Nr. 284. Erstes Blatt. Donnerstag den 5. December 1889 Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AnmiktenVtLIter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Bierteljähriger Abonncmentsprei»: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchutKrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren, sa.-u-aar.sx’aä: I HmtisMag-- Ki-ß-n-r I-mm-»«««. Amtlichem Theil. Gießen, den 30. November 1889. Betreffend: Die Ernennung von Vertrauensmännern für die Berufsgenoffenfchaften. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden deS Kreise». Wir benachrichtigen Sie, daß 1) der Vorstand der Ziegeleiberussgenoffenschaft, Sektion XII zu Wiesbaden zum Vertrauensmann für den Kreis Gießen den Herrn Otto Böing in Bud-Nauheim und zu besten Stellvertreter den Herrn W. Schneider in Ranstadt, 2) der Vorstand der Knappschafts-Berufsgenossenschaft zu Berlin zum Vertrauensmann für den Kreis Gießen den Herrn Berginspector Müller zu Weckesheim i. Wetterau und zu dessen Stellvertreter die Herren 1) Markscheider Chr. Keller zu Gießen, 2) Gewerke S. Pa scoe zu Gießen, 3) Berg- verwalter Reinhard zu Hessenbrückerhammer bei Laubach ernannt hat. Zugleich machen wir Sie wiederholt darauf aufmerksam, daß in Gemäßheit des § 54 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 dem Vertrauensmann bezw. dessen Stellvertreter von der Einleitung jeder Unfalluntersuchung (§ 53 des Gesetzes) rechtzeitig Kenntniß zu geben ist. v. Gagern. Gießen, den 3 December 1889. Betreffend: Maßregeln gegen das Zigeunerwefen- Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an Großh. Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien deS Kreise- al- Lrealpolirei- dehorden und die Großh. Gendarmerie des Kreise-. Da wir die Erfahrung gemacht haben, daß den in unserer Verfügung vom 10. October d. I. (Gießener Anzeiger Nr. 241) enthaltenen Vorschriften nicht genügend entsprochen wird, nehmen wir Veranlassung, auf die gedachte Verfügung nochmals hinzuweifen und Ihnen deren strengste Durchführung zur Pflicht zu machen. Es gilt dieses insbesondere bezüglich des zweiten Absatzes der Verfügung vom 10. October d. I., wonach Sie in allen Fällen, in denen von Zigeunern LS^ndergewerbscheine vorgezeigt werden, aus letzteren die genaue Angabe der Inhaber, Ort und Zeit der Ausstellung und die Bezeichnung der au-stellenden Behörde auszuziehen und unverzüglich uns benchtlich mitzutheilen haben. v. Gagern. politische Ueversicht. Gießen, 4. December. Zur Angelegenheit des Socialistengesetzes findet sich in der „Post" eine anscheinend officiöse Miltheilung, aus welcher zwischen den Zeilen herausgelesen werden kann, daß der Reichskanzler noch nicht zu Zugeständnissen bezüglich des Socialistengesetzes geneigt ist, so daß der schließliche Ausgang dieser Frage noch immer abzuwarten bleibt. Die erneut sich geltend machende Bewegung unter den Bergleuten in Westfalen und im Saargebiete zieht immer weitere Kreise und es ist nicht unwahrscheinlich, daß sie zu Anfang des nächsten Jahres einen abermaligen Ausstand der Bergleute hervorruft. Die Bergleute des Saar-Revieres wollen dieser Tage eine Deputation nach Berlin senden, welche daselbst an allerhöchster Stelle die Beschwerden der Bergarbeiter vortragen soll; der Kaiser hat sich bereit erklärt, die Deputation zu empfangen. Die deutschen Weißbücher über Afrika jagen sich jetzt förmlich. Soeben ist wiederum eine derartige Actensammlung veröffentlicht worden und enthält dieselbe theils Berichte des Premierlieutenants v. Gravenreuth über die allgemeinen Verhältnisse im deutschostafrikanischen Küstengebiete und über die Kämpfe, welche seine Truppe im October mit Buschiri und den räuberischen Mafiti-Negern zu bestehen hatte, theils Meldungen des Reichscommissars Wißmann über seine Expedition nach Mpwapwa und die Beruhigung der Landschaft Useguha. Der österreichische Reichsrath ist am Dienstag zusammen- getreten und hiermit hat ein neuer Abschnitt in der inneren Politik Oesterreichs begonnen. Noch vor dem Beginne der parlamentarischen Action haben aber dir Fraktionen der Rechten des Reichsrathes lange Sitzungen abgehalten, da es galt, die ernstlichen Meinungsverschiedenheiten, welche in der Taaffe'schen Mehrheit aufgetaucht waren, womöglich vor Beginn der neuen Session zu beseitigen. Wenn man dem von den Vertrauensmännern der Clubs der Rechten veröffentlichten (Kommunique glauben darf, haben die gepflogenen vertraulichen Besprechungen in der That eine „erfreuliche Uebereinstirnrnung aller Fractionen der Rechten in der Auffassung der gegenwärtigen politischen Lage und bezüglich der Thätigkeit in der bevorstehenden Session" ergeben. Es wäre also im „eisernen Ringe" der Mehrheit wieder alles in schönster Harmonie uni) Graf Taaffe kann demnach mit seiner Versöhnungspolitik auch ferner die Völker Oesterreichs beglücken! Das schweizerische Parlament beschäftigt sich gegenwärtig u. A. auch mit der Frage einer Reform der Wahlgesetzgebung. Es sind in dieser Beziehung verschiedene Vorschläge ausgetaucht, welche alle darauf hinauslaufen, den Minderheiten bei den Nationalrathswahlen ein gewisses Entgegenkommen zu gewähren. Speciell war vom Abgeordneten Curti der Antrag gestellt worden, die Bundesverfassung eventuell dahin abzuändern, daß bei Nationalrathswahlen diejenigen Candi- daten als gewählt zu betrachten seien, welche zwar nirgends eine absolute Mehrheit zu erreichen vermochten, aber in verschiedenen Wahlkreisen doch je 10000 Stimmen erhielten. Der Antrag wurde indessen vom Nationalrathe in der Mvn- tagssitzung nach langen Verhandlungen mit 68 gegen 44 Stimmen abgelehnt. Der nordamerikanische Kongreß ist am Montag zusammengetreten ; in der Repräsentantenkammer wurde der Republikaner Reed zum Präsidenten gewählt. Die Botschaft des Präsidenten Harrison hatte der Telegraph bis Dienstag indessen noch nicht gemeldet. Der italienischen Deputirtenkammer wurde vorn Kriegsminister Bertole Viale ein Gesetzentwurf vorgelegt, welcher 17 !/2 Millionen Frcs. zur Fabrikation des neuen Gewehrpulvers fordert, daneben verlangte Viale zu Landesverthei- digungszwecken noch einen zweiten Extra-Credit in Höhe von 10 600000 Frcs. Auch der Marineminister forderte verschiedene Credite außergewöhnlicher Natur. Sämmtliche Entwürfe gingen an die Budgetcommission. Deutscher rreichstug. 28. Plenarsitzung. Dienstag den 3. December 1889, 1 Uhr. Der Antrag des Abg. Dr. Barth (dsr.) u. Gen. auf Annahme eines Gesetzes zur Beseitigung des obligatorischen Arbeitsbuches für Bergarbeiter wird in erster Lesung berathen. Abg. Schmidt-Elberfeld (dsr.) begründet den Antrag. Die Ursachen des großen Bergarbeiterstriks im Mai d. I. findet Redner in dem Gefühl der Abhängigkeit der Arbeiter von dem Unternehmer und dieses Gefühl ist begründet darin, daß die Bergarbeiter verpflichtet sind, ein Arbeitsbuch aufzuweisen, welches den Unternehmern eine ganz besonders strenge Controlle gewährt. Dieses Arbeitsbuch sei eine Abnormität, denn die Gewerbeordnung habe für alle anderen Arbeiter die Pflicht zur Führung eines Arbeitsbuches beseitigt und die Einrichtung besteht heute nur auf Grund besonderer, landesgesetzlicher Bestimmungen- sie ist entbehrlich, da die Abkehrscheine, welche auf allen Zechen eingeführt sind, den Unternehmern eine mehr als ausreichende Controle gewähren. Es sei allseitig und auch in diesem Hause anerkannt, daß unter den Zechen ein Abkommen bestehe, wonach nur Arbeiter mit solchen Abkehrscheinen beschäftigt werden, die in einer bestimmten Weise gekennzeichnet sind. So ist es möglich gewesen, einzelne Arbeiter, die sich bei dem Strike in einer den Unternehmern mißliebigen Weise bemerklich machten, mit Abkehrscheinen zu versehen, auf Grund deren sie bei feiner Zeche Arbeit erhalten. Die Vermittelungsversuche der Verwaltungsbeamten waren vergeblich, die Zechen weigerten sich, einen anderen Abkehrschein auszustellen. Die Folge dieses Zustandes sei, daß das Mißtrauen zwischen Arbeiter und Unternehmer immer größer werde. Die zur Untersuchung der Beschwerden der Arbeiter eingesetzte Commission erweckte auch kein Vertrauen, denn an der Spitze dieser Commission stand ein Beamter, der von vornherein die Meinung aussprach, die Forderungen und Beschwerden der Arbeiter seien unbegründet. Das Verhalten der Arbeiter während des Strikes war ein ruhiges und streng gesetzliches, während das Auftreten der Unternehmer, beispielsweise in der „Rheinisch-west- phälischen Zeitung", ein wenig entgegenkommendes und pro- vocirendes war. Die Lage der Bergarbeiter sei eine sehr abhängige. Die Arbeitsordnungen sind äußerst strenge und enthalten zahlreiche harte Strafbestimmungen, selbst die Wohlfahrtseinrichtungen dienen nur dazu, die Abhängigkeit noch größer zu machen. Für die Lohnzahlungen bestehen Bestimmungen, die den Arbeiter geradezu rechtlos machen. Die Lohnsrage hat bei dem Strike vielleicht mitgesprochen, aber sie war sicher nicht die einzige Ursache, vielmehr hat das Gefühl des Druckes bei dem Strike mitgesprochen. Auch wäre noch festzustellen, wie hoch sich die Löhne in Wirklichkeit stellten, denn die Zabl derjenigen Arbeiter, welche bei weitem nicht den Durchschnittslohn verdiente, sei sehr groß. In keinem Falle sei die Sttikebewegnng von Außen unter die Arbeiter- getragen. Wenn die Löhne in die Höhe gegangen sind, sv ist das erfreulich, denn die Grubenbesitzer können diese Lohnerhöhungen sehr wohl zahlen, angesichts der bedeutenden Erhöhung der Kohlenpreise. Bedauerlich sei es, daß die rheinischen Communalbehörden statistische Mittheilungen aus dem Sparkassenwesen gaben, um nachzuweisen, daß die Lage der Arbeiter eine bessere sei als früher. Dies Ausspielen der Kasse gegen die Sparer sei ungehörig, außerdem beweise sie nichts gegen die Berechtigung der Arbeiterforderungen. Das Ueberstunden- unwesen hat so zugenommen, daß die rheinischen Bergarbeiter 2 Jahre früher invalide werden, als ihre Berufsgenossen in anderen Gegenden. Der Zwang zu solchen Ueberschichten sei ein Contractbruch der Arbeitgeber, ebenso die willkürliche Herabsetzung der Accordsätze. Das Verdienst, den Conflict zwischen den Bergleuten und den Bergwerksbesitzern durch Unterhandlungen beseitigt zu haben, gebühre der deutsch- freisinnigen Partei. Um die sociale Kluft zwischen Arbeitgeber und Unternehmer zu beseitigen, müsse man eine Instanz schaffen zwischen beiden. Das Gefühl der Interessengemeinschaft zwischen den Parteien müsse geweckt werden. Der Arbeitgeber ist dem Arbeiter mehr schuldig als den Lohn. Abg. Leuschner -Eisleben (Rp.) hält die Schilderungen des Vorredners für übertrieben. Der Antrag solle sich doch nicht bloß auf Westphalen beziehen, sondern aus das ganze Deutsche Reich. Der Zweck aber, den die Herren im Auge haben, würde nicht erreicht, eher das Gegentheil. Form und Inhalt der Arbeitsbücher seien nach den verschiedenen Gegenden auch sehr verschieden, sie beziehen sich auf die Führung des Arbeiters, auf seine Zugehörigkeit zur Knappschastskasse und auf ähnliche Dinge. Die Abkehrzettel seien unerläßlich; unmöglich sei es, dieselben mit geheimen Kennzeichen zu versehen. Die Einrichtung der Hauerprüfung und der Hauerscheine mache die Abkehrzettel ebenfalls nöthig- sie seien viel weniger im Interesse der Unternehmer vielmehr der Arbeiter eingeführt. Sollte es gelingen, diese Einrichtung zu beseitigen, so würde nicht der Deutschfreisinn, sondern nur die Socialdemokratie Nutzen davon haben. Ohne Disciplin ist fein Bergbau möglich - diese muß erhalten werden; wo sie besteht, wird auch stets ein gutes Verhältniß zwischen Arbeiter und Arbeitgeber sich entwickeln. Abg. Dr. Franz ((Str.): Der Abkehrschein der Bergleute ist nicht zu verwechseln mit dem obligatorischen Arbeitsbuche. Dieses läßt durch seine öfteren Eintragungen einen Schluß über den Arbeiter zu, der Abkehrschein dagegen dient dem Arbeiter nur zum Nachweise seiner Legitimation- es bestehe auch bei den Arbeitern keine Unzufriedenheit wegen des Abkehrscheins und der Reichstag werde nicht gut thun, diese Einrichtung zu beseitigen. Sind Mißbräuche bei Ausstellung der Abkehrscheine vorgekommen, so möge man hiergegen strenge Strafbestimmungen erlassen. Im niederschlesischen Kohlenrevier sind solche Mißbräuche nicht bekannt geworden. Wohl aber versuchten die rheinischen Grubenbesitzer schlesische Bergarbeiter zu bekommen - diese Leute kehrten aber bald unbefriedigt zurück und so verbreitete sich die Strike- bewegung auch über Schlesien. Die Herren in Westphalen sollten deshalb ihre Schuld an dem Hebel anerkennen, denn darin läge der erste Schritt zur Besserung. In Schlesien hat man bald den vollen Frieden gehabt, und wenn nicht das gleiche in Westphalen zu erreichen war, so liegt das nicht an dem guten Willen der Arbeiter. Verwerflich seien die Cartelle zur Aussperrung einzelner Arbeiter. Arbeiterausschüsse bestehen bereits in Schlesien seit längerer Zeil. Hoffentlich stiftet diese Debatte Frieden und häuft nicht neuen Zündstoff. Abg. Fr ohme (Soc.) behauptet, daß mit den Abkehrscheinen ein unerhörter Mißbrauch getrieben werde. In Dortmund wurde an jedem Mittwoch in einem dortigen Hotel eine Versammlung größerer Arbeitgeber abgehalten, in welcher über geheime Zeichen bei den Eintragungen in die Arbeitsbücher berathen wurde, und als diese Zeichen nicht mehr ausreichten, beschloß man das Wort „ordnungsmäßig" als Kennzeichen der Entlassung anzugeben, wenn der Arbeiter anderweit angenommen werden konnte. Was gegen die rheinischen Arbeiter geschehen ist, verstößt auf das Schwerste gegen Recht, Gesetz und Moral. Maßlose Ausbeutung durch Ueberschichten fei allerdings die Ursache des Strikes gewesen- von künstlich geschürter Unzufriedenheit sei keine Rede und zur Bekämpfung der Gründe des Strikes habe man nichts als Phrasen. Herr Abg. Hammacher hat seiner Zeit sein Ehrenwort dafür eingesetzt, daß die Arbeiter wegen ihrer Theilnahme am Strike nicht entlassen werden sollten. Dieses Ehrenwort ist nicht überall von den Mandanten des Herrn Hammacher gehalten,- überall ist der Zug vorhanden, diejenigen Arbeiter auszumerzen, die sich beim Strike bemerkbar gemacht haben. Fahren Sie nur so fort; den socialen Frieden werden Sie damit nicht erreichen. Abg. Kleine (ntl.). Die Lage der Bergarbeiter wird maßlos übertrieben, die Arbeiter selbst glauben diese Darstellung nicht. Die Lage der Arbeiter im Bezirke Dortmund ist keine ungünstige. Was der Reichstag seit Jahren an Arbeiterschutz erstrebt, ist längst bei den rheinischen Bergarbeitern eingeführt. Die Arbeitszeit beträgt nur 8 Stunden, ist also die kürzeste in allen europäischen Bergwerken; ebenso ist der Lohn und die wirthschaftliche Lage der rhein. Bergarbeiter die günstigste von allen Bergarbeitern Europas, dagegen sei der rheinische Bergbau sehr wenig gewinnbringend für die Unternehmer, von denen oft genug Manche mit Unterbilanze arbeiten mußten; erst in neuerer Zeit trat eine Wendung zum Besseren ein. Die Unparteilichkeit der Untersuchungscommission hätte nicht bezweifelt werden sollen; die Mitglieder dieser Commission sind durchaus unparteiisch, aber sie wissen, daß keine begründeten Beschwerden vorgebracht werden können. Was der Abg. Frohme über die Kennzeichen des Abkehrscheines sagt, ist durchaus unrichtig. Ich kenne diese Verhältnisse seit 28 Jahren, aber nie ist mir ein derartig gekennzeichneter Schein vorgekommen. Genügt Ihnen das nicht? (Abg. Frohme ruft: Nein! Ich habe hier Beweise.) Die Arbeiter haben thatsächlich niemals Forderungen bei uns geltend gemacht und man kann wohl sagen, der Strike ist von Außen her unter die Arbeiter getragen, namentlich durch die ultramontane Presse. Auch von sozialdemokratischer Seite ist gehetzt worden und zu den Bergarbeiter-Versammlungen sind Agitatoren aus England zugegen gewesen. Es ist ja auch einleuchtend, daß man bei den Bergarbeitern anfangen muß, wenn man die soziale Revolution herbeiführen will. (Widerspruch links. Rus : Wer hat Ihnen denn das gesagt?) Ruht die Kohlenproduction, so ruht die ganze Industrie, die Arbeiter werden brotlos. Die Arbeiter haben nie Forderungen geltend gemacht; die Leute strikten alle mit, weil sie sagten, es könnten ja doch wohl noch höhere Löhne für sie herauskommen. Die Führer des Strikes waren von einem wilden Haß gegen das Kapital erfüllt und bereit, Maschinen, Kessel und anderes fremde Eigenthum zu zerstören. Auch die heutige Debatte werde leider nicht zum Frieden führen. Das Haus vertagt die weitere Debatte auf Mittwoch 12 Uhr. Schluß 5% Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 3. December. Das „Marineverordnungsblatt" veröffentlicht eine kaiserliche Cabinetsordre, die bestimmt, daß die militärische Action vom 6. September 1888 bis 10. Juli 1889 an der Ostküste Afrikas als Feldzug zu betrachten und daß demnach für die Besatzung der Schiffe „Leipzig", „Sophie", „Carola", „Möwe", „Schwalbe", „Pfeil" ein Kriegsjahr in Anrechnung zu bringen sei. Desgleichen für die militärische Action bei Samoa der Schiffe „Olga", „Adler", „Eber". Ferner veröffentlicht das „Marineverordnungsblatt" einen kaiserlichen Befehl zur Ausgabe einer neuen Marineverordnung. — Der „Post" zufolge empfing der Kaiser gestern den Lieutenant Giese, welcher seiner Zeit von Buschiri überfallen wurde und zog denselben zur kaiserlichen Tafel. Berlin, 3. December. Die Vorstände der conservativen, nationalliberalen und Reichsparteihaben beschlossen, das Car- tell auf folgender Grundlage zu erneuern: Wahrung des bisherigen Besitzstandes, Verständigung über die gemeinsamen Candidaten in anderen Wahlkreisen und, falls eine solche Verständigung ausbleibt, eine Intervention des Centralverbandes der Partei in Berlin zur Einigung mit den Vorständen anderer Cartellparteien, bei einer Stichwahl mit einem Candidaten einer anderen Partei einmüthiges Eintreten für den Candidaten der Cartellparteien und in Ansprachen, Aufrufen der befreundeten Presse alles zu vermeiden, was das Zusammengehen der Parteien in der Wahlcampagne gefährden könnte. Berlin, 3. December. Der Neu-Guinea-Compagnie ging ein Telegramm des Generaldirectors Arnold zu, welches meldet, daß der Regierungsrath Rose wohlbehalten in Finfch- hafen eingetroffen ist und daß der commissarische Landeshauptmann Krätke das Schutzgebiet verlassen hat. Hirschberg, 3. December. Die Bahnstrecke Ditters- b ach-Gl atz ist wegen Schneeverwehungen gesperrt. Stuttgart, 3. December. Das „Militärverordnungsblatt" veröffentlicht eine Ordre, worin der König an dem ruhmreichen Gedenktage der Schlacht von Champigny dem Kriegsministerium 20000 M. überweist und bestimmt, daß das Capital zur Unterstützung von Wittwen und Waisen der Unteroffiziere des Armeecorps der König-Karl-Stiftung zugewendet und der Zinsbetrag alljährlich vertheilt werde. Wien, 3. December. In Folge des andauernden Schneesturmes ist gestern Abend der fällige Orientexpreßzug nicht abgegangen. Wien, 3. December. Dem „Wiener Tageblatt" zufolge richtete das Ministerium des Innern einen scharfen Erlaß gegen das Treiben der Auswanderungsagenten. Die Gefchäftsausübung der in Oesterreich zugelassenen ausländischen Personen-Transportgesellschasten hat die unerfreulichsten Wahrnehmungen ergeben. Der Erlaß rügt die Passivität der Gesellschaften gegenüber dem gewissenlosen Treiben der Agenten, wodurch Gesellschaften mit verantwortlich würden für die dunkeln Seiten des Zutreiberwesens. Die schärfste Ueber- wachung sämmtlicher ausländischer Personentransportgesellschaften sei nothwendig, ebenso die unnachsichtliche Bestrafung unbefugter Agenten sowie die Entfernung dieserhalb bestrafter Individuen. Die Oberstadthauptmannschaft Pest habe Beweise des verderblichen Treibens der Auswanderungsagenten, besonders in den nördlichen Komitaten Ungarns erlangt. Dieser höchst verderblichen Thätigkeit, welche bereits die Aufmerksamkeit auch der Militärbehörden erregte, weil insbesondere jungen Arbeitskräften nachgestellt würde, muß im Interesse der Wehrmacht und der öffentlichen Moral mit allen Mitteln nachdrücklichst und unnachsichtlich, event. durch Conzessionsentziehung entgegengewirkt werden. Washington, 3. December. Die Botschaft des Präsidenten Harrison besagt, daß die meisten internationalen Fragen geregelt seien. Der Samoa-Vertrag werde permanentes Gesetz und führe Ordnung auf Samoa herbei auf Grund der Aufrechterhaltung der Rechte und Interessen der Eingeborenen und Vertragsmächte. Die in den letzten Jahren zwischen England und der Union entstandenen Fragen ruhten oder seien in gütlicher Beilegung begriffen. Die Botschaft kündigt eine Vorlage betreffs Erweiterung der zwischen England und der Union bestehenden Bestimmungen über die Auslieferung von Verbrechern an. Zwischen der Union und Deutschland beständen die herzlichsten Beziehungen; Fragen bezüglich der Naturalisation seien als zu beiderseitiger Befriedigung geregelt anzusehen. Der freundschaftliche Verkehr mit Brasilien sei unterbrochen, jedoch fei der Gesandte angewiesen, die Republik sofort anzuerkennen, sobald die Mehrheit des Volkes sich für die Republik erklärt habe. Die Botschaft sagt ferner, die Regierung habe über die Beilegung aller die Vollendung des Nicaragua-Kanals hindernder Fragen be- rathen. Das letzte Finanzjahr weise einen Ueberschuß von 57 Millionen Dollars, das laufende einen solchen von 44 Millionen Dollars auf. Ein derartig großer Ueber- schuß erheische die Aufmerksamkeit des Congresses behufs Herabsetzung der Einnahmen auf den zur Bestreitung der Staats-Ausgaben nöthigen Bedarf. Die Botschaft empfiehlt nachdrücklich eine Tarif - Revision mit gleichem Schätzungsmodus in allen Häfen, jedoch unter Berück- sichtigung eines billigen Schutzes der einheimischen Industrien. Ungleichheiten seien zu beseitigen, das Schutzprincip jedoch beizubehalten. Die Botschaft mißbilligt jede beträchtliche Zunahme in der Ausprägung von Silberdollars und hebt hervor, daß die günstigen Verhältnisse dazu beigetragen hätten, die thatsächliche Gleichheit der Gold- und Silber- Dollars aufrechtzuerhalten; es handelte sich dabei theilweise um Handelszustände, deren Fortdauer ungewiß sei. Der Präsident begünstigt eine Verbesserung des Küstenvertheidig- ungssystems, eine weniger leichte Naturalisation für socia- listifche Einwanderer, Vermehrung der Kriegsmarine und beklagt das Zurückstehen der amerikanischen Handelsmarine hinter anderen. Er begünstigt eine liberale Unterstützung amerikanischer Dampferlinien nach Centralamerika, Südamerika, China 2c., die Bildung einer natürlichen Reserve von Handelsschiffen und eine progressive Politik zur Förderung des auswärtigen Handels. Washington, 3. December. Der Marinesecretär empfiehlt in seinem Jahresbericht den Bau zweier Flotten Kriegsschiffe und von zwanzig Panzerschiffen für die Küstenver- theidigung; ferner dreier Kanonenboote von je tausend Tonnen Tragkraft und fünf Torpedobooten erster Klaffe. Von den Kriegsschiffen sollen acht für den Stillen Ocean und zwölf für den Atlantischen Ocean bestimmt werden. Der Congreß soll zum sofortigen Bau von acht Schiffen ermächtigen. Für die Bedürfnisse der Marine im Jahre 1890 sind 25599253 Dollars ausgeworfen. Mainz, 4. December. (Privatdepesche.) Laut o.fficieller Mittheilung kommt der Kaiser nicht hierher. Locales un6 provinzielles. Gießen, 4. December. r. Theater. „Kean" oder „Leidenschaft und Genie", Characterlustspiel in 5 Acten von L. Schneider. Ueber das äußerst interessante Stück selber und seinen Inhalt ist bereits in dem „Gießener Anzeiger" gesprochen worden. Es eignet sich auf Grund des scharf ausgeprägten, bis ins Einzelste individualisierten Characters des Titelhelden, der in den denkbar verschiedensten Situationen, von den komischen bis zu den ergreifendsten, die verschiedensten Töne zu treffen verstehen muß, in hohem Maße zum Prüfstein eines wahren, originalen Talents. Herr Wilhelm von Hoxar hat auch hier diese Probe, wenn man so sagen darf, auf die glänzendste Weife bestanden. Aus einem Guß war die Gestalt, die der Künstler mit virtuoser Meisterschaft verkörperte und bei allem Wechsel der Stimmungen und allem Ungestüm zeigte der Character dieses „Kean" nichts Unverständliches, keine Sprünge und Lücken. Mit ergreifender Lebenswahrheit brachte Herr von Hoxar dies geniale und leidenschaftliche Wesen Keans nach allen Seiten zum Ausdrucke. Mau vergaß, daß man einen Schauspieler vor sich habe, und wie der Künstler selber in seiner Rolle ganz aufging, so riß er feine Zuhörer widerstandslos mit sich fort. Alle Accente beherrschte er mit einer Meisterschaft sonder Gleichen, er ist ein Künstler, auf dessen Palette keine Farbe fehlt, die heiteren ©eenen kamen ebenso trefflich zur Geltung, wie diejenigen, in denen er sich bald als brillanter Bonvivant und Liebhaber, bald als unvergleichlicher Helden- und Characterdarsteller erweist. Der leichte Plauderton, die Sprache der Liebe sind ihm ebenso geläufig, wie er erschütternd dem leidenschaftlichsten Schmerze, der wildesten Eifersucht Worte und Ausdruck zu verleihen vermag. Seinen höchsten Trumpf spielte der Künstler in der Hamletscene aus, in deren Darstellung er so leicht keinen Rivalen in ganz Deutschland finden wird. Ueber unsere einheimischen Darsteller wollen wir uns kurz faffen. Sie füllten, allen voran Frau Anni und Herr Director Reiners, ihren Platz in ihren ausnahmslos weit kleineren Partieen mit völligem Gelingen aus. Außerordentlich bedauernswerth bleibt es, daß sich das Publikum dieser ersten Gastvorstellung gegenüber, bei der es sich doch um einen eminent künstlerischen Genuß handelte, so gar reservirt gehalten und sich in so spärlicher Zahl eingefunden hatte. Es wird, wie dies neulich schon einmal von anderer Seite angedeutet wurde, bei solcher Interesselosigkeit schließlich wieder so weit kommen, daß sich kein ordentliches Theater mehr nach Gießen getraut und keine Direction mehr das Risiko übernehmen wird, das Gießener Publikum mit namhaften auswärtigen Künstlern bekannt zu machen. O Theater. Am Donnerstag soll, wie wir hören, das in weiten Kreisen bekannte, aus dem Französischen bearbeitete Lustspiel „Er muß aufs Land" zur Aufführung kommen. Das heitere Stück, in dem Herr von Hoxar als ausgemachter Bonvivant figuriren wird, schildert einen jungen Ehemann, den seine Schwiegermutter.und seine von einem alten heuchlerischen Kirchenrath beeinflußte Frau übel behandeln. Will sich der unglückliche Eheherr ein Mal ein Vergnügen gönnen, so kann er das nicht anders, als unter dem Vorwand: „er müsse aufs Land". Daher der Name. * Im Juliheft der „Zeitschrift für Schulgesundheitspflege" ist ein viel beachteter Aufsatz des Herrn Professor Dr. Dettw eiler hier erschienen, der, gestützt auf die Untersuchungen Cornets, die Verhütung der Lungenschwindsucht in den Schulen zum Gegenstände hat und nach zwei Richtungen Maßnahmen in den Schulen verlangt. Einmal verlangt Dettweiler sofortige Beseitigung aller mit Sand oder Säge- spähnen gefüllten Spucknäpfe aus der Schule, da diese auch im günstigsten Falle manchmal wochenlang nicht ausgeleert werden und so einen wahren Herd der Ansteckung für Lehrer und Schüler durch Eintrocknen und Verstauben des Auswurfs von angehenden Lungenleidenden bilden. Dafür ist ein geeignetes, mit Wasser gefülltes Gefäß einzufetzen, das häufiger entleert werden muß. Wie wir hören, findet diese leicht erfüllbare Forderung vielfach Eingang in die Schulen. Zweitens verlangt Dettweiler private Belehrung der hustenden und auswerfenden Schüler über die maßlose Schädlichkeit des Taschentuchspuckens und Hinweis auf eine ungefährlichere Art des Auswurfes. * Beim Kaiser!. Postamt Gießen tarnen im Jahre 1888 an Porto- und Telegrammgebühren zur Einnahme M. 219 380. Es gingen ein 1 376000 Briefe, Postkarten, Drucksachen und Waarenproben, 136778 Packete ohne Werthangabe, 8308 Briefe mit Werthangabe, 3391 Packete mit Werthangabe. Es wurden aufgegeben 1655200 Briefe, Postkarten, Drucksachen und Waarenproben, 133129 Packete ohne Werthangabe, 8555 Briefe mit Werthangabe, 2765 Packete mit Werthangabe. Die Zahl der eingegangenen Postnachnahmefendungcn betrug 10025, der eingegangenen Postauftragsbriefe 7013, der Betrag der ein- gezahlten Postanweisungen bezifferte sich auf M. 4 882083, der ausgezahlten auf M. 7 060 714. Es wurden ferner aus- gegeben 3 363 373 Zeitungsnummern und 2O99O Telegramme, eingegangen sind 21388 Telegramme. * Wie dem „Lauterb. Anz." berichtet wird, haben die Herren Freiherr Dael von Köth, Freiherr Wamboldt, Jn- spector Brönnemann und Raiffeisen jun. in voriger Woche die Gemeinde Salz besucht, um daselbst einen Local-Bauernverein zu gründen. vermischtes. * Darmstadt, 3. December. Nach dem nunmehr von der Bürgermeisterei veröffentlichten Festprogramm für die Kaisertage wird nach Eintreffen des Kaisers auf dem Main-Neckar-Dahnhofe am Freitag den 6. December großer Empfang der Behörden stattfinden, am Rheinthor wird der Kaiser von Oberbürgermeister Ohly Namens der Stadt begrüßt. Der Einzug des Kaisers erfolgt unter Geläute aller Glocken. Auf dem Wege vom Bahnhofe bis zum Rheinthor bildet Militär, von da bis zum Residenzschlofse Studirende der Hochschule, Schüler des Gymnasiums, des Realgymnasiums, der Real- und der städtischen Knabenschule, die Krieger-, Gesang-, Turn-, Schützen- und Radfahrvereine, sowie die Innungen Spalier. Um 10 Uhr werden die Kriegervereine nochmals Aufstellung vor dem Kaiser auf dem Paradeplatz nehmen. Am Abend des Einzugstages findet um j/27 Uhr Illumination der Hauptstraßen und Plätze, bengalische Beleuchtung der Ludwigssäule und des Kriegerdenkmals statt. Am Abend .des zweiten Tages (7. December) wird dem Kaiser von den Atudirenden der Technischen Hochschule und allen borgenannten Vereinen und Innungen ein Fackelzug gebracht, womit eine Serenade der hiesigen Gesangvereine, dargebracht im sogen. Glockenhof des Residenzschlosses, verbunden ist. Nachdem auf gegebenes Signal die Fackeln in Brand gesetzt, setzt sich der von mehreren Musikcapellen begleitete Zug punkt V29 Uhr in Bewegung, zieht durch die Mühlstraße, Capellstraße, Hügelstraße, Wilhelminenstraße, Elisabethenstraße, Ludwigsplatz, Ludwigstraße über den Marktplatz, durch die obere Rheinstraße, Wilhelminenstraße, Elisabethenstraße, Neckarstraße, Rheinstraße, Wilhelminenstraße über den Mathildenplatz durch die Zeughausstraße nach dem Paradeplatz und nimmt dort nach den Weisungen der Festordner Aufstellung, welche bis ^lO Uhr vollendet sein wird. Vortrag eines Musikstücks durch die auf dem Platze zusammengezogenen Militärcapellen, währenddessen Aufstellung der Sänger im Glockenhof zur Serenade. Nach Beendigung derselben reihen sich die Sänger wieder in den Fackelzug auf dem Paradeplatze ein. Nach Schluß der Ovation Abzug der Studirenden der Technischen Hochschule zum Festcommers im Rummelbräu und der übrigen Vereine zu festlichen Zusammenkünften in verschiedenen Localen. — Den auswärtig en Kriegervereinen wird es von Interesse fein, zu erfahren, daß das Präsidium des Landesverbandes mit der Saalbau - Restauration Abkommen getroffen hat auf Verabreichung eines einfachen Mittagessens zu 60 Pf. und Bier zu 12 Pf. per Glas. Gedenket der hungernden Vögel im Schnee! Gießen, den 2. 9750 Am 6. d. M. werden anläßlich der in Darmstadt ftatlfindenden Fest- I. II. in dem Schulhause in der West-Anlage, der höheren Mädchenschule. 3. 5. 225 ff 6. 9742 Baumann. 9744 Reichhaltige Auswahl. Willi. Herbert. 9638 9687 sowie sämmtliche in das optische Fach einschlagende Artikel 10 28 90 Gnauth, Bürgermeister. ft ff tt ff ff ff tf tf tf tf n tt tt tt tt tt tt tt tt tt Stuck Eichen.Stämme mit 47,31 fm (Grubenholz), rin Eichen.Scheite, 55 30 44 20 d) c) d) e) f) g) h) ‘) k) 1) m) n) o) P) q) r) Barometer, Hygrometer Thermometer Thermometrographen (Minimum und maximum) Wahl der Vertreter der Forensen Gemeinde Gießen. Holz-Versteigerung in der Königlichen Oberförsterei Strupbach. (Königlicher Förster Guericke zu Fh. Haina). Donner-tag den 12. De- cewber e sollen in dem Diftrict Nr. 1 Streitwald öffentlich versteigert werden: Zunahme bei Körpergewichts verbefferteS AnSsehe«, Förderung des ApetiteS und der Verdauung, das sind die unaudbletöktbrii Eefoia bes leaelmäytgtn Gedtaucks von Frank's 'Jlocnacta. Se nc wodlldält»;e S3irfung auf den kranken ober ge- lchwäcvlen Organismus wird dauv iichlich durch fetneu hohen Nähr- roertb und Leicktoerdaulickkeit und nicht durch eine in ihm befindliche Heilkraft bedingt, beswegen empfiehlt sich sctne Anwendung nickt als Armei, sondern als Speise. Und daß es diese im vortbetlbaftesten Sinne des Wortes, bewein die ibm in der Internationalen Ausstellung für Nährmittel zu Köln zu Theil gewordene Auszeichnung durch Zuerkennung der goldenen Pretsmedaille. Wer sich also rationell ernähren, Verdauung und Darmthätlgkelt stärken, die erregten Nerven beruhigen, verlorene Kräfte ersetzen will, bereite sich täglich ein Grricdt von Aoenacta und der gewünschte drfnit} wird sicher sein. Franks Avenacla ist zu M. 1.20 die Büchse erhältlich in Gtetzen bei Emil Fischbach. 9428 Operngläser, Jagd- und Reise- Perspective Brillen und Pincenez in Gold, Silber, Doublö, Nickel, Horn und Stahl Laterna magica, Stereoscope Dampfmaschinchen Vergrösserungsapparate für Photographien Electrisirapparate u. Elemente Emil Orbiff. Bahnhofstr. 30. In den unter pos. a—o ausgesührten Geschäften sind Sparmarken jederzeit zu haben, solange die Geschäste offen sind, und in den Schulen an den von den betreffenden Herren Lehrern bestimmt werdenden Tagen. An Stelle der seither üblichen Büchelchen werden Markenkarten ausgegeben, welche beim erstmaligen Kausen der Marken und später nach Bedürsniß bei den Markenverkaussstellen in Empfang zu nehmen sind. Sobald eine solche Karte ganz mit Marken beklebt ist, oder wenn sie Marken im Betrage von mindestens Zwei Mark enthält, kann Einlage bei der Sparkaffe erfolgen. Ist schon ein Büchelchen ausgestellt, so muß aus der Karte oben rechts deffen Nummer, anderenfalls das Wörtchen „neu" beigefügt werden. Die Beischreibung der Einlagen kann nur an den bestimmten Zahltagen int Gefchäftslokale der Sparkaffe stattsinden und zwar unter Vorlegung der Sparkaffebücher. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorlage der Bücher und Markenkarten auch durch Kinder besorgt werden kann, sodaß die Eltern darüber keine Zeit zu versäumen brauchen. Mehr als einmal im Monat findet eine Zuschreibung von Einlagen zur Psennigjparkaffe nicht statt. Es ist nothwendig, daß aus den Markenkarten an der dafür bestimmten Stelle außer dem Namen des Kindes auch der genaue Namen des Vaters, der Mutter oder des Vormundes rc. angegeben wird, da eine Rückzahlung von Einlagen nur an erwachsene Personen stattfinden kann, deren Berechtigung zum Rückempsang durch ihre Bezeichnung auf der Karte bar* gethan wird, während sonst durch Beibringung anderer Legitimationen Kosten entstehen würden. Sollte sich das Bedürsniß nach Errichtung weiterer Verkaufsstellen ergeben und sollten weitere Kaufleute mit offenen Geschäften bereit fein, solche zu übernehmen, so wird um gefällige Mittheilung an die unterzeichnete Directwn gebeten. 7. Für die Anfangs Januar k. I. an Stelle der eingesammelten Sparkaffen- fcheine zur Ausgabe gelangenden Sparkaffenbücher sind je 10 zu entrichten. Es wirb daher gebeten, bei Empfangnahme biefer Bucher zugleich ben Kostenbetrag berfelben zu bezahlen. Gießen, am 21. Octoder 1889. Dte Direction bes Spar- unb Leihkaffe-Vereins. Langsdorf f. lieber Retters Haarwasser. Es kann rttdjt genug wiedc.holt werben, unb ift auck darüber sckon Vieles von Autoritäten gefckriebcn worden, daß Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, in Folge Zutritts des Staubes fick eine Schichte bildet, welche dte Hautausdünftuno verhindert, die Haarwurzeln erstickt unb daburch Kopfleiden und kable Stellen erzeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden Vertrauen auf schwindelhafte Neclame — unbebaut, ob das Versprochene zu erfüllen möglich sei — Hunderltausende für schädliche Haarmittel ausgeben unb in dem Wahne leben, neue Haare auf kahlen Stellen zu erzeugen, während sie damit doch nur den Eharlatanismus unterstützen unb ihrer Gesunbheit schaben. Wäre es denn nicht viel vernünftiger, bet Zeiten von bem unnatürlichen Dressiren her Kopfhaare abzulassen unb dafür ein wirklich gutes eonservtrenbes Haarmittel statt der insgefammt schädlichen Oele unb Vomaben zu gebrauchen'/ Als ein solch' verläßliches unb unschäbliches Mittel kann bas Haarwaffer von Earl Retter in München nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten beroonagen der Autoritäten, wie Professor Dr. o. Wtttstein rc. re., Alles enthält, um das Haar feucht, weick, glänzend und die Kopfhaut immer thätig unb weick iu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb acht Tagen gänzlich zu entfernen. — Zu beziehen per Flacon ä 40 H und v4L 1.10 bei Herrn I. H. Fuhr, Sonnensiraße 25, Gießen. L. Schultheis Asterweg 39. Lingesandt. Von den vielen Vereinen, welche sich die Aufgabe gestellt haben, neben Vergnügungen für ihre Mitglieder auch edlerem Zwecke zu bienen, ist der Verein „Zitherclub" (Wohlthätigkettsverein) unter den hiesigen Einwohnern wohl bekannt geworden. Auch dieses Jahr hat her Verein wieder eine WeihnachtSbescheerung für bedürftige Ämber beschlossen und roünfdKn wir auch dieser den besten Erfolg. (Näheres siehe Inserat). L. Aufgebot. Der am 7. November 1819 in Ruttershausen, Kreis Gießen, geborene Johann Henrich Bender, Sohn des Johann Ludwig Bender und deffen Ehefrau Katharina, geb. Rohrbach von Ruttershausen, ist seit vielen Jahren von seiner Heimath mit unbekanntem Aufenthaltsorte abwesend. Aus Antrag eines seiner muthmaßlichen Erben, der Johannes Jung Eheftau von Salzböden, werden derselbe, seine etwaigen unbekannten Erben . und sonstige Berechtigte aufgefordert, sich vor oder spätestens in dem auf Donnerstag den 20. Februar 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Termine schriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls der Johann Henrich Bender für tobt erklärt und sein hier verwaltetes Vermögen den sich legitimirenden Erben gegen Caution ausgehändigt und diese nach Ablauf des 9(1 Lebensjahres des Johann Henrich Bender gelöscht werden wird, ohne daß weitere Bekanntmachung erfolgt. Gießen, 29. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht Gie ßen Fresenius. 9745 Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt . Die diesjährigen Renten werden bis Ende dieses Jahres an jedem Montag und Donnerstag ausgezahlt, außerdem auch an jedem anderen Tage, wenn ich zu Hause angetroffen werde. Liehriclis Mf. Gehr. Schmidt Neuen weg 16 GIESSEN Neuen weg 16 Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Holzschlage. Kaufliebhaber wollen das Holz vor dem Termine besichtigen Forsthaus Strupbach, den 28. November 1889. Der Königliche Oberförster: gefahren. Zu diesen Sonderzügen werden auf allen Zwischenstationen und Haltestellen der Strecken Hanau-Sachsenhausen und Gießen-Bockenheim directe Fahrkarten nach Darmstadt mit 50 %tger Preisermäßigung, 3 tägiger Gültigkeitsdauer und der Berechtigung der Benutzung aller fahrplanmäßigen Züge für die Rückfahrt, ausgegeben. Frankfurt a. M., den 2. December 1889. 9749 Königliche Eifenbahn-Direction. Salon- und Spring- Lorgnetten 9619 Reisszeuge Mikroscope, Lesegläser nn. Darmstadt, 3. December. Bei der am nächsten Sonntag zu Ehren des Deutschen Kaisers stattfindenden Galatafel wird auf besondere Einladung auch die Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein nebst ihren Töchtern, sowie die Landgräfin von Heffen theilnchmcn. Nachmittags begiebt sich der Kaiser nach Worms/ um der Aufführung „Drei Jahrhunderte am Rhein" im Volksschauspielhause beizuwohnen. Bekanntmachung. Die Liste der bei der Wahl der Vertreter der Forensen stimmberechtigten in der Gemarkung nur Begüterten, beziehungsweise nur Gewerb- treibenden wird drei-Tage lang, nämlich den S», 6. und 7. December aus dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen gelegt, damit während dieser drei Tage, nicht aber später, Jedermann Einsicht davon nehmen und bei der Wahlcommission deßhalb Einwendungen vorbringen könne. lichkeiten ab Hanau und ab Gießen Sonderzüge nach Darmstadt und zwar: Uhr 26 Min. Vormittags, „ Joseph Georg, Ederstraße Nr. 2, „ I. Hainbach, Marburgerstraße Nr. 29, „ Eberhard Metzger, Neustadt Nr. 8, ,, Christoph Biecker, Neustadt Nr. 55, Christian Haubach II., Krosdorferstraße Nr. 2, Wilhelm Klee, Marktstraße Nr. 2, „ Sachsenhausen 7 ab Gießen 4 „ Bockenheim 7 Pfennig - Sparkasse Gießen. Nach Beschluß des Ausschusses des Spar- und Leihkaffe-Vereins vom 13. Juni L I. treten hinsichtlich der Pfennigsparkaffe vom 1» November l. I. an folgende Aenderungen ein: 1. Die seither bestandenen Sammelstellen in den Schulhäusern in der Schulstraße und in der Neustadt, sowie bei Herrn Kausmann Emil Fischbach dahier werden aufgehoben. 2. Der Verkauf der Sparmarken findet von dem oben genannten Zeitpunkte an in folgenden Geschäften statt: a) bei Herrn Kausmann Eberhard Dort, Wallthorstraße Nr. 45, Fst. Elb-Caviar, „ Sardinen, „ Rollmöpse empfiehlt in frischester Waare Ferd. Drehes, 9167] 21 Marktplatz 21. „ Knüppel und „ Reiser III. Kl. ab Hanau 6 „ Offenbach 6 f \1 1 I badenlaioe beginnt soeben mit der Veröffentlichung von Fanny Lewaldg letzter Novelle Eine Erscheinung. Abonnements auf die Wochen-Ausgabe (M. 1.60 vierteljährlich-, auf die Ausgabe in 14 Heften ä 50 Pf. ober in 28 Halbheften ä 25 Pf. nehmen jederzeit alle Buchhanblungen entgegen. Die bereits erschienenen Nummern I ober Hefte der „Gartenlaube" 1889 werben auf Wunsch nachgeliefert. Frau Ottmar Köhler Wwe., Lindenplatz Nr. 5, Herrn Conr. Steinhäuser, Buchbinder, Neuen BäueNr. 17, „ Julius Hoos, Buchbinder, Bahnhofsstraße Nr. 41, „ Kaufmann Emil Fischbach, Seltersweg Nr. 24, Frau Wilhelmine Rusag, Frankfurterstraße Nr. 39, Herrn Kaufmann August Voigt, Seltersweg Nr. 46, „ Rudolf Schlabachs Nachfolger,Ludwigsplatz4, sowie: Bahnhofstr. ä--2#=. I Bahnhofstr. 27 Louis Lony 27 empfiehlt ein reichhaltiges Lager in Küchen- und Haushaltartikeln, Bürsten-, Korb- und Küftrwaaren. s „ auf dem Berg, Jeikgebotenes. • Schuhe, Gummi-Ll Absätze in neuesten Fa?ons bei December 1889. Die Wahlcommission: t' K'Lugbardt | Stadtverordnete. O Die Eröffnung meiner | Weitadils-tatellung | io Rinderspielwaareo o zeige ergebens) an. 9447 Q L. Frohnhäuser. g Kauft und versucht die äusserst stark concentrirtenParfüme der weltbekannten Anglo Continental Perfumery Company, London EC. Verkaufsstelle b. Herrn Carl Merkel, Marktatrasse 16.____________________[5062 Zämmttiche Zuthate« jur feinen Bäckerei empfiehlt in bester Qualität Bekanntmachung. Betreffend: Die Ergänzungsvahl der Großherzoglichen Handelskammer zu Gießen für 1890. Auf Grund des Gesetzes vom 17. November 1871, die Handelskammern bett-, hat demnächst eine Neuwahl von 3 Mitgliedern der unterzeichneten Handelskammer stattzufinden, nämlich eine Ergänzungswahl für die nach den gesetzlichen Bestimmungen am 1. Januar 1890 ausscheidenden Herren F. C. B. Koch, A. Katz und Wilhelm Gail. Wahlberechtigt find hierbei diejenigen Kaufleute und Gesellschaften, welche als Inhaber einer Firma in dem für den Bezirk der hiesigen Handelskammer geführten Handelsregister eingetragen stehen und einer der vier ersten Gewerbesteuerklassen angehören. Die Liste der Wahlberechtigten liegt 10 Tage lang und zwar vom S bis zum 16. December L I. aus dem Bureau der Firma A. Heichelheim hier zur Einsicht offen- Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, welche nur innerhalb der erwähnten zehntägigen Frist zuläsfig sind, müssen bei der Handelskammer vorgebracht werden. Nur diejenigen sind zur Theilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die festgestellte Liste ausgenommen sind. Termin zur Wahl ist bestimmt aus Dienstag den 17. December l. I., Nachmittags von 2 bis 6 Uhr im Bureaulocale der Handelskammer. Als Wahlcommiffär wird Herr S Heichelheim fungiren. Gießen, den 4. December 1889. Großherzogliche Handelskammer Gießen. 9752 Koch. ar ar arr Unwiderruflich vom 14. bis 17. December er. Weihnacbts-Ziehuiig der Grossen Lotterie zu Weimar Loose a 1 Mark, 11 Stück 10 Mark, auch gegen Briefmarken empfehlen und versenden 0$CarBräU8r&Co, Generaldebit, Berlin W,7 Leipzigerstrasse 103. Jeder Bestellung sind 20 Pf. für Porto und Gewinnliste 96 55 beizufügen. 1 ä 50000 = M. 50000. 1 „ 10000 = „ 10000. 1 „ 5000 1 „ 5000. 1 „ 3000 = „ 3000. 3 „ 1000 = „ 3000. 5 „ 500 = „ 2500. 10 „ 300 = „ 3000. 10 „ 200 = „ 2000. 15 „ 100 = „ 1500. 4953 Gewinne zus. 70000. 5000 Gew. W. M. 150000. Steins Gartest» Saal bau. Donnerstag den 5. December: 4. Abonnements-Concert. Ouvert. Zampa. Die Zauberflöte. Tell. Einzug der Gäste (Tannhäuser). Ungarische Rhapsodie (Liszt). Vorspiel z König Mansried. Fantasie a. Aida re. Werrnielhungen. 9741] Freundliches Loyis, 2 Zimmer mit Zubehör, sofort beziehbar, zu ver- miethen-___________________Neustadt 53. 9761] Kl. Logis, sow- etnz. Zimmer gl. beziehb., zu verm. Neuen Bäue 20. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pfg. 9762 Krauße, Großh. Musikdirector. JIL Kriegerverein Gießen. JU Abfahrt nach Darmstadt mit Separatzug JE am 6. d. Mts., 444 früh. Zusammenkunft am Bahnhof spätestens V2 Stunde vorher. Die Hassia>Abzeichen gelten ausschließlich — auch bei den Bahn-Verwaltungen — als Legitimation und sind daher unbedingt avzulegen. 9759 Gießener Zither-Club. (WohlthätigKeitsverein.) 9763 Weihnachtsbescheerung im Cafe Leib den 14. December, Abends 8 Uhr, verbunden mit Concert, Theater und Ber- loosung, wozu sämmtlicheVereinsmitglieder freund- lichst eingeladen werden. Auch haben Nichtmitglieder freien Zutritt. — Zugleich bitten wir diejenigen Mitglieder, welche Geschenke zur Verloosung, aber nicht unter 50 Pfg- abzugeben haben, dieselben längstens bis zum 13. Decbr. bei Mitglied Hrn. Friseur Conrad, Mäusburg, abzuliesern. Der Vorstand. Mein Regenschirmlager habe bedeutend vergrößert. Schönste Auswahl in soie seidenen, halbseidenen, Gloria- und Zanella-Schirmen. Bau In Weihnachten Preisermäßigung. ■■ Jean Häuser, Neuen Baue W, Eckladen. I Placat-Fahrpläne I § Expedition des „Giessener Anzeiger“. § Klavierstimmen., Klavier-Reparaturen unter Garantie tadelloser Ausführung zu billigen Preisen. 7990 Willi. Rudolph, Pianohandlung, Neuen weg 9. Cigarren-Sorttrer. Zwei solide fleißige Gorttrer finden per sofort dauernde Beschäftigung bei Weud-roth & Harbers, 9746 Pyrmont. ____ Eine Frau gesucht, welche Morgens ein Zimmer reinigt Von wem? sagt die Exp d. Bl. 9739 9740 Eine Frau nimmt Aushülfs« stelle im Kochen und Hausarbeit an. Näheres in der Expcd. d. 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Martin, Kammerdiener Otto Frank. Diener b. Frau v. Ziemer Fritz Mai. Diener bei Frau v. Flor Richard Lerch. ---Herr Wilhelm v. Hoxar als Gast. Kassenöffnung Uhr. Anfang 8 Uhr, Ende 10 Uhr. Conrrbericht vou E. Wasserschieben, Bankgeschäft. AranSfvrter Börse vom 4. December 1889* 4 pCt. Reichsanlethe 3Va „ 4 „ Preuß. ConsolS Schlußcourte 1 Uhr 15 Min. 107.5014 pCt. Ungar. Goldrente 102.5015 „ Italiener Rente 105 751 Oefterr. Silberrente 103 801 Rufs. Orient HL 86 80 93 60 74 30 66.30 Disconto-Commandit-Antheile 249.20 Darmstädter Bank-Actien 182 00 Dresdener „ „ 184.00 Berliner Handelsgesellsch.-Antheile 205.50 Oesterr. Credtt-Actien 271.37 „ Staatsbabn-Actten 201.87 Lombard. Eisenbahn- „ 108 25 Tendenz: Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actien Gotthard- ,, „ Schweizer Nordost-Bahn-Actten West- , ,, Gelsenkirchener Bergwerks-Actien Oesterr. Alpine-Montan- w schwach. 327 00 188 00 174.70 134 40 3770 225 80 80 90 10220 Harper er 138.90 Ostpreußen 182.50 Bochumer Gußstahlactten Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 4. December 17100 Disco nto-Eom--Avthei le Oesterr. Ereditactten Oesterr. GtaatsbubnaAetien Dortmunder Union-Actien Darmstädter yonfanttn Tendenz: schwach. 1889. 250 25 29700 92 40 256 00 4 pCt. Gießener Obligationen —15 pCt. Buderus-Obligatione» K5.00 Reichöbank-Discont 5 pCt. — Frankfurter Bank-DtSkont 5 pEt. Der Stadtauflaae diese- Blattes liegt Nr. 8 de» (6 Geiten) bei Redaction: A. Scheid«. — Druck und Verlag der Brühl'sckcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nimnner rnnfatzt 8 Seitieu.