Nr. 2S Erstes Blatt. Sonntag den 29. Januar 188L. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bur.au. Schul st raße 7. schein, täglich mtt Ausm.hm- des Montags. Arch sWso Amtlicher Hfieil. Gefunden: 1 Cylinderuhr, 1 Uhrkette, 1 Brille, 2 Messer, 1 Paar Handschuhe, 1 Stempel, 1 kath. Katechismus, 1 Packet Tabak. Zugelaufen: 1 gelber Dachshund. Gießen, am 28. Januar 1388. Großherzogliches Polizemmt Gieße«. Fresenius. Politische Ueberfkcht. Gießen, 28. Januar. Die Nachricht, daß in San Remo demnächst wiederum eine Berathung ärztlicher Autoritäten zur Abgabe eines definitiven Gutachtens über die Krankheit de» deutschen Kronprinzen stattfinden würde, soll nicht begründet sein. Wenigstens äußert stch in letzterem Sinne das „British Medical Journal", welches bekanntlich von Sir Msrell Mackenzie mit Vorliebe zu Preßveröffent- lichungen benutzt wird und bezeichnet das genannte Blatt auch die Meldungen deutscher Blätter, wonach eine besondere Operation beim Kronprinzen zur Beseitigung abgestorbener Knorpelstückchen in Aussicht genommen als mindestens versrüht. Dagegen bestätigt das „B. M. I.", daß Dr. Mackenzie in diesen Tagen wieder in San Remo eintreffen wird und fugt es dieser Mittheilung hinzu, daß die Rückkehr Sir Morell's nicht darauf hindeute, als ob das gegenwärtige Befinden des Kronprinzen dazu angethan sei, Besorgniß einzuflüßen. Endlich liegt über die Höhe der Summe, welche die Durchsührung des Wehrgesetzes erfordert, eine Mittheilung von competenter Seiten vor. Wie der preußische Kriegsminister bet der zweiten Berathung des Wehrgesetzes in der bett. Reichstags-Commission erklärte, wird sich die Forderung aus 280 Millionen Mark belaufen, und zwar für Waffen, Munition, Felbge- räthe, Ausrüstung, Kleidung, Verpflegungskosten, Sanitätrwesen und Bureau- kosten. Eine Spec'aliflrung der Ausgabe hielt der Minister, entgegen den aus der Commission geäußerten Wünschen, aus verschiedenen Gründen nicht für opportun und muß demnach abgewartet werden, inwieweit die Plenarverhandlung Aufklärung bringen wird. Bei der Eröffnung des württembergischen Landtages am Donnerstag hielt Präsident Hohl in der zweiten Kammer eine Ansprache, die mit warmempsundenen Worten der Krankheit des deutschen Kronprinzen gedenkt und die Hoffnung des württembergischen Volke» auf die baldige Wtedergenesuvg des hohen Kranken ausorückt. Während die russische Regierungspresse fortgesetzt von friedlichen Versicherungen überfließt, verlautet im seltsamen Gegensätze hierzu von Mobtli- sirungs-Vsrbereitungen Rußland». Laut Tagesbefehl des Kriegsministers erhalten fämmtliche Local - Brigade - Verwaltungen, ausgenommen die 2., 7. und 21., einen Generalstabs-Officier zugetheilt, ausdrücklich zu der Ausgabe, das Material zur Vorbereitung einer Mobilmachung auszuarbeiten, die „tactischen Uebungen" der Reservebataillone zu leiten u. s. w. Ferner soll im Februar in Petersburg eine Conserenz der Vorstände der Mobilisations-Abtheilungen aus den Beztrks- stäben stattfinden. Sollte man hier die ersten Anfänge einer wirklichen Mobtli- sirung Rußlands vor sich haben? lieber die Wiederaufnahme der abgebrochenen Verhandlungen bezüglich des französisch-italienischen Handelsvertrages verlautet noch nichts Bestimmtes. Es heißt nur, daß Herr Flourens, der französische Minister des Auswärtigen, von den Bevollmächtigten Frankreichs zu den Handelsvertrags- Verhandlungen ergänzende Berichte eingeforoert habe und sich erst nach Eingang derselben über die Fortsetzung der Besprechungen entscheiden werde. Falls diese Entscheidung bejahend aussM, stellen es Pariser Meldungen als wahrscheinlich hin, daß die weiteren Unterhandlungen in Paris stattfinden werden. Deutschland. Darurstadt, 27. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 25. Januar den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, Wilhelm Müller, zum Landgertchtsrath bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, sowie den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Butzbach, WUHelm Wehner, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, — beide mit Wirkung vom Tage des Dienstantritt» zu ernennen; an dems. Tage den Gerichtsaffeffor Johannes Wagner in Friedberg zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch zu ernennen. Stalim. San Remo, 27. Januar. Heute Vormittag herrschte Sommerwetter. Der Kronprinz machte in Folge dessen eine Ausfahrt. Am Nachmittag zog ein leichtes Gewitter mit Regen herüber. Am Abend ist der Großherzog von Hessen nebst Tochter eingetroffen. (Fr. Ztg.) Genua, 27. Januar. Der Großherzog von Hessen und die Prinzessin Irene find heute Mittag hier angekommen und von Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Heinrich empfangen; dieselben reiften um 2 Uhr Nachmittags nach San Remo wetter. Deutscher Reichstag: 23. Sitzung vom 27. Januar 1888. Eingegangen: Nfachtragsetat. Auf der Tagesordnung: Erste Berathung des Socialistengesetzes. Abg. Singer (Soc.): Das Gesetz, durch das die besten Bürger des Landes betroffen würden, sei in illoyalster Weise ausgeführt worden. Dasselbe sei gegen die Socialdemokraten aus Grund von Verbrechen hin erlassen worden, welche die Socialdemokraten nie gebilligt hätten. Das Socialistengesetz habe nicht die Socialdemokratie beschränkt, nicht die Bestrebungen getroffen, die man treffen wollte; das Socialistengesetz habe aber den Anarchismus erzeugt, die Väter des Socialistengesetzes seien die Väter des Anarchismus. Nichts habe jede Autorität mehr untergraben können, wie dieses Gesetz. Achtung vor der Autorität könne nur bestehen, wo Gerechtigkeit bestehe; die Handhabung des Socialistengesetzes widerstreite aber den Grundsätzen der Gerechtigkeit. Das beweise der Fall Jhrtng-Mahlow. Anstatt des Beamten, der so schwer belastet war, wurden die Zeugen gegen denselben unter Anklage gestellt. Nicht wegen der Schufterei werde Anklage erhoben, sondern wegen Beamtenbeleidigung. Das Wunderbare sek, daß Jhring-Mahlow noch immer im Amte sei und es genau so treibe wie vorher, wie der Posener Socialtstenproceß beweise. Da spielt er seine Rolle gemeinsam mit einem ebenbürtigen Genossen Naporra. Das Socialistengesetz habe großes Elend geschaffen. Leute, denen man nichts Anderes zur Last legen könne, als für ihre Ueberzeugung mannhaft etnzutreten, seien ruhelos herumgehetzt worden, wie Keßler, Christensen u. s. w. Das Socialistengesetz werde auch gegen Solche angewendet, die man aus anderen Gründen gern los werden möchte, als wegen socialdemokratischer Anschauungen. Als er aus Berlin ausgewiesen worden, hätte er sich sagen können, daß .. seine Ausweisung wegen Entlarvung des Systems Puttkamer verdient habe. Aber man habe einen Restaurateur Jacobi ausgewiesen, blos weil er der Polizei nicht genehm war und sein Lokal für socialdemokratische Versammlungen zur Verfügung stellte. Ebenso sei der ausgewiesene Baumeister Keßler kein Socialoemokrat; er habe nur die Bewegung der Maurer um Verbesserung ihrer Löhne unterstützt. Das genügte zu seiner Ausweisung. Das Gesetz diene nicht zur Unterdrückung der Socialdemokratie, sondern zur Unterdrückung des Arbeiterstandes. Man habe demselben jede Freiheit geraubt. Die anarchistischen Verbrechen würden durch die Polizei ausdrücklich gefördert, wofür er den Nachweis liefern könne. Es sei das geschehen durch Polizeirath Krüger und Polizetrath Hacke in Berlin. Die Berliner Polizei habe einen Agenten Schröder auf Empfehlung des Anarchisten Kaufmann in Dienst genommen. Bei diesem Schröder sei Dynamit gefunden worden; von diesem Funde könne er hier die Hülse einer Dynamitpatrone vorzeigen. Dieser Schröder habe zu Verbrechen aufgereizt und an Conferenzen theilgenommen, welche die Ausführung von anarchistischen Verbrechen bezweckte. Eine gleiche provokatorische Thätigkeit habe der gleichfalls in Diensten der Berliner Polizei stehende Gießer Haupt geübt. — Redner macht Mittheilung von einer Correspondenz, die er und Bebel mit dem Polizeihauptmann Fischer in Zürich geführt. Singer und Bebel haben sich oanach von dem genannten Polizeihauptmann bestätigen lassen, daß Schröder und Haupt im Dienste der Berliner Polizei standen, mit Anarchisten Beziehungen unterhalten haben und provokatorisch aufgetreten seien. Bestätigt wird u. A., daß Poltzeirath Krüger dem Haupt schrieb, er wisse, das nächste Attentat gegen den Zaren werde von Genf ausgehen, darüber brauche er Berichte. — Auch der Hauptmann v. Ehrenberg habe ähnliche Dienste geleistet wie Schröder und Haupt. Die Berliner Polizei sei die Centralstelle für das internationale Spitzelthum. Die Soctaldemokralen hätten durch Einbringung ihres Arbeiterschutzgesctzentwurfs bewiesen, daß sie sich auf den Boden des heutigen Staates stellten und auf friedlichem Wege Reformen erstrebten. Die Haltung der Socialdemokraten seit 10 Jahren gebe keinen Grund für das Gesetz und könne dessen Verlängerung nicht rechtfertigen. Das Gesetz soll noch verschärft werden. Es sei noch eine Bestimmung über die Expatriirung ausgenommen, die sich wohl die verbündeten Regierungen nicht recht überlegt haben. Glaube man denn, daß sich das die anderen Staaten gefallen lassen würden, daß sie die aufnehmen würden, die man aus Deutschland ausweise? Zur Begründung des Gesetzes sei auf das Ueberwiegen einer radikalen Richtung in der Socialdemokratie hingewiesen worden. Die Socialdemokratie sei aber niemals einiger gewesen als auf dem St.Gallener Socialiftentage. Es sei auf das Telegramm um Begnadigung der Chicagoer Anarchisten hingewiesen woroen. Das Ersuchen sei im Namen der Menschlichkeit, nicht infolge einer Solidarität mit den Anarchisten gestellt worden. Die Socialdemokraten hätten sich mit ihrer Anschauung in dieser Hinsicht in guter Gesellschaft befunden. Die Socialdemokratie sei unvergänglich. Die ganze Socialreform sei nichts weiter als eine verbesserte Armenpflege. Daneben würden «die Lebensmittel unablässig vertheuert. Auf dieses Gesetz gebe es nur eine Antwort, sofortige Ablehnung. Eine solche Gesetzgebung sei eine Schande. (Der Präsident ruft den Redner wegen diese» Ausdrucks zur Ordnung.) Die Folgen würden auf die zurückfallen, welche die Verlängerung beschließen. Minister v. Puttkamer: Die Socialdemokratie sei für die Verbrechen, welche mit zum Erlaß des Gesetzes geführt haben, allerdings indirect verantwortlich. Es sei bei den Socialdcmokraten gewissermaßen zur fixen Idee geworden, daß die Polizei Verbrechen anstifte, um Mittel zu gewinnen, gegen die Socialdemokratie vorzugehen. Allerdings sei es unbedingt erforderlich, daß die Regierung Mittel habe, den verbrecherischen Plänen nachzugehen und sie aufzuspüren. Wer diese Mittel nicht gestatten wolle, der möge die Verantwortlichkeit für die Sicherheit des deutschen Reiches übernehmen. Daß die Leute, welche für diesen Dienst gewonnen werden, namentlich im Auslande, nicht immer Anspruch auf den Titel eines Gentleman haben, sei selbstredend. Sie würden bezahlt und leisteten dafür ihre Dienste. Ganz falsch sei, daß die Polizei verbrecherische Handlungen prooociren laffe. Er verlange von jedem Mitglied des Hauses, dem Worte eines ehrlichen Mannes Glauben zu schenken. Was den Schutzmann Jhring anlange, so sei derselbe ein gewissenhafter und pflichttreuer Beamter gewesen. Der Zeuge Christensen, der in zweiter Instanz freigefprochen worden, weil ihn das Gericht als glaubhaft befunden, habe kurz darauf in Sachsen versucht, Soldaten durch Hetzschriften von ihrer Pflicht abwendig zu machen. Der andere Zeuge des Herrn Singer sei kurze Zett darauf wegen Meineids zu Zuchthaus verurthetlt worden. Wären diese That- sachen dem Landgericht 1 zu Berlin bekannt gewesen, so würde das Urthcil wohl anders ausgefallen sein. Ebenso unbegründet wie die Angriffe auf Jhring seien die An- griffe auf Naporra. Die Negierung unterhalte auch in der Schweiz Agenten, um Ermittelungen anzustellen und sie diene damit dem Lande, wie auch befreundeten Staaten. So habe die deutsche Polizei zuerst Kennlniß von dem geplanten Attentat auf das Winterpalais in Petersburg erhalten. Agents provocateurs unterhalte die Regierung nicht. Die „Geständnisse" des Haupt habe dieser unter dem Drucke von Drohungen gemacht. Der Haupt sei von Gesinnungsgenossen der Herren Bebel und Singer in seiner Wohnung überfallen worden. Er könne sich keine rechte Vorstellung von dem Eulturzustande eines Landes machen, wo sich eine Bande von Strolchen an die Stelle gesetzlicher Organe setzen kann. (Bebel: Steht höher als in Deutschland.) Ern ergen- thümlicher Untersuchungsrichter sei es auch, der ein paar ausländischen Abgeordneten, deren Stellung notorisch sei, Miltheilungen über den Gang eurer Untersuchung mache, die noch nicht abgeschlossen sei. Er werde beim Reichskanzler beantragen, daß bei der Schweiz deshalb ernste Vorstellungen erhoben werden. Die Handhabung des Socra- listengesetzes sei eine durchaus loyale. Daß Fehler vorkommen, sei nicht zu vermeiden; aber die damit verknüpften Unzuträgltchkeiten fielen wenig in s Gewicht gegenüber dem Segen, welchen das Gesetz geschafien habe, indem es eine ruhige Entwickelung sicherte. Wenn von Hunger und Elend gesprochen würde, in welche die Ausgemiesenen getrieben werden, so lägen ihm Nachweise vor, die etwas ganz Anderes bekundeten, die bezeugten, daß sich die Agitatoren von den Lohngroschen der Arbeiter mästeten. Der ausgewiesene Keßler habe Alles gethan, die Gewerkvereine in das socialdemokratische Fahrwasser zu bringen. Der Anarchismus sei eine natürliche Entwickelungsfolge der Socialdemokratie. Das Ergebuiß des St. Gallener Parteitages sei: gewaltsame Aufrich- tung des socialdemokratischen Staates unter Eonfiscation der Besitzenden. Die Social- demokraten dürften doch nicht erwarten, daß wir uns ihren aberwitzigen Planen nut gebundenen Händen überliefern sollen. Zwischen Socialdemokraten und Anmichlsten bestehe allerdings eine Fehde, aber die Socialdemokratie behandle den Anarchismus als einen ungeratenen Bruder, der wegen unbesonnener Streiche getadelt werde. Die Ehicagoer Anarchisten, um deren Begnadigung die deutschen Socialdemokraten beim Gouverneur von Illinois nachsuchten, seien einfach Bestien gewesen, die sich monatelang auf die abscheulichsten Verbrechen, Mord und Brandstiftung, vorbereiteten. Der Proletarier sage sich: wenn so ehrenhafte Männer, wie Singer und Bebel, die Begnadigung der Anarchisten verlangen, so können deren Thaten doch nicht so schlimm fern. Unwahr sei, daß das Socialistengesetz seine Aufgabe verfehlt habe. Aufgabe des Gesetzes habe nicht sein können, die Socialdemokratie zu vernichten. Es sollte die revolutionäre Strömung eindämmen und ihre ärgsten Auswüchse unter brucfen. Diese Aufgabe habe das Gesetz erfüllt. Die Zahl der socialdemokratischen Stimmen habe sich allerdings vermehrt, aber davon dürften doch bei Weitem nicht alle von zielbewußten Socialdemokraten ausgehen. Es sei ganz natürlich, daß die Socialdemokratie diejenigen Stimmen erhält, die aus irgend welchem Grunde zur Opposition fallen. Früher hatte die freisinnige Partei dieses Privilegium. Er bitte das Hans, die Regierung mit sogenannten milderen Uebergangsbestimmungen zu verschonen. Dann möge man lieber das Gesetz überhaupt ablehnen, wodurch die Verantwortlichkeit der Regierung wenigstens zum Theil auf die Parteien des Hauses übertragen wird. Wegen der Unterstellung der Socialdemokraten unter das gemeine Recht erwarte er bestimmte positive Vorschläge. Man werde aber solche nicht machen können. Eine Partei, die eine solche Ausnahmestellung einnimmt, wie die socialdemokratische, könne auch nur eine ausnahmsweise Behandlung erfahren. r,„ c < 3 Der Mimster begründete sodann die vorgeschlagenen Verschärfungen des Socialistengesetzes. Die Expatriirung sei keineswegs eine so unerhörte Maßregel, als man dies hinstelle. Wer sich bet Ausbruch eines Krieges seiner Wehrpflicht durch Aufenthalt im Auslande entzieht, wird der Staatsangehörigkeit entkleidet. Die, welche hier getroffen werden sollen, wollten das Vaterland nicht blos nicht vertheidigen, sondern es sogar vernichten. Wenn man Rücksichten der Humanität anführe, so müsse man doch zuerst fragen, wo die Humanität liege, da wo man zur Vermeidung einiger Härten Maßregeln zur Abwendung allgemeiner Gefahren ablehne, oder auf der anderen Seite. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Reichensperger (Centr.) erklärt, gegen die Verlängerung zu stimmen. Bisher habe er der Verlängerung immer zugestimmt, aber nur in der Voraussetzung, daß das Gesetz eine dauernde Institution nicht werden dürfe, daß vielmehr ein Ueber- gang zum gemeinen Recht stattfinden müsse. Nachdem' die Regierung einen solchen Uebergang abgelehnt habe, bleibe nichts anders übrig als die Ablehnung, ^temier wendet sich dann gegen die vorgeschlagerre Expatriirungsmahregel. Es sei kein £>taat verpflichtet, die Ausgewiesenen aufzunehmen; wohl aber gebe die Geburt ein Recht auf die Heimath. Der Staat habe die Socialdemokratie erst hervorgeruferr. Dieselbe sei ein Produkt des Materialismus und der modernen Schulbildung, welche Halbbildung erzeuge. Die Weiterberathung wird auf morgen Vormittag 11 Uhr vertagt. Telegraphische Depesche«. Wolff s telegr. EonAsdr-ndem-Bureau Berliu, 27. Januar. Seine Majestät der Kaiser empfing Vormittags den Prinzen Wilhelm, welcher sich als Generalmajor meldete, und hörte alsdann andere militärische Meldungen. Mittags arbeitete er mit Albedyll und dem Kriegsminister, spater mit Wilrnowski und machte Nachmittags 2 Uhr eine Spazierfahrt. — Dr. Paulus Kassel erklärt in einer Zuschrift an den „Börsencourier", sein Name sei ohne sein Wissen in die Diskussion über die Leitung der Stadtmission gezogen worden. Es sei ihm von einem Antrag wegen Uebernahme Der Leitung nichts bekannt. Neuerdings wird der Name des Pastors v. Bodelschwingh genannt f 27. Januar. Prinz Wilhelm wurde anläßlich seines heutigen Geburtstags zum Generalmajor und Commandeur der 2, Garde-Infanterie-Brigade ernannt. Ferner wurde der Oberst und Flügeladjutant v. Plessen zum Commandeur des 1. Garde-Regiments zu Fuß, Major v. Lippe desselben Regiments zum Flügel- adjutanten, Major v. Brun zum Commandeur des 2. Bataillons ernannt Ptsth, 27. Januar. Unterhaus. Der Ministerpräsident Tisza theilte mit, er werde morgen am Schluß der Sitzung die Interpellation betreffs der auswärtigen Politik der Regierung beantworten. Paris, 27. Januar. („Havas"-Meldung.) Der italienische Gesandte in Paris, General Menabrea, sprach Flourens gegenüber den Wunsch der italienischen Regierung aus, auf die weiteren Handelsvertrags - Verhandlungen zu verzichten. — Die französische und englische Regierung unterzeichneten die Vollmachten für die gemischte Schifffahrts-Commission für die Neuen Hebriden. London, 27. Januar. O'Brien ist wegen aufrührerischer Reden zu einer vier- monatlichen Gefängnißstrase verurtheilt worden. Lissabon, 27. Januar. Gestern fand auf See ein Zusammenstoß zwischen dem Dampfer „Suez" und-dem deutschen Dampfer „Dithmarschen" statt. Der „Suez" fuhr Morgens 5 Uhr mit brennenden Lichtern, als er von dem „Dithmarschen", welcher von Messina kam, einen so heftigen Stoß erhielt, daß er fast sofort unterging. Der „Dithmarschen" blieb noch einige Zeit nach dem Zusammenstoß an der Stelle desselben. Die von dem uiHtergegangenen Dampfer Geretteten wurden von der portugiesischen Brigg „Adelaine" ausgenommen. Der „Dithmarschen" ist mit Havarie am Vordcrtheil in den hiesigen Hafen eingelaufen. _____________________________ t o ! a h L Gießen, 28. Januar. Die zweite Hälfte des Winters ist angebrochen und mit ihr kommt die Zeit der Tanzvergnügungen und des tollen Faschingsspukes. Abgesehen von den üblichen Concerten, kleineren Festlichkeiten und Eisvergnügungen, verlaufen die ersten Wintermonate in ziemlicher Stille und selbst bis in die Hälfte des Januar ist noch kein Platz für rauschende Lustbarkeiten. Mit einem Male aber ändert sich die Situation; der Ballsaal bildet nun fast ausschließlich den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, Prinz Earneval mit seinem lustigen Gefolge hält seinen Einzug und von den jetzt folgenden Wochen vergeht wohl keine einzige, in der nicht wenigstens einmal irgendwo getanzt wird. Die Vereinsvorstände haben die Hände voll zu thun, um die verschiedenen Arrangements zu treffen, und die tanzlustige Jugend sieht erwartungsvoll den kommenden schönen Tagen entgegen. Der Gedanke an die in Aussicht stehenden Bälle läßt die jugendlichen Herzen höher schlagen und manches junge Dämchen kann kaum den Abend erwarten, an welchem es sich, vielleicht zum ersten Male, in glänzender Toilette oder in anmuthigem Maskenkostüm auf einem Balle zeigt. So viel fröhliche Stunden die kommende Ballsaison der erwachsenen Jugend bringt, so viel Tage der Arbeit und Mühe verursacht sie den Ballmüttern, und bei all' diesen mitunter recht kostspieligen Vorbereitungen blicken am wenigsten heiter die Ballväter. Jedoch die Eltern wissen, daß es das Recht der Jugend ist, fröhlich zu fein, und deß- halb verschließen sie ihr nicht diese unerschöpfliche Quelle der Freude, die ja auch noch für sie gar viel des Amüsanten und Abwechselnden bietet und manche liebe Erinnerung an längst vergangene Tage weckt. Gießen, 28. Januar. Mehrere Studien einer strebsamen Künstlerin, welche durch flotte Manier und glückliche Farbengebung, die begabte Schülerin Gussow's erkennen lassen, sind in dem Schaufenster des Herrn Ferber ausgestellt, und erregen allgemein das lebhafteste Interesse. Wie wir vernehmen, beabsichtigt die junge Dame in unserer Stadt im Zeichnen und Malen Unterricht zu ertheilen. Gießen, 28. Januar. Gestern wurde eine Dienftmagd dahier verhaftet, weil sie ihrer Dienstherrschaft einen goldenen Ring entwendet hatte. Dieselbe hat außer diesem Ringdiebstahl, bei ein und derselben Dienstherrschaft, wo sie seit Weihnachten v. Js. in Diensten steht, bereits sechs kleinere Diebstähle ausgeführt, trotzdem sie jedesmal von ihrer Dienstherrschaft auf die strafbare Handlung aufmerksam gemacht und zur Besserung verwiesen wurde. [Sächsische Vieh-Versicherungsbank in Dresden.) Diese größte und beftsundirte aller Deutschen Vieh - Versicherungs - Gesellschaften hat auch im verflossenen 15. Geschäftsjahre trotz der bezahlten Massen-Schäden einen glänzenden Erfolg zu verzeichnen gehabt. Der Zugang an neuen Versicherungen und Prämien war wieder bedeutend größer als im Vorjahre und wurde die vermehrte Prämien-Reseroe durch beträchtlichen Ankauf von deutschen Staatspapieren mehr wie gedeckt. Sämmtliche Schädengelder sind wie seither prompt und in voller statutarischer Höhe den Versicherten direct durch die Post ausgezahlt worden. Durch die festen, billigen Prämien (ohne jeden Nachoder Zuschuß), welche in Raten ohne Zins-Zuschlag gezahlt werden können , durch die vorzügliche Finanzlage der Bank, sowie durch die schnelle und loyale Erledigung aller Geschäfts - Angelegenheiten hat sich das segensreich wirkende Institut auch der fortgesetzten Anerkennungen und Sympathien von Behörden, Großgrundbesitzern rc. zu erfreuen. Versichert waren bis ultimo 1887 132,636,787 Jt, sowie 2,669,146.30 «X an Schäden gezahlt. (Siehe heutiges Agenten-Gesuch.) Handel und Berkehe. Gießen, 28. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.80-0.85, Hühnereier pr. St. 7-8 Gänseeier St. 10—11 H, Käse vr. St. 4-8 Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen 30 H, Tauben per Paar 60 bis 80 Hühner per Stück X 1.00—1.40, Hahnen pr. Stück JL 0.90—1.50, Enten per Stück X 1.70—2.50, Gänse per Pfund 50—60 H, Ochsenfleisch per Pfund 58 bis 60 Kuh- und Rindfleisch 45—50 H, Schweinefleisch 54—60 H, Hammelfleisch 40 bis 60 H, Kalbfleisch 40—48 4, Kartoffeln per 100 Kilo X 4 00—5.00, Milch per Liter 12—18 H, Weißkraut Stück 5—10 H, Zwiebeln per Gentner X 8-00—10.00. n Special-Arzt für Geschlechts- u. Frauen- ■ g* Krankh.,Frankfurta/M.,Stiftftr.22 I. V Sprechft.tägl.v.10-1 u. 3-5 Uhr. [17 Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen- Aufgebote. Januar: 24. Robert Bernhard Moritz von Medewihsch, Schlosser dahier, mit Friederike Justine Misker Hierselbst. 26. Peter Hofmann, Erster Diener der Großh. l'anbe^uniuerfität dahier, mit Elisabeth Graf, Lehrerin zu Leipzig. 27. Johannes Häuser, Drechsler dahier, mit Christine Gerhard von Eudorf. Bheschtteßrrnge«. Januar: 21. Carl Friedrich Kliffmüller, schreiner von hier, mit Katharine Christine Elise Rusag Hierselbst. Geborene. Januar: 19. Dem Handschuhmacher Jacob Hengst ein Sohn. 19. Dem Schuhmacher Johann Karl Kühl ein Sohn, Johann Karl. 19. Dem Postassistenten Wilhelm Kammer eine Tochter. 21. Dem Kaufmann Jacob Kaan eine Tochter, Ottilie. 21. Dem Hülfslademeister bei der Main-Wesec-Bahn Heinrich Christ ein Sohn, Friedrich Karl. 23. Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter. 24. Dem Schlosser Ludwig Heinrich Debus ein Sohn. 26. Dem Tapezier Louis Stroh ein Sohn. Gewordene. Januar: 20. Karl Georg Eduard von Kreß, 57 Jahre alt, Großh. Landgerichtsrath dahier. 21. Andreas Dolp, 61 Jahre alt, Privatier dahier. 22. Hedwig Friedberger, 4 Jahre eit, Tochter von Kaufmann Max Friedberger dahier. 24. Gesrg Hugo Geisel, 8 Jahre alt, Sohn von Zugführer Morttz Geisel dahier. 25. Georg Blöder, 68 Jahre alt, Ackersmann von Uebernthal, Amt Herborn. 25. August Eickemeyer, 69 Jahre alt, Großh. Geheimer Baurath i. P. dahier. 26. Elisabethe Schleenbecker, 73 Jahre alt, ledig, Wäscherin dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 21. Januar. Karl Friedrich Kliffmüller, Schreiner in Gießen, und Rusag, Katharine Christine Elise, ledige Tochter des Weichenstellers Heinrich Rusag in Gießen. Getaufte. Den 22. Januar. Dem Fabrikant Adolf Zurbuch ein Sohn, Adolf Wilhelm, geboren den 17. October 1887. Denselben. Dem Fuhrmann Georg Lich ein Sohn, Wilhelm Philipp, geboren den 6. December 1887. Denselben. Dem Kaufmann Hermann August Müller ein Sohn, Hans Jacob Friedrich, geboren den 17. December 1887. Denselben. Dem Sattler Karl Bender ein Sohn, Karl Adolf Hermann, geboren den 30. November 1887. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Friedrich, geboren den 10. Januar. Denselben. Dem Schreiner Ludwig Becker ein Sohn, Wilhelm Ludwig Heinrich, geboren den 31. December 1887. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Lepper eine Tochter, Mathilde Anna Margarethe Elise, geboren den 4. Januar. Beerdigte. Den 22. Januar. Emanuel Weigel, Rentner aus San Franzisco, ledig, alt 60 Jahre, gestorben den 20. Januar. Den 24. Januar. Andreas Volp, Schreinermeister, verheirathet, alt 61 Jahre, gestorben den 21. Januar. Den 26. Januar. Hugo Geisel, Sohn des Zugführers Moritz Geisel, alt 9 Jahre, gestorben den 24. Januar. Zur Berichtigung wiederholt: Den 6. Januar. Anna Katharine Kraft, geb. Kraft, Wittwe des zu Griste verstorbenen Bahnwärters Conrad Kraft, alt 71 Jahre, gestorben den 4. Januar. An unsere geehrten Abonnenten. Wiederholte Beschwerden, welche in den letzten Tagen uns kund wurden, veranlassen uns, die geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten, jede Unregelmäßigkeit der Austräger uns mit kurzer Notiz gefl. direct zu melden. Nur dadurch sind wir in Stand gesetzt, Abhilfe zu schaffen. Die Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten zu bringen und nicht, wie vielfach zu geschehen scheint, auf Treppen und Fluren abzulegen. Die Expedition de» „Gießener Anzeiger". Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. > Betreffend: Die Ausführung des Bauunfallversicherungsgesetzes vom 11. Juli 1887. Unter Bezugnahme auf das Ausschreiben Großherzoglichen Kreisamts j Gießen vom 24. vorigen Monats in Nr. 303 des „Gießener Anzeigers" und die daselbst veröffentlichten Bekanntmachungen fordern wir alle diejenigen Personen, welche danach zur Einlieferung der geforderten Nachweise verpflichtet erscheinen, auf, diese Nachweise pro Januar d. I. unter Angabe der verwen- < beten Arbeitstage und der verdienten Löhne oder Gehälter auf dem vorgeschriebenen Formular bei Vermeidung der im Gesetz angedrohten Ordnungsstrafe bis längstens 3. Februar l. Js. an uns abzuliefern- Wir bemerken, daß zur Einlieferung dieser Nachweise verpflichtet erscheinen: a. alle Privatpersonen, welche Vauarbeiten nicht gewerbsmäßig als Unternehmer, d. h. für ihre eigene Rechnung ausführen laffen, d. diejenigen, welche Arbeiter bei dem Ofensetzen, Tapezieren, Stubenbohnen, Anbringung, Abnahme und Reparatur von Wetterrouleaux rc. beschäftigen und c. diejenigen Bauhandwerker, welche Bauarbeiten ausführen, die zu ihrem gewerbsmäßigen Betriebe nicht gehören. Gießen, 28. Januar 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 806 A. Bramm. Holzversteigerung. Mittwoch, den L. Februar L I-, sollen in dem lilbacher Gemeindewald, District Roderde, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 48 Eichen-Stämme von 16 bis 48 cm Durchmesser, 4 bis 13 Meter Länge, enthaltend 22,67 Festmeter, 164 Nadelstämme von 12 bis 37 cm Durchmesser, 10 bis 16 Meter Länge — 36 Festmeter, 1049 Nadel-Derbstangen von 8 bis 12 cm Durchmesser, 7 bis 15 Mtr. Länge — 70,34 Festmeter, hauptsächlich zu Maurer- und Weißbinder - Gerüststangen sehr geeignet, 539 Nadelreisigstangen, 5 bis 7 cm Durchmesser, 5 bis 10 Meter Länge = 9,82 Festmeter, 20 Raummeter Eichen - Werkscheit I. Qualität Küfer- und Glaserholz. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9V3 Uhr an der Kreisstraße Albach- Oppenrod in oben genanntem District. Albach, am 26. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. 791 Zur Beachtung! Wegen Chaussirung einer Strecke ist der directe Weg von Hausen nach Steinbach, soweit in der Gemarkung Hausen gelegen, für einige Zeit unfahrbar, und darum bis auf Weiteres für Fuhrwerk in dieser Richtung der Weg über Garbenteich zu nehmen. Hausen, am 27. Januar 1888. Großh. Bürgermeisterei Hausen. Dern. 801 Montag, den 30. d. Mg., versteigere ich gegen Baarzahlung: a) Nachmittags 2 Uhr in meinem Bureau: Kleiderschränke, Kommode, Tische, 1 Parthte Wanduhren, 1 Ladeneinrichtung, Sopha's, Küchenschränke, Stühle, 1 Parthie Kacheln, Ecken, Sockel, Gitter, Gesimse zu Porzellan- Oefen: b) Nachmittags 3’/» Uhr Blockstraße 2: 1 Sopha, 1 Sviegel, 1 Verticow. Gießen, den 28. Januar 1888. Bühner, 804 Gerichtsvollzieher. Zieilgeöotenes. Kieler Sprotten pr. 2*/«-Ko.-Kiste, ca. 200 Stück JL 2 - pr. 2 Kisten 3.50, pr. 4 Kisten JL S.- zollfrei und franco vr. Bostnachn. empfiehlt E. H. Schulz, 779 Altona bei Hamburg. 807 Ein Pferd, 7 Jahr alt, Rappen, gut eingefahren für Oeconomie u. Chaise, ist Verhältnisse halber preiswürdig abzugeben bei Ludwig Schäfer in Lützenlinden. von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhe'm aus gradirter Soole dargestellt, ausg• • *>em Markt in Gießen- Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. c6. qKüHu, Seocfväl xvÄwc ■VOM. oL S. & ß'Gfva.fcOl, JCannovet. StzankeMkasscn-eftüctvev Otto- u. 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Lieferung für ganze Gesellschaften zu ganz besonders billigen Preisen; auch fertige ich Garderoben nach Maß. 367 Zur Stadt Marburg. Sonntag, den 29. Januar: Ooücert» Anfang 4 Uhr. Entröe frei. 799 G. Todt. Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 40/0 Russen Oblig. 4% unif. Egypter Oblig. verkehrte heute recht fest. Renten-Bruchtheile höher. Deutsche Bahn- Actten steigend. ____________________ , Der heutigen^NH^iegt der Jahresbericht des ^Allge- meinen Vereins für Armen- und Krankenpflege" pro 1887 bei. 4% Preußische Consols 3Va% do- 4% Nassauer Oblig. 4% Bayerische Oblig. 4o/o Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 100 90, neue SWVo do. 41/30/0 Franks. Landwsch. Creditbk.- 4o/o Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. O*/2% d0- 5% Buderus Oblig. 107.10 31/2°/o Solms-Braunf. Oblig. — 9400 101 20 4% Gießener Oblig. — — 102.90 4% Oesterr. Goldrente 88.40 105.90 4*/5°/o Oesterr. Silberrente 64.80 104.80 5% Portugiesen Oblig. 95 50 106.00 Darrnft. Bank-Actien 137.00 102.20 Geldforten. 97.30 20 Francs-Stücke 16.10-16.14 103.00 do. in */, 16.08-16.12 102.10 Engl. Souvereigns 20.27—20.31 97.20 Dollars in Gold 4.16-4.20 140.00 Disconto-Com.-Antheile 191.80 86.00 Laura-Actien 90Vi 77.92 4% Ungar. Goldrente 78.40 75.00 5®/0 Gemischte Russen 91.90 lUinlerh’ll. Samstag den ck. Febr., Abends 8 Uhr, hält der Verein sein diesjähriges Winterfest in Stein'S Lokalitäten ab, wozu die Mitglieder hierdurch freundlichst eingeladen werden. Das Programm, nach welchem u. A. Turnen. Theater, Gesänge in Quartetts und Solis, sowie Aufstellung von Pyramiden und lebenden Bildern zur Ausführung gelangen, enthält 20 Nummern, und wird dasselbe im Saale ausgegeben werden. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten gestattet. Verheirathete Mitglieder haben das Recht, ihre Familienangehörigen außer erwachsenen Söhnen, unverheirathete Mitglieder eine Dame einzufübren. [308] Der Vorstand. Wermietyungerr. 789 Ein kleines Logis zu vermiethen. _____________________Ederstraße 19. 776 Zwei gut möbltrte Zimmer zu vermiethen. H. Schnell, Brandgasse 3. 777 Eine Wohnung, bestehend aus 6 Zimmern mit allem Zubehör und Gar- tenantbeil zum 1. April an eine ruhige Familie zu vermiethen. __ Frau Körner (Körner's Garten). 796 Ein Logis zu vermiethen. ___Bahnhofstraße 32. 793] 1. Stock im Hinterhause pr. Febr. zu vermiethen W. Ferder, Ltndenplatz. 802 Kleine möblirte Stube zu ver- miethen.Weidengasse 12. 392 Zum An- und Verkauf von Möbeln, Betten und allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln, sowie zur Vermittelung aller sonstigen Geschäfte halte mich bestens empfohlen. H. Werner. Gottesdienst der Methodistengemeinschaft. Wolktngasse 24. 795 Sonntag Abend 6 Uhr. Freitag „ 8 Uhr. Jedermann ist freundl. eingeladen. Der Gesangs-Komiker. Ausgewählte Couplets, Duette, Soloscenen rc. mit Pianoforte-Be- glertung. 21 Bände (Bd. 18—21 neu) K Bd. 1 Jnhaltsverzeichniß gratis und franco. 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