Nr. 21. Mittwoch den 25. Januar 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. durearrr Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Psi Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Keulschland. Darmstadt, 23. Jan. Am 20. Januar wurde der Gerichtsaffeffor Karl Röm Held in Büdingen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Büdingen, und der Gerichtsaffeffor Hermann Kampf in Osthofen zur Rechtsanwallschaft bei dem Amtsgericht Osthofen zugelaffen. Berlin, 22. Januar. Das heutige Ordensfest hat in hergebrachter Weise im Königsschloffe stattgefunden. Der Kaiser und die Kaiserin wohnte» lediglich der Verkündigung der neuen Ordensverleihungen, der Vorstellung der *eu ernannten Ritter, sowie der Defiliercour bei und kehrten sodann nach dem Prlats zurück. Der Prinz Wilhelm trank bei der daraus folgenden Galatafel Politische Ueberficht, «Gießen, 24. Januar. Aus San Remo laufen über das Befinden des Kronprinzen durchweg befriedigende Nachrichten ein; die Erkältung, welche sich der hohe Herr jüngst zugezogen hatte, ist von ihm rasch wieder überwunden worden. In den letzten Wochen haben Ausscheidungen kleiner Theilchen von jener Stelle im Halse des Kronprinzen stattgefundm, wo sich im vorigen November das Gewächs befand und erfährt dieser Ausscheidungsproceß ärztlicherseits eine sehr günstige Beurtheilung. In der Umgebung des Kronprinzen hält man jetzt seine Rückkehr nach Deutschland im kommenden Frühjahr für nicht ausgeschlossen. Am Sonntag unternahm der Kronprinz bei herrlichem Wetter eine Ausfahrt. Noch im Laufe dieser Woche soll im Reichstage die Bsrathung des neuen Socialistengesetzes beginnen, nachdem ihr" bereits in der Presse eine wochenlange erregte Discuffion über diesen Gegenstand oorangegangen ist. Diese Preßpolemik hat indessen zur Klärung der Stellung brr einzelnen Parteien Zu der vorliegenden Frage verhältnißmäßig nur wenig beigetragen, sie spiegelte nur die Auffassung der verschiedenen tonangebenden Blätter wieder, ohne über die voraussichtliche Haltung der parlamentarischen Fraktionen selbst genügenden Ausschluß zu ertheilen. Mit berechtigter Spannung blickt man darum den Verhandlungen über das neue Socialistengesetz entgegen, besonders, da von manchen Seiten die Ablehnung sowohl der Verlängerung als auch der vorgeschlagenen Verschärfungen schon als feststehend verkündigt wird. Die Wehrgesetz.Commission des Reichstages tritt am nächsten Donnerstag in die zweite Lesung des Entwurfes ein. Falls dieselbe ebenso glat: verläuft, wie die Generaldebatre, so kann das Plenum möglicher Weise schon in den ersten Tagen der nächsten Woche die Specialberathung beginnen und er- wartct man von ihr, daß sie die verschiedenen Härten und Lücken, welche das neue Gesetz noch aufweist, beseitigen wird; daß dasselbe mit großer Mehrheit angenommen werden wird, unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, lieber die Höhe der Kosten für die Durchführung des Wehrgesetzes lausen noch immer allerhand uncontrolirbare Meldungen um; jetzt heißt es gar, die Regierungsforderung betrage nicht 150 Mill, oder 200 Mill. JL, sondern 230 Mill. JL, welche natürlich durch eine neue Anleihe beschafft werden müßte». Die Haftentlassung des wegen aufrührerischer Rede» zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt gewesenen irischen Depuürten und Agitators O'Brien ist von der Nationalliga zu dem Versuche benutzt worden, eine ihrer bekannten Demonstrationen in Scene zu setzen So sollte in Kilrusch eine große Versammlung zur Feier der Haftentlassung O'Brien's stattfinden, dre aber von der Regierung streng untersagt wurde. Auch in anderen irischen Städten, wie in Lismore und Tullamore, waren Festlichkeiten und Versammlungen zu Ehren O'Vrien's geplant, die von der Regierung vermuthlich ebenfalls verboten worden find. Zu Ruhestörungen scheinen diese Verbote nicht geführt zu baden, obwohl der hinkende Bote noch nachkommen kann. Aus Rom wird noch immer von Nachklängen zur Papst-Jubelfeier berichtet. Am Samstag empfing der Papst diejenigen Persönlichkeiten aus Deutschland und Oesterreich-Ungarn, welche den Comitös zur Darbringung der Jubiläumsgeschenke, Vorbereitung der vatikanischen Ausstellung und Orga- msatian der P.lgerzüge angehört haben. Die deutschen Mitglieder wurden vom Fürsten Löwenstein, die österreichischen oom Grasen Pergen vorgestellt. Ferner erfolgte am Sonntag Vormtttag dic Heiligsprechung von Louis Gragnon be Montfort, bes Gründers der Missionäre des hüligen Geistes, in der Peterskirche Der Erzbischof von Paris cJebrirte die Messe. Am Nachmittag verrichtete der Papst vor dem Bilde des Heiliggesprochenen sein Gebet. Heber die Vorgänge in Ostafrika lauten die Nachrichten noch immer etwas verworren. Bald heißt es, die Italiener seien entschlossen Saati anzugreifen, bald heißt es, diese Position sei von den Abessvniern gar mcht besetzt, nach einer dritten Version wären die italienischen Vortruppen ohne Kampf schon in Saati eingetroffen. Auch über die Haltung des Königs Menelik von Schoa, des mächtigsten Vasallenfürsten des Negus, lauten die Meldungen sehr widerspruchsvoll; das Wahrscheinliche ist, daß Menelik einstweilen abwarten wird, wie der erste Zusammenstoß zwischen den Italienern und den Abessyniern abläuft. Ferner regen sich Privatberichten zufolge die Sudanesen wieder und sollen dieselben merkwürdiger Weise eine die Abeffunier bedrohende Haltung annehmen, während doch erst kürzlich von einem Vorstoße der Sudanesen unter Osman Digma gegen Suakim, also gegen die Stellung derEngländer am Rothen Meere, die Rede war. im Auftrage und Namens des Kaisers auf dar Wohl der neuen und alten Ritter. b2r Kap.lls eröffnete der Kronprinz von Griechenland mit der Prinzessin Wilhelm, welcher bet Tafel auch zur Rechten der Prinzessin fafe Von Diplomaten wohnten der Feier bei: die Botschafter de Launay Herberte und Benomar; ferner sämmtliche Minister und der Fürstbischof von Breslau Unter den Decorirten erhielt der Fürstbischof Kopp den Stern zum Kronen.' orden zweiter Klaffe, Dr. Dinder, Erzbischof von Gnesen und Posen, den rotüen Adlerarden zweiter Klaffe. ™ Merlin, 20. Januar. Der Kronprinz hat heute Mittag, wie die „M. Ztg. aus San Remo meldet, eine Spazierfahrt im offenen Wagen in ter Richtung nach Poggio gemacht. Ueber da« Befinden der Kronprinzen wäb- rcnd der letzten Zeit giebt auch die nachstehende Drahtmetdung der „Voss. Rta " befriedigende Auskunft: ° ... L°"don, 20 Januar. Mackenzie empfing gestern befriedigende Rach, richten über das Befinden des Kronprinzen. Die Gerüchte, daß neue Symptome emer krebsartigen Gewächses sich gezeigt hätten, entbehren durchaus der Be« gründung. Am 14. d. Mts zog sich der Kronprinz eme leichte Erkältung mit Fieberanfällen zu, aber schgn am Dienstag war die Temperatur wieder normal Die Meldung, daß Mackenzie Ende Januar wieder nach San Remo reist ist unrichtig; das Dalum seines nächsten Besuches ist noch ungewiß. Der Kron- , L mit IeBMter Freude der Aussicht entgegen, im Frühjahr nach Berlin zuruckkehren zu können. - Dis Adresse der Berliner Bürger an den Kronprinzen und die Frau Kronprinzessin liegt heute und morgen zur Besichtigung aus. Dieselbe wird demnächst nach San Remo gebracht und dort den erlauchten Herrschaften ru ihrem dreißigjährigen Hochzeitstage am 25. Januar überreicht werden Die Ausstattung ist eine kunstschöne. Dar Titelblatt hat der Kalligraph S Senaer in Wasserfarben ausgeführt; es versinnbildlichst dis Theilnahme der Bürger. 'd?ft und ihre Fürbitte um Genesung des geliebten Kaiserfohner. Ein Blick « r von San Remo bient ber Composition zum lenbfdboftliäen 16 ■*** 3" S L r Berlin, 21. Januar. Aus San Remo wird der „M. Ztg." gemeldet, baß ber Kronprinz heute Vormittag mit bem Erbprinzen und der Erbprinzessin von Meiningen und dem Prinzen Heinrich im offenen Wagen über die dicht belebte Promenade und sodann den Berigoweg hinaufg-fahren ist, auf dessen Höhe am Rondel er für einige Zett aurstieg. In einem zweiten Wagen folgten die Mazors v. Lynker und v. Kessel und Dr. Howell. Das Wetter war mild und sonnig ; dar Aussehen der Kronprinzen war vortrefflich. Die Störung in seinem Befinden kann jetzt als völlig gehoben betrachtet werden. ~ Rußland ist in seinen Bemühungen, eine größere Anleihe auf dem auswärtigen Markte zu erheben, unglücklich. Neuerdings weilt wieder eia be- kannter russischer Finanzagent In der Reichshauptstadt; doch wird er sich in seinen Unterhaltungen mit unfern Gelsmännern wohl schnell überzeugen, daß für die russischen Geldbedürsnisse deutsche Kapitalien für eine übersehbare fteit nicht mehr ausreichend zu haben sind. onnl —. Dar preußische Eisenbahnnetz umfaßt zur Zeit 21,338,60km, wovon 389km im letzten Jahre neu in Betrieb gesetzt wurden. Die größte Anzahl von Kilometern haben die beiden Provinzen Schlesien und die Rheinprovinr nnt 2865,71 und 2854,71km. Dar gesammte Anlagekapital für alle Strecken beträgt 5,865,376,569 Jt, oder auf den Kilometer 274,872 England. London, 19. Januar. Die Geschichte der Unruhen auf Trafalgar Square wurde gestern nachträglich noch bereichert durch die Berurtheilung des Parlaments-Mitgliedes Cunningham Graham und der Socialisten Burns zu sechsmonatlicher Gefängnißstrafe wegen Theilnahme an ungesetzlicher Versamm. lung. Zwangsarbeit bleibt ihnen erlassen; im Uebrigen aber stehen sie gewöhn- lichen Sträflingen gleich. Auch würben sie gestern schon in Newgate untersucht, ausgezogen, gebadet, in Slraftracht gesteckt unb numerirt. Der Herausgeber ber „Pall Mall Gazette", welcher das Gefängnißleben aus eigener Erfahrung fennt, bef^rcibt Zelle, Kost unb Beschäftigung. Erstere enthält eine Pritsche, Tisch, einen Stuhl, eine Bibel, ein Gebetbuch und ein Bibliothekbuch. Die Mahlzeiten finden um 8, 1 und 5 Uhr statt; bas Frühstück unb Abendbrot besteht aus Brühe, Braunbrot unb Salz, bas Mittagessen aus Pudding Munbrot. Mit ben übrigen Sträflingen kommen ste nur während der ™pö*ier0än9e Zusammen; sonst haben sie Einzelhaft unb beschäftigen mit Wergzupfen. Sehr angenehm und unterhaltend ist dies nicht; aber sie mögen doch dem Himmel danken, welcher ber Geschworenen Sinn so milde stimmte, daß ste von ben drei Anklagepunkten die Meuterei und die Angriffe aus die Polizei verneinten und nur die verhältnißmäßig harmlose Thellnahme an ungesetzlichen Versammlungen bejahten; sonst hätte es sechsmonatliche Zwangsarbeit abgesetzt. Deutscher Reichstag: 19. Sitzung vom 23. Januar 1888. . v. W ed ell -Piesdorf eröffnet die Sitzung mit der Mittheiluna von m be8 ?^g. 2B ö i b o ro = Reitzenstetn (cons.). Das Haus ehrt das Andenken des Verblichenen durch Erheben von den Plätzen. AbS- Grillenberger (®oc.) wünscht unter Beitritt zu den bezüglichen Aus- I gen Baumbachs besondere Arbeitervertreter, die ja nicht Amtspersonen zu sein führungen Baumbachs besondere Aba. vr Barth (freis.): Die Privatoersicherungsgesellschaften ließen sich mit oen Berussgenossenschaftsn in gar keinen Vergleich bringen. Die ersteren hätten es mit zahlreichen kleinen Unfällen zu thun gehabt, die jetzt auf die Krankenkassen über- nommen seien. Dadurch hätten sie natürlich höhere Verwaltungskosten gehabt. Die große Zahl der Prozesse gegen die Berufsgenosfenschaften sei eine Folge der ganzen Gesetzgebung. Ein Urtheil darüber, ob die Unfallversicherung wirklich etwas Segensreiches sei, werde sich erst in 15 Jahren abgeben lassen. Was ^lus dem Verwaltungsbericht Gr. Bürgermeisterei pro 1886/87.1 ^l.as die Einnahmen der städtischen Kasien betrifft, so setzen sich dieselben ihren £'1343’ 85nen(Srn? iusimimen aus: Nutzen von Gebäuden und verliehenen Gütern JL 13432.85, Gras und anderen Naturalien Jl 13644.27, Waldungen 3t 85774.97, . mflrprpr ifn n nonof koi-n u RI 4 oo n.t. i. z« i brauchten. Die Locialdemokraten hätten für Zwangsoersichel ung gestiMlllt, aber nicht lur diese Art derselben, welche nur den Interessen der Arbeitgeber diene. Redner beschwert sich über die Behandlung der Arbeiter Seitens der Berufsgenossenschafls- vorstände und wünschte nähere Bestimmungen über die Beurtheilung von Unfällen, die nur eme Beschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge haben. Die Berufsaenossen- schaften seien m dem Wlderstande, den sie ber Entschädigungspflicht leisteten, schlimmer noch als dre Privatgesellschaften. Das System der Berufsgenossenschaften habe sich als ew ganz verkehrtes erwiesen. Die ganze Altersversicherung sei nichts anderes als ein Manöver, um das Arbeitsbuch auf einem Uinwege einzuführen. Abg. vr Websky (natl.) vertheidigt die Berufsgenossenschaften und die Ver- srcherungsorganisatton gegen die Angriffe Daumbachs und Grillenbergers. Staatssecretär v. Bötticher legt den Ausstellungen Grillenbergers an dem neuen Entwürfe betr. die Alters- und Jnvaliditätsversicherung gegenüber das Hauptgewicht auf die Jnvaltditätsversicherung. Die Versicherung gegen die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit sei das entscheidende Moment. Er bitte, die Angelegenheit zu unterstützen und positive Verbefferungsoorschläge zu machen, jeden Hintergedanken aber der ^>eite zu lassen. , _ Abg. Gamp (Reichsp.) erwartet mit der Zeit noch einen erheblichen Rückgang der Kosten der Berufsgenossenschaften, die er gegen die Angriffe der Abgg. Baumbach, U1?? .. ^er Dorwurf, daß das Reichsoersicherungsamt Arbeiter genügend wahre, sei unbegründet; man könnte bei Durchsicht der Entscheidungen eher zu dem gegentheiltgen Ergebniß gelangen. Reichsversicherungsamt, 284 330 X, wird genehmigt, ebenso das Kapitel Physikalisch-technische Reichsanstalt, 100 432 JL . Bei den einmaligen Ausgaben und zwar bet dem Titel Diäten rc. für die Mit- glieder der Reichscommission zur Entscheidung über Beschwerden auf Grund des Soctalistengesetzes kritisirt Abg. Grillenberger (Soc.) die Ausführung des Socialisten- fÄus3" b,crr $a cß mrrr^ltc6unfl ber Kräcker'schen Druckerei in Breslau habe die Retchscommission ihre Pflicht verletzt. Die einmaligen Ausgaben werden genehmigt und damit der Etat des Innern überhaupt. Morgen 1 Uhr: Reltctenbetträge, Etat. I m_mpna o Bei ^uer Anarchiftenversammluns in Havre feuerte gestern ein Thetlnehmer ! Lucas ^et Reoolverschusse auf Louise Michel ab; einer derselben drang hinter verhaftest Un° nt cmc ^roere Verwundung verursacht zu haben. Lucas wurde Nachmin'"""'v«hk,te7-°rd^ Parnem‘ifl6e ®'PUtir'e für CfkIare- 'st heute 5Botfd,a”"mSrei63trr3nnDU$ru4M^- l" 7* ^27.26 betrag’ bie °rd-ntl°che i Äs'' ^Pi,tnli^ ^ÄA^'.^uÄnbe S 797562 94. — Ali Umlagen wurden aufgebracht: Aus das gesammte Eommunal- ' 8857 49 fAr h»« allgem. evang. Kirchenfond X 14771.48, Besolbung n ^ 141846 67 Pensionen Draten und Gebühren 4770.99, Bureaukosten i Polizeikoste/"^27331b^ ^ 05, Zeitungen, Formmlarien rc. JL 1025.68* ^oiizeironen JL «7331.90, Uneinbringliche Posten und 9tacklässe 1599970- Summa ber orbentlichen Ausgaben 868009.18. - Die außerorbenNichen An^ gaben weisen solgenbe Hauptposten auf: Zurückzuzahlenbe Kapitalien M. 9887T 43 auszulechenbe Kapitalien 3t 460407.94, Ankauf non Sr mbftütfen 46^9 22 itr-' bauung gemetnheitlicher Gedäube 34 121698.61, Erbauung non SAutbä^ern 1 27954 77 Erb°"ung Straßen Brücken unb Wegen M 28548.98? Ä’^ber 1 ^nMd’(ab'SUtn9/*(,175?,1f7' Kosten ber Uebernahme ber Gakanstatt J7taUl0aben belaufen sich auf X 1598152.14, sobaß sich, ver- glichen mit ben Gesammteinnahmen, em Ueberschuß von JL 73373.87 ergiebt. Handel und Verkehr. Gießen, 24. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.80—0.85, Hühnereier pr. St. 7—8 H, Gänseeier St. 12—14 Kale vr. St. 4—7H, Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 18 Linsen 29 Tauben per Paar 50 bi« 7o\s>, Hühner per Stück JL 0.90—1.30, Hahnen pr. (L-tück Jt 1.20—1.50, Enten per Stück Jt 1.40—1.80, Gänse per Pfund 50—60 H, Ochsenfleisch per Mund 58 bis 60 H, Kuh- und Rindfleisch 45-50 Schweinefleisch 54—60 Hanmrelfleisch 40 bi« 60 A Kalbfleisch 40—48 H, Kartoffeln per 100 Älo JL 4 00—4 50, Milch per Liter 12-218 A Weißkraut Stück 5—10 Zwiebeln per Centner JL 8.00—10.00. Frankfurt, 23. Januar. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Ange- trieben waren 379 Ochsen, ca. 6 Bullen, ca 426 Kühe und Rinder, ca. 360 Kalber. Die Preise stellten stch: Achsen 1. Oual. «M 58—60, 2. Quall 50—54, Kühe und Rinder 1. Qual. Jm 50-52, 2. Qual. JL 42—46 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 55—60 H, 2. Qual. 40—50 per 1 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 23. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiestger u. Wetterauer JL 1775-18,00, fremder JL 17,75-20,25, Roggen eff. hies. v4t 14,00-14,25, fremder x 00,00—,00,00 Gerste effectiv hiesige und Wetterauer JL 15 00—16,50, fremde j!L 00,00—00,00, Hafer eff. hies. «4L 14,00—14,50, fremder JL 00,00—00,00. Literarische-. * — Im Verlage von E. A. Koch's Verlagsbuchhandlung in Leipzig ist soeben in neuer Folge der Akademische Taschen • Kalender pro 1888 (60 H) in gewohnter gefälliger Ausstattung erschienen. Derselbe ist auch in den hiesigen Buchhandlungen zu haben. "Bl ft 11 S unentbehrliches*Nährmhtcl für Magenkranke, X-i.wÄAtÄ.ääÄ*0* M Schwacheu.Genesende.VunAerztenverordnet. 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Gleichzeitig bemerke ich, daß meine sämmtlrchen Bierflaschen meinen Namen tragen und von mir ebensowenig verliatill werden, atis irgend ein Betrag da firr zu hinter le gen ist. Flaschen fl»d und bleiben mein Eigenthum. Bor Ankauf solcher Flaschen wird gewarnt. 131 H. Schmall, zum Hessischen Hof. Tüchtige Agenten Mein Möbelwagen Ä b°b° Vrovision für den Vertrieb Wochen^ W°-m^un^bi°^ sich transport u. ogl. in dieser Richtung ev. über Darmstadt. 694 H. Weidenhaus, Löwengasse 9. Holzversteigerung. Freitag, den 27., und Dienstag, den 31. d. M, jedesmal von 9 Uhr an, soll im Beuerner Gemeinde-Wald folgendes Holz in verschiedenen Districten versteigert werden. a) Brennholz. Scheith. Knüppelh. Stockh. Reish. Rm- Rm- Rm. Wellen Buchen 263 72 142 5850 Naoel 6 30 19 1550 b) Bau-, Werk- u. Nutzholz. 4 Eichen-Stämme mit 1,75 Fm. 8 Buchen- „ „ 10,13 „ 119 Nadel- „ „ 47,75 „ 882 „ Derbffangen „ 57,33 „ 265 „ Reisstangen „ 5,49 „ Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Bemerkt wird, daß das Brennholz am 1. Tage, und das Bau- und Werkholz am 2. Tage zur Versteigerung kommt. Beuern, den 20. Januar 1888. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. 689 Holzversteigerung im Feldheimer Wald (3 km. von Hungen). Donnerstag, den 26. Januar l. I , sollen in den Districten Scheidet und Hinterwalo öffentlich versteigert werden: 35 Eichen - Stämme mit 45 fm von 30 bis 65 cm Durchmesser (meist stärkere Stämme), 470 Fichten - Stämme mit 120 fm (meist Bauholz) bis 30 cm Durchmesser. 380 Fichten-Stangen mit 25 fm, 10 rm Fichten-Prügelholz, 10 „ „ Stockholz, 650 „ „ Reiserholz. Die Eichen werden zuerst, das Brennholz zuletzt versteigert. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Scheidet. Arnsburg, den 18. Januar 1888. 586] Gräfliche Revierverwaltung.__ Jagdvcrpachtmig. Dienstag, den 7. Februar, Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Lumda zustehende Fetd- und Waldjagd gemeinschaftlich mit der ca. 14 Hectar umfassenden Jagd in dem fiscalischen Walddistrict „Grauen Berg" auf unterzeichnetem Bürgermeistereibureau für weitere sechs Jahre verpachtet werden. Lumda, am 14. Januar 1888. Großherzogl. Bürgermeisterei Lumda. _________Schultheiß._____511 Für Schäfer! Die Schäfereigesellschaft zu Bersrod wünscht auf sofort einen tüchtigen Schäfer von auswärts gegen entsprechenden Lohn. Bewerber hierzu können sich bei Unterzeichnetem melden. Bersrod, den 22. Januar 1888. I. A.: Bücher, Bürgermeister. [672 „ "b Ein freundl Logis, bestehend aus O bis 4 Zimmern und Kabinet, mit abge- ncr mit Zubehör, Neuenweg 40. Kirchenplatz 15. 685 alte 100.90, neue 102.20 Telegraphischer Coursbencht der Berliner Börse vom 24. Januar 1888 Oesterr. Creditactien 140 00 I ir «V ^7, Oesterr. Staatsbabn-Äctien 8675 ^uÄt^m’52ln^dlc 192 0( 1880 4% Russen Oblig, 731/° 40/U'n^J m rs. , 90«/. 4% unif. Egypter Oblig. 74 vJ | 4 Ärfl® Ä Politische @ re i gnlffe1 doncfonbcre?6?r^nJit? r V™ bem Ees.mmtmarkt zu aut 192.00 4% unif. Egypter Oblig. Politische Ereignisse von besonderer Tragweite lagen nicht zu gut Metactifiu A. Scheyda. vor. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Metzen. 97.30 103.00 102.00 97.20 104.30 107.10 101.30 102.70 105.90 104.70 105.60 94.50 88*30 64.70 95 80 136.40 16.10-16.14 16.08-16.12 20.27-20.31 4 16—4.19 schlossenem Korridor ist sofort oder später zu vermieden. 20 Francs-Stücke do. in Va Engl. Souvereigns Dollars in Gold K^nert^'06“0- 4% Oesterr. Goldrente fWo Oesterr. Silberrente 5°/o Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actien Gelds orte«. Glaserdiamanten, nur bessere Waare, in allen Preislagen empfiehlt 692 90V. 78V, 92.30 Wiener Ballsümye für Damen und Herren in größter Auswahl zu billigsten Preisen bei 210 L. Süß, Marktstraße 9. 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Erthellung der Decharae. r. . . ’3- Ersatzwahl für ein Mitglied des Vorstandes. ' (g-fnhT®*e Mitglieder des Vereins werden auf Grund der $§ 4, 5 und 7 der Statuten ergebenst emgeladen. [522] Der Vorstand. 701l Wer Lust zum Lachen hat' der komm'. Tbut Aufführung gelangt u. A.: die Tochter der Angot. m.tr t"ei" auch noch so weh, so denk ich an mei' Dorothee rc. 9 Untritt frei. Hochachtungsvoll C Drommershausen Vertreter gesucht I 68 .Ein Logis, 3 Zimmer, Küche mit Zubehör zum 1- März zu vermiethen. W. Müller, Steinstraße 48. Wermietßungen. 404] Seltersweg 88: Familien- wohnung, 4 große,- 1 kleineres Zimmer (3 mit Linoleum-Belag), Wasserleitung rc. per März zu vermiethen. Wilh. Reiber. 702 Der 2. Stock m. Hauses (5 Zim- mer rc.) zu verm 0r Dornseiff, Schulstr. 696] Alicestraße'13: große Wohnünm mittlerer Stock, 1. Juli ab zu vermiethen. 86] Wohnung in schönster Lage 6 Zimmer mit allem Zubehör und Garten- antheil zum 1. April an ruhige Familie zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. 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