Nr. Samstag den 28. Juli 1888. «fieljcner Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. lvureaur Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Politische Rundschau. Gießen, 27. Juli. jtdifti? Wilhelm befindet sich auf der Heimreise von St. Petersburg, auf welcher er am Donnerstag am Hofe von Stockholm auf einen Tag vorgesprochen hat, um dann an diesem Samstag in Kopenhagen einzutreffen und bis Montag der Gast der dänischen Königsfamilie zu sein. Aber wenn auch der Besuch des deutschen Kaisers in Stockholm und Kopenhagen neue glänzende Bilder von seiner Meeresfahrt entrollt, so beherrscht die Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Ezaren doch immer noch die gesammte Tagessitualion und wird dies bedeutsame Ereigniß auch der nächsten Zeit noch sicherlich die Signatur aufprägen. Wenn indessen bet der Petersburger Kaiserzusammenkunft bislang mehr deren Aeußerlichkeiten, die verschiedenen Festlichkeiten, die Einzelheiten im Verkehr zwischen der Ezarenfamilie und ihren erlauchten Gästen u. s. w. hervortraten, so erhebt sich jetzt eindringlicher die Frage nach der inneren Bedeutung der Zusammenkunft, nach ihren positiven Ergebnissen. Es fehlt nun in dieser Beziehung allerdings noch immer an Aufklärungen von unzweifelhaft authentischer Seite und wer überhaupt auf die Veröffentlichung von „Abmachungen", die vielleicht die Entrevue gezeitigt, aufsehen wollte, könnte da lange warten. Dennoch sickert über die Berathungen, welche beide Kaiser und ihre Minister mit einander gepflogen, so Manches durch, was einen gewissen Schluß aus dem Eharacter dieser Besprechungen gestaltet. Vor Allem erscheint es da als ziemlich gewiß, daß in Petersburg die Erörterung der bulgarischen Frage und im Anschlüsse hieran das orientalische Ge- sammtproblem eine Hauptrolle gespielt hat und zu welchen Resultaten man hierbei gelangt ist, wird wohl schon aus der signalisirten neuerlichen diplomatischen Behandlung der bulgarischen Angelegenheit zu ersehen sein. Als den wichtigsten politischen Punkt der Petersburger Kaiserzusammenkunft dürfte aber wohl der Eindruck zu bezeichnen sein, den Kaiser Wilhelm von der Friedensliebe Rußlands empfangen hat. Wenn der jugendliche Herrscher mit der Ueberzeugung heimkehrt, daß die russische Politik einen friedlichen Eharacter trägt und von keinerlei Hintergedanken beherrscht wird, so wird das Einverständnitz der beiden Kaiser in allen europäischen Streitfragen eine Lösung zu finden wissen und der bewaffnete Frieden wird von den Völkern leichter ertragen werden können. Hoffentlich wird das Ergebniß der Zusammenkunft diese Ueberzeugung herbeigeführt haben und an zuständigster Seite selbst scheint man dementsprechende Erwartungen zu hegen. König OScar von Schweden war an der Spitze eines aus zwölf Kriegsschiffen bestehenden Geschwaders dem deutschen kaiserlichen Geschwader entgegengefahren, während eine zweite schwedische Flotille den deutschen Kaiser am Eingänge der Stockholmer Scheeren erwartete. Auch der König von Dänemark fährt seinem kaiserlichen Gaste an der Spitze einer Flotte entgegen. Kaiser Wilhelm nimmt im Schlosse Ama- lienborg in Kopenhagen Absteigequartier; er gedenkt bis Montag Vormittag in der dänischen Hauptstadt zu verweilen. In München wird in den Tagen des 29. bis 31. Juli die Centenarfeier König Ludwigs 1. von Bayern festlich begangen, nachdem dieses Fest vor zwei Jahren infolge der tragischen Katastrophe in Bayerns Königshause hatte verschoben werden müssen. Die Gedenkfeier für König Ludwig I. ist zwar in erster Linie eine bayerische, aber auch das übrige Deutschland trägt ihr seine Theilnahme entgegen. Gilt es doch, in König Ludwig I. (geboren 25. August 1786 zu Straßburg, gelangte er 12. October 1825 zur Negierung, welche er 1848 infolge der politischen Ereignisse dieses Jahres niederlegte; 29. Februar 1868 verschied er zu Nizza) einen der kunstsinnigsten Fürsten aller Zetten, einen der größten Mäcenaten unseres Jahrhunderts und einen der edelsten, von echtem Patriotismus und lebhaftestem Nationalgefühl durchglühten deutschen Herrscher im Gedächtniß zu feiern. Auch im Auslande bethätigt man Sympathien für die Centenarfeier König Ludwigs I. und ist u. A. zur Theilnahme an derselben eine Deputation der Stadl Athen mit dem Athener Oberbürgermeister an der Spitze in München eingetroffen. In Oesterreich kann sich die öffentliche Meinung über die Quiescirung des Feldzeugmeisters Kuhn noch immer nicht ganz beruhigen und noch immer tauchen in der Presse neue Versionen über die vermuthlichen Gründe auf, welche die Zurdisposi- tionsstellung dieses verdienten Militoirs veranlaßten. Jedenfalls wird aber durch alle derartige Erörterungen an der vollzogenen Thalsache nichts geändert und höchstens die Frage könnte noch intercssiren, ob Feldzeugmetster von Kuhn doch noch berufen sein wird, in einem Kriege Oesterreichs wieder ein höheres Commando zu führen, eine Frage indessen, deren Beantwortung für jetzt müßig erscheint. Im Lande, wie in der Armee war der scheidende Feldzeugmetster sehr populair und die glänzende Huldigung, welche ihm bei dem Banket in Graz, das ihm zu Ehren anläßlich seines Austrittes aus der Armee dieser Tage veranstaltet wurde, die Garnison wie die Bürgerschaft der steiermärkischen Hauptstadt darbrachten, zeugte hinlänglich für diese Popularität. Die zwischen Italien und Frankreich schwebende Streitfrage wegen der Besteuerung der Europäer in M a s s a ua h hat plötzlich eine bedenkliche Wendung genommen, die mit der Steuerangelegenheit äußerlich allerdings nicht viel zu thun hat. Vom italienischen Oberstcommandirenden in Massauah, General Baldissera, sind die Beziehungen zu dem dortigen französischen Vlceconsul abgebrochen worden, mit der Motivirung, derselbe sei weder regelrecht ernannt, noch besitze er das Exequatur. Ob General Bal- dtssera auf eigene Faust, oder auf specielle Anordnung seiner Negierung dem Vertreter Fankreichs in Massauah gegenüber so gehandelt, bleibt sich vorläufig ziemlich gleich, in J jedem Falle wird sein Vorgehen die italienisch-französische Spannung nur vermehren. Für dieselbe würde u. A. auch die allerdings noch unverbürgte Nachricht sprechen, daß der von Rom abgereiste dortige französische Botschafter, de Mouy, nicht wieder dahin zurückkehren werde. Deutschland. Darmstadt, 26. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- ! gnädigft geruht: Am 18. Juli den evangelischen Pfarrer Georg Friedmann von der ihm übertragenen Stelle eines eoangelichen Geistlichen am Landeszuchthause Marienschloß auf sein Nachsuchen zu entheben und dem Pfarrer Karl Roth zu Hitzkirchen die Stelle Telegraphische Acpeschen. Wolffs telegr. Corresponderrz - Brrrearr. Berlin, 26. Juli. Der Wirkliche Geheime Oberregierungsrath Dr. Bonitz ist gestorben. — Die Reichstagsersatzwahl im sechsten Berliner Wahlkreise an Stelle des Abgeordneten Hasenclever ist auf den 30. August festgesetzt. Stuttgart, 26. Juli. Dem „Staatsanzeiger für Württemberg" wird aus Friedrichshafen mrtgethetlt: Nachdem der König sich schon im vorigen Sommer einer Massagekur bei dem Dr. Roechling aus Stuttgart mit gutem Erfolg unterzogen batte gebraucht Höchstderselbe jetzt wieder dieselbe Kur mit einer günstigen Wirkung. ' Stockholm, 26. Juli. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm ist heute Mittag 12 Uhr 45 Min. hier eingetroffen und von einer zahlreichen Menschenmenge enthusiastisch begrüßt worden. Die Stadt prangt in Flaggenschmuck. Stockholm, 26. Juli. Der König und der Kronprinz begaben sich mit dem deutschen Gesandten und dem Ehrendienst heute früh 61/» Uhr an Bord der Nacht „Drott", um dem deutschen Geschwader entgegenzufahren, das gegen 8>/r Uhr bei Galmon sichtbar wurde. Die „Hohenzollern" gab den Königsalut. Der König und der Kronprinz von Schweden begaben sich alsbald an Bord der „Hohenzollern", woselbst Kaiser Wilhelm dieselben mit der herzlichsten Umarmung begrüßte! Die Schiffe „Drott" und „Baden" wechselten darauf den Salut, die beiderseitigen Mufikcapellen spielten die preußische rcsp. schwedische Nationalhymne. Nach halbstündigem Aufenthalte kehrten der König und der Kronprinz an Bord des „Drott" zurück, auf dem sie sofort nach Stockholm zurückfuhren, um den deutschen Kaiser an Land zu empfangen. Alle an den Ufern liegenden Villen sind festlich beflaggt. eines evangelischen Geistlichen an dieser Anstalt mit Wirkung vom 1. August l an 3u übertragen. ö * * UH , . Darmstadt, 26. 3ult. [Drben8DerId6unB.] Seine Majestät der Kaiser haben dem Ober-Consistorialrath und Superintendenten D. Sell den Rotben Adlei- orden dritter Klasse allergnädigst zu verleihen geruht. 9 WeX' Berlin, 25. Juli. Nach dem Final-Abschluß der Reichs-Hauptkasse haben sich die Ergebnffse des Reichshaushaltes für das Etatsjahr 1887-88, abgesehen von den auf besondere Deckungsfonds angewiesenen Ausgaben, im Vergleich zum Etat in runbftt Summen wie folgt gestaltet: u zJ?et ber Verwaltung des Reichsheeres sind an fortdauernden Ausaaben 3,133,000 JL weniger, an einmaligen Ausgaben 656,000 at mehr erforderlich gewesen Die das Reichsheer betreffenden Kapitel des allgemeinen Pensionsfonds hab?n züm^ Therl in Folge der durch das Reliktengesetz vom 17. Juni 1887 bedingten Ausaaben Mehrbedarf von 1,608.000 aL abgeschlossen. An Einnahmen sind bei bä Militärverwaltung, mit Einrechnung der außeretatsmäßigen Einnahmen an Wittwen- und Waisengeldbetträgen von aktiven und pensionirten Officieren und Milttärbeamten auf Grund des Gesetzes vom 17. Juni v. I., 1,249,000 at mehr aufgekommen Bei dem Reichsheer stellt sich hiernach das Gesammtergebntß gegen den Etat um 2 118 000 aL günstiger. Insbesondere sind erheblichere Ersparnisse enteil bei der Naturalverpflegung bet der Bekleidung und Ausrüstung der Truppen und beim Medicinalwesen- ander' setts sind erwähnenswerthe Mehrbedürfnisse hervorgetreten bei der Verpflegung der Ersatz- und Reservemannschaften, beim Ankauf der Remontepferde, zu Reisekosten und Wittwenk^ffe 93or^pann= unb Transportkosten, sowie beim Zuschuß der Militär- Bei dem Marinefonds, einschließlich des die Marine betreffenden Kapitels des allgemetnen Pensionsfonds, sind 411,000 JL mehr erforderlich gewesen Desaleicken 387,000 aL beim Auswärtigen Amt und 488,000 aL im Ressort des Reich-Sckaüamts einschließlich der Retchsschuld und der Civtlpensionen beim allgemetnen Pensionsfonds- bezüglich der Reichsschuld ist hervorzuheben, daß die Verzinsung der Anleihe 1 021 000 JL mehr, die Verzinsung der zur vorübergehenden Verstärkung des ordentlichen Betriebsfonds der Reichs-Hauptkasse aufgenommenen Mittel aber 579,000 aL weniger in Anspruch genommen hat. Die übrigen lei den Hauptabschnitten der Ausgabe einaetretenen Abweichungen gegen den Etat ergeben noch einen Mehraufwand von 207 000 aL — Im Ganzen übersteigen die Mehrbedürfnisse bei den hier in Betracht gezogenen Äus- gabefonds die daran gemachten Ersparnisse um 623,864,53 aL. Was die Entnahmen des Reiches angeht, so haben die Zölle und die Tabak- siLuer, von deren Ertrage dem Reiche nur der feste Betrag von 139,000 000 aL verbleibt, einen Mehrertrag von 9,192,000 aL ergeben, nämlich 6,031,000 JL an Höllen 2,275,000 aL an Tabaksteuer und 886,000 aL an Aversen der Zollausschüsse Die den Bundesstaaten im vollem Reinerträge zu überweisenden Stempelabgaben für Wertb- papiere rc. haben 675,000 JL weniger gebracht. Diese Abweichungen von der etatsmäßigen Voraussetzung findet für den Reichshaushalt ihre Ausgleichung durch entsprechende Erhöhung, beziehungsweise Ermäßigung herunter den Ausgaben voraesebenen Ueberweisungen an die Bundesstaaten. Die nach dem Gesetz vom 24. Juni v. I. vereinnahmten Beträge von 6 061 000 jz an Verbrauchsabgabe für Branntwein und an Zuschlag zu derselben' und von 12,944,000 JL. an Nachsteuer von Branntwein, welche bei dem Voranschlag noch nickt berücksichtigt werden konnten, sind gemäß der SS 39 und 42III. jenes Gesetzes den einzelnen Bundesstaaten überwiesen. Im Ganzen belaufen sich die Ueberweisungen auf 176,289,000 JL das sind 27,522,000 JL mehr als der Etat voraussetzt. ' 'nD An Zuckersteuer sind 20,144,000 JL weniger aufgekommen, desgl. 13,528 000 Jt an Branntweinsteuer, soweit diese zufolge des erst nach der Etatsseststellung erlassenen Gesetzes vom 24. Juni v. Js. der Reichskasse verbleibt. Die Salzfteuer ergab 1,164 000 JL und die Braust euer 2,916,000 JL über den Etats ansatz. Die Aversen der Zollausschüsse für die letztgenannten vier Steuergattungen haben 575 000 -M* weniger betragen. Der Spielkartenstempel hat 93,000 JL. mehr eingebracht, die Wechsel- stemvelsteuer 8000 JL und die statistische Gebühr 39,000 JL. Die Betriebsverwaltungen schlossen sammtlich mit Mehr-Ueberscküssen ab, und zwar die Post- und ^elegravben- verwaltung mit einem solchen von 913,000 Jü, die Reichs - Eisenbahnverwaltuna mit 3,760,000 JL und dre Reichsdruckeret mit 416,000 Jü. Die Einnahmen aus dem Ban" wesen sind um 45,000 hinter dem Etat zurückgeblieben. An Zinsen aus belegten Reichsgeldern sind 473,000 «4t. mehr aufgekommen. Die verschiedenen Verwaltungseinnahmen haben, mit Einrechnung der oben gedachten Mehreinnahmen bei der Militärverwaltung, 2,248,000 mehr eingebracht, darunter 898,000 at Mehreinnahmen aus dem Munzwesen. Im Ganzen sind die ordentlichen Einnahmen um 22,262,619.64 at hinter dem oKrZ^eblteben und es hat sich unter Berücksichtigung der Mehrausgaben von 623,864.53 at für den Haushalt des Etatsjahres 1887—88 einen Fehlbetrag von 22,886,484 17 at ergeben. Stockholm, 26. Juli. Um 113/4 Uhr traf die „Hobenzollern" unter Geschutz- salut hier cm. Kaiser Wilhelm, Prinz Heinrich, Graf Herbert Bismarck und Gefolge fuhren in einer Schaluppe zur Landungsbrücke, die durch eine prachtvolle Ehrenpforte mit dem deutschen Reichswappen geschmückt war und wo der König, das Kronprinzenpaar und die höchsten Würdenträger die Gäste empfingen. Die Ehrentruppen waren in Parade ausgestellt, zwei Musikcorps spielten die preußische Hymne. Die Herrschaften begaben sich alsdann auf die eigens erbaute Brücke und darauf in das gegenüber gelegene Königsschloß; auf dem Wege wurde der Kaiser von der Bevölkerung mit lebhaften Hurrahrufen bewillkommnet. Kurz nach der Ankunft im Schlosse trat Kaiser Wilhelm mit dem König auf den Balkon, von der zahlreichen Volksmenge enthusiastisch begrüßt. Nachmittags 4'/r Uhr fand eine Spazierfahrt nach dem Thiergarten statt, Abends ist Galadiner, zu welchem 115 Einladungen ergangen sind. Christiania, 26. Juli. Der König verlieh dem Könige von Sachsen das Großkreuz des norwegischen Ordens des heiligen Olaf. Ferner wurden durch Verleihung dieses Ordens ausgezeichnet der preußische Generallieutenanl v. Hahnke und der italienische Ministerpräsident Crispt. , Rom, 26. Juli. Auf die Androhung mehrtägiger Beobachtung für die Provenienzen aus dem Golf von Neapel Seitens der Türkei versicherte die Regierung dieselbe des ausgezeichneten Gesundheitszustandes Italiens. Sollte die Pforte trotzdem auf ihrer Absicht bestehen, wird die Regierung allen türkischen Consularagenten im Golfe von Neapel das Exequatur entziehen, weil sie wissentlich oder unwissentlich ihre Regierung täuschten. , r . , Petersburg, 26. Juli. Das „Journal de St. Petersbourg" sagt anläßlich einer Wiener Depesche des „Journ. des Deb.", wonach die Entrevue in Peterhof weit entfernt davon sei, die Türkei zu beruhigen, welche militärische Vorsichtsmaßregeln treffen würde: Zu den Regierungen, welche den Frieden aufrecht zu erhalten wünschen, gehöre sicher diejenige des Sultans; Jeder wisse genau, daß die Entrevue bezweckte, Besorgnisse zu beseitigen, nicht zu schäften. — Das Journal bestätigt den Beitritt Rußlands zur Suezcanal-Conventton. _ Kiew, 26. Juli. Die Jubelfeier zur Erinnerung an die Einführung des Christenthums in Rußland, verläuft programmmäßig. Derselben wohnen außer zahlreichen russiichen Bischöfen und Deputationen auch der Generalprokurator der heiligen Synode, der Wirk!. Geh. Rath Pobedonoßzew bei. Aus dem Auslande sind zu der Feier eingetroffen: Der Archimandrit der Kirche zum heiligen Grabe in Jerusalem, Arsenius, der montenegrinische Metropolit, Hilarion, der Archimandrit der Peters- burgischen griechischen Gesandtschaftskirche, Neophit, der Jassyer Archimandrit Konon Aromeiko Donic, ferner aus Jassy der Fürst Bogoridis, der serbische General Gruic. Graf Jgnatieff nimmt in seiner Eigenschaft als Präsident des Petersburger Slavischen Wohlthätigkeitsvereines an der Jubelfeier Theil. Potsdam, 27. Juli. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute früh gegen 1V2 Uhr von einem Prinzen entbunden worden. Universttäts -Chronik. — Professor Dr. Leonhardt in Marburg hat den an ihn ergangenen Ruf nach Erlangen abgelehnt. Vermischtes. = Frankfurt, 26. Juli. Die Ihnen gestern gemeldete schwere Diebstahlsgeschichte, die einen hiesigen Zahnarzt betraf, hat eine höchst einfache Lösung gefunden. Die Frau jenes Zahnarztes soll nämlich die Eassette und Werthgegenstände weggeschleppt haben. Die Letzteren sind dem Derneha en nach wieder zur Stelle geschoftt, dagegen ist die Eassette mit 40 000 JL. (?) sowie die Gattin verschwunden. Frankfurt, 26. Juli. Der jüngst verhaftete gefährliche Einbrecher soll nach neuesten Ermittelungen Hoffmann heißen. Die Richtigkeit dieses Namens wird indeß auch bezweifelt und wohl nicht ohne Grund. Hoffmann-Bergmann ist ein vielgesuchter Mann. Von Wiesbaden aus wird er steckbrieflich verfolgt. Er ist dort aus-- gebrochen, gibt also auch in dieser Beziehung seinem vermuthlichen Complicen Langner nichts nach. Hoffmann soll auch den Raub an dem dreizehnjährigen Knaben aus Seckbach, der Ihnen s. Z. gemeldet wurde, verübt haben. Da er sich von den Verletzungen, die er sich bei der Verhaftung beibrachte, erbolt hat, findet seine Vernehmung nicht mehr im Gefängniß, sondern im Landgerichtsgebäude statt. Die Untersuchung leitet Herr Landrichter Dr. v. Harnier. Hoffmann, der hier eine große Rolle gespielt — so auch beim vorigjährigen Schützenfeste — und mit zahlreichen Organen unserer Polizei verkehrt hat, ist keine unbekannte Persönlichkeit, prangt doch seine Photographie im hiesigen Verbrecher-Album. In Wiesbaden war er unter anderem Namen inlernirt, woraus zu schließen ist, daß man den Namen des gefährlichen Burschen noch nicht kennt und auch mancherlei Schwierigkeiten haben wird, ehe man weiß, mit wem man es in der Person des Herrn „Rentier" zu thun hat. Bergmann-Hoftmann wird von zwei Wächtern bewacht. — Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. hat das Protectorat über den im August Hierselbst stattfindenden III. Internationalen Binnenschifffahrts-Eongreß übernommen. — fSonderzüge nach Münchens Wie man hört, soll die Betheiligung an den am 28. d. M. nach München abgehenden Sonderzügen besonders von Frankfurt und Mainz aus eine sehr zahlreiche werden. — Von der Findigkeit der Post wird wieder einmal ein hübsches Geschichtchen erzählt und zwar aus Sonneberg. Hier ist es: Ein Kaufmann in Madrid interessirt sich lebhaft für eine gewisse Sorte waschbarer Puppenköpse. Da er aber weder den Fabrikationsort, noch den Fabrikanten kennt, sondern nur weiß, daß die von ihm gewünschten Puppenköpfe in Deutschland angefertigt werden, so versieht er seinen Brief auf gut Glück mit folgender Adresse: Al fabricante de esta marca Alemania. (An den Fabrikanten dieser Marke in Deutschland) und klebt nun die Schutzmarke des Puppen- kopfes, welche ihm zur Hand ist, obenan. Der Brief ging zuerst nach Nürnberg, dann nach Sonneberg und gelangte hier alsbald in die Hände desjenigen Fabrikanten, welcher die betr. Schutzmarke führt. — sEin städtisches Bterleitungs-Project.^ Ein Bierröhren-System ist von einem gewissen W. Heeg in Alleghany City in Vorschlag gebracht, das von einem Braueret- besitzer nach der Patentirung angenommen werden soll. Es wird nichts weniger beabsichtigt, als von einer Brauerei ausgehende Röhren längs der Straßen zu legen und diese durch Zweiglinien mit Privathäusern zu verbinden. Diese Zweigröhren enden in Hähnen, die mit Meßapparaten in Verbindung stehen. Auf diese Weise kann sich jede durstige Kehle sofort und auf kürzestem Wege mit kühlem und frischem Bier Labung verschaffen. Allmonatlich macht dann der Eollector die Runde, stellt die Menge des abgezapften Bieres fest und erhält Bezahlung. Hegg will ein System von drei Röhren annehmen und zwar soll eine Thonröhre, eine Eisenröhre und diese in geringen» Abstande wieder eine solche von innen versilberte umschließen. Der Raum zwischen den beiden eisernen Röhren wird durch kalte Luft gefüllt, die von der Kaltlufterzeugungs- Maschine der betreffenden Brauerei hineingetrieben wird. Die Reinigung der inneren Röhre soll jeden Monat erfolgen. Ein mit 50 000 Gallonen Bier gefülltes Reservoir in der Brauerei gibt den nöthigen Druck, um das Bier durch die Röhren in die Prioat- häuser zu treiben. Die Consumenten werden weder Licenzen noch Taxen zu zahlen haben, nur hat die Brauerei das Reservoir mit den betreffenden Stempelmarken zu versehen. — Für die „Sauregurken-Zeit" wäre eine derartige Steuerung außerordentlich angenehm. — Leider hat der ingeniöse Projectant der Bterleitung in feinem sonst so genauen Entwürfe nicht angegeben, ob man mehrere Monate lang die „Viermiethe" schuldig bleiben darf, da der „Pump" nun einmal so leicht vor sich geht. Landwirthschaftliche Machrichte«. (Nachdruck verboten). — (Das Bitterwerden der Gurkens Das Bitterwerden der Gurken ist häufig der directen Einwirkung der Sonne zuzuschreiden, denn wenn die Früchte bei heißem, trockenem Wetter von Ranken und Blättern nicht beschattet werden, so werden sie welk und bitter. Ebenso werden die Früchte an alte Ranken, denen es an genügender Nahrung mangelt und die deshalb zu langsam und kümmerlich wachsen, häufig bitter. Ein erprobtes wirksames Mittel gegen das liebel gibt es indessen gar nicht, vermieden kann dasselbe nur durch sorgsame Eultur, reichliches Gießen und Düngen und dann hauptsächlich durch richtiges Verthetlen ter Ranken auf dem ganzen Beete werden, damit dieselben nicht zu dicht stehen und zuviel Schatten haben. Nun wollen wir auch gleich ein Mittel angeben, um bittere Gurken wieder genießbar zu machen, da man es diesen beim Einkauf nicht ansehen kann, ob sie bitter sind, in dem Falle würde man sie doch nicht kaufen. Man schält die Gurke (vom Stengel nach der Blüthe hin geschält) sauber ab und legt sie 4—5 Stunden in frisches Wasser, dem man etwas Quilagarinde zugesetzt hat, welche man in jeder größeren Drogenhandlung erhält. Diese Quilagarinde hat neben anderen guten Eigenschaften auch die, daß sie den Bitterstoff der Gurken unfehlbar aufnimmt und die Gurken angenehm frisch und wohlschmeckend macht. Schiffs nachrichten Bremen, 25. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Elbe, Eapitän H. Blanke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. Juli von Bremen und am 15. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern Mittag 12 Uhr wohlbehalten in Newyork angekommen. Hande» und Verkehr. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 26. Juli. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 703 Ochsen, Kühe und Rinder und 728 Schweine. Der nächste Markt ist am 20. August l. I. Frankfurter Stadttheater. Das im Opernhause nächste Woche zur ersten Aufführung gelangende Schauspiel „Die Reise um die Erde in 80 Tagen" (nebst einem Vorspiel „Die Wette um eine Million") von Jules Verne und d'Ennery, zerfällt in nachfolgende Abtheilungen: 1. Abtheilung: 1. Bild: Am Canal vön Suez, 2. Bild: Die Wtttwe des Rajah, 3. Bild: Auf dem Scheiterhaufen; 2. Abtheilung: 4. Bild: Im Namen des Gesetzes, 5. Bild: Die Schlangengrotte in Borneo, 6. Bild: Das Fest der Königin Nakahira; 3. Abtheilung: 7. Bild: Der Goldgräber von San Franzisco, 8. Bild: Der Ueberfall auf der Pacificbahn, 9. Bild: Die Riesentreppe von Kearney; 4. Abtheilung: 10. Bild: An Bord der Henriette, 11. Bild Capitän Togg; 5. Abtheilung: 12. Bild: Ein freiwilliger Verbrecher, 13. Bild: Drei Hochzeiten auf einmal. 5C.em.lll en oh S unentbehrliches’Nährmittel ftir Magentranke, MVAMaaiiV* M** Schwacheu.Genesende. Von Aerztenverordnet. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 28. Juli: Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser. 9. Sonntag nach Trinitatis, den 29 Juli: Vormittags 9Vz Uhr: Gymnasiallehrer Stamm. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 21A> Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche, Vormittags 11 Vt Uhr, Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre für die Realgymnasiasten und Realschüler Vormittags 8 Uhr in der Kleinkinderschule, Pfarrer Dr. Naumann. Katechismuslehre für die Mädchen, Vormittags 8 Uhr, in der Kirche, Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgesckäfte in der Woche vom 29. Juli bis 4. August besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 10. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. Um V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7°° Uhr, Samstag Morgen 8°° Uhr, Sams rag Mittag 4 Uhr Samstag Abend 840 Uhr. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft 18, Wasser 16 Gr. Gießen, den 27. Juli 1888. Rübsamen. Jugendfest. Das diesjährige Jugendfest wird am 9* August im Philosophenwald abgehalten werden. Es sind zur Betheiligung über 2500 Kinder angemeldet, woraus zu ersehen, daß zur würdigen Begehung des Festes ansehnliche Geldmittel erforderlich sind. Wir richten deshalb an die geehrten Eltern und Freunde der Jugend die freundliche Bitte, uns auch diesmal durch Beiträge an Geld wohlwollend unterstützen zu wollen. Junge Damen, die geneigt sind, als Zugführerinnen oder Spielordnerinnen mitzuwirken, werden gebeten, sich bei einem der unterzeichneten Comitemitglieder, am besten bei Herrn Lehrer Lehr zu melden und sich Sonntag, den 29. d. M, Vormittags 11 Uhr, in der Turnhalle der höheren Mädchenschule etnzufinden. Da diesmal die Plätze für die acht Wirthschaften versteigert werden sollen, so ist hierzu Termin auf Mittwoch, den 1. August, Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt. 5989 Das Festcomite: Altvater, Baist, Bramm, Büchner, Enders, Bautechniker. Stadto. Brgstr. Schulrath. Stadtrechner. Fuhr, Franz, Georgi, Hahn, Haustein, Oberlehrer. Reallehrer. Stadtv. Oberlehrer. Stadtv. 5 Hornberger, Lehr, Nodnagel, Spitz, Vigelius, Stadtv. Lehrer. Direktor. Lehrer. Direktor. Allgemeiner Anzeiger. Montag, den 30. Juli, Nachmittags von 2 Uhr an, versteigere ich im früher Gramm» schen Local im vormundschaftlichen Auftrag: 1 comptetes Bett, gutes Weißzeug, Porzellan, wenig Hausge- räthe, sowie einen großen Weiß» zeugschrank; ferner im Auftrag: 1 Waschtisch, Spieltisch, Nacht» tisch, Puppenküche, Pfervestall u. a. Spielzeug; 1 Cello, Bilder, Jean Pauls Werke (eleg. gebunden), Gartenlaube, 1 Parthie stlb. Kaffeelöffelchen. Remoutoiruhr, 1 Regulator in cuivre poli, Wecker, Standuhr, 1 Nähmaschine (Whceler & Wilson)^ 1 Singer do., 1 gut gehalt. Bett mit Sprungfedermatratze, 3thl. Roßhaarmatratze, schönes Sopha, 1 Sessel, Stühle re., 2th. Kleiderschrant, Waschkonsole, 2 Spiegel und 1 Garnitur: Sopha mit 6 Stühlen, 1 Leder» fopha. Im Auftrag: Louis Rothenberger, 6057 Taxator. Ieilgeöotenes. Vorzüglicher Stoss!! Frische Sendung Münchener Fran- riskanervrän eingetroffen im 6088 Restaurant zum Löwen. Hausverkauf. Beabsichtige mein an der Lahn gelegenes Anwesen (Rodheimerstraße 6), die frühere FcieS'sche Brauerei, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Dasselbe besteht aus mehreren Gewölben, großem Fruchtlager, 3Familien-LogiS und Grabgarten von circa i/2 Morgen. 5668 Fr. Textor, Hardt Neues ZrünKom empfiehlt billigst [5972 Chr. Ludw. Thomas, 10 Neuen Baue 10. Neue Grünkern empfiehlt 5907 JL. HaSkkof. Wcftanlage 15 zu verkaufen: 2 gleiche eiserne Säulen 3,45 m lang, 1 eiserne Säule 2,87 m lang, 2 Burbacher Träger 17^2 u. 6,40 m lang, 5 eis. Favrikfenster 1,27 —1,87 m [6015 6051 Eine große Parthie Bruchvack» steine billig zu verkaufen. Westanlage 15. Brennholz. Buchen- und Tannenholz, in guter trockener Waare, per Meter und per Centner, billigst bei 96 Andreas Euler, Prima Schmiedekohlen empfiehlt Gmil Lotz. Bay-Rum von Jens Christensen, St. Thomas W. J. Bestes erfrischendes Kopf» Waschmittel zur Stärkung der Kopfhaut und der Haarwurzel, sowie gegen den so lästigen Kopsschinn- Gebrauchsanweisung auf der Flasche. 5559 Alleinverkauf für Gießen bei Herrn [5559 Gustav Gerhardt, Lindenpl. 6042] Frühkartoffeln verkauft K. Simon, Bahnhofstraße. 5960] Gut erhaltene kleinere Brauereieinrichtung bestehend in einem kupfernen Keffel, einem Maischbottich, einer neuen Malzdörre (Rohrdörre), eisernes Kühlschiff und diverse kleinere und größere gepichte Fässer sebr billig abzugeben. Neuenhain b. Soden. Fritz Batz, Batzenhaus. Am 15. Auftast must mit meinem Ausverkauf slchliefien und verkaufe deshalb noch vorräthige Eisen- unö Loloniatmaaren zu jedem nur annehmbaren Preis. 6065 Ferd. B aipst fwe. CJ**- Lacke, Farben and P (/ ! 4~ * P Materialwaaren zu allen Zwecken in /j ' besten Qualitäten hefert die XDrog'ez^.lxMzxd.l-vaja.g' von Ott* Schaaf, Settersweg 89. Der Unterricht meiner Schule beginnt Mittwoch den 1. August. Anmeldungen nehme jederzeit in meiner Wohnung entgegen. Ldrra Moeser, gepr. Handarbeitslehrerin. 5968 Schiffenbergerweg I« Vorläufige Anzeige. Die Wiener Elite-Concert-Gesellschaft „Lötsch“ kommt. (018 Ordnung, Pünktlichkeit, Schnelligkeit im Ablegen der Briefe und Fakturen wird nur durch d Haeckel und Schultheiss- Registrator erreicht. Derselbe ist der einzig wirkliche solide und elegante Apparat, der für diesen Zweck benutzt werden kann, ganz aus Stahl hergestellt und vernickelt auf elegantem Brett. Die Handhabung ist eine möglichst einfache und vortheilhafte, da die Drähte nickt berührt zu werden brauchen. — Dabet ist der Preis derart gestellt, daß dieses System, Briefe abzulegen, als das billigste bezeicknet werden kann. Der Preis des Apparates, .hoch oder seitlich, einschließlick Lochapparat, ist JL 5.—, für bi-1 Mappe 1.25. 3816 Haeckel <$• Schultheiss, Frankfurt a. M. Vertreter für Gießen und Umgegend: Rothamel Petry, Lindenplatz 5. | llaiiiliniw tim-lmr. | O Durch persönlichen Einkauf an den ersten Fabrikplätzen empfehlen: o ö alle Neuheiten in Resatzstoffen O § und Hesaizen, Spitzenstoffen, 9 Spitzen, Tüllen und O Bändern. -=3Ö®’ O 8 Handschuhe, Stauchen. Strümpfe 9 55 zu bekannten Engrospreisen. ÄcÄfMtfckartiftel ♦♦ g Q in schöner Auswahl und billigsten Preisen. Q o Ahx. Salomon & Co«, o 9 6034 Kirchenplatz 11. 9 Zum Jugendfest empfehle Schleifenbänder, spottbillig. Spitzen, Spitzenstoffe, Rüschen u. Handschuhe. Co KV. Jvf. K eller, 5979 Sckloßgafse. Ludwig Schmitt, Glaser, Kanzleiberg 7, empfiehlt sich im Einradmeu von Bildern und Spiegeln in allen denkbaren Rahmen 477 Gesucht " wird ein Mädchen für Küche und Hausarbeit, sowie ein Hausmädchen, welches Liebe zu Kindern hat, zum sofortigen Eintritt durch Frau Müller, Vermieth., Löwengasse. 15MF* Stellensuchende jeden Berufs vlacirt schnell Reuters Bureau in Dresden, Reitbahnstr. 25. 4585 6025 Ein gewandter und zuverlässiger Privatgärtner gesucht. Näheres in der Exped d. Bl. Coursdericht der Frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3% 26. Juli 1888. Franks. Bank-Disconto 3/0 4% Preußische Consols 107 20 3Vt°/o do. 104.10 4o/o Nassauer Qbltg. 101.50 40/g Bayerische Oblig. 107.30 4o/o Badische Oblig. 105 50 4% Hessische Oblig. 106-90 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte ——, neue 103.20 3 4844 Eme Wohnung von 5 Zimmern mir Zubehör u. Gartenhütte zu vermiethen. Ernst Mörser, neben Stein's Garten. 5310] Große Wohnung im Merz- scheu Eckhaus z. verm. Bahnhofftr. 50 6038] Familienlogis zu vermiethen. __Kirchenplatz 2. 6001] Familienlogis zu vermiethen. ____Noll Wwe., Kanzleiberg. 6 77 Zwei ineinandergehende einfach möblirte Zimmer mit Pension zu oer- miethen- Bahnhofstraße 7^ 6078 Ein freundl. unmöblirtes Zimmer zu vermiethen. Wetdengasse 18. 6033 Ein unmöbl. Zimmer zu oermiethen. Wettergasse 5. 5969] Bismarckstraße 6 sind mehrere gut möblirte Zimmer zu vermiethen. 5799 Ein möblirtes Zimn-erm ver- mtethen- Neustadt 33. . ,5707] Freundlich möbl- Zimmer auf I nächstes Semester zu vermiethen Liebig- | st raße 41, neben der Holzhandlung des ' Herrn S. Katzenstein. F. Appel Wwe. I 5595 Zwei elegant möblirte Zimmer mit guter Pension, in nächster Nähe der Aula, auf Mitte August zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl.__________ 5970] Zimmer mit Kabinet zu oermiethen^ Bismarckstraße 6. 5733] Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.____________Bavaria. 4719 Marktstraße 23 r Laden mit Lagerraum, auch eine Wohnung von 4 Zimmern und Küche zu ver- miethen. 3220] Laden und Logis, zusammen oder getrennt, zu vermiethen im __Darmstadter HauS. 5552 Ein schönes Haus, 10 größere und verschiedene kleinere Zimmer, Wasserleitung,^ Garten rc., zum Alleinbewohnen, preiswürdig zu vermiethen Näheres in der Exped. d. Bl. 5193 Einige Lagerräume sind sofort m der Bahnhofstraße zu vermiethen- Näheres in der Exped- d. Bl. 5777 Das Chr. Retter'sche -Haus am Kreuzplatz ist nebst Ladeneinrichtung zu vermiethen. Näheres im Laden oder bei L. Petri II., Ludwigssiratze. DermifHIe Anzeigen. Gesucht 6068 ein kleines Logis per 1. September oder October. Offert, u- J. v, postl. Gießen. Ein j. Landwirth, Abiturient einer landwirthsch. Schule, aus guter Familie, sucht Familienverh- h. August und Sept. Beschäftigung auf einem Gute mittlerer Größe, ohne Gehalts-Anspr, gegen freie Station. Familien-Anschluß erwünscht. Nähere Auskunft ertheilt die Erpedi- tion d- Bl. 6069 Sonntag, den 29. Juli: filHZIIIIISik zu Kirchberg. Anfang 3 Uhr. Es ladet freundlichst ein [6071 Sleinriclß Rau. 6075 Ein in der Bauschlofferei er- fahrener Schloffergcselle kann in einer Werkstätte Wetzlar's dauernde Arbeit erhalten und daselbst mit der Zeit selbstständig werden. Alleinsteh. Mann in reif Jahren erh. den Vorzug. Anmeldungen bei der Exped. des Anzetgers in Wetzlar. Mpirlnr^tt ein Kinderkoralien- III kettchen vom Hause des Friseur Gerhardt über den Ktrchenplatz, Schulstraße, Neuen Baue bis auf die Anlage- Dem ehrlichen Finder entsprechende Belohnung. [6084] Nordanlag^ 20. 3269] Schönes Knetplocal abzugeben. Sonnenstraße 14. Arbeiter an die Justirsäge gesucht. 6087 Schillerstraße 18. Gebackene Fische in der Pulvermühle. 6086 Ein geübter Schlosser, welcher zugleich perfecter Dreher sein muß, wird gesucht. 6076^ Sophienhüite d^Wetzlar. 6010 Ein Mädchen, i Kleidermachen geübt, sucht Kunden in und außer dem Hause. Steinstro! 51, 1 Treppe. 6014 Ein gut gehen: cs Colonial waarengeschäft am hiesigen Platz oder in einem frequenten Landstädtchen wird zu pachten gesucht. Gefl. Offerten unter A 22 an die Expedition d. Bl. 6083] Junge Mädchen, welche das Schirmnähen (eine sehr lohnende und leichte Arbeit), erlernen, wollen, finden sofott Stellung bei M Schirmfabrik, ♦Vt. Seltersweg. 6085] Logis und Werkstatt für einen Schuhmacher, auch zweitweise Arbeit. Zu erfragen in der Exped- d. Bl- 3442 Ich empfehle mich im Frifiren in und außer dem Hause und im Abonnement. Louise Vogt, Wallthorstraße 67. Bestellungen werden im Hause entgegengenommen. Nedaction: A. Scheyda. Namenlos. | Vergeblich warte ich auf Nr. HO. Bist untreu Du oder tobt? Foltere mich nicht länger! Ich habe Dich unaussprechlich lieb und bin und bleibe ewig Dein Stern. - Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Chr< Pietsch) in Gießen. "