Nr. 178. Erstes Blatt. Samstag den 3. August 1889. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. & , _ , r n c. n * ~ f- .. Q. - r c = , & Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlob»- Ärrreaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme bes MorttagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 M Amtlicher Hßeit. Betreffend: Faselschau zu Grünberg. Bekanntmachung. Bei der gestern zu Grünberg abgehaltenen öffentlichen Faselschau wurden die nachstehend verzeichneten Fasel für tauglich erkannt, als Gemeindezuchtstiere Verwendung zu finden:_____________________ Ord.- Mr. Eigenthümer. Raffe des Fasels. Alter. Farbe. Körperbau. Nährzustand. Hautpflege. Allgemeines Gutachten und Bemerkungen. Name. Wohnort. 1. 2. 3. 4. -5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. Konr. Langohr. Balth. Schnepv Ernst Zimmer. Ludw. Launspach VIII. Ludw. Loth. Hermann Christ. Heinr. Horst III. Joh. Kratz XIV. H. Diehl II. L. Emmel. H. Scheld H Aug. Gemmer. Herm Jhring. Gießen, am 1. Wettsaasen. Climbach. Lauter. Reiskirchen. Beltershain. Grünberg. Ruppertenrod. Ruppertenrod. Ruppertenrod. Grünberg. Harbach. Ober-Ohmen. Lich. llugust 1889. Vogelsberger. Vogelsberger. Vogelsberger. Vogelsberger. Vogelsberger. Vogelsberger- Simmenthal. Kreuzung. ff V ff ff ff ff 1'/, Jahr. 2 Jahr. 1% Jahr. I1/» Jahr. l‘/3 Jahr. 1V* Jahr. 14 Monat. 14 Monat. 14 Monat. l3/4 Jahr. 1'/- Jahr l‘/4 Jahr. 14 Monat. Großherzo I. 23.: Gelbroth. Dunkelroth. Gelbroth Dunkelroth. Roth. Roth. Rothscheck. Rothscheck. Rothscheck. Gelbroth. Rothscheck. Gelbfalbc ohne Weiß. Gelbrothsch. gliches Kreis Jost, Regü Genügend. Genügend. Gut. Genügend. Genügend. Gut. Gut. Genügend. Gut. Gut. Gut. Gut. * Genügend, amt Gießen, rungsrath. Genügend. Gut. Gut. Genügend Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut. Gut, Gut. Gut. Gut. Genügend. Verkauft nach Weickartshain. Gut. Verkauft nach Mainzlar. Gut. Genügend. In V» Jahr tauglich. Genügend In 2 Monaten tauglich. Verkauft nach Mddingshausen. Gut. In Vi Jahr tauglich. Verkauft nach Daubringem Gut. j In 2 Monaten tauglich. Gut. Gut. Für die Gemeinde Harbach eingestellt. Gut. In 3 Monaten tauglich. Genügend. Nach Oppenrod verkauft. Wolitische Rundfch«« Gießen, 2. August. Im Mittelpunkte der Wochenereignisse steht diesmal die Meeresfahrt Kaiser Wilhelms nach England, welche der erlauchte Monarch, geleitet von einem überaus stattlichen deutschen Geschwader, am Mittwoch Morgen von Wtlhelmshafen aus antrat. Kurz vorher hatte sich hier die Kaiserin von ihrem kaiserlichen Gemahl verabschiedet und die Rückreise nach Schloß Wilhelmshöhe bet Cassel angetreten, woselbst die hohe Frau mit ihren Kindern noch einige Zett verweilen wird. Man darf ohne Uebertreibung sagen, daß die Augen ganz Europas auf die Englandsfahrt des deutschen Kaisers gerichtet sind, sowohl wegen der ungemein glanzvollen Bilder, welche sie äußerlich einrahmen, als auch wegen der ihr innewohnenden besonderen Wichtigkeit und Bedeutung. An der Spitze von zehn Kriegsschiffen, unter ihnen sieben Panzerschiffe, ist Kaiser Wilhelm an den Gestaden Englands erschienen und noch niemals wurde ein so stattliches deutsches Geschwader in fremden Gewässern gesehen. England aber hat den kaiserlichen Gast in einer Weise begrüßt, die vollständig der Würde dieses Landes als erste Seemacht der Welt entspricht, denn tnsgesammt fast 100 Schiffe zählte das englische Geschwader, welches die deutsche Kaiserflotille bet der Ankunft in Osborne-Bai mit seinen Salutschüssen begrüßte und über diese gewaltige Armada wird auch Kaiser Wilhelm am Samstag bet Spithead die Revue abnehmen. Wenn somit schon durch diesen äußerlichen Glanz, der das erstmalige Erscheinen Wilhelms II. als Herrscher in England umgtebt, das Jnterresse dieser neuesten Kaiserreise zugelenkt wird, so erhöht sich dasselbe noch durch den ganzen Charakter der englischen Reise unseres Kaisers. Wohl stellt sie sich zunächst als durch die höfische Etikette und verwandtschaftliche Rücksichten geboten dar, aber diese Momente werden doch noch durch den politischen Charakter der gegenwärtigen Englandsfahrt Kaiser Wilhelms überragt. Von ihr erwartet man sowohl eine innigere Gestaltung des Verhältnisses zwischen Deutschland und England und hiermit zugleich die Beseitigung auch der letzten Differenzpunkte, welche zwischen beiden Staaten aus colonialpolitischen Gründen aufgetaucht waren, als auch eine festere Gestaltung der Beziehungen des britischen Insel-Reiches zur Allianz Deutschlands, Oesterreichs und Italiens. Es braucht wohl kaum besonders hervorgehoben zu werden, daß die einander stammverwandten Völker Deutschlands und Englands große gemeinschaftliche Lebensinteressen haben, daß aber auch die Interessen Englands in den großen Fragen der europäischen Politik dem britischen Jnselreich mit Naturnothwendigkeit seinen Platz an der Seite der drei verbündeten Mächte anweisen. Daß der jetzige Besuch Kaiser Wilhelms in England nach beiden angedeuteten Richtungen hin ersprießliche Früchte tragen wird, dies steht mit Zuversicht zu erhoffen und darum rechtfertigen sich vollkommen die freudigen Empfindungen, mit denen das deutsche Volk — und mit ihm seine Freunde — auf die Englandsreise seines Kaisers blickt. — Von den leitenden Londoner Blättern werden Kaiser Wilhelm Worte der herzlichsten Begrüßung gewidmet und besonders sympathisch ist ein Artikel des „Standard" gehalten, welcher die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den der deutschen Kaiserfamilie und dem englischen Königshause und weiter die gemeinschaftlichen Interessen Deutschlands und Englands betont und mit der bestimmten Erwartung schließt, der Kaiserbesuch werde das Band familiärer und politischer Beziehungen zwischen beiden Rationen noch sester knüpfen. Der bevorstehende Besuch deS Ezarerr am Berliner Hofe soll, wie die „Nat.- Ztg." als glaubwürdig vernimmt, nunmehr auf diplomatischem Wege in Berlin angezeigt worden sein; nähere Angaben über die Reise des russischen Herrschers nach der deutschen Reichshauptstadt stehen aber trotz dieser Ankündigung noch aus. Die Unfälle, welcher seit einiger Zeit die französische Marine betreffen, mehren sich in bedenklicher Weise. In Toulon explodirte ein Geschoß in einer Revolver- kanone des Artillerieschulschiffes „Couronne", wobei von der Besatzung 5 Mann getödtet und 17 Mann verwundet wurden, 3 davon lebensgefährlich. Die Zuversicht der Friedensfreunde erhält in jüngster Zeit durch wiederholte Kundgebungen des leitenden englischen Staatsmannes einen kräftigen Rückhalt. Sowohl im Oberhause, als beim gestrigen Jahresbanket im Londoner Mansion House gab Lord Salisbury hinsichtlich der allgemeinen Lage, unter besonderer Berücksichtigung der Konjunktur im Osten Europas, Versicherungen der beruhigendsten Art. Der englische Premier findet nicht, daß die Elemente der Zwietracht und Kriegsgefahr sich vermehrt hätten, im Gegentheil, sowohl was die Balkanstaaten als was Kreta angeht, vermag Lord Salisbury Grund zu ernsten Besorgnissen nicht wahrzunehmen. Dieses wohlerwogene Urthetl eines Staatsmannes, der ein Land vertritt, welches mit den Orientdingen so vielfach und so eng verknüpft ist, darf auf allseitige Werthschätzung und Autorität ohne Zweifel begründeten Anspruch erheben. Der Einwand, daß England sich an dem Gange der Ereignisse destnteressire, daß es den Frieden um jeden Preis erstrebe und deshalb etwas mit gezwungenem Optimismus in die Zukunft blicke, erscheint nicht stichhaltig, denn ein eventueller Zusammenbruch der gegenwärtig in Europa bestehenden völkerrecht- lichm Ordnung würde England nicht unberührt lassen, vielmehr es sehr bald nöthigen, zum Schutze seiner vitalsten Interessen in Aktion zu treten. Englands moralischer Einfluß sowie seine materielle Machtstellung erfordern stete Bethätigung, zwar nicht im Sinne einer chauvinistischen, immerhin aber einer solchen Politik, welche von Schwächlichkeit mindestens eben so weit entfernt ist als von Herausforderung, oder, wie Lord Salisbury sich ausdrückte: eine Politik der Erhaltung des Friedens, aber ohne Opfer an Ehre. Last not least sind auch die ungeheuren Rüstungen von heute eine wichtige Garantie des Friedens, und dies gewiß nicht nur in den Augen des englischen Staatsmannes, sondern vor allen Dingen auch in dem Empfinden derjenigen Völker, aus deren Schultern die Last der gesteigerten Schlagfertigkeit ruht und eben nur mit dem festen Wunsch und Willen übernommen wurde, das Mögliche zur Verstärkung der Schutzwehren des Weltfriedens zu leisten. Der von den italienischen Behörden in Coni wegen Verdachtes der Spionage verhaftete französische Ofsizier de Grandmaison wurde wieder fretgelassen, womit der jüngste französisch-italienische Zwischenfall erledigt erscheint. Darmstadt, 31. Juli. Zum zweiten Fabrikinspector für das Großherzogthum Hessen wurde der Salineninspector von Theodorshall ernannt. Berlin, 1. August. Neber die Friedensrede des ehemaligen Kriegsministers Bronsart v. Schellendorff macht ein offictöser Berliner Berichterstatter der Wiener „Montagsreoue" folgende Bemerkungen^ „Aus einem Munde von unbezweifelbarer Autorität, dem des langjährigen Kriegsministers und jetzigen commandirenden Generals des ostpreußischen Armeecorps, haben wir eine unumwundene Bestätigung der Anschauung empfangen, daß dem Frieden keine Gefahr drohe. Wenn in Frankreich und Rußland hochgestellte Militärs sich vernehmen lasten, so geht durch ihre Reden in der Regel ein starkes Sabelgeraffel und Puloergeruch erfüllt die Lust. Ein deutscher General dagegen, der obenein wirklich in der Lage ist, ein Urthetl über die zu europäische Lage zu haben, legt in denkbar bestimmtester Weise Zeugniß für den Frieden ab, derselbe General, der als Kriegsminister das deutsche Heer für den Kriegsausbruch um 750,000 Mann vermehrte, es zwei Mal mit neuen Gewehren und mit einer neuen Ausrüstung versah, unter dessen Amtsführung wir die Franzosen in ihrem Pulver wie in ihren Sprenggeschossen in aller Stille längst überholt hatten. Nun, unsere Herren Nachbarn in Ost und West verfügen ja über hinlängliche Mittel, „zu vertraulichen Zwecken", um sich zu überzeugen, daß es doch vielleicht ein schlechtes Geschäft wäre, mit Deutschland anzubinden. Gerade weil General v. Bronsart den Grad unserer Bereitschaft und — unserer Überlegenheit kennt, kann er mit voller Zuversicht vom Frieden sprechen, der nicht gestört werden wird. Es ist glorreich für einen General, dem feindlichen Feldherrn das harte Gebot einer Schlacht zu geben aber noch glorreicher für eine Slaatskunst, einer starken, rauflustigen Nachbarschaft das Gesetz des Friedens oorzuschreiben, wie der Friedensbund in seiner unerschütterlichen Festigkeit dies vermag. u ö - n A ^.h^Enhessen, i. August. Für den Wiederaufbau der Rochus- Spelle in Bingen sind durch freiwillige Gaben bereits 25,000 aufgebracht. In Bingen allein wurden 17,000 Jt gesammelt. 115 1x511 >«"Ä 'ÄS ™lm «-•" «•« >» ankfurt, 1. August Die Lohnbewegung ist hier immer noch nicht zum Abschluß gelangt. Gestern hielten die Bäckergehtlfen abermals eine öffentliche vorr mehreren Hundert Berufsgenossen besuchte Versammlung ab. Zunächst wurde die ein- gegangene Antwort der Backergenossenschaft verlesen, die dahin lautet, daß bei dec Verschiedenheit der Geschäfte es nichts möglich sei, einen allgemein geltenden Beschluß zu fassen, es vielmehr den Gehilfen überlassen werden müsse, mit ihren Meistern direct !'l verhandeln. Darauf nahm die Versammlung folgende Resolution an- Die heutige Bäckergehülfen-Versammlung ist mit der Antwort der Meister dnüerftonben und spricht einerseits denjenigen derselben, welche sich bereits mit ihren Gesellen verständigt haben, ihren Dank aus, bedauert aber andererseits leb- haft, daß schon einige Collegm gemaßregelt wurden und behält sich vor, einzelnen Gesellen, deren Meister noch nichts gethan haben, zu überlasse^ sich mit ihren Meistern zu vereinbaren. Ferner erklärt die Versammlung, daß sie in Zukunft sich. " ?lusnahmeverhaltniß anderen Gewerkschaften gegenüber drängen lassen wiffen^will gesetzlich gewährleistete Coalitionsfreiheit jederzeit hochgehalten Lokales. ..... 2’ August. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Der Unfug, anders n+ - bejeicbnen, mit Falb's kritischen Tagen nimmt fein Ende, ja er scheint fortwährend zu wachsen. Jetzt wird wieder der 28. Juli in den Leitungen genannt und daß Falb mit seiner Ankündigung von Sturm und Erdbeben recht be- ^^/EN ^abe. Bedenken denn diese Gedankenlosen gar nicht, daß jeden Tag irgendwo ?us der Erde dn ©türm, ein heftiges Gewitter, ein Erdbeben ist? Wir erfahren durch die erleichterten Verkehrsmittel von derartigen Vorkommnissen manche, aber wie viele auch werden nicht bekannt. Ware die letzte große Ueberschwemmung in China zufällig mit einem „kritischen Tage zusammengefallen, so wäre das auch Wasser auf die Mühle ^.Z^diauer gewesen. Daß jetzt an: Tage vor dem 28. Juli zufällig in Chicago ftnttf« 5? £ ^l0en roar urnb daß in Tagen um diese Zeit herum ein Erdbeben ftaWanb ba& soll Fa lb vorausgesagt haben. Ebenso ist es mit den schlagenden Wettern in Steinkohlengruben. Ein Unglück, oas dadurch an oder in der Nähe von kritischen Ä ?ird MS »um U-b-rdruß ausgeb-ut-t, um Falb'S Hyp'oth- 7 u fWn. Alle zu anderen Zeiten ftattfmbenben Unglücksfälle burch Schlagwetter, unb deren Und viel mehr, werben von den Falbianern todtgeschwiegen. — Nach Falb soll ö?nk Bäue zuerst bestimmte. - Die auf verschiedenen Häusern b^eits angebrachten Stutzen für die Telephonleitung geben aus ihrer luftigen Hohe Zeugniß dafür, daß der Termin näherrückt, bis zu welchem unsere Stadt wieder C1 rroi\Ciin4C3r nothwendiges, bereichert wird. Soviel sich von unten beultheilen laßt, sind die Stutzen für 32 Drätbe bestimmt. Was aber am meisten interessiren wird und vermuthlich nicht nur für Frankfurt zutrifft waren die nun folgenden Mittheilungen einzelner Gesellen über vorhandene Mißstände! Es wurde unter Anderem zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß es im Punkt der Reinlichkeit sehr faul aussieht. So wurde z. B. geschildert daß wenn ein mfif »• «■ “■ Berlin, 2. August. Zum Rector ber Berliner Universität für 1889-90 wurde Professor Hinschius gewählt. Zum Dekan ber theologischen Fakultät würbe Pros * Harnack, ber juristischen Fakultät Prof. Golbschmibt, ber mebicinischen Fakultät Prof. Barbeleben, ber philosophischen Fakultät ber Orientalist Prof. Sachau gewählt. Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 2. August zwischen 11 und 12 Uhr Mittaas- Wasser 15 Grad, Luft 15V2 Grad. 0 L- Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Landwirthschaftlich« Nachrichten. (Nachdruck verboten.) , — lCultur der rispenblüthtgen Hortensie.) Die rispenblüthige Hortensie (Hydrangea paniculata) ist eine Abart unserer gewöhnlichen Hortensie (Hydrangea hortensis) nur daß sie weit schöner und auch harter als letztere ist. Der Strauch bringt große, weiße atlas-violett angehauchte Blüthenrtspen, welche bis 30 und 35 Centi- meter Lange erreichen und an der Spitze von schlanken einjährigen Ruthen, etwas wnCAH*r?Cnbf, Sf” prachtvollen Anblick gewähren. Man pflanzt den Strauch in ^glichst nahrhaften, etwas lehmigen Gartenboden, schneidet im Frühjahr die abgeblühten vorjährigen Triebe auf zwei, höchstens drei Augen zurück, entfernt möglichst das alte Holz und düngt dann die Erde kräftig mit halboerrottetem Rinddünger und gibt im Laufe des Sommers, besonders bet beginnender Knospenbildung, reichlichen Düngerguß S einmal. Bei guter Pflege entfaltet der Strauch sich herrlich und S? r Bluthenreichthum von Ende Juli bis Spätherbst ein außerordentlicher. Im SBtnkr genügt eine leichte Dccke von Ftchtenzweigen. In normalen Wintern hält sie da sie gegen Frost lange mcht so empfindlich ist wie die gewöhnliche Hortensie an einigermaßen geschützten Stellen auch im Freien aus. Es empfiehlt sich stets junge Exemplare nachzuziehen da der Strauch nach 5-8 Jahren an Blüthenretchthum nach- laßt Krautartige Stecklinge wachsen im Vermehrungsbeet sehr leicht an. Der Haupt- grund, daß die rispenblüthige Hortensie noch lange nicht die ihr zukommende Verbreitung und Verwendung in unseren Garten gefunden hat, dürfte wohl darin zu suchen sein b£6 el cT, ?enl% Erstehen, den Strauch richtig zu pflegen, wird derselbe aber au die „?lnf °or Allem gut gedüngt, dann wird man sich gewiß nicht über schlechtes Gedeihen des Strauches zu beklagen haben. B b Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Semriu-e. Gottesdienst. 7. Sonntag nach Trinitatis, 4. August: n1?06• 91/l in der Kirche: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 8 /2 Uhr m der Friedhofskapelle: Gottesdienst mit Christenlehre (Realgymnasiasten und Realschüler) Pfarrer Dingeldey Nachmittags 2>/2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Dinaelben f<5uIe Är”UDJtVannmäb*en d°rmttt°gs 11 Uhr in ber Kleinkinder- Dr. 3^?um?n^r6ef*äfte *" ber ®od,e ”om 3" bi8 10- August besorgt Pfarrer Katyolischr Semeiade. 8. Sonntag nach Pfingsten 4. August, hl. Beichte"st"Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 1/28 Uhr Gelegenheit zur s.r tT®/?nnta0,: borgens 6 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte: Vr7 Uhr Austbeiluna LL Eottksdikllst ia der Lyaagogr. Samswg Ab?ndVuhr° 800 Uhr, Samstag Mittag 4°° Uhr, Allgemeiner Anzeiger. btrf/n Servietten, leinen Hemdentuch, Bett- Beinkleidern, Negligc.Jacken, Schürzen, ßan* große ächte Germania-Futzboden-Teppiche annZTa^Treii^um"^ "°^ W Sa“'StaS «b-nd 5 L-m nur Ausverkauf. 8XT Unwiderruflich nur noch bis Samstag Abend 7 Uhr, __________ Bahnhofstrasse 8. Restauration „Ium Gambrinus" von Fh. Kreiling. Einem verehrl. Publikum zur gefl. Nachricht, daß mir von der Rheinischen ExporMerbrauerei in Weisenau bet Verkauf ihrer vorzüglichen Exportbiere seit dem 21. Ju übertragen worden ist. ©fferire die Biere in Flaschen frei in’ä Haus geliefert: Bockbier (Münchener Brauart) per Fl. 25 Pf Wiener Bier (hell)...... „ 25 „ Exportbier (hell) ..... „ 20 „ " (dunkel)...... „ 20 „ Sämmtliche Biere gebe auch in Fässern ab. 6387 Bitte nicht außer Acht zu lassen. sm„Arr?e”°ctr ZL Oelfarbenanstciche an HauSfaoaden, Mauerwerk, Hol,, Stein und Mekallem F,>ßboden, feuchten Wanden, Maschinen, Bedachungen rc. ausführen lassen ordentlich bewähr/en^ bC" roe‘ferfeften- billigsten, sich seit langen Jahren außer- Achtungsvoll Ph» Kreiling „Zum Gambrinus". Chr. Wallenfels. Zur gründlichen Erlernung der Buchführung und Eor- refpondenz wird für einen jungen Kaufmann Volontair. Stelle gesucht. [6364 Offerten gefl. zu richten Pfarrei OberwidderSheim. v er steiner ungs-Oelfar hen von Rich. 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Flur 9 Nr. 46 - 1350 Meter Acker auf j der großen Weide; Flur 30 Nr. 172»/io - 2634 Meter Wiese über der Erdkaute auf den Weg hinter dem Fluthgraben; Flur 3 Nr. 188 — 1869 Meter Acker auf den Krofdorfer Weg; Flur 8 Nr. 24 - 1600 Meter Acker diesseits am Grasweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 2. August 1889. Großh. Ortggericht Gießen. 6386 I. A. ________Vogt.________ Versteigerung. Nächsten SamStag, Dienstag und Donnerstag, jedesmal Vormittags um 11 Uhr anfangend, sollen im Pfandlokal: Sophas, Tische, Kleiderschränke, Uhren, Kommoden, Schreibsecretatre, Nähmaschinen, Cassenschränke gegen Baarzahlung versteigert werden. b^4__Horn. Bekanntmachung. Die an die Fürstliche Renteikaffe in Hohensolms zu entrichtenden Holz- und Grasgelder sind von jetzt an an den mit deren Erhebung beauftragten Herrn Schultheißen Wilhelm Spieß in Hohensolms zu bezahlen. Regelmäßiger Zahltag ist jeder Dienstag. 6358 Lich., den 1. August 1889. 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August Bahnhofstrasse 38, von da ab: Ecke der Bahnhofstraße und Westanlage, im Montanus'schen Hause, parterre. Sprechstunden: Vormittags 7—9 Uhr, Nachmittags 2 3 Uhr. 6284 Dr. H Zinsser. Sängerkranz. Sonntag den 4. August: Parthie nach Arnsburg. Extrazug nach Lieh: Abfahrt präcis 2 Uhr, Rückfahrt 9 Uhr. Fahrkarten können vom Samstag an bei den Herren Heinrich Leib, Wallthorstraße 34, L. Fuhr, Sonnenstraße 25, und C. Lüdeking, Seltersweg 5, sowie vor Abgang des Zuges am Bahnhof in Empfang genommen werden.__6361 Gesangverein „Heiterkeit". Samstag den 3. August, Abends 9 Uhr: aulieroröentr. Generalversammlung im Verein-lokal. Tagesordnung: Die neuen Statuten 6385 Der Vorstand. Haupt Maurer Versammlung Eonntag den 4. August, Nachmittags 3 Uhr, in der Restauration »ramm (Mingenberg). Tagesordnung: 1) Die Gewerkschaftsbewegung, 2) Die Lage der Maurer Deutschlands.[6382]Der Vorstand. Jermietyungen. 6355 Zwei Zimmer mit Zubehör im I Vorderhause zu oermieihen. ] Grünbergerstraße 36. ? 6377] Bahnhofstraße Nr 54 ist der t Mansardenstock, 8 geräumige Zimmer, Küche mit Wasserleitung, Bodenkammer und Keller zu vermiethen- 1 ______________Slug. Moutanus. i 6381 Zwei Logis, freie Lage, erster und zweiter Stock, jeder mit v Zimmern, sind zu vermiethen. i Näheres in der Exped- d. Bl._________ j 6380] Logis von 3 Zimmern mit allem Zubehör und Wasserleitung. Marktplatz 5, Auskunft i. Hinterh. 6391 Ein kleines und ein größeres Logis zu vermiethen. Rittergafse 23. 6388] Einzelne Stube zu vermiethen. ________________________Neuenweg 2. 6368 Ein Logis, besteh. auS drei Zimmern nebst allem Zubeh., sowie Gartenantheil und Bleichplatz, per 1. Rov. zn verm. Grünbergerstr. 31. 6370] Zwei ineinandergehende, schön möblirte Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstruße 4 HI, am Ludwigsplatz. 6394 Zwei einzelne Stuben (nach der Straße) zu vermiethen. I. Zufall. 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