Nr. 229 Erstes Blatt. Sonntag den 30. September 18882 Meß euer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ivrrreaur Schulstraße 7. .. io» Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brirraerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. $Urc6 die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeit. Gefunden: 1 seidenes Halstuch, 1 Haarpfeil, 1 Taschentuch, 1 Messer, 1 Armband, 1 wollenes Tuch, 2 Portemonnaie's, 1 Kindersonnenschirm, 1 Handschuh, 1 Uhrschlüssel, 1 Compaß, 1 Paar Handschuhe. Zugelaufen: 1 dunkelbrauner Dachshund. Gießen, am 29. September 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Landes Baugewerkschule Darmstadt. Am 13. November l I. beginnt der dreizehnte Jahres-Cursus der Landes-Baugewerkschule und schließt am 15. März 1889. Die Landes-Baugewerkschule soll insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Mechanikern und Metall-Arbeitern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die practische Ausbildung zu erwerben. Auch soll die Landes-Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ic. dienen. Der Unterricht wird während der bezeichneten 4 Monate an allen Werktagen, Vormittags von 8—12 und Nachmittags von 1—6 Uhr ertheilt. Die Schule umfaßt drei Abheilungen; zwei für Bauhandwerker (Maurer, Steinmetzen, Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Glaser, Tüncher, ( Anstreicher, Stukkatore u. Decorationsmaler, Ziegler u. Töpfer, Pflästerer rc.); eine für Schlosser, Gürtler, Spengler, Installateure, Mechaniker, Maschinen- und Mühlenbauer, Pumpenmacher rc. Gegenstände des Unterrichts sind: Freihand- und geometrisches Zeichnen; darstellende Geometrie; Schatten-Constructionen; Perspective; Bauconstructions- lehre; Stabilitäts- und Festigkeitsberechnungen; Elemente der Maschinen-Con- tzructionen; Fachzeichnen für die betreffenden Gewerbe; Aufnahme und zeich- ^lvrrische Darstellung von Bauteilen, Gebäuden, Maschinen und Werkzeugen; Entwerfen von Vauanlagen und von einfachen Maschinen; kunstgewerbliches Zeichnen. — Ferner: technisches Rechnen; Algebra; Geometrie; Feldmeßkunst, einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen; gewerbliche Buchführung; Bauführung; Materialienkunde, Ausstellung von Kostenvoranschlägen; Grundlehren der Physik und Mechanik; Modelliren in Thon, Wachs und Holz. Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3 in Darmstadt, unfern von den Bureaulocalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Landesgewerbvereins, so daß die letzteren Sammlungen von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Die Schüler nehmen Wohnung und Kost in Privathäusern der Stadt. Die Pensionsverhältniffe sind günstig. Auskunft auf Anfragen ertheilt das Bureau des Landesgewerbvereins. Bedingungen zur Aufnahme find: 1) Für die untere Abtheilung der Bauhandwerker, wie für die Ab'theilung oer Metallarbeiter: Nachweis einer mindestens einjährigen Beschäftigung in einem technischen Gewerbe. Nur in besonderen Fällen wird hiervon abgesehen. — An Vorkennt- niffen wird von den Aufzunehmend.m nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den aus einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen. 2) Für die obere Abtheilung der Bauhandwerker: Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fettigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie; Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich zu machen. Wird zu der Bildung einer oberen Abtheilung für die Metallarbeiter geschritten, so werden für die Aufnahme in dieselbe ähnliche Bedingungen gestellt. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit — 30 Mark ur< ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Aumelduugen zur Aufnahme haben möglichst frühzeitig und läng- steuS bis zum 31. Oetober I. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle, oder auch mündlich auf dem Bureau derselben — Neckarstraße Nr. 3, III. Stock — zu geschehen. — Da die Aufnahme von Schülern durch die Zahl der verfügbaren Plätze für das Zeichnen beschränkt ist, erfolgen die Aufnahmen in der Reihenfolge der Anmeldungen. Darmstadt, den 15. September 1888. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Politische Ueberficht. Gießen, 29. September. Kaiser Wilhelm hat auf seiner Weiterreise von Detmold nach dem Süden am Spätabend des Donnerstag seinen Einzug in die Hauptstadt Württembergs gehalten, nachdem der erlauchte Reisende auf dem Bahnhofe vom König Karl und sämmtlichen Prinzen des württembergischen Königshauses, den Ministern, Hofchargen, der preußischen Gesandtschaft und den obersten Cioil- und Militärbehörden empfangen worden war. Die Fahrt der beiden Monarchen nach dem Residenzschlosse erfolgte inmitten einer feenhaften Illumination der Straßen Stuttgarts und dem unbeschreiblichen Jubel der Bevölkerung; im Schlosse begrüßten die Königin Olga und sämmtliche Prinzessinnen den kaiserlichen Gast, dem alsbald der Stuttgarter Liederkranz eine Serenade darbrachte. Die Freude des ganzen württembergischen Landes über den Katserbesuch spiegelte sich auch in den warmen Begrüßungsartikeln der Presse wider und in denen überall das Vertrauen des württembergischen Volkes zu Kaiser Wilhelm II. und seiner Regierung zum kräftigen Ausdruck gelangte. — Spätere Meldungen aus Stuttgart besagen, daß noch am Abend des Donnerstag ein Diner zu Ehren des Kaisers im Schlosse stattfand. Am nächsten Vormittag unternahm der Kaiser mit dem König eine Rundfahrt durch die festlich geschmückte Stadt, überall von der Bevölkerung begeistert begrüßt. Am Freitag Nachmittag setzte der Kaiser die Weiterreise nach der Insel Mainau fort, woselbst er bis Montag früh verweilen wird. Von russischer Sette liegt nach längerer Pause wieder einmal eine Auslassung zum bulgarischen Problem vor. Dieselbe bekundet indessen nur, daß man an der Newa nach wie vor vom Coburger nichts wissen will, denn dies drückt indtrect das „Journ. de St. PStersb." aus, indem es sein Erstaunen über ein von dem „Memorial Dtplomatique" verbreitetes Gerücht aussprtcht. Demselben zufolge sollte nämlich Lord Salisbury vom Fürsten Bismarck und dem Grafen Kalnoky die Versicherung erhalten haben, sie würden die Anerkennung des Coburgers als Fürsten von Bulgarien unterstützen, um so eine befriedigende Lösung der bulgarischen Frage herbeizuführen und das „Journal de St. P." ist mit Recht erstaunt, daß ein solches Gerücht überhaupt Verbreitung finden konnte. Um Uebrigen vermeidet es aber das Blatt des Herrn von Giers, sich des Weiteren über die bulgarische Frage auszulassen, man wünscht anscheinend in Petersburg, dieselbe in ihrer bisherigen Versumpfung zu erhalten. Die Gerüchte über bevorstehende Aenderungen im serbischen Gabinti entbehren doch nicht eines gewissen Hintergrundes. Es verlautet, Radivoj Milozkovtc, dann Gerichtsrath Cristtc, der Sohn des Ministerpräsidenten und Adoocat Gtorgtevtc I seien nach Gleichenberg zum König Milan berufen worden, um mit ihm über die Frage eines Cabinetswechsels zu confer Iren. Die zwischen Athen nnd Constantinopel spielende „S chwa m mf isch erfrag e" hat ihre befriedigende Erledigung gefunden, da die von den türkischen Behörden verhafteten griechischen Schwammfischer wieder in Freiheit gesetzt worden sind. Heber den Empfang Kaiser Wilhelms im Batican anläßlich seines Besuches in R o m waren bis jetzt allerhand widerspruchsvolle Mtttheilungen im Umlauf. Jetzt erklärt nun der „Moniteur de Rome" officiell, daß bezüglich des Ceremoniells bei der Anwesenheit Seiner Majestät im Vatican noch keinerlei endgültige Bestimmungen ge- ttoffen worden seien. Hinsichtlich des Zeitpunktes dieses Besuches wird aus Rom gemeldet, daß der Kaiser wahrscheinlich am 14. October im Vatican erscheinen werde. Die republikanische Partei Nordamerikas tritt jetzt mit ihrem zollpolitischen Programm anläßlich der Präsidentenwahlen hervor. Im Senate ist von den republikanischen Mitgliedern ein Zolltarifentwurf eingebracht worden, welcher die völlige Abschaffung des Tabakzollcs und die Herabminderung des Zucker- und Reiszolles um die Hälfte beantragt, dagegen eine Erhöhung der Zölle auf Stahlwaaren und auf Woll- waaren, die zu Kleidungsstücken verarbeitet werden, vorschlägt. Im Ganzen betragen die in dem Entwürfe vorgeschlagenen Absttiche fast 70 Millionen Dollars, wovon allein auf die Tabaksteuer 30 Millionen und auf die Zuckersteuer 25 Millionen entfallen. Die Samoafrage taucht wieder auf. Auf Samoa ist dem deutscherseits eingesetzten König Tamasese ein Gegenkönig gegenübergestellt worden, der sich Malietoa II. nennt; von welcher Seite diese Domonstration ausgeht, ist noch unbekannt. Ein deutsches und ein amerikanisches Kriegsschiff ankern vor Samoa, doch erscheint daselbst die Lage der Fremden noch nicht bedroht. Der englische Feldzug gegen die Tibetaner gilt in der Hauptsache als beendigt. Oberst Graham drang nach einem in London eingegangenen officiellen Bericht bis Rinchingong in Tibet vor, ohne auf Widerstand zu stoßen, da die tibetanischen Streilkräfte gänzlich demoralistrt sein sollen. Die englische Expedition trat bereits den Rückweg nach Gnathong in Sikkim an. Telegraphische Depeschen. - WoM's ielegr. Korrespondenz - Bureau. Stuttgart, 27. September, Abends. Als der Eisenbahnzug mit Sr. Majestät dem Kaiser Abends 8 Uhr hier einlief, flammten ringsum auf allen Bergen Freuoen- fcuer auf, aus den Weinbergen oberhalb der Stadt stiegen Tausende von Racketen in die Höhe, von den Thürmen ertönte Glockengeläute. Die Begrüßung des Kaisers und ’ des Königs war eine äußerst herzliche. Die am Bahnhofe aufgestellte Ehrencompagnie. ' §ebf. Alsdann geht Redner auf die geschichtliche Entwicklung der Frage ein erinnert- ■ 1 1885i ü0,Jl ^crein eine Enquete veranstaltet, im Jahre 1888 im 8nfe A?aCrC hingehende Diecussion über diese Frage stattgefunden habe ; das Jnteresle für dieselbe in der Gegenwart, einer Zett tiefgehender aara- begreiflich sei. Der Wucher, sagt Redner, führt uns in X : Kte*HOr4ftnen-?inflen nQ* Südwest- und Mitteldeutschland, wo er vor- e ma^ren? er in anderen Theilen Deutschlands nur sporadisch auftrete. Als Maßregeln gegen den Wucher empfiehlt Referent nur solche welche schon die Feuerprobe bestanden haben. Er nennt Wucher die Ausnützu^g ^nes fakLi chen «f?erXVUbTrCte Z°"b°"u»d Schaden d°r M-„tm. Auf dem L Bin । eriter Unte der kleine Bauernstand vom Wucherer getroffen. Der Wucher sei he- I ?^iffen Eigenschaften des Wucherers, insbesondere der hochentwickelten -^ieist^ebigkett desselben, die deßhalb verderblich sei, weil sie mit außerordentlicher Rück- stchtsl°sigr-it ausgeübt werde. Der Erfolg des'Wucherers hänge'von d« er 6kgenuberstehenden Bevölkerung ab. Wo der Wucherer Erfolg habe könne nschk^ucherte seine Vermögenslage nicht richtig übersehen,bÄbie UXiX er^sei ?rffillt^mi^9lr?m^n"^ unb 3nltiaHDe, um günstige Kaufgelegenheiten zu finden, nirht in °^- 8 0 Höherstehende, während er andererseits dem Wucherer widerstehen vermöge Auf der anderen Sette förderten mancherlei soziale Verhältnisse den Wucher, so z. B. die künstliche Steigerung der Gutszinsen das fehlen von legitimem Erwerb von Besitzthum u.a.m. Inbicfe ßücfe tre e nun De/ Vortragende schildert nun eingehend das Vorgeh n des Wucherers wie derselbe an,'Ä,a8.:K •••{”**• ■-"**. h-,“TbÄSK gb^tzes oon 1880, seit dessen Inkrafttreten die Zahl der Darlehens-Wucherer abae- nommen habe, wendet sich Redner zu den gemachten Vorschlägen zur Verringert ®udier$. ®r kommt der seinen Ausführungen zu dem Ergebniß daß die in Vorschlag gebrachten Mittel, als Einschränkung des Wech elreäfls V->rböt Wucherer durch Anwälte mcht mehr vertreten werden dürfen, zwangsweise i?nb^hnrrhmftThn^r n0?*?1?7 iUrDerK.erfcn teien, dagegen empfiehlt er ms zweckdienlich und durchführbar 1) schärfere Handhabung des Wuchergesktzes, 2) Erhöhung der tur den Wucher angedrohten Strafmaxima und Minima 3) ®efttmmi Lin nach welchen Verträge Über Mobiliarmrkäuft nur schrifttichunduntkrA^^^^ bnmiMn^fnehOnCLJn V,nn-aß all diese dem in Rede stehenden Zwecke nicht entsprechen und weist riffern- 50 P6ft '?res Kanals in s $ wogegen nur in sehr engen Grenzen b.w^gc. Tie Ansicht, daß die Sparkasfen durch werteren Ausbau dem ländlichen Persona e'ed r d enstbar gemacht ^Lbl"/o^ien, IHElt Redner nicht; die ganze Einrichtung die.ei Jnstuute stelle sich ?rSrhprHCrhCLynb seines Erachtens sei eine vollständige Reorganisation der Sparkassen ilfLnfpL^-H S man auf diesem Wege etwas erreichen wolle. Den e. wähnten Credit- ^,"ituten halt °er Vortragende alsdann diejenigen gegenüber, welche lediglich zur Be- Rrini^tp0 lQnbI,c^6n Credttbedursnisses bestimmt sind und auf genossenschaftlichen $ tb Ll“ nblDtr^fd)a!lIid)t'n Darlehenskassen, Vorschußkassen und hrin^rh deren Einrichtung Redner zwar für gut und nutz- aan?bestim7!iL Un0 leb°$ bisher eine noch zu geringe sei, weil sie an 9an3 bestimmte Voraussetzungen gebunden waren. KtpMhSL britt,r unterzieht Redner die staatlichen und communalftandischen 5^?i"ustttute einer Betrachtung und kommt auch hier zu dem Ergebniß, daß sie der J* nb 0en? allgemeinen Verbreitung entbehren. Sache der Einzelstaalen, nicht des Reiches, sei es nun seines Erachtens für größere Befriedigung des Credits zu ^rgen. N^b 0 m ^ne größere Decentralisation der^CredUinsti.ute, Errichtung von Filialen Ve.einfachung und Erleichterung der Verhandlungen, welche zwt'chen den Grundbesitzern n?b den einzelnen Creditinftituten geführt werden (durch periodische Re- vifwn der Grp.ldsteuerkatas -r, Führung von Registern und persönliche Creditfähigkeit der Grundbesitz^., Uebernahme bereits bezahlter aber noch nicht gelöschter Hypotheren) Zufuhr größerer Summen an die Creditanstalten (durch Erweiterung des Rechts Pfandbriefe zu emittiren, Verpflichtung der Reichsbank, den Creditanstalten Summen gegen Zins zur Verfügung zu stellen) u. s. w. qr a{3^orrcfcrent @6b; Oberregterungsrath Dr. Thiel-Berlin wendet sich in seinen Ausführungen gegen Ausstellungen, welche an der vom Verein im Jahre 1885 veranstalteten Enquete gemacht worden sind und weist den Vorwurf, als wenn die Referate eine anttsemitische Tendenz verfolgten, zurück. Der Verein sei ganz neutral an die herangetreten, er habe lediglich die Aufgabe, winhfchaftliche Schäden zu consta- trren verfolgt. Man habe der Enquete vorgeworfen, sie sei zu wenig wissenschaftlich. Das ser zum Theil richtig. Seinetwegen möge man den wissenschaftlichen Werth der Enauete bestreiten; ihm fei es dabei mehr auf das Praktische angekommen. Jndeß werde man die Blauchbarkett der Enquete nur dann erfolgreich angreisen, wenn man nachzuweisen vermöge, daß entweder aus Unkenntniß oder Tendenz ein völlig falsches Bilb ber Verhältnisse geliefert worben fei. Uebtizens sei bie Enquete nur von votit'- wen Zeitungen, die in großen Städten erscheinen, angegriffen worden, in der aamen landwirtschaftlichen Literatur hingegen sei auch nicht ein einziges Beispiel dafü/ nachzuweisen daß gesagt werde, die Verhältnisse seien verschoben, übertrieben oder falsch ?ar8^fa/;. ^on sammtltchen landwiithschaftlichen Vereinen habe nur einer, und zwar der Wiesbadener, erklärt, daß der Wucher in dortiger Gegend viel schlimmer austrete. Redner wendet sich hierauf zu den einzelnen Formen des Wuchers, nachdem er noch vorher darge egt, warum vorzugsweise der kleine Landwirth dem Wucherer in die Hände Me. Als einen Hauptgrund bezeichnet er die Schwierigkeit für den Landmann, seine Einnahmen zu übersehen. Der Geldwucher, sagt Referent, ist immer noch der verbreitetste, trotz des bestehenden Wuchergesetzes. Weniger häufig trete schon der Viehwucher QUk XuCLmIrlrr "r.^hr bedenklichem Maße; man finde ihn vorzugsweise in Süd- uird Westdeutschland, wahrend er rn Norddeutschland seltener sei. Beim Grundstücks- ^Ä^^"^eherdet Referent mehrere Formen, nämlich Mißbrauch beim Verkauf und unsittliche Mantpulationen bet Zerschlagung einzelner Güter. ™ Der Enquete habe man vorzuweifen, daß sie zu Unrecht den Hausirhandel zum Waarenwucher geworfen habe. Der Hausirhandel in seiner ursprüngllchcn Gestalt zähle gewiß nicht dazu, dagegen nähere er sich ohne Zweifel dem Wucher, wenn er in eine Verlockung zum Kauf ausarte. Der Wucher in seiner schlimmsten Form, der Generalwucher, wie er ihn nennerr mochte, der sich dadurch charakterisire, daß der Wucherer es in der Hand habe, sein Opfer von Grund und Boden zu treiben oder für sich arbeiten ju lasten, komme glücklicherweise seltener vor als man annehme, soviel ihm bekannt ^vzelnen Theilen der Rheinprovinz, Badens und des Elsaß. Als die Ursachen )es Wuchers bezeichnet der Vortragende, neben den schlechten wirthschafllichen Eigenschaften, die schlechten Hypotheken-Verhältnisse, das schlechte Mobiliarrecht, die Contra- birung von Schulden zur Abfindung der Erbrn bei Untheilbarkett des Besitzlhums x (Sine gute Wirkung „gegen den Wucher habe unzweifelhaft das imJabrel880 g ei di offene kau^eubl man demselben in juristischer Beziehung vo>. geworfen, habe sich in der Praxis als heilsam erwiesen. Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik. 1 ♦ j?r lI1 lur c £^rC?tcrmbcr* t Hbute Vormittag 9 Uhr trat im Hörsaale der Polytechnlschen Gesellschaft hrerselbst der „Verein für Sozialpolitik" zu einer zweitägigen ^rlflinUn9Tp“r^oo^ordnung stehen zwei allgemein tntereffiunbe 2r°0en,; /Der ländliche Wucher und die Mittel zu feiner Abhilfe, insbesondere die Orga.iisanon des bäuerlichen Kredits" und „Der Einfluß des Detailhandels LL » und elwaige Mittel gegen eine ungesunde Preisbildung" f Mc Rach einigen geschäftlichen Mittheilungen des Vereinsschristsübrers prfinif t [(' ,/■ c^rselbe erklärt zunächst, die beiden eingangs genannten Fraaen ständpn r-ßhalb auf der Tagesordnung, weil die erste die Unterlage für das zweite Thema ab" war von dem Infanterie-Regiment Nr. 120, dessen Chef Se. Majestät der Kaiser ist, gestellt. In der Vorhalle des Bahnhofs wurde der Kaiser von 120 weißgekleideten Jungfrauen begrüßt. Im Gefolge des Kaisers befand sich der Staatsmtnister, Staats- secretär Graf Herbert Bismarck. Die Bevölkerung, welche die durch elektrisches Licht viele Taufende von Flammen, Kerzen und Lampions und durch Pechfackeln erleuchtete Triumphstraße füllte, begrüßte Se. Majestät den Kaiser mit unausgesetzlen stürmischen Hoch- und Hurrahrufen. Im Hofe des Residenzschlosses war eine zweite Ehrencompagnie vom Regimente Kaiser Friedrich aufgestellt. Bei der Abends 9 Uhr dargebrachten Serenade richtete der Oberbürgermeister von Hack einen Willkommengruß an den Kaiser, der mit einem jubelnd aufgenommenem Hock) auf Se. Majestät den Kaiser schloß. Der Kaiser, der König und die Königin, sowie der Prinz und die Prinzessin Wilhelm erschienen Abends wiederholt auf dem Schloßbalkon und wurden von der vor dem Schlosse versammelten Menge jedesmal mit stürmischen Hochrufen begrüßt. Stuttgart, 28. September. Bet der gestrigen Serenade hob Oberbürgermeister Hack in feiner Begrüßungsrede hervor, er fei stolz darauf, daß es ihm vergönnt sei, dem Kaiser zum ersten Male seine Huldigung zollen und das Gelübde der Treue zu Kaiser und Reich erneuern zu können. Muthooll, hoffnungsfroh blickt heute das Volk zum Kaiser empor, es lebt der Zuversicht, daß der Kaiser in Erfüllung des hohen Ver- mächinisses seines Großvaters allezeit Mehrer des Reiches an Gütern und Gaben des Friedens, der nationalen Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung sein werde. Der Kaiser sprach sich hocherfreut über den Empfang aus. Heute ist das herrlichste Kaiserwetter. Eine ungeheure Menschenmenge, namentlich viel Landvolk, umfluthet das Schloß. Die Bahnzüge bringen immer neue Tausende von Fremden. Stuttgart, 28. September. Um 10 Uhr begannen sämmtliche Glocken zu läuten und unter Kanonendonner fuhr die sechsspännige offene Hofgalakutsche, in welcher sich Se. Majestät der Kaiser in der Uniform seines württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120 und Se. Majestät der König Karl in der Uniform seines preußischen Jnjanterie- ^^tments Dir. 2.? befanden, aus dem Schloßhofe. Im zweiten Wagen folgten Ihre Majestät die Königin nebst Prinz und Prinzessin Wilhelm, elfterer in der Uniform des Leibgarde-Husaren-Regiments; es folgten zwölf weitere Wagen mit den Prinzen und Prinzesnnnen des königlichen Hauses, sowie den beiderseitigen Gefolgen. Der Kaiser dankte unausgesetzt den enthusiastischen Kundgebungen der dicht gedrängten Menschenmenge. Im Stadtgarten nahm Se. Majestät von Festdamen Bouquets entgegen und dankte dem Oberbürgermeisttr wiederholt für den schönen Empfang. Die Umfahrt währte über eine Stunde. Um 2 Uhr findet das Galadiner zu 170 Gedecken statt und erfolgt sodann um 4 Uhr die Weiterreise nach der Mainau. Stuttgart, 28. September. Bei dem heute Nachmittag im weißen Saale statt- gkhabten Galadiner brachte König Carl folgenden Toast aus: „Ich trinke auf das Wohl Sr. Majestät des Deutschen Kaisers, dessen Besuch uns hoch erfreut, und wünsche, daß Gott ihm eine lange glückliche Regierung schenken möge zum Heil der kaiserlichen Familie und zum Segen für unsere deutsche Heimath." Der Kaiser erwiderte: „Ich danke Ew. Majestät herzlich für die freundlichen Worte, ich danke insbesondere für die gnaoige Einladung Ew. Majestät, welche mir Gelegenheit gegeben, in dieses schöne Land zu kommen, welches sich unter der gesegneten Regierung Ew. Majestät einer so sichtbaren Blüthe erfreut, welches schon im Mittelalter Deutschland so viele hervorragende Regenten geschenkt und welches die Wiege meiner Väter ist. Glauben Sie, auch in meinen Adern rollt süddeutsches Blut, wie in einem Jeden von Ihnen. In diesem Sinne trinke ich auf das Wohl Ihrer Majestäten." . Stuttgart, 28. September. Se. Majestät der Kaiser begab sich gegen 4 Uhr mit dem König, Der Königin und sämmtlichen Mitgliedern des königlichen Hauses nach dem Bahnhofe, woselbst die Staatsminister, die Generalität und die Hofwurdenträger zur Verabschiedung anwesend waren. Der Kaiser verabschiedete sich auf das Herzlichste von dem König und grüßte wiederholt aus dem Fenster seines Wagens. Um 4 Uhr erfolgte unter enthusiastischen Zurufen des zahlreich anwesenden Publikums die Abfahrt Sr. Majestät, worauf Der König nach dem Schlosse zurückkehrte. Berlin, 28. September. Der Kaiser hat unterm 22. September an das Reichs- «ericht za Leipzig ein Dankschreiben gerichtet, worin es heißt: „Unter vielfachen Zeichen trefsttn Mttgesuhls, welche Mir aus Anlaß des Hinscheidens Dt eines geliebten Vaters von nah uno fern zugegangen sind, hat die Beileidsadresse des Reichsgerichts Meinem betrübten Herzen besonders wohlgethan. Ich sage dem Reichsgericht hierfür, insbesondere auch für die Mir dargebrachten Segenswünsche und das Gelöbniß der Treue und Hmgebung herzlichen, aufrichtigen Dank und hoffe zu Gott, daß die verantwortungsvolle ^dätigkeit des obersten deutschen Gerichtshofs auch ferner zum Heile des deutschen Vaterlandes gereichen werde." Paris, 28. September. Der heute Vormittag abgehaltene Ministerrath setzte die Einberufung der Kammer auf den 15. October fest. Der Marineminister Admiral Krantz erklärte, er werde jede weitere Herabsetzung des Marinebudgets ablehnen. Der bauminister Vielte theilte mit, die Weizenernte von 1888 habe in Frankreich 96 Mill. Hektoliter gegen den jährlichen Durchschnitt von 108 Millionen ergeben. Der P schritt ferner zur Prüfung der Frage, ob den Kammern beim Zusammentritt der Entwurf einer Verfassungsrevision vorzulegen sei. Ein endgültiger Entschluß wurde noch nicht gefaßt. MonS, 28 September. Seit gestern zeigt sich unterirdisches Feuer im Schachte ran? HÄ"? 068 Steinkohlenbergwerks Agrappe in Frarneries. Die Wettermafchine ist außerThatigkeit gesetzt worchen, um die Zuführung von Luft zu verhindern. Bisher ist nur Material vernichtet. StoSholm, 28 September. Generalzolldirektor Bernich und Justizminister -^ergstrom Haden dernissionirt. Staatsrath Longr en ist zum Generallzolldirektor, Justiz- rath Perbom zum Justizminister und Freiherr Ackerjelm zum Staatsrath ernannt worden. Madrid, 28. September. Don Carlos erklärte in einem Manifest, er habe niemals die Zusage gegeben, die Königin-Regentin nicht bekämpfen zu wollen. Ebenso rocn A.flrcbtCt cr ,tne Vereinigung mit den Anhängern Alphonso's an. UebrigenS werde er nichts unternehmen, um die Ruhe Spaniens zu stören, so lange Spanien nicht selbst danach verlange. September. Der Papst empfing gestern eine Anzahl italienischer Geistlicher unter Führung des Erzbischofs von Turin. Er erwiderte auf die von dem letzteren verleseue Adresse, daß er über unverjährbare Rechte des päpstlichen Stuhles könne Der italienische Strafgesetzentwurf sei ein neuer Angriff Auf die Kirche und den Clerus, er hoffe aber auf Gott, der stets alles zum Besten leite und auch jetzt alles zum Besten der Kirche dienen lassen werde. „ Petersburg, 28. September. Das „Journal de St. Petersburg" bemerkt bezüglich der Konstantinopeler Correspondenz, welche über die Vorbereitungen zum Em- pfang der beiden Großfürsten Sergius und Paul berichtet, die außerordentliche ^uvor- kommenhe t des Sultans gegenüber den hohen Brüdern des Kaifers entspreche durchaus den Beziehungen des gegenseitigen Vertrauens zwischen den beiden Mächten. Man bemerke in Rußland mit Genugthuung, daß die Pforte den Aufenthalt der Großfürsten SpIPaih Umible Uigkeit und Herzlichkeit der Beziehungen im unbestreitbaren Interesse des allgemeinen Friedens zu bekunden. Petersburg, 28. September. Das Kaiserpaar, Der Thronfolger und ©rofc furft Georg sind am Mtttwoch Abend aus Pala nach dem Kaukasus abgereist. Xn, Kronstadt, 28. September. Gestern Nacht brach in einem mehrstöckigen Wohn- ; m.? L^e^er °UÖ CT ra^ um sich, daß es den Bewohnern nicht mehr Gthnig aüt hi?" AVn&Pn V zu kommen. Mehrere stürzten, ehe die Feuerwehr eüitraf' Personen^um? b Whtten D elfa$ Verletzungen. Im Feuer selbst kamen vierzehn Lokales. . K Gießen, 29. Septbr. Mit dem Bau der im hiesigen Schlachthaus zu errief)- ^nb.CL?relbauF gestern begonnen worden. Dieselbe erhält ihren Platz an dem ÄVLL “S®ng. 2 St. 03- Enteneier 0- Gänse- der 0 00 Käse pr- St. 4—7 Käsematte pr. St 3 X Erbsen pr. Liier 55 Stufen vr. Liter 18 Tauben nr. P-ar JL 0,30—0,03, Hühner pr. St. JL -3,85-1,03 Ahnen pr. St. 0.60-1,0 >. Enten pr. St. JL 1,3j—l,c3, Ochsenfleisch pr. Pfd. Kub- und Rindfleisch 45—54 Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch 54—U L' ^ bfleisch 40-16 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 5,00-7,t0, Zwiebeln per Gentner JL 5,00-7,00, Milch pr. Liter 12-18 H, Weißkraut pr. St. 3-9 Armoiir & f!n ’Q Fleischextract bester, volle Töpfe A11UUU1 . De'ie t '£ -ns-esch-ifL • stets frisch im Zapf. Auch in Flaschen und Gebinden. 7811 Restaurant zur Stadt München. bei Heun C. Schwaab, De'ie .t ngescbäft. wozu ergebenst einladet Von heute an: nur süddeutsche Bedienung für künstliche Zähne. JTiombieren rc. befindet sich nach wie vor Asterweg 5,1. St. Che, Frutig. Ich zeige hiermit an, daß ich vom 15. Oc-obec ab einen Unterrichts- Kursus m: ^baudnähen, Mafchinennähen, Flicken, Stopfen, Bseist» und AÜnutstirkerei eröffne und bitte um geneigten Zuspruch. Anmeldungen nehme in meimc Wohnung: Schiffenbergerstraße 7, entgegen und bin zu jeder Ausiunst gerne bereit. Beste Empfehlungen st-hen mir zur Sette. 7778 7801 Ein Hund (Pinscher) zugelaufen. Abzugeben bei W. Deibel II, Klein-Linden. - WM «W G MG 7783 Ph. Weller Wwe. Eine Zirnmcrdouchc, wenig gebraucht ull£rJa't ^och wie neu, billig avzugeben. Wo? sagt die Cxped. ds. Bl. 7612 WcUcrsburg. Sonn tag den 30. September 1888: Theodor HilWnnil k Mn, 7792 Hoflieferanten Sr. Maj. des Königs, Berlin, O.. Spandauerstr. 47,48. Mein Atelier 7787 Bekanntmachung. Der sich im Schlachthaus vom 1. Oktober 1888 bis Ende März 1889 ergebende Dünger soll Mittwoch, 3. Oktober 1888, Vormittags 11 Uhr, im Verwaltungsgebäude des Schlachthauses öffentlich versteigert werden. Gießen, 27. September 1888. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 7799 A. Bramm.__________ Montag den 8. Bctober, Nachmittags 2 Uhr, werden auf Großh. Ortsgericht nachfolgende, den Erben des L. Vogt zustebende Grundstücke versteigert und wird bei annehmbarem Gebot der Zuschlag sofort ertheilt: Flur Nr. Mtr- 2 18 231 Acker am Wißmarerweg a- d. Lahn, 4 60 1619 Acker am Wißmarerweg über dem Schwalbachtschen Acker, 24 24 2950 Acker am Hasenköppelsweg und Barresgraben, 24 25 2950 Acker daselbst. 28 1623 2488 Acker auf dem Sandkauter- wea und Heegstrauch, 29 88 2488 Acker am Ohlenberg rechts am Erdkauterweg, 29 89 2200 Acker daselbst, 31 118 2263 Acker am Sandkauterweg und Grüninger Pfad, 39 1130 1113 Wiese hinter dem Wallbrunnen, 29 1139 512 Wiese daselbst, I 44 12 1400 Acker auf dem Fluthgraben am Weg. Großh. Ortsgericht Gießen. I- V.: Hoffmann» 7807 Versteigerung. Dienstag den 2. October, Nachmittags 4 Uhr, werden im Piandlocal: 1 Sommerwagen, 3 Pferde, 2 Chaisen, 1 Oeconomiewagen, 1 Sopha, 4 Stühle, 1 Stoßkarren. Regulateur, 1 Wecker, 2 goldene Ringe gegen Baarzahlung versteigert. 7803_____________________Hör«. Dienstag den 2. Moder, Mittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau (Asteiweg 22) zwangsweise öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: ca. 15C j Rollen Tapeten, 1500 Stück Cigarren, 2 neue wlnie französische Bettstellen, 4 Stühle, 1 Kistchen Seife und sonstige Gegenstände. Gießen, den 29. September 1888. Bühner, 7795 Gerichtsvollzieher. Aeikgeöotenes. 7805] Alte Fenster und 1 Treppe am Montag zu verkaufen bei __Metzger Klein. la Cervelatwurst ä Psd. 80 H, la Kochwurst ä Stück 15 H. 7800 Kessler, Roßmetzger. 7809 1 neuer Wendepstug, 1 Dickwurzmühle, 1 großer Kochherd zu verkaufen. Karl Hüttenberger, am Kreuz. Hamburger Rauchfleisch, la. sst. Goth. Cervelatwurst, ächte Franks. Würstel, diverse r^leischwaaren [7796 im Schnitt bei C. G. KJeinhenn. Täglich: 10 versch. Sorten fr. Fische. Jermietyungen. 7804 Schönes Logis, 3 Zimmer, Küche und Zubehör, auf Wunsch mit Garten- antheil, per 15. November, event. früher zu vermiethen. ___________K. Hamel, Asterweg -6. 7802 Der 2. und 3. 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September: Tanzmusik. ______ Äe Häuser, Statt besonderer Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel liarl Lehrnnoid, Heizer i. F., nach kurzem Leiden im Alter von 43 Jahren gestern Abend " V2 ^r sanft dem Herrn entschlafen ist. Giessen, den 29. September 1888. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Ubr vom Sterbehaus, Neuenweg Nr. 36 aus, statt. 77g« Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 29. September 1888. 4% Ungar. Goldrente 165.50 Marienburger Eisenbahnactien Tendenz: stetig. 165.00 108.20 84 40 231 70 46 00 84 00 89 50 Oesterr. Creditactten Oesterr. Staatsbahn-Actten 1880 40/0 Russen Obltg. Darmstädter Bankaktien Disconto-Com-Antheile Lombarden __Südanlage 3 II. 7785 Eine ältliche Frau sucht Unterkunft bet braven Leuten. Näheres in der Exp<>. d Bl- 7791 Zwei tüchtige Spenglergehülfen finden dauernde Arbeit bei I. 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