1888. Samstag den 24. März Nr. 72 Dießen er Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. lvrrrearrr Schulstratze 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Betreffend: Maßregeln gegen das Vagantenthu«. Bekanntmachung. Nachdem der Kreistag die Errichtung von Naturalverpflegungsstationen in Gießen, Hungen und Grünberg genehmigt hat, ist diese Einrichtung de« 20. November l. I. in's Leben getreten. In diesen Verpflegungsstationen erhält jeder unbemittelte Durchreisende freie Verpflegung und freies Nachtlager. Durch diese Einrichtung ist für die Unterstützung von armen Reisenden hinlänglich Sorge getragen. Die Unterstützungen werden gegen eine entsprechende Arbeitsleistung der Nachsuchenden gewährt. Durch die Errichtung dieser Stationen soll dem Haus- und Straßenbettel Durchreisender entgegengewirkt werde«, vur wirksamen Durchführung dieser Anordnung ist aber vor Allem erforderlich, daß die durchreisenden Bettler keine Unterstützung von Prwatpersonenmehr erhalten. Die Bewohner des Kreises werden daher dringend ersucht, keinerlei Almosen an Durchreisende vom 20. d. Mts. an wehr zu gewähren, sondern dieselben an die Naturalverpfieguugsstatioueu zu verweisen. Die Naturalverpflegungsstationen befinden stch: 1) in der Herberge zur Heimath zu Gießen, 2) bei Herrn Konrad Groß in Grünberg, 3) bei Herrn Wilhelm Heßler in Hungen. Die Vorstände der Naturalverpflegungsstationen sind in Gießen das Großherzogliche Polizeiamt und in Grünberg und in Hungen die betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien. „ , , n n • n m a. -c Mit der Verpflegungsstation ist nun auch eine Arbeitsnachweisestelle verbunden worden. Wir richten daher an alle Industrielle, Gewerbtrerbende und Landwirthe, welche Gehülfen und Arbeiter bedürfen, das Ersuchen, die Vorstände der Naturalverpflegungsstationen hiervon in Kenntniß zu setzen, damit ihnen vorkommenden Falles die die Stationshülfe in Anspruch nehmenden Arbeitsuchenden zugewiesen werden können- Gießen, im November 1887. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann- Politische Wochen «Ueberficht. ©iefctn, 23. März. Auch in dieser Woche, der drillen nach Kaiser Wilhelm» Hln- scheiden, hat er sich die dankbare deutsche Nation nicht nehmen (affen, dem Be< ! Zrllnder der politischen Wiedergeburt Deutschland? einen Gedenktag zu weihen. ' Zu diesem Gedenktage bot der 22. März, der Geburlrtag de» verewtglen Kaisers, j weihevollen Anlaß, und e» flicht wohl kaum einen Ort in Deutschland, in welchem nicht, sei er in Schuten, Kirchen oder Vereinen, am 22. März Kaiser Wilhelmi feierlich gedacht worden wäre. Die Nachrichten über den Gesundheitrzustand Kaiser Friedrich« lauteten in der letzten Zeit recht günstig. Die gute Natur der Monarchen setzt dem tückischen Leiden einen zähen Widerstand entgegen und selbst der sonst über die Krankheit de« Kaiser» sehr pessimistisch urtheilende Geheimerath Dr. v. Bergmann sieht jetzt mit einiger Hoffnung in die Zukunst. Natürlich ist von einer vollständigen Besserung noch keine Rede, aber die Aerzte sind doch der Meinung, daß unter den j-tzigen Umständen dar theuere Leben der Kaiser» noch lange «hallen werden könne. Dar Befinden der Kaiser» gestattete ihm auch, stch den lausenden Regierungsgeschästen zu widmen und mit den Ministern und Vortragenden RälhiN zu conseriren. Den Fürsten Virmarck empfing der Kaiser in letzter Woche zweimal, und den Besuch de» Kronprinzen erhält der Monarch täglich. Der Bunderrath erledigte in seiner Plenarsitzung von letzter Woche den vom Reichstag angenommenen Antrag, bett. Aenderung der Gewerbeordnung in Sachen einer strengeren Ausrechterhaltung der Sonntagrruhe. Den Gesetzentwurf betr. die Entschädigung unschuldig Verurtheilter überwie» der Bunderrath seinem Justizaurschuffe und berieth noch mehrere kleinere Vorlagen. Beide Häuser de» preußischen Landtage» richteten in Erwiderung der höchsten Botschaften, welche Kaiser Friedrich al« König von Preußen «m Montage an sie gesandt halte, ebensall» Danke«- und Huldigung»-Adreffen an ihren Landerherrn. Dar preußische Abgeordnetenhaus trat dann am 21 März seine bi« zum 10. April dauernden Osterferien an, während da» Herrenh au» die ganze Woche hindurch noch tagt, um die Etatrberathungen zu beendigen. In Frankreich hieß ei die ganze verflossene Woche hindurch Boulangrr und kein Ende, aber das Ende Boulanger's als kommandirendec General und Führer der politischen Heißsporne ist nun doch mit Riesen, schritten herbeigekommen. Die Furcht der Republikaner vor einem rücksicht». losen Haudegen brachte sie zur Besinnung, sodaß sie da» Vorgehen de» Ministerium» gegen Boulanger billigten; dem Anträge des Ministerpräsidenten Ttrard, daß General Boulanger wegen Verletzung militärischer Pflichten vor ein Kriegsgericht zu stellen und im Uebrigen ke.n anderer Antrag zulässig sei, schloffen sich in der Deputirtenkammer sogar ein großer Theil der Radikalen und Monarchisten an, sodaß der Antrag de» Ministers mit 349 gegen 93 Stimmen genehmigt wurde. Am Sonntag beginnen erst unter dem Vor- fitze des Generals Fmdeherbes die Verhandlungen des Kriegsgerichts gegen Boulanger und man wird sich auf den Urtheilrspruch noch gedulden müssen. Daß aber General Boulanger mindesten» abgesetzt wird, dürste keinem Zweifel unterliegen. .... , . Das politische Leben in Rußland zeigt in letzter Woche eine ver. hältnißmäßig recht große Ruhe, e» fehlte sogar an den bekannten obligaten Hetz, und Verleumdungsartikeln der Panslawisten-Organe. Nur der Versuch russischer Zeitungen, die deutsch-österreichische Alliance al» aufgehoben zu bezeichnen, verdient al» ein charakteristisches Merkmal der politischen Lage erwähnt zu werden. Man behauptet in Petersburg sogar, daß da» deutsch- österreichische BÜndniß unter dem Friedenskaiser Friedrich gar keinen Zweck ür Deutschland habe, denn Oesterreich verstecke sich nur hinter die demichen B rjonette, um Rußland im Orient entgegenzutreten, wodurch eine Erstarkung der deutsch-russischen Freundschaft verhindert werde. Nun, wenn nur die Panslawisten ihre neusten Rechnungen nicht auch ohne den Wirth machen. Inden maßgebenden Kreisen des englischen Parlament» spricht sich doch mehr und mehr die Ueberzeugung au», daß die Gesetzgebung zur Milderung der irischen Frage wettere Schritte thun müffe. Der Antrag des Führer» der Irländer, Mr. Parnell, im Unterhause zur Reform de» irischen Bodengejetze», daß die rückständigen Pachtgelder erlassen und den Guts- Herren verboten werden solle, säumige Pächter au» dem Pachtverhältniß zu entlassen, wurde natürlich nicht angenommen, wohl aber wurde der Antrag Williams genehmigt, wonach bei der Aenderung des Bodengesetzes auf die Lage der Pächter möglichste Rücksicht genommen werden soll. Man sollte es nicht glauben, was Alles der Ruhe auf der Balkanhalbinsel zu Gute kommen kann. Es herrscht dort jetzt vollständige Ruhe, und dieses Wunder, welche» schon oft allen sechs Großmächten Schwierigkeiten bereitete, hat in letzter Woche der — Schnee fertig gebracht. Serbien, Montenegro und Bulgarien sind förmlich im Schnee vergraben, so daß man nur mit größter Mühe von einem Orte zum anderen gelangen kann. Da schweigen alle Erhebung-versuche todtenstill und wir dürfen im Orient wenigsten» bi» nach Ostern aus Ruhe rechnen. Deutschland. ][ Darmstadt, 22. März. Zur Feier de» Gedächtnisses weiland Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm sand heute Vormittag 10 Uhr, für die Con- fessionen getrennt, ein militärifcher Trauergottesdienst statt. Dem Gottesdienst der evangelischen Militärgemetnde in der Stadtkirche wohnten Se. König!. Hoheit der Grobherzog, Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog, Ihre Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Irene und Alix, die Prinzen Heinrich und Wilhelm von Hessen, Se. Hoheit der Fürst Alexander, Prinz von Batten- berg bei. Da» Großh. Hostheater bleibt am heutigen Tage, dem allerhöchsten Geburtssest weiland Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm, geschloffen, wie wir dieses schon früher in Aussicht hatten stellen können. Die hiesige nationalliberale Partei veranstaltet heute Abend im Saalbau eine Gedächtnißfeier für welland Kaiser Wilhelm. Landtags- Abgeordneter Wolfskehl wird dabei den Vorsitz führen, Gymnasiallehrer Trüm- pert die Gedächtntßrede halten und Landtags-Abgeordneter Dr. Osann dar Schlußwort sprechen. Der Männergesangverein „Mozartverein" wird den mutt» ralif(^e^^X^U^^uefüJ>ren. {ale?anbero0nöeffcn sind seit seiner Rückkehr von B-rlin an Kolik erkrankt. Die» ist auch der Grund, warum der hohe Herr gegenwärtig nicht das Präsidium der Ersten Ständekammer führt, vielmehr die Präsidialgeschäfte dem zweiten Präsidenten Fürst zu Dsenburg- Büdingen überlassen mußte. Darmstadt, 22. März. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 21. März den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wald - Michelbach Hermann Sandmann zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach mit Wirkung vom 2. April l. Js., Die „Vergehen" nach dem deutschen Reichsstrafgesehbuch (Nachdruck verboten.) an bemf. Tage den Gerichtsasieffor Georg Grünewald aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Ulrichstein mit Wirkung vom 1. April .1888 an, an bemf. Tage den Gerichtsaffeflor Wilhelm Sander in Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach mit Wirkung vom 2. April l.J., an bemf. Tage den Gerichtsschretber- Aspiranten Johannes Prinz zu Gießen zum Staatsanwalts-Gehülfen bei dem Landgericht der Provinz Ober- heffen mit Wirkung vom 1. April l. I«. — zu ernennen. Darmstadt, 22. März. fZwette Kammer der Stände.) Die zweite Kammer trat heute nochmals zu einer kurzen Session zusammen, um verschiedene Interpellationen und Rückäußerungen bezüglich des Budgets pro 1888—91 entgegen- -unehmen. Zur Tagesordnung steht zunächst die Interpellation des Abg. Matthäi, die Kreisordltung betreffend. HCiCrrtroCä bic er mit Segenswünschen für Kaiser Friedrich - Der Kaiser ließ heute den Leibärzten des verstorbenen Kaisers und zwar Herrn v. Lauer das Großkomthurkreuz, Herrn Leuthold das Komthurkreuz und Herrn Timann das Ritterkreuz des hohenzollernschen Hausordens mit sehr gnädigen franb- Treiben zugehen. - Nachmittags empfing der Kaiser die designirten Abgesandten zu erthesten5)ofc' um denselben mit den Handschreiben noch weitere Instruktionen ,Vor der heutigen Trauerfeier im Dome fand im hiesigen Kaiserpalais eine famXie”SjeUna| m em*** bCV ^6 Kaiserin-Mutter und mehrere Mitglieder der Königs- Geh. Staatsrath Knorr erklärt, es hätten sich bei der Ausführung Schwierigkeiten ergeben und sei der Bau dadurch verzögert. Die Friedberger Bauhandwerker seien berücksichtigt. Die Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Erhebungen über die Lage der Landwirthschait im Großherzogthum wird auf Antrag des Abg. Schröder, diesen Ausschuß statt aus 5 aus 7 Mitgliedern bestehen zu lassen, von der Tagesordnung ab- gesetzt, um den Bericht des Ausschusses über diesen Antrag abzuwarten. Hierauf tritt die Kammer in die Erledigung der bezüglich des Budgets mit der ersten Kammer entstandenen Differenzen und beschließt in fast allen Fällen Beharrung auf den früheren Beschlüssen. m r^r Nur bei Kap. 28, Polizeibehörden, genehmigt die Kammer, entgegen ihrem früheren Nchm Zulage °°n E ^an^7e7^°rstankdek^Vamts I in drei flro6e ^"blM?in,VSUfle?aäCr^lb h°»e. Ehegatten ge»en^fandern"b°ega°n^"n w^e7 i k, ÄN^afloi"" 6.f"Le °Gtowe ^eb^kru’’i’I1nacb I ^Sb27)a'unbnjroartlift^in= Älintstcrial Präsident Weber erwidert: Die Regierung hab- ihr Entgegen- I °° V nur Haslftraie im S 361 Absak 1-8 K:r, SSL “ **s,»&?, dj »Ar «■ L friermit ist die TaaeSordnuna erfrfinnff I oen ool,9, 363, ber Geldstrafen in den übrigen Paragraphen. P-orgen Sitzung der' I. und II. Kammer. »uWfc«'(St"sÄ, ÄWÄ 370)* ade! Ä» ,war^°'"" Arankreich. “• bm SS 365- Absatz 2, 366, 368: bis 14 Tagen, in S 369 bis Paris, 22. März. Dar nationale Protest-Comitö für die Wahl Bo». I b- der Geldstrafe (in $ 365, Absatz 1, bis 15^., in den 88 365, Absatz 2, 366, langer - bat die Canbidatur des Letzteren zurückgezogen und feine Wabltbätias I 368 ’ 101 Boulangcr zu nehmen.______________________________ I strafe von 15 Tagen, für den Stichtbeitreibungsfall subftituirt werden,' dagegen darf ' I gemäß S 29, Absatz 2, in den Fällen der SS 365, Absatz 2, 366, 368, dem Höchst- Telegraphische Depeschen- Äons Le" Za9en ,ubf,l,uirt ÖOrbm- fttntr im Wolfl'H telegv» Tort-Bwreaw» I , Anlangend die Strafverfolgung, verjährt dieselbe nach § 67 des Reichsstrafgesetz- Leiche Kaiser Wilhelms in^ bie^®?uft^ brt ÄffiumS ^Sola' Ltc nn* n 1t 0 P nÄ 362> S,bfa» 2 ~ la“‘en b°rs) und wegen Zulässigkeit einer polt- «st. roo®”“™ ^iitst>^st--mstnbestndVl^dt ist im Laufe des Vormittags das Wasser wieder gestiegen; die Zugbrücke ist g?oß 28606 8Um "aWofc tft etngestürzt. Das Elend der betroffenen Bevölkerung Pesth, 22. März Der Verkehr auf der Strecke Csaba-Pesth ist in Folge deS eingetretenen Dammbruches unterbrochen. y 1 0 öt5 erlassen worden sind; vorschriftswidrige Aufbewahrung leicht entzündlicher Gegenstände; Feilhallen und Verkauf verfälschler und verdorbener Getränke und Eßwaaren; unerlaubtes Legen von Selbstschüssen, Fußangeln und Schlageisen an bewohnten Orten, sowie Schienen an solchen Orten und Abbrennen von Feuerwerken; Feilhalten oder Tragen von versteckten Waffen wider gesetzliches Verbot; Betherligung an einer Schlägerei (in die man nicht ohne Verschulden gezogen wurde) mit einer Waffe; Haltung gefährlicher wilder Thiere ohne polizeiliche Erlaubntß, sowie Herumlaufenlasfen bösartiger Thiere ohne Vorsichtsmaßregeln; mangelhafte Verwahrung von Gruben und Brunnen rc., woraus eine Gefahr für Andere entstehen kann; überhaupt gefahrbringende Handlungen und Unterlassungen an Gebäuden, Brunnen, Brücken, Schleusen und dgl.; Zuwiderhandlungen gegen die polizeilichen Vorschriften über Schließung der Weinberge; Unterlassung der behördlichen Anordnungen über das Abraupen der Bäume; unerlaubte Errichtung und Abänderung von Feuerstätten und gefahrdrohende Vernachlässigung derselben; Betreten von feuergefährlichen Räumen mit offenem Licht; Anzünden von Feuern an gefährlichen Stellen in Wäldern und Halden und bei Gebäuden 2c.; Vernachlässigung der Feuerlöschgeräthschaften und der feuerpolizeilichen Anordnungen; unbefugtes Betreten von Gärten, Weinbergen, bestellten Aeckern und Wiesen, von verbotenen Wegen; unbefugtes Betreten fremder Jagdgebiete mit Jagdgewehr (ausgenommen auf öffentlichen Wegen); Ausnehmen von (Stein oder Jungen des Federwildes. Endlich begehen auch Uebertretungen diejenigen Schlosser, welche unbefugter Weise Schlüssel zu fremden Thüren machen oder unbefugter Weise solche öffnen; Gewerbtreibende ohne gehöriges Maß und Gewicht; Feuerarbeiter, welche der für sie giltigen Polizeioorschriften zuwtderhandeln. Schließlich gehören zu den Uebertretungen: Abgraben und Abpflügen fremden Bodens; Wegnahme von Erde, Steinen, Lehm rc. aus fremdem Boden; Ankauf von Montur- und Armaturstücken eines Soldaten; unberechtigtes Fischen und Krebsen; unbedeutende Diebstähle an Nahrungsmitteln und Vtehfutter. Wie oft wird gegen diese Bestimmungen gesündigt, ohne daß der Uebertreter glaubt, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht zu haben. Daher dürfte es sehr zweckmäßig fein, wenn der geehrte Leser die vorstehende Abhandlung noch einmal liest. So Mancher würde dann von den angedrohten Strafen verschont bleiben. Egon W. Lokales. —a— Gießen, 22. März. sDie Trauerfeier in der Aula.) Heute Mittag um 12 Uhr fand, wie bereits kurz gemeldet, in der großen Aula der Universität eine Erinnerungsfeier für den Heimgegangenen Kaiser Wilhelm I. statt. Zu derselben waren der Lehrkörper der Universität, die Spitzen der Militär- und Civtl- behörden erschienen. Von dem Ausschüsse der Studentenschaft waren drei Mitglieder anwesend. Folgende hiesige studentische Verbindungen hatten Vertreter zur Feier entsandt: Die Burschenschaften Alemannia und Arminia, die Corps Hasst«, Starken- burgra und Teutonia, die Reformverbindung A.delphia, die christliche Verbindung Wingolf, die katholische Studentenverbindung Hasso-Rhenania, der Verband wissenschaftlicher Vereine und die studentische Vereinigung Darmstadtia. Der Saal der großen Aula war geschmackvoll decortrt. Hinter der schwarz ausgeschlagenen Rednerbühne erhob sich unter einem ebenfalls schwarzen Baldachin die mit einem Lorbeerkranz gekrönte Büste unseres verstorbenen Kaisers in prächtigem Blätterschmuck und umgeben von den Fahnen der hiesigen studentischen Verbindungen. Zum Eingang der Feier spielte die Regimentsmusik den Trauermarsch von Chopin. Nachdem der Kronbauer'sche Quartetlverein das Lied von Kreutzer: „Ich suche dich" vorgetragen hatte, bestieg der derzeitige Rector der Universität, Professor Dr. Heß die Rednerbühne. Redner führte ungefähr Folgendes aus: Der 22. März, der Geburtstag unseres Kaisers, war seit nahezu 20 Jahren ein nationaler Ehrentag geworden; noch im vorigen Jahre durften wir an diesem Tage unserem damals schon 90 Jahre alten Kaiser Wilhelm unsere Glückwünsche zujubeln. Wenn nun unser geliebter Kaiser auch für immer von uns geschieden ist, so wollen wir doch diesen Tag nicht dahtngehen lassen, ohne unseres verehrten Heldenkaisers auch von dieser Stätte aus noch einmal zu gedenken. Redner erklärt, daß seine Aufgabe am heutigen Tage nicht dahin gehen könne, ein genaues Bild vom Leben unseres Kaisers zu entrollen, er wolle nur seine Gestalt nach einigen Gesichtspunkten durch einzelne charakteristische Züge aus seinem Leben beleuchten. Er schildert nun zunächst den Kaiser als Heerführer, wie Kaiser Wilhelm als kleiner Prinz die Erniedrigung Preußens erleben mußte, wie er aber auch schon von frühester Jugend an Mitwirken durfte an der Erhebung seines Vaterlandes, wie der junge Prinz feine Feuertaufe bei Bar sur Aube empfing, wie er seitdem stets bestrebt war, sein Vaterland zu heben und zu kräftigen, wie ihm dies auch endlich gelang und er sich sogar 1871 die deutsche Kaiserkrone auf's Haupt setzen durfte. Wenn die Hohenzollerndynastie viel für Deutschland gethan habe und eng mit unserem Vaterlande verwachsen sei, so überrage Kaiser Wilhelm 1. feine sämmtlichen Vorgänger, auch den vor 200 Jahren, im Jahre 1688 dahingefchiedenen großen Kurfürsten, fowie den 1786 gestorbenen Friedrich den Großen, „den Einzigen". Nicht nur als Heerführer, sondern auch als Völker führ er stehe Wilhelm I. einzig da. Der Tod keines Monarchen noch habe eine solche Erschütterung, eine so allgemeine Trauer erweckt, wie der unseres dahingeschiedenen Kaisers. Er habe es durch seine Mäßigung und Friedenspolitik verstanden, sich die Herzen aller Völker zu gewinnen. Redner schildert sodann den Kaiser Wilhelm als Regent, sein Bestreben, Deutschlano mächtig und groß zu machen, seine Thätigkeit auf dem Gebiete der inneren Gesetzgebung und der Socialpolitik, seine religiöse Duldsamkeit und fein Bestreben, Deutschland zu einer Colonialmacht heranzubilden. Auch als Beschützer der Wissenschaften und Künste stehe das Bild unseres Kaisers leuchtend vor uns. Er ließ für wissenschaftliche Zwecke monumentale Prachtbauten errichten und unterstützte die Bestrebungen der Wlffenschaften in jeder Weise. Dies müssen wir dankbar anerkennen und können dies nicht besser thun, als daß wir uns ihn in unserem Streben ' zum Vorbild nehmen, daß auch Sie, verehrte Commilitoncn, sich bestreben, ihm nach- I zueifern. Redner giebt sodann der Versammlung noch ein Bild des Kaisers als I Mensch er schildert seine Geistes- und Körpereigenschasten, seine innige Vaterliebe, seine Leutseligkeit und Milde und schließt dann mit einer Huldigung an Kaiser "brich III., welche von allen Anwesenden stehend angehört wird. Den Schluß der erhebenden Feier bildete der von dem Quartettoerein vorgetragene 84. Psalm: „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!" und ein Choral der Regimentsmusik. . Die Mitwirkung des Kronbauer'schen Quartettvereins war um so willkommener, als der Akademische Gesangverein unter den gegenwärtigen Umständen nicht in der r.age gewesen wure, mitzuwirken. 9 t V K t f 4 t t » _, Nidda, 22. März. Der Stadt Nidda ist von ihrem Ehrenbürger, Herrn tn Wien, welcher sich schon öfters du>ch Zuwendungen an seine Vaterstadt verdient gemacht hat, wiederum eine größere Geldsumme zur Verfügung gestellt worden unter der Bedingung, den auf einem Gemeindegrundstücke gelegenen sogen. Johanniterthurm mit Anlagen zu umgeben. Die Arbeiten sind bereits in Angriff genommen und wird die Anlage bis zum Beginn des Frühjahrs vollendet sein. Reichelsheim i. d. W., 22. März. Am vergangenen Dienstag Abend ver- ungluckte in der benachbarten Gemarkung Blofeld ein schon bejahrter Händler aus Heuchelheim bei Friedberg. Derselbe gerieth in der Dunkelheit von der Landstraße auf die überschwemmten Wiesen und fand in dem liefen Wasser seinen Tod. Das Amtsgericht zu Wtbba nahm heute an Ort und Stelle den Thatbestand auf. Frankenbach, 22. März. Auf Veranlassung der Krieger hiesiger Gemeinde „ e heute als Zeichen aufrichtiger Theilnahme an der Trauer des ganzen deutschen Volkes über das Hinscheiden Sr. Majestät unseres allgeliebten Deutschen Kaisers und Königs Wilhelm I. ein Trauergottesdienst abgehalten; die hiesigen Krieger nahmen auf der Staatsstraße Aufstellung und bewegten sich im Zuge, geführt von Unteroffizier Gg. Schmidt, zur Kirche. Nach dem Gottesdienst wurden von den Kriegern, welche den Feldzug mitgemacht hatten, 3 Ehrensalven abgegeben. Gchiffsuachrichteu. Bremen, 22. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Eider, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. März von Bremen und am 12. März von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 22. März. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht 376 Stück Rindvieh und 320 Schweine. Der nächste Markt ist am 9. April d. I. Kirchliche Anzeige» der Stadt Wiefte». Sv an ge lischt Gemein-e. Gottesdienst. Sonntag Palmarum, den 25. März: Landes-Buß- und Bettag. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für hilfsbedürftige inländische evangelische Gemeinden. Ktnderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser- Am Gründonnerstag findet Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst statt. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 25. bis 31. März besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. Palm-Sonntag. Von 6 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. Von 9—10 Uhr: Prüfung der schulpflichtigen Kinder in der Religion- Um 10 Uhr: Palmenweihe und Hochamt- „ 2 Uhr: Fasten-Andacht. Am Mittwoch von 5 Uhr an Beichte. Gründonnerstag. Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 und 8 Uhr: Austheilung der h. Communion- „ V» 10 Uhr: Hochamt- „ 6 Uhr: Passionsandacht. Charfreitag. Um WO Uhr: Hochamt. „ 5 Uhr: Predigt und Andacht. Charsamstag Um 8 Uhr: Hochamt. Von 5 Uhr an Beichte Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5« Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 7<* Uhr. Allgemeiner Anzeiger. General-Versammlung der Metallarbeiter-Kranken- und Sterbekasse Samstag, den 24. März, Abends 8*/? Uhr, auf dem Lahustein. Um zahlreiches Erscheinen wird freundlichst gebeten. 2444 Die Ortsverwaltung. Dorbereitungs -Institut;u Gießen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, specielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in Gymnasien, Real-, polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstunden theilzunehmen aber behindert sind, ist ein Abend-Cursus eingerichtet. Beginn des Sommer-Semesters am 16. April. Der Vorsteher: Dr. Kubel^ 2253 Bahnhofstrasse 45. E Flaschenbier. E Hiermit empfehle ich einem geehrten Publikum per Flasche Prima hellfarbiges Exportbier 23 Pfg. Prima dunkelfarbiges Exportbier 25 „ Prima hellfarbiges Lagerbier 18 „ «US der Arlien-Brauerei Gießen. Gütigen Bestellungen sehe ich gerne entgegen und liefere bei Abnahme von mehreren Flaschen frei ins Haus. Daniel Heil, 2370 Lindenplatz 3. Möbel-Fabriklager Tli. 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Es wurde in das hiesige Genossenschaftsregister folgende Genossenschaft eingetragen: Firma: Landwirtschaftlicher Consumverein Bellersheim, eingetragene Genossenschaft, mit dem Sitz zu Bellersheim, laut Genossenschafts- Vertrag vom 11. Februar l. I. Zweck der Gesellschaft ist Beschaffung von Bedürfnissen der Haus- und Landwirthschaft in bester Qualität und Verkauf von Produkten aus dem landwirtschaftlichen Betriebe. Die dermaligen Vorstandsmitglieder sind: Bürgermeister Georg Bopp Fünfter, Direktor, Louis Mathes und Otto Bopp, sämmtlich zu Bellersheim. Die Zeichnung für die Genossenschaft geschieht unter der Firma derselben und ist gültig, wenn sie mindestens von zwei Vorstandsmitgliedern unterschrieben ist. Alle öffentlichen Bekanntmachungen und Erlasse der Genossenschaft erfolgen unter der Firma derselben in dem tOrgan der landwirthsch. Genossenschaften: „Der Fortschritt." Das Verzeichniß der Genossenschafter kann jederzeit dahier eingesehen werden. Hungen, den 19. März 1888. Großherzogliches Amtsgericht Hungen. May.2441 Holzversteigerung in dem Gräflichen Revier Arnsburg. Montag, den 26. März L Js., sollen in den Districten Nordeck, Feuerstadt, Wachholderkopf, Rotherde, Wetterberg, Hardt und Aeußeres Chor öffentlich versteigert werden: 9 Eichen-Stämme mit 2,90 fm von 25—28 cm Durchm., 2 Kiefern-Stämme mit 0,60 fm von 20—25 cm Durchm., 15 rm Eichen - Nutzscheit in 2,5 m langen Rollen, 27 rm Nadelholz-Nutzscheit in 3 m langen Rollen, 30 rm Birken-Reiserprügel (zu Werkholz brauchbar), 25 rm Buchen-, 3 rm Eichen-Scheit- holz, 94 rm Buchen-, 65 rm Eichen-, 8 rm Nadelh.- und 25 rm Weichholz- Prügelholz, 23 rm Buchen-, 95 rm Eichen- und Nadelh.-Stockholz, 140 rm Buchen-, 750 rm Eichen- und 650 rm Nadelholz- und Weich- holz-Reiserholz. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im District Nordeck. [2434 Kausliebhaber für das Neiserholz wollen dasselbe vorher ansehen. Arnsburg, den 21. März 1888. Iieikgeöotenes. 2437] Verschied. 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Hetz, Brandgasse 6. 2431 Ein junger Burfche für Ackerbau gesucht von L. Schaum, Klein-Linden. Coursdencht der Irankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3%________22. Mürz 1888. Franks. Bank-Disconto 4o/o Preußische Consols 107-00 31/3% do. 101.60 40/0 Nassauer Oblig. 103.00 40/0 Bayerische Oblig. 106.20 4"/0 Badische Oblig. 105.10 4o/tz Hessische Oblia. 106.10 4% Franks. Hypotybk.-Pfandbr. alte 101.00, neue 102.20 31/3% do. 97.30 4%°/o Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 103.00 4% Hamb. Hypothbk.-Mandbr. 102.50 31/2% do. 97.50 50/0 Buderus Oblig. 103.50 3^/,0/0 SolmS-Braunf. Oblig. 94.16 4% Gießener Oblig. — 4% Oesterr. Goldrente 87 40 4V6°/o Oefterr. Silberrente 63.60 5% Portugiesen Oblig. 9640 Darmft. Bank-Actien 137 20 Geldforten. 20 Francs-Stücke 16.09-16.12 do. in Vi 16.08-16.12 Engl. Souvereigns 20.29—2034 Dollars in Gold 4.16-4.20 Telegraphischer Coursbericht der B Oefterr. Credttactien 138.25 Oefterr. Staatsbabn-Actieu 86.25 1880 4o/o Russen Oblig. 77.75 40/0 unis. Egypter Oblig. 77.15 Tendenz erliner Börse vom 23 Marr 1888. Disconto-Com.-Anthetle 193.75 Laura-Actien ^.50 4% Ungar. Goldrente 77.80 5®/o Gemischte Russe« 89.50 : stM. _ Reda^ion: R. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. «Beilage zu Ar. 72 Üe8 „Achmer Anzeiger". Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Der Abbruch der hiesigen Stadtkirche und die Abfuhr der Materialien soll im öffentlichen Verding auf dem Königlichen Bauamte Hierselbst am Mittwoch, 28 Mürz, Vormittags 10 Uhr, nach zwei Loosen: 1) Dachdecker- und Zimmerarbeiten, 2) Maurerarbeiten und Abfuhr, Vergeben werden. Anschlagsauszug und Bedingungen sind bei dem Unterzeichneten einzusehen, können auch gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden. Zuschlagsfrist 4L Aprild. I» Angebote, welche den Bedingungen, namentlich in Bezug auf das sichere Herablassen der Glocken und die dieser- halb zu stellende Bürgschaft nicht entsprechen, werden nicht berücksichtigt. Die Auswahl unter den Bietern bleibt Vorbehalten. Biedenkopf, 14. März 1888. Königliches Kreis-Bauamt Lauth. 2213 Samstag, den 24. Marz d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Philipp Weller von Klein-Linden gehörigen Grundstücke: Flur 23 Nr. 120 — 912 Meter Acker auf dem Aulweg hinter dem Weiher, Flur 20 Nr. 104,5 — 975 Meter Acker in den Gräben zwischen dem Mittelweg und dem Fluthgraben öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, den 27. Februar 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. 1618 Bogt, Ortsgerichtsmann. Jeilgeöotenes. Nohen und gebrannten Kaffee, nur feinschmeckende Sorten, in allen Preislagen empfiehlt 23Ö4 L. Kalkhof» 2387 Eine unmittelbar an einen Bahnhof grenzende gewerbl. Anlage zur Fabrikation und Reparatur landwtrthsch. u. s. w. 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Großherzogliche Oberförsterei Treis a. d. Lda. Amendt. 2338 Eichen Nutzholz Verkauf im Submisfionswege. Auf das nachfolgend verzeichnete, in dem von Milchling scheu Forstrevier Oberseilbach lagernde Eichen-Nutzholz von größtentheils vorzüglicher Qualität werden verschloffene, mit der Aufschrift „Eichen-Nutzholz-Sub- mission" versehene Offerten bis zum 2. April er. bei der Expedition des „Handelsblattes für Walderzeugniffe" in Gießen, Schulstraße Nr. 7, entgegen gensmmen. Loos Nr. I. 21 Stück Nutz-Enden von 50—73 cm Durchmesser mit zusammen 38,14 fm. Loos Nr. II. 54 Stück Nutz Enden und Bauholz von 40—49 cm Durchmesser mit zusammen 60,34 fm. Loos Nr. III. 53 Stück Eichen-Schwellenholz von 30—39 cm. Durchmesser mit zusammen 38,11 fm. Der qu. Waldort ist 3 km vom Bahnhof Großen-Buseck der Oberhessischen Eisenbahn und 4 km vom Bahnhof Lollar der Main-Weserbahn entfernt. Die Eröffnung der eingegangenen Offerten erfolgt am 3. April er., Nachmittags 2 Uhr, im „Hotel Lenz" am Bahnhof Hierselbst. — Kaufliebhaber bleiben 8 Tage an ihre Gebote gebunden. Wegen Besichtigung des Holzes wolle man sich an den Unterzeichneten wenden, von welchem auch specielle Loosverznchniffe kostenfrei bezogen werden können. Gießen, den 14. März 1888. von Milchling'sche Forstverwaltung. Laris 2215 Lacke, Farben und Material waaren zu allen Zwecken in besten Qualitäten liefert die ZDrogrezilxa.zxä.l'a.xxg' von Otto Schaaf, Seltersweg 39. 3n genau 75 Uiefe rangen zum wohlfeilen Preise von 50 Mennig. Turch aUe Buchhandlungen ;n beziehen satf .M 38C Aechter Emmenth. Schweizerkäse frisch eingetroffen. 2355 Kcrlkhof. Täglich frische stüfstge Kunst Hefe, nicht bitter, zuverlässige anhaltende Triebkraft. deßhalb der Bierhefe oorzuziehen, empfiehlt Gg. 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