Ar. SSL Samstag den 27 October 1888. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. jvureaur Sch^ulstraße 7. Petersburg, 25. October. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf< lenken lassen, den es unabänderlich einhalte. — Anläßlich des Jubiläums des Herrn v. Giers weist das Blatt, unter Wiedergabe der Rundschreiben bei der Thronbesteigung des Kaisers darauf hin, daß die russische Politik stets conscquent friedlich geblieben und Herr Giers stets der Interpret der kaiserlichen Willensmeinung für Erhaltung der Integrität und der Ehre Ruhlands auf dem ihm angewiesenen Gebiete gewesen sei. Bukarest, 25. October. Zeitungsmeldungen zufolge telegraphirte Königin Natalie von Serbien auf die Miltheilung von der durch den Metropoliten Theodor ausgesprochenen Ehescheidung an den Letzteren, ihre Ehe sei, wie aus der Entscheidung des Metropoliten selbst hervorgehe, nach den Satzungen der heiligen orthodoxen Kirche geschlossen und könne deßholb nicht durch eine Mittheilung im amtlichen Blatte gelöst: werden- Der Metropolit möge Akt davon nehmen, daß sie seine Entscheidung als null und nichtig und jeder gesetzlichen Wirksamkeit entbehrend betrachte. Deutschland. Darmstadt, 25. October. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 31 Bekanntmachung Großherzogl. Ministeriums des Innern und der Justiz und Großh. Ministeriums der Finanzen, die Gleichstellung der Großh. Hessischen und der Großh. Badischen technischen Hochschulen in Bezug auf die Ausbildung für den Staatsdienst im Baufach betreffend. t c m Berlin, 25. October. Nach einer Mittheilung, welche der Vorsitzende des Verbandes deutscher Müller an die Mitglieder des letzteren richtet, bat die Regierung Erhebungen über den Grenzoerkehr in Mehl und Brod angestellt, um danach ihre Maßregeln zur Bekämpfung der auf diesem Gebiete eventuell obwaltenden Mißbrauche $U trC —* Einer telegraphischen Nachricht der „Nat.-Ztg." aus Duisburg zufolge hat das dortige Landgericht die s. Z. verfügte Beschlagnahme der Mackenzie-Broschüre auf- «ehoben. . .. Stuttgart, 23. October. Französische Blätter berichteten von der Ausweisung eines französischen Offiziers (der „Matin" nennt ihn Eondein) aus Stuttgart. Wie der „Schwäb. Merk." Höri, hat dieser Herr, Lieutenant im 28. Fußjagerbataillon, sich etwa"4 Wochen unter dem Vorwand, Deutsch lernen zu wollen, in Stuttgart auf- Aehalten; da er sehr viel ausging und man begründeten Verdacht hegte, daß er Terrain- studien betreibe, erhielt er am 11. October den Ausweisungsbefehl. Hamburg, 24. October. Nach dem Programm für die Feierlichkeiten bet Anwesenheit des Kaisers wird Allerhockstderselbe um 12 Uhr Mittags auf der Lombardsbrücke eintreffen und in dem daselbst errichteten Empsangszelt von den Behörden empfangen werden. Darauf findet in der gegenüberliegenden Alsterluft ein Frühstück statt, welchem sich um 123/4 Uhr eine Dampfschifffahrt auf der Außenalster und der Binnenalster anschlietzt. Am Jungfernftteg wird gelandet und sodann die Fahrt nach der Brooksbrücke zu Wagen gemacht; hier findet der Hauptfestact durch die Legung des Schlußsteins durch den Kaiser und die osficiellen Tbeilnehmer am Feste statt. Um l8/< Uhr sollen die Zollcanäle auf einer Barkassinfahrt bis zur Elbebrücke besichtigt werden. Von hier geht cs auf einem größeren Elbdampfer durch den neuen Freihafen bis nach St. Pauli, wo an den dortigen Landungsbrücken gelandet wird. Auf Wagen erfolgt sodann die Rückfahrt durch die Stadt nach dem Jcniphhause am neuen Jungfern- stieg, von wo sich nach einer kurzen Rast der Kaiser nach der Kunsthalle begeben wird. Hm 5 Uhr findet großes Essen statt. Für den Abend ist eine Beleuchtung, namentlich Les Alsterbafsins, in Aussicht genommen. Kesternich. Wien, 24. October. Die am Mittwoch eröffnete Wintersession des österreichischen Reichsratbes hat mit dem üblichen Expose des Finanzministers ihre Einleitung erfahren. Herr v. Dunajewski war so glücklich, im Budget für 1889 einen reinen Ueberschuß von 169,459 Gulden vorführen zu können und das ist allerdings der bisherigen Desicit- wtrthschaft in Oesterreich gegenüber etwas ganz Außerordentliches. Der Ftnanzminister bemühte sich überhaupt, ein recht günstiges Bild von dem derzeitigen Stande der österreichischen Finanzen zu entrollen, ja, er konnte sogar eine Erleichterung mancher drückenden Steuern und eine Reform der directen Steuern in Aussicht stellen. Selbstverständlich erntete Herr v. Dunajewski bei der Rechten den herkömmlichen lebhaften Beifall. Hervorzuheben ist noch aus den Ausführungen des Ministers, daß von den leitens der Delegationen bewilligten 4?3/10 Mill. Fl. für außerordentliche militärische Zwecke auf den österreichischen Anteil 297/10 Mill. Fl. entfallen. Serbien. Aus Belgrad kommt die sensationelle, weil unerwartete Kunde, daß der Metropolit Theodosius die Auflösung der Ehe zwischen König Milan und der Königin Natalie ausgesprochen hat. Bekanntlich hatten sich Synode wie Consiftorium von Belgrad geweigert, die Ehescheidung auszusprechen und daß dies nun seitens des Metropoliten geschehen ist, nimmt sich fast wie ein Staatsstreich aus, wenigstens ist bislang noch nichts von einer solchen Befugniß des Metropoliten von Belgrad bekannt gewesen. Begreiflicher Weise hat dieser Ausgang des Königsdramas in Belgrad selbst große Ueberraschung hervorgerufen und Aufregung erzeugt und wird man nun abzuwarten haben, wie sich die serbischen Parteien zu der ThatsaLe der Ehescheidung stellen werden. Königin Natalie dürfte aller Wahrfcheinlichkeit nach die Rechtmäßigkeit des Spruches des Metropoliten bestreiten. Petersburg, 25. October. Das „Journal de St. Petersburg", anknüpfend an die Zeitungsmittheilungen über einen auf den Sultan geübten Druck, um der Friedensliga beizutreten und an die gegen Rußland dabei gerichteten Auslassungen an- knüpfend, bezeichnet diese Mittbeilungen und Auslassungen als unnütz und vergeblich. Rußland werde sich dadurch nicht von dem festen, correcten und friedlichen Wege ab- mit Ford ausgearbeitet worden sei. Parnell habe in einem unglücklichen Augenblicke nachgegeben und eingewtlligt, die Mitwirkung der irischen extremen Partei in Amerika anzunehmen. Seite n habe die Letztere regelmäßig Gelder gesandt. Die Nationalliga, welche dann an Stelle der Landliga getreten sei, befolge genau dieselbe Methode und ihre Redner (die parnellitischen Deputaten) predigten dieselben Lehren. Petersburg, 25. October. Minister v. Giers erhielt heute Morgen anläßlich seines Jubiläums ein huldvolles Telegramm Alexanders III. und zahlreiche Glückwunschtelegramme von den Mitgliedern des Kaiserhauses, der Königin von Württemberg, mehreren Monarchen, namentlich dem deutschen Kaiser und König Humbert, auch vom Reichskanzler Fürsten Bismarck. Petersburg, 25. October. Anläßlich des Jubiläums des Ministers des Aeußern, Herrn v. Giers, bringen die Ehefs der Botschaften und Gesandtschaften dem Jubilar als Ehrengeschenk ein goldenes Schreibzeug dar. Dasselbe ist in Vasm- form im Stil Ludwigs XV. ausgeführt. An der Vorderseite befindet sich der mit Brillanten eingerahmte Namenszug des Jubilars und aus der Rückseite die Widmung. Das Ganze ruht auf einem Fuß aus sibirischem Blutjaspis. Die Beamten des Ministeriums überreichten Herrn v. Giers ein prachtvolles Album mit Zeichnungen besonders bedeutsamer Ereignisse aus der Laufbahn des Gefeierten. Um 1 Uhr begann die Auffahrt zur Gratulation im Ministerium des Aeußern, wo auch großer Empfang, Fest- gottesdienst und ein von den Resfortbeamten veranstaltetes Festmahl stattfand. Morgen Diner beim deutschen Botschafter, General Schweinitz, wozu die Botschafter und Gesandten mit Gemahlinnen, sowie andere Würdenträger eingeladen sind. Die deutschen Zeitungen, sowie der „Grashdanin" und „Nowosti" bringen Artikel mit sympathifchen Kundgebungen für den Jubilar. L Vermischtes. Gießen, 26. October. Aus den Annalen des gefammten Versicherungswesens ersehen wir, daß nachdem die „Teutonia" in Leipzig bereits im März l. I. die 100 OOOfte Lebensoersicherungspolice ausgegeben, die Höhe ihrer zu Kraft bestehenden Versicherungssumme 100 000 000 JL im Laufe des August überschritten hat. Es sind diese Summen von hoher Wichtigkeit; sie garantiren den Bestand der Gesellschaft selbst den größten Anforderungen gegenüber, geben den Versicherten das Gefühl unerfchütter- lichster Sicherheit und beweisen, welch hohes Vertrauen die Gesellschaft in Folge ihrer Solidität und Leichtigkeit Seitens des Publikums genießt. — Frankfurt, 25. October. Nächsten Montag beginnen unter dem Vorsitz des Herrn Landgerichtsdirectors Leykauff die Schwurgerichtsfitzungen des 4. Quartals. Der erste Verhandlungsfall betrifft die Postdesraudation zu Homburg v d. H., welcher sich die Leser noch erinnern werden. Haag soll aus Limburg a. L. gebürtig fein. Sein Vertheidiger ist Herr Dr. Fester. — Die Wahlbewegung hat augenblicklich den Höhepunkt erreicht. Eine Wähleroersammlung folgt der andern und heute Abend finden deren sogar zwei statt. Von beiden Setten werden große Anstrengungen gemacht, auf beiden Seiten ist einer der bisherigen Abgeordneten aufgestellt. Eonservatioe und Nationalliberale und Demokraten und Freisinnige haben sich verbunden. Erstere haben den seitherigen Abgeordneten Stadtrath Metzler und den früheren Polizeipräsidenten v. Hergenhahn, letztere den seitherigen Abgeordneten Flinsch und Stadtrath Dr. Flesch als Candidaten aufgestellt, lieber den Ausfall der Wahl läßt sich natürlich nichts vorher bestimmen. — Kaiserin Friedrich soll, wie Berliner Blättern von hier berichtet wird, die Villa Huttenlehner in Cronberg behufs Arrondirung des die Villa Reiß umgebenden Parkes zu dem Preis von 175 000 JL erworben haben. Bestätigung dieser Nachricht bleibt abzuwarten. — [93om Kaiser Friedrichs Auf einem großen Ball, an dem auch der damalige Kronprinz Friedrich Wilhelm theilnahm, trat der Adjutant desselben zu einer jungen Dame und sagte: „Königliche Hoheit befehlen zum nächsten Tanz." Zum Entsetzen der Umgebung, welche schon mit verzeihlichem Neid diese Auszeichnung eine ihrer sogenannten Freundinnen beobachtet hatte, entgegnete das junge Fräulein in sehr ruhigem, aber entschiedenem Ton: „Ich lasse mir von feinem Herrn befehlen; wenn Königliche Hoheit mit mir tanzen wollen, werden sie mich schon zu finden wissen." Mit leichtern Lächeln trat der Adjutant zurück und ein Strom von: „Wie konntest Du nur —; Wie wagst Du es —; Kennst Du denn nicht den Brauch?" ergoß sich über hie junge Dame, welche aber völlig ruhig und unberührt von dem allgemeinen Unwillen, lächelnd dasaß. Im selben Augenblick bemerkte man, wie der Kronprinz auf den Bericht seines Adjutanten in ein herzliches Lachen ausbrach, dann aber sich rasch dem jungen Mädchen näherte und in gewinnend liebenswürdiger, herzlicher Weise mit einer Verbeugung zu demselben sagte: „Mein Fräulein, an Ihrer Stelle ließe ich mir auch nicht befehlen; da ich aber so gern mit Ihnen tanzen möchte, bitte ich Sie um den nächsten Tanz." Glücklich und stolz flog das Fräulein mit seinem königlichen Tänzer durch den Saal und bewahrt noch jetzt in dankbarem Herzen die Worte, welche ihr Tänzer an sie richtete: „Es ist ein häßlicher höfischer Brauch, mein liebes Fräulein, dem Sie heute so muthig und im vollen Gefühl Ihres Rechtes entgegengetreten sind. Vielleicht werden sich noch mehr derartige Pioniere finden, welche Ihnen helfen, die weibliche Würde zu vertheidigen. Ich danke Ihnen, mein liebes Fräulein, für den Tanz, wie für die Bekanntschaft mit einem selbständigen Character." — Der Luftspieldichter Herr v. Moser, welcher seit Wochen an einem Hundebitz krank darniederlicgt, hat an einen Freund in Dresden folgenden Brief gerichtet: Telegraphische Depesche». «vslsf'S tettgr. Eorrefporrdeur - Bureau. Berlin, 25. October. Nach einer Reuter-Meldung aus Suakim sind dort aus verschiedenen Quellen Nachrichten von dem in Khartum erfolgten Tode Abdallah Khalifs, des Nachfolgers des Mahdi, eingelaufen, deren Bestätigung jedoch noch, immer fehlt. Der Feind beschießt allnächtlich die Forts, richtet jedoch fast keinen Schaden an. Berlin, 25. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht drei Berichte des deutschen Generalconsuls in Sansibar, des Herrn Michahelles, welche beweisen, daß die arabische Aristokratie mit ihren sklavenhändlerischen Interessen der eigentliche Gegner Deutschlands in Ostcffrika sei. (Die Berichte batiren vom 24. und 25. September.) Berlin, 25. October. Die städtische gemischte Deputation für die Errichtung eines Denkmals für Kaiser Friedrich beschloß in ihrer heutigen Sitzung, alle Kreise der gelammten Bevölkerung Berlins zu Beiträgen aufzufordern, zu diesem Zwecke die bestehenden Comit's zu erweitern, die Aeltesten der Kaufmannschaft, die Vertreter der Kunst, Wissenschaft und Presse zur Theilnahme an dm Beratungen einzuladen, sowie gleichzeitig den Entwurf einer ^Ansprache an . die Bürgerschaft für die demnächstige weitere Sitzung vorzubereiten. Potsdam, 25. October. Der Kaiser ist nebst Gefolge um 1 Uhr 41 Minuten nach Blankenburg zur Jagd abgereift. Blankenburg, 25. October. Der Kaiser traf hier„ heute Nachmittag 5 Uhr ein, am Bahnhofe vom Prinzregenten, den Spitzen der Behörden und dem Offiziercorps empfangen. Vom Bahnhof aus fuhren die Herrfchaften durch die prachtvoll geschmückte Straße nach dem Schlosse. Am Abend war die Stadt glänzend beleuchtet, auf allen umliegenden Höhen leuchteten Freudenfeuer auf. London, 25. October. In der heutigen Verhandlung der Untersuchungscommission in Sachen Parnell gegen die „Times" legte der Anwalt der Letzteren, Webster, dar, daß der ursprüngliche Plan der Landliga von Davitt nach einer Beratung I Katholische Gemeinde. Mittwoch: Attgemeiner Anzeiger. 8471 Schutz gegen Einfrieren. Heidt, Rechner. 8663 Fste. geräucherte | Monsheimer Rahmkäse Würstchen Samstag: Sonntag: Versendung ab Lauterbach durch Spediteur Alexander Strutb Anfragen und Bestellungen sind an da« Bureau m Gießen zu lichten. Jsolirmaffe für Dampf-Leltunse und Hessel. Schutz gegen Wärmeverlust. ®en*H gebraucht billig abzugeben- sagt die Exped. ds- Bl- 7812 Camembert übertreffend, empfiehlt " 7421 Emil Fischbach. Tihhiifn in s«ön«r Ans. rliznuie wat» u jeder Art empfiehlt billigst 8656 Jul. Buch. Gottesdienst in der Synagoge. SamsMg ÄnV 430 U6t' S°-nst°g Morgen 8» Uhr, Samstag Mittag 3« Uhr. Ortskrankenkaffe Gießen. ßfebI. J*£'*6rm Kundinnen die Haare vom Kopfe hVni m n / «?flfle?Qbel ertappt und, wie eine bortige ßo&il--(5orrefpon; ^nnFh.ra?Am ber Polizei Übergeben worden. Eine in der Friedrichstraße wohnende Bankiersgaltin, welche über einen prachtvollen, sich durch feine Länge und Fülle aus- Schmuck verfugt, hatte seit einigen Monaten gemerkt, daß ihr die Haare hip%n^f hnrrtaU§i9 n9Cyn Unb Oanze Strähnen ihres Haares fehlten. Die Dame maß ^Schuld daran einer kurz vorher durchgemachten Krankheit zu und alle dagegen an- gewendeten Stärkungsmittel wollten nichts helfen. Vor etwa 8 Tagen indessen sollte hCr @rUknb b£ rathselhaften Haarkrankheit klar werden. Sie saß, in der Leitung ?biend, vor dem Spiegel und hinter ihr hantirte ihre Friseurin, welche ihrer Kundin bUT«™ ?hbmUrb T?? Kopfputz ordnete, mit der Brennscheere. Da gewahrte U aufblickte, wie eine Haarsträhne, welche anscheinend durch das ?n"hn auögegangen war, in dem bauschigen Aermel ihrer Friseurin plötzlich ver- schwanb. Wenige Secunden später fühlte sie, wie die Brennscheere eine zweite Haar- SrnmnHw m9 h unb5l)^a^ diese wiederum in den Aermel der Friseurin hinein; roaUr?e,k i ^un sprang die mit Recht entrüstete Frau auf, stellte unter hÄ hll l06r^ Tndie Diebin zur Rede und diese gestand nun m C 6 3ur Anfertigung von Zöpfen für den Ladenverkauf verwendet habe' Natürlich wurde die gefährliche Friseurin sofort der Polizei übergeben. 6 ' -,.7;J2rr““er xkrDienstmann.i Die krankhaften Nerven des derzeit lebenden Geschlechtes lassen es als erwünscht erscheinen, daß jeder Erregung aus dem Weae 1 gegangen werde. Der arme Mann wird allerdings auch künftighin seine Freude seinen I Schmerz, sein Jubeln und Klagen selbst bestreiten müssen, da ihm seine Mittel keine Lesonderen Ausgaben gestatten. Der reiche Mann aber, und es sind ja mich zumeist .wob babenfeen Nerven", die leicht krank werden, kann sich in unserer dienst- f«hßcn Z- t l- chl eine Stellvertretung in Gefühls,achen kaufen ~ ’ 1 Allfn HAT* ntmt f n maw a..«. X »..2 1 jf- ± l r rxv « 1 eine öieuoeriretung tn Gefühlssachen kaufen. Die Sacke ift’T« I , ^ifeU,0”§ftunbc am Donnerktag den 1 November gr^ss » Di? verzärtelten Geschlechts, SvnnMa taÄ1Slf!!SK«P. Thum m aus Frankfurt a. M. MSM-W-MSUG SPfarre?stobeV‘6$fte *" b" Ä Ccto6cr 618 3- November besorgt Landwirthschaftliche Nachrichtens (Nachdruck verboten.) SMSMSS -Laubau, 18. October 1888. Verehrter Freund! Vielen Dank für Ihre Anfraa- und freundliche Thetlnahme. Es war wirklich ein häßlicher Fall und nöthiate mtch^ vom o?« blr IielCno •^*rJI?ubtc' baß Jagdhunde bessere Menschen^wären S8 ®tr ~ ab«: sie haben auch Leidenschaften und sind jagdneidisch und eifersücktia Denken Sie, ich gehe mit einem alten Jagdfreunde auf Hühnerjagd — Jeder hat seinen ' A?e^n freund schießt zuerst einige Hühner — mein Hector ist fünfer mie L? " und apportirt die Hühner schnell, bringt sie mir. Darob ergrimmt daS anb mUJ Ha^ auf meinen Hund und mich geworfen haben denn als wir uns zum Frühstück fetzen wollen und ich dem Köter etwas mit dem Fuß zu nickt UhbCk bcr und zerfleischt mir mein Bein. Ich dachte gar ^ade bedeutend genug wäre, um 9 Über Zoll tiefe Löcher aufzunehmen Es war aber so. Heil dem antiseptischen Verband und Dank, daß ich Mackenzie nickt - Hande siel. Ich bin also wieder auf und mache die ersten G?hversuch7 - die nothig sind — da Muskeln, Sehnen, Adern rc. gerissen waren " ' mif b ~ [®Jn seltener Fall.) Ein Bieler Metzger kaufte'jüngst von einem Bauer ThtrTnA rbe :C1?Cn §chs*^ deim Handel wurde vereinbart, daß der Käufer das ciniSc 2ar0e Stalle stehen lassen könne. Noch am Sonntag zeigte er dem Bauer per Correspondenzkarte an, daß er ihm dm Ochsen nun ver Babn ,u- ??enb 2a9C§ 3°0 über die Gegend ein GeEer mü ?Mlag und entzündete unglücklicher Weise das Haus des Verkäufers Nicht ^ur HauS brannte vollständig nieder, sondern auch die sämmtliche Viehwaare worunter Fckter^t"^ 9 ZU Grunde. Der Metzger erhielt nun die Anzeige, daß der । Thierarzt den Kadaver seines gekauften Thieres besichtigt und dessen Ver^ckarruna npr- binff-n Eindruck diese Nachricht Hervorrufen mußte, kann sich wohl Jeder r d?ue^ verlangte vom Metzger die Verkaufsumme von ca. 500 Fr , letzterer vom ersteren aber den Ochsen. Wer hat nun Recht? 9 crcr rvMP.rrö t®“* ?eutsd?_] Auch in der neuen Ausgabe des Reichskursbuches October-Nooember sind die Fremdwörter beseitigt. - Btllet, Saison, retour ufro forLbeUfi^Ad*fJningCnb^b*stf<6e 2BorlCx ^setzt, zur Freude Aller, die unsere Mutter- ^lÄb.^^achten. Nachdem man die bisher durch Fremdwörter bezeichneten Aus- I drucke in gutem Deutsch gelesen hat, fällt die Lächerlichst des früheren Fremdwörter- und^Una^bildp^hr ouf. — Ist doch das Wort „retour" in Kreisen der Gebildeten 1 m f k feft eingemuraett, daß unser ebenso schönes Wort „zurück" noch I Kurier, Sur8 geblieben1toen 3“n8m wU- “ SBarum finb aber Station, R-gl-m-nfi Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 22. Sonntag nach Trinitatis, den 28. October- m , Ernte-Dankfest. Dormittags 9>/- Uhr: Pfarrer Dingeldey, . .. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser Literarisches. S»SS iStlb. Briefkasten und zahlreich^ osN^B-kanMmachuna-n ClÜb«^"^"""' mit empfiehlt 8436 [Adolf Möhl. Dr. S ch rn u Süf Kcinhcit Aeohtheit durch Director weto und das beste be^a"htet' ist der vorsügHchste Medioinal- Personen. Zu haben in V. I/O sctlw®=hllc1be ^nder, sowie für alle kränklichen 8664] '*• Origmalflaschen M3.-, M 1.50 und 75 3, bei -------------------- 1 “• henz VI., Spezereihändler in Klein-Linden. ™dTnÄ büöOn ?nd. ftlberne Tafelgeschirr und viele RMW D>° JnMutton der K^gewetb-7 zum Bei,viel fftelne alte, im Orient LfiV^nd was schon lange dort Mode war, hat eine Pariser Leichenbestattungs-Gesillschaft ietzt ^.-brfeinert. Die betreffende Gesellschaft macht nämlich bekannt,^ Lß sieM K M5 -October Bestellungen für einen bisher noch nicht dagewesenen Gräberaufputz für f/'rseelen annimmt. Dieser Aufputz besteht darin, daß die Anstalt, völlig nach Wunsch «Im 9?-?betk alte und junge Manner und Frauen, kleinere und größere Kinder ÜÄ?-. C ^suber, ^n Thronen aufgelöst, an jenen Gräbern, für die sie gemiethet weilen werden. Auf diese Weise wird der Ausspruch zu Schanden gemacht bah nur roabr^aft gute und wohlthätige Menschen nach ihrem Tod beweint werd^.' 6 . . . einem schweizerischen Soldaten, dessen Cigarre nicht brennen wollte n C*utnn