Nr. 166 Donnerstag den 19 Juki ^8 MWWW Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. teitrcou r Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Tßeik. Darmstadt, den 11. Juli 1888. stressend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1888. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. 4) Dem Gesuche find folgende Papiere beizusügen: a. Geburtszettgrriß; b. Eiuwrlliguttgs. Attest beS Vaters über Vormundes, mit der Erklärung über dessen Lcrntmiüigkeit und Fähigkeit den Frei- willigen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu betreiben, auszurüsten und zu verpflegen; In diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder Vor- niundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährige,i Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen, auch muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbescholtenheitszeugnitz, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auSzustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf 5) In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6) Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheits« zeugniß beizulegen. gibt die Prümngs - Ordnung (Anl. 2 zur Ers.-Ordn. — I. Theil der Wehr- lieber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, Ordn, vom 28. Septbr. 1875 — Neg.-Bl. Nr. 55 von 1875) Ausschluß. Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung; auf fpecieöe Ladung kann nicht gerechnet werden. Betreffend: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der IH. Periode 1888/89. Gießen, am 17. Juli 1888.-------- Das Großherzogliche Kreismnt Gießen - an die Großh Bürgermeistereien des Kreises. £ "b M “* 8'® _________________________________________________ Dr. Boekmann. Ünttteffwiten gebracht. daß der Vorstand der Deutschen Buchdrucker-Berufsgenosienschaft den Herrn ^naenieur Fr. Hartung zu Fulda zum Beauftragten, und den Buchdruckereibesitzer Fr. Chr. Pietsch zu Gießen (m Mrma Rrü™^ngenleur be®. Unfallv-rsicherungsgesetzes bezw. zu des Letzteren Stellvertreter den Buchdruckereibesitzer Louis L?cht1 n^erger sin Rrma Wilb' Keller) zu Greßen für den Bezirk des Kreises Gießen ernannt hat. ^.'^.rnverger zm tftrma Wrty. Gießen, den 16. Juli 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________________________ Dr. Boekmann. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1888 stattfindenden rubr Vrüiuna . hierdurch ausgefordert, ihre desfalsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung 9 * unterziehen, werden spätestens bis ;um 1. August 1888 bei der unterzeichneten Commission einrureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Geiuche wird im Speciellen das Folgende bemerkt: 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfnngs - Commission nur bann anzubringen, wenn der fich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen bauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebens- jahr erfolgen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden s-lbst geschrieben sein. Auch encheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse an» gegeben wird. Politische Rundschau t t Gießen, 18. Juli. , Wahrend der Zeit seines Aufenthaltes in Rußland residirt Kaiser Wilhelm in Schlotz Neu-Peterhof, der eigens zur Beherbergung des erlauchten Gastes des Ezaren )etz mit hochfurstücher Pracht ausgestalteten Sommerresidenz der russischen Katser- ^mtlte an der sinnlandischen Küste. Die Stadt Peterhof selbst zählt etwa 10,000 Einwohner und ist mit Petersburg durch Eisenbahnen und Dampfschifffahrt verbunden. Peter der Große gründete hier zuerst eine Sommerresidenz, um welche dann allmälich eüie Stadt entstand; das kaiserliche Schloß liegt auf einem terrassenförmig sich zum Meere^ hinzrehenden Terrain und ist von herrlichen, sehr weitläufigen Gärten im Style 11 umgeben. Hier wird also Kaiser Wilhelm mit seinem engeren Gefolge dis Anfang nächster Woche wohnen; während seines Aufenthaltes sollen vorzugsweise militärische Festlichkeiten ihm zu Ehren stattfinden, deren Mittelpunkt eine große Revue über die russischen Gardetruppen auf dem berühmten Manöverfelde von Krasnoje-Selo bilden wird. Obwohl über den eminenten Friedenscharacter der jetzigen Kaiserbcgegnung fast k ltur- ®me Stimme herrscht, so lauten doch die Meinungen über bestimmte Er- gebniffe derselben überwiegend weniger optimistisch und characteristischer Weise vertritt gerade die russische Presse diese Richtung. So meint die bekannte „Rowoje-Wremja" der Wunsch des russischen Volkes gehe allgemein dahin, mit Deutschland in Frieden «unbfd)aft )u leben, aber das Berliner Cabinet müsse den unabänderlichen Ent- Ichluß Rußlands berücksichtigen, sich für alle internationalen Fragen vollkommene Frei- Jett und eine selbstständige Politik vorzubehalten. Die deutsche Regierung wisse, daß oieser Entschluß Rußlands begründet sei, denn ihre internationale Politik ruhe ebenfalls und Selbstständigkeit wie auf einem Ecksteine. Die Petersburger sWjedomostt" sagt, der Optimismus in den Anschauungen, die angesichts der Entrevue zu Tage treten, entspräche kaum der wirklichen Sachlage und im ähnlichen Sinne urthetlt auch die übrige panslavistische Presse Rußlands über die Kaiserzusammenkunft. Offenbar kann die panslavistische Partei sich mit diesem für die Erhaltung des Weltfriedens so hochbedeutsamen Ereignisse noch nicht recht abfinden, daher das Bestreben, seine Bedeutung möglichst zu verkleinern, Bestrebungen, die glücklicher Weise an dem von aller Welt anerkannten Character der Begegnung zwischen den Herrschern von Deutschland und Rußland nichts zu ändern vermögen. Das Programm der nordischen Reise Kaiser Wilhelms hat die bereits angekündigte Erweiterung erfahren, indem der Kaiser auf der Heimfahrt von Rußland auch bei den Höfen von Stockholm und Kopenhagen vorsprechen wird, wie jetzt offtctell bestätigt wird. Namentlich der Abstecher des deutschen Monarchen nach der Hauptstadt Dänemarks ist von specieller Bedeutung, denn aus dem bevorstehenden Besuche Wilhelms IL in Kopenhagen erhellt klar, daß der scharfe nationale Gegensatz zwischen Deutschland und Dänemark, wie er wiederum infolge des für letzteres Land so verlustreichen Krieges von 1864 zur Geltung kam, nun doch mehr und mehr im Verschwinden begriffen ist und hoffentlich wird sich an das Erscheinen unseres Kaisers in der dänischen Hauptstadt ein freundnachbarliches Verhältniß zwischen Deutschland und Dänemark, wie ein solches den einander in vieler Beziehung deckenden Interessen beider Länder nur entsprechen würde, anknüpfen. In beiden Hauptstädten haben die Vorbereitungen zum Empfange des kaiserlichen Gastes bereits begonnen, doch wird sein Aufenthalt in Stockholm wie in Kopenhagen ein verhältnißmäßig nur kurzer sein. Ob Kaiser Wilhelm in Stockholm mit dem sächsischen Königspaare zusammentrifft, welches zur Zeit bekanntlich auf einem Ausfluge in das Innere Scandinaviens begriffen ist, erscheint noch ungewiß. Die kaiserliche Eabinetsordre, durch welche der Prinz Georg von Sachse» zum General-Feldmarschall und General-Jnspecteur der 2. Armee-Jnspection ernannt wird, liegt jetzt im Wortlaute vor. Sie erinnert daran, daß die militärischen Leistungen des Prinzen in Krieg wie Frieden schon von Kaiser Wilhelm I. hochgeschätzt wurden. unb spricht es aus, daß der jetzige Kaiser ganz im Sinne seines hochseligen Großvaters zu handeln glaube, wenn er deshalb den Prinzen zum General-Jnspecteur ernenne. In gleich schmeichelhafter Anerkennung der militärischen Verdienste des Prinzen Georg spricht dann die kaiserliche Cabinetsordre die Beförderung desselben zum General- Feldmarschall aus. Anknüpfend an diese kaiserliche Kundgebung verfügt ein Erlaß König Alberts aus Stockholm, daß Prinz Georg auch fernerhin als commandirender General an der Spitze des 12. Arineecorps zu verbleiben hat. Tie weiteren Veränderungen, welche im Anschlüsse an die Ernennung des bisherigen Marinechefs v. Caprivi zum commandirenden General des 10. Armeecorps in den höheren Commandostellen der preußischen Armee signalisirt wurden, scheinen jetzt einzutreten. Stach der „Köln. Ztg." ist das Abschiedsgesuch des commandirenden Generals des 3. Armeecorps, Grafen von Wartensleben, bewilligt und zu seinem Nach- folger Generallteutenant Bronsart o. Schellendorf, Bruder des preußischen Kriegsministers, ernannt worden. Derselben Quelle zufolge haben auch die Commandeure der 21., 14. und 5. Division, die Generallieutenanls o. Gemmingen, Prinz Heinrich XIII- Reuß und von Dttfurth, auf Ansuchen den Abschied erhalten; auch in den Commandos der 17. und 33. Division hat ein Wechsel stattgefunden. BenSheim 80-100, 80-93, ^rredberg, Alsfeld und Lauterbach 90—100 -5k ff* k,DaS Liter Milch tonet tn Mainz 19, in Alsield und Lauterdach 14, in xannnabt Gießen, Bensheim und Alzey 17, in Bingen und Offendach 18, m Worms 15 in Friedberg 1b ' Feutfchlaud. Darmstadt, 17. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller' gnädig,t geruht: anl be? Amtmann bei dem Kreisamt Offenbach Ferdinand Fuhr zum Vortragenden Rath und lurtstijchen Mitglied bei den Abtheilungen des Ministeriums der Finanzen unter Verleihung des Amtstitels „Oberfinanzrath" und die Assessoren Conrad Born sch euer aus Nahebrücke und Ludwig Römheld aus Bingen zu Seuer- controleuren zu ernennen. gnädig,? giumyl""' 17‘ ^uU* Seinc ^uigliche Hoheit der Großherzog haben Aller- Dr ^n Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenheim Justizrath Dr. Heinrich L ch a l k aus fern Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen mit Jreue und Elfer geleisteten Dienste tn den Ruhestand zu versetzen; , ant,p14‘c^ua J?6? , 2)tftrict5einnebmcr der Distrtctsemnehmerei Bad-Nauheirn, fpinrQfITnnfah^an 1 Balthajer S ch rn i d t, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung , l>."?^hrtger! treuen Dienste in den Ruhestand zu versetzen und demselben vÄeihen^^ Nitterkreuz 2. Classe des Verdienstordens Philipps des Grotzmüthtgen zu «x . 17 3uli. Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog sind heute Wo^aögeftiegen1 ^hL Don Äitl roiebcr hier eingetroffen und im Großh. Residenz- Telegraphische Aepeschen. Wolffs telegr. Correspondenz. Burea«. (e Söerl?n,a317- Juli. Den „Berliner Polit. Nachrichten" zufolge stände die Ernennung ves Regierungspräsidenten Nasse in Trier zum Unterstaatssecretär im Cul- tusmtnlsterlum bevor. “ Dem Professor Schrötter in Wien ist der rothe Adlerorden 2. Classe verliehen worden. " . Braunschweig, 17. Juli. Der preußische Gesandte v. Normann ist in Folge eures Herzschlags heute gestorben. ü b Memel, 17. Juli. Das deutsche Geschwader hat auf der Fahrt nach Petersburg gestern Abend um 7 Uhr Memel passirt. Der Aviso „Blitz" lief hier gestern llbr empfing Postsachen und dampfte nach etnstünbigem Aufenthalt zum Geschwader zuruck. 0 Söiett, 17. Juli. Erzbischof Dinder ist aus Posen hier eingetroffen. - ^^«don, 17. Juli. Das Unterhaus nahm die Brll, betreffend Ernennung einer aus Rtchtern zufammenzusetzenden Commifsron zur Untersuchung der Anklagen gegen Parnell und Genossen in erster Lesung an. Parnell erklärte, es sei unerhört von ihm zu verlangen ob er den Vorschlag annehme ober nicht, bevor er den Wortlaut der Vorlage und die Namen der Richter kennt. qx , Petersburg, 17. Juli. Das „Journal be St. Petersbourg" sagt in einer der bevorstehenden Ankunft des Kaisers Wilhelm in Peterhof: “ Die Fret- roifl gfeit des Aktes der Courtoiste vermehre nur den Werth des Schrittes, der un- bestimmt sei die engen Bande Jahrhunderte langer Freundschaft, welche die Dynastien verbindet, noch mehr zu verknüpfen, die freundschaftlichen Beziehungen "r Bertrauen zwischen beiden Kaiserreichen zu consolidiren. Dieses ist als Unter- psand des Friedens und der Beruhigung von tiefster Bedeutung, „ohne daß wir unsere s&ttmme nut den unzähligen Confecturen der auswärtigen und einheimischen Presse Ue Zusammenkunft vermischen wollen, ist es gestattet, zu hoffen, daß dieselbe sein Ä n ? £ "udereS sein kann als eine neue Bestätigung der Politik des Friedens welchen beide mächtigen Kaiserreiche zu consolidiren sich bestreben." ' Petersburg, 17. Juli. Die heute Abend hier eingefrorenen preußischen Hofbeamten luhren nach Peterhof weiter. Die Landung des deutschen Kaisers wird in Peterhof Donnerstag um 2 Ubr Nachmittags erwartet. 0cftorbiTUUrC^/ 17’ $Ult‘ Präsident der Depulirtenkammcr, General Lecca, ist Vermischte s. rfierfip^ute dahier abgehaltene 27. Wanderversammlung des M ^rbund en,mit Ausstellung von Bienenvroducten 2c, aUpLt 1 Betheiltgnng zu erfreuen. Viele auswärtige Vereinsmit- "üb auch etn zahlreiches Publikum wohnte den Verhandlungen CtinCÄn-? ,roar bcJ ^uä) der Aufstellung während des ganzen Tages 9inhbp?m V würben: 1) für ausgestellte lebende Völker: Schönhals- Lindherm, Schafer-Wallernhausen, Hotz-Nidda, Zöbkler-Gießen Keck-Lich 2) Für Annin H°rth-Bindsa»scn, Theiß-Mockstadt Müll-r- ^vgshorf, Ellenberger-Ortenberg, Frey'Büches, Streckfuß-Friedberg Dete^'Ockst?kt^^^ä^r^Ä^n^"^Ev.' Nürnberger-Ranstadt, Hotz-Nidda. Lotz-Vilbe^ «Ane5&a-uJenite .^il und Breisecke7-Zauer-Schwabenheim' Lindbeim ®^ftT^ritbber6, Schmidt-Großen-Buseck, Schonbals- Imbbeim, Perron-Vilbel. Diplome erhielten: Saame-Gießen, Keck-Lich, Schäfer-Friedberg. r - j— *■ Zin,ö- 17. Juli. gerichtliche Nachspiel in dem seiner Reit niel-- b-wro-heaen Falliment be« Bankiers Allmann in Singen wird nächsten Monat die arbeit ^nfSnflhTSnbr nT' o?*' Doruntersnchung, mit welcher umfangreichen Aroeu anfänglich Landrichter Dr. Obenauer und spater Dr. Preetorius beschäitiat war Allmann,"er Lld7°^1Luch des FallimeMs ' In Haft b* roiCb,r auf fr da« :r°u-r beratt rasch, baß bei ber Einsahrt bes Zuges in den hiesigen Bahndos de,ti.s bierne(elbfttebe?bnauSUbeine3u^e010^?^ Ter Wagen würbe ts Dieser Tage wurde hier die Leiche einer jungen elc ant aefDihpft-r» rtenTbJlenih7^aUnCr h^!Cb;IsÜU§ ®rc5bcn' 1Deld)< in Wicsbaden eine Gouvernanten" f1 4' ßeI,Jpbket unb Lwar unter Umständen, die vermuthen ließen, bte junae 2^ICn ^obu unfreiwillig in den Wellen gefunden. Tie angestellten Er- 8 er0ebe"' bay die Tarne aus Mangel an Subsistenzmitttln den Tob geruftn ha"t “m ben Selbf,morb “"betfen allerlei Täuschungen heroor- ~r,t;ar 5ine Greisin von über 70 Jahren stürzte sich gestern Abend in den Rbein Hunger ^hat.e^bst'unglückliche^in^die^WellenOgetrieben.^""'^^"^ "och Hause eilte. Ter eia geschrei bes Mäbchens kamen einige Leute Ä Ä BuMen festnahmen Mals infiefrt' dnige6e^Snt®ar,nCrCi be3°8m rootbln f£in' ~ In Web wurden^Äalls foa noch i.^ Lause' diesig W°ch/'be?"Da mp fbetrserÄgLm.n^ einzelne Zuge bleibt dem Vernehmen nach der Pferbebetrieb bestehen. * ?yUr k. , “ Wir haben jetzt auch einen Eterdieb. So „berühmt" wie nnft-r b eb wirb er freilich kaum werden, vor allen Dingen wird ihm das Ausmiken" kann! so gelingen wie diesem. Besagter Cierdieb operirte namentlich in Lange, hat er sein zerbrechliches HanL "denn er ist bereits abgefaßt und dingfest gemacht worden. 8 DCn' Dcnn — Zu dem in den Tagen des 20.—25. August in den Mau^n *a7T~Chnl( '-""nationalen Binnenschisff°hr,S - C°ngreß sinb bis stn^ ^.^Ilnehmer angemeldet, von welchen 65 aus Qesterreich, 22 aus Frankreich 7 aus 11 auJ ^talten unö k 7 auf Belgien und Rußland entfallen. Ru diesen Anmeldungen treten noch folgende: Die Königlich otiederländische Reaieruna w rd ^nrad, , Inspekteur beS^ WMat Niederländischer General-Consul, hier selbst oertreten^sein Die Königlich italienische Regierung hat den Commandeur Gaetano Bompiani ^n- f-P--ffmr<.bermOrTen,Itd,en bauten und den Cavaliere Ludwig Lutagi Jnae ste. r^ öffentlichen Bauten, abgeordnet. Der Königliche Bauratb St.tbiiautk, fln"Uri.6er mitb die Königlich bayerische Regierung veitreten und der Senat ber Freie'n^Stadd B"men hat als stren Vertreter Herrn Oberbaudirektor Franzius angemelbet Von dem Ministerium für Elsaß-Lothringen sind beputirt: Herr M.nisterialrotb bkectot Willigerob. in Straßburg, als Camnsissar b£VSanbe"ae“un Sotbnngen, sowie bte Herren Wasserbauiiisrektoren Doll in Saarburg unb Schmt in Metz. Von Hanbelskorporattonen sinb noch nachzutragen bie Handels- nnh h kämm« -u Olmütz unb bie Hanbelskammer in Mülhausen I E '^uch b° "ö»er- retchische Ingenieur- unb Architeklen-Verein in Wien wirb bttr» ’ ehun ' t?r en' HerrnKlunzinger-Wen, vertreten sein. — Das Königlich preußische D^nsteriu^- der öffentlichen Arbeiten wirb sich mit 29-30 Wandplätzen mit emer „Sunr Sotalcä. Gießen, 18. Juli. fJugenbfest.s Das Jugenbfest wirb, laut Beschlusses ^ner gestern Abenb im Cass Balzer stattgehadten Voroersammlung, am 9. unb im FEe ungünstiger Witterung, am 10. August c. abgehalten. ' Da bte Betheiligung in biefem Jahre voraussichtlich eine überaus lebhafte fein bem Comttä, namentHcft atrbebeXig^6nm^itg^®*Ünebe§H b^?lbek,u^'NeittU°Ab1W "ufällt, besonbere Anstrengungen, bami't nnh .Ein aus Arbetts,Heilung gehenber Antrag fiel baher auch auf fruchtbaren Boben gegbenrÖmmentCnS bCr betrcffenbcn Herren bereitwilliges unb bankenswerthes Enst . „Die Zugführer resp. Zugführerinnen werben auch biesmal zumeist roieber aus ift lehn* nftanbC(.augflTa? t 1cri!cn; bei ber großen Anzahl bet zu bilbenben stüae wä -"-^--nehmen baß auch etn gut Theil Laienelement Derwenbung finbet. Es «Rnfien nur «'t 'w Jnterefie guter Orbnung besonbers wünschenswerth, wenn biefe Rollen nur Personen reiferen Alters zugetheilt würben- ’ ben besten Verlauft"^°" b" 21rt’Cit roic auc6 unferem -llbeliebten Jugenbfeste ««'wSSÄ M, SSÜÄS SS' o- ®cm5 Schroll's mit der Rother nicht stattfinden anberaumte Trauung — sWarnung vor der Auswanderung nach Englands Einen wiederholten Warnungsruf vor der Auswanderung nach England erläßt die in London bestehende Gesellschaft zur Unterstützung nothleidender Ausländer. Derselbe richtet sich in erster Linie an deutsche Auswanderungslustige und appeÜirt an alle geistlichen und weltlichen Autoritäten, ihren Untergebenen von der Reise nach England abzurathen, um dieselben vor sicherem Untergange zu bewahren. Arbeit zu erlangen, werde in England für Ausländer täglich schwieriger, thetls weil die allgemeine Geschäftskrisis dort intensiver herrscht als irgend wo anders, theils weil sich tn der Geschäftswelt fremdenfetndliche Tendenzen bemerkbar machen, welche viele Arbeitsquellen verstopfen, die sonst den Ausländern ihre Subsistenz ermöglichten. Viele Auswanderer würden durch Agenten, welche namentlich im deutschen Nordosten, in Schlesien. Posen, Westpreußen, ihr Unwesen treiben und denen es nur um Einheimsung ihrer Procente zu thun ist, nach London verschleppt und dort hilflos auf's Straßenpflaster geworfen. Und wer seine Hoffnung auf Beihilfe aus der Kasse eines der zahlreichen Wohlthättgkeitsinstitute setze, sei erst recht betrogen. Denn diele, auch wenn speciell zur Unterstützung armer Ausländer in's Leben gerufen, gäben tn der Regel nur an solche, die schon lange in England und nur in Folge unglücklichen Zufalls momentan arbeitslos sind, oder aber an Arbeitsinoalide in vorgerücktem Alter. „Also, wer ohne sichere Anhaltspunkte, ohne sehr gediegene Kenntntsie zu haben und ohne der Landessprache mächtig zu sein, auf's Geradewohl nach England kommt, geht — so fügen die „B. P. 9c." vorstehender Warnung hinzu — fast ausnahmslos in sein Unglück. Daher wolle Jeder, den es angeht, die Warnungen beherzigen, welche von competenter Stelle gegen die Auswanderung nach England erlassen werden." Gcdtff-uach richten. Bremen, 17. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampstr Fulda, Capt. R. Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Juli von Bremen und am 8. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Literarische-. — Auch das allbeliebte deutsche Familien Journal die ^Jllufirirte Welt* (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt), widmet dem Tode des Volkslrebluigs Kaiser Friedrich einen bedeutenden Thetl des 25. Heftes, das uns jetzt vorliegt. Einige prächtige Bilder sind diesem Ereigniß gewidmet und tiefgefühlte Worte umrahmen diese Jlluurationeu. Ader nicht nur einen Widerhall der Trauer bietet dies Heft, wir finden auch wahrhaft reizende Bilder sonnigen Lebens darin. So das herrliche Strandbild, die dramatisch bewegte Wiedergabe einer Wildschweinjagd in Marokko, dann geschichtliche Darstellungen aus dem Alterthum und unseren Tagen, wie die Vermählung des Prinzen Heinrich von Preußen und die Eröffnung der Weltausstellung in Barcelona vor dem kleinen König von Spanien. An gutem Text ist dies Heft überreich, der große historische Roman „Die Ritter des deutschen Hauses" schreitet seinem Ende zu, ebenso entfaltet die große Ertminalnovelle „Das Geheiinntß von Westernhagen" seine stärksten Spannreize. Eine originelle kleine Erzählung von Moriz Lilie: „Die Königin von Tadmor", wird besonders die Leser des knappgesaßten Genres höchlich befriedigen und an kleinen Artikeln aus allen Gebieten des Lebens tritt uns wieder eine reiche und sorgfältige Auswahl entgegen. So darf benn anläßlich dieses Heftes wieder ausgesprochen werden, daß die schön ausgestattete „Jllustrirte Welt" von Anfang bis Schluß des Jahrgangs sich stets auf der gleichen Höhe hält und ein ganz brillantes unb gediegenes, echt deutsches Familienjournal ist. Kemmerichs >°^°m Ä VÄÄ M tfebipkeit. Das Beste ist stets das Billigste. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft 14, Wasser 14 Gr. Gießen, den 18. Juli 1888. Rübsamen. Bekanntmachung. Die Lieferung von 12 Rmtr. Buchen-Scheitholz — beste Qualität — und 240 Ctr. Nußkohlen I für das hiesige Amtsgericht und Haftlokal soll im Submissionswege vergeben werden. Offerten sind bis zum 1. August l. I. dahier einzureichen. Lich, 14. Juli 1888. Die Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts Lich. Will. 5841 Immobilien- Versteigerung. Samstag, den 21. L Mts., von Nachmittags 4 Uhr an, sollen aus dem Bureau des Großh. Ortsgerichts Merlau die zur Concursmaffe des Johannes Wöll gehörigen Immobilien, als: 1) Mühle (die Triebmühle), 2) ca. 12^2 Morgen Acker- und „ 31/2 „ Wiesenland unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen nochmals versteigert werden. Die Mühle, bestehend aus Mahlmühle mit zwei Gängen und Oelmühle mit guter Wasserkraft, liegt bei dem Dorfe Merlau, V4 Stunde von der Bahnstation Mücke und befindet fich wie die übrigen Gebäude in gutem baulichen Zustande. Das Gut liegt zum größten Thell um die Mühle. Nähere Auskunft ertheilt der unterzeichnete Maffeverwalter. Grünberg, den 11. Juli 1888. Der Masseverwalter: Karl, 5730 Sparkasserechner. Freitag, den 20. Iuti, Vormittags IOV2 Uhr, wird Westanlage 15: altes Bauholz, Backsteine, eiserne Fabrikfenster, eiserne Träger und Säulen rc, versteigert. In Auftrag: 5859] Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Konsum-Verein (E. G.) Große«-Buseck. Emballage -Versteigerung: Freitag de« 20. Juli, Mittags 1 Uhr, unter Mitgliedern. 5862 Der Vorstand. Geschäftshäuser, beste Lagen, zu verkaufen durch 5843] Joh. Fr. Schaaf, Neustadt 55. Atkgemciner Anzeiger. Bekanntmachung. Wegen Reinigung des Stadtbaches bleibt von morgen an dessen Wafferzufluß bis auf Weiteres abgesperrt. Gießen, den 18. Juli 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Keller, Beigeordneter. 5864 Prof. Dr. Jäger'sche Normal-Hemden, Hosen, Jacken, Socken, Leibbinden, Stoff zum Flicken; Prof. Dr. Lahrnann'sche baumwollene Reform Hemden, -Hofen und -Jacken für Diejenigen, denen Wolle zu warm macht, sehr zu empfehlen, sowie jede Art von Unterjacken und Hosen in Seide, Wolle, Baumwolle, Filet in allen Größen und Weiten empfiehlt 3727 H. Rübsamen. J. C. Wallenfels 21. Kirchenplatz 21. Etablissement für Färberei und Reinigung von Damen- und Herren-Garderoben, Zimmer- und Deeorationsliossen. Das feinste englische hohlgeschliffene Silberstahl«Nafirmesser verkaufe gegen Garantie. Dasselbe nimmt den stärksten ________ Bart mit Leichtigkeit. Jedes nicht passende Messer kann innerhalb 8 Tagen wieder umgetauscht werden. Preis M. 2.15; elastische Abzieher M- 2.15. Zu haben bei 1891 >r. Conrad, Friseur, Gießen. Damengarderobeu — ......... icyastenyett, zertrennt oder unzertrennt auf- oder umfärben. 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