M. 20, Dienstag den 24. Januar 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. - " ,£ nr a ” nn " I PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohx. Vureau r Schul st raße 7. Erscheint täglich mtt Ausnahme des MontagS. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Amtlicher Hheil. -Z Betreffende Die Marschgebührnisse bei Einberufungen zum Dienst, sowie bei Entlaffungen- Gießen, am 21. Januar, 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an «rotzherzogliche« Bürgermeistereien des KreifeS. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Bezahlung der zugesendeten Auszüge im Rückstände stnd, wollen veranlaffen, daß die betr. Beträge baldigst an Kreisamtsgehülfen Döring abgeliefert werden. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 21. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 4 enthält: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Verordnung über die Prüfungen der Aspiranten des Gymnasial- und Realschul- LehramtS betreffend. Darmstadt, 21. Januar (Mllitärdienst-Nachrichten.) Es wurden: Hanesse, Major z. D., Bezirks-Commandeur des 2. Bat. (Worms) 4. Großh. Hess. L^ndw. Regt». Nr. 118, von der Stellung als Bezirks-Commandeur entbunden; v. Gerhardt, Major z. D., zuletzt im Jnf.-Regt. Nr. 99, zum Bezttks-Commandeur des 2. B 2. (Worms) 4. Großh. Heff. Landw.-Regts. Nr. 118 ernannt. Berlin, 22. Januar. Der Kaiser und die Kaiserin sind anläßlich des heutigen Ocdensfestes Ln's Schloß gefahren, beabsichtigen jedoch, wie verlautet, nur der Ordensverkündigung beizuwohnen. Berlin, 21. Januar. Der Kaiser wohnte gestern der Darstellung im Opernhause und gegen 9 Uhr der Thee-Gesellschaft bei, wozu Minister Lucius, Gras Stolberg und Prinz und Prinzessin von Hohenzollern geladen waren. Heute Vormittag hörte der Kaiser den Vortrag Albedyll's und machte nm 2 Uhr eine Spazierfahrt. Um 23/4 Uhr wird der heute eingetroffene Kronprinz von Griechenland, um 33/< Uhr der spanische Botschafter im Beisein des Staots- secrctärs v. Bismarck empfangen. Bei dem Kronprinzen von Griechenland ist Nachmittags ein Diner, wozu Prinz Wilhelm geladen ist. — Die „Germania" erfährt, daß der Fürstbischof Kopp auf seiner Rückkehr von Rom heute Abend hier eintreffe. Er sei von der Kaiserin telegraphisch ersucht worden, bald nach seiner Hierherkunst derselben persönliche Mit- theilungen über das Befinden des Kronprinzen zu machen. Berlin, 21. Januar. Prinz Wilhelm machte heute dem Geheimrath v. Bergmann einen halbstündigen Besuch. — Das Abgeordnetenhaus erledigte in seiner heutigen Sitzung die erste Etatlesung und verwies die Haupttheile des Etats der Budget-Commission. Im Laufe der Debatte, woran Eynern, Zedtlitz, Meyer (Breslau) uno Benda theilnahmen, wies der Finanzminister die von Rickert, Eynern, Meyer und Huene gemachten Einwendungen zurück. Von der Nothwendigkeit einer Reform der directen Steuern sei die Regierung auch jetzt noch überzeugt, habe aber eine Reform niemals für geeignet gehalten, um Ausfälle in der preußischen Finanzoerwaltung zu decken. Minister Maybach erklärt, bei einer Tarifermäßigung sei die größte Vorsicht geboten, sobald indeß die Tragweite der Ermäßigung übersehbar und man die Ueberzeugung gewonnen habe, daß keine Störung des Gleichgewichts eintrete, werde man solche einführen. Montag 11 Uhr Sitzung. Tagesordnung: Zweite Etatlesung. AranLreich. Paris, 19. Januar. Die Correspondenz „Havar" meldet: Die Jaipe- rraliften sind in jüngster Zett höchst rührig. Am Sonntag sand eine Generalversammlung statt. Gestern haben die meisten imperialistisch-demokratischen Comiiö-Vorftärde dem Vertreter des Prinzen Victor ihre Unterwerfung zu Füßen gelegt und Lte Gründung einer alle Imperialisten vereinigenden „Liga der Berufung an das Volk" für Paris uno ganz Frankreich befürwortet. — Der französische Gesandte in Washington hat seine Regierung telegraphisch benachrichtigt, daß der Bericht des Staatssecretärs der Verewigten Staaten dem Congreß einen Gesetzentwurf vorlegt, kraft dessen die amerikanische Republik sich osficiell an her Weltausstellung von 1889 betheiligt und dafür einen Credit von 200,000 Dollars fordert. Für die zur Ausstellung gesandten und wieder zurückgehenden Gegenstände wird Zollfreibett gewährt. Paris, 20. Januar. Die Initiativ - Eommission hat sich mtt 13 gegen 3 Stimmen gegen die Jnbetrachtnahme des Basly'schen Amnestieantrags ausgesprochen, den Antrag Gaudtn, betreffend die Unabsetzbarkeit der Kriegsminister und Marineminister dagegen in Erwägung gezogen. — Die Eommission zur Vorberathung des Municipalgesetzes hat die Vorlage, wonach der Setuepräfekt im Stadthaus wohnen soll, angenommen. — Dem „Journal des Debats" zufolge hätte der Ministerrath den Antrag von Lesseps, der Panamagesellschaft die Emittirung von Loospapieren zu gestatten, einstimmig abgelehnt. Paris, 21. Januar. Lesseps bestätigte in einem Schreiben an die Actionäre des Panama-Canals die Weigerung der Regierung, bet der Kammer die Ermächtigung zur Ausgabe von Loospavieren zu beantragen. Lesseps erklärt sich für verpflichtet, die Indifferenz nicht gutzuheißen, deren Folgen das Panama-Unternehmen kurz vor seiner Vollendung Ausländern überliefern könnten. Er ersucht die Actionäre, eine Petition an die Kammer» zu unterzeichnen, um die verlangte Ermächtigung zu erhalten, da er eine öffentliche Debatte wünscht, wobei die wirkliche Lage des Unternehmens dargelegt würde. Er erklärt weiter, der Panama-Canal werde vollendet werden „in gleicher Weise wie der Suez-Canal. ßngkaud. London, 21. Januar. Der parnellitische Parlaments-Deputirte für Monaghan Patrick O'Brien, wurde gestern Abend wegen einer aufrührerischen Rede verhaftet. Italien. Rom, 21. Januar. Der Papst empfing heute diejenigen deutschen und österreichisch-ungarischen Persönlichkeiten, welche den ComitS's zur Darbringung der Jubiläumsgeschenke, Vorbereitung der vatikanischen Ausstellung und Organisation der Pilgerzüge angehörten. Erstere wurden von dem Fürsten Löwenstein, letztere von dem Grafen Pergen vorgeftellt. Son Remo, 21. Januar. Se. K. und K. Hoheit der Kronprinz machte heute einen Spaziergang. Zlußtand. Petersburg, 21. Januar. Der Gerichtshof verurtheilte den Redacteur der „Rowoje Wremja" (Feodorow) wegen Verleumdung des Herrn v. Villaume zu 150 Rubel und 6 Wochen Arrest auf der Hauptwache. Ztumänien. Bukarest. 21. Januar. Die Meldung, daß zwischen dem Vatikan und R>- nänien pourparlers wegen Abschlusses eines Konkordats eingelcitet seien, wird vo^gut unterrichteter Seite dementirr. Amerika. Rewyork, 21. Januar. Die heute nach Europa abfahrenden Dampfer „La Gascogne" und her „Switzerland", ersterer der Compagnie Transatlantique, letzterer der Red Star Line gehörend, stießen in der Upper - Bay zusammen. Die „Gascogne" ist wenig beschädigt und wird wahrscheinlich um Mitternacht wieder abfahren. „Switzerland" war gezwungen, wieder zurückzufahren, wird ausladen und auf Dock gehen müssen. „Switzerland" behauptet, der Zusammenstoß sei dadurch erfolgt, daß die „Gascogne" versucht habe, ihm quer vorbeizugehen. Deutscher Reichstag: 18. Sitzung vom 21. Januar 1888. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist erste und zweite Lesung des Gesetzentwurfs betr. die Einführung der Gewerbeordnung in Elsaß-Lothringen. Abg. Winter er (Els.) befürwortet Streichung des § 2, wonach das Buchdruckergewerbe in den Reichslanden auch künftig den Beschränkungen unterliegen soll, denen es jetzt unterliegt. Abg. Ackermann (cons.) erklärt Namens seiner Freunde für 8 2 zu stimmen, weil derselbe eine Waffe gegen die fortdauernden antideutschen Agitationen in Elsaß- Lothringen biete, die nicht entbehrt werden könne. Unterstaatssecretär Studt befürwortet gleichfalls Aufrechterhaltug des 8 2. 8 2 wird unverändert angenommen. Abg. Frhr. v. Dietrich (Els.) beantragt Aufnahme des folgenden 8 6: „Die Bestimmungen über die Anlegung von Dampfkesseln bleiben der landesgesetzlichen Regelung überlassen. Es finden jedoch die auf Grund des 8 24 Abs. 2 der Gewerbeordnung vom Bundesrathe erlassenen allgemeinen polizeilichen Bestimmungen auch in Elsaß-Lothringen insoweit Anwendung, als dies vom Bundesrathe beschlossen wird." Abg. Petri (natl.) befürwortet den Antrag. Abg. Ackermann (cons.) hält denselben für unbedenklich und wird, wenn nicht die Regierung gewichtige Gründe gegen denselben anführt, für denselben stimmen. Abg. Henneberg (natl.) wünscht einheitliche Neuregelung der Bestimmungen über die Dampskesselanlagen im ganzen Reiche. Nachdem noch Abg. Grad für, Unterstaatssecretär Studt aber mit Rücksicht auf die Reichseinheit gegen den Antrag gesprochen, wird derselbe mit großer Mehrheit angenommen. Abgg. Winter er und Grad beantragen 8 7 wie folgt zu fassen: „Jugendliche Arbeiter, welche zur Zeit des Inkrafttretens dieses Gesetzes in einer Fabrik bereits beschäftigt waren, können bis zum 1. Januar 1891 in der durch das Gesetz betr. die Beschäftigung der Kinder in Fabriken zugelassenen Ausdehnung weiter beschäftigt werden." Abg. Ackermann (cons.) hätte es lieber gesehen, wenn die bezüglichen Bestimmungen der Gewerbeordnung ohne Weiteres auf Elsaß-Lothringen übertragen worden wären; jedenfalls müsse er sich gegen den Antrag Winterer erklären. Abg. Dr. Windthorst will der Regierung keine discretionäte Vollmacht geben; ein Uebergangsstadium aber müsse geschaffen werden, deshalb stimme er für den Antrag Winterer. Abg. Singer (Soc.) erklärt sich gegen jede Uebergangsbestimmung. Abg. Dr. Baumbach (freist) spricht sich aus den Gründen, die schon Windthorft geltend gemacht, für den Antrag Winterer aus. Unterstaatssecretär Studt wendet sich gegen dm Antrag Winterer, der die Ausnahme xur Regel machen wolle. Nachdem noch die Abgg. Windthorft und Hitze für, Abg. Dr. Buhl (natl.) aber gegen den Antrag Winterer gesprochen, wird derselbe abgelehnt, die Fassung der Regierungsvorlage aber angenommen. Damit ist die Vorlage überhaupt angenommen. Die Etatsberathung wird hierauf bei dem Etat des Innern fortgesetzt. Universität», Chronik. Bttt«, «Mm aüet2ion3?8 3a5r«SÄ'" bcr WH«« Zoologie, Franz Telegra-Htschk Depeschen. WoLff'S telegr. Eo^efpr-rtderrr-BUreo«. Die Meldung der „Times" von der Abberufung des Personalsdes osterreichtschen Generalconsulats in ^ofia ist unrichtig und wahrscheinlich darauf zurückzufuhren, daß der Generalconsul einen seit 3 Monaten bewilligten Urlaub in den letzten Tagen angetreten. 8 uuu v . ,22. Januar.^ Der „Swet" bringt eine Richtigstellung der bisherigen Meldungen Uber den Putsch in Burgas; darnach hätten die Aufständischen das bulgarische Gebiet in drer Partien betreten. Dre erste Partie in der Stärke von circa qr>Unter dem. ® o Pttän p? abo ko ff, sowie die zweite Partie unter Drashew mit wurden über die türkische Grenze zurückgeworfen, dort von türkischem Militär entwaffnet und in Adrtanopel rnternirt. Die dritte Partie mit etwa 100 Mann 2™- »»•*« ™ ** t«“«X L' L«?,L «MiMttä;,2«,ft""'-?"!: bml »«<-»- „Zum Schierstein" hier um die Summe von 150 00o0in ?,p„das bekannte Bterhaus schen Brauerei in Pfungstadt über 150'000 in bcn Besitz der Hildebrand'- Samstag ?ie ^Wmmser 'Schiffbrücke^ zum" zweiten ^Mcll" voi, ?°"«tigung ist am gerissen worden- Drei Schiffe konntet b ».umhS?“it"TS mit iorb ke?°Us ffeLliL ma'rL sind'°" Unb Wain Eism-ff-n,°di- «ndeffen fabrik beschäftigen Arbeiters "Lei?stt,d°in der°aettrig^g^/n der Pulveroder Coaksausdünstung erstickt Der Vater aa ebeniallg ^ g durch Koblen- über ntr i kns w,,a- R-dner bringt ferner mancherlei Beschwerden gegen di- R-ichsp°std°mps-r zur S°?°-b-^ Staatssecretär v. Bötticher theilt mit bafi im irh7 q? 719 \ * 2b°r di- d-u,scheu Häsen Amst-7dam1.nd Rotterdam Ugen glgen 78 L77m Vorjahre. 1885 betrug die Auswanderung 103 657. Die Gründe für die «nL£L Ä-3.Ä Btt (29 70!^^^ rannte ein von Wollspinnerei mit folger @ema“t aeaen bie hm? Äh* 6«^6run,t 6into Gail's s ö n-thig, den Vortrag schon'nm 7 Uhr b?gLn taufen Umstande machen es entstandenen G^atte'ises^ au^dem°Trotto?r Ter Wiefeckbrück Burg-Solms infolge und brach einen Arm. <£> x btt Ac°ordant we^/r ber qranffurterftra6e Men hatte, wird sich unter- Handel nnd Berkehr. Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 0.00, Wickln 22 00' ' "* 00-00' ßt/- Uhr- 2lit-Strnnft,.rt m . Abonnement. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Mit^ fremd en '«i8?6" Bum ersten Male: Diana. Schwank in 1 Akt von A. Hill G»ße^ Preise ' Montag den 30. Januar: Alexandra. Große Preise. B ' Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde Bekanntmachung. Philipp Schäfer II. Eheleute in Reiskirchen haben das Grundstück Fl. I. Nr. 1 Gemarkung Reiskirchen an Ludwig Hahn Eheleute daselbst erkauft. Auf diesem Item haftet noch ein Pfandrecht zu Gunsten des Philipp Stumpf in Reiskirchen, datirt vom 21. September 1849 für ein zu 5 % gegebenes Darlehen im Betrage von 500 fl. Der Psandschuldner, sowie die Erben des inzwischen verstorbenen Philipp Stumpf haben Löschung der Hypothek beantragt. Da indessen die Urkunde abhanden gekommen, ergeht hiermit an alle, welche -> Ansprüche an fragliche Hypothek bilden zu können glauben, die Aufforderung, solche so gewiß binnen 2 Monaten von heute an geltend zu machen, als sonst Löschung der Hypothek verfügt und obiger Kaufvertrag ohne Rücksicht auf dieselbe bestätigt werden wird. Gießen, am 18. Januar 1888. Großh. Amtsgericht. Dr. Schaefer. 656 Konkursverfahren. Ueber das Vermögen der Heinrich Konrad Geibel'S Wittwe zu Hof Ludwigshöhe, Gemarkung Leihgestern, wird heute 'am 20. Januar 1888, Vormittags 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Ferdinand Hofmann von Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 12. Februar 1888 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in S 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Freitag den 17. Februar 1888, Vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag, den 17. Februar 1888, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. Februar 1888 Anzeige zu machen. Gießen, den 20. Januar 1888. Großh. Amtsgericht zu Gießen, gez. Müller. Veröffentlicht: Glässing, 655 Gerichtsschreiber. Die am 20. ds. Mts. in Arnsburg abgehaltene Versteigerung ist genehmigt. Bierau, 657 Forstassefsor. Donnerstag den 26. d. X, Nachmittags 12V2 Uhr, auf der LrrdwigSHSHe bei Lang-Göns werden 2 Kühe (eine frischmelkende und eine trächtige) fiepen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 22. Januar 1888. Engel, 664 Gr. Gerichtsvollzieher Allgemeiner Anzeiger. Vergebung von Bauarbeiten. Die bei Erbauung einer Forstwartwohnung nebst Oekonomiegebäude zu Stornfels vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, als: Maurerarbeit (1226,36 Steinhauerarbeit (341,82 JC), Zimmerarbeit (1587,90 JL), Dachdeckerarbeit (850,80 Schreinerarbeit (637,05 ^), Schlofferarbeit (406,50 t/&), Glaserarbeit (157,20 ^L), Weißbinderarbeit (385,72 zni. | Aufgebot. Anna Katharine Paul, am 28. Februar 1817 zu Ober-Bessingen geboren, ist vor längerer Zeit nach Amerika ausgewandert und verschollen. Derselben war aus dem Nachlasse ihrer Schwester Katharina Elisabetha Paul ein Erbtheil zugesallen, welches seither curatorisch verwaltet wurde und dermalen ca. 76 Mark beträgt. Auf Antrag des Curators Johannes Sommer von Ober-Bessingen werden Anna Katharina Paul resp. deren Leibes- oder Testamentserben hiermit aufgefordert, spätestens im Termin Dienstag, den 27. März I. I., Sonn. 9 Uhr, jur Empfangnahme des fraglichen Vermögens bei dem unterzeichneten Gericht sich zu melden, als sonst Anna Katharina Paul für todt erklärt und das Vermögen den nächsterbberechtigten Verwandten derselben ausgeliefert werden würde. Alle diejenigen, welche Erb- ansprüche an das fragliche Vermögen bilden wollen, werden aufgefordert, bei Meldung Annahme des Verzichts ihre Ansprüche bis zum obigen Termin bei uns anzumelden und zu begründen. Lich, den 19. Januar 1888. Großherzogliches Amtsgericht Lich. _______Langermann. 669 Für Schäfer! Die Schäfereigesellschaft zu Bersrod wünscht auf sofort einen tüchtigen Schäfer von auswärts gegen entsprechenden Lohn. Bewerber hierzu können sich bei Unterzeichnetem melden. Bersrod, den 22. Januar 1888. I. A.: Bücher, Bürgermeister. [672 Iieilgeöotenes. Heute: 682 la. Schellfische, Zander, Hecht, Seezungen, Lachs, Bücklinge, Sprotten, Caviar re. schönstes M a ft g e f l ü g e l. bei C. G. KleinIienu. Trockenes — kleingemachtes Hol; billigst bei Zimmermeister Ruckstuhl, 674______________Asterweg 50. Kiel - Boote von 4 bis 6V2 m Länge zu verkaufen. Offerten unter G. 8. befördert die Exped. d. Bl. 670 659] Gesucht eine gebildete j Dame, die für 4 Wochen, Nachmittags von 2—7 Uhr, die Beaufsichtigung von 2 Mädchen i. A. von 9—11 Jahren übernehmen und deren Schularbeiten und musik. Uebungeu überwachen und letten könnte. Gefäll. 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Januar 1888. Franks. Bank-Disconto 3% Die Beerdigung findet Dienstag den 24. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr statt. 675 Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 23. Januar 1888. 192.00 89.62 78Vi 92V« Im Auftrag der Hinterbliebenen: Wilhelm Bvlp, Pfarrer. Oesterr. Creditactien Oefterr. Staatsbabn-Actien 1880 4*/e Russen Oblig. *•/• unif. Egypter Oblig. 140.60 85.40 78V« 74V, Samstag den 21. d. Mts., Vormittags 81/2 Uhr nach schwerem Leiden abzurufen. Gießen, den 23. Januar 1888. Schmerzerfüllt machen wir hiermit unseren Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, dass unser heissgeliebtes unvergessliches einziges Töchterchen Disconto-Com.-Antheile Laura-Actien 4o/, Ungar. Goldrente 5% Gemischte Rusten übernimmt Umzüge per Bahn und zu Land, sowie das Verpacken von Glas. Porzellan rc. unter Garantie ohne Umladung. 414 Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der DrKhl'sche» Druckerei (Wx vhr» PisßsH) t* Vtehrn. Die heutige Drummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott gefallen hat, unfern lieben Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater Herrn Andreas Volp Begünstigt durch die Auslassungen von berufenster Seite nimmt die Aufwärtsbewegung der Course ein stetes sicheres Tempo an. Heute sind namentlich Bankaktien besser. PiauiBo’s, Ä.2 Clavtersttmmen u Reparaturen werden solid und billigst ausgeführt. 1052 G. D. Gebauer, Seltersweg 67. Universal-Katarrh- u, Husten-Bonbons Paquet ä 15 Pfg. von E. 0. Moser & in Stuttgart.! Za haben bei Herren Chr. Krämer, Bahnhofreeteurateur, H. Kinkel, Fr. Leo , Carl Sohwaab. Giessen. 431, 1 DEUTSCHE EöSUTRrutSP.-aESELlSCMAFTE’ä Ph. Müller Giessen Vortrag des Nordpolfahrers Capt. W. Bade im Saale des Realgymnasiums zu Giessen am Freitag, 2 7. Januar, Abends 8 Uhr, über die Deutsche Nordpol-Expedition 1869-70, speciell über seiaen Aufenthalt unter den Eskimos, verbunden mit einer Ausstellung grönländischer Costiime, Waffen, Geräthe, Bilder u. s. w. Einzel-Bill ets h 1.— in der Ferber’schen Buchhandlung, der Musikalienhandlung von Rudolph und in derüniv.-Druckerei von v.|MÜnchOW. Schülerkarten k 50 bei den betr. Hausverwaltern und den vorher genannten Firmen. 668 660 Ein kleines Logis zu vermiethen. CH» Hellmold Wwe», Löwengaste 18. 667] Südanlage 11 sind zwei Wohnungen zu vermiethen vom 1. April 1888 ab.__Prof Naumann. Wermielyungen. I 652 * Der 2. Stock, 5 Zimmer und ; Zubehör, alsbald zu vermiethen. ____Lahnstraße 5. 653] Frankfurterftraße 36 ist der dritte Stock, bestehend aus 8 Zimmern mit Gartenantheil und allen Bequemlichkeiten pr. April a. er. an ruhige Familie zu vermiethen._____________________________ 651 Ein umnrblntes Zimmer zu ver- miethen.______________Bahnhofstraße 6. 677] Bahnhofstraße 41 ist der II. Stock mit Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermiethen. ________________Julius Hoos. 678] Familienlogis mit 3—4 Zimmern nebst Zubehör, womöglich in der Grünbergerstraße, per 1. April gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 666 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marktstraße 32. Danksagung Margarethe Klein, geb. Weigel. Ludwig Weigel 679 Giessen, 23. Januar 1888. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres Bruders und Onkels sagen herzlichen Dank 4% Preußische Consols 107.00 3V2°/o do. 101.30 4°/o Nassauer Oblig. 102.6» 4% Bayerische Oblig. 105.90 4% Badische Oblig. 104.70 4% Hessische Oblig. 105.70 4% Franks. Hypotybk.-Pfandbr- alte 100 90, neue 102.20 3 er gar aufgegeben habe, wird etnstwellen noch immer bestritten. Die russischen Blätter rufen freilich unausgesetzt Deutschland an, es möge im Verein mit Rußland den Berliner Vertrag Herstellen. Da es aber Rußland nicht um den Berliner Vertrag in Bulgarien zu thun ist, sondern um seine einseitige Auslegung de» Berliner Vertrages, die der österreichischen entgegensteht, so ist an eine Lösung der Schwierigkeit vorerst gar nicht zu denken. Somit bleibt nach wie vor die beste und einzige Friedenr- bürgfchaft im deutsch - österreichisch - italienischen Bündniffe, das den Ruffen die Fortdauer der jetzigen Zustände in Bulgarien für eine geringere Gefahr erscheinen läßt, al» einen Krieg selbst mit Hülfe Frankreich» gegen diese drei Mächte. Da» ist der wahre Grund, au» welchem wir den Frieden für vorläufig gesichert halten dürfen; es ist auch ein triftiger Grund, wie wir ausdrücklich betonen wollen. Slic Versuche — wenn solche gemacht worve» sein sollten, was wir nicht sicher wissen —, Rußland aus feiner lediglich beschuldigenden Haltung zu lösen und zu bestimmten Vorschlägen zu bewegen, find einstweilen ohne den r wünschenswecthen Erfolg geblieben, vielmehr aus Ablehnung gestoßen. Statistische Miltheilungen über den Civilstand der Stadt Gießen im Jahre 1887. } Mitgetheilt vom Standesamt Gießen. Die Eheschließungen im Jahre 1887 betragen 119, im Jahre 1886 betrugen dieselben 126 — es ergibt sich sonach eine Abnahme von 7. Hinsichtlich der Eonsession der Getrauten wird Nachstehendes bemerkt: 100 protestantische Männer heiratheten Protestantinnen, bei 1 Ehe war der Mann evangelisch, die Frau katholisch, bet 10 Ehen war der Mann katholisch, die Frau evangelisch, 4 katholische Männer heiratheten Glaubensgenossinnen, 4 israelitische Männer heiratheten Frauen ihres Bekenntnisses. Dem bürgerlichen Berus nach verhetratheten sich: 11 Aerzte, Künstler, Beamte, Lehrer, Rentner rc., 19 Kauf- und Handelsleute, Eoinmis, Gastwirthe, Kellner rc., 53 Handwerker und deren Gehülfen, Fuhrleute rc., 15 Unterbeamte, Scribenten rc., 5 Militärpersonen, 2 Werkführer und Fabrikarbeiter, 14 Tagelöhner und Dienende aller Art. 12 Gießener Männer nahmen Frauen aus Gießen, 7 Gießener Männer nahmen Frauen von Auswärts, 36 Gießener Frauen nahmen Männer von Auswärts, bet 56 Eheschließungen waren die sJiupturienten von Auswärts aber hier ansässig, bei 4 Eheschließungen war der Mann dahier, die Frau auswärts wohnhaft, bei 2 Ehe- Ichlietzungen die Frau dahier, der Mann auswärts wohnhaft, bei 2 Eheschließungen waren beide Nupturienten auswärts wohnhaft. Dem Eivilstande nach verhetratheten sich: 100 ledige Personen, 2 ledige Männer heiratheten Wittwen, 12 Wittwer ehelichten ledige Frauenspersonen, 5 Wittwer ehelichten Wittwen. Bei 3 Eheschließungen wurde je 1 Kind anerkannt und legitimirt. Von den im Jahre 1887 dahier lebend geborenen Kindern waren 304 Knaben und 309 Mädchen, zusammen 613 Kinder — es sind mithin gegen das Jahr 1886 3 Kinder mehr geboren und zwar 10 Knaben mehr und 7 Mädchen weniger. Von Liesen im Jahre 1887 geborenen Kindern waren 222 Knaben und 239 Mädchen ehelicher und 82 Knaben und 70 Mädchen unehelicher Geburt. Im Jahre 1886 kamen ehelich zur Welt: 217 Knaben, 232 Mädchen, zusammen 449; im Jahre 1887 kamen ehelich z«r Welt: 222 Knaben, 239 Mädchen, zusammen 461 — mithin im Jahre 1887 mehr 5 Knaben, 7 Mädchen, zusammen 12. Im Jahre 1886 wurden unehelich geboren: 77 Knaben, 84 Mädchen, zusammen 161; im Jahre 1887 wurden unehelich geboren: 82 Knaben, 70 Mädchen, zusammen 152 — mithin in 1887 mehr 5 Knaben, weniger 14 Mädchen, zusammen weniger 9. Die ehelich geborenen Kinder entstammen und zwar: aus rein evangelischen Ehen 187 Knaben, 203 Mädchen, zus. 390, aus rein katholischen Ehen 6 Knaben, 8 Mädchen, zus. 14, aus israelitischen Ehen 6 Knaben, 8 Mädchen, zus. 14, aus Mischehen 23 Knaben, 20 Mädchen, zus. 43: = 222 Knaben, 239 Mädchen, zusammen 461. Die unehelichen Geburten verthctlen sich auf 106 Mütter evangelischer und 46 Mütter katholischer Eonfession. Unter Berücksichtigung der Geburts- bezw. Wohnorte sind von den Müttern der unehelichen Kinder: 75 aus Hessen, 43 aus Preußen, 21 aus Bayern, 6 aus Württemberg, 4 aus Baden, 1 aus Sachsen-Meiningen, 1 aus Sachsen-Altenburg, 1 aus Sachsen-Weimar. Unter den unehelichen Kindern befinden sich 2 Knaben, 3 Mädchen, welche von Wittwen unehelich geboren wurden. Die Mütter der unehelich geborenen Kinder vertheilen sich in folgende Berufsklassen: 108 Dienst-, Haus-, Laden- und Laufmädchen rc., 4 Haushälterinnen, Aufwärterinnen, Köchinnen rc., 10 Näherinnen, Kleidermacherinnen, Büglerinnen, Strickerinnen rc., 6 Fabrikarbeiterinnen rc., 10 Tagelöhnerinnen, Arbeiterinnen rc., 2 Wäscherinnen, 12 ohne Berufsausübung. Das Verhältniß der Anerkennung der Vaterschaft ist gleich den vorderen Jahren ein sehr geringes gewesen. ES wurden von den außerehelich geborenen 82 Knaben und 70 Mädchen anerkannt: 2 Knaben und 3 Mädchen — nicht anerkannt sind daher 80 Knaben und 67 Mädchen. An Mehrgeburten sind 11 Zwilltngsgeburten erfolgt, 2 mehr als im vorigen Jahre. Diese verteilen sich: eheliche: 3 mit Knaben, 3 mit Knaben und Mädchen, 4 mit Mädchen (in 2 Fällen war je eins der Kinder lebend und eins tobt geboren); uneheliche: 1 mit Knaben. Todtgeboren wurden 26 Kinder, 5 mehr als im vorigen Jahre. Im Jahre 1886 wurden geboren: ehelich 9 Knaben, 6 Mädchen, unehelich 3 Knaben, 3 Mädchen, zusammen 12 Knaben, 9 Mädchen; im Jahre 1887 wurden geboren: ehelich 10 Knaben, 9 Mädchen, unehelich 3 Knaben, 4 Mädchen, zusammen 13 Knaben, 13 Mädchen — mithin in 1887 mehr: ehelich 1 Knabe, 3 Mädchen, unehelich 1 Mädchen, zusammen 1 Knabe, 4 Mädchen.^ Die Gesammtzahl der Sterbfälle beträgt: 455. Im Jahre 1887 sind gestorben: 237 männliche, 218 weibliche Personen-*, im Jahre 1886 sind gestorben: 239 männliche, 180 weibliche Personen — sonach in 1887 weniger 2 männliche, mehr 38 weibliche Personen. Dem Eivilstande nach sind verstorben: ledige Personen: 116 männliche, 109 weibliche; verheirachete Personen: 73 männliche, 56 weibliche; verwittwete Personen: 18 männliche, 50 weibliche — zusammen 207 männliche, 215 weibliche Personen; der Familienstand (ob ledig, verbeirathet oder verwittwet) konnte nicht festaeslellt werden bei 30 männlichen und 3 weiblichen Personen — zusammen wie oben 237 männliche, 218 weibliche Personen. Im akademischen Hospital, in der Entbindungsanstalt und in Prioathäusern sind 142 ortsfremde Personen gestorben und zwar 92 männlichen und 50 weiblichen Geschlechts. Die Sterbiälle nach dem Alter der Verstorben gruppirt ergibt Folgendes: Im Jahre 1887 1886 Gegen das Jahr 1886 männl. weibl. mehr weniger männl. rveibl. männl. weibl. männl. weibl. unter 1 Jahr 38 42 51 43 — — 13 1 von 1—5Jahren 28 26 24 23 4 3 — — „ 6-10 6 7 9 2 —!-- 5 3 — „ 11-15 8 6 5 2 3 4 — — „ 16—20 10 7 16 5 — 2 6 — „ 21-30 21 15 25 16 — — 4 1 „31—40 30 26 21 18 9 8 — — „ 41—50 23 17 25 20 — — 2 3 „ 51-60 27 22 21 10 6 12 — — „ 61-70 20 23 22 15 — 8 2 — „ 71-80 18 18 15 22 3 — — 4 81—90 7 9 4 4 3 5 — — Alter unbekannt •1 — 1 — — — — — zusammen 237 218 239 180 28 47 30 9 Die Sterbefälle vertheilen sich auf die Monate Januar 23 18 19 10 4 8 Februar 16 13 15 18 1 — — 5 März 19 21 17 21 2 — — — April 20 24 14 26 6 — — 2 Mai 21 20 30 14 — 6 9 — Juni 26 26 25 11 1 15 — — Juli 13 22 15 16 — 6 2 — August 23 25 22 13 1 12 — — September 9 10 22 18 — — 13 8 October 16 11 24 15 — — 8 4 November 23 15 12 7 4 8 — — December 28 13 17 11 11 2 — — zusammen 237 218 239 180 30 57 32 19 Dem Religionsbekenntnisse nach sind gestorben: evangelische 193 männliche, 190 weibliche Personen, katholische 18 männliche, 13 weibliche, israelitische 6 männliche, 8 weibliche, disüdentisch 1 männliche, freireligiös 1 männliche, zusammen 219 männliche, 211 weibliche Personen; bei 18 männlichen und 7 weiblichen war das Religionsbekenntnis unbekannt, zusammen wie oben 237 männliche, 218 weibliche Personen. Die Zahl der im Jahre 1887 lebend geborenen Kinder beträgt 304 männliche, 309 weibliche. Hiervon gehen ab: a) die unehelichen Kinder (in der Entbindungsanstalt und in Privatwohnungen geboren) 82 männliche, 70 weibliche; b) eheliche Kinder, deren Eltern auswärts wohnhaft sind 8 weibliche, zusammen 82 männliche, 78 weibliche — bleiben 222 männliche, 231 weibliche. Hierzu kommen uneheliche Kinder, deren Mütter in Gießen wohnhaft sind 14 männliche, 12 weibliche; — ergibt Geburten für Gießen 236 männliche, 243 weibliche (= 479 : 2,52O/O der Bevölkerung). Die Zahl der im Jahre 1887 Gestorbenen beträgt 237 männliche, 218 weibliche Personen. Hiervon gehen ab die im academischen Hospital und in der Frauenklinik rc. gestorbenen Ortsfremden 92 männliche, 50 weibliche Personen; ergibt Sterbefälle für Gießen 145 männliche, 168 weibliche Personen; zusammen 313 — verglichen mit der Zahl der Geborenen 145 männliche, 168 weibliche (= 313 : 1,65O/O der Bevölkerung), ergibt Geburten-Ueberschuß für Gießen 91 männliche, 75 weibliche (— 166 : 087<>/0 der Bevölkerung). An unsere geehrten Abonnenten. Wiederholte Beschwerden, welche in den letzten Tagen uns kund wurden, veranlassen uns, die geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten, jede Unregelmäßigkeit der Austräger uns mit kurzer Notiz gefl. bittet zu melden. Nur dadurch sind wir in Stand gesetzt, Abhllfe zu schaffen. Di- Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten zu bringen und nicht, wie vielfach zu geschehen scheint, auf Treppen und Muren abzulegen. _ __ Die Expedition de» „Gießener An,t1ger". Freiwillige Krankenpflege im Kriege Eichen-Scheitholz, 3) Wellen Seltersweg 41. 406 Lüdeking. 304 Gebr. Röhrle. kaufen •, ffl <®> 63 83 <©>13 <©$► 0B‘«S»* (ü a@r «ea ist das berühmte Werk: 165 OI Nähmaschinen Seltersweg 18. 286 i NB. Zurückgesetzte Corsetts enorm NB. Reparaturen aller Systeme werden schnell und billig besor gt. billig. Kebctdion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Drühl'schen Druckerei (Kr. CHr. Pietsch) in Gießen. MW steigert werden: 23 Raummeter 700 2750 46 n ff n ff 1) 2J Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbefleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen 85 7,2 99,3 19 31,6 Holzversteigerung. Donnerstag, 26. Januar d. I., von Vormittags 9 Uhr, soll im Anneröder Gemeinde-Wald, Distr. Köpfet, nachverzeichnetes Holz ver- beffes deutsche- Fabrikat, liefert unter fünfjähriger \ Garantie, zu billigsten Preisen 182 ; Th. 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Zur Ausführung des allgemeinen Organisationsplans für den gesammten Sanitätsdienst im Kriege hat der hiesige Zweigverein in Aussicht genommen: die Errichtung eines Lazareths von etwa 100 Betten vorjubererten; eine Abtheilung von Krankenpflegern und Krankenträgern für den Dienst im Felde unb eine solche für den Dienst in Deutschland, besonders auch in Gießen, zu bilden; . eine besondere Gruppe für Einsammlung von Liebesgaben und eine solche für die Erfrischungsstation auf dem hiesigen Bahnhofe aufzu- vermischte Anzeigen. Für Händler und Mndleute. Suche zu kaufen zu hohem Preise Stein- u. Baummarder. Ll. Kretschmar, Kürschner, stellen; , , . ,x. 4) die Verwaltung für alle Zweige des Sanitätsdienstes einzurichten. In der Erwartung, daß im Falle des Bedürfnisses die Mittel zur Ausrüstung des Lazareths in kürzester Frist durch freiwillige Gaben zusammenfließen werden, ist vorläufig nur beabsichtigt, das zur Ausbildung und Ausrüstung dec Mannschaften erforderliche Material anzuschaffen. Um den in langen Jahren ersparten nöthigen Fond zu erhalten, ist dem Verein eine Beisteuer von kleineren Geldbeträgen sehr erwünscht. Viel mehr bedarf er aber der persönlichen Betheiligung an seinen Ausgaben, deren Verschiedenheit und Umfang ihm auch die Verwendung bescheidener Kräfte gestattet. , . r In erster Linie erstrebt er, tüchtige Krankenpfleger, am Verbandsplatz und im Lazareth verwendbar, auszubilden und zu einer stets vollzähligen Gruppe mit selbstgewähltem Führer zu vereinigen. Eine besondere Abtheilung würde für den Dienst im Bereiche der Etappenbehörden, d. h. im Rücken der im Feindesland entwickelten deutschen Armee bestimmt werden. Nur in besonderen Nothständen und mit Genehmigung des Armee- Oberkommandos könnte diese mobile Abtheilung auch zur Hülfeleistung bei den operirenden Truppen zur Verwendung gelangen. Behufs Ausblldung der Mitglieder und zweckentsprechender Zuweisung an die verschiedenen Ausschüsse ist es erforderlich, daß die Anmeldungen sofort geschehen. Bei derselben steht es Jedem frei, die Verwendung innerHMb der oben unter 1—3 erwähnten Gruppen selbst zu wählen und damit den Bereich seiner Verpflichtung selbst zu bestimmen. Mit der Meldung zum Krankenpfleger- und Krankentragerdrenst ist zugleich die Verpflichtung übernommen, an dem Ausbildungskursus, der demnächst zu möglichst Jedem gelegenen Stunden eingerichtet wird, Theil zu nehmen. In Zukunft ist es nur möglich, im Anschluß an den Verein sich dem Dienste des kämpfenden und leidenden Heeres zu widmen. , Der Verein aber muß alsbald und fortwährend in voller Bereitschaft stehen. . ,p, . .... Er erlaubt sich deßhalb unter Anrufung der patriotischen und hulfs- bereiten Gesinnung der Bevölkerung die dringende Bitte öffentlich zu erheben, daß die Männer aus allen Ständen, die im Kriegsfälle nicht den zahnen folgen, durch Zutritt zu dem Verein dem Vaterlande ihre Dienste sichern. Die Anmeldung kann schriftlich bei dem Vorstande oder persönlich auf der Kanzlei des Großh. Bürgermeisteramts Gießen erfolgen. Eifrige Freunde unseres Vereins dürfen wir einladen, Jeder in feinem Kreise zu werben und später an uns einzusendende Listen zur Einschreibung, namentlich in öffentlichen Lokalen aufzulegen. Gießen, den 21. Januar 1888. Der Vorstand des Zweighllssvereins Gießen. Dr. Stammler. \Technicum Mittweida \ c — Sachten. — \ a) Maschinen-Ingenieur-Schule b) Werkmeister • Schule. — Vorunterricht frei. — Gebrauchte gut erhaltene [561 Im Bergbräu. Feines Mittagessen. Suppe mit 2 Fleischgänpen 60 Pfg Ein gutes Abendessen von 35, 40 u 30 Pfg. Ausgezeichneter bayerischer Stoff hell wie dunkel 12 Pfg. 645 Neues Billard von Dorfelder. 291 Eine hiesige Cigarrenfabrik sucht zu Ostern einen Kehrling mit guten Schulkenntnissen. Näheres in der Exped. d. Bl- Zuschneide-Unt erricht im Kteidermachen, Maatznehuren, Freihandzeichnen, sowie Richten und Raffen der Costüme nach neuester engl. und franz Methode. Elegante Fa?on und gutsitzende Taillen zugesichert. 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