Nr. 81 Freitag den 5. April 188V Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Baeeaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh« Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf Bekanntmachung. Im Kreise Gießen sind in der Zeit vom 1. Februar 1888 bis dahin 1889 in den einzelnen Gemeinden die nachstehend verzeichneten Beträge für die Landeswaisenkaffe eingegangen. Man bringt dies mit herzlichem Danke für die Geber hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, am 1. April 1889 Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. MX — << X\ — — . - — K • Gemeinden. K • -eg Gemeinden. ZK Gemeinden. r- c jO Gemeinden. v4t H Q gT JL H Uebertrag: 56.17 Uebertrag: 338.40 Uebertrag: 394.23 i Albach 2.30 21 Gießen 215.09 41 Lieh 24.11 61 Rodgen __ 2 Allendorf a. d- Lahn 2.50 22 Göbelnrod 1.32 42 Lindenstruth 365 62 Röthg-s 3 Mendorf a. b- Lba. -.74 23 Großen-Buseck 5.42 43 Lollar 1.39 63 Rüddingshausen >. —.81 4 Allertshausen 1.70 24 Großen-Linden 2.19 44 Londorf -.47 64 Ruttershausen 1.62 5 Alten-Buseck 2.88 25 Grünberg 6.36 45 Lumda — — 65 Saasen 2.11 6 Annerob 12.25 26 Grüningen 1.53 46 Mainzlar 4.20 66 Stangenrod 1.27 7 Bellersheim 6 — 27 Harbach -.63 47 Münster 1.60 67 Staufenberg 3.69 8 Beltershain 1.69 28 Hattenrod —.50 48 Muschenbeim -.80 68 Steinbach 5.85 9 Bersrod 2.16 29 Hausen —44 49 Rieder-Bessingen —.35 69 Steinheim 2 60 10 Bettenhausen —.76 30 Heuchelheim 1.65 50 Ronnenroth 1.15 70 Stockhausen 1.70 11 Beuern 10.33 31 Holzheim 1-50 51 Obbornhofen —.10 71 Trais-Horloff 6.25 12 Birklar 1.26 32 Hungen 5.18 '52 Ober-Bessingen 1- 72 Treis a. d- Lda- 2.14 13 Burkhardsfelden 1.46 33 Inheiden 7.37 53 Ober-Hörgern 5.52 73 Trohe -.50 14 Glimbach 1.80 34 Kesselbach ——.— 54 Odenhausen 1.50 74 Utphe 1.54 15 Daubringen 1.58 35 Klein-Linden 1.94 55 Oppenrod 1.29 75 Dillingen 2.26 16 Dorf-Gill -.60 36 Langd 6 64 56 Queckborn 1.— 76 Watzenborn mit Steinberg 7 79 17 Eberstadt 3.32 37 Lang-Göns 7.94 57 Rabettshausen 1.20 77 Weickartshain 1.50 18 Ettingshausen -- —. 38 Langsdorf 4.81 58 Reinhardshain 319 78 Weitershain —- — 19 Garbenteich 2.84 39 Lauter ■ . ■ ■ — 59 Reiskirchen 2.20 79 Wieseck 13.25 20 Geilshausen —.— 40 Leihgestern 11.72 60 Rodheim 1.11 80 Winnerod —.— zu übertragen: 56.17 zu übertragen: 338.40 1 A zu übertragen: 394.23 Zusammen: 449.11 Bekanntmachung. Gelegentlich des am 2. l. Mts. dahier abgehaltenen Viehmarkts ist auf der Viehrampe der Main-Wefer-Bahn ein rothes Mutterkalb zurückgeblieben, dessen Eigenthümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Derjenige, welcher berechtigte Ansprüche an fragliches Kalb machen zu können glaubt, wird ausgefordert, dies innerhalb 14 Tagen bei der unterzeichneten Behörde zu thun, widrigenfalls das Kalb als gefundener Gegenstand betrachtet werden wird. 2807 Gießen, am 4. April 1889. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Darmstadt, 3. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Secondlieutenant der Reserve Weber vom 2. Grotzh. Infanterie- Regiment Nr. 116, sowie den Kreisbauassessor Zimmer von Gießen. Darmstadt, 3. April. Seine Köntgl. Hoheit der Grotzherzog haben Aller- gnüdigst geruht: Am 23. v. Mts. dem Oberförster der Oberförsterei Grünberg, Forstinspektor Ferdinand Vtgeltus, das Ritterkreuz 1. El affe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Deutscher Reichstag. 51. Plenarsitzung. Mittwoch, den 3. April 1889, 12 Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung nimmt das Wort der Staatssecretär des Reichs- rnarineamts Heusner: Ich darf voraussetzen, daß die Nachricht von dem Unglück, das unsere Schiffe bei den Samoainseln betroffen hat, bekannt sein wird. In der Nacht vom 16. zum 17. März sind drei unserer Schiffe durch einen Orkan und andere elementare Ereignisse beschädigt. Zwei dieser Schiffe sind sicher verloren, das dritte ist vielleicht noch zu retten, aber jedenfalls schwer beschädigt. Leider ist hierbei eine große Anzahl unserer Mannschaft dem Unglück zum Opfer gefallen und ich hoffe in Ihrem Sinne zu sprechen, wenn ich der Theilnahme und dem Mitgefühl mit den Hinterbliebenen dieser Männer Ausdruck gebe. (Bravo!) Diese Leute haben erneut ein Beispiel treuer Pflichterfüllung gegeben und ihr Leben gelassen in dieser Pflichterfüllung gegen Kaiser und Reich. Die Thatsache aber legt der Marine Pflichten auf; sie ist sich dieser Pflichten voll bewußt und wird denselben Rechnung tragen*. Es entstand die Frage, ob nicht durch dieses Unglück die Lage der Deutschen in Samoa gefährdet sein könnte. Ich habe in dieser Beziehung keine Besorgniß, denn einmal sind die Europäer in Samoa stark genug, um den Eingeborenen Widerstand zu leisten, und sodann hat der älteste Offizier der Marinestation in seinem Telegramm keine Andeutung in dieser Beziehung gemacht; auch wäre das englische Schiff „Caliope" wohl dort geblieben, wenn Gefahr drohte. Nähere Andeutungen hierüber werden mit dem gegenwärtig dort angelangten deutschen Postdampfer zu erwarten sein. Nähere Nachrichten, als bisher veröffentlicht, sind vor dem 15. d. Mts. nicht zu erwarten. Die Frage, ob der -Ersatz ernster militärischer Machtmittel nöthig ist, ist sofort erwogen, doch wird es kaum nöthig sein, mit großen militärischen Machtmitteln aufzutreten. Ich führe dies nur an, damit auS der Nachricht, daß die amerikanische Regierung bedeutende Machtmittel dort entfalte, keine falschen Schlüsse gezogen werden. Es sind unsererseits bereits Anordnungen getroffen, um in kürzester Zeit Schiffe von der Stärke der früheren nach dort zu entsenden. (Zustimmung.) Das Haus tritt hierauf in die Tagesordnung ein. Die Etats-Uebersicht pro 1887/88 wird in dritter Lesung erledigt und sodann in der zweiten Berathung der Alters- i;nb Jnvaliden-Versichcrung fortgefahren. <=> 7a bestimmt: Invalidenrente erhält auch derjenige nicht dauernd erwerbsunfähige Versicherte, welcher während eines Jahres ununterbrochen erwerbsunfähig gewesen, für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit. Abg. Bebel (©oej beantragt eine allgemeinere Fassung, wonach Jeder, der vorübergehend erwerbsunfähig ist, soweit er nicht gesetzliche Krankenunterstützung bezieht, die Invalidenrente erhalten soll. Abg. Schmidt-Elberfeld (bfr.) beantragt, im $ 7a die Worte „eines Jahres" zu ersetzen durch „26 Wochen". Avg. Buhl (nl.) erkennt das Princip des Antrages Bebel als richtig an, hat aber Bedenken, dasselbe in diesem Gesetze zur Durchführung zu bringen. Aehnlich äußert sich Staatssecretär von Bötticher, welcher diese Frage beim Krankenkassengesetz geregelt zu sehen wünscht. Die Abgeordneten Hitze ((Str.), Bebel (Soc.), Singer (e>oc.) treten für den Antrag ein, derselbe wird jedoch abgelehnt und der § 7a in der Commissionsfasfung angenommen. S 7aa bestimmt, daß ein Rentenanspruch Demjenigen nicht zusteht, welcher die Erwerbsunfähigkeit sich vorsätzlich oder bei Begehung eines durch ftrafgerichtltches Ur- theil festgestellten Verbrechens zugezogen hat. Adg. Hammacher (nl.) wünscht statt Verbrechens zu sagen „Vergehens". Bundescommissar Geh. Rath v. Lenthe stimmt diesem Wunsche bei. Abg. Schrader (dfr.) beantragt den Satz, welcher von der Begehung eines Verbrechens handelt, zu streichen. Der 8 7aa wird unter Ablehnung des Antrages Schr ad er nach den Commissions- beschlüffen angenommen. Es folgt 8 7b: derselbe enthält die Bestimmung, daß bei Streitigkeiten zwischen der Versicherungsanstalt und den Krankenkassen, insoweit es sich um Ersatzansprüche handelt, das Verwaltungsstreitverfahren stattfinden soll und wo dasselbe nicht besteht, der ordentliche Richter entscheiden soll. Hierzu liegt vor ein Antrag Hahn (kons.), welcher das Verwaltungsstreitverfahren beseitigen und die Entscheidung allein dem ordentlichen Richter überlasten will. Reg.'Commiffär Wor cke widerspricht diesem Anträge, ebenso der Abg. Struck mann (nl.), während der Abg. Rintelen ((Str.) dem Anträge zustimmte. Bei der Abstimmung wird der Antrag abgelehnt und die Commissionsvorlage angenommen. § 8 will durch statutarische Bestimmungen für einzelne Bezirke die Rentenzahlung in Naturalleistungen zulasten. Ein Antrag Weiel (nl.) will diese Bestimmung auf land- und forstwirthschastliche Arbeiter beschränkt wissen. Der Antrag Bebel (Soc.) will den ganzen Paragraph streichen. Der Absatz 2 des 8 8 bestimmt, daß gewohnheitsmäßigen Trinkern, denen nach Anordnung der zuständigen Behörde geiftige Getränke in öffentlichen Schankstätten nicht verabfolgt werden dürfen, die Rente ihrem Betrage nach in Naturalleistungen zu gewähren ist. Abg. Singer (Soc.) beantragt statt „zuständigen Behörde" zu sagen „ordentlichen Gerichte." Abg. Schrader (dfr.). beantragt, in allen Fällen die Naturalleistung von der Zu stimmung des Empfängers abhängig zu machen. Bei der Abstimmung wird der Antrag Schrader mit 116 gegen 113 Stimmen angenommen. Im Uebrigen werden alle weiteren Anträge abgelehnt und der § 8 in der Commissionsfassung mit dem Anträge Schrader angenommen. § 9 bestimmte, daß wenn der Versicherte ein Ausländer ist, er mit dem dreifachen Betrage der Jahresrente abgefunden werden kann, falls er seinen Wohnort im deiitschen Reiche aufgiebt. Abg. Singer (Soc.) befürwortet hierzu den Antrag Bebel, wonach der sechs« fache Betrag der Jahresrente gewährt werben soll. Abg. Sch vlidt »Elberfeld (bfr.) beantragt, den Paragraph bahin zu fasten, daß Ausländer im gegebenen Falle durch eine Kapitalzahlung abgefunden werden können. Er motivirt diesen Antrag mit dem Hinweise auf die analogen Bestimmungen der Unfallver- t gesetzten Gerichtshöfe oder die Geschworenen, zu erscheinen, werde ich auf die Anklaae sicherung. - antworten, welche der gesunde Menschenverstand und das öffentliche Gerecktiokeit^- Bei der Abstimmung werden sämmtliche Anträge abgelehnt und der Paragraph gefühl bereits zurückgewiesen haben. Ich werde es mir zur Ehre rechnen mich dem unverändert in der Commissionsfassung angenommen. Rufe dieser Gerichte zu stellen, welche gute Gerechtigkeit üben werden »wischen dem § 12 setzt die Wartezeit fest bei der Altersrente auf 30, bei der Invalidenrente auf Lande und Denjenigen, welche es korrumptren, ausbeuten und ruiniren * Indem ich 5 Beitragsjahre. 1. 2. 3. 5. 6. niemals oazu versieyen, mich der Jurisdiktion des Senats zu unterwerfen, der aus Personenverkehrs gegen das Vorjahr ergab sich auf Haltestelle Scktffendera sie hpfnm begeht, welche durch persönliche Leidenschaften, thörichten Haß und durch das beinahe 25pCt. Von den 632 862 überhaupt beförderten Personen entfallen 609 72$ Tage, an welchem ich berufen werde, vor den natürlichen Richtern, seien es die ein- Klasse 195 491 Personen, auf Retourbillets in erster Klasse 118, in zweiter Klaffe Verkündigung des Urtheils in Sachen der israel. Religions-Gesellschaft zu Gießen, Recurrentin, gegen die israel. Religionsgemeinde daselbst wegen Ausschlags der Communalbedürfnisse der israel. Religionsgemeinde pro 1888/89, Zurücknahme des dem Geometer II. Glosse Haas in Gießen ertheilten Geometer-Patents. Ein Antrag Bebel (Soc.) bezweckt für die Invalidenrente keine, für die Altersrente 20 Beitragsjahre als Wartezeit festzusetzen. Von dem Abg. Rickert (dfr.) geht ein Antrag dahin, daß Personen vor Ablauf der Wartezeit aus Billigkeitsgründen eine Rente bis zur Hälfte der Invalidenrente gewährt werden kann. (Es handelt sich hierbei um die Wiederherstellung der Regierungsvorlage). Beide Anträge werden abgelehnt und § 12 unverändert angenommen. § 13 betrifft das Beitragsjahr; dasselbe soll 47 Beitragswochen betragen. Abg. Bebel (Soz.) beantragt zu setzen „40 Beitragswochen". Absatz 2 des 13 zählt diejenigen Arbeitsunterbrechungen auf, die bei Berechnung der Beitragszeit nicht in Abrechnung kommen sollen. Abg. Gamp (Rp.) beantragt, ein lediglich vorübergehendes Arbeitsverhältniß nicht auf die Beitragszeit in Anrechnung zu bringen. Der Antrag Gamp wird angenommen, der Antrag Bebel abgelehnt und in dieser Fassung § 13 genehmigt. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Donnerstag 11 Uhr. Fortsetzung der soeben abgebrochenen Berathung. — Morgen Abend soll in einer Abendsitzung das Genoffenschaftsgesetz in 3. Lesung berathen werden. Schluß 51/4 Uhr. Lokales. Gießen, 4. April. Samstag, den 13. l. M. Vormittags 9 Uhr beginnend» ftndet im Regterungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Provinztal-Ausschusses der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung kommen werden. Pari-, 3. April. Die Morgenblätter veiöffentlichen folgende aus Brüssel von gestern datirte Kundgebung Boulanger's: Franzosen! Die Machthaber, welche in Mißachtung der öffentlichen Meinung die Regierung führen, unternahmen es, den Generalprokurator zu zwingen, einen Anklageakt gegen mich zu richten, über welchen nur von einem, durch Ausnahmegesetze zu Stande gebrachten Ausnahmegerichte verhandelt werden kann. Ich werde mich niemals dazu verstehen, mich der Jurisdiktion des Senats zu unterwerfen, der aus Gießen, 3. April. Daß die Haltestelle Schtffenberg für dm Personenverkehr nickt ohne Bedeutung ist, geht aus der Veröffentlichung des Betriebs-Ergebnisses der Oberhessischen Bahnen hervor. Im Rechnungsjahre 1887/88 verkehrten nach und von der Nation Schiffenberg 14 570 Personen, 3207 mehr wie im Vorjahre; es . steht sonach diese Haltestelle hinsichtlich des Personenverkehrs noch über den Stationen Ober-Wtddersheim, Ehringshausen, Wallenrod, Mittel-Gründau, Büches-Düdelsheim, Borsdorf, Angersbach und Lieblos. Was den Personen-Veikehr auf den Oberhessischen Bahnen überhaupt betrifft, so befindet sich derselbe seit 1880/81 in steter Zunahme; es wurden in 1887/88 insgesammt befördert 632 862 Personen gegen 592 780 im Vor- im Jahre 1871 betrug diese Zahl 356 465 Personen, sie stieg bis zum Jahre 1877 auf 553 787 Personen, fiel im folgenden Jahre auf 526 054, in 1879/80 auf 477 485, in 1880/81 auf 470 448 Personen, von wo ab sie in jedem Jahre wieder stieg. Die Mehrzahl der beförderten Personen fällt natürlich auf Gießen mit 319 465 (23 233 wehr wie im Vorjahre); die nächste höchste Ziffer zeigt Alsfeld mit 66 289 Personen, die niederste Frequenz tm Personenverkehr hat Lieblos mit 1745 Personen aufzuweifen. Eine Abnahme des Personenverkehrs machte sich bemerkbar auf den Stationen Grünberg um 1795, Büdingen um 4194, Gelnhausen um 2837, Großen-Buseck um 617, Burgund Rieder-Gemünden um 743 Personen. Die veryältntßmäßtg größte Zunahme des Telegraphische Depeschen. Wolffs teiegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 3. April. Kaiserin Friedrich nebst Prinzessinnen Töchtern ist heute Abend nach 9 Uhr hier eingetroffen und wurde am Bahnhofe vom Kaiser empfangen. Berlin, 3. April. Auf der Tagesordnung der morgigen Bundesrathssitzung steht der Antrag Preußens, betreffend einen Gesetzentwurf Über die Abänderung einiger Bestimmungen des Strafgesetzbuchs und des Preßgesetzes. Berlin, 3. April. Der Senatspräsivent des Reichsgerichts Drenkmann wurde zum Präsidenten des Kammergerichls mit dem Rang eines Wirklichen Geheimen Ober- justizraths ernannt. Berlin, 3. April. Abgeordnetenhaus. Die Abgeordneten genehmigten heute in dritter Lesung das Polizeikoftengesetz unverändert und verwiesen den Antrag des Abgeordneten Letocha, das Halten von Bienen betreffend, an die um 7 Mitglieder verstärkte Agrarkommission. Ferner wurde der Antrag des Abgeordneten Drawe, die Bestrafung der Schuloersäumnisse betreffend, an eine besondere Kommission verwiesen und eine Reihe von Petitionen von vorwiegend lokalem Interesse erledigt. Morgen um 12 Uhr Verwaltung-gesetz für Posen, Reltktengesetz. Berlin, 3. April. Das Schulgeschwader, bestehend auS S. M. Schiffen „Stosch" (Flaggschiff), „Charlotte", „Gnetsenau" und „Moltke", Geschwaderchef: Kontreadrniral Hollmann, ist am 2. April c. in Gibraltar angekommen und beabsichtigt am 5. April c. wieder in See zu gehen. Berlin, 3. April. Auf die bekannte Beschwerde der Redacteure Holdheim und Ledebour wegen des gegen sie verhängten Zeugnißzwanges beschloß die Strafkammer des Landgerickts die Vollziehung der angefochtenen Entscheidung vorläufig auszusetzen und von weiteren Zwangsmaßregeln gegen die Genannten bis zur definitiven Entscheidung des Beschwerdegerichts Abstand zu nehmen, ferner zunächst zu ermitteln, ob jetzt sesisteht, daß die Stellung eines Strafantrags wegen des incriminirten Artikels vom 9. Marz nicht zu erwarten ist. In Bezug auf den Artikel wegen Bismarck- Beleidigung wird den beiden Redacteuren aufgegeben, in glaubhafter Weise, eventuell eidlich die Thatsache glaubhaft zu machen, daß sie selbst die Gefahr einer strafgerichtlichen Verfolgung sich zuziehen würden, wenn sie die Frage nach dem Verfasser wahrheitsgemäß beantworten. Gleichzeitig hat das Amtsgericht den auf morgen angesetzten Zeugentermin aufgehoben und die Aufforderung zur Zahlung der Geldstrafe zurück- genommcn. . Posen, 3. April. Der Oberbürgermeister veröffentlicht einen Erlaß des Obec- präsidenten Grafen Zedlitz, worin dieser zur Kenntniß gibt, daß der Kaiser auf der Rückfahrt nach Berlin Veranlassung genommen hat, seine schmerzliche Theilnahme auszusprechen, welche derselbe für die schweren Bedrängnisse, in die ein großer Theil der Bevölkerung von Stadt und Umgegend gerathen ist, empfindet. Zur Linderung derselben hat der Kaiser 10 000 Jt angewiesen. Der Kaiser unterwarf die Frage, wie dieser häufig wiederkehrenden Gefahr oorgebeugt werden kann, der eingehendsten Erörterung und wird den hierauf bezüglichen Verhandlungen sein besonderes Interesse zuwenden, in der Hoffnung, daß dieselben zu einem erfolgreichen Ergebntß führen. Hamburg, 3. April. Der von Köln kommende Schnellzug ist bei Kirchweyhe entgleist. Die Passagiere, welche durch von Bremen abgesandte Wagen abgeholt wurden, trafen mit zweistündiger Verspätung ein. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Wien, 3. April. Der Metropolit der Herzegowina, Perovic, legte heute Vormittag den Eid in die Hände des Kaisers ab. Wien, 3. April. Die „Pol. Corr." berichtet aus Belgrad, daß die Regierung auf Ersuchen Oesterreichs gemäß dem Berliner Vertrag eine Commission zur Durchführung der Regulirung des Eisernen Thores an Ort und Stelle entsandt habe. W. Tgbl." zufolge empfing der Kaiser heute eine preußische Militär-Deputation, welche tm Auftrage des Kaisers Wilhelm ein Modell des neuen Jnfantertegewehrs überbrachte. Die Mitglieder der Deputation wurden zur heutigen Hoftafel gezogen. ., P^st, 3. April. Unterhaus. Das Wehrgesetz mit Gajary's Resolution, betr. die Sprachen, wurden mit überwiegender Majorität angenommen und dem Oberhause übersendet. Paris, 3. April. sProzeß gegen die Patriotenliga.j Der Staatsanwalt begründet in der heutigen Sitzung die Anklage und beschuldigt die Liga, sich von ihrem Zweck abgewendet zu haben, um die Armee für ihre Partei zu gewinnen; namentlich habe die Liga im Aschtnowfalle unbegreiflich albern gehandelt. Laguerre protesttrt gegen diesen Ausdruck und Raquet ruft seinem Genossen zu: „Lassen Sie doch den Staatsanwalt schwatzen!" Der Staatsanwalt verlangt daraufhin die Anwendung des Strafgesetzes gegen Roquet, welcher schließlich jedoch seine Worte zurückzieht, womit der Zwischenfall erledigt ist. Der Staatsanwalt fährt fort und fußt in seiner Rede auf dem Nachweis, daß die Organisation der Liga nirgends auf Wahlzwecke gerichtet gewesen fei, sondern ersichtlicher Weise den Zweck der Aufwiegelung gehabt habe. Er beantrage deshalb die Verurthetlung der Angeklagten. Nachdem der Staatsanwalt geendet, hielten Doroulsde, Naquet, Laisant und Gallian ihre Verteidigungsreden- Laguerre und Tourquet werden sich morgen vertheidigen. Paris, 3. April. Das Journal „Presse" bringt einen Artikel Laguerre's, welcher mittheilt, Boulanger habe auf dringendes Ersuchen feiner Freunde das Land verlassen, welches davon benachrichtigt sei, daß die Bande, welche jetzt die Gewalt in den Händen habe, entschlossen gewesen sei, Boulanger vor einen Ausnahmegerichtshof -u stellen und ihn nicht lebendig wieder aus Den Händen zu lassen. Der Artikel schließt: „Der General ist abwesend; wir aber werden den Kamps für die Revision und die nationale Republik fortsetzen." Rom, 3. April. Rach weiteren Telegrammen der „Agenzia Stesani" aus Massaua von heute werden die Niederlage der Abessynier bet Metemmeh und der in- folge schwerer Verwundungen eingetretene Tod des Negus von mehreren Seiten be- Die Abessymer sollen Asmara vollständig geräumt haben. — Wie weitere Rachrickten besagen, fanden zwischen dem Negus und den Derwischen zwei Gefechte an der abessyntsch-sudanesischen Grenze statt. In dem zweiten bei Metemmeh wurde der Negus todtltch verwundet. König Meneltk, dessen Armee an der Grenze von Schoah- Abesiynien sieht, überließ den Negus seinem Schicksal. Nach einem Telegramm des Generals Baldissera zieht Debeb südwärts, um den Derwischen die Spitze zu bieten. Der Neffe des Negus Debeb und Meneltk streiten um die Erbfolge. „Italia" und mehrere andere Blätter melden, daß der morgige Mtntsterrath sich mit der hiernach einzunehmenden Haltung und der Instruction für General Baldissera beschäftigen werde. Stockholm, 3. April. Der König verlieh dem Großherzog von Baden den Rang eines Generals der schwedischen Armee. Petersburg, 3. April. Gestern fand vor gänzlich ausverkauftem Hause der Abschluß der Nibelungen-Aufführungen statt. Am Schlüsse der Vorstellung mußten die Künstler wiederholt auf der Bühne erscheinen; Angelo Neumann sprach, umgeben von sammtlichen Künsllern, dem Publikum, der Kritik, fämmtlichen Sängern und Sängerinnen und dem ausgezeichneten Orchester des russischen Hosiheaters seinen Dank Schluffe der Aufführungen erhielten sämmtliche Künstler Geschenke. Dem Direktor Neumann wurde ein silberner Lorbeerkranz mit einer Widmung überreicht. Dem Direktor des Richard Wagner-Theaters ist noch die Auszeichnung zu Theil geworden, daß ihm das aus 106 Mann bestehende Orchester des Hoftheaters für die Darstellung eines Cyklus am Kaiserlichen Theater in Moskau zur Verfügung gestellt wurde, das Wagner-Theater begiebt sich am Donnerstag Abend von hier mittelst Extrazuges nach Moskau, wo die Aufführungen am 6. 0. M. beginnen sollen. Die kaiserliche Hofopernsängerin in Wien, Antonie Schläger, ist für Moskau für die Darstellung der Brunhilde in der „Walküre" engagirt worden; die Brünnhilde im „Siegfried' in der „Götterdämmerung" wird Marie Rochelle singen. Riga, 3. April. Die Regierung beschloß, gegen die städtische Schulcommission, welche bei Der Einführung der russischen Sprache in die Primärschulen mehrfach Un- gesetzlickkeiten begangen haben soll, die gerichtliche Untersuchung einzuleiten. Auckland, 3. April. (Meldung des „Bureau Reuter".) Der Orkan hat namentlich auf Tahiti bedeutende Verwüstungen angerichtet. Viele Menschen wurden getödtet und die Hauptstadt wurde überschwemmt. Auf der Insel Tonga wurden 30 Personen getödtet. Ntwyork, 3. April. Die Kriegsschiffe „Jroquois", gegenwärtig in Mare- Jsland (Loyalty-Jnseln) und „Pensacola" in Norfolk haben Befehl erhalten, sich zum. Abgänge nach Samoa bereitzuhalten. von hier aus unausgesetzt an feer'©riöfun’g’’'meiner ’^Ubürfler‘arbcite? werblich tn diesem Lande die Freiheit abwarten, bis die allgemeinen Wahlen endlich die Republik hergestellt haben, in der man wohnen kann, die ehrlich und frei ist. MonS, 3. April. Boulanger und Sirene sind heute Morgen hier angekommen- Rochefort, der seit Montag hier weilt, erwartete sie am Bahnhof. w , Brüssel, 3 April. Boulanger ist heute Mittag 1 Uhr 40 Min. von Dillon, Rochefort uno Fräulein Rochefort begleitet, hier eingetroffen. Boulanger und Dillon sind im Hotel MengeUe abgesitegen; Rochefort und Fräulein Rochefort begaben sich in's votel de iylanDre. Die Menge drängte sich am Bahnhofe mit dem Geschrei: „Es lebe Boulanger! Auch ertönten einige Rufe: „Nieder mit Boulanger!" Auf eine bezügliche Anfrage erklärte Boulanger, er habe sich ein wenig .nach Brüssel geflüchtet, denke aber nickt lange daftlbst zu verweilen. b 1 ' ^lprll. Boulanger empfing heute mehrere Journalisten, welchen er Die Absicht mittheilte, bis zu den Oktober-Wahlen hier zu bleiben. Er habe Paris am c g Abend verlassen, nachdem Personen, welche ihn am nächsten Morgen verhaften sollten ihn hiervon verständigt hatten, und weil selbst die einflußreichsten Mitglieder qiLn1 pat!* "e sofortige Adreffe seiner Verhaftung vorgezogen hatten. e>eine Bartet wolle auf feem Wege der Legalität mit Geduld vorwärts gehen; heute aber rufe ßerabe die am Ruder befindliche Gewalt In Frankreich Unruhen hervor. Boulanger schloß: „Wrr wollen und werden zum Ziele kommen, was sich auch ereignen möge!" r London, 3. April. Die Morgenvlätter veröffentlichen den Wortlaut der Briefe derselbe, seinen langen , strapaziösen und gefahrvollen Marsch von ^ambuya nach dem Aldert-Nyanza-See schildert, wo Stanley am 29. April 1888 mit ^mi" jujammentraf. Er verweilte bei demselben bis zum 25. Mai. Emin befehligte damals 8000 Mann und lehnte es ab, Wadelay zu verlassen, lieber die künftigen Pläne Stanley's und Emin's wird nichts mitgetfeeilt. Or.W-?OT' 31 April. Nach heute etngetroffenen Nachrichten ist der Negus Johannrö don Abeffynien an den im letzten Gefecht gegen die Derwische bei Matomeh erhaltenen Wunden gestorben. Klage des Ortsarmenverbandes Echzell gegen den Ortsarmenverband Reichelsheim wegen Unterstützung der Familie des Johannes Ries. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Lorbach gegen den Ortsarmenoerband Büdingen wegen Unterstützung und Uebernahme des Kindes der Dorothea Kuhl. Beschwerde des Johannes Roth II. zu Aulendirbach gegen die Gemeinde Aulendiebach wegen Loosholzverweigemng. Klage der Freiherrn von Schenk zu Schweinsberg gegen die Gemeinde Ober- Gleen wegen Gemarkungsrechts; hier Berufung bezüglich der Kostenrechnung des Anwaltes der Beklagten. 27 546, in dritter Klasse 363 000 Personen. Die Einnahmen aus der Personen-Be- forberung betrugen im Ganzen 445 238.38 Jt Vermischte s. Büdingen, 1. April. Scharlach und Diphtheritis herrschen in Haingründau so ftflif, daß die Schule geschlossen w-rden mußte. Es sind dort, wie der „Büdtnger Stadtanzeiger" meldet, in den letzten 14 Lagen 8 Kinder im Alter von 1—7 Jahren gestorben. △ Von der Nahe, 3. April. Aus Kreuznach wird die wenig glaubwürdige Mtttheuang verbreitet, daß der Exkönig von Serbien die unfern von Kreuznach gelegene, dem hessischen Staate gehörige Saline „Theodorshalle" um den Preis von einer Million Mark gekauft habe und daß Exkönig Milan nach seiner Orientreiseganz seinen Wohnsitz dort nehmen werde. Die Mittheilung wird mit vielen Einzelheiten colportirk und sogar erzählt, daß am Montag der serbische Gesandte in Wien in Begleitung mehrerer hessischer Beamten und Architecten die Theodorshalle besichtigt und da das Anwesen für passend befunden, der Gesandte sofort das Hotel du Nord vom 15. Juni ab für Exkönig Milan, der sich demnächst in Wiesbaden trauen lassen wolle, gemiethet habe. △ Aus Rheinhessen, 3. April. In Anbetracht vielfach oorgekommener Ausschreitungen haben die Kreisbehörden neuerdings eine Verordnung erlassen, wonach die bei Musterungen üblichen Umzüge mit Musik, Gesang und Fahnen verboten resp. von einer spectellen Erlaubniß abhängig gemacht sind. Frankfurt, 2. April. Wie das „Jnt.-Bl." meldet, beabsichtigt die hiesige Polizeibehörde, alle bekannten Zuhälter photographiren zu lassen und die Bilder dem Verbrecher-Album einzuverletben. Die photographische Aufnahme soll am Samstag begonnen haben. — Bei der Ziehung der Wormser Lotterie ist der zweite, 10 000 betragende Hauptgewinn an eine Näherin in Berlin gefallen; der erste Treffer, 30 000 JL, blieb in Worms, der dritte im Betrage von 5000 JL kam nach Eichstädt in Bayern. — In der „Wormser Zeitung" führt ein ehemaliger Angehöriger der 6. Compagnie des Großh. Hess. 4. Infanterie-Regiments den übrigens auch durch die officiell" Kriegsgeschichte vollkommen bestätigten Nachweis, daß nicht nur die 8. Compagnie dc^ Hauptmanns Kattrein, sondern auch die 6. Compagnie bei dem ewig denkwürdigen Sturm auf Schloß Chambord in ruhmvollster Weise betheiligt war. Hauptmann der 6. Compagnie war damals der nunmehr in Darmstadt lebende Herr Oberstlieutcnant a. D. Scriba. — Aus Wiesbaden schreibt man uns: Die Verhandlungen des vom 15. bis 18. April in Wiesbaden tagenden 8. Congresses für innere Medictn ver- ' sprechen ganz besonders interessant zu werden. Außer den zwei schon länger vor- ' bereiteren Verhandlungsgegenständen, für welche Autoriläten ersten Ranges die Referate ' übernommen haben und welche höchst interessante und besonders für die Praxis wichtige sind (Der ^leus und feine Behandlung: Curschmann, Leichtenstern; Die Natur und Behandlung der Gicht: Ebstein, Emil Pfeisier) wurden bis jetzt noch viele Original- oortrage augemeld^t, welche alle Gebiete der inneren Medicin umfassen. „ ~ Der Führer der aus dem Magdeb. Kürassier-Regiment Nr. 7 und dem Alt- märkischen Ulanen-Regiment Nr. 16 bestehenden Reiterbrigade, welche am Schlachttage von Vlonville im Jahre 1870 durch den berühmten „Todesritt" den Namen „die eiserne Brrgade erwarb, der damalige Generalmajor, jetzige General-Lieutenant z. D. Adalbert QUf ^ricfcn bei Friesack im Kreise Westhaoelland ist von einem schweren Schicksalsschlage betroffen worden. Das Amtsgericht zu Rathenow hat eine Bekannt- ma$un0 erlassen, laut welcher der General wegen Geisteskrankheit entmündigt und die Einsetzung einer Vormundschaft über ihn eingeleitet worden ist. Handel und Verkehr. qt 17 Poltsrachtstücke nach den Vereinigten Staaten von ",JJL*r i ‘a “m. 1' April bei der Beförderung über Bremen oder Hamburg ein ermäßigter ^arif rn Kraft getreten. So wird ein Packet von 5 Kg. aus Berlin nach Newyork, ,ur welches bisher 6 JL. 50 4 zu entrichten waren, hinfort nur noch 5 JL J?u-? b!e 4? La^n des Empfängers in Ansatz kommenden Zollhaus- und Expeditionskosten in Newyork haben eine zum Theil recht erhebliche Herabsetzung erfahren. Während beispielsweise diese Kosten bei einem zollpflichtigen, der Einzel- deklarirung nicht unterliegenden Packet im Werthe von 100 JL bisher auf 6 JL sich beliefen, wird künftig ein Betrag von nur 2 JL berechnet werden. «n- Ar""- (Fruchtmarkt). Rother Weizen Jü 16.55, weißer Werzen 16 Ä Korn JL 12.25, Gerste JL 8.90, Hafer Jt 7.15, Erbsen JL 00.00, Kartoffeln 0.00. ’ o. r 5Jar 1 * 3. April. Erbsen ganze pr. Pfd. 12—18 4, do. geschälte 14—184, Bohnen 16—18 4, Kartoffeln 100 Ko. jK 0,00—0,00, do. per Gescheid 10-12 4, Butter per Pfd- 1,10-1,20, Eier das Stück 5-6 4, Blumen- M per Stück ^0—70 4, Wirsing per Stück 10-15 4, Zwiebeln per M. 7-9 4, Weißkraut per Stück lo-25 4, Gelberüben per Portion 15-20 4 Für den Tambour von Chambord gingen ferner ein: Von den Schulkindern zu Rodheim a. d. Horloff und Rabertshausen durch Lehrer Koch 7 jt, H. B. 0,50 Jnsgesammt 338.08 JL. Weitere Gaben nimmt entgegen die Exped. d. Bl. Gottesdienst der israelitische» KetigionsgeseWast. 3°° Uhk Samskag Ab°^> 7« Vormittag 8°° Uhr. Samstag Nachmittag Altgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Bei der diesjährigen Verloosung wurden die Schuldverschreibungen unserer Gemeinde IVr. 71 und 105 jur Mckzahlung am 1. Juli dieses Jahres bestimmt, von welchem Tage an deren Verzinsung aufhört. Gießen, den 3. April 1889. Der Vorstand der israelit. Religionsgemeinde: 2798_________________________M. Hornberger. _______ Holzversteigerung. Montag den 8. und Dienstag den 9. April 1889 sollen in dem Stadtwald zu Hu-gen, in den DiNnklen Buchwald, Galgenwald, Steinkaute, Nocksberg, Laugsdorfer Grenzwald und Eicker.stücke, nachttehende.Holzsortimente versteigert werden: 1. Bau- und Werkhotz. 175 Eicheustämrne von 12—52 cm Durchmesser und 2—19 m Länge — 60,00 fm, 160 Nadelstämme von 11—42 cm Durchm.sser und 3—18 m Länge = 46 00 fm 566 Nabelstangen von 4—10 cm Durchmesser und 2-8 m Länge — 11,00*fm. _ . Bemerkt wird, daß sich unter den Eichenstämmen 20-25 Festmeter Schnitt- und Schwellenholz und den Nadelstämmen 8-16 Festmeter Schnitt- und Schwellenholz befindet. Stöcke m 225 47 90 Buche Eiche Nadel Brennholz. Knüppel R a u m : 280 67 38 Reisig e t e r 400 461 255 2. Scheiter 24 , Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr; am ersten Tag im Distrikt Buchwald, am zweiten Tag !m Distrikt Langsdorfer Grenzwald. Hungen, am 1. April 1889. 3 Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 2787 Holzversteigerung \ im Weitershainer Gemeindewald. Mittwoch den 17. April !• I., von Morgens 9 Uhr an, sollen nachverzeichnete Holzsortimente ver- steigert werden: 1) 33 Fichten-Stämme — 7,41 Fm. 2) _ 98 Kiefern-Stämme — 30,07 „ j 2) 501 Fichten-Derbstangen, brauchbar J zu Sparren und Leiterbäumen ? = 28,25 Fm., 4) 45 Stück Reisstangen = 0,56 Fm., 5) 246 Rmtr. Buchen- und Kiefern- Scheit, 6) 173 „ Buchen- und Kiefern- Knüppel, 7) 75 „ Buchen- und Kiefern- Stocke, 8) 556 „ Buchen- und Kiefern- Reisig. Die Zusammenkunft ist im District Streithain auf der Kreisstraße am Eingang des Waldes. Weiterehain, am 3. April 1889. Großh. Bürgermeisterei Weitershain. Faulstich. 2792 Donner-tag den 11. d. M, Nachmittags 2 Uhr, laste ich folgende Gegenstände freiwillig versteigern: ein 6jähriges fehlersreies Pferd, nebst einem ganz neuen und zwei gebrauchten Geschirren, eine sehr gut erhaltene Chaise, ein neues Break, zwei Oeconomiewagen, zwei Schlitten nebst einem neuen und einem schon gebrauchten Geläute, circa 25 Centner Heu, Grummet und Stroh, drei Pferdedecken und noch sonstige verschiedene Oeco- nomiegeräthschasten. Grünberg, den 3. April 1889. 2801_______Joseph Faupel. Submission. Die zur Einrichtung des neuen Schützer.hauses des Schützenvereins hier nöthig werdendenTische.Schränke, Stühle, Spiegel, Lampen, Routeaux rc. sind zu vergeben. Unternehmer bittet man, sich an Unterzeichneten zu wenden. I. A.: Carl Brück, I. Schützenmeister. Unter der Firma: „Landwirthjchaftlicher Consumverein Utphe, Inheiden, . eingetr. Genoffenschaft", hat sich mit dem Sitz zu Utphe unterm 27. Februar l. I. em Verein gebildet, welcher den Zweck der gemeinschaftlichen Beschaffung von Bedürfnissen der Haus- und Landwirthschaft und Verkaufs von Producten aus dem landwirchjchastlichen Betrieb hat Die dermaligm Vorstandsmitglieder sind: Friedrich Ernst zu Utphe, Director, Ludwig Friedrich Reitz II zu Inheiden, Stellvertreter, Heinrich Sack VI. zu Utphe. Die Zeichnung für die Genossenschaft geschieht durch Namensunterschrift von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern unter der Firma des Vereins. Die Bekanntmachungen erfolgen unter der genannten Firma in dem „Fortschritt", dem Organ ver landwirthschaftlichen Genossenschaften. Das Verzeichniß der Genossenschafter kann auf unserer Gerichtsschreiberei eingefehen werden. Hungen, den 1. April 1889. Großherzogliches Amtsgericht Hungen. .Jttmann. 2793 Holzversteigerung. In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. werden versteigert: I. Montag den 8. April 1889, von Vormittag- 9 Uhr. in den Distrikten Reue-Wald und Aspenstrauch: A Bauholz: 21 Eichen-Stämme mit 9,57 fm Inhalt, 2 Buchen- „ „ 1,68 „ B. Brennholz: 182,4 im Buchen-, 6 rm Eichen-Scheiter, 96 „ „ 8 „ „ -Knüppel, 450 „ „ -Stamm, 484 rm Buchen -Zopf und 20 rm Weiden-Reisig. II. Dienstag den 9. April 1889, von Borm. 9% Uhr, in den Districten Buchwald, Heege und Zipfenwald. A. Bauholz: 23 Eichen-Stämme mit 10,42 fm Inhalt. B. Brennholz: 3 rm Buchen-, 40 rm Eichen-, 13 rm Aspen-Scheiter, 41 „ Eichen-, 33 „ Radel-, 5 „ -Knüppel, 410 „ Radel-Stamm-, 140 rm Radel-Zopfreis, 150 „ Eichen-Zopfteis, 2 rm Buchen, 2 rm Eichen-Stock. Zusammenkunft ist am ersten Tage im District Reue-Wald bei Rr. 16: am zweiten Tage im District Buchwald. Treis a. d. Lda., den X April 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. 2791 Am Donnerstag den 11. d. Mts. findet dahier am Kämpfrasen ein Pferdemarkt statt, ;u besten Besuch die Jntereffenten ergebenst ein^eladen werden. Marburg, 1. April 1889. 2788 Der Stadtrath. Schürzen aller Art für Damen und UntertaMen empfehlen billigst 2796] F. Lehrmund, Friseur. 2800 Verein Frohsinn miethen. Grünbergerstraße 42 gesucht. Näheres Afterweg 13 Carl Brück, Schiihenmeister. Ed. Silbereisen. Arbeit bei 2409 man ö Tkl-gra-hijche» «»miduichi Lt »rrlmer Börse Som 4 April Oesterr. Creditactien Zusendung erfolgt kostenlori je • Tendenz: unentschieden. 4°/o Gießener Obl. 105 30 158.' 0 101 75 139.00 180.50 Oesterr StaatSbahn-Actten Laura-Actien Darmstädter Bankaciien 1889 237.90 42.60 106 25 201.25 W. Becker, norm- G. Backofen. Geschw. Heerz, DiScouto-Com.-Antheile Lombarden Ostpreußen Bochumer Gußstahlactien Kostenfreie Schnldeneinziehung übernimmt gegen Pro ision das internationale Inkaseo-Böreau der Rechteanwälte Witzig & Haga, Basel (Schweiz) und St. Ludwig (Elsass) für Deutschland, Oesterreich und die Schweiz. 2786 5./i 8 Uhr. Gbl Conf. Ball. I. 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Becker, _________________Wallthorstraße 53.______ 2797] Ein tüchtiger Tapezier auf dauernde Arbeit gesucht. Ernst Lotz. Neustadt I I. 2804 Einen Schmiedegefellen sucht Heinrich Lindenstruth, Lindenplatz 10. 28^3 Ein ordentl Mädchenempfieblt sich im Waschen und Putzen. Löwengasse 33. Sam.tag den «. April, prari. 9 Uhr Ahrab.- ’ flenrrnfnfrfnmmfiiiig im pofi6e(Tpr. | , Asterw^itz" Tagesordnung: j Louis Wiedmeyer, Schuümacher 9 i Wirthschaltsvergebiing. 3} Verschiedenes. s Der Wirthschastsbetrieb in dem in Die alten Herren und Ehrenmitglieder werden zu zahlreichem Erscheinen Kürze eröffnet werdenden hiesigen höflichst eingeladen. ' [2781 : Schützenhau- soll einem soliden, Der Vorstand, | umsichtigen, Vertrauen erweckenden, " ' cautionsfäbigen Manre vergeben werden. Reflectanten wollen ihre diesbezüglichen Gesuche mit Referenzen an den Unterzeichneten rich en. 2806 2683] Für einen kleinen Haushalt wird auf Ostern oder später ein Mädchen gesucht, welches einfach bürgerlich kochen kann und die Hausarbeit versteht. Gute Zeugnisse sind Haupterforderniß. Frau Professor Streng, Aliceftraße 14. 2763 Ein Wagnergeselle gesucht von K. Lindenstruth, Tiefenweg 13. 2695 Mehrere Küfer finden dauernde 281! empfiehlt in frischen Sendungen eintreffenb: lebendfrische große Angelschellfische, Eabliau, Rhein und Lahnhechte, ächte Ostender Seezungen, frische Rheinsalme Karpfen, fft Monikendamer Brotbückinge, Geflügel, div. Delieateffen. 2812 Ein Tafelclavier, noch in gutem Zustande, ist für Mk. 60 zu verkaufen. Sonnenstraße 25. 2808] Dicktvurz und Spreu verkauft C. Atzbach, ».eben der Acftenbrauerei. Lrchlußcourse 4o/g Reichsanleibe 108.50 3Va% do- 104.00 4% Preuß. Consols 107.75 M/o vo. 104.70 4°/o Ungar. Goldrente 86 8) 4Vbu/o Oesterreich. 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März schwer und hat derselbe namentlich auf den Inseln Tahiti und Tonga gefordert. Stricüöaumroolle in den neuesten u. courantesten Farben; weiße und farbige Damen- und Kinderstrümpse und Socken. NB. Stricken von Strümpfen und Beinlängen in bester Ausführung wird Politische Rundschau. Gießen, 4. April. Im Ausschüsse des BundeSrathes für das Justizwesen stand am Mittwoch die Straf- und Preßgesetznovelle zur Berathung, doch ist über die etwaigm Beschlüsse des Ausschusses noch nichts bekannt. Dem Reichstage wird die Novelle jedenfalls erst nach den Osterferien zugehen, denn dieselben sollen nach übereinstimmenden Meldungen am 12. April beginnen und bis dahin wird der Reichstag neben der zweiten Lesung der Altersversicherungsvorlage höchstens noch die dritte Lesung des Genossenschaftsgesetzes erledigen können. Das preußische Herrenhaus vertagte sich am Dienstag nach Annahme des Entwurfes, betr. die Abänderung des Nothstandsgesetzes für die nothleidenden Theile des Regierungsbezirkes Oppeln, sowie der Vorlagen, betr. die Beseitigung der Hochwasserschäden des Jahres 1888 und betr. den Erlaß oder die Ermäßigung von Grundsteuer infolge von Ueberschwemmungen, abermals auf unbestimmte Zeit. — Dem preußischen Abgeordnetenhause ging das angekündigte Flußregulirungsgesetz zu. Der zum braunschweigischen Minister ernannte Wirkt. Geh. Rath Otto ist an Stelle des verstorbenen Grafen Görtz-Wrtsberg mit dem Vorsitze im braunschweigischen Staatsministerium betraut worden; zu geheimen Räthen und sttmmführenden Mitgliedern in letzterem wurden der Reichsgerichtsrath Dr. Spieß und der Ministerialrath Hartwieg ernannt. Ferner wurde in Lippe-Detmold an Stelle des zurückgetretenen Cabi- netschefs v. Richthofen der Geh. Oberregierungsrath Steneberg interimistisch mit Führung der Geschäfte des Vorstandes des Cabinetsmtnistertums und des Regierungspräsidenten beauftragt. Wiener Exportbier aus der Brauerei Beck-Hanau, m per Flasche 23 H, Textor-Exportbier (dunkel) 23 do. lhell) 22 „ Textor-Lagerbier 18 „ bei größerer Abnahme entsprechend billiger, empfiehlt Carl Schulze ll, 2396] Schillerstraße 7. Sämmtliche Neuheiten in Besatsartikeln in großer Auswahl und zu billigsten Preisen; Damen- u. Kinderkragen, ____S Rüschen. D Die Katastrophe von Samoa hat nunmehr ihren ergreifenden Nachklang durch die amtliche Veröffentlichung der Namen der beim Untergange des „Eber" und des „Adler" um's Leben gekommenen Mannschaften dieser Schiffe gefunden — mögen die Braven sanft im fernen Südmeer ruhen! Zum Ersatz werden die Kreuzercorvette „Alexandrine" und der Kreuzer „Sperber" mit ca. 300 Mann von Wilhelmshaven nach Samoa abgehen, wie denn auch amerikanischerseits bereits für die untergegangenen „Vandalia", „Trenton" und „Nipsic" Ersatzschiffe mit frischen Mannschaften nach Samoa beordert worden sind und ebenso ist der britische Kreuzer „Rapid" von Auckland nach Samoa zum Ersatz für die stark beschädigte „Calliope" abgegangen. Der Gesammt- oerlust an Menschenleben, den die Amerikaner bei dem Unglück auf Samoa erlitten haben, wird von der „Timrs" auf 104 angegeben, also viel höher, als ursprünglich gemeldet wurde. — Das Wiener „Fremdenblatt" drückt in einem sehr warm gehaltenen Artikel seine Tyeilnahme an dem Unglück, das die deutsche Kriegsmarine vor Samoa betroffen, aus und hofft, daß die Fürsorge Kaiser Wilhelms keine Lücke im Bestände der Flotte lassen werde, da die Colontalpolitik Opfer erheische. In Frankreich entwickeln sich die Dinge plötzlich in hochdramatischer Weise. Am Dienstag hat vor dem Pariser Zuchtpolizeigericht der Hochoerrathsproceß gegen die Führer der Patriotenltga begonnen und am gleichen Tage ist Boulanger von Paris nach Brüssel „abgereist"! Offenbar wollte'sich der brave General durck seine Flucht vollkommen freie Hand gegen die französische Regierung verschaffen, denn sofort nach seiner Ankunft in Brüssel veröffentlichte Boulanger eine Proclamation. In derselben heißt es, daß er sich niemals der Jurisdiction des Senats unterwerfen werde der aus Leuten bestehe, die durch persönliche Leidenschaften verblendet seien und werde er in Belgien abwarten, bis die allgemeinen Wahlen in Frankreich eine ehrliche freie Republik hergestellt hätten. Da sich Meister Boulanger also in Sicherheit gebracht werden, demnach die angeklagten Patriotenführer DSerouldde, Laguerre und Genossen einstweilen allein ausessen müssen, was Boulanger schon seit langem eingebrockt hat Die Pariser boulangistischen Blätter, vor Allem „La Presse", suchen natürlich die Flucht ihres Herrn und Meisters möglichst zu beschönigen und erklären, daß der Kampf um die Revision der Verfassung jedenfalls energisch fortgesetzt werden würde. Londoner Meldungen bestätigen das Eintreffen von Briefen Stanley'S in England. Die letzteren schildern den langen und gefahrvollen Marsch Stanley's vom Aanibura nach dem Albert-Nyanza-See, wo Stanley am 29. April v. I. Emin Pascha traf und .bei demselben bis zum 25. Mat verweilte. Etnin Pascha befehligte damals 8000 Mann und lehnte es ab, Wodelat zu verlassen. Ueber Allgemeiner Anzeiger. Leinen-, Drell- und Damast-Weberei von Corsetteii empfiehlt in bekannter großer Auswahl, Extra-Weiten und Kanons, stets- | am Läger ^Robert Haas, 2^06] _ zSeltersweg 18. NviverjUitts - LhroviL. ftPhoH ,77 rvo** Max v. Waldburg, bisher Professor an der Universität Czernowitz ber?über^^" 5)006111 für deutsche Literaturgeschichte an die Universitä? Heidel äämmtTlchernöcbvörrÄth igen nuanm Bijouterien ncBKmm Gold-, Silber-, Granat-, Corelien- etc. Waeren sowie Alfenlde-Gegenständen za den seitherigen bedeutend herab-1 , _ , Verwischtes, - Herborn, 1. April. Gestern Vormittag fiel in Niederscheld ein Kind in die stark angeschwollene Dill. Leider war Niemand in der Nähe, der dasselbe dem na ff en neffHrten 6 Kreißen können. Eine Anzahl Einwohner von Niederscheld suchle am findÄ^zu^önnen?^ mtt$afen unb Stangen die Dill ab, ohne jedoch die klein?Leiche rnth „nT »5?Jrn6m beI 0ab es zwischen zwei Burschen aus Roden- Rodenberg auf dem Nachhausewege Differenzen, in Folge dessen der letztere Aa^ns Sattler, mit einem Stock auf dm Kopf schlug. Da der Geschlagene in der Nacht von Samstag zum Sonntag verstorben ist, wurde der Roden- nh^pr Gericht zur Section nach Rodenroth, um festzustellen ob der Tod in Folge des erhaltenen Schlages eingetreten ist. T^uueum, △ Mainz, 3. April. Der Tüncherstrike dauert hier noch fort Eine Pn6n- und^m^end" G/sellen erläßt in den hiesigen Blättern „an die Bewohner von Mainz «Mögend eine Erklärung, worin dargelegt wird, daß nach Abzug des Krankengeldes sich der durchschnittliche Wochenlohn eines Tünchergesellen hier auf jl 16 stelle ^UUf^Utf|t^äns,el'Tb?,Vie wenigst-,. G-s-ll-n nur etwa 9 Mvnat^im Jahre 2 r hna a u- der Erklärung wird ferner behauptet, daß der größte Thett der ^.p^^^bltandniß gemacht hätte, den geforderten Lohn zahlen zu können, datz man sich aber gegenseitig verpflichtet, es nicht zu thun. - Um den Suaana nnn nnTSU^Qhen/bic Stadtthore Morgens von strikendm Gesellen^belagert die ihre ankommenden Collegen von der Arbeit hier abhalten. 0 ' Die Katastrophe bei Samoa. der VmU£ßetn bcS Bureaus aus Auckland über den Untergang fnmmJn flnb' fo®eit bie drei deutschen Schiffe in Betracht kommen, bereits telegraphisch wtedergegeben worden. In Betreff des Schicksals her amedtÄe\lö&ffe„ift n°ch F°lg-ndes nachzutragen: ” ftialuc^giiDfk"^^ gffr Ä'M1ret"ttoeketlen' ^o"e ouch die Ver. Staaten - Kriegs- Et Ä sicher gesch eppt und war nach dem Gestade zu getrieben worden. Glücklicher Weise halte der Kapitän die Controle über sein Schiff nicht aämlich ver- ^ren und er war im Stande, dasselbe aus einer Sandbank sttanden zu lassen Die aUt6£n herabgelassen und die Schtffsmannschast erreichte glücklich das Gestade mit Ausnahme von sechs Matrosen, welche ertranken , weil eines der Boote klüterte. Ein schlimmeres Loos sand die amerikanische Corvette „Vandalia" Wie der Gber" wurde sie oon dem Sturm gerade aus das Riff getrieben Der Eafitän wülde in' «nmm?Cr t>«un0 gegen eine Gatlingkanone geschleudert und verlor die Be- ^uung. Wadrend er ohne Bewußtsein auf dem Deck ag, ergoß sich eine Wog über das Schiff, wodurch er über Bord gespült wurde. Das Schiss sank etwa 50 Meter der „Nipsic" lag Mehrere Osfie.ere u?d Mannschaften wurden “ .un.b ertranken. Andere kamen um nach vergeblichen Versuchen an s Gestade zu schwimmen. Einige blieben Stunden lang im Takelwerk melchei Äpn11 mprT ^r^Orraöt6'- aber etncr uach dem Andern wurde von den riefiaen ™ U?raUs:9e^e6t uber f*ie ergossen, weggespült. Allmählich wurde^es die europäischen Einwohner und die eingeborenen Samoaner fid> bereit, den hilflosen Matrosen Beistand zu leisten konnten der Dunkelheit nichts thun. Nicht lange darauf ging die ,$aB" unter auf6 haSCrtpfhmF^C ri& von ihrem Ankerplatz los und wurde Unt<»ne 2ßract her „Vandalia" geschleudert. Dann trieb sie mit aänzltck Hhmn^hLa01^« Ullb Arem Kielraum halb voll mit Wasser nach dem Gestade zu Obwohl das Schiff ganzlrch zu Grunde ging, vermochte doch die ganze Mannschaft ihre bewirken. Es ist die Möglichkeit vorhanden, den ^sWke" dock Capital*4 °Cdor 7 M°nn, die „Vandalia" den wird akf'/SS'LS ÄÄ »ne Ä ‘Äff KÄZ tÄn^e^^r Mieb?‘r Gesell- 2743 E. fast noch neuer Baaernwagen | 2587 Eine eiserne Pumpe zu verkaufen, preisw.z.verk.b. Vg. Mattern i. Wismar. I Edersiraße 3. 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