Nr. IMS. Zweites Blatt. Donnerstag den 28. Juni 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. wc . AÄ Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Bureau r S ch u l st r a ß e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. * Lurch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. und Feiertagen, ittcL Pfg.; für auswärtige erfolgt, den Anzeiger Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- der Beilage „Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei in's Haus geltefert, beträgt 2 Mark 20 Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung auch im III. Quartal 1888 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgcben zu wollen, damit wir Einladung smu Abonnement ** auf den Gießener Anzeiger, Ämts= unö Anzeigeblatl für öen Kreis gieße». vollzählige Exemplare liefern können. r, „ . Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß den Abonnenten des Anzeigers die „Derwaltungsblatt^r ermäßigten Preise von 50 pro Quartal geliefert werden.Die Expedition. der Schullehrer Ph. Schnellbacher zu Nieder-Beerbach; an demselben Tage der Hof- gerichtsdtrector i. P. Dr. Frteorich Zimmermann zu Darmstadt; am 10. Mai tue Lehrerin Josepha Müller zu Bingen; am 13. Mai der Hofprediger Ernst Grem zu Darmstadt. _____ A o k a l e s. Gießen, 27. Juni. sCasseler Oper in Gießen.j lieber das auch in unserer Nachbarstadl Marburg bevorstehende Gastspiel der Casseler Hofsänger schreibt die „Oberhessische Zeitung": . .. „Unser kunstverständiges Publikum sieht mit ganz außergewöhnlichem Interesse dem großen musikalischen Genuß entgegen, welcher uns am nächsten Sonntag durch das Gastspiel der Königs-Oper aus Cassel bereitet wird. Die reizende Oper „Der Barbier von Sevilla" hat mit ihren graciösen Melodien seit einem Menschenalter fast die ganze cioilisirte Welt entzückt und sind wir darum den Casseler Gästen zu besonderem Danke verpflichtet, daß sie uns gerabe dieses höchst anmuthige Werk vorführen. Und welcher Gebildete würde dieser köstlichen Vorstellung nicht mit wahrem Vergnügen ent- aegensehen? Sendet uns doch unser Königl. Theater seine besten Gesangeskünstler für diese Aufführung. Herr Paul Greeff, der erste Bassist der Casseler Königl. Buhne, welcher den Basilio singen wird, gehört gegenwärtig zu den hervorragendsten Baß- sängern in Deutschland und hat erst vor Kurzem ein von glänzendem Erfolge beglettetes Gastspiel an den großen Hofbühnen in Dresden und Wien absolvirt. Infolge dessen ist Herr Greeff auf 10 Jahre für die Königl. Bühne in Dresden engagirt worden und war es der Casseler Intendanz nicht möglich, sich diese ausgezeichnete Kraft für die Kukunft zu sichern. Ein ausgesprochener Liebling des Casseler Publikums ist der Hoffänger Franz Schulze und gerade der urkomische Dr. Bartolo des trefflichen Künstlers gehört zu seinen vorzüglichsten Leistungen. Der „Barbier von Sevilla" ist wahrend der vorigen Saison siebenmal auf der Casfeler Hofbühne erschienen und hat der famose Dr. Bartolo des Herrn Schulze gewiß nicht den geringsten Antheil an diesem großen Erfolge. Wir wollen und für heute darauf beschränken, noch des „lustigen Figaro, des lustigsten aller Barbiere", zu gedenken, welcher, wie alle Casseler Blätter einstimmig berichten, von dem Barttonisten Herrn Bartram wunderschön gesungen und meisterhaft gespielt wird. Herr Bartram ist einer der jüngsten Sterne am deutschen Opernhimmel und geht gewiß noch einer glänzenden Zukunft entgegen. Der geniale Künstler wirkte noch vor wenigen Jahren als höherer Regierungsbeamter in Braunschweig. Seine selten schöne Baritonstimme erregte das Aufsehen von Kunstverständigen und führte ihren glücklichen Besitzer vom Aktenpult zur Bühne. — Der außerordentliche Kunstsinn unseres Marburger Publikums hat uns tn den letzten Jahren gar manche interessante Aufführung durch Mitglieder des Casseler Hofschausptels verschafft. Aber den seltenen Genuß einer Opern-Aufführung werden wir tn diesem Jahre zum ersten Male haben. Daher ist vorauszuseheu, daß der Besuch der Sonntagsaufführung „Der Barbier von Sevilla" ein außerordentlich starker sein wird." Wir machen bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam, daß Billets zu dem Gastspiel der Casseler Hofsänger bereits heute in der Ferber'schen Univ.-Buchhandlung zu haben sind. ———= Zlniversttäts - tzhronik. Erlangen, 22. Juni. Das Personalstandsoerzeichniß der hiesigen Universität pro Spmmersemester 1888 führt zum ersten Male den Prinz-Regenten Luitpold als Rector Magnificenttssimus auf, sowie 40 ordentliche und 6 außerordentl che Professoren, 8 Privatdocenten und 1 Repetenten. Die Gesammtzahl der Studirenden betragt 926 gegen 879 im Wintersemester. Als Nachfolger des Professors Dr Herzog werden Seminarinspector Helm in Schwabach und Stadtcantor Meyer in Ansbach genannt. _________ vermischtes. - Der allgemeine deutsche Realschulmänner-Verein erläßt ein Preisausschreiben über die Frage, woher die Ueberfüllung der sogenannten gelehrten zacher rühren mag und durch welche Mittel derselben am wirksamsten entgegenzutreten wäre Als Preis ist eine Summe von 1000 ausgesetzt. Das Preisgericht besteht aus zwei Professoren, Conrad in Halle und Paulsen in Berlin, aus zwei Schulmännern, Director Dr. Schauenburg in Crefeld und Director Dr. Steinbach in Duisburg, ferner aus zwei Abgeordneten, Seyffard-Magdeburg und v. Zedlitz-Neukirch, sowie aus einem vom Cultusminister v. Goßler zu ernennenden Rath des Unterrichtsmimstermms. Die Arbeiten, wie üblich mit Motto und versiegeltem Briefumschlag sind bis zum 15/Januar k. I. an Dr. Schauenburg in Crefeld einzureichen. Es wäre eine lebhafte Betheiligung ah der Lösung dieser auch vom verstorbenen Kaiser Friedrich in seinem Darmstadt, 25. Juni. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 19) i. Uebersicht der von Großherzogl. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1888—89 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. m ri 2. Uebersicht der für das Jahr 1888—89 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Friedberg. 3. Ordensverleihungen. , a . . . 4. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 20 "November 1886 dem Hofjägermeister v. Werner die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Durchlaucht dem Fürsten von SchwarzburgRudol- stadt verliehenen Fürstlich Schwarzburgischen Ehrenkreuzes 1. Classe zu ««eilen; am 25 April dem evangel. Pfarrer Martin Waas zu Lampertheim die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Waldeck und Pyrmont verliehenen Waldeck'schen Verdienstordens 3. Klasse, am 24 Mat dem Gesandten am Königlich preußischen Hofe, Wirkt. Geh. Rath Dr. Carl Neidhardt die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Maiestat dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Kronenordens 1. Klasse mit Brillanten am 25. Mai dem Postpackelmeister Sebastian Beaury zu Mainz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichens, am 2b. Mm dem Oberft-Kammerherrn und Generallieutenant a la suite v. Grolman die Erlaubniß zu^ Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Rothen Adlerordens 1. Klasse, an demselben Tage dem Kammerherrn, Hofjägermeister und Chef des Hofjagdamts Ludwig v. Werner die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Kronenordens zweiter Klasse, am 6 Juni dem Staatsminister, Minister des Großherzogl. Hauses und des Aeußeren c^akob Finger die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Kronenordens 1 an demselben Tage dem Geheimerath Carl v. Werner die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Sterns zum Rothen Adler-Orden 2. Klasse, an demselben Tage dem Legationsrath Dr. Andreas Breidert die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Kronenordens 3. Klasse, am 7. Juni dem Vorstand des Cabinets Gebeimerath Dr. Ernst Becker die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Kronenordens 2. Klasse zu ertheilen. 5. Namensveränderungen. 6. Abwesenheitserklärung. Am^25^^Ma? nmrden den Schullehrern Heinrich Döll zu Homberg und Friedrich Müller tu Ober Sorg Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Wieseck übertragen ; am 30 Mai wurde dem Schullehrer Heinrich Bergauer zu Reibertenrod die Lehrerftelle a„ der Gemeindeschule zu Burg-Gemünden, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Balthasar Vorbach zu Burg - Gemünden die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reibertenrod übertragen; am 31. Mai wurde der prov. Lehrer und Dirigent der erweiterten Volksschule zu Rimbach Conrad Grein zum ersten Lehrer und Dirigenten dieser Schule unter Verleihung der Rechte eines Volksschullehrers ernannt; am 6. .Juni wurde die von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Btrstein ?uf eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Offenbach präsentirte Schulamtsasprrantin Cäcilie Berthold aus Viernheim ^ür diese Stelle bestätigt. 8. Charakterertheilungen. Am^26^April^wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Pfeddersheim Adam Dexheime/auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Mat an, brs zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, am 10. Mai wurde der Schullehrer an der Gememde- schule zu Dornheim Christian Ewald auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. G-st7rbm°sind': Am 12. Januar der H°f-Jnstrum-nt-nmachcr t P. Friedrich Diebl »uletzt ju Hamburg, am 7. April der Bruckenwarter i. P. Carl Ohaus zu Offenbach am 15 April der Lehrer an der R-alfthul- zu Friedbera Georg H-mr ch »liefbabn- am 21. April der Förster i. P. Ludwig Muller zu Darmstadt; am 22. April b/r Mllckena7ld-rbeb-r i P. PH. Fries zu Mainz; am 29. April der Min sterial- kanzlill l. Ci. bet dem Ministerium des Innern und der Justiz Ludw. Nick; am 1. Mai der Lehrer an der Taubstummen-Anstalt zu Friedberg Georg Ruhl, am 5. Mai 1. Lebensjahr: 1 1 1 Empfehle ein ♦ o *♦ ausgezeichnetes l v F aus der Va • Baumwollene Strickgarne. Strümpfe. Socken. Landtcknüe M in großartigster Auswahl und äußerst billigt ^UHVIUJUfJC 2 r" * W 7 - ** - K» G Tricot-Klcidchcn, schone Desstns „ „ 2.00 „ Kinder-Sckürr.n • • • „ 30 „ 2.00 „ 25 ff 0.50 ff 4408 Dan. Wirths Macht. 2370 5000 dunkles Lagerbier, 25 13 18 ff tf 10 28 20 1 (1) 1 tt ir ff tf vom 2.-15. Jahr: an. tt ti tf Erwachsene: 1 1 Zusammen: 1 1 1 1 CD Ferd. Bapst Wwe in Firma: Je G. D. Bapst Es starben an: Lungenschwindsucht Verunglückung durch Sturz Diarrhöe Diphtherie Daniel Heil Lindenplatz 3. Ileikgeöotenes. 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Literarische-. . 77 Gleichwie auf den Tod Kaiser Wilhelms I. hat die Deutsche Verlaas-Anttalt in Stuttgart jetzt auch em Gedenkblatt auf das Hinschetden be§ •s SS Sri? ä® r ä ergänzen nach der künstlerischen Richtung hinkte aus- dlographie, die voll Warme und Liebe und doch dabet von der forafältiaften htstorrschen Gei auigkeit und Wahrheit ist Dieses (Äedenkbpst 4n r«i2tcn ÄrW Kaisers ü? gleicher GAe^al?ffel^ a rYUn^rC--l10 Au ^kü.^lhevollsten und retchhalligsten Gaben, welche'auf den mprh ^uh Hingeschiedenen edlen zweiten deutschen Kaisers erschienen sind nie6Wrei8 (bte stattlich-G?b°nkschrif-kostet führe^LuSb -'Rhein ^*^'7 Hirnhautentzündung x Verunglückung durch Verbrennung 1 cn j* W Vs ,, 10 „ t19Vfr?n t'der Quantität im Fatz für Prwate wirb zeberzeit ebenfalls zu bem. selben Preise wie von der Brauerei geliefert und bm ich in der Lage, jeden Auftrag sofort auszuführen. 391 H Werner, Bismarckstraß- 6-8. tÄh*1*?.'" 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