ii M- Nr. »i; Freitag den 1. März 1389. Meßmer Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. tettttfttst Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. -reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh». >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pft Amtlicher Hßeik. Nr. 4 des Reichs»Gesetzblatts, ausgegeben den 25. d M., enthält: , (Nr. 1843.) Gesetz, betreffend die Controls des Reichshaushalts und des Landeshaushalts von Elsaß-Lothringen für das Etatsjahr 1888/89. Vom 18. Aeoruar 1889. Gießen, am 27. Februar 1889. Großherzogliche- Kreisamt Gießen. ________________ v Gagern. jijjiiwiB» g«any-!8yygKqt»».^iB(i mtnI I st—.. Politische Rundschau. Gießen, 28. Februar. Der vielerörterte Nachtragsetat ist dem Bundesrathe endlich zugegangen. Die Höhe btr in der Vorlage geforderten Summe beträgt nach einer officiösen Mtttheilung 22 Millionen Ma.k, hiervon wird aber nur ein Theil zu militärischen Zwecken (Vermehrung der Artillerie) Verwendung finden. Der andere Theil ist zur Bestreitung der Kosten für die Trennung der Obermarine-Behörden in ein Oberkommando und in ein besonderes Marineamt für die Verwaltung, welche Maßregel im Nachtragsetat ebenfalls begründet wird, bestimmt. Das preußische Abgeordnetenhaus setzte am Dienstag die Specialberathung des Etats beim Extraordtnarium der Bauoerwaltung fort Zu einer längeren Dis- cussion führten zunächst die Petitionen der Städte Oberwesel und St. Goarshausen, bezw. Boppard zu Ttt. 14, welcher 200,000 Mark für Errichtung eines Sicherheits- Hufens am rechten Rheinufer, unterhalb des Loreleyselsens, verlangt und jede dieser Eingaben bittet um die Anlage des Hafens bet dem betreffenden Ort; schließlich wurde die Errichtung des Hafens aber bei keinem der genannten Orte, sondern bei dem von der Regierung vorgeschlagenen St. Goar genehmigt. Im weiteren Verlaufe der Sitzung führten noch mehrere andere Positionen, so Tit. 27 (erste Rate von einer Million Mark für Herstellung einer 5 Meter tiefen Fahrrinne von Königsberg durch das Frische Haff nach Ptllau) und Ttt. 50 (300,000 Mark als erste Rate für etn neues Regterungsgebäude in Potsdam) zu längeren Erörterungen, die indessen gleich der „Rheinhafendebatte" doch nur einen mehr lokalen Charakter aufwtesen. Während indessen Ttt. 27 die Zustimmung des Hauses fand, wurde £it. 50 abgelehnt; der Rest des genannten Spectaletats fand alsdann debattelos Erledigung. Gegen Ende der Sitzung verwies das Haus den Gesetzentwurf, betr. Abänderung des Gesetzes zu Gunsten der nothleidenden Thetle des Regierungsbezirkes Oppeln, in erster Lesung an die Commission, welche zur Berathung der Denkschrift über die Verhinderung von Hochwasserschäden eingesetzt ist. Am Mittwoch stand der Schulantrag des Abg. Dr. Wtndthorst -ur erstmaligen Berathung, die sich vermuthlich zu einer regelrechten Culturkampfdebatte entwickelt haben wird. Die In letzter Zeit aufgetauchten Gerüchte, wonach das österreichische acht-milli- metrige Repetirgew ehr, System Mannlicher, auch tn der deutschen Armee etngeführt werden soll, scheinen sich trotz mancher Anzweifelungen doch zu bestätigen. Das Wiener officiöse „Fremdenblatt" meldet, daß der Vertrag zwischen der deutschen Regierung und der österreichischen Waffenfabriks-Gesellschast in Steyr, demzufolge die letztere 400,000 Stück Mannlicher-Gewehre an die deutsche Regierung zu liefern hat, nunmehr zum Abschluß gekommen ist. Bis Ende des Jahres 1890 sollen mindestens 250,000 Stück Repettrgewehre an Deutschland geliefert sein und bezahlt diese je nach der Raschheit der Ablieferung 33Vs bis 35 Gulden pro Stück, d. h. durchschnittlich drei Mark für jedes Gewehr mehr, als die österreichische Regierung. In dm Berliner Regierungsblättern ist bis jetzt noch keine Aeußerung über diese für die deutsche Armee so wichtige Angelegenheit zu finden. Die Aussichten für das neue sranzöfische Eabinet Tirard nehmen sich allgemach günstiger aus, als zuerst zu erwarten stand. Dies gilt namentlich von dem Beschluß der am Dienstag von der Deputirtenkammer neugewählten Budgetcommission, das oorgelegte Budget für 1890 im Allgemeinen zu bewilligen und dieser allerdings nur vorläufige Beschluß erscheint geeignet, einen bedenklichen Stein des Anstoßes für das neue Ministerium aus dem Wege zu räumen, da jener eine glatte Erledigung des Etats verheißt. Ueberhaupt habm die französischen Parteien sowohl unter einander als auch mit der Regierung eine Alt stillschweigenden Waffenstillstandes abgeschlossen, der es dem jetzigen Ministerium vielleicht doch ermöglichen könnte, bis zu den nächsten allgemeinen Wahlen im October auszuhalten. Der Gedanke an die bevorstehende Pariser Weltausstellung läßt eben in den Franzosen den Wunsch immer entschiedener hervortreten, jede neue innere Verwickelung vermieden zu sehen und da eine abermalige Mtnistercrtfis unter dm gegenwärtigen Verhältnissen leicht zu Folgen führen könnte welche auch die Weltausstellung illusorisch machen würden, so will man dem Eabinet Tirard lieber eine längere Gnadenfrist gönnen. Wenn aber diese Rechnung nur nicht ohne Boulanger gemacht ist! Aeutschlarrd. b,n 27- Februar. Nach dem „R.-A." hat Se. Majestät der Kaiser den Maior z. D. und Landwehr-BezirksCommandcur Eduard von Hombergk zu Vach Ü «iS rnunb bcn Großh. Hess. Kammerjunker und Amtmann Fritz von Hombergk k Ln ^orm§ Rh., nach Prüfung derselben durch das Kapitel und auf Vor- Herrenmeisters, Prinzen Albrecht von Preußen, zu Ehrenrittern des ^oyannttter-Ordens ernannt. Darmstadt» 28. Febuar. Das Grotzherzogliche Regierungsblatt Rr. 5' enthält: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die deutsche Wehrordnung betreffend. Friedberg, 27. Februar. Die von den Abgeordneten Schröder und Genossen in der zweiten Kammer gestellte Interpellation wegen Erbauung von Secundärbahnen hat auch in der Wetterau diese Frage von Neuem in Fluß gebracht. Das seit langen Jahren bestehende Comitt hat Anfangs dieses Monats eine Deputation aus seiner Mitte gewählt, die, sobald ihr die nachgesuchte Audienz gewährt wird, nochmals die Bitten unserer Gegend um Erbauung einer Bahn — Hungen (oder Nidda), Echzell, Reichelsheim, Weckesheim, Friedberg — in Darmstadt vortragen soll. Hamburg, 27. Februar. Die Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern und mit Gefolge trifft heute Abend 9 Uhr 40 Min. im strengsten Jncognito über Vlisfingen auf dem Venloer Bahnhof hier ein und setzt ihre Reise unmittelbar nach Kiel fort. Alle Empfangsfeierlichkeiten sind strengstens verbeten. (F Z.) Telegraphische Depeschen. Wolst's telegr. Corresporrdenz-Brrrearr« £ Berlin, 27. Februar. Eine Kabinetsordre Sr. Majestät des Kaisers an den Ches der Admiralität vom 21. Februar spricht die Allerhöchste Freude darüber aus, daß Officiere und Mannschaften sich im Gefecht bei Apia tadellos und des Geistes und der Tradition der Marine würdig geführt hätten. Der Kaiser habe sich veranlaßt gesehen, einer Anzahl von Officieren und Mannschaften Auszeichnungen zu verleihen und beauftragt den Chef der Admiralität, auch den übrigen im Gefechte betheiligt gewesenen Officieren und Mannschaften Allerhöchst Seine Anerkennung für gutes Verhalten auszusprechen. — Im Abgeordnetenhause wurde heute der Windthorst'sche Schulantrag debattirt. Windthorft begründete denselben zunächst unter Hinweis darauf, daß derselbe dienoth- wendige Folge des Schulausstchtsgesetzes sei, das er bekämpfen werde, so lange er athme. Sein Antrag bringe kein redigirtes Gesetz, sondern gebe nur für die Regierung die leitenden Grundsätze. Die Kirche müsse die Aufsicht über den religiösen Unterricht kraft des ihr eigenen wohlbegründeten Rechtes haben; vor allen Dingen aber verlange « die Zurücknahme des Falc'schen Erlasses. Er fordere heute weit weniger, als der Kirche vor 1872 zugestanven habe und erbitte hierzu die Mitwirkung des Hauses. — Stöcker erklärte Namens seiner Partei, sie ständen mit dem Antragsteller auf dem Standpunkte der confessionellen Schule. Indessen sei etn Bedürfniß für den vorliegenden Antrag nicht vorhanden, er stimme in Folge dessen gegen denselben. Wenn ein allgemeines Schulgesetz auf der Grundlage des Antrages wirklich in der ernsten Absicht des Cenlrums liege, so schlage dies der ganzen preußischen Geschichte und einer gesunden Schulverwaltung in's Gesicht. Hinter ihrer Ablehnung stände vielleicht das gesammte eoanaelische Volk. — Brüel hob hervor, der Windthorst'sche Antrag liege gleichmäßig im Sinne des evangelischen, wie des katholischen Glaubens, denn er erstreoe lediglich die Gleichberechtigung beider Confessionen. — v. Kardorff sprach gegen den Antrag welchem feilt evangelischer Staat, ohne sich selber auftugeben, folgen könne. Die Schule dürfe nicht Herd und Tummelplatz religiöser Gegensätze werden. Ter Antrag verfolge rein demonstrative Zwecke, zeige aber die letzten Ziele des CentrumS. Ein solches Streben nach dem politischen Uebergewtcht verdiene erst gar keine Commissionsberathung, man solle ihn einfach durch Ueberaong zur Tagesordnung erledigen. — Mosler entgegnete, nichts könne den festen Bestand des Centrums mehr fördern, als das Wider- streden von rechts und links gegen seine berechtigten Bestrebungen. Der Antrag Windthorft enthalte das geringste Maß dessen, was man zu fordern berechtigt sei; denn die Schulpflicht bilde nach katholischer Anschauung einen Theil des Amtes eines Geist- ®egffarbt betont das Recht des preußischen Lehrers auf eine selbstständige polnische Meinung und erklärt, auf dem Schulgebiete gebe es zwischen Centrum und Nationalliberalen feine Verständigung. Die Letzteren wollten wohl eine Mitarbeit, aber feine Herrschaft der Kirche an der Schule. Man solle Daher den Antrag einfach ablehnen. — Reichensperger glaubte vermittelst des im Anträge ausgesprochenen Weges die Heranwachsende Jugend vor der Soctaldemokratie zu schützen. — Virchow erachtete dagegen die Trennung von Kirche und Schule am Zweckmäßigsten; seine Partei lehne daher den Antrag ab. — v. Stablewski befürwortete nochmals den Antrag. — Hierauf ergriff Cultusminister v. Goßler das Wort. Derselbe erblickt in dem Anträge gewisser- matzen eine Einladung, die Frage zu untersuchen, ob sich der Staat hinsichtlich Der Schulaufsicht seit vier Jahrzehnten auf verfassungsmäßigem Boden befinde Was heute vom Centrum mit dem Anträge erstrebt werde, sei im Einzelnen, wie im Princip weit verschieden vom Ladenberg'ichen Entwurf. Im Laufe Der Debatte seien ernste Beschwerden und Bedenken gegen die Schulverwaltung nicht hervorgetreten und die gehörten Reden hätten Den Beweis geliefert, daß da» besiehende System zum wenigsten recht wohl erträglich sei. Bei seiner Uebernobme des JteffortS seien mehr als 2000 Geistliche vom Religionsunterrichte ausgeschlossen gewesen, wahrend gegenwärtig, die Provinz Posen ausgeschlossen, dies nur noch für 50 zutreffe. Der (Staat habe zwar nicht die Ausgabe, den religiösen Unterricht zu ertheilen, dürfe sich aber auch nicht völlig indifferent verhalten. Dieser einstigen Stellung Ladenburg'S folge Die Schulverwaltung auch heute noch unter dem Beifall des gefammten Vater- Landes. (Lebhafter Beifall.) — v. Eynern halt dem Centrum entgegen. Windthorst's Antrag wolle die SlaatSschule zur Kirchenschule machen. Nach seinem und seiner Freunde Standpunkt gehöre die Schule den Pädagogen, die Kirche den Geistlichen; sie lehnten daher den Antrag ab. Hierauf wurde die Diskussion geschlossen. Nach dem Schlußworte Windthorst's als Antragsteller wurde der Antrag gegen^dte stimmen des Zentrums, der Polen und Dänen abgelehnt. Hierauf wurde die L-itzung geschlossen. Nächste Sitzung Donnerstag LI Uhr. Tagesordnung: Landesverwaltung der Prooinz HZosen; Thetlung des Regierungsbezirks Schleswig. Bremen, 27. Februar. Der am 28. Januar von Wilhelmshaven mit für bte Wißmann'fche Expedition bestimmten Waffen, Proviant ?c. abgegangene Lloyddampser „Schwan" ist gestern in Zanzibar etngetrosten. Wie«, 27. Februar. Das Telegraphen-Correspondenzbureau kann hinsichtlich betreffender Zeitungsnachrichten erklären, daß im laufenden Jahre wohl eine Generals- retse und von derselben ganz unabhängig eine Generaistabsretse ftattftndet, daß aber in beiden Richtungen noch gar keine Anordnungen ergangm sind. Bern, 27. Februar. In Folge zahlreicher aus dem Canton Tessin und von im Auslande lebenden Tessinern dem Bundesrathe zugegangener Beschwerden wegen willkürlicher Streichung aus dem Sttmmregister der für nächsten Sonntag stattfindenden Neuwahlen zum Großen Rath richtete der Bundesrath ein sehr ernstes Schreiben an die Regierung von Tessin, worin er bis morgen Mittheilung verlangt, rote die Beschwerden erledigt worden sind, damit der Bundesrath endgtlttge Entscheidungen fassen könne. Der Bundesrath thetlte der Tessiner Regierung ferner die Grundsätze mit, wonach eine Anzahl von Beschwerden zu erledigen seien, und bemerkte,. er seinerseits wolle das Geeignete thun, um eine ruhige Abwickelung des Wahlgeschäfts zu ermöglichen und spätere einschneidende Maßregeln zu vermeiden. Pari-, 27. Februar. Sämmtliche Botschafter, ausgenommen der russische, welcher abwesend ist und durch den Botschaftsrath Kotzebue vertreten wurde, sowie die «eisten anderen Missionschefs confertrten im Laufe des heutigen Nachmittags zum «rften Male mit Spuller, dem französischen Minister des Auswärtigen. London, 27. Februar. In der Parnell-Commtssion thetlte Webster, der Anwalt der „Times", ein ihm aus Paris zugegangenes Schreiben Ptgott's mit, worin derselbe erklärte, daß er die veröffentlichten, Parnell zugeschriebenen Briefe zurückziehe und sein Bedauern über deren Veröffentlichung aussprtcht. Auf Anrathen Russel's, des Anwalts Parnell's, erschien Parnell auf der Zeugenbank und beeidete, daß die fraglichen Briese nicht von ihm unterzeichnet seien. Auf Verlangen Websters vertagte sich der Gerichtshof bis Freitag. — Im Unterbaus erklärte der Minister des Innern, Matthews, daß die Regierung Schritte thue, um die Auslieferung Ptgott's wegen Fälschung zu erwirken. Lo«do«, 27. Februar. In der gestrigen Sitzung des Unterhauses erklärte der Staatssekretär des Innern, Matthews, auf Befragen, dec gegen Pigott Mittags erlaffene Haftbefehl wurde von dem Boten des Anwalts Parnell's erst um 61/« Uhr der Polizei eingehändigt; somit sei der Polizei die Verzögerung der Ausführung des Haftbefehls nicht zuzuschreiben. Brüssel, 27. Februar. Die ausgedehnte Briquettfabrik von Felix Dehaynin zu Marchienne ist in Brand gerathen. Zehn Behälter mit je 500,000 Liter Theer brennen. Das Feuer wird unmöglich zu löschen sein, sondern ausbrennen müssen, was vor morgen nicht der Fall sein dürste. Die vor Anker liegenden Schiffe sind ebenfalls in Brand gerathen. Menschenleben sind nicht verloren gegangen- Rom, 27. Februar. „Opinione", „Fanfulla* und „Tribuna" verzeichnen das Gerücht, der Ministerrath werde eine die Berathung der Finanzmaßnahmen aufschiebende Motion annehmen, die Annahme jedoch von einem Vertrauensvotum abhängig machen- „Fanfulla" und „Tribuna" fügen hinzu, hierauf fände eine Umgestaltung des Kabinets statt. Petersburg, 27. Februar. In Datum ist heule eine aus sechs hohen Würdenträgern bestehende ouchartsche Gesandtschaft etngetroffen. Dieselbe überbringt ein Dankschreiben des Emirs für den Etsenbahnbau an den Kaiser und führt reiche Geschenke xitt sich. Morgen erfolgt die Weiterreise nach Petersburg. Lokales. Vietze«, 28. Februar. Morgen, am 1. März, feiert das Musikcorps des 2. Großh? Hessischen Infanterie-Regiments Nr. list sein 75jähriges Jubiläum. Es ist dies für Gießen um so interessanter, als die Gründung des Regiments resp. des 1. Bataillons in den schweren Jahren der Befreiungskämpfe 1814 in unseren Mauern, damals Festung Gießen, stattfand. Das Musikcorps wurde am 1. März 1814 gegründet und hat durch alle Stürme der Zeit sich einen so guten Ruf erworben und bis auf den heutigen Tag erhalten, daß wir demselben etnen weiteren Verlauf von abermals 75 Jahren von Herzen wünschen. Weiteren Bericht über die Festlichkeit, welche im Tasä Leib stattsindet, behalten wir uns vor. — Auch die gestrige 2. „Wohlthätigkeits-Vorstellung" in Stein's Saalbau war äußerst zahlreich besucht und ernteten das Theaterstückchen sowohl wie die lebenden Bllder den wohlverdientesten Beifall der Anwesenden. Uuiverfltät-'Ghrouik. Straßburg, 27. Februar. Der Landesausschuß bewilligte mit großer Mehrheit , trotz lebhafter Opposition der Abgeordneten v. Bulach, Sohn und Köchltn, 450,000 JL als erste Baurate für die Landes- und Universitäts-Bibliothek. — Prof. Ur. Möller von der thierärztlichen Hochschule zu Berlin wird sich nächstens auf einige Wochen nach Petersburg begeben, um, einer Aufforderung der russischen Regierung Folge gebend, an der dortigen kaiserlichen Thterarzneischule Vorlesungen über Kehlkopfoperationen an Thieren zu halten. — In Heidelberg starb der Kirckenrath vr. W. Gaß, Professor der Dogmatik und Ethik. Er gehörte der Heidelberger Universität fett 1868 an. - , .. i——— — . .... ■ । । । ... Vermischtes. Marburg, 26. Februar. Die „Oberhess. Ztg." schreibt: Das Streben, vom Guten das Beste zu bringen, bekundet sich auch in dem am nächsten Freitag, den 1. März, im Saalbau stattsindenden 4. Concert unseres Akademischen Eoncertveretns in hervorragender Weise wieder. Drei Compositionen von Johann Sebastian Bach, darunter zwei Solis für Violine, die eine mit Streichorchester und ein wenig bekannter Thoral desselben „Gieb dich zufrieden und sei stille" bilden einen besonders beachtens- werthen Theil des Programms ’ an denselben reiht sich dann noch eine Sonate für zwei Violinen und Baß von Handel (bearbeitet von R. Barth), sowie ferner der dreistimmige Chor a capella „Crucifixus", ein besonderes Kunstwerk des berühmten italienischen Eomponiften Antonio Lotti (f 1740) und der sechssttmmtge Chor a capella „Darthulas Grabgesang" von Brahms. Dre Violtnsoli werden von den Herren Äntoersitäts-Musikdireclor Barth und Bassermann aus Frankfurt oorgetragen. Sicher wird auf alle Musikfreunde auch dieses hochinteressante Programm wieder seine Anziehungskraft auüzuüben nicht ermangeln. — sFür den zehnten deutschen Armenpflegertag.j Der Deutsche Verein für Armenpflege und Wohlthättgkett will seine zehnte Generalversammlung in der zweiten Hälfte des Monats September d. I. in Kassel abhalten und dort folgende Gegenstände behandeln: 1. Die Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches in Bezug auf Armenpflege und Wohlthätigkeit. 2. Offene Pflege für ungefährliche Irre. 3. Bericht über den gegenwärtigen Stand Der Sommerpflege armer Kinder (Feriencolontm, Kinderheilftätten u. s. w.). 4. Beaufstchttgung der örtlichen öffentlichen Armenpflege. 5. Die Grenzen der Wohlthätigkeit. Der Vorstand des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit hat in seiner letzten Sitzung, die am 22. Februar d. I. zur Feststellung der obigen Tagesordnung in Berlin stattfand, zugleich beschlossen, die Retchsregterung um Veranstaltung einer Erhebung über das Armenwesen im Deutschen Reiche für das Jahr 1890 zu ersuchen, damit die seit der letzten Erhebung von 1885 etwa erfolgte mit der neuen deutschen Soctalgesetzgebung im Zusammenhänge stehende Veränderung des Armen- «esenS gehörig festgeftellt werden kann. Am 21. und 23. Februar haben auch die vom Deutschen Verein für Armenpflege und Wohlthätigkeit eingesetzten zwei Commissionen über die Wohnungsfrage und über die hauswirthfchaftliche Erziehung von Mädchen aus den ärmeren Volksklaffen getagt und die Richtungen bezeichnet, in denen die auf diese Angelegenheit bezüglichen Arbeiten vorgenommen werden sollen. — Ein Bismarck-Museum in Berlin. Als Pendant zu dem Hohenzollern- Museum, so schreibt die unpolitische „Berliner Montagspost", beabsichtigen Anhänger des Reichskanzlers, an deren Spitze für die Verwirklichung des Projects einer unserer srüheren Staatsmänner eifrig wirkt, ein Bismarck-Museum zu gründen, welches einen historischen Rückblick auf die gesammte staatsmännische Thätigkeit des Fürsten Bismarck gewähren soll. Von der badischen Bergstraße. Daß einen Dorfmonarchen die Fürsorge um seine vier- und zweibeinigen Schutzbefohlenen zuweilen recht schwer drückt, beweist nachstehender, in seiner Art köstliche Vorfall. Gelegentlich der kürzlich vollzogenen Ortsberetsung deS im Amtsbezirke H. gelegenen Dorfes S. erkundigte sich der Bezirksamtmann nach den Gemeindeverhältniffen, worauf der Bürgermeister schlagfertig, aber etwas verdrießlich replicirte: „Herr Schtadtdirecter, mer Hots holt nit leicht, die Fasset un--die Schullehrer löschte alleweil heidemeßig vel Geld!" — Eine für Bienenzüchter wichtige Entscheidung ist dieser Tage vom preußischen Finanzministerium getroffen worden. Ein Lehrer aus der Umgegend von Wiesbaden beschäftigte sich in seiner freien Zeit und zu seinem Vergnügen auch mit der Bienenzucht. Das Landrathsamt setzte ihm nun eine Zusatz - Staatssteuer von 18 vM fest, annehmend, der Besteuerte erziele aus seiner Bienenzucht einen diesen Steuersatz rechtfertigenden Gewinn. Da die Beschwerde gegen diese Mehrbesteuerung bei der Kgl. Regierung keinen Erfolg hatte, wurde daS Finanzministerium angerufen. Diese oberste Landesbehörde hat nun verfügt, daß die Besteuerung der Bienenzucht, wenn sie wie im vorliegenden Falle aus Liebhaberei und als Nebenbeschäftigung betrieben, nicht aufrechtzuerhalten und die Staatssteuer des Klägers daher um den angegebenen Zu'atzbelrag zu ermäßigen sei. — sDte Jagdtrophäen des Kronprinzen Rudolfs Die in verschiedenen Salons der Wiener Hofburg aufgestellten präparirten Thtere, die alle von dem Kronprinzen erlegt wurden, sind in einer das Auge höchst fesselnden Weife aufgestellt. Am tntereffantesten und größten ist nach dem Wiener Fremdenblatt der erste der drei Salons. Beim Eintritt in denfelben glaubt man sich in einen Wald mit Felsen und Grotten versetzt. Natürliche, hohe bis an die Decke reichende Bäume und Sträucher aller Art wurden zur Decorirung des Salons benutzt. Das Erste, was dem Besucher hier auffällt, ist ein mächtiger, aus einer tiefen Felsenhöhle herauskommender Bär. Es ist der erste Bär, welchen Kronprinz Rudolf bei Munkacz erlegt hat. (Der Kronprinz hat noch 9—10 Bären erlegt, die im Laxenburger Schloßmuseum thetltz ganz und theils nur als Decke mit Kopf präparirt untergebracht sind.) Auf einer anderen Seite fesseln wieder die Adler, die auf Felsen horsten oder auf Baumen sich befinden. Aus den Felsenlöchern schauen Uhus heraus. Wieder von einem anderen Felseneck springt ein Luchs herunter. „Black", der alte starke Jagdhund des verewigten Kronprinzen, bat im Museum auch seinen Platz gefunden. Ihm fällt die Aufgabe zu, die erste bei St. Ktraly vom Kronprinzen geschossene Wildkatze zu „stellen". Die Katze hat sich aufgebäumt und verthetdigt sich gegen den Hund. In einem Mtttelglaskasten im selben Salon steht eine Eiche, unter der die Reste eines gefallenen Pferdes liegen, die theil- wetse von Geiern verzehrt werden. Andere Geier streichen und kämpfen um das Aas. Dazu gesellen sich als Schmarotzer Elstern, Raben, Krähen rc. Diese Geier wurden vom Kronprinzen wahrend der „Fünfzehn Tage auf der Donau", die vom Kronprinzen selbst beschrieben wurden, dann in Spanien, in Egypten und auf der Insel Plawntk im Quarnero erlegt. Eine Anzahl prächtiger Adler sitzt wieder auf einer anderen Sette in majestätischer Ruhe. Ein vom Kronprinzen geschossener Wolf ist aus einem Rohrdickicht springend dargestellt. Im zweiten Salon besteht die Hauptgruppe, welche sofort auffällt, aus einer Hyäne, die ein todtes Schaf vertheidigt, sieben egyptischen Füchsen und einem kleinen Wüstenfuchs. Das Ganze ist dargestellt auf einer Felsen- gruppe, die eine naturgetreue Copie ist von dem Hyänen-Anstandsplatze zwischen Jerusalem und Bethlehem nächst dem Schlosse Tantur. In diesem Salon sind auch Pistolen, mit Silber und Gold ausgelegt, dann Handschare, türkische Säbel, die der Kronprinz zum großen Theil vom Sultan zum Geschenk erhalten, expontrt. Ebendaselbst sind in Glaskasten alle Arten Sumpfvogel zu sehen und unter einem Glassturz ein alter durchlöcherter — Jagdhut. Es ist der erste und älteste Jagdhut (aus Loden) des Kronprinzen. Im dritten Salon fesselt die besondere Aufmerksamkeit eine Gruppe: Zwei schneeweiße Edelhirsche, die der Kronprinz in Böhmen erlegt hat, bann in einem Glaskasten die verschiedensten Hühnervögel. In allen drei Salons sind mit Hirsch- unb Rehgeweihen, Gemskrickln, Mouflongehörnen, Sauwaffen unb sonstigen waid- männischen Jagdtrophäen die Wände geschmückt. Es ist noch nicht entschieden, was mit dem Museum geschehen wird. Jedenfalls wird ein großer Theil im kaiserlichen Museum untergebracht werden. — sHungersnoth im Böhmerwald.j Im Böhrnerwald droht eine Hungersnoth auszubrechen; es wird der Ausbruch des Hungertyphus befürchtet. Die Prager deutschen Blätter bringen Hilferufe an die deutsche Bevölkerung für die armen Hinterwäldler. — lieber die Beraubung der Post in einem Eisenbahnzuge bringt ein Kabeltelegramm des „Berl. Tagebl." aus Newyork folgende sensationelle Meldung: Als der Newyorker Schnellzug die Station Pixley (Californien) verließ, schwangen sich fünf Männer auf die Locomotive, zwangen den Locomotivführer, den Zug mitten auf der Strecke onzuhalten, drangen in den Postwagen ein und raubten dort die Werth- fenbungen. Passagiere, welche yinzueilten, wurden von den Räubern erschoffen. Die von denselben gemachte Beute wird auf hunderttausend Dollars geschätzt. Handel und Verkehr. Limburg, 27. Februar- (Fruchtmarkt). Rother Weizen JL 16.20, weißer Weizen „M 00.00, Korn JL 1220, Gerste X 8.90, Hafer 6.70, Erbsen 00.00, Kartoffeln JL 0 00. Frankfurt, 27. Februar. Erbsen ganze pr. Pfd. 12—18 H, do. geschälte 14—18H, Linsen 18—28 weiße Bohnen 16—18 H, Kartoffeln 100 Ko. ut 0,00—0,00, do- per Gescheit) 10—12 H, Butter per Pfd- 1,00—1,20, Eier das Stück 5—6 Blumenkohl per Stück 25-60 H, Wirsing per Stück 10-15 H, Zwiebeln per Psd. 7-8 H, Weißkraut per Stück 15—25 4, Gelberüben per Portion 15—20 Schwarze Seidenstoffe von Mk. 1.25 bis 18.65 per Meter — glatt und gemustert (ca. 150 versch Qual ) — versendet tobens und stückweise porto- und zollfrei bas Fabrik-Depot G. Henneberg (K- u. S Hoflief.), Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 $ Porto. 448 Gottksditnst dkl israelitischen Keligioosgesellschast. Freitag Abend 5" Uhr, Samstag Vormittag 830 Uhr, Samstag Nachmittag 3oo Uhr, Samstag Abend 6-° Uhr. Unregelmäßigkeiten in der Zustellung des Anzeigers bitten wir sofort zu unserer Kenntniß zu bringen, damit wir in der Lage find, Abhülse schaffen zn können. Gxpeditio» des „Gießener Anzeiger." Gedenket der hungernden Vogel! Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Adam Kühn von Ober-Bessingen, lediger Sohn des verlebten Johann Heinrich Kühn von da, ist durch Beschluß vom Heutigen wegen Geisteskrankheit entmündigt worden. Rechtsgeschäfte für denselben können mit rechtlicher Gültigkeit nur durch Vermittelung dessen Curators Wilhelm Ernst Kühn von Ober- Beffmgen abgeschlossen werden. Sich, den 21. Februar 1889. Großh. Amtsgericht Lich. Langermann. 1613 Brennholz- Versteigerung. Die Firma F. W e t h, Holzhandlung w Freusbura a. d. Sieg, läßt am 6. März v. I. in dem Freiherrl. ». Rabenauffchen Walde, District Spieß, bei Friedelhausen gelegen, an der Landesgrenze der Staatsstraße Gießen— Marburg, folgendes Brennholz gegen Ausstand bis zum 1. November dieses Jahres verkaufen: 180 rm Buchen-Scheitholz, 140 „ Buchen Knüppel, IS „ Eichen-Scheitholz, 80 „ Eichen-Knüppel, 5 „ Nadel-Knüppel, 350 „ Stockholz, 220 Haufen Reiser. Der Anfang ist Vormittags 10 Uhr bei Holz Nr. 8i3 im Schlage. Staufenberg, den 15. Febr. 1889. I. 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Ich danke hiermit für das mir in so reichem Mafse geschenkte Vertrauen und verbinde damit gleichzeitig die Bitte, dasselbe unverkürzt auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Franz Senner. In Anschluss an vorstehende Mittheilung beehre ich mich auch meinerseits die verehrliche Kundschaft wie die Bewohner Giessens und der Umgegend von meiner heute erfolgten Ueber- nahme der seither von Herrn Franz Senner betriebenen Sattlerwerkstätte mit Ladengeschäft ergeben st in Kenntniss zu setzen. Die reellen Grundsätze, welche mein Herr Vorgänger zur Richtschnur seines Geschäftsbetriebs machte, werden auch die Grundlage meines Unternehmens bilden. Ausreichende Mittel und genügende, in renommirten Werkstätten der Sattlerbranche erworbene Fachkenntnisse setzen mich in den Stand, in allen Sattlerartikeln stets das Neueste und Beste zu angemessenen Preisen zu bieten und die mir übertragenen Neu - Arbeiten oder Reparaturen zur Zufriedenheit meiner Auftraggeber zu erledigen. Ich bitte um die Fortdauer des meinem Herrn Vorgänger zu Theil gewordenen Wohlwollens und halte mich bei Bedarf bestens empfohlen. Giessen, den 1. März 1889. Hochachtungsvoll August Kilbinger. 1618 Louis Senner’s Nachfolger. GX Samstag den 2. März, 7 Uhr 61 Min. Abends, Masken-Ba 11 ISe im Saale des Cafe Leib. Eintrittskarten ä 1 Mk., Geheim- und Gallerie-Karten a 20 Pfg. sind bei den Herren D. Heil, Lindenplatz, Friseur Stier. Schulstraße, und Handschuh- Fabrikant Witfig, Selteröweg, zu haben. 1263 Eintrittspreis an der Kasse: 1 Mk 20 Pfg, Gallerie-Karten 20 Pfg. Geheimkarten können vom 25. d. Mts. ab. Mittags von 12V2—IVa Uhr, bei Herrn Döpfner. Lindenplatz 4, in Empfang genommen werden. Nur Damen im Besitze von Einlaßkarten (die vom Vorstand erhältlich) haben Berechtigung zum Balle. Der Vorstand, axr Dienstag Ab nd: Maskenkränzchen. Generalversammlung der Neustadter Schäferei Gesellschaft Freitag den 1. März, Abends 7 Ubr Abhör der Rechnung vom Jahre 1888 in der Restauration Haubach (ar. der Lahn) 1556 Fiiche, Geflügel, Deliesleflen, größte Auswahl, billigste Preise bei 1624 C. G. Kleinlienn. M Gewässerte Stockfische täglich -u haben._____________________ Hochs. Sauerkraut, per Pfund 10 Pfg., empfiehlt 712 Ö. Roth, Wallthorstraße 5. 1579] Größere KinderbettsteSebillig zu verkaufen. Bahnhofstraße 60. Ein Lehrling mit guten Vorkenntnissen für ein größeres Manufacturwaaren-Geschäft gesucht. [1609 Näheres bei der Expedition d. Bl. 16' 5 Eine fast noch neue eiserne Dickwurzmühle verkauft j _________ Karl WallenfelS II. i 1604] Ein Lehrling gesucht. _____________Leuz'scher Aelsenteller. 1621] Zur selbstständigen Führung seines Haushaltes sucht ein älterer einzelner Herr (Wittwer) ein nicht mehr junges, anständiges Frauenzimmer. Es wird ausdrücklich auch auf freundliches Benehmen und gute Empfehlung Wertb gelegt. _ Näheres in der Exped. d Bl? 1244 Ein größeres Kneiploeal Qb^ geben. Näheres in der Exped. d. Bl- Damen und Herren, welche sich noch an einem Englischen Sprachkursus betheiligen wollen, belieben ihre Adresse bei Mr. Ralph Doerr, 57 11 Bahnhof-Str. ' gef. abzugeden. [1545 1 Akademischer Concert-Verein in Marburg. Freitag den I. März, Abends J/28 Uhr, Im Saalbau: Viertes Concert. Concert für zwei Violinen und Streich-Orchester von Joh. Seb. Bach. — Choral von Bach, Cruuilixus für 8stimmigen Chor a capella von Ant. Lotti. — Sonate für 2 Violinen und Clavier von Händel. — Darthule's Grabesgesang für 6stimmigen Chor a capella von Joh. Brahms. — Air- Violinsolo mit Streich-Orchester von Bach. — Ave verum corpus für Chor und Orchester von Mozart Nummerirte Billete für Nichtmitglieder ä 3 nichtnummerirte ä 2 sind in der E1 w e r t’schen Buchhandlung zu haben. 1607 Coorordla« Sonntag den 3 März, Nachmittag- 4 Uhr: Generalversammlung. Tages-Ordnung: 25jähriqes Stiftungsfest. 1620) Fastnacht-Dienstag, Äbends 8 Uhr: Carnevallstlselae Kneipe. Der Vorstand. Todes-Anzeige. Nachdem unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin, Frau Friederike Lachnnm», geb. Stoffer, heute früh Uhr von dem langjährigen schmerzlichen Leiden erlöst worden ist, bringen wir statt jeder blonderen Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten hiervon die traurige Mittheilung. Mainz und Gießen, 28. Februar 1889. 1622 Die trauernden Hinterbliebenen: Aamilien Lachmann urd Ttoffer. 1608] Mansardenzimmer nebst Cabinet mit prachtvoller Aussicht OröbHrt), event. mit Zubehör an eine einzelne Dame oder Herrn zu vermiethen. Nähere Ansknnft bei der Exped. d. Bl. d39 Ein Logis, 5 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitnng, per 1. Mai. eo. auch früher, zu vermiethen. ___Bahnhofstraße 57. 655 Ein Familtenlogis zu vermiethen. __________________________Flügelsgasse 9., - 663] Grünbergerftraße 14 im 3 Stock ist ein Familienlogis von 4 oder 5 Zim mern, nebst Küche, Mägdekammer, Wasser'- l leitung u. s. w., zu vermiethen und am 15. 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Präludium u Fuge (f-moll) Händel. 2 „Herzliebster Jesu“,Choral mit Orgelvorspiel . . . Hayn. 3. „Erbarme dich mein Gott“ Arie mit oblig. Violine . Bach- 4. Adagio und Allegro a. d. Orgelsonate in f-moll . . Mendelssohn. 5. „Ave verum" Chor mit Orgelbegleitung.... Mozart. 6. Solostücke für Violine. 7. „Meine Seele ist stille“, geistliches Lied .... Becker 8. Toccata und Fuge (d-moll) Bach. 9. „Jesu meineFreude“ 5stim- mige Motette für Chor und Soli...... . Bach. Eintritt unentgeltlich. Für unsere inaktiven Mitglieder sind Plätze reservirt, Karten dazu bei Herrn Buchhändler Ferber (an Nichtmitglieder für 1 JL). Programme mit Text ebendort und in der RudolphWicn Musikalienhandlung zu 20 [1548 Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten werden in die Büchsen erbeten. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. frankfurter Börse vom 28. Februar 1889. 4% Reichsanlethe Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 9670 109 20 5% Italiener Rente ult 3i/z