reineclauds, 3 101 39 Am-ric Apfeischeibeu, Bordeaux-Pflaumen, Türkische Zwetschen, Apfelfpaltev, Kirschen Adam Stein, Handelsmann in Lang-Göns. Bekanntmachung. ..Die Gemeinde Lang-Göns beab- ftchtigt, einen Arzt mit einem Honorar von 800 anzustellen. Bewerber wollen sich bei der unterzeichneten Bürgermeisterei melden. Lang-Göns, den 4. März 1889. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 1728 empfiehlt 1713 Emil Fischbach. Lich, am 6. März 1889. 1798 t Waschbütten in 6roß^ Auswahl empfiehlt billigst I .o_ Wilh. «ohlermann, Küferei, 1 1315 Neustadt 15. 27 rm Buchen-Prügel, 115 rm Buchen-Stöcke, ^\.®^nn2Berf,^eiter' 4 rm Eichen-Prügel, 8 rm Eichen-Stöcke, Erchen-Wellen, ' Scbeith. Rmtr. Buchen 6 Eichen 148 Nadel 2 Wachholder Dornen — Allgemeiner An, ei gH Holzversteigerung in der Jürstlichea Oberförsterei Xich. Es sollen versteigert werden: 3) ®5"nct°^arbbT: “ ”°n $ormittQ85 10 Uhr an, im "O ^'^nb'cheichch, 93 rm Eichen-Prügel, 74 nn Eichen- 2850 Eichen-Wellen, 650 Nadel-Wellen, 80 Weichholz-Wellen, 6 ^1^'Abschnitte, 3 bis 4 rn lang, 32 bis 45 cm Durchmesser, 1743] Wegen Uebernahme eines HoMis ist das Hau» mit Garten lFraukfurterstraße 83) auf mehrere Jahre zu vermiethen, eventuell «ich zu verkaufen. Bau-, Werk- und Nutzholz: Fichten-Stämme mit 18,88 km, Fichten-Derbstangen m. 36,05 „ Fichten-Reisstangen „ 11,96 „ (Weißbinder- u. Spalierstangen). B. Brennholz: Kiefern-Abfchnitte mit 5,16 fm. Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Lich nach Muschenbeim wo derselbe Dom Fußpfad Birklar-Kolnhausen geschnitten wird. ' b) DiMct^Hül?/" 12‘ äJUt1' DOn ^rmittags 10 Uhr an, im j Knüppelh. Stockh. Rmtr. Nmtr. telegraphischer «chiff»bericht (vv.., „Red iLtar Line" Antwerpen D„ ÄÄS L'L"L'.s'L»,„«s? . -Zelc8tamm °m o. Mä,z wohlbehalten in 8tiUb7lSMn n"?^±2SBtq,c" ,out Nadel-Wellen, Stück Eichen-Wagnerholz = ca. 2 fm, 8 Eichen-Stangen = 0,98 fm Hambuchen-Stangen = 0,43 fm, 266 Fichten-Stangen = 2,42 fm' Kiefern-Stämme = 0,90 fm. ' Die Zusammenkunft ist beim Mengelshäuserteich. Die Set. Sem® °en 9ur Sln?,'.ä^, besonders Sine von der Centralstelle ,ür die Gewerbe niederaeiebte Gnmn^Si«^1 kUn9..8,elnn8en’ Estg die Ginsüh.ung sakultatioer ^r EÄäÄÄ'iS'WÄt sm MEW-MMM Ä 'b-n 'eine Vorgesetzten geschenkt hatten, damit zu decken %a?er Stone E,,en nd’terhd’£n B^mten Nachlässigkeit und Dienstoerletzungm EMWWZUUL- äSsSSSuS bleustes nach $ 167 des R -Str G -R in hpftmf»» 1? L*ne ^lorung des Gottes- ss« iiäSS ss.Ä?Är«fcts «rHNLKür Nach einer früheren Eutschetdun/ist die fchstch.e Msich^t ^ber d^i d-r AnLl Di?'SiÄ SiSSfÄb,tä“ä s, s ,s Holzversteigemng im Gießener Stsdtwalde Montag den 11. März 1889, von Vormittags 9 Uhr an, foü im Gießener Stadtwalde in den Districten Oberhaag u. Waldshute nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Die Zusammenkunft ist am Einqana zum Forfigarten (4. Schneise). Gießen, am 4. März 1889. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Keller, Beigeordneter. 1737 EE Parthie große Schweine (zum Ein- legen) sind bMg zu ver-^ kaufen. [1784] Neuenweg 33. Landwirthschaftliche Nachrichten — rwirrfv i.» m r - (Nachdruck verboten.) um an Stelle der conde"nsitten^M Erfindung Englands D °ttockmÄilch fat ÄÄ ”Crbe?- ift -'n-L wird ober auch in StacfenfOrm &7uZucker, tu verwenden. Die Heistellungsweise ist im 2Bef,nflf*,n Ahee -c. ,»gleich theilweise entrahmt und in einer fuptomnbSÄ;%hii*»I>I> condensirten Milch cing-dampft Hieraus wird auf die Dicke der die Masse genügend brockltch geworden ist und Äor“iurf,;r ^gesetzt, bis erniedrigt, um eine Veränderung des ÄXfe^ i nhUr 20-30 Grad erkaltete Masse wird dann entweder in ? r^ar?unö *u ^rhüten. Die Körnern fein zerkleinert Droben m-lE-^»mform gebracht oder auf einer Mühle zu Monate in feuchter Luft aufbewahrt mürben zeigten 'beTTp? n" ^°° 61 wehrere geringste Veränderung im Aussehen und G^'ckmnÄ Un^rsuchung nicht die auch Versuche mit Malz- und deu.schen"Turnmrein7 sich Male, seitdem die ÄÄtf**bal wurde stimm'Schauplatz? auserwähl"^ blc3:a8c bc§ S-stes bestimmt. München die Aufgade^"die ^Knif?^berb"demschen^uaenb^ ®^i6t= «urück. Sie hat deutsche^Turnweftn °seit°°ie^Äbr°en bic S°r'Mntte zu prüfen, welche das Bahnen zu bereitem D,cc ^en -uszuwetsen vermag, und der Zukunft sichere 0efeiert3röerbbenm @‘“nC ba8 fiebcn,e d-u'fche Turnsest in Bayerns Hauptstadt Bä'äiSS"® b‘; ‘"‘ääsä'usäs b“ SäMS'ÄÄfif -»«- Euch bieten. ® Freundliches geboten werden kann, München wird es Gut Heil zum siebenten deutschen Turnfest! Mörth ^efanb ‘fi^unte^ben CSeertmi6ten,IIau[he her Inan^^ft Schlacht b-t bet Jena. Seine Eltern, begüterte Landleute bad-n hiß^U0U 1 ?nl^er aud Lobstädt -eichen von ihrem Sohn geharrt Endlick baben vergeblich auf ein Lebens- mitgetheilt wird - einen Brief von d?n? W i ??n verschiedenen Seiten erhalten. In einem Sack Kaffee her an das laubt-n Sohne aus Algier nämlich vor Kurzem der Brief oor°und^^>asBttriebsa^m? wlhn >,8eIa^le' . Luftrülireiikatnrrh. r’ tloncu. Bronchial und kntnrrb etc. leidet, trinke den Abano der Pflanze Homeriana. woJcheev1