Nr. 260.Donnerstag den 7. November 1889. 3) er Hießenrr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Anmitienötütler werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Abonnementsprels: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den Ttveis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. chratisöeitage: Oießmer Kamilienölätter. Aentlicher» Tbeil. Bekanntmachung. Klagen und sonstige Erklärungen und Anträge sind bei unseren Gerichtsschreibereien an allen Wochentagen, Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, vorzubringen. Wer einen Richter sprechen will, ohne vorgeladen zu sein, hat sich Mittwoch, Vormittags, einzufinden. Gießen, den 2. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Bekanntmachung. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in der gestern zu Gießen abgehaltenen Hauptversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberh-ffen an Stelle des abgetretenen Freiherrn Nordeck zur Rabenau der Herr Graf Friedrich zu Solms Laubach zum Vereinspräsidenten erwählt worden ist. Hardthos bei Gießen, am 31. October 1889. Der Vicepräsident: S ch l e n k e- politische Nebersicht. Gießen, 6. November. Die „Verl. Pol. Nach." bezeichnen die Blättermeldung, England habe gegen das deutsche Protektorat über die Somali- lüfte von Witu bis Kismaju protestirt, als falsch und bemerken, EnglanH habe auf dem betreffenden Gebiete gar keine Interessen zu wahren. Vielmehr handele es sich nur um Ansprüche der englischen Gesellschaft auf die nicht unter deutschen Schutz gestellten Inseln Manda und Patta und diese deutscherseits noch nicht anerkannten Ansprüche unterlägen noch weiterer Prüfung. Aus Ostafrika sind über England neue sensationelle Nachrichten bezüglich Emin Paschas und Stanleys, eingegangen. Dieselben bestätigen allerdings die Nachricht von dem Aufbruche der beiden Afrikahelden nach der ostafrikanischcn Küste, sie melden aber zugleich, daß Wadelai, die bisherige Residenz Emin Paschas am Weißen Nil, von den Mahdisten endlich eingenommen worden sei, so daß sich schon hierdurch der noth- gedrungene Vormarsch Emins und Stanleys nach der Küste erklären würde. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, daß sie auf diesem Marsche außer mit den wilden Stämmen der Eingeborenen auch mit den nachdrängenden Mahdisten scharf zu kämpfen haben und die Vorsicht des Reichscommissars Wißmann, der sich nähernden Stanley-Expedition in Mpwapwa, wo sie Mitte November erwartet wird, 100 Mann von seiner Truppe mit Lebensmitteln und Munition zur Unterstützung zurückzulassen, erscheint daher sehr angebracht. Wißmann selbst ist von Mpwapwa nach Zanzibar zurückgekehrt und befindet sich nach seinem Berichte die Straße von Mpwapwa nach Bagamoyo in absolut sicherem Zustande. Die Strikebcwegung unter den belgischen Kohlengruben- arbeitern weist theils eine Abschwächung, theils aber auch eine Zunahme auf. Das erstere gilt von dem sogenannten Borinage, )do der Ausstand allmälig abnimmt und im Lütticher Reviere sind jetzt alle Kohlenwerke wieder in Betrieb. Dagegen breitet sich der Strike unter den Kohlenarbeitern im Centralbecken um Mariemont aus, woselbst auf mehreren großen Arbeiterversammlungen der allgemeine Ausstand beschlossen wurde/ die Ruhe ist indessen noch nirgends gestört worden. Das schweizerische Budget für 1890 bereitet den schweizerischen Bürgern eine unangenehme Ueberraschung, denn es weist einen Fehlbetrag von 13 Millionen Frcs. aus, was man in der Schweiz gar nicht gewohnt ist. Es haben hierbei besonders die Rüstungen und militärischen Vorbereitungen der Schweiz mit eingewirkt und ist denn auch das neue Militärbudget um 20^2 Millionen Frcs. höher, als im Vorjahre/ aber schließlich müssen sich die Schweizer mit den anderen Nationen trösten, die ja längst an den finanziellen Folgen des bewaffneten Friedens schwer zu tragen haben. In der griechischen Deputirtenkammer fand am Montag die Bureauwahl statt. Bei derselben wurden die Candidatcn der Regierungspartei mit 67 Stimmen gegen 39 Stimmen der Opposition in das Bureau gewählt und dieser Erfolg der ministeriellen Partei bekundet, daß das Ministerinm Tri- kupis auch in der neuen Session über eine feste Mehrheit verfügen können wird. Deutsches Reich. Darmstadt, 5. November. Das Amtsblatt des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 20 enthält Ausschreiben vom 29. October betreffend die Entmündigung Geisteskranker. — Nr. 21 enthält Ausschreiben vom 1. November, betr. die Einrichtung von Strafregistern und die wechselseitige Mittheilung der Strafurtheile an ausländische Regierungen. Berlin, 4. November. Officiös wird geschrieben: „Wenn durch den Ausbau zahlreicher Ncb enb ahn en in dem letzten Jahrzehnt ein großer Theil der seitwärts der Hauptlinien belegenen Ortfihaften in das Staatseisenbahnnetz unmittelbar einbezogen und zugleich durch die möglichste Ausdehnung deS Stückgutverkehrs auf die kleineren Stationen und Haltestellen die Ausgabe und Abnahme der Stückgüter wesentlich erleichtert worden ist, so leidet doch der Kleinverkehr solcher Städte oder größerer Ortschaften, welche eine unmittelbare Bahnverbindung noch nicht besitzen und in größerer Entfernung von der nächsten Bahnstation belegen sind, noch unter mannigfachen Erschwernissen, deren möglichste Beseitigung im öffentlichen Interesse erwünscht erscheinen muß. Wie wir hören, ist auch die Aufmerksamkeit der Staatseisenbahnverwaltung diesem Gegenstände zugewendet/ es ist in Aussicht genommen, an entlegenen größeren Seilenorten amtliche Güternebenstelleu nach Art der an einzelnen kleineren Bahnhaltestelleu schon bestehenden Güteragenturen einzurichten, an welchen die Abnahme von Stückgut zu und von der Eisenbahnbeförderuug mit gleicher Rechtswirkung und derselben Sicherheit für das Publikum wie an anderen öffentlichen Eisenbahn-Güterstellen erfolgen kann. Zunächst sollen in einigen Directionsbezirken nach gemeinsamen, im Ministerium der öffentlichen Arbeiten aufgestellten Grundzügen Versuche mit einer derartigen Einrichtung angeftellt werden/ wenn sich dieselben, wie zu erwarten ist, bewähren, so wird mit einer allgemeinen Ausdehnung solcher Güternebenstellen dem Kleinverkehr abgelegener Bezirke eine sehr willkommene Erleichterung geboten werden." Deutscher Reichstag. 8. Plenarsitzung. Dienstag den 5. November 1889, 1 Uhr. Haus und Tribünen sind mäßig besetzt. Am Bundesrathstische: Dr. v. Boetticher, Herr- furth u. A. Das Haus tritt in die Tagesordnung ein: Erste Be- rathung des Socialistengesetzes. Abg. Dr. Reichensperger (Str.) bekämpft das Ausnahmegesetz, welches die Socialdemokratie gefördert habe, indem es eine übertriebene Vorstellung von der Macht dieser Partei erzeuge. Auch die loyale Arbeiterbevölkerung, welche sich bei ihren Bestrebungen streng auf gesetzlichem Boden hält, wird von dem Socialistengesetz getroffen. Es empfiehlt sich heute die Rückkehr zu normalen rechtlichen Zuständen. Alle vorgeschlagenen Aenderungen bestätigen den Grundcharacter des Ausnahmegesetzes nicht und was die ungesetzliche Agitation betrifft, so bleibt zu erwägen, ob diese nicht gerade durch das Gesetz hervorgerufen worden ist. Mit dem Begriffe des Feuilleton. Der Flick-Logarithmus MUttärische Humoreske von Gerhard o. Am yntor. (Sch uß.) Seit den Heereszügen des Xcrxes oder Alexanders des Großen bis hinein in die Zeit der Hinterlader und Torpedos sind ähnliche Journale mit solch astronomischer Genauigkeit wohl noch nie geführt worden. Das Schema zu diesen Büchern hatte er selbst entworfen und es ließ an erschöpfender Gewissenhaftigkeit nichts zu wünschen übrig. Es enthielt über dreißig Ueberschriften, deren geschickte Herstellung im sogenannten Kopfe der liniirten Tabellen immer die Verzweiflung des einjährig-freiwilligen Commis, den sich mein Feldwebel als Privat-Secretär gelangt hatte, hervorries. Die Ueber- schrift zerfiel in zwei Hauptgruppen: Flickereien an der Tuch- und an der leinenen Bekleidung. Unterabtheilungen waren: Flickereien an a) rothem, b) blauem, c) grauem Tuche, und diese hatten wieder die Unter-Unterabtheilungen: aa) mit blauem Zwirn, bb) mit schwarzem Zwirn, cc) mit grauem Zwirn, dd) mit schwarzem Hanfgarn u. s. w. Durch die Einführung der griechischen Buchstaben gewannen die Flick- Tagebücher wirklich das äußere Ansehen von mathematischen Heften oder astronomischen Tafeln, und die gemeinen Soldaten, welche in ihrer Eigenschaft als Ordonnanz einmal Gelegenheit bekamen, einen neugierigen Blick in diese geheimniß- vollen Werke zu werfen, mochten von der Gelehrsamkeit des Herrn Feldwebels und der Herren Offiziere gewiß eine außerordentlich hohe Meinung fassen. Das Annähen von Knöpfen wurde in einem besonderen Anhänge gebucht, während Kunstwerke, wie das Einsassen von Knopflöchern oder die Ergänzung unnennbarer Theile an den Hosen, in stehenden Haupt- colonnen des dreißig- und mehrtheiligen Schemas zu vermerken waren. Hinter jeder Flickerei-Eintragung waren zwei mikroskopisch kleine Tabellen / in die erstere wurden Tag und Stunde der Arbeit, in die zweite die eigenhändige Unterschrift des die Arbeit ausgeführt habenden Mannes eingetragen. Allmonatlich wurde das Journal durch den ältesten Lieutenant, der für die gewissenhafte Führung verantwortlich blieb, sum- mirt und abgeschlossen und dann dem großen Manne eingereicht, der sich nun an den dienstfreien Nachmittagen mit einer Art Wollust in die Lesung dieser Bücher vertiefte und die feinsten logarithmischen Berechnungen und Vergleichungen der Resultate anstellen mochte. Dann kamen wohl Aufforderungen zu umgehenden Berichten an irgend eine Compagnie, warum z. B. der Gefreite Rumdibumski am 11. Januar, Nachmittags 4 Uhr 40 Minuten, sein blaues Rockfutter mit grauem, statt mit blauem Zwirn ausgebessert habe, und warum diese Reparatur zu so später Nachmittagsstunde im Winter, also bei der Lampe und nicht lieber am Hellen Vormittage ausgesührt worden sei, wo das Tageslicht doch eine genauere Arbeit ermöglicht haben würde. „Du wirst begreifen, Herr Bruder" — hier hörte ich ein brummend-zustimmendes „Hm!" des tauben Artilleristen, der vom Erzähler wahrscheinlich wieder einen zum Aufmerken ermunternden Rippenstoß erhalten haben mochte — //daß, wenn man dieses Tagebuch der Vorschrift gemäß geführt hätte, einem nicht viel Zeit zu den anderen Dienstverrichtungen übrig geblieben wäre, da die mit dem Flick-Journale unentrinnbar verbundenen, umfangreichen und zahllosen Berichte an den braven Obersten täglich auch ein Stündchen zu rauben pflegten. Ich hatte daher einen verzweifelten Entschluß gefaßt und trug seit Jahr und Tag in die fatalen Bücher am Tage vor ihrer Einreichung immer eine Anzahl Phantasie^Arbeiten ein, damit nur etwas darinnen stand / und war dieser kleine Betrug auch noch nie entdeckt worden, so hatte ich doch auch noch nie eine Belobigung vom Regimente wegen meines Flick-Journals erfahren, wie es schon anderen Offizieren hin und wieder passirt war. „Eine größere Gleichmäßigkeit in den Reparaturen an der Tuchbekleidung!" hatte meine Flamme gesagt/ diese Gleichmäßigkeit sollte also wohl das Herz des Obersten rühren und meine Zurückversetzung in's Stabsquartier herbeisühren helfen? Aber, was zum Teufel hieß denn eine größere Gleichmäßigkeit? Ich konnte vorerst nicht dahinter kommen. Die Herbstübung verging/ ich war wieder mit meinem detachirten Bataillon in unser kleines Nest eingerückt, da erhalte ich eines Tages ein Briestein von zarter Hand. Ahnungsvoll öffne ich das Couvert und siehe da: der inliegende Zettel enthält nur die fein geschriebenen Worte: „Man näht nicht im Dezember 581 Knöpfe an Mäntel und Röcke und nur 13 an Hosen / der bewußte Herr legt Werth aus ein größeres Ebenmaß in den Zahlen. Ihr Schutzengel." Jetzt fielen mir alle meine Sünden ein. Ich hatte immer auf gutes Glück die erste beste Anzahl von Reparaturen eingetragen und nicht bedacht, daß der gestrenge Herr Revisor die Zahlen unter einander und auch mit denen der anderen Compagnieen verglich oder durch sein Töchterlein — denn sie schien doch gründlich in diese Geheimnisse der Taktik einge- weiht — vergleichen ließ! Das gute Mädchen! sie hatte mir jetzt den Schlüssel zum väterlichen Herzen ausgeliefert und schon im Februar enthielt mein Journal 250 Knopfbesestigun- gen an Röcken, 249 dito an Mänteln und 251 dito an Hosen. Auch hatte ich gewagt, einen Modus zu erfinden, der in graphischer Darstellung den Umfang der Flickereien in meiner Compagnie mit einem Schlage dem Blicke des Herrn Obersten verrathen sollte. Ich hatte nämlich für jede Gattung von Flickerei eine besondere Farbe gewählt, und in bunten Vierecken, deren Größe der Zahl der Reparaturen entsprach, stellte ich die Flickthätigkeit meiner Leute in einer bunten und sauberen Zusammenstellung auf einem einzigen Blatte dar. Dieses Blatt legte ich als eine besondere Beigabe in mein Journal, als es vom Regimente eingefordert worden war. In großer Spannung wartete ich auf den Erfolg/ aber er blieb gänzlich aus. Zwar hatte mein Bildchen Gnade gefunden, und wurden derartige farbige Uebersichten fortan Ausnahmegesetzes sei eine unbeschränkte Dauer desselben unvereinbar- es sei auch bedenklich nach den Erfahrungen, die man mit dem Bundesrathe gemacht habe. Mit großer Mehrheit habe s. Z. der Reichstag die Aufhebung des Expatrii- rungsgesetzes beschlossen, der Bundesrath habe diesen Beschluß unbeachtet gelassen. Die Milderungen, welche die Vorlage enthält, fallen nicht erheblich ins Gewicht. Die Ursachen der Socialdemokratie sollte man bekämpfen; sie liegt in der modernen Jugenderziehung- die Kinder empfangen einen Unterricht, der sie später unzufrieden macht mit ihrem Loose als Arbeiter, sie in die Städte und Fabriken und damit der Socialdemokratie in die Arme treibt. Angesichts der Maßnahmen der Arbeitgeber in den rheinisch-westphälischen Bergwerken gegenüber ihren Arbeitern könnte man zu der Ueber- zeugung kommen, daß ein drakonisches Gesetz gegen die Coalitionsfreiheit der Arbeitgeber nöthig sei. Soll das Abkommen der rheinisch-westphälischen Arbeitgeber die Antwort sein auf die Worte, welche der Kaiser an diese Herren gerichtet hat? Wenn diese Arbeitgeber sich über ihre Arbeiter beschweren, so mögen sie bedenken: Laßt uns besser werden, dann wirds besser sein. Vor einer Aushebung des Gesetzes solle man sich nicht fürchten- die Leiter der Socialdemokratie find viel zu klug, um es aus diesem Anlaß etwa zu gewalt- thätigen Ausschreitungen kommen zu lassen- sie wissen, daß sie dann sofort neue Gegenmaßregeln zu gewärtigen haben. Dr. v. Cuny (natl.): Keine Partei wird an der Lösung der vorliegenden Frage leichten Herzens gehen, auch seine Partei erstrebe Besserung der Verhältnisse der Arbeiter. Das Gesetz richtet sich nur gegen den gewaltsamen Umsturz. .(Abg. Bebel ruft: Dafür haben wir das Strafgesetz.) Das Strafgesetz reicht nicht aus. Heben wir das Gesetz auf, so wird der Zustand von vor 1878 wieder eintreten. Wir haben uns bereits vor zwei Jahren für eine dauernde Regelung der Angelegenheit ausgesprochen, sei es durch ein Specialgesetz, sei es durch Revision des Strafrechts. Die Schwierigkeit dieses Unternehmens haben wir nicht verkannt. — Redner erörtert die Fragen, ob eine weitere Abwehr der Umsturz- bestrebungen nöthig sei, und wenn man dies bejaht, ob diese Abwehr durch ein Specialgesetz oder durch Revision des Strafrechts herbeizuführen sei. Er bejahr die erstere Frage und plaidirt für ein dauerndes Specialgesetz- die Einzelheiten zu fairen wird Sache der Commission sein. Darauf wird Bedacht zu nehmen sein, daß die Handhabung des neuen Gesetzes weniger als die des bisherigen von dem Belieben eines einzelnen Beamten abhängig gemacht wird. Gegen die Aufnahme der Ausweisungsbefugniß in ein dauerndes Gesetz hat Redner die schwersten Bedenken. Im Uebrigen ist Redner bereit, für ein dauerndes Gesetz zu stimmen- der Staat befindet sich in der Nothwehr. Kämen die Socialdemokraten ans Ruder, so würde von Preß- und Vereinsfreiheit nicht mehr die Rede sein. (Abg. Bebel ruft: Probiren Sie es doch mal! Heiterkeit.) Gegen die Beschränkung der Presse müssen weitergehende Rechtsgarantien als bisher geschaffen werden, ebenso gegen die Auflösung von Versammlungen. (Abg. Bebel: Es bleibt ja doch Alles beim Alten.) Das ist doch nicht richtig. Erst kürzlich hat das Oberverwaltung^ gericht in mehreren Fällen die Auflösung von Versammlungen für ungerechtfertigt erklärt. Statt der bisherigen SpeciaL- commission fei ein oberster Gerichtshof für die endgültigen Entscheidungen nöthig. Er empfiehlt Vorberathung des Gesetzes durch eine besondere 28er-Commission. Abg. Liebknecht (Soc.): Wenn wir ans Ruder -kämen, so würden wir den Nationalliberalen, die ja Meist nur hinter geschlossenen Thüren lagen, ihr Vereinsrecht nicht nehmen. -(Heiterkeit.) Wir haben uns über dies Gesetz und seine Dauer von vornherein keinen Illusionen hingegeben. Das Gesetz wird so lange dauern, wie das jetzige politische System. Das Gesetz ist ein inhumanes. Was heißt denn Rechtsgarantien? Sie sind ein Nonsens bei einem Ausnahmegesetz. Alles, was in dieser Richtung vorgeschlagen ist, ist nicht der Rede werth. Das Socialistengesetz ist eine für alle Compagnien vorgeschrieben, worüber sich ein allgemeiner Sturm des Unwillens erhob - man nannte den Obersten den „Flick-Logarithmus" und schimpfte auf mich, den Erfinder dieser Bilder, — aber von einer Versetzung vom Strafbataillon fort war nicht die Rede. Im März prangten wieder in meinem Flick-Journal fast gleiche Zahlen in allen Rubriken der Reparaturen und wieder hatte ich mein buntes Bildchen so sauber gemalt, daß das Eis um's Herz des alten Sünders nun wohl endlich schmelzen würde. Mil Sehnsucht erharrte ich das Ende des Monats, wo der Oberst zu uns kommen und uns besichtigen wollte. Endlich war der Tag da und der Gestrenge traf ein. Die Jnfpicirung begann. Als meine Compagnie vorexerzirt hatte und der Oberst mit feiner Kritik zu Ende war, winkte er mich allein zu sich heran. Jetzt! dachte ich — jetzt ist der große Moment gekommen! Jetzt wird er dir deine Rückversetzung mittheilen. Mir klopfte das Herz. Er führte mich mit strenger Miene abseits, räusperte sich, griff in die Tasche und indem er mir einen hervorgeholten Zettel übergab, sagte er höhnisch: „Hier, dies Papier haben Sie, Herr Lieutenant, vorigen Monat in ihrem Flick-Journal liegen lassen — Schwerenoth! mit solchen Dingen wäre ich an Ihrer Stelle vorsichtiger umgegangen! Die Schreiberin hat von mir drei Tage strengen Arrest bei Wasser und Brod erhalten — Ihre Strafe soll die Erinnerung daran sein. Und nun geben Sie mir Ihr Ehrenwort, daß Sie nie versuchen werden, sich der betreffenden Dame zu nähern, sonst —" — er machte ein Paar Augen, als ob er mich mit Blicken verschlingen wollte. Ich stand wie vernichtet — der Zettel war ja der von der Hand meines Blondchens geschriebene — — wo hatte ich denn meine Gedanken gehabt? Was blieb mir übrig? Ich gab das von mir abgeforderte Wort und sporenklirrend stampfte der Alte fort. Ganz zerschmettert schritt ich nach Hause. unmittelbare Folge der Attentate^ Heute weiß Jeder, daß Hödel ein Anhänger Stöckers, NobiAng aber ncrttonalliberal war. (Heiterkeit.) Während alle anderen Parteien nur ehr unbestimmte und wechselnde Programme haben^ ist unsere Partei geblieben was sie war- sie irst zu praktischer Thätig- keit gedrängt und damit ruhiger gewordm. Das Gesetz ist unter falschen Vorspiegelungen erlassen- man hätte sS längst aufheben müssen. Aber das Socialistengesetz und die Auflösung des Reichstags war nöthig, wie wir heute aus den „Hamb. Nachr." wissen, um den agrarischen Feldzug gegen die Geldbeutel des Volkes zu unternehmen, um die National- liberalen an die Wand zu drücken, daß sie quitschen (Heiterkeit.) Sie haben mit dem Gesetz die Socialdemokratie nur gestärkt. (Rus: Dann seien- Sie uns-doch dankbar!) Die deutsche Socicrldemokratie ist die stärkste und bestorganisirte, das hat man aus dem Pariser Congreh anerkannt. Aber Sis haben Zustände geschaffen, für welche die Nemesis. Sie eines Tages erreichen wird. Die gutorganisine Social- demokratie in Deutschland hat es verhütet-, daß anarchistische Exceffc bei uns vorkommen. Hätten wir solche, so lebte heute- keiner von den Vätern des SociAistengesetzes mehr. Das- Gesetz hat für uns erzieherisch gewirkt - Sie haben Märtyrer geschaffen, welche das Proletariat verehrt. Das ind große Vortheile für uns. Sie selbst haben nur Nachtheile, zunächst die Landspitze^ die der Minister des Innern trotz allen guten Willens nicht los werden wird - die Justiz ist durch das Socialistengesetz eorumpirt. Die Socicttisten- rroceffe haben juristisch die gleiche Bedeutung wie früher die Hexcnprocesse. Ebenso, wie wissenschaftlich der Hexenglaube als Jrrthum erwiesen ist, ebeiffo ist die Richtigkeit der wirth- chaftlichen Pvincipien der Socialdemokrcttie wissenschaftlich anerkannt. Dieses Taschentuch ist in Sachsen in drei Jn- tanzen als rothe Fahne venrrtheilt. (Redner zeigt ein rothes Taschentuch mit weißem Rande vor.) Können Sie ich da wundern, wenn der Arbeiter das-Vertrauen zu den wutschen Richtern verliert? In Deutschland sei auch das ociale Königthum Partei geworden. (DÄr Präsident erklärt diese Aeußerung für eine Beschimpfung desiKönigsthums und ruft den Redner zur Ordnung.) Der Redner geht auf die Audienz der Bergleute beim Könige von. Preußen näher ein, und schließt die Darstellung: Es hat sich hier gezeigt, daß Ihr. Klaffenstaat mächtiger ist als der Monarch, denn man hat sich um. die Worte selber nicht gekümmert, die Besserung der Lage der Arbeiter hat nicht stattgesunden. Wir sind nicht Feinde des Staates, sondern Feinde der Partei, die im Staate herrscht und keine andere neben sich duldet. Wir 'ind gerade, eine eminent stoatbildende Partei. Dis- Stactts- ormen sind keine willkürlichen Products, sondern. Products der öconomischen Verhältnisse- sind diese noch nicht soweit gediehen, so können wir eben nichts thun- aber Sie könne:» ich auf Ihre mechanischen. Mittel, auf Polizei und Soldaten auch auf die- Dauer nicht stützen. Mau könnte des heutigen Staat anarchistisch nennen,, wir wollen: ihn socialifaen. Wir dienen unserem Vaterlands, indem wir ZustäLvde schaffen wollen- biet Allen zu Gute kommen. Vor der socialen Revolution, stshen Sie- von Ihnen hängt es ab, sb sie friedlich oder blutig sich vollzieht. Was sind ohne die Arbeiter?-' Wenn Sie alle auswandern, besteht der Staat weiter- was fangen Sis aber an, wenn die Arbeiter sprt- gtngen? Die Arbeiter haben Ihre Schlachten geschlagen und jetzt wsisen Sie sie von-sich? Sie stehen vor einer schweren Entscheidung, ähnlich wie der Staat Friedrich des Großen vor hundert Jahren. Entschließen. Sie sich» für das: Unrechter-. bann wird das- „Jena" nicht ausbleiberr. Thun. Sie, was Sie nicht lassen können. Wir werden unsere Schuldigkeit chun. Darauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Mittwoch. 1 Uhr. Fortsetzung ber DÄatte. Schluß 43/4 Uhr. Die Neigung meines Blondchens hatte ich aber unwiderbringlich verscherzt- auf einem Balle äußerte sie später, daß ein Mann, der sich durch Zerstreutheit lächerlich gemacht hätte, in ihren Augen das erbarmungswürdigstr Geschöpb auf Gottes Erdboden wäre. Sie heirathete bald darauf einen jmigen Oberstlieutenant, einen sogenannten „Springer", und — ein Unglück kommt nie allein — war binnen Jahr und Tag meine Regiments- Commandeuse! Nun begann für mich eine Höllenzeit - nicht allein, daß ich noch zehn Jahre lang in dem verdammten Strafbataillon blieb, sondern ich ward auch durch Regimentsbefehl zum Oberleiter des Flickunterrichts aller vier Com- pagnieen ernannt und mußte fortan die sämmtlkchen Mck- Jouruale des Bataillons eigenhändig redigiren. Da ich „durch die Erfindung der bunten Farbentäfelchen meine- besondere Qualificativn zu diesem Posten an den Tag gelegt hätte," erklärte der neue Oberst in einem Erlasse, den ihm nur seine junge Frau dictirt haben konnte, „so erwarte das Regiment, daß ich mit gleichem Fleiße mich nun dem Flick- unterrichte aller vier Compagnieen hingeben würde." Der kleine blonde Satan! Sie war unversöhnlich- und schwer und lange habe ich gelitten. Meine Kameraden verhöhnten mich wegen meines neuen Postens, und — das setzte der Sache die Krone auf, ich — dem die Flick-Journale schon immer wie Steine im Magen lagen, ich erbte den Spottnamen des alten, verabschiedeten Obersten und bis zu meinem Abgänge vom Regimente nannte mich Jung und Alt den „Flick- Logarithmus !" — (Der Feind Darwins.) Der kleine Anton: „Papa, heute haben wir in der Schule die Abstammung des Menschen gehabt." — Der Vater: „Na, bann erzähle man los!" — Anton: „Wir stammen alle Dom Affen ab." — Vater: „Dummer Junge, stamme Du meinetwegen ab, tiQH chern Du willst, aber lasse mir zufrieden." Neueste Nachrichten Wolffs- Lelegraphffches Correspon-'renz-'BurTaw. BerLutt 5. November- Das „Militär-Woä-enblcvtt" thsM mit, daß der Kr o>npr inz v on Gri echsnlan?d fortan la, suite des zweiten Garderegiments zu Fuß zu führen ist. Frirdrichsruh, 5. November. Kalnoky ist Nachts halb 1'2 Uhr abgereift, G«heimrach Brauer begleitete chn bis zum- Bahnhofe'. Berkm,. 5. Nc^ember. Minister Kalnokys ist heute früh hier angekommen und im- Hotel Royal abgestiegen. Worms, 5. November. Wie die „Wormser Ztg." berichtet, ist bei der Bürgermeisterei die Mittheilung eiigetroffen,. daß der Kr-i s e r zu Anfang das Monats Dezember, der Eröffnung des städtischen: Festspislhauses beizuwohnew gedenke. Jamburg, 5. November. Die hiesigen Sch i f f s z i m m e r - l eu t e stri §en und beanspruchen an Wintertagen einen ebenso hohen Tagelvhn wie an Sommertagen. Die Wersten bewilligten dies nicht, in Folge dessen stellten gegen tausend Zimmerleute- die Arbeit ein. Die Werften sind eventuell geneigt, im Winter einem höheren Tagelohn zu bezahlen, wenn die Zimmerleute dafür die gleiche Zeit wie im Sommer arbeiten. Wien,. 5t. November Das- „Fremdenblatt" bespricht die Budgetdebxltte im deutschen Reichstage und bemerkt : Die ausgesprochenen Beschwerden entspringen nicht blos. dem Parteiboden, sie beruhen größtenttzeils auf den allgemeinen Verhältnissen, woran aber die FriedensmächLe nichts ändern können. Den Regierungen ist ein (Streben nach Kriegsruhm nicht vorzuwerfen, die Aufrechterhaltung des. Friedens ist das Ziel ihres- höchsten Ergeizes. Nur Verblendung könne bestreitsn,. daß sie diesbezüglich die Bolkswünsche vollstrecken. Der allgemeine industrielle Aufschwung mache die düsteren Voraussetzungen- zu fchanden. Die.- ökonomische. Kraft Deutschlands sei trotz der nothwendigen starken Rüstungen ungebrochen, eine glänzende Stellung im Rathe der Nationen vermehre seinen^ Reichthum. Paris,. 5. November. Dem „Journal des Debats" wird aus London gemeldet, ein Bote Stanleys fei nach einmonatlicher Reise am 1. November in Sansibar eingetroffen,, um Hilfe nachzusilchensechs Engländer, zwei Italiener und 800 Eingeborene sollen, sich bei Stanley-befinden und ungeduldig Lebensrnittel erwarten. Madrid,, 5. November. In der Ka-mmer besprach der- frühere Minister Cosggyou das Budg-et. Er sagte, das- 1 beständige Deficit werde eine erhebliche Anleihe nothwendig machen. Der Finanzminister erwiderte,, er anerkenne allerdings die Nothwendigkeit einer Begleichung der schwebenden Schuld, aber dies sei. nicht unbedingt durch Aufnahme einer Anleihe nöthig. Konstantinopel, 5. November. Beim gestrigen Diner überreichte der K als er dem Sultan die Kette des Graß- comthurs des Hausordens der Hohenzvllern und legte ihm dieselbe persönlich um den Hals. Der Sultan war auf das Höchste erfreut. Das Kafferpaar reist Mittwoch nach Venedig, das Gefolge reift per Bahn nach Berlin. Gras Herbert Bismarck beabsichtigt, einen kurzem Aufenthalt in Pest zu machen. Darmstadts 6. November. Seäre Königliche Hoheit der Großherzog kehrt heute Abend zurück. Prinzpfsin. Victoria reift nach der Insel Malta. Lvndon,. 6. November. Einer anderweit unbestätigten i ^euternte^buugl auä Zanzi bar zufolge verlautet ger'ücht- < weise^ baß De. Peters mit seinem ganzen Gefolge, außer ' einem. Europäer und einem Svmali, von Masais oder i Somaliz nsedergemetzelt worden fei - die zwei Ueberlebenden, - welche verMundet find, sollen sich in Ugao befinden. Loyales uttfc provinzielle*. Gießpn, 6. November. f Unser Großherzog wird auf der Rückreise von Schloß Romrod heute Abend 6 Uhx 25 Mim mittelst Extrazuges hier emtreffen und 6 Uhr 30 Min. die Weiterreise nach Frankfurt, bezw. Darmstadt antreten. — Herr Oberfchulrath Soldan von Darmstadt weilt feit gestern in unserer Stadt, um, mte man hört, die hiesigen höheren Lehranstalten zu besuchen. f Eine schadhafte Stelle im Trottoir der Bahnhofstraße, nahe dem Metzger Möhl'fchen Hause, erregt schon seit vielen Wochen die Aufmerksamkeit der Passanten dieser verkehrsreichen Straße. Die die Floßrinne bedeckende Gußeisenplatte ist nämlich derart demolirt, daß die Rinne stellenweise freigelegt ist und man mit Leichtigkeit beim Ueberschreiten in dieselbe hineingerathen kann. Abhilfe wäre hier dringend geboten. Die Einstellung der Rekruten geschah heute Vormittag auf dem Brandplatze. m. Theater. Zur Aufführung gelangten gestern Abend „Die Darwinianer", Lustspiel in 3 Acten von Dr. I. B. v. Schweitzer, dem Verfasser des Schwankes „Epidemisch". Leider waren wir verhindert, der Vorstellung beizuwohnen, und sind darum außer Stande, darüber Bericht zu erstatten. Um so weniger wollen wir es heute unterlassen, auch unsererseits den verehrten Lesern die hocherfreuliche Mittheilung zu machen, daß Frau Director Reiners von ihrer schweren Krankheit wieder hergestellt ist und sich an den Aufführungen im „Neuen Theater" vom nächsten Freitag an wieder betheiligen wird. Die treffliche Künstlerin, die jeder Bühne zur Zierde gereichen würde, steht mit ihrem entzückenden Spiel noch allen Theaterbesuchern vom vorigen Winter her in der lebhaftesten Erinnerung. Für ihren ersten Spielabend hat sie sich Sardous weltbekannte „Cyprienne" gewählt, die vorgestern erst in Frankfurt mit Frau Niemann- Rabe unter stürmischem Beifall zur Aufführung kam. Sapienti sat. ,täg4 .„*"**!: ssrajaj* lH§ üe»ei^p JiW'i’®^ffä”;*,e' * felit4' ®e$ften be= ®,e »Ä ‘“ufenb Sx9£[',Hutel",entUe“ f* Seit» >°enn * Sommer »Fr-mdenb!m," *en »eiij./H die * k ■n 8rö6tentyiÄ * 6er die «faT5 auj d-n alb "gen ist ein ni*8 ^uftechterhaL^ M ®W. $„t«? ’®»ne= mben Ä"9 die «Ä» n9 im Rathe der Nationen .< sei nach ein* ■ Sansibar eingetroffen, *nta,Ri Itaker,,nd ' Stml-g befinden unb nnge- d-Mach der ,f.®'hW Er jagte, te ergebtidje Anleihe wthwendiz erwiderte,, er anerkenne aller- c Begleichung der schwebenden lbedingt durch Ausnahme einer nber. Beim gestrigen Diner Sultan die Kette des Gratz- r HohenzMrn unb [egte ihm s. Der Sultan war auf das r reift Witttvod) rod) Sßeneb^ nach Berlin. Gras Herbert urjen: Aufenthalt in Pch zu Seme Königliche Hoheit der md Miick. Prinzessin Attoria Einer anderweit unbestätigten ir zufolge vrrlautet gerücht- l'eiggm ganzem Gesalzt, außer Somali, von Mais ober A die zwei WWM sich, in Ugao besindeu. ßitfa 6. November. . 4allfta®r* * Schl-e *25 W Meist Estt-zug-8 die Weiterreise «ch »an Darmstadt »etit Überschrei« » _ V 0 Tokayer Ausbruch 1881er.....2.— 1.15 VA Tokayer „ 1876er..... 2401.35 Tokayer „ Cabiuet 1868er 3.— 165 Menescher „ rother Med.-Weiu 2.— 1.15 Carlowitzer Ausbr „ „ 1.80 1.— M Raster Ausbruch „ 1.80 1 — Chemisch untersucht von Hrn. Geh. Hofrath Prof Dr. B. Fresenius u-von ärztlichen Autoritäten allen schwächlichen Personen empfohlen. Schutaunar ka Zn Gießen zu haben bei [5421 Herrn Aerd. DredeS, Marktplatz 21 u. Herrn C. L. Katthof Wwe., Frankfurterstr-1. Erklärung. Nach einem Berichte im gestrigen Anzeiger hat Herr Dr. Gutfleisch sich bemüßigt gesehen, in einer Versammlunng in der Restauration Fei del mein Verhalten bei der kaufweisen Ueberlaffung der Gassabrik einer Erörterung zu unterziehen. Ich habe zunächst Schritte gethan, um sestzustellen, ob der Bericht des Anzeigers die Aeußerungen des Herrn Dr. Gutfleisch richtig wiedergegeben hat. Sobald hierüber Gewißheit vorhanden, werde ich unter Veröffentlichung des Actenmaterials den Unbefangenen ein Urtheil darüber ermöglichen, ob Herrn Dr. Gutfleisch für seine Ausfälle gegen mich auch nur ein Schein von Berechtigung zukommt. 9025 August Hess. H I I I I ■ ■ I I 10001 lllllllllll- H. 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Die Bestellung einer < bürgschast.) Die Höhe ihrer Bestellunc Wird die Gericht bestimm Strase zu voll §3. De Aussetzung der Aussetzung abg urtljeilenbe M für diese geltend § 4. Die und die bestellte innerhalb der Erkenntnisses ni strafbaren Hani theilt wird. Der Einb theilten durch Doppeltbreite neue Plaid-Caro, & Mtr. 50 Pf. (Werth 1.75 M-) Doppeltbrette neueBeige-Foul6, Tricoticnne, Soleil- Anglais und diverse neue Robenftoff: für Damen ä Mtr 45,60, 80 Pf. und 1 M. (Werth 2 bis 3,75 M - Große Plüsch-Bettvorleger h 1,50 und 2 M., große echte Smyrna- und Axminster- Bettvorleger ä 4, 5, 6 und 9 M. Neue Memphis - Caramany- und Römische Portieren mit reichen Nouveautä Effecten ä 4,50, 6, 8 und 10 M Ca. 200 Stück hochfeine einfarbige große Woll-Atlas-Steppdcckcn, prima Füllung und beste Handarbeit ä Stück 6,50, 8 und 10 M. (Werth 15 bis 24 M) Ein großer Posten Reste und Roben für den dritten Theil des reellen Werthes. 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