Nr. 29 Zweiter Bla«. Sonntag den 3. Februar Kichmcr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttteaitt Schulstraße 7. Erscheint tüglich mit Ausnahme des Montags. - :JS Kreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die-Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 U Amt kicher Hßeik. Im Jahre 234 3 5 8 aus rein katholischen Zusammen Ehen aus Mischehen evangelischen Ehen 461 427 1887 1888 aus israelitischen Politische Ueberfieht. Gießen, 2. Februar. A^S!err?cr unehelich geborenen Kinder vertheilen sich in folgende Berufs smt, 210 Huus-, Kinder-, Laufmädchen, 8 Haushälterinnen Köchinnen 13 Jägerinnen, Kleidermacherinnen, Ladnerinnen, 7 Fabrikarbeiterinnen 12 nbn/ Berufsausübung, 10 Taglöhnerinnen, Wäscherinnen. ^^nrarvettertnnm, 12 ohne ,in Derhältniß der Anerkennung der Vaterschaft ist gleich den vorderen Jahren 'in s-hr geringes gewiteu. (Segen voriges Jahr wurden 2 Kinder mehr anerkannt » ■» -- f«. u- o.hn ..d Dll. Sieben, am 29. Januar 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ——_______________v. Gagern. r. Der „Relchsanzetger" veröffentlicht eine an den Kriegsminister Bronsart von Schellendorff gerichtete CabinetS-Ordre des Kaisers, in welcher der Monarch, um Vas Andenken seines dahingeschledenen erlauchten Freundes, des Kronprinzen Rudolf Wpnimdi fd rei£t' e?re2' be!i^u' ba6 btc Olsiziere des Katser-Franz-Garde-Grenadier- Regrments und des 2. Brandenburgischen Manen-Regiments Nr. 11 Trauer auf 8 Tage anzulegen haben. (Kronprinz Ruvolf war Chef des letztgenannten Regiments und E>enerab:iemenont ä la suite des Kaiser - Franz - Garde - Grenadier - Regiments.) Die kaiserliche Kundgebung wird vom „Retchsanzeiger" durch einen dem hohen Entschlafenen gewidmeten warm empfundenen Nachruf eingeleitet. . . Kommissionen des Reichstages hat diejenige zur Porberathung des Genossenschaftsgesetzes den sechsten Abschnitt des Entwurfes, betr. die Aus- °'"n?und Itquibütton der Genossenschaften, erledigt, während die Commission für DI- iorg^ngsgesetz am Donnerstag die 15 und 16 der Vorlage erledigte, wmden n" d,K°S'°pben b-tren-n die F-sls-tzung und Bemessung der Beiträge und .b 6ejugU(tien $eftlmmungin im Sinne des von den nationalliberalen Ab- Kuhl und Oechelhauser vorgeschlagenen Capltaldeckungsversahrens abgefaßt. si ec£a5 Gta|f°"-liche Reu- Itatistische Mittheilungen über den Civilstand der Stadt Gießen im Jahre 1888. Mitgetheilt vom Standesamt Gießen. bi.felben‘119,6^^5 15. 1888 6etta0en 134- im 3=6« 1887 betrugen Hinsichtlich der Confesston der Eheschließenden wird Nachstehendes bemerkt' 114 protestantische Männer heiratheten Protestantinnen Bei 7 Ehen war der Mann evangelisch, die Frau katholisch " , " •• katholisch, „ „ evangelisch, ' J.' » -< evangelisch, „ „ dlssidentisch, heiratheten Mn ihres^BekennMisses" ^^ubensgenosssimen, 5 israelitische Männer 9iPAmi5)f!nflbur0e-Sli^cn Eeruf nach oerheiratheten sich 17 Aerzte, Künstler OffiUere Lchrer, Rentner, 24 Kauf- und Handelsleute, Commis, @aftÄ Lere?* ^ebülfen, Fuhrleute, 9 Unterbeamte, Scribenten, 3 Militär- 6 Kuffcher und Fuhrlem! “ ®“bnarbeiter' 13 T°g-bhner und Dienende aller Art, VON n„L^!C,!Cn<^ ra,a?ncr n°bmen Frauen aus Gießen, 12 Gießener Männer Frauen von auswärts, 28 Gießener Frauen Männer von auswärts, bei 47 Cbefchllebunaen roaren die Eheschließenden von auswärts, aber dahier ansässig bei 18 war her >TOnnn auswärts wohnhaft, bei 22 war die Frau dahie? d r Mann Lswärts wohnhaft bei einer waren beide Eheschließenden auswärts wohnhaft 6etrat6eto ffi«taenan23 '' 4°6 l-dtg-P-rsvnen, 4 ledige Männer eine SBiltoc ‘ ' 23 281 ehelichten ledige Frauenspersonen, ein Wittwer ehelichte Eh-schließungen wurden je ein Kind anerkannt bezw. legilimirt. unb 309 Siabdi *m J“r,reh 18%,,b°blcr k?enb S-borenen 587 Kindern waren 278 Knaben weniger geboren ' f mi‘bin 0e0en b“03a^rl887 26 Kinder und zwar 26 Knaben S,u‘b'“*s b“ S*'äub‘ ”*«" S--.-- m-d M ta ©iefcen, am 31. Januar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. GttgerN. 164 194 Än7 n «"ch. Knaben Mädch. Knaben Mädch. Knaben Mädch. 7 8 3 6 19 26 193 234 Hierunter sind 5 Knaben, 3 Mädchen enthalten welche hahier in h«»r rv«!- bindun^anstalt geboren wurden und deren Eltern auswärts wohnhaft sind. - ic nr¥te "^Äelichen Geburten vertheilen sich auf 117 Mütter eoanaeliscker 40 97?rttt»r 0lÄ'Ä ''rE'»" 6eonfefr.o” 133 Bietzen wohnhaft, von letzteren waren 26 evangelischer und 1 katholischer Religion Privatwohnungem Geburten erfolgten 133 in der Entbindungsanstalt^ 27 in 3n der Entbindungsanstalt wurden im Ganzen 145 Kinder lebmd geboren. bcr Geburts- bezw. Wohnorte sind von den Müttern der Ää.7; K» ben unehelichen Kindern befinden sich 3 Mädchen, welche von Wittwen Sengtön.6'6 " rautbcn' $on b-" Witlwen waren 1 evangelischer und 2 katholisch^ , 1OO^ mithin in 1888 weniger 29 5 34 -x>rn Zahre 1887 wurden unehelich geboren 82 70 152 » " 1888 „ 85 75 160 Don den unehelich geborenen wurden nur anerkannt 85 Knaben 75 Mädchen -t „ 3 Nicht anerkannt sind daher 81 Knaben 72 Mädchen. An Mehrgeburten sind 9 Zwillingsgeburten erfolgt. Diese vertheilen sich: ehe- liche 2 mit Knaben, 4 mit Knaben und Mädchen, 2 mit Mädchen. In 3 Fällen war je eins der Kinder lebend und eins todt geboren. Uneheliche 1 mit Knaben. Todtgeboren wurden 24 Kinder, 2 weniger als im vorigen Jahre. Ehelich Unehelich Zusammen Im Jahre 1887 wurden Knaben Mädchen Knaben Mädchen Knaben Mädchen geboren 10 9 3 4 13 13 Im Jahre 1888 wurden geboren 6 11 3 4 9 15 Mithin in 1888 weniger resp. mehr — 4 4-2 — — — 4 4-2 Die Gesammtzahl der Sterbefälle beträgt 451. männliche Personen weibliche Personen Im Jahre 1887 sind gestorben 237 218 Im Jahre 1888 sind gestorben 235 216 Sonach in 1888 weniger 2 2 Dem Civilstande nach sind verstorben: ledige Personen 136 126 verheiratete Personen 71 56 verwittwete Personen 19 33 — 226 215 Der Familienstand, ob ledig, ver- ?,eirathet oder verwittwet, konnte nicht estaestellt werden bet auswärtigen in dem academischen HoSpital Verstorbenen ______________9__1 zusammen wie oben 235__216 Die Zahl der im Jahre 1888 dahier gestorbenen Ortsfremden beträgt 95 57 Davon waren 121 eoang., 20 kath., 2 isr., bei 9 Personen war die Religion unbekannt. — Hiervon sind gestorben: 1) im academischen Hospital 81 41 2) in der Frauenklinik — 6 3) in der Entbindungsanstalt 8 Kinder 9 4) in Privatwohnungen 6__1 zusammen wie oben 95 57 Die Sterbefälle, nach dem Alter der Verstorbenen Im Jahre 1888 Im Jahre 1887 männlich weiblich männlich weiblich unter 1 Jahr 41 35 38 42 von 1 bis 5 Jahren 28 38 28 26 „ 6 v 10 „ 13 8 6 7 „ 11 „ 15 „ 10 6 8 6 „ 16 „ 20 „10 9 10 7 „21 „30 „ 25 21 21 15 „ 31 „ 40 „ 13 22 30 26 „ 41 „ 50 „ 25 17 23 17 „ 51 „ 60 „ 29 16 27 22 „ 61 „ 70 „ 28 18 20 23 71 „ 80 „ 10 20 18 18 « 81 „ 90 „ 2 5 7 9 über 90 „ 1 1 — — Alter unbekannt — — 1 — gruppirt, ergeben Folgendes: Gegen das Jahr 1887 mehr weniger männl, weibl. männl, weibl. 3 - - 7 - 12 - — 7 1 — — 2 — — — — 2 — - 4 6 — — - — 17 4 2 — — — 2 - - 6 8 - - 5 - 2 8 — - - 5 4 11 — — — — 1 — 235 216 237 218 29 24 31 26 Die Sterbefälle vertheilen sich auf die Monate: Im Jahre 1888 Im Jahre 1887 Gegen das Jahr 1887 männlich weiblich männlich weiblich mehr männl, weibl. weniger männl, weibl. Januar 27 22 23 18 4 4 _ Februar 26 22 16 13 10 9 — März 20 19 19 21 1 2 April 17 19 20 24 — 3 5 Mai 26 28 21 20 5 8 Juni 22 11 26 26 4 15 Juli 16 9 13 22 3 _ 13 August 17 16 23 25 _ 6 9 September 20 17 9 10 11 7 October 11 19 16 11 8 5 November 19 19 23 15 _ 4 4 December 14 15 28 13 — 2 14 — zusammen 235 216 237 218 34 42 36 44 „ ,?°"?^ ^heimtschen waren evangelisch 267, katholisch 21, israelitisch 8, sret- religiös 1, altkatholisch 1, Religion unbekannt 1; zusammen 299. Die Zahl der im Jahre 1888 dahier lebend geborenen ehelichen Kinder beträgt 193 männliche, 234 weibliche, hiervon gehen ab die dahier ehelich geborenen Kinder, deren Eltern auswärts wohnhaft sind, 5 „ 3 K , bleiben ~188 männliche, 231 weibliche, Hrerzu kommen die dahier unehelich geborenen Kinder, ’ deren Mütter in Gießen wohnhaft sind, 11 n 10 O r rc c in Geburten für Gießm ' 199 männliche, 247 weibliche, Zu gleichem Ergebniß führtMe folgende Zusammenstellung: Die Zahl der im Jahre 1888^ dahier lebend geborenen hl-rvmi"g7hen^b°' 278 «°nnlich-, 309 weiblich- ». die unehelichen Kinder, in der Entbindungsanstalt und in Privatwohnungen geborenen 85 männl., 75 wetbl., b. ehel. Kinder, deren Eltern auswärts wohnhaft sind, 5 „ 3 „ zusammen 90 männliche, 78 weibliche, Y. . , , . u rvvl„ bleiben 188 männliche, 231 weibliche, hierzu kommen uneheliche Kinder, deren Mütter in Gießen wohnhaft sind 11 männliche, 16 weibliche, ergibt Geburten für Gießen wie oben l99^Wfittch^'247 weibliche. Die Zahl der im Jahre 1888 dahier Gestorbenen beträgt 235 männl., 216 weibliche Personen, hiervon gehen ab die im akadem. Hospital, in der Frauenklinik, in der Entbindungsanstalt u. in Prtvatwohnungen gest. Ortsfremden 95 „ 57 er0ibt Sterbefälle für Gießen 140 männl., 159 weibl' Personen, Zahl der Geborenen 199 männl., 247 wetbl, ergibt Geburten-Ueberschuß 59 männl., 88 wetbl. ---------- = 147 Deutscher Reichstag. 32. Plenarsitzung. Freitag, den 1. Februar 1889, 1 Uhr. 1. Der Bundesrathsbeschluß in der Bekanntmachung betr. Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Einführung der Gewerbeordnung in Elsatz-Lothrtngen wird in erster und zweiter Lesung angenommen. 2. In zweiter Lesung wird genehmigt das Ausführungsgesetz zur Convention betr. die Unterdrückung des Branntweinhanoels unter den Nordseefischern. Es folgt: Fortfetzung der zweiten Etatberathung. Specialetat der Marine- Verwaltung. Abg. Richter (bfr.) fragt, ob nähere Nachrichten über das Gefecht auf Samoa vom 28. December o. I. eingegangen sind und bittet, daß wir mit zuverlässigeren Nachrichten über die Vorgänge bei der Marine bekannt gemacht würden, namentlich sei auch Auskunft erforderlich über die angebliche Theilung der obersten Verwaltung in der Marine. Contreadmiral Heusner: Ueber die Vorgänge auf Samoa sind nähere Nachrichten erst mit der nächsten Post, die Mitte d. M. eintreffen wird, zu erwarten. Die Nachrichten von der Marine, soweit sie allgemein interessiren, werden bekannt gegeben. Ueber Veränderungen in der Marine-Verwaltung sind zwar Erörterungen gepflogen, aber noch keine Beschlüsse gefaßt. Abg. Peters (natt.) fragt, ob die Kosten bet Mittheilung der Namen der im Gefechte Gefallenen und Verwundeten durch den Telegraphen etwa so hohe seien, daß man von der telegraphischen Mttthetlung Abstand genommen. Eontreadmiral Heusner: Die Kosten kommen nicht in Betracht. Es fehlte nur an passender Gelegenheit, die Nachricht zu befördern. Das gesammte Ordinarium wird ohne wettere Debatte bewilligt. Im Extraordinarium wird gemäß dem Commisstons-Antrage die Position: „Zum Bau eines Minendampfers dritte und Schlußrate 900 000 JL" in der Fassung genehmigt: „Zum Bau eines Mtnendampfers dritte Rate 600 000 JL" Die Positionen „Zum Bau der neuen Panzerschiffe A, B, C und D mit je 800 000 werden gemeinsam dtscutirt. Abg. Barth (dfr.): Die Marine-Verwaltung selbst müsse anerkennen, daß die Marine in Bezug auf die Anschaffung von Panzerschiffen nicht vorsichtig genug sein könne. Es liege die Möglichkeit vor, vielleicht schon in nächster Zeit die Marine in Bezug auf Schlachtschiffe vollständig umzugestalten. So gern seine Partei bereit sei, der Marine weitgehende Eoncessionen zu machen, so können wir doch diese Forderung in ihrem ganzen Umfange nicht billigen. Wir wollen vorläufig nur für ein Panzerschiff die Mittel bewilligen. Die Mehrbewilligung ist auch bedenklich wegen der gegenwärtigen Organisation des Jngenieurwesens, die dieser plötzlich erhöhten Anforderung nicht gewachsen sein dürfte, da die ganze Marine-Technik sich schließlich concentrirt in einer einzigen Person. Es haben sich infolgedessen auch mehrfach technische Mängel bei Neubauten gezeigt, die nur mit großen Kosten beseitigt werden konnten. Unter diesen Umstünden ist Vorsicht bei Schiffsbauten dringend nöthig. Abg. Dr. v. Frege (coni.): Gleich nach dem Eintritt des uns leider zu früh entrissenen Grafen Monts in die Marine-Verwaltung wurde uns die Nothwendigkeit klargelegt, für die Bewilligungen zu Neubauten ein rascheres Tempo eintreten zu lassen; wenn nun der Aög. Barth diese Bewilligungen bekämpft, so entfernt er sich damit aus dem Rahmen derjenigen Grundsätze, welche das Haus früher aufgestellt hat. Die Marine stehe vor einem bedeutsamen Abschnitte ihrer Entwickelung, den zu hindern sehr bedenkliche Folgen haben könne, da die Marine das populärste Institut sei. Abg. Frhr. v. Gagern (Etr.): Von einer Annahme bestimmter, vom Grafen Monts oorgelragener Grundsätze ist meinen politischen Freunden nichts bekannt und den Anstrengungen anderer Mächte gegenüber bleiben unsere heimischen Verhältnisse allein maßgebend. Für unsere Defensio-Entwickelung ist die weitere Vervollkommnung des Torpedowesens ausreichend. Wenn für neue Unternehmungen, wie hier, so erhebliche Kosten gefordert werden, so müssen wir auch sicher sein, daß es sich nicht blos um Experimente handelt. Wenn wir auch anerkennen, daß eine ausreichende Defensive nur möglich ist, wenn auch Offensiostöße geführt werden können, so konnten wir uns doch nicht zur sofortigen Bewilligung einer so bedeutenden Summe, 3 200 000 JL., entschließen. Für eine geringere erste Rate hätten wir gestimmt. Wir werden die erste Rate für Panzerschiff A, 800 000 JL, bewilligen, die Mehrforderungen für die Panzerschiffe B, C und D aber ablehnen. Eontreadmiral Heusner: Die Bedenken des Abg. Barth gegen das Jngenieur- wesen sind nicht begründet, die Leistungen unserer Ingenieure sind gut. Die Verwaltung steht dem Jngenieurwesen wohlwollend gegenüber. Die Zögerung, welche Abg. v. Gagern vorschlug, scheint der Marine-Verwaltung nicht rathsam. Abg. Graf Behr-Behrenhof (Rp.) hat anfänglich auch Bedenken gehabt, ist jedoch in der Commission genügend aufgeklärt; die großen Schlachtschiffe entlasten im Kriegsfälle die Landarmee; eine Verzögerung des Neubaues könne sehr bedenklich werden. Abg. Rickert (dfr.): Früher haben uns die Conseroativen verhöhnt, als wir uns für die Panzerschiffe des Herrn v. Stosch aussprachen. Um so mehr Gewicht sollten Sie darauf legen, wenn wir nun gegen solche Bauten Bedenken haben. Wir freuen uns, wenn die Marine-Verwaltung fest an ihren Forderungen hält; aber Sie müssen auch unseren Standpunkt anerkennen, wenn wir Rücksicht nehmen auf die Prästationsfähigkeit des Landes. Es ist bedenklich, diese fort und fort immer höher anzustrengen. Unser Schwerpunkt ist, durch unsere Lage bedingt, die Landmacht, wir können nicht den Ehrgeiz haben, neben einer starken Landmacht auch noch eine hervorragende Seemacht zu halten. Ich würde den Herrn Kriegsminister bombardiren, wenn er uns Küstenbewohner nur dem Schutze der Marine überlassen wollte. — Unsere Marine wird immer in den düstersten Farben geschildert, sobald neue Forderungen kommen. Eontreadmiral Heusner: Wir haben bis zum letzten Momente gewartet, ehe wir zu diesem entscheidenden Schritte übergingen. Die Torpedowaffe wird in absehbarer Zeit und nach menschlicher Vorausberechnung eine Umwälzung des Krtegsschiffs- wesens nicht herbeiführen- Es wird nach wie vor an dem Princip festgehalten, daß wir eine führende Seemacht nicht werden wollen- An diesem Princip, das betone ich ausdrücklich, wird festgehalten. Aber hinter gewissen Anforderungen dürfen wir nicht Zurückbleiben. Angesichts des Vorsprunges anderer Nationen ist es dringend geboten, die Forderungen zu bewilligen. Abg. vr.Hammacher (nl.) tritt für die Bewilligung der geforderten Summe ein. Bei der Abstimmung werden die sämmtlichen Positionen bewilligt. Zum Bau einer Kaserne in Cuxhaven werden 220000 JL gefordert. Die Commission beantragt Streichung dieser Position. Das Haus beschließt diesem Anträge gemäß, trotz der Befürwortung durch Eontreadmiral Heusner. Zur Verstärkung der Kriegsvorräthe der Marine-Bekleidungsämter werden 678 000 Ju gefordert; hier beantragt die Commission 378000 zu streichen und nur 300000 JL zu bewilligen- Das Haus beschließt demgemäß. Der Rest des Marine-Etats wird genehmigt. Ebenso werden die noch ausstehenden Spezial-Etats und das Etatsgesetz ohne weitere Debatte genehmigt. Damit ist die zweite Berathung des Etats beendet und die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: 1 Gewerbe-Ordnung für Elsaß- Lothringen. 2. Brantweinhandel tn der Nordsee. 3. Antrag Schuhmacher (Aufhebung der Getreidezölle). 4. Antrag Wi ndthorst lFreiheit der Kulte in den Schutzgebieten). Schluß 5V2 Uhr- ^2— w . erzielt man nur, wenn die Annoncen zweckmäßig adgefaßt 44 MH | und typographisch angemessen ausgestattet sind, ferner die W H. U richtige Wahl der geeigneten Zeitungen ge- 1 troffen wird. Um dies zu erreichen, wende man sich an bitt'rh die Annoncen-Expeditton Rudolf Moise in Frankfurt UmUJ cyMIHIWltll am Main (Vertreter in Gießen Jul. Wallach, Kaufmann, Marktplatz); von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrei ertheilt, sowie Inseraten - Entwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original - Zeilenpreise der Zeitungen untet Bewilligung höchster Rabatte bei größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Instituts neben den sonstigen großen Vortheilen eine Ersparniß an Jnsertionskosten erreicht wird. 184 Börfenwochenbericht von E. Wasserschleben, Bankgeschäft. Die Liquidation bat in dieser Woche merkwürdige Erscheinungen zu Tage gefördert. Man hatte erwartet, daß sich bei der Regultrung der Druck großer Hausse- engagcments in einer Versteifung des Geldmarktes, vielleicht auch in Nealtsaltonen gellend machen würde. Statt dessen schlug der Zinssatz eine stark weichende Richtung em. Im Anfang hatte man 41/» pEt. für Prolongationszwecke bewilligen müssen, gegen Ende der Liquidation wurde Geld zu 23/^pCt. vergeblich ausgeboten. Auch von dem erwarteten Stücküberfluß war nichts zu bemerken, und in Berlin, das während des ganzen verflossenen Monats durch seine ungeheuere Aufnahmefähigkeit Erstaunen erregt hatte, stellte sich sogar Stückmangel heraus. Es ist nicht leicht, .diese Erscheinungen genügend au erklären, da hier eine Menge Umstände Mitwirken, die eine richtige Beurtheilung der Situation bedeutend erschweren, doch scheint besonders das Verschwinden der Stücke nach den vorangegangenen starken Käufen darauf htnzudeuten, daß in erster Linie das Prtvatpublikum als Käufer aufgetreten ist, während die Börse sich mehr und mehr von ihren Engagements entlastete. Es war besonders diese Wahrnehmung, welche zu Beginn der Woche der Specu- lation Anlaß gab zu erneutem Eingreifen und weiteren Eoursstetgerungen, und diese Anregung erwies sich als so stark, daß selbst die Nachricht von dem glänzenden Wahlsieg Boulanger's nicht vermochte, einen nennenswerthen Eindruck auf die Börse hervor- zubcingen. Zu anderen Zetten wären die Course sicher erheblich gefallen, die Strömung nach oben war indessen so stark, daß es anderer Nachrichten bedurfte, um dieselben aufzuhalten. Das Geschick hat es gewollt, daß auch eine solche Nachricht in dieser Woche nicht äusblieb. Dieselbe fand sich in der Meldung von dem plötzlichen Tode des österreichischen Kronprinzen Rudolf, welche die deutschen Börsen am Mittwoch zu vorgerückter Börsenstunde erreichte, und bei ihrem Bekanntwerden eine förmliche Deroute zur Folge hatte. Oesterreich. Eredttactien fielen im ersten Moment auf 256, Disconto Eommandit-Anth. auf 230. An der Abendbörse, da bereits nähere Umstände des Trauerfalls bekannt wurden, gestaltete sich der Verkehr wesentlich ruhiger und die Course konnten sich etwas befestigen, doch stand die Börse auch noch am Donnerstag unter dem Eindruck dieses Ereignisses. Obgleich sich an diesem Tage bereits eine Anschauung Bahn brach, welche die letzten Vorgänge ziemlich unbefangen beurtheilte und auch den Pariser Zuständen keine tiefergehende Bedeutung beilegte, so fehlte doch die frühere Sicherheit, welche die Aufwärtsbewegung zu einer unwiderstehlichen machte. Erst am Freitag wurde die Haussetendenz wieder in ihre alten Rechte eingesetzt. Banken lagen recht fest, besonders Dresdener Bankactten, von welchen es verlautete, daß der Abschluß bedeutend günstiger fei, als man erwartet hatte. Daneben bestand für Egypten großes Interesse und konnten dieselben ihren Cours um ca. 1% erhöhen. Im Allgemeinen sind jedoch die vorwöchentlichen Schlußcourse nicht ganz zurückerobert worden. Bei Werthen, deren Schwerpunkt mehr in Wien liegt, ist die Differenz meiftenthetls noch ziemlich bedeutend. So schließen Creditactien 3*/r fl. unter dem Schlußcours der Vorwoche. Staatsbahn- actien lagen fortgesetzt matt und konnten sich gar nicht erholen. Dieselben schließen mit einem Verlust von über 4 fl. Auch bet den übrigen österreichischen Bahnen stellt sich der Vergleich meist zu Ungunsten der heutigen Course. Von Renten konnten Ungarn wieder kräftig anztehen, schließen aber immerhin noch mit einem Verlust von V^/q. Deutsche Fonds blieben ziemlich unverändert bet mäßigem Begehr. Von Jndustrie- actten sind Rtebeck zu erwähnen, die wiederum 4% gewonnen haben. Die Retchsbank bat ihren Satz für Ankauf von Dtsconten im offenen Markte auf 2% ermäßigt, der officielle Satz blieb unverändert. Course der Frankfurter Börse. Staatsanleihen. 4*/o Hessische Obligation. Cours vom 5v/oPortugies.-Anl. v. 86 Cours vom 25. Jan 107.20 1. Febr. 107.45 25. Jan. 101.— 1. Febr. 100.90 „ Bauern .... „ Baden..... 107.40 105.30 107.65 105.25 4V2°/o do. „ 88 5o/o amort. Serb. Gold- 97.55 97.40 Zo/o sächsische Rente. . 3 BremerStaatsanl. 94.75 102.15 94.45 102.15 Rente .... 5% SerbischeEisenbahn- 83.80 83.60 „ Hamd.Staatsrente 102.35 102.80 Hyp.-Obl. L. Ä. . 86.85 86.75 4»/o Oestr. Goldrente . „ GrtechischeMonopol- 93.95 93.80 4o/gSchwed.Oblig.l880l lo/oTürken cono. . . . 103.90 15.05 103.85 15.05 Anleihe . . . ö«/'o Rumänische Rente . 77.— 95.20 77.40 95.15 5o/o priv. Egypter . . . „ Argent. Gold-Anl. 103.65 103.70 4V2o/® Rufsische Anl.. . 97.55 98.50 v. 1887 . . . 95.30 95.30 Eisenbahn-Prioritäten. Amerikanische Eifenbahn-BondS. 4% Psälz. Ludwigsbahn (Bexbach) . . . 104.20 _ 5% Südbahn Lombarden 4% do. do. 102.60 96.60 102.20 96.60 „ Hessische Ludwigsb. 3% do. do. 61.— 60.80 68/69 garant. . 104.35 104.20 4% Prag-Duxer Gold . 101.45 101.50 „ Eltsabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 101.80 101.80 Gold . . . . 102.95 102.90 „ Franz-Josef Silber 81.30 81.80 5% Oestr. Staatsbahn. 108.15 108.— 3% staatl. garant. Jtal. 4% do. do. 102.20 102.25 Eisenbahn . . 59.85 59.80 3% do. do. 3o/o Ltvorneser . . . 66.— 66.— I.—VIII. Emiss.. 84.40 84.25 4% Russische Südwest- 3% do. Ergänzungsnetz 79.30 79.50 Eisenbahn . . 86.15 86.30 5o/o Nordweftbahn Gold 107.90 107.95 4% Wladikawkas garnt. 85.05 85.— Eifenbahn-Aetien. Ludwigshafen-Bexbach. 230.95 232.20 Lübeck-Büchner . . . 173.20 169.20 Hessische Ludwigsbahn. 109.40 108.50 Mecklenburger . . . 148.70 145.40 Pfälzische Nordbahn . 109.60 111.75 Gotthardt..... 137.10 136.30 Martenburger-Mlawka. 86.05 79.10 Jtal. Mtttelmeer . . 121.50 121.— Bank-Actien. Deutsche Reichsbank . 132.75 133.20 Dresdener Bank. . . 150.80 153.90 Berlin. Handelsgesellsch. 179.20 178.— Mitteldeutsche Creditb . 110.50 110.— Deutsche Bank . . . 171.60 171.— Wiener Bank-Verein . 89.37 88.25 DeutscheGenossenschstsb. v.Soergel,ParrisiusLCo. 137.25 138.40 Württemb. Veretnsbank 124.30 123.90 Industrie-Papiere. 1 Binding-Brauerei . . 183.— 183.50 Deutsche Verlagsanstalt 276.— 281.10 Stern- do. (Oberrad) 135.50 136.40 Farbwerke,oorm.Meister, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 229.50 229.50 fabrik .... 276.— 276.— Riebcck'scheMontanwerke 180.50 184-186 Pfandbriefe. 4>/o Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/yDeutscheGrundschld.- v. 86 ab . . . 103.95 103.50 Bk.-Pfandbr. . 103.— 103.— 3V2v/oFrnkf.Hyp.-Psdbr. 99.— 99.— 3V2°/o do...... 99.— 99.— 4o/gPreutz.Hyp.-Act.-Bk.- 3V2% Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 103.— 103.— Pfandbr. . . . 99.— 99.— 31/2o/o do...... 40/0 Preuß. Centr.-Bod.- 99.40 99.— 40/0 Meininger Pfandbr. 102.50 102.50 Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 103.— 102.95 Loofe. Oestr. 1860rfl.500-Loose 121.— 119.70 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854r fl. 250- „ i 114.50 113.50 Loofe .... 103.90 104.50 4% Meininger Prämien- 3% Oldenburger Loose . 137.50 137.80 Pfandbr. . . . 129.40 129.35 3V20/oKöln-Mindn.Loose — 1 — 6o/oChic.Milw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1910 . 5<)/nChtc.Mtlw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1921 . 6% Centr. Pacif. I.Mrtg. rückzahlb. 1895/98 . 117.80 102.60 111.50 117.75 103.85 111.35 4% Chicago Burlington Nebraska 1927 . . 41/20/0 California Pacif. I. M., rückzahlb. 1912 6v/oPacif.ofMissouri con- solidated I. M. r. 1920 91.20 106.90 109.20 91.35 106.80 109.60 Diverfe Obligationen. 5o/g Buderus-Obligat. . 104.— 104.60 41/26/0 GrafHenkelv.Don- nersmark, rückz. ä 105 Aktgemeiner Anzeiger. Vorträge im Cocalgemerßoerein. V. Vor trag Dienstag de^n 3. Februar, 8 Uhr Abends, im physikalischen Lehrsaale der Realschule. Herr Dr. Sonne aus Darmstadt über Eisen und Stahl. Auch Nichtmitglieder des Vereins sind zu den Vorträgen freundlichst eingeladen. ' 927 Giessener Freiwillige Feuerwehr. Gen eralVerfammlung Mittwoch den 6. Februar, Abends sy2 Uhr, im oberen Saale der Bavaria66» Tagesordnung: 1) Erstattung des Jahresberichtes für 1888, 2) Rechnungsablage und Abhör für 1888, 3) Vorstandswahlen, 4) Streichung des § 29 der Satzungen, 5) Verschiedenes. 874 Masken Anzüge Md Dominos in sehr großer und schöner Auswahl zu verlechen bei 945 Gustav Gerhardt. Aufträge nach Auswärts werden bestens besorgt. Bekanntmachung. Die Landbriesträger führen auf ihren Bestellungsgängen Bücher mit sich, welche zur Eintragung der ihnen vom Publikum zur Beförderung nach der nächsten Postanstalt übergebenen Sendungen mit Werthangabe, Einschreibsendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packete und Nachnahmesendungen bestimmt sind und zur größeren Sicherheit für die richtige und rechtzellige Ablieferung dieser Gegenstände dienen. Will der Absender die Eintragung selbst bewirken, so hat der Landbriefträger demselben das Buch vorzulegen. Bei Eintragung des Gegenstandes Seitens des Landbriefträgers muß dem Absender auf Verlangen durch Vorlegen des Buches die Ueberzeugung von der stattgehabten richtigen Eintragung gewährt werden. Da diese Einrichtung und das dem Publikum durch dieselbe gebotene Mittel zu seiner Sicherstellung immer noch nicht genügend bekannt zu sein scheint, so wird auf das Bestehen derselben besonders aufmerksam gemacht. Darmstadt, den 5. Januar 1889. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. C l a v e l. Montag den 4. Februar 1889, Abends 8 Uhr präcise: II. iniisikalisdier Abend in der grossen Aula der Universität. 886 General-Agentur für das Großherzogthum Hessen und Hessen-Nassau einer älteren, eingeführten Hagel-Versicherungs-Gesellschaft — feste Prämien ohne Nachschuß — ist ander- wellig zu besetzen Offerten unter „HagelverftcherungS-General-Agerrtur" an Rudolf Moffe in Frankfurt a. M. 963 6 881 Dr. Dieffenbach. H H ff ff H 83 8 2700 1050 100 11 340 10 6 10 60 ca. Weichholz-Prügel, ! Stück Elchen-, Wagner- und Grubenholz, ca. 24 fm haltend, 2 fm Buchen- und Eichen-Stangen. Die Zusammenkunft ist am großen Teich. Lich, am 23. Januar 1889. rm Buchen-Stöcke, * Eichem „ Buchen-Wellen, Eichen- „ Weichholz-Wellen, Holzversteigerung in der Iiirstlichen Obersörsterei Mch. Dienstag den 3. Februar, von Vormittags 10 Uhr an, sollen rm District Konzedühl öffentlich versteigert werden: 98 rm Buchen-Scheiter, Nadel- Weichholz. „ Buchen-Prügel, Eichen- „ Nadel- „ Oaqöüerpadjhing. Freitag den 8. Februar L Nachmittags 2 Uhr, soll auf unterzeichneter Bürgermeisterei die der Gemeinde Daubringen zustehende Jagd, bestehend in circa 258 Hektar Feld und 78 Hektar Wald, auf 6 Jahre unter den bei der Verpachtung bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich verpachtet werden. Daubringen, am 26. Januar 1889. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 862 Holz-Versteigerung in dem Steinbacher Gemeindewald Donnerstag den 7. d MtS., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Steinbacher Gemeindewald, Districten Ameisenkopf und Heeghecke versteigert werden: 495 Rm. Buchen-Scheitholz, 186 „ Buchen-Knüppelholz, 170 „ Buchen-Stockholz, 5000 Buchen-Reisholzwellen, 11 Rm. Eichen-Scheit, 40 „ Eichen-Knüppel, 10 v Eichen-Stöcke, 500 Eichen-Wellen, 78 Rm. Nadel-Scheit, 163 „ Nadel-Knüppel, 182 „ Nadel-Stöcke, 7000 Nadel-Wellen. Die Zusammenkunft ist am Busecker Weg. Steinbach, am 1. Februar 1889. Gr- Bürgermeisterei Steinbach- Krämer. 964 Holzversteigerung. Liederkranz GEGR: 1846 r Das diesjährige Ms Winterfest findet Samstag den 9. d. Mts., Abends 8 Uhr, 951 in Stein’» Garten statt. Eintritt nur gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte. — Schulpflichtige Kinder haben durssaus keinen Zutritt. Der Vorstand. Sonntag den 3. Februar: fibendunterbaltung im Cafe Leib. Arrfarsg 7 Uhr. 990 Dsr Vorstand. | 3000 bis 3500 Mark jährl. Nebenverdienst I I können solide Personen jeden Standes bei einiger Th'ätigkeit erwerben. Offerten I “ sub B. 4881 an Rudolf Messe, Frankfurt a. M. 204 | Mittwoch den 6. Februar d. I., kommt in dem Gemeindewald zu Crumbach folgendes Holz zur Versteigerung : 27 Festmeter Eichenstammholz, 8 „ Fichtenstammholz, 123 Rmtr. Buchen-Scheit u. Knüppel, 42 „ Buchen-Stockholz, 4000 Buchen-Wellen, meistens Durchforstung, und 240 Rmtr. Reiser (Schichthaufen). Der Anfang ist Morgens 10 Uhr im District Langhecke, unweit der Gießen—Gladenbacher Straße. Der Bürgermeister: 929 Wagner. Holzversteigerung. Dienstag den 3. Februar L I., wird in hiesigem Gemeindewald folgendes Nadelholz versteigert: 24 Stämme von 15 bis 30 cm Durchmesser und 5 bis 12 m Länge, 55 Derbstangen, 144 rm Scheiter, 275 „ Knüppel (hiervon 70 rm 3 bi« 4 m lang), 33 rm Stöcke, 5000 Wellen. Die Zusammenkunft ist Vormittags 10 Uhr bei der Hüfte im District „Wurzel". Großen-Linden, 30. Januar 1889. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 933 Dienstag den 5. Februar, Nachmittags 2 Uhr, wird mit der Versteigerung im Hause des terrn Carl Zimmermann, Neuen äue 15, fortgefahren und kommt hierbei Weitzzeug, 1 Weitzzeugschrank, 1 Tisch, 6 Stühle, 1 Klavier- stuhl, 1 Spiegel, 1 schöner Koffer, Arairenkleider u. dgl. zum Ausgebot. 915 Hoffmann, Nachlaßoerwalter. »ehr billigen KSS darin erfahrener etnd. Schriftl. Offerten unter Q. Z, 26 an die Exped. d. Bl- Mafehmerr-Treibriemeu s circa 1000 Mtr., in der Breite non 30—150 mm, empfiehlt in bester Qualität billigst Frans Sanner, Gießen. injedeT Q^odti^iad und (SXus o ia dun . sonne die dazu paßenden / mii und odme ocpza+Hj und - &nzeipen in M. dddat i>n. 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Im Konkurs über das Vermögen der » Ph. Ä. Schmidt findet demnächst Schluß- vertheilung statt. Zur Vertheilung kommen ; noch v!t 749.56 und sind hierbei Fordes : rungen im Betrage von JL 10236.79 zu * berücksichtigen Die Schlußrechnung ist • bet Großh. Amtsgericht niedergelegt i F. Hossm ann, ! 9^4 Konkursverwalter. ■: Dienstag den 5. Februar l I., j Nachmittags 2 Uhr, in ber frö&er Bramm'ichen Hofraithe ! dahier, sollen gegen Baarrahlung öffentlich i versteigert werden: 1 Schreibtisch, 2 ovale Tische, 2 Kleiderschränke, 2 Eommoden, 1 grünes Ripssovha, 1 do. Sessel, 1 Spiegel, 1 Etagere — olles noch wie neu und elegant — 18 Bände Pierer's Courier sations-Lexikon rc; ferner: 2 Faß Wein, 16 Flaschen ßiqmur, 1 tannene Bettstelle, 1 Parthie Four- ntfTe, 1 parthie Glaöpapier, 1 Hobelbank, einige eichene Bohlen, 1 Parthie Schrankoerzierungen, Leisten und Treppenpfosten. Versteigerung Abs. 2 findet bestimmt, me Abs 1 voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 1. Februar 1889. nco Engel, Gr. Gerichtsvollzieher« Aeikgeöotenes. Zu Maskenzwecken empfehle Atlas, pr. Meter von 80 H an, in allen grell en Farben; ebenso Snvrmte. schwarz und farbig, per Mcter von i vd an; Spitzen in allen Farben und Breiten zu außerordentlich billigen Preisen. 917 A. Fangmann. 8a—a”—1» IIIIIHIII11III HUI IIJ Nur echt mit dieser Schutzmarke; g Huste Mich Husten, Heiserkeit. Halö- und Brustleiden. Keuchhusten. Mal^-Ertruct u Caramellen von L. H. Pietsch & Co., Breslau. Zu haben in Gießen bei 180 Ferd. Drehes. Fermietyunge«. 793] Die seither von Herrn Staatsanwalt Theobald bewohnten 3 Zimmer sind vom 1. April ab zu vergeben, eventuell bin ich auch bereit, den ganzen ersten Stock, bestehend-aus 6 Zimmern, Wasserleitung, und sonstigem Zubehör, zu vermiethen. Ludwigstraße 52. 9ö6J ' Einfach möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Karl Otter, Wetzfteingaffe_48: 9t0 Eine Stube, Küche, Bodenkammer, Keller zu verm- Große Mühlgasse 21. 959 Eine kleine Wohnung nebst Zubeh. an einz Person z. verm. Gr. Mühlg. 21. Daheim V Ls- ro 5 S 35. a g » Jahrgang XXV. Jubiläums-Band. Die Nr- 18 enthält u. a-: Der Weg zum Glück. Roman von $ von S Landespferdezucht in ®euH<6 anb. Von ($. Fürst. - Wie Ulrich Urban einen Schatz fand. Erzählung von L. Weftkirch — Bilder aus der französischen Revolution. JI. Von Jäger- Mit zwei Porträts und vier Jlli.ftrattonen. - Am Famtlientisch: Am Futterplatz. Zu dem Bilde von Ad Lms- — Die Schule der Geduld. Gedicht von I. Trojan. — Etwas vom Barometer. — Tabak schmauchen. — Aus der Redaction. - In unserer Spielecke. 1. Blatt: Aus der Zeit — für die Seit. 2. und 3. Blatt: Frauen-Daheim. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen oder von der Daheim-Erpedt- tion in Leipzig. Redaktion: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schm Drucker,. vgr. Ehr. Pietsch) in Eiehen. Mage zu Dir. 29 des „fließener Anzeiger". Allgemeiner Keitgevotencs. 7000 qm Wiese im Heegftrarrch zu verkaufen. Näh- bei 727 Ortsgerichtsmann Hoffmann. 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