Nr. 12L Erstes Blatt. Donnerstag den 31. Mai jggg Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bnreaur Schulstraßc 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag«. $tei/ °ierteIjShrIich 2 Mark 20 Pf. mit Bring-rl-hn. —____.... . " Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. s Grokherzoglichcn Bürgermeistereien der Districts-Cinnehmerei Treis a. d. Vda. ab in das Ha«S Nr. 1« d«r°Ludwig-st!aß-Erlegt werden wird. a d Lda. zu Gießen vom 1. Juni L I. ----------Gießen, den 29 Mm 1888. _________________ Stroh, Rendant. 12. Juni nehmen, immerhin werden sie aber gut thun, den Tag nicht vor dem Abend zu loben. Wenn der BoulangiSmuS mit schönen Reden tobt zu machen wäre, er müßte schon längst das Zeitliche gesegnet haben! So hat der französische Ministerpräsident Floquet auf einem Banket zu Laon wieder einmal tüchtig gegen die boulangistische Propaganda losgewettert und viel von der Kraft und der unerschütterlichen Ruhe der republikanischen Negierung geredet, ohne daß die letztere doch diesen schönen Reden gegen die Boulangisten die entsprechenden Thaten folgen ließe. Da machen es die Pariser Social-Revolutionäre anders, sie haben sich am Jahrestag der Pariser Commune auf dem Pöre Lachaise, dem berühmten Pariser Kirchhofe, tüchtig mit den Boulangisten herumgeprügelt, wobei es sogar zu Revoloerschüssen kam; die Communisten fassen eben Niemanden mit Glacsehandschuhen an! Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correfpondenr-Brrrearr. Berli«, 29. Mai. Der Kaiser nahm den Vorbeimarsch der von dem Kron- prinzen vorgefuhrten Brigade ab, im offenen Wagen stehend, die Kaiserin ihm zur S^ e. Der Kaiser fuhr die Front entlang. Die Truppen defiltrten zweimal. Beim Schluß der Truppenbesichtigung küßte der Kronprinz die Hand des Kaisers und der Kaiserin. Der Kaiser erwiderte herzlichst mit einem Händedruck. Er drückte außerordentliche Zufriedenheit mit der Haltung der Truppen aus. Der Kaiser beaab sich wdann in das Arbeitszimmer. Die Kaiserin und die Prinzessinnen-Töchter ritten Margens nach Leget aus. 29. Mai. Der Kaiser hörte heute früh die Vorträge des Generals Winterfeld und des Oberstallmeisters Rauch, arbeitete von 11 Uhr ab mit Albedvll horte von 38/4 bis 4»/. Uhr den Vortrag des Reichskanzlers und empfing die Besuche des Prinzen Alexander und der Erbprinzessin von Meiningen. $ Ä ir — Der Kaiser unternahm um 5 Uhr 20 Minuten im offenen Wagen mit der Kaiserin in Begleitung Mackenzie's und eines Flügeladjutanten eine Spazierfahrt Er kehrte um 68/4 Uhr zurück und blieb bis 7% Uhr im Park. Das Allgemeinbefinden ist günstig. r„ — Die „National - Zeitung" hört, der Kaiser habe das Gesetz über die Verlängerung der Legislaturperioden des preußischen Landtages vor einigen Taaen unterzeichnet. u u 1 Berlin, 29. Mai. Das „Armee Verordnungsblatt" veröffentlicht eine Cabinets- ordre, wonach bet dem Regiment der Garde-du-Corps und sämmtlichen Kürassier-Reat- mentern der Küraß für die feldmarschmäßige Ausrüstung in Wegfall kommt Die Regimenter werden mit Karabinern unter Wegfall des Revolvers bewaffnet t , T „Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht das Vermächtniß Kaiser Wilhelms, sowie die Ermächtigung des Kaisers Friedrich zur Annahme von je 9000 jfc Ar das 1 und 2 Garde-Regiment das Alexander-Regiment, das Franz-Regiment, die Gardefüsiliere, das 3. und 4. Garderegtment, das Elisabeth-Regiment, das Augusta- Regiment, das Konig-Wilhelm-Grenadier-Regiment und das Leibgrenadier-Reaiment - ferner von je 6000 v*L für das 1. und 2. Garde-Feld-Artillerie- und das Garde-Fuß- Arttllerie-Regiment; von je 3000 «* für die Gardejäger, Gardeschützen und das Garde- du-Corps- und das Gardekurassier-Regiment; für das 1. Garde-Dragoner-, das Garde- Husaren-, das 1. und 2. Garde-Ulanen, das 2. Garde-Dragoner-, das 3. Garde-Ulanen- ^EZlment das Leib-Kürassier-, das 1. und 2. Leib-Husaren-, das 7. Husaren-Regiment und die Garde-Pioniere; endlich 12M) JL für das Eisenbahn-Regiment und 1500.* sur das Garde-Train-Bataillon. Der Krtegsmintster gibt ferner bekannt daß iedes Regiment dessen Uniform der Kaiser Wilhelm getragen, den im Nachlasse vorhandenen Ueberrock, das 1. Garde-Regiment und die Garde-du-Corps hierzu je einen Helm ersteres den Degen, letzteres den leichten Reiterpallasch mit Cartouche, das Kadettencorps den Jnfanteriedegen erhalten. v ru r Die heute stattgehabte Generalversammlung der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war sehr zahlreich besucht. Consul Meier (Bremen), welcher den Vorsitz führte, gedachte in einem warmen Nachruf des ver- ftorbenen Protektors der Gesellschaft, Kaisers Wilhelm. Auf Antrag be§ Stabtraths Scharf (Leipzig) würbe beschlossen, Se. Majestät ben Kaiser Friebrich um bie Ueber- nahme des Protektorats zu ersuchen. Der Jahresbericht, welcher eine günstige Ent- wickelung der Gesellschaft constatirt, unb bie Rechnung für 1887-88 würben genehmigt ebenso bas Generalbubget pro 1888-89. Die Anträge bes Vorftanbes, barunter ber- jenige betreffenb bie Erneuerung ber Lebensversicherung für bie Rettungsmannschaften, '"wie bie Anträge ber Bezirksvereine würben angenommen. Die nächste Jahresversammlung soll in Bremerhafen abgehalten werben. .. K dariS 29. Mai. Dem „Journal bes Debats" zufolge hat ber Arbeiisminister mit ber Ostbahngesellschaft Unterhanblungen eingeleitet, um bie Route ber nach bem Osten gehenden Züge der Bahn zu ändern unb auf biese Weise bie Reisenben bes Paßzwanges in Elsaß-Lothringen zu entheben. . ~ KelftNSfor- 29. Mai. Der finische Lanbtag beschloß bie Einführung der Todesstrafe für Mord. ., Mailand, 29. Mai. Die Abreise des Kaisers von Brasilien ist neuerdings verschoben, da derselbe Morgens an großer Erschöpfung leidet. ™. ... deter-brrra, 29- Mai. Der Geschäftsttäger Hamburgs, Cassini, ist zum Ministerrefidenten für Oldenburg und die hanseatischen Städte ernannt worden. j i deute veröffentlichtes Gesetz bestimmt, daß polnisches Eisenerz und Eisenschlacke, deren Ausfuhr verboten ist, bedingungsweise mit besonderer Erlaubntß des Finanzministers gegen einen Zoll von einem halben Goldkopeken pro Pud ervortirt werden kann. Politische Ueberficht. Gießen, 30. Mai. Kaifer^fuhr am Dienstag Vormittag, begleitet von der Kaiserin, im °Sen die Front der Brigade des Kronprinzen ab, welcher dieselbe seinem k^^"chen Vater vorfuhrte. Die Parade nahm der Kaiser von der Terrasse des nach aus ab. Die Uebersiedelung des Kaisers und seiner Familie nach Schloß Friedrlchskron erfolgt, wenn es die Witterung gestattet, am Freitag und zwar auf der Dampfjacht „Alexandria". Die Kaiserin Victoria, begleitet von der Prinzessin Victoria, besichtigte am Montag Vormittag bte Unglücksstätte im Königlichen Schauspielhause und gab hrerber ihrem tiefften Bedauern über das schwere Unglück Ausdruck. Auch Kronprinz Wilhelm und die Meiningischen Hoheiten erschienen später auf dem Schauplatze der Katasttophe. Die Kaiserin und Prinzeß Victoria begaben sich vom Schauspielhause nach der Klinik, wo die bei ber Katastrophe Verletzten liegen, unb ließen sich die hohen Herrschaften an bas Bett jedes einzelnen der Verunglückten führen, wobei bie Kaiserin ben Verwunbeten in ben herzlichsten Worten Trost unb Muth zusprach. Heber ben bcS Baugerüstes im Schansptelhause hat bezüglich der Ursachen noch nichts Bestlmmtes festgestellt werden können; von den hierbei verunglückten Personen blieb eine sofort tobt, fünfzehn andere erhielten theils schwere, thetls leichtere Verletzungen, indessen steht die Zahl der Verunglückten noch nicht vollständig fest. Die Kaiserin Augusta ist am Dienstag in der elften Abendstunde inBaden- Baden eingetroffen, um hier ihren gewohnten Frühlings-Aufenthaltzu nehmen, dessen Beginn sich in Folge der schmerzlichen Ereignisse der letzten Zett, die ja die hohe Frau in erster Linie mit berührten, Heuer länger verzögerte, als in früheren Jahren. Der Reichskanzler ist am Montag Abend von seiner hinterpommer'schen Besitzung wieder in Berlin eingetroffen; die mit großer Heftigkeit bei der Frau Fürstin ausgetretenen asthmatischen Beschwerden haben den Anlaß zu dieser beschleunigten Rückkehr des Fürsten Bismarck nach der Reichshauptstadt gegeben. Wie verlautet, gedenkt der Kanzler alsbald nach der Uebersiedelung des Kaisers nach Schloß Friedrichskron einen vorläufigen Sommeraufenthalt in Friedrichsruhe zu nehmen; spater ist wiederum eine Cur in Kissingen in Aussicht genommen. Von den signalisirten deutschen Zollerhöhungen gegen Rußland ist es plötzlich wieder still geworden, vielleicht sollten bie betreffenben Artikel der Berliner officiösen Blätter, welche einen öOprocentigen Aufschlag für die Zölle auf russische Erzeugnisse ar.kündigten, nur die Bedeutung eines „Schreckschusses" haben. Bedauerlich aber bleibt es, daß durch derartige, in den amtlichen Blättern selbst zuerst aufgetauchten Gerüchte eine wilde Spekulation, besonders in russischem Getreide, begünstigt worden ist, unter deren Folgen die deutsche Landwirthschaft mehr oder weniger mit leiden muß. Die Ausführungsvorschriften zu der Paßverordnung der elsaß- lothringischen ^Regierung sind nunmehr veröffentlicht worden. Danach haben alle französischen Staatsangehörigen, auch diejenigen, welche nicht über die französische Grenze kommen, bei dem Aufenthalte im Reichsland, einen Paß mit der Visa der deutschen Botschaft in Paris vorzulegen. Derselbe ersetzt die Aufenthaltserlaubniß auf acht Wochen, darüber hinaus kann der Bezirkspräsident ausnahmsweise weitere Erlaub- niß ertherlen. Für active und inactioe französische Militärpersonen und für Emigranten bleibt neben dem Paß eine besondere Aufenthaltserlaubniß erforderlich. Nur ganz ausnahmsweise ist der Aufenthalt im Neichslande den Officieren der französischen Reserve und Landwehr, den ehemaligen französischen Officieren und den Zöglingen der Militärschulen Frankreichs gestattet. — Diese Ausführungsbestimmungen verleihen der Paßvorschrift einen noch schärferen Charakter, als schon nach den ursprünglichen Meldungen anzunehmen war und zielt sie ersichtlich speciell dahin, den Aufenthalt französischer Staatsangehöriger, gleichviel ob Civilisten ober Militärpersonen, im Reichslande unter möglichst scharfe Controle zu nehmen. Daß durch diese neuerliche Maßregel die deutsch-französischen Beziehungen eine weitere Verschlechterung erfahren, wie sich voraussehen läßt, mag bedauerlich erscheinen, aber die deutsche Regierung mußte einmal zeigen, daß auch die deutsche Langmuth gegenüber den konsequenten Belästigungen deutscher Reisenden in Frankreich und.der geheimen französischen Spionage in Elsaß- Lothringen ihre Grenzlinie hat. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Patzmaßregeln im Neichslande nicht als eine. Repressalie gegen bestimmte Vorgänge, sondern als einen Versuch ber beutschen Regierung, im Interesse bes Friebens gefährliche Friktionen zwischen Deutsch- lanb unb Frankreich burch Einschränkung bes Grenzverkehrs möglichst auszuschließen wobei bas officiöse Blatt auf ben sich steigernden Nätionalhaß 'der Franzosen gegen bie Deutschen hinweist. 1 In Belgien haben am vergangenen Sonntag die Erneuerungswahlen zu I den Provinzialräthen stattgefunden, als eine Art Vorpostengefecht zu der am 12. Juni bevorstehenden allgemeinen Wahlschlacht in Belgien, den Kammerneuwahlen. Im Großen und Ganzen sind bei den Provinzialrathswahlen die Liberalen den Clericalen gegenüber im Vortheil geblieben, denn wenn jene auch in der Provinz Luxemburg die Mehrheit ber Prvvinzialrathssitze an bie klerikale Partei verloren, so 1 eroberten sie bafür in ber Provinz Namur mehrere Sitze unb außerbem ging bie Stabt 1 Nntwerpen mit ihren 21 Manbaten zum Provinzialrath in bas liberale Lager über; 1 iuf die Candidaten der dritten Partei, der Socialdemokraten fielen nur verhältniß- näßig wenige Stimmen. Die belgischen Liberalen können demnach im Ganzen den I Ausfall der Provinzialrathswahlen als ein gutes Omen für die Hauptwahlen bes I Das Kutherfestspiel von H. Herrig. IV. Auch die Bllderstürmescene, in der Luther plötzlich unter die aufrührerischen Massen, die Bauern, die Schwarmgeister, die Bilderstürmer tritt und sie mit seinem wichtigen Wort, mehr aber noch mit dem soeben verdeutschten Neuen Testament zur Besinnung bringt, ist wie von dramatischer Lebendigkeit so von tiefer innerer Wahrheit. Die Scene verkündigt uns mit überzeugender Kraft di- Macht des Evangeliums als die wahrhaft erhaltende Kraft, als das Heilmittel gegen soziale Schäden jener Zeit und aller Zeiten. Was der Dichter hierbei den Reformator über die Macht des Evangeliums, über das christliche Leben nach reformatorischer Auffassung sagen läßt, Luthers bekannte große und wichtige Gedanken über diese Dinge, das ist so richtig erfaßt und so treffend wiedergegeben, daß hier wenigstens die Schlußworte Luthers in dieser Scene erwähnt werden sollen: So haltet an der Wahrheit fest, Daß nie ihr Gottes Wort vergeßt Denn dieses ist der sichre Grund Auf dem er schloß den neuen Bund, Der Fels, auf dem die Kirche steht, Die nicht in Ewigkeit vergeht...... Doch nun laßt uns nicht müßig stehn, Ein jeder an sein Tagewerk gehn; Thu' nur mit rechter Lieb ein Ding, Da ist auf Erden nichts gering, Denn Jeder wird den Andern nützen, Und Gott bei seinen Thun ihn schützen, Der Satan aber muß ihn fliehn. Gebet und Arbeit ärgert ihn! So dient dem Gott mit diesen beiden, Da wird die böse Lust uns meiden. Und wirkt Ihr, was den Menschen frommt: Das saure Tagwerk eurer Händ Schafft auch in Gottes Regiment, Still wirkend, daß sein Reich uns kommt. Gott dienend denn und eures Gleichen Folgt mir, legt ab des Aufruhr's Zeichen. Läßt es sich schöner und schlichter sagen, welches der Beruf der Kirche und welches die evangelische Anschauung über den Werth des irdischen Berufs ist? Wir stimmen den Worten des Rathsherrn zu, wenn er nach jener Rede Luthers und nach dem Chorgesang: „Vater unser im Himmelreich" sagt: Das klang so wahr, so gut, so schön; Muß jedem wohl zu Herzen gehn. Endlich die letzte Scene. Melanchthon führt einen Scholar aus Ingolstadt, der eigentlich ein Gegner Luthers ist, über den er viel Schlimmes gehört hat, in das Haus des Reformators ein. Sehet Euch selber den Luther an, Ein bess'res Urtheil fället dann! Bei diesen Worten öffnet sich der Vorhang der Hinterbühne, und ein entzückendes Bild zeigt sich unsren Augen: Luther im Kreise seiner Familie, am Abend seines Lebens. Da sitzt der große Reformator, nach all den gewaltigen Kämpfen, im Frieden des häuslichen Feierabends, selbst Feierabend seines Lebens haltend, älter und schwächer geworden. Vor sich aufgeschlagen die Bibel, seine tägliche Speise, um ihn rm Kreise Käthe, seine Frau, und Hans, Martin, Paul und Margarethe, seine Kinder. Magdalene, sein liebes Töchterlein, ist schon nicht mehr unter der Schaar der Kinder. Zu der Freude im Ehestande hat sich bittrer Schmerz gesellt. Der Herr nahm uns ein Töchterlein, Auch sie war so züchtig und fein! Die wohnt nun beim Herr Jesu Christ Wo Lene ein glänzendes Sternlein ist. Es liegt über dem Bilde der ganze Frieden eines gesegneten, in Gottes Wort geheiUgten Familienlebens, und so sind auch die Worte, die in diesem Kreise gesprochen werden, von besonderer Wirkung. Was Luther über den Ehestand, über Kinder - erziehung, über die rechte Art, sein Leid zu tragen, sagt, das ist so tief und innig, so herzlich, daß wir verstehen wie gerade diese Scene die Gemüther der Gemeinde rührt, eine Predigt vom christlichen Familienleben an jedes christliche Haus uns'rer Gemeinde. Wenn dann die Familie ihr Abendlted singt, zugleich für Luther wie ein Lied vom Sterben klingend und der Schatten des Abends senkt sich mehr und mehr über die Gruppe, während vom Sängerchor es wtederhallt: „Mit Fried' und Freud' fahr ich dahin" — dann hat das ganze Bild einen so sinnig herzbewegenden Abschluß, daß wir begreifen, wie gerade diese Scene überall zu Herzen gegangen ist. Ehrenhold und Rathsherr erzählen von späterer Zeit und deuten in die große Gegenwart, in der wir leben. Mahnungen zur Demuth und zum Festhalten am Glauben folgen, Segenswünsche für Kaiser und Reich bilden den Abschluß. Erhoben und ergriffen stimmen wir in den Schlußgesang der Gemeinde ein: Nun danket alle Gott! t O ! 4 I t t Gießen, 30. Mai. sLutherfestspiel.j Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß die Programme mit dem Texte der Gesänge zum Lutherseftspiel von heute ab in der Ferber'schen Universitäts-Buchhandlung ä 20 per Stück ru haben sind. 4 . ^Gießen, 30. Mat. Der Fuhrknecht Johs. Brück von hier kam gestern in der Nahe von Garbentetch unter seinen mit Frucht schwer beladenen Wagen. Hierbei wurde er derart schwer verletzt, daß er in die Klinik verbracht werden mußte, woselbst er diese Nacht an seinen Verletzungen gestorben ist. Vermischtes. uT M., 28. Mai Im Freien deutschen Hochstift sprach gestern Vormittag Herr Oberbürgermeister Dr. Miquel über den Entwurf zum neuen deutschen Civilgesetzbuch. Redner führte etwa Folgendes aus: Unserer Zeit sei es vorbehalten gewesen, an die Schaffung eines neuen einheitlichen deutschen bürgerlichen Ge etzbuches heranzutreten, ein Versuch, der jetzt zum ersten Male in der deutschen Geschrchte gemacht worden sei. Der Entwurf, welcher nach langer mühevoller Arbeit nunmehr vorliege, werde hoffentlich in nicht allzu ferner Zeit in Kraft treten, was um so mehr zu wünschen sei, als in gesetzgeberischer Hinsicht augenblicklich ein Stillstand eingetreten sei. Ueberall, wo man eine Lücke in dem bestehenden Gesetz erkannt, habe man mit Rücksicht auf das in Aussicht stehende allgemeine deutsche bürgerliche Ciotl- Gesetzbuch von der Schaffung eines neuen Gesetzes abgesehen. Redner beleuchtete sodann die großen Schwierigkeiten, welche sich der Schaffung ernes solchen einheitlichen Rechts entgegmstellen, dabei der großen Verdienste des verstorbenen bayerischen Ministers v. Fäustle um das Zustandekommen des nun vorliegenden Werkes gedenkend. Nachdem die Compelenzfrage entfchieden gewesen, seien die deut chen Regierungen eifrig an's Werk gegangen und hätten zunächst eine Commission rsiedergesetzt an deren Spitze der damalige Präsident des Reichs-Oberhandelsgerichts Wirklicher Geheime Rath Pape stand und welcher als Mitglieder angehörten die Herren: KaiserlicherAppellationsgerichtsrath, jetzige Reichsgerichtsrath Derscheid, Großherzogllch badischer Ministerialrath Dr. Gebhard, Königlich preußischer Geheime Ober-Justizrath Johow, Königlich württembergtscher Obertrtbunals-Vicepräsident Kubel Koniglrch preußischer Geheime Ober-Justizrath und vortragende Rath ?//urlbaum ll. Königlich preußischer Appellationsgerichts- Eh Geheime Justizrath Dr. Planck, Komgltch bayerischer ordentlicher Professor der Rechte Dr v. Roth, Königlich bayerischer Ministerialrath, jetziger Oberlandesgerichts- prasident Dr v Schmitt, Königlich sächsischer Oberlandesgerichtspräsident, Wirklicher Geheime Rath Dr. d. Weber, und Königlich sächsischer Geheime Rath und ordentlicher Professor der Rechte Dr v.Windscheid. Das letztgenannte Mitglied sei mit Rücksicht auf feine Berufsgeschafte aus der Commission ausgetreten, zwei andere Mitglieder feten verstorben. Uuiverfttäts -G-ronik. , — Aus Amsterdam, 28. ds., wird der „F. Z." geschrieben: Gestern feierte ?er berühmtesten Gelehrten, welche Holland zur Zeit besitzt, Franz Cornelius nber QnV?Lc^or Physiologie und Augenheilkunde an der Universität ST WH ®CblirSÖk .Dem Unterrichtsgesetze zufolge muß jeder Professor, sobald er dieses Alter erreicht hat, sein Amt niederlegen, und so wird leider auch Donders akademische Thatigkeit alsbald ein Ende nehmen. Die vielen Freunde und Verehrer, welche Donders in Holland wie im Auslande besitzt, benutzten diesen Tag für eine großartige Feier zu Ehren des berühmten Gelehrten. Gesetzbuch zerfallt in 5 Theile, nämlich: Allgemeiner Theil. Reckt d-r Schuldverhaltnifse, Sachenrecht, Familienrecht und Erbrecht. 9 Die Commission übertrua ^Abarbeitung ie eines dreier Theile an einzelne Redactoren, welche mit der ersteren in Einklang zu blerben suchten. Das Jahr 1881 sah das neue deutsche CioilaefTT.T in seinen einzelnen Theilen vollendet und verblieb nun noch die lekte anerbfnnc^ fpS schwierige Ausgabe, der Vereinigung dieser Theile zu einem^einheitlichen Ganzen9 Eine T ^Mem Zwecke eingesetzte Subcommission erledigte sich bis Ausgang 1887 dieser Arbeit, so daß heute der Gesetzentwurf der Kritik vorliegt 9 9 cr - Ä m^enn m°n von der Zusammensetzung der Commission auf das weitere Gedeihen des Werkes schließen durfte, dann lasse sich demselben nur ein günstiges Prognoftikon fteflen, denn die Zusammensetzung sei eine glückliche gewesen. Selbstredend9 umfasse Ärgerliche Gesetzbuch nicht alle Rechte, sondern nur den wesentlichsten derselben. Er erinnere nur an das Bergrecht, Jagd-, Wasser- und Arar^eckt ? Rechte sei im Absterben begriffen, und es habe daher nicht verlohn!' diese zu codtsiciren, ein anderer Theil sei noch zu wenig geklärt gewesen, um sie jetzt LK Ä bas ueue Ge etzeswerk aufzunehmen. Dauernd indeß würden die letzterwähnten wohl mcht ausgeschlossen werden können. v “ An der Hand des römiscken Rechts sei das nunmehr vorliegende Werk bearbeitet worden, sei es doch keineswegs Aufgabe der Commission gewesen, ein neues Recht zu b^ubbn- sondern das Vorhandene in deutsche Sprache zu bringen, Abgestorbenes aus! 5e™tn,es?Ud,t ^nen klaren Ausdruck zu finden. Recht b Tn9 Werkes wenn man einen Blick auf die bestehendm Rechtsverhältnisse werfe, welche eine wahre Musterkarte darböten. Da hätten wir neben bc5«?CT Unb römischem Recht das Landrecht, den Code Napoleon, bie Partikular^ C°k o # OrnClTn?: Uneben eine ungezählte Menge von Landesrechten. Diese Partikular- und Lokalrechte seien die ewige Krankheit, von der Goethe spreche. Solche Zustände erforherten aus dringenden praktischen Gründen der Abhülfe, um so mehr als das Recht ÄÄ.nur eine materielle, sondern auch eine ideale Bedeutung habe; die Einheit des Rechts komme gleich nach der Einheit der Sprache. Der Vortragende legte bann bar " Beziehung bas neue Civilgesetzbuch zum Reichs-, Laub- und Gewohnheits- s 1 K unb ^0"nnt dabei zu dem Resultat, daß das Reichsrecht nur unwesentlich durch neue Gesetzeswerk berührt werde, daß hingegen das gesammte Partikula^ r^cht, soweit es durch das neue Gesetz codificirt- sei, in Wegfall komme und daß das Gewohnheitsrecht fortan keine Rechtsquelle mehr sein könne und als solche ausscheide "eiteren Ausführungen zu, daß das Werk an vereinzelten 86 F hier und dort sich eine Schwere im Ausdruck bemerklich JTl?« bezeichnet es aber im großen Ganzen als eine vorzügliche Grundlage für die H^n*Un9sCTe§hTb<äUU deutschen Ctvtlgesetzbuches. In der Sprache sei es durchaus Es Ä gewöhnlichen Lebens und Verstandes sich anschließend. Es sei ein durchdachtes, logisch consequentes Werk, dessen Fassung man eine glückliche nennen durfi, was nicht ausschließe, daß bet der Prüfung noch Einzelnes verbessert nrTfbtHAp9naQbhCmaberF.9u/ifi T* @eIlun0 gekommen, mußten auch die Männer des praktischen Lebens gehört werden, was seines Erachtens der Sache nur zum Vortbeil SÄ” Ä 3nbe6 dürfe bie Kritik nicht übersehen, daß einzelne Punkte und Rech7^zÜrückt?etm müssen^ ®cbanten Einheitlichkeit des bürgerlichen c. ^^irgenhs seien die Gewohnheiten zäher als im Cioilrecht und bei den Männern d^. das Cioilrecht handhaben. Eine große Resignation auf liebgewordene Gewohnheiten und ^jbeen sei Zwar nothtg, namentlich auch im Reichstage sowohl seitens der Einzelnen wie der Parteien, damit das Gesetz zu Stande komme. Hier handele es sich aber* nicht um eine Parteifrage, sondern um die Schaffung eines einheitlichen Rechtes für alle *Tb FZ“?- bicle§ ßro6e lasse ihn das Beste hoffen. Eine enbloc- Annahme des Entwurfs sei weder zu erwarten, noch zu empfehlen. Es werde eine Kommission eingesetzt werden müssen zur Prüfung des Entwurfs, aber immer wieder sei lU Ä^"ken, daß man es in dem vorliegenden Werke mit einem N"d zu thun habe das sehr schwierig aufzuziehen sei und deshalb um so mehr der Liebe und des Wohlwollens bedürfe. y ucr c. r FT.^"anales Rechtsbewußtsein sei der größte Kitt des Staates und es dürfe dieser Arbeit nicht ergehen, wie derientgen jenes Gelehrten, der fortgesetzt an seinem Werke besserte, bis er att wurde und es in den Papierkorb wanderte. In allgemeinen Tadel möge sich namentlich die Kritik nicht ergehen, sondern bestimmte Vcrbesserunas^ Vorschläge machen. 11 rt1l8 deutsche Rechtsauffassung habe bei dem vorliegenden Entwurf eine ganz au§0iebi0e Berucksichti0un0 0efunden, was namentlich bie Paragraphen über bie näh>r- lidje Gewalt b-wi-I-n, die dem Staate -in Recht gäben Kinder Lnd Frauen^ ,uch7tz n' gegenüber einem Manne, der unwürdig sei, die väterliche Gewalt aus.uübem ^nsbe' sonderc seien auch die Rechte der Frauen ausgedehnt worden und es stehe zu hoffen daß auch die Germanisten sich mit dem neuen Gesetzbuch versöhnen würden " ' Bei diesem Gesetzeswerk, so schloß Redner, möge man beweisen, daß man das gr°6e Gaye verstehen und demselben subjektive Anschauungen untcrzüordnen gelernt nationale EMwicklimg stln?" Bestehung & Segen ssrdst . - Di- Mineraliensammlung des Fürsten von Waldeck auf Schloß Schaum- butfl, die mit ihren 1400 Nummern eine der umfassendsten und in sachmännischm kmise^angebotcn bekanntesten ist, wird in einem holländischen Handelsblatte zum Ler- Literarische«. -m. t-T< deutsche« »eifer von «arl dem «rotze« bi» Friedrich III. RHrohCr”S 8«*ir “tn’ercy, ^chichie wissen, floßt Hcrmaim Gr,mm im neuesten Heit der »Deutschen Rundschau". Er hat leider nur zu sehr recht. Das Volk m seinen großen Massen weiß so gut wie nichts von seiner ruhmvollen zweitausenb- lahrigen Vergangenheit. Außerorbentlich gering selbst ist bie Kenntniß der Geschichte unseres Vaterlanhes in den gebtlbefen Kreisen ber Nation; denn noch immer hat bie Aiechische unb römische Gesuchte ben Vorrang in den höheren Schulen. Von diesem Gedanken ausgehend, hat dte Verlagshandlung von Friedrich Pfeilstücker in Berlin W soeben ein vornehm ausgestattetes Kunstblatt erscheinen lassen, welches in Streuer Ausführung nach Siegeln, Denkmälern, Münzen, Stichen und Gemälden die Bildnisse sammtlicher 54 deutscher Kaiser auf einem Blatt darstellt, in feiner reichen ^b^kllung in Farben-, G^ld- und Lichtdruck ein prächtiger Wandschmuck für jedes deutsche Haus, für den Salon sowohl wie für das einfache Bauernhaus. Ohne begleitenden Text wurde aber das schöne Bild seinen Zweck nur halb erfüllt haben- der Verleger hat deßhalb eine volkslhümlicke deutsche Geschichte dazu schreiben lassen,'kurz gedrungen, das Wesentlichste zusammensassend, nicht betonend, was die beiden christlichen Confessionen trennt, sondern was sie eint. - So sahen sie aus, unsere sagen- verherrltchten Kaiser, und so haben sie gewirkt, das beides soll dem Beschauer und dem Leser lebenhig vor die Seele treten. Nicht zurück steht unsere große Geschichte hinter der Griechenlands und Roms. Möge dies Bild und Buch dazu beitragen, ihr den äßeg zu bahnen in jedes deutsche Haus und so den deutschen Nationalsinn kräftigen, dessen wir hemte dringender bedürfen als jemals. Der äußerst billige Preis von 3 für das Bild und 40 H für das Buch erleichtert in dankenswerther Weise die Anschaffung. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft im Schatten 16, Wasser 15 Gr. Gießen, den 30. Mai 1888. Rübsamen. in m lang, Knüppel 4514 152 24 4 II. Cl. 33 II. Cl. 137 2 11 HO neuen Chaussee im Stoll 1 b. JL 625.20 270.— tt 233.70 ii 11960 ii 64.44 n 4512 3781 und Apparaten ausgestattete Buch.- u. 7/////////I Verlag: des VS V Schulstrasse 2Vb. 7. mnnmiiniiiiiiiiiinHn iiuunniinii uuu nm ?! 32 2 Cl. Cl. Cl. Cl. Stöcke 24 (105 I 30 ( 58 i 23 Stöcke 20 Buchen Eichen Birke Aspe Nadelholz I. II. I. II. Reis 245 2 Reis 191 Der Rentmeister: Schmidt. Mai J. EL Fuhr. 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I- werden fämmtliche für die diesseitige Haltestelle Reiskirchen bestehenden direkten Tarifsätze Mangels Frequenz aufgehoben. Gießen, den 30. Mai 1888. 4538__Großherzogliche Direktion. Absperrung des Ventil« brunnens nächst dem Thorhaus am Wallthor. Wegen Arbeiten am Stadtgraben bleibt vorbezeichneter Brunnen bis Freitag, 1. Juni Abends, eventuell bis Samstag, 2. Juni Abends, gesperrt. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 4546 Versteigerung. Montag, den 4. Juni 1888, Nachmittags von */22 Uhr an, sollen folgende Arbeiten auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert werden: veranschlagt zu: Allgemeiner Anzeiger. Hvlzverstcigcrung den Waldungen der Freiherren von Nordeck mr Rabenau. 1) Mittwoch, den 6 Juni 1888, District Stoll 2a, 1 b, 2, 4, Röddern, Hörnes 9. 32 Eichen-Stämme, 16—37 cm Durchm., 6—13 126 Fichten-Derbstangen, 897 Fichten-Reisstangen. Scheit 136 stehen wir zu Diensten Kunst - Druckerei empfohlen. Freitag, den 1. Juni, Nachmittags 2 Uhr, in dem Krombach'schen Hause (Kap- lans gaffe 10) dahier werden gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert: ein Bierapparat, eine Parthie Wirths- Tische, -Stühle und -Bänke, eine voll- ständige Ladeneinrichtung mit Waagen, Petroleummesser rc. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 29. Mai 1888. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Odenberg 1 c. Keffelbach, den 28. Mai 1888. 4515____Trost, Freiherr!. Revierverwalter. Versteigerung von Heu- u. Grummetgras auf Gräflichen Wiesen: 11 In der Gemarkung Laubach auf den Schellenberger, Ztegelhütterteichwiefen (zusammen 32 Morgen haltend), sowie aus den dem Johann -Friedrich-Stfft gehörigen Wiesen Mittwoch den 13. Juni d. I., nach Zusammenkunft um 8 Uhr Morgens bei der städtischen Ziegelhütte; n. im Thiergarten an demselben Tage, mit Beginn um 10 Uhr Vormittags in der Hirtenbach, auf 59 Morgen (einschließlich Thiergärtnerteichwiese) ; ui. in der Gemarkung Wetterfeld an demselben Tage, Nachmittags 5 Uhr auf 20 Morgen bei Gastwirth Kühn zu Wetterfeld; IV- im Reviere Freienseen (theilweise vorgezeigt) aus 124 Morgen Donner-tag den 14. Juni d I., nach Zusammenkunft um 9 Uhr Vormittags am „Wolfsgarten" bei Freienseen; v. an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 3 Uhr Nachmittags beim Flensungerhof, in der Gemarkung Flensungen auf 31 Morgen Wiesen; vi. im Reviere Gonterskirchen auf 450 Morgen Freitag den 15. Juni d. I. und zwar am Vormittage, mit Beginn um 9 Uhr in der AepfelSbach, vorgezeigt auf Wiesen in der Heegbrücke, um den Ruttershäuserteich und auf der Herrnwiese; an demselben Tage auf dem Jägerhaus Nachmittags von 1 Uhr an unvorge- zergt auf Wiesen im Wetterauergrund, Hahlgarten, Hauxtheilen, in der Mulsau u. s. w.; vn. im Reviere Ruppertsburg auf 25 Morgen Wiesen (einschließlich Eichbergs-, Giehern- und Bruchwiese im Horloffgrund), sowie auf Waldwegen Samstag den 16. Juni d. I., Morgens 9 Uhr, in der Fink'schen Wirthschaft zur Friedrichshütte. Wiesenwärter Silß zu Laubach, sowie die betr. Gräflichen Forstwarte sind angewiesen, die Wiesen, welche außerdem durch mit Nummern versehene Pflöcke oder Steine versehen sind, vor dem Termine auf Verlangen vorzuzeigen 4517 Laubach, den 25. Mai 1888. Gräfliche Forstverwaltung. = frfrfrfrfrfrfr £>fr&mfrfrve’rnt» 3-/c Aermietyungen. 4433 Ein kleines Familienlogis an ruhige Leute sofort oder später zu oer- miethen. Steinstraße 51. 4531 Fünf Zimmer, Zubehör, Garten- an«?'-r' ln ~er Bleichstratze zu vermiethen. Näheres Seltersweg 63 11. 45271'75^61 Zimmer, Küche u. Kammer an ruh. Leute zu verm. I. Schmücker. 4541 Kleine Familienwohnung sofort zu vermiethen. Wallthorstraße 32. 45341 Schönes Stübchen mit Bett zu vermiethen. Mäusburg 9. 4520 Zwei kleine möbl Stübchen zu vermiethen- Lindenplatz 7. 41811 Laden mit Wohnung ist per 1. September zu vermiethen. L. Klinket, Bahnhofstraße 8. 4°|0 Schuld der Stadt Worms in ein m ver- sinstiches Anlehen. Nachdem die Anlehen vom IV.December 1862 und vom 1. December 1880 She und 3’ bk ™UhSloofun9 be£immt finb- übernehmen wir die Convcrfion ropenfrel und Jinb bte Bedingungen bei uns zu erfahren. Gießen, den 29. Mai 1888. die zahlreichen Beweise liebevoller Theilnahme anläßlich des Ablebens unserer theuren Schwester Christiane Salzinann “rn blrAeid,en Kranzspenden auf dem Sarge der Be/- blrchenen sagen herzlichsten Dank B er Gießen, bett 29. Mai 1888. von. jäS chmiähaNen 4% Ungar. Goldrente 80.60 5«/o Gemischte Russen rCJ5rrxlrr! dragiere nur mit den rühmlichst bekannten Dampfern des Norddeutschen Lloyd. Fr. Seibel, Giessen. [2074 41/2°/o Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 4«/o Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. d/2% dv. 5% Buderus Oblig. ÄLL.»"'»wkS * __ ____________ Tendenz: fest. - Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. vermischte Anzeigen. Ein jüngeres ordentliches Mädchen vom fortefudj/1”6” Flcincn Haushalt per so- Naheres in der Exped. d. Bl, 4504 4523 Ein Wagnergeselle wird gesucht. Philipp Kröck, Kinzenbach - Ausverkauf... Berlin h ( »‘““m "•[* ' 2ack«t» und Umhänge werden für fast die Hälfte der sonstigen Preise ausverkauft. 4532 Sonntag, den 3. Juni, Nachm. 1|2 Uhr, findet im Einhorn in Gießen das Abschiedsessen für Herrn Regierungsrath Nover statt. [4490 D>e Mitglieder der landwirthschaftlichen Vereine Oberheffens werden zur Theilnahme aufgefordert mit dem Bemerken, daß der Thellnehmer bis zum 1. Juni sein Gedeck im Gasthause zum Einhorn schriftlich bestellen muß. Landwirthsch. L'ocalverein Gießen. «g? ggy ~ ®*«y" 3, . Franz fche «alle- uni) 8chmimmanstall Abonnementen Cl6fh,et Unb (abet »«nz ergebens! zum —, 4253 _ Georg Franz, Schweizer Stickereien c t ohne Apprvt 1521 nbertCn ÜOn wieder frisch eingetroffen bei _ _ J- Kaan Jan., Kreuzplatz 10. 45391 Goldene Damenuhr ver- loren am Montag Nachmittag in der Nordanlage. Abzugcben Wallthorstraße 34. 4542 Die Nummern 475/45, 71, 74, 77 und 80 der Wormser Lot- terie sind verloren, vor deren Ankauf gewarnt wird. welches selbstständig kocht, bet gutem Lohn gesucht. Wo? sagt die Exped- d. Bl. 45251 Drei dis vier Meter gutes K ü ferh o lz pretswurdig zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Bl. -mpfi-M-sichU Waschen und Putzen. Näheres in der Exped- d. Bl. | Dreher gesucht von Kausfmann & Cie., Lampenfa brtk. Damen discreten Fällen 1 . sorgsame, freundliche Auf. 5?vme ber einer Wittwe in einer hübsch geleg. Villa e- Vorst. Off unt. T. N. S »olK. Alt. Neust. Magdeburg. [4518 Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 30. Oesterr. Ereditactien Oesterr. Staatsbabn-Aclen 1880 40/g Russen Oblig. 40/0 unif. Egypter Obttg. Heute, Mittwoch den 30. Mai er.- : Letztes Coneert SS der G-esellscliaft Bogner-Kittel. 4513 ©ie heutige Nummer enthält 2 »lütter.