Nr. 200 Dienstag den 28. August 1888» Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Vureaur Schulstraße 7. Politische Rundschau. Gießen, 27. August. In den letzten Tagen fand am Berliner Hofe eine kleine Vereinigung von Mitgliedern der dänischen und griechischen Königsfamilie statt. König Christian von Dänemark, begleitet von seinem Bruder, Prinz Hans, war, von Wiesbaden kommend, am Freitag Abend zum Besuche der kaiserlichen Familie in Berlin etngetroffen. Hier wurde König Christian u. A. von seinem Enkel, dem Kronprinzen Constantin von Griechenland, begrüßt, welcher seit einigen Tagen wieder in der deutschen Reichshauptstadt weilt. Am Samstag langte dann auch König Georg von Griechenland, auf der Heimreise von Rußland nach Athen begriffen, in Berlin an, wo er im H-tel du Nord Absteigequartier nahm, während König Christian und Prinz Hans als Gäste Mlsers Kaisers im königlichen Schlosse Wohnung nahmen. Am Sonntag trennten sich die hohen Verwandten und reisten die dänischen Herrschaften nach Wiesbaden zurück, während der griechische Monarch die Heimreise fortsetzte. Schon in dieser Woche wird abermals hoher Besuch am Berliner Hofe erwartet, indem am 30. d. M. der König von Schweden zur Theilnahme an den Tauffeierlichkeiten in Potsdam in der Reichshauptstadt erwartet wird, außerdem ist für nächste Woche die Ankunft des Generalissimus der österreichischen Armee, des Erzherzogs Albrecht, behufs Theilnahme an den preußischen Manövern, in Berlin angekündigt; späterhin wird auch Großfürst Nicolaus der Aeltere in Berlin zum gleichen Zwecke etntreffen. . Von den angekündtgten Besuchen Kaiser Wilhelms an mehreren deutschen Höfen dürfte nunmehr derjenige amsächstschenHofe zuerst zur Ausführung gelangen. Der Kaiser gedachte beute Vormittag in Dresden etnzutreffen. Die kaiserlichen Prinzen haben ihren Sommerausenthalt in Oberhof beendigt und sind mit ihrer Begleitung am Samstag nach Potsdam zurückgekehrt; den Prinzen soll die kräftige thüringer Waldluft vorzüglich bekommen sein. Die preußische Bischofsconferenz wird, entgegengesetzt allen hierüber im Umlauf befindlichen Gerüchten, auch in diesem Jahre und zwar schon in den allernächsten Tagen, in der Zeit vom 28. bis 30. August stattfinden. Wie immer, so kommen die preußischen Ktrchenfürsten auch diesmal am Grabe des Heiligen Bonifactus, in der alten Bischofsstadt Fulda zusammen; über das Programm der diesjährigen Confer enz-Verhandlungen ist noch nichts Zuverlässiges bekannt geworden. Die Friedrichsruher Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und Herrn von Bennigsen bilden noch immer einen Concentrationspunkt für die innerpolttischen Betrachtungen der Blätter. Jetzt melden die als halbofficiös geltenden „Hamb. Nachr. , es sei zwischen dem Fürsten Bismarck und dem nationalliberalen Parteiführer über Wahltaktik und Cartellangelegenheiten verhandelt worden, wenigstens in der Hauptsache, aber von Uebernahme eines Diinisterportefeuiües durch Herrn v. Bennigsen sei ebensowenig die Rede gewesen, wie von seiner Candidirung zum preußischen Abgeord- netenhause. Es unterliege keinem Zweifel, daß Herr v. Bennigsen in voller Ueber- einstimmung mit dem Kanzler die Nothwendigkeit der Aufrechterhaltung des Cartells anerkenne und in dieser Richtung seinen politischen Einfluß geltend zu machen entschlossen sei. — Hoffentlich wird aber nun endlich die Dtscussion über die Friedrichsruher Reise des nattonalliberalen Parieichefs geschlossen werden. Der Zusammenkunft zwischen dem Reichskanzer und dem italienischen Ministerpräsidenten Crispi in Friedrtchsruh ist fast auf dem Fuße eine zweite bedeutungsvolle Diplomaten-Begegnung gefolgt, diejenige des Herrn CriSpi mit dem Grafen » Kalnoky, dem Leiter der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns. Am Samstag trafen beide Staatsmänner, Herr Crispi von Karlsbad, Graf Kalnoky von Wien kommend, in Eger zusammen, woselbst vor zwei Jahren Bismarck, Kalnoky und Giers, der leitende Staatsmann Rußlands, zusammentrafen. Daß die Begegnung Crispi s mit dem österreichischen Minister des Auswärtigen derjenigen des italienischen Staatsmannes mit dem deutschen Kanzler so rasch gefolgt ist, deutet genugsam auf den innern Zusammenhang beider Ereignisse hin und man kann demnach die Dtplomaten-Entrevue von Eger als eine vollwichtige Ergänzung der Conferenzen von Friedrichsruh betrachten. Die Besprechungen Crispi's mit dem Fürsten Bismarck und dem Grafen Kalnoky besiegeln aufs Neue die vollständige „Entente" der drei verbündeten Reiche, Deutschland, Oesterreich und Italien, und alle Friedensfreunde können sich dessen nur freuen, gleichviel, welche Folgen die Zusammenkünfte von Friedrichsruh und Eger noch aufweisen werden. Daß gerade gleichzeitig mit diesen Ereignissen der Befehl des französischen Marineministers nach Toulon zur sofortigen Mobilisirung der Mittelmeerflotte gelangt ist, Hat nicht verfehlt, allerhand neue beunruhigende Gerüchte über die Spannung zwischen Frankreich und Italien entstehen zu lassen. Indessen handelt es sich nur um ein bestimmtes Manöver der französischen Mtttelmeerflotte, durch welches festgestellt werden soll, innerhalb welcher Zeit die Flotte für den Kriegsfall acttonsfähig gemacht werden kann. Das Wiener officiöse „Fremdenblatt" sagt anläßlich der Entrevue Kalnoky's mit Crispi: Weder in Friedrichsruh noch in Eger sei man aus dein Rahmen der Friedenspolitik herausgetreten. Es dürfe daher auch die Zusammenkunft von Eger mit jener Genugthuung begrüßt werden, welche den Friedensfreunden eine erneute Bekräftigung eines zum Schutze des europäischen Friedens geschlossenen Bundes gewähre. Herr Crispi dürfte alsbald nach seiner Begegnung mit dem österreichischen Minister die Heimreise nach Italien angetreten haben, da angeblich verschiedene Vorgänge der inneren Politik seine Anwesenheit in Rom dringend nothwendig erscheinen lassen. Ob Graf Kalnoky nun noch nach Friedrichsruh gehen wird, ist vorläufig wieder unsicher geworden und in Berliner politischen Kreisen will man denn auch schon wissen, daß diese Reise, als überflüssig geworden, wieder aufgegeben sei. Das Ableben des ungarischen Unterrichtsministers v. Trefort macht die anderweitige Besetzung des ungarischen Unterrichts- und Cultusmtntstertums nothwendig. Indessen wird die Frage der Neubesetzung dieses wichtigen Ressorts vorerst in der Schwebe bleiben und vermuthlich erst nach Eröffnung der ungarischen Reichstagssesfion ihre Erledigung finden. Erfreulich nehmen sich die letzten aus Südafrika in London eingegangenen Nachrichten aus. Ihnen zufolge ist Dtnizulu, der bekannte rebellische Zuluhäuptling, mit zweien seiner Unterbefehlshaber und einer größeren Anzahl Vieh von den Boers gefangen genommen worden und sollen Dinizulu und seine Gefährten von den BoerS bereits an die englischen Behörden ausgeliefert worden sein. Vorerst tritt diese Nachricht allerdings nur gerüchtweise auf, so daß ihre Bestätigung noch abzuwarten bleibt. Lokales. Gießen, 27. August. Da die Tage bereits bedenklich kurz werden, so erscheint es nicht unangebracht, auf das Urtheil htnzuweisen, welches das Retchsge^chr bezüglich der Verpflichtung der Hauswirthe zur Treppenbeleuchtung am 14. October 1886 gefällt hat. Hiernach ist ein Hauseigenthümer, welcher Mtether in feinem Hause aufnimmt oder auf andere Weise einen Verkehr in seinem Hause herstellt, verpflichtet, die Fluren und Treppenaufgänge, welche nach ihrer Beschaffenheit im Dunkeln jeden Passanten die Gefahr aussetzen, sich zu beschädigen, bei eintretender Dunkelheit so lange zu beleuchten, als der Verkehr im Hause stattfindet. Treten in Folge mangelhafter Beleuchtung Unglücksfälle ein, so haftet der Hauseigenthümer für dadurch entstehenden Schaden. — (Turnerisches.) Auf dem gestern in Mainz abgehaltenen mittelrheinischen Turntage wurde beschlossen, das nächste 18. Mittelrheinische Turnfest im Jahre 1890 in Koblenz a^bzuhaltem Heuchelheim und Wreseck abgehaltenen Kirchweihfeste waren trotz des wenig einladenden Wetters von hier aus stark besucht. — Der Regenbogen, welchen man gestern Abend nach W Uhr beobachten konnte, zeigte seine Farben in solcher Pracht und Fülle, daß sich die bekannten „ältesten Leute" nicht erinnern konnten, je Schöneres gesehen zu haben. Gießen, 27. August. Vorgestern entstand in einem Hause der Bahnhofstraße dadurch Feuer, daß ein in der Wohnung sich allein befindliches 2*/2 Jahre altes Kind die auf dem Tische stehenden Streichhölzer ergriff, damit spielte und dabei die Fenstervorhänge anzündete. Das Feuer konnte bald gelöscht werden. — Ein Rangirer verunglückte am vergangenen Samstag auf hiestgem Bahnhof dadurch, daß er auf das Trittbrett eines im Gange befindlichen Zuges sprang, dabei ausglitt und mit dem einen Arm unter die Räder kam. Ob eine Amputation des Armes nöthig wird, ist noch unbestimmt. Gießen, 27. August. Von unbefugter Hand wurde tn der Gemarkung Lang- Göns ein Kornhaufen in Brand gesetzt. Behufs Augenscheineinnahme begab sich heute Morgen das Gericht nach Lang-Göns. ± — Der in voriger Woche verhaftete, eines Sittlichkeitsvergehens verdächtigte hiesige Einwohner ist wieder aus der Haft entlassen worden. p mlschland. Berlin, 25. August. Der Kaiser hat den König von Dänemark zum Chef des thüringischen Ulanenregiments Nr. 6 ernannt. £ Är ,, München, 25. August. Der Kaiser von Oesterreich ist heute früh hier eingetroffen und von der Prinzessin Leopold und der österreichischen Gesandtschaft am Bahnhofe empfangen worden: derselbe begibt sich morgen nach Kreuth. — Der König von Portugal ist heute nach Nürnberg abgereist. — Crispi traf, von dem italienischen Gesandten empfangen, gegen 8 Uhr von Eger hier ein und reiste 8 Uhr 50 Min. nach Mailand weiter. Außkand. Petersburg, 25. August. Die Kaiserin ist heute Nachmittag 2 Uhr mit dem Großfürsten - Thronfolger und der Großfürstin Xenia zu einem Besuche der Herzogin von Cumberland nach Gmunden abgereist. _______________ Der Besuch der Theilnehmer des internationalen Binnenschifffahrts- Congrrsses in Main; und Gustavsburg. ii. Mainz, 25. August. Nach Besichtigung der städtischen Sammlungen, des Centralbahnhofes und des Domes fanden sich gegen 2 Uhr in der prächtigen Stadthalle die Congreßmitglieder zu dem von der Mainzer Handelskammer gegebenen Gabelfrühstück ein. In dem riesigen auf das Reichste geschmückten Hallenraum waren neun Längstafeln und eine Quertafel aufgestellt, an welchen zwischen 500 und 600 Personen Platz genommen hatten. Die Plätze an der Quertafel waren für das Präsidium des Kongresses, Vertreter der Regierungen, staatliche und städtische Behörden, sowie sonstige illustre Gaste reservirt. Nach dem ersten Gang eröffnete Stao^sminister Finger von Darmstadt den Reigen der Toaste, um sein Glas auf den deutschen Kaiser und den Großherzog zu leeren. Herr Finger gedachte hierbei des Zweckes des Binnenschiffsahrtcongresses und der Entwicklung, welche Mainz in den letzten Jahrzehnten genommen, wobei er betonte, daß Mainz seine Entwickelung lediglich seiner eigenen Kraft und Initiative zu verdanken habe. Handels- kammerpräsident Geheimer Commerzienrath St. C. Michel trank hierauf auf das Wohl der Mitglieder des Binnenschifffahrtscongresses. In französischer Sprache brachte den nächsten Toast Herr Carlier, Inspecteur general des ponts et ohauss^es, von Havre auf Handelskammerpräsident Geh. Commerzienrath St. C. Michel aus. In ungeschminkten und von Herzen kommenden Worten feierte der Redner die zu erwartenden Zeiten, in welchen rote in Handelsbeziehungen auch in politischer Beziehung die Eintracht der Nationen einkehre. Ein Trinkspruch eines Herrn aus Oesterreich, dessen Namen rote Worte Ihrem Referenten unverständlich geblieben sind, folgte noch ein launiger Toast des Oberbürgermeisters vr. Oechsner, der auf den Binnenfchifffahrtscongreß trank. Mit den Reden und Toasten war auch die Tischkarte beendigt und Böllerschüße verkündeten, daß die Zeit zu der pibce de resistance der ganzen Feier, der Rheinfahrt^ gekommen war. Konnten die Frankfurter Congreßmitglieder ihren Aerger darüber, daß wir Mainzer von dem Wetter so begünstigt, schon am Morgen schlecht verhehlen, so waren sie über den Himmel um so ungehaltener, als bei dem Austritt der Festversammlung die zahllosen Flaggen und Wimpel der Festschiffe in Hellem Sonnenschein lustig flatterten. Es war ein Wetter, wie man es für eine Rheinfahrt nicht schöner denken kann. Unter klingendem Spiel ging es bann auf die Schiffe rmd unter Böllerschüssen setzte sich die aus etwa 20 großen und kleinen Dampfern gebildete Flottille tn Bewegung. Es war ein prächtiges Bild! Heller Sonnenschein, auf beiden Ufern unb der Brücke viele Tausend Menschen, alle Gebäude festlich geschmückt, dazwischen unzählige bunt beflaggte Fahrzeuge aller Großen und dabei auf allen Schiffen heiteres fröhliches Leben. Mit halber Kraft fuhr die Flottille stolz den Rhein hinab, „allenthalben von Böllerschüssen begrüßt und ebenso fleißig in gleicher Weise dankend. Unterhalb Eltville Vermischtes. Stockheim, 24. August. Die Arbeiten an der Nebenbahn Stockheim-Gedern smd nunmehr so weit vorgeschritten, daß die Strecke am 20. September d wie bestimmt verlautet, in Betrieb gesetzt werden kann. * 'x5v △ Mainz, 26. August. Bei den Festlichkeiten aus Anlaß der Anwesenheit der Teilnehmer an dem Binnenschifffahrts-Congreß hier wurde am Abend einer Frau im Gedränge von einem Langfinger das Portemonnaie aus der Tasche gezogen Dhnp den geringsten Anhaltspunkt denuncirte sie einen in ihrer Nähe stehenden anständigen Herrn als den Dieb und mußte sich derselbe der Widerwärtigkeit einer Verhaftung aus" Ich-N. Die voll-Unschuld bes Herrn war leicht zu ermitteln unb hat sich nun Krau wegen ihrer leichtfertigen Denunciatian vor Gericht zu verantworten $ 8 „ , “ Zwei Insassen des hiesigen Spitals, welche wegen verschiedener Eigenthums- vergehen nach ihrer Genesung eine gerichtliche Untersuchung zu erwarten hatten zogen Wege°^u gehen * na‘6tIi*eä Entweichen aus der Krankenanstalt aus dem „ Aus Rheinhessen, 26. August. Gelegentlich der Manöver wird am September unser Grohherzog sammtliche an dem Manöver thellnehmende Stabs- älttn Post Änftabt“ statt.““ *** Der’ammEtn- Die Festtafel findet in der ben Hals -ntt-ibtt W M ei" jähriger Mann mittelst eines Schnittes in bogen die Schiffe links in die „Große Gieß" ein, um unterhalb Oestrich Kehrt iu machen und durch die „Kleine Gieß" stromaufwärts zu fahren. Inzwischen war die Dunkelheit heretngebrochen und die Beleuchtung der Villen und Gebäude auf beiderseitigen Ufern nahm ihren Anfang. Ein schönes Bild zeigte sich da dem Auae das ®.ie Aongreßmitalieder rrtcht wieder,sobald vergessen werden. Kurz vor 10 Uhr langten die Schiffe wieder^ in Mainz an, — zu früh um sich von dem herrlichen Strom zu trennen und zu spät um noch die weiteren Veranstaltungen mttzumachen. Nack 10 llbr entführte der Zug Mainz die Gäste. v f“mc£ Schutzvorrichtungen gegen die Unbilben ber Witterung °und bie V°llkomn,-nb^ der Babe- unb namentlich ber Jnhalationsanstalten haben bas erfreulidte N-Inttot «geben, baß trotz bet ungünstigen Witterungsverhältnisse wenig Störungen durck «? j» ÄS'JifÄSÄ’SiS - Ä- SttSW"*1 ”"b' ■" StahlinbusM?ller Helles °siL"L Ro^lb Vereins beutscher Eisen- unb schließlich Luremburgs) im Mona/ Huli- ! "‘«J* (ein= SsBäSSS» $«ia6nreP"bUC,rtTonnen gegen 2,174^556 Tonn^im'gleichenZeitL/d^ Elisab-ch^g-bor-n^bmA Jul7 3inn^‘e&« 3°h°nnes Zufall eine Tochter, Helen- Luise, geboren^ben D-Echn-iber Jakob Müller eine Tochter, Anna Katharine Henriette Elisab-ch^g-bor-n ^^ Dachdecker Karl Kornbörser Zwillingstöchter, Marie und geb0ren®bennC2dn3n®Cm S'ta6enwärter Ludwig Kreiling ein Sohn, Jakob Heinrich, g-h°r-n^ben°2U Äprtk°‘ ®i,cnbte»er Reinharb Krause eine Tochter, Anna Katharine, Karoliitt,^geboren dm"^Jutt'““‘ ®etn einc Tochter, Elise Katharine Marie g-boren^benE Aug^" 6d,l°ff. äIä"! *■“»«* Äft Stt ÄS“ «*• Eingesandt. ! h°t, Ä Är=nB Steffi*7/aS&'EffiSSM'VäU?ftanben Achtung Aller zu erringen. Herr Pfarrer Äabn mir^ m ^, allgemeinste feiner neuen Pfarrei - Ockstadt in der Wetterau Ufe b?fcr Mache nach wirb, wie bekannt, Herr Dr. @[Yoon $i«nb tm tr7k[tine Stelle die katholische Gemeinde Gießen ihren S-efiora» d e in k3,mbfm Scheidenden verliert Hierseins mit unendlicher Ausdauer und Sorgfalt fn"iRid>alön Zeitraum seines b«in treuer Liebe bei feiner &%£*‘big'5Ä‘uäfpS wollen mir all' das, was durch Herrn Radn rJ tpat* aufzahlen darauf Hinweisen wollen wir, daß er die katholische ~ abcr doch Außenwelt erfahren hätte, hülfreich zur Seite oesianÄ"' bc?cn daß es die missen. Wie sehr Herr Pfarrer Ra werden ihn schmerzlich ver- das sah man so recht deutlich bei de/vor roentaen uni •0Ce^rt 25jährigen Priesterjubiläums, an der die aanre ftattgehabten Feier seines das konnte man aber am Deutlichsten freudigsten Antheil nahm, als H-rr Raby Absch^^7on^W^LeÄd^na^^',?.b7 7«rch-wahrn-hm-n Wort Scheiden, bart für b°n ©ebenen Ter Ää b°rt°? Wort, bas theuer geworden ist, der die £>eunath ' die ßt?nJ8^4-^Da§ Ifcb und Schaffens, seine ihm so liebgewordene ctnc-S unitlichen Wirkens und - kreise Neues und Segensreiches zu fcbaffen^ uFh hnVt fü? ^em neuen Wirkungs- Schetdenden den geliebten Pfarrer und Lebrer"den^^m^^ ^e'&enJen/ die in dem der in bewegten wie freudtgen Taaen Rathgeber und Freund, Kein Auge blieb bei der gestFig"n A^ckiedsFredi^Ää« ihnen gestanden, verlieren, ung bem Sch-ib-nd-n s-Ibs g7htz S* roVe,P?bc di- Trenn- BI« - ________ü. Landwt-thschaftlich« Nachrichten. (Nachdruck verboten.) geschrotete gute ^en^ffikbertäuTrn^ebr bttnlich^ten viett' S"“»,1“®1' ?a6 baä Futter vorzuziehen ist so kommt dock F b^m gedampften schickt sich nicht für Alle ! Vi7lfach wttd dL P rdm Sckrot das burchaus zu tadeln ist. Alle Pferde, die ein schlEes Gedi^^' V-rtahrcn, ihnen die Futteraufnadme ru crleirhtem mit äTLJ* ^cbtB haben, mögen, um Thier- werben -K N bie ■9ci\nb-c' iün9ere ZZNZMZW?WM sich sogar Darmkrankheilen ein^ Also weg mit dem^ck"rot"Ä “nb ^afer siellen oder in solchen Zeiten, in denen die Ar bett br3n^,^h ’ es an alte Pferde zum Fressen gelassen werden kann, gegeben wir? so sollt " Dt^^u6e sondern immer mit langem Häcksel vermisckt imh mSft « Cdc "ie allein und trocken, damit ber Schrot sich nicht kleisterartig zus^mmcnb7lltt elnBcfcutblet 0'8eben »«bett, Schiffsnachrichten Schnelldampfer 15. August von Bremen und am 16 f.n 5”men - »eI*« am d°ut° 7 Uhr Morgens wohlbehalten in N-wyort anfckomm7n "dgegangen war, ist Main, ,[TuCßmtrÄS^ D« Postbampfer 8. August von Bremen abgegangenwar' ift^h^ute 'crn,eld,er anx Baltimore angekommen * ^cutc vormittag 9 Uhr wohlbehalten in Universttitts -«hronik. ----- «tebigten Prosesiu7ber1^ durch den Tob Rühl-'s hier sind vorgeschlagen Lieb ermeister-Tubinaen^R^aÄ^"^^"stchcn Klinik Zum Gedächtnis Pros. Rühles ft a n fdne ©Tmer h8,n «>ftc8en 'k C u 1P e 5Äid- I Klinik eine Büste bes Verewigten auf $ bcn R-um-n ber mebicinischen j aus K^gÄ-rgMbPNs°W- Nlittrt?" Uni°°rst.-tt Straßburg hat ve. Hensel ®te Akademie Lausanne wirb in -in- Universität umgewandelt werben. Literarische-. , —-.Tüe „Stütze der deutschen Hausfrau" kann man mit Recht das in wenigen Wochen seinen 6. Jahrgang beendende praktische Wochenblatt HauS* •nennen. Denn in seinen Spalten wird sozusagen Alles erörtert und eingebend in leicht faßlicher Weise besprochen, was einer Hausfrau zu wissen Noth thut. Pädagogische und hygieinische Winke werden ertheilt, Anleitung gegeben zur Krankenpflege, zur Gärtneret, Geflügelzucht, zur Toilettenherstellung, zum Kochen, Waschen, Bügeln, zur Sparsamkeit und klugen Einstellung, zum Kochen, Waschen, Bügeln, zur Sparsamkeit -und klugen Eintheilung und Ausnutzung der Zeit u. s. w., kurzum mit einem Wort: das Blatt ist das in schwarzen Lettern verkörperte Recept zu einer gesunden, fröhlichen Lebensanschauung, Moral und Weisheit. Daneben gedeiht auch die Pflege des Idealen. Herzige Erzählungen wechseln mit sinnigen Gedichten, belehrenden Aufsätzen u. a. m. ab. Gelegentliche Preisausschreibungen endlich verleihen dem Blatte von Zeit zu Zeit erhöhten Retz. Wir empfehlen daher auf's Beste die Zeitschrift „Fürs Haus", die wie wenige geeignet ist, der Frauenwelt eine sichere Führerin zu sein und ihr als hülfs- beretter Schutzgeist in inneren und äußeren Bedrängnissen treu zur Seite zu stehen. 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September: Troubadour. Große Preise. Montag den 3. September: Walküre. Außer Abonnement. Große Preise Schauspielhaus. Große Prette^^ 28'2lu0uft* Soethe's Geburtstag. Iphigenie aufTauris. m-,.»t-^ltwoch den 29 August: Neunte Vorstellung im Cvclus elassischer Dramen Neunte Vorftellung im Sonder-Abonnement. Julius Cäsar. Kleine Preise. Neu b0 ?ugust: Abschiedsvorstellung des Herrn Ellmenretch. Neu etnstudirl. Die Karls sch ul er. (Schiller: Herr Ellmenretch.) Große Preise Freitag den 31. August: Der lustige Krieg. Große Preise. WnÄ'Ä $‘e ,5riIle' ^°ndry: Herr W-lln-r als Große Pi-Ec."8 bC" September: Roman eines armen jungen ManneS. ».^Montag den 3. S-pt-mb-r: Zehnte Vorstellung im Cyclus elassischer Dramen. Zehnte Vorstellung im Sonder-Abonnement. Macbeth, Kleine Preise. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr t Luft 18, Wasser 14V2 Gr. Gießen, den 27. August 1888.________ Rübsamen. Grummttgras- Vkrsteigerungen. Das diesjährige Grummetgras von den Domanialwiesen wird versteigert. 1. Donnerstag d. 30. August, Bormittags 9 Uhr, bei Wirth Rabenau zu Alten-Buseck aus der Gemarkung Alten Buseck. 2. Freitag den 31. August, Vormittags 9 Uhr, in der Wirthschaft von Gg Dorfeld Wittwe zu Wieseck aus der Gemarkung Wiefeck. * 3. Freitag den 31. August, Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Leib im „Philosophenwald" aus der Gemarkung Gießen. Gießen, den 25. August 1838. Großh Obersörsterei Gießen. _____________Block. 6839 Orrrmmetgras- Versteigerung. Das diesjährige Grummetgras von Aeiherrlich von Nordeck zur Rabenau'fchen Wiesen und Gärten soll Donnerstag, den 30. d. M., in Abteilungen versteigert werden, nämlich: 1) Vormittags 11 Uhr von 15 Morgen in der Gemarkung Alten-Buseck, 2) Nachm. 1 Uhr von 2V3 Morgen in der Gemarkung Trohe. Rabenau, den 25. August 1888. Der Rentmeister: 6861_____________Schmidt. Donnerstag den 30. August, Nachmittags 2 Uhr, wird im Carl Punge'schen Local, Bahnhofftratze 26, der Rest der Glas- und Porzellanwaaren, wobei insbesondere noch schöne Tassen, Biergläser, Bier- u- Weinservice, feine Blumenvasen, Wandteller, Fischplatten u. s. w-, sowie einige Reale, einthür. Kleiderschrank, Bilder, Tisch, Stühle, Waschbütten rc. versteigert. Hoffmann, o832__________________Konkursverwalter- Dienstag, d. 28. August, von Nachmittags 2 Uhr an, werden wegzugshalder in der Wohnung des Herrn Restaurateur Stein, Seltersweg 79, nachbenannte Gegenstände meistbietend versteigert, nämlich: 2 Betten, 1 Copba, runder Tisch, Stühle, einthür. Kleiderschrank, Waschkonsole, Bilder, Gartenbänke, vier Malter neue Kartoffeln, Bier- und Weingläser, Flaschen, Parthie Liqueure und Weme, Küchen- und Hausgeräthe, Fässer rc. rc. Im Auftrag: _w. l^ouis Rothenberger, "774 Taxator. 206 bat das gestickte Sophakiffen gewonnen. Allgemeiner Anzeiger. i Bekanntmachung. Vom 1. bis 20. k. Mts. wird für Gießen die Erhebung der directen 1 feuern und gleichzeitig der Tilgungsrenten vorgenommen. Die folgenden ■ o Tage sind für die auswärtigen Erhebungen erforderlich. j ______________Großherzogliche Districts'Einnehmerei Gießen I. : Versteigerung von Ladeneinrichtung undTöbeT Mittwoch de« 29. August, Nachmittags von 2 Uhr an, I werden rm Auftrag der Retter'schen Erben nachbenannte Gegenstände 1 meistbietend versteigert, nämlich: 2 Theken, verschiedene große Reale, 1 Stehpult mit Briefreal, 1 Leiter, GaSeinrichtung, 2 Ladenspiegel und mehrere Rouleaux, ferner mehrere Cowmoden, Sopha s, Büchergestelle, 2thür. Kleiderschrank, mehrere Betten und andere Möbel. Im Auftrag: nQKQ Louis Rothenberger, , „58________________ Gerichtstaxator._________ Ausverkauf” Wegen Umzug in das von mir gekaufte I. C. Retter'sche Haus am Kreuz verkaufe, um zu räumen, sämmtliche Waaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 6569] «jFtrfftr# Schulze. NB. Mein Haus, Sonnenstratze 20, beabsichtige zu verkaufen. L /) A / a L»eke, Farben and Z7L . 4- * y Materialwaaren XU allen Zwecken in „ V besten Qualitäten hetfm die von Otto Sokaaf, Seh^rsweg 30. '1 jum Einmachen und jedem anderen Zwecke vorzüglich eignet, befinden sich bei bäue. 6678 Carl Petri, Markt. Carl Roth, Wallthorstraße. M. Schäfer, Grünbergerstraße. I. M. Schulhof, Marktstraße. Carl Schulze, Schillerstraße. Carl Schwaab, Seltersweg. Wilh, Seuling, Nordanlage. Chr. Ludw. Thomas, Neuen- Verkaufsstellen für den Ooppel-Essig aus der Fabrik von Ed. Silbereisen in versiegelten Korbflaschen ä 5, 10, 20 und 30 Liter, prämiirt auf der Amsterdamer Weltausstellung, welcher sich durch feinen Geschmack, hohen Säuregehalt u. größte Haltbarkeit PH. Bauer, Bahnhofstraße. Chr. Bieker, Neustadt. Carl Bieler, Kreuz. Hainbach, Marburaerstr. «.* ^*Nhof, Frankfurterstraße. G. Kinkel, Kreuz. Wilh. Montanu», Marktstraße. Ang. Noll, Bahnhofstraße. Emil «rbig, Bahnhofstraße. Israel. 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Evangelische Gemeindevertretung., Die Mitglieder der Gemeindevertretung der evangelischen Gemeinde Gießen werden, vorbehaltlich der den einzelnen Herren noch besonders zugehenden Einladung, hierdurch eingeladen zu einer Sitzunq, die am Dienstag den 28. August d. I., Nachmittags 5 Uhr, in der Stadtkirche stattfinden soll mit folgender Tagesordnung: 1) Jahresbericht des Kirchenvorstandes über den kirchlichen und sittlichen Zustand der Gemeinde im Jahre 1887. 2) Neuwahl eines Mitglieds des Kirchenvorstandes. Nachdem von den am 6. Juli d. I. gewählten 6 Kirchenvorstehern einer die Wahl abgelehnt hat, muß für denselben eine Neuwahl stattfinden. Unter Hinweis auf die §§ 13, 18 und 38 des Kirchenverfassungs- Edikts wird bemerkt, daß wählbar in den Kirchenvorstand nur solche stimmberechtigte Männer unserer Gemeinde von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel sind, die das 30. Lebensjahr überschritten haben. 3) Wahl von 3 weltlichen Abgeordneten zur Dekanats- Synode und von 3 Stellvertretern für dieselben. Betreffs der gesetzlichen Erfordernisse der Wählbarkeit wird aus § 66 des Kirchenver- sassungS-Edikts verwiesen, wo bestimmt ist, daß die weltlichen Abgeordneten aus der Zahl der gegenwärtigen oder früheren Kirchenvorsteher, insofern sie die Wählbarkeit zu dem Amte nicht verloren haben, gewählt werden. Gießen, den 24. August 1888. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes: Dr. Naumann. 6787 6869 20 Ltr.incl. Flasche M. 5 Flasche retour M. 1.50. 15 Ltr. incl. Flasche M. 4 Flasche retour M. 1.30. am 8., 9. und 10. Oetobe«, 1888 Preisvertheilung am 8. October, Nachmittags 3 Uhr. Verloosung am 10. Oktober. 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Souvereigns 20.35—20.40 Dollars in Gold 4.16—4.20 Telegraphischer Coursberichl der Berliner Börse vom 27. August 1888. Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4o/o Russen Oblig. 4°/o unif. Egypter Oblig. 162.30 108.00 83 40 85 25 Disconto-Corn-Antheile Lombarden 4P/o Ungar. Goldrente 5% Gemischte Ruffen 222 40 47.90 84.30 97 25 Tendenz: flau. 6867 Ein leistungsfähiges Cigarren- Engro8-®efd)5ft sucht einen in jeder Beziehung tüchtigen Reisenden mit guter Kundschaft. Franco-Offerten mit Angabe der bisherigen Thätigkeit nimmt aub Z. 40 die Exp. d. Bl. entgegen. Ein Kellnerlehrling gesucht. 6870 Hotel Victoria. Zwei tücht. Rockschneider finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung. [6843 Appel & Rapsilber, Alsfeld. 6844] Ein leistungsf. Hamburger Coffee-Harrs sucht tüchtige Agenten für den Verkauf an Private gegen hohe Provision. Offerten gef. unter H. 06154 an Haasenstein & Vogler, Hamburg. 6842] Am 17. d. M- eine schwarze seidene Schleife gefunden. 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