Nr. 176. Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schnlftraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 M Amtlicher Hßeil. Bekanntmachung. . Unter, Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 26 L 9JI wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das 2. und 3. Bataillon des Grohh. Insantene-Regments Nr. 116 aus den Teufelrbergen, nördlich Wißmar, am Donnerstag den 1. August und Freitag den 2. August d F. von Vormittags < Uhr blS Mittags ungefähr 5 Uhr Schießübungen abhatten werden. ' Gießen, den 30. Juli 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Betreffend: Die Liquidationen über Naturalleistungen für die bewaffnete Macht. Gießen, am 30. Juli 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« dte Grotzh-rzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. ~ 20 n empfehlen Ihnen, die von den Truppenteilen bei vorkommenden Einquartierungen Ihnen auszuhändigenden Bescheinigungen über gelieferte Hellies Quartter und gestellten Vorspann jedesmal alsbald nach Abmarsch der betr. Truppen an uns einzusenden, damit die Liquidation der entsprechenden Vergütungen baldmöglichst erfolgen kann. I. V.: Jost, Regierungsrath. Wolitifc-de Skuudsehsrr Gießen, 31. Juli. Die Rede, mit welcher Prinz Ludwig von Bayern, als Ehrenpräsident 2es VU. deutschen Turnfestes in München, am vorigen Samstag die erschienenen Turngäste begrüßte, hat wegen ihrer hochpolitischen Wendungen in ganz Europa Aufsehen erregt, in Deutschland aber wegen der vaterländischen Begeisterung, die aus der Rede des bayerischen Thronerben von Anfang bis Ende heroorleuchtete, jubelnde Zustimmung erfahren. Treu festzuhalten an Kaiser und Reich und an der tm schweren Kampfe errungenen nationalen Einheit der deutschen Stämme — diese Mahnung-an das deutsche Volk klang Immer wieder aus den Worten des fürstlichen Redners hervor und sie wird sicherlich tm Herzen aller guten Deutschen eine bleibende Stätte finden Und wenn Prinz Ludwig am Schlüsse seiner Kundgebung auf das Bündniß zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien, als den mächtigen Hort des Völkerfrtcdens htn- wies und hierbei seine feste Zuversicht aussprach, daß diese Allianz Europa auch ferner den Frieden erhalten werde, so wird diese Schlußwendung gewiß bei den Friedezrs- freunden von ganz Europa die freudigste Genugthuung Hervorrufen. — Die in Unterhausen bei Neuburg a. Donau beigesetzt gewesenen Gebeine des französischen Neoolutionsgenerals Latour d'Auvergne wurden am Montag Mittag in Gegenwart der französischen Commission und des Regierungspräsidenten von Schwaben ausgegraben, doch wird ihre feierliche Uebergabe erst in einigen Tagen vor sich gehen. Auch die Asche des in Magdeburg ruhenden Generals Carnot, des Großvaters des jetzigen Präsidenten der französischen Republik, ist ausgegraben worden und wird ihre feierliche Überführung nach Frankreich an diesem Freitag mit militärischen Ehren erfolgen. Das Tagesereigniß in der auswärtigen Politik bildet der Ausfall der französischen Generalrathswahlen, vor Allem wegen der kläglichen Niederlage, die sich Boulanger hierbei zugezogen hat. Bekanntlich war die Candidatur Boulangers für bie Generalräthe in weit über 100 (Santonen oder Bezirken aufgestellt worden und hierzu hatten sich die boulangistischen Wahlletter wohlweislich solche Bezirke herausgesucht, welche in den für vorzugsweise boulangistisch gesinnt geltenden Departements liegen, und das erhoffte Probeplebiscit für den Zukunftsdictator Frankreichs schien demnach gesichert. Um so unangenehmer ist daher für die Boulangisten die eclatante Niederlage ihres Herrn und Meisters, denn er wurde nur in 12 Cantonen gewählt, dagegen soll er in 73 Bezirken gänzlich unterlegen sein, während er noch in einer Anzahl von Bezirken zur Stichwahl steht. Was diesen Rückschlag in der Volksgunst gegenüber Boulanger veranlaßt hat, mag vorläufig noch dahingestellt bleiben; zur Zeit interessirt bie Thatsache, daß der Boulangismus einen schweren Schlag verzeichnen muß, Doch ist es freilich nicht ausgeschlossen, daß die boulangisttsche Bewegung trotzdem wieder von Steuern aufflammt, sobald nur erst die Kammerwahlen vor der Thür stehen. Nicht f J° 6ünsttg sind die Generalrathswahlen für die Republikaner in Bezug auf deren Berhaltntß zu den Monarchisten verlaufen. Von den vorzunehmenden 1429 Wahlen waren bis Dienstag früh 1421 bekannt, es fehlten demnach nur noch 8 Wahlen; gewählt srnv 751 Republikaner und 497 Conservative, Boulanger ist in 12 Cantonen gewählt 97 ™a$cn sich 161 Stichwahlen erforderlich. Bis jetzt haben die Republikaner ^itze in den Generalräthen verloren und jedenfalls wird sich diese Zahl durch den Ausgang der Stichwahlen noch erhöhen, so daß die Monarchisten die allein Gewinnenden bet den Generalrathswahlen fein werden. Auf alle Fälle fällt indessen dieser Erfolg der monarchistischen Sache nicht allzusehr ins Gewicht und sind dte General- rathswahlen unter ^t>en zur Zeit in Frankreich obwaltenden Verhältnissen für die Repu- blrkaner noch verhältnißmäßig günstig ausgefallen. Jedenfalls werden erst die nächsten allgemeinen Wahlen dte Entscheidung über das Schicksal der französischen Republik Jenseits des Canals beherrscht der unmittelbar bevorstehende Besuch des deutschen «aiserS am englischen Hofe erklärlicher Weise fast das gesammte Tagestnteresse. Großartig verspricht das Flottenschausptel bei Sptthead am Sonnabend zu werden, nt?* ""Niger als 74 englische Kriegsschiffe, unter ihnen die stärksten und statt- ttchsten der ganzen englischen Marine, werden am genannten Tage vor Kaiser Wilhelm und dem Prinzen von Wales, als dem Vertreter der Königin Victoria, paradiren; außerdem werden noch 25 bis 30 Torpedoboote dieser grandiosen Flotte betgegeben sein. Der Prinz von Wales wird sich mit dem Kaiser Wilhelm, dem Prinzen Heinrich von Preußen und den übrigen Mitgliedern der englischen Königsfamilte während der Parade an Bord der königlichen flacht „Victoria und Albert" befinden, an deren Bord sich | auch dte Lords der englischen Admiralität begeben werde... Das Londoner diplomatische ' Corps wird dcr Revue von Sptthead an Bord des „Tamar" beiwohnen, indeß sich dte Mitglieder des Oberhauses auf dem „Euphrates", diejenigen des Unterhauses auf dem „Serapis" befinden werden. Zur bulgarischen Frage sind im Oberhause seitens des Premiers Salisbury eine Anzahl Erklärungen abgegeben,«die indessen nichts besonders Neues enthalten und sich höchstens durch die ungewöhnlich entgegenkommende Sprache auszeichnen, welche der leitende Staatsmann Englands gegenüber Rußland führt. Im Unterhause erklärte Unterftaatssecretär Fergusfon, die Einwohner Kretas hätten keineswegs den Wunsch ausgesprochen, sich unter englischen Schutz stellen zu dürfen. . Die Entscheidung auf dem oberegyptischen Kriegsschauplätze steht unmittetbar bevor Wad-el-Njurni, der Oberbefehlshaber der Derwische, brach sein Lager bet Abu Simbäl ab und rückte weiter nach Norden vor, während ihm.Oberst Greensell mit einer englischen Brigade und zwei egypttschen Brigaden von Assuan aus entgegengezogen ist. Wad-el-Njumi soll in den letzten Tagen noch bedeutende Verstärkungen empfangen haben. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Korrespondenz-Bureau. Wilhelmshaven, 30. Juli. Das für gestern beabsichtigte Schwimmfest sand heute Nachmittag um 3 Uhr statt und verlief trotz der kurzen Vorbereitungen in gl^nzmder Weise. Das Katserpaar wohnte dem Fest an Bord des Arttllerteschulschtffes Breslau, 30. Juli. Dr. Julius Stein, der frühere Chesredacteur der „Breslauer Zeitung", ehemals Mitglied der preußischen Nationalversammlung, ist Nachts gestorben. . da*iS, 30. Juli. Von den am Sonntag stattgefundenen 1429 Wahlen sind bis letzt 1421 Ergebnisse bekannt. Es sind gewählt worden: 751 Republikaner und 497 Conservative. Boulanger ist in 12 Wahlbezirken gewählt worden, tn 161 Wahlbezirken haben Stichwahlen ftattzufinden. Dte Republikaner haben 66 Sitze gewonnen und 93 Sitze verloren. Paris, 30. Juli. Der Schah von Persien ist in Cherbourg angekommen. nr x London, 30. Juli. Das Unterhaus verwarf nach achtstündiger Debatte den Antrag Morley's zur Apanagenvorlage mit 355 gegen 134 Stimmen und nahm den Regterungsantrag an. — Nach einer Meldung des „Reuter'fchen Bureaus" aus Yokohama hat in Kumamoto auf der Insel Ktnsin in der Nähe von Nagasaki ein Erdbeben stattgefunden, wodurch großer Schaden angerichtet worden ist und viele Menschenleben oerloren gegangen sind. Petersburg, 30. Juli. Der Zustand des Großfürsten Constantin ist wieder bester. — Die Vermählung des Großfürsten Peter ist auf den 7. August festgesetzt. Athen, 30. Juli. Der Gouverneur von Kreta ist nach Konstantinopel berufen worden. Eure aus 4 Christen und 2 Muselmännern bestehende krelensifche Delegation geht nach Konstantinopel, um wegen Concefsionen zu verhandeln. VII. Deutsches Turnfest München, 29. Juli. . — ~ An dem heutigen Festzuge, dessen Spitze um 11 Uhr 52 Minuten am Portale bes Festplatzes anlangte, wahrend die letze Abtheilung um 3'/. Uhr eintraf, nahmen 867 Fahnen ^heil. 914 Tafeln mit der Bezeichnung der Vereine wurden denselben vorangetragen. Die Zahl der Theilnehmer betrug über 11800 Mann. Der stärkste Verein war der Männerturnverein Leipzig, der zweitstärkste der Turnverein Berlin. Die Zahl der den Turnern zum Willkomm zugeworfenen Sträußchen und Kränzchen war enorm. Eine Blumenhandlung hatte gestern allein 3000 solcher Turnersträußchen anzufertigen. Die Hypotheken- und Wechselbank hatte ungefähr 250 Eichenkränze den Turnern gespendet. Mehrere der Sträußchen enthielten sinnige Dichterfpenden von schöner Sc «.3” ^nem solchen Bouquet stand auf einem Zettel: „Frisch, fret, fromm, fröhlich. Heber Turner, ich bin noch ledig". N. N. Leider erhielt das Sträußchen ein schon bejahrter verheirateter Turner. An verschiedenen Orten wurden den Turnern Erfrischungen gereicht. In liebenswürdiger Weise hat besonders das Corps Vttrurta" Theatinerstraße die Bewirthung unserer Gäste übernommen. Unter allgemeiner Heiterkeit wurden in mehreren Straßen Weinflaschen rc. an langen Schnüren herab- gelasfen und unten von den Turnern stürmisch empfangen. In der Kausingerftraße regnete es außer Blumensträußchen auch in Papier eingewickelt: Gansachteln und sonstiges Geflügel; von den Gasthäusern „Spaten" und „Pschorr" wurden Würste, ^Mrren rc., joroie von den Firmen „Pichler sel. Erben" und Weinhandlung „Kurtz" reichlich Getränke verabreicht, was bei vielen Privaten in den übrigen Straßen Nachahmung fand. verlies ohne irgend welche Störung. Weder die Polizei noch die SonitatScolonne hatte irgend Anlaß zum Einschreiten. Di-Ps-rde des Festwagens mit der Germania gehören der Walser',chen Kunstmühle, die acht herrlichen Rappen am Wagen der Monarchta dem Hoskunstmuhlbesitzer Schmidt, die Bespannung des römischen Zweigespanns und der Quadrrga gehörte der hiesigen Pferdebahngesellschaft. - . Se. K. Hoheit der Prinz-Regent erschien mit den Prinzen Ludwig, Rupprecht:c. Seute Nachmittag nach Beendigung des Festzuges mit einem großen Gefolge auf der Astwiese und wurde von den Turnern und dem zahlreichen Publikum enthusiastisch "Ta* 5-C 4 rE?b Ho^^ufen begrüßt. Der Prinz-Regent begab sich zunächst in die Loge des Königlichen Hauses in der Festhalle und wohnte daselbst lange Zeit dem Musterriegenturnen an Bei der Abfahrt, welche infolge der schlechten Witterung delchleunigt wurde, wurden dem Regenten stürmische Ovationen bereitet. ^.egenturnm nahm heute seinen Fortgang. Die Halle wurde heute »oUftonN geräumt und mit Barren, Pferd, Reck und Bock :c. versehen. S)cm Xurnen ^0^ e den ganzen Tag über eine zahllose Menge von Zuschauern bei. Am heutigen Tage turnte u. A. der XII. Kreis (Bayern), der XIV. Kreis (Sachsen) mid der X V Kreis (Oesterreich). Die Leistungen waren vorzügliche. Besonders überraschten Leistungen im Hochsprung mit Stab, wobei Höhen von 2,50 bis wurden. Auch das berühmte Schwingen der Schweizer kam heute 2lu3fu§run0 und fand enthusiastischen Beifall, ebenso die musterhaften Cnubün10en*. ^v^^bem wurde fast an allen Geräthen bei sehr guten Gesammtletstungen eifrig geturnt. M 0 * * * „lirc Sanitätsdienst beim VII. Deutschen Turnfeste, welcher ein freiwilliger ist, wurde von einem besonderen Sub-Comil6 organtsirt. Derselbe ist in der Weise organisirt, daß in einer wohleingerichteten Krankenstation (14 Betten) auf dem Fest- hwit ^ Anzahl von Aerzten und Sanitätsmannschaften zur Hilfeleistung Den ärztlichen Dienst haben etwa 50 hiesige Aerzte übernommen, welche in bestünmtem Turnus abwechseln. Die Sanitätswachmannschaft wird an den eigent- lichen Festtagen d. h. vom 28. bis 31. Juli — vom Turner-Sanitätszug an den übrigen Tagen — d. h. vom 21. bis 27. Juli und vom 1. bis 4. August — von der Oberbayerischen Samtäts-Colonne gestellt. Außerdem hatte das Sub-Comits zur Hilfe- ne-3 Abzuges an fünf Plätzen (Hoftheater, Odeon, Universität, Rath- böebaude) die Sanitatswachen eingerichtet, an welchen Aerzte und ^bcn ma^mann 1 ^berbayerische Sanitäts-Colonne) den Dienst übernommen h« Äsba0erocfcnc Dimensionen nahm an den beiden Festtagen der Verkehr Cafs Luitpold an, wo am Sonntag über 20 000 Gäste zu befriedigen waren 8 ©djon um 5 Uhr Morgens begehrten Hunderte Einlaß und noch mehr Turner zogen r ^"ernachl ab, weil sie nicht mehr eingelassen wurden. Während S w^tmMste vorhan ben war ’ “C‘’£ Qb9£,P£rtt n,crbcn- 618 wieder Platz für Lokates» b-Ittag-a wkbMn Df£‘£n ®£,Wläkuten drtng8-nb°g°ewün^ , kürzlich Ä7L°^'£^-L ^üss-l °°rauch werben einig- Haupttahrer. di- erst ! E°rs° durch di- Stadt werden circa RO Ma,-§n-n in1s-weauna^el/£ b£m 6ro6cn- wartige Zeitungen übergegangene Mordgeschichte hat sich ra^ck dÄ? nf c ! der angeblich in den Strom Geworfene auf dem laVnbamm V* | ^eit bekommen und im Verlauf desselben in's Wasser aeiall^n ift 3 S lba^n seine Gegner selbst herausholten 11 0c'aUen aus welchem ihn «eww® fflWHim Wachst 8» ?an£' U VA100 b-r?-!sübr-n mußte, -r starb kurz daraus au! d r W-MMMMK S&s rn : >'* s sI'Sä Bürger unfere? ©tabV 6m @3°@n hpr§i£< VUn8'] ,flne5 d-r angesehmsten mi"s-in-?G ff?^/benb-n Köders, d-r G-w-rs-kamm-r -7 ähi-r"w°r^-im??-üw fein“ Gattin in seltener Rüstigkeit das Fest der goldenen Lochlett Unter den ?rttinüaf*Un^er Glückwunschtelegrammen, Adressen rc. verdient ein Gratulationsschreiben der Kaiserin Friedrich besondere Erwähnung. Dasselbe lautet: q. , < ix®C£,1 Hbrr. Es ist zur Kenntniß Ihrer Majestät der Kaiserin und Köniain §,a-^rich gelangt, daß Sie heute den Tag der goldenen Hochzeit begehen. Ihre Majestät -und den Ihrigen hierzu von ganzem Herzen Glück s Je.,^ ^er hochselige Kaiser Friedrich gethan hätte, in dankbarer Anerkennung Ihrer 1Ä w.d iKSJ -Utopie gereichen. Es ist ^hrer Maiestat auch bekannt, daß Ihre Tbätiakeit in den Freimaurerlogen eine unermüdliche gewesen ist. Möchte Ihnen daber noch ein anaes ^umringendes Leben beschieden sein. Mit den besten Wünschen zum heutigen Fest- oerbin^t Ihre Maiestat die Bitte, das beifolgende Bild als Andenken an den Autzdr.Ä"n^^e«Aftb Friedrich gütigst entgegen nehmen zu wollen. Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung Graf Seckendorf." ??"iben traf ein Portrait des Kaisers Friedrich ein, welches die ^?nh7nntiC. 0C5b45nbL0 Uiit folgender Widmung versehen hat: „Herrn G. E. van der « 30. Juli 1889, non Llktoria, Kai-rin und be§ lai|C?fbie toibt^mSUn88tat6 ®‘£ff£n8 üb-rr°.ch.° b-m Jubilar Ram-nS Univerfität»- Ehronik. nach äu'Ä g-b-m $°8t*n Si£t' ®£rmaniR- w'rd zum H-rbst- -,n-m Ruf- Z?'Dm-ni? °‘8^0 e ~~ Frankfurt, Zo.Juli. Eine Liebestragödie in des Wortes vollendetstem ^Lestern Abend gegen 6 Uhr in dem CafS Reichskanzler Hierselbst. Mp Sh ®TO?kaj?DC\!?alt ift folgender: In jenem Caf^ sind 2 Schwestern- ^ ^u0eblich bildschöne Mädchen sind, als Büffetdamen angestellt. Mit einer derselben, Marie Lobbe mit Namen, unterhielt ein Musiker des 9 bayerischen ^nfanteriereaU ments fett ca. 5 Jahren ein Ltebesverhältniß. In Trier Batten fiS^iXen &ute 64 ernFV ?ie Lobbe ist nämlich eine Triererin. Anscheinend hat Marie Löbbe fpftiitf? ^ranFIUf.t ?n ^uem anderen Mann mehr Gefallen gefunden, jedenfalls scheint M»ustehen. daß ste dem seitherigen Geliebten Max Ktfchke den Laufpaß gab. Der nnitftpf»0 (Sergeant Kischke, welcher wohl nicht mit Unrecht einen o/ebenbuhler oer- uluthete, kam nun gestern ganz unerwartet in Eivilkleidung hierher, besuchte das ge- nannte Caf4 und stellte seine ehemalige Geliebte wegen ihres Verhaltens zur Rede Version soll Kischke die Marie Löbbe zu einem gpÄÄ »X cinc obschlagige Antwort erhalten und bann auf das Mädchen geschossen haben nach der anderen ^erston hat Kischke seine frühere Braut energisch zur Rede gestellt, von ihr auf seine Interpellation die Antwort erhalten „ich will nichts mehr mit Dir e n b I Ha eht haft in Äh* e Mrs Unb bann geschossen haben. Die dritte Lesart lufammenn^Ä Lbh6 b? ^tbat ben ftan^en Nachmittag mit den beiden Mädchen ölTh 8 ÄJ1b ' rCr ^wester seiner seitherigen Braut seine Börse überreicht Mn ror^b xrcn/ fie moßlnaä> Paris gehen, dort finde sie ihr Glück, er werde an"fej? u<* Ä -O^arie suchen. Dann habe er einen Revolver gezogen und auf das ?Näbchen geschossen. Welche Angabe auch immer die richtige sein mag, genug, Kischke feuerte um die angegebene Stunde auf Marie Löbbe zwei Schüsse nacheinander ab, von denen der eine die Schlafe streifte, der andere das Genick. Die zweite Kugel ftfiSpn ^übpH^al8MtC ba8 ^?br^.us ab Als der junge Mann seine frühere Braut stürzen sah, eilte er hinaus und legte die Waffe auf sich selbst an. Ein Schuß gtna n Stirne, ein zweiter in die Schläfe. Der Soldat wurde schwerverletzt in das Hospital zum Heiligen Geist gebracht. Obwohl er noch lebt, zweifelt man doch an seinem Aufkommen. Das junge Mädchen kommt mit dem Leben davon. Dasselbe bestndet sich in seiner Wohnung. Nach dem Polizetbericht hat der Mörder als Motin °er That angegeben es sei ihm hinterbracht worden, daß seine Braut, mit der er am rcicC ? rhaltniß habe, ein gleiches mit einem anderen Manne angeknüpft habe". fr,U* r?8 Wurzburg wo Kstchkc staub, traf heute Vormittag tin Unter- omjter ein, um sich nach seinem Beftnden zu erkundigen. Der Thäter soll in Aschaffen- ^r8frt1£n,£rrmMb£ fe ®a8®rel§,ni8 hat selbst hier, wo man über Tagezbegebenheiten W 'J hlnweggeht, großes Aufsehen erregt. Ein gleicher Fall ist übrigens vor 18 Jahren in einem Caf6 auf dem großen Kornmarkt vorgekommen. — Der Hafen verkehr ist augenblicklich ein sehr reger. Im rechtsseitigen bsU e 14 9,ro6c Schleppkähne vor Anker. Die Anfuhr in Kohlm ist eine beträchtliche, dagegen kommt letzt wenig Getreide an. Von Massenartikeln sind be- erwähnen Scnbunßen aus Schweden sowie große Mengen Chilisalpeter zu tz^^^ausen, 25. Juli. Ein merkwürdiger Selbstmord ist ipi nahen vorgekommen. Ein neunjähriger Knabe hatte während der Abwesenheit splü-» ® Jc n e.tm.a fünfjähriges Schwesterchen zu passen und soll zu dem- ß^ußert haben, daß er , da das Leben doch nichts werth sei, sich erhängen werde, welchen Worten er sogleich die That folgen liefe. Dem unglücklichen Vater begegne e vor Anigen Jahren ein gleich hartes Mißgeschick; indem er ein ihm von einem Zbrwalter in Verwahrung gegebenes Gewehr untersuchte, entlud sich dieses und der Dchuß durchbohrte sein ihm gegenübersitzendes Töchterchen. m , §?/^^tzk 30. Juli. In Folge anhaltender Regengüsse sind Neiße, Zacken und ?U8, 5enkUfer5 -etteten und haben die Niederungen Überflmhet. Man befurchtet eine Wiederkehr der Katastrophe vom vorigen 3. August. ?/sellschaft.) In geradezu unglaublicher Weise, so schreiben §eite geht der „Libauer Zeitung" über diese Rechtsfrage nachstehende Zuschrift zu: Es kann Keinem Zweifel unterliegen, daß das ungelegte Et (fruotus in- eeparatue) in jedem Falle als unbedingt zur Henne gehörig betrachtet werden muß, während es nach seiner Absonderung etwas von der Henne Verschiedenes wird. Juristisch wäre also die Frage zu entscheiden, ob schon „während des Feilschens" die Henne selbst als bereits gekauft zu betrachten ist? In diesem Falle gehört das Ei dem Käufer, andernfalls dem Verkäufer. Nun ist frelltch in den verschiedenen Rechtsgeschäften das Moment der Willensüberetnftimmung (consentio) die Hauptsache. Das Geschäft ist gemacht, sobald die Contrahenten übereinsttmmen. Im Alltagsleben ist das Moment der Übergabe (traditio) bedeutend mehr bestimmend als das der Ueber- emstimmung. Es unterliegt für den Juristen keinem Zweifel, daß tn unserem Falle die Henne erst nach vollzogener llebergabe tn das Etgenthumsrecht des Käufers über- geht. sollte z. B die Henne bereits nach abgeschlossenem Geschäft, aber vor der Ueber- gabe durch einen Umstand nicht in den Besitz des Käufers übergehen können, so hat dieser nach dem jus strictum nur das Forderungsrecht auf die Aequioalenz, nicht aber auf das Kaufobject selbst. Die Henne gehört also während des Feilschens dem Verkäufer und mit ihr natürlich auch das in Frage stehende Ei. — sWas Berlin an Schönheitsmitteln verbraucht.) Eine junge Dame halte sich, 10 schreibt man der „Tägt. Rundschau", kürzlich die Aufgabe gestellt, zu erkunden, wie viel an Schönheitsmitteln täglich in Berlin von den Damen verbraucht wurde. Die großen kosmetischen Handlungen gaben ihr bereitwillig die gewünschte Auskunft und es stellte sich heraus, daß bei den bekannten diesbezüglichen Geschäften in Berlin zusammen täglich gekauft werden: 202 Kilo Puder, 117 Roth, 61V« Augenbrauenfarbe, 50 Lippenpomade, 29V« Glycerin und 15 Kilo Gold-Cream. Der Jahresbedarf beträgt demnach 73,730 Kilo Puder, 42,705 Kilo Roth, 23,356 Kilo Augen- brauenfarbe, 18,250 Kilo Lippenpomade, 10,865 Kilo Glycerin und 5775 Kilo Gold-Cream. — (Herstellung gemusterter Holzplatten.) Das Verfahren, Flächen- muster auf Holzplatten dadurch zu erzeugen, daß man zuerst Reliefmuster mittelst geherzter Walzen einbrennt und dann die nrcht gebrannten Reliefstellen durch glatte Walzen tn die Grundebene niederdrückt, wurde kürzlich einem Berliner Namens Robert Himmel patenttrt. Man ist dadurch im Stande, zweifarbig gemusterte Holzplatten herzustellen, die das Ansehen einer mit schwarzem oder braunem Holz ausgelegten Holzflache besitzen. Diese Holzplatten werden In der Praxis in bekannter Weise auf die zu fournirenden Möbel oder andere Gegenstände aufgeleimt und können, da das Flachenmuster durch da^ Niederdrücken der erhabenen weißen Stellen vollkommen eben rst, tn bequemer und schöner Weise polirt werden. Genau dasselbe Verfahren kam schon vor längerer Zeit mittelst der von Bernhard Ludwig in Wien erfundenen Pyrotypie tn der Fabrik des Genannten zur Ausführung. f — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- induftneller belief sich die Rohetsenproduction des Deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat Juni 1889 auf 330 812 Tonnen, darunter Puddelroheisen !Äc>Z?^gelersen 153J43 Tonnen, Bessemerroheisen 32150 Tonnen, Thomasroheisen 107839 Tonnen und Gießereiroheisen 37 480 Tonnen. Die Production im Juni 1888 betrug 350 404 Tonnen, im Mat 1889 306 299 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. Juni 1^9 wurden producirt 2 092 376 Tomren gegen 2 106 714 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nothwendige Aenderungen im Strafvollzüge. Der tn Deutschland noch nicht einmal einheitlich geregelte Strafvollzug ist neuerdings Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit geworden. Den äußeren Anlaß dam gab das neue belgische Gesetz über die bedingte Verurtheilung, das seit Kurzem in Kraft getreten ist. Durch dieses Gesetz wird dem Richter in bestimmten Fällen die Ermächtigung ertheilt, im öffentlichen Interesse auf die Geltendmachung des dem Staate zustehenden Strafoollzugsrechtes gänzlich oder doch bedingungsweise zu verzichten Der Richter erkennt zwar beispielsweise auf drei Monate Gefängniß, kann aber bestimmen daß die Strafe nicht vollstreckt werde, wenn der Verurthetlte innerhalb fünf Jahren | rückfällig wird. Läuft die fünfjährige Frist ab, ohne daß sich der Verurteilte straffällig gemacht bar, so gilt die Verurtheilung als überhaupt g^ogen werden. ** fo0ar fpatcr nl$l einmal als strafverschärfend tn Betracht .„neP Ma? wird zugestehen müssen, daß diese Art der Strafzumessung und des Voll- Hfl? ? c 0™nbüd)en Prüfung würdig ist. Denn das bisher allgemein Verfahren hat sich als wenig praktisch erwiesen. Man denke nur an die ffiSsSfl0' ^lche das Nationalvermögen durch Unterhaltung der Zuchthäuser und ^stlngnisfe erleidet; häufig genug aber steht die Strafe mit ihren Folgen tn grellem Mtßoerhaltntß zu der vom Richter beabsichtigten Höhe. Das Gefängntßleben ent- Ä0Lbcn' noch einen Funken j)on Ehrgefühl im Leibe hat, es schwächt seine ?^pÜachtung und sein morÄisches Gefühl. Aus der Strafanstalt entlassen kehrt der Ix rrne c Drück' als „beschälten" in den Augen seiner Angehörigen seiner Collegen; häufig genug findet er keine Stellung wieder und so, verbittert und durch Noth getrieben, sinkt er von Neuem dem Verbrechen in die Arme. e ?rber auch ihre Kehrseite. Die Kategorie der eben Ge- ^iiderten ist die weitaus bessere Art; für die schlimmere Art hat das Gefängntst Socken. Unsere heutige Humanität hat die Gefängnisse theilwetse ^^"Ierwtrthschaften umgestaltet, an deren „Segnungen" theilzunehmen unDetMfers hp^7n^r?ih4ietn-a 5 "ltrebenswerthes Ziel erscheint. Der Arbeitsscheue und Vagabond, £.r n A/Iheit je nachdem friert und hungert, der unreinlich gekleidet ist und der keine Hai, wo er fern Haupt zum Schlaf htnlegt, — er findet im Gefängniß alles das eine kleme remltche Zelle, gut gelüftet und im Winter gehetzt, reinliche Kleidung auskömmliche Nahrung bei nicht erdrückender Arbeit; er hat seine Schlaf- und seine nirht S361 etwaiger Krankheit seine Pflege. Alles dies bietet ihm die Freiheit versteht btcfclbe roe0Cn fdner moralischen Verkommenheit nicht gehörig zu benutzen brztehlichen Resultate unserer Zuchthäuser und Gefängnisse sind nicht hoch ?«3^!°0bn; die Fälle, daß Verbrecher „gebessert" aus den Anstalten heroorgehen, sind 3Mlen; -,Unb auch kein Wunder; eine Massenerziehung bet der durch mögl?chket^^"9 bedingten Absonderung des Einzelnen ist eben ein Ding der Un= , Die „bedingte Verurtheilung^, wie sie in Belgien eingeführt ist, hat dem üblichen ^nLrSUöe 0b6enuber viele Vorzüge. Ihre moralische Wirkung ist durchaus nicht zu unterschätzen, mcht ^eder, der sich etwa aus Leichtsinn, Ueberetlung oder auch aus 9iot& zu schulden kommen läßt wird gleich zu einem „Bestraften". Allerdings hangt die Verurtheirung wie ein Damoklesschwert über seinem Haupte, aber das wird fi*nn£L^da£V°n rehn gerade die Veranlassung fein, daß der Verurthetlte mehr aus sich achtet und den moralischen Makel wieder abzuwaschen versucht. Fünf Jahre ebr- gewaltigerbAnspörn"^ 93crurtbetlun0 f° gut wie nicht geschehen! Das ist ein °uch die Rückfälltgkeit härter bestraft werden; die ^Huxa't hat ein Recht, sich dagegen zu verwahren, daß unverbesserliche Taugenichtse ih^r Strafzeit immer wieder gegen sie losgelassen werden. Für Unvermögen bur 6 bo<^ irgendwo anders noch ein Platz sein, wo sie unter sich bleiben Giugesandt. Gießen, 30. Juli. Im Laden des Herrn Georg Schultheis, Kürschner, Marktstraße 3, ist seit heute eine große Schmetterlingssammlung ausgestellt. Dieselbe, bestehend aus In- und Ausländern, enthalt große Seltenheiten und soll einen Werth von ca. 1000 reprä- fentiren. Wir erlauben uns daher, Interessenten besonders hierauf aufmerksam zu niuu)tn. Schiffs nachrichten er d m e n, 30. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer onU b5'fl6apt m* Rtngk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. Juli von Bremen und am 21. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten tn Newyork angekommen. Wem an( bcr einer reinen Kopfhaut und schönen Haarwuchses etwas n unb der Luft gemessen nach Reaumur am 31. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittaas' Wasser 14 Grad, Luft 17 Grad. 0 L. Chr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Donnerstag den 8. August, Nachmittags 2t/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die ! den Johann Schunk Eheleuten in j Gießen gehörigen Immobilien: Flur 34 Nr. 598Via — 179 Meter Hof- : raithe zwischen dem Wäldchen und dem Schießbaus, Flur 34 Nr. 581^/100 — 363 Meter Grab- ' garten daselbst i öffentlich meistbietend versteigert werden, j Gießen. 17. Juli 1889. Großh. Ortsgericht Gießen. J.A.: ! Dogt, Ortsgerichtsmann. 5952 j Aeilgeöotenes. Gute Speisekartoffeln | verkauft H. Leib, Philosophenwald. 6309 Ein gut erhaltenes Pianino ist preiswerth zu verkaufen. Näheres ___________________Arauenklinik. verbessert alle Fleischspeisen. Wm.W ecker, W cinessigfabrik Heilbronn a. N. _ G283 Ein leichter einspänniger Prit« schenfederwagen zu verkaufen. -knbreaS Pez, Tiefenweg 6. I Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigcrung im Lieber Gemeiudewald. Montag den S. August l. I. werden in den Districten Maurerkasparskops, Rehtränksberg, Kronau u. s. w. versteigert: 12 Eichenstamm-Abschnitte von 5—8 Meter Länge und 45—50 cm Durch- meffer mit 10,89 fm Inhalt, 23 Eichen-Stämme von 2—5 Meter Länge mit 5,41 fm Inhalt, 5 Linden-Stämme mit 0,66 fm Inhalt, 566 Eichen-Derbstangen von t-7 Meter Länge mit 26,60 fm Inhalt, 5 Hainbuche „ mit 0,23 fm Inhalt, ca. 1000 Buchen-Wellen, Diftr. Kleinhäuserberg und Riedkops. Anfang und Zusammenkunft ist im Kleinhäuserberg Vorm. 9 Uhr. DienStag den 6. August l. I. werden in den Districten Eichwald, Unterspeierlingskopf, Mönchköpfe, Eisenkaute und Zappenau versteigert: ca. 280 Eicyen-Stämme von 19—49 cm Durchmesser und 3—10 in Länge = 80 fm Inhalt (zu Bau-, Wagner- und Grubenholz tauglich), 209 Hainbuchen-Rollen mit 5,12 fm Inhalt. Anfang und Zusammenkunft ist im Eichwald am Hattenröder Vicinalwea Vorm. 9 Uhr. Lich, den 29. Juli 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. ___________________________Walz.__6307 Gesell ii^t^-UeberfäÄiimee Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum zeige hierdurch ergebenst an, daß ich das von Frau Gerlipp Wwe. seither geführte Barbier- und Friseurgeschäft übernommen habe und empfehle mich bei sorgfältigster und prompter Bedienung auf'- Beste. Hochachtungsvollst 6302 Louis Kramer. Xu verkaufen: ! Bettstellen, Sprungfedermatratzen, I Strohsack, Stühle, Schränke, Bänke, Bügelherd, Backtrog, Honigtops, eine , Leiter, große Glasthüren, Goffenstein. 6304] Marktstraße 8. i Geschäftsverkauf. i Wegen Wegzug ist ein nachweislich sehr I rentables Geschäft mit fester Kundschaft ' und Inventar zu verkaufen. 6319 I Offert, unter P. P. 50 an die Exp. d. Bl. Verlag von Becker & Vari», Gießen und Berlin W. t Soeben ist erschienen und durch die . Verlagsbuckhandlunq sowie durch jede in- ' und ausländische Buchhandlung zu be- ? ziehen: Beiträge ! . zur ! Statiftik der Forsten des Europäischen Rußlands. । Von H. K. Henko. Petersburg 1888. | Aus dem Russischen, mit einem Vorwort von Gnse, König!. Oberforstmeister. I Durch diese höchst interessante Schrift, in welcher die neuesten Untersuchungeit und ftatlstischen Erhebungen über die russischen Waldverhältnisse niedergelegt sind, werden die überraschendsten Aufschlüsse über die bisher für unerschöpflich gehaltenen russischen Wälder gegeben. Preis Ml. 1.60. 6320 ff ff bessere ff ff ff ff ff ff Kinder Regenmantel ff ff ff für mich einzureichen. [6317 6322 I Privatdocent, Lehrer Der LBVOr. Kalligraphie und Der Han- 1 delswissenschaft. 6311 Carl Haas. 5305 Ausverkauf. u. S. Elsoffer 6146 Telegraphischer KsmSderLchr per BerLiuer Börse vvw 31. Zuli 1889 Tendenz: fest. 1 4 40 Mtr. von per Stück von do do 163.50 94 50 95 00 166.25 233 90 50 60 106 50 211.10 Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbcchn-Actieu Dortmunder Unton-Actien Darmstädter Bankactien 20.34-20.39 4.16 -4.20 sofort zu eröffnen, weshalb ich Doppelbreite Kleiderstoffe Waschachte Cattune . . Damen Regenmäntel . . Durch Vermiethung meines Ladens rc. rc.. welcher schon in einigen Wochen übergeben wird, verkaufe sämmtliche Schuh- waaren zu jedem annehmbaren Gebot do. Jaguetts Diöconto-Eom.-AnHetle Lombarden Ostpreußen Bochumer Gußstahlactien | 50/g Buderus Obl. - Franks. Bank-Disk. 3%. Der evangelische Kirchenvorstand: Dr. Naumann. 3445 Einen Lehrling sucht Martin Lenz, Bäckermeister. Gießen, den 1. August 1889. Der Großherzogliche Oberbibliothekar: Dr. Haupt. 6305] Haararnrvand gefunden Abzuholen bei Sommerlad, Gemüsehandlung. GrGheyogüchk UmvrrWtsbMiolhck. Alle von Nichtstudierenden entliehenen Bücher sind bis spätestens LS. August d. I. zur Revision einzuliefern. Vom S. August bis 26. Oktober ist die Universitätsbibliothek täglich von 9—1 Uhr geöffnet, Nachmittags geschlossen- Um schnell zu räumen, bin ich gezwungen wegen baulicher Veränderung meines inneren Ladens einen Prima Ofenbeetml- ■<«e!i« feine können jederzeit abgefahren werde«. Leihgestern. Unterrlchts- Curse in Buchführung, Schön-, Schnellfchr^Lben und anderen kaufm Wissenschaften. Prospekte gratis in der Buchhandlung des Herrn Werber. Weitere gef. Anmeldungen sind im Hotel ,Prinz Carl" schriftlich Redactton: A. Schevda. — Druck und Verlag der Brübl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 2 Beilagen. 16.29 I Engl. Souvereians 16.24-16.28 | Dollars in Gold Tendenz: fest. Disconto-Commandit-Anth. Darmstädter Bank-Act. Oesterreich. Credit 20 FrancS-Stücke 10 do. Die Gemeindevertretung der evangel. Gemeinde Gießen hat in ihrer Sitzung am 30. d. Mts. folgenden Beschluß gefaßt, den wir hierdurch veröffentlichen : „Die Gemeindevertretung der ev. Gemeinde begrüßt mit Freuden die Bemühungen eines Theils der Kaufleute unserer Staot um Schließung der Geschäfte wenigstens für den Soüntag Nachmittag und spricht den Wunsch und die Hoffnung aus, daß die bei Einzelnen noch entgegenstehenden Hindernisse möchten überwunden und diese Bestrebungen auch von weiteren Kreisen und Geschäftstreibenden ausgenommen werden." Gießen, den 31. Juli 1889. 6321 Ein tüchtiger junger Kaufmann mit einem disponiblen Kapital von 20,000 bis 25,000 Mark wünscht sich an einem nachweislich rentablen Geschäfte, gleich siel welcher Branche, zu beteiligen, eventuell wäre derselbe auch bereit, ein solches käuflich zu übernehmen. Strengste Discretion zugesichert. Gest. Offerten beliebe man in der Expedition dieses Blattes niederzulegen. 6315 Ein tüchtiger Schreinergeselle gesucht oon H. Arnold in 8oUat< 4% Gießener Obl. —. ReichSbank-Dißk. 3 °/o. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft frankfurter Börse vom 31. Juli 1889. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. Wermietyungen. 5301] Kleines Familienlogis im Hinter- haus zu vermiethen. Grünbergerstr. 38. 6303 Ein kleines Logis zu vermiethen. Chr Noll III. Wwe., Kanzleibetg 5. 6314] Möblirtes Zimmer zu vermiethen- Weidengasse 8. Hospital zum heiligen Geist Frankfurt a. ME. Geübte Wärterinnen gesucht. 63o6 ' Buxki» zu Herren- und Knaben-Anzügen p. Mtr. „ { Handtücher von 81 Pf. an per Meter, Bettkvltcr, Shirting, weiß • j und farbig, Floekpiquö, Barchent, Bettzeug, Cachemir rc. rc. e > zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkaufen muß. 5 ; A Docker, • » Skltersweg 57, Hotel Prinz Carl gegenüber. • eeee®®®®®®®®®®®®®®®®®®®i®i®i®®®®®®®@®®®®®®®®®®®®®®®®8 Günstige Gelegenheit! Mein Möbelwagen geht am ■ 6. August nach Frankfurt—Darmstadt i leer und können Möbel u. s. w. zur Mitnahme bei mir angemeldet werden. [6079 Job, Keßler, Möbeltransporteur. 6312 Ein Einspänner-Wagen wird zu kaufen gesucht. Näheres in der Exped. d- Bl. Vermischte Mteinns. 6316 Ein etud. theol. ertbeilt Gymnasiasten Nachhülfe in allen Fächern. Näheres in der Exped d Bl. 63u8 In nächster Vtähe der Universität ist ein schönes möblirtes Zimmer mit Ka- \ binet sofort zu vermiethen. Näheres in der Exped- d. Bl.__________ i 5966 Ein schöner Pferveftall (für i zwei Pferde) zu vermiethen. Näheres bei der Exped- d. Bl.__ 2848 Ein guter gewölbter Keller per sofort.______W. Kerber, Buchhändler. 6258 Ein Hinterhaus, enthaltend sieben ’ Zimmer mit Zubehör, ist per 1. October > zu vermiethen durch I. Blitz, Seltersweg 31- I 4 pCt. Reichsanleihe 31/2 vCt. do. 4 pCt. Preuß. Consols 3Vr pCt. do. 4 pCt. Ungar- Goldrente 4^6 pCt. Oesterreich. Silberrente 60 Pf. an und höher, 25 Pf- ff ff ff N Mk. ff ff ff r!2 Mk. ff ff ff 3 Mk. ff ff ff 2 Mk. ff ff ff 3^ Mk. ff ff ff 108.15 104.35 107.05 105.05 85.30 72.00 5 pCt. Italiener Rente ult. 4 pCt- Griechen 4 pCt. 1880er Russen Russische 11. Orientanleihe 4 pCt. unif. Egvoter 6 pCt. cons. Mexckaner, große Stü 94.70 79.50 90.20 64.20 90.30 cke 94.20 233.40 Oesterreich. Staatsbahn-Actien 187.25 166.40 Lombard. Eisenbahn- „ 100.50 260.12 Galizische do. „ 163 25