Nr. 49 Erstes Blatt. Sonntag den 26. Februar 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblaü für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags lvureanr Schulstraße 7. reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf«, z ' Amtlicher Hßeik. Betreffend: Die Ausführung des Bauunfallversicherungsgesetzes. Gießen, am 20. Februar 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an GroßherroaLLcheS PolireLawt Gießen und die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Gemarkung-Vorstände und GewarkungSinhader des Kreise-. Die Anforderungen, welche das rubr. Gesetz an die Gemeindebehörden und die sonstigen Bethelligten stellt, sind so eigenartige und weitgehende, daß wir von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz beauftragt worden sind, Sie mit einer näheren Anweisung über die Ausführung des Gesetzes zu versehen. Wir empfehlen daher folgende Punkte Ihrer besonderen Beachtung. 1) Gemäß §§ 22, 25, 26 ff. des Bauunfallversicherungsgesetzes liegt den Gemeindebehörden, bezw. den von den Landes-Centralbehörden bestimmten Behörden ob: Die Entgegennahme und Prüsung bezw. Aufstellung und Ergänzung der monatlich einzureichenden Nachweisungen über die Regie-Bauarbeiten, zu deren Ausführung, einzeln genommen, mehr als sechs Arbeitstage thatfächlich verwendet worden sind (vgl. die Bekanntmachung des Reichs-Versicherungsamts nebst Anleitung, betr. die Nachweisungen von Regie-Bauarbeiten vom 12. Dezember 1887, Reichs-Anzeiger vom 17. Dezember 1887, Amtliche Nachrichten des R.V.A. 1888, Seite 14 ff.); < die Verpflichtung bezw. Berechtigung von den zur Vorlegung jener Nachweisungen Verpflichteten Auskunft zu verlangen, nöthigenfalls sie zur Ertheilung der Auskunft mittelst Geldstrafen anzuhalten; die vierteljährliche Einsendung der Nachweisungen an die betreffenden Genoffenschaftsvorstände mit der im S 22 Absatz 3 a. a. O. vorgeschriebenen Bescheinigung; die Auslegung der von den Genoffenschastsvorständen übersandten Auszüge aus den Heberollen während zweier Wochen und die öffentliche Bekanntmachung des Beginns dieser Frist; die Einziehung der Prämien und die Einsendung derselben in ganzer Summe binnen vier Wochen — nach Abzug der Portoauslagen und der Hebegebühren im Betrage von 4 Prozent unter Beifügung einer Berechnung derselben, — eventuell vorschußweise, an die Genossen- schaftävorstände; weiter kommt in Betracht: die Haftung der Gemeinden für die Prämien mit Ausnahme der nicht beitreibbaren Prämien, bezüglich deren zu beachten ist, daß im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Bauunternehmers der Zwischenunternehmer, bezw. der Bauherr gemäß S 27 a. a. O. hastet; die Beitreibung der rückständigen Prämien in derselben Weise wie Gemeindeabgaben. Sodann wollen Sie die Regie-Bauunternehmer (S 21, lit. a, a. a. O.) insbesondere aufmerksam machen auf die ihnen obliegende Verpflichtung zur Einreichung der monatlichen Bau- rc. Nachweisungen, zur schriftlichen Anmeldung aller schweren Unfälle (S 37, Abs. 1 a. a. O) und zur Einlieferung der für die Renten- rc. Festsetzung erforderlichen Lohn-Nachweisungen (S 37 Abs. 3 a. a. O.) 2) Die Ortspolizeibehörden haben bezüglich aller zur Anzeige gelangender, bei Bauarbeiten jeder Art sich ereignender Unfälle, die voraussichtlich den Tod oder eine Erwerbsunfähigkeit von mehr als dreizehn Wochen zur Folge werden, eine Unfalluntersuchung rc. nach Maßgabe der SS 51 bis 55 des Unfaltversicherungsgesetzes vorzunehmen, also auch bei Unfällen, welche sich in Regiebaubetrieben ereignen, für welche dem Unternehmer ein Mitgliedschein von der Tiesbau-Berufsgenoffenschaft, bezw. der örtlichen Baugewerks-Berufsgenoffenschast nicht ertheilt ist. (Bauunfallversicherungsgesetz S 37, Abs. 1). Die Unfälle sind in das gemäß S 52 des Unfallversicherungsgesetzes geführte Verzeichniß aufzunehmen. Die im S 54 Absatz 1 des Unfallversiche- rungsgesetzes vorgeschriebene Kenntnißgabe von der Einleitung der Untersuchung hat in einem solchen Falle je nach der Art des betreffenden Baubetriebs an den Vertrauensmann der Tiefbau- oder der örtlichen Baugewerks-Berufsgenossenschaft zu erfolgen. Dabei wird bemerkt, daß die Feststellung der Entschädigungen für Unfälle, welche sich bei Rrgiebauarbeiten ereignen, durch die zuständigen Genossen- schaftsorgane der Tiefbau- beziehungsweise der örtlich zuständigen Baugewerks-Berufsgenoffenschast zu erfolgen hat (Unfallversicherungsgesetz SS 57 ff. in Verbindung mit Bauunfallvechcherungsgesetz S 37 Absatz 1), und daß die Zuständigkeit der für die Baugewerks-Berussgenoffenschaften, bezw. die Tiefbau-Berufs- genoffenschasten errichteten Schiedsgerichte nach S 36 Abs. 1 des Bauunfallversicherungsgesetzes sich auch auf die Unfälle solcher Personen erstreckt, welche in der betreffenden Versicherungsanstalt versichert sind. Von der durch S 19 des BauunfaüversicherungSgesetzes gegebenen Befugniß, besondere Organe für die Verwaltung der Versicherungsanstalt zu bestimmen, hat weder die Tiefbau-Berufsgenoffenschast, noch eine der Baugewerks-Berufsgenoffenschaften Gebrauch gemacht. Es erfolgt also die Verwaltung der Versicherungsanstalten durch die Organe der betreffenden Berufsgenoffenschaft selbst. 3) Nach S 2 Abs. 2 des Bauunfallversicherungsgesetzes kann durch Statut der Tiefbau-BerusSgenossenschaft und der Baugewerks-Berufsgenoffenschaften die Versicherungs pflicht auf Baugewerbetreibende ausgedehnt werden, welche nicht regelmäßig wenigstens einen Lohnarbeiter beschäftigen. Die genannten Berufsgenoffenschasten haben von diesem Rechte Gebrauch gemacht und zur Durchführung der Bestimmung vorgeschrieben, daß die ftaglichen Unternehmer sich innerhalb vier Wochen nach Inkrafttreten des Bauunfallversicherungsgesetzes bei dem Genoffenschaftsvorstande unter Angabe des Gegenstandes ihres Betriebs und ihres Jahresarbeitsverdienstes anzumelden haben, und daß für Unternehmer dieser Art, welche erst später ihren Gewerbebetrieb beginnen oder die regelmäßige Beschäftigung wenigstens eines Lohnarbeiters aufgeben die Anmeldungsfrist mit diesem Zeitpunkte ihren Anfang nimmt (vergl. Normalnebenstatut S 5 Absatz 1 und 2, Amtliche Nachrichten des R.V.A. 1887, Seite 334). Die Ermittelung dieser Unternehmer beziehungsweise die Controle der Vollständigkeit der eingehenden Anmeldungen ist der Natur der Sache nach für die Genoffenschaftsorgane eine sehr schwierige. Andererseits aber haben die Berufsgenoffenschasten sowie die Versicherungsanstalten derselben das größte Interesse daran, daß alle Unternehmer der fraglichen Art ermittelt und zu Beiträgen (Prämien) herangezogen werden, weil die Entschädigungspflicht der Berufsgenoffenschasten auch dann eintritt, wenn ein Gewerbetreibender, welcher sich nicht angemeldet hat, und auch sonst nicht ermittelt worden ist und deßhalb zu Leistungen nicht herangezogen werden konnte, in Frage kommt. Gegen Gewerbetreibende der in Rede stehenden Art aber, welche die Anmeldung unterlassen, ist im Gesetz (SS 103 ff. des Unsallversicherungsgesetzes in Verbindung mit S 49 Absatz 2 des Bauunfallversicherungsgesetzes) eine hohe Strafe angedroht. Die Baugewerks-Berufsgenoffenfchaftsvorstände sind hierneben veranlaßt worden, die neue statutarische Versicherungspflicht und die Anmeldungspflicht und Frist in ihren Publikationsorganen zu veröffentlichen. Zugleich aber wollen Sie die bethelligten Gewerbetreibenden über die neuen Bestimmungen belehren und den auf Ermittelung von Unternehmern der in Frage stehenden Art gerichteten Ersuchen der zuständigen Organe der Tiesbau-Berufsgenoffenschaft und der zuständigen Baugewerks-Berufsgenoffenschaften thunlichst entsprechen. 4) Nach S 7 des Bauunfallversicherungsgesetzes liegt der Gemeinde des Beschäftigungsorts — ebenso wie im S 10 des landwirtschaftlichen Unfall Versicherungsgesetzes — die Verpflichtung ob; einem Arbeiter bei Unfällen, welche sich bei Regiebauarbeiten ereignen, während der ersten dreizehn Wochen nach dem Unfälle dieKosten des Heilverfahrens in dem in § 6 Abs. 1 Ziff. 1 des Krankenversicherungsgesetzes bezeichneten Umfange zu gewähren, sofern nicht der verletzte Arbeiter sich im Auslande aufhält oder auf Grund der Kranken-Versicherung oder anderer Rechtsverhältniffe einen anderweitigen Anspruch auf mindestens gleiche Fürsorge hat, und diese Leistungen vorschußweise zu übernehmen, wenn sie der zunächst Verpflichtete nicht gewährt rc. Die Gemeindebehörden sind auf die ihnen hiernach obliegenden Verpflichtungen hinzuweisen. Als Ersatz der Kosten des Hellverfahrens gllt die Hälfte des nach dem KcankenversicherungSgesetze zu gewährenden Mindesibetrages des Krankengeldes, soferne nicht höhere Aufwendungen nachgewiesen werden. Hiernach wollen Sie sich bemessen. Die Gemeinden, weiteren Kommunalverbände oder Vereinigungen von Gemeinden, beziehungsweise die selbstständigen Gutsbezirke und Gemarkungen sind verpflichtet, die Kosten, welche durch Unfälle in Regiebauarbeiten, zu deren Ausführung, einzeln genommen, nicht mehr als sechs Arbeitstage thatsachlrch verwendet worden, erwachsen sind, nach dem Verhältnisse der Bevölkerungsziffer jährlich binnen 2 Wochen nach Empfang des Auszugs aus der oetzsalls auf- gestellten Heberolle an den Vorstand der örtlich zuständigen Baugewerks-Berufsgenossenschaft einzuzahlen (Bauunsalloersicherungsgesetz SS 30, 34 und 41 Abs. 3) wobei wegen der Art der Ausbringung dieser Kosten der S 32 a. a. O. maßgebend ist. ... - w .. <-.. --v. Es wird hierbei bemerkt, daß es sich empfehlen dürste, von der durch Abs. 2 bis 4 des S 30 gegebenen Befugmß Gebrauch zu umchen mit Rücksicht aus die beschränkte Leistungsfähigkeit kleiner, armer Gemeinden, sowie zur Verminderung des Schreibwerks der Baugew^ks-Berussgenossenschasten, wie der Gemeinden rc. und im Interesse der Ersparung von Portokosten Seitens dec Gemeinden, welche wohl vielfach minimale Beitrage emzusenden hatten. Wir halten es für zweckmäßig, wenn der Kreis die den einzelnen Gemeinden aus dieser Bestimmung erwachsende Last übernimmt und die hierdurch entstehenden. Gießen, am 25. Februar 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Nr. 6 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 22. d. M. enthält • (Nr. 1769.) Gesetz, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung der Reichsheeres. Vom 20 Februar 1888 Greßen, am 25. Februar 1888. «roßherzogliche« Kreitamt Gieße». ^CDruar 1Mb51 ________________________ Dr. Boekmann. 1 Vorsteck?'/""^" : 1 PEwonn-i- mit Inhalt, 1 schwarzer Glacehandschuh, 1 Paar gelb- Glacehandschuhe,^Strickzeugs l^alstuchTlP-lzkragen, Rosten auf die Gemeinden und die besondere Gemarkungen bildenden Distrikte nach der Norm für Vertbeiluna der ffnmmnnnf, S8wirrben (8lt 9 bel Äm8°tbnUn9 U°m 12’ 2u"i 1874) und' wenn £ Vertretung Zatt'e?" h" S8OtI“9e bn anträ9e bet G°m°ind-°-rtretung binnen 14 Tagen in dieser Beziehung entgegen. Wir werden dem Großh. Ministerium __________ ___________ Dr. Boekmann. heute via Malmö- ! rtpnpn 2,5* ^/bruar. Der frühere Landtagsabgeordnete Reinhard Schaum, i ö« ?ror cini0cn Tagen mitthetlen konnten, wegen Versuchs zum Meineid zu verleiten, Anklage erhoben worden ist, wird sich am 9. März vor der bie- > sigen Strafkammer zu verantworten haben. 8 oer pte wirb, ist das zur ohne Zwischenfall — Dr. Rogazzi reist demnächst nach Schoa ab, um dem Könige Meneltk ein Schreiben und Geschenke der Königs von Italien zu überbringen. — Ems ungeheuere Lawine begrub in Valtorta (Bergamo) eine Hütte mit 33 Personen, wovon bis jetzt 7 tobt und 10 lebend herausgeholt wurden; auch m Valbella (Navarra) wurde eine Hütte mit 4 Personen verschüttet. San Remo, 24. Februar. Der Kronprinz blieb bis Nachmittags 4 Uhr auf und verweilte wiederum kurze Zeit auf dem Balcon. Er aß mit gutem AppetU, die Aerzte finö mit seinem Allgemeinbefinden recht zufrieden. Beschwerden treten mitunter em, wenn die Eanüle verstopft ist, doch werden dieselben leicht beseitigt. — Das heute hier erwartete englische Mittelmeergeschwader ist nicht etngetroffeü. ____________________________________________________ (Fr. Ztg.) Deutschland. ][ Darmstadt, 24. Fcbruar. Privatnachrichten aus San Remo melden. daß der deutsche Kronprinz durch die Nachricht von dem Tode seine» Nissen, des Prinzen Ludwig von Baven, tief ergriffen worden sei. Ein Telegramm des Großherzog- au den Erbgroßherzog besagt, der Kronprinz habe in der Nacht nur wenig Schlaf gesunden. Zur Theilnahme an oen Beisetzungs-Feierlichkeiten für den zu Freiburg i. Br. verstorbenen Prinzen Ludwig von Baden werden sich Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog im Auftrage des Großherzogs nach Karlsruhe begeben. Der Prinz wird bet dieser Gelegenheit von dem Generallieutenant, Generaladjutant v. Westerweller, und dem Hauptmann v. Schwarzkoppen, militärischen Begleiter des Erbgroßherzog-, begleitet werden. Ztelgien. Brüssel, 24. Februar. Vom Kongo eingelangte Nachrichten melden den Tod der beiden belgischen Asrikasorscher van de Velde und Warlomonr. Schweden. Stockholm, 24. Februar. Die Kronprinzesstn ist Kopenhagen nach Karlsruhe abgereist. Atatieu. Akom, 24. Februar. Wis aus Maffauah gemeldet Recogrwscirung nach Ailet marschirte Jäger-Bataillon zurückgekehrr. . des Abg. Meyer-Halle werden hierauf abgelehnt S 8 mit den DOn **e$)a^b^nftkctflen fbc*ntra9tcn Aenderungen' angenommen. 3nrramreten des Gesetzes wird auf den 1. Juli 1888 festgesetzt. Resoluten ?en Abgg Baumbach und Genossen beantragten Kn briÄ aS",ra0t 1Um Schutz- nützlicher VSgel) Es folgen Petitionen. s ,r ’Veittionen we6en Herbeiführung gesetzlicher Miiicl zur Setämpfunn @0ei!8ebunr“u^trXn8 Sommi’fion bcm Reichskanzler als Material für di? ~ M (natl) wünscht eine einheitliche gesetzliche Regelung der Frage der Trunksucht, während Abg. Schrader schwere Bedenken dagegen äußert. Der Commisfionsbeschluß wird hierauf angenommen. Aba v? nbtn Gewerbebetrieb der Schlosser werden auf Antrag de» er-Halle von der Tagesordnung abgesetzt. Petitionen.^'" 1 Ubr: Handelsvertrag mit Paraguay, Erlaß der R-licl-ng-ldcr, Telegraphtschk Depeschen. Wolff'« teltgr. Eore»iz>»«de«z«vnreq«. Berlin, 24. Februar. Der Kaiser nahm vormittags mehrere kurze Vorträae entgegen und empfing Nachmittags die ©raten Otto Stolberg, Albedyll und Moitk? Die sur gestern Abend angesagt gewesene kleine Theegesellschast wurde^ abgesagt Die Wache zog heute aus Beseht des Kaisers ohne Musik aus. u 1 8 _ Berlin, 24. Februar. Der „Reichsanzeiger" bringt folgendes Bulletin aus e°m 2?' ®cbru?r Vormittags 11 Uhr: Nach einem guten Tage war der finden unverändert"äe" anfanfl5 unruhig, später besser. Im klebrigen ist das Be- . 2t' JEb'uar. In dem hier geführten Prozeß gegen die Sozialisten unb (Senoffen «egen Theilnahme an einer geheimen Verbindung sind 2. Mär,aulgesetzf'worben "° Verkündung des Urtheils ist bis auf den q k ; t'-dr», 24 Februar. Bei der Ueberführung der Leiche des Prinzen Ludwig aus dem Sterbehause zum Bahnhof bildeten Militär und fackeltragende Mts^b".Spalier. Unter den Klangen e.nes Trauermarsches wurde der Zug durch Militär eröffnet, dem der Sarg, von Soldaten auf den Schultern aetraaen folat? ©Inter demselben schritt der Großherzog und das Gefolge zu Fuß und folgte die H>r3°6in ^^^o^amen im Wagen. Mit dem Extrazug, welcher die Leiche führt rft auch der großherzogliche Hof nach Karlsruhe gefahren. 9 .. . ‘• Februar. Der Großherzog und die Frau Großherzogin treffen I? * dr nzen Ludwig Wilhelm heute Abend hier ein. Letztere wird in der L>chloßkirche aufgebahrt. Der Flügcladjutant Major v. Schönau ist nach Berlin gereist, um Seiner Maiestat dem Kaiser über den Verlauf der Krankheit Bericht zu httreMtreffen^^ $rOnprtni unb die Kronprinzessin von Schweden werden am Sonntag Deutscher Reichstag. 45. Sitzung vom 24. Februar 1888. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist erste und 'eoertt. zweite Berathung des von dem Abg. Goldschmidt (freis.) etngebrachten Gesetzentwurfs betr. die Abänderung des Gesetzes über den Verkehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen. Danach sollen die Bestimmungen des Gesetzes vom 25. Juni 1887 auf das Feilhalten und Verkaufen von Eonserven erst vom 1. October 1889 ab Anwendung finden. In Verbindung mit diesem Anträge wird eine Reihe von Petitionen berathen, welche theils den Ausverkauf aller am 1. April 1888 in deutschen Lägern vorhandenen Eonserven unter geeigneten Controlmaßregeln wünschen, theils um das Inkrafttreten Petzes am 1. October 1889 bitten oder die Eontrole über die gesetzmäßige Be- schaffenheit aller vom Auslande eingehenden Conseroen den Reichszollbehörden an der Zollgrenze übertragen haben wollen. Die Commission beantragt, die Petitionen über den Verkauf der Conseroen der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. « rkrJ®tel8f?crct8rr v Bötticher erklärt, daß der Bundesrath mit dem Anträge Goldschmidt einverstanden sei. Eine vom Bundesrath veranstaltete Prüfung habe cr?l-k/ i Eonservenindustrie durch den frühen Termin des Gesetzes empfindlich geschädigt werde. 1 M °Y-r-Jena (natl.) beantragt, die Bestimmungen des Antrags Gold- schmidt auch auf die Fabrikanten von Conseroen auszudehnen. r, wird hierauf geschlossen; in der zweiten Berathung erklärt Staatssekretär v- Bötticher gegen den Antrag Meyer-Jena. Ein Bedürfntß für dieses Antrages sei nicht nachgewiesen, dagegen liegen actenmäßige §rist -wischen dem Beschluß und dem Inkrafttreten des ®eikn be?iufteUen CnU8t fd' um ®efä6e auä g-fundhettsfchädlichen Bestand- $leger:3eenaälang‘1eno1 wird mit einer vom Abg. Dr. Baumbach beantragten redactionellen Aenderung angenommen. «vuvuuhcuöi Zu 8 2 beantragt Abg. Dr. Baumbach (freis.), daß, entgegen der Reaierunas- fdn^oUe^ 6 c®un® ÖOn Bügeln, so lange der Boden mit Schnee bedeckt sei, gestattet Nachdem Abg. Dr. Meyer-Halle (freis.) diesen Antrag bekämpft, wird er mit knapper aitajoritat angenommen. Qll( .> 5 nach dem Antrag der Abgg. Dr. Baumbach und Genossen folgenden Zusatz. Vogel welche dem jagdbaren Feder- und Haarwilde und dessen Brut und Jungen, sowie Fischen und deren Brut nachstellen, dürfen nach Maßgabe der landes- S-setztlchen Bestimmungen von den Jagd- oder Fischereiberechtigten und deren B?aui- nagten getodtet werden." •' Gesetz Ln?“nI^büngbpnbetll§na^en ®C,C6e§' ben 55o8tIar,e"' «“f di- dieses n,ü..schka?e^L^r^eWaLt"'° bi-s-s Paragraphen einverstandett, d-m Anträge der Abgg. Baumbach und Genossen soll der Krammeis- ■logelfang in der Zeit vom 21. September bis 31. Deeember gestattet sein I 31 b.S- Meyer-Halle beantragt, diese Frist erst vom 1. Cctober‘eintreten tu laffen; prinetpiell sei et gegen den Krammetsvogelsang. «ntreten zu lebten SÄ? gtÄ ®«minberUng der Krammetsvogel in ben 211)0. Dr. Hermes (freis.) bekämpft den Antrag Meyer-Halle. Karlsruhe, 24. Febr. Die Leiche des Prinzen Ludwig kam mittels Ertra- zuges, in dem sich auch der Grotzherzog, die Großherzogin, der Hofstaat, Prälat Doll im Ornat, ferner Brinz Max und Prinzessin Mary befanden, um V-12 Uhr hier an Nach kurzem Empfang durch die Prinzen Wilhelm, Karl und deren Gemahlinnen be- Spatter ße ^enjUfl na^ ^cr Schloßkirche. Entblößten Hauptes bildeten Tausende ar . Februar. Landesausschuß. Bei der Bcratbuna deÄ tinpna9nnh,Uäni?df*lfe r« r" Regierung zu ersuchen, mit dem Bau eines defini- tiven LandeSausschntz-GebaudeS zu beginnen, sprachen Bulach (Sohn) und Bulack D$fftfamrf?^rflSr^CtrL UST? 2lntra9' Winterer gegen denselben, Unterstaalssecretä^ Puttkamer erklärte, die Regierung werde, ohne sich auf die politischen Motive des m?trarDfe?rCiÄarhat bcftcn 9lnna^mc demselben Folge leisten. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. • 1 n Wie«, 24. Februar. Die „Presse" bespricht das Communique des russischen Regierun^anzeigers. Sie gibt zu, daß die Stellung des Coburgers in Bulgarien keine durchaus legale sei, weist aber darauf hin, daß Rußland es verschuldet habe daß d^ser Usurpator auf den bulgarischen Thron gelangen konnte. Durch die russische ; aQlPaIi0 ^ E Thatsachen geschaffen , welche Halbwegs die Ruhe der Ä r ?? involvirten Ueberall fordere die öffentliche Meinung, daß, wenn rrUf ^Or 0cf°?tcrt werden muffe, man doch vorher wissen solle, wie der Ä?wie Rußland Bulgarien an Rußland geknüpft sehen wolle thffiTnnh rtT' ?r‘ «emerft, wie leicht vor sechs Monaten eine Verständigung mit wäre, wenn damals dasselbe auf den gleichen Boden wie heute ae C* Kommunique sei als Programm nicht ausreichend, Rußland sollte Mächten 7ÜVnVrmi«n ^ '""Interesse an Bulgarien mit ben übrigen öcbM« 7ug8®eräen@aUt015" ber Ministerrath mit San Remo, 24. Februar, 11 Uhr Abends. sPrivatdepesche des „Gieß. Anz."l Der Kronprinz erschien heute Nachmittag auf dem Balkon, hatte später erfrischenden Schlaf und befindet sich in besserer Stimmung. Husten weniger häufig, Auswurf geringer, kem Kopfweh; Temperatur normal. Sohn, Simon Max. Gewordene. 63 190 42 1573 1593 1586 59 882 1345 80 56 Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr auf dem Hungerberg. Frankenbach, den 23. Febr. 1888. Der Bürgermeister. Klein. Holzversteigerung. In den Staufenberger Gcmeinde- waldungen, Districten Mark, Maistrauch und Eichenheege soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Februar: 17. Adolf Borre, 7 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Peter Borre dahier. 18. Christian Gustav Heinrich Haßler, 7 Jahre alt, Sohn von Graveur August Haßler dahier. 18. Bergmann Jacob Watzlawik, 46 Jahre alt, von Marienthal. 18. Maurer Wilhelm Schardt, 38 Jahre alt, von Willmenrod. 20. Rentner Georg Martin Vogt, 70 Jahre alt, dahier. 20. Anna Katharine Sophie Elise Niepoth, lk Jahr alt, Tochter von Taglöhner Johann Niepoth dahier. 21. Großh. Kreisarzt i.P. Medtcinalrath Dr. Kehrer, 81 Jahre alt, dahier. 21. Johannette Hergenrother, 7 Monate alt, Tochter von Schuhmacher Christian Hergenröther. 23. Marte Löffler, geb. Schubert, 36 Jahre alt, Ehefrau des Arbeiters Ferdinand Löffler dahier. Holzversteigerung. Donnerstag, den 1. März I. I,, wird im hiesigen Gemeindewald nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert: Kirchliche Anzeigen der evsn^el. Gemeinde. Für Sonntag, den 26. Februar, tritt in Abhaltung der Gottesdienste folgende Aenderung ein: Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Nauman n. 1587 Einen hochfeinen und kräftigen gebrannten Caffee zu 1 Jü 40 3) per Pfd. bei 1587 C. Roth, Wallthorstraße 5. 1582] Tüchtige Mädchen für Küche und Hausarbeit suchen Stellen auf den 25. März durch Frau Tränkner, Wolkengasse 26. 2) Freitag, den 2. März: 128 Rm. Buchen-Scheit, 10 Rm. Eichen-Scheit, 24 Rm. Buchen- Knüppel, 40,6 Rm. Eichen- Knüppel, 142 Rm. Radel-Knüppel, 4450 Wellen Buchen-Reiser, 2350 Wellen Eichen - Reiser, 7100 Wellen Radel-Reiser und 134 Rm. Buchen- und Radel- Stöcke. Der jedesmalige Anfang ist Vormittags 9 V, Uhr an der Straße nach Hachborn oberhalb des Pflanzgartens. Staufenberg, 24. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel. 1599 für 1 JL 20 $ bei O. Roth II Auszug aus deu Standesamlsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. Februar: 18. Heinrich Kimmel, Hautboift dahier, mit Mariane Elisabethe Christ dahier. Gheschttelungen. Februar : 22. Robert Bernhard Moritz, Schlosser dahier, mit Friederike Justine Wisker. Geborene. Februar: 15. Dem Zimmermann Johannes Neeb ein Sohn. 17. Dem Schuh- machermeister Friedrich Euler eine Tochter. 20. Dem Müller Johannes Hoffmann et* 5 Pfd. prima weiße Kernseife 1) Donnerstag, den 1. März: 4 Eichen-Stämme mit 4,25 Fm., 6 Buchen-Stämme mit 5,27 Fm., Fichten-Stämme bis zu 36 Ctm. Durchmesser u. 21 Meter Länge Auszug aus deu Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute» Den 22. Februar. Bernhard Moritz, Schlosser, und Friederike Wisker, Tochter des Rangiermeisters Balthasar Wisker zu Gießen. netottfu« Den 19. Februar. Dem Schneider Peter Hexamer eine Tochter, Elisabeth Christine, geboren den 4. Januar. Denselben. Dem Postassistent Adam Ritzel eine Tochter, Hedwig Anna Johanna, geboren den 15. December. Denselben. Dem Maschinenbauer Friedrich Emil Sommerlad eine Tochter, Käthe Elise, gebaren den 1. Januar. Denselben. Dem Taglöhner Friedrich Schäfer ein Sshn, Nikolaus Reinhard Friedrich, geboren den 9. Januar. Denselben. Dem Maschtnenarbeiter Ludwig Schäfer ein Sohn, Emil, geboren den 9. Januar. Den 23. Februar. Dem Kaufmann Heinrich Boller ein Sohn, Hermann Martin, geboren den 25. December. Beerdigte. Den 19. Februar. Emilie Stammler, ledige Tochter des verstorbenen Medicinal- raths Dr. Karl Stammler, alt 60 Jahre, starb den 17. Februar. Den 20. Februar. Christian Gustav Heinrich Haßler, Sohn des Graveurs August Haßler, alt 7 Jahre, starb den 18. Februar. Den 22. Februar. Philipp Blumenau, Stationsassistent, alt 39 Jahre, starb den 20. Februar zu Marburg. Den 23. Februar. Georg Martin Vogt, Rentner, alt 70 Jahre, starb den 20. Februar. Denselben. Dr. Friedrich Kehrer, Medicinalrath, Kreisarzt i. P., alt 81 Jahre, starb den 21. Februar. - ^Thi-rschutzocr-in Gießen.) In der Wen Sifeung be8 2Iu$f»utfeS sanden Besprechungen über das dem Reichstag vorgelegte Vogelschutzgesetz statt. Nächste Sitzung: Dienstag den 6. März, Abends 8 Uhr, im Postkeller A Mainz, 24. Februar. Das Großh. Kreisamt Mainz hat auf Grund des Socialinengesetzes den hiesigen „Arbeilerwahloerein" und den .Unterftutzungsverein" verboten^ Abrechnung der „Narrhalla" hat als Resultat der diesjährigen Carne- valsfestlichkeiten ein Deficit von etwa 5000 ^ergeben. Zur Deckung destelbenwrd eine Anleihe bei der hiesigen Volksbank gemacht werden, für welches sich em Mitglied des Comitö's solidarisch verbürgen und welches aus den Einnahmen des nächstjährigen Carneoals in erster Linie gedeckt werden wird. __ Heute in den ersten Morgenstunden waren an dem Rhein hier wieder 7 Grad Kälte. Don Mitternacht an brachte der Main schon dünnes Eis. Aus dem Mainkanal wurden aus der Kostheimer Schleuse, um dem Eis Durchlaß zu »erschaffen, die Nadeln theilweise entfernt und ist somit vorerst der Betrieb in dem Canal wieder eingestellt. Mombach erlitt gestern Abend ein Personenwagen in dem Kölner SLnellma in Folge des Witterungswechsels einen Bandagenbruch. Die Passagiere des Wagens erlitten weiter keinen Schaden als eine einstündige Verspätung, durch welche manche der Reisenden die Anschlüsse hier versäumten. AAuSRHeinhesfen,24. Febr. Während der Handelsmann Wols aus Alzey wegen Verbots der Brandstiftung eines vor 8 Tagen in seiner Behausung ausgebrochenen Feuers in Untersuchungshaft in Mainz weilt, brach gestern Nacht in demselben Gebäude abermals Feuer aus und zwar diesmal so heftig daß das Haus vollständig niederbrannte und auch einige Nachbarhäuser arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Grosser Verdienst bietet sich intelligenten Personen aller Stände durch «erkauf gesetzlich erlaubter Staats-Prämien-Loose an Private. Off. unt. Nr. 1576 an die Exped. d. Bl. 1576 mit 88,27 Fm., Nadel-Stämme mit 23,49 Fm., Fichten-Derbstangenm. 36,99 „ Fichten-Reisstangenm. 17,78 „ Schellfische, Zander, Salm, 1594 diverses Wild- und Mastgeflügel empfiehlt C. G. Kleinhenn. Allgemeiner Anzeiger. Bskanntmschnng. Das 6. Ziel Comwunalsteuer pro 1887/88 kann in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. 1597 Gießen, den 25. Februar 1888. Der Stadtrechner: Enders. Mettwattren. Empfehle zu äußerst billigen Preisen unter Garantie: Doppelt gereinigte Beltfedern und Daunen, Roßhaare und Jndiafaser, Bettbarchent, Daunendrell, Federlernen und Matratzendrelle in allen Preislagen. Herrn, Äug, Müller. Gießen. 25. Februar. Die neueste Nummer des „Techniker", internationales Organ für dte Fortschritte dcr W-sftnschaften, Erfindungen und Gewerbe, in Newyo-k, bringt bte Abbildung und Beschreibung eines von einem Gießener, Dr. Hch. Wetdig, erfundenen Gasabsorbtionsthurms für die Fabrikation von Salzsäure und Salpetersäure. Die Erfindung ist in den Vereinigten Staaten patentirt und hofft man, daß sie sich sehr schnell Eintritt in die chemische Großindustrie verschaffen wird. Gießen, 25. Februar. Der Commis eines hiesigen Geschäfts wurde gestern wegen Diebstahls und Unterschlagung zum Nachtheil seines Prinzipals verhaftet. — Gestern Abend schlichen sich verschiedene Schuljungen in einen Geschäftsladen in den Neuenbäuen und stahlen einen Holländer Käse im Werth von 4,50 Es gelang die Thäter alsbald ausfindig zu machen und fand man daher den Käse noch unversehrt in der elterlichen Wohnung versteckt vor. Hierbei stellte sich ferner heraus, daß die Jungen an mehreren Abenden vorher in demselben Laden verschiedene Würstchen entwendet hatten. — Demselben hiesigen Wirth, welchem am Montag den 20. d. M. zwei Schweine an Trichinen verfielen, woraufhin er den Rest seines Bestandes am vorigen Donnerstag schlachten ließ, sind wiederum zwei Stück davon trichinös verfallen. Bei dem einen der zulktzt geschlachteten Schweine sind Trichinen in ungeheurer Menge vorgefunden worden. (Sollte dieses Vorkommen nicht Veranlassung sein, daß man an zuständiger Seite mit aller Gewalt darauf hinwirkte, die Trichinenschau obligatorisch einzuführen. Red. d. G. A.) Hungerberg. St. Kiesern-Nutzholz, 14,97 fm, Fichten-Nutzholz, I, II , III Kl. 49,47 fm, Mt. Rollscheit, „ Spalierstangen. Eichenhardt. St. Eichen-Rutzholz, 61,35 fm. Handel und Verkehr. Gießen, 25. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund u 0.90—1 00, Hühnereier pr. St. 6—7 Gänseeier SP 10—00 Käse vr. St. 4 7 X Käsematte 8-1-0 H, Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen 32 A Dauben per Paar 80bie g L SÄ ää 12-218 Weißkraut Stück 0—00 Zwiebeln per Centner X 10-00—12.00. 1590 Für ein größeres Leinen- und BettwaarengefchLft wird ein junger Mann in die Lehre gesucht. Offerten unter A. z. 25 an die Exped. dieses Blattes._____________________________ 1580 Das Frauenzimmer, das gestern Nachmittag ein Portemonnaie mit Inhalt auf dem Kirchenplatz aufgehoben hat, wird geb-, dass. Weftanl. 13 abzug. M. K. Cigarren. Corona Bremensis ä 6 8, 10 und 12 H. Alleinverkauf bei 1409 G-ebrüder Adami 1577 Ein braves Mädchen gegen «guten Lohn gesucht. Frau Lonise Noll, Neustadt 49. Schluß -es Inventur Ausverkaufs Samstag den 3. März. Sämmtliche Lagerwaare gebe bis dahin zu ganz enorm billigen Preisen ab. 1592 Herrn. Aiig. Mtiller« Dandwirthsch. L'okalverein Gießen. Sitzung Mittwoch den 29. Februar 1888, Nachmittag» 3 Uhr, in Sich im „Gasthaus zum Holländischen Hos". Tagesordnung: Vortrag des Herrn Landwirthschastslehrer Leithiger aus Alsfeld: „Ueber die Anwendung künstlicher Dünger". Besondere Einladungskarten werden diesmal nicht versandt. 1601 Der Vorstand. !!! Zöpfe !!! werden für JL. 1.— angefertigt, Perrückeu, ToupeS und Scheitel nach Maaß. Neue Zöpfe von 3 — an. Georg Perri Wwe., 266___________Seltersweg 43._________ 1596 Eine gesunde Amme auf sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. Möbeltransport ▼on J. Kessler, k Canaleiberg 9. Statt besonderer Anzeige: 8- Anna Machenhauer 3 Jean Brün A Verlobte. 1600 K Wiesbaden Giessen. I 1487 Anfang sy4 Uhr Abends. Der Vorstand. alte 100.90, neue 102.20 3Vr°/o do. Tendenz : still. Redaction: A. Scheyda. 106.90 101.50 102.90 106.10 104.90 106.10 97.30 103.C0 102.50 97.50 104.50 193.10 90.37 77.65 90.00 94 10 104,10 87.00 63.60 95 90 136.90 16.12-16.15 16.11-16.14 20.29—20. S 4 4.16—420 Oefterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblta 4% unif. Egypter Oblig. 4»/« Preußische Consols 73U/0 do- 4% Nassauer Oblta. 4% Bayerische Oblig. 4% Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hyyothbk..-Pfanbbr. Mermischte Anzeigen. ^italieddeS Deutsch-Oesterreichischerr Möbel-Trunsport-Derbandes. 20 Francs-Stücke do. in Ve §ngl. Souvereigns Dollars in Gold M/g Solms-Brauns. Oblta. 4% Gießener Oblig. 4% Oefterr. Goldrente Oefterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmft. Bank-Actten Gelds orten. Carnevalistische Abendunterhaltung unter gefl. Mitwirkung der Herren StroEsbecker, Weber und Mathias vom Frankfurter Stadttheater und Opernhaus in Stein’s Garten. Chaussee-Haus (C. Drommershausen). Sonntag den 26. Februar 1888. Abends 8 Uhr- Concert von Mitgliedern hiesiger Militärkapelle. ,,q. Humoristische Unterhaltung. E Eintritt frei. Börger - Club Sonntag den 26. Februar: Danksagung. Mr alle Beweise von Theilnahme bei dem Ableben unseres Ueben Gatten und Bat-rs sagen herzlichen Dank ' Louise Kehrer, geb. Baumann. Dr- F A Kehrer und Frau. Gießen, den 24. Februar 1888. 1584 Um»Sg« werden besorgt mit und ohne »SS, *» *n|g I Todes-Anzeige. Philipp Best sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten ■ Di- trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 25. Februar 1888. «oursberich! der Jrankfurter Börse -»«EU-«,» ,Ma. n Salz von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhe:rn aus gradirter Soole dargestellr, niie^'s vicf’ -et durch seine Schärfe und 9cirät» Löslichkeit, Kochselz, Viehsalz, Bade '-rlz. Eissalz, Mutterlauge, kfjtcre in -salinenfannen, alles bester Qualität, wie llgemein anerkannt, ist stets vorräilig uid zu den billigsten Preisen zu be drhen ■’i Herrn Kaufmann J. G. D. B 1*51*6 Markt in Gießen. tifoseh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Todes-Anzeige. 1«ä«*» m -- □oljanna S'o^Surufen3 M ^°m, aber schweren Leiden durch den Um stille Theilnahme bitten 3- Klinkerfufi und Frau. Gießen, den 25. Februar 1888. ta H «Ä* ”«*«-«• "/, »»,. „ --- 1581 15(?2., Der 1. StZck mit Zubehör zu vermretben. 8 Licherstraße 9, „zu den 3 Hasen". 1579 Ein mödlirtes Zimmer mit Kaoinet an einen, oder auch an 2 Herren zu vermiethen.__Ederstraße 8. ®in wöbliit-S Zimmer ju oer- ^^then. Wallthorstraße 5. T-legra-hischer Conrsbericht der Berliner Börse vom 25. Februar 1888 getar. Grebitactien 13900 D.sconto-Com -Antheile 86.75 Laura-Actien m/o mn0ar‘ Goldrente 75.40 5O/o Gemischte Russen 4,/2% Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. M Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. d 72*70 dv. 5% Buderus Oblig. Wermietßungen. 15891 Kleines Logis zu vermiethen. Neuen Bäue 17. ^ogis zu vermiethen Näheres bei Glaser Herdt, Mühlgasse 21 i ^06 Der zweite Stock meines Hauses, 4 cd. 6 Zimmer, Gartenantheil u. Wasser- lettung, per Mai oder April an ruhige Leute zu vermiethen. Zu erfragen bei Frau M. Heichelheim, __Seltersweg 20, I. St. Danksagunsi. Zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen herben Verluste unseres lieben unvergeßlichen Gatten, Vaters Schwiegervaters Großvaters und Onkels Georg Martin Vogt sagen Men hiermit unseren innigsten Dank. 1595 Die trauernden Hinterbliebenen. Lenz’scher Felsenkeller. Sonntag den 26. Februar, Abend» 8 Uhr: großes Zilher-Concert des wwiessciaer ZiiStereltlb (Wohlthätigkeitsverein). ganz neuem Programm. Entree 28 Pfg ä Person. - Mitglieder frei __Der Vortsand. ” Rkstsnrmit „Zum Stern". — Heute SamStag, den 25. Februar: f-ros#e iettmori* tische Soiree der Gesellschaft „Fidele Rheinländer". Anfang 8 Uhr. — Entree frei. b;n 26. Februar Zwei grosse Concerte. Anfang 4 und 8 Uhr.1598 (Untere 25 Pfg. - Trua und B-r-gg b-r Brühl-schm Drna-re, &br. in --- ® F » N letten u. Handarbeiten, gf ® *- enthaltend gegen 200h W Abbildungen mit Be» schrcibung, welche daS aanze Gebiet d« Garderobe und Leibwäsche für Damen, Mädchen und Knaben, wie für das zartere Kindesalter umfaffen, ebenso die Leibwäsche für Herren und die Bett- nutz Tischwäsche rc-, wie die Handarbeiten in ihrem ganzen Umfange. 12 Beilagen mtt etwa 200 Schnittmustern für alle Gegenstände der Garderobe und etwa 400 Muster-Vorzeichnungen für Weiß- und Buntftickerei, Namenß- Chiffren rc. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Post, anftalten. — Probe-Nummern gratis unk franko durch dir Expeditton, Berlin W, Potsdamer-Stt aße 38; Wien I, Opern- gaffe 3.__ Gottesdienst der Metho- distengememde. Wolkengaffe 22. 1583 Sonntag Abend 7 Uhr, Freitag „ 7i/a