Bureottt Schulstraße 7. _ _ _ _ vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen °ierteli8brlM2Marr50Pst Deutschland. Berlin, 18. Sept. Heute ist Gras Kalnoky zum Besuche des Fürsten Btsmmck in Friedrichen uh cingetrafsen. Europa hat daran ^^°gnung der beiden Kaiser lrÄb^V« g? gfeaat S‘& kann man,sich nsiht verhehstn, d°l1 bUe 3»■£»«•«W® und viel bedeutenderen Fürsten Bismarck sich dtesmal doch ”"n. c”elM?5‘ n der Monarchen , sondern em Buno v bem Wellenschläge bet übrigen Deut chland verknüpft, und datz es ganz un > b b Bismarck wenige Stunden, E^r??"i^e,n.P°kitik, jenes^rn ^u'tsch-n Reichstage sagte, -sset nachdem Kaiser Wilhelm I. die ^uß 1 0 $etner Nation hinterlassen hat. Das ein Erblheil, das die er.seine,^Dynastu"d L^^vch"g^ord-n und wenn es Bündnih ist jetzt dem einstmalig nBundesverhattntm^ym w g^^ bct öfteI5 einen Unterschied »i-bt, so besteht er vielleicht nur Zünde sich mit solcher Au - reichische und der preußische Bevollmach S begegnet sind, als jetzt, nachdem die richtigkeit und so entfernt von attem^““^n„®9®etäu'mt sind, de? deutsche Reichs- SÄjSTOÄ’IÄ «™ □äff-a;rtis®8Srt» „on Donnerstag den «0..September Gießener Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen g.treff.nb: S6le DumtaMfluua fit Ke bem«ff«de 3S«»t im S*1”» ®uteu. «m 17. Sepie* Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an di. G.°bh--,°g''ch-N «°"‘‘" ""''"de. in d.*che, -..feli-M- Sow.ll Sie Sergiu««« für an Ihrem DM- besindliche OuarlierbefchemMNge» find »»her «priuleeen. causzustellenden Liquidationen binnen 8 Tagen uns y d 9 pr. Boek mann. 6« wird »iermit l»t KfmMchm tat.« MM L'«terb"^"bc ift'dl^ »n-f»K E Schn?* MM zweck fdsnaiger AdichMch. _ —---—— 7 Dekan ntmachung. Wir bringen »ie.mil 1». SennlniS b« ?“f«‘Käl4» wS" »ei ben%*KmKneÄ<«,f''^«« “Vtfs'oilS'SSÄ'S E» »Aprj?. £?ell * Kerb,.»8. «Ml -<« Mil«** ”b «• » “*““-®|t6.». den 17. Seplembe. 1888. -------IgTtreffenb: Ausbruch der. Räude unter den Sch^enHüddiugshMieru SS®* «e »LSw R°cht für di- bevorstehenden großen Herbst- siggiüiÄ esSiSKSÄ s £ä MSSSMSS £ ü0, „i0»« TI unb Äiirft Bismarck" uberschrrebenen Artikel der k/^noepen >7» «!''■£,K ’M.tt?r«gtfyw;;'fgi Ä‘S »Ä SS dT|Ä“Ä Mrst Bismarck letzterer Thals-»- Rechnung^tmgn. und Mg-r- Krä te an seine Arbeiten fesseln mufsen, „wenn er sch in seiner Gefcha einem Kaiser von jugendlichem ^^E^^isen^Berltn^ großes Aufsehen erregenden Ztg." bemerkt zu dem in den politischen Kresim einem Mitarbeiter herrühren Artikel des belgischen Blattes sachlich nur, daß feherne er seine Nachrichten müsse, der mit Berliner Auffassungen weniger in conservativen, als vielmehr in liberalen Krelsen g l 8 merkliche Ms erfahrt hiermit das b-kannt- D-men der Rordd. All^Ztg.^^estt-^ merltt^ ?i“äS;ä.Ä; K«W «mi ”»* -5111 ä. 17. «sj- ars Generalversammlung eine Adresse fnthnltfcben Volksgenossen wissen wir von dem aufrichtig- Frammigk-it vi-l-r unfere^ wth J?suittsmus wohl zu in d-r rbmifchcn Kirch- immer mehr zur vertiwau g-m..g ^ । EZahrhcil des sch-id-n. Mil J-mn w°ll-n"Gegen di-fm -rächten wir Heils, »a I"chm, «ied« ^llig bem Kaiserlichen Eabinet -nt- 6 Seine Majestät vertrauen, daß der Bund bei leimr THLtigkeit in WoN und Schrift der gegnerischen Glaubensüberzeugung die A-ytung nicht verjagen und L dmau? sich ergebende Duldung nicht verleugnen werde." Kulgarieu. 17 September. Aus die trüben Zustande in Bulgarien wirst der in sS.teÄÄJS'ÄS'SÄ 1888. amtet der diplomatischen Agentur Bulgariens in Bukarest, Ngm-nS Kisseloff, feuerte au den in Rustschuk weilenden Natschewitfch sechs Revotverschüsse ab, wodurch der Minister mehrfach verwundet wurde; doch sollen die Verwundungen des föerrn WnHdip- i , $ra5mf^rbtk J8- September. Am 13. d. M. wurde der Hilfsbremser bei den Eisenbahnen Hermann Mayer aus Minden Im Königreich Preußen mit Wirkung vom 1. October l. I. an, zum Bremser bet diesen Bahnen und der «ntifa- «örter Johannes Vogel aus Neinharbshain, mit Wirkung vom 1. October d I zum Bahnwärter bei den Oberhessischen Bahnen - ernannt. iüm nn. Darmstadt, 18. September. Bei der gestern Mittaa stattaekaßt-n frontfltion tie§ g?aubmörber§ Webner mit seinem Opfer soll sich derselbe in äußerst benommen haben.„ Wehner gehörte der Zunft der Frankfurter Louis an Bei seinem Eintreffen hier wäre derselbe von seinen Mitgesellen beinahe aelvnckt enenten “mefr . “frafr u6^ f bcr Schutzmann,chast,' den Mörder vor L abgelegt. 9 1 Sicherheit zu bringen. Derselbe hat bereits ein Geständniß T.rncfe ?8; Nach Verbüßung einer in dem hiesigen Socialisten- proceß Zuerkannten sechsmonatlichen Haftstrafe öffneten sich heute Morgen dem fnHnr- ^?dtagsabgeordneten Jöst die Gefängntßpforten. Mit Rücksicht darauf' ftJtae L^nmSCrmntla\fenen Socialisten vor dem Gefängniß d.. Wochkn schön Moraens'naL ^rer Gesinnungsgenosse des Herrn Jöst vor einigen Xk« wo dieselben «S , bcttW« Anzahl vor dem Gesängniß ein- UM-^EWWUZ Lokales. September. Mit dem 1. October tritt bekanntlich das neue ^ichsgesetz übn die Verwendung von Blei und bleihaltigen Gegenständen in flefunb= 9ftirt?frhnhshfl dUn0 K" $ie 50Ieibc(feI auf Bierkrügen und Gläsern \n den ?!,E^?^shäusern dürfen also nur noch bis Ende dieses Monats im Gebrauche sein Deckel^ersetzt^werdem' fltba$ten 5cttpunItc ab durch andere dem Gesetze entsprechende ^'r^^ber. Gestern wurde dahier eine Dienstmagb aus Rübblngs- H“s ^ Luftherrschaft, einem hiesigen Kaufmann, vor einigen Sherel und Schuhe aus dem Magazin entwendete und solche in letzter Kett zum Verkauf angeboten und auch thetls verkauft hatte. 9 ö ö" : 18*„®cp?cm6cr- Die Generalstaaten sind heute in Verhinderung des Königs von dem Minister Mackay mit einer Thronrede eröffnet worden in welcher betont wird, daß die Beziehungen mit dem Auslande sehr freundschaftliche und der ?otb^nd^ ^^9^b c»len, daß eine Vermehrung der Steuern nicht Alsdann werden Vorlagen betreffs Ausführung des Grundgesetzes der Verfassung, das Gesetz betreffs des Elementarunterrichts, ?,lc m ^Heilung der großen Städte in gesonderte Wahldtstrikte, das neue Gesetz, betr beschäftigten Kinder und die Abänderung der Zuckersteuer ^^ekundigt. Zur Complettrung der Marine werde ein Credtt gefordert werden. Die ernsthaften Unruhen in Java wurden verschiedenen Ursachen zugeschrieben. Die Ruhe sei jedoch Dcmk den energischen Maßregeln der Regierung in Indien und der ausgezeichneten Dienste der indischen Armee wieder hergestellt. Der Zustand in Atchin Annäherung ^edenstellender' bie Anführer zeigten das Verlangen nach größerer •ÄetaBÄrfX bm°nn' bCr m“ $lnbcH "°n ©«f« beschäftigt ! äs.« WWsMWMMW w°7chen'der Sich-rh-ttsfrnb‘±gurd» 3. Elaste ein- bezw anffnhr £ 41r auf den nachfolgenden Wagen sK« S-"ft SS » S'- SS £Ä”S. »"ta ««"*»’ £Ä-ra«S S,m,"gS ÄKÄ “ ~«*Ä iÄÄ L^b-l' Mo frder bedeutendsten Armeen, nämlich: Gras, Kropatschek Tr"m°nd ^-efr^nkr-ich Mauser für Deutschland, Werndl Früwirth, Kropatsch" Mr für England Albtni BraenlL T-rssm, Carnblast. ür £r Dänemark, Spanien und Schweden, Springfield für bie Ver- Murata Beaumont, Remington für Holland, Vetterlt, BeNholdo für J-alien, Rußland^LL Werfm. für Norwegen, Bordan Mr U'cr'5tora 'ur Serbien, Vetterli für die Schweiz u. s. w Und dabei sind noch verschiedene andere neue Gewehrarten entdeckt." ~ Köche des Sultans, etwa 200 -an der Hahl. haben Ende A,kaust ihre den Küchenmeistern vor die Füße geworfen weiteste seit I Laoten" ^en Para Lohn mehr erhalten Habern D?esoniktzl^en Diener J tarÄtretanL h, 7 man ihnen schon glauben - daß ihre Familien von den leeren Versprechungen des Hausministers nicht zu leben vermöchten. So zogen sie von emVr »hT fr vereinfacht werden. Gerade dieser Zusatz läßt die Fetßt, dieselben sollen denn unser-^Briefmarkensindschon üb/raus einfach unwahrscheinlich -rscheinen, rich war beTannümato^or frfr8 6 ™ViCKSai,Erin Fried- mals zum Schlusse behauvtet/ ^ ? ?^e Rede. Während man nun da- Forderung, wird heute einender'Berliner Nost^ntsta^E k ^lge der exorbitanten “ÄtfÄ'C* "n‘ »" W-« I« b-todl .«I r!”S» ESMVZNWW • E,n1a”rdmSl"V7'#£L'ln,™ »«'■«•« 0»„»„ ,ln »M« S!,S Ss•-»* 'S; SSW 'S ®ämS NSL8WSZ MMZMWIZK ! »ä k, sä1» ÄE'T r'®»'-» ; Abrede gestellt und behauptet, Hübner hätte nur Eins “r?™ ^/rhasteten in nächst üi ^nem lettLn P^ocesft RAt^^'sprechen ^E^ ^£n‘b^ SSSSSÄSSg MEMMGLW unternommen Mte? mit Labber ©Ä. unglücklicher Liebe den SchL hat -ine Än"an Ven Bauernvereins des Ausschanks selbstgezogcnn WVine -r?E in welcher um Wiedergestaitun« ä“‘ä. &!ÄÄg'; Telegrapyische Aepeschen. BeltVt ielegr. Eorresponden,. Bureau. _ , Berlin, 18 September. Der diesseitige Gesandte bei dem Vatikan, v. Schlözer, reist heute Nachmittag um 51/* Uhr nach Friedrichsruh. Derselbe dürfte einige Tage dort verweilen und dann nach Rom zurückkehren. 0 Müncheberg. 18. September. Seine Majestät der Kaiser hatte heute das Com- mando des 3- Corps , welches mit der Avantgarde östlich Müncheberg und mit dem Gros hinter Müncheberg stand, übernommen. Seine Majestät hatte besohlen die "'^"-.Älr Sl-llung vor und in Müncheberg nur in leichtem Gefecht zu vertheid'igen, b ? f fr9. aKfJ.bm W.? b-t Bahnhof Dahmsdorf Müncheberg schon seit Tagesanbruch fortistkatorisch verstärkt wurde. Der Kaiser beobachtet- zuerst den Anmarsch des Garde-Corps und das Gefecht von den Höhen östlich von Mönche" berg aus und ging dann auf di- Hauptstellung zurück. Das Garde-Corps unter dem General v. Pape hatte °-r ucht. mit der ersten Division und einer Cavallerie-Dioiston den linken Flügel vom dritten Corps zu umfassen. EM weiteres Vorrücken scheiterte aber an der von Seiner Maicstat dem Kaiser ausgewählten, fast uneinnebmbaren Position bet Dahmsdorf. Um 12>/z Uhr fand der Abbruch des Gefechts statt,^worauf das 3. Corps nach den vorher bestimmtcn Bivouacksplätzen in der Nähe von Garzin zurückging, indeß das Garde^Corps auf dem Schlachtfelde blieb. 8 ,n . , Köln, 18. Sept. Die 61. Versammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte ist heute früh, kurz nach 9 Uhr, durch den ersten Geschäfisfuhrer, Professor Dr. Bardcn- ?e“c^ großen Saale des Gürzenich, in welchem die Colosialbüste Sr. Majestät n umgeben, aufgestelll war, eröffnet worden. Prose sor ve. Bardenheuer gedachte in seiner Eröffnungsrede der seit der letzten Ver- sammlung stattgehabtcn welterschutternden Ereignisse, des Ablebens des Kaisers Wtl^lm des Großen untr hes frühen Todes des edlen Kaisers Friedrich und di- Theilnehmer an bet Versammlung ehrten das Andenken der hohen Hingeschiedenen dadurch, daß sie 87 Sitzen erhoben. Professor Dr. Bardcnheuer erwähnte sodann, daß die Stadt Köln zum ersten Mal die Ebre habe, die Versammlung in ihren Mauern zu be- n,nert1e baran- ba6 bi- Stadt, wie ein Rückblick auf ihre Geschichte zeige, seit vielen Sn&frr fr ^n8sCnl fr frfr1!0c mit b-r Wissenschaft gestanden habe, gab der ffrSfr b K Berhandlungen d-r gegenwärtigen Versammlung recht ^folgreiche fein mochten unb schloß mit einem begeistert aufgenommenen breimaliaen Hoch auf Se. Majestät ben Kaiser Wilhelm II., ben echten Hohenzollernfobn ben vSort hnl nnnbhn8*sn -Zustimmung aller Anwesenben würbe beschlossen, baß von ber Versammlung ein Hulbtgungs-Telegramm an Seine Majestät ben Kaiser werbe. In Vertretung bes am Erfchetnen verhinberten Oberpräsibenten unb bes Regierungsprasibenten überbrachte ber Oberregierungsralh Ztschowitz ben ^Snmmen0hU^ Skaatsregierung, ber es ein besonberes Bebürfntß sei, ihren regen Antheil an ben Verhanblungen ber Versammlung iu befunben, währenb ber Ober« imNamen ber Stabt unb ihrer Bevölkerung, ber Rector magnlfiou8 fkä^"°u?/p GL- Regierungsrath Schönfelb, Namens ber rheinisch^ Unb rerfitat unb Sanitatsrath Graf aus Elberfelb Namens ber Aeiztekammer bie Versammlung roiHfommen hieß. Nachbem Prof. Dr. Barbenheuer Namens ber Versamm- lung gebanlt unb be§ Hinscheibens früherer Theilnehmer an ber Versammlung des Tobes von Langenbeck, be Bary und vom Rath gebacht hatte, begannen »ÄlSjÄ ”fM« «"«!."• ** ***" r, bestehenbes Eomit^ gebllbet, an besten Spitze ber erste Bürgermeister v. Wieben- besckästiat^' 2)08 6omM Eft bereits mit Vorarbeiten für bie Empfangsfeierlichkeiten 10 Minuten lang angehalten hat, hört man mit weiterem Erhitzen auf und hebt die Maschtnentheile aus dem Wasser heraus, so daß sie durch ihre eigene Wärme das anhaftende Wasser verdunsten lassen, d. h. trocken werden. Man kann dann die etwa noch anhaftenden Schmutzthetle mit Leichtigkeit entfernen. Auf diese Weise werden kleine Maschinen mit sehr viel Einzelheiten in etwa einer Stunde gründlich gereinigt. Literarisches. — Es ist für unsere Frauen eine schwierige Aufgabe, gegenüber den vielen Anpreisungen in Tagesblättern das wirklich Gute herauszufinden. Jede gebildete Frau wird die Wahrheit dieses Satzes bereits praktisch erfahren haben, vornehmlich in Bezug auf Journale. Jedes Journal behauptet das „beste" zu sein — indeß der Erfolg entscheidet. Zu den vom Erfolg gekrönten Damen- und Mode Journalen zählt in erster Linie der allbekannte, allbeliebte ,Bazar", dessen Abonnentenzahl laut notarieller Bestätigung vom 9. Juni d.J. über 102,000 betrug, wobei die nach Hunderttausenden zählenden Abonnenten der fremdsprachigen Ausgaben nicht eingerechnet sind. Einer der Hauptvorzüge dieses Blattes besteht neben der großen Fülle Modebtlder vom einfachsten bis zum elegantesten Genre in der großen Anzahl der Schnittmuster in natürlicher Größe (der „Bazar" bringt doppelt so viele Schntttmusterbogen als irgend ein anderes Modeblatt). Was nützen auch Moden - Abbildungen ohne Schnittmuster? Die als „korrekt" bekannten Schnittmuster des „Bazar" ermöglichen selbst ungeübten Händen das Selbstanfertigen der Kleider, Paletots, Kinderanzüge u. s. w. Welche Ersparnis liegt darin? — Nicht minder werthvoll sind die praktischen Handarbeitsoorlagen, die jede Nummer bringt und schließlich: wie reichhaltig sind die Unterhaltungs-Nummern aus- gestattet! Romane und Erzählungen, prächtige Illustrationen, Modenberichte, erprobte Rezepte für Haushalt und Küche. — Der vierteljährliche Abonnementspreis von 2 JL 50 $ ist bei dem reichen Inhalt und der eleganten Ausstattung ein geringer. denn ab Herde und Oefen wurden kalt und Stille herrschte in den Räumen, wo es sonst so' lustig prasselte und schmorte. Heute sind die feiernden Köche wohl zurück- ' kehrt, man wird ihnen, den Nährern des Sultans, doch einen Theil des rückständigen Lohnes gegeben haben. Inzwischen haben griechische und armenische Köche für den Tisch des Sultans gesorgt, Köche, welche alle Abend baar ausbezahlt wurden. — (Eine theure Ho chzettsfeier.) Amtlich wird bekannt gemacht, daß der junge Kaiser von China, welcher jetzt 18 Jahre alt ist, am 24. Tage des ersten Monats des Jahres 1889 eine Ehe etngehen wird. Zwei Millionen Taels (zehn Millionen Mark) sind von den öffentlichen Einkünften für die Hochzettsfeier bewilligt und die doppelte Summe ist durch freiwillige Beiträge aufgebracht worden, im Ganzen alio 30 Millionen Mark. Ob diese letzteren sreilich in der That so freiwillig gewesen -sind, mag dahinstehen, da Courtere in der letzten Zeit das weite Reich durchstreift und die Behörden auf die Nothwendigkeit aufmerksam gemacht haben, die nöthige Beisteuer bis zum Schluffe des Jahres zu leisten. — sAus dem amerikanischen Familienleben.) Zu welchem Auswuchs das Hasten und Jagen nach Erwerb und das dadurch bedingte ungemüthliche Familienleben in den Vereinigten Staaten führen kann, zeigt folgende von einem Geschäftsmanne eigens zu dem Zweck erfundene Schilderung seines Thuns und Treibens: Morgens begebe ich mich in's Geschäft, wenn meine Kinder noch schlafen, und wenn ich Abends heimkehre, sind sie bereits zur Ruhe gegangen. Ich sehe die Meinen somit während der ganzen Woche nicht und Sonntags ist der Verkehr mit ihnen auch ein beschränkter. Kein Wunder daher, daß wir unsere gegenseitige Bekanntschaft noch nicht gemacht haben. An einem Sonntag nahm ich Gelegenheit, meinem Jüngsten im Hofe hinter meiner Wohnung wegen einer Unart das Fell zu gerben, und laut heulend eilte er zur Mutter. Auf die Frage, wer ihm ein Leids zugefügt, entgegnete er schluchzend: Der Kerl, der sich immer Sonntags bei uns aufzuhalten pflegt." — ^FrankfurterVersicherungs-Gesellschaft gegen Wasserleitungs-Schäden, Frankfurt a. M.) Nach einer uns vorliegenden Zusammenstellung hat die Gesellschaft im ersten Semester des laufenden Jahres für Versicherungen neu geschlossen resp. prolongirt 104 851 Mark Prämien abz. Storni vereinnahmt gegen 50 598 Mark im gleichen Abschnitt des Vorjahres, anderseits 62123 Mark für Schäden bezahlt bezw. reservirt gegen vorjährige 25 470 Mark. Der Dersicherungsbestand war am 30. Juni 288.77 Millionen Mark. — ^Reinigung von Ma schinentheilen.) Um schnell und gut größere Mengen nicht zu großer Maschinentheile von Schmutz und Oel zu reinigen, verfährt man am besten so, daß man in einem hölzernen, besser aber eisernen Gefäß von entsprechender Größe die Maschtnentheile einlegt und so viel Wasser zugtbt, daß sie davon bedeckt werden. Alsdann wird gute Soda, noch besser kaustische Soda, d. h. alkalisches Natron, und zwar soviel zugegeben, daß das Wasser dadurch alkalisch wird. Die Menge des Zusatzes hängt von der Menge des Oels an den betreffenden Theilen ab, denn der Zweck des Natronzusatzes ist nur der, die Oeltheile in eine leicht lösliche Seife überzuführen, da sich bekanntlich Natron mit Oel und ölhaltigen Stoffen zu Seife verbindet. Zu dieser Verbindung ist aber Siedetemperatur des Wassers erforderlich und man muß daher dafür sorgen, daß das Wasser in's Kochen gebracht werden kann. Wie dies am besten zu bewirken ist, wird von den Umständen abhängen. Entweder bringt man unmittelbar unter dem eisernen Gefäß Feuer an oder leitet den Dampf birect in's Wasser oder erhitzt es durch eine Dampfschlange. Wenn das Kochen etwa Mi-U iw in iramnn~’"irtn T-'nrrr» Handel nnv Verkehr« — sPostverkehr mit dem Deutschen Schutzgebiet der Marschall- Inseln.) Das Deutsche Schutzgebiet der Marichall-Jnseln, woselbst in Jaluit, dem Sitz des kaiserlichen Commtssars, eine kaiserliche Poftagentur für den Austausch von gewöhnlichen und eingeschriebenen Driefsendungen aller Art eingerichtet wird, tritt vom 1. October ab dem Weltpostverkebr bei. Für Sendungen aus Deutschland nach dem Schutzgebiet beträgt das Porto: für Briefe 20 H für je 15 Gr., für Postkarten 10 H, für Drucksachen, Waarenproben und Geschäftspapiere 5 $ für je 50 Gr., mindestens jedoch für Waarenproben 10 H und für Geschäftspaptere 20 zu diesen Sätzen tritt u. A. die Einschreibgebühr von 20 Die Postagentur in Jaluit wird für den Austausch der Sendungen mittels der sich bietenden Segelschiffs - Gelegenheiten mit den Postanstalten in San Francisco, Hanolulu, Sydney und Auckland in Verbindung treten. Auf den nach den Marschall-Inseln gerichteten Sendungen haben die Absender durch einen entsprechenden Vermerk selbst zu bestimmen, mit welcher dieser Verbindungen die Beförderung erfolgen soll. Fleisch-Extract. Pepton u. Bouillon sind in kurz. Zeit bereits mit 16 Ehrendiplomen 5? u. goldenen Medaillen ausgezeichnet worden. io Kemmerich AerheMt Eisenbahnen. | Der Nachtrag I zum Lokaltarif für die , Beförderung von Leichen, Fahrzeugen und r lebenden Thieren, welcher mit dem Tage l der Betriebseröffnung der Nebenbahn ! Stockheim—Gedern in Kraft tritt, ist aus- I gegeben worden. i Nähere Auskunft über dessen Inhalt | ertheilen die Güterexpeditionen. Gießen, den 16. September 1888. 7490_________Großherzogliche Direction- , Mstversteigerung. | Montag den 24t. September, Vormittags von 8 Uhr an, soll das Alten-Busecker Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen, Zwetschen und Nüssen, an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Auweg. Alten-Buseck, am 18. Septbr. 1888. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. __Krämer.______7485 Das Grummetgras von den der Neustädter Schäferei gehörigen Wiesen soll Donnerstag den 20. Septbr., Nachmittags 3 Uhr, versteigert werden. Zusammen- kunft am Schlachthaus. 7482 Montag den 24. September, von Nachmittags 2 Uhr an, werden wegzugshalber in der Wohnung der Frau Darlington, Ludwigstr. 5, 2. Stock: zwei Tifche, ein Bett, Küchen- schrank, ein Schrank, zehn Stühle, ein Nühtischchen, Küchen- und Hausgeräthe, ein Petroleum- herdchen und zwei Koffer re. meistbietend versteigert. 7481) Im Auftrag: Louis Rothenberger, Auctionator. Ieikgeöotenes. 7475 Eine kräftige rehgelbe Hühner- Hündin, l3/< Jahre alt, ferm, hasenrein, sehr gut. Appel sowie ein junger Hühner- tzund, deutsche Race, preiswürdtg zu verkaufen bei Förster Hoffmann in Wetzlar. Habe noch einige junge JgfiF doxer abzugeben. [7486 Keßler, Neuenweg 33. j Allgemeiner Anzeiger. fiAnimthhrdn heute frischer Waggon ein- WßDaBlllUrall getroffen, hochfeiner Stoff. 7492 Restaurant zur Stadt München. Flasche retour M. I. 6869 20 Ltr. incl. Flasche M. 5 Flasche retour M. 1.50. 15 Ltr. incl. Flasche M. 4 Flasche retour M. 1.30. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. Abonnementspreis vierteljährlich 2Vz Mark (in Oesterreich-Ungarn nach Cours) Probe - Nummern versendet auf Wunsch die Administration des „Bazar", Berlin SW., unentgeltlich Die reichhaltigste und erste Modenzeitung ist Der Bazar. Tonangebend für Mode und nützlich für Handarbeit. Der „Bazar" bietet zur Selbstanfertigung der Garderobe doppelt so viele Schnittmusterbogen als irgend ein Modenblatt Der Bazar erscheint in reichster Ausstattung und bringt Mode, Handarbeiten, Colorirte Modenkupfer, Schnittmuster zur Selbstansertigung der Garderobe. Romane und Novellen. Prachtvolle Illustrationen. Inserate aller Art finden die denkbar weiteste und billigste Verbreitung durch das „Deutsche Familienblatt", das von 130 deutschen Zeitungen als Beilage gebracht wird- Alles Nähere durch 6915 Julius Weinbargs Verlag, Berlin NW., Thurmstraße 8. I NeunProcentVerzinsung I erhalten Privateapitalisten bei ■ völliger Sicherheit. Gefl. Adressen | unter 8 118 zu senden an I Bogdan & Co., Berlin C., ■ 5851 Spandauerstr. 58. Jeden Tag Zufuhren r m Ä' frifche Zische |U bei C. G. Kleinlienn. _________Tägl. ächte Franks. Würstel. 7496 Falzziegel, K7S,-- S. Katzenstein, 6900_____________Holzhandlung.________ Neue Linsen | lgutkochend) b. Robert Stuhl, Neustadt23 7459] Gebrochene Aepfel — Grafensteiner — per ©immer — 2a. Mesten zu 3 im Bottischen Haus, Seltersweg 81. Schlachtete heute ein 5 Jahr altes fettes Pferd, 1400 Pfund schwer. [7487 Keßler, Pferdemetzger. Aepfel kaust Emil Schwall. 7183______im „Frankfurter Hof". 7437 Ein Mädchen zu zwei Leuten nach Darmstadt, ein Mädchen zu einem größeren Kinde und Mädchen für Küche und Haus finden Stellung. Näheres durch das Ver- mieth-Bureau von Frau Hüttenberger, bei Bäcker Germann, Kreuz. Hundert Mark wöchentlichen Nebenverdienst kann sich Jedermann verschaffen. Gefl. Adressen unter M. I2hu senden an Bogdan & Co., Berlin C., 5850 Spandauerstr. 58. Obstkeltern habe ich einige zur Benutzung aufgestellt. 7184 Emil Schmält, im „Frankfurter Hof". 1076 I Ankauf alter Büchern. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. Ricker’sche Buchhandlung Giessen. 7455 Einen Knecht zu Pferden sucht Ph. Schwan L, Neustadt 43. 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Näh. in der Exped. d. Bl. [7453 ’ Redaction: Cafe Leib. Zur Eröffnung der Wintersaison: Donnerstag, den 20. Septbr., Abends 8 Uhr: CROSSES COWRRT ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. Hess. Jns.-Regts. Nr. 116 unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn C. Krauße- Entree 30 Pfg._______[7468]______Bier iw GlaS Borbereitungs-Institut M Gießen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, spezielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in Gymnasien, Real-, polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstunden theilzunehmen aber behindert sind, ist ein Abend-Cursus eingerichtet. Beginn des Winter-Semesters am 25. September. Der Vorsteher: Dr. 7489 • Bahnhofstrasse 45. Missionsfest Sonntag, den 23. September, Nachmittags 2 Uhr bei Allertshausen. Festprediqer: Pfarrer Dr. Naumann-Gießen, Dekan Pullmann— Grünberg, Missionar Gräter—(Saffet. 7472 Meine Wohnung und Comptoir befinden sich Bleichstrasse 23 I» Fercl» Wwce5 7484 in Firma: I. G. D. Bapst. I Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Herrn gefallen, unseren lieben Vater, Großvater, Schwiegervater und Bruder, Herrn Lehrer Roth zu Alten-Buseck von seinem schweren Leiden zu seiner Ruhe abzurufen. Mari en schloß, am 18. September 1888. Im Namen der Hinterbliebenen: Karl Roth, Pfarrer. ■ Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag um Uhr I in Alten-Buseck statt. 7491 Coursbencht der frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 4% 18. September 1888. Franks. Bank-DtSconto 4 /0 4% Preußische Consols 107.40 3Vao/o do. 104 50 4% Nassauer Oblia. 101.00 4% Baverische Oblig. 107.40 40/0 Badische Oblig. 105 40 4% Hessische Oblig. 106 80 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 101 60, neue 103.^0 3Va°/0 do. 99.00 41/a% Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 103.70 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr 103.00 3'/?/o do 99 00 5% BuderuS Oblig. 104 80 37;% SolmS-Brauns. Oblig. 4% Gießener Oblig. 4% Oesterr. Goldrente 41/öo/o Oesterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmft. Bank-Actien <8eldso eßen. 96.20 104 00 92.60 69 00 99 90 167 50 20 FrancS-Stücke do. in % Engl. Souvereigns Dollars in Gold 16.14-16.18 16.12-16.16 20.36-2041 4.16—4.20 i Telegraphischer Coursbrricht der Berliner Börse vom 19. S-ptember 1888 Oesterr. Credttactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblia. 4°/o untf. Egypter Oblrg. 165.90 106.60 83 60 85 20 DiSconto-Com.-Antheil 232.60 Lombarden 45.74 4% Ungar. Goldrente 83 80 5% Gemischte Russen 97 40 Tendenz: unverändert. 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