Nr 198 Zweites Blatt. Sonntag den 19. August 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Dirrearrr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Den Ankauf von Rindvieh Simmenthaler Race in der Schweiz. Bekanntmachung. Der Ausschuß der landwirthschastlichen Vereins von Oberhessen hat beschlossen, durch eine von demselben ernannte Commission, zu der die Herren Pachter Karl Hahn zu Wenings, Gutsbesitzer Keudel zu Liederbach, Rentmeister Hoffmann zu Stockhausen und Bürgermeister Reitz zu Södel, Lerer als Vorsitzender, ernannt worden sind, in aller Kürze eine größere Anzahl von Rindvieh Simmenthaler Race in der Schweiz ankaufen zu lassen. Rur Bestreitung der Transportkosten des Viehes, dann zu derjenigen der Reisekosten der Commission sind für den Fall, daß der Ankauf zu Stande kommt, 1600 JL aus den zur Hebung der Viehzucht im Staatsbudget vorgesehenen Mitteln erbeten worden- Das von der Vereinscommisston angekauste Vieh soll nach Eintreffen zu Friedberg unter den Bestellern zur Versteigerung gebracht werden. ..' . . Der Unterzeichnete fordert nunmehr die Landwirthe Oberheffens, die sich an diesem Bezug von Vieh betheülgen wollen, hiermit auf, ungesäumt dem Unterzeichneten mitthellen zu wollen, was sie an Rindvieh Simmenthaler Race auf die angegebene Weise mitbeziehen wollen, unter Angabe des Geschlechte» und des ^Alters^des Viehes.^ anfotberung ^sbald an den Rechner des landwirthschastlichen Vereins von Oberheffen vor Abgang der Commission für einen Bullen je 600 ju und für ein Rind 700 M. in Reichrkaffenscheinen 4 100 JL einzuzahlen. Rach erfolgter Versteigerung soll dann die Abrechnung auf den Steigpreis erfolgen. Die Anmeldungen müssen bis längstens zum 24. d- M- erfolgt sein . Nriedelhausen, am 9. August 1888. Der Präsident des landwrrthschafllichen Vereins von Oberheffen. - 2 Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Darmstadt, 16. August. Das Grotzherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 24) enthält: t . 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Prüsungs Commission für das Justiz- und Verwaltungsfach betreffend. 2. Oeffentliche Anerkennung einer edlen Thar. (Leine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem 17 Jahre alten Schmied Philipp Peter Otto in Mainz in Anerkennung der von demselben am 15. Mai d. I. mit Muth und Entschlossenhett und unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des 6 Jahre alten Paul Kogler, Sohnes des Taglöhners Paul Kogler in Mainz, vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie zu bewilligen geruht. 3. Uebersicht über die für das Jahr 1888 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Mainz. 4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Oppenheim, die für 1888 zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Gemeinde Gau-Bickelheim zu erhebende nachträgliche Umlage betreffend. t t Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz sollen in 1888 in der israelitischen Gemeinde Gau-Bickelheim 220 JL als nachträgliche Umlage mit einem Ausschlagkoesficienten von 5,806 H auf 1 Communal-Steuerkapital der israelitischen Einwohner zu Gau-Bickelheim tn drei Zielen erhoben werden. Es wird dies unter dem Anfugen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Erhebung in den Monaten August, October und December 1888 erfolgen soll. 5. Verzeichniß der Vorlesungen, Uebungen und Praktika, welche im Wintersemester 1888-89 in den sechs Fachabthetlungen der Großh. technischen Hochschule zu Darmstadt gehalten werden. 6. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 18. Jult dem Hauptmann der Landwehr, Schlenke, vom Landwehr-Batarllons-Bezrrk Gießen, das Ritterkreuz zweiter Claffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthtgen zu verleihen. 7. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 29. Juli dem Consul Francis Sarg zu Guatemala die Erlaubntß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Annensrdens dritter Claffe zu ertheilen. 8. Namensveränderung. 9. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 8. Juli den von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die evangelische Pfarrstelle zu Offenthal präsentirten evangelischen Pfarrer Otto Scriba zu Remptendorf im Fürstenthum Reuß j. L. für diese Stelle zu bestätigen. Am 3. Jult wurde dem Schulamtsasptranten H. Dambmann aus Michelbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rüsselsheim übertragen; am 13. Juli wurde dem Philipp Huber aus Bermersheim das Patent als Geometer 2. Claffe für den Kreis Alzey ertheilt; am 15. Juli wurde dem Schulamtsasptranten Georg Fuhr aus Lich eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reinheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Krapp aus Hainstadt. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß - Bieberau, am 17. Juli wurde dem Schulamtsasptranten Philipp Trautmann aus Klein-Gumpen die Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Etzen- Gesäß übertragen; am 22/ Juli wurde dem Schulve, walter Matthäus Schmid zu Herbstein die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Bobstadt, an demselben Tage wurden den Schullehrern Franz Keilmann zu Nieder - Mörlen und P. Fertig zu Kolmbach Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Bürstadt, ,am 24. Juli wurde dem Schulamtsasptranten Reuhl aus Gambach die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Reinhards- Hain, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johannes Eißseller zu Ober-Ofleiden eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinbach, am 26. Jult wurde dem Schulamtsasptranten Ludwig Hammersdorf aus Neckar-Steinach die 2. Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Gadernheim übertragen. * 10. Dienstenthebungen. 11. Dienstentlassungen. Am 27. Juli wurde der Oberlehrer an der Gemeindeschule zu Laubenheim Heinrich Joseph Schreiber auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. August an, aus dem Schuldienste entlassen. 12. Ruhestandsoersetzungen. Am 15. Juli wurde der Schullehrer an der Volksschule zu Offenbach Karl Schlechtweg auf fein Nachfuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit tn den Ruhestand versetzt. 13. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die mit einem evangel. Lehrer zu besehende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Hopfmannsfeld mit einem Gehalte von 900 JL Mit der Stelle ist Organtstendienst verbunden. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wieseck mit einem nach dem Dtenstalter sich bemessenden Gehalte von 1000—1350 Jt. Eine Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Vilbel mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1600 «X Nur solche Bewerber können berücksichtigt roerben, welche die erweiterte (Oberlehrer-) Prüfung bestanden haben. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Büttelborn mit einem Gehalte von 900 JL Mit Der Stelle ist Organtstendienst verbunden. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Bürstadt mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehrte von 1000—1600 JC Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Kreisrath zu Bensheim, dem Pfarrer und Ortsvorftand zu Bürstadt steht das Präsentattonsrecht zu derselben zu. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Budenheim mit einem Gehalte von 900 •*. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mosbach mit einem Gehalte von 900 «£ Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an Gemeindeschule zu Dietesheim mit einem Gehalte von 900 JL Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Gau- Bickelheim mit einem Gehalte von 900 JL. . Vermischtes. — Die Geschäftsführer der 61. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Köln versenden augenblicklich das Programm der diesjährigen Versammlung. Der ärztliche Centralanzeiger in Hamburg hat eö übernommen, dasselbe an alle Aerzte Deutschlands zu verschicken. Im Uebrigen wird dasselbe unter Kreuzband versandt an alle Vertreter der Naturwissenschaften an den Universitäten, polytechnischen und land- wirthschaftlichen Hochschulen. Wenn hierbei einzelne Vertreter, bezw. Freunde der Naturwissenschaften übersehen sein sollten, so werden sie gebeten, sich behufs Zusendung eines Programms an den ersten Geschäftsführer, Professor Dr. Bardenheuer, Köln, Berlich 20, zu wenden. Literarisches. — P. K. Rosegger's AnSgewählte Werke. Pracht - Ausgabe. Mit 600 Illustrationen von A. Greil und A. Schmid Hammer. In 75 Lieferungen. Lexikon - Octao. d 50 H. (A. Hartleben's Verlag in Wien.) 21 Lieferungen erfchienen. Mit den bisher vorliegenden 21 Lieferungen ist der erste Band von Rosegger's Ausgewählten Werken abgeschlossen. Dieser enthält: Waldheimath. Erinnerungen aus der Jugendzeit, mit einem Anhänge: Meine Lebensbeschreibung, und das so gemuth- und stimmungsvolle Hetdepeters Gabriel. Nebstbei ist ein Porträt Roscgger's in Lichtdruck und der Titel des ersten Bandes beigegeben, welchen die Pränumeranten somit complet besitzen und die. ebenfalls von der praktischen Verlagshandlung beigestellte, wunderschöne und wohlfeile Original-Einbanddecke binden lassen können. Der zweite Band von Rosegger's Werken wird durch die Lieferungen 22 bis 37 noch in diesem Jahre vollständig, die Bände 3 und 4 (Lieferungen 38 bis 75) erscheinen 1889. — £ lieber die Eigenart der Muße Rosegger's hier zu reden, ist wohl kaum noch nöthtg, da heute Jedermann diesen Liebling der deutschen Lesewelt, wenigstens aus einigen seiner Novellen und Erzählungen kennt. Mit dem Volksleben der Wäldler und Aelpler vertraut wie nicht leicht ein Anderer, ausgeftattet mit einem wahrhaft liefen Gemüthe und erfrischendem Humor, versteht es Rosegger, eine Sprache zu reden, die das Herz bewegt und bei jedem gefühlvollen Leser nachhaltige Wirkungen zurückläßt, abgesehen davon, daß auch der Unterhaltung bei der Lektüre in angenehmster Welse Rechnung getragen wird. — Nr. 46 des „Wassersport" vom 16. August enthält: Neue Dollenboote (mit Abbildungen). — Regatta des Potsdamer Ruder - Club. — Preis von her Lahn. — Segel-Regatta des Elb-Segel-Veretns, Hamburg. — Regatta des Union» Yacht-Club auf dem Attersee. — Der Drei-Tonner „Muriel" (mit Bild). — Da» Internationale Wettschwimmen im Halensee bet Berlin. — Offener Brief". — Viele officielle Nachrichten. — Ausschreibungen. — Meldungen. — Nennungen und zahlreiche Nachrichten aus allen Gebieten des Wassersports. La ndwirthschastlicheS. — sHyperbel-Winterroggen.^ Bei den herrschenden niedrigen Preisen aller Getreidesorten sollten die Landwirthe den dafür erzielten Mindererlös durch Steigerung reicherer Ernten zu erhöhen trachten. Nach den neuesten ftatisttschen Daten beträgt der Durchschntttsertrag von Winterroggen pro Hectar in Oesterreich 9, in Deutschland 14 Hectoliter, während in Dänemark und England auf derselben Fläche durchschnittlich 22 Hectoliter geerntet werden. Diesen bedeutenden Ertrag haben die Dänen und Engländer namentlich dem Samenwechsel und Verwendung neuer Getreidesorten zu verdanken und sollten unseren Landwirthen in dieser Hinsicht zum Muster dienen. Wie hoch sich die Ernte durch Anwendung einer neuen Getreidevarietät steigen läßt, i hat Henderson mit seinem neuen Hyperbel-Roggen, den er durch künstliche Befruchtung j zweier höchst fruchtbarer Roggensorten erhielt, glänzend bewiesen. Er baute auf LA?°rt°- und zollfrei das Fabrik.-D«pSt G. Henneber» Zurich. Muller umgehend. Briefe kosten 20 PfPorto 8 Wettergasse empfiehlt u. K. Hoflief.) 3271 Billiger als jede Mäusburg und Mäusburg und Wettergasse Sa Asseln, Vogelmilben, überhaupt alle Insecten 5“? i1^ur. nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sicherheit derart, I dass von der vorhandenen Insekten- b pj?r k®’n.® sPur übrig bleibt. I "Cht und billig zu haben in Prag * in J. ANDEL’S Droguerie, i 13 „znm schwarzen Hund“, Hussg. 13. In Giessen bei 5209 Herrn Friede. Seibel. 6382 Ich offerire alle Sorten ^4 Parcellen vom gleichen Flächeninhalt und gleicher Bodenqualität 4 verschiedene i übprhinM r.» r , • R°Weu°°r.°.-.en und^rzteli- aus einem V. H-c.ar „om __ maßen"^koch-n°1nd-m manauf LsKlla «.Ä? ff K'rsch.n folgender Zucker im Mörser stößt und schtchtenweise Zwischen die Ä rJ^cn 375 Gramm siebt, letzteres in den heißen Ofen stellt unb* sobald bie rfn flr?^cS, ^^sserol bin- und herschicbt und schüttelt, damtt sich ^ucker zu werden beginnen. Ö‘,S ““ «»>»"'«i” SÄ Champagner Roggen 6,8 Hectoliter Körner, Azower Roggen 7,0 „ „ Montagner Roggen 7,4 „ „ Hyperbel-Roggen 10,5 „ Der Hyperbel-Roggen ergab daher an Körnern die höchste Ernte und dürfte nächstens mnter den verschiedenen Getreidesorten eine ebenso wichtige Rolle spielen, wie ehemals XnÄer Auggen. Die landwtrthschaftliche Versuchsstation in Sezemitz (Böhmen) ließ sich 20 Kg. dieser neuen Roggen-Varietät aus Dänemark kommen und baute dieselbe auf einer Fläche von 18 Ar im mittleren Boden mittelst der patenttrten Melichar'schen Reihensaemaschine an, der Roggen bestockte sich stark, entwickelte sich während der Vegetationsperiode prachtvoll und überragte zu Ende Juni die in Böhmen aebräuch- »$lnÄ00C£forten Lunl °olle 25 Ctm. Der Ertrag hat alle Erwartungen übertroffen I^drusch ergab der Hyperbel-Roggen 530 Kg. große und schwere Körner und 1120 Kg. Stroh, einen Ertrag, an den selbst die ergiebigsten in Böhmen üblichen Roggensorten kaum zur Hälfte heranreichen. Um diese neue Varietät auch minder bemittelten Lllndwtrthen zugänglich zu machen, entschloß sich die landwtrthschaftliche X n @eiemtö 5 Ks. dieser Roggensorte um 2V* X zum Anbauversuch k « - ^"^irschen einzumachend Da es jetzt an der Zeit ist, an das Einmachen der Sauerkirschen zu gehen, o glauben wir allen Hausfrauen einen Dienst zu erweisen wenn wir ihnen einige gute practtsch erprobte Verfahren dazu mitthei en Gu?e Sauerkirschen werden vorsichtig ausgekernt, auf ein Kilo derselben ein halbes Kilo Kucker in ^"^r Obertaffe gelautert, zu dünnem Syrup eingekocht und gut aba schämnt Man legt die Kirschen nach und nach in den Syrup, kocht sie darin weich n Zub mit dem Schaumlöffel heraus und thut sie in eine Terrine flC fmün -sauberes Leinwandläppchen und kocht sie so langhin dem L-a,te, bls dieser genügend drck rst. Dann nimmt man sie hei aus, gießt den beiken Säst über.die Kirschen, schwenkt sie einige Male damit um, thut sie in die Gläser und < Verdingung. Die Abfuhr der Latrinen- und Müllgrubenstoffe der hiesigen Garnisonanstalten vom 1. October ab auf ein, event. auch mehrere Jahre, wird am Freitag, den 24. August, Vormittag- 10 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Verwaltung, woselbst auch die Bedingungen ausliegen, öffentlich verdungen. [6563 Gießen, den 14. August 1888. Großherzogliche Garnisonverwaltung. Montag, d. 20. August und Dienstag, den 21. August, von Nachmittags 2 Uhr an, werden erbvertheilungshalber die nachgelassenen Mobilten von Frl. E. Jüngst Wilhelmstraße 3, meistbietend versteigert' Besonders kommen zum Ausgebot: SophaS, Tische, Stühle, Console, Betten, Nähmaschine, Bücher, schöne Kleider, Nippes, Haus- ! haltungsgegenftände, Elfenbein- schmuck, Spiegel, Bilder, 1 neues i Zimmercloset, Schillers Werke, ! 10 Bände MeyersConversations- Lexikon, Teppiche, schöne Pelz- garnituren. Wiege, große Bütten, Fässer rc. sein Lager aller Sorten dauerhaft und elegant gearbeiteter Schuhwaaren a!s: Knopf-, Schnür-, Schaft- u. Zugstiefel, Halbschuh, Tanzschuh, Plüsch- und Lederpantoffel iur Damen, Herren und Kinder von den gewöhnlichsten bis zu den hochfeinsten aus den besten und grössten Fabriken. Für Arbeiter u. Aandlente , Grösstes Lager in unh-tont inder/u,7dtTJnn<|,,’™tmtnur ‘den Anotheken 0ehran°hs»nwel°ung versehen sind, Mk. 5 pro Flasche, die zu einer KurÄo'ht, “ habe“ A™ne““’ Man verlange: Dr. Brandau’a Liquor. Im Auftrag: l^ouis Rothenberger, Gerichtstaxator. Allgemeiner Anzeiger. I Deutsche Schaumwein - Fabrik tActien-Capital 1 Million Mark) .. w acheuheim (Rheinpfalz) Spirituosen il^/ollne hllllvur^ Naturwein ohne Zusätze von j ä“n V°n K°hlenSäure hergesteUten, von ’ Cnkr...«. - Autoritäten günstigst begutachteten Schäümweine a M. 1.60 die ganze Flasche Alleinve^kan^f /“^-5 F,aschen P8r Fl- M. 1.50. Alleinverkauf für Giessen und Umgebung: 5914__Friedr. Lew in Giessen. la. flepfelmein, per Liter 30 Pfg., in Zapf bei 6498 _________ Metzger Seng. Sämmtliche K Oesinfectionsmittel ■ Zu Haben in der Drogenhandlung von Otto Schaaf, 6441 Seltersweg 39. Aeitgeöotenes. — Fst. Ooppelessig =z Vorzügl. SSrinefflg, sowie alle Arten Gewürz« empfiehlt 6483 Chr. Ludw. Thomas, _________ 10 Neuen Bäus 10. 6503 Mein in Gießen, Gartenstraße Nr. 38, gelegenes Wohnhaus iwbft großem Garten beabsichtige ich m »"kaufen, eoentuell auf ein- Reihe von Jahren zu verpachten. Bezugszeit: 1. November 1888. H°rborn. I. «. Weyell. 23 Pfg. 2370 lang M GOETHE. SCHILLER. Dtzd. —.80. iRÄÖr 'W A R V< Import ächt engt. Anthracitkohlen aus achtem Bernstein-Oel-Lack, zum Selbstlackiren. rasch Dauer. 5212 Ausgekämmte Haare I Garten rauft H. Plant, Kaplansgasse. [6194 | Sl. Bärrn Ww HERZOG Dtzd. M. —.85. Lacke, Farbee und Material waaren zu allen Zwecken in besten Qualitäten •> f, Selterswey 9®. 2653 UB. Man ver- Stoffwäache nau auf die aufgedruckte WAGNEB Dtzd. - Paar M. 1.20. Jeder Kragen kann eine Woche getragen werden. Daniel Heil Lindenplatz 3. COSTALIA. Umschlag 7»/z Cm breit. Dtzd. JL —.85. lange Mey’s und achte ge- jed. Schachtel Fabrikmarke. Ii<^ die wenig haltbaren Spirituslacke. den Senfn:11196 be" ^"^arsten Farben mit Probeanstrichen in Gießen bei FRANKLIN LINCOLN B Dtzd. M. —.60. Dtzd. M. —.55. Fa-briklager von Mey’s Stoff kragen in Grieaaen: Ernst Balser, H. Kühn, oder direct vom Versandt-Geschäfl MEY & EDLICH, Leipzig-Plagwitz. n ■ . ... . . per Flasche Prima hellfarbiges Exportbier 23 Pfq Prima dunkelfarbiges Exportbier 25 Prima hellfarbiges Lagerbier 18 ” aus der Ärtten-Brauerei Gießen. Gütigen Bestellungen sehe ich gerne entgegen und Nefere bei Abnahme von mehreren Flaschen frei in'S Haus. Für die Einmachzeit! Praktische® Kochbuch für die gewöhnliche u. feinere Küche von Henriette Davidis. Die Sparsamkeit und Genauigkeit seiner Angaben haben diesem Kochbuch allgemein den Ruf eines Musterkochbuches erworben. 6397 28. Auflage. Elegant gebunden. Preis: «A 4.50 Ferber'sche Univ.-Buchh. (W. Jerber) Gießen. Vordere Höhe ca 5 Cm. Vord. Höhe ca 4*/2 Cm. Dtzd. JL —.90. - ®arl Petri, Kaufmann, Marktplatz Z'i.drich Leo „ Seltersweg, Carl Schulze II., „ Schillerstraße. L? kaufen aesucht. Gef. mit Preisang. an Därrn Wwe., Ltndeng. 18. [6120 Mey s Stoff kragen sind keine Papierkragen, denn sie sind mit wirklichem Webstoff vollständig überzogen, haben also genau das Aussehen von Leinenkragen; sie erfüllen alle Anforderungen an Haltbarkeit Billigkeit, Eleganz der Form, bequemes Sitzen und Passen. C°lL&on Spemanir Prnsdes elegant gebund. fandes 1 Mark. Kataloge Neueste Facons: Gedoppelte Stehkragen. Konisch geschnitt. Umlegekragen VOrZÜ9' f aU90eSChn "e-n p^assi 1) 'N Waggonladungen franco Hafen Frankfurt a. M ■ 2) in Fuhren nicht unter 25 Centnern frei an das Hau« geliefert • 3) m kleineren Quantitäten von meinem Lager. ü ' Außerdem empfehle ich eine vorzügliche westfälische Anthracitkohle, sowie gewaschene Fettnup- und stuckreiche melirte Kohlen für Haus- und Herdbrand; ferner: Tannen- und Buchenholz, Braun- und Steinkohlen, briketts in jeder Quantität zu den billigsten Preisen- 6357 Job. Fischer, Alicestrasse 19. ElliE«Ä8ÖO<Ä Asterweg 12, JNeuenbaue 5, Ohr. Ludw. Thomas, Neuenbäue 10 N Weiler Schulstrasse 5 Phili„„ n u O Roth II., Wallthorstr. 5, W. Schomber Rob^Hecker, Brandgasse 4, H. Werner, Bismarckstrasse 8. ' ’ PP ob, ahnhofstrasse 11, F. Kühnhold, Ludwigsstrasse 55,' 4203 E Flaschenbier, e H^rmit empfehle ich einem geehrten Publikum E. Wasserschieben, Bankgeschäft, Giessen. Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, dass ich von heute ab Checkreehnangen eröflhen werde. Es hat sich anderwärts schon längst der Brauch eingebürgert, seine Kasse nicht im Hause zu haben, sondern deren Führung einer Bank oder einem Bankier zu übertragen; in der Wohnung bleibt nur das nothwendigste kleine Geld, die Hauskasse: alles andere liegt beim Bankier. Letzterer leistet alle Zahlungen für ihn und empfangt alle Zahlungen für ihn. Der Inhaber der Checkrechnung bedarf nicht mehr eines diebes- und feuersicheren Kassenschrankes, er zahlt seinem Bankier für die Kassenführung nichts, sondern empfängt noch Zinsen für sein Guthaben. Zu diesem Zinsgewinn aber gesellen sich noch Vorth eile anderer Art, welche die umfangreiche Betheiligung an den Checkrechnungen besonders angezeigt erscheinen lassen. Der vornehm liebste Zweck derselben besteht darin, von den einzelnen privaten Kassen alle diejenigen Gelder in sich aufzunehmen, welche nur auf kurze Zeit, auf einzelne Wochen oder Monate verfügbar sind. Der Kaufmann, Handwerker, Fabrikant, welcher zu bestimmter Zeit Wechsel zu decken oder sonst grössere Zahlungen zu leisten hat, fuhrt die inzwischen erfolgenden Eingänge eines Tages oder einer halben Woche zum Bankier ab, um nach Bedarf wieder abzuheben; der Beamte und Rentier bringt nach Empfang des Gehaltes, der Zinsen oder sonstiger Einnahmen die betreffende Summe seinem Bankier und behält nur kleine Beträge zur Deckung des täglichen Handbedarfs zurück. Bei richtiger Ausnutzung der Checkrechnung ist beinahe für Jedermann das Halten irgend grösserer Kassenbestände entbehrlich. Der erfahrene Checkkunde bezahlt jede Rechnung von 10 Mark und darüber mit einem Check; auf dieselbe Weise erfolgt die Begleichung des wöchentlich oder monatlich eingehenden Contobuchs beim Spezereiwaarenhändler, Bäcker, Metzger u. s w. Macht die Hausfrau grössere Einkäufe in der Stadt, die ja häufig gegen baar ausgeführt werden, so nimmt sie kein Geld, sondern das Checkbuch mit und füllt an Ort und Stelle den Check mit dem ausmachenden Betrage der bewirkten Einkäufe aus, sodass das lästige und zeitraubende Geldzählen für alle Theile hinfällig wird. Der Kaufmann, Handwerker oder Buchhändler präsentirt seinerseits die erhaltenen Checks dem betreffenden Bankier und lässt sich entweder den Betrag auszahlen oder aber er lässt sich den Betrag auf seinem Checkconto gutschreiben. So vollziehen sich zahlreiche kleine und grössere Umsätze, die sonst nur mittelst des umständlichen Baarausgleichs bewirkt sein würden, durch einfache Ab- und Zuschreibung in den Büchern des Bankiers. Und nicht blos die Umständlichkeit der Operation des Geldzählens und Empfangens, sondern auch die Gefahr des Verlustes, Verzählens und Versehens, welche so häufig die Ursache ärgerlicher Vorkommnisse sind, werden vermieden. Von einigem Belang kann unter Umständen auch die Beweiskraft des Checks werden. Wird einmal eine Rechnung, welche durch einen Check bezahlt ist, verlegt oder irrthümlich vernichtet, und es hat zugleich der Empfänger gerade diesen Posten in seinen Büchern nicht gelöscht, so dass der Betrag nochmals gefordert wird, so beweist der bei mir mindestens 10 Jahre aufbewahrte Check sofort den Irrthum, Die Quittung einer Rechnung, welche durch einen Check liquidirt wird, würde in etwa folgender Form auszustellen sein: „Für obige Summe habe ich einen Check auf E. Wasserscbleben in Giessen im Betrage von Mk.......empfangen.u Sollte dann die Auszahlung dieses Checks aus irgend einem Grunde von mir beanstandet werden müssen, so hat selbstverständlich der Gläubiger wegen der nicht erfolgten Einlösung vollen Anspruch auf sofortige Erstattung des Betrags seitens des Schuldners. Ueber die bei mir eingeführten Formen giebt das unten abgedruckte Reglement nähere Auskunft. Jeder Kunde empfängt 2 Bücher. Das eine ist das eigentliche Contobuch, in welchem über jede Einlage quittirt wird. Das zweite enthält eine Anzahl Quittungsformulare (Checks). Wünscht der Einleger eine gewisse Summe baar zu empfangen, oder wünscht er einem dritten eine bestimmte Summe zu überweisen, so füllt er einen dieser Checks entsprechend aus. Die Zinsen werden an jedem Semesterschluss verrechnet und zwar werden Einlagen verzinst vom Tage der Einlage an, wogegen die ausgeschriebenen Checkbeträge erst vom Tage der Hebung äusser Zins treten. Ich empfehle meine Einrichtung zur allgemeinen Benutzung. Giessen, 10. Juni 1888. E. Wasserscbleben« Bestimmungen für die Check-Rechnungen. 1) Die Checkrechnung wird provisionsfrei geführt. « 2) Der Conto-Inhaber erhält ein Contobuch sowie gegen Bescheinigung ein Heft mit je 25 Checkformularen. In dem Contobuch quittire ich die geleisteten Einzahlungen, t dagegen sind die ausgeschriebenen Checks unter den Daten der Ausstellung vom Conto-Inhaber selbst einzutragen. Checks dürfen auf beliebig kleine Beträge lauten. 3) Die Einlagen werden nach vollen Tagen bis auf Weiteres mit 21/2 Prozent verzinst. \ Eine etwa erforderliche Aenderung des Zinsfusses wird den Einlegern mitgetheilt. | 4) Die Zinsenberechnung erfolgt an jedem Semesterabschluss in der Weise, dass die \ Zinsen dem Capitale zugeschrieben werden. 5) In Frankfurt und in Berlin zahlbare Coupons werden vollwerthig, Coupons in ausländischer Währung, fremde Geldsorten und Banknoten zum entsprechenden Cours in Zahlung genommen. 6) Das auf Check-Conto eingezahlte Guthaben kann jederzeit ohne vorherige Kündigung zurückgefordert werden. I 7) Zu Gelderhebungen dürfen nur die von mir ausgegebenen Check-Formulare verwendet werden. Ich bin nicht verpflichtet, gegen anders formulirte Anweisungen oder Quittungen Zahlung zu leisten. Jeder Check muss vom Conto-Inhaber selbst oder von eihem dazu Bevollmächtigten unterzeichnet sein. Das Checkbuch ist zur Verhütung von Missbrauch sorgfältig zu bewahren. Unbrauchbar gewordene Checkformulare sind mir zurückzugeben. 8) Radirte oder vermittelst Durchstreichens veränderte Checks werden nicht honorirt. Dasselbe gilt von solchen Checks, deren Beträge das Guthaben des betreffenden Einlegers übersteigen. Falls eine Ueberhebung des Contos aus Irrthum vorkommen sollte, ist das Debet, welches auf Verlangen binnen drei Tagen zu entrichten ist, mit 5 Prozent zu verzinsen. 9) Die Kasse ist an jedem Werktage 8—12 Uhr Vormittags und 2—6 Uhr Nachmittags geöffnet. 4855 6474 Herrn. Auge Müller 3522 6545 Ein Schreinergeselle gesucht. Pfeil, Löwengasse 9. ») Maschinen-Ingenieur-Schule b) Werkmeister-Schule. — Vorunterricht frei. — Achtungsvoll •/, JKfitt/irrf utift Löwengaffe 25. . errichtet Habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch äußerst geschmackvolle, dauerhafte und preiswürdige Arbeit alle mir \ gütigst ertheilt werdenden Aufträge zur vollsten Zufriedenheit auszusühren. Gießen, den 11. August 1888. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Geschiifls-Empfehlung. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich dahier unterm Heutigen ein Tapezier- und Oecorations - Geschäft Preiselbeeren« Bestellungen werden im „Deutschen Hof" entgegengenommen. 6594 Frau Plett aus Erndtebrück. 6412 Ein Herr kann die Zahntechnik erlernen. Zu erfragen in der Exped. d- Bl. Maurergesellen! Alle Maurergesellen von Gießen und Umgegend werden hiermit zu einer Besprechung behufs Gründung eines Fach- veretns auf Sonntag, den 19. d. M.- Nachmittags 4 Uhr, in die Wirtschaft »zur WatdmanuSlust" freundlichst eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. [6528] Mehrere Maurer. 6523] Zwei Schreinergesellen sucht K. Aung in Klein-Linden. l^Vlechnicum Mittweida\3 R \— Sachsen. —\ \ Pferdeknecht, ein tüchtiger, gesucht von H. Winn, Maurermeister, 6573] Lethgesternerweg 24, Gießen. Meinen werthen Kunden zur Nachricht, daß ich von heute an bei Herrn ■ Uhrmacher Scharmann, SchloH- gaffe 13, wohne. Ludwig Kliffmüller, 6605 Schuhmacher. gesucht von 6542 WlUmVl L.Keller,Wiesenstr.4 6539 Zwei tücktige Gehülsen (erster und zweiter) gesucht. Nur solche, welche selbstständig arbeiten können, mögen sich melden bei Hermann Vogt, Bäckermeister. Zöpfe, Touffen, Drehes Haarketten und Bouquets werden schon und dauerhaft angefertigt. Fr. Lehrmund, Friseur, 2883 Seltersweg 14. Ich habe den Alleinverkauf einer I II IllL Fabrik übernommen und gebe sämmtliche Uly fll 11111$ ill Gardinen zum Fabrikpreise ab. 11111^ IWI 11111V Ile Als Gelegenheitskauf empfehle eine Parthie moderne rein wollene Kleiderstoffe und schwarze CachemirS ganz enorm billig.