119 Freitag den 25. Mai 188& Gießener Artzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. tetttttttt Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Amtlicher Iheil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Die Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 10. Juni l. Js. an Bäumen, Sträuchern und feeren vie Ntaupennester zu vertilgen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge geleistet haben werden, verfallen nach § 368, pos. 2 des Reichsstrafgesetzes in eine Geldstrafe c ^echSzig Mark oder in eine Haftstrafe bis zu vierzehn Tagen. Außerdem wird die Vertilgung der sich vorfindenden Raupennester olrsouyne, aus oer Vas Volk selbst spielt und zwar sich selbst svielt das Reste ’\-®r.?6c n°t'°n°le Thaten, an denen das Volk beth iliat kllchl ch- Smrnaen^ chaften, die ihm gegeben, sollten im Gewände der darstellenden Kunst durch e^ch^ Bürger und nicht durch B-rufsschau, Pieter - wi-d-rg-g b-nw-rd-n- Unfcr Volk es ^sie "selbst 'Mm'unÄr '°°'°esnich7aÜch möglich^ sL, M Bühnenetnrichtung, sondern auch in b* mitil reu unb klUnen tobnen’lokn? rQffin,rter feine h-rv^rag-Hst^All-n, feine gEe'n" H-lden"m1t um s° gröberer Begeisterung geschaut unb gleichsam mit-tl-bt werben ? ® n- , Unb c.3„ öelang mit geradezu unerwartetem Erfolg! Es aibt kein? national? ÄM WÄ ft.«.«-«' ÄÄÄftÄtaSä! ^6 geten- bet dem jede sonst übliche Form des Beifalls verstummt ab r nbC ^1Ci empfindet im gemeinsamen Gesang herrlicher sonbern Erf7uuE"/eligi7se Sl-^kunglst^ "" Unterhaltung, B°g-.st-^ng''bur^"bikS^^ ÄÄx L Lne7^lch-fas°Gl^ & nl 3U Seitdem ist dasselbe in einem Flüge wie ihn web.r sR?0Ift n0(^ ^L.l r. 9 erwartet hatten, durch die deutschen Gaue gezogen überall dieselbe Begetst^ung hintragend, alle Gemeinden mit freudigster Bewegung erfüllend, bemnäc^t iurütf® 8 """ ,e " 9eft|pleI Ungerichtet s - Auf bie,e Frage kommen wir Telegraphische Depeschen. Wolffs lelegr. Correspondenz«Burea«. Berlin, 23. Mai. Der Kaiser hörte Vormittags den Vortrag Albedyll's empfing Mittags den General Stosch, Nachmittags den Vortrag des Grafen Stolberg. ' Berlin, 23. Mai. Se. Majestät der Kaiser verweilte heute von 10 bis 1 Uhr im Park und zeigte sich dann am Fenster seines Zimmers, von der Bevölkerung vor dem Schlosse auf das freudigste begrüßt. Der Prinz Albrecht, der Großfürst Sergius mtt seiner Gemahlin, der Prinz von Wales und der Kronprinz von Griechenland statteten Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin im Laufe des Mittags ihre Besuche ab und biteben dann zum Dejeuner. ”,2 Der Kaiser fuhr heute um 5-/4 Uhr mit der Kaiserin in geschlossenem Wagen nach Berlrn, jubelnd begrüßt, tm zweiten offenen Wagen befanden sich Mackenzie und der Flügeladjutant v. Brösicke. Im Laufe des Nachmittags empfing, der Kaiser die Prinzessin Friedrich Carl, den Fürsten Radolin und den Fürsten Pletz. Das Kaiser- vaar kehrte um 7 Uhr 10 Min. von Berlin nach Charlottenburg zurück, nachdem auch im konigl. Schlosse beim Kronprinzen Wilhelm und dem Kronprinzen von Griechenland sowie bei der russischen und englischen Botschaft vorgefahren war. t Berlin, 23. Mai. Der Extrazug mit der Prinzessin Irene von Hessen, dem Großherzog und dem Erbgroßherzog traf um 8 Uhr 45 Minuten auf dem Bahnhofe Weftend Charlottenburg ein, woselbst eine Compagnie des 4. Garde-Regiments zu Fuß als Ehrencompagnie aufgestellt war. Prinz Heinrich, die Kaiserin, der Kronprinz die Kronprinzessin, die Prinzessinnen Charlotte, Victoria, Sophie, Margarethe, ferner Oberstallmeister Rauch, Obersthofmeister Seckendorf, Viceadmiral Monts, der Gouverneur, der Commandant und der Polizeipräsident von Berlin, sowie Vertreter der Stadt- gemeinbe Charlottenburg waren zum Empfange aus dem Bahnhofe anwesend. Perron und Vorhalle waren reich mit Tannengrün und Blattpflanzen, sowie hessischen und preußischen Fahnen geschmückt; eine nach Tausenden zählende Menschenmenge drängte sich am Bahnhofe und in der Zufahrtstraße. Krieger-, Turn- und Gewerkoereine und die Stubirenben der technischen Hochschule bildeten Spalier. Vor dem Fürstenflügel des Schlosses standen die in Charlottenburg garnisonirenden Truppentheile. Die Begrüßung unter den allerhöchsten und höchsten Herrschaften war eine überaus herzliche Der Großherzog führte die Kaiserin, der Kronprinz die Prinzessin Irene, Prinz Hein- rich und die übrigen Herrschaften folgten zu Wagen, in deren erstem die Kaiserin mit der Braut Platz nahm. Die Herrschaften fuhren sodann durch die mit Gas- stambeaux und Guirlanden festlich geschmückten Straßen unter dem Voranreiten von Fackelreitern zum Schlosse. Berlin, 23. Mai. Im Charlottenburger Schlosse, das heute erstmals elektrisch erleucht-, würbe würbe Prinzeffin Irene nebst Begleitung vorn Kaiser unb fämml- lichen fremden hier anwesenden Fürstlichkeiten empfangen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Meldung der Blätter, die Königin von England habe die Prinzessin Irene ausgestattet, als nicht zutreffend. Die Königin habe der Prinzessin kostbare Geschenke verehrt. Ausgestattet habe dieselbe aber der Großherzog. Der ganze Trousseau sei in Darmstadt, Mainz und Frankfurt hergeftellt. i ... ,. Berlin, 23. Mai. Der Statthalter von Elsaß-Lothringcn, Fürst Hohenlohe, tft hier eingetroffen. ' . ~ Sämmtliche hier anwesende Fürstlichkeiten werden heute Nachmittag 4 Uhr von der Kaiserin Augusta empfangen werden. ' — Der ,,Reichsanzeiger" meldet die Verleihung des Rothen Adlerordens 2. Cl. mit SRern und Eichenlaub an Professor Rudolf Virchow. «• Straßburg i. E«, 23. Mai. Eine Ministerialverfügung vom 22. Mai be- siimmt: Von Donnerstag, den 31. Mai d. I. ab müssen alle über die französische Grenze zurelsenden Ausländer ohne Unterschied, ob sie auf der Durchreise begriffen sind oder ob sie tm Lande Aufenthalt nehmen wollen, sich im Besitze eines Passes befinden welcher mit dem Visa der deutschen Botschaft in Parts versehen ist Das Vlsa darf nich alter sein, als ein Jahr. Die Gewerbelegitimativnskarten für aus- landische Handlungsretsende ersetzen den erforderlichen Paß nickt. Ausländer, welche nicht im Besitze emes regelmäßigen Passes sind, sind an der Weiterreise zu hindern und nothigensalls über die Grenze zu führen. Reichsangehörige, welche über die französische Grenze zu reisen beabsichtigen, bedürfen dieses Passes nicht. Ausgenommen von der Paßpftickt sind die Bewohner der französischen Grenzgemeinden, insofern sie sich zu geschäftlichen Zwecken in eine benachbarte deutsche Grenzgemeinde begeben und sich vor den Grenzpolizeibeamten entsprechend ausweisen. B Fabrlkm^wstde?b' ^at ®ic Glasfabrikanten des Seinedepartements eröffneten ihre , rt. ^^yfuß wird morgen vom Finanzminister Auskunft verlangen wegen der !mi^n,,500 Franknoten, welche die Bank von Frankreich einzulösen sich weigert. Eine Mittheilung der Bank erklärt, sie habe die Fälschung der Noten erst am 15. ds. Mts Srav7no.e^Lrak° ®‘C. der für falsch erkann.en e daris, 23. Mm. Clemenceau, Joffrin und Ranc haben auf heute Abend nach dem Grand Orient eine Versammlung von Deputaten, Senatoren, Municipalräthen und Journalisten zusammenberufen, um eine Organisation der republikanischen Partei gegenüber den auf em Plebiscit abzielenden Agitationen in's Werk zu setzen. — Im Winter- Circus tritt am b. Juni em Congreß der Freimaurer zusammen, um sich über die Ge- fahrm, welche die plebiscitäre Bewegung mit sich bringe, zu berathen. — Das Comito der Anhänger des Prmzen Napoleon hat gn den General Du Barreil, den Präsidenten des Comitä s der Anhänger des Prinzen Victor, ein Schreiben gerichtet, in welchem beantragt bes» ^bAsung vorzunehmen in Bezug auf die birecte Wahl des Staats- oberhauMs um die Republik zu biestigen, Nicht um die Monarchie wiederherzustellen. ., . Mailand, 23. Mai. Bei dem Kaiser von Brasilien sind die Lähmunas- nich,°-fernst- B°-f°rgE"b°"' ÄläftC ne6mcn iU- »lc'chwvhl find di- A-rzi- Berlin, 24. Mai. sPrioaidepesche.j Der Kaiser hatte heute die beste Nacht s^t feiner Anwesenheit in Charlottenburg; er schlief je drei Stunden hintereinander ohne Husten. Der Kaiser wird der Cioil- und Kirchentrauung des Prinzen Heinrich und der Prinzessin Irene beiwohnen. Seit 10 Uhr verweilt der Kaiser im Park. £ p f a I e 4°er At Ä7X i?Ost^-u^n7u g-b-n"'g-h? L7f°Ld- Wt3“u-®eftCn btr W°ss°rb-schädig,-n V°r,ög-rung guchis""hoff-u K?® XÄ Um° nkb? in b?r Verhältnisse herbeigeführt worden, die beherrschen wir Ä IHoen. 86 maren' C9 merbe bie »ut° Sach-, d-r -ir di-n-n'wvL daruL c rt die Einmüthigkeit, mit der die Gesangvereine an den ihnen jufaneuben Th-il der Arbeit gegangen sind, andererf-ils das allgemeine Jnierefse am ftnhfQn9, aber(.,?^lmc6r~nOd| bie Freudigkeit, mit der die Bürger Gieb-ns allerM Vorhabens." rvohithatrge wache zu unteistützen, verbüigt ein gutes Gelingen des . Gittzcn 24 Mai Unsere gestrige Mitth-ilung an dieser Stelle betreffs etwaiaer Wiederholungen der Lutherfestspr-lausführungen ist hie und da so verstanden worden üls ?