AK. W Dienstag den 27. Marz 1888. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ' : ■ !x a , m . Ä Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlo-«. ÜZrrre»«r Gchulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark50 _ Bekannt«! ach u n g. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1888 findet an den nachgenannte» Tagen statt und zwar: Samstag den 21. April, Vormittags von 73/< Uhr an: derjenigen der Gemeinden Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg- Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck; Montag den 23. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Loosziehung fauch der in Grünberg Gemusterten). I. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Montag den 16. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstrrtth und Londorf; Dienstag den 17. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshaiu, Rüddingshausen, Saafen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain u. Weitershain. II. Zu Gießen im Saale des alten Rathhauses. Mittwoch den 18. April, Vormittags von 73/< Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen; Donnerstag den 19. April, Vormittags von 73/< Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1886 und 1-867), sowie derjenigen der Gemeinden Großen-Buseck und Hattenrod; Freitag den 20. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1888) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar und Oppenrod; III. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 24. April, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Mllitärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich^ Großen-Linden, Grüningen und Hausen; Mittwoch den 25. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern und Lich; Donnerstag den 26- April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Muschenheim, Dtünster, Rieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 27. April, Vormittags von 9 Uhr au: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingan und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 28. AprU, Vonuitt^s von 9 Uhr an: Loosziehung. Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meidung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: . Diejenigen, dem Großherzogthum Heffen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz gaben uno sich W tn einetn andern Theile des Großherzogthums Heffen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigens chatten ausyalten, b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschattsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlmge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aushalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Grotzherzogrymrr Heffen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 186'8 geboren sind; Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1887 bezw. 1886 'zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. . Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum eiNjahrig-sreiwitiigev. Militärdienst ertheilt worden ist. _ . „, . 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre^Loosungsscheine mitzuvringen. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter, Suruifflenui^ , so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugmffe vor dem zur Musterung anberaumten Termme zu sorgen. Die Zeugnisse müffen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. „ , . . . . - , . . Wenn die Zurückstellung aus die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende il « angehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission einzufinden. 9 Noch nicht eingereichte Zurückstellungsansprüche sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubringen und die - unter allen Umständen vor Beginn de» Ersatzgeschäftes - an die Ersatz-Commission emzusenden. Verspätete Gesnche haben kernen anfPI4) ^ULSSdSS9fii^ti8et an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Aurzsichtigkeit Geistesschwach- u. s. ml so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubiate Zeugnisie des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Das Vorhandensein von Epilepfie ist durck die eidliche Erklärung von wrndesten« drer glaubwurd.gen Zeugen zu erhärte«. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Mllitärpflichtigen frei; für Dreien,gen, welche ber dem Aufrufe mcht anwesend find, zreht em ^^^roßherfoalichen0Bürgermeister«ien haben sämmtliche ihrer Gemeinde curgehörigen obcrtn aeklellunasvüicütiaen Mtilitarpstichtiae auf Grund der ihnen bereits zugegangenen Stammrollen zu der Musterung sein und sich darum?u bemühen, daß die Letzteren -/2 Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und rernlrch geklerdet erschemem “nb WÄSftlÄtSTÄÄ Mt t» M i«. so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermerstere. bezm «ne Bescheimgungde« GerAs vorzul^^ Den Großherzoqlichen Bürgermeistereien liegt es ob, daraus aufmerksam zu machen, daß ein Mllrtärpflrchtyer wegen gerichtlicher Bef s g dienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. „ Im Anschluß an das Ersatz.Geschäft sindet 1) DienStag den 17. April im Gasthaus zum Rappen zu Grunbcrg 2) LamStag den 21. April tm Saale des alten Rathhauses zu Giepeu, 3) Freitag de« 27. April im Rathhaus zu Lich -le Klassificirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und »weiten Aufgebot» und der Ersatz. Skeser»« ritetriat^er®rb^er^bi^eniger^9?^erotflen und Landwehrmänner ersten und zweiten Aufgebots, sowie Ersatz-Reservi^n, welche im Falle einer Nnberufung ^ Zurückstellung wegen häuslicher Verhältniffe einen Anspruch machen zu können glauben, an bei bezeichneten Tagen, Morgen» 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Mär» 1888 Der Emil-Vorsitzende der Ersatz.Commisfion des Kreise» Gießen. Gießen, ven zo. -uarz i»oo. Jost, Negierungsrath. Gießen, am 26. März 1888. Großherzoglicher Kreiramt Gießen. Dr. Bookman n. Politische Ueberficht. Gießea, 26. März. Ein allerhöchster Erlaß, vom 21. Mär, dallrend, beauftragt den Kron- vrinzen Wilhelm mit der theilweisen Stellvertretung der Kaiser». Der Kronprinz wird diejenigen Regierung,geschäste zu bearbeiten und zu erledigen haben, welche ihm der Kaiser selbst zuweisen wird, wobei der Kronprinz die erforderlichen Unierschristen in Vertretung seiner kaiserlichen Vater« ohne jedesmalige besondere Ermächtigung vollziehen kann. Air Beweggrund zu diesem Schritte hebt der Erlaß ausdrücklich den Wunsch der Kaiser» hervor, daß sich der Kronprinz durch unmittelbare Belheiligung an den Staatrgeschäften mit denselben vertraut mache. Der Krästezustaud Kaiser Friejdrichr ist andauernd gut und be- stärkt die Hoffnung, dar theuere Leben der Monarchen noch weit länger erhalten zu können, al« man die» bi» vor Kurzem angenommen. Nur mtiffen die Mit- Ihetlungen über eine auffällige Besserung ebenso vorfichtig ausgenommen werden, al« die entgegengesetzten Gerüchte über eine etngetretene Verschlimmerung im Be- finden Sr. Majestät de« Kaiser». Wa» die sich widersprechenden Mittheilungen über da» Sprechvermögen unseres Kaiser» anbelangt, so wird von competenter Seite verfichert, daß die Natur de, jetzigen Zustande» de» hohen Herrn dem- selben für absehbare Zeit keine andere al» eine Flüsterstimme ermögliche Der fignalistrte Gnadenact der Kaiser« ist noch nicht veröffentlicht worden, doch wird seine Verkündigung allseitig al« unmittelbar bevorstehend erachtet. In Berliner parlamentarischen Kreisen glaubt man zu wissen, daß der Act ein umfassender sein werde und der preußische Justizmtnister Dr. Friedberg mtt seiner Aursührung betraut werden würde. Bei dieser Amnestie kämen aber die socialdemokratischen Bestrebungen nicht in Frage und er sei namentlich von der Rückkehr der auigewtesenen Socialdemokraten abgesehen worden, da die Ausweisung eine rein administrative und durch keinen richterlichen Spruch »um Vollzug gelangte Maßregel darstelle. Kaiser Friedrich hat den Generallteutenant Mischke, Jnspecteur der Kriegsschulen, unter Belassung in diesem Verhältniß zu seinem General-Adju- tauten ernannt. Die „Nat.-Ztg." weiß zu melden, daß da» Testament Kaiser Wilhelm'» bereit» eröffnet worden sei. Dasselbe soll, dem genannten Blatte zufolge, schon au« dem Anfang der fiebziger Jahre stammen und speciell den Prinzen H-tnrtch, den zweiten Sohn Kaiser Friedrich'« mtt einem Vermächtnisse bedacht haben. Die Ursprungrzetl de« Testament» schließt einen politischen Inhalt, welcher sich aus die Verhältnisse der neueren Zeit bezöge, au«, lieber da» Prtvatvermögen, da« wohl zu unterscheiden Ist vom Kron- fideicomm:ß, steht dem Kaiser vollständig freie Verfügung zu. Kaiser Wilhelm war em guter Haushalter und sein htnterlaffene« Vermögen ist jedensall« ein sehr beträchtliche«, wenn auch die hierüber circulirenden Zahlenangaben — man spricht sogar von einer Hinterlassenschaft von 54 Millionen Mark — vielfach übertrieben sein mögen. Da« preußische Herrenhaur Hai stch am Sonnabend ebenfall« vertagt und ist somit die parlamentarische Osterpanse eine vollständige geworben. Ueberhaupt herrscht zur Zeit auf lnnerpolitischem Gebiete verhält- mßmäßige Ruhe unv kann man dieselbe al« den natürlichen Rückschlag gegen- über den stch überstürzenden Meldungen betrachten, welche sich an den Thronwechsel knüpften. Wohl erst der Wiederzusammentritt de» preußischen Abge> ordnetenhause«, welcher noch verschiedene nicht unwichtige Aufgaben zu erledigen Hat, wird nach Ostern in die innere Politik wieder einige« Leben bringen und dürfte die Landtag,sesfion jedensall« noch bl, Pfingsten währen. Die noch zur Zeit tagenden parlamentarischen Vertretungen anderer Einzelstaaten werden in diesen Tagen ihre Sitzungen fast sämmtlich schließen. .77ß . ms . . Nr. 11 de» Reichs Gesetzblatts, ausgegeben den 23 d. M, enthält: Gesetzbl. e. 75j $om l56 März"188L ^ ®efe6es- betreffend die Rechtsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete, vom 17. April 1886 (Reich«. K' 177«^ Bekanntmachung wegen Redaction de» Gesetzes, betreffend die Rechtsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete. Vom 19. Mär» 1888 ^78.) B-rordnung, betreffend den Erlaß der Wtttwen- und Waisengeldbeiträge der Reichsbankbeamten Vom 18. Män 1888 * Vom 21. März 1888. ®r[a6' betreffenb bie ^"Heiligung Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit de« Kronprinzen an den Regierungsgeschästem Berathkn7de?FL7»?GeL Punkte tritt das Haus sofort in hie c ki ohn^ßaubad) theilt dem Hause mit, daß der Ausschuß rnttRücksickt Wichtigkeit der Frage beschlossen habe, auf seinem früheren Beschluß zu beharrm Hiermit solle weder der Regierung noch der Zweiten Kammer Opposition gemacht ^ahme des Antrags das Wahlrecht bet Steuerbefmtm gefährdet sei, wie in der Zweiten Kammer behauptet wurde, bestreite er entschieden. Ministerial-Prasident Weber empfiehlt nochmals die Regierungsvorlage und AZseh7n^ ?r7egkn werde" Durchstimmung beider Hauser hin, wel^e sicher °alle?wärts Fürst Zsenburg-Birstein erklärt, daß ote jetzige Vorlage nicht die der ÄTfU’ber Kmu^be M »»MW Zweiter Kammer gesägt. Er aus bÄ®Ä b° dn und Wilhelm erklären nach der von Fürst Jsenbura- Birstein abgegebenen Erklärung sich auch der Abstimmung enthalten zu müssen. 9 närun^u^aö@Vat $°ri Unb @raf Erbach-Fürstenau geben ähnliche Er- - , erfolgter Abstimmung wird schließlich der Beschluß Zweiter Kammer (jetzt firf? h»r "qShfrr aßC m * 12 0C0Cn 6 Stimmen angenommen. 5 Mitglieder enthielten NH Der Abstrmmung. , “♦ Darmstadt, 24. Marz. (Zweite Kammer der Standes Nochmals steht das Finanzgesetz zur Berathung, da in der ersten Kammer bezüglich der Steuer-Coeffi- crenten ein anderer Beschluß gefaßt wurde. , Abg. Wolfskehl erklärt, der Finanzausschuß zweiter Kammer hatte cinstimmia. beschlossen, dem Hause zu empfehlen, dem Ersuchen erster Kammer auf Freigabe von Zwei weiteren Einkommenstenerklassen nicht beizutreten. ü 0 " Den NachtheU eines solchen Erlasses andeutend, weist derselbe nach, daß z B junge Lehrer auf dem Lande mit geringem Einkommen, sowie kleine Landwtrthe'mit in diese beiden Steuertlassen zählten, eine Freigabe aber gewiß nicht wünschten, während unter Umstanden der Arbeiter, der mtt seiner Hände Arbeit, ohne einen Grundbesitz sein eigen zu nennen aber täglich 2-2»/, JL verdiene, in die Klasse geschätzt werde, von der eine Freigabe nicht erfolgen soll. Er empfiehlt, den früheren Antrag des Ausschusses, der nun Regierungsvorlage sei, anzunehmen. , a Wasserburg spricht sich für den Ausschußantrag aus, hat jedoch gegen das erngeschlagene Verfahren staatsrechtliche Bedenken, da der Art. 67 der Verfassung festsetze, daß die erste Kammer nur befugt sei, einen Beschluß zweiter Kammer anM r!£meSu7er Ä^bhnen. Trete der letztere Fall ein, so sei alsbald in gemeinschast- llcher Sitzung beider Hauser über diesen Fall abzustimmen. Präsident Kugler erwidert und Ministerialpräsident Weber bestätigt, daß schon früher auf ähnliche Weise Verständigung mtt der ersten Kammer angestrebt und erreicht wurde. 0 ' Die Abgeordneten Schröder und Frank sind der Meinung, daß nur iwrt Saue maßgebend seien, entweder den Antrag erster Kammer anzunehmen ober auf dem früheren Beschluß zu beharren. ' , h beantragt den Ausfchußantrag zur Abstimmung zu bringen und wird Derselbe mit 29 gegen 10 Stimmen angenommen; der Anttag Mölltnger, Schade und Schroder ist formt wieder gefallen. b w Abg. Bergsträßer glaubt, daß der Beschluß der ersten Kammer ein wohlgemeinter fei, welcher, wenn nur auf die letzte Steuerklasse ausgedehnt, doch im Hause Sympathie erhalten hätte. (Rufe! Nein! Niemals!) V *1 Abg. Jöst (Svc.) spricht sich mit aller Entschiedenheit gegen eine Befreiung der beiden unteren Klassen aus, weil er hierin den Anfang erblickt, diesen Befreiten bei günstiger Gelegenheit das directe Wahlrecht zu entziehen. , r Es erfolgt die Abstimmung und wird der Beschluß erster Kammer einstimmig abgelehnt, ebenso der frühere Beschluß (Antrag Mölltnger) mit 26 gegen 23 Stimmen. Einstimmig nimmt sodann das Haus den Antrag der Regierung, an Grund- steun 14 H an Gewerbe- und Einkommensteuer 16 H und an Kapttalrentensteuer 17 auf die Mark Steuerkapital auszuschlagen, an. Die Sitzung wird bis auf V2I2 Uhr ausgesetzt, um den Beschluß erster Kammer entgegennehmen zu können. Um 3/<12 Uhr wird die Sitzung wieder eröffnet. ,, r . dräfidnit Kugler macht dem Hause Mittheilung von dem soeben gefaßten Beschluß erster Kammer und vertagt sich das Haus dis zum Spätherbst. , s Zu einer perönlichen Bemerkung und Rechtfertigung ergreift der Abg. Muth das Wort und erklärt, daß gelegentlich der Berathung der Ablösung der Fischerei- gerechtsame rn erster Kammer die von ihm (Abg. Muth) gemachten Behauptungen Seitens des Fürsten Jsenburg-Birstein und des Freiherrn 0. Riedesel als unsachgemäß als unwahr bezeichnet worden. Er halte seine Behauptungen aufrecht. Ebenso entbehre die Behauptungen der Herren, daß in Sachen des abgerissenen Wehres ein Unheil erlassen sei, der Begründung. Er werde die Angelegenheit in der „Darmstädter Zeitung öffentlich zur Sprache bringen. Er müsse nur bedauern, daß die hohen Herren das hohe Haus benutzt hätten, um in dieser gehässigen Weise gegen einen Abgeordneten vorzugehen. ö Die Sitzung ist somit geschlossen. Berlin, 24. März. Der Kaiser arbeitete Vormittags mit dem General der Aldedyll.. Nachmittags um 3 Uhr fand im Rtttersaale des hiesigen Schlosses vor Ihrer Majestät der Kaiserin Victoria eine Trauercour statt, an welcher ammtlidje Prinzen und Prinzessinnen thetlnahmen. Ihre Majestät die Kaiserin in tiefster Trauer, mit dem Band und Stern des Schwarzen Adlerordens, nahm vor e Platz, wählend die Prinzen und Prinzessinnen sich seitwärts des Thrones aufstellten. Von dem Eingänge des Saales bis zum Thron bildeten die Pagen mit Trauerabzeichen Spalier. Die Trauercour wurde von den Damen des Gefolges der /rOfi?ct Denselben folgten die General- und Flügeladjutanten, der ?on Wilmowski, das diplomatische Corps mit Damen, an deren N NeJöotfdjaftertnnen befanden; hierauf folgten die Mitglieder des Sunbe^ %™rbcn§, die Häupter der fürstlichen Familien, k\ G^sEat, die Minister, die Präsidenten des Reichstages und des Landtages, 51« “St« ?Cn geheimen Räthe, die Mitglieder des Reichstags und des Landtags und das Ofstziercorps. Nach Beendigung der Trauercour zog sich Ihre Majestät die Kaiserin in den Kapitelsaal zurück. , A Der „Staatsanzeiger" meldet, daß gestern im Charlotten- burßer Schloß bei Seiner Maiestat dem Kaiser die Vereidigung des gesammtcn Staats- ministeriums stattfand, welcher Ihre K. K. Hoheiten der Kronprinz und Prinz Heinrich beiwohnten. Nach der Vereidigung fand eine Sitzung des Kronraths statt. Deutschland. ?4, ^ärz. Se. Königs. Hoheit der Großherzog empfingen «ullmann vom 2. Großh. Infanterie>Regiment bahnen H°ß ^r" 116, ben Betrieb« - Controleur bet den Oberhessischen Eisen- , J Darmstadt, 24. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzag haben heute Nachmittag l'/z Uhr den RönigL Preu», außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am hiesigen Hofe, Dr. Freiherr v. Thielmann in besonderer Audienz empfangen. Es war die« der erste Empsana nach der Thronbesteigung Sr. Maj. de» Kaiser» Friedrich. - MMn Mittwoch, den 28. März, Vormittag», findet in der Großh Schloßkrrche die Consrrmation Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Altr der längsten Tochter Sr. Königl. Hoheit der Großherzog», statt ' - Wie wir hören, ist nunmehr bie Hochzeit Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Irene mit Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Heinrich von Preuße« definitiv auf den 2. Mai anberaumt worden. Einem Befehl Sr M°,. de» Kaiser« Friedrich entsprechend, soll die Hochzettrfeter in Potsdam ab-' gehackkn werden. Das Schloß in Kiel, welcher bekanntlich al« Residenz der .ST’K" Aussicht genommen ist, ist zwar noch nicht ganz restaurirt, mdeffen doch schon zur Ausnahme de« hohen Paare« genügend in Stand gefegt “• Darmstadt, 24. März. sErste Kammer de? Stände.j Di- Tribünen find heute ubersullt und die Mitglieder de» Hauses säst vollzählig anwesend. Das Großherzogltchc evangelische Dekanat Gießen an sämmtliche Kirchenvorstände de- Dekanats. „ Diejenigen welche mit Aufstellung der Wählerlisten noch zurück sind, wollen dieselben alsbald aufstellen und nach dem Gesetz offen leaen SÄ' f0 m01Ien ®le bte Wahl der kirchlichen Gemeindevertretung vornehmen u'Id nach °°ll?gener OffeZgung _____________________Dr. Strack. Posen, 24. März. Der Reichstagsabgeordnete für Mogilno-Gnesen-Wongrowitz, v. Jarochowsli, ist heule hier gestorben. Arankreich. PariS, 24. März. Gestern fand hier eine Versammlung von Gegnern Boulangers statt, welcher etwa 2500 Personen beiwohnten. Joffrin hielt eine Rebe, in welcher er das Säbelregtment brandmarkte, wahrend Graf Neuville zu Gunsten Boulangers sprach. Die Versammlung verlief äußerst stürmisch, Ruse „Nieder mit Boulanger" wurden mit Hochrufen auf Boulanger beantwortet. Schließlich wurde eine Tagesordnung angenommen, welche sich auf das Schärfste gegen Boulanger ausspricht; gleichzeitig wurde ein Telegramm an Felix Pyat nach Marseille abgesandt, in welchem dessen Eandtdatur mit lebhaftem Beifall begrüßt wurde. Die Versammlung verlief ohne weiteren Zwischenfall. Am Ausgange des Saales war eine größere Anzahl Polizisten aufgestellt. — Das Untersuchungsgericht für die Angelegenheit Boulanger wird, wie nunmehr bestimmt ist, am Montag zusammentreten. Boulanger wird zu demselben Entlastungszeugen vorladen. Atalieu. Rom, 24. März. Deputirtenkammer. Der Präsident verlas ein Schreiben des deutschen Botschafters Grafen Solms-Sonnenwalde an den Ministerpräsidenten Crispt, in welchem dieser ersucht wird, den Präsidenten des Senats und der Kammer die MittheUung zu machen, daß der deutsche Reichstag in seiner Sitzung vom 19. d. M. einstimmig erklärt hat, daß die Ehrfurchtsbezeugungen für weiland Kaiser Wilhelm und die Theilnahme des Italienischen Parlaments an der Trauer des deutschen Volks Gefühle der lebhaftesten Erkenntlichkeit und der tiefsten Dankbarkeit heroorgerufen haben und daß diese Beweise der Sympathie eine erneute Kundgebung der freundschaftlichen Beziehungen bilden, welche beide Länder mit einander verbinden. Telegraphische Depesche«- Wvlff'S telegr. Eorrewmrdem-BAre««* Groß-Lichterselde, 25. Marz. Der Kronprinz und die Kronprinzessin trafen soeben am Haupieingange der evangelischen Kirche der Haupt-Cadetten-Anstalt ein, um der Einsegnung von 66 Cadetten beizuwohnen. Zum Empfange waren der General von Strubberg, der Kriegsminister, die Kommandeure des Eadetten-Corps und der Anstalt anwesend. Die höchsten Herrschaften wurden zu dem Altäre geleitet. Die Feier war um 11 Uhr zu Ende. London, 25. März. Gestern Abend fand die Gedächtnißfeier für Kaiser Wilhelm statt, welcher der Prinz von Wales, General v. LoS, Graf Hatzfeldt mit dem gesammten Personal der Botschaft und des Consulats, die hervorragendsten Vertreter deutscher Kunst und Wissenschaft, sowie der Ftnanzwelt, im Ganzm etwa 3000 Personen aller Stände der hier lebenden Deutschen, darunter auch viele Angehörige des Arbetter- ftandes beiwohnten. Die Feier gestaltete sich zu einer imposanten, erhebenden Kundgebung des deutschen Elements, wie London eine solche nie zuvor gesehen hat. Nach Gesangsoorträgen mit Orchesterbegleitung, ausgeführt von hiesigen deutschen Vereinen hielt Dr. Max Müller eine von wärmster Begeisterung getragene Gedächtntßrede auf Kaiser Wilhelm, welche mit dem Ruf schloß: Lange lebe das neue Kaiserpaar' Der Redner forderte das deutsche und das englische Volk auf, in guten und bösen Tagen treu zusammenzuhalten. Hierauf verlas der Ehrenschriftführer folgendes an den Kaiser Friedrich zu richtende Telegramm: „3000 Deutsche Londons, in Exeter Hall versammelt, um das Gedächtnlß Ew. Majestät hochseligen Vaters zu ehren, sprechen Ew. Majestät die innigste Theilnahme aus und erflehen in treuer Anhänglichkeit für Ew. Majestät eine lange und gesegnete Regierung." Vermischte». c x Mainz, 25. März. Nachdem gestern die Ständekammer geschlossen worden, hat der Landtagsabgeordnete Jöst heute die Aufforderung erhalten, die durch Verfügung des Ministeriums unterbrochene Strafhast innerhalb drei Tagen wieder anzutreten. △ Mainz, 25. März. Der Rhein ist seit heute Moraen wiederum in sehr merklichem Steigen und lassen die heftigen Niederschläge während des ganzen TagcS ein weiteres Wachsen befürchten. *»* Frankfurt, 25. März. Gestern Abend 7 Uhr wurde hier ein neues EafS, das EafS Brandl, im Neubau- der Versicherungsgesellschaft „Germania"' am Roßmarkt, eröffnet. Frankfurt ist damit um ein prachtvolles Lokal reicher geworden. Das neue Cas6 besteht auS einem Hauptsaal, welcher sich an der Südseite hinzieht, dem angrenzenden Damensalon, einem mit 5 neuen Billards ausgestatteten Billardsaal, 2 Spielzimmern, in denen die Freunde des Schach, Whist,Skat rc. in Ruhe ihr Spielchen machen können und einer allerliebst eingerichteten altdeutschen Weinstube. In letzterer ist ganz besonders Alles gethan, das Zimmer zu einem harmonischen Ganzen zu gestalten. Tische und Stühle, Fenster, Uhr, alles ist altdeutsch. Der Hauptsaal machte geftem Abend einen imponirenden Eindruck. Reiche, mit Gold bedeckte Stukkaturarbeiten* zieren Decke und Wände, prachtvolle Lüstres mit zahllosen Gasflammen spenden Licht, das sich von den goldbedeckten Wänden hundertfach widerspiegelt. Feine Plüschsophas stehen längs den Wänden und laden den Besucher zum Sitzen ein. Nicht minder prächtig und geschmackvoll ist der Damensalon, zu dem ein besonderer Aufgang führt, eingerichtet. Schon Nachmittags drängte sich das Publikum zu dem neuen Lokal und es bedurfte der größten Anstrengungen des Inhabers, die Neugierigen fern zu halten, damit die Arbeiter nicht gehindert wurden. Kurz vor 7 Uhr ergoß sich der Strom der ungeduldig Harrenden in das neue Lokal und schon nach einer Viertelstunde war jeder Platz besetzt. Zahlreiche Besucher konnten nur einen Rundgang durch die weiten Säle machen. Den ganzen Abend wogte es im Eas6 Brandl aus und ein, nicht 5 Minuten war ein Tisch leer. Billard wurde den ganzen Abend gespielt. So einladend das Cafä bei Lichterglanz auch aussehen mag, mehr noch wird es vermuthlich bei Tage besucht sein, denn seine Lage ist eine herrliche und von seinen Balkons kann das Auge den ganzen Roßmarkt bis zur Kaiserstraße hinüber und nach der andern Sette den Schillerplatz und ein großes Stück der Zeil übersehen. Es erscheint zweifellos, daß das Cafä Brandl binnen Kurzem einer der beliebtesten Sammelpunkte der Fremden und Einheimischen werden wird. Die Bedienung war gestern Abend eine recht gute und auch die gebotenen Getränke ließen nichts zu wünschen übrig. Bonn, 23. März. Der große Brand läßt sich jetzt, wo das Feuer gelöscht ist, in seinen Folgen übersehen. Die einzelnen Baulichkeiten, die betroffen worden, sind nicht in dem Maße zerstört, wie es anfänglich befürchtet wurde. Die Minoritenkirche ist bis an das Dachgewölbe abgebrannt, der Thurm, der, wie es scheint, nahezu zerstört ist, stürzte in den Dachstuhl der Kirche und bohrte durch die Gewalt des Sturzes ein Loch in das Gewölbe. Die Fenster der Kirche sind durch die Hitze stark beschädigt. Von dem angrenzenden Pfarrhaus ist nur das obere Stockwerk zerstört, das Schulgebäude ist fast ganz unverletzt geblieben. Am meisten gelitten hat die Stallung und oas Hintergebäude des Gasthauses „Zum goldenen Stern". Die erledigte Stelle eines Kreis- firafienwarteS mit dem Sitz in Heuchelheim soll auf 15. Aprll d. I. wieder besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bis längstens 1. k. M. unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie Beifügung etwaiger Zeugnisse über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art schriftlich bei dem Be- zirksbauaujseher Rohrer in Gießen zu erstatten. Gießen, am 24. März 1888. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. 2513 Dr. Boekmann._______ Versteigerung Mittwoch den 28.März 1888 Nachmittags 2 Uhr sollen mehrere Haufen AuSputz- reifer von den städtischen Anlagen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist bei der Stadtmädchenschule in der Westanlage. Gießen, den 26. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ________A. Bramm. 2516 Bekanntmachung. Donnerstag, den 29. März I. I., Nachmittags 2 Uhr, soll das Gemeinde-Brauhaus mit Inventar, bestehend in Kessel, einer Bier- und Maischbütte, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Versteigerungsbedingungen können Vormittags von 11 Uhr an auf hiesigem Bürgermeisterei- Bureau eingesehen werden. Bemerkt wird, daß in demselben Termine das frühere Rathhausgebäude mitverkaust wird, und können beide Gebäude von Kaufliebhabern vorher eingesehen werden. Treis a/L., am 23. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Treis. Benner. 2457 Eine Hundehütte ZU kaufen gesucht. 2532 Neuen Bäue 11. Allgemeiner Anzeiger. Das Bureau des Kreisgesundheitsamts Gießen befindet sich nunmehr Ost «Anlage Nr. SO, ?. Stock. »r. Konter* Nene Sendungen der modernsten Damen-Regen- mäntel, Umhänge-Jaquettes und Promenade-Mäntel in großer Auswahl eingetroffen. 2522 Gebe. Stamm. und Zur Saison empfehle eine reichhaltige Auswahl in Jaquetts, Promenades, Umhängen Regenmänteln, sowie Kleiderstoffe und schwarze Cachemrres in allen Preislagen. 2524 Hochachtungsvoll Wilhelm Attiff, 9 Seltersweg 9. rferdinanö Sdjultljeis | | Lindenplatz Giessen am Einhorn i o empfiehlt sein großes Lager in 8 « Filzhüten und Mützen s 2 und offerirt: § Confirmandenhüte von 2 an, feine Herrenfilzhüte von JL 1,50 an, » _________Mützen von 60 H an per Stück._____________2506 r § I 253°J Größere Lagerräume und ^J**^*'*'*'*^“♦■♦***“ e» I Wohnung zu miethen gesucht durch gesucht. Martin Lenz, Marktplatz. * Wilhelm Krämer, Bahnhofstraße 61. Möbelversteigerung. Donnerstag den 29. Marr Nachmittags 2 Uhr werden wegzugsbalber Ludwigstr. 4III — bei Frau Dr. Leißler — Möbel, als: 1 neue Garnitur lSopha und 6 Stühle), 1 großer Spiegel, 1 saft neuer ovaler Ausziehtisch, 1 großer ovaler Tisch, für Wirthe geeignet 1 Sopha, Rohrsessel, Kleiderständer Garderobe-, Büchergestell, Bettlade Vetrolfaß Oelbilder, Herrenkleider Küchengeräthe, Flaschen u. s. w. versteigert. 2533 Im Auftrag: Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Dienstag, den 8. Mai l. I , Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht das den Heinrich Euler dritter Eheleuten in Gießen gehörige Grundstück: Flur 17 Nr. 57 — 1188 Meter Acker am Hamm, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. März 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. 2535 Vogt, Ortsgerichtsmann. Dienstag, den 27. Mar? I. I, Mittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau verschiedene Mobiliar - Gegenstände, darunter 2 Ladeneinrichtungen, verkauft. Gießen, den 26. März 1888. Bühner, 2520 Gerichtsvollzieher. Mittwoch, 28. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meiner Amtsstube — Schillerstraße 5 — gegen Baarzahlung: Sophas, 2 Sessel, Kleiderschränke, Kommoden, 1 Spiegelschrank, einen Secretär, Tische, Stühle, Spiegel, Bilder, 1 Küchenschrank mit Glas- aussatz, 2 Nähmaschinen, 1 silberne Taschenuhr, 1 Stoßkarren, 1 Pferd, 1 Kuh u. a. m. Geißler, 2518 Gerichtsvollzieher. Eine Hofraithe, bestehend aus einem größeren und zwei kleineren Wohnhäusern, mit großem Garte« auf dem SelterSweg hier ist erboertheilungshalber unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres durch I. Blitz. 2514 Danksagung Grossen-Linden, 25. März 1888. 2517 Wittwe Kessler und Familie. 2534 2505 Dr. Strack, Pfarrer. S. Elsoffer 2498 oFiocfiXadi. (Grösste Erfindung I der engl. Stahlfedern - Fabrikation« I 3V1% do. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 26. Mär, 1888. Oesterr. 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Staatsbahn-Actim 1880 4o/o Russen Oblig. 4°/e untf. Egypter Oblig. A« Katz, __________________ Südanlage 13. f4Va°/o Franks. Landwsch. Creditbk.^ Oblig. 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. BVgO/o do. 5% BuderuS Oblig. Zu haben in allen Papier- und Schreibwaarenhandlungen. 2528 Coursbericht der frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3%24. Mörz 1888. Franks. Bank-DiSconto 3°/, Todes-Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß unser hoffnungsvoller, innigstgeliebter Sohn und Bruder Ludwig Bischoff nach 14tägigem Krankenlager an Lungenentzündung heute Morgen 87i Uhr sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Eltern und Geschwister. Gießen, den 26. März 1888. Die Beerdigung findet Mittwoch den 28. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Liebigstraße) aus statt. 2501 Königs-Reisstärke 2497 §riöcfi-6ac&. alte 100 90, neue 102.20 97.30 Meine Schuhwaarenhandlung, | 20 Francs-Stücke do. in Vi Engl. Souvereigns Dollars in Gold 2503 Ein geübter Heilgehülfe, evangelischer Consession, am liebsten ausgedienter Lazarethgehulfe, wird von einer größeren Krankenkasse zu engagiren gesucht. Durch Rasiren und Haarschnetden kann derselbe sich ein gutes Nebeneinkommcn verschaffen. Anerbietungen mit Referenzen unter Nr. 2503 an die Exped. d. Bl. gedämpftem Knochenmehl Thomasphosphatmehl, Kainit in empfehlende Erinnerung. DooiQoopcxsaoa 2531] Früh- «nb Spät-Kartoffel verkauft K. Malkomefius, Neuenweg. 4e/e Ungar. Goldrente 77.37 5»/e Gemischte Rnffen Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme von Nah und Fern, sowie für die überaus zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte unseres unvergesslichen Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers sagen wir hiermit innigsten Dank. 4% Preußische Consols 3Wo do. 4% Nassauer Oblig. 4% Bayerische Oblig. 4% Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. Für Landwirthe. Zur bevorstehenden Frühjahrsbestellung bringe ich mein Lager in Chili Salpeter, achtem Peru-Guano, §,,2118 passendes Oster-O geschenk." D g Wormser Loose 8 Qh 2 Mark; 11 Loose für 20 Mark. R O Hauptgewinne in Gold-Baar. r< 20000 und 1OOOO Mk. Zu beziehen durch die General- Agentur Lud. Müller & Co.,--i Bankgeschäft, Nü rnberg u. Ham- bürg, oder in Gießen bei X 2435 Jul. Wallach, Aermietyungen. 2499 In meinem neuerbauten Hause (Bahnhofstr.) find per 1. Juli zwei comf. Wohnungen zu vermiethen. __________________M. Hochstätter. 2500 Großes Zimmer mit Kabinet, Küche und Kammer an eine alleinstehende Dame zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 2510 Marktstr. 23: geräumiger Laden, auch Wohnung und Lagerraum; vahnhofstr. 27: Neubau, Wohnungen mit allem Zubehör per 1» Juli zu vermiethen. __________ Louis Sony. 2508 Ein Wagnergeselle gesucht. Georg Bechtold in Launsbach. 2511 Die WeckauSträgerin, welche neben der Kausfmannffchen Lampen« fabrik häufige Sitzungen zu halten pflegt, wird hiermit verwarnt._________________ 2515 Ein gesetztes Mädchen findet Stelle im_______Gasthof z. Löwen. 2525 Junges Mädchen vom Lande gesucht. Näh. Restauration Postkeller. 2521 Ein junges HauSbürschchen gesucht- Näheres in der Exped. d. Bl. 2529] Möblirtes Zimmer sofort zu mietben gesucht. Offerten unter K. L an die Expedition des Gießener Anzeigers. 2523 Die von Herrn Professor Philippi innehabende Wohnung mit Veranda, Gartenantheil und Bleichplatz ist bis zum 1. Juli anderweitig zu vermiethen. __I. Schellenberg. 2526 Durch Vers, des Hrn. Hauptm. Walter ist der 2. Stock, 5 Zimmer mit Zub. anderweitig zu vermiethen. ____________________Verl. Asterweg 44. 2512 Der 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. M. Langsdorf, Ludwigsstraße 57. finden in diskreten Fallen sorgsame, freundliche Aufnahme bet einer Wittwe in einer hübsch geleg. Villa einer Vorstadt. Off. u F. N. 61 postl. Alte Neustadt, Magdeburg. 2504 für Stotterer! Wir sind in der Anstalt des Herrn C A. Kutscher.Hannover in 10—20 Tagen v. Stottern vollständig befreit. Uns. Nam, enth. d. Prosp. 2502 Dumifcht« Anzeige». Gesucht 2527 em junger kräftiger Arbeiter, der auch mit einem Pferd umzugehen versteht. Näheres in der Exped. d. Bl._________ Kapitalausleihung. 6 -7VV Mark sind in etwa 5 Wochen aus der Kirchenkasse zu Lang-Göns aus- zuleihen. bie ich nach gänzlichem Ausverkäufe meiner Colonialwaaren ganz Tr bedeutend vergrößert resp. zu einem + Special-Geschäft I. Ranges 4" eingerichtet und welche bei bekannter reeller Netn-nn«" hb