Nr. 120 Samstag den 26. Mai 1888. euer Amts- und für den Kreis Gießen. )Bureau r Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. rciS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Amtlicher Hy eit. Lehrer-Conferenz des Conserenz-Bezirks Gießen: Mittwoch den 30. Mai, Vormittags 10 Uhr, in Gießen, des Conserenz-Bezirks Sich—Hungen: Donnerstag den 31. Mai, Vormittags 9V2 Uhr, in Hungen. Gießen, den 24. Mai 1888. Büchner, Schulrath. Politische Wochenschau. Gießen, 25. Mai. Das freudige Familienfest, welches am Donnerstag in unserem erhabenen Kaiser hause mit der Hochzeit des Prinzen Heinrich von Preußen und der Prinzessin Irene von Hessen gefeiert wurde, hat seinen Widerhall in allen deutschen Landen gesunden. Das deutsche Volk nimmt ja an den Geschicken seines Kaiserhauses in Leid wie Freud' den innigsten Antheil und wie es gerade die letzte schwere Zeit, welche mit den: Hetmgange^Kaiser Wilhelm's und der an erschütternden Wechselfällen so reichen Krankheit seines Lohnes und Nachfolgers über die kaiserliche Familie hereinbrach, so tief mitfühlte, davon liegen ja unzählige ergreifende Beweise vor. Aber ebenso lebhaft trägt es nun seine Theilnahme dem frohen Ereignisse entgegen, welches sich als erstes seit langen, trüben Monden im Schooße der Kaiserfamilie mit dem Hochzeitsfeste des Prinzen Heinrich vollzogen hat, namentlich, da diese Theilnahme noch durch die Genugthuung über die fortschreitende Wiedererholung Kaiser Friedrichs von seinem jüngsten schweren Krankhettsanfalle gehoben wird und allseitig erklingt der Wunsch, daß das junge Glück des neuvermählten Paares nicht wieder durch ernstere Nachrichten über das Befinden des kaiserlichen Vaters und Schwiegervaters getrübt werden möge. Die andauernde günstige Wendung im Zustande Kaiser Friedrich's hat denn auch dem Monarchen erfreulicher Weise die Theilnahme an den meisten festlichen Arrangements anläßlich der Hochzeitsfeicr gestattet, nur gebot hierbei sein Allgemeinbefinden selbstverständlich die Innehaltung gewisser Grenzen, wie denn überhaupt dle Rücksichtnahme auf den Gesundheitszustand des Kaisers der ganzen Feier eine Beschränkung auferlegte. Immerhin wies dieselbe ihre glanzvollen Momente auf, die mit dem feierlichen Empfange der Prinzessin-Braut auf dem Charlottenburger Bahnhofe am Vorabend des Hochzeitstages begannen. Im Uebrigen verlief das Hochzeitsfest ganz nach dem schon veröffentlichten Programm, so daß um 12 Uhr Mittags die kirchliche Trauung des hohen Paares — nach dem vorangegangenen standesamtlichen Acte — in der Schloßkapelle vollzogen wurde, und zwar durch Oberhospredtger Dr. Koegel. — Der Kaiser konnte erfreulicher Weise sowohl der civilen als auch der kirchlichen Trauung beiwohnen und war überhaupt sein Befinden gerade am Tage des Hochzeitsfestes ein recht gutes, wie denn überhaupt die Nacht zum Donnerstag für ihn die beste seit seiner Anwesenheit in Charlottenburg war. Das preußische Abgeordnetenhaus hat an diesem Freitag zum dritten Male über das Volksfchullastengesetz abzustimmen und hiermit wird wohl endlich die definitive Entscheidung über das Geschick'dieses Gesetzentwurfes, der so seltsam parlamentarische Wandlungen durchlaufen hat, fallen. Der Schluß der Landtagssession wird dieser letzten Beschlußfassung des Abgeordnetenhauses voraussichtlich alsbald folgen und es wird dann von den in der Reichshauptstadt bislang tagenden gesetzgeberischen Körperschaften nur der Bundesrath zurückbleiben, um in seinen Ausschüssen die Be- rathung über den abgeänderten Entwurf des Arbeiter-Invaliditäts- und Altersoersicherungsgesetzes durchzuführen, welche Berathungen aber schwerlich vor Ende Juni zum Abschluß gelangen werden. Im Uebrigen gehen wir in der inneren Politik ersichtlich der allsommerlichen Ruhepause entgegen, die sich in der allmälichen Ermattung der Erörterungen über die etwa noch schwebenden Tagesfragen kundgiebt und voraussichtlich werden erst die Vorbereitungen zu den im Herbste bevorstehenden Neuwahlen zum preußischen Landtage einen neuen Impuls in den Gang der innerpolitischen Angelegenheiten bringen. Gleich dem Berliner Oberbürgermeister v. Forckenbeck ist jetzt auch ein anderer hervorragender freisinniger Politiker vom Kaiser durch eine Ordensdecoration ausgezeichnet worden, nämlich Professor Virchow, welchem der Rothe Adler-Orden zweiter Classe mit Stern und Eichenlaub verliehen wurde. Wie bei Herrn v. Forckenbeck, so wird man auch bei Herrn Virchow den äußern Anlaß zu dieser Auszeichnung in seinem ausgebreiteten gemeinnützigen Wirken zu suchen haben, aber doch entbehrt der Vorgang des politischen Beigeschmackes nicht. Es soll nämlich die Verleihung von Ordensdecorationen an noch wettere freisinnige Politiker — man nennt u. A. Hänel, Mommsen, v. Staufenberg — geplant gewesen und nur in Folge des entschiedenen Einspruches des Fürsten Bismarck unterblieben sein. Derselbe soll die Demission des Gesammtministeriums in Aussicht gestellt haben, wenn noch ferner Personen, die notorisch der Opposition gegen die von den preußischen Ministern geführte Politik angehörten, derartig ausgezeichnet würden; inwieweit diese sensationell^ Nachricht begründet ist, bleibt noch abzuwarten. Aus Oesterreich sind wieder einmal allerhand Curiosa zu vermelden. Im Abgeordnetenhause waren zwei gleichlautende Massenpetitionen eingegangen, welche ein Zollbündniß mit Deutschland zwecks zollfreier Einfuhr von Agrarproducten verlangten. Der bekannte Abgeordnete Schönerer beantragte, die Petitionen drucken zu lassen und sie den volkswirthschaftlichen Ausschüssen zur beschleunigten Berichterstattung zu überweisen; doch ging das Haus über die Anträge Schönerer's wie über die Petitionen selbst zur Tagesordnung über. Ferner sind als „Zeichen der Zeit" aus Oesterreich das Verbot des Absingens der „Wacht am Rhein" und die Auflösung der Grazer Burschenschaft „Franconia", welche ihr Vereinslocal mit deutschen Fahnen geschmückt hatte, zu registriren. Aus Frankreich wird ein seltsamer Coup der Bonapartisten gemeldet. Das für den einen bonaparttstischen Prätendenten, den Prinzen Napoleon, thätige Agitations- comilä hat an das für den anderen Prätendenten, den Prinzen Victor arbeitende ComilS ein Schreiben gerichtet, in welchem beantragt wird, eine Revision der Verfassung behufs directer Wahl des Staatsoberhauptes vorzunehmen, aber nicht zur Wiederherstellung der Monarchie, sondern zur — Befestigung der Republik! Man weiß schon, was hinter diesem Manöver steckt! — Von Clemenceau, Joffrin und Rance, also Vertreter der verschiedenen republikanischen Richtungen, werden Schritte unternommen, um die republikanische Partei gegen die plebiscitäre Bewegung der Boulan- gisten und Bonapartisten zu einigen, auch die französischen Freimaurer wollen gegen die letztere Stellung nehmen. 2KaL Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschlreßung vom 24. d. M. Allergnädtgst geruht: TO.r, Die Hofdamen Ihrer Königlichen Hoheit der Höchstseltgen Großherzogin Alice, Freiin von Senarclens-Grancy, zur Schlüsseldame und die Kretin Margarethe von Fabric zur Hofdame zu ernennen. 25. Mat. Die „Köln. Ztg." glaubt aus sicherster Quelle zu berichten, daß der Kaffer Seine Königliche Hoheit unseren Großherzog zum Jn- erna^nnt^bat^' ^rmce'^n^cc^I0n' sicher das 7., 8. und 11. Armee-Corps zugethetlt ist, au 24. Mai. sMilitärdienstnachrichten.j Feldt, Hauptm. vom Generalstave der 19. Div., als Comp.-Chef in das 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. (Groß- • &Ä \ H^sig, D0™ 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. (Großherzog) dem Reg. unter Beförderung zum Hauptmann, — aggregirt. Schnitzker, EtcefelbweM °om Landw.-Bats.-Bezirk Halle, zum Sec.-Lt. der Reserve des 2. Großh. Hest. Jnf.-Regts. (Großherzog) Nr. 116 — befördert. Cullmann, Hauptmann und Comp.-Chef vom 2 Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, als Major mit Pension und ferner bisherigen Uniform der Abschied bewilligt. , Berlin, 23. Mai. Der „Münchener Allg. Ztg." wird gemeldet: „Der Kaiser hll^e beabsichtigt, mehreren hervorragenden liberalen Politikern Ordensauszeichnungen zu verleihen, verzichtete aber darauf, nachdem Fürst Bismarck das Entlassungsgesuch des gesammten Staatsministeriums in Aussicht gestellt hatte. Auch in anderen süddeutschen Blattern finden sich allerlei Bemerkungen zu diesem Gegenstände — unter anderen werden als die von Kaiser Friedrich mit einer Auszeichnung Bedachten Virchow, Mommsen, Hanel und Schenk v. Stauffenberg genannt. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz - Burearr. Berlin, 24. Mai. Der Kaiser hatte einen recht guten Tag, er unterließ aber in der Erregungen des heutigen Tages die Theilnahme an der Spazierfahrt, welche die Kaiserin mit den Prinzessinnen-Töchtern nach dem Grünewald unternahm, und fuhr Abends von 6 bis 71/2 Uhr im Ponnywagen im Park spazieren. Gegen 8 Uhr suchte er das rQU^rC Großherzog von Hessen ist mit den Familiengliedern des artrl^n Hauses Abends 81/2 Uhr nach Darmstadt zurückgekehrt, nachdem er vorher noch Abschiedsbesuche des Kronprinzen, des Prinzen von Wales und des Großfürsten Sergius mit Gemahlin empfangen hatte. 1 Berlin, 24 Mai. Dem Vernehmen nach dürfte der Kaiser in den ersten Tagen des Ium nach Schloß Friedrichskron bei Potsdam übersiedeln, wo er die parterre rechts gelegenen Zimmer bewohnen wird. Im Hochsommer soll dieser Aufenthalt mit Homburg v. d. H. vertauscht werden, da Dr. Mackenzie die dortigen klimatischen Verhältnisse für besonders geeignet hält. . Berlin. 24. Mai. Mit dem Glockenschlag 12 zeigte das Läuten sämmtlicher Glocken Charlottenburgs den Beginn der kirchlichen Trauung im Schlosse an. Um 12 Uhr ?-2.^reIt0ntren 26 Kanonenschüsse als Zeichen, daß die Ringe gewechselt seien. Sämmt- liche Glocken begannen wiederum zu läuten. Der Kaiser und die Kaiserin Augusta wohnten oer Ferer bei. Bei der Anfahrt wurden Prinz Heinrich, der Kronprinz, ferner Feld- marschaU Moltke von einer nach vielen Tausenden zählenden Menschenmenge mit stürmischer Begeisterung begrüßt. Der Kronprinz trug Marine-Uniform. « 2t- 2)?aL Prinz Heinrich mit Gemahlin ist Nachmittags 3 Uhr vom Bahnhof Charlottenburg m einem Extrazug nach Erdmannsdorf abgereift. Auf dem Wege brachtem roar eine dichtgedrängte Menge, welche stürmische Huldigungen dar- Berlin, 24. Mai. Die Kaiserin Augusta küßte nach beendigter Trauung das Brautpaar Aderst. Prinz Heinrich kniete vor ihr nieder und küßte ihr die Hand; er wurde dann von der Kaiserin umarmt. Der Kaiser empfing hierauf das Brautpaar, umarmte Beide stehend und küßte Beide herzlichst, ebenso wie die Kaiserin Victoria. Berlin, 24. Mai. Der Traurede des Oberhofpredigers Koegel lag als Text das Evangeliftenwort zu Grunde: „Den Frieden lasse ich Euch, meinen Frieden gebe ich Euch!" Koegel hob hervor, daß nach Tagen tiefer Trauer und banger Sorge ein Maientag voll Glück und Glanz das Kaiserhaus begrüßte. Er erinnerte, daß der Name der hohen Braut eine stete Erinnerung an das Wort „Frieden" fei. Den Toast auf das Brautpaar bei der Galatafel brachte der Kronprinz Namens des Kaisers aus. Berlin, 24. Mai. Der Staatssekretair v. Stephan dankte den Beamten der kaiserlichen Postanstalten für die durch Verfügung vom 9. April veranstalteten Sammlungen zu Gunsten der Ueberschwemmten, welche die Summe von 76,852 10 4 ergeben, in einem Schreiben, batirt 00m 20. d. M., worin es heißt: „Ich weiß, daß die Herren Be- anltenj. ür $ur Herbeiführung dieses günstigen Ergebnisses aufgewendete Mühe und gebrachten Opfer Dank und Anerkennung nicht begehren. Aber es ist mir ein Bedürfniß, Ad^n auszusprechen, wie sehr der auch bei dieser Gelegenheit hervorgetretene gute Geist, der Alle erfüllt, mich wiederum erfreut und erhoben hat". ®erlht, 24. Mai. Der „Reichsanzeiger" publicirt ein Gesetz über eine Anleihe für die durch die Hochwasser im Frühjahr 1888 herbeigeführten Verheerungen. Berlin, 24. Mai. Im Schloßpark zu Charlottenburg meldete sich gestern Abend em Parkwächter Landhammer, der durch einen Schuß am Arm verwundet war. Der That- bestand ist noch nicht festgestellt. Von der Patrouille ober einem Militärposten ist kein Schuß erfolgt. Die Verwundung ist unerheblich. Eingesandt. Lokales. Der Steg ist demnach seit einigerZettund Jedermann sei zur Besichtigung etngeladen - rm vergangenen Winter eine Zeitlang in un- Aber Stadträthe selbst haben ja damals bei klagend erklärt, daß auch die . . I5; ™mai- lPrivatd-pesch-.j ®e. Majestät der Kaiser hatte ein- recht befriedigende Nacht. Nach der Aufregung des gestrigen Tages fühlt sich der Kaiser jedoch ermüdet und verlaßt auf Anrathen der Aerzte erst Mittags das B-tt Bulletins .rschetnen künftig nur einmal wöchentlich, das nächste ooraussichtttch Montag Wenn die Besserung des Ka.sers anhält, soll di- Abr-is- nach Friedrichskron in den ersten Jumtagen stattftnden. ' Vermischtes. soll am^^Auguft l.' 3241Äefi Marrconserenz für Oberhessen gehalten werden. Als Gegenstände der Verhandluna^nb vr. Habicht ab- ”’Untomaein3l8en24Umfla?' män9d U"b ju nif°n, w°lch?s.'ch^r,ttch in K^7n'L1°^ b-r hiesigen Gar- zu einer Zuchthausstrafe von 11 bezw. 13 Jahren ” ^tpoftcn Det8nfreit hatten, VII. deutscher Lehrertag. □ Frankfurt a. M., 24. Mat. Nachdem die ernste girhpii « gestern Abend 8 Uhr der zweite heitere Theil dks Leut chen L-hreUages mtt dem F-s? concert rm Saalbau seinen Anfang. M 0 UIU vcin ucii- , .,S*=rr W"h-lm Sack-Frankfurt, Mitglied des Frankfurter L-br-rv-r-ins ettoiCnmCn ®af,C Mitglieder mit folgendem von ihm selbst Willkommen uns, die aus Alldeutschlands Gauen Zur alten Mainstadt ihr die Schritte lenktet Um an der Werke alleredelstem zu bauen, ' Dem eure Thatkraft ihr und Streben schenktet Gar ernst ist der Beruf, den ihr den euren heißt Ihr wähltet ihn, ob schwer die Pflicht auch sei ' Nach hohem Ziele strebt, - nach Freiheit - Menschengeist Ihr bringt ihm Sreg, denn Bildung nur macht frei. Vorbei sind jetzt des Schaffens ernste Stunden Zur Heimath werdet ihr zurück bald eilen; Daß ihr in Frankfurt wohl euch auch befunden Und gern gedenkt an euer kurz Verweilen, Von Herzen wünschen wir's; — doch eh' ihr xiebt mm Zu -hr-n -uch. drängt's uns, den Sängerchvr 1 ’ " Wir bieten euch dies Fest, bescheiden zwar und klein Und unser Lied - leiht gern ihm euer Ohr! Ein lustig' Völkchen sind ja stets die Sänger Drum, haben unsere Kunst wir euch gezeiget' Hält es hier oben keinen von uns länger. Behenden Fußes Jeder ntedersteiget Zu euren Tischen hin, und glücklich er sich preist Zu kurzen euch die Zeit, zu drücken euch die Hand. - iöet heiterm Wort und Lied der volle Humpen kreist Und wird geleert auf's Wohl vom deutschen Lehrerstand. Nun wisset ihr wie sich für euch gestaltet Des heutigen Festes Ziel, und sicher glaubet Daß über ihm gewiß des Himmels Segen waltet. Der nie uns Sänger eines Glücks beraubet Uns ist der Herrgott gut, wie sangen ihm zu Ehr Manch herrlich schönes Werk, was heute auch geschieht — Doch euch reißt die Geduld — d'rum sag' ich jetzt nichts mehr Der Meister wartet schon - nun töne unser Lied! * ' Das Gedicht, welches in humorvoller Weise auf den nacbfolnenhen ßnmmora umrve großem Jubel ausgenommen. Bezüglich des Eoncerts selbst ist zedes Wort des Lobes überflüssig; die Leistungen des Sängerchors des Lebreroereins nnrfi $ 0 s vortrefflich anerkannt, daß es Eulen nach Athen tragen hieß noch etwas darüber zu sagen Sämmtliche Nummern des Programms ^rden stürm m WAS Preuße bewahrte seinen Ruf als Hornvtrtuose in bester Weffe und erntet/ gleich dem Sangerchor und Barttonisten, reichen Beifall ° erntete, MX Ä ">'»»- ®“—« * «.ä 3äis?. syÄÄit'ä«”’ äs SÄftÄTWEftSS ltchkeiten werden, wie wir hoffen, mit Vergnügen an die innerbalb de^Ml/^» alten Kaiserstadt verlebten Tage zurückdenken und den VH. Deutschen Lehrertaa tn"ieder Beziehung den gelungensten beizählen. w n "hrertag tn jeder Uuiverfitäts - Chronik. »X Sei., hSto SaS b-,1«, U.m. Universität Greifswald feierte den ^nhii^r h P^vfessor der Nationalökonomie. Die ratt> Althoff Dom Eultusrninistcrium traf au§ S?tlin',Ein ' t*'8'"“"09’ bringen. «oenin ein, um Glückwünsche zu über- straße ab au» bemSen G?undk wek bi^^iikb^?'9^9 bcr Wod-- cessionen der Stadt vieliach aar nicht hpu wo» den Folgen Entgegenkommen der Anlieger welche keim KernRirthinn,^”* an be„'n mangelnden Wen., Wahrlich, -i,. mit d-n'bKr in Ä»1 "W Wert irässs Ä’SÄtty ttssr 'f’*“un^ra0£ dahin kundzugebrn, daß di- G-sellschast di-Kri-°s°-,ab?k-in-^ a^r,J0^C »Jfnb pdne Einschränkung übernehmen werde daß aber die neuen Seiexa' verstcherungsbedingungen, mit deren Aufstellung der V-rwaltungsrach zur 7it MM» | &7-b°7di-7b^'7 i£b« einen stattlichen 1 des Großherzogs an der Feier Ik?t eine ^eftimmt^n^M Sr-Königlichen Hobeit Wahrscheinlichkeit nach wird aber der Grokb-rm^ n» no* •m*t °°r; aller Dmer im Offizier-Easino und Bewtttbuna d/r 8m>^ bfl t?eVr - ble durch Parade, | theilnehrncn. । “ «no -vewtriyung der Mannschaft begangen werden wird' Gewerbe bank' wurde dem ^-chne/bfü^d^ÄibÄ^E^^ ^neralversammlung der Decharge eriheitt und der von dem Vorstand- a-stE?AnÄ7^ °bg°lauf-nen Jahres -'Ngezahlt- Guthaben ein- Dividende von 60/„ ,u DretBeiL Jn "°" den Mitgtiedern dann vorgenommenen Ersatzwahl wurden hip8 nuacl •£ ' ™9enommen. Bei der als- °r. Gutsleisch, Chr. Le°?Chr. Schopbach Pb.li7? Mö^^^^'^^m.tg-i-der Stelle des aus dem Verein ausgetretenen feitheri^n gn.Fr.L?/ wieder gewählt; an wurde Herr Earl Laos geroa^It 1ettf)ertgen Aufsichioratysmttglied-sHerrn Ad.Nvll K'ShÄSisyy die Wasserfläche laufen. Ueber eine am 30 Avril d in^r^r aUJ etnem 5«ffe gehabte Wasierlauf - Vorstellung schreibt die oA • m. j^anfrurt a. 2R. ftath 1. Mai d. I. u. A.- Mr ^rankloff ^3- m ihrem Abendblatt vom Zoologischen Garten. Zahlreiche Personen baUerfi^hnrtM^09 b-eV net für den gekündigte Wasser,pari kNovitatt „N°piunlauf" zu schen Dich Ü7r8°7"na^ T bie 01 ’= rzranklofs im Costüme L U Gentleman nnh vLJ«« + V1 5 erschien Herr Wasserlauf, welcher von den Zuschauern mit Spannung vertn^ ^Zen der Musik seinen rollte Herr Frankloff die rierlicüe mit Dfr^oI9t wurde. Aufrecht stehend dabe. fortgesetzt das Costum wuselnd SemiXn”bU^ bie ®=Uen- sportsmann beschloß er dieselbe indem er Ü6 mit ,in.mfö 9 « ble $onnc’ aU Wasser- und dem Ufer zuschwamm. Nach -ine7 halbMnd aen Ao ,, ,nä Wasser stürzte W, Les'? s S i---« « figJ, LSSLL» §ie sogen. Wodestraße. SladtDer7tdn-tenv-rsammlun7^b-schlossi77/-"V-rnlli^t ^P^bin-ndcn Tag-sblätt-r bie . d-r sogen. Wod-straß- abzulehn-n und d-n über d-^F^"9 b"<. @tabl »ur Reinigung führenden Steg zu entfernen. Die in den Blättern DeröffemH^tP» ?Ci Dftanlage verordneten geäußerten Gründe für diesen Bes?hluL i!»!?. lltchlen von einigen L-tadt- Erwiderung, bezw. Vertheidlgung Denn als VorttkpÄp?^ ;$U o^ntlichen Bewahranstalt gehöre ich nebf?SemtAeÄ und Anwohnern der sogen. Wodestraße • und alle tn Hausbesitzern erhobenen Vorwürfe treffen darum auch'mich und ^_?^^adttathssitzung gegen letztere weil wir das ausgedehnteste^^GrundstiL ?esitzen^^und n erstpr^?' 1° uns am meisten, b"7?t-g,ub°r d-u Schoorgrabcn int-r-ssirt sind m“ uns-«r Anstalt g-halt-I Aus Tmei Grükd-n'""^'" Unb bk K-Hrmannschaft aus d-r Straß- f-rn L Zustand-Ls-n-sisiu^''' 2B,nkt in unverantwortlich schlechten 2' Con«ssiönen"bde"S?adt" b°"'0°n Hausbesitzer gegenüber d-n „weitgehenden SÄ Ää 's «-Kr-ÄÄLL B-Ihciligten, sowie d7s Publiküms übb?r. Qn ber Äleintinberfcftule des'Ste°gs°Lsorg..^VK°sttn7afü^" auch nur mit einem üUenntA in J 1 < °^ne der Kleinkmderschule ft^CiufinbCr^iul^“6ec be!; 8Stan^P^^X^ebme^'■ nad>.b™ Brand in ber Beschwerde erhoben und mit'Entfernuna ?üften Schneewetters und ® ÄS die Reinigung S5 S «“IfcÄ'iS Ä."K, ß ob sie bereit seien, zur Jnstandbaltuna hpl frr.nn*UII^SC 5r^la,un9 darüber verlangte, UL betrugen 57 Jt 95 4, was ^ch iJhein der Reparatur Quittung nachweisen kann Wiederum hnhp irh durch die Rechnung, bezw. der Kasse der,Kleinkinderschule besorgt Är gegenwärtig in recht gutem Zustand, i bennoch wird er jetzt entfernt, weil er I verantwortlich schlechtem Zustande war. sSä UZ! s&sm SSSISS PR䮓 «MÄWIÄ KÄ',3?SÄKtMrS'g'fi, Von Um Von Um Gottesdienst in der Synagoge. ®am8Ä?ttbb8™bU6r.U6t' 8°° U6r' Mittag 4 Uhr, Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. c Luft 16, Wasser 15 Gr. Gießen, den 25. Mat 1888. Rübsamen o„ ^>?V°den Trapp-, Hürden- und Jagdrennen, welche zu Frankfurt a M am <7' u,n^ Mar und 3. ^um auf der Rennbahn am Forsthaus abgehalten werden haben sehr befriedigende Betheiligung seitens der Pferdebesitzer gefunden. Von Trabern sind 18 genannt von welchen em großer Theil Frankfurter Herren gehört. Zu dengroßen Rennen schnelle irrische Stute Polly diesmal den Kampf mit derÄrW *Utben.‘ Unb Jagdrennen haben gleichfalls sehr viel Pferde angezogen rndem 46 Nennungen eingegangen sind. Wie im vergangenen Jahre dürften die ?um ?^s^Ä^^en Pferde sehr zahlreich sein. Am Donnerstag den 31. Mai kommt sodann : Sagbrennen jur für Pferde, welche in vergangener Saison mindestens zweimal hinter der Darmstädter Meute gegangen sind. So versprechen denn SÄSSÄS-Äi - ’*"■ *• -■ btderPrüftef,n|r,i^tl*6L*nb üb=r den Schoorgraben haben. Betreffs daß sie in so schlecht«>n,^ ^klonders den Vorwurf eines Stadtverordneten zurück, JÄSÄ SMFJlÄS, SÄIKsSä !c ^aß aber gar, wie ein Stadtverordneter behauptete, die Stadt fein ^be, ihre Kehrmannschaft in die Wodestraße zu schicken- das ist m7r aanl ^d ^ ebenso gut beitragen wie alle übrigen Einwohner Gießens, k« mi @XrhpX “ sX der städtische Steuer,eitel seinen Ein,ug hält, brauche auch^der fiäbtitoe Kehrbesen nicht Kehrt zu machen mit dem Kommando: Kehre nichff ' ^jSaÄi'ÄÄ«.itSKsiJf 2. Die Togen. 2Bobeftra6e wird von den Anwohnern, die nicht Eigenthümer derselben JnL b“ 4 ,n ^>tand gehalten und gereinigt und befindet sich m gutem Snstand? .“X6 .an=»res. <5l™6f‘n Gießens - bei wüstem Wetter^und ÄauerXn o) Itiemals tft mir beti effs der sogen. 2Lodestraüe eine (Xnnreifinn si», o Ns k c ' b/LetQbt ^gegangen; niemals habe ich barum ©eleg^ek^eiknl Ahpr^i ^halten, nicht entgegenkommend zu sein oder Verpflichtungen nicht eimuaeben oder Versuche zur Ordnung gesetzloser Zustände scheitern ru lallen 0 ^hobenen Vorwürfe °sind gegenüber dem Vorstand der Kleinkinder" Bewahranstalt ohne fachliche Grundlage und Berechtigung muß fallen; mkge" ieleus'ÄkLn. nicht «-reinigt, der Steg Gießen, den 23. Mai 1888. Der Vorsitzende der Kletnkindcr-Bewahranstalt Dr. Naumann, Pfarrer. Natürlich habe ich keinen Beruf, auch die and-r.-n Hausbesitzer jener Straße ,u ver- theidigen; das werben Mele am besten lelvu b-lorgen. Alten, als Leiter ber Klein- kinder-Bewahranstalt, und wett ich als Vorsitzender des Vorstandes dieser Aunatl „, erster Linie verantwortlich bin für das Schlimme, das der Vorstand begeht, und das Gute, das er unterlaß , sehe ich mich zu meiner eigenen Vertheidtgung zu solgeuden Darlegungen genothigt, die hoffentlich auch klareren Einblick in die ganze Sachlage bieten. ^ode'sche Eoncursmasse ihre Grundstücke verkaufte, wurde kaufbrieflich den Käufern auf dem jetzt als Straße erscheinenden, nicht mitverkausten Theilgrundstuck gemeinsam dne Fahrt und Gehgerechtigkeit vom Schoorgraben bis zum Ausgang auf die städtische Straße in den 9teuendäuen etngeräumt mit der Befugntß, lenes zum Weg bestimmte The lgrundstück zu chaufsiren oder zu pflastern. Darnach wurde die jetzige Straße auf Anlaß und auf Kosten der Anwohner hergerichtet. Von Anfang an übernahmen letztere auch die Reinigung und Instandhaltung der Straße, ein Jeder vor feinem Besttzthum. Und wenn auch neuerdings das Polizeiamt der S adt geschrieben haben soll, daß weder die Kebrmannschaft, noch die Anwohner die !? ?re Ich' zunächst für die Kleinktnderschule, auf das bestimmteste, daß auch beute noch die sogen. Wodestraße regelrecht gereinigt wird. Die Wode'sche Concursmaste loste sich auf, ohne die Besttzverhältnisse betreffs der Straße geordnet zu Damals wurden die Anwohner nebst Vertretern der Eoncursmasfe vor das r $ geladen, um betreffs der Besitzergreifung vernommen zu werden, selbst war verreist, aber ein anderes Mitglied unseres Vorstandes erschien auch zum Termin. Dabei wurde bestätigt, daß die Straße nicht Eigenthum der Anwohner sei; einige von diesen waren zur Uebernahme bereit, andere trugen Bedenken. Schließlich Derlief die Verhandlung ohne greifbares Resultat, denn es wurde zwar ein Protokoll m d e Hausbesitzer zur Uebernahme der Straße sich bereit erklärten, ? kÄi dieses Protokoll blieb, wie das Amtsgericht bei einem späteren Urtheilsspruch bestätigte, ohne Unterschriften. Jedenfalls war in dieser ganzen Verhandlung von Zugeständnissen oder Anforderungen der Stadt uns gegenüber feine Rede. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich hernach allerdings auch mit der Sache; es war auch eine Eingabe an dieselbe um Uebernahme der sogen. Wodestraße gerichtet worden- sie lehnte diese Uebernahme damals ab. Run liegt aber ein kurzes Stück dieser Straße vornen an den Neuenbäuen zwischen dem Besitzthum der Frau Dr. Brüel und des Herrn Nattmann, em Stück Straße, das keinen Hausbesitzer der Wodestraße zum Anwohner hat. Dieses Stück wurde längere Zeit von Niemanden gereinigt; das Polizeiamt forderte die Stadt hierzu auf, die es ablehnte; dann richtete es dieselbe Forderung an die Hausbesitzer der sogen. Wodestraße. Diese lehnten auch ab, nicht bloß weil dieses entferntere Straßenstück keinem derselben gehörte, ' sondern auch weil keiner derselben an ihm wobnte, und weil doch am einfachsten die städtischen Arbeiter, die in den Neuenbäuen die Straße reinigten, auch dieses kurze Straßenstück reinigen konnten. Darauf setzte das Polizeiamt jedem Anwohner der sogen. Wodestraße wegen unterlassener Straßenreinigung eine Polizei- ftrafe an; die meisten von uns, auch ich, legten Protest ein, und wir wurden deßhalb vor das Amts-, bezw. Schöffengericht geladen. Dort gaben wir die oben genannten Grunde an, weßhalb wir lenes uns nicht gehörende fernerliegende Stück Straße nicht reimgen wollten; wir erklärten aber weiter — weil hierin ein großes Mißoerständniß bestand — daß jeder von uns die Straße an seinem Besitzthum, obgleich auch diese uns nicht gehöre, jederzeit gehörig gereinigt habe und auch ferner reinigen werde. Wir wurden von Strafe und Kosten freigesprochen und durften das Bewußtsein haben, daß auch hierbei die Stadt uns keinerlei Concession gemacht hatte und wir deßhalb auch fern mangelndes Entgegenkommen verschulden konnten. Bald darauf kam die Sache wieder in der Stadtverordnetenversammlung zur Verhandlung. Dieselbe beschloß — ohne Garantie des Wortlautes — die sogen. Wodestraße in Eigenthum der Stadt zu übernehmen, ste unter städtischer Aufsicht durch Erhöhung neu Herrichten und in ganzer Straßenbreite eine feste Brücke über den Schoorgraben Herstellen zu lassen. Dabei wurde die Bedingung gestellt, daß die Anwohner die Kosten der Herrichtung zu tragen hatten, wogegen tue Stadt sich erbot, für die Ueberbrückung einen Beitrag von 3000 JL zu bewilligen. Nach diesem erfreulichen Beschluß, von dem wir durch den Bericht der Gießener Blätter erfuhren, hofften wir, die Sache werde nun bald zur allgemeinen Befriedigung erledigt werden. In einer Sitzung des Vorstandes der Kleinkinderschule erwähnte ich damals auch diesen Beschluß und kündigte an, daß wir also demnächst eine Aufforderung zur Uebernahme der auf die Kleinktnderschule entfallenden Kosten seilens der Stadt zu erwarten hätten; und ohne Widerspruch zu finden, sprach ich zum Voraus meine Ansicht dahin aus, daß wir den Anerbietungen der Stadt bereitwilligst entgegenfommen müßten und, wenn wir auch den allergrößten Kostentheil zu tragen hätten, ohne alle Weigerung die Anforderung der Stadt annehmen würden sowohl im Interesse unserer Anstalt als auch im öffentlichen Interesse. Seitdem, es war vor vielen Monaten, warte ich vergebens auf eine Anfrage oder Aufforderung seitens der Stadt; in keiner Weise ist nach jenem Beschluß der Stadtverordneten, von dem in den Blattern zu lesen war, bis auf den heutigen Tag irgend eine Mittheilung seitens der Stadt an unteren Vorstand ergangen. Ganz gelegentlich hörte ich — und der Bericht der „Oberh. Nachr." über die letzte Stadtrathssitzung scheint es zu bestätigen — daß nur Herr Emil Schwall auf die Bürgermeisterei geladen worden fei und sich ablehnend ausgesprochen habe, und daß außerdem ganz privatim und gelegentlich mit Herrn Eurtman geredet worden sei, der auch die Sache als ihn gar nicht interessirend von sich gewiesen habe. Diese zwei Herren, nahe an den Neuenbäuen wohnend, stellen aber doch nicht alle Anwohner der sogen. Wodestraße dar; wir anderen sechs oder sieben sind auch da und jederzeit von der Stadt zu erreichen. Von einigen derselben weiß ich daß sie auch bereit waren und sind zur Annahme der Bedingungen der Stadt, daß ihnen aber von dieser keine Gelegenheit zur Erklärung gegeben wurde. Damals, vor Jahren als die Straße, wie sie jetzt ist, hergestellt werden sollte, verweigerte auch ein Anwohner seinen Beitrag zu den Kosten der Straße, weil er gar kein Interesse an ihr Habe. Um aber doch die uns nothwendige unb dem öffentlichen Verkehr bestimmte Straße zu Stande au bringen und den Skandal eines Sumpfloches zu vermeiden bezahlte der Vorstand der Kleinkinderschule auch diesen Kostenantheil aus der Anstalts- kaffe; jener Herr schenkte darauf unserer Anstalt 50 JL, freilich lange nicht die Hälfte der betreffenden Kosten. So hätte auch jetzt die Stadt nach ihrem oben erwähnten Beschluß nicht nur einen, wie geschehen, sondern alle Anwohner amtlich zu einer bestimmten Erklärung auffordern sollen, das durften wir doch billigerweife erwarten Dann hätte sich herausgestellt, was für und wider das Anerbieten war; es hätte sich mit den Ablehnenden weiter verhandeln lassen, auch privatim unter uns, gewiß wäre ein günstiges Resultat erzielt worden; unb im allerschlimmsten Falle hätte man die Anwohner genau gekannt, die wirklich der Stadt gegenüber sich ohne Entgegenkommen zeigten. Daß wir aber alle miteinander ohne Weiteres so behandelt werden, wie es in der letzten Stadtrathssitzung geschah, daß von weitgehenden Eoncefsionen, die man uns gemacht, die wir aber nicht beachtet hätten, geredet wird, während ich und Andere von keiner einzigen solcher Concessionen etwas vernommen haben; daß man, nachdem erst ’ unlängst die ganze Frage der «Lchoorgrabcustege erledigt unb habet beschlossen würbe j neben anberen auch ben bem öffentlichen Verkehr bienenden Steg an der sogen. Wöbe- I straße stehen zu lassen, nun doch diesen Steg, ber eben erst aufs Beste mit viel Kosten > hergestellt worben ist, entfernt, ohne baß unterbcssen irgend etwas Schlimmes unserer- j setts verübt worden ist: das begreife, wer es kann. Ich erkläre dazu, baß, trotz ber Steuerungen ber Herren Schwall unb Eurtman, wir unb alle an ber Kleinkinber- I ichule Betheiligten, nebst vielen anderen Leuten in Gießen, allerdings das allergrößte | Telegraphischer Tchiff-Hericht der „Red Star Line" Antwerpen. o. ,, Ne.?' Ac>rk, 2At Mai. Der Postdampfer „Westernland" der Red Star gekommen 12' ™ai UDn Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier an= Kirchliche Anzeigen der Stodt Grefte». Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Trinitatis, den 27. Mai: Vormittags OVz Uhr: Pfarrer Schlosser Nachmittags 2Vr Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Krnderkrrche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre für die Realgymnasiaften und Realschülp,- mittags 11 Uhr in ber Klemkind-rschule, Pfarrer Dr Baumann * ' ® Pfarre?Schl^sfer^^" 3Käb^en' Vormittags 8 Uhr, in der Stadtkirche, Am Sonntag, den 3., und am Sonntag, den 10. Juni, während her Ankktib- runden des Lutherfesffpiels in der Kirche, werden alle Gottesdienste in der Frttdh^s- kapelle gehalten werden, und zwar an jedem Sonntag 3 Gottesdienste nämlich mittags 8 Ubr^„Vormittags io Uhr und Nachmittags 2Vz Uhr. Die FricdhofÄkavelle wird in allen Raumen mit Sitzplätzen versehen werden. oyofsrapelle Dom 27' Mai bis 2. Juni besorgt Katholische Gemeinde. Sonntag Trinitatis. 6 Uhr an Beichte. Ilm 1/ in ÄI: ^AE-ilung ber h. Communion. Um V-10 Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Andacht. üAn,M^d6li?tTrKAtttraitnf.ci.Äoaeftt fßr d-n.Bonffacius-Verein, bereu Ergebniß für mento* mirb ,601 WC ®emclnbcn untcr ->°rw>egenb protestantischer Bevölkerung per- Donnerstag, den 31. Mai: „ Frohnleichnamfest. 6 Uhr an Beichte. Frühmesse unb Austheilung der h. Communion. Um -/, 10 Uhr: Hochamt unb Festprebigtt Unter bem Amte gemeinsame . '/-2 Uhr: Fes^bächt" bte§i^rißcn Erstcommunikanten. Allgemeiner Nationalliberaler Verein. Hauptversammlung Dienstag, 29. Mai, s>/2 Uhr. Caf6 Balzer. T.-O.: Rechnungsablage und Vorstandswahl. 4405 Anzeiger. Lutherfestspiel zu Gietzen. Heute Freitag, den 2 5. Mai, Abends 8 Uhr: Probe des Sängerchors in der kleinen Aula. 4397 Alle Theilnehmer, besonders auch die Herren, haben sicher zu erscheinen. Wilhelm Buderus Aeikgeöotenes. geworden sind, unseren innigsten Dank. Familie Buc8ea*us 4390 4399 Wiederverkauftr eo statt. 4378 alte 101 00, neue 102.50 Telegraphischer S-mrsbericht der Berliner Börse vom 25. Mai 1888. Oesterr. Creditactien lÄiu ScMfittetv 4387 Tendenz: fest. Nedactlon: A. Schcyda. Wetzlar 140.00 93.25 78 60 107.70 103 0 3 100.90 106.80 105.10 106.70 97.30 103.00 102.50 97.50 104.00 104.20 88 30 64 33 9810 145 90 193.00 3540 77.80 91.90 16.09-16 J 2 16.09-16.12 20.26-20.32 4.16—4.20 die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, die uns bei dem Heimgange des lieben und werthen Gliedes unserer Familie Von heute ab bleibt mein Geschäft Samstaas geschloffen. ” Disconto-Com.-Antheile Lombarden Schuhmacher. 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