M. 298 Erstes Blatt. Donnerstag den 20'December 1888. Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. Wnreanr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. BJSSWJ reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlohrr. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Hrntticher Pheik. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugniff«. Gesuche ohne Weitere» zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzog- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meßende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. Ä. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4» Dem Gesuche sind folgende Papiere beftufügen: Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werd« hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenh eitSzeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde autzzustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pus. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nickt fehlen bars. Zu pos. d. daß die Schulzeugnisi e, mit Ausnahme der Reffezerrg- msse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschul« und Reifezeuanisse für die Prima der Gymnasien und Realschule« I. Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Theil der Webr - Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. 94 der äuge führten Ersatz-Ord. verwiese«. welche die französische Regierung dem finanziell so gut wie verkrachten Panama-Unternehmen zu Hilfe kommen wollte, mit bedeutender Mehrheit abgelehnt worden und es fragt sich, was nun zur Rettung des Panama-Eanal-Unternehmens geschehen soll, worüber in den Pariser parlamentarischen und finanziellen Kreisen die Anschauungen noch wett auseinandergehen. Die Berathung des Senates über den ablehnenden Beschluß der Deputirtenkammer in Sachen der Panama-Vorlage steht noch aus. Daß der letztere indessen bedenkliche politische Folgen haben weide, wird jetzt als wenig wahrscheinlich gehalten, zumal die öffentliche Meinung sich entschieden auf die «Leite der Regierung stellt. Der Verwaltungsrath und die provisorischen Administratoren der Panama- Gesellschaft beschlossen, Ende Januar eine General-Versammlung einzuberufen und geeignete Vorschläge zu machen, um aus der jetzigen fatalen Lage herauszukommen. Rach den bislang bekannten Ergebnissen der Neuwahlen zur serbische« Skupschtina sind 514 Radicale, 86 Liberale (Anhänger des ehemaligen Ministerpräsidenten Ristics), 4 Fortschrittler und 19 Deputirte von noch nicht bekannter Parterstellung gewählt. Jedenfalls steht das Eine fest, daß die radicale Partei Serbiens in der neuen Skupschtina über eine ungeheure Mehrheit verfügen wird. Aus Petersburg meldet der Telegraph das Ableben Baron Jomini's vom Auswärtigen Amte. Baron Jomini galt als einer der am meisten deutschfeindlichen russischen Diplomaten und demzufolge als einer der eifrigsten Befürworter eines engen »Zusammengehens Rußlands mit Frankreich. Ob sein Tod irgendwelchen Einfluß auf die deutsch-russischen Beziehungen haben wird, läßt sich jedoch noch nicht beurrheilm. Die Suakinfrag e führte in der Montagssitzung des englischen Unterhauses abermals zu einer langen Debatte. Im Laufe derselben erklärte der Unterstaatssecretar Fergusson, daß die englische Regierung die bekannten Mitthellungen des ostfudanefifchen Rebellenführers Osman Digma an General Grenfell in Suakin nur für eine orientalische Kriegslist halte und betonte er weiter, daß Suakin auch ferner oertheldigt werden solle, wobei Fergusson jedoch durchblicken ließ, daß England ein friedlicher Ausgle ch mit den Stämmen um Suakin ganz erwünscht wäre. Das Unterhaus brauchte dann ein paar Stunden, um sich über den Oppositionsantrag, den Gehalt des englischen Generalconsuls Baring in Kairo herabzusetzen, schlüssig zu werden; der Antrag ward endlich abgelehnt. Zum Schluffe der Sitzung gab Fergusson noch Erklärungen über die Samoafrage, wobei er den Deutschen das Zeugniß ausstelltc, sie seren überall d e besten Ansiedler. Er bezeichnete es als selbstverständlich, daß Deutschland auf Samoa, welches sich so vortrefflich zur Eolonisirung eigne, ein Auge geworfeni habe und mein e Fergusson hierbei, in England solle man doch nicht mit solcher Eifersucht auf die Eolonisattonsbestrebungen anderer Rationen blicken. _____ ». Geburtßzeugniß; b. ein EinwilligungS-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit ».Fähigkeit, den Freiwilligen I Im Uedrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und Großherzogliche Prüfungs-Commission fite einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr Zeller._________ Keutschland. Darmstadt, 18. December. Mit Bezug auf den Bericht in vor. Nr. th^lm mir noch die Namen aller derjenigen Herren mit, welche der der Leiche des Hochstseligen Nrinr?n Alexander in dessen Palais am Sonntag den Ehrendienst hatten; Awaren be« 115. unb 116. Regiments, Staatsrath von Biegeleben, ^00^ Oberst v. Küchler, Oberstlieutenant FreiherrR cou, Major Freiherr v. Rotsmann, Kammerherr Freiherr v. Schenk zu Wäldershausen, Reaterungsrath v. Grolman und Oberstlieutenant v. Sanders. neben u Die lämmtllcken ^rdm des Hohen Verblichenen lagen auf vier Tabourets neben ^ehasiaife unbbie 6t. Andreas-Orden gelegt. Politische Rundschau. Gießen, 19. December. DieWinterfestlichkeiten am kaiserlichen Hofe werden sich für dieheurige Saison infolge der vom Kaiser befohlenen und dis 15. Juni 1889 währenden Hoftrauer größtentheils auf musikalische Soireen beschränken, getanzt wird bei Hole Nicht werden. Dasselbe wird auch in der diplomatischen Welt und in der Hofgesellschaft bet Fa^^herannahenden Festtage äußern bereits ihren Einfluß auf das Getriebe der inneren Politik, denn mehr und mehr treten da die schwebenden Zeit- und Streitfragen vor dem Glanze des Weihnachtsfestcs zurück, während zugleich auch die Vertagung des Reichstages sichtlich mit das ihrige dazu beiträgt, den Stoff für die politische Tagesdiscussion zu vermindern. Auch der Bundesrath hat inzwischen seine Weihnachtsferien angetreten, nachdem er in einer seiner letzten Sitzungen noch eine Reihe von Beschlüssen gefaßt hat. Dieselben beziehen sich auf die vom Reichstage angenommenen Gesetze, betr. die Abänderung der bisherigen Bestimmungen über drc Nationalität der Kauffahrteischiffe und betr. die Vorarbeiten für das Natronaldenkmal Kaiser Wilhelms I., welche Gesetze dem Kaiser zur Vollziehung vorzulegen sind, und aus dm vom Reichstage gleichfalls genehmigten Zusatzvertrag zum deutsch-schweizerischen Handelsvertrag, welcher dem Kaiser zur Ratification zu unterbreiten ist. Außerdem überwies der Bundesrath die neue Vorlage über die weitere Auswägung von Zehn- undFunfzig- pfennigstücken, sowie den Entwurf, betr.^die Einführung der Gewerbeordnung in Elsatz- Lothringen, dm zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung. Wenn die innerpolitischen Angelegenheiten unter der Einwirkung der Weihnachtspause allmälig weniger von sich reden machen, so tritt dafür gerade jetzt das Interesse an dm colonialpolitischen Vorgängen immer mad)tt0er ^emr ®ic 6ebeu= tungsoolle Verhandlung des Reichstags über die Sclaoereifrage beginnt bereits in der öffentlichen Meinung Deutschlands ihren lebhaften Widerhall zu staden, wie die in München am Sonntag stattgesundene große Versammlung n Sachen des Sc.aom- handels beweist. Auch außerhalb Deutschlands zeigen sich chon die Anfänge emer gleichen Bewegung, wie die in Brüssel stattgefundene Versammlung belgffcher Katholik n bekundet, die sich zu einem energischen Protest gegen oie Gräuel des ^^.^handels aestaltete und in welcher der mitanwesmde Bischof von Trier erklärte, daß überall in Afrika das Kreuz aufgepflanzt werden müsse. — Mitten hinein in diese Bewegung für eine heiliae Sache ist nun die Hiobspost von der angeblichen Gefangennahme Emin SfS unb*Stan?e.’b durch bie Anhänger be§_ und verleiht sie natürlich dem Interesse an den gegenwärtigen Bestrebungen der europäische« Mächte in Afrika einen erhöhten Grad. Freilich fehlt es noch immer an einer authentischen Bestätigung der jüngsten Unglücksnachricht aus Afrika undErschöpft man sich in der gesammten europäischen Presse in Vermuthungen über das Wahrscheinliche odlr^lnwahrschünliche in den bisherigen Meldungen über die Gefangennahme Em n «ascha's und angeblich auch Stanley's, so daß noch immer die Möglichkeit vorhanden ist 1s b-nbl- sich nur um eine non den Mcchbisten zu einem bestimmten Zwecke ner- breitete falsche Nachricht. Anderseits enthalten jedoch die über das Ereigniß bis,letzt cingegangmm Meldungen verschiedene Einzelheiten welche die Richtet « lichen Mitthestung über den Fall der Aequatoriaiprooin, zu destät gen ick-ir n.eine Aufklärung, bie jeden Zweifel ausfchließt, wird aber wohl noch nicht Wort zu ge sättigen fein. ldrt fid) ba5 Tagesinteresse augenblicklich auf bie $der Deputirtenkammer ist die Vorlage, durch Paris, 18. December. Lage der Panama-Gesellschaft. .. ~ ®*Aen' 18, December. Den Schluß der Schwurgerichtsverhandlungen machte dre Straisache gegen Kaufmann Stern oon Bockenheim wegen Meineid und Anstiftung bitxtu, Elise Weisheit von Kempfenbrunn wegen Meineid und Kaufmann Stern Ehefrau von Bockenheim wegen Anstiftung zum Meineid. - fnnraffi6rCÄ „ 18. December Dem „Osferoatore Romano" zufolge versammelten sich gestern die Präsidenten des Regionalcomitö's des römischen Verbandes der sogenannten „Wahlcornstä's der italienischen Katholiken", sie nahmen den Rücktritt des Vorstandes zur Kenntnitz und druckten ihr lebhaftes Bedauern darüber aus. Turin, 18. December. Dem feierlichen Begräbniß des Prinzen Eugen von Saooyen-Caritznan, welches heute stattfand, wohnten bet: Prinz Amadeus in Vertretung des Königs, die übrigen Prinzen des königlichen Hauses, der Gesandte Portugals als Vertreter seines Souveräns, die Minister Crtspt und Brin, die Präsidenten des Parlaments und sämmtliche bohen Hof- und Staotswürdenlräger Am seterltchen Leichenzuge nahmen gegen 40 Vereine Theil; alle Kaufläden waren geschlossen Die Leiche wurde in dem königlichen Mausoleum beigesetzt. Teheran, 18. December. (Meldung des Bureau Reuter.) Hier ist nichts von Mier scharfen Rote bekannt, welche Rußland an Persien gerichtet haben soll. Der Schah erhielt im Gegenthetl gestern freundliche Antworten des Czaren auf Briefe welche er im Herbste durch Htssau Essaltanch und Dolgoruckt an den Czaren sandte! Bctde Briefe des Czaren enthalten freundliche Versicherungen und gute Wünsche Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gememdr. "86 °in £bebr' “E. D-cember, Der Mtnisterrath berieth heute Vormittag über die - . ... Später conferirte der Justizminister mtt dem Präsidenten der Commission des Senats zur Vorberathung des Concursgesetzes. Die Regierung wünscht die Berathung des Concursgesetzes zu beschleunigen. Floquet ist erkältet und wohnte der Commtssionssitzung nicht bei. — Gestern fand in Konstantinopel der Austausch der Ratifikationen der Suez- canal-Conoention statt. Ielegr«pyisch< Irpeschm. Stift’* tele-r. «OrrsspOndirrr. Vurea«. Berlin, 18. December. Der Kaiser verlieh für persönliche Auszeichnung in den Kämpfen an der ostafrtkanischen Küste dem Geschwaderchef Contreadmtral Deinhard den Rothen Adlerorden zweiter Classe mtt Eichenlaub und Schwertern, dem Corvetten- capitän Donner von der „Leipzig" den Kronenorden dritter Classe mtt Schwertern, den Lieutenants Meter II. und Wuthmann den Kronenorden vierter Classe mit Schwertern, dem Capttänlteutenant Ferber von der „Möwe" den Rothen Adlerorden vierter Classe mtt Schwertern. Außerdem erhielten zehn von der Mannschaft beider Schiffe das M'litär-Ebrenzeichen zweiter Classe. München, 18. December. Der Dtrector des Allgemeinen Reichsarchivs, Geh. Rath Dr. o. Löher, ist in den Ruhestand versetzt; zu seinem Nachfolger ist Geh. Rath v. Rockinger ernannt worden. 1. Angeklagter Stern in eine Zuchthausstrafe von 7 Jahren, unter Aberkennung oer bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von 10 Jahren, 6 21 A^sheit rn eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 3 Monaten, ab- Ur DOn 3 unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von 3 Jahren B ?tCtrn Aefrau in eine Zuchthausstrafe von einem Jahr. Z-US- ober Eingesandt. cvflBr .?Reqr kür die evangelische Gemeinde Gießen auf das N.s,/»88 'st erfchtenen und wiid in dreien Tagen den Gemeindeangehörigen in deren ^nH*r,n^^^oten. Der Kalender enthält außer den gewöhnlichen Mittheilungen ver- ifrih h»Cr 9/a f P'arrer, sowie über die Mitglieder des Kirchenvorstandes ki^.^weindeoertretung, eine Jahresgeschichte der Gemeinde, Mittheilungen über der @emeinCbeU überf b,eeU^Lb“\^aP,L^r!?.5=en, “n.b bie S-Ntungen furj nach Ausgang desselben, wurde von dem Beklagten gegen Stern bei der Staats- anwaltschafl Anzeige wegen des Vergehens des Betruges erhoben. Das Ergebniß dieser Anzeige war, daß Stern zur Aburtheilung vor hiesige Strafkammer verwiesen wurde. Um nun von Stern seineUnschuld vor den Schranken des Gerichts an den S Ctn obeA Person feiner früheren Dienstmagd Elise Weisheit Weisheit stand zu dieser Zeit gar nicht mehr in seinen Diensten und er hatte sie iSIfxm^rpn f!?nc iU kommen lassen — eine Zeugin, welche eine Thatsache beschworen sollte, die gar nicht extsttrte. Diese Person ließ sich nun gegen ein Ver- lÄ«ä! Äw«."w™ “ “»"■*««« f..Ä- Ssü Ä'ÄÄ'ÄÜ bredKns ein reumuthiges Geständntß abgelegt; der Angeklagte Stern melier hnrt- übniübr? durch das Ergebniß der Beweisaufnahme nnbwürben ®erurt™eiU: Pra*en ®e,d,n,orcnen b*= drei Angeklagten für fchulbig Vermischtes. ,, 15z December. Der Herausgeber der hier erscheinenden Tvvoaravbi- schen Jahrbücher" hat im Jahre 1887 Preise für die besten bei der Schnfkleituna eingehenden Buchdruckarbeiten ausgeschrieben. Es wurden 4 Preise inl Hohe voni ie 25 JL, außerdem 12 Diplome zur Auszeichnung tüchtiger Leistungen bestimmt. Die ausgesetzten Geldprämien wurden zuerkannt: 1) dem Oberfactor Aehnelt (Buchdruckerei der „Kölnischen Zeitung") in Köln, 2) der Buchdruckerei Don Earl Fromme in Wien, bezw. C. Grünanger als Setzer und dem betreffenden Drucker, 3) der Vereinsdruckerei in Stuttgart, bezw. Fritz Fischer als Setzer undFranr Krautbauer als Drucker 4) der Brühl'fchen'Druckerei (Fr.Ehr. Pittschi n Götz e n beM. Hermann Elle als Setzer und Alwin Andreas als Drucker. Die noch w n ?' gebenden Diplome erhielten Druckereien, resp. deren Mitarbeiter in Hannover ^Wesel S uttöart, Zürich, Salzburg, Basel, Esfeg, Barmen und Glauchau. Bei Zuspruch der L"^tchnungen wurde folgendes berücksichtigt: 1) mußten die Arbeiten in Satz und iw mu&tcn Jpoiel Arbeiten vorhanden sein, daß sie ein Urtheil über Die Gesammtleistungen ermöglichten; aus diesem Grunde konnte eine fßrämlimn« einjelner Arbeiten mcht stattfinden. Sämmtliche Arbeiten beweisen, daß sich der Kunst- druck aus der Hohe der Vorjahre gehalten hat, das Bestreben, Gutes zu leisten bat sich verallgemeinert. Besonders heroorzuheben ist, daß die Leistungen der Provinz die großen Städte vielfach überflügelt haben. Man arbeitet in der Provinz durch- V und mit mehr Lust und Liebe als in mancher Großstadt. Der Grund für diese im Interesse des Druckgewerbes liegende Erscheinung ist in der größeren Regsamkeit der Buchdrucker der Provinz zu suchen. Man lernt dort Mhr bas Technische des Gewerbes eifriger als in der Großstadt, all wo sich Schaden'Cerncn "haben dünken, leider zu eigenem wie zu Anderer | Berlin, 17. December. Die am 14. und 15. ds. Mts. in der Göhrde abae- 9?nn hpn ^hÜ0b4n sWarCnc "r?nCntkS.ram crftcn 2aße vom Wetter sehr begünstigt Von den beiden in den abgestelllen Drstricten Wilddiebshorst und Wachkabel mit der nnhbq«Cl}tC ^^^"^""^blegten Suchen ergab die erstere 105, die letzteren 104 Sauen unb 3 Rehe, das am Diebesgrund gestellte Contrejagen 28 Hirsche, 42 Stück Wild 42 Stück Wild Die Gesammtstrecke beider Tage beläuft sich also auf 28 Hirsche! ß a ""b ö Rehe, wovon auf die Sonderstrecke des Kaisers 6 gute Hirsche, 3 Stuck Wild, 32 grobe und 1 geringe Sau entfallen. 77V Vor einigen Tagen wurde im Hause des Lord Gypsow in London mit iU1 §ofra“mc .bad Bettzeug gelüftet, da plötzlich schlüpfte beim Thore emc schlanke, junge Frau herern, ergriff zwei mit Eiderdaunen gelüüle jeidene Federbetten Hole waren nicht weniger als zwölf^ Diener ver^ ! s tz b»0(k &Cr^blcher der Diebstahl ausgesührl wurde, verblüffte Alle derart, daß sie die Verfolgung vergaßen. Erst auf die Anzeige bei der Polizei 97^r-mankbaB b°$ uft?^re Ölzeug verpfändet worden. Die Diebin wurde in der Tdränen |eft,UL Die Angeklagte gesteht thc Vergeben unter bitteren, -tgranen ein, erzählt aber, daß, wenn sie die Sachen nicht gestohlen hätte ihre Kinder hnabF>pSer Qn)arCtl‘ K® nnÄ"3a^1 Personen aus der Nachbarschaft gaben Frau C^ogo das beste Zeugniß, ba Richter sagte bedauernd, es falle ihm schwer, mit einer Ver-- mnrp1 hip 0nUnl". Schluchzen erwidert Mrs. Crago: „Für mich be/in^Mfrifn11 n f?rrrUrtbC sUn0 baÖ ßiö^te UnßlücF' ich bin die Wittwe eines Soldaten, ffp jp /? ^a5en kunb mfrnn mlr eine Strafe bictirt würde, verliere ich meine kleine Pension. In die,em Augenblick meldet sich der als Zeuge erschienene Lord Anhpntn«^"rlu^orle' SjafltrKen2 Achter: „Euer Lordschafl, d-.e Geschichte beruht vom, Anbeginn auf eurem Vtißoerstandnlß, ich Hube die zwei Federbetten her 9innpfi übcr bic dem Beklaaten iipnpn h»t hör T w • «X Lq" Die Jury berWeltausstellung in Barcelona hat ber tt, bcn höchsten Preis, 6i# goldene Medaille, zuerkannt. — Diese Milch jt'Lnt bet ben meifkn großen DampsergeseUschatten an Stell- ber Schweizer qmke mi ch m Gebrauch; von beutschen Linien ist es vor allen der Norbbeutlch-Lt^b m ' im Schiff-nachrichten Ä- ‘88: r* in Damen-, Herren- und Knaben- as ebrenbste Zeugniß. Aniverfitäts - tz-rorriL. ,,, , Än Basel ftubiren 366 junge Leute unb zwar 101 Tbeoloaie 9?pA< a- wisfenschaft, 130 Hetlkunbe, 100 Philosophie. Ä 9 0 e, 35 Rechts- Bekamttmachung mit 141 Stimmen 10141 Heyer.__________ Freitag den 21. Drcemder, Vormittags 10 Uhr, versteigere ich in der Hofraithe Rod- 10157 aus Kirchner, Brandgasse, >: x Ferber’sche Univ.-Buchhandlung | zz Giessen, zz x [10153 ermässigten Preisen Weine im Faß billigst. Mr Reinheit wird jede Garantie übernommen. 1017 b 10150 wird. Seltersweg 39. 10161 ' Oval- und Stellrahmen rc., 'ck' Ostanlage. Wallthorstraße. empfiehlt ihr wesentlich ver- grössertes, mit den neuesten n n n C. Kttngspor 9t. Tcheel . F. Burk . . statt. 10159 Lauterbach, den 14: December 1888. Ireiherrüch Ricdesel'sche Rknteiverwaltung Herrn Zipp, „ Roth, Geißler, Gr. Gerichtsvollzieher. Salvator = der ©rmierei Förtfch Gießen, 18. December 1888. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. in schönster Auswahl, bekanntl'ch nur vorzüglichster Qualität, empfiehlt von jetzt bis Weihnachten zu bedeutend herabgesetzten Preisen J. Weitzenkom 9. Schulstraße 9. Stsiulieferuug ® im Domanialwald der Ober- < förderet Schiffenberg. Samstag den 23. d. M., Nachmittags 2 Uhr. wird auf dem Baumgarten bei Schiffenberg dos Anfahren und Ausfetzen von etwa 400 cbm Chaussirsteinen öffentlich veraccordirt. versteigere ich in . . .. Heimerstratze 40 gegen Baarzahlung: 1 Zugpferd, 1 Kuh, 2 Schafe, 2 Schweine, 1 Wagen, 1 Sopba mit 4 Stühlen, 1 Kommode, 1 ovalen Tisch, 1 Consol mit Glasaufsah, im Zapf bei Herrn Bob, Bahnhofstraße,. | Frau Wwe. Herbert Mausbura, i und in der HauSwirthschaft. 10137 1 Spiegel, 1 Secretär u. 1 Regulator. Die Versteigerung findet bestimmt Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß das Wahlprotokoll nebst Anlagen drei Tage lang, nämlich den 20., 21. und 22. December 1888 aus dem Bureau der Firma A. Heichelheim offen liegt, und Einwendungen gegen die Wahl oder die Gewählten innerhalb dieser drei Tage bei Vermeidung des Ausschluffes bei der Handelskammer vorzubringen sind. Gießen, den 18. December 1888. Großherzogliche Handelskammer Gießen. Ed. Silbereisen, Commerzienrath. Carl Bieler 2585 Kaffee-Lager I filAiaeu. Kreueplati 6. Freitag den 21. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Hobelbank, 1 Parlhie Dielen, 1 Handkarren, 2 Kommoden, 1 Cassa- schrank, 1 Doppelpult, 1 Klavier, 2 Buffets, 2 Schreibtische, 1 Secretär, 2 Sopbas, 1 Nähmaschine rc Versteigerung voraussichtlich teilweise best'mmt. , Gießen, den 19. December 1888. Gugel, 10149 Gr. Gerichtsvollzieher. AeilgeSotmes. Emi8 Schmoll (Frankfurter Hof) empfiehlt: Weisswein, die Flasche von 70 H an, Rothwein, „ „ „ 90 „ „ Priorato (herb) rother «A Ntageuwein 1- 20 Priorato (süß) Stärkungswein 1. 50 Flaschenbierverkauf. Wir bringe« hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß von brun an auch Bier in Flaschen kistenweise aus der Freiherrlichen Brauerei dahier verabfolgt ZumWeihnachtsgeschenk geeignet: 1 Kiste enthält: 6 Flaschen besten Tischwein 2 „ Priorato (herb) 2 ", „ (süb) 1 Flasche feinsten sranzos. 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Lun^enkrankh am e.g. Körper erprobte Kur radik. gebellt bewei«.ni. sich stet. mehr, glänz., cd behordl. geprüft. Erfolge. Beschreib, (L® X™“' Angabe, ob Füsse kalt, arg r.Weidhaaw, Dresden, Iteissigerstr. 42 Cafe Leib. Heute Mittwoch: Gäusekegeliz auf der bewährten Kegelbahn. Anfang 8 Uhr. 10166 10168 ] Regenschirm stehen geblieben in meinem Laden. I» Schmücker. ^usthaltigste alter ^Ikoden-ZeilmMu t ALKSLKNr »»»äxä ohne Unterbrechung regelmäßig wöchentlich dildunaen 12°a?nKe^'rh?^«n Artikel mit über 250 Ad- ^ne Nummer erscheint (für Oesterreich-Ungarn 8 farbige Musttrolätter F der Stempeliteuer wegen alle 14 Tage eine W^ationrl 4 ^n^^r^ QCnkr8r ^ra-Blätter nut uiden Ä Doppel-Nummer). Die Moden-Nummern sind btranr?W « äalLber Ic^tcrea an 3000 jährlich ' d