Nr, 281 Freitag den 30. November 1838. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen. Drrrearr r Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Rundschau G i e ß e n, 29. November. Die Begründung zum Alters- und JnvaliditLtSverfichernngSgesetze ist nunmehr mit der Vorlage selbst dem Reichstage zugegangen. Die Begründung stellt sich als ein äußerst umfangreiches Schriftstück von nicht weniger als 180 Seiten Druck dar und entwickelt zunächst die Vorgeschichte der Alters- und Invalidenversicherung, wobei erklärt wird, daß die Wittwen- und Watsenversorgung verstorbener Arbeiter erst auf Grund der Erfahrungen über das Jnvaliditätsversicherungsgesetz erfolgen solle. Alsdann giebt die Begründung eingehende Erläuterungen über die bei der Alters- und Invalidenversicherung, hauptsächlich in Betracht kommenden Fragen und sucht diejenigen Bestimmungen, welche von der Kritik am meisten angegriffen worden sind, wie z. B. diejenigen über die Rentensätze, über das Qutttungsbuch und das Markensystem u.s.w., in nachdrücklicher Weise zu rechtfertigen. Jedenfalls bietet diese Denkschrift eine geeignete Grundlage für die bevorstehenden erstmaligen Verhandlungen des Reichstages über die Alters- und Jnoaliditätsverstcherungsfrage dar. Das Centrum hat im Reichstage einen das Vorgehen gegen Sclavenhandel und Sclavenjagd billigenden Antrag eingebracht. Unter der belgischen Arbeiterschaft gährt es wieder einmal in bedenklicher Weise. Besonders werden aus Charleroi, welche Stadt mit ihrer näheren Umgebung überhaupt einen Mittelpunkt für die unruhigen Elemente der Arbeiterschaft Belgiens bildet, neue größere Strikes gemeldet und auch im Borinage, dem an Kohlengruben reichen Landstriche, der sich südlich von Mons htnzieht, macht sich eine ernste Strike- bewegung bemerklich. Der Präfect des den genannten belgischen Bezirken benachbarten französischen Departements du Nord hat sich anläßlich der Arbeitseinstellungen im Nachbarlande bereits veranlaßt gefühlt, Sicherheitsmaßregeln anzuordnen, welche hauptsächlich die Ueberwachung der Grenze zwischen Lille und Avesnes betreffen; dagegen scheint die belgische Regierung selber der neuen Arbeiterbewegung im Lande noch gleichgültig gegenüberzustehen. Die italienische Regierung widmet sich fortgesetzt mit großem Eifer den Interessen der nationalen Vertheidigung. Hierzu gehören auch die in einem am Sonntag abgehaltenen Cabinetsrathe des italienischen Ministeriums gefaßten Beschlüsse finanzpolitischer Natur, welche darauf hinauslaufen, durch eine ansehnliche Erhöhung der Staatseinnahmen, theilweise sogar durch neue Steuern, die Kosten für die geplanten neuen militärischen Maßnahmen Italiens zu beschaffen. Da es sich um eine Summe von mindestens 120 Millionen Francs handeln soll, so ergeben sich hieraus neue Ansprüche an die Steuerkraft des italienischen Volkes, von dessen Patriotismus jedoch zu erwarten steht, daß es die angekündigten finanziellen Opfer willig tragen wird. Unter den politischen Ereignissen der Balkanhalbinsel aus jüngster Zeit beanspruchen die Personaloeränderungen im rumänischen Cabinet und die Neuwahlen zur serbischen Skupschtina das meiste Interesse. Bekanntlich ist das rumänische Ministerium Rosetti-Carp durch den Ausfall der jüngsten Wahlen zum Parlament genöthigt worden, sich durch Aufnahme von drei neuen, conservattoen Cabinets- mitgliedern einigermaßen „umzuhäuten", doch soll weder die auswärtige noch die innere Politik Rumäniens durch diese Ergänzung des Ministeriums Rosetti im conseroativen Sinne eine einschneidende Veränderung erfahren. Was die Neuwahlen zur serbischen Skupschtina anbelangt, so müssen zwar die abschließenden Nachrichten abgewartet werden, doch steht schon jetzt kaum zu bezweifeln, daß die Radicalen, also die Partei der serbischen Russenfreunde, den vereinigten Liberalen und Anhängern der sogenannten Fortschrittspartei gegenüber unterlegen sind, was zum Mindesten für die auswärtige Politik Serbiens die Beibehaltung der jetzigen, sich an das mitteleuropäische Bündniß anlehnenden Richtung bedeuten würde. Hinsichtlich der inneren Verhältnisse Serbiens würde die Wahlniederlage der Radicalen eine maßvolle Entwickelung der Frage der Verfassungsrevtsion gewährleisten. Der Streit, welcher sich zwischen England und dessen australischer Colonie OueenSland wegen der Ernennung Blake's zum Gouverneur derselben erhoben hatte, ist durch die Nachgiebigkeit der englischen Regierung beendigt worden. Im englischen Unterhause erklärte der Colonial -Staathsecretair, Baron Worms, am Dienstag, die Regierung habe unter den obwaltenden Umständen eingewilligt, auf den Wunsch Blake's von seiner Ernennung zum Gouverneur in Queensland Abstand zu nehmen. Die Mittheilung, die englische Regierung habe in dieser Angelegenheit dem Wunsche Blake's nachgegeben, ist indessen nur eine Umschreibung der Thatsache, daß das Ministerium Salisbury auf die energischen Proteste der Regierung wie des Parlaments von Queensland hin von dieser Ernennung Abstand genommen hat. Die genannte Colonie wollte sich keinen Mann als ihren obersten Beamten aufdrängen lassen, der von ihren Verhältnissen und Bedürfnissen nur sehr schwache Vorstellungen besaß und man kann darum den Queensländern mit ihrem Proteste nicht Unrecht geben. Deutscher Reichstag. 4. Plenarsitzung. Mittwoch, den 28. November 1888. Haus und Tribünen sind mäßig besetzt. Am Tische des Bundesraths: Freiherr o. Maltzabn, Dr. v. Boetticher, Graf Monts, Bronsart v. Schellendorff. — Eingegangen ist die Novelle zum Genosfenschaftsgesetz. — Die erste Be- rathung des Etats und des Anleihegesetzes wird fortgesetzt. Abg. Liebknecht (Soc.): Trotz der Versicherungen der Thronrede ist die Lage keine friedliche und gemüthliche; zum nicht geringen Theile trägt hieran die Schuld unsere osficiöse und Kartellpresse, welche unser Volk zu verhetzen sucht. Man kann die Presse als nicht maßgebend betrachten, aber gerade die regierungsfreundlichen Parteien bringen ja in ihrer Presse diese allarmirenden Nachrichten. Seit 1872 ist das Budget von 338 Millionen auf 804 Millionen im Ordinarium und auf 949 Millionen einschließlich des Extraordinariums gestiegen. Das ist die Folge der Einigung Deutschlands von oben her, statt wie wir sie wünschten, von unten her, durch das Volk und nach demokratischen Grundsätzen. An der preußischen Pickelhaube krankt die Entwickelung Deutschlands. Als gesagt wurde, daß die Annexion von Elsaß-Lothringen nicht bloß ein Verbrechen, sondern auch eine politische Unklugheit sei, hat man gelacht; heute sehen wir, daß das richtig ist. Der Militarismus ist so ziemlich an die Grenze des Möglichen angekommen und fortwährend droht uns die Allianz zwischen Frankreich und Rußland. Das Volk verlangt doch etwas für seine Steuern; dazu die trostlosen Zustände im Innern, die Socialisten-Processe, erfüllen das Volk mit Zorn; auch das Ausland kann nicht glauben, daß das Volk in Deutschland einig ist, wenn man diese Verhetzung sieht, das Hinschleppen zur Anklagebank, die gefüllten Gefängnisse. — Im Auslande fürchtet man nur ein einiges Deutschland und ich habe feinen Zweifel im Verkehr mit französischen Politikern gelassen, daß, wenn Frankreich angreift, in Deutschland alle Parteien einig sind und gegen Frankreich rnarschiren. In Frankreich bat man keine osficiöse Presse, es ist gleichgültig, was die Presse dort schreibt; anders liegt die Sache bei uns. Der größte Theil unserer Presse ist officiös beeinflußt, ist es em Wunder, wenn die Franzosen das für die Ansicht der Regierung halten, was unsere Zeitungen schreiben; wir sind nahe an russische Zustände gekommen. Eine Annäherung an Rußland ist für uns unnütz, wenn wir es nicht zwingen, in den Bahnen europäischer Cultur zu wandeln. Dabei entfernen wir uns immer mehr von den Cultur- ftaaten, Hetzen gegen Frankreich, gegen England. Für die französische Republik wäre ein Krieg ein furchtbares Unglück, denn die Republik würde zu Grunde gehen, gleichviel ob Frankreich siegt oder besiegt wird. Von Abenteurern wie Soulanger hat dies Land nichts zu erwarten. Aber in keinem Lande ist bei den Wahlen die Verhetzung so groß, als bei uns. Man beschuldigt den Gegner, das Vaterland verrathen zu wollen, man nennt ihn einen Reichsfeind. Diesen Ausdruck hat der Kanzler erfunden; wie, wenn man ihn so bezeichnen wollte? Unter dem schweren Steuerdrücke, der auf den Arbeitern lastet, wird das Socialistengesetz desto schwerer empfunden. Dieser Druck erzeugt, wie jeder Druck, auch Gegendruck. Das Bischen sogenannter Socialreform helfe dagegen nicht, wenn man nicht dahin wirke, die Production zu regeln, zunächst national, dann international. Die ganze Socialgesetzgebung ist nichts weiter als (ine Reform der Armenpflege, auf den Kern der socialen Frage ist man noch nicht ein- gegangen. Mache man ernste Socialreform und wir werden sie gern, vorbehaltlich unterer weiteren Ansprüche, unterstützen. Glauben Sie doch nicht, daß wir darauf ausgehen, einen Putsch zu machen, damit sie uns zusammenschießen können. Manchem käme das vielleicht sehr gelegen. Das Beste ist ein einig Volk, aber heute gielsts nichts als Hetzer, Hetze gegen die Juden, Hetze gegen Socialisten, gegen Engländer und Engländerinnen. Welche Rolle hat die Presse der Ordnungsparteien gespielt bei den Angriffen gegen Kaiser Friedrich III. ? Jede andere Zeitung würde bei ähnlichen Fällen auf das Schlimmste verfolgt worden sein. Die Militärlast ist unerträglich. Auch können wir doch nicht 37 Millionen Franzosen todtschlagen oder 43 Millionen Deutsche auf der Strecke lassen. Es ist noth, an eine internationale Abrüstung zu denken. Ein solcher Appell an die Humanität würde von den besten Wirkungen sein. Mit den Ausnahmegesetzen gegen Centrum und Socialisten haben Sie Mißerfolge gehabt. Nicht besser steht es mit den Getreidezöllen; Sie können nicht leugnen, daß diese Zölle das r ..'ob vertheuem. England schaffte den Zoll ab, um sich concurrenzfähig für den Weltmarkt zu machen. Wir haben in bemftlben Moment, wo wir unsere Industrie stärken wollten, diese Zölle eingeführt. Die Colonialpolitik, welche schneidig in der That, aber ohne Gedanken von den Unternehmern ausgeführt wurde, hat in Afrika die übelsten Folgen gehabt. Schnaps, Pulver, Flinten und Bayonette sind doch fett« fame Stimulantien der Cultur. Wenn man die Sklaverei beseitigen will, soll man erst in Deutschland die Verhältnisse bessern. Jedem Arbeiter einen täglichen Mehr- verdienst von 20 Pfg. verschaffen ist mehr werth, als die ganze Colonialpolitik. — Trotz aller Verhetzungen ragt die Arbeiterpartei fest und standhaft hervor. Sie wird die Ideale des deutschen Volkes retten. — Diesem.gegenwärtigen System aber keinen Mann und keinen Groschen! Staatssecretär des Innern v. Bo etlicher: Der Vorredner hatte wohl die Absicht, schwankend gewordene Mitglieder seiner Partei zu befestigen. Die von ihm angegriffene officiöse Presse scheint immer mehr zu einem Mythus zu werden, ich kann ihm nur rathen, das zu glauben, was die Regierung selbst erklärt oder im amtlichen Theile des Reichs- und Staats-Anzeigers veröffentlicht. — Mittel zur Milderung der drückenden Lasten hat der Vorredner nicht angegeben. Die Abrüstung ist ein problematisches Hülfsmittel. Man muß eben alle einzelnen Forderungen prüfen. Daß das Deutsche Reich von 1848 durch die Schöpfung von unten nicht die wohllhätigen Wirkungen gehabt haben würde, wie die Schöpfung des Reiches im Jahre 1870/71. Darüber ist wohl das Bürgerthum nicht zweifelhaft. Die Steuerlast zu mildern ist unser Aller Wunsch; dazu aber müssen wir die Forderungen einzeln untersuchen. Sind auch nicht alle socialen Uebelftänbe durch die Gesetzgebung zu beseitigen, so stehen wir doch den radikalen Vorschlägen des Vorredners ablehnend gegenüber. Wir beseitigen einzelne liebel und das wird auch in der Bürgerschaft anerkannt. Die Mehrzahl der Arbeiter ist bereits gegen die Folgen der Krankheit und der Unglücksfälle geschützt. Zu behaupten, daß das nur eine verbesserte Armenpflege fei, ist vielleicht socialdemokratisch, aber nicht politisch. In -Frankreich beträgt die durchschnittliche Belastung pro Kops 62 Jü, in Deutschland nur 42 pro Kopf der Bevölkerung. Mehr an Verhetzung kann Niemand leisten als die socialdemokratische Presse. (Sehr richtig!) Wir werden unsere Socialpolitik fortsetzen und uns freuen, wenn die Partei des Vorredners uns dabei mit guten Vorschlägen unterstützt. Bis dahin werde ich annehmen- daß die Regierungs-Politik die bessere ist. (Bravo!) Abg. Graf Behr-Behrenhof (Rp.): Von der Selbständigkeit des deutschen Bürgerthums habe ich eine bessere Meinung als Herr Liebknecht. Bei den Kornzöllen können unsere Verhältnisse mit denen Englands nicht verglichen werden, wo 70 % des Brodkorns vorn Auslande eingeführt werden. Bei der Branntweinsteuer ist eine Erhöhung der Einnahme nicht zu erwarten, man hat den Consum überschätzt. An weitere Einnahme-Quellen ist nicht zu denken, die Schuldenlast beträgt bereits über 1 Milliarde. Wir müssen also entweder an's Sparen denken oder uns aufs Aeußerfte einschränken. Diesen Gesichtspunkt wird die Budget-Commission in's Auge fassen müssen. Aus den Colonialunternehmungen ist bei dem streng eingehaltenen, vom Reichskanzler angegebenen Rahmen, eine Gefahr nicht zu fürchten. Abg. v. Benningsen (nl.): Ich verstehe, daß Herr Liebknecht hauptsächlich agitatorisch sprach, um seine Parteigenossen zu ermuthigen. Aber die Entwickelung auf demokratisch-revolutionärer Basis haben wir in Frankreich gehabt und als Folge dieser Entwickelung einen 20jährigen Krieg und Unterdrückung der Nachbarländer. Ganz ähnlich würde es bei einer sozialdemokratischen revolutionären Umgestaltung bei uns sein, denn die internationalen Bestrebungen dieser Partei drängen dahin. Die Mili- tärlaften sind schwer, aber sie haben allein den 18jährigen Frieden ermöglicht, die revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft würde der lebenden Generation auch der Arbeiter nicht zu Gute kommen, denn diese würde zunächst die Schäden der Vernichtung wieder gut zu machen haben. Den Kampf aber werden die Besitzenden um sv siegreicher bestehen, je reiner ihr Gewissen ist, bezüglich der Verpflichtungen, die sie den Arbeitern gegenüber haben. Hoffentlich wird es uns gelingen, in den noch bevorstehenden beiden Sessionen des Reichstages die Arbeiter-Versorgung und das Arbeiterschutzgesetz zu Stande zu bringen. Sieht man nun, daß selbst in England, wo die Industrie aufs Höchste gediehen ist, sich die Arbeiter auf Verbesserung ihrer Lage be- „ r (s, einem der ersten Frühschiffe fuhren heute Morgen von hier aus eine große Schaar Auswanderer rheinabwärts. Es waren meistens mit mehreren Kindern gesegnete Familien aus Württemberg. c a t n h e s sen, 28. November. Laut Bekanntmachung des Dircctols cr lun0^ iU ktner mehrmonatlichen GcfängniHstrafe ver- urtheilte Gerichtsvollzieher Engel in Bingen seines Amtes enthoben worden. et ™ T ^esen eine jüngster Tage auf Grund des Socialistengesetzes auf dem hiesigen ^i-db°s erfolg,- poliieiltoe Auflösung ein« Trau-r°«!°u,mlung ist Se Ton ein« bJr ^-^idtragenden bei Dem Kreisamte der von dem beregten Gesetze vorgesehene Beschwerdeweg betreten worden. Die Beschwerde stützt ficbTraut MbÄX ber a,‘n,tcr Socialdemokraten", mit welchen der Kranz auf den Sarg des Verstorbenen gelegt worden, nach dem Socialistengesetz nicht die Auflösung einer »»!!!!"»! ÄSMi,1?*”**w‘ »-»»- »w ............., von Credit- j ^rangezogen werden könne, wurde heute AbenD in der Stabtoerordnetenversammlung """ 61 3 oer Antrag eingeb rächt, dem hiesigen Octroireglement die Fassung zu geben, nach welcher JtrTuHffUiTb« "ichsgerichtlichen Unheils auch hier die Militärbehörde zur Octroileistung verpflichtet werde. Der Antrag ging an die betreffende Commlssion. Stadtoerordnetensitzung ersucht auch ein Mitglied die Theater- Ä t'Ä ! ^tend zu machen, daß das hiesige Theater eine Ställe zur K L J« Veibec und nicht mehr, wie dies jüngst geschehen, dem Publckum innerhalb Drei Wochen dreimal so banales Zeug wie die „Schöne Helena" vorgetübrt Vermischtes. , ' 28. November. Das Gensdarmerie-Corps wird in Kürre die WnfrA geführten Patrontaschen ablegen und dafür die neuen bei der Armee eingefuhrten ^hatten; ebenso werden die neuen Achselstücke der Wachtmeiste/insofern geändert, als dieselben durch eine Silberlttze ausgezeichnet werden. inz, 28. November. Ein nicht alltäglicher Prozeß wird demnächst die baiSre^ 3°rZüfl!ieb ber städtischen Finanzcommission, Volks- in ni*t -..h?* P vor Kurzem gelegentlich der Wahl eines städtischen Angestellten nicht öffentlicher Stadtoerordnetensitzung die Qualification einer der zu der betreffenden SUlle^geschlagenen Per on mit Rücksicht aüf deren Vergangenheit^bestritten,welche Einwande die Anstellung einer anderen Persönlichkeit zur Folge halten. Die auf diese Art um die Stellung g^ommene Person hat nun eine Beleidigungs- und eine En!- ^.adigung^klage gegen Director Bömper angestrengt. In der letzteren verlanat der diegedach.e Sielle aüsgewosfm st"''" in btV Wt bcS J->hr-zg-b°sts, welch« für Est ^u hoffen, daß bei uns die Reformen ein Erlöschen der sozialistischen Agitation zur Folge haben werden. Bezüglich des Etats scheint die Frage der A^ ttsation sehr erwagenswerth. - Der Etat ist nicht ungünstig zu nennen die inUt- ^r di- Einz-Istaaten 6aben sich um etwa 100 Millionen bei d-n Malsiku arb! - räaen oerbeffert; man koimte a so für Amoriifaiionen etwas aufwenden und dann auch cxe, ^e^ftun0en (Invalidenversicherung) etwas reserviren. Jedenfalls ist ein plötzlich r bedeutender Erlaß an den Malrtkularbeiträgen nicht zu empfeh en - Die Brauntwe nsteuer hat in ihren Wirkungen keineswegs den Erfolg gehabt den der Abg Rlwier gestern Wbeite. In Ostpreußen weiß man von bcn^uroenbunnen nichts u..o m Westen sind zahlreiche kleinere Brennereien entstanden. Bei dem Mmine" Etat handelt es sich nicht bloß um eine wichtige finanzielle Angelegenheit, sondern auch um elne ncfgröi ende Aenderung in der Organisation der Marine, über der-n Tra^ wette wir noch in der Commissson nähere Auskunft werden erbitten müssen, ftür den ^ch^ uv^rer Marine, unserer Postdampfer-Verbindungen und zur freien'Beweauna auf ber Nord- und Ostsee durfte immer eine Flotte zweiten Ranges genügem — ^Mtt dem Zollanschluß Hamburgs hat sich die dortige Bevölkerung bald befreundet und er- nniiHf ^deutenden Aufschwung des Hamburgischen Handels. Die Colonial- ^5.itik wegen der ausgebrochenen Schwierigkeiten aufzugeben, wäre verfehlt Alle Staaten haben mit solchen Schwierigkeiten, oft 50 Jahre lang zu kämpfen aebabt Schwierigkeiten bcuehen in Ostafrika in allen Gebieten, nicht bloß in den deutschen Colsnialgebieten; in Westafrika entwickeln sich die Dinge tu aller Ruhe. beutschen S?^?C7tair °^al8abn bestreitet die Richtigkeit der mehrfach aufgestellten Behauptung, daß die Getreidepretse eine exorbitante Höhe erreicht haben Die ^nUtö^eHenfHtrC1872Ur 91090611 finb tuimev noch niedriger als die Durch- w b^r Admiralität Graf Monts: Auf einzelne Fragen bezüglich der Marine werde ich gern Auskunft ertheilen. Die Bauten sollen sämmtlich in Deutschland aus- gefuhit werden. Die deutsche Marine soll aus deutscher Arbeit bestehen vom Kiel bis zur Flagge. Auch em Wechsel im System der Marine-Entwickelung ist keineswegs cingitreten. Der Personalwechsel ist ein rein zufälliger. Ich stehe ganz auf dem Boden i an die Rechnungscommission verwiesen und andere durch Kcnntnißnahme erledigt ^irfpr^aChSr ^^"0>»i^o"^rstag c Tag.-Ord.: Kleine Vorlagen und Antrag Rickert, betr. Behandlung der Wahlzettel als Drucksachen. 0 Schluß 51/4 Uhr. Hetegrapyische Iepeschen. telegr. Eorrefp-ttde«-. Bures«. SSÖSÄF* - *» - "1 *Ä Gegenüber wiederholt austretenden Andeutungen, wonach dem Reichstaae noch eine Vorlage wegen Bewilligung grötzcrer Kcldmttt-l für Militäizwecke luatben "Na.ronol - Z--iung", den über di- Diepositton-n d« Regflrung S teÄ k,tenbcn ä“,tflliebern b°s Reichbtag^sei non einer'solLeu r 28. November. Die Großfürstin Wladimir ist um 8 Uhr 25 Min I 16 aT Bahnhose von der Generalität, vom russischen Bot- I sä'" K"« 2?0x?G Ö nr100^6^!' oju Samstag und Montag aber feine Plenarsitzungen aetialien bte erste Lesung der Vortage der Alters- und ^nua^tben- Sitzm^^bhattem Dre Budget-Commission dürste bereits am Samstag ihre elfte ?6" Klaßc des „Pester Lloyds", daß ernste anständige deutsche x b*a$ ber verdächtigenden Nörgeleien, welches nur Veisttimnuna in das I ^bältntß hineintragen könne, fortsetzten, spricht die „N. A. Z." I i^re Befriedigung darüber aus, auch im „Pester Lloyd" gelegentlich einmal den Wunsch 6 Fortbestandes der freundschaftlichen Beziehungen der beiden Nachba^ I reiche zu lesen. Wenn aber der „Bester Lloyd" droht, die österreichische Monarchie I HAPUnft-beV deutjch-gegnersichen Koalition machen, dann machens I nnftSnsIen ^unberlichen, ia unverschämten Eindruck, wenn dasselbe Blatt , eNisten ! N^spnp^^^rtreterrl der öffentlichen Meinung Deutschlands" Vorhaltungen über die Mege der Freundschaft zwischen beiden Reichen machen wolle. Srdln, 28. November. In geheimer Sitzung genehmigte die Stabtverordnet?«- birÄmMm9 T03 llebereinkunft mit der Eisenbahn-Verwaltung die Vorlage, betreffend oonei2 wminnpnClwr°f CIi ^afe"t?nI“0e UN Süden der Stadt mit einem Kostenaufwand » rf* LOn,U Ä? Herrichtung entsprechender Bahnanschlüsse. Baris, 28. November. Die „radikale Linke" der Kammer beschloß sich KnnntAA an der Kundgebung am Grabe Baudin's zu betheiligen. — Der öffentliche Auszug d den Friedhof inTbefn1^? hauImcht galten ttXn 0a"ae bCä SriebI,°f5' Sieben ,oll-n über: Lokales» sSSäBSS“»® Sä,»-; sss äs 31 ä ZMM-KMLZSL-E b^|X V°gou7?n W-af llf ,e;‘b£r f s-BSSSS ?eP. aIten' vber noch immer zugendlichen Schwerenöther eröffnet wird dem Anonvmu^ soll-IUM W-U'gst-N das Ohr abg-schoss-n w«b-n, „was ihm g-rad-noch fM°- SSBBSSS Zeuntng Pomugg-lskopp g-mahn-nd-n Stellen, sllgitch gefallen affen Das SoiO ?rau Re.nerS war gut, wie immer. Warum aber sieht d e Dame eine i^ Nnfumm- von Ringen mi. Bei ihrer Hand ist dieser Schmuck nicht^ur m nöw- '°nb°rn auch unschön Ter Ehering paßt aber nun mal gar .sicht si, das RoLch @Lrr^LH^*t n. aUr nächsten Freitag stattsindend-s Benefiz wir auch an dieser zeichnete M L. ^DsiMeL'L I^Mütt-r H)atna.^a^?l,*“U^re^ese(^ulUMgte^t0*^D^CIIen^UmSn8e"tz«r wV*SS4' SSÄÄ ’S'SS Ä-'i.S'W; Surfit St™ @arr ert"^fami^hh. to“-cb,te,ner Verlegenheit und zahnektapoeruder ihren Rollen" recht b'efrieisigendS.ernan und H-n.fche. sanden sich mit Der Besuch war leider ein recht geringer, wie wir hoffen zu Gunsten der Benesizien. Bn der gestrigen Wiederholung von Dr. Wespe ist vor Allem anzuerkennen, wie schnell Herr Sternau sich in die neue Rolle gefunden hat. Er übertraf seinen Vorgänger in Vielem. Dasselbe gilt übrigens von seinem Nachfolger als falhina °brJdjt7 6 ' bCr Qud) bier bie P^Uche Verlegenheit vorzüglim zur Dar- jiiuuiiy uiaujitr. __n hnS 29 November. sNeues Theater.) Am Freitag den 30. d. findet u I UI unfere erste muntere Liebhaberin Frau Anni Reiners statt, und hat die Dame zu ihrem Ehrenabend eines der wirksamsten und für hier neuere Stucke von dem beliebten Lustspieldichter Rudolf Kneisel gewählt - „Schmerle^ Geheim- lu 4 Acten. Frau Anni Reiners ist eines der am meisten befcbäftioten unserer Buhne, sie hat uns stets durch ihre frische Natürlichkeit Naivität rnnrh^i11^!9^11 ^ie miv Recht der erklärte Liebling des Publikums ge- h n’? Ilnb=toJr Überzeugt, daß der geschätzten Dame an ihrem Ehrenabende durch ein volles Haus der Beweis gebracht wird, wie sehr das Publikum sie bochschätzt - Da die Saison mit Ende December schließt und in dieser Zeit außer den Benesi - noch 12 Vorstellungen tm Abonnement stattfinden, so hat sich die Directton entschlossen Hnlin lind SrUi?rn0er .^kglückwünschte Deroulede in einem Schreiben wegen der Dis- ™Pri+n h?b A U Organisation, welche Deroulede der Patriotenltga zu geben d-r^Ratmnablnart-l^a-^^^^?^ banfl aleicftjetitg d-n äJUtgltebirn für ihr- ber Sach^ roC!d,e °ie--»ig-n Frankreichs und jedes auf- PchkiS, 28. November. Die Blätter veröffentlichen ei:re Devefcke nn^ cs™™ eonfu^'neHih?0110^^ dort ein Einbruch in das Bureau des dortigen demschen Consuls verübt und der Schrank daselbst gewaltsam erbrochen sei. abgeschlossen^ B chgtt°tür^1887 der Kammer das das^^Prä m'n^e^ ?ür 1888 /;T ^"schlag für 1888-89 und WHitfirn m1888-8^ "Orlegen und .gleichzeitig auch die außerordentlichen hie ^cm "Popolo Romano" zufolge erfordern die letzteren le t»? Wiederherstellung von 2,10pEl. Kriegszuschlag auf die Grundsteuer und wiÄ6^9 be8 )e)f!”,re-i!cä ouf 55 E-nt-sirni pro äTio 8 ®em „e ercito" ufölge 130 nanjmrinifter fuyc außerordentliche Armee- und Marmeausgaben 120 bis 130 Millionen verlangen. Es handle sich theils um Vorschüsse aus vom Parlamente spielsweff?'um 6rc?ltc' ^CtI^uUU\auf?erorbcntM^e einmalige Ausgaben, wie bK- P "sweise um Vermehrung der Gewehre für die Tetritorialmiliz. DarleaNovember. Das „Journal de St. Petersbourg" bemerkt bei einer frkaeriffhpn^fr ^er "euen Anleihe, es sei klar erwiesen, daß dieselbe weder den ökonomisÄen N^"r^"P0 n°n Ka^srubp m!,?hpnber ^hielten wir noch folgende Depesche: — Frankfurt, 28. November. Die Betheiligung an den heute stattfindenden Stadtverordnetenwahlen ist eine ungemein rege. Der Ausfall derselben ist, wenigstens in einigen Bezirken zweifelhaft, weil durch die in den Wahlkampf hinein- aeworfene Frage des Canalstatuts eine nicht unwesentliche Stimmenzersplttterung zu befürchten ist. Im I. Bezirk passirte der gewiß einzig dastehende Fall, daß der Polizeipräsident unserer Stadt, als er im Wahllokal erschien, um seine Stimme abzugeden, abgewtesen werden mußte, weil — er nicht in die Liste eingetragen war. Eine angenehme Ueberraschung für die Beamten des statistischen Amts! — Zwei Arbeiter des hiesigen TiefbauamtS verunglückten gestern an der Louisa dadurch, daß sie nach Passiren eines Zuges unter der Barriöre durchschlüpften, ohne darauf zu achten, daß noch eine Maschine gleich nachfolgte. Sie luuiben von letzterer erfaßt und zur Seite geschleudert. Einer, Namens Nahm, aliit erhebliche Verletzungen. — Von unserem ersten ansgebrochenen Silberdieb Langner ist cs lange Zeit still gewesen. Jetzt hört man auf einmal wieder von ihm. Er soll in New-Amt sein und sich dort mit einer jungen Dame aus Breslau verlobt haben. Hier glaubt man nicht recht an diese Nachricht, denn einmal gibt es der Langner in Schlesien viele, — warum soll es daher gerade der Silberdieb Langner sein — das andere Mal würde unsere Polizeibehörde wohl eher Kenntnitz davon erhalten haben, als irgend ein Anderer. — Der Hamburger Mord, von welchem die Leser des „Gießener Anzeiger" bereits Kenntniß erhalten haben, ist allem Anschein nach wirklich von einem Sachsenhäuser mit Namen Dauth verübt worden. Der Mörder soll noch vor vier Wochen hier gewesen sein und gelegentlich geäußert haben, er gehe mit einem reichen Herrn in's Ausland. Man ist geneigt, diese Aeußerungen als Vorbeugungsmaßregcl vor der Entdeckung nach der That zu halten. Dauth bat gleichzeitig mit einem anderen jungen Sachsenhäuser bei der Marine gedient. Er soll aus guter Familie stammen. — Vater (der einen sehr kahlen Kopf hat, seinem Söhnchen den Wechsel der Jahreszeiten erklärend): „Siehst Du, mein Sohn, im Winter ist alles kahl — aber im Frühling bedeckt sich bif ganze Erde wieder mit frischem Schmuck." — Sohn: „Ader, Papa, Dein Kopf tft doch das ganze Jahr kahl." — Herr (zur schönen Verkäuferin tm Wilopretladen): „Sie sagen, dieser Hase ist frisch? Wenn er so frisch ist, wie Sie, so nehme ich ihn." GchifsSnachrichten. Bremen, 28. Novbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Werra, Eapt. R. Bussins, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. November von Bremen und am 19. November von Southampton abgeg^angen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Limburg, 28. November. (Fruchtmarks. Rother Weizen A 16.60, weißer Weizen A 16.45, Korn A 1255, Gerste A 9.00, Hafer A 6.65, Erbsen A 00.00, Kartoffeln A 0 00. Gottesdienst der israelitischen Religiansgesellschast. Freitag Abend 345 Uhr, Samstag Vormittag 803 Uhr, Samstag Nachmittag Zoo Uhr, Samstag Abend 445 Uhr. Wegzugshalber ist ein noch wenig gebrauchtes kreuzsaitiges Fianino preiswürdig zu verkaufen- Näheres in der Exped. b. Bl. [9538 Allgemeiner Anzeiger. Mittwoch den 5. Derember, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die ver NeustLdter Schäferei-Gesellschaft gehörigen Immobilien: , Flur 3 Nr- 82 und 83 — 5450 Meter Acker am Krofdorfer Weg, Flur 10 Nr. 10a — 1594 Meter Wiese unter der Harth, Flur 15 Nr. 253 — 12156 Meter Wiese auf der kleinen Weide, Flur 16 — Nr- 133,3 — 544 Met. Wiese auf der Hohleiche, Flur 16 Nr. 133,5 — 544 Meter Wiese daselbst, Flur 16 Nr. 133a,3 — 263 Meter Wiese daselbst, Flur 16 Nr. 133a,5 — 269 Meter Wiese daselbst, Flur 16 Nr. 144,3 — 44 Meter Wiese daselbst, Flur 16 Nr- 434,5 — 44 Meter Wiese daselbst, Flur 16 Nr. 135 — 556 Meter Acker daselbst, Flur 16 Nr. 137 — 88 Meter Acker das. öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden- Bemerkt wird noch, daß die Wiese auf her kleinen Weide auf Wunsch auch in Theilen zum Ausgebot kommen kann- Gießen, 29. November 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. I- V.: Vogt, Ortsgerichtsmann. 9608 Jeikgeöotenes. Freitag frühr la. Schellfische, Hechte, gew. Stockfische, Lebende Karpfen, Kieler Bücklinge, Backfische, Sprotten, Lachs u- Mastgeflügel 9433 bei O. G. Kkinhenn. <*eor^| Marx? 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Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohl wollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl., besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau Oberbürgermeister B r a m m (Ludwigsplatz 10), Frau Dr. Brüel (Neuenbäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Gartenstr. 15), Fräulein Emilie Lang ermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wort mann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen- Gießen, den 10. November 1888. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Wir bringen wiederholt zur Kenntniss, dass wir den lo- 4 Verkauf von telspitpieren J bestens und billigst besorgen, Coupons provisionsfrei einlösen, ver- / looste Obligationen einziehen und die Erhebung neuer Coupons- ! bogen erwirken. 'M Ferner können durch uns Auszahlungen auf alle J grosseren europäischen und überseeischen » Plätze geleistet werden. L SCHULHOF & Co. GIESSEN. Frische arüne Heringe Pfd. 15 H, lebendfrische Schellfische, • Cabliau, Zander, Hechte in verschiedener Größe, Fst. frische Wesersalme, Ostender Soles, leb. Karpfen, Krebse, frische engl. Anstern (natifs), div. frische Delicatefien bei A. Koch Nacht. 9613 Hamburger Fisch- u. Delicatessen-Handl. Pelzwaaren - Ausverkauf. Da ich diesen Artikel nicht mehr führen werde, verkaufe dieselben zu jedem annehmbaren Preis. ßäSiSr Zu Weihnachtsgeschenken sehr geeignet. 9592 J» Weitsenkom _______________9. 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Silberrente 10 do. ezet. Telegraphischer LourSbericht der Berliner Börse Vom 29 November 1888. Tendenz: besser. , Nedaction: A. Scheyda. 159.50 10525 86.30 Hertha, beider Tochter Ulrich Helmstadt, Maler Rosalie Müller Dr. Carve, Astronom Stel'a, seine Enkelin Tnnkewitz, Hausbesitzer Minchen, Dienstmädchen Fritz, Soldat Ein Schutzmann 219.00 4240 83 80- 91 50 20-27-20.32 4.16-4.20 sowie die dazu paßenden Q-OUV&zfo ♦hÜ u-h d oZi-ne SZ/Tonoaiamm» «ag CM e» " 9590 Zwei perf. Köchinnen f. Herr« schäften suchen auf Weihnachten nach hier oder auswärts Stellung durch Frau Hüttenberger, Neuenweg 2. 9606] Der meine Ggge vom Sieter geholt hat, wird ersucht, dieselbe innerhalb acht Tagen zurückzubringen, andernfalls die Sache rur Anzeige kommt. Adele Hellmut. Anni Reiners. Josef Sternau. Johanna Reinheit. Eman. Taussig. Jenny Friedrichs. Max Löwe. Mila Egkert. Karl Hentschel. 9596] Gut möblirtes Zimmer mit Ka- omet sofort zu vermiethen. Lindenplatz 8. Der Vorsitzende des ^Verwaltungsraths: Von heilte ab befindet flch mein Geschäft rin früher Oesterr. Creditactien Oefterr. Staatsbabn-Actien 1880 40/n Russen Obltg. Darmstädter Bankactien Mit ihr verlor ich die beste Gattin, meine Kinder aiiutter. Um stille Theilnahme bitten Albert Wolff und Gießen, den 29. November 1888. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag Trauerhause (Neuenbäue 7) aus statt. Billig und doch hochfeine Qualität Burgunder-Punsch, Bum-Punsch, Arrac-Punsch, , , H- AnanasPunsch, ( tzF CrdbeerPunsch, Disconto-Com.-Anthetle Lombarden 3. C. Netterfchen Haute am Kreuz, Ecke von Seltersweg Julius Schulze. Personen: [9597 von Erlenbach Wilhelm Pieper. Guido Wächter, Referend. Ludwig Kreiss. G »ttlieb Schmerle, Beamt Adam Reiners. Charlotte, seine Frau — Druck und Verlag der Brühl'lchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Rümmer enthält 1 Blatt und 1 Beilage Einladung zur ausserordentlichen Hauptversammlung der Mitglieder des Kunst-Pereins für das Ghrossherzogthum Hassen zu Darmstadt Samstag den 15. December 1888, Nachmittags 3 Uhr, im Saalbau (Damenfalon). Tagesordnung: 1) Antrag des Vereins für Kunst und Literatur zu Mainz um Anschluß an den Verein. p 2) Berathung und Beschlußfassung über einige Aenderungen der bestehenden Statuten, welche durch den Beitritt des Vereins zu Mainz nöthig werden. Nach der Berathung vorstehender Gegenstände wird die Berloosuna der zahlreichen, werthvollen Kunstgegenstände, welche im Laufe dieses Jahres angekauft worden find, stattfinden. y Die Mitglieder de« Vereins werden zu recht zahlreicher Betheiligung bei der Versammlung emgeladen. ö —16.17 | Engl. Souvereigns 16.11-16.14 Dollars in Gold Tendenz: behauptet. Danksagung. 5ür die herzliche Theilnahme bei dem Verluste, der uns betroffen, sagen wir innigsten Dank. 4°/o Reichsanleihe 31 />°/o do. 4% Preuß. Consols 3Wo do. 4 „ Blüthenmehl, „ gern. Gewürze Rosinen, Corrnthen empfiehlt : Gesucht per 1. April: 1 Wohnung, 3—4 Zimmer rc., in schöner Lage von einer ruhigen Familie. [9591 . Qssert. unt. A. N. an die Exped. d. Bl. 4°/o Ungar. Goldrente 157.25 Marienburger Eisenbahnactien Todes-Anzeige Freunden und Bekannten mache hierdurch die schmerzliche Mit- herlung von dem gestern Nachmittag 2 Uhr nach schwerem Krankenlager erfolgten Ableben meiner innigstgeliebten Frau Marie Wolff, geb. State. Disconto-Commandit-Actien Darmstädter Bank _ Oesterreich Eredit „ 20 FrancS-Stücke 9589] Wegen Wegzug zwei Kinderwagen billig abzug. Näh. Westanlage 15. Neues Theater in Giessen. Freitag den 30. November: (Äusser Abonnement — Vereinskarten ungültig). Zum Benefiz für Frau Anni Reiners: Neu! Neu! Sclimerle’s Geheimnis*. Schwank in 4 Acten von R. Kneieel. Feinste gestoßene Pafstnade per Pfd. 34 <4, bei 10 Pfd. 32 j, per Pfd. empfiehlt 9599 Fr. Seibel. Acht aus Fayon-, sondern aus ^Original»tßaart bereitet, nicht Kopfschmerzen erregend, ebenso feinsten Num, 5lrrac u. Cognac empfiehlt C, <*. fUelnhenn* Hochheimer Mouffeux, Raiser-Sect u. Deutscher Sect t (Oppmann) pr. Vi Fl. von «M. 2.— an- __________9603 Reinst gern. Raffinade, .Die Fertigung von Abschriften, überhaupt schriftliche Arbeiten im toetben gern übernommen. Schrift. Mäßige Vergütung. 9007 Näh. Auskunft in der Exp. d. Bl. r £30 Ein Mädchen, da? kochen kann, lucht §rau Reglerungsrath Jost. lJle 9593 Samstag den 1. December: —Herren-Abend (Lahnslein), wuchtige Hofen- und Pc^^tte^cr gesucht. 9614 . Schmücker. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 29. November 1888. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. Ludwig Schmitt, Glaser, _ Kanzleiberg 7, ^^bhlt sich im Ginrahmen von Bildern und Spiegeln in allen denkbaren _Rahmen 477 — Folgende Blüthenlese deutscher Namen aus Galizien veröffentlichen die „M. N. N.": Balsambaum, Leibschaden, Ofenloch, Grünspan, Nebenzahl, Regenstreiff, Hermelin, Ostersetzer, Goldlust, Süßwein, Schlangenhaut, Fadenhecht, Streusand, Wahrhaftig, Meerengel, Rebhuhn, Spenadel, Blasleib, Lichtstoch, Feuerzeug, Petersil, Turteltaub, Freilich, Nemlich, Schreihulz, Heberall, Schornstein, Spazierbahn, Massejuden, Krautsticht, Lustgarten, Schamroth, Jchwtllnicht, Kirchumsdorf, Bügeleisen, Syrup, Rosenwasser, Klagsbald, Bruchband, Allerhand, Südwärts, Geschwind, Tintenfleck, Eisenfresser, Hosenträger, Ochsenhorn, Leibweh, Nadelspitz, Schnupftabak, Klaubimzam, Grobtuch, Eselsohr, Zuckerkandel, Terpentin, Schläfrich, Hörauf, Blasbalg, Backhuhn u. s. w. Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) — Gegen den Kalkanstrich der Obstbäume wird oft eingewendet, daß die weiß gestrichenen Stämme in Hausgärten einen häßlichen Anblick gewähren. Wir sind nun zwar der Ansicht, daß dies während des Winters schon im Hinblick darauf zu ertragen ist, daß dieser Kalkanstrich den Bäumen wesentlich nützt und sie dann im Sommer desto erfreulicher aussehen, doch wird auch ein Mittel empfohlen, das geeignet ist, die Jnsecteneier, -Larven rc., die an der Rinde haften, zu vernichten, ohne die Bäume weiß zu streichen. Es ist dies das Kalkwasser. Zur Zubereitung desselben bringt man in ein Gefäß einen Theil möglichst frisch gelöschten Kalk und gießt Wasser darüber, dasselbe bleibt einige Tage darauf stehen, während welcher Zeit man den Kalk öfter aufrührt. Nach einigen Tagen wird bann das über den Kalk stehende, gelbliche, nunmehr kalkhaltige Wasser angegossen und ihm auf den Eimer eine Hand voll Salz zugesetzt. Mit diesem Wasser werden bann die Bäume gestrichen. Gegen die Jnsecten bewährt sich dieses Kalkwasser ja auch leidlich, dagegen schützt es nicht, wie die Kalkmilch, die Bäume vor den Temperaturunterschieden und verhindert nicht das Entstehen von Frostrissen. Die Firma Seyflert Sohn, Greiz (Wollwaarenfabrlcatlon) bietet zu Fabrikpreisen ;die reichhaltigste Auswahl 8797 ...... wollener Damenkleiderstofle ■ ' (Morgenkleider, Strassen- und Ball-Toiletten). — Fehlerfreie Roben knappen Maasses zu Geschenken geeignet, äusserst billig. — Muster umgehend. BIW1MI !■■■■■■—UM ............ IIBHI — !■! Allgemeiner Anzeiger. o CP -K GO kV - lx‘ ftCT Kornbrod nur von garantirt reinem Roggenmehl, nach norddeutscher Methode mit größter Sorgfalt bereitet, von angenehmem kräftigem Geschmack. Dieses Brod ist leicht verdaulich und nicht versauert. [9374 Preis: 1. Sorte 4 Psd. 50 2 Pfd. 25 2. „ 4 Pfd 46 H, 2 Psd. 23 H. Zu haben bei August GuEäf, Dshnhosstr. 12. Das Geschäft ist bis zu den Feiertagen auch Sonntag Nachmittag offen. 9511 Droge»Handlung von Inrwnrlinn-vinn OttO Scfaaaf, Ingredienzien Seuer-weg 39. Hotel «um Rappen. Erlaube mir ganz ergebens! anzuzeigen, dass ich äusser den AVirthschaftsräumen noch ein separates S4U.cl2.en eingerichtet habe und halte ich mich den geehrten Familien zu geneigtem Besuch bestens empfohlen. Hochachtend 9405 Anton Weigand. Bekanntmachung. Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkassevereins zu Gießen werden zu einer General-Versammlung auf SamStag den 1. Deeember 1888, Nachmittag- 2V2 Uhr, in das Sparkafsenhaus eingeladen. Tagesordnung: 1. Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1887. 2. Bewilligung von Unterstützungen. 3. Ersatzwahlen der Mitglieder des Vorstandes und des Ausschusses. 4. Die Capitalschuld der Erben des Heinrich Kuhl in Trohe. 5. Verzinsliche Anlegung des Kassevorraths. 6. Gesuche der Kassegehülsen und des Kaffedieners um Gehaltszulage. 7. Die Form der Schuldscheine- Gießen, am 14. November 1888. Der Director des Spar- und Leihkaffevereins. Haberkorn. Distillerie der Abtei zu Fecamp (Frankreich) teitable Liqueur Beotilictilie der Benedictiner Mönche. Vortrefflich, tonisch, den Appetit und die Verdauung befördernd. Man achte darauf, dass sich auf jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der Unterschrift des General-Direc- tors befindet. Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht VERITABLE LIQUEUR BAnÖHCHNH Marques döpostes en France et ä FElranger allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile. Man findet den echten Benediktiner Idqueur bei Nachgenannten, die sich schriftlich verpflichtet haben, keine Nachahmung zu verkaufen. Ei^H Fleietibach, 9288 Hr. 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Zur freundlichen Besichtigung meines dort ausgestellten umfangreichen Kunstlagers erlaube ich mir ganz ergebenst einzuladen. [9189 Hochachtungsvoll H ult s > in Firma: Fehsenseld's Umoerfitätfl* Buchhandlung und Kunsthandlung. 9460 Ein junger Mann, elternlos, 18 Jahre alt, welcher seine Lehrzeit in einem Glas- und Porzellangeschäft en gros und en detail zum größten Theil vollendet, sucht Stellung als Volontär in einem ähnlichen Geschäft oder auf einem Comptoir. Nähere Auskunft bei dem Vormund 1*81* Matthäi, Marburg, 9460] Barfüßerstraße 12. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Vrühl'fchen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.