Nr. 177. Freitag den 2 August 1889. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »«r«a«r Schulstraße?. ■ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». .$re*,®2Bringerlohn. ___ _____________________________ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf' AmiricherHheit. „ ' Gießen, am 30. Juli 1889 Betreffend: Die Ermittelung der landwirthschastlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1889. Das Großherzogliche KreisamL Gießen an die Grotzherzogltchen Bürgermeistereien des KreifeS. l ff n@'e er^Qlten mit nät^er dost die zu rubricirtem Zweck erforderlichen Formularien, um die nöthigen Vorbereitungen zur Ausnahme des Ernteertrags Mit diesen Ermittelungen ist eine Erhebung über den Umfang der Hagelwetter und die durch Hagelfchlag hervorgerufenen Ernteschäden von Anfang des laufenden Jahres an verbunden. Zu diesem Zweck ist dem Formular für die Ermittelung der landwirthschastlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags als Anlage ein weiteres Forinular beigegeben, auf welchem bei etwaigem Hagelwetter die erforderlichen Angaben zu machen sind. Zur Erläuterung und Beachtung bei Eintragung dieser Angaben fügen wir das Folgende an: Für die seit Anfang dieses Jahres verflossene Zeit sind die Angaben noch nachträglich zu machen. Es sind alle Hagelwetter, also auch solche zu notiren, die einen nachweisbaren Ernteschaden nicht verursacht haben; im letzteren Falle und jedoch in die Spalten 7—12 des Formulars Querstriche (—) zu setzen. In Spalte 10 ist derjenige Werthbetrag aufzunehmen, um welchen der Ertrag durch den Eintritt des Hagelschlags thatsächlich gemindert ist. Es ist also hierbei der Ausfall nicht gegenüber einer Normalernte oder gegenüber dem etwa versicherten Ertrage, sondern gegenüber dem bei dem vorhandenen Fruchtbestande zu erwartenden Ertrage zu schätzen und ist bet den nicht totalen Schäden die spätere Entwickelung der verhagelten Fläche stets mit zu berücksichtigen. Zur Durchsührung dieser dem Interesse der Landwirthschaft dienenden Erhebungen ist eine aus seid- und sachkundigen Personen bestehende Commission zu bilden und empfiehlt es sich, möglichst wieder dieselben Personen in die Commission zu nehmen, welche bereits früher bei Aufnahme des Ernteertraqs thätig waren. Indem wir Ihnen schließlich die genaue Beachtung der izi. srüherest Jahren ergangenen Verfügungen empfehlen, sehen wir der Vorlage der Ueber- sichten bis spätestens 1. November l. I. entgegen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Betreffend: Den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Gießen, am 30. Juli 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an Großherzogliches Polizeiawt Gießen und di« Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden de» Kreisel. Indem wir Ihnen nachstehenden Entwurf einer Polizeiverordnung über den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen mittheilen, sehen wir Ihrem Bericht darüber entgegen, ob bte Einführung derselben für Ihren Dienstbezirk als wünschenswerth erscheint. Antrag des Gemeinderaths ist beizusügen. Gießen, den 30. Juli 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Polizeiverordnung, den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen betreffend. Auf Grund des § §366 pos. 2, 3 und 10 des Reichsstrafgefetzbuchs wird für den Kreis Genehmigung Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz vom ..... . Verkehrs auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen verordnet, wie folgt: . . . unter Zustimmung des Kreisausschuffes mit zu Nr. M. . . hinsichtlich des Radfahr-(Velociped-) § 1. Das Fahren mit Velocipeden ist nur aus Fahrwegen gestattet. Trottoirs, Bankette und Fußwege dürfen nicht befahren werden. § 2. Der Radfahrer ist zur gehörigen Vorsicht in der Leitung seines Fahr- ' zeuges verpflichtet. ; Derselbe hat bei der Fahrt die rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten i und entgegenkommenden Fuhrwerken, Reitern, Radfahrern, Viehtransporten M \ dergleichen rechtzeitig und soweit rechts auszuweichen, daß das sichere Vorbei- ? fahren ermöglicht wird. Falls dies die Umstände oder die Oertlichkeit nicht gestatten, hat derselbe solange einzuhalten, bis die Bahn frei ist. Letzteres hat ! insbesondere zu geschehen beim Zusammentreffen mit marschirenden Militär- ! abtheilungen, öffentlichen Aufzügen, Leichenzügen und dergleichen. Das Vorbeifahren an eingeholten Fuhrwerken, Reitern, Radfahrern, Vieh- t transporten und dergleichen hat aus der linken Seite zu erfolgen. § 3. Durch Ortschaften, sowie an entgegenkommenden und eingeholten Fuhrwerken 2C. darf nur mit mäßiger Fahrgeschwindigkeit in angemeffener Entfernung und von mehreren Radfahrern nur hintereinander in einfacher Reihe vorbeige fahren werden. Ebenso ist an Straßenwendungen und Straßenkreuzungen so langsam zu fahren, daß das Fahrzeug erforderlichen Falls aus der Stelle zum Anhalten gebracht werden kann. Scheut ein Pferd bei dem Zusammentreffen mit dem Velociped, so hat der Radfahrer sofort anzuhalten. e § 4. Das Umkreisen von Fuhrwerken und ähnliche Bewegungen, welche geeignet sind, den Verkehr zu stören und Menschen oder fremdes Eigenthum zu gefährden, ! find verboten. I ! i . . t - den . . ß . . . 1889. - § 5. Jedes in Fahrt befindliche Velociped muß mit einer leicht zu handhabenden, helltönenden Signalglocke und zur Nachtzeit mit einer hellleuchtenden Laterne versehen sein. § 6. Der Radfahrer hat die von ihm eingeholten und zur Nachtzeit auch die ihm begegnenden Fußgänger, Fuhrwerke, Reiter, Radfahrer, Viehtransporte und dergleichen durch laute Glockensignale und wenn diese unwirksam bleiben, mit der Pfeife aus seine Annäherung rechtzeitig aufmerksam zu machen. Auch an Straßenwendungen und Straßenkreuzungen ist rechtzeitig ein Glockensignal abzugeben. § 7. Führer von Fuhrwerken, Reiter, Begleiter von Viehtransporten u. s. w. haben entgegenkommenden oder sie einholenden Radfahrern erforderlichen Falls ihrer Seils nach rechter Seite hin angemeffen auszuweichen. § 8. Den Radfahrern gegenüber haben Fußgänger, Reiter, Leiter von Fuhr- werken oder Viehtransporten ein solches Verhalten zu beobachten, welches denselben das Einhalten der ihnen obliegenden Verpflichtungen ermöglicht, insbesondere ist jede Handlung verboten, welche dahin abzielt, den Radfahrer am Fahren muthwillig zu verhindern, ihm solches zu erschweren oder seine Person und sein Fahrzeug zu gefährden. § 9. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden, soweit nicht durch dieselben auf Grund anderer Strafbestimmungen höhere Strafen verwirkt sind, gemäß § 366 pos. 10 des Reichsstrasgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu Sechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen bestraft. Großherzogliches Kreisamt . . fei s~ iwX«».. G"ßen, am 30. Juli 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. -________ I- V.: Jost, Regierungsrath. Verwischtes. Darmstadt, 31. Juli. Militärdienstnachricht.1 Kramer Lauvt- mann und Compagniechef vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Reg. (Großherzog) Nr '116 mit Pension und der Regtmentsuniform der Abschied bewilligt 8 0? ' U Reaimentern^'r 87 117^^.Lemaligen Einjährigen, welche bei den Jnfanterie- 8\ U7 "5^ 116 zu Hebungen etnberufen sind und eben hier, F rlS*1?3' O^nbach und Darmstadt liegen, wollten am Samstag eine Parthte nach machen, zu welchem Zwecke sie zwei Dampfboote gemtethet hatten. Da die Herren, welche die Leitung des Ganzen in die Hand genommen, den richtigen ^hn^S?Cn9an0 ni$! "^gehalten hatten, wurde ihnen am Freitag der erbetene Urlaub abgeschlagen, nur etwa 20 Mann aus Worms machten den Ausflug ^-«.-?bppenheim a. d. B., 30. Juli. Aus Amerika zurückbefördert wurde ein AstAr, früher wohlhabender Geschäftsmann, der aber in Folge seines unstillbaren Durstes der Art zuruckkam, daß ihn vor etwa 20 Jahren seine Frau gerne laufen ließ. Vor sieben Jahren kehrte er unerwartet zurück und wurde wieder, da er gute Vorsätze' Äk unabcrn ausgenommen. Aber nur zu bald verfiel er in feine früheren üblen Gewohnheiten, so daß man ihn auf Gemeindekosten abermals über's Wasser schaffte Dem ihn bis auf's Schiff begleitenden Bürgermeister sagte er zum Abschiede- Ich komme doch wieder " - Und leider hat er zum nicht geringen Schrecken sliner braven U"d seines inzwischen groß gewordenen und achtbaren Sohnes Wort gehalten. In trostlosem Zustande pochte er gestern Abend am heimathlichen Herde um Einlaß der ihm aber verweigert wurde. Die Gemeinde mußte sich seiner annehmen. Da er unbotmatziges Benehmen zeigte, wurde er vorläufig im Haftlokale internirt. Er gibt an. auf amerikanische Staatskosten nach Deutschland zurückbefördert worden zu sein, c Frankfurt, 31. Juli. Heute Abend kurz vor 7 Uhr traf August Lehr ^nAU?p? und jetzt auch von England, von Mainz kommend auf bem hiesigen Hauptbahnhof ein. Zu seinem Empfange hatten sich die hiesigen Rad- lahrvereine, sowie diejenigen aus den Nachbarstädten, wie Homburg, Hanau, Offenbach u. s. w. eingefunden. An der Spitze des Zuges marschirte die Capelle des 118 Inf - Agents. Der Empfang des Meisterfahrers gestaltete sich zu einer Ovation, die die aukdOW^^Ä.?aS Publikum - die Zahl der Neugierigen wurde auf 50000 (?J) geschätzt — hatte lange vor Eintreffen des Zuges die weiten Hallen gen Bahnhofes gefüllt. Als der Zug einlief, war der Menschmstrom ,u^hr aufzuhalten, er ergoß sich, trotz allen Widerstandes der Polizei und der unaufhaltsami auf den Perron und im Handumdrehen waren Lehr und seine nächste Umgebung so fest eingeschlossen, daß sie keinen Schritt zu gehen ver- Ihn u e ^irrQ^r^c=CmP?nflCn den jungen Radfahrer; feine Freunde hoben b e ?^ultern, damit das Publikum ihn sehen konnte. Lehr's Vater war auch mÄn™ Q? beglucfrounfdjte seinen Sohn. Ein jüngerer Bruder überreichte ihm einen Sn^F!i9fAf.^»6cCrfrarnc ^/oth-weißer Atlasschleife, auf welcher folgende Widmung in Auau^ff'bUq>/u lesen ist: „Der Frankfurter Bicycle-Club feinem lieben Mitgliede August ^ehr, Meister von England, zur freundlichen Erinnerung." Von mehreren Wurden dem Gefeierten Bouguets gewidmet und seine Maschine bekränzt. Als !^bu Ulit Mühe und auf dem Umwege durch den Tunnel einen Ausweg ^dahnt', bildeten sie vor dmr Bahnhof einen Kreis und nun konnte die eigentliche Begrüßung vor sich gehen. Der Vorsitzende des hiesigen Bicycle-Clubs hielt eine An- NuiverftLiUr - LhrorüL. ~ Professor vr. du Bois-Reymond ist aus dem Lehrkörper der könial. teck- ust^en Hochschule zu Berlin ausgeschieden. Die dadurch vakant gewordene etatö- maßige Professur für Mathematik ist dem bisherigen Oberlehrer an h«- städtischen Realschule, Professor Dr. Lampe, verliehen worden ' e°uifcib ßeftorben°nn' 3L W ^rofc^or bcr klassischen Philologie, Lübbert, ist . ,. ?Eip-1g, bl. Juli. Zum Rektor Magnificus für das Studienjahr 1889—90 vr. Wundt^gewählt^^ mUrbC bCT Pastor der philosophischen Fakultät Geh. Hofrath Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. «iorresponverrz-Bureark SMZLMMWWZV Hermannftadt, 31. Juli. Das Befinden des Erzherzoas 2IIbrerhf mpT*pr der gestrigen Parade nicht beiwohnte, ist gebeffert Der Erzhenoa Äabt aZreita bctoo6n£,,; ct « °m 2 August nach London, 31. Juli. In einer gestern in Birmingham abgehaltenen confernntinpn Serfamnilung erörterte Lord Randolph Churchill die Eventualität eines Krieges noifcben und Oesterreich-Ungarn und er bemerkte: England müsse im Hinblick auf r ^"^^?^lueinen Krieges seine Verpflichtungen und Verantwortlich- - i n u^bV änteresfen Englands nicht durchaus wesentlich seien auf bnS »?eJ n0£e- einschränken. Egypten koste England die Freundschaft krank' fie e ®aE>rtoeinltototUnfSf,bClbh frei*? würden wichtige Bonceffionen machen, wdald räume »h daß England in einem angemestenen Zeiträume Egypten raume. Bleibe England in Egypten, so werde es im Falle eines europäischen Krieaes die Occupationsarmee und seine Mittelmeerflotte vervierfachen müssen. Lord R. Cbur- ^rner gegen die Einkerkerung irischer Deputirten und für eine Politik aisaÄÄ**' «*• •-«•■ä ??T,(tOb^2,^fitcierell,ni> 6 M-nn verwundet. ® ® ° " {n hpn @efefe, durch welches für die Privat-Lehranstalten ?cn baltlschen Provinzen die russische Sprache als Unterrichtssprache eingeführt nicht 'berührt.1*"111^ veröffentlicht. Der Religionsunterricht wird durch das^Gesetz rrttfiam^o^a§qn'3°UrSflI ,be Petersbourg" sagt über die französischen General- rathswahlen. Wenn Boulanger in etwa 150 Cantonen aufgestellt gewesen könne die Erlangung von nur 12 Mandaten nicht als ein glänzendes Resultat betraditet Hauptstre?chmrf-M hab"' b‘C b°»l«ngistische Manifestation ihr- Wirkung allein Politisch- Stundfchau. , Gießen, 1. August. -. <,? Lrur1.iL®J6®1tU^,ai!,c- welche st» Kaiser Wilhelm nach der Rückkehr von seiner^ eordlandssahit in Wilhelmshascn gönnte, ist wieder vorüber und hat der erlauchte Herrscher nunmehr mit dem Bruche des englischen Hofes -ine abermalige hoch- b-d-utsam- Reste angetr-t-n Die stattlich- Flott-, aus dem M°nö°-r- und dem Uebungs- geschwader bestehend, welche den allerhöchsten Kriegsherrn bei der Rückkehr aus Norwegen «0rrUB ®cte‘‘et auch von Wilhelmshasen über den Canal nach den Gestaden Englanhs hinüber und wohl weiß man es in dem meerbeherrschenden Albion ,u würdigen, Ber kaiserliche Enkel von Englands Königin derselben an der Spitze eines so ftolien tohemro,aaXenitnr^ntriro6»UC6 "bstattet. England erwidert diese Ausmerkiamkeit, e.3 Bcm ^'s^iichen Gaste diesem Sonnabend eine gewaltige Schlachtenflotte vorführt, die mit Inbegriff einer Anzahl Torpedoboote aus nicht wmiger als 100 >um TheU der stolzesten Schiff- der englischen Marine besteht. Wenn innerster Linie^d-r Zweck der Zusammenziehung dieser imposanten Flottenmacht der ist, hierdurch den erlauchten Besucher zu ehren, so weist schließlich die Flottenreoue von Spithead doch noch eine andere Bedeutung aus, nämlich die, der Welt zu zeigen, daß England auch teute noch die erste aller Seemächte ist und daß es im Nothfalle dieses sein Gewicht ,u Gunsten seiner Freunde schwer in di- Wagschaale legen würde. Aus wessen Seite aber in einem Weltkriege die englische Flotte zu finden wäre, bedars kaum erst einer näheren Darlegung, die politische Constellation weist England schon seit Jahren seinen Platz an der Seite der mitteleuropäischen Friedensliga an und sicher wird die jetzige Reise des deutschen Kaisers nach England dazu beitragen, die Beziehungen des britischen Jnselreiches zu i>en Mächten des Dreibundes noch inniger und fester zu gestalten, auch ohne daß dieses Verhäliniß in bestimmtere Formen gebracht werden müßte Die Berichte über das VII. deutsche Turnfest in München lassen sortge- setzt erkennen, daß dasselbe einen erhebenden Verlauf nimmt, welcher auch durch die thcilwetse ungünstige Witterung nickt beeinträchtigt zu werden vermag. Namentlich ma^naIe„r §U8 durch das ganz- Fest, der sich an di- hochpatriotisch- Ansprache des Prinzen Ludwig von Bayern an die Turner knüpfte und in einer Reibe anderer Kundgebungen seine Fortsetzung gefunden hat. So zeitigte auch das am Montaa Abend stattgesundene Festmahl her Turner, an welchem über 1000 Personen theilnahmen, verschiedene patriotische Kundgebungen und wurde z. B. von der Versammlung ein Sulbi0un0ätc C0wmm an Kaiser Wilhelm abgesendet. Groß war die Anzahl der ausgebrachten Trinkspruchc, M ihnen betheiligten sich u. A. der Schweizer Turner Wäffler, welcher die Gruße der Schweizer überbrachte, und der Mähre Kienmann, welcher einen krästtgen Trinkspruch auf den deutsch-nationalen Gedanken ausorachte. Das Gerücht von einem zwischen Rußland nnd Frankreich nach dem Muller di-l b°utsch-°st-rr°ichisch-n Bündnißo-rtrages abgeschlossenen Präliminarplrtrage machte dtes-r Tage seine Runde durch die europäisch- Presse und schien hi- und da Glauben zu finden. Spectell von der „Wiener Allg. Ztg." wurde dasselbe lebhaft aufgegriffen und mit allerhand Glossen versehen und in den Verbindungen, welche der genannten Zeitung allgemein nachgesagt werden, konnten ihre Mittheilungen aus Beachtung Anspruch . .9,iunmc6,r ert ärt °0£r °>e. »Nordische Telegraphcn-Agentur" in Petersburg Las Gerücht von einem angeblich russtsch-sranzöstschen Prälimtnar-Vcrtrag in bündigster Form als völlig tendenziös und unbegründet und dieses Dementi der genannten Agentur verdient i-!>-ns°lls Glauben denn das Koketliren zwischen dem Czarenreiche und Frankreich ist augenscheinlich noch lange nicht dahtn gediehen, sich in ein festes Verhäliniß umzuwandeln, von welchem man der Welt schwarz auf weiß Kunde geben könnte .„ . ^verzog Albrecht, der Generalissimus der österretchtsch-ungarischen Armee ist auf einer Dienstreise in Siebenbürgen plötzlich von einem heftigen Unwohlsein be- fallen und dadurch gezwungen worden, das Bett zu hüten. Bei dem hohen Alter des b-ruhmt-n H-ersuhr-rs durste seine Erkrankung wohl nicht ganz leicht zu nehmen sein , Sotbetßrunbe ber politischen Tagesdiscussion in Frankreich steht noch immer der Mißersolg, welchen Boulanger mit seinem „Probeplebtsctt" bei den General- rathswahlen am Sonntag verzeichnen muß. Wie sich jetzt h-rausstellt, candiRrte der ®c"he”1 V“! und doch ist er nur in 12 Cantonen definitiv gewählt ®0£ben- ktue Niederlage sur ihn dar, wie sie nach den vielen Beweisen der Tolksgunst, die Boulanger bislang in seinem Vaterlande empfangen, nicht erwartet werden konnte. Allerdings kommt Boulanger noch in einer großen Anrabl non tonen zur Stichwahl, aber seine eventuelle Wahl bei derselben würde den ersten Eindruck ktcderlage vom 28. Juli wohl schwerlich wieder verwischen können und begierig darf man nunmehr sein, ob und inwieweit es Boulanger gelingen wird llck non htm --Endlichen Schlag, der ihn betroffen, bis zu den^^kommenden allgemeimn^^Wahlen ®‘£beL3U ‘fVIn'c, ®v s“h1'? IUr bicfcl6cn 66tt ut-m bereits den 25. August nennen mA daraus schließen l-eß-, daß das Ministerium Tirard-Constanz den Kammerwablen ra bsmobte? S8crluftc ber Republikaner bei dm Gmergl- rathswahlen reducirm sich nach den neuesten Ermittelungen auf 23 Sill- nnh is- fi= Majorität in fast allen GE-inderäth-n in denen st/die- Hphpr bC 6^n/ rocrben behaupten können, wenn nicht die Stichwahlen große Ueberrafchungen bringen. w , w Belgrad wird zum Aufenthalte König MilanS gemeldet, daß sich derselbe in Begleitung des Regenten Belimarcooic sowie der Minister Gruic und Tausanovic nach Vrania begeben werde, um mit dem hier zur Cur weilenden Regenten Ristic eine mittag Ti** 1"? in0^^"i8'-^‘t bet . 30. Juli. Der bekannte Afrikareisende Dr fSunn QntTpr rsfii nx > bet „ftoln. 3t0." über die Lage in Ostasrika s°l0end-rmaß-n^7rn-hn^n" Die oüllock in der Preße vertretene Anschauung, als ob durch Mßmann's s?paP »ÄÄ SSS ÄS Allgemeiner Anzeiger A. Koch Nacht, 6349 Pferdemetzger. 6335 Einen Gesellen, sowie einen Lehrling sucht Schreinermstr. Demuth, Neue^veg 8. 6344] Meinen gedeckten Sommer- wagen bm ich Willens, billig zu verkaufen. Emil Steinberger. Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 1. August zwischen 11 und 12 Uhr Mittaas- Wasser 14>/» Grad, Luft 19V2 Grad. * ____ L- Cvr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. OberheMe Eiseubahnea. zT, Auf 1. k. M wird der Nachtrag IV zum Gütertarif Köln (r.) — Oberhessen etn- geführt. Ueber dessen Inhalt ertheilen die Güterexpeditionen Auskunft. Gießen, den 30. Juli 1889. 63^4 Großherzogliche Direktion. GgttesdikuÜ der lsraklitischkll MgioiisgrsMaft M Vormittag 8°° Uhr, Samstag Nachmittag " I c brauner Wallach, 1,72 Ctm. - hoch,.ein- und zweispännig gefahren, zug- n | lest und fehlerfrei, besonders als Chaisen- I SKI? geeignet, ist preiswürdtg abzugeben. I 6330 Wilh. WaüenfelS. Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases.' Juli 1889: 18'/- Kerzen. “ ’ - - _______________B uchner. Gesucht auf sofort auf einen Hof in der Nähe Gießens eine in der Kinderpflege durchaus erfahrene Kindergärtnerin zu 3 Kindern im Alter von 3^, 2«/< und l>/4 Jahren. Zu erfr. i d. Exp. d. „Gießener Anzeiger." * Literarisches. h r der Chemie. Von Dr. Heinrich Hirzel, Professor an der WhhifhH A tC t tß* k Derme6rte Auflage. Mit 31 in den Text gedruckten I J^Weber in ^ig00 CIL 3n 2dnöanb Sebunden. Preis 3 ^ Verlag von miphpr ^nL^»?rkCftU(nß?er sechsten Auflage dieses kleinen Lehrbuches der Chemie sind wieder, wie bet den früheren Auflagen, die den neuesten Fortschritten entsprechenden ^.euderungen und Verbesserungen oorgenommen und es ist die größte Sorgfalt darauf verwendet worden, das Buch dem gegenwärtigen Stande der Wissenschaft entspiechend SÄgSMÄ.1,ÄS* * •»‘■«ÄÄ ,7= RR~ Tür die bedrängte nothleidendc Familie gingen ferner ein: Ueber,raa Döring: Bon H. 1 M, Herr Rendant Stroh 3 E. Sch. 6 JL, = 10 Zusammen 185 68 JL y * Blattes^ntgegem^"' Rechner Döring und di- Erpedition dieses 1 k • ZUF wiCSSerUng VOn Sl,PPen- Sancen und Gemüsen sollte Haushalt Fleisch-Extract 3243 Das Beste Ist stets das Billigste! fehlen. «n ßefr, worin er auf die großen Schwierigkeiten hinwies, die in England für zeden deutschen Sportman zu überwinden sind, gleichzeitig aber versicherte, daß, wenn jemals einen Deutschen große Hoffnungen in das Land des Sports begleitet hätten das Lehr gewesen sei. Er brachte zum Schluß dem siegreichen deutschen Fahrer ein dreifaches „All Heil in das das Publikum enthusiastisch einstimmte. Lehr wurde b°"".^bermals auf die Schultern gehoben und im Kreise herumgetragen. Nachdem sich die Rethen der Neugierigen etwas gelichtet hatten, konnte sich der 8ug in Bewegung letzen und nach dem Zoologischen Garten marschtren, woselbst die Feier mit einem Commers ihren Abschluß findet. Der Verkehr in der einzigen nach dem Hauptbahnhof führenden Straße war V» Stunde lang völlig gehemmt. Eine solche Ovation ist wohl noch keinem Radfahrer zu Thetl geworden. y Die Stadt Berlin zeichnet sich bekanntlich durch eine mustergilttge und ungeheuren Ausgaben mit weiser Sparsamkeit geführte Verwaltung aus. So schließt denn das am 31. März d. I. beendete Rechnungsjahr mit einem Ueberschuß von d Mill. x*L ab. München, 29. Juli. Man trägt sich hier mit dem Plane, für den Krtegs- fall ein freiwilliges Santtätscorps der Studentenschaft zu bilden, beziehentlich den sich hierzu Meldenden schon im Frieden durch einen sechswöchentlichen Cursus die nöthiae Anleitung über Anttieptik, Verbandslehre, Transportwesen, Blutstillung der Wunden u. s. w. zu geben. Dem Ausschuß werden voraussichtlich außer dem Generalarzt der bayrischen Armee Dr v. Lotzbeck einige der bedeutendsten Namen unserer hiesigen medizinischen Fakultät wie z. B. v Ziemssen, Bollinger, Angerer, angehören. Der Rector magnifloos der Universität, Professor v. Sicherer, hatte die Studentenschaft auf vorgestern zu einer Versammlung eingeladen, die, obwohl wegen des Turnfestes die meisten Collegien ausfallen, sehr stark besucht war. Professor Angerer betonte die Schnelligkeit, mit der bet der heutigen Kriegführung die entscheidenden Schläge geführt würden, während O rigen Kriege auf ie drei Jahre eine große Schlacht entfallen sei. Am 18. August hatten 18,000 deutsche Verwundete auf dem Schlachtfelde gelegen. Und im nächsten Kriege wurden wir es voraussichtlich mit noch größeren Zahlenverhältnissen zu thun haben. __ — Die diesjährigen Schießübungen der Garde-Feld-Artillerie-Brtgade auf dem Schießplätze zu Hammerstein in Ostpreußen waren diesmal noch viel wichtiger und demgemäß interessanter als vor zwei Jahren, wo die Garde-Artillerie zum ersten Male ihre Schießübungen in Hammerstein abgehalten hat. Galt eö doch, wie mehrere Blätter , ersten ernstmäßigen Verwendung von sogenanntem „rauchfreien Pulver" (Blattchenpuloer oder pikrtnhaltiges Pulver, wie seine verschiedenen Benennungen lauten) und— was mit der im Vergleich zu unserem bisherigen „grobkörnigen Geschütz- vuloer gänzlich anderen Kraftaußerung des rauchfreien Pulvers zusammenhängt — den Schießoersuchen mit neuen Feldgeschützen. Das neue (rauchfreie) Pulver hat die glanzend bestanden. Das erste Regiment war mit elf Batterien, das zweite « Batterien ausgeruckt und jede hat mindestens einen Tag zum Schießen mit allen Geschoßarten Kartuschen verbraucht, die rauchfreies Pulver enthielten. Die Rauch- dttdung pro Schuß bestand nur in einem sich schnell oertheilenden und verschwindenden Rauchball von ca. 1 Meter Durchmesser und schwarzer Farbe. Der Rückstand im <1° gering, daß die Anwendung des Borstenwtschers tur Reinigung während ?es Schießens gänzlich unterlassen werden kann: nur ein Durchfahren mit einem ölgetränkten Lappen durch das Rohr ist zeitweise erforderlich. Die Kartuschen waren 'tark wie die mrt dem alten Geschützpulver gefüllten. Der Knall gleicht dem des bisher geführten Pulvers. “ ^Selbstmord aus der Hochzeitsreise.] Der Inhaber eines Colonial- waaren:Geschäfts en gros in Berlin, der 30jährige Kaufmann Ernst P., halte sich vor etwa vierzehn Tagen mit einer jungen Dame aus angesehener Familie verheirathet und mit seiner jungen rau am Tage nach der Vermählung eine Hochzeitsreise angetreten. Mit voriger Woche traf das junge Paar in Paris ein, um die Weltausstellung zu besuchen und nahm in einem von Deutschen stark frequentirten Hotel Wohnung. Arn Freitag Morgen war Herr P. mit mehreren Bekannten, die er zufällig dort getroffen, n seine Frau, die über Kopfschmerz klagte, im Hotel zurücklassend. Gegen Mittag heimkehrend, fand der junge Ehemann die Stubenthür verschlossen und ängstliches Pochen und Rufen nicht geöffnet wurde, ließ man durch dm Schlosser Offnen. Hier wurde Frau P. mit durchschnittenen Pulsadern entseelt im Bette liegend aufgefunden, und der sofort hinzugerufene Arzt stellte fest daß der Tod der bildschönen jungen Frau bereits seit einer Stunde ein- « Bedauernswerthen, über deren Motive zum Selbstmord bis jetzt nichts Näheres festgestellt werden konnte, ist nach Berlin überführt worden N^/A Aahre wieder erscheinen. Die pcrenntrenben Astern sind auch besonders für alten Stoffe aorgenommen werden kann. SDie SBermebrung fannautabem aÄE burcb Samen geschehen. Die meisten der unten angeführten perennirenben 9iftf>rnrtpn Wammen aus Amerika und mag die Hauptursache^ ih?« bisher^noch g?rtn/ n L" breitung in den Garten wohl hauptsächlich darin xu sehen fein hnfe r Ä M“»«ne’u“ 'Liefen ^Ubringen, was von den Modeblumen verlangt wird. Die geringe Größe der Blumen ^^Nr«^^bu^,burch deren zahlreiches Erscheinen ersetzt; sie eignen sich auch sehr aut n"nt?/^EUbtndereien und halten sich, abgeschnttten und in Wasser gestellt sehr lange x!,**",»• ««?:•= Sr? farbenen Blumen, die in den Gärten auch unter dem Namen A. Novae Belgi^befannt andere nordamerikanische Art ist A8ter grandiflorua; dieselbe erreicht eine Hbhe von 60-80 Zentimetern. Die oerhältmßmägtg großen Blumen entfalten fick erst im October, also zu einer Zeit, wo schon Fröste eintreten. D?e Scheib? b2 Z "men ist gelb und die Strahlenblurnen oiolettblau. Wenn in rauben Geaenden Ultimen zu spat erscheinen, dann kann man die Stöcke auch mit Ballen ausbeben nnh ‘n ober in Käst-n pflanzen, sodaß sie i..'s Glashaus °7er in Wohn,Lumen an^ gestellt werden können, wo die Blumen zur Entwickelung gelangen. Nock eine andere ist Astor Curtisn, in Amerika heimisch, wird über 1 Meter hoch und bat lila- bte^r4e Okbort noch zu den neueren Einführungen und ist namentlich als Mittelstuck emer Asterngruppe zu empfehlen. Zum Schluß sei noch aut Astor cord? i01mMC&en«!aSg au? ^frbamertfa stammend, aufmerksam gemacht; dieselbe wird etwa 1 Meter hoch und ist reich verzweigt. Die einzelnen Slumen finh tmnr farbenem hl ^rn0^51111^ großer Anzahl und sind blaßblau mit purpurfarbenem Centrum. Alle angeführten Arten eignen sich für unser Klima sehr aut brau»tbC 6Cn 6d Un§ 6an$ °hne daß man daraus viel Müh- zu verwenden Gesucht 6336 i eine Frau zum Flicken und Nähen, j Näheres in der Exped. d. Bl Schlachtete heute ein fett'eS Pferd. Kessler, Freitag früh: lebend frische Schellfische in EiS- Cabliau, Hechte, Seezungen, TurbotK Rheinsalmen, lebende Suppen- un^ Tafelkrebse. Handel und Berkehr. W-i>-n^!l^V40 W-iz-n M 15.55, w-iß-r SÄÄ oV'“ ■* 12,b5' ®CrftC •* "00- «“f« ■* 7-6°. Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) — lCultur der perennirenben Astern.] Gartenbesitzern, welche auf ihre Gärten nicht viel Zeit und Kosten verwenden können, kann die Cultur der verschiedenen perennirenben Asterarten, die einen wunderhübschen Schmuck für den Garten bilden, ' sehr empfohlen werden. Dieselben sind für den Blumengarten deshalb noch ganz I besonders werthvoll, weil sie nur wenig Pflege beanspruchen, dabei doch reichlich blühen ' Sr Nur «och heute und morgen 5g kommen hier mehrere Kisten streng reelle Maaren zum fabelhaft billigen 6255 Ausverkauf. 75 Tisch, und Tophaläus-r ed)lc SeeiJL Taschentücher 6 Stuck von 1 JL an bis zu den allerfeinsten 6 Stück cat %rttrö genahte Blaudruckschürzen 75 Echt engl. 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I. gelangt der Nachtrag II zum Anhang A unseres Lokal- Gütertarifs , enthaltend anderweite Bestimmungen Über die Frachtberechnung und Anwendung des Ausnabmetarifs für bestimmte Stückgüter, zur Einführung. Nähere Auskunft ertheilen die GÜter- «xpeditionen. Gießen, den 30. Juli 1889. 6323 Großherzogliche Direction. Vergebung von Planirarbeiten. Die zur Erbauung einer KreiS- ftrave von Leihgestern nach Giesten tn ersterer Gemarkung er« forderten zu 2158 „tt veranschlagten Planirarbetten sollen Montag, den 3. August d. I., BormittagS 9 Uhr, aus Großh. Kreisamt im Wege schriftlicher Submission vergeben werden Kostenvoranschlag, Pläne und Bedingungen sind auf Großh. Kreisamt einzusehen, weitere Auskunft ertheilt Bezirksbauausseher Rohrer in Gießen. Gießen, den 29. Juli 1889. Der Kreisingenieur 6273 Gnauth. 6339 Schlußcourse 1 Uhr 15 Mtn. Tendenz: ziemlich fest. 6346 Der Vorstand. Giessener Zitherclub (Wohlthätigkeitsverein). Die Parthie nach Staufenberg findet nicht statt. 6325] Freundlich möblirte Zimmer, auf Wunsch mit Kost, zu vermiethen. ___Ludwigstraße 64 II. 6343] Fein möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Näheres Goethestraße 11, 2 Treppen. Gebackene Fische 6348 in der Pulvermühle. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Oeffentliche Erklärung. Um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen, erkläre ich hiermit, daß Herr PH. Kreiling „zum GambrinuS" in Gießen seit 4. Juni er. weder von mir noch von meinem Vertreter, Herrn H. Hof in Gießen, Bier bezogen hat, und deßhalb zum Verkauf von Pfungstädter Bier nicht berechtigt ist. Pfungstadt, den 31. Juli 1889. Justus Hildebrand Exportbierbrauerei. J Unserer lieben Wirthin Frau E. U. i X zu ihrem 36 Wiegenfeste ein dreifach X donnerndes Hoch, daß der ganze? M Schipkapaß wackelt- ♦ £ 6351 Mehrere Stammgäste, i Coarsverrcht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 1. August 1889. Niddaer Herbstmarkt. Auf den am 9. September d. I. abgehalten werdenden Krämcr-unWikh-(bk)w.Faftl-)Markt erlaubt man sich das Handel treibende Publikum aufmerksam zu machen. Bemerkt wird noch, daß der Markt auch von Original Simmen- thaler Bullen und Kalbinnen befahren wird. 6189 ^idda. Das Martrtcomite. vis Beerdigung findet morgen Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause (Frankfurterstrasse 21) aus statt. [6352 Stein’s Garten. Sonntag den a. August: Grosses Mililär-Concert ausgesührt von der Kapelle (32 Mann) des 2. Königl. Bayrischen Mger-Batsillons (Aschaffenburg) unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Ludwig Schröder. Anfang 4 Uhr. Ende 11 Uhr. — Entree so Pfg. 3W Bier im Glas. 6353 6328] Grünbergerstraße 12 ist eine Mansarde, bestehend in zwei großen schöilln Zimmern und zwei Kabinetten, Küche, Wasserleitung rc., mit Gartenantheil, per l^October oder früher zu vermiethen. 6342 Ein freundliches Mansardenlogis sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d- Bl. Grossherzogliche Geheime Rath und Professor Dr. Hugo von Bilgen hierselbst im neunundsiebzigsten Lebensjahre. Giessen, den 1. August 1889. Die tieftrauernden Hinterbliebenen Statt jeder besonderen Anzeige HF O Gestern Nachmittag um 4 Uhr entschlief der Wiener Hof. 6329 Heute, Donnerstag den 1. August: GROSSES CONCERT der Varieto-Truppe Bothmann Edenhofer (2 Damen und 4 Herren). Anfang 8 Uhr. Entree SS Pfg. Röhrle’s Bierhaile. Samstag den 3. August: 6340 großes Jftifitflr=öncert ausgeführt von der Kapelle des 1. Heff. Hufaren- Regiments Nr. 13 (König Humbert von Italien) zu Boekenheim, unter Leitung ihres Kapellmeisters Entree 40 Psg. Herrn E. Hecht. Anfang 8Uhr. Vermischte Anzeige«. 6337 Ich suche für nächste Zeit einen soliden stadtkundigen jungen Mann mit schöner Handschrift zu engagiren. Dietz, ___________ Reichs-Bank Vorstand. 6333 Eine Frau sucht Laufdienst. __Neustadt 47, parterre Vermietungen. 6326 Der dritte Stock zu vermiethen. _________________________Kaplaneigasse 5. 6327 Ein geräumiges Familtenlogis im Hinterhause zu vermiethen. __________________Grünbergerstraße 36. 6334 Im zweiten Stock drei sehr schöne große Zimmer mit verschlossenem Vorplatz, großem Holzstall und Keller, sowie Garten an erwachsene Leute per 1. September, auch später, zu vermiethen. Zu erfragen Seltersweg 20 1. Frische Preisselbeeren sind eingetroffen bei Heinr. Klotz, 6345__________Gemüsehändler. 6331 Ein amerik. Ofen „Äron* juwel Nr. 1*, sowie ein fast neues eisernes Reservoir, 1,40 Ctm. lang, 90 Ctm. breit und 55 Ctm. tief, mit Messinghahnen und Bleirohren verschiedener Stärke, sind billig abzugeben bet ______________Wilh. Wallenfels. Von heute an verkaufe ich das Pfund Rindfleisch zu 30 und 34 Pfg. A. Schmidt, Metzger, 6341] Marktstraße 26. . 4 pCt. Reichsanleihe 108.10 3V2 pCt. do. 104,30 4 pCt. Preuß. Consols 107.10 3Vr pCt. do. 105.20 4 pCt. Ungar. Goldrente 85.30 41/5 pCt. Oesterreich. Silberrente 72.20 5 pCt. Italiener Rente ult. 94.50 4 pCt. Griechen 79.50 4 pCt. 1880er Russen 90.20 Russische II. Orientanlethe 64.20 4 pCt. unif. Egypter 90 50 6 pCt. cons. Mexikaner, große Stücke 94.20 Disconto-Commandit-Anth. Darmstädter Bank-Act. Oesterreich. Credit 233.60 166.20 260.50 Oesterreich. Staatsbahn-Actien Lombard. Eisenbahn- „ Galizische do. w 185.50 100.12 163.50 20 FrancS-Stücke 10 do. 16.29-16 33 16.24—16.28 I Enal. SouvereianS 20.34—20.30 1 Dollars in Gold 4.16-4.20 TelegraNMer >e? S erlinei Börje vom 1. August 1889. Oesterr. Creditactten 163.80 DiSconto-Com-Antheile 234.40 Oesterr. Staatsbahn-Actien 94 25 Lombarden 50 60 Dortmunder Union-Actten 96.75 Ostpreußen 107 40 Darmstädter Bankactien 165.90 Tendenz Bochumer Gußstahlactien sehr fest. 21150 4°/o Gießener Obl. — _____________ ReichSbank-Disk. 3%. — 50/0 BuderuS Obl. Franks. Bank-Disk. 3°/g. 104.00 Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Jkifoijc ,jit -Ii r. 177 Des „fliejjentr fl^ciner ',ColuNbta" ist nach einer Reise von 6.Tagen und 19 Stunden wohlbehalten angekommen." So etwa wird die Develcke lauten ct\£ »i01 nCth^a*bur0 °A"'erikaniIchen Packelfahrt - Aclim - ©e&f^aft gefkrn^Morflen waini1 Und dach verkünden d -1- schlichten Worte -tn Ercigniß dem M der G-schi-bi^ d« ilschm Dampfschifffahrt seine Stelle angewiesen werden wird. Die Columbia" b?« nicht nur die schnellste Erstlingsreis-, den besten waia-atrix gemacht "den st^in Dampfer zwischen Europa und Amerika -ussührt-, sie hat, was einzig dastebm bütfie in der Gesch chte der transatlantischen Dampsschiffsabrt, gleichzeitig auch in diesem mudentnp die rascheste Reife gemacht, welche überhaupt bisher zwischen Soutbamnta» °nd N-wpork ausgeführl worden ist. War man nach den Erfolgen der «7«»»- Victor a" schon gespannt au den Ausfall ihres Schwesterschiffes der Columbia" ,5 war diese Spannung besonders aus der anderen Seile7n’etam ±ifft» NM OE"nden schnellere Reise ausgeführt. Man muß Rewyork und seine Leute kennen Cn' ?)cI(^1c Sensation dieses Eretgntß dort hervorgerufen hat. ^n den ?Cr elevatod roa^8> in den Restaurationen up-town und down-town tn den Clubs und auf den Straßen bildet die „Columbia" heute das Taaesaesvräck' Leitungen überbieten sich in ausführlichen Berichten und Tausende wandern^ hinaus 6 mm;rbc? Gegenstand der großen Sensation persönlich tn Augenscheinen 5 -k^lumbia" und der Erfolg ihres Schwesterschiffes Auauffa unb ffuronn ibQ Tatsache erwiesen, daß die Blitzzüge des Meeres zwischen Rewyork in önH *• von Hamburg ausgehen. Mit dieser Thatsache wird der Verkehr st zu rechnen haben und die Amerikaner richten sich schon darauf ein Die- ^be Stegespalme aber welche die „Augusta Victoria" kurz zuvor den englischen Dampfern entrissen — den Record des kürzesten maiden-trips — hat sie nun an ^re Müssen. Die Hamburger Gesellschaft erleidet dadurch ftdochk ine ^ctederlage, fte feiert vielmehr einen doppelten Triumph. s.n Reise der „Columbia" selbst hat wiederum den großen Fortschritt bestätiat, und ea iSh rl1 Einführung des Doppelschrauben - Systems gemacht hat, und es darf jetzt schon als ausgemacht gelten, daß gerade die brillanten Reisen der ht*am6r.un^c9enbi: die künftige Alleinherrschaft dieses Systems im n^Cn Pussagier-Dampfer-Verkehr sein werden. Damit hat sich dann auch der mit schweren Bedenken unternommene Versuch der Packetfahrt-Gesellschaft ru einem großen und markanten Erfolge gestaltet, ein Erfolg, welcher di/Sympachie der ActienbK?s?bNsrk,^s^b^Dvppklschraubendampfern der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt- Actten-Gesellschaft ohne Zweifel im Sturme und dauernd zuführen wird. 9 , Braunschweig starb plötzlich der Professor Sievers nach Genuß von ’ n Weise verschied das Dienstmädchen der Familie unter furchtbaren Schmerzen. Der Genuß eines Stückes von demselben Schinken hat dann noch einem zwanzrgiahrigen Mädchen das Leben gekostet. Die Todesfälle wurden wie sich herausgestellt hat, durch Ptomain (das sogen. Wurstgift) herbeigeführt. Rach den Forschungen der Wissenschaft entstehen die Ptomaine (organische Vasen) in Fletsch Wurst, Seefischen und Käse durch Einwirkung von Bakterien und zwar im Anfangsstadium der Faulniß, ehe noch widrige Gerüche sich geltend machen (dieser CT«art QU und überaus feinen und nachhaltenden ■ Geruch Hier nur bei [56531 OLr.1,/1 ttonra«, Wallthorstr. 23. ■ Teppiche und Muser in großer Auswahl empfiehlt billigst Earl Stückrath, Möbelfabrik u. Lager, 1902] Asterweg 47 — Ederstr. 8. Neues flninkont in extraschöner Waare eingetroffen. 6264 H F Nassauer. Neuer Himbeersaft zu haben in der Drogenhandlung 6260 von Otto Schaaf. Gardinen, weiß und creme, zu enorm billigen Preisen in größter Auswahl empfiehlt Earl Stückrath, Möbelfabrik u. Lager 1901] Asterweg 47 — Ederstr. 8. 1889er Incarnat-Kleesaat empfiehlt 6261 Fr. Seibel. amer. fl^it booIlustpstionen von Än genau 75 Lieferungen jum wohlfeilen Preise von 60 Mennig. 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