Mr. 2. Donnerstag den 3. Januar 1889. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Mo«rtagS< Bnri t Schul st raße 7. : WX 4Q»3XZS?ÄKai!Än@!ME»e»® Amtlicher Theil. Betreffend: Schasräude in Geilshausen. Bekanntmachung. Unter der Heerde des Schäfers Ludwig Wießner zu Gellshausen ist der Ausbruch der Räude festgestellt worden. Die Heerde des Schäfers Heinrich Wießner daselbst war in letzterer Zeit mll der räudekranken Heerde in Berührung und hat deshalb als räudeverdächtig zu gelten Uebdr beide Heerden wird hierdurch die Gemarkungssperre verfügt. Die Ausführung von Schafen ist nur zum Zweck sofortiger Abschlachtung und nur mit unserer vorgängigen Erlaubniß zulässig. Zuwiderhandlungen unterliegen der gesetzlichen Strafe. Gießen, den 31. December 1888. ' Großherzogliches Kreisamt Gießen. Betreffend: Schafräude zu Lumda. Bekanntmachung. Aus der Schafheerde zu Allertshausen, unter welcher der Ausbruch der Räude sestgestellt worden ist, waren vor Kurzem einige Schafe der Heerde ru Lumda zugetrieben worden. Die Schafheerde zu Lumda hat deshalb, wenn auch die fraglichen Schafe inzwischen wieder nach Allertshausen verbracht worden sind, als räudeverdächtig zu gelten. Es wird daher über die Heerde zu Lumda die Gemarkungtzsperre hierdurch verfügt. Die Ausführung von Schafen ist nur zum Zweck sofortiger Abschlachtung und nur mit unserer vorgängigen Erlaubniß zulässig. Zuwiderhandlungen unterliegen der gesetzlichen Strafe Gießen, am 31. December 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Betreffend: Schafräude in Allertshausen. Bekanntmachung. Unter der Heerde des Schäfers Heinrich Hillgärtner zu Allertshausen ist der Ausbruch der Räude festgestellt worden. Die Heerde des Schäfers Georg Grreb daselbst war in letzterer Zeit mit der räudekranken Heerde in Berührung und hat deshalb als räudeverdächtig zu gelten lieber beide Heerden wird hierdurch die Gemarkungssperre verfügt. Die Ausführung von Schafen ist nur zum Zweck sofortiger Abschlachtung und nur mst unserer voraänaiam Erlaubniß zulässig. Zuwiderhandlungen unterliegen der gesetzlichen Strafe. ö Gießen, am 31. December 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v.Gag e r n. Nr. 44 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 27. d. M., enthält: (Nr. 1835.) Gesetz, betreffend die Vorarbeiten für das Nationaldenkmal Kaiser Wllhelms I. Vom 23. December 1888. (Nr. 1836.) Gesetz, betreffend Abänderungen des Gesetzes über die Nationalität der Kauffahrteischiffe und ihre Besnqniß zur Führung der Bundesflagge vom 25. October 1867. Vom 23. December 1888. * ' b P 9 e (Nr. 1837.) Bekanntmachung, betreffend die Einfuhr von Pflanzen und sonstigen Gegenständen des Gartenbaues. Vom 18. December 1888 (Nr 1838.) Bekanntmachung, betreffend Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze über die Einführung der Gewerbeordnung in Elsaß-Lotbrinaen vom 27. Februar 1888 (Reichs-Gesetzbl. S. 57). Vom 22. December 1888. $ Nr. 45 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. d. M., enthält: (Nr. 1839.) Zusatzvertrag zu dem Handelsvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz vom 23. Mai 1881. Vom 11. November 1888. Gießen, am 31. December 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Klagen und sonstige Erklärungen und Anträge sind bei unseren Gerichtsschreibereien an allen Wochentagen, Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorzubrmgen. Wer einen Richter sprechen will, ohne vorgeladen zu sein, hat sich Mittwochs Vormittag einzufinden. Gießen, den 29. December 1888. Großherzogliches Amtsgericht. . .________________________________ Langsdorfs. ____________________ 2ln die Großh. Bürgermeistereien Daubringen, Klein-Linden, Mainzlar, Oppenrod und Staufenberg. Wir ersuchen Sie wiederholt um, nunmehr umgehende, Einsendung der Brandkataster. Gießen, den 31. December 1888. Großherzogliches Steuer-Commissariat Gießen. Süfsert. Politische Ueberficht. Gießen, 2. Januar. Am Neujahrstage Vormittags fand im Weißen Saale des königlichen Schlosses zu Berlin, der bekanntlich nur bet besonderen Anlässen benutzt wird, große Gratulationscour vor dem Kaiserpaare statt. Eine zahlreiche und glanzende Versammlung war es, die den kaiserlichen Majestäten ihre Glückwünsche anläßlich des Jahreswechsels darbrachte und bestand sie aus den p.cußischen Ministern, den Vertretern der Retchsämter, den Spitzen der Behörden, den Präsidien des Reichstages und Ler beiden Häuser des preußischen Landtages, den Mitgliedern des Bundesrathes, den deutschen Corpscommandeuren, der Generalität u. s. w. Dagegen wurden die am Berliner Hofe beglaubigten Botschafter zur Abstattung ihrer Neujahrsglückwünsche vom Kaiser und der Kaiserin in einer besonderen Audienz empfangen. Es ist noch nicht bekannt, ob Kaiser Wilhelm beim Neujahrsempfange politische Aeußerungen hat fallen lasten; sein verewigter Großvater, Kaiser Wilhelm I., pflegte, wie erinnerlich, beim Neujahrsempfange der Generalität der allgemeinen Lage mit einigen Worten zu gedenken. In kommender Woche beginnt im Reichstage wiederum die infolge der Weih- machrspause unterbrochen gewesene Thätigkett. Besondere Aufmerksamkeit werden die Verhandlungen der alsdann zusammenttetenden Retchstagscommtssion zur Vorberathung oer Altersverstcherungsvorlage auf sich ziehen. In parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß auch bet günstigem Verlaufe die Berathungen frühestens zu Ostern zu Ende kommen können. Die Fractionen stehen meist noch in sich ziemlich gespalten da und sind sich über ihre Haltung gegenüber den wichtigsten Bestimmungen der Vorlage »och immer einigermaßen unklar. Als die entscheidendsten Punkte dürften zunächst die Organisation — Reichsanstalt, territoriale Versicherungsanstalten, Berufsgenossenschaften — und das Quittungs.'uch in den Vordergrund treten. In letzterer Hinsicht sind Vorschläge zu erwarten, weiche die Gefahr beseitigen, daß das Quittungsbuch zu einer mißbräuchlichen Ueberwachung der Arbeiter verwendet werden könnte, lieber die Aussichten, das Gesetz noch in der gegenwärtigen Session zu Stande zu bringen, läßt sich zur Zeit noch nichts sagen. Die „Köln. Ztg." läßt sich aus Berlin melden, daß von der Einbringung einer Nachtragsforderung für militärische Zwecke im Reichstage Abstand genommen worden sei. Die Meldung läßt es unentschieden, ob unter der Nachtragsforderung, von der die Regierung angeblich absehen will, diejenige für die Artillerie zu verstehen ist, doch wird man hierüber hoffentlich ilb Bestimm.eres erfahren. lieber den Gesundheitszustand unter den Offizieren wie Mannschaften des deutschen BlokadegeschwaderS in Ostafrika sind in letzter Zeit einigermaßen beunruhigende Nachrichten etngegangen. Zunächst sind 3 Offiziere und 1 Zahlmeister des Geschwaders wegen stärkerer Erkrankung nach Deutschland zurückbeordert worden, während sich der Ersatz für dieselben bereits auf dem Wege nach Sansibar befindet. Auch von den Mannschaften des Geschwaders ist ein nicht unerheblicher Procentsatz am ostafrikantschen Fieber erkrankt und soll dasselbe durch die Landungstruppen an Bord der einzelnen Schiffe verschleppt worden sein. Einstweilen sollen die erkrankten Geschwader-Mannschaften nach Sansibar gebracht werden, woselbst sich ein deutsches Hospital befindet und wo außerdem deutscherseits umgehend ein Lazareth angelegt werden wird. — lieber die Lage in dem aufständischen Küstengebiet von Sansibar sind noch immer keine neueren Nachrichten von Belang eingetroffen. Dagegen hat sich die portugiesische Regierung jetzt dm Blokademaßregeln Deutschlands und Englands vollständig ange-- schlossen und über den unter portugiesischer Oberhoheit stehenden ostafrikanischen Küstenstrich den Biokadezusiand verhängt. Auch die Theilnahme Spaniens an dem gegen die Sclaveret gerichteten Vorgehen steht zu erwarten, da die Königin-Regentin Christine auf einen ihr vom Afrikareisenden Soreba überreichten Brief des Cardinals Lavigerie htn erklärt hat, bezüglichen Schritten ihre Unterstützung leihen zu wollen. Die Session des französischen Senats ist am Samstag durch eine Abendsitzung, in welcher das Budget ohne Abänderungen endgilttg angenommen wurde, geschlossen worden. Vorher hatte sich noch ein merkwürdiger Kampf zwischen Kammer und Senat entspannen, indem der Senat seinen Zusahartikel, betreffend die Beschränkung der öffentlichen Arbeiten, aufrecht erhielt, welchen die Kammer wiederholt abgelehnt hatte. Schließlich hat aber der Senat doch noch nachgegeben, denn anders ist doch die Pariser Meldung vom Samstag Abend, wonach eben der Senat das Budget ohne Abänderungen schließlich genehmigte, nicht wohl zu verstehen. Die Deputirtenkammer blieb bis Sams- iag Abends 10 Uhr zusammen, doch dürfte ihr Schluß erst am Montag erfolgt sein. In Paris sind die republikanischen Gruppen anläßlich der am 27. Januar bevorstehenden Deputtrten-Ersatzwahl noch immer auf der Suche nach einem gemeinsamen Candtdaten gegenüber der Candtdatur Boulanger's. Das Gerücht, der Ministerpräsident Floquet werde bei der Pariser Ersatzwahl als alleiniger Candtdat der Republikaner auftreten, ist inzwischen vom „Radical", dem Organe Floquet's, formell dementtrt worden und da es auch Herr Antoine, .der Metzer Abgeordnete zum deutschen Reichstage, abgelehnt hat, Boulanger entgegenzutreteu, so erweist sich demnach diese Candi- datenfrage für die Republikaner als noch immer ungelöst, natürlich zum großen Gaudium der Boulangiften und Monarchisten. pmlschland. Berlin, 31. December. Ihre Majestät der Kaiser und die Kaiserin begaben sich heute Nachmittag nach Potsdam und dem Mausoleum in Charloltenburg und legten dort Kränze auf den Särgen der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. nieder. — Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von Baden begaben sich gleichfalls nach Potsdam und legten einen Kranz am Sarge Kaiser Friedrtch's nieder. Berlin, 31. December. Dem Bundesrath ist der Gesetzentwurf für Elsaß- Lothringen, betreffend das Grundeigenthum und Hypothekenwesen, sowie die Notartatsgebühren, zugegangen. Für die Vorlegung des Entwurfs ist im Wesentlichen der Gesichtspunkt einer Vorbereitung auf das vom deutschen bürgerlichen Gesetzbuch zu erwartende Grundbuchsystem maßgebend gewesen. — Der „Nationalzeitung" zufolge gehen die Berichte an den Kriegsminister seitens der Truppentheile dahin, daß das Bayonettfechten abgeschafft werden dürfte. Das neue Exercier - Reglement für die Feldartillerie soll am 1. April 1889 in Benutzung genommen werden. (F. I.) Berlin, 31. December. Nach englischen Meldungen aus Zanzibar wäre der Vertreter der englischen ostafrikani'chen Gesellschaft, Mackenzie, welcher alle Häfen und alle Chefs der eingeborenen Bevölkerung in dem englischen Ufergebiet besucht habe, überall freundlich ausgenommen^ worden und herrsche in diesem Gebiet Ruhe und Sicherheit. Im Gegensatz lzu dieser Meldung hören wir, daß die britisch - ostafrikanische Gesellschaft trotz zahlreicher Geschenke an die eingeborenen Häuptlinge in ihrer Thätig- keit auf Mombas beschränkt ist und auch dort nur unter den von der arabischen Bevölkerung diktirten Bedingungen geduldet wird. Hamburg, 31. December. Der „Hamburgischen Börsenhalle" zufolge machte der Präsident der Handelskammer in der heutigen Versammlung der Kaufmannschaft die Mittheilung, daß die neuen hiesigen Hafenanlagen roegen der starken Zunahme des Verkehrs sofort erweitert werden müßten. Mit der Erbauung von zwei weiteren Schupoen für 16 Schiffe sei bereits begonnen, von der HamburgMmerikanischen Packet- fahrt-Actien-Gesellschast sei der Bau von 250 Meter bedeckter Quais beantragt. Bei den Verhandlungen der Versammlung wurde auch des neuen Handelsvertrages mit der Schweiz gedacht, wofür der Reichsregierung der Dank des Handelsftandes gebühre. Hesterreich. Wien, 31. December. Zur Erörterung der Principien, nach welchen das Exercier-Rlglement für die Fußtruppen mit Rücksicht auf die Neubewaffnung zu revi- diren wäre, finden im Laufe des Januar in Wien unter Vorsitz des Erzherzogs Albrecht commissarische Berathungen statt, zu welchem auch einige Corps-Commandanten htnzugezogen werden. England. London, 31. December. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Teheran: Bereits am 20. d. M. ist die angekündigte Note der persischen Regierung veröffentlicht. Dieselbe enthält 24 Bestimmungen. Der Inhalt derselben ist milder als erwartet wurde. Der Aufenthalt fremder Schiffe ist nicht auf 24 Stunden, sondern auf die zum Laden, bezw. Ausladen erforderliche Zeit beschränkt. Die Dampfer zahlen eine Abgabe von 7 Pence pro Tonne, Segelschiffe die Hälfte. Eine Verletzung der Bestimmungen wird mit schweren Geldbußen und Suspendtrung des Schifffahrtpasses auf zwei Jahre bestraft. Itaüea. Rom, 31. December. Anläßlich des Schlusses des Jubeljahres fand in der St. Peterskirche ein vom Papste celebrirtes Tedeum statt. Die Kirche war überfüllt, der Papst wurde lebhaft begrüßt. Dem Tedeum wohnten u. A. das diplomatische Corps, der römische Adel und die Verwandten des Papstes bet. Der Verkehr auf dem Petersplatze wurde vom Militär aufrechterhalten. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz - Burea«. Berlin, 1. Januar. Der Neujahrsempfang bei dem Katserpaare fand in programmmäßiger Weise statt. Nach demselben begab sich dasselbe zur Gratulation bei der Kaiserin Augusta. — Bet der heutigen großen Deftlircour zeichnete der Kaiser einzelne Personen durch kurze huldvolle Ansprachen aus; gutem Vernehmen nach sind aber irgend welche auf die Politik bezügliche Aeußerungen dabet nicht vorgekommen. Wien, 1. Januar. Das „Fremdenblatt" theilt mit, nach in kompetenten Kreisen eingezogenen Informationen sei daselbst weder von Vorschlägen bezüglich der theoretisch schon öfter erörterten Frage, betreffend die Errichtung einer Donau-Kriegs- flotille, noch von einem Memorandum der Marinesektion, noch weniger von irgend welchen diplomatischen Schritten in Bukarest, wie der Correspondent eines hiesigen Blattes mitthetlte, etwas bekannt; es sei daher auch von der Absicht einer diesbezüglichen Credttforderung in Regierungskreisen keine Rede. Rom, 1. Januar. Der König und die Königin empfingen heute, von ihren Hosftaaten umgeben, die Deputationen der großen Staatskörperschaften, welche die Glückwünsche zum neuen Jahre darbrachten. Bei dem Empfange der Deputation des Senats und der Kammer sprach der König seine hohe Befriedigung über die bis jetzt erfolgte Erledigung der parlamentarischen Arbeiten aus und fügte hinzu, der größte Wunsch, den er hegen könne, sei die Erhaltung des Friedens. Dank dem guten Willen und der beharrlichen Aktion der Großmächte werde der Frieden, wie er hoffe, auch in diesem Jahre erhalten bleiben. Petersburg, 1. Januar. Der „Nowoje Wremja" zufolge ist eine Verordnung erlassen, nach welcher in der russischen Armee besondere Tratn-Abthetlungen eingerichtet werden. Fünf Train-Cadre-Batatllone werden zu 18 Compagnien formirt, welche in Kriegszeiten auf 18 Train-Bataillone gebracht werden. £ 9 ? a h t . „ Gießen, 2. Januar. Die Sylvesternacht verlief wie in früheren Jahren te der ihr einmal eigenen geräuschvollen Weise. Der Verkehr in den inneren Stadltheilen wuchs, je naher der Zeiger der Uhr sich der in dieser Nacht so bedeutungsvollen „12" näherte und der erste Glockenschlag gab das Zeichen zum allgemein „Prosit Neujahr"- Rufen, zum Händedrücken und sonstigen Freundfchasts- und Liebesbezeugungen. Ge- chossen wurde natürlich wieder tapfer, es entwickelte sich mitunter ein wahres Schnell- seu-r, so daß selbst die allerunberufensten der Neujahrsschützen befriedigt worden sein durften. Auch an sog. „Fröschen" schien kein Mangel zu sein, sie halfen redlich den Neufahrsspektakel erhöhen. Gießen, 2 Januar. sNeues Theaters Zum Benefiz für Herrn Ster na n wird am £onner§tag den 3. Januar 1889 das neue Lustspiel von Eduard Schacht „Gesährltche Mädchen" gegeben und können wir mit Recht dieses neue Lustspiel als ein? interessante Novität allen Besuchern auf's Wärmste empfehlen. Herr Steinau hat sich als talentirtes, strebsames Mitglied unserer Bühne viele Sympathien erworben und wünschen wir demselben zu seinem Ehrenabend ein volles Haus. ~ Gießen, 2 Januar. Zum drittenmal in kürzerer Zeit ist in der Gemarkung Lang-Gons ein Strohhaufen in Brand gesteckt worden. Der Brandstiftung dringend verdächtig wurden zwei Kesselflicker verhaftet. . ~ Gestern ist im Prooinzial-Arresthaus der Taglöhner Hartmann von Saasen, der wegen Bettelns inhaftirt war, gestorben. ' ' Vermischtes. Büdingen, 29. December. Heute fand dahier die Verlobung der durchlauchtigen Prinzessin Elisabeth zu Ysenburg und Büdingen mit dem Netchsfrelyernr Rudolf von Thungen statt. 1 v - ^bU'Ulrichstein, 1. Januar. Monats-Bericht der Arbeiter - Colonie pro December 1888.] Ultimo December sind in der Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesammt 115 Mann. c Hiervon waren Arbeiter 35, Bäcker 3, Barbiere 1, Bergmann 1 Buch, binder 3, Bürstenmacher 1, Commis 5, Condttor 1, Eisendreher 1, Eisengießer 1 Former 1, Formftecher 1, Gärtner 5, Glasmacher 1, Gürtler 2, Hutmacher 1' Kammmacher 1 Koch 1 Korbmacher 1, Kutscher 1, Maler 1, Maschinenschlosser 5, Maurer 5, Müller 1, Schmiede 1, Schneider 4, Schreiber 7, Schuhmacher 7 Steindrucker 1 Schriftsetzer 1, Tischler 1, Weber 7, Weißbinder 4 Ziegler 2 Zimmermann 1. * 0 * , . , i nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 40, Regierungsbezirk Cassel 13, Regierungsbezirk Wiesbaden 23, auf die Provinzen: Brandenburg 1 Hannover 4, Ostpreußen 1, Rheinland 6, Sachsen 3, Schlesien 4, Westfalen 3- auf die Königreiche: Bayern 9, Sachsen 3, Württemberg 1; Thüringer Staaten 4. * Abgegangen sind im Laufe des Monats December 23. Davon gingen in Stellung durch die Colonie 14, durch eigenes Bemühen 1 auf eigenen Wunsch 6, wegen Krankheit (Epilepsie) 1, arretirt 1. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 1104 Colonistem abgegangen 989. ' * 3nt Ganzen Arbeitstage im December: 2747, darunter 248'/- für fremde Rechnung. Die Weihnachtsfeier fand in üblicher Weise am 26. December statt. △ Mainz, 31. December. Der Gründer und langjährige Eigenthümer und Leiter der ehedem renommirten Mainzer Möbelfabrik Hemmger L Co. hier Herr Johann Heminger, hat sich gestern Abend erschossen. Langwierige Krankheit und mißliche Vermögensoer häitnisse sollen den früher sehr wohlhabenden und allezeit geachteteten Mann zu dem verzweifelten Schritt veranlaßt haben. Mainz, 1. Januar. In dem Justizfache hier stehen verschiedene Veränderungen bevor, indem, wie verlautet, außer Landgerichtsdirector Dr. Pa.'ly noch zwei ältere Landgcrichtsräthe um ihre Pensionirung bei dem Großherzoa nack- gesucht haben. ö . Aus Rh ein hes sen, 1 Januar. Dem Beisplele der Schwesterkammern von Mainz, Darmstadt, Offenbach und Bingen folgend ist die Handelskammer in WormS in ihrer letzten Sitzung dem Anträge des Gabelsberger Stenographen-Vereins bei dem Ministerium in Darmstadt um Einführung der Stenographie als facultatioer Lehrgegenstand an den höheren Lehranstalten des Großherzogthums vorstellig zu werden beigetreten. — In gleicher Sitzung schloß sich die Handelskammer einer Petition bc£ Deutschen Buchdrucker-Vereins auf Einführung einer Zwischenstufe des Portos für Drucksachen im Portotarif (5 Pfg. für 50 bis 100 Gramm zwischen die feitherigcn Stufen von 3 und 10 Psg.) an. △ Vom Rhein, 1. Januar. Obgleich das Brauereigewerbe bereils einen Rückschlag erlitten hat, nehmen die Brauereigründungen noch immer kein Ende. So werden neuerdings wieder von einem Consorttum Wiesbadener und Mainzer Kapitalisten unfern von Biebrich an der Station „Curve" Bohr versuche nach Wasser vorgenommen um, wenn solche Erfolg haben, an der Straße zwischen Biebrich und Kastel eine große Brauerei zu erbauen. — Ausoerkauft. Es könnte einen National Oeconomen bedenklich machen, wenn er jetzt in den Tagesblättern auf jeder Seite der Annoncen eine große Anzahl von angekündigten Ausverkäufen lesen muß. — Gewiß will jeder Geschäftsmann möglichst viel verkaufen, aber ob diese Ausverkaufs-Anzeigen ihren Zweck erreichen, ist doch sehr zweifelhaft. Wirklich Bedenken erregend sind aber die sich oft allmonatlich wiederholten Ankündigungen von Ausverkäufen zu und unter Kostenpreis der Waare. Wo, fragt sich dabei jeder denkende Mensch, soll dabei der Gewinn herauskommen, den ein ordentlicher Geschäftsmann haben muß, uni seine oft großen Geschäftsspesen ztr decken, sein Capital zu verzinsen und seinen Lebensunterhalt zu verdienend Solche Gedanken kamen uns, als uns wirklich einmal beim beabsichtigten Kauf eines kleinen Gegenstandes, der sich, wie es scheint, die Gunst des Publikums im Fluge erobert hat, vom Verkäufer gesagt wurde: „Ich muß bedauern, Ihnen nichts mehr liefern zn können, Mey's Abreißkalender für 1889 sind total ausverkauft!" Die Auflage dieses nützlichen Abreißkalenders war, wie wir vernehmen, eine Viertel-Million Stück, und wenn man bedenkt, daß Kalender doch eigentlich erst gegen Ende des Jahres, ja in der Hauptsache am Beginn des neuen Jahres gekauft werden, so kann es allerdings für Mey's Abreißkalender keine bessere Empfehlung geben, als die Thatsache, daß er am 24. December schon total ausverkauft war. — Wir sind überzeugt, daß eine Auflage von einer halben Million Exemplare für das Jahr 1890 sich ebenso leicht verkaufen würde, hoffen aber jedenfalls, daß die Firma Mey & Edlich das nächste Mal dafür sorgen wird, daß das „Ausverkauft" nicht zu zeitig für diesen Hausfreund eintritt. Univer-tittS - Chronik. — Die theologische Facultät der Universität Greifswald hat dem Professor der Theologie I. Gloöl in Erlangen die Würde eines Doctors der Theologie unt> der heiligen Schrift honoris causa ertheilt. Den gleichen Titel hat von Seiten der theologischen Facultät der Universität Halle-Wittenberg der Professor der Theologie A. Schlatter in Greifswald erhalten. HandeL -mV — Folgende Abänderungen der Postordnung sind vom 1. Januar ab « in Kraft getreten: Der Meistbetrag für Postauftrage zur Geldeinziehung wird von 600 JL auf 800 Jt erhöht. An Eilboj,enlohn für Postsendungen und Telegramme J nach Landorten sind vom Absender vorauszubezahlen: für Briefe und Telegramme 60 für Packele 90 Gedruckste Doppelkarten können offen, also ohne Band j oder Umschlag, zur Beförderung gegen das Drucksacheu-Porto aufgeliefert werden, auch j wenn ihre nach außm gekehrte Rückseite mit gedruckten Angaben versehen ist. Lelegraphischer Schiffrbericht der „Red Star Line" Antwerpm. ] Newyork, 29. December. Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Line" 1 ist von Antwerpm heute wohlbehaltw hier angenommen. DchLff-rrachrichterr, | Bremen, 31. Decbr. sPer transatlantischen Telegraph.^ DerSchnelldampfer Aller, Eapt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19. December von Bremen und am 21. December von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angetommen. — Dem Aufhören deS Hustens muß vor Allem die Schleimlösung vorangehen, ohne nachdrückliche Besetttguirg des Auswurfs kann von wirklicher Heilung keine Rede fein. Zur Absonderung des Schleimes leisten nun die Sodener Mineral-Pastillen die besten Dienste, denn sie sind aus jenen Quellen gefertigt, von denen Dr. O. Thilenius, der hochverdiente nassauische Medtctnalrath, in seinem berühmten Werke: „Die Nassauischen Heilquellen", schrieb, daß Chlornatrium, Kohlensäure und Eisen ihre charakteristischen Bestandtheile bilden und nachdrücklichst heroorhebt, daß betreffs ihrer Wirkungen sie die mildesten und den gereizten Schleimhäuten der Brust- und Unter; letbsorgane die zusagendsten seien, weßhalb dieselben von Brustkranken so überaus zahlreich mit so großem Erfolge besucht seien. Die trefflichen Pastillen sind in allen Apotheken, Droguerien und Mineralwasser - Handlungen ä 85 die Schachtel zu haben. 80 Literarisches. — S. P. Die ^Jllustrirte Frarren-Zeiturrg" hat sich mehr und mehr die Welt der Mode erobert; sie hat um so lieber Aufnahme in jedem Hause gefunden, als sie mit einem in vornehmem Geschmacke gehaltenen, reichhaltigen Modentheile einen unterhaltenden Text verbindet, wrlcher nach Lesestoff und Bildern den höchsten künstlerischen Anforderungen genügt. In dem Modentheile legt die „Jllustrirte Frauen- Zeilunz" besonderes Gewicht darauf, den praktischen Bedürfnissen des Tages und des Hausen Rechnung zu tragen und bet Erfindung neuer Formen die Schönheit oberstes Gesetz fein zu lassen. So zeichnen sich die Bekleidungen für alle Altersstufen und Verhältnisse stets durch einfache, feine und geschmackvolle Formen aus und suchen gleichwohl den verschiedensten Geschmacksrichtungen zu entsprechen. Besonders verdient auch die Reichhaltigkeit an Mustern für weibliche Handarbeiten aller Art hervorgehoben zu werden, wobei genaue Zeichnungen und klare, verständliche Beschreibungen die Ausführungen aus's Beste unterstützen. So vereinigt die „Jllustrirte Frauen- Zestung" alle Vorzüge eines derartigen Blattes in sich und verdient wieder und wieder aus's Wärmste empfohlen zu werden. Ueufahrsgaben für die Kleinlünder-Bewahranflalt. Es haben noch folgende Herren zur Enthebung von Neujabrsgratulationsbesuchen unserer Anstalt eine Gabe zugewendet: Zahnarzt Koch, Dr. Klewitz, Stabsarzt Dr. Proelß, Amtmann Nebel, Fabrikant I. Haustein, Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch, Juftizrath Dr. Dtery. Im Ganzen sind zur Enthebung von Neujahrsbssucben 88 JL unserer Anstalt zugewendet worden; allen Gebern sagen wir herzlichen Dank. Gießen, den 2. Januar 1889. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstolt. Dr. Naumann. Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in der Ztadt Gieße« 52. Woche. Vom 23. December bis 29. December 1888. Einwohnerzahl: 19001 (inet. 1600 Maml Militär). Sterblichkeitsziffer: 16,4 d/qq. Es starbm an: Zusammen: Erwachsene: Kinder im 1. Lebensjahr: 2.- vom -15. Jahr: Lungenschwindsucht 1 1 — — Nierenentzündung 2 — 1 1 Lebensschwäche 1 — 1 _ Verunglückung durch Verbrennung 1 1 _ _ Unbekannter Todesursache 1 (1) 1 (1) — — Summa: 6 (1) 3 (1) 2 1 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fomm. n. Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgase-. December 1888: 191/2 vorschriftsmäßige Kerzen. Buchner. Allgemeiner Anzeiger. Oeffentliche Anßordkrmlg. Ansprüche an den Nachlaß des am 11. Juli 1888 verstorbenen Privat- docenlen Dr. Ferdinand Müller von Gießen sind binnen 2 Wochen bei unterzeichnetem Amtsgericht anzumelden, damit sie bei der Auseinandersetzung des Nachlasses berücksichtigt werden können. Weiter werden diejenigen, welche Vermögensstücke des rc. Müller im Besitze, oder Zahlungen an denselben zu leisten haben, aufgefordert, dies binnen gleicher Frist dem Nachlaßver- walter Laub er dahier anzuzeigen. Gießen, den 28. December 1888. GroßberzoglicheS Amtsgericht. _____Schmeckenbecher. 79 Hoizversteigermrg im Gießener Stadtwalde. Montag den 7. Januar 1889, von Vormittags 91/2 Uhr an präcis, soll im Gießener Stadlwalde in dem District Bruderwinter nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 262 Eichenstämme mit 47,94 Fstm. (Wagnerholz), 84 Nadel- und Fichtenstämme mit 28,03 Fstm., 36 Eichen-Derbstangen mit 2,79 Fstm., 103 Fichtenstangen „ 5,09 „ B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. ReiSH. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Buchen 1,2 — — — Eichen 29,3 154,4 \ ß 1780 Nadel 14 22 I dö'b 1340 Die Zusammenkunft ist an der Strang^wiese. Gießen, am 29. December 1888. Großheczogl. Bürgermeisterei Gießen. ________A. Bramm______85 Fichten-Barr- und Werkholz. Etwa 140 Stämme von ca. 25 bis 45 cm Durchm, 15—20 m Länge, 77 St. von 15—25 em Durchm. und 15—20 m Länge, 54 St- Sparrenholz rc. sollen aus dem Wege der Submission verwerthet werden. Angebote sind bei Brgrmstr- Fischer zu Ru- d-'ngshain bis 3. 21. Jan. 1889, Vorm. 11 Uhr, einzureichen. Die 2 Lagerplätze find 10 Min. v. d. Landstraße u. 1, bzgl. IV2 St. v. d. BahnstaL. Schotten entfernt. 100 Lehrer Fischer, Beuern. j Holzversteigerung. In dem Walde der Gemeinde Har- ; bach, District Psaffenstrauch, sollen ver- ; steigert werden: A. Donnerstag d. 10 Januar: ; 125 Kiefern-Stämme von 14 bis 30 Centm. Durchmesser mit 49,68 Feftm. Inhalt; \ 211 Fichten-Stämme von 13 bis 28 Centm. Durchmesser mit 65,74 Festm. Inhalt; f 82 Fichten-Stangen von 10 bis 13 Centm. Durchmesser mit 8,89 Festm. Inhalt. B. Freitag den 11. Januar: 48 Raummeter Kiefern - Rundscheitholz, 64 Raummeter Kiefern-Knüppel, 240 Raummeter Kiefern- und Fichten- Reiser; 54 Raummeter Kiefern- und Fichten- Stöcke. Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr. Am ersten Tage kommt sämmtliches Bauholz, am zweiten Tage das Brennholz zum Ausgebot. Harbach, den 29. December 1888. Großh. Bürgermeisterei Harbach. ___________Münch._________78 Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß gebracht, daß bei der Spar- tmfr Leihkasse Gießen im Monat Januar folgende Geschäftslage festgesetzt worden sind: Donnerstag den 3. Januar 1889, Samstag „ 5. „ Dienstag „ 8. Mittwoch „ 9 „ Donnerstag „ 10. ,, Samstag „ 12. „ Die Beischreibung bezw. Empfangnahme der Zinsen von Capitaletnlagen pro 1888 kann an diesen Tagen erfolgen, zu welchem Zwecke die Schuldscheine vorzulegen sind. Die Großh-Bürgermeistereien des Spar- kaffebezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise zur Kenntniß der Ortseinwohner bringen zu lasten. Gießen, den 26. November 1888. Der Rechner der Spar- u. Leihkasse Gießen: Doering. Freitag den 4. Januar 1889, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der NeustLdter Dchäserei'Geseüschast gehörige Wiese: Flur 10 9tr. 10a — 1594 Meter unter der Harth freiwillig meistbietead mit dem Bemerken versteigert werden, daß mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt ttt. Gießen, 31. December 1888. , Großh. Ortsgericht Gießen. | I- A>: i Vogt, Ortsgerichtsmann. 54 Freitag den 4. Januar 1889, Nachmittags 2 Uhr sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Ludwig Georg Karl Christian Lampus in Frankfurt a. M. gehörigen, in der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücke: Flur 8 Nr. 34,i — 2081 Meter Acker, jetzt Wiese hinter den Schießgärten an der Rodheimerfiraße, Flur 8 Nr. 35,3 — 144 Meter Acker, jetzt Wiese daselbst, Flur 24 9fr. 67 — 4725 Meter Acker am Barresgraben, Flur 40 Nr. 312 — 388 Meter Wiese auf dem Sand, Flur 40 Nr. 343 — 1200 Meter Wiese daselbst freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Gießen, 31. December 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt, Ortsgerichtsmann. 53 Freitag den 4. Januar 1889, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Neuenweger Schäferei - Gesellschaft gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 612 — 38 Meter auf dem Neuenweg freiwillig meistbietend mit dem Bemerken versteigert werden, daß bei annehmbarem Gebot die Genehmigung sofort ertheilt wird. Gießen, den 31. December 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Bogt, Ortsgerichtsmann. 52 ^uMSarbeit7 Die Ausfüllung von 530 cbm Grund, worunter 150 cbm gute Erde, hat zu vergeben 51 Kreisingenieur Gnauth, Wiesenstr. 2. Sdfaellotenes. In. ««Hfleis» (nicht ladenrein) per Pfund 30 Pfennig. 102] Neustadt 48, rechts. Große Hmser Kümmelkäse fein und pikant im Geschmack, 90 Stück 3 Mark 30 Pfg. incl. und freo; bei größeren Posten billiger. Christoph Lutze 111», 94 Stiege i. Harz. 62 Sieben junge Hühner, ein Hahn und ,4 junge Pudel billigst abzugeben. Grünbergerstraße 20. 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Zimmer sofort zu vermiethen: Ltebigstraße 4t, neben der Holzhandlung des Herrn S- Katzenstein. _______________A. Appel Wwe. 111 Zwei Zimmer mit Küche zu ver- miethen._______Kinkel, Rittergasse 19. 1( 5] Fein mobl. Zimmer im Mittelstock per sofort zu vermiethen- __Bismarckstraße 6. 92] Ein möblirtes Zimmer mit Pension .ist per sofort an einen anständigen Herrn zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl-_________ 83] Großer gewölbter Keller zu vermiethen- Näheres in der Exp. d- Bl. Vermischte Anzeigen. 114 Ein möblirtes Zimmer von einem jungen Kaufmanne alsbald zu miethen gesucht. Offerten eub Chiffre 0. B. in der Exped. d- Bl abzugeben. Einen Küfer sucht 43 LouiS Lony, Bahnhofftraße 27. Cinladung. Hiermit erlaube ick mir zu meinem morgen Donnerstag den 3 Januar stattfindenden Benefiz ein geehrtes, theaterliebendes Publikum ganz ergebens! einzuladen. Indem ich einen genußreichen Abend im Voraus verspreche, zeichne hochachtungsvoll iio Joseph. Sternau, Schauspieler. Der aus Donnerstag den 3. Januar angekündigte Vortrag des Herrn Prediger Karl Boigt in Offenbach a. M. wird um 8 Tage, also aus Donnerstag den 10. Januar verschoben.__95 _ Feldbereinigung. Diejenigen Grundbesitzer, welche zwischen Krosdorferweg, dem Weg unter dem Hardtberg, demjenigen nach Textor's Brauerei, Nodheimerstraße und Holzweg begütert sind, werden höflichst gebeten, sich Samstag den 3- Januar, Nachmittags 5 Uhr, in der Restauration Haubacb (Nodheimerstraße) einzufinden. Zweck dieser Versammlung ist eine Besprechung über Anlage von Gewannwegen und Entwässerungsgräben in dem von Vorgenannten Wegen eingeschloffenen Gelände. Gießen, den 2. Januar 1889. 98 __Gg. Konrad Simon. Mein Ladenlokal nebst Comptoir ist wegzugshalber für Mk. 1000 pro anno zu vermiethen. 96 Hermann Mara?, Marktplatz. 108 'Ein Pferdeknecht, sowie Mädchen von auswärts suchen Stellen für hier und auswärts. Frau Bärrn, Asterweg 7. Zk Gicht 35 und Rheumatismus heilt durch Maffage 93 Heb. Kraushaar, gepr. Masseur, Wolkengaffe 26. 32] Zwei, ev. drei oder vier rentable Wohnhäuser in Frankfurt a. M. werden gegen ein rentables Oecononiiegut oder auch ^okerlanU in Oberhefien zu vertauschen gesuckn. Direkte Offerten sub W. H. 531 befördern G. L. Daube & Eo. in Frank« furt a. M.___ Guitarre-Unterricht zu nehmen gesucht. Offerten abzugeben in der Exped. d. Bl.103* 5 Commis mit schöner Handschrift findet angenehme und dauernde Stellung. Näheres in der Exped- d. Bl 106 Zum Frifiren von Damen . halte mich bestens empfohlen. Flise Friese, Friseuse, j 10287___Sonnenstraße 23. । 27 Eine gewandte Verkäuferin ! für ein Manufacturwaarenaeschaft gesucht- j Offerten unter W. 8. 27 befördert die ; Exped. d. Bl.__ \ 89 Ein schönes WirthSlocal mit Wohnung, mitten in der Stadt, ist billig zu verpachten. ■ Näheres in der Exped. d. Bl. IS*9~ Stellensuchende ieden Berufs vlacirt schnell Reuter'A Bureau in Dresden, Reitbahnstr- 25. 9395 Neues Theater in Giessen. Donnerstag den 3. Januar 1889: t Zum Benefiz für Herrn Josef Sternau. Neu I (Äusser Abonnement): Neu! Gefährliche Mädchen. t Lustspiel in 4 Acten von Schacht. Personen: 112 | Alfred Bauer, Rentier Eman. Taussig. | Adolfine, seine Frau Adele Hellmuth ( Emma * Fanny , Gabr. Wendel, Photograph Adam Reiners. Oberst Bauer Wilh. Pieper. Elsa, seine Tochter Anni Reinere. Rob. Haller, Schriftsteller Josef Sternau. Bruno Grossbach,Architect Ludwig Kreiss. Marie, i. Alfred’s Diensten Mila Egkert. Diener bei Oberst Bauer Max Löwe. } ihre Töchter V riedrichs. I Hedwig Muller. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Thellnahme bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Gatten, Schwiegersohnes und Schwagers, Herrn Georg Bäuerle, Graveur, sowie auch Herrn Pfarrer Dingeldey für die trostreichen Worte am Grabe, dem Gesangverein „Eintracht" und die zahlreichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank 97 Die trauernden Hinterbliebenen. Coursbericht. von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 2. Januar 1889. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 40/0 Reichsanleihe 108.15 3Vi% do- 103.60 4% Prcuß. Consols 108.15 3Va°/o do. 10520 4°/o Ungar. Goldrente 85.80 476% Oesterreich. Silberrente 69 35 5% Italiener Rente ult. 5% 187t/73er Russen 4% - 880er do. Russische II. Orientanleihe 4% unif- Egypter 6°/0 .ons. Mexikaner, große Stücke 94.80 98.90 86 60 62.10 83.60 90.40 Disconto-Commandit-Anth. Darmstädter Bank-Act. Oesterreich. Credit 226.40 161.50 260.75 Oester reich. Staatsbahn-Actien Lombard. Eisenbahn- „ Galizische do. 212.00 82.00 172-87 20 FrancS-Stücke 10 do. 16.09—16.13 16-07-16.10 Engl. SouvereignS 20.28—20.33 Dollars in Gold 4-16.—h2ü Tendenz: Telegraphischer LrurSbericht der Berliner Börse vo« 2. Januar 1889. Oesterr. Creditactten Oesterr. Staatsbahn-Actien 1880 4o/o Russen Oblig. Darmstädter Bankaktien, 164.00 107 80 86 60 161 20 DiSconto-Com-Antheile 226.40 Lombarden 41.75 4% Ungar. Goldrente 85 75 Bochumer Gußstahlactien 195.00 Tendenz: fest- Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) iu Gießen.