Grrreau: Schulstraße 7. Nr. 196. Erstes Blatt. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Kreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtngerlobn. bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ------------- Donnerstag den 23. August » g* 1888* Hießmer Anzeiger Amts- nnd Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig.freiwMgen Dienst auf Grund von Schulzeugnisse«. 94 1. Dar Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungr-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende imGroßherzoa. thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauern- den Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vottendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar der Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Melaende das 20. Lebcnsiahr vollendet. Der Nachweis der Berech- t'Oung rum einjährigen Dienst ist bei Verlust der An- rechts spätestens bir zum 1. April desselben Jahres zu ÄS^ri9Cn actiöen Di-nstr-it ZU bekleiden, auszurüsten 61 ^^"^°"°'nh eitr,eugniß, welcher für Zöglinge von höheren h@*mharim' 5ReaIf^u[en' Progymnasien und höheren Bürger- L L-Hranstalt, für alle übrigen jungVn auszustellen^ist^oh3et' Obri9fett ober ihre vorgesetzte Dienstbehörde 6. das Schttlzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: < ÄbnAin Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwillige« wahrend des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist bierzu em Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. * " 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. GeburtSzeugniß; b- ^.Einwilligungr-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit ».Fähigkeit, den Freiwilligen Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und Deutschland. „ Berlin. Die Untersuchungen über die Entstehung von Brandschäden und di- Ermittelung von Brandstistungen sind bekanntlich leider nur zu oft erfolalos und A„, klagen wegen Brandstiftung führen nur zu häufig zur Freisprechung Uu diesen Uebel- standen abzuhelscn, haben di- in Merseburg domicilirten öffenttt^chen>eu rvers ckernn/s soctetaten, wie di- „Nordd. Allg. Ztg." mtttheilt, mit Genehmigung desMintst-rs des Innern und unter Zustimmung der OberstaatSanwaltschast in 'Naumburg ein Abkommen getroffm, nach welchem den Socletäten auf deren Kosten zwei gewandt-Erimft nalbeamte zur Verfügung gestellt werden, um die erforderlichenErmfttclunaen »nr- zunehmen. Dies Verfahren hat überaus günstige Erfolge gehabt, denn seit zwei wahren wurden auf diese Weise in dem erwähnten Bezirkst «randsttstcr ermittelt und bestraft welche unter anderen Umstanden voraussichtlich unbestraft aeblteben mären >,»d «HÄ *knb ^/^ührt worden, welche ihrer Bestrafung nur durch den vorher dn- getretenen Tod entgingen. Diese Thätigkcit der beiden Criminalbeamten hat aber auch Politische Rundschau. Gießen, 22. August. Verschiedene Anzeichen aus jüngster Zeit deuten daraus hin, daß die Hoffnungen alif eine dauernde Befesttgung des europäischen Friedens, welche an die Petersbnraer Ka sorbegegnung geknüpft wurden, denn doch etwas allzu optimistisch gewesen sind Dies^ Eindruck hat au, allen Seiten namentlich die abermalige scharfe Fehde zwischen chen Berliner Olstciös-ii und einem Theile der osficiösen wie panslavistischen Blätter Äiublands^gcmacht, welche der Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Ezaren saft 2as bicfE Preßkämpse nicht allzuviel bedeuten - laä Wort des Fürsten Bismarck von der „Druckerschwärze" ist ja bekannt - aber ein alter Spruch sagt, wo Rauch ist, da ist auch Feuer und auch unter dem Rauche der Polemik zwischen den Berliner Regierungsblättern einerseits, „Nord", „Mosk 8tg " u. s. w. anderseits flackert offenbar Feuer, das Feuer panslavistischer Hetzereien ' Das- « des „Nord" über die doch längst abgethanene nordschles- wig sche Frage sogar offen hervorgebrochen und es kann da allerdings nicht mehr Ver- a..rh?rrif*nrkrewn'itroenn biefe "Anzapfung" seitens der „Nordd. Allg. Ztg." in Lerber, scharfer Weise geantwortet wurde. In unverkennbarem Zusammenhänge mit ne,uert‘tb ?Erf‘“r«En Wellenschläge der Berliner Regierungspresse steht aber die »ochbedeutungsvolle Re de Kaiser W i l h - l m s bei der Frankfurter D-nkmalssei-r ^hn^nnn» y t ° Überau§ encr9'M und klar betonte, lieber die ganze Armee «nd das ganze Volk opfern zu wollen, als nur einen Stein von dem zurückzuacben was einmal errungen sei. Dies Katserwo.t gilt schließlich für di- nördliche Gr-nz' l^ands Volk^mft I-inem Kallers ,M’e? ältliche Grenzlande und daß Deutsch- ”,b"' bi~ “»‘ÄS W?Ü8L S. «ÄÄ'ÄÄXSÄ >«-> »rt« ..iw«! ew "SÄÄSmÄSS d°s Johannit-rord-ns tu der Mark, in Pommern SachsenundW-nd^i't-rthums nmHroUhRC nQdl bEE Reorganisation des Johanniterwesens in Preußen auch der Mittest punkt des neuen Ordens. Derselbe hielt am 23. Juli 1853 sein erstes Eavitel Pr-5-n"ab ® Un‘Cr m Nku-rn-nnten Herrenmeister, dem Prinzen Karl von Der regierende Graf Otto ,« Stotberg-Wernigerode, der frühere Hausminister, beging am Mittwoch das Fest seiner silbernen Hoch,«?. 6 bcr,5Eier roi,rcn der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin der ßer- jog und die Herzogin Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, sowie sämmtliche Mitalie'd-r ^.R'E'ch-n und Stolb-rg'jchen Familie in Schloß Wernigerode vettammeft0 Der Ä-ndet iU 5 1 Hausminster v. Wedell-Piesdorf nach Wernigerode . , ®rnennun8 des Staatsseeretair« von Bötticher ,um Vicevräsidenten »«erbeb»» Staatsministeriums hat die mannichsachen Amtsgeschäfte desstlben nicht ^erheblich vermehrt Denn in seiner nunmehrigen Eigenschaft als Vicevräsdent i>7s Slaatsministerlums ist Herr v. Bötticher der Stellvertreter des Fürsten Bismarck in ! Preußen wie auch im Reiche - im Bundesrathc - während , ' Reichskanzler schon längere Zeit in der Leitung des 'preußischen'Hand-lsmintstcriums I “,nb r,*t °ub-rdem den sehr umfangreichen Arbeiten seines eigentlichen Amtes als Staatssecretair des Innern widmen muß. Es heißt daher, Fürst Bismarck gedenke demnächst die Leitung des Handelsministeriums definitiv in andere Hände abzu- 1 |H l ,aIfß uuch Herr v. Bötticher von dieser dritten Stellvertretung des . Kanzlers entlastet werden konnte. B , ™ Die mit vieler Bestimmtheit ausgetretene Nachricht, Herr v. Bennigsen werde ein Mandat zum preußischen Abgeordnetcnhause annehmen, entbehrt nach dem Hannov Courier , der als Preßorgan des genannten Parteiführers gilt, jeder Begründung „ Generalfeldmarschall Graf Blumenthal befindet sich in seiner Eigenschaft Südde^uffchlan'd?^ 2lrmec''3nfpcc‘ion' auf clncr Truppenbesichtigungs-Reife durch Der Boulangismus in Frankreich kann den 19. August in feinem Mabst falenber rot^ anftreicfcen, denn die an diesem Tage vollzogenen drei Ersatzwahlen zur franzofischen Deput rtenkammer bedeuten in ihren Ergebnissen einen zweifellosen Triumph b-r kchon todtgeiagt-n boulangfft.fchen Sache. Boulanger hatte bet allen drei Wahlen eanhidirt und wurde er in den Departements Somme und Charente-Jnsörieur^im ersten Anläufe gewählt wahrend er sich im Norddepartement, wo infolge des Auftretens von sechs Candidaten eine große Stimmenzersplitterung erfolgte, einer Stichwahl unt-rziehen muß. Aber auch hier ist der Sieg des Ex-Generals schon jetzt so aut ota gewiß und mit Stolz präsentiren nunmehr die Boulangisten ihren Herrn uud TOriftJr ? p?rCier Departements" und diese Thatsache wird natürlich 6mSou- langerschwindel aus s neue in Flor bringen. Die Republikaner haben zwa7 nicht Un- ÄS bE.biE'en unerwarteten Erfolg des Zukunstsdietators dem Eintreten der Sa ■Soulonger aufs Kerbholz setzen, aber an seinem Triumph wird hicr- Ä Ministerium Floguet mag sich daher nur gehörig im Sattel festsetzen. Uebrigen-, war der Wahlkamps in allen drei Departements ein sehr firf, IRrtnInMnifto« ..«K V.UC...ru ., n ...... Z» zahlr-tcheN Orten geriethen I1* Antiboulangisten tüchtig in die Haare, so daß z. B. in^lmiens I Militär mit dem Bajonnet die Ruhe wieder Herstellen mußte. in S ,bcnl ^:Ä"b^itszustande des greisen Königs Wilhelm von Holland w aUef£b n a9cEC? ^bstellt. Seit einigen Tagen ist der König, welcher sich in seiner Sommerresidenz Schloß Loo befindet, von einem katarrhalischen Leiden ^.worden, infolge dessen er das Bett hüten muß. Bei den 71 Jahren, die der holländische Herrscher zahlt, ist jedenfalls dessen abermalige Erkrankung ernst genug 3 J>’e Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeua- die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschule und Reifezeugmffe für die Prima der Gymnasien und Realschule« L O^d-. sammtlich nach dem Schema 17 zur Ersab-Ord- «?Unmr(L^e-Ver Wehr-Ordnung vom 28. September 1875 — Reg -Bl. Nr. -o5 von 1875) ausgestellt sein muffen. der angeführten Ersatz-Oed. verwiesen. Großherzoglrche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. _____________Der Vorsitzende: Dr Seiler. die Wirkung gehabt, daß in Orten, die früher von Bränden sehr stark hetmaesucht waren, die Brandschäden sich auffallend vermindert haben, denn die „Herren Brandstifter" sind seitdem ihrer Sache nicht mehr so sicher wie vordem gewesen. Die erwähnte Einrichtung ist daher auch von den öffentlichen Soctetäten anderer Provinzen in Aus- stcht genommen, und es wäre dringend zu wünschen, daß die Privatgesellschaften diesem Beispiele folgen möchten. Einmal würde dies im öffentlichen Interesse des Feuerversicherungswesens, sodann aber auch im Interesse der Privatgesellschaften liegen. Geschieht dies nämlich nicht, so werden die öffentlichen Societäten die von ihnen eingeführte Reform sofort zu Ungunften ihrer Concurrenz ausbeuten und die Privatgesellschaften verdächtigen, daß diese zur Entdeckung und Verhütung von Brandstiftungen nichts thun. Potsdam, 20. August. Se. Majestät der Kaiser wohnte heute Nachmittag, von Sr. K. Hoheit dem Prinzen Friedrich Leopold und dem Prinzen Friedrich von Hohen- zollern begleitet, dem Adlerschießen der Offictere des 1. Garderegiments zu Fuß im Katharinenholze bet. Den ersten Preis erhielt Lieutenant Graf von Saurma-Jeltsch von der 4. Compagnie, den zweiten Preis erhielt Hauptmann von Reibnttz von der 8. Comvagnie. Frankfurt a. M», 20. August. Binnenschifffahrts-Congreß. An dem heute stattgehabten Festbanket nahmen auch der Vicepräsident des Staatsministertums, Staatsminister v. Bötticher, und der Oberpräsident Graf Eulenburg Theil. Staats- mtnister o. Bötticher brachte den Toast auf Se. Majestät den Kaiser, Oberpräsident Graf Eulenburg einen Toast auf die beim Congresse vertretenen Herrscher und Regierungen aus. Daran schlossen sich weitere Toaste auf den Congreß und dessen Ehrenpräsidenten, sowie auf die Vertteter der auswärtigen Regierungen. Amerika. Newyork, 20. August. Der Dampfer „Liberia", von Newyork nach Stettin in Fahrt, Hal bet Neu-Schottland Schiffbruch gelitten. Alle an Bord sind gerettet. Telegraphische pepeschen. Wolff'- telegr. Eorrespondenr - Bureau. Berlin, 21. August. Der „Nat.-Ztg." zufolge sandte der russische Kaiser dem Kaiser Wilhelm sein Bildntß mit einer eigenhändigen Widmung, worin er ihm das Bild als Andenken an die schönen Tage von Peterhof anzunehmen bat. Friedrichsruh, 21. August. Der italienische Ministerpräsident Crispi traf um 9 Uhr 15 Min. Abends mittelst Extrazugs über Büchen-Lüneburg hier ein. Er wurde von dem Reichskanzler und dessen Schwiegersohn, dem Grafen Rantzau, auf das Herzlichste empfangen. Fürst Bismarck geleitete Crispi am Arme in seinen bereitstehenden Wagen. Graf Rantzau bestieg mildem Gefolge Crtspi's ein zweites Gefährt. Paris, 21. August. Die Sitzungen der gestern zusammengetretenen General- räthe wurden heute eröffnet. Präsident Carnot empfing im Laufe des Vormittags eine Deputation der Generalräthe des Setne-Marne-Departemcnts, welche eine Ergebenheitsadresse überreichte. Carnot dankte für diesen Schritt, in welchem er einen energischen Protest gegen die Umtriebe sehe, die dahin gerichtet seien, das Land zu zersplittern, das doch so sehr der Ruhe und der Einigung bedürfe. Der Präsident versicherte gleichzeitig, die Regierung sei aber fest entschlossen, den gesetzlichen Institutionen des Landes Achtung zu verschaffen. Genf, 21. August. Um Mitternacht brach in der Sttaße hinter dem Bahnhofe eine Feuersbrunst aus, welche acht Wohnhäuser, sieben Magazine und viele Nebengebäude zerstörte. Der Schaden ist sehr erheblich. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Capstadt, 21. August. Der Volksraad des Oranje - Freistaates ist zu einer außerordernltchen Sitzung zusammengetreten. Der Regierungssecrelär Blignaki wurde zum interimistischen Präsidenten ernannt. Der Präsident des höchsten Gerichtshofes, Reitz, ist als Candidat für die Präsidentschaft aufgestellt worden. Lokales. Gießen, 22. August. Ueber die Beförderung von Postsendungen an Soldaten während der Herbstübungen theilen wir in Nachstehendem die allenthalben gegebenen Rathschläge mit: Das Postamt des Garnisonortes ist genau unterrichtet, an welchen Postorten die beiheiligten Truppentheile sämmtliche Postsendungen während der Zeit der Herbstübungen an den einzelnen Tagen in Empfang nehmen, ferner, welche Personen von den betreffenden Truppentheilen in der Garnison zurückbleiben und schließlich, welche Personen bei den Wachcommandos nach anderen Garnisonen commandirt find. Hieraus geht hervor, daß die Garnison-Postanstalt in der Lage ist, alle Postsendungen ohne jede Verzögerung an das Manöoerfeld nachzusenden. Es empfiehlt sich also, auf den Postsendungen an Soldaten, welche an den Herbstübungen betheiligt sind, nicht die in kürzerer Zeit wechselnden Marsch-Quartiere, sondern den Garnison-Ort der betreffenden Truppentheile als Bestimmungsort anzugeben. Auch ist empfehlenswerth, auf beregten Sendungen außer Charge, Familiennamen, Compagnie, Escadron, Batterie und Bataillon resp. Regiment noch den Vornamen (wenn nöthig auch die Bezeichnungen, ob z. B. Schulze I oder II), ferner auf der Rückseite der Briefe Name und Wohnort des Absenders anzuführen. Bemerkt sei noch, daß für die gegen ermäßigtes Porto beförderten Soldatenpackete ohne Werthangabe bei Nach- oder Rücksendung Porto nicht in Ansatz kommt. Die Abholung der Postsachen von den Postanstalten findet im Manöver so zeitig wie möglich statt, auch die Vertheilung an die Empfänger wird ohne Verzögerung vorgenommen. Die Nachsendung von Zeitungen rc. ist besonders von den betreffenden Personen schriftlich beim Garnison Postamte zu beantragen. Für diese Nachsendung ist eine geringe Gebühr zu entrichten. Gießen, 22. August. Denjenigen, welche die z. Z. in München stattfindenden großen Ausstellungen, die Kunstausstellung, die Kunstgewerbeausstellung und die Ausstellung von Maschinen für das Kleingewerbe besuchen wollen, diene zur Nachricht, daß am Samstag den 8. September d. I. wieder ein Sonderzug ab Ostbahnhof Frankfurt nach München befördert wird. Zu diesem Zuge werden Retourbillets mit 14tägiger Gültigkeit ausgegeben. Die Rückfahrt muß mit Ablauf des 21. September beendigt sein und es kann daher ein jeder Zug mit entsprechender Wagenclasse benutzt werden. Die Billetpretse sind um 50pCt. ermäßigt und betragen ab Frankfurt für 1. Classe 37,60 Jt, 2. Classe 26,30 «4L, 3. Classe 14 JL, ab Hanau für 1. Classe 35,90 JL, 2. Classe 25,20 JL, 3. Classe 13,40 JC Gießen, 22. August. Durch Comitobeschluß ist das für nächsten Sonntag pro- jektirte Sommerfest des hiesigen RadfahroereinS bis auf Weiteres verschoben. Die anhaltende ungünstige Witterung macht es unmöglich, die Fahrbahn in Stetn's Garten so herzustellen, daß dieselbe zu dem vorgesehenen Kunst- und Wettfahren benutzt werden kann. Gießen, 22. August. Vorgestern wurde ein Mann aus Gießen wegen Sittlichkeits-Vergehen verhaftet. — Gestern Abend fiel ein Kind in einem Hause der Schloßgasse von einem Treppengeländer, wodurch es erhebliche Verletzungen erhielt. Gießen, 22. August. Die heute Vormittag 10 Uhr eröffnete Ausstellung von Schülerinnenarbeiten des Alice-Frauen-Vereins im Schulhause am Asterweg, zu welcher heute und morgen, Vormittags von 10—12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, der Eintritt gestattet ist, zeigt wieder eine reiche Auswahl der verschiedenartigsten Frauenarbeiten auf dem Gebiete des Kleidermachens, der Stickerei, Strickerei, Wäfcheanfertigung, Wäschereparatur, sowie hübsche Leistungen im Zeichnen. Vermischtes. — Die nächste Generalversammlung des Vogelsberger Höhenclub findet am 27. August in Laubach statt. Mannheim, 20. August. (Streit mit lödtltchem Ausganges In dem benachbarten Orte Neckarau geriethen gestern anläßlich des Kirchweihfestes die etwa sechszehn- jährtgen Buchbinder Peter Schaaf, Fabrikarbeiter Muley und Taglöhner Peter Kohl wegen eines Mädchens in Streit, in dessen Verlauf Peter Kohl seinen beiden Gegnern tödtliche Stiche in die Brust beibrachte. Schaas und Muley brachen schon nach wenigen Minuten tobt zusammen. Jedoch auch Kohl hat lebensgefährliche Verletzungen von seinen beiden Gegnern erhalten und wird an seinem Aufkommen gezweifelt. Hamburg, 21. August. „Ein lust'ger Musikante spazierte einst — an der Elbe". So könnte man wohl singen, wenn man die folgende, von den Zeitungen gebrachte Nachricht lieft: Nachdem bereits vor einigen Tagen mitgetheilt worden, daß von Schiffern ein junges Krokodil, welches von einem in der Elbe liegenden Schiffe entschlüpft war, gefangen worden, werden neuerdings polizeilicherseits die Badenden gewarnt, indem 13 Stück l’/z Meter lange Krokodile von einem Schiffe in die Elbe gelangten. — Die Frechheit der Berliner Spitzbuben grenzt an's Unglaubliche. Zu btm in der Zionskirchstraße wohnenden Grünkramhändler K. kam am Freitag Vormittag ein Mann in der Mitte der zwanziger Jahre und fragte K., ob er nicht gesonnen fei sich sogleich durch eine kleine Fuhre zwei Mark zu verdienen; als der Händler dies bejahte, wurde er mit dem Fuhrwerk nach einem Nebenhause bestellt. Nachdem er dort etngetroffen, brachte der Besteller unter Mithilfe eines anderen Mannes neun Säcke aus dem Hause und lud dieselben auf den Wagen mit dem Auftrage an K., die Ladung nach der Gartenstraße zu fahren. Als K. vor dem betreffenden Hause eintraf, wurde er schon von den Beiden erwartet; diese trugen nun die Säcke bis auf einen in das Haus, während der Handelsmann K. bei seinem Gefährt Wache halten mußte und ließen sich dann nicht wieder sehen. Ein kleiner Knabe überbrachte dem wartenden K. einen Zettel, den er von einem Unbekannten an der Jnvalidenstraßen-Ecke zur Besorgung an K. erhalten hatte. Der Zettel enthielt die Worte: „Lieber Grünkramroland! fahre nu mann zuhause, den Saag möjen se vor de mühe behaldten. Die eckernen Brieder!" Beim Lesen dieser Zeilen überkam K. eine düstere Ahnung, er rannte in das Haus und wurde jetzt erst gewahr, daß dasselbe noch einen zweiten Ausgang nach der Bergstraße hat. In seiner Behausung eingetroffen, sah er, daß er um neun Sack Kartoffeln auS seiner Remise bestohlen worden; er selbst war also noch den Gaunern zum Tran-port des Gutes behilflich gewesen. Mörlenbach im Weschnitzthale, 20. August. Eine überaus heitere Episode aus dem Bauernleben erfreut gegenwärtig unsere ganze Umgegend. In einer Nachbargemeinde trauerte kürzlich die hübsche Kuh eines Landwirths und verschmähte jede Nahrung. Zärtlich besorgt um daS gefährdtte Leben des werthvollen Viehs, entschloß man sich endlich zur Consultation eines Thierarztes. Derselbe eilte pflichtgetreu und dienstbeflissen zu seinem Patienten, führte denselben zur genauen Untersuchung aus dem etwas düsteren Stalle in den Hofraum und band ihm hier den — Maulkorb ab, den das liebe Kühlein noch von der letzten Feldarbeit her trug. Der todtkranke Patient war nun furirt! — („Als Kinderwärterin nicht verläßlich.") Aus London wird über folgenden, auch für Deutschland lehrreichen Proceß berichtet: Vor 10 Tagen kam die Kinderwärterin des Kaufmanns Dovin mit ihrem Pflegling heim. Sie schob das Kind bei ihren Ausgängen stets in einem Handwägelchen vor sich her; als sie dasselbe auf den Arm nahm, fiel aus den Windeln ein nett zufammengefalteter Brief, der als Aufschrift die Worte „Für die Herrin" trug. Die romantisch angelegte, noch in jugendlichem Alter stehende Kinderwärterin componirte sich im Fluge, daß irgend wer in die schöne Frau vom Hause verliebt sei, ihr auf diese Weise ein Geständniß mache, und in ihrem Innern dachte sie, es geschehe dem Herrn, der ein solcher Grobian sei, schon recht» wenn sich die Frau einen Liebhaber nehme. Voll Diensteifer benützte sie die erste Gelegenheit, um Mrs. Dovin den Brief zuzustecken. Ueberrascht öffnete die junge Frau das Schreiben, der Inhalt war folgender: „Wissen Sie, zärtliche Mutter, auf welche Weise Ihr Kind außer dein Hause behütet wird? Ihre Kinderwärterin spaziert mit ihren Freundinnen umher, schiebt das Wägelchen einfach unter einen Baum, Baby aber kann sich todtschreien. Niemand kümmert sich darum. Zum Beweise, daß ich nur ein Menschenfreund und kein Verleumder bin, habe ich diese Epistel auf der Decke Ihres Kindes geschrieben, sie dann unter die Windeln versteckt, ohne daß mich Jemand gehindert. Wie aber, wenn ich ein Bösewicht gewesen, der Baby ein Leid zugefügt?" Mrs Dovin eilte, den Brief ihrem Gatten zu zeigen, dieser beruhigte sie und ersuchte sie, ihm das Weitere zu überlassen. An einem der nächsten Tage machte die Kinderfrau wie gewöhnlich ihre Promenade mit dem Kleinen, in der Dämmerung kehrte sie heim, bald darauf ertönte im Flur ein markerschütternder Schrei. Mrs. Dovin und ihr Gatte, sowie die Dienerschaft eilten hinab, sie fanden die Kinderfrau an allen Gliedern zitternd, 'bleich vor Entsetzen, in ihren Händen hielt sie eine große Puppe, gekleidet in Babys Wäsche und Deckchen. Schluchzend sank sie zu Füßen der Herrschaft, der Herr ergriff sie am Arme und geleitete sie in's Zimmer. Zu ihrer unbeschreiblichen Freude fand sie Baby ruhig schlummernd im Ruhebett liegend. Von fürchterlicher Angst erlöst, jubelte sie hoch auf, doch alsbald wurde die reine Seligkeit dadurch getrübt, daß sie ein Constabler auf die Polizei brachte. Bei der gegen die Kindeswärterin stattgehabten Verhandlung erzählt Mr. Dovin mit bebender Stimme dem Richter, daß er vollkommen Zeit gefunden, einen Kleiderwechsel zwischen seinem Kinde und der mitgebrachten Puppe vorzunehmen, ohne daß sich die Wärterin auch nur nach ihrem Pflegling umgewendet. Er sagt: „Böse Menschen und Thiere hätten mein Kind anfallen können und Niemand wäre zu seinem Schutze bereit gewesen. Ich verlange die strengste Bestrafung dieses Weibes." Die Kinderfrau, eine hübsche Person- Namens Ann Dyle, weiß nicht das Geringste zu ihrer Entschuldigung vorzubringen, sie muß anerkennen, daß sie für geringe Mühe guten Lohn und gute Verpflegung hatte, nur bitte sie, den Schreck zu bedenken, als sie die Puppe sah, dies sei schon genügende Strafe gewesen. In Erwägung des fürchterlichen Schmerzes, den ihre Leichtfertigkeit hätte den liebenden Eltern verursachen können, verurtbeilt der Richter Ann Dyle zu 4 Monaten Zwangsarbeit und nebenbei wird auf Befehl in ihr Dienstbuch die Bemerkung eingetragen: „Als Kinderwärterin nicht verläßlich." — (Aeußerster Neid.) Drei in stetem Hader lebende neidische und zanksüchtige Brüder befinden sich gelegentlich eines Leichenbegängnisses am Friedhof. „Hort, es wäre doch schon, wenn wir auch so eine Erbgruft hätten", bemerkte einer der drei, der bescheidenste und gefügigste. — „Ja Kuchen", entgegnete rasch der andere höhnisch, „damit Du Dich wieder zuerst hineinlegen könntest." Literarisches. — In der Bibliothek der GeVarnrntliteratur (Verlag von Otto Hendel in Halle a. d. S.) erschienen soeben: Nr. 231. Engel, Herr Lorenz Stark, geh. 25 J/, in eleg. Ganzleinenband 50 in Prachtband mit Goldschnitt 1,20 JL Nr. 232. Shakespeare, Wintermärchen, geh. 25 eleg. geb. 50 H. Nr. 233. Bürger, Münchhausen, geh. 25 eleg. geb. 50 Nr. 234. Weber's Demokritos, 6. Bdchn., geh. 25 eleg. geb. 50 Nr. 235. Zschokke, Der tobte Gast, geh. 25 eleg. geb. 50 H. Nr. 236. Zschokke, Das blaue Wunder. — Die weibl. Stufenjahre, geh. 25 -3), eleg. geb. 50 Nr. 237. Zschokke, Die Verklärungen, geh. 25 eleg. geb. 50 H. Nr. 238. Weber's Demokritos, 7. Bdchn., geh. 25 H, eleg. geb. 50 Nr. 239, Herder, Ursprung der Sprache, geh. 25 eleg. geb. 50 H. Nr. 240. Goethe, Die Mitschuldigen, geh. 25 eleg. geb. 50 — Der Druck ist, wie bei den früher erschienenen Bänden deutlich und groß, das Papier gut geglättet und stark, der Preis im Verhältniß zur guten Ausstattung ein erstaunlich geringer. Jeder einzeln käufliche Band ist mit Einleitung und Titelbild versehen. Vollständiges Verzeichniß sendet die Verlagsbuchhandlung gratis und franco. Handel und Verkehr. — Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat für die RückfahrtS- karten auf Entfernungen bis 100 Km. die Vergünstigung zugestanden, dos; die Giltig- keitsdauer derselben, die zur Zeit zwei Tage beträgt, auf drei Tage erhöht werde unb daß die Abstempelung der dreitägigen Rückfahrtskarten vor der Rückreise unterbleiben solle. Die am Tage vor dem ersten Weihnachts-, Oster- oder Pfingstfeiertage gelosten Rückfahrtskarten würden somit eine viertägige Giltigkeitsdauer erhalten. — Die Zöglinge der deutschen Cadettenanftalten für Heer und Marine dürfen von jetzt ab"auf sämmtlichen deutschen Bahnen gegen Militärbillete ohne Zuschlag auch die Schnellzüge mit 3. Classe benutzen. — Bei Ausgabe von Bienenfendungen mit Güterzügen ist eS n Zukunft gestattet, je einen Begleiter mitzugeben, welcher auf ein Fahrbillet 3. Classe im Packwagen fahren darf. • Landwirthschaftliches. — [3ebn Regeln des Baumschnitts.] Die „Pr. Obstztg." gibt folgende sehr beachtenswerthe zehn Regeln des Baumschnittes: 1. Die kräftige Gesundheit eines Baumes hängt größtentheils von der gleichen Vertheilung des L-astes an alle seine Aeste ab. 2. Die Lebensdauer und die kräftige Gesundheit eines Baumes hängen größtentheils von dem beständigen Gleichgewicht zwischen seinen Aesten und Wurzeln ab. 3. Der Saft strebt immer so senkrecht rote möglich, von den Wurzeln in die Aeste aufzusteigen, ist daher in den aufrechten Aesten im Ueberfluß vorhanden, zum Nacktheil der anderen. 4. Der Saft entwickelt auf einem kurz gescknittenen Aste viel kräftiger wachsende Triebe als auf einem lang- geschnittenen. 5. Der L>aft strebt immer, dem Ende der Aeste zuzufließen und entwickelt daher das am Ende stehende Auge kräftiger als die seitlichen. 6. Wenn man einen Ast ganz unterdrückt, so kommt der Saft den benachbarten Aesten und Zweigen zu gute. 7. Die Aeste, in welche viel Saft zuflteßt, erzeugen viel Holz und wenig Früchte, diejenigen im Gegentheil, in Die er sich nicht in großem Ueberfluß ergibt, erzeugen viele Früchte und wenig Holz. 8. Je mehr der Saft in seiner Eirculation Hindernisse findet, desto mehr bringt er Fruchtzweige und Fruchtknospen hervor. 9. Jeder seiner Triebe beraubte oder abgekniffene Ast bringt durch den Ueberfluß von Saft, welcher keinen Ausgang in der Entwickelung des Holzes findet, eine große Menge von Fruchtzwetgen und Fruchtknospen hervor. 10. Je mehr man einen Baum^ nothigt, Frucht zu tragen, desto mehr erschöpft man ihn; je mehr man ihn im Holz erhält, desto mehr nehmen seine Kräfte zu. ' Jeder Landwirth sollte sich diese zehn Regeln des Baumschnitts als „goldene Regeln" fest einprägen. Er wird den Nutzen davon alsbald sehen. — sFast vertrocknete Bäume zu retten.] Bei der Versendung von Bäumen geschieht es öfter, daß, aller angewandten Vorsicht ungeachtet, bei dem Anlangen der Bäume an ihrem Bestimmungsorte sie doch gänzlich vertrocknet scheinen. Dies rührt meistens vom Durchzug trockener Winde durch die Baumpackete her. Diese Bäume, . so wie sie nun sind, gleich in die Erde zu stellen, wäre ihr Untergang. Man lege 1 vielmehr die Bäume in einen anderthalb Fuß tiefen Graben, den man in recht frische I Erde gemacht hat, überschütte sie einen halben Fuß hock mit lockerer Erde und über- I gieße dieselbe, im Falle sie trocken sein sollte. So läßt man sie einige Tage liegen. > Ist noch irgend Kraft in den Fibern der Saftröhren der Rinde vorhanden, so wird diese Behandlungsart die Bäume gewiß retten. Bekommt die Rinde ihr glattes Ansehen wieder, so nimmt man die Bäume aus der Erde heraus und verpflanzt sie sogleich an den Ort ihrer Bestimmung. Am besten geschieht dies bei feuchter Witterung und milder Luft. Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen. 33. Woche. Vom 12. August bis 18. August 1888. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 30,1 %o. Kinder Es starben an: Lungenschwindsucht Zusammen: 2 Erwachsene: 2 im 1. Lebensjahr: 2 vom .-15. Jahr r Lungenentzündung 1 1 — Brustfellentzündung 1 1 — — Luftansammlung im Pleurasacke 1 (1) 1 (1) — — Gehirnentzündung 1 1 — — Schlagfluß des Gehirns 1 1 — — Bauchfellentzündung 1 (1) 1 (1) — — Diphtherie 1 (1) — 1 (1) Verunglückung 1 (1) 1 (1) — Altersschwäche 1 1 — — Summa: 11 (4) 9 (3) 1 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft 131/2, Wasser 12V2 Gr. Gießen, den 22. August 1888. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Schrcinerarbeit. Die Lieferung von 12 Abdampf- fchränken für das neue hiesige chemische Laboratorium, veranschlagt im Ganzen zu 1428 «X, soll in zwei, eventuell drei Loosen auf dem Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. Pläne und Probe-Abdampfschrank, Voranschlag und Bedingungen können aus unserem Bureau eingesehen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Mittwoch, d.2S.ArrgustL888, Vormittags 11 Uhr, portofrei an uns einzureichen, um welche Zeit auch die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Interessenten stattfindet. Gießen, den 22. August 1888. Großh. Kreisbauamt Gießen. I. V.: 6727 Schnitzel, Kreisbaumeister. Iagiwerpachtung. Dienstag, den 28. August d. I., Vormittags 10 Uhr, soll die Jagd der hiesigen Gemarkung auf der Rathhausstube Hierselbst auf 6 Jahre verpachtet werden. Waldgirmes, den 18. August 1888. Bernhardt, 6723_____________Bürgermeister. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden bei Ausführung einer Kirchenheizung in Lang-Gon- vorkommenden Arbeiten sollen im Sub- misstonswege vergeben werden: veranschlagt zu Maurerarbeiten «X 160.17 Eisenwerk (Gußplatten rc) „ 89 96 Ofenlieserung „ 297.— Schmiedearbeit „ 19.20 Schlofferarbeit ,, 52.20 Dachdeckerarbeit „ 18.90 Weißbinderarbeit „ 7.80 Schreinerarbeit „ 33.50 Summa «X 678.73 Kostenvoranschlag sammt Bedingungen sind aus Großh. Bürgermeisterei Lang'Göns einzusehen, wohin auch die Offerten bis zum 27. dS. MtS., Mittags 12 Uhr, einzusenden sind. Gießen, 21. August 1888. 6725 Rohrer. Bukskios von v*L 3.— per Meter bis zu den feinsten Qualitäten, Kammgarne u. Paletot- < stoffe in sehr reichhaltiger Auswahl em- | ^fehlen [6735] Gebt. Stamm. I Den Empfang meiner neuen Herbstkleiderstoffe 'n-aet^en, ■Q%az/en. z- und ^?ez-mä/ilun(^t>- (^net^en wjedez W**’ und (5lusö\ sowie c/ie c/az,u mtl wncZ ofine ^Tt&Mopiarnrns in reichster Auswahl zeige hiermit ergebenst an. S- Weimersheim Macht. 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August 1888. Rohrer, 6726 Bezirks-Bauaufseher. Ieilgeöolmes. Wichtig für Hsusfrsuen. Die Holländische Kaffee-Brennerei H. Disque & Co., Mannheim empfiehlt ihre unter der Marke Elephanten-Kaffre wegen ihrer Güte und Billigkeit so berühmten und nach Dr. von Llebig’s Vorsckrift gebrannte hochfeine Qualität Kaffee's: f. Aava-Mischung per i/2 Ko. JL 1.20 f. Westindisch , „ , „ „ 1.40 f. Menado , „ „ „ „ 1.60 f. Bourbon r „ 1.80 extraf. Mocca , „ „ „ „ 2.— Durch vorzügliche neue Breunmethode kräftiges feines Aroma. Große Erfparntß. Nur ächt in Packeten mit Schutzmarke „Elephanl" versehen von 1, Vs u. V« Pfund. Niederlagen in: Gießen bei: Gerh. »ötz, I. Netter, Chr. Ludw. Thomas, August Noll. Sich bei: I. Häuser. [5874 Laut ärztlicher Untersuchung allen Dcsinfections-Mitteln überlegen, dabei ungiftig, billig. Reinigt die Luft und vernichtet unfehlbar alle Ansteckungsatoffe und Ungeziefer. Für den täglichen Gebrauch in jedem Hause und jedem Stalle. Flacons 20 u. 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Von 11 Uhr ab: General-Versammlung ebendaselbst. Tagesordnung: A. Statutarische Gegenstände. B. Vom Central-Ausschuß und den Sectionen gestellte Anträge. ,V- S*r2Ar: ^einschastliches Mittagessen im Gasthaus „Zur Traube" v M T-)• ®ebetf mit 1 Schoppen Wein 3 VI Nnn 5 Uhr V®“"9 b?" Ramsberg und durch den Schloßgarten, Pnni^rt rr e°"cert m d°r Gartenhalle von Kircher (Kegelbahn). Montaa inlÄ*f^on am 26’ -intreffende oder über Section Laudas bleibende Therlnehmer besorgt gerne der Vorstand der Herren sn^^”9 ber- Froste" haben sämmtliche lheilnehmenden j nfbn31 s bi”"9 e,tneS F-stabzeichöns 50 zu entrichten, einerlei , bkCr n^r el”enl Th-il der Veranstaltung theilnehmen. Grimbergs ® ®,eB6n 6 U^r 40 Mm. Vormittags bis Station 3.' Sortim'"sehneidig t 1 X } ^timerd Comtesee ä 15,00. A 1 eiaig a 1U’°° 4- Sortim. Vielliebchen ä Jl. 5,00. Alex Scholze, Hoflieferant Sr. Majestät des Kaisers und Königs, «... i Berlin Mohrenstrasse 61 Mit ihrer ständigen Kundschaft beehren mich gütigst: P,iL?dUrchlThl F,ürrstin Bismarck, Ihre Erlaucht Gräfin Rantzau Palastdame Ihrer Maj. der Kaiserin Augusta Gräfin A v Hacke’ Director der Kgl. Schauspiele a. D. v. Strantz, überhaupt‘dk Sp’itzen der vornehmen Welt Deutschlands. r6719 Eine Empfehlung meiner Waaren dürfte hiernach überflüssig erscheinen. «oursbericht der Iratiltfurlcr VSrfk. R-lchsbank-Disconto 3% 21. August MN«. FranksBank-Disrnnfn 87o IWo Franks. Landwsch. Credttbk.- Obltg. 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. iW/o do. 5% Buderus Oblig. Aermietyungen. 6722] Kanzleiberg 9 sind 2 ineinander- aebenbe Parterre Zimmer nebst Küche mit Wasserleitung zu vermiethen. Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblig. 4% unif. Egypter Oblig. ~ ®rUd U"b «-^gHrahl'schcn Druckerei Gr.H^^ch) ------------ Die heutige Nummer enthält 2 Blätter. 7630J, Kleines Logis an ruhige Leute zu vermiethen. 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Wiederbrtnger erhält Belohnung. _______________ Nordanlage 33 II. 6734 Ein Mädchen sucht Stelle für Haus- und Küchenarbeit i. e. kl. Haushalt. Näheres Neuen-Bäue 17 b. Hrn. I»—«»f. Schuhmachers gute Arbeiter, gesucht. Näh, i. d. Exp. d. M. Wieder Verkäufer für Kautschuckstempel sucht ar* a. erste u. ält. Stempelfabr. v. — 33S5"* Bernhard Koehler, Berlin S 6720 "=s^ MMd Unserem Freund Peter 8181 5r; ♦ t ♦ • r die herzlichsten s8BS Glückwünsche zu seinem heutigen Wiegenfeste. 9121 Der runde Tisch. Wir bitten die geehrten Leser dieser Zeitung, 1 untenstehende Anzeige des Herrn I R J. Suter, Berlin, g nau durchzu- ■ lesen, da dieselbe von grösster Wichtigkeit ist. 4970 Neueste Erfindung! Wichtig für Jedermann! Der am weiten beste u. billigste Fussbodenanstrich ist Suter’s goldbraune Fussbodenglasurlackfarbe, trocknet in 4—5 Stund, hart u. glänzend macht d Ueberlackirdn überflüssig. Das unangenehme Kleben ist vollst, ausgeschlossen. Nasse Witterung hat keinen Einfluss auf m. Farbe. 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