Nr. 250, WZweites Blatt. Donnerstag den 25. October 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. Sureout Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags . Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeit. Bezirks-Kommando Gießen. Am 1. November d. I. wird das Bureau des Bezirksfeldwebels von Lich nach Gießen (altes Lazareth am Seltersweg) verlegt. Mündliche, ebenso wie schriftliche Meldungen sind daher von genanntem Tage ab in Gießen zu erstatten. Die diesmalige Herbst-KontrobVersammlung findet jedoch noch auf den alten Plätzen und in der alten Weise statt. Eine hierauf bezügliche Veränderung, ebenso eine etwa später erfolgende Aenderung der Musterungs- und Aushebungsstationen wird später bekannt gemacht. Vorstehendes zur Kenntniß der Angehörigen der Ortschaften: ^Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dors-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Groß- Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lang-Göns, Leihgestern, Lich mit Albacher-Hof, Hof Colnhausen und Mühlsachsen, Münster, Muschenheim mit Hof-Gill, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober Hörgern, Rabertshausen mit Ringelhausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen, Watzenborn mit Steinberg. Gießen, den 21. October 1888. Caspary, Oberstlieutenant z. D und Kommandeur des Landwehr-Bataillonsbezirks Gießen. Etwas zur Frage der Stellennoth. Als ein Stück socialer Frage darf man wohl die allenthalben laut werdende Stellennoth bezeichnen. Es ist nichts Neues, daß sich um eine ganz untergeordnete Stellung 2—300 Bewerber melden und darunter Leute, die vermöge ihrer geistigen Fähigkeiten oder auch ihrer Geschicklichkeit mit Fug und Recht auf ganz andere Posten Anspruch erheben dürften. Daß sich bei kaufmännischen Vacanzen, insbesondere wenn -te Stelle nur leidlich dottrt ist und eine dauernde Existenz in Aussicht stellt, die Bewerberzahl sogar bis auf 600 und mehr steigert, ist eine so bekannte Thatsache, daß kein Wort darüber verloren zu werden braucht. Aber nicht nur der Kausmannftand und die damit zusammenhängenden niedrigen Carridren — wenn ich das Wort hier gebrauchen darf — sind überfüllt, sondern in allen Berufsschichlen übersteigt das Angebot die Nachfrage so beträchtlich, daß das Wort: „Die Bewerbung um eine Vacanz ist das reinste Lottcriefplel" in der Thal den Nagel auf den Kopf trifft. Was diese Misöre heroorgerufen, läßt sich nicht kurzer Hand sagen — es wirken da mehrere Factoren, wie: flauer Geschäftsgang, Beoölkerungsziffer rc. mit — es soll auch nicht Zweck dieser Zeilen sein, das zu untersuchen, es sollen vielmehr hier nur einige Punkte, die mit der Frage in engem Zusammenhang stehen, eingehender berührt werden. Da wäre denn zunächst das Lehrlingswesen, oder bester gesagt das Lehrlingsunwesen zu erwähnen. Daß es Lehrlinge geben wird und auch allzeit geben muß, soll nicht die Zunft aussterben, liegt auf der Hand, aber es soll nicht ein förmlicher Unfug mit der Anstellung von Lehrlingen getrieben werden. Oder ist es etwa kein Unfug, wenn Fabrikanten 4—6 Lehrlinge engagtren, diese jungen Leute 3—4 Jahre hindurch fast die ganze Arbeit besorgen lassen, um sie nach Ablauf ihrer Lehrzeit als ^Commis" in die Walt htnauszuschicken und das Spiel von voine beginnen? Man glaube nicht, daß diese Worte Phantasiegebilde seien; sie beruhen leider auf Wahrheit und sind leicht durch Thatsachen zu belegen. Man frage nur einmal in den großen Jndustriebezirken nach und man wird bald finden, daß es mitunter noch schlimmer getrieben wird, als oben angegeben wurde. — Es gibt ja auch gottlob noch Fabrikanten, die jene jungen Leute, die sie als Lehrlinge in ihr Geschäft ziehen, auch nach Beendigung der Lehrzeit behalten und entsprechend salartren, ja es gibt sogar noch Fabrikherren (leider aber sind das Raritäten), die überhaupt keine Lehrlinge in der gewöhnlichen Bedeutung des Wortes anstcllen, aber diese rühmlichen Ausnahmen beseitigen keineswegs die Regel, im Gegentheil, sie befestigen sie und es wird unwider- Legt bleiben, daß die meisten Fabrikanten die Zahl der Stellenlosen dadurch vermehren, daß sie jährlich oder alle paar Jahre einige Lehrlinge aufnehmcn, um sie nachher als junge Leute, die nunmehr Anspruch auf eine bezahlte Stellung zu Haden vermeinen, zu entlassen. Wohin mit diesen „angehenden" Commis? Findet einmal solch ein junger Mensch gleich eine Existenz, so ist das eine ebenso große Seltenbett wie ein Glück; die meisten derselben werden die Zahl der Stellenlosen vermehren helfen und wochen- und monatelang vergeblich nach einem passenden Posten fahnden. Daß solche jungen Leute nicht gern zu einer anderen als der erlernten Beschäftigung greifen, liegt auf der Hand, find sie doch etnesthetls an harte Arbeit nicht gewöhnt, anderntheils nicht gewillt, einen Berufszweig zu ergreifen, „der unter ihrem Stande ist". Wie gewissenlos Geschäftsinhaber verfahren, welche um des billigen Arbeitsmaterials willen fortgesetzt eine Heerde Lehrlinge halten, bedarf keines Beweises, cs geht aus dem Gesagten deutlich genug hervor. Ein anderer Punkt, welcher mit der vielbeklagten Stellennoth in enger Verbindung steht, ist die bis zu einer förmlichen Krankheit ausgebildete Sucht der Eltern, ihre Söhne „etwas Besseres" werden zu lassen. „Mein Sohn soll sich nicht sein Lebtag plagen wie ich", hört man fast tagtäglich von Handwerkern sagen, die zwar durch ihre Berufslhätigkeit keine Schätze erworben, immerhin aber eine behagliche und sorgenfreie Existenz errungen haben. Fragt man einen solchen Vater: „Was soll dann Ihr Sohn werden?" so heißt es in 100 Fällen 90mal „Kaufmann". Was nennt sich heute nicht Alles Kaufmann! Jeder frühere Hausbursche, der sich etwas erspart hat und die Branche seines ehemaligen Prtnctpals zu kennen vermeint, klopft auf seinen Geldbeutel, geht hin und errichtet ein Geschäft und nennt sich stolz „Kaufmann". Was ein junger Mensch, der sich ernstlich dem kaufmännischen Beruf widmen will, bei einem solchen Chef lernen kann, braucht nicht erst auseinandergesetzt zu werden. Sehen rotr aber von solchen Dingen einmal ganz ab und fragen, „was veranlaßt die Leute, ihre Söhne massenweise dem KaufmannSftande statt einem tüchtigen Handwerk zuzuweisen?" so gibt es meist zweierlei Antworten. Man sagt — aber völlig mit Unrecht — „der Kaufmann verdient sein Geld leicht" und der „Kaufmannsstand ist die sicherste Quelle, schnell zu Reichthum zu gelangen". Wie thöricht! Zwar ist es richtig, daß mancher Kaufmann in wenigen Jahren zu großen Mitteln gelangt ist, aber solche Fälle sind immer nur Seltenheiten und stehen vereinzelt da. Und dann: Wie war der Mann geartet, dem es gelungen ist, die launische Glücksgöttin an sich zu fesseln? Bei näherer Betrachtung wird man finden, daß er entweder schon vorher über namhafte Mittel verfügte, die ihm gestatteten, eine kühne Speculation zu wagen, oder er war ein scharfsinniger Mann mit weitausschauendem Blick oder er besaß seltenes Organisationstalent ober erfreute sich sonst irgendwelcher Vorzüge, die be^ bem Gros des Staubes natürlich nicht anzutreffen sinb. Derartige Fälle seltenen Glückes bleuben aber bie Jünger Merkurs und was das Schlimmste ist, sie sind nicht selten die Ursache sicheren Verderbens, denn leider fragen sich Diejenigen, welche sich einen solchen Glückspilz zum Vorbild genommen, nicht vorher, ob bei ihnen auch nur einigermaßen die Vorbedingungen für eine gttich glänzende Carriöre gegeben sind. Ist dann nachher steter Mißerfolg das Factt ihrer Anstrengungen, so werden sie unmuthtg, verlieren alle Lust zu weiterer Thätigkeit und gar oft ist tiefstes Elend der Abschluß einer hoffnungsvoll begonnenen Laufbahn, einer Laufbahn, die schöne Erfolge hätte zeitigen können, wenn sie sich in bescheidenen Grenzen gehalten haben würde. Wie man auch über das Handwerk in unserer Zeit, wo die maschinelle Arbeit fast jedes Gebiet beherrscht, denken mag: es ernährt immer noch seinen Mann, vorausgesetzt, daß der Letztere es wirklich versteht. Einen Beweis dafür bilden, neben vielen anderen, die vielfachen Nachfragen nach tüchtigen Handwerkern in den Vereinigten Staaken. Ein Kaufmann ober Gelehrter ist bort ein ungern gesehener Gast, ben man am liebsten wieber gleich auf ein Schiff setzen unb in seine Heimath zurückbefördern möchte, währenb tüchtige Hanbwerker aller Art mit offenen Armen aufgenommen werben. Oft unb bringend ist an bie Eltern die Mahnung ergangen, die Söhne nicht gewaltsam in bie sogen, kaufmännische Carridre hineinzudrängen und sie kann nicht häufig genug wiederholt werden. Junge Leute, die heute noch sich dem Kaufmannstande widmen wollen, sollten mindestens ganz bedeutende Sprachkenntnisse besitzen. Ohne solche kann der Kaufmann der Jetztzeit nicht mehr auskommen, geschweige denn zu irgendwelcher Bedeutung gelangen und das Volapük hat noch nicht die gewünschte Verbreitung gefunden. DaS sollten insbesondere die Leute auf dem Lande bedenken, bie so gerne mit stolzem Blick sagen „Mein Sohn ist Kaufmann in der Stadt", dabei aber nicht wissen, welche entsetzlich unbedeutende Rolle ihr Kind in dem Kaufmannshause spielt, wie oft es weiter nicht als der Packesel ist. Die Krankheit, den Sohn einen anderen Beruf als den eigenen ergreifen zu lassen, findet man leider auch nicht selten bei den Vätern der gebildeten Stände. Sie ist die Frucht der Unzufriedenheit mit dem eigenen Loos und der so unendlich vielen Menschen anhaltenden verkehrten Ansicht, daß gerade ihr Beruf der schwierigste sei. „Viele sind berufen, aber wenige auserwählt." In dem Berufe des Vaters, der vielleicht nur eben den Kampf um'S Dasein siegreich durchzufechten vermochte, wird der Sohn nicht selten ein berühmter Mann und umgekehrt. Es kommt dabei ohne Zweifel auf bie Jnbivibualiiät an. Soll ich noch einen brüten Punkt in den Bereich meiner Betrachtungen ziehen, so liegt mir im Augenblick bfe Erscheinung am nächsten, daß sich gegenwärtig ungemein viele Frauen unb Mädchen in Männerstellungen drängen. Daß diese Erscheinung die Stellennoth in der Männerwelt ganz erheblich zu vermehren geeignet ist, wird von Niemandem ernstlich bestritten werden können, wenn man auch andererseits den Frauen, die zudem im demschen Vaterlande in der Mehrzahl sind, nicht verdenken kann, wenn sie zunächst an sich denken, denn „Jeder ist sich selbst der Nächste". Was aber nicht nöthig unb zu vermeiden wäre, ist die Herabdrückung der Ansprüche, die mit der weiter um sich greifenden Frauenarbeit stetig um sich greift. Wenn heute ein Handlungshaus eine „Reisende" sucht, so findet es eine solche um 500 bis 1000 «X billiger als einen „Reifenden" und das erklärt sich durch die geringeren Ansprüche, welche die Damen nach Stellung unb Geschlecht im Allgemeinen haben. Während der Mann als Vertreter eines Hauses die Gesellschaft aufsucht und aufsuchen muß, wird das von der „Vertreterin" nicht verlangt noch erwartet. Sie lebt zurückgezogener, einfacher und dadurch — billiger. Da nun in der Jetztzeit die Billigkeit fast einzig unb allein ben Ausschlag gibt, so ist es nichts Seltenes, Damen in Stellungen zu begegnen, an bie man vor zwei Dcccnnien noch nicht gedacht hat. Dazu kommt noch, baß die Damen vielfach zungenfertiger sinb unb enblich ihnen oft aus Höflichkeit selbst von Denjenigen etwas abgekauft wirb, wo „ber" Reisenbe lakonisch abgewiesen worben wäre. Wie ist nun in ben brei beregfen Punkten zu helfen ? Dem Lehrlings Unwesen müßte meines Erachtens auf gesetzlichem Wege gesteuert werben, womit auch zum Theil bie zweite Frage ihre Lösung fände. Was hier noch zu thun übrig bliebe, müßte burch unermüdliche Belehrung und Warnung zu erreichen versucht werden. Dem dritten liebel — nach meiner Anschauung bleibt es nämlich unter allen Umständen ein Uebel — kann die Kaufmannschaft ohne fremde Hülse erfolgreich begegnen; freilich müßten die selbständigen wie unselbständigen Kaufleute Hand in Hand gehen, denn so lange die ersteren anderer Anschauung bleiben, wird ein Erfolg mindestens sehr fraglich fehl. Das Kunststück wird hier wie in so vielen Dingen darin bestehen, Einigkeit herbeizuführen. Bettler vor 170 Jahren. Vom Jahre 1715 an sollte in Sachsen gegen alle Bettler, „Manns- und Weibs- Personen, oder auch Kinder, auf denen Landstraßen unb Gassen, vor denen Thüreu unb in Häusern, es seien einheimische ober frembc verarmte, preßhafte, miserable, abgebanfte ober invalide Soldaten, Landstreicher, ober wie sie nur sonst Namen haben können", in Strenge oorgegangen werben. Zn diesem Zwecke wurde vom Landesherrn ein Mandat erlassen, welches bald darauf zweimal, in ber Folge alljährlich einmal (biä. zum Jahre 1723) von allen Kanzeln des Landes verlesen wurde. h,„r „r3"nc R-'^de aus dem Handwerkerstand- bedurften bereits damals b-son- ®aorf!°l8Lin d/r Gesetzgebung. Sie waren von den ..Landstreichern und anderen boien Gesindel ausgenommen und sollten „zu ihren Handwerksmeistern oder auf ihre sogenannten Herbergen" gewiesen und, salls sie keine Arbeit sanden, „mit Darreichung eines Zehrpfennigs wieder fortgeschafft" werden. u „Fremde und ausländische Bettler" sollten binnen vierzehn Tagen das Land verlassen haben, die „einheimischen" aber binnen vier Wochen sich an den Ort wo sie hettnathsberechtigt waren („wo sie bisher eine geraume Zett gewohnt und sich genähret haben ), zuruckbegeben. Daß solches wirklich geschähe, dafür sollte die Miliz und Land- 5br;t#?rCns9Cn?lrm-cr c Stratzenbereuther)" durch fleißiges Patroutlliren, Vlsittren der Schenken und Wtrthshäuser, „sonderlich auf deren Grenzen" eifrigst Sfk J T“4!"' „SEer, Fährleute und Fischer an denen Strömen und Flüssen sollten ohne einen richtigen Paß Niemand „etnlassen, annehmen und überfuhren . Auch wurde es dringend empfohlen, „zu Verhütung allerhand Besorgnisses in denen offenen Städtchen und auf denen Dörfer gewisse, nach Gelegenheit des rrbl?rdQ- rulängltche Mannschaft, Wachten zu bestellen und zu haUen, welche nicht allein Tages, sondern auch Nachts auf fleißiger Hut zu stehen, wenn sie verdächtige Leute gewahr werden, selbige bei denen Gerichten oder dem Richter zur Untersuchung oder Fortweisung anzumelden, bei gewaltsamer Widersetzlichkeit aber in der ^^rnde. Lärmen zu machen und ihrer Personen sich behörtg zu versichern, ver- W unb Publikum anzuspornen, das Ihrige bei der Durchführung b?t§ 3u tb ?urbxe Jedem," der nach der gegebenen Frist einen Bettler dem G«ichte übergeben wurde, eine „Ergotzlichkeit von zwölf Groschen", im Fall er aber „„h" anderer harten Verbrechen oder Begünstigungen als Räuber, Diebe und -0C dersooen ^embringen würde, ein Thaler versprochen. Sollte aber ? „räuberischen Diebs- oder Ztgeunerrotte dergleichen ganze Rotte ?^^?"^/ne Personen veroflenbaren, diese wirklich zur Haft bringen, und derer hrUbxr%Cn^ f0 troax b^sem nicht nur keine Straie aufzuerlegen, sondern auch „eine absonderliche Vergeltung, wenigstens fünfzig Thaler" darzureichen. fnMiP ^^edentlich der Versorgung der einheimischen Armen wurde feflge setzt fcofr 11,0 Kne detmathsberechttgt waren, stallzufinden habe und zwar "«n16 Qr^UIVb. i)urftT0c Leute zuförderst zu einem ehrbaren stillen m l.?n6cn)tcfcn “nb durch dre Geistlichen und Schulbedienten ohne EMarid welchenfalls erwähnte Gebühren gletchwobl binweafallen " ' 0 6 erhielten Ändere B^^f- WÄ’Ä W «b^rann.en xän4eMei? 3abfen (ungefähr von 1710 bis 1720) scheint in Sachsen die Klaae tlber das Bettelunwesen eine ziemlich allgemeine gewesen zu sein. So lieat z B ni?s einem kleinen Städtchen (Wildenfels) ein Erlaß des geistlichen Amtes vom ^afcre 1710 bdb'Ä'V di-Fürf-rg-sür d!-Armen in °°rnünf,ig-rW-is- gerege°7wird Mnn ÄÄÄÄS6“ und ,»106 die „gefunben" ftarten Verwischte«. mprnprT ^d^ch^u der Zeit.) Während sich auf eine Annonce, die ein Schuhmacher- meißer in Köln erlaßen hatte und worin derselbe einen Lehrling suchte auch nicht ein ÄCr ‘?kUe Meldete, konnte ein Wirth, welcher einen Zapfjungen suchte sich $ ?cr baju Meldenden nicht erwehren. Man ersieht hieraus, daß oie;e junge Leute tinen 1 bequemen Gelderwerb einer ordentlichen Thätigkett und Beschäfltgung^vorzie^ Oeffentliche Zustellung. Die Justus Müller Witlwe zu Gießen für sich und als Vormünderin ihrer minderjährigen Kinder, vertreten durch die vereinigten Rechtsanwälte Diery Metz zu Gießen, klagt gegen den Kürschner Ferdinand Schultheis junior in Gießen, jetzt mit unbekanntem Aufenthalt abwesend, aus Miethe mit dem Anträge auf Ver- urtheilung des Beklagten zur Zahlung von Zweihundert zweiundzwanzig Mark 55 Pfennig nebst 5% Zinsen vom 19. September 1888, sowie das ergehende Urtheil für vorläufig vollstreckbar zu erklären und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtsgericht zu Gießen SamStagd 1 Deeember 1888, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. 8342 Glässing, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Stammholz-Submissions- Verkauf in den Areiberrlicb von Rabenau'schen Waldungen, Eichen: ca. 300 km, 25-50 cm Dchm, 6—15 m Länge, Fichten: ca. 150 km, unter und über 30 cm Dchm., gewöhnt. 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