Nr. aal Freitag den 21. September 1888« gVIljv Ijjiv Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schul st raße 7. -»■MBnBUBSDaiQ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Amtlicher Theis. Gießen, den 15. September 1888. Betreffend: Die Steuerfreiheit des Branntweins für gewerbliche Zwecke, hier den Handel mit denaturirtem Branntwein. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die «rotzherzoglicherr Bürgerweiftereien de» »reise». Der Bundesrath hat in seiner Sitzung vom 21. Juni l. I. u. 91. das Folgende beschlossen: Temrturirteni Branntwein das Denaturirungsmittel ganz oder theilweise wieder auszuscheiben, oder - abgesehen von einer Ausnahme wonach dem allgemeinen Denaturirungsmittel von den zur Zusammensetzung desselben besonders ermächtlgten Fabriken em Zusatz von 40 gLavendelol oder 60 g Rosmarinöl auf je 1 Liter beigemengt werden darf — dem denaturirten Branntwein Stoffe beizufügen, durch welche dre Wirkung des Denaturirunasmittels in Bezug auf Geschmack oder Geruch verändert wird; t t f. b. Branntwein, welcher — abgesehen von obiger Ausnahme — in der unter a angegebenen Weise behandelt ist, zu verkaufen oder feilzuhalten. Händler mit denaturirtem Branntwein sind verpflichtet, einen Abdruck des vorstehenden Verbotes m ihren Verkaufslocalen an einer deutlich Indem wi7°Ig"n°d°ß'Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen, soweit nicht eine andere Strafe dadurch verwirkt ist der Bestrafung nach SS 3 und 4 des Gesetzes vom 19. Juli 1879, betr. die Steuerfreiheit des Branntweins zu gewerblichen Zwecken, nach 8 18, Ziffer 5 bezw. § 26 bes Gesetzes vom 24. Juni 1887, betr. die Besteuerung des Branntweins, unterliegen, beauftragen wir Sie , die vorstehenden Vorschriften unter gleichzeitigem Hinweis auf die Strafbestimmungen ortsüblich bekannt zu machen und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. ■ * id pr, Boekmann.__________________ Mnterkmlus an der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen ?u Iriedberg pro 1888—1889. Der diesmalige Winterkursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Freitag den 2. November und dauert bis gegen Ende März k. I. Der Unterricht erstreckt sich auf allgemeine Schulfächer. Naturkunde und LandwirthschaftSlehre. Er wird von zwei Landwirthschastslehrern, einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer und mehreren geeigneten Hilfslehrern ertheilt. Die nöthige Anschauung gewähren die reichen Lehrmittel der Anstalt im Verein mit Excurstonen. Aufnahmsfähig sind alle unbescholtenen jungen Leute, welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvrrt haben und einige iw«bem wirthschaftsbetriebe besitzen. Der Lehrplan hiesiger Ackerbauschule ift auf zwei berechnet, weshalb der Unterricht «ijwtt ertheilt wird. In die obere derselben werden nur solche Schüler ausgenommen, welche die untere bereits durchgemacht, oder sich anderweitig die in derselben zu erwerbenden Kenntnisse angeeignet haben. Das Schulgeld beträgt für den Besuch der unteren Klasse 40 «X, für ben ber oberen 20 «X Anmeldungen nimmt schriftlich oder mündlich der Anstaltsdirigent, Landwirthschastslehrer Dr. Tobisch, entgegen, welcher auch anderweitige bezügliche Auskunft ertheilt. Die Neuanqemeldeten haben ein Zeugniß ihrer Bürgermeisterei über unbescholtenen Lebenswandel beizubringen. Friedberg, im September 1888. Der Aussichtsrath der Ackerbauschule zu Fnedberg o 9 vr. Braden, Kreisrath. Dr. Wallau, Amtmann. Schmidt, Schulrath. Dr. Tobisch, Landwirthschastslehrer. Politische Rundschau. Gießen, 20. September. Auch der letzte Theil der heurigen Kaisermanöver, die vom 17. bis 19. September stattgefundenen Feldmanöver des Gardecorps und des brandenburgischen Armeecorps gegen einander, ist in der glänzendsten Weise verlaufen, zumal der Kaiser hierbei wiederum persönlich commandirte. Mittwoch Mittag 1 Uhr fand der Schluß des letzten Feldmanövers bet Müncheberg und hiermit der gesummten großen Herbstübungen der beiden Armeecorps statt, worauf alsbald die Rückbeförderung der Manöoertruppen in ihre Garnisonen mittels gewaltiger Militärzüge erfolgte und gab dieser interessante Abschluß der Manöoerbilder auch dem Eisenbahnregiment Gelegenheit, seine Leistungsfähigkeit zu zeigen. Die fürstlichen Gäste des Kaisers hatten mit Ausnahme des schon vorher nach Sachsen zurückgekehrten Königs Albert den Manöver» bis zuletzt beigewohnt. Von ihnen reisten die beiden bayrischen Prinzen, sowie die beiden Prinzen von Schleswig- Holstein noch am Mittwoch Abend wieder von Berlin ab, während der Fürst von Hohenzollern, der Erzherzog Albrecht von Oesterreich und der Großfürst Nicolaus von Rußland bis Donnerstag noch am Berliner Hofe verweilen. Die bevorstehenden großen Herdstreisen Kaiser Wilhelms treten jetzt, nach Beendigung der Katsermanöver, mehr und mehr in den Vordergrund des allgemeinen Interesses. Wie bereits durch ein officielles Telegramm aus Stuttgart festgestellt worden ist, wird nun doch in der schwäbischen Hauptstadt selber und nicht in Friedrichshafen die Begrüßung des Kaisers durch das württembergische Königspaar erfolgen und wird sich der Kaiser alsdann von der Mainau aus vermuthlich direct nach München begeben. Im Wien wird der hohe Reisende nicht am 4. October eintreffen, wie bislang gemeldet wurde, sondern schon am 3. October. Die gesammte Wiener Garnison bildet hierbei Spalier vom Bahnhofe bis zur Hofburg, woselbst großes Galamahl und Hof- conzert stansindet; am 4. Octobcr ist wieder Galadiner in der Hofburg; am Abend nimmt Kaiser Wilhelm den Thee beim Erzherzog Earl Ludwig. Am 5. October be- giebt sich der Kaiser Franz Josef mit seinem kaiserlichen Gaste zur Abhaltung von Jagden nach der Steiermark, worauf der deutsche Kaiser nochmals nach Wien kommt, um nunmehr die Reise nach Italien fortzusetzen. Den glanzvollsten Theil der Kaiser- reife wird offenbar der Besuch Kaiser Wilhelms i» Rom und Neapel bilden, und wird sich sein Empfang in beiden Städten nach Allem, was man jetzt schon hierüber vernimmt, zu einer geradezu großartigen Feier gestalten. Seit Dienstag ist Graf Kalnoky der Gast unsers Reichskanzlers in Friedrichs- ruh und wie schon die erste Begrüßung beider Staatsmänner einen außerordentlich herzlichen Eharakler trug, so deutet auch der ungewöhnlich lange Aufenthalt Kalnoky's auf dem lauenburgischen Landsitze des Fürsten Bismarck auf die Intimität der Beziehungen zwischen beiden Staatsmännern hin. Letzteren Beziehungen entspricht aber in glücklichster Weise auch das Verhältniß zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn und nur Eine Stimme herrscht darüber, daß dessen Innigkeit durch den gegenwärtigen Besuch des österreichischen Ministers beim Reichskanzler wiederum die schönste Illustration erhalte. Welche Fragen bei der Zusammenkunft Bismarck's mitKalnoky zur spectellen Erörterung gelangt sind, darüber wird man sich freilich bis auf Weiteres eines bestimmten Uriheiles enthalten müssen, aber immerhin sind die Meinungen der tonangebenden Berliner und Wiener Blätter mit Genugthuung zu verzeichnen, daß auch die heurige Zusammenkunft der leitenden Minister Deutschlands und Oesterreichs lediglich im Interesse des Friedens erfolgt sei. Die rumänischen Kammern sind am Donnerstag zusammengetreten, aber nur, um die königliche Botschaft von der Auflösung der Kammern entgegen zu nehmen. Unmittelbar an letzteren Schritt dürfte sich in Rumänien eine lebhafte Wahlcampagne anknüpfen, da die Neuwahlen schon in den Tagen vom 24. bis 26. October vor sich gehen sollen und hängt es von deren Ausfall ab, ob das Ministerium Rosettt-Earp definitiv am Ruder der rumänischen Staatsgeschäfte verbleibt. Deutschland. Darmstadt, 19. September. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst^ geruht ^^^mber den Director des Gymnasiums und der Realschule Worms Dr. Earl Boßler, mit Wirkung vom 1. October l. I. an, auf fein Jiaä)'. suchen und unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen; r. a an demselben Tage den Director des Realgymnasiums und der Rea chu e zu Gießen Ludwig Nodnagel zum Director des Gymnasiums und der Realschule zu Worms und den Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Georg W eihr tch zum Dtrector des Realgymnasiums und der Realschule zu Gießen, beide mit Wirkung vom 1. october b" ^Darmstadt^l^Septbr. Das Amtsblatt des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Sektion für Justizverwaltung, Nr. 26 Darmstadt, 6. September, betr. die Besichtigung der Provinzial-Arrefthauser und Haft- locale September. Der hiesige ^Tägl. Anz." ist in die Lage versetzt, die Gerüchte, als werde Prinz Heinrich von Hessen „ demnächst Commandeur eines preußischen Armeekorps werden, als vollständig unbegründet zu bezeichnen. Berlin, 18. September. Das neueste Marine-Verordnungsblatt bringt folgende Kaiserlich^ ErlM^ Reservedivisionen. Ich ermächtige Sie, vom 1. October l Js an bei den Stationen Kiel und Wilhelmshaven je eine weitere Reservedivision, bestehend aus dem betreffenden Wachtschiffe mit zugehörigem Schwesterschiffe und K einem Aviso, zu formiren. Potsdam, 6. September 1888. Wilhelm. An den Ehef der Admiralität. , In der Ausführung vorstehender Allerhöchster Ordre hat die Admiralität folgende Zusammensetzung und Bezeichnung der Reservediotsionen bestimmt: a. Ostseestatton. 1) 1. Reservedioision der Ostsee: S. M. Panzerschiff „Kaiser' als Stammschiff, S. M. Panzerschiff „Deutschland, S. M. Aviso „Grille". 2) 2. Re ervedivision der Ostsee: S. M. Panzerschiff „Bayern" als Stammschiff, S. M -Panzer schm "Sachsen. S. M. Panzerschiff „Württemberg", S. M. Panzerschiff „Baden , S. M. Aviso Kietben". 3) 1. Torpedoboots-Reservedivision: ein V-Boot, acht L-Boote. d. 9^rdsee- station: 1) 1. Reservedioision der Nordsee. S. M. Panzerschiff „Friedrich der Große als Stammschiff, S. M. Panzerschiff „Preußen", S. M. Aviso „Wacht". 2) 2. Reservedivision der Nordsee. Panzerfahrzeugdioision. Stammschiff S. M. Panzerfahrzeug »Mücke". 3) 2. Torpeboboots-Reserveoivision. Ein V-Boot, acht 8.Boote. Der Chef der Admiralität. Allerhöchst zur Stellvertretung kommandtrt Graf v. Monts. Chefs des StadS bet den StattonSkommandos. Auf den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Jch^ daß an Stelle deS 1. Adjutanten der MarinestattonS-CommandoS ein Capitän zur See als Chef deS Stabes mit den allgemeinen Befugnissen des Chefs des Stabes eines General-Commandos zu treten hat. Sie haben demnach das Wettere zu veranlassen. Potsdam, 6. September 1888. Wilhelm. An den Chef der Admiralität. Ich genehmige, daß Mein Panzerschiff „Hansa" aus der Lifte Meiner Kriegsschiffe gestrichen wird, und beauftrage Sie, wegen weiterer Verwerthung desselben das Erforderliche zu veranlassen. Potsdam, 6. September 1888. Wilhelm. In Vertretung des Reichskanzlers: Graf o. Monts. An den Chef der Admiralität. Berlin, 18. September. Gegenüber Erörterungen, welche darüber aufgetaucht sind, ob sich durch die bevorstehende Vermählung der Prinzessin Sophie, Schwester des Kaisers, mit dem griechischen Kronprinzen die Nothwendtgkett eines Glaubensw^chsels für die Prinzessin ergebe, wird die „Polit. C." aus Athen von unterrichteter Sette auf die Bestimmungen der griechischen Verfassung aufmerksam gemacht, welche einzig in Rücksicht der Kinder des jeweiligen Königspaares die Vorschrift enthält, daß sie im orthodoxen Glauben erzogen werden müssen. Dagegen existtrt keinerlei Bestimmung, welche hinsichtlich des Glaubens der durch Heirath zuwachsenden Mitglieder der kontgl. Familie etwas vorschriebe. Berlin, 18. September. Dem Vernehmen nach werden Mitglieder der national- liberalen und der freiconseroattven Partei im Reichstage beantragen, eine Summe für die Emin-Expedition zu bewilligen. (F. Z.) Berlin, 18. September. Wie man der „K. Volksztg." mitthetlt, läßt der Eisenbahnmtnister v. Maybach bei sämmtlichen Etsenbahndtrectionen Erhebungen darüber anstellen, welche Wirkungen der von Eduard Engel oorgeschlagene Tarif für einen bestimmten Zeitraum haben würde. Telegraphische Depeschen. WOlff's lelegr. Eorrespondrnz«Bureau. Berlin, 19. September. Erzherzog Albreckt, Großfürst Nicolaus und die bayerischen Prinzen wohnten heute dem Schluß der Manöver um Müncheberg bei, verabschiedeten sich dort von dem Kaiser, der sich zur Abhaltung der Jagden nach Hubertusstock begab, und kehrten nach Berlin zurück, wo Nachmittags ein Diner im Pfeilersaal des Königsschlosses stattfindet. Berlin, 19. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Dem Vernehmen nach wurde General v. Pape zum Generaloberst der Jnianterie und Oberbefehlshaber der Truppen in der Mark, v. Meerscheidt-Hüllessem zum commandirenden General des Gardecorps, General v. Hilgers zum commandirenden General des fünften Armeecorps, General Kropff zum Commandeur der fünfzehnten Division, Major v. Zttzewitz zum königl. Flügeladjutanten ernannt, General Schlieffen zur Dtsposilion des Chefs des Generalstabs commandirt und Flügeladjutant Vtetinghoff in den Generalstab verseht. Berlin, 19. September. Die bayerischen Prinzen reisen Abends 8 Uhr von hier ab, der Erzherzog Albrecht morgen. Großfürst Nicolaus bleibt noch mehrere Tage hier. Müncheberg, 19. September. Se. Majestät der Kaiser commandirte heute das GardecorpS, welches seit gestern, wo es hatte zurückgehen müssen, um 6 Bataillone und 3 Batterien verstärkt war, während das dritte Armeecorps 3 Bataillone hatte abgeben müssen. Der Kaiser brach bereits um 6 Uhr früh auf, während die fürstlichen Gäste, bei denen sich auch der Kronprinz von Griechenland befand, um 7 Uhr auf dem Bahnhof Dahmsdorf-Müncheberg anlangten und hier zu Pferde stiegen. Der Kaiser hatte eine weite Umfassung durch die erste Garde-Jnfanterie-Division und die Garde-Caoallerie- Dioision im Norden angeordnet, indessen die zweite Infanterie-Division von Südwesten her gegen die sehr gute Stellung des dritten Corps vorging. Das dritte Corps wurde mit der sechsten Division zuerst zurückgeworfen und auf den rechten Flügel von der Garde wurden wiederholt Cavallerie-Attaken gemackt. Gegen 11 Uhr ging das dritte EorpS mit der fünften Division wieder zum Angriff vor. Damit endete das Manöver. Se. Maj. der Kaiser begab sich sodann zu Pferde und die königlichen Prinzen mit den fürstlichen Gästen zu Wagen nach dem bet dem Vorwerk Ahnitz errichteten Milttär- Lahnhof. Um 1 Uhr 12 Minuten fuhren die Fürstlichkeiten mittelst ExtrazugeS nach Berlin, nachdem sie sich von Sr. Maj. dem Kaiser verabschiedet hatten. Bald darauf fuhr Se. Maj. mit nur drei Herren seines Gefolges in entgegengesetzter Richtung nach dem Jagdschloß Hubertusstock, um daselbst auf Hirsche zu pürschen. Hiernächst begann die Einschiffung der Fußtruppen, die bis heute Abend von den Bahnhöfen Müncheberg, Ahnitz und Straußberg aus in 31 Zügen befördert werden. Hierzu sind 68 Maschinen und an 1200 Wagm von der Betriebs-Direction der Ostbahn zusammengebracht worden. Bis zu ihrer Einschiffung biwaktren die Truppen in der Nähe der Bahnhöfe. München, 19. September. Die „Allg. Ztg." theilt mit, daß Freiherr Carl o. Cotta, der Vorstand der Cotta'schen Verlagshandlung, gestern Vormittag auf Schloß Gerach bet Eßlingen gestorben ist. Saiser-larrtern, 19. September. Der Prinzregent ist auf seiner Rundreise in der Pfalz heute Vormittag 10 Uhr hier eingetroffen und von der Bevölkerung mit enthusiastischen Kundgebungen empfangen worden. Die Stadt ist auf das Prächtigste geschmückt und von auswärtigen Besuchern überfüllt. Wien, 19. September. In dem niederösterreicktschen Landtage ist ein Antrag, betreffend die Bethetligung des Landtags an den zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers Wllhelm zu veranstaltenden Festlichkeiten, eingebracht worden. Der Vorsitzende des Landtages verwies den Antrag an die betreffende Commission. Paris, 19. September. Der Leichnam eines deutschen Gendarmen wurde auf dem Territorium der französischen Gemeinde Suarce, eines V/i km von der Grenze an der Straße nach Belfort gelegenen Dörfchens, im Gebüsch gefunden. Der Hals war von einer Kugel durchbohrt. Die „Corr. Havas" behauptet, daß ein Selbstmord vorliege. Das Ministerium des Aeußern verweigert jede Auskunft. Gerichtliche Autoritäten von Belfort begaben sich heute nach dem Thatort. Die „France" stellt die Hypothese auf, daß der Gensdarm von deutschen Schmugglern ermordet worden sei. Lokales. Gießen, 20. September. Am Mittwoch den 19. d. Mts. trug Herr Oscar Zack Shakespeare's „Sommernachtstraum" vor zahlreichem Publikum vor und erzielte damit einen glänzenden Erfolg. Auf der einen Sette verstand er es, die ernsten Scenen vortrefflich zur Geltung zu bringen, während auf der anderen Seite das humoristische Element das herzhafteste Lachen heroorrief. So z. B. war das Schauspiel der Handwerker so drastisch gegeben, daß e8 wahrhaft erschütternd auf die Lachmuskeln « ? ^te. Auf den am GamStag den 22. d. M. stattfindenden zweiten Vortrag „Aus Goethe s Jugendzeit" von Adolph Mttzenius machen wir hiermit aufmerksam. v _ , ^0-,September. Ueber das im Jnseratentheil des vorliegenden Blattes sich empfehlende Antrsptrittstenpaar Homes und Fey. welches Freitag Abend im Saale 8 m r'. sowie an den folgenden Abenden Vorstellungen zu geben beabsichtigt, schreibt die „Berliner Post u- 91: Am letzten Sonntag war dem Paare der Auftrag Ä^o^oen, im Hause des belgischen Generalkonsuls Goldberger vor einer distingutrten Gesellschaft, in welcher man auch den vormaligen Polizeipräsidenten, Herrn von Madai bemerkte, eine Pr oatvorstellung zu veranstalten. Allseitige Bewunderung erregte beim Erra hen her °-rschi-d-nart gst-n G-g-nständ- Frau F-y dadurch, daß fie eine in ihrer Goldkapsel befindliche lüdffchc Gesetzrolle in kurzer Zeit richtig als das von Herrn Home? berührte Object bezeichnete, obgleich dasselbe dem mit jüdischen Sitten wenig vertrauten Künstlerpaare durchaus srenid sein mußte. Wer bisher die interessanten Productionen nicht gesehen hat, mag sich im Laufe dieser Woche das in jeder Beziehung ernpfehlenswerthe Vergnügen nicht versagen. Vermischte». ' G'- ß - n. Ende Juli d, I. wurde zwischen Altena und Lüdenscheid in brr Muhlm-Rahmede "ns rech er Einbruch verübt, jedoch wurde der betrofiene fiabttfant Fr. Ardep vor Schaden durch die Kurabilität seines Geldschrankes bewahr" Ä Titbi braditn in tjntt Sonntag Nacht in das von menschlichen Wohnungen entse^n stehend- Fabrikgebäude ein und begaben sich, offenbar mit den Lokalitäten genau Wann, in das Im zweiten Stockwerk befindlich- Kontor. Hier bearbeiteten sie nun in wat' ftorter und recfct aeraufcfcoofler Weise den Kassenschrank augenscheinlich die ganze Nackt ^uß.-r> aber, obschon es ihnen gelang, aus dem sehr starken Ihürblech neben dem Schlüsselloch -in groß-r-s Stuck heraus,umeißeln und so an das Schloß zu gelanae^ doch ganz unverrichteter Sache abziehen, da ihnen grade die eigenartige SF-g conftructton trn Halt gebot. Das Schloß dient nämlich bei dl-s-rn schon rundS R-ihe von Jahren von der hiesigen Firma Rud. Wolfs bezogenen Schranke nidit„„, ,um unbedingt sicheren Verschluß, sondern auch zur Sicherung gegen gewaltsame» fo,. dringen durch Meißeln Sögen oder Bohren. Der soliden Construction des Schrank verdankt der Besitzer di- Erhaltung des Inhaltes. Daß d-mnach die Schränke U girtna Rud. Wolff, welche sich schon gar häufig in Feuer- und DiebSgesahr bacäto haben, warme Empfehlung verdienen, leuchtet ein. ’ m. . i? d - September. In voriger Woche haben die hiesigen Bäckerden L» an* Frodes um 6 A pro Laib erhöht. Diesem Beispiele folgten alSbald Ä« ^tzger und setzten eine Stetaerung der F l e t s ch p r e i s e in Scene, die aber bereits gestern durch den Vorstand der Metzgerinnung einen Widerruf erfahren bat Daß aber-uch d - bewerkstelligt- Erhöhung d-s Brodpr-isrs nicht den B-isall all« Bäcker findet, geht daraus hervor, daß einzelne derselben noch zu den alten Dreisen .^kaufen und dadurch mancker Kunde seinem bisherigen Lieferanten untreu geworden ist. Auch die Zufuhr von außerhalb ist seit Anfang dieser Woche eine stärkere geworden. ,, °n- Darmstadt, 19. September. Bezüglich des Raubmörders Wehner kann ich Ihnen mitthei en, daß derselbe bei dem gestern Mittag staltgehabten ersten Verböte Tbat in siechster Weise leugnete. Trotzdem er bei seiner Verhaftung erklärte, am ^age des Mordes mit dem Getodteten zusammen gewesen zu sein, behauptet er heule denselben nicht zu kennen; die Züge des Ermordeten schienen ihm aber bekannt'. Sammtltche Zeugen bezeichnen Wehner auf das Bestimmteste als den Thäter Der Körper des Ermordeten ist in wahrhaft bestialischer Weise zugerichtet und hat nickt weniger als 36 Stichwunden. Heute Nachmittag findet die Beerdigung deS Ermordetm nu* ein UeberfaH auf die Frau eines hiesigen Geschäftsmannes, welche Abends 10 Uhr nach Hause gmg, wurde Wehner beute nachgewtesen. Bet dieser Gelegenheit wurde ihm bei versuchter Festnahme durch einen auf die Hilferufe herbet- etlenden Herrn der Aermel seines Rockes ausgerissen, worauf er die Flucht ergriff Heute wurde er dieser That überführt, da ihn die Frau und der Herr auf das Bestimmteste wiedererkennen und da auch der Rock mit ausgeriffenem Aermel in seiner Wohnung gefunden wurde. Ferner soll Wehner auch mit einem in Frankfurt a M unter der Eisenbahnbrücke ausgeführten Morde in Verbindung stehen. Namentlich soll der ermordete Oppermann Aeußcrungen dahin gethan haben. Daher dattrten auch die Rachegedanken des Wehner. A Mainz, 19. September. Das bei Beginn des Culturkampfes geschlossene btschofllche Knabenconvtct hier wurde gestern unter Leitung eines Caplans wieder eröffnet. Wegen beschränkten Raumes konnten vorerst nur 23 Zöglinge ausgenommen werden. Das Studium der Theologie ist von der Aufnahme in die Anstalt nicht abhängig. . _ — Der Verein für Geflügel- und Vogelzucht trägt sich mit einem Plan, der al« 0er Anfang zu einem zoologischen Garten hier angesehen werden kann. Der Verein beabsichtigt nämlich bei dem dermaltgen Umbau der „Neuen Anlage" ein großes Vogelhaus dorten auf seine Kosten aufstellen zu lasten, das so dtsponirt werden soll, daß Nck auch Räume für andere Thiere damit in Verbindung bringen lassen. Die Fütterung und Pflege der Thiere will der Verein auch bethätigen, doch hat er bei feinem Plane, mit welchem er warmes Interesse bei der städtischen Verwaltung gefunden, im Auge, daß der Bestand an Vögeln und sonstigen Thieren hauptsächlich durch Geschenke von Interessenten und Liebhabern beschafft werden soll. — In der gestrigen Generalversammlung der Mainzer Liedertafel wurde beschlosten. im Sommer 1889 hier ein Musikfest abzuhalten. = Frankfurt, 19. September. Kaum ist die Nachricht von dem Ankauf der Villa Reiß durch die Kaiserin Friedrich in die hiesigen Blätter übergegangen, da folgt auch schon das Dementi auf dem Fuße. Die Meldung erweist sich allermindestens als verfrüht, denn ein Verkaufsabschluß liegt, wie wohlunterrichtete Personm bekunden, bis zur Stunde nicht vor, dagegen soll der hohen Frau bis zum 1. October das Vorrecht für den Ankauf der Villa eingeräumt worden sein. — Morgen soll mit der Versteigerung der alten Bahnhofsgebäude begonnen werden. Dazu darf wohl die Nachricht gefügt werden, daß einer der bekanntesten hiesigen Millionäre für das gefammte in der Nähe des Hauplbahnhosis befindliche Bauterratn das niedliche Sümmchen von 23 Millionen geboten haben soll. Der Verkehr im Hauptbahnhof ist übrigens schon ein ganz normaler. Der Eifer der Frankfurter, nach dem neuen Bahnhof hinauszupilgern, dort zu speisen und zu bcchern, ist schon verrauscht und männigltch begibt man sich wieder in das Stammlokal und läßt Bahnhof Bahnhof fein. Daß der Verkehr an letzterem trotzdem ein ganz colossaler ist, braucht kaum bemerkt zu werden. □ Frankfurt, 19. September. Nächsten Sonntag und Montag findet das Herbstrennen des hiesigen Trab-Renn-Dereins statt. Es wird dieses zu den bedeutsamsten Rennen gehören, die hierorts gesehen worden sind, denn es sind u. a. folgende Pferde angemeldet, die den Sportfteunden hinlänglich bekannt sind: Mollte Wilkes, MiSby Morntng, Milton, Polly, Mtmmie Franklin, Blue Belle die Siegerin von Weißensee, Bob Johnson, Trouble, Lyssander Belle, Vanburen girl u. f. w. — Auf einen neuen Schwindel, der in jüngster Zeit hier verübt wird und der sich leicht auch nach außerhalb verpflanzen könnte, sei hiermit aufmerksam gemocht. Sogenannte Nepper, welche mit Tuchresten handeln und Privatleute besuchen, sind auf den allerdings nicht mehr neuen Gedanken verfallen, Frauen in Abwesenheit der Männer zu besuchen, sich als von den Eheherren geschickt vorzustellen, Tuch abzuliefern und Bezahlung zu verlangen. Obgleich der Schwindel plump genug angelegt ist, sind doch schon Frauen darauf heretngesallen und haben für die fast werthlosen Reste hohe Summen bezahlt. Es sei vor dielen Bauernfängern gewarnt und den Frauen dringend empfohlen, in Abwesenheit ihrer Männer nichts zu bezahlen. A Aus Rheinhessen, 19. September. In Gau-Algesheim, Ober-Ingelheim und Heidesheim beginnt die Lese des Frührothen am 20. ds. Mts. Bei der guten Witterung des September haben sich die Trauben auch recht schön entwickelt. — Die Jagdvächter in der Provinz führen lebhaft Klagen über den Mangel an Hasen in diesem Jahre, was auf die Herbstmanooer zurückzuführen ist. Durch das fortwährende Gedonner der Geschütze haben die Hasen sich andere Districte aufgesucht. Das Gleiche wird von den Feldhühnern behauptet. — Seit einigen Tagen ist in Worms die Telephoneinrichtung im Betrieb und wird von der Geschäftswelt sehr fleißig benutzt. Uuiverfftiits * Ghronik. Gießen, 20. September. Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist der Marburger Kirchenhistoriker Prof. Dr. A. Harnack, während der Jahre 1879 bis 1886 eine Zierde unserer Hochschule, trotz der erregten Bemühungen seiner Gegner nun doch nach Berlin berufen worden. Dieser Ausgang wird alle diejenigen freuen, welche wünschen, daß auch fernerhin bei Besetzung von Lehrstühlen der evangelischen Theologie dos Urtheil derjenigen Instanzen maßgebend bleibe, welche zu einem solchen kirchlich berufen sind, d. h. daß den theologischen Facultäten und nicht unseren zur Ordnung anderer Dinge berufenen Consistorien ober gar ben nicht immer oerfianbißen kirchlichen Parteien ein einseitiger Einfluß in bieten Dingen zufalle. — Die philosophische Facultät ber Universität Göttingen erneuerte bemProf. Roscher aus Anlaß seines 50jährigen Doctorjubiläums sein s. Z. bort erworbenes Doctordiplom unb sprach demselben warme Glückwünsche aus. — Der Prof, ber Geologie vr. Roth in Berlin feierte am 15. b. M. seinen 70. Geburtstag. Weiße Seidenstoffe von Mk. 1.25 bis 18.20 p. suiet. — (ca. 150 versch- Qual.) — vers. roben- und stückweise vorto- und zollfrei das Kabrik-D^pöt G. Henneberg (K- u. Ä. Hoflief.) Zürich, Muster umgehend. Briefe koste» 20 Pf. Porto. 3503 — Die Allgemeine Nentenanftalt zu Stuttgart hat vermöge ihrer ausreichenden Reserve- und Specialsicherheits-Fonds in der Lebensversicherung beschlossen, vom 1. October l. I. an die Versicherung ihrer Mitglieder gegen Kriegsgefahr gegen folgende Gegenleistungen, neben der gewöhnlichen Prämie, zu übernehmen: 1) Berufs- officiere werden ausgenommen gegen Bezahlung eines Berufszuschlags von 3 JC jährlich für jedes angefangene Tausend der Versicherungssumme. 2) Alle Heerespfltchtigen (zwischen 17 und 45 Jahren) müssen sich in ihrer Beitrittserklärung darüber aussprechen, ob sie bet Ausbruch eines Krieges ihre Versicherung auch gegen die Gefahren desselben aufrecht erhalten wissen wollen. Im Falle der Bejahung dieser Frage haben diese Versicherten von Beginn der Versicherung an bis sie von der Wehrpflicht gänzlich befreit sind, eine jährliche Extrapramte von 1 JL für jedes angefangene Tausend der Versicherungssumme als Krtegsprämie zu entrichten. Die Haupt-Agentur obiger Anstalt für Gießen und Umgebung (Südanlage Nr. 5) ist jederzeit bereit, eingehende Auskunft zu ertheilen und empfiehlt den Beitritt in diesem Jahre noch als besonders günstig, da eine Erhöhung der Prämientarife unter Zugrundelegung des Zinsfußes von 3*/a Procent (gegen 4 Procent bisher) am 1. Januar 1889 bevorsteht. 7524 Schiff-Nachrichten. Bremen, 18. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph^ Der Schnelldampfer Fulda, Eapitän Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. September von Bremen und am 9. September von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen._________________ Handel und Verkehr. Limburg, 19. September. (Fruchtmarkt). Rother Weizen JL 16.30, neuer JL 16 00, weißer Weizen 00.00, 'Korn JL 1160, Gerste JL 8.70, Hafer JL 6.40, neuer JL. 6.55, Erbsen JC. 00.00, Kartoffeln JL 0 00. Frankfurt, 19. September. Erbsen ganze pr. Pfd. 12—16^, do. geschälte 14—18H Linsen 18—28 weiße Bohnen 20—22 Kartoffeln 100 Ko. x 0,00—0,00, do. per Gescheid 10-12 H, Butter per Pfd. JL 1,15-1,30, Eier das Stück 5-6 H, Blumen- । kohl per Stück 20—60 H, Wirsing per Stück 10—12 <4, Zwiebeln per Pfd. 7—9 I Weißkraut per Stück 10—15 H, Rotherüben per Portion 15—20 Allgemeiner Anzeiger. DasGemeindc-Obst bestehend in Aepfeln, Birnen, Zwei- fchen wird versteigert zu Kinzenbach de« 24., Dorlar den 25., -Itzbach und Vetzberg den 26., Dutenhofen und LaunsbaM den 27., Garbenheim und Wißmar den 28., Krofdorf-Gleiberg den 29. d. MtS. um 2 Uhr an gewohnter Stelle beginnend. Krofdorf, den 19. September 1888. 7499_________Das Bürgermeisteramt. Mstverstkigerung. In den Freiherrlich von Rabenau- schen Gärten bei Alten - Bufeck sollen die Aepfel, Birnen und Zwetschen Montag den 24. September, von 12 Uhr an. Versteigert werden. Rabenau, am 19. Septbr. 1888. Der Rentmeister: 7519____________Schmidt. Samstag, den 22. d. M., sollen durch den Unterzeichneten gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden: a) Vormittags 11 Uhr auf der Schönen Aussicht dahier: ein Acker Kartoffeln amLeihgesternerweg, b) Nachmittags 2 Uhr in der früher Vramm'schen Hofraithe dahier: ein Wagen, eine Chaise, eine Hobelbank, eine Ladeneinrichtung, ein Cassaschrank, zwei Schreibtische, ein Clavier, eine Nähmaschine, zwei Sopha's, vier Sessel, zwei Kommoden, zwei Kleiderschränke und sonstige Mobilien, auch eine Parthie Wollewaaren. Gießen, den 20. September 1888. Engel, 7506 Gr. Gerichtsvollzieher. Montag den 24. September, von Nachmittags 2 Uhr an, werden wegzugshalber in der Wohnung der Frau Darlington, Ludwigstr. 5, 2. Stock: zwei Tische, ein Bett, Küchen- schrank, ein Schrank, zehn Stühle, ein Nühtischchen, Küchen- und Hausgerüthe, ein Petroleum- herdchen und zwei Koffer re. meistbietend versteigert. 7481] Im Auftrag: Louis Rothenberger, Auktionator. Iieitgeöoteues. Aechte Franks. Würstel (bekannte hochfeine Qualität), diverse frische Tische, täglich Sendungen bei 7523 C. G. Kleinhenn. Wagenverkauf. 2 gebrauchte Landauer, 1- u. 2spännig, 2 neue BreakS, 1 hochelegantes Degart bei 1?. Grauer, Schmiedemstr., 7509__________Butzbach.__________ Carbol-Theer-Schwefel-Seife v Bergmaun &, Co., Berlin SO. u. Frankf. a. M übertrifft i ihren wahrh. überraschenden Wirkungen f. d. Hautpflege all. blsh. Dagewesene. Sie vernichtet unbedingt alle Arten Hautaus- schläge wie Flechten, Finnen r. Flecken, Sommersprossen etc. ä St. 50 $ b. Herrn Otto Schaaf, Drogerie, Selterew. 39. [5345 Prima Saalkorn l zu haben bei Oeconom W. Kitz. Monsheimer Rahmkäse Camembert übertreffend, empfiehlt 7421 Emil Tischbach. Schule Des Mce-Vereins für -fraueu- bilduug unö Erwerb in fließen. Beginn am 8. Oetober, Vormittags 10 Uhr, in dem Gchnllokal (Asterweg). Es finden wie bisher jährlich zwei fünfmonatliche Curse und ein LehrerinnencursuS statt. Zweck der Schule ist die gründliche Ausbildung ihrer Schülerinnen für das praktische Leben in verschiedenen Industriezweigen. Sie bietet Gelegenheit zur Aneignung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten, welche für den künftigen Beruf nothwendig und wünschenswerth sind. Honorar. 1. Cursus: Weißnähen, Sticken, Stopfen, Fachzeichnen, Deutsch: wöchentlich 24 St............30 «X 2. Cursus: Maschinen-Rähen, Wäsche-Zuschneiden, Sticken, Fachzeichnen, Freihandzeichnen: wöchentlich 18 St. . . 28 „ 3. Cursus: Sticken, Weiß- und Plattsticken, Filel-Guipure, Point- lacö: wöchentlich 8 St...........12 „ 4. Cursus: Stopfen und Flicken: 4 St.........10 „ 5. Cursus: Kleidermachen, Zuschneiden, Fachzeichnen, Freihandzeichnen: wöchentlich 18 St.........30 „ 6. Cursus: Bügeln: wöchentlich 2mal 4 St. 10 Wochen lang . 12 „ 7. Cursus: Buchführung: wöchenttich 2 St........10 „ 8. Cursus: Putzmachen..............12 „ 9. Lehrerinnen-CursuS: 26 Arbeitsstunden wöchentlich in 5 Monaten. 3 Stufen. Stricken, Häkeln, Nähen, Fachzeichnen, Zuschneiden, Unterrichtslehre, Freihandzeichnen, Deutsch (geschäftliche Briefe), Schönschreiben......40 „ Das Zeugniß über die bestandene Lehrerinnen-Prüfung berechtigt zur Anstellung als Handarbeitslehrerin in den Gemeinden des Großherzogthums und genügt auch zur Anstellung in anderen deutschen Staaten. Der Vorstand: Der VerwaltungSrath: Frau Haustein, Präsidentin. „ Bramm. „ Buchner. Frl. Langermann. Frau Riegel. Weifenbach. Schulrath Büchner, Vorsitzender. Rechtsanwalt Baist. Oberbürgermeister Bramm. Fabrikant Haustein. Pfarrer Dr. Naumann. Die Lehrerinnen: Fräulein Bköfer. Fräulein Decker. Fräulein Pfeil. Hug, Lehrer. Meldungen und Anfragen sind mündlich oder schriftlich vor dem 4. October zu richten an Frau Haustein, Ludwigstraße 4, Fräulein Möser, Schiffen- bergerweg 14, Fräulein Pfeil, Sandgasse 34. Gießen, im September 1888. [7498 Münchener Franziskaner-Bier anerkannt bestes Bier in frischer Sendung empfiehlt 7337 Otto JLuft. Restaurant zum Löwen. Lacke, Farben und Materialwaaren zu allen Zwecken in besten Qualitäten a. f, Seite«weg 09. GimnthM getroffen, hochfeiner Stoff. 7492 Restaurant zur Stadt München. C. D. Fillmann, Glaserei 1742 gegründet 15 Kirchenpläh 15 gegründet 1742 empfiehlt sich im Einrahmen von Bildern jeglicher Art in allen den dazu gewünschten Gold-, Politur-, Barock- rc. Leisten. 5419 Oval- und Stellrahmen rc., fertige Spiegel in allen Größen, Spiegelgläser. Lebende schöne Spiegelkarpfen, frische Backfische, Schellfische, Cavltau, Seehechte, Ostender Seezungen, Flußhechte, frische Kieler Sprotten, Bücklinge und Räucheraale empfiehlt frisch eintreffend A. Koch Nachf., 7518 Hamburger Fisch- u. 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Tagesordnung: 1) Bericht über Verein, Gau und Kreis. — 2) Rechnungsablage. — 3) Vorstandswahl. 7516 Der Vorstand MissionsfeM des Decanats Gießen zu Steinbach: Sonntag, den 23. September, Nachmittags 2 Uhr. Prediger: Pfarrer Schonebohm und Professor Stamm. Freundlichst ladet ein 7503 Der Kirchenvorstand zu Steinbach. Gletberg-Berein. Da das Stiftungsfest wegen der öffentlichen Trauer ausfallen mußte, so soll Samstag den 22. September von Mittags 3 Uhr an eine freie Vereinigung der Mitglieder und Freunde des Vereins im Ritter- laale der Burg Gleiberg stattfinden. (Fahrgelegenheit. — Extrabier). Gießen, den 18. September 1888. 7467 Der Vorstand: Curtman. Meinen seitherigen Schülerinnen und sonstigen Interessenten theile hierdurch mit, daß ich, den Unterricht in Knetarbeit, Filigran, Flachschnitzerei und Blumenmachen "ach wie vor ertheile. Näheres hierüber wolle man gefälligst bei mir erfragen Achtungsvoll Lina Moser, 7392 _ Schiffenbergerweg Nr. 14. 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