Air 14$ Erstes Blatt. Sonntan den 24. Juni 1888. Amts- und Anzeigeblatt zur den Sims Meyen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Vurcaur Schulstraße 7. Amtlicher HHeit. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ aeaen die Regierung zu inmmen- wn das Cabinct eine derartige Niederlage herbei- I Tage vor Gefunden: 2 Regenschirme, 1 Zugelaufen: 1 Huhn. Gießen, 23. Juni 1888. Telegraphische Pepeschen. Wolff's telcgr. borrespondenz - Bureau. Berlin, 22. Juni. Der Kaiser empfing gestern Abend den Minister Friedberg ohnfehlbar hierher einsenden. Gießen, am 24. Juni 1888. Das Großherzogliche Steuer-Commiffariat Gießen an die Großberroalicken Bürgermeistereien des Landbezirks. Unter Bezugnahme auf die Ausschreiben in Nr 127 und 135 des Gießener»k St-. M-^mg deutlichen Emschätzungs- nl*‘ •WSfSSt ww. »»» «• »i> »'"■ «“ bi. W «*-*• w l" s- 3“« »erlitt, 22 Juni. Für das Ministerium des Innern ist augenblicklich keine L"»L»!toW3«S”«”i« ISiS”® Das Kai! rpaar wi?d während des Sommers wegen des Mrtte Auguit einlr-tend-n 7" ti 5 J^iNpnprpinniff^ nickt reisen Nur dürfte der Kaiser, nachdem Prinz HeMUch und Gemahlin nach Kiel übergesiedelt sind, einen kurzen Ausflug dorthin unternehmen. .National - Zeitung" hört, würde die Krönung Ihrer M^ests'-n desÄ'-rs und der Kaiserin als König und Königin im Herbste in Königsberg stattendem Kommandeur der 8. Division, ist »um Ä*Ä Beschlusse s Stadt- äsims: äs “»i» i- w-w » d°s, was beide Kafler^ur^Berlin »st^-^^.^„„Ewski-Kirche in Alexandrowsk bei sä l‘s £"*" S5Ä« “uSiÄfiS- »*-. b« .«».».* i- eine^diesbezügliche Debatte. british Medical Journal" veröffentlicht einen Be- London, 22.«Juni Da« Friedrich, worin es heißt: Einige richt M°ck-nzi^^aber^d,e^ran^e^d^ »ngefangcnj sich weniger gut in eine^längeren^Audlmz.^ tft 9ürft Radolin beauftragt, dem Sultan das Ableben Kaiser Friedrichs und die Thronbesteigung Kaiser Wilhelms II. anzuzergen. Er Politische Ueberficht. t Gießen, 23. Juni. Kaiser Wilhelm soll bei einer Unterhaltung mit dem Großfürsten Wlad imir von Rußland den lebhaften Wunsch ausgedrückt haben, unter sein r Regierung dieselben freundschaftlichen Beziehungen zu der rusvlchen Regrerung u XÄn erhalten zu sehen, wie unter der Regierung des Groyoaters und des Vaters. -^ochenplenarsitzung des BundeSrathes machte der Reichskanzler die amtliche^ Miltheilung von dem Ableben Kaiser Friedrichs und der Thronbesteigung Kaisers Wrl^eftns lL Augusta ist, begleitet von den großherzoglich.^adrschen schaften wikder^nach Bad en Lad en' zurückgekehrt, um ihre unterbrochene Cur fortführen, daß ein Appell an das Land nothwendig wurde. Der erste Lord des Schatzes, Smith, welcher zugleich der Führer der Conservatioen rm Unterhause ist, erklärte, diese Stellung niederlegen zu wollen, falls er nicht mehr das vertrauen der Partei genösse. Schließlich ootirte die Versammlung Smith und Salisbury ihr volles Betrauen, womit der Zwischenfall beigelegt erscheint, welcher also beinahe zu einer polttrschen Krrfis $ i Der Bulgarensürst fühlt schon wieder einmal das Bedürfniß, seine wackelig gewordene Popularität durch eine Rundreise in seinem Lande wieder zu besesUgen. Diesmal gilt die Reise Rumelten und hierbei wird Fürst Ferdinand außer von seiner Mutter der Herzogin Clementine, von den Ministern des Krieges, des Aeußern und des öffentliche Unterrichtes begleitet sein, wodurch die Reise einen hochpolitischen Anstrich e^rIt,g3ub9eti2lu§^u^ ber ungarischen Delegation genehmigte am Donnerstag den Bericht des Referenten Falk über das Budget des Aeußern. Der Bericht erwähnt theilnehmend das Hinscheiden Kaiser Friedrtch's, spricht die Ueberzeugung aus, daß in den herzlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn keme Aenderung eingetreten sei und stimmt Kalnoky's vorsichtiger Politik zu. Der Bericht betont ferner die Friedensliebe Oesterreich-Ungarns, aber zugleich auch die ^othwendi^ kett keinen Eingriff in die Selbstständigkeit der Balkanvölker zu dulden. Schließlich verweist der Bericht aus die Unterstützung Deutschlands, Jtalien'sund Englands zur Erhaltung des Friedens, spricht den Wunsch aus, die freundschaftlichen Beziehungen auch zu t>9en andern europäischen Mächten erhalten zu sehen und empfiehlt der Delegation schtteßlich, dem Minister des Aeußern den Dank der Delegation auszusprechen. 3U|e%m Montag Mittag 1 Uhr tritt der Reichstag im Weißen Saale des Berliner ResidenUcklosses zu der außerordentlichen Session zusammen, zu welcher das Reichs r $ <• nnn Wilbelm einberufen worden ist. Allgemeiner Annahme nach Fractionen gemeinschaftlich gestellter An- äs »» « teitmfteücn Man erwartet bedeutsame Debatten, im Uebrigen wird aber die Session, J ' < tiefer außerordentlichen parlamentarischen Tagung nach Ärlkdrich^- SfS SM.SÄ SB ÄSS »ÄKÄT-'S P«*.jS feiner neuliebm S^Xften beftimtnen, aber die Annahme lag allerdings bleiben au, leinem ~b p I d » desinilive Ernennung zum Nachfolger 1c,6r.,n 6 '? habe ift alio nach wie vor noch ungewiß, wer hierzu gÄÄwÄ» ... nphaht? Auslsaeii insgesammt 250,000 Mark erhalten haben. Vergütung 1 B tJ ®er spanischen D.Pntirtenrammer bewilligte in ihrer Donners agSsitzung einen Credlt von 250,000 Pesatas zur B-th-iligung Spanien, an ^^1- Weltausstellung. In Frankreich wird man nicht verfehlen, aus diesem Vorgang politisch Capital zu schlagen und^ihn^als einen Beweis ^fur die Sympathien hinzustellen, die man jenseits der Pyrenäen für Frankreichhegt. Indessen ist der Beschluß der Budgetcommission jedenfalls ganz anderen, als politischen Grund. , entsprungen und wohl auf den Aufschwung zurückzufuhren, den das wirthschaftliche und industrielle Leben Spaniens neuerdmgs nimmt. Die neuliche Niederlage des Ministeriums Salisbury im englischen UttJne5n £ hat zu einer ernsten Ausetnandersetzung innerhalb der conservatioen Partei Englands geführt. Anläßlich der intnlfteTieaen Schlappe bei Berathung des die Ernennung der Polizeichefs betreffenden Paragraph fnnh dieser Tage eine conservative Versammlung in London statt, welcher der Premier Lord Salisbur?/ präsidirte. Salisbury tadelte scharf den Abfall einiger conservatio r WO® neten VonP ber Regierung in der Frage der pott'^l'ch-n Eontrolle und meinte er es wäre viel bester gewesen, wenn dieselben ihre Bedenken gegen d e J 0 0 änt äge sen kusge, rochen hätten, als gegen die Regierung »» M— Der Mw an Einigkeit könne eines Tages für t=S Erd'n-' ^’arfiae Niederlage herbei- Großherzogliches Steuer-Commisiariat Gießen. Süffert.-----------------------------------------— Wagenkapsel, 1 Portemonnaie, 1 blauer Kinderstrumpf, 1 Zweimarkstück, 1 Zopf, 1 Brieftasche, 1 Schraubenschlüssel. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. ______________ der ^^uferftaaTen^ufairaen^elÄ^über^erfSiSffle^ff ^^brich eine Commission Beschluß fassen wird. ' * ut,cr verschiedene Corrections- und Hafenfragen en. ÄermifchteA. △ 22, Juni, Di- für Mainz projectirten Außen- und Nebenbahn^ nach Leipzig die hiesige Station. ■ ■ in der dterwÄti^ Nachmittag inTe'ftlin^oÄ nicht durch S ch-icha«n P,ennigbch^z7ftndf? nicht ^^-ungSstdichtcn sich rrgtb-Nr tungen der Fernsprechstelle erfolgt unter »nrm.ate? - £e,tu"9 unb ber Einrich- berselben ebenfalls auf Kosten'der genannten ^ennaHn™unVmer pfleglichen Behandlung Beschädigungen dieser Einrichtung haftet der Th-Un hmer fdbft W"W,$e ot,et fahrlässig? i..i,r...... iung an bie^Fernsp"rech^CeMra?sttlle^arwesth"osttzn^ist"in^""M^nE^^' welches durch eine Lei- Werkstätten und fonftigen Geschäftsloka^t^n ^c?-.^^^hnungen, Läden, Comptoirs, und die Benutzung derselben den Miethern gegen Entäett aeftati l°ff-n, .»* EÄ,..... d.„ stimmten Person (Portier rc.). 9 »ter Mitwirkung emer vom Hausbesitzer hierzu be^ Landwirthschaftliche Nachricht-«. -----" Hm rsr n (Nachdruck verboten.) »1(i r. Ägrä' ÄÄ-i* , 2 Stück 9 H, Enteneier 5—6 Ganseeier O-OoT'safe »r et. 5—9 A, Kasematte per St. 3 4, Erbsen per Liter 17 A, Ansen per Liter 30 L Tauben p7r Paar X 0.55-0.70, Hühner per Stück JCi/M flettch^rPfund"b6-S4^ BH? Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen- Etufgebote. Juni: 18. Andreas Uebel, Polizet-Commissartats-Aspirant dahier, mit Auguste Karoline Christiane Konradine Luise Katharine Abend Hierselbst. 21. Peter Simon Just Flaschner zu Kronau, mit Wilhelmine Rieß, .Näherin von Gießen. 22. Heinrich Schnewer, Taglöhner dahier, mit Juni: 16. Georg Karl Ludwig Haubach, Cigarrenfabrikant zu Darmstadt, mit Luise Johannette Katharine Philippine Flett von hier. Juni: 11. Dem Tapezier Paul Kretzig eine Tochter, Emma Helene. 14. Dem Maurermeister Martin Langsdorf »eine Tochter, Mathilde. Dem ^aglohner Karl Kabn eine Tochter, Luise Josephine Jacobine. 16. Dem Buchhalter Edmund Wetter eine Tochter. 16. Dem Schuhmacher Heinrich Schomber eure Tochter. 16. Dem Schriftsetzer Albert Wolff eine Tochter, Dora Sophie. 16. Dem Schneider Clemens Narz eine Tochter, Eltsadethe Johanna. der Brodverkäuser 4 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . ... 25 „ ) „ 50 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 22 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 44 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 20 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 40 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 60 Allgemeiner Kaufmännischer Verein Giessen. | Austerordeutl. Generalversammlung Ireitag den 29- Juni er-, Abends 8‘/2 Nßr, int Vereinslocale, Restauration Feidel Taaesordnung: Vorlage und Beschlußfasiung des von der eingesetzten Com- Lagesorouung ausgearbeiteten Statutenentwursr und event. Vornahme dadurch bedingter Ausführungen. Entfvricht die Generalversammlung nicht den Bestimmungen des Statuts, so ist solche auf Samstag den 30. Juni er. anberaumt. Wir bitten um zahlreichen Besuch. Gießen, 22. Juni 1888.Der Vorstand. Die Rübsamen’sche Bade und Schwimm Anstalt eröffnet. Für den Schwimmunterricht und Aufsicht sind erprobte Kräfte da und in den Wochentagen von Morgens Baden Alleine"' Mädchen im Kinderbad wird stets überwacht und EiituM stnd an den Wochentagen Vormittags von 1» 12 Uhr un tmb strenge Aufficht geführt, fo dafi die verehrt. Eltern m Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gesalltgen Etnzetchnung offen * l. ehr. Bübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Ein alter Geldschrant wird flotfjaer Lebensoerltcherungsbank. Versich.-Bestand am 1. Juni 1888: 71010 Pers, mit 539 300 000 Mark Mrsicherungssumme ausbezalftt seit Beginn - .... 188 760 000 Dividende im Jahre 1888: 41% der Normalpramte nach dem alten, 32 bis 128 "/o der Normalprämie nach dem neuen „gemischten Verthetlungs- Di^Bank trägt ohne irgend eine besondere Gegenleistnng und ohne »er BerkiMerunaSsnmme für all« Versichert««. welch« infolge als Nichtkomdattanten «riegsdienst Entgegennahmevon Versicherungsanträgen und Ertheilung jeder gewünscht werdenden Auskunft ist gern^er^^ ^hnhofstraße 66. «°nvterWifi«. das Heu- , -■ - I «ras zu verachten b$‘„hl Wwe i Cffed. a b. Exp. b. Bl. sub R. a. Das billigste und zugleich interessanteste Blatt Deutschlands ist die „Thier-Börse", welche in Berlin erscheint (Herausgeber Dr. Langmann). Da» Blatt sollte f-inrr Familie fehlen. 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A17W 151.90 94.40 82.20 97.30 103.00 102.50 97.50 103.80 106 70 103 80 100.80 106.80 105 10 106.90 16.14-16.18 16.10-16.14 20.30—20.35 4.16—4.20 4“, 8”, 1159 443, Zuni 1888. 204.60 Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbahn-Actien 188O 4o/o Russen Oblia. 4°/o unif. Egypter Oblig. ., Deutet Schnellzug, die fetten Brffero I ™ Nachtstunden von Abends 6 bis Morgens 55s. *) Maschinen - Ingenieur - Schale b) Werkmeister-Schule. — Vorunterricht frei. — Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. lohnender Deröienst. Solide, tüchtige Agenten eines jeden Standes werden bei hohem ^"dienfte für den Vertrieb von gesetzlich erlaubtenleicht verkäuflichen Staats- und Prämien - Loosen angestellt. Franko-Offerten an Bankhaus Max Grünwald, Frank- furt a. M. 5222 Disconto-Com.-Anthe ne Lombarden Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ------------- heutige Nummer enthält 3 Blätter und 1 «.ilage 20 Francs-Stücke do. in Vi Engl. 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