Nr. 22S Mittwoch den 26. September Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 18«L Pnreanr Schulftraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. -reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 PH Amtlicher Hheit. Betreffend: Ausbruch der Räude unter den Schafen der fürstl. GutSvenvaltung Lich. Bekanntmachung. Unter den Schafen der Heerde der fürstl. Gutsverwaltung Lich ist die Räude ausgebrochen und wird deshalb die Gemarkungsfperre über dieselbe« Gießen, am 22. September 1888. Großherzo-liche» Kreisamt Gießen. ________Dr. Boekmann. ______________________________________________ Nr. 36 der Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 20. d. M., enthält: (Nr. 1823.) Bekanntmachung, betreffend die Einfuhr von Pflanzen und fonstigen Gegenständen des Gartenbaues. Vom 16. September 1888. Gießen, den 24. September 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische Rundschau. Gießen, 25. September. Die bedeutungsvolle Feier des Hamburger ZollanschlnffeS wird sich, entgegen den ursprünglichen Meldungen, ohne die Anwesenheit des Kaisers vollziehen, da derselbe um diese Zeit, 15. October, noch in Italien weilen wird. Es verlautet indessen, daß der Kaiser alsbald nach seiner Rückkehr nach Deutschland in Hamburg und Bremen vorsprechen werde und soll der Monarch beabsichtigen, den Höfen von Oldenburg, Schwerin und Strelitz bei dieser Gelegenheit einen Besuch abzustatten. Die officielle Bekanntgabe des Tages der preußischen Landtagswahlen verzögert sich noch immer und doch ist kein sichtlicher Grund zu dieser nachgerade auffallenden Verzögerung vorhanden. Da nach allgemeiner Annahme der Termin für die Urwahlen gegen Ende October sein wird, so wäre allerdings die höchste Zeit, nunmehr die Wählerlisten aufzustellen und auszulegen und die Aufstellung der Wählerlisten kann doch nicht vor Bekanntgabe des Wahltermins vollendet werden. Da letzterer bereits festgestellt sein soll, so ist nicht ersichtlich, warum die Regierung mit seiner Veröffentlichung so lange hinter dem Berge hält. Die französische Hetzpresse schreit wieder einmal Zeter und Mordio über die verruchten Deutschen. Der Umstand, daß unter den Strolchen, welche in Belfort mehrere französische Offiziere „anrempelten" und mit Messerstichen Iractirten, sich auch ein Elsässer, Namens Lehr, befand, bUdet den Ausgangspunkt des neuesten Spektakels der Chauvinistenblätter an der Seine. Dieselben haben im Handumdrehen aus diesem Individuum, wegen seines Namens, einen Reichsdeutschen gemacht, obwohl besagter Lehr der Sohn eines längst nach Frankreich ausgewanderten Elsässers ist. Das thut aber nichts, für „Paris", „Jntransigeant", „France" u. s. w. bleibt der Belforter Raufbold ein Deutscher und mit grimmiger Entrüstung schildern nun diese Blätter die Frechheit der Deutschen, französische Offiziere in deren eigenem Lande zu überfallen und sogar mit Messern zu bearbeiten. Dieses Wüthen erscheint um so lächerlicher, als der in Belfort von Lehr durch einen Messerstich verwundete Offizier lediglich das Opfer eines Versehens geworden ist, denn der Messerstich war einem ganz Andern, einem Civilisten zugedacht. Der französische Minister des Auswärtigen, Herr Goblet, der nach einer vielverbreiteten Meinung insgeheim den Ideen der „Revanchemänner" huldigen soll, hat sich von diesem Verdachte glänzend gereinigt. Herr Goblet hielt nämlich am Sonntag in Amiens bei der Enthüllung des Denkmals, welches dem bei der Vertheidigung der Citadelle von Amiens 1870 gefallenen Eapitain Vogel errichtet worden ist, eine Rede, welche bei aller patriotischer Wärme sich als frei von jedem Chauvinismus erwies. Goblet appellirte^m die Einigkeit aller derer, die Frankreich aufrichtig liebten und bemerkte sehr richtig, oer Hader der Parteien bilde die Schwäche des Landes und verhindere dasselbe, den ihm gebührenden Rang wieder einzunehmen. Wenn sich die Parteien einmüthig um die Regierung schaaren wollten, würde Frankreich wieder groß und mächtig sein, ohne seine Zuflucht zu den Waffen nehmen zu müssen. Und zum Schlüsse betonte Goblet, die Versammlung habe sich nicht zusammengefunden, um Worte des Hasses und der Rache zu vernehmen, sondern um pietätvoll eines Helden des Vaterlandes zu gedenken. — Wie vortheilhaft stechen nicht diese würdigen Worte des Ministers gegen die fortwährenden kriegerischen Tiraden gewisser französischer Blätter ab! Die Ernennung des bisherigen Vtcepräsidenten des ungarischen Oberhauses, Grafen Albin Esaky, zum Cultus- und Unterrichtsminister Ungarns, an des verstorbenen Trefot's Stelle, ist nunmehr amtlich erfolgt. Die Berufung des Grafen Csaky zur Leitung eines der wichtigsten ungarischen Ministerien, wird in den politischen Budapester Kreisen als ein höchst glücklicher Griff bezeichnet, denn der neue Minister besitzt alle für sein Amt erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, er erfreut sich im ganzen Lande des größten Ansehens, ist ein tüchtiger Administrator und ein äußerst geschickter Redner. Politisch gehört Graf Csaky der entschieden liberalen Richtung an, was ihn aber nicht gehindert hat, mit dem ungarischen Clerus bis jetzt die besten Beziehungen zu pflegen. Mit der Ernennung Csaky's betrachtet man das Cabinet Tisza als vorläufig wieder vervollständigt; die Provisorien in den Ministerien des Innern und der Finanzen bleiben bis auf weiteres bestehen. Aus Madrid wird das Ableben des französischen Marschalls Bazaine gemeldet, welcher seit seiner Flucht aus dem Fort Saint-Marguerite in der spanischen Hauptstadt gewohnt hat. Bazatne, geboren am 13. Februar 1811, hat eine ungemein bewegte militärische Laufbahn hinter sich, denn er focht mit in den Carlistenkrtegen, betheiligte sich an den französischen Expeditionen in Algerien in den Jahren 1842—1850, ebenso am Feldzuge gegen Marokko, kämpfte im Kriege in der Krim und in Oberitalien 1859 mit Auszeichnung, befehligte das französische Expedi- tionscorps in Mexiko und führte beim Ausbruche des deutsch-französischen Krieges das Commando des 3. Armeecorps. Nach den Niederlagen der Franzosen bei Weißenburg und Wörth erhielt Bazaine das Obercommando der französischen Rheinarmee, mit der er infolge der Schlachten vom 14.—18. August 1870 in Metz eingeschlossen wurde. Infolge seiner Capttulation am 28. October 1870 nach drei Jahren von einem Kriegsgerichte zum Tode verurtheilt, wurde Bazaine zu 20jähriger Jnternirung in Fort Sainte-Marguerite begnadigt; die Geschichte seiner Flucht ist ja bekannt. Deutschland. Darmstadt, 24. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 21. September den Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Darmstadt Carl Reinhardt auf sein Nachfuchen, mit Wirkung vom 1.October d. I. an, in den Ruhestand zu versetzen; , m tr. a am 22. September den Forstaffessor Carl Kalkhof zu Darmstadt zum Revifions- beamten bei dem Forftvermessungs- und Taxationsbureau mit dem Amtstitel Minifterial- Calculator, mit Wirkung vom 1. October d. I. an, zu ernennen. Berlin, 24. September. Die „Rord'o. Allg. Zig." schreibt heute: „Unter der Ueberschrtft „Aus Kaiser Friedrichs Tagebuch" hat die „Deutsche Rundschau" und nach ihr verschiedene Zeitungen Auszüge aus einem Tagebuch veröffentlicht, welches während des Krieges 1870—71 angeblich der Kronprinz — nachmalige Kaiser Friedrich III. — geführt haben soll. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß diese Veröffentlichung ohne Vorwissen Sr. Majestät des Kaisers und Königs erfolgt ist. WaS den Text deS angeblichen Tagebuchs des verewigten Kaisers Friedrich betrifft, so enthält dasselbe nach den Erinnerungen der bei den Ereignissen betheiligten Persönlichkeiten so starke chronologische und thatsächltche Jrrthümer, daß die Echtheit bezweifelt werden muß. Namentlich ist es ausgeschlossen, daß der ganze Inhalt von dem Kronprinzen selbst herrührt und täglich, also in frischer Erinnerung, von ihm ausgezeichnet worden ist. Berlin, 25. September. Der Reichskanzler ist gestern Abend hier eingetroffm. Der deutsche Gesandte v. Schlözer hat die Rückreise nach Rom angetreten. Telegraphisch« Depeschen. «Solst'S telegr. Eorrefponderr,. Bnrean. Potsdam, 24. September. Seine Majestät der Kaiser ist mittelst Extrazuges nach Detmold, Ihre Majestät die Kaiserin mit ihren Kindern nach Primkenau adgereist. Berlin, 24. September. Der Reichskanzler erklärte auf Befragen, das in der „Deutschen Rundschau" veröffentlichte angebliche Tagebuch des Kaisers Friedrich halte er nach Einsicht des Textes für apokryph. Berlin, 24. September. Hier eingegangenen Nachrichten zufolge fand gestern ein Angriff auf die Niederlassung der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft in Bagamoyo statt, welcher jedoch mit Hilfe des Landungscorps von der Kreuzerkorvette „Leipzigs nach kurzem Gefecht zurückgeschlagen wurde. Die Araber ließen 100 Todte zurück, während deutscherseits kein Verlust zu beklagen war. Kiel, 24. September. Gutem Vernehmen nach ist die Einweihung der neuen Marine - Akademie auf den 6. October festgesetzt. Vtceadmiral Blanc wird die leiten« Wiesbaden, 24. September. Die landespolizeiliche Abnahme der Nerobergbahn bat soeben stattgesunden. Die Probefahrt fiel zu vollkommener Zufriedenheit aus. Die Betriebseröffnung erfolgt morgen früh 10 Uhr. Wien, 24. September. Der König von Griechenland ist hier eingetroffm und verbleibt zwei Tage. London, 24. September. Eine Reuter-Meldung aus Kairo von heute sagt: Das englische Kanonenboot „Racer" und noch ein anderes Schiff begeben sich unverzüglich nach Suaktm, wohin ebenfalls ein egyptisches Bataillon zur Verstärkung der Garnison abgeht. Newyork, 24. September. Das gelbe Fieber hat sich dem Mississippi entlang von New-Orleans bis Louisvtlle ausgedehnt. In Memphis ist die schärfste Quarantäne eingeführt; die Miliz verhinderte dm Eintritt verdächtiger Personen. Lokales. Gießen, 24. September. sSchwurgericht.j Die Sitzungen des Schwurgerichts nahmen heute mit der Verhandlung gegen den Postverwalter Georg Christian Schnabel aus Homberg a. d. O., wegen Vergehens im Amte, ihren Anfang. Der Angeklagte, welcher der Unterschlagung größerer Geldsummen in mehreren Fällen beschuldigt war, wurde, nachdem die Geschworenen die Schuldfiage bejaht, von dem Gerichtshof in eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monate, abzüglich zweier Monate Untersuchungshaft, verurtheilt, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer von 3 Jahren. Gießen, 25.September. Vondem verzeichniß sämmtlicher Ortschaften der Provinz Hessen-Nassau, deS Fürstenthums Waldeck, des Kreises Wetzlar und des Großherzogthums Hessen (ausschließlich des Amlsgerichtsbezirks Wimpfen) wird eine neue Ausgabe vorbereitet. Von der Neuauflage werden, wie von den früheren, Prioat-Exemplare zum Herstellungspreise — etwa 1 JL für das Exemplar — käuflich an das Publikum abgelassen. Etwaige Bestellungen auf Prtoatexemplare werden bis zum 6. October von dem Kaiserlichen Postämte hier entgegengenommen. Vermischtes. Darmstadt, 24. September. sMilttärdienstnachrichten.j Ztegl.'er, Port.- Fähnr. vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Regiment (Großherzog) Nr. 116, zum Sec.-Lteut. befördert. — Baltzer, Thaer, Sander, Sec.-Lteutenants von der Reserve deS 2. Großh. Hess. Inf. - Regiments (Großherzog) Nr. 116, zu Premier - Lieutenants befördert. — Schwabe. Sec.-Lteut. von der Inf. des 1. Aufgebots des Landw.-Bat.- Bezirks Gießen, Dieffenbach, Sec.-Lteut. von der Inf. 2. Aufgebots desselben Landw.-Bat.-Bezirks zu Premier-Lieutenants befördert. Büdingen, 20. September. Wie wir hören, beabsichtigt die Actienzuckerfabrik Büdingen in Stockheim den Betrieb am 9. October zu eröffnen. Dieser späte Termin hat wohl darin seinen Grund, weil bet dem jetzigen warmen Wetter die Zuckerbildung in den Rüben sehr gefördert wird und dieselben außerdem noch nicht reis sind. Wir können daher den Rübenzüchtern nur empfehlen, vorausgesetzt, daß das günstige Wetter anhält, vorläufig noch mit dem Ausroden der Rüben zu märten. Es ist dann mit Bestimmtheit darauf zu rechnen, daß die Fabrik eine gute Ausbeute an Zucker und die Rübenzüchter eine gute Ernte machen werden. A Mainz, 24. September. In der heute begonnenen Schwurgerichtssesston dtctirte das Gericht in der ersten Anklagesache dem Beschuldigten eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren. Der zur Aburtheilung gekommene Fall ist ein derartiger, wie er glücklicher Weise in den Annalen der Crimtnaljufttz von Rheinhessen vereinzelt dasteht. Der Angeklagte, Jekob Rtedling aus Bredenktrchen, Backsteinmacher seines Zeichens, ist mehr Bestie als Mensch, dem neben Raub und Bedrohung drei Verbrechen im Sinne des § 176, Absatz 1—3 des Strafgesetzbuches zur Last fallen, deren Ausführung am Hellen lichten Tag auf offener Landstraße, in der Gegend von Etchloch, geschah. Seine Opfer find bejahrte Frauen, eine Taglöhners-Wtttwe von Armsheim und die Köchin des Pfarrers von Eichloch. Letztere hat der Unhold der Art zugertchtet, daß sie dem Siechthum verfallen. In welcher Weise dieser Mensch mit seinen Opfern verfuhr, läßt sich selbstredend nicht beschreiben und genügt zur Eharakteristik des Verbrechens wie des Verbrechers die von dem bejahrten Gerichtspräsidenten zum Schlüsse der Verhandlung gemachte Bemerkung, daß er in seiner langjährigen Gerichtspraxis noch keinen größeren Unmensch vor Augen gehabt habe. A Mainz, 24. September. Trotz der mißlichen Verhältnisse, in welche der größte Theil der hiesigen Maurergehülfen durch den langandauernden Strike zu Beginn der Bauzeit gerathen ist, gährt es immer noch zwischen Meistern und Gesellen und treten wieder neue Differenzen und Streitpunkte hervor. Als einen solchen haben neuerdings die Gehülfen die seither hier übliche Art der Kündigung aufgefaßt und zu der Frage in einer gestern stattgehabten Versammlung gegen die Meister Stellung genommen. Seither war es nämlich Brauch hier, daß wenn ein Meister momentan keine Arbeit hatte, er die Gesellen ohne weitere Kündigung auf so lange entließ, bis wieder Beschäftigung vorhanden. Auf dieses Zuwarten will man nicht mehr eingehen und soll gegen die Arbeitgeber, welche Gehülfen auf diese Art ohne vorherige rechtmäßige Kündigung entlassen, gerichtlich vorgegangen werden, wozu dem klagenden Arbeiter die Gerichtskosten aus der Vereinskasse zurückerstattet werden sollen. Formell sind die Gehülfen hierbei im Recht, ob aber durch das projecttrte Vorgehen das Ver- hältniß zwischen Meistern und Gesellen ein besseres wird, ist sehr zu bezweifeln. — Gegen die von der Stadtverordnetenversammlung vor einiger Zeit beschlossene Errichtung einer höheren Töchterschule hier — welcher Beschluß nur mit geringer Majorität gefaßt wurde — haben die Stadtverordneten Dr. Haffner und Wagner an zuständiger Stelle Protest erhoben. — Auf dem Bahnhof in Kastel fand heute Nachmittag die Entgleisung eines Güterzuges statt. Außer einer Entweichung der Maschine und einiger Wagen ist der Unfall ohne Folgen vorübergegangen. = Frankfurt, 24. September. Nach langem hartnäckigem Leugnen hat unser Silberdieb Bergmann neulich gestanden, daß er mit jenem Weber Miller aus Stojenthin identisch ist, ferner hat er zugegeben, der Einbrecher Birr aus Trier zu sein und den Einbruch bei Dr. Rumpff Hierselbst begangen zu haben. Bergmann-Willer ist in der Untersuchungshaft doch mürber geworden; er ist sehr ruhig und resignirt und hat dem Untersuchungsrichter gegenüber geäußert, er komme doch nicht mehr heraus. Trotz dieser frommen Miene wird er scharf beobachtet und nach wie vor angeschlosien, denn man befürchtet — und gewiß nicht mit Unrecht — daß er nur deßhalb so sanft- müthig thut, um die Wächter zu täuschen und lässig zu machen und bann im günstigen Augenblick einen Fluchtversuch zu bewerkstelligen. — Heute früh haben uns die Beduinen verlassen, um sich nach Köln zu begeben. Die Schaustellung war hier von rund 57,000 Personen, darunter 20,000 Schulkindern, besucht. Die braunen Söhne der lybischen Wüste sind nun von hier weggezogen, fie haben nämlich gefunden, daß das Frankfurter Publikum nicht kargt und mit vollen Händen Geschenke austheilt. Mit dem Ergebniß der hiesigen Vorstellungen sind alle Theile zufrieden, was glaubwürdig klingt, wenn man berücksichtigt, daß die zehnmal größere Reichshauptstadt nur die doppelte Einnahme ergeben hat. Von Köln geht die Karawane noch nach Hamburg und dann nach dem Orient zurück. Interessant ist für die Leser jedenfalls noch die Bemerkung, daß der Unternehmer, außer freier Reise, Beköstigung und Kleidung der Karawane pro Kopf und Monat 4 Pfund Sterling (80 dem.Scheich 8 Pfund = 160 Jt, und seinem !*/,jährigen Söhnchen 2 Pfund ober 40 JL bezahlt. Man sieht, bie Kosten eines solchen Unternehmens finb nicht gering unb man kann bei Unglück ebensowohl ein hübsches Sümmchen verlieren wie bei Glück gewinnen. Frankfurt, 23. September. Der noch jugendliche Diener einer hiesigen feinen Herrschaft, ein hübscher Mensch, der seinem Herrn treu und redlich gebient, sah sich plötzlich veranlaßt, seinem Herrn zu kündigen und zwar nur aus dem Grunde, weil die Tochter seines Herrn ihn mit Liebesanträgen verfolgte. Er sei nicht allein verlobt, sondern passe auch nicht zum Geliebten der Tochter eines so vornehmen Herrn, weshalb er lieber seine Stelle aufgeben wolle, als Unrecht zu handeln. Der Herr war über dieses Geftändniß nicht wenig erstaunt. Zunächst lohnte er den Diener aus, gab ihm ein sehr empfehlendes Schreiben und ein Geschenk von mehreren Hundert Mark und entließ ihn. Als das Töchterchen sich verantworten sollte, suchte man vergebens nach ihm. Es hatte sich aus dem Staube gemacht. Bis zur Stunde ist das Mädchen noch nicht gefunden. — ^Itach einer von Joh. Perk im Haag aufgestellten Statistik der Feuer- besiattungen in Europa von 1876—1887 haben in diesem Zeiträume zusammen 1493 Verbrennungen stattgefunden.' Von diesen entfielen auf Italien mit 19 Krematorien 952, auf Deutschland 496, auf England 26, Schweden 13, DänerBark 1, Frankreich 5, mit je einem Krematorium. — Die Zahl der in Gotha feit dem Jahre 1879 dis Ende August 1888 erfolgten Feuerbestattungen betragt 560. UniverfitätS-Ehronik. „ _ Der Professor der Theologie König in Leipzig hat einen Rus nach Rostock angenommen. Neber den Mißbrauch geistiger Getränke beschäftigte sich die am 14. September in Gotha abgehaltene 5. Jahresversammlung des „Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. Die ersten Gegenstände der Tagesordnung wurden eingeleitet durch zwei Referate, deren erstes Dr. Willich aus Kassel übernommen batte unter Zugrundelegung des Themas: „Das Verhältniß des Schnapses zur Volksernährung". Dr. Willich-Kassel spricht sich für Belehrung des Volkes über die schädlichen Wirkungen und den Nahrungs- unwerth des Schnapses, für Erschwerung des Bezugs von Branntwein durch Einschränkung der Schänken und Dertheuerung des Getränks, sowie für eine rationelle Verbesserung der Ernährungsverhältnisse der arbeitenden Bevölkerung aus. Korreferent eemität^a^ Dr. Thomas-Gotha gelangt zu ähnlichen Forderungen. Er ist nicht dafür, geistige Getränke als Genußmtttel ganz auszuschlietzen, wenn das gesrmdheitlcche Mai, gewahrt wird, er empfiehlt aber gleich dem Vorredner höchste Vorsicht bei der Verwendung des Alkohols als Heilmittel in gewissen Krankheitszuständen und besonders mb er ReconoaleScenz. Auch als erlaubtes Genußmittel soll der Alkohol möglichst ^tner gefährlichen Form als Branntwein, sondern höchstens in seiner un- schadlicheren Form des Bieres bargeboten werben. In der Erörterung mahnt Sanitäts- rath Bar-Berlm eindringlich zu großer Behutsamkeit bei der Darreichung von Alkohol am Krankenbette. Oberpfarrer MartiuS weist auf bie Begünstigung der irrigen Meinung, baß der Alkohol ein Kräftigungsmittel sei, durch gewisse Zeitungsmitlhellunaen hm und bestreitet, daß der Schnapsgenuß unter der Arbeiterbeoölkerung abgenommen habe. Sanitatsrath Dr. Zimmermann-Mühlhausen stellt sich als ein Probeexemplar absoluter Enthaltsamkeit von allen geistigen Getränken vor. Auch mit Bier unb Wein könne Mißbrauch getrieben werben. Das Schwierige sei eben baS Maßhalten und darin liege bie Gefahr. Eine Resolution wirb über diesen Gegenstand nicht beliebt, zJ?!?0 Möglichste Wirksamkeit im Sinne der gekörten Vorträge empfohlen. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung: „Der Antheil der höheren Stände an dem r. Krauch geistiger Getränke in Deutschland unb die benfdben beshalb ob: liegende Verantwortlichkeit", nimmt Superintendent Dr. Dreyer-Gotha bas Wort: Man denkt meist nur an den übermäßigen Schnapsgenuß in der Arbeiterbevölkerung; aber auch bie höheren Stäube haben ihren wesentlichen unb sehr verantwortungsvollen Anth-il. Es ist für da, sittlich- Urtheil glelchgttttg, ob der Stoff ebler, di- Wirkung minber augenfällig ist. Wie manche hoffnungsvolle Existenz ist schon durch das Kneipenleben ruinirt worden! Absolute Enthaltsamkeit als Norm ist undurchführbar, aber auch unberechtigt. Fröhliche Geselligkeit bei Wein und Bier ist im Wesen unseres Volkes begründet. Die Grenze ist individuell, aber sie muß von jedem Gebildeten erkannt unb eingehalten werden. Wir sollen den Arbeitern den Vorwand nehmen, uns zu sagen: Ihr macht es auch nicht besser!" Bankbirector EmminghauS (Eorreserent):^ Die ganze Lebenshaltung ber höheren Stände hat sich dem Genuß geistiger Getränke angepaßt. Wo bleibt da das Familienleben? Die unteren Stände sind viel eher zu entschuldigen, denn sie müssen viel entbehren. Redner rügt die studentischen Kneipexercitien und beklagt, daß sogar von hoher Stelle manchmal mit einer gewesen Leichtfertigkeit dem Frühschoppen das Wort geredet werde. Der Gebildete müsse zeigen, baß man fröhlich sein könne in bescheidener Weise ohne Volleres. Pastor Por g-Bremen weist auf die notwendige Reform der heutigen Geselligkeit hin. Er tadelt die verfrühte Geselligkeit (Kinderbälle), die einseitige Geselligkeit (Stammtisch der Manner, Kaffeekränzchen der Frauen), die übermäßige Geselligkeit (Hetzjagd nach Ver- bie späte Geselligkeit (die Nacht zum Tage machend) und bie materielle Geselligkeit (unvernünftiger Aufwand). Pfarrer Geiser-Karlsruhe fügt als 6. Punkt ^7?eremskrankhett" hinzu. Dr. Meynert-Dresben mißt ben Frauen eine wesentliche -7^'4-Ulb an den Gebrechen ber Gesellschaft zu unb erwähnt verschiedene gesellschaft- "che Sunden (Trinken der Kinder). Dr. Osius-Kassel als Referent spricht über „bie richtige Art ber Unternehmung von Volks-Kaffeehäusern". Es seien bies rein geschäfts- maßig zu führende gemeinnützige (keine Wohlthätigkeits-) Anstalten, welche am besten in Verbindung mit Volksküchen, welche auch warme Speisen verabreichen, betrieben werden. Eingesandt. Gießen, 25. September. In der Nacht vom letzten Sonntag auf den Montag wurde in einem Garten aut dem Nahrungsberg durch Aushängen der verschlossenen Gartenthüre eingebrochen und die in demselben befindlichen Zwergobstbäumchen, bie mit feinen, großen Birnen reichlich behangen waren, ganz geplündert. Die Birnen waren noch unreif unb beßhalb noch fast ungenießbar. Die Diebe — ohne Zweifel waren es mehrere — trieben ihr unsauber Hcmbwerk wahrscheinlich in aller Ruhe bei Hellem Mondschein; wußten sie boch, daß ber Feldhüter, der vor Kurzem diesen Bezirk zugetheilt erhielt, i/2 Stunde davon am Wallthor wohnt unb sie beßhalb vor ihm sicher fein konnten. — Unb einige bunbert Schritte bavon wohnen die zwei Feldhüter Müller unb Hardt, die aber die Hut in ihrer Nachbarschaft nichts mehr angeht, weßhcttb die Diebe sich vor diesen nicht zu fürchten brauchten. — Die Garten- unb Feldbesitzer am Nahrungsberg waren feiner Zeit froh, daß ber Feldschütze Müller, der für bie Hut des dortigen Umkreises so günstig als möglich wohnt, mit der Hut dieser Gegend betraut wurde. Schon die Nähe der Wohnung des Feldhüters mußte die Spitzbuben fürchten lassen, diese Gegend unsicher zu machen. (Leider ist inzwischen eine Aenderung ber Tienstbezirke eingetreten unb scheinen bie Herren Spitzbuben sich biese zu Nutz zu machen.) K. Handel und Verkehr. Gießen, 25. September. Auf bem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter,pr. Pfb. JL 100-1,05, Hühnereier, 1 St. 6- 2 St. 00- H, Enteneier 0- A Gänse- der 0—00 H, Käse pr- St. 4—7 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 b Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JL 0,50—0,65, Hühner pr. St. JL 0 80—1 lu Hahnen pr. St. 0.60—1,10, Enten pr. St. JL. 1,3 j—2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd'. 4' Kuh- unb Rindfleisch 45—54 Ä, Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch 54—64 H, Kalbfleisch 40—46 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 5,00—7,00, Zwiebeln per Centner JL 5,00—7,00, Milch pr. Liter 12—18 H, Weißkraut pr. St- 3—9 Frankfurt, 24. September. (Getreidemarkt). Weizen hiesiger JL 17,75—48X0, fremder JL 19,00—22,75, Roggen hiesiger Jü 14,75—15,5u, frember JL 00,00—00 00, Gerste, Brauerwaare JL 16,00—21,00. bo. zu Mahlzwecken JL 12,00-13,00, Hafer hiesiger JL 15,00-15,50, frember JL 00,00-00,00. V ’ Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen- 38. Woche. Vom 16. September bis 22. September 1888. Einwohnerzahl: 19 001 (tncl. 1600 Mann Militär). Es ftarben an: Zusammen: Erwachsene: Organischer Herzkrankheit 1 (1) 1 (1) Gehirnschlagfluß 1 (1) 1 (1) Miliartuberkulose 1 1 Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) Tuberkulose des Bauchfells 1 (1) 1 (i) Magen-Tarmkatarrh 1 — Entzündung ber Bronchien 1 — Gehirnentzünbung __ 1 — Sterblichkeitsziffer: 21,9 o/qq. Kinder im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 1 — — 1 — 1 Summa: 8 (4) 5 (4) 1 2 _ ?ILnh ln Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in ber betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Gottksdirvst io der Zyoagogr. Schluß bes Laubhüttenfestes (27. unb 28. Sept.) Mittwoch Abend 6°o Uhr, Donnerstag Morgen 8C0 Uhr, Donnerstag Mittag 400 Uhr, Donnerstag Abend 680 Uhr, Freitag Morgen 800 Uhr, Freitag Abend 5»o Uhr, Samstag Morgen 8oo Uhr, Samstag Mittag 4” Uhr, Samstag Abend 6w. !!Zur gef. Beachtung!! 7344 Alle Arten Bunt- und Goldstickereien, als: Fahnen, Bandeliere, Kiffen, DkonogrammÄ re., werden angenommen und auf's feinste ausgeführt. Gleichzeitig bringe alle ins Stickereifach einschlagenden Artikel in em- ’M“‘ ed,nm"«' J. « Fuhr, Somraft* 25. Obstversteigcrung. Dien»tag. den 2. «etober, »- Vormittag« von 10 Uhr an, soll das hiesige Genieindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen, Zwetschen und Niiflen, versteigert werden. Zusammenkunft im Ort- Bettenhausen, am 23 Sept. 1888. Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. w Rückel. 7649 Bekanntmachung. 2) 3) 4) 5) 6) Taae einzureichen. , _ Von Ord.-Nr 6 ist em Muster einzu- Drarienschloß, den 20. Septbr. 1888. Großh. Landeszuchthaus-Direction. gez. Bornemann.[/ooü Dienstag, den 2. October d. A., Vormittags 9 Uhr, werden aus der Ge- schäftsstube des Großh. Oeconomen 1200 Gentner auserlesene Eßkartoffeln und 50 „ untererdige Kohlrabi zur Anlieferung für Großh. Landeszuchthaus versteigert. Sodann werden an obigem Tage Vormittags 11 Uhr zur Lieferung durch schriftliches Angebot vergeben: 1) ungefähr 20 Tonnen holl. Vollharmge, . 600 Stück Wirsing, , 120 Gentner Weißkraut, 6 „ Zwiebeln, „ 400 „ Nornstroh, 80 Stück wollene Betttepplche. Die Bedingungen liegen in der Geichäfts- stube unterzeichneter Behörde zur Einsicht offen und sind die Angebote, versehen mit der Aufschrift: „Vergebung auf yarmg- rc. Lieferung" kostenfrer bis zu obigem Versteigerung. Mittwoch, den 26. September, Vormittags 11 Ubr, werden im Pfandlocal (Seltersweg 11): 1 Kleiderfchrank, 1 Glasschrank, etn Schreibsekretär, 1 Kommode, Sopha's, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, Messer, Gabeln, goldene Ringe 1 Medaillon, 10 Meter Eachemir, silberne Kaffeelöffel, 1 Uhr, 1 Wecker, 1 Stoßkarren, 2 Kühe, 3 Schafe, Vorhänge u. a. m- gegen Baarzahlung versteigert- <634 Versteigerung bestimmt. Horn. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß vom 1. Ocfober d. I. an die Abfuhrscheine zum Bezüge von Sand aus den Gruben im Gießener Stadtwald nicht mehr aus dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei, sondern nur bei der hiesigen Stadtkasse gegen Zahlung der festgesetzten Abgabe zu erwirken sind. Gießen, den 24. September 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 7663 Bekanntmachung. Die Lieferung des Bedarfs an Streumaterial für's Schlachthaus pro 1888/89 — ca. 100 Gtr. Kornstroh — soll vergeben werden und sind Offerten mit Preisangabe binnen 8 Tagen bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Gießen, den 21. September 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________________A. Bramm._____________________7629 Obst-VersteigeriigBg. Montag, den 1. Octobcr l. I., Vormittags 8*/- Uhr, soll das der Gemeinde Ostheim gehörige Obst, bestehend in ca. 650 Malter Aepfeln und einigen Bäumen mit Birnen, Kastanien und Speierlinge tn einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden. Die vorzügliche Qualität dieses Obstes ist allgemein bekannt und erlaubt man sich noch darauf aufmerksam zu machen, daß der erste >zug von Gießen Morgens 7 Ubr und der von Frankfurt 7^2 Ubr an der Haltestelle Ostheim, welche in der Mitte der Obstanlage gelegen ist, eintreffen. Für Kaufliebhabcr dürfte es jetzt schon von großem Interesse sein, Einsicht von dem Obst zu nehmen. Oft hei m an der MaimWeser-Bahn, am 22. Sevtember 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. ______________________________Schneider.__________7652 Pfennig Sparkasse. Die Einleger werden aufgefordert, Sam-tag den 29. September I. I. die Sparkassenscheine zum Zweck der Einlage der Pfennigspargelder in die Spat kaffe dahier an die Pfennigsparkaffe-Echeber abzugeben. Gießen, den 25. September 1888. ______________________ Ausverkauf. Wegen Umzug in das von mir gelauste I. C. Rettsr'sche Haus am Kreuz verkaufe, um zu raumen, sämmtliche Waaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen- 6569z Julius Schulze. Aeikgevotenes. Gute Düstäpfel 76533U Langt, Neustadt 47. 7672 Hamburger Fiach- u. Delik. Handlung A- Koch Nacht ■ry&i .... empfiehlt Mittwoch früh und die nächsten Tage eintreffend: llebendfrische Schellfische, Cablian, Seehechte, Ostender Seezungen, Rhein- und Lahuhechte, fr. Zander, lebende schöne Spiegelkarpfen, ^krevse, Räucheraale, div Delicatefsen- Nauheimer Badesalz und Mutterlauge «empfiehlt [7618] Heinrich Wallach. r Kindermäntel ♦ < empfiehlt in reichhaltigster Aus- ♦ ♦ wähl [7660 ♦ t Wilhelm Attig, ♦ ♦ 9 Seltersweg 9. f Weiisstöcke. Fünfjährige tragende Stöcke, vier frühe edle Sorten, werden Mitte October ab- gegehen ä Stück 80 H; Bestellungen können jetzt gemacht werden; veredelte Erdveer- pflanzen zur jetzigen Pflanzung ä ^tück 1 verkauft und versendet [7661 Ludwig Kirch, Dorlar b. Wetzlar. 7556 Einen IVrjährigen gelben Bern- chardiner-Hund verkaufe billig wegen Mangel an geeignetem Raum. Conr. Jos. Keller, Schloßgassei NB. Mein Haus, Sonnenstraße 20, beabsichtige zu verkaufen. 1521 J. 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Goldrente 167 00 Marienburger Eisenbahnactien Tendenz: stetig. 166.00 105.70 84 50 232 80 45 50 84 50 85 75 Disconto-Com.-Antbeü Lombarden Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 40/0 Rusten Oblig. Darmstädter Bankactien 7666 Es wird ein kleines Häuschen von ungefähr 6—7 Zimmern außerhalb der Stadt mit etwas Garten zu miethen gesucht. Mit diesem Vortrag sage ich meinen zahlreichen Gönnerinnen, sowie allen mir lieb gewordenen Bekannten ein herzliches Lebewohl, Ganz ergebenst Oscar Zack. Dramatisch-musikalische Abschieds-Soir6e Mittwoch, 26. September 1888, Gasthaus zum Gambrinus Donnerstag, den 27. Septemblr: in der Aula des Gymnasiums: Letzter lortrag von Oscar Zack unter gütiger Mitwirkung des Herrn Musikdirectors K r a u s s e und seiner Capelle. „Efl m o nt“ von W. v. Göthe. (Musik von L. van Beethoven). Eintrittskarten ä 1.— sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.) zu haben. Ein junger Mann ?11/ Familie, welcher das Gymnasium besucht hat/nicht Lehrlingsstelle in einem gemischten Waarengeschäft oder auf einem Comptoir. [7471 Gest. Anfragen zu richten unter Chiffre K. X 10 postlagernd Laubach erbeten. Eintritt kann alsbald erfolgen. 7646] Laufmädchen gesucht. Bleichstraße 2, 1 Tr. hoch. Mr frisch geschossene Hasen zahle ich per Stück Mk. 3.20, für Rehe 70 bis 80 Pfg. per Psd. 9 Wildprethändler Ebel 7341 in Gießen. Pi An in na neueste Construct., ridmllUb, kreuze , i Eisenr. vorz. Ton, 10 Jahre Garant., vers. von 125 Thlr. an frc., zur Probe d. Fahr. J. Schmey, Berlin 8., Ritterstr. 117. Theilzahl. gest. Preisl. gratis. [6159 7642] Gut möblirtes Zimmer iw vermiethen Ludwigstraße 34 I dem Universitätsgeb audegegenüb er. 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