1888. Samstag den 21. Januar Nr. 18 (<>ii’ßciict Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Preis vierteljährlick 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau r Schulstraße 7. Politische Wochen-Ueberfkcht ($ugtn, 20. Januar. Am Sonntag, den 22. d. Mts., findet im königlichen Schlosse zu Berlin die diesjähuge Feier des großen Kröuungs- und Ordensfestes statt, an welches sich der Beginn der Winterfestüchkeiten am kaiserlichen Hose zu knüpfen pflegt. Kaiser Wilhelm wird, wie nunmehr feststeht, ungeachtet seiner kaum überwundenen jüngsten Unpäßlichkeit, an der Feier theilnehmen und liegt hierin wohl der beste Beweis jür die erfolgte völlige Wiederherstellung des greifen Monarchen. Nach dem bereits vor einigen Tagen bekanntgegcbenen Programm wird fich auch das diesjährige Krönung«- und Ordensfest zu einer ungemein glanzvollen Cerenwnie gestalten. c r Die Reichstag«'Commission zur Vorberathung des Wehrgesetzes hielt am Msttwoch ihre erste Sitzung ab. Die §§ 1 und 2, welche von der Ein! Heilung der Landwehr und der Dienstdaucr in dem 1 Aufgebote derselben handeln, wurden unverändert genehmigt. Bei § 3 (Dienstverpflichtung und Dtenstnauec in der Landwehr 2. Aufgebotes) glnetzmigte die Commission gegen die St mmen der Coniervaliven ein Amendement des Abg. Richter, wonach Personen , die vor dem 20. Lebensjahre in das stehende Heer eingetrcten sind, ent- sprechend früher aus der Landwehr 2. Aufgebotes amtreten dürfen. Em weiterer Antrag des Abg. Rich'er, die Landwehr-Ojficiere den Ehrengerichten nicht zu unterstellen, welchen er zu § 4 (Vergünstigungen für die Landwehrleute 2 Aufgebotes) eingebracht hatte, ward dagegen abgelehnt und der letztgenannte Paramaph fand unverändert die Zustimmung der Commission. Ebenso stimmte dieselbe den §$ 5—7, welche vom Uebertrilt aus der Landwehr 1. Aufgebotes in dir Landwehr 2. Aufgebotes, von den besonderen Fällen, in denen eine Zurückstellung Landwehrpflichtiger hmter die letzten Jahresklaffen und der Aus- stelung ber Control-Llsten handeln, durchweg zu. Hiermit ist der erste, die Landwehr betrrffenoe Abschnitt des Wehrgesetzes erledigt- In die Berathung des zweiten, von der Ersatz-Reserve handelnden Abschnittes, trat die Commission am Donnerstag ein. r r , |(V, v Die Veröffentlichung des neuen Socialistengesetzes hat begreiflicher Weise in der Presse aller Parteischattirungen zu lebhaften Erörterungen über diesen Gegenstand geführt, die jedenfalls auch noch längere Zeit andauern werden. Ueberwiegend erfahren die. von der Negierung vorgeschlagenen Verschärsungen eine unMsirge Beurtheilung seitens der öffentlichen Meinung und gilt dies speciell hinsichtlich der Expatriirung, also des Verlustes der Reichs- und Staatsangehörigkeit. Jnwiewe-r sich diese ungünstige Auffassung auch im Reichstage wwerspiegelt, wird man ja wohl aus der Generaldiscufsion über den neuen Gesetzentwurf ersehen, welche wahrscheinlich am Montag beginnt. Der Reichs- kanrler, dessen Ankunft in Berlin für diesen Samstag signalisirt war, gedenkt namentlich an den Verhandlungen über das Socialistengefttz lebhaften Antheil zu nehmen und es muß noch abgewartet werden, ob die machtvolle Beredtsam- keit des (eilenotn Staatsmannes nicht doch noch den Sieg über die Einwände der voraussichtlichen Gegner der Verschärfungs-Maßregeln daoonträgt. lieber die Alters- und Jnvaliden-Vsrforgung hört man endlich nach längerer Pause wieder etwas. Im Reichramte des Innern soll Die Umarbeitung der Grundzüge zum eigentlichen Entwürfe jetzt soweit gediehen sein, daß die ÜeberWeisung desselben an den Bundesrath zur Berathung und Beschluß- fassung binnen etwa zwei Wochm erfolgen dürste. Aui dem Gebiete ver auswärtigen Politik oiloete das friedeath- mende R^scriyr des russischen Kaisers an den Gouverneur von Moskau das hauptsächlichste Leitmotiv für die Preßbetrachtungen. Im Allgemeinen hat die frieoliche Kundgebung Des Czaren und seine Zuversicht aus Erhaltung des Weltfriedens in diesem wie im künftigen Jahre eine günstige Beurtheilung gesunden , die specicll in der Wiener R»gierungSpreffe heroorgetreten ist. Aber fast allgemem herrscht Dabei der Wunsch vor, der Czar möge feinen Friedens- rootlen nun auch entsprechende Thaten folgen laffen, auf die aber die Welt wahrfchernlrch noch länger wird warten müssen. Zwar versichern Pesther Meldungen, feil Weihnachten hätten die russischen Truppen an der galizischen Grenze mchr dir geringste Vermehrung mehr ersahren, aber das will doch noch nicht viel besagen. Unter der Arbeiterschaft Belgiens spukt der Geist der Unzufrie- denheit wieder. In mehreren Kohlenbergwerken des Paturages-Gebietes haben die Grubenarbeiter die Arbeit eingestellt und fordern sie eine Lohnerhöhung. Recht nette Dinge werden wieder aus dem heiligen Rußland gemeldet. In Petersburg und Moskau sind in jüngster Zeit förmliche Maflenverhastungen politisch Verdächtiger vorgenommen worden. In Petersburg allein z. B. wurden in der Nacht vom 12. aus den 13. d. M. 887 verdächtige Personen gelegentlich einer polizellichen Maffen-Haussuchung in das Gefängniß abgeführt; in einem der durchsuchten Häuser brach hierbei Feuer aus, welches das ganze Haus einäscherte. Durch den Brand wurde auch eine in dem Hause befindliche nihilistische Druckerei zerstört; die meisten Bewohner deffelben wurden während des Feuers verhaftet. Viele Officiere und selbst die Beamten ganzer Polizeibureaus sollen in Petersburg verhaftet worden sein und bei allen Verhaftungen spielen nihilistische Umtriebe eine Hauptrolle. Es ist daher nur glaubwürdig, wenn eine Petersburger Meldung besagt, der Czar beabsichtige, sich schon in nächster Zeit wieder in die Einsamkeit nach Gatschina zurück- zuziehcn. Deutschland. Berlin, 18 Januar. In gut unlerrichteten Reichstagskreisen erwartet man für die nächsten Tage die Einbringung der Vorlage, welche die aus Grund des neuen Wehrgesetzes erforderlichen einmaligen Kosten verlangt. Man nimmt an, daß nie Gesammtsorderung 100 Mill. weit überschreiten und sich näher an 200 als an 100 Mll. JL halten wird. — Die Agitationen für höhere Getreidezölle beginnen schon wieder. Diesmal sind es nicht die ostpreußischen Agrarier, welche den Rus erheben, derselbe ertönt vielmehr aus dem agrarischen Flügel des Centrums, und zwar von dem früheren Reichstags-Abgeordneten v. Schalscha - Frohnau und einigen politischen Freunden deffelben. In einer Generalversammlung des oberschlesischen Bauern- Vereins, welche in diesen Tagen in Oppeln stattfand, hat, wie die „M. Ztg." berichtet, Herr v. Schalscha einen Vortrag Über die zollpolitischen Verhandlungm des Reichstages gehalten und bei dieser Gelegenheit darüber geklagt, daß Der Zoll von 5 eine Erhöhung der Getreidepreise bis jetzt noch nicht gebracht habe und wohl auch nicht bringen werde; erst müffe der Unterschied zwischen dem guten deutschen und dem schlechten rufsischen Gelbe beteiligt werden. Um zu erzielen, daß der Roggen mit 14 JL verkauft werde, müffe ein Zoll von 9 c4L erhoben werden. Vor der letzten Zollerhöhung verlangten die extremen Agrarier, und mit ihnen die „Kreuz-Zettung", einen Zoll von 8 JL Herrn v. Schalscha ist der Appetit seitdem schon wieder etwas gemachen. In Erwiderung auf eine Anfrage aus der Mitte der Versammlung hat dann Herr v. Schalscha noch ausgesührt, der Grund davon, daß die Zölle bisher nicht genützt hätten, sei der, daß man sich gefürchtet habe, energisch durchzugreifen. Arankreich. Paris, 19. Januar. Deputirtenkammer. Auf Antrag des Ministers Sarrien wurde die Dringlichkeit für den Gesetzentwurf, belr. die Jnstallirung des Seine-Präfekten, im Hötel de Ville ohne Dircufsion angenommen und der Entwurf der Commission für das Munizipal-Gefetz überwiesen. Die Kammer trat darauf in die Debatte über die Correction der Seine ein. Pari-, 18. Januar. Die aus Rom datirte Mittheilung der „R^publ. Franyaise" ist offenbar ein Ausfluß der starken Verstimmung, welche sich der Franzosen bemächtigt hat, weil ihnen die Erledigung des Streitfalles schon zu lange dauert. Allgemein wird von Flourens entschiedenes Vorgehen gefordert. CriSpi, sagt „Matin", benehme sich wie der Minister eines Negerkönigs, den man kräftig an den Ohren ziehen müffe, um ihn zu Verstand zu bringen. Gefährlicher noch ist es bei der ohnedies zwischen französischen und italienischen Arbeitern bestehenden Feindschaft, daß die radikalen Blätter bei Nichtbewilligung der französischen Forderungen die Ausweisung aller Italiener vorschlagen. Wenn diese Aufhetzerei von französischen Arbeitern in Marseille, wo die Gegensätze aufs Höchste zugespitzt sind, ausgenommen wird, stehen Zwischenfälle zu erwarten, welche an Bedeutung den Fall von Florenz weit übertreffen. Einige Blätter beharren dabei, daß „Bismarck uns diesen Hund (Crispi) zwischen die Beine gehetzt hat." Jndeffen werden die beiderseitigen Regierungen wohl den Weg finden, die Sache einer gütlichen Lösung zuzuführen. — Das „XIX. (Steele" meldet eine Schauermähr aus Marle (Departement Nord). Danach wurden dort zwei preußische Spione verhaftet, welche als — Nonnen verkletdet waren. Andererseits wird dem „Petit Journal" aus Marleille telegraphirt, daß dort ein Elsässer Namens Feldneiger, Der nicht für Frankreich optici hat und sich jetzt den Namen Hestner beilegt, und ein Italiener Namens Sudrini als Spione festgenommen seien. Die Freude am Spwnen- sang scheint den Franzosen noch nicht oetleibet zu sein. Rußland. Petersburg, 17. Januar. Die „K. Ztg." hält ihre Nachricht aufrecht, am 11. December habe der Kriegsrath in Petersburg beschlossen, das zweite kaukasische Armee-Corps mit einer Schützenbrigade und einer kaukasischen Cavallerie-Division in ständige Garnisonen an der österreichisch-rumänischen Grenze zu verlegen. Vielleicht handelt es sich hier um jene zwei russischen Divisionen, deren demnächst erfolgende Ankunft in der westlichen Region des russischen Reiches der hiesige russische Militär-Attache Oberst Zujeff angezeigt hat. Wie übrigens verlautet, sollen diese beiden Divisionen nicht zur Verstärkung der an den Westgrenzen stehenden Truppen, sondern zur Ablösung von zwei russischen Divisionen dienen, die aus dem Königreiche Polen in das Innere von Rußland verlegt werden sollen. — Einem Gerüchte zufolge ist im Narwa'schen Stadttheile in Petersburg ein ganzes Polizeibureau (Uschastok) vom Pristaw (Vorsteher) bis zum jüngsten Gorodowoi als politisch verdächtig ausgehoben worden; Alle wurden arretirt. Diese Verhaftungen stehen angeblich in Verbindung mit der jüngst gemeldeten Arretirung eines Feldscheers. — Die Nachricht von der Verhaftung mehrerer Officiere bestätigt sich. Die Officiere gehören nicht der Garde an, sondern sind nach Petersburg com- mandirte Officiere der Armee. In ihrer an der Moika gelegenen Wohnung wurde neben sehr compromittirenden Briefschaften auch Dynamit gefunden. Telegraphische Depeschen. Wolff'S tekegr. Eorresr-SÄdenr'Btrrea«. Berlin, 19. Januar. Seine Majestät der Kaiser empfing Vormittags den Prinzen Eduard von Anhalt und conferirle darauf mit Albedyll und dem Kriegsminister. Abends findet eine kleine Theegesellschaft statt, wozu auch die Minister Bötticher und Maybach geladen sind. — Morgen Mittag werden der Kaiser und die Kaiserin die Präsidien beider Landtagshäuser empfangen. — Die Hoffeste des diesjährigen EarnevalS finden im kaiserlichen Palais und nicht im Königsschlosse statt. Die herkömmliche Cour fällt in Folge dessen aus, die nöthigen Vorstellungen erfolgen bet den Fürstlichkeiten im Palais. Berlin, 19. Januar. Die Commission des Reichstags zur Vorberathung des Gesetzentwurfs über die Wehrpflicht erledigte in ihrer heutigen Vormittagssitzung die von der Ersatzreseroe der Seewehr und der Marine - Ersatzreserve handelnden Paragraphen 8 bis 22 unverändert, und behielt sich vor, einzelne namentlich in Betreff der Uebungszeit der Ersatzreserve, geäußerte Wünsche als Anträge bet der zweiten Lesung einzubrtngen- Die übrigen Paragraphen wurden mit unwesentlichen Aenderungen genehmigt. Die Commission behielt sich die Entschließung darüber vor, ob die durch die jetzige Vorlage bedingte Aenderung des Verfassungsartikels 59 in dem vorliegenden Gesetze oder durch ein besonderes Gesetz auszusprechen sei. Elberfeld, 19. Januar. Wie die „Elberf. Ztg." meldet, hat der kürzlich verstorbene Großindustrielle Neoiandt zu Wohlthätigkeitszwecken, soweit bis jetzt bekannt, 320,000 vermacht, darunter dem Krtegsministerium 10,000 v4L als Prämien für solche Angehörige der deutschen Armee, welche sich im Kriege durch Heldenmuth aus- zetchnm. Erefeld, 19. Januar. Das Rheintrajekt Griethausen-Welle der Strecke Cleve- Zevenaar ist wegen Eisganges auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die Reisenden von und nach Holland müssen die rechtsrheinische Bahnstrecke Köln-Oberhausen-Zeoenaar oder die Strecke über Rymwegen benutzen. Paris, 19. Januar. Der „Temps" fordert die Journale auf, sich eines jeden aufreizenden Artikels über den Zwischenfall in Florenz zu enthalten, da dessen Lösung unmittelbar bevorstehe. — Auf Vorstellung des Präfekten von Rouen sicherte der dortige Erzbischof zu, daß der Wanderprediger Garnier weitere Versammlungen in der dortigen Kathedrale, welche gestern Abend zu ernsten Ruhestörungen Veranlassung gaben, nicht abhalten solle. Paris, 19. Januar. Ministerpräsident Tirard erklärte sich damit einverstanden, die Vorlage des Budgets auf nächsten Montag festzusetzen. Er wird an der rectifictrten Budgetvorlage festhalten, hat sich aber noch nicht schlüssig gemacht, ob er eine Cabinets- frage daraus machen wird. London, 19. Januar. Beresford überreichte heute seine Demission als Lord der Admiralität. Derselbe batte gegen den Antrag des Cabinets erklärt, daß der Credit für das Nachrichten - Departement der Adurrralität um taufend Pfund ermäßigt werbe. Belgrad, 19^ Januar. Mehrere pronouzirt liberale Kreispräfekten sind theils mit Pension ihrer Stellen enthoben und ihre Aemter mit radikalen Präfekten besetzt worden. Stockholm, 19. Januar. Der König eröffnete heute den Reichstag. In der Thronrede wurde heute eine Vorlage betreffs Errichtung eines Ministeriums für Ackerbau, Industrie und Handel angekündigt. Obgleich bedeutende Steuer - Erleichterungen stattgefunden haben, schließt doch das Budget in Einnahme und Ausgabe mit 82,781,000 Kronen. Massauah, 19. Januar. Bei einer von dem kommandirenden General San Marzano vorgekommenen Rekognoscirung, die sich bis Saati erstreckte, würbe von den Abeffyniern nichts wahrgenommen. H « I e ft. Gießen, 20. Januar. sAus dem Verwaltungsbericht Großh. Bürgermeisterei.^ Fortsetzung. Für die öffentliche Armenpflege wurden im Jahre 1886/87 aufgewendet: 1) Aus den Mitteln der Armenkasse 19 893 90 2) Zuschuß aus der Stadtkasse 32 800 «4t, sodaß der Gesammtaufwand für die öffentliche Armenpflege 52 193 JC. 90 H beträgt. Die Gesammtzahl der Familien und einzelstehenden Personen, welche ständige Unterstützung erhielten, betrug 280. Hierunter befinden sich 192, welche auf Grund des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz ihren Unterstützungswohnsitz dahier erworben haben. Ebenso erheblich ist die Zahl der vorübergehend mit Geld, Kleidern, Brennmaterial, Lebensmitteln u. s. w. unterstützten dahier wohnenden Familien und einzelstehenden Personen resp. derjenigen, welche auf Grund des von der Armendeputation mit der Landes-Universität abgeschlossenen Vertrages unentgeltliche Aufnahme in dem akademischen Hospital fanden unD solcher, welchen das Schulgeld erlassen wurde, beziehungsweise deren Kindern die erforderlichen Schulbücher auf Kosten der Armenkasse angeschafft wurden. Außerdem wurden 39 Kinder auf Kosten der Armenkasse in Prioatpflege gegeben, darunter 33, deren Eltern resp. Mütter dahier nicht hetmaths- berechttgt waren. Im Bürgerhospital befanden sich 19 Personen. Von der Plock'schen Stiftung wurden verausgabt 3847 JL 56 H, in welcher Summe jedoch ein Zuschuß von 3300 JL zur Armenkasse enthalten ist. Für 6 in das Landeshospital Hofheim und für 4 in die Landesirrenanstalt Heppenheim aufgenommene Personen hatte die Armenkasse das Pfleggeld zu entrichten und zwar bei 6 auf Grund des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz. Das Vermögen der Armenkasse hat sich im Etatsjahr 1886/87 auf 354498 vtt 64 H, dasjenige der Plock'schen Stiftung auf 105 578 JL 57 erhöht. In Gemäßheit des § 28 des Gesetzes über den Unter st ützungs Wohnsitz mußten 85 männliche ortsfremde Personen mit 3463 Verpflegungstagen und 16 weibliche ortsfremde Personen mit 1117 Verpflegungstagen — die ersteren zum weitaus größten Theil Handwerksburschen — im Laufe des Jahres 1886 in das akademische Hospital emgewtesen und 22 männliche Personen mit 229Va Verpflegungstagen wegen Platzmangel in die Herberge zur Heimath, von welcher aus sie ambulatorisch behandelt wurden, ausgenommen werden und weitere 21 männliche Personen wurden mit Kleidungsstücken und in sonstiger Weise unterstützt. Der mit der Landes-Universität am 11. Mai 1847 abgeschlossene Vertrag nebst Nachtrag vorn 26. November 1863 wegen Uebernahrne der Behandlung und Verpflegung der Stadtarmen wurde aufgehoben und am 27. Juli 1886 mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums oes Innern und der Justiz durch einen neuen Vertrag ersetzt, nach welchem die Stadt für die erwähnten Leistungen eine jährliche Vergütung von 10 000 an die Universitätskasse bezahlt. Von dem allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege wurden im Jahre 1886 Unterstützungen verabreicht in 772 Fällen an 193 Personen und Familien. 17 Kinder wurden zu einer Badecur in das Elisabethhaus in Bad-Nauheim geschickt. Krankenpflege wurde von den im Dienst des Vereins stehenden Diaconissinnen in 251 Familien geübt und dabei 448 Nachtwachen geleistet. Die gesammten Aufwendungen des Vereins für diese Zwecke betrugen 5789 v4L 85 Unter Artikel Bauwesen bemerkt der Bericht: Baugesuche wurden eingereicht: 34 für Vorderhäuser, 43 für Nebengebäude und 36 für Bauoeränderungen. Unter dem 9. April 1886 wurde mit Genehmigung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz ein vorläufiges Ortsbaustatut erlassen, welches hauptsächlich den Zweck hat, diejenigen in den Stadtbauplan aufgenommenen, jedoch nur thetlweise ober noch gar nicht fahrbar hergerichleren Straßen zu bezeichnen, welche vorläufig zum Bebauen vorgesehen finb. Im Jahre 1886 wurden 4 neue Tonneneinrichtungen fertiggestellt, sodaß die Gesammtzahl zu Ende des Jahres 1886 — 302 betrug. Die Anzahl der Gaslaternen wurde im Jahre 1886 um 5 Stück vermehrt, sodaß sie Ende des Jahres 1886 — 376 betrug. Die Eigenschaft als Richtungslaternen erhielten im Jahre 1886 außer den 118 Stück des Vorjahrs noch weitere 20 Stück, sodaß von den 376 Gaslaternen am Ende des Jahres 1886 = 138 Stück Richtungslaternen waren. Von den zu Ende des Jahres 1885 vorhanden gewesenen Petroleumlaternen wurde eine durch eine Gaslaterne ersetzt. Durch Aufstellung von 3 neuen Petroleumlaternen erhöhte sich deren Gesammtzahl mit Ende des Jahres 1886 auf 57. Die Gesammtkosten der Straßenbeleuchtung betrugen für das Etatsjahr 1886/87 19 729 8 Nachdem, wie im Verwaltungsbericht für das Jahr 1885/86 bereits erwähnt, der Anschluß der in der Gemarkung Großen-Buseck erschlossenen Quellen an die Hauptleitung erfolgt war, fanden am 25. November 1886 die ersten Einführungen der Quellwasserleitung in die Häuser statt. (Fortsetzung folgt.) Gießen, 20. Januar. Wie wir kürzlich mittheilten, feiert die Ruder-Gesellschaft ihr XI. Stiftungsfest Samstag den 28. d. M. in Stein's Etablissement. Das Programm, bestehend aus Theater, komischen Aufführungen, lebenden Bildern und Souper, woran sich Ball schließt, trägt allen Ansprüchen Rechnung und stellt den Theilnehmern einen genußreichen Abend in Aussicht. Da die Ruder-Gesellschaft in dieser Saison weitere Vergnügungen nicht veranstaltet, sucht sie dafür ihre Stiftungsfeier um so glänzender zu arrangiren und bietet, wie vergangenen Winter so auch diesmal ihren-Mitgliedern und Gästen mit diesem Feste etwas Besonderes. Die Einzeichnungslisten für das Essen liegen bei Herrn Ernst Balser, Mäusburg und bei Herrn Stein im Garten offen. Gießen, den 20. Januar. sTheater-) Die Rudolph'sche Künstlerschaar hat vor ihrem Abschiede von Gießen unseren Theaterliebhabern noch einen vollen Kunstgenuß bereitet durch die geradezu vorzügliche Darstellung von Shakespeares genialem Meisterwerke „Der Kaufmann von Venedig". Indem nur eine Stimme des Lobes herrschte, bedauerte man gleichzeitig, daß derartige classische Meisterwerke nicht bereits früher zur Aufführung gekommen sind, zumal die dazu erforderlichen Kräfte hrnrelchend vertreten waren. Den Beweis dafür, wie unser Publikum auch classischen Darstellungen das vollste Interesse entgegenbringt, lieferte das vollständig besetzte Haus bei der Dienstags-Aufführung. Den Darstellern wurde lebhaftester Beifall gezollt. Jeder einzelne gab sein Bestes, um der großartigen Dichtung gerecht zu werden. Wir möchten „Der Kaufmann von Venedig" als die effectvollste Aufführung der diesjährigen Theatersaison bezeichnen und die Direction handelt gewiß im Sinne aller Kunstfreunde, wenn sie diese entzückende Dichtung nochmals in Scene gehen läßt- , Warum gibt man gerade Sonntags immer Possen und sonstige Erzeugnisse der leichtgeschürzten Muse? Ist es nicht auch für dasjenige Publikum, welches Sonntags das Theater besucht, von großem Vortheil, ebenfalls die edelsten Proben unserer Weltliteratur, durch die Bühne verkörpert, kennen zu lernen? Aus einer Classtker-Vorstellung nimmt ein Jeder etwas mit nach Hause, sie wirkt bildend und belehrend und regt Geist und Gemüth vortheilhaft an. Daher möchten wir unserer kunstsinnigen Tbeaterleitung den Vorschlag warm an's Herz legen, am nächsten Sonntag, woselbst sich die Gesellschaft von uns verabschiedet, noch eine Dichtung edleren Styls zur Aufführung bringen zu lassen und wenn irgend möglich, den „Kaufmann von Venedig". Gewiß wird sich ein zahlreiches Publikum, welches noch Genuß am Edlen und Schönen findet, zu dieser Abschiedsvorstellung einfinden. Herr Musikdirector Krauße hat den „Kaufmann von Venedig- durch eine gewählte Musik auf das Vortheilhasteste unterstützt. ß. — In einem Hauie in der Weserstraße entstand gestern Abend ein Kamin- branb, welcher jedoch gelöscht wurde, ehe das Feuer größere Ausdehnung annehmen konnte. UninerfittM - Sbronik. Straßburg, 19. Januar. Der berühmte Botaniker der hiesigen Universität, Professor de Bary, geboren im Jahre 1831 zu Frankfurt a. M., ist heute nad) langer schmerzlicher Krankheit gestorben. — Der preußische Staatsbaushaltsetat für 1888/89 enthält für die Unionfi'ät H alle einen Zuschuß von 596 265 Ferner an einmaligen Ausgaben: zum Neubau des Physikalischen Instituts, 2. Rate 115 000 JL, zum Erwerb eines Bauplatzes für den Neubau einer Irren-Klinik 125 000 «X und zur Herstellung einer Warm- wasser-Heizungs-Anlage im Palmenhause und im Gewächshause II des Botanischen Gartens 13 000 JL Groß en-Linden, 18. Januar. Heute fand im Casinolokale des „Schwarzen Adlers" dahier die erste Versammlung des neu gebildeten Lehrer - Bezirks - Vereins Großen-Linden statt. Referent Burk-Leihgestern entrollte in seinem sehr eingehend ausgearbeiteten Thema „Heinrich der Eiserne" ein recht interessantes Stück hessischer Geschichte. Am Schluffe feierte Kling - Watzenborn in kurzer begeisterter Ansprache die hochwichtige geschichtliche Bedeutung des heutigen Tages. Mit ächlem Stolze müsse sich jeder Deutsche heute der denkwürdigen Vorgänge am 18. Januar 1871 in dem Procht- schlosse zu Versailles erinnern und mit wahrer Befriedigung könne Jeder heute der Früchte jener Schöpfung sich freuen. Ein Hoch auf unseren erlauchten Kaiser schloß die Feier. — Möge ein gesunder Corpsgeist die Mitglieder des jungen Zweigoereins beseelen, damit dieser als ein thätiges Glied in das Ganze eingereiht werden kann um hier mitzuwirken im Kampfe für die Wahrung der Interessen für Schule und Lehrer. △ Mainz, 19. Januar. Von Seiten der in Strafhaft befindlichen Social- bemofraten war an bie Staatsanwaltschaft ein Gesuch gerichtet worden, während der Dauer der Haft die eigene Kleidung tragen zu dürfen. Dieses Gesuch ist abgelehnt und eine vollständige Gleichstellung mit den übrigen Gefangenen 'angeordnet worden. △ Vom Rhein, 19. Januar. Sämintliche Betriebsbeamte der rheinischen Eisenbahn müssen sich eben einer augenärzllichen Untersuchung unterziehen. Zweck der Untersuchung ist, um mit Rücksicht auf die Signale zu ersehen, ob keiner der Beamten farbenblind ist. — Bei Vallendar fand man heute Morgen am Bahndamm die Leiche eines gutgekleideten Mannes, der sich von einem Eisenbahnzug hat Überfahren lassen. Wer der Lebensmüde war, konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. Frankfurter Stadttheater. Herr Kammersänger Emil Götze, welcher, wte bereits gemeldet, nächsten Montag, den 23. Januar, im Frankfurter Opernhause ein einmaliges Gastspiel absolviren wird, tritt, wie nunmehr endgültig festgesetzt worden ist, als Jos6in Bizel's „Carmen" eine der hervorragendsten und erfolgreichsten Partien des Künstlers auf. Diese Partie wurde gewählt, weil Herr Götze bis jetzt noch nicht Gelegenheit hatte, dieselbe vor dem hiesigen Publikum zu singen. MrsEM-Ge AnzeiMeu der Sksrdt WteOeu. EvLAgelischt Gemeinde. Gottesdienst. 3. Sonntag nach Epiphanias, 22. Januar: Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. r, , Montag, den 23. Januar, Abends 8 Uhr, Bibelftunde in der Kleinkinder- Anschlag wider Jesus, Salbung in Bethanien, des Judas Verrathersinn; Pfarrer Or. Naumann. Di- PfarrgeschSste in der Woche vom 22. bis 28. Januar besorgt Pfarrer Schlosser. * 1 2 11 Katholische Gemeinde. 3. Sonntag nach Erscheinung des Herrn. Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austhetlung der h. Communion. „ ValO Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. _ Frettag Ab-nd Uhr, Samstag Morgen 8«- Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr. Samstag Abend 520 Uhr. • 14. Januar vonZHavre wertergegangen; „Ascania", von St. Thomas nach Hamburg, am 15. Januar Lizard pafsirt. r , „ „Polaria", von Hamburg, am 3. Januar in Newyork angekommen; „Marsala", von Hamburg, am 11. Januar in Newyork angekommen; „Suevta", von Hamburg, am 11. Januar in Newyork angekommen. SchiffS-Bewegung der Postdampfschifse der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-GeseMchaft. „ Slaoonia" am 2. Januar von Stettin nach Newyork abgegangen; „Bavaria , ^ambura am 2 Januar in St. Thomas angekommen; „Thuringia", von Ham- am 5 in Goton angetommen; „Australia". am 4. Januar von Harn- S' n?ck> N°wv°?k abgegangen; „Moravia", am 6. Januar von Newyork nach ftamfmra abaeaanaen- „Teutonia", von Hamburg nach Dera Cruz, am 7. Sanuar ® n n?ettergßegangen; „Allemania", am 9. Januar von St. Thomas nach Ham- bu?a abaeaanäen „Bohemia", von Newyork, am 8. Januar in Hamburg ange- lommen- 8 "imal’fi", am 11. Januar von Hamburg nach Newyork abgegangen; Bo7uMa","v°n St. Thomas, am 11. Januar in Hamburg angekommen; „Franc a , am 12 Januar von St. Thomas nach Hamburg abgegangen; „Rüg a , von Hamburg nach Newyork am 12. Januar von Havre weitergegangen; „Rhaetia , von 9 ewyork, am 12 Januar in Hamburg angekommen; „Holiatia", von Hamburg nach Colon, am Loeflunds llgauer-Rahm-MUch 'ollkr:r’n T j aus Alpenmrlch mit Weizen-Extrakt con- I Ltoeilunds Kindermilcn densirt; für Säuglinge die aedeihlichste und zuoerlässigste Nahrung, besonders bei gestörter Verdauung Per Büchse JL 1.20. I In allen Apotheken, en gros von Ed. Loeflund in Stuttgart. Allgemeiner Anzeiger. Montag, den 28. Januar I. I Bekanntmachung Nachmittags 2 Uhr llimcbener Friw/jskanerlirtii 35 470 380 10 10 bei 424 Holzversteigerung im Mdheimer Waid (3 km. von Hungen). Schreibwaterialien pro Etats- jahr 1888/89 des Grobherzoglichen Gendarmerie-Districts Oberhessen soll auf dem Submissionswege vergeben Samstag, den 28. d. Dk., Nachmittags um 1 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre im II. 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Donnerstag, den 26. Januar l. I, sollen in den Districten Scheidet und Hinterwal) öffentlich versteigert werden: Eichen - Stämme mit 45 fm von 30 bis 65 cm Durchmesser (meist Jagdverpachtung Restau^atiosi zum Lowesi * ~Neuenweg 28. meffer, Fichten-Stangen mit 25 fm, rm Fichten-Prügelholz, „ „ Stockholz, 650 „ „ Reijerholz. Die Eichen werden zuerst, das Mühlen Berkaus. Montag, den 23. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Nathhause die IunKermühle bei Münzenberg mit all' ihren Einrichtungen, Aeckern, Wiesen und Wald einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Es wird in diesem Termine der l-tzte Versuch gemilcht, bie Gcwmmt- besitzung an einen Käufer zu bring-n, auch bet annehm arem Gebote sofortige Genehmigung ertheilt. , r rk < Zu jedwelcher weiteren Auskunft btn ich stets gerne bereit. Münzenberg, den 13. Januar 188b. Jager. 5Qg Bürgermeister. Turnschuhe in größter Auswahl für Herren und Knaben, bestes Fabrikat, billigst bei 209 L. Süss, Marktstraße 9. Für Müller! 551] Zwei vierwalzige Wegmann'sche Porzett »nwalzstühle, sowie ein Schrot- stuhl von Ganz & Comp. in Pest sollen einzeln oder zusammen billig verkauft werden. Diese Stühle arbeiten sehr gut, eignen sich für kleine Handels- und Kundenmüllerei und können noch ca. 14 Tage in Betrieb gesehen werden- Alsfeld, Sandmühle. H. E. Schneider. Brennholz zuletzt versteigert. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Scheibel. Arnsburg, den 18. Januar 1888. 586] Gräfliche Reoierverwaltung. Holzversteigerung in der Oberförsterei Krofdorf. Montag, 30. er., 10 Uhr bei Wirth Wetßbrodt in Salzböden, Schutzbezirk Salzböden: District Gehren 59b: Cichen: 1 rm Scheit; Buchen r 1 rm Scheit, 13 rrn Knüppel, 331 rm Reiser; Weichholz r 1 rm Knüppel; Kiefern r 1 Stamm, 0,17 trn k I: Fichten: 24 Stangen 111. Cl, 10 rm Reiser. Distr. Ordenswäldchen 79: Buchen: 10 rm Scheit, 44 rm Knüppel, 114 rm Reiser- District Harst 80a: Eichen: 3 Stämme mit 0,69 fm k. I, 1 rrn Scheit, 2 rm Knüppel, 5 rm Reiser; Buchen: 4 rrn Scheit, 4 rm Knüppel, 74 rrn Reiser. Fichten: 8 rm Reiser. Distr. Hardt 81: Eichen: 7 Stämme mit 1,85 fw k. I, 2 rm Scheit, 3 rm Knüppel, 20 rrn Reiser- District Totalität 59b: Buchen: 2 rm Scheit, 2 rm Stockholz, 27 rm Reiser. Fichten: 8 Stämme mit 1,21 fm k- I-, 13 Stangen H. und III. El., 1 rm Stockholz, 20 rm Reiser. Krofdo rf, den 18. Januar 1888. 589 Müller, Kgl.Oberförster. Diese Oefen funfiiontren ohne ' Beaufsichtigung und Bedienung und Nacht vollständig gefahrlos. Ofen, elegant vernick-, ca. 1 m hoch, incl- Füllung für ca 2 Monate 30 JL Prosp. gratls. Fabriklager von Carbon bef- sich in jeder größeren Stadt des Continents und Auslandes- 214 C.-N.-Heiz Eie. A. Nieste, Dresden. 425 Eine große, fast neue *• x. I M u u) ui i h u y » * w y , Die Lieferung der erforderlichen roerben in ^er Stadt Cafsel, Kaplaneigasse Nr. 2, gegen Baar- —*'*{-«*“ ®tat6' 1 zahlung meistbietend versteigert: . . . . . 1 Billard mit Zubehör, 10 Wirthstische (runde und vier- , eckiges 49 Wirthschaftsfiühle, 1 Regulator und 1 Spiegel, j Die Versteigerung findet bestimmt statt. 59g Geißler, Gerichtsvollzieher. Wildgeflügel frisch geschossen, soeben eingetroffen: l starker Birkhahn 2 30 1 starke« Birkhuhn „ 2.10 1 Haselhuhn „ 120 1 Schneehuhn „ 1.20 A. Koch Nachfolger, Hamburger Fisch- und DeUcatffsen- Handlung. 601 iCäse, frisch eingetroffen: la.Schloßkäfe. Neuffchateller, Gervais, Roquefort, fst. Straßburger Münsterkäfe, la. Edamer, Emment Haler, Rahm und Harzkäse, Alpen- kräut^vkäfe bei A. Koch Nachfolger, Hamburger Ffich- und Delicateflen- Handlung.________602 Regensburger Knsckwürltel, fst. Frankfurter und Wiener Saftwiusteln, din. feine Fteifchwasren empfiehlt 603 A. Koch Nachfolger, Hamburger Fisch- und Delicatefsen - Handlung. von heute an im Zapf Alleinverkauf für Gießen und Umgegend. Abgabe in Gebinden und Flaschen. 126 !!IAnerkannt bestes Münchener Gebräu!!!