AE» Zweites Blatt. Donnerstag den 23. Februar 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vnrearrr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. rHS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Iheil. Betreffend: Aenderungen der Wehrpflicht. Gießen, am 16. Februar 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgerm-tster-i-n des »teilt». Wir beauftragen Sie nachstehende Bekanntmachung des Landwehr.Bezirks-Kommando's Gießen alsbald auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß -ringen zu lasten. Dr. Boekmann. Bekanntmachung über das Gesetz, betrcffcnd Acnderunge» der Wehrpflicht. Vom II. Februar 1888. Deutschland Am Samstag stand der Kaiser bei Tische auf und brachte das Hoch auf den Czaren aus, indem er Alexander I gedachte, dessen Gunst er das Regiment zu verdanken habe und dann nacheinander die Kaiser Nikolaus, Alexander II und den jetzigen Czaren erwähnte, mit denen ihn stets die innigste Freundschaft verbunden habe. Er zollte dabei auch besondere Worte der Anerkennung der Es lautet; 8 i. Die Landwehr wird in zwei Aufgebote eingetheilt. 8 2. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr ersten Aufgebots rst von -fünfjähriger Dauer. Der Eintritt in die Landwehr ersten Aufgebots erfolgt nach abgelersteter Dienstpflicht im stehenden Heere ..... 8 Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr zweiten Aufgebots dauert bis zum 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. , Der Eintritt in die Landwehr zweiten Aufgebots erfolgt: a. nach abgeleisteter Dienstpflicht in der Landwehr ersten Aufgebots; b. für Ersatz-Reservisten, welche geübt haben, nach abgeleisteter Ersatz- Reservepflicht ...... Die der Ersatz-Reserve überwiesenen Personen gehören zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes und sind allen für die letzteren — insbesondere den für Reserve- und Landwehr — gültigen Bestimmungen unterworfen, insoweit nicht besondere 'Festsetzungen getroffen sind. Die bisherige Einteilung in Ersatz-Reserve erster und zweiter Klaffe wird auf geh ob en. Sämmtliche bisher der zweiten Klaffe zu überweisenden Mannschaften sind fortan dem ersten Aufgebot des Landsturms zuzutheilen. Hierzu bemerkt das Bezirks-Kommando: 1) Die im Jahr 1850 und später geborenen Personen — Unter- officiere, Mannschaften und untere Militärbeamten — welche nach abgeleisteter gesetzlicher Dienstpflicht im stehenden Heere und in der Landwehr (Flotte und Seewehr) beziehungsweise als geübte Ersatz- Reservisten nach Ablauf der Ersatz-Reserve-Pflicht bereits zum Landstürme enttaffen waren, werden hierdurch angewiesen, sich bis spätestens zum 13. März 1888 unter Vorlage ihrer Militärpapiere (Paß und Führungs-Attest) bei dem zuständigen Bezirksfeldwebel behufs erneuter Ausnahme in die Controls anzumelden. Für diejenigen Personen, welche sich außerhalb Deutschlands beziehungsweise aus Seereisen befinden, wird die Meldefrist bis zum 30. September 1888, beziehungsweise wenn dieselben vor diesem Zeitpunkte nach Deutschland zurückkehren oder bei einem Seemannsamt des Inlandes abgemustert werden, bis 14 Tage nach erfolgter Rückkehr beziehungsweise Abmusterung verlängert. Im Unterlassungsfälle kommen die Strafbestimmungen des §. 67 des Reichs-Militair-Gesetzes zur Anwendung. Diejenigen zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes bereits dem Landsturm angehörigen Personen, welche nicht unter vorstehende Bestimmungen fallen, treten je nach ihrem Lebens- alter zum Landsturm ersten beziehungsweise zweiten Aufgebots über. Auf Offiziere, Sanitätsoffiziere und obere Mili- tairbeamten finden vorstehende Bestimmungen gleiche Anwendung; die bezüglichen Meldungen sind jedoch beim Bezirks-Commando direct anzubringen. 2) Alle gegenwärtig der Reserve und Landwehr angehörigen, sowie alle zur Disposition der Truppentheile undder Ersatz.Behörden entlassenen Mannschaften haben ihren Militair-Paß gelegentlich, jedoch spätestens biözum!3. Märzl888 an den zuständigen Bezirksseldwebel zwecks Einheftens der neuen Bestimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes persönlich abzugeben oder durch die Post zuzusenden. 3) Die Ersatz-Reservisten ersterClasse gehören fortan zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes. Dieselben werden hierdurch angewiesen, chren Ersatz-Reserve-Paß beziehungsweise Ersatz-Reserve-Schein dem zuständigen Bezirksfeldwebel gelegentlich, spätestens bis zum 13. März 1888 abzuliefern ; für die abgegebenen Pässe beziehungsweise Scheine werden den Ersatz-Reservisten andere Militairpapiere (Ersatz-Reserve-Päffe) spätestens bis zur Frühjahrs-Controlversammlung dieses Jahres ein- gehändigt werden. Es wird schon jetzt ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Ersatz-Reservisten als Mannschaften des Beurlaubtenstandes fortan der Frühjahrs-Controlversammlung jeden Jahres beizuwohnen haben werden. Die bisher der Seewehr zweiter Klasse angehörigen Mannschaften gehören fortan der Marine-Erl atz-Reserve an und unterliegen dieselben den vorstehenden Bestimmungen. 4) Sämmtliche Mannschaften des Beurlaubtenstandes haben sich baldigst mit den „neuen Bestimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes" genau bekannt zu machen, damit Zuwiderhandlungen gegen dieselben thunlichst vermieden werden. 5) Angehörige der Ersatz-Reserve zweiter Klasse find nunmehr Angehörige »des Landsturmes ersten Aufgebots und dienen die diesen Mannschaften seiner Zeit ertheilten Ersatz-Reserve-Scheine zweiter Claffe denselben als Ausweis ihrer Zugehörigkeit zum Land- 6) Auf Landsturmpflichtige finden bereits im Frieden nachstehende Bestimmungen Anwendung: a. Landsturmpflichttge, welche durch Consulats-Atteste nachweisen, daß sie in einem außereuropäischen Lande eine chren Unterhalt sichernde Stellung als Kaufmann, Gewerbetreibender u. s. w. erworben haben, können für die Dauer chres Aufenthalts außerhalb Europas von der Befolgung des Aufrufs entbunden werden. Bezügliche Gesuche sind an den Civil-Vorsitzenden derjenigen Ersatz-Commission zu richten, in deren Bezirk die Gesuchsteller nach abgeleisteter Dienstpflicht im Heere oder in der Füllte zum Landsturm entlassen beziehungsweise von vornherein (bisher der Ersatz-Reserve zweiter Claffe) dem Landsturm überwiesen sind, b. Der Uebertritt aus dem Landsturm ersten Aufgebots in den des zweiten Aufgebots erfolgt mit dem 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Die Landsturmpflicht im zwetten Aufgebot erlischt mit dem vollendeten 45. Lebensjahre, ohne daß es dazu einer besonderen Verfügung bedarf. 7) Es wird nochmals ausdrücklich hervorgehoben, daß vorstehende Bestimmungen auf die Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Marine und Seewehr zweiter Classe gleiche Anwendung finden. Casp ary, Oberstlieutenant und Commandeur des Landwehr-Bataillons-Bezirks Gießen. Berlin, 20. Februar. Kaiser Wilhelm hat sich letzter Zeit eines vor- züglichen Befindens erfreut und auch der Kaiserin Augusta geht es im Gunzen Raifer« wie der Kaiserin bei dem Festeffen zu Ehren des Kaluga «Regiment«. I Bewegung. Der russische Botschafter Gras Schuwalow bankte hieraus mit Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto- 23 Loefluiids Älgiaer-RaMiicii vol,t"r" -Loenunds Kindermilch hptlftti 1 [A<* ßniirtftnfln ^$.1. 3n aOttt'Stbothelett“"0, besonders bei gestörter Verdauung. Per Büchse !mL20. 3ti rtpotsteteu, en gros von Ed. Loeflund in Stuttgart. 279 — ®te Nachricht, der Director des Ministeriums des Innern, Geheime- rath v. Zastrow, solle vortragender Rath beim Prinzen Wilhelm w-roen, ebenso wie es Geheimerath Professor Dr. Max Dunker beim 27jährigen Kronprinzen geworden war, entbehrt nach zuverlässigller Erkundigung oer Begründung. Schweiz. Bern, 19. Februar. Aus bester Quells wird dis Nachricht französtscher Bmiter, Dsutschlano habe der Schweiz einen Vertrag zur Verlheidiguna ihrer Neutralität angeboten, für vollständig unbegründet erklärt. U V Kraniircich. Vati«, 18. Februar. Die „Räpublique Fran Literarische-. — Der Bier-CommerS in nichtstudentischen Kreisen. Rmeiter Herausgegeben von der Redaction der „Fidelitas", elegant aed 1 20 vmmhm-n* Verlag von G. Kramer. Während der vor etwa Satre^rUt i^bemfeiben SBerlaa; wabl^beliebter Ti?Ä eine Anleitung rur Abhaltung eines Commerses, sowie eine Aus- e^rlnf *eJjer pachte, bietet dieser zweite Theil eine größere Anrabl Reden Intermezzi, Gcsangsscherze und Spiele für fröhliche Trinkgesellschaften, überhaupt für jeden geselligen Kreis, wo man poculiren und better N^,will. Unseres Wissens gibt es in der humoristischen Bterltteratur kein zweites C em?rt un^ F^nnde einer lustigen Unterhaltung werden das vorliegende UM o m r willkommen heißen, als die Gesangsscherze zumeist mit Noten verschen sind und der Verleger für eine opulente Ausstattung Sorge gettagen hat. 10 ' großer Wärme, indem er seine Berechtigung daraus herlsitete, daß er, abgesehen von seiner Botschafter-Eigenschaft, nach dem Kaiser und dem gleichzeitig anwesenden Feldmarschall Grafen Moltke dec älteste russisch- General an der Tafel- runde sei. , Die Abordnung des Kaluga-Regiments hatte übrigens am Tage vorher Gelegenheit, Zeuge zu sein der einzig in der Welt dastehenden großartigen Huldigung, die jetzt alltäglich und mit Rücksicht auf die jetzigen traurigen Zettumständs mit besonderer Wärme von der Berliner Bevölkerung dem Kaiser bereitet wird. Gerade als die rujsiichen Officiere sich dem Kaiser meldeten ertönten die Marschklänge der vorüberziehendcn Schloßwache. Der Kaiser unterbrach' den Empfang mit dem Bemerken, er könne die Berliner nicht warten lassen, und trat an's Fenster, von brausenden Hochrufen empfangen, die noch voller uno lebendiger wurden, als das Publikum der am andern Fenster erscheinenden russischen Officiere ansichtig wurde. Noch gewaltiger und erhebender war aber die gestrige sonntägliche Huldigung. Die Prinzessin Wilhelm war eben mit ihren vier Knaben beim Kaiser, als die Schloßwache vorbeizoq- schleunigst eilten die drei ältesten, prächtig sich entwickelnden jungen Prinzen an's Fenster, von dem der Fenstervorfatz entfeint wurde, und hinter fie trat der Kaiser an'« Fenster, die Hand aus den kleinsten legend, während der älteste militärisch grüßte. Bald darauf ließ sich auch die Kaiserin auf ihrem Fahrstuhl an's Fenster rollen und im Hivtergrm.de stand die Prinzessin Wilhelm, den jüngsten Knaben auf dem Arm haltend. Man kann sich den Jubel der Bevölkerung ob diese« anmuthigen Bildes des Hohenzollernhaufes denken. Imm-r - wieder stiegen brausende Hochrufe zum Himmel empor, während 1 Äaifer Wilhelm aufs Freundlichste durch Winken mit der Hand und Verbeu- 1 gungen dankte. i Univerfktäts-Chrouik. Lehmann, Prjoatdocent für deutsches Privatrecht an der Berliner 'Änwkb.°°n bet 1Udf“toen 5acul,ät -u Rostock erhalten, dem er J KßmillOVlOh’C! Bouillon ist eingedickter reiner „ UVllllllvi IvU Fleischsaft ohne Zusatz von billigen Suppen- A kräutern. Bequem.Gebrauch, fein. Geschmack. to Allgemeiner Anzeiger I empfiehlt sich im Einrahmen von Bildern und Spiegeln in allen denkbaren i Rahmen. 477 S. Elsoffer. 1444 Fast neue Regale, Theken, «affeebrenner, Petroleummeffer, Waagen, Gewichte rc. re. werden billiast .abgegeben. 01 Soeben traf ein ^ch^anzlers Fürsten Bismarck. am! ‘ ^ograph. Bericht über die Reichstagsverhandluna am 6. Febr. 1888. Als Anhang den Text, des deutsch - osterr. Vertrags enthaltend.) Preis r 50 Pfg^ Ludwig Schmitt, Glaser, Kanzleiberg 7, Gleichzeitig empfehlen wir das vorzügliche, neue Portrait Bismarckkopf Profil ______ in Lichtdruck. Folio. Nach Lenbach. ------ Das Original im Besitz der Tochter des Fürsten. ------ Preis r Mk. 2. ----- 1276 J- JRicker'sche Bnchliandlnng, Giessen. 1253] 1 guter Sprungherb, 1 rothe und 1 grüne Plüschgarnitur, fast neu, wWugshalber zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Cokes. Gegenwärtiger Preis in dem Gaswerk: Stückcokes......... Wf — qß hr Kh- Nußcokes, für Stubcnheizung. zerkleinert „ ' 1‘— „ „ " güt Wagenladungen von nündestens 35 6tr„ auf einmal betonen roel^e ledoch einige Tage vor Bedarf zu bestellen find — tritt eine Preis« ermäßigung von 5 Pfg. pr. Str. ein. 451615 < , gr?6t, Transport an das Haus erfolgt von dem Gaswerk au« » nu”be^nä 5 Crntncrit und werden für denselben isya&Ä6 - **”1 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Neuheiten in Damenkleiderstosfen sowie die bekannten Qualitäten schwarzen Cachemires sind emgetroffen und empfehlen billigst 1291 -----Gebr. Flamin» Die Lieferung der für die unterzeichnete Anstalt im ! Etatsjahre 1888/89 erforderlichen « Fleisch-, Back- und Specereiwaaren, der Milch, des Holzes und der Steinkohlen soll im Submissionswege vergeben werden. Offerten sind bis zum 3 März 1. I. bei der unterzeichneten Direction einzureichen. Gießen, am 18. Februar 1888. Großh. Direction der Entbindungs- 1474 Anstalt. Holzversteigerung. Freitag, den 24 d. M, des Vormittags von 9 Uhr an. soll in dem Reiskircher Gemeindewald, Distr. Wilshäuserwald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: 4 Eichen-Stämme, 2,48 Festmeter enthaltend, 157 Nadel-Baustämme (größtentheils Fichten), von 15 bis 36 Centm. mittlerer Durchmesser und bis zu 20 Meter Länge, 74,86 Festmeter enthaltend, 495 Nadel-Derbholzstangen, größtentheils zu Dachsparren rc. geeignet, 34,12 Festmeter, 15 Nadel-Knüppel (Rmtr.), 1500 Wellen Nadel-Reisholz, 16 Rmtr. Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist am Eingang des Waldes am Wege nach Bersrod. Reiskirchen, am 20. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. 1485 Holzversteigerung. Freitag, den 24. ds. MtS, Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Allertshäuser Gemeindewald, District Langenbruch und Buchkops nachverzeichnete Holzsortimcnte versteigert werden, als: 79 Stämme Eichen - Bauholz mit 65,96 Festm., 38 Stämme Nadel - Bauholz mit 10,04 Festm-, 500 Stück Nadel - Derbstangen mit 33,54 Festm-, 210 Stück Nadel - Reisstangen mit 3,75 Festm., 10 Rm. Eichen-Scheitholz, 9 „ „ u. Nadel-Knüppel, 1425 Wellen Buchen- u. Eichen-Reiser, 24 Rm. Buchen-Stöcke: Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz zuerst zur Versteigerung kommt. Die Zusainmenkunst ist im District Langenbruch bei Holz Nr. 1. Allertshausen, am 20. Febr. 1888. Gr. Bürgermeisterei Allertshausen. Hillgärtner. 1480 Ileilgeöotenes. Gem. Marmelade, Fst. Zwetfchenhonig, la. Mpfclgelss u. Apfsl- kraut empfiehlt billigst Ohr» Ludw. Thomas^ 1052 10 Neuen Bäue 10. Carl Bieler Kaffee-Lager €iieewen, Kreueplatz 6. X Steinkohle« Briquets X - welche ganz rein aufbrennen und für jede Feuerung sich eignen, empfiehlt 1093 Gr. Unverzagt, Kohlenhandlung, Kaplansgaffe 5» Bekanntmachung. Nachdem Seitens der Stadtverordneten-Versammlung an Stelle der seitherigen Spritzenmeister die Annahme von Bedienungsmannschaft in der Anzahl von acht Personen für die beiden städtischen Spritzen beschlossen worden ist, werden Meldungen zu dieser Dienstleistung bei der unterzeichneten Behörde entgegen genommen. Gießen, den 17. Februar 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________A. Bramm. _____________1378 Aufforderung. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche in der Lage und bereit sind, vorübergehend einzuquartierende Mannschaften in Quartier zu nehmen, werden ersucht dies der unterzeichneten Behörde mit Angabe der Anzahl dec einquartierbaren Mannschaft und des geforderten Preises mit und ohne Verköstigung dahier anzuzeigen. Gießen, am 17. Februar 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1379___________________A. Bramm. _____________________ Holzversteigerung. Mittwoch den 29. Februar, Donnerstag den 1. und Freitag den 2. März d. I. sollen in dem Stadtwald zu Hungen, District Galgenwald, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 1) Bau- und Nutzholz: 150 Eichenstämme von 21—52 cm Durchmesser und 2—15 m Länge, 525 Nadelstämme von 15—40 cm Durchmesser und 5—20 m Länge, 23 Birkenstämme von 15—42 cm Durchmesser und 3—11 m Länge, 90 Nadelderbstangen von 8—13 cm Durchmesser und 3—15 m Länge. 2) Brennholz: 260 Raummeter Buchen-Scheiter, 180 Raummeter Eichen-Reisig, 276 n Buchen-Knüppel, 336 // Nadel-Reisig, 12 Birken-Knüppel, 27 H Buchen-Stöcke, 80 N Eichen-Knuppel, 68 ff Eichen-Stöcke, 170 u Buchen-Reisig, 74 ff Nadel-Stöcke. Bemerkt wird, daß sich unter den Eichenstämmen 30—40 Festmeter zu Schwellenholz und unter den Nadelstämmen 10—15 Festmeter zu Schnittholz geeignete befinden. Am ersten und zweiten Tag kommt das Bau- und Nutzholz und am dritten Tage das Brennholz zur Versteigerung. Der Anfang ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, am ersten und zweiten Tag an der Pfingstweide, am Eingänge des Galgenwaldes an der neuen Bahnlinie; am dritten Tag im Schlaghaus rechts von der Staatsstraße von Hungen nach Nonnenroth. Hungen, den 16. Februar 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 1427 Kreml- imö Nutzholz-Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Dich. Es sollen versteigert werden: a) aus den Districten Münchwald und Meilbach am Montag den 27. Februar lfd. JS.r Scheiter: 154 rm Buchen, 22 rm Nadel; Prügel: 144 rm Buchen, 12 rm Eichen, 281 rm Nadel; Stöcke: 134 rm Buchen, 8 rm Eichen, 153 rm Nadel; Reisholz-Wellen: 4950 Buchen, 600 Eichen, 7120 Nadel und 454 rm Kiefern-Nutzstangen, in langen Haufen aufgeschichtet. Die Zusammenkunft ist Vcrmittags Vs 10 Uhr auf dem Vicinalweg von Lich nach Burkhardsfelden (Schlagweg), an der Grenze zwischen Wald und Burkhardsfelder Feld. b) aus den Distrikten Mellbach und Riedwald am DienStag den 28. Februar L I.: Scheiter: 41 rm Buchen; Prügel: 405 rm Buchen, 48 rm Eichen, 16 rm Nadel; Stöcke: 101 rm Buchen, 41 rm Eichen, 3 rm Nadel; Reisholz-Wellen: 4400 Buchen, 3450 Eichen, 1280 Nadel, 1800 Weichholz. 41 Eichen-Abschnitte von 16—41 cm Durchmesser und 2,4—10 rn Länge, 12 Eichen-Stangen, 0,71 fm, 26 Buchen-Stangen, 0,85 fm, und mehrere Haufen Fichten-Reisstangen. Die Zusammenkunft ist Vormittags Vs 10 Uhr auf der Kreisstraße von Lich nach Hattenrod im District „Meilbach" (Kronau). Lich, am 14. Februar 1888. 1279 Dr. Dieffenbach, Forstrath. H. NESHE’S KIOERMOL SOJ ähr igcr Erfolg« 32 Auszeichnungen, worunter 12 Ehreiidiplome und 14 Gold. Medaillen. Fabrik-Marke Zahlreiche ZEUGNISSE der ersten medicinisohen Autoritäten. Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, deshalb auch Erwachsenen bei Magenleiden als Nahrungsmittel bestens empfohlen. 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Bl-_________ 1469 Ein Kindermädchen sucht Frau Martin Scheel, Marktplatz 5. Gesucht möbl- Zimmer mit Cabinet in der Nähe der Universität für nächstes Sommer- semefter, cd. auch nächsten Winter. Zu erfr. in der Exped. d. Bl. 1412 Säugethiere und Vögel werden ausgebalgt bei 896 A Schultheis jr., Seltersweg 21. 11 Stück-Kohlen G» Kolileii-Htindliing empfiehlt I. Sorte gewafch. Nuß Kohlen pr. Ctr. 1 Mk. — Pf 1455 Ein Mädchen für Haus und Garten sucht auf Ostern Frau Welcker, Brandplatz 23. ------——— > * 1437 Ein junger Man« als Lehrling gesucht. Gebr. Windecker. Pferde zum Schlachten 1086 Ein freundl. Logis, bestehend aus 3 bis 4 Zimmern und Kabinet, mit abgeschlossenem Korridor ist sofort oder später zu vermiethen. H. Plank, Kaplansgasse 2. 1245 Zwei Familien-Wohnungen mit allen Bequemlichkeiten und Wasserleitung, sowie eine Mansardenwohnung per 1. April zu vermiethen. 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Neuenweg 40. nwiderruflich findet nächsten Montag den 27. Februar die Ziehung der letzten Lotterie der Stadt Baden - Baden «tatte I Wermielyungen. 1371] Logis 'zu vermiethen. __Frankfurterstraße 95. 1156 Der 2. Stock Grünbergerstraße Nr. 28, bestehend in 5 Zimmern nebst Zubehör, ist durch Versetzung anderweit zu vermiethen. Zu erfragen Eichgärten Nr. 19. 528 Eine Wohnung, 6 Zimmer mit Zubehör und Stallung, sofort oder spater zu vermiethen vis-ä-vis der neuen Kaserne. H. Etertänzer, Grünbergerstraße. 1372] Westanlage 10, sog. Möhl'scher Garten, ein geräumiges gut möblirtes Zimmer für nächstes Semester an einen Studenten oder an einen anderen Herrn von Ende April an zu vermiethen. "1191] Wohnung, 3 Zimmer und Küche per 1. März zu vermiethen. Marktstraße 23. 1407 Ein tüchtiges Mädchen auf so- fort gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Kneiplokäl^ schönes großes, abzugeben. Näheres in der Exped. d. Bl. 1286 Fahrplan. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2«, 4«, 5«*, 6“, 8^, 11< l60, 4", 78*, 808. Lollar 1*° (Localztlg). Marburg 12 *, 1-8, 3«, 8«, 9*«*, 11«, l-i* 4", 8M, 9°’. Tastet 12«*, l2*, 3«, 8« 9"*, 11«, in* 4«, 8M*. Wetzlar 5«°, 6^, 8"*, 9«, 11», 12», 4« 450, 720*, 857, (bis Weilburg), 9* (bis Betzdorf). TmS-Eovlenz S», 8"*, 9», 11», 4* 7*>*. Deutz 634, 12*, 4«. Fulda 6», ii« 735. ÄlSfeld 6/2 Uhr, wird Derr C. Sänger, Prediger der freireligiösen Gemeinde in Frankfurt a. M., im Saale des „Prinz Gori" dahier seinen Vortrag über das Gewissen fortsetzen. Zutritt ist Zedermann gestattet; auch Damen find' willkommen. [1432] Da» Comite. Bekanntmachung. Da wir am 1. März unser Geschästslocal verlasien müssen, verkaufen von heute an, um bis dahin vollständig geräumt zu haben, unser noch sehr gut sortirtes Lager in allen Sorten Regenschirmen, Sonnenschirmen, Corsetts zu jedem annehmbaren Preisen. 886 Geschwister Lorsch, Seltersweg. ,«^äl Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.