Nr. l'to Dienstag den 19. Juni 1888 Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. Burcau- Schulstraße 7. ‘ Erscheint tätlich mit Ausnahme des Montag-. B»Ä BB—CB—MM—WimiW1-1" ■ Wit' C—III■! UH IIIPU, u... !_■ WyMWÜEgjaiLHBa.-JJBML.VIhiHlii ieMBmWWWB'MW»WmMMWBnMMaMLBMLUr:d Amtlicher Hheit. Gießen, am 16. Juni 1888. Betreffend: Das Ableben Sr. Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Friedrich. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Srotzherzoglicheu Bürgermeistereien bei Kreises. Wir benachrichtigen Sie, daß aus Anlaß des Ablebens Sr. Majestät des Kaisers Friedrich vom heutigen Tage an bis auf Weiteres alle öffentlichen Tänze, Spiele, Musik (Kirchenmusik ausgenommen) und sonstige Lustbarkeiten allgemein einzustellen find. Hiernach find die Vorstände von Vereinen, die Festlichkeiten veranstalten wollen, zu bedeuten und alle Festlichkeiten zu untersagen. Dr. Boekmann. Wilhelm. Spiel zu rühren. schloß Friedrichskron, den 15. Juni 1888. Ihrem Berichte entgegen. Schloß Friedrichskron, den 15. Juni 1888. «fcd tos Wilhelm. Berlin, 16. Juni, lieber die letzten Augenblicke Seiner Majestät des Kaisers Friedrich wird gemeldet, daß nur die Kaiserin und sämmtliche Kinder, der Erbprinz von Meiningen und Prinz Friedrich Leopold zugegen waren. Es war kein Todes- fampf — nur ein allmähliges Ausathmen des Lebens. Mackenzie eonstatirte den eingetretenen Tod. Die Kaiserin brach, überwältigt vom Schmerze, an der Leiche des Dahingeschiedenen zusammen. Kaiser Wilhelm führte die Mutter aus dem Sterbezimmer. Berlin, 16. Juni, lieber die letzte Wendung in der Krankheit des Kaisers berichtet die National-Zeitung: Das letzte Stadium des großen Martyriums, das Kaiser Friedrich durchgemacht hat, begann an dem Tage, als sich bei dem Genuß von Nahrung „Verschlucken" einstellte und dadurch klar wurde, daß der Krebs die Speiseröhre durchgebrochen hatte. Die Mit- theilung verschiedener Blätter, daß es sich dabei nur um eine Unbeweglichkeit des Kehl, deckels handele, die bald vorübergehen werde, war grundlos. Die Unbeweglichkeit des Kehldeckels, welcher bei Kaiser Friedrich abnorm vorgelagert war, bestand bereits seit der Tracheotomie, und seitdem schon war es deshalb nicht mehr möglich, den Kehlkopf mittels Kehlkopfspiegels zu untersuchen. Die Aerzte waren sich vom ersten Augenblick an vollkommen klar darüber, daß das Verschlucken von einer Verbindung zwischen Luft- und Speiseröhre herrühre. Hierdurch wurde der krampfartige Husten hervorgerufen, welcher bei jedem Versuche, Nahrung aufzunehmen, eintrat. Der Kaiser zeigte Widerwillen gegen jede Nahrungsaufnahme und es mußte neben der künstlichen Athmung durch die Eanüle auch noch die künstliche Ernährung mittels der Schlundsonde eingeleitet werden. Anfangs sträubte sich der hohe Patient gegen diese ungewohnte Art der Ernährung, welche ihm wegen der hohen Empfindlichkeit der von der Krankheit nunmehr auch ergriffenen Speiseröhre Beschwerden bereitete. Um die gereizte und schmerzhafte Stelle der Speiseröhre weniger empfindlich zu machen, wurde dieselbe mit einer Lösung von Morphium und Eocam getragen. Für die Sanitätsoffiziere und die Beamten der Armee gelten die gleichen Bestimmungen in entsprechender Weise. An den Fahnen u. s. w. werden während der sechs Wochen zwei lange herabhängende Flore getragen, welche unter der Spitze zu de- sestigen sind. Während der ersten acht Tage der Trauerzeit ist bei den Truppen kein An die Marine! Ich mache der Marine mit tiefbewegtem Herzen bekannt, daß Mein geliebter Vater, Se. Majestät der deutsche Kaiser und König von Preußen, Friedrich III., heute Vormittag 11 Uhr 5 Minuten sanft in dem Herrn entschlafen ist, und daß Ich, an die Mir durch Gottes Willen bestimmte Stelle tretend, die Regierung der Mir angestammten Lande und somit auch ben Oberbefehl über die Marine übernommen h^be. Es ist wahrlich eine tiefernste Zeit, in der Ich das erste Wort an die Marine richte. Soeben erst sind die äußern Trauerzeichen für Meinen unvergeßlichen, theuren Großvater, den Kaiser Wilhelm L, abgelegt worden, der noch im vorigen Jahre bei seiner Anwesenheit in Kiel seine lebhafte Befriedigung und Anerkennung über die Entwicklung der Marine unter seiner glorreichen Regierung in den wärmsten Worten aussprach — und schon senken sich die Flaggen wieder für Meinen vielgeliebten Vater, weicher so große Freude und so lebhaftes Interesse an dem Wachsen und den Fort- schrntcn Der Marine hatte. Die Zeit ernster und wahrhafter Trauer stärkt und festigt aber den Sinn und die Herzen der Menschen, und so wollen wir — das Bild Meines Großvaters und Meines Vaters treu im Herzen haltend — getrost in die Zukunft sehen. Die Marine weiß, daß es Mich nicht nur mit großer Freude erfüllt hat, ihr durch ein äußeres Band anzugehörcn, sondern daß Mich seit frühester Jugend in voller Uebereinstimmung mit Meinem lieben Bruder, dem Prinzen Heinrich von Preußen, ein lebhaftes und warmes Interesse mit ihr verbindet. Ich habe den hohen Sinn für Ehre und für. treue Pflichterfüllung kennen gelernt, der in der Marine lebt; Ich weiß, daß jeder bereit ist, mit seinem Leben freudig für die Ehre der deutschen Flagge ein: zustehen, wo immer es sei; — und so kann Ich es in dieser ernsten Stunde mit voller Zuversicht aussprechen, daß wir fest und sicher zusammenstehen werden in guten und in bösen Tagen, in Sturm wie im Sonnenschein, immer eingedenk des Ruhmes des deutschen Vaterlandes und immer bereit, das Herzblut für die Ehre der deutschen Flagge zu geben. Bei solchem streben wird Gottes Segen mit uns sein. Schloß Friedrichskron, den 15. Juni 1888. Wilhelm. Indem Ich Ihnen den anliegenden Marine-Befehl zur sofortigen Bekanntmachung zugehen lasse, bestimme Ich hierdurch: der Chef der Admiralität sowie sämmt- ltche der Marine etatsmäßig angehörige oder dazu commandirte Admiräle, Offiziere, Aerzte, Beamte und Mannschaften haben, wie dieselben zur Treue gegen des verewigten Kaisers Majestät eidlich verpflichtet gewesen sind, Mir unverzüglich ben Eid der Treue zu leisten. Das gesammte Personal des Beurlaubtenstandes der Marine ist bei der nächsten Controloersammlung bezw. bei der nächsten Einziehung zu Uebungen entsprechend neu zu vereidigen, lieber die Ausführung vorstehender Bestimmung sehe Ich Darmstadt, 16. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Professor Dr. Netto von der Landesuniversität Gießen und den Uni- oersitätsmusikdirector Felchner von Gießen. — Wegen des Ablebens Seiner Majestät des Kaisers Friedrich, Königs von Preußen, ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis einschließlich den 27. Juli 1888 verordnet worden. Die Damen tragen: Vom Heutigen bis einschließlich den 13. Juli schwarze seidene Kleider mit schwarzem Kopsputz und schwarzen Handschuhen. Vom 14. bis einschließlich den 27. Juli dieselbe Kleidung mit weißem Kopfputz und weißen Handschuhen. Die Herren tragen: Die Uniform nach den in dem Reglement vom 14. Juni 1880 unter C. Abs. 2 enthaltenen Bestimmungen. Darmstadt, 15. Juni. Das Großh. Staatsministerium veröffentlicht die Allerhöchste Anordnung Seiner Königl. Hoheit des Grobherzogs, nach welcher wegen des höchst bedauerlichen Ablebens Seiner Majestät des Deutschen Kaisers, Kömgs von Preußen Friedrich Folgendes bestimmt wird: Es soll täglich von 11—12 Uhr Mittags während 14 Tagen Trauergeläute stattfinden. Oeffentliche Lustbarkeiten find bis nach erfolgter Beisetzung zu unterlassen. Am Tage der Beisetzung (18. Juni) soll tn allen Schulen des Landes eine Trauerfeierltchkeit stattfinden. Bei den durch die kirchlichen Behörden anzuordnenden Gottesdiensten wollen die Beamten in Uniform erscheinen. Berlin, 16. Juni. Das Militär-Verordnungsblatt bringt folgende Armeebefehle und damit die ersten öffentlichen Regierungsacte Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II.: ~ Armee-Befehl: Während die Armee soeben erst die äußern Trauerzelchen für ihren auf alle Zeiten in den Herzen fortlebenden Kaiser und König Wllhelm I., Meinen hochverehrten Großvater, ablegte, erleidet sie durch den heute Vormittag 11 Uhr 5 Minuten erfolgten Tod Meines theuren, innig geliebten Vaters, des Kaisers und Königs Friedrich III. Majestät, einen neuen schweren Schlag. Es sind wahrlich ernste Trauertage, in denen Mich Gottes Fügung an die Spitze der Armee stellt, und es ist in der That ein tiefbewegtes Herz, aus welchem Ich das erste Wort an Meine Armee richte. Die Zuversicht aber, mit welcher ich an die Stelle trete, in die Mich Gottes Wille beruft, ist unerschütterlich fest, denn ich weiß, welchen Sinn für Ehre und Pflicht Meine glorreichen Vorfahren in die Armee gepflanzt haben, und Ich weiß, in wie hohem Maße sich dieser Sinn immer und zu allen Zeiten bewährt hat. In der Armee ist die feste unverbrüchliche Zugehörigkeit zum Kriegsherrn das Erbe, welches vom Vater auf den Sohn, von Generation tu Generation geht, und ebenso verweise Ich auf Meinen euch allen vor Augen stehenden Großvater, das Bild des glorreichen und ehrwürdigen Kriegsherrn, wie es schöner und zum Herzen sprechender nicht gedacht werden kann, auf Meinen treueren Vater, der sich schon als Kronprinz eine Ehrenstelle hi den Annalen der Armee erwarb, und auf eine lange Reihe ruhmvoller Vorfahren, deren Namen hell in der Geschichte leuchten und deren Herzen warm für die Armee schlugen So gehören wir zusammen — Ich und die Armee — so sind wir für einander aeboren und so wollen wir unauflöslich fest Zusammenhalten, möge nach Gottes Willen Friede oder Sturm fein. Ihr werdet Mir jetzt den Eid der Treue und des Gehorsams schwören und Ich gelobe, stets dessen eingedenk zu sein, daß die Augen Meiner Vorfahren aus jener Welt auf Mich hernieder sehen und daß Ich ihnen dermaleinst Rechenschaft über den Ruhm und die Ehre der Armee abzulegen haben werde! Schloß Friedrichskron, den 15. Juni 1888. Wilhelm. Kriegsministerium. Berlin, 15. Juni 1888. Vorstebender Allerhöchster Armeebefehl wird hierdurch mit dem Bemerken zur Kmntniß der Armee'gebracht, daß unmittelbar an die Verlesung desselben sich die Ver- -idigung auf Seine Majestät Wilhelm II. zu schließen^hat.^ Schellendorff. Armee-Befehl. Ich bestimme hiermit: Die Trauer um des verewigten Kaisers und Königs Friedrich III. Majestät hat auf die Dauer von sechs Wochen von heute ab in folgender Weife in der Armee stattzufinden: $n den ersten vier Wochen tragen die Generäle das Achselband und vasGeneralabzeichenzur ^sticktenlttiiform, üimmtlfcbe rffidere den Adler u. f. w. und die Cocardc am .Helm u.s.w., die Schärpe, Achselstücke 'Passanten das Portepee und beziehungsweise das Cartouchebandolier mit Alor überzogen sowie einen Flor am linken Oberarm. Die General - Adjutanten, Generäle K k suite und Flügel-Adjutanten tragen die Achfelbandcr, oie Husaren- und lllanen-Offiziere die Fangschnüre und das National-Abzeichen, die Offiziere der Jager imd Schützen das National-Abzeichen gleichfalls mit Flor überzogen In den letz en zwei Wochen wird von särnrntlichen Offizieren nur der Flor um den linken Oberarm Telegraphische Pepeschen, telegr. borresponvenz, Bureau. fru^jetttgen Tod seines mit Recht so innig geliebten Kaisers erlitten h?t 4 bCn K?KÄÄ- »■• 5 An den Bürgermeister von Berlin. «t* “k -L t?; ZLsL2r2 K-is^ FÄdrich Sen. m£bic,nifd,fn ®cr,t»‘ °b-r die Krankhttt des bestrichen und diese Procedur vor jeder Anwendung der künstlichen Ernäbruno wi-d-rbott L-.der war es unvermeidlich, daß von der Durchbruchstelle des Kreb es nach d" Sve s- rohre Krebsparttkelchen an der Canüle vorbei in die kiefern Luftwege hinunk-?fiel-n in di- Lungen g-r.ekh-n und eine Entzündung derselben, di- sogenannte.Aspirations-Pneumoni-^ bervorriefen. Als em ähnlicher Zustand im Mai d. eimutreten brnfitp x-' Sungen des hohen Patienten noch bte Kraft, die eingedrungenen gefährlichen Masst»n"mi aus-uhusten. T^esmal war der Organismus der Lunge^schon^s^se^ Xungen waren offenbar schon von der allgemeinen Carcinose ergriffen, konnten die Krebs- aussondern, und es trat die so gefährliche Entzündung dieses lebens' wh? Dr0anJ .em* Dieses neue Stadium markirte sich durch hohes Fieber beschleu- 7i,gte Athmung, kleinen, vermehrten Puls. Der lebte Rest bet nhnphin C ?UU* Korperkräfte verzehrte sich in diesem Kampfe des Organismus gegerbte tückische "Krank? und seit Mittwoch Abend war es den Eingeweihten klar daß der 3uftnnh hTa a c a hoffnungslos war und die baldige Auflösung bevorstehe Die AtLmuna JÄT’ 68 ‘ «n apathischer schlaf,üchtigev Zustand -in, aus welchem d» Kais-7^ n fMnh^fpb ewige Nahrung zuführen ließ und sich mit seiner Umgebung verständigte. Trotz der großen Schwäche und der zuletzt einqetretenen <5dj[nfhirfif nnh x— Dulder noch etwa eine Stunde vor seinem Tode 3ex”aien BewußÄns^^ ?«««gewaltsam und plötzlich ausgeblasen, sondern ein allmähliches sanftes Hmuberschlummern trat ein. Die physischen und seelisch?» w-isch°n Krankheit, di- Kaiser Friedrich mit EinernH-roism!»solider öl-7ch^°'a7t^'7 waren gewiß entsetzlich genug; und doch hat ein gütiges Geschick ihn noch davor ^bemabi/ ^to™6f±nnh,QT7VOC ten?ba|en ber Krankheit dürchzumachem Sr unter den D beschen folgende Se-twnsb«.cht u--.cht von Vorstehendem in einzelnen The.len ziemlich ab> -Majestät der Kaiser und die Kaiserin weilten gestern bis wApnh 5 n ein4.»,br flen Samtllenmitgliebern bei Ihrer Majestät der Kafterin-Wittw-^in S»lob Friedrichskron. Nach 6 Uhr begaben sich Ihre Majestäten mit Vrtnr und tRrini^r H-tnrich nach dem Marmorpalais, woselbstLetztere? ,“SoMer^Mr,n SeRSESS Der Bürgermeister Berardi, An den Bürgermeister von Berlin. Italiens, des so oft und gert. gefebem "üfrichttgen Freundes An den Sürgermeif.aoo^sVriin®"86™^*"' Bürgers,He" «toüHed. %S«Än^t®^$‘.l>ie «°n,- QT c Rico, für den Bürgermeister. . An den Oberbürgermeister Berlins. «... LSKKÄS*!:SSt*3«». S«»« ÄL As — Der b’ Bürgermeister. sä LS „i.s.”“'!;,,1''»«;1"'.. ""L «» - ^inber geboren worden, vier Söhne und vier ^balten — acht von den Söhnen leben noch und leder Deutsche ^eiwt ibr?^^^ Dochter und zwei , ftorbenen Söhne waren Prinz Siaismuvd der LÄ ? / Namen. Die zwei oer- | 1 als eben der österreichische Kriea a^ ÄfnbeSalter am 18. Juni 1866, im Alter von 11 Jahren am 27. &än 1879 burrf) Wjia Waldemar, der beute Vormittag einen Trauersalut oon’je SLu^°ab°" 8“btn Atatiea. folg-nd^Legramm""-» be®e^apft■^^erSg^nu,aatnnonJU^1!e Käfter Wilhelm Meines vielgeliebten Vaters mit, der Heu e Vo?mitmoft6clIc 3* den Tod Vapst antwortete durch ein Telegramm in welÄmÄr lanft entschlief." Der Mitgliedern der Kaiserlichen Familie fein tiefeslöeileid au"sspr°ach" “nb aCcn beklag-7 hatte. Wir'wünschen Don gan ern K Sm L nie^a‘8 “« «>n zu erne so lange Regierung wie die seines nprftnrtJn«. a?1 Jun0cn Kaiser Wilhelm II. tti-d-ich-r s°-.ti?,mm7r tteu bleib^"m°g°e"^Es" er§uݰde? K?I? ' Vertretung des Königs nach Berlin reifen“ verlautet, der Kronprinz werde in j der Unterrichtsmilttster^ d?" sich"nmh^ft?^/lomi'a'beftndet bN -^»ersttät ermächftgte ■ von Professoren und 4 Studirenden nach Serini inr^fWA, » nc Abordnung zu entsenden, dessen Gruß anläßlich der Jubelfeier inKaiser Friedrich feinem Tode allen Italienern so "heuer gewesen ses. SoI°8na nod> ment»e Tag- vor I und na®ml$?railahun^U6e6 Kaisers'Etebr7iE"'"^'" besuchte heute die llnioetfilöt Minder sagte die Tramr Deuftch ands fti glttLiH^^^ Weise zu gedenke.i°"7 r deutschen Studenten wurden durch die Tod-sno7ÄÄ I ble, Trauer Italiens. - Die setzt und traten die Rückreise am Dodesnachrtcht in die lebhafteste Bestürzung ver- Ameriüa. sch-iben^w-tt"w'°"ft-rs FrHdrich^ihr»£7iefen'"Tb-'ll"7"££ 81,6 bläßlich des Hin- Au B-fehl des Präsidenttn Clemlmd b auftraMe d-°b7£. -tustimmtgen Ausdruck. Gesandten Pendleton in Berlin dem hpi.n*» w = - r Staatssecretar Bavard den Beileid der Vereinigten Staaten Mitthettun?»? Amte von dem innigen Maiestät des Kaisers zu erwarten stand Sri , Obwohl das Ableben Sr. Todesnachricht allgemeine Trauer kund' ^tnsbesonde^ “ dem Eintreffen der Yorks, indem überall die Flaggen au?f)alt)maft m xCr Ätschen Colonie Rem- werden demnächst tn einer hiesigen Deutschen geeigneten Ausdruck geben. 9 ll?rcr Dhetlnahme mit der kaiserlichen Familie Reichst°dEm-/7 3Um' ®ie Sa'fetti 9gez. Fürst von Bismarck. ÄT Schloß Friedrichskron stattgesunden ffln ber%fi,br,Ä «8b5ü"b Virchow's Assistent gemacht, sondern^nur die direct erkrankten Organe • ®ur^e jedoch nicht hFbpr ^TCHb2 e “nbctcn Organe vollkommen unoer^ er- fS vollständige Zerstörung des eehifnnfpa xenV Die Section ergab Bronchitis d- t. Entzündung der feineren ßuftrnfn-pnnft» ^ebs, und puride faultger Substanzen. Der ganze Kehlkopf war Donfnnfmpn m Eindringens sich als eine weiche, schlaffe Maste WnmpnHM?°Urommcn brettert und präsentirte Kehlkopfes kaum nennenswerthe R ste dem Knorpelgerüll des eine fast zwei Fäuste große^^Ähle m?sta„den.^ ^n Stelle desKehlkopfes^^war bruch) der Speiseröhre nicht zu constatiren Dns ^^g^u war etne Perforation (Durch- Fnedrichs aufgetretene «Verschlucken", w/lches als Lebenstagen Kaiser ausgefaßt wurde ist offenbar dadurch -u?stan en dakder KebLv7'°^^ Durchbruches des Knorpelgerüstes zedes Halles entbehrte und ,usamn»v«/rstach der Vereiterung der Zuführung flüssiger Nahrung kleine Menoen ^m^ ^'"durch mußten bei von da in die Lungen gelangen. Die von den und in den Kehlkopf Todesursache ausgesprochene^Diagnose Lunaenläbm»«^^" Aerzten als letzte directe siattgt- Die Arbeit der Aerzte beaann um 4l/, Mr NaLmst^?"^ kbic Section be- &5»/z U^= Zum Schluß wurde über die aanre ftnnsnItf 9^ Umb bauertc bis kurz welches von sammtlichen Aerzten unterzeichnet Hundsung em Protokoll abgefaßt Protokoll beigelegt wurde. Der Hausmststfter G?af^eigentliche Sections- sofort an sich, um dasselbe den Staatsacten einmoerlechm^ 8 nabm baS Actenstück ben Had'den"LehHop1""unb ^die '^ng?'An ^Stelle Äs'«eb§^f - ° ®cction nur auf tommen vereitert zeigte, war fast eine Faust große Mbl- b fOpf 4» roc^ct sich voll, einem “uf lBefe^ des Kaisers erstatteten Berichte ^es s-?"klärte in Kaisers „Kehlkopfkrebs" gewesen sei. Die Diagnose mir ba^ ble Krankheit des ber Knorpel des Kehlkopfes von ber Krankhe t^erari^n w? °^chwert, ba von Anfang an Ä&Ä* “ !». Ä!~ «’»"'■ K Friedenskirche eingetreten ist, geläutet, zum dritten Mm- bet Zug m bte Kanonen gelöst sind. Nach dem erstmaligen Läuten^^n-bn,-v ü ° b° Stunde nachdem die chargen in der Jaspis-Galleri- am Fußende des Knr-.a o6ctftcn und Ob-rhvf- unb bi. Staatäminifter treten hinter bie laboureU an tnen ?a. ^b-rstkämm-rer ber Srone Graf Stolberg, hinter dem Scexter Mavback' b n,-' I,c8cn' f>mter Mer dem Reichsschwert Bronsari, hinter dem Rei- Einsegnung der Leiche erfolgt dustch Kögel unter MkiK^!. "!b ^biutanien. Wege vom Marstall bis zur Gartenterraffe° wird ber^L^^ Geistlichkeit. Auf dem Garbe du Corps escortirt, unb bie acht Mrd- von T"’0.8'” ”,on Offizieren ber d-s Leichentuchs und bie Cordons am^ Baldachin m-^ "b'b'°"^n geführt. Die Zips-, ber Baldachin von 12 Unteroffizieren getragen «ati mnr V° ^'eutenanis gehalten, I Leichenparabe in Marsch, unmittelbar folgt bieSeiflMMt um bi W die ki°ch° -u empfangen. Der Sarg wirb "durch die n Stammt. 6ciober SN-dens- unter Vortritt der Kammerherren und Minister mit den ^cr Lerbregimenler Blumenthal zum Leichenwagen getragen, acht Stabsoffistei-e Un^ bes Feldmarfchalls Pferde, 4 Rltter des Schwarzen Adlers tragen die 3inM l6* bie ^ügel der ben Baldachin und die Cordons. Die fürstlicben J Leichentuches, 18 Generale juge, der unter Glockengelüute durch die große A^e van^^ 2^ im Reichem brAe sich bewegt. Der Sarg wird vor dem Altar n7edernpsp^İ^ ber Fr.edenS- tntt mu beiden Generaladjutanten hinter das Kopfende^ dPäE'^blnarschall Blumenthal Herrschaften sitzen dem Sarge gegenüber mit ihr™ £ \ des Sarges. Die allerhöchsten frernd-n Fürsten im Schiff d-r Kttch- mit i r-n^ Suikn M bie «»trJter'ber letJtroiBigen Verfügung des Kaisers durch Kögel ^Wäbr-nd^ ^'^»ng erfolgt nach der werden Jnfanteri-salv-n unb 101 Kanonenschüsse gelöst b Segen» b-s Geistlichen öfÄÄK te 5‘a «ÄrSÄre Leichenwagen der F-ldmarschall Blumenthal mit dem ", L-ibregtm-nier, hinter dem abjutanten. Alsdann folgt der Käfter der Wnlo "°bk" >h"> 2 General- und die Leidtragenden des Köniasbaus?tt hipr^>ns^ ^demnächst Prinz Heinrich sandten fremder Fürsten, die Gene^raladi'utanten unt-r Fürstlichkeiten, die' Abge- mächtigte Kutusoff, die nachgeborenen^ D^n»n XU^e Militärbeooll- die Generalfeldmarschälle die SpI 8 dncn Häusern, der Reichskanzler rursL Behörden dankend abgelehnt worden. Von den Berliner Behörden werden nur vertreten sein die Ministerien, das Präsidium des Oberkirchenraths und die Vertreter derjenigen Behörden, deren Chefs Staatssekretäre sind. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ergab dre Section, wie in ärztlichen Kreisen verlautet, eine krebsartige Zerstörung des Kehlkopfes ohne Durchbruch nach der Speiseröhre, dann eitrige Abscesse in und um Luftröhre und Bronchien. Berlin, 1<- Juni, 2,30 N. Bei der morgigen Leichenfeier in der Friedenskirche wird der Trauerzug von Orgelklängen empfangen. Hierauf folgt das Motetto „Sei getreu bis in den Tod", dann die Llthurgie. Bei den Worten „Selig sind die Todten, die im Herrn ruhen", fällt der Chor mit Grell's Hymne ein: „Der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit!" Auch hier wird „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt" gesungen. Die Rede hält Oberhofprediger Kögel. Mit dem Choral „Wenn ich einmal soll scheiden" schließt ole Ferer. In der Friedenskwche singt der Domchor, in Friedrichskron der achtzig Stimmen zählende Chor der Zwölfapostelkirche. Berlin, 17. Juni, 1.45 N. Die Kirchen in Berlin waren heute überaus besucht, an dem im Dome stattgehabten Gottesdienste nahm auch der Kultusminister mit den hohen Beamten Theil. Der Gottesdienst wurde mit dem von Neithardt komponirten Psalm 54 .„Hilf Herr Gott" eingeleitet. Rach der vom Hofprediger Schrader abgehaltenen Liturgie wurde das Lied „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt" gesungen, worauf Hosprediger Schrader die Predigt hielt, anknüpfend an das Bibelwort: „So demüthigt uns die gewaltige Hand ^Gottes". . Potsdam, 17. Juni, 1.45 N. Der Kaiser und die Kaiserin statteten um halb 1 Uhr der Kaiserin Augusta im Stadtschlosse einen Besuch ab; hierauf erfolgte der Besuch bei den großherzoglich badischen Herrschaften- Auf allerhöchsten Befehl begibt sich Prinz Leopold nach Berlin, um dort die eintreffenden Fürstlichkeiten zu empfangen. Die Stadt Potsdam beginnt soeben Trauerdecorattonen anzulegen. Potsdam, 17. Juni, 145 N Die morgen in Schloß Friedrichskron stattftn- denden Beisetzungs-Feierlichkeiten werden mit Sebastian Bach's Composition „Bald rufst du mich zu höheren Freuden" eröffnet, worauf der Choral „Jesus meine Zuversicht" gesungen wird- Der Oberhofprediger Kögel wird am Sarge das Gebet verrichten und die Leiche einsegnen; darauf folgt der Choral „Wenn ich einmal soll scheiden". Während der Sarg emporgehoben und hinausgetragen wird, singt der Chor: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt". Potsdam, 17. Juni. Die Kaiserin Augusta ist heute früh hier eingetroffen. — Der Andrang des Publikums vor Schloß Friedrichskron ist ein kolossaler; jeder Eisenbahnzug bringt große Massen und von Berlin sind 200 Schutzleute hier eingetroffen, um vor Friedrichskron die Ordnung aufrecht zu erhalten. Potsdam, 17. Juni, 12,30 N. Der Kaiser und die Kaiserin sind mit der Kaiserin Augusta, dem Großherzoge und der Großherzogin von Baden, sowie den übrigen bereits hier eingetroffenen Fürstlichkeiten soeben an die Bahre des Kaisers Friedrich getreten. Dem Publikum ist während ihres Verweilens daselbst der Zutritt nicht gestattet. Straßburg i. Els», 17. Juni. Das Ministerium für Elsaß-Lothringen hat Landestrauer angeordnet. Die Dienstbureaux und Schulen bleiben morgen, am Tage der Beisetzung weiland Sr. Majestät des Kaisers Friedrich, geschlossen, alle öffentlichen Lust, barkeiten sind bis einschließlich Mittwoch untersagt. Die Gemeinderäthe von Straßburg und Colmar sandten Beileidstelegramme an Ihre Majestät die Kaiserin-Wittwe Viktoria, die Universität solche an Se. Majestät den Kaiser Wilhelm und Ihre Majestät die Kafferin- Wittwe Viktoria. — Zahlreiche Privathäuser der hiesigen Stadt tragen Trauerdekorationen und Trauerfahnen. — Heute Nachmittag findet die Vereidigung der Truppen der hiesigen Garnison statt. Hamburg, 17. Juni. Die Bürgerschaft hielt heute Mittag 12 Uhr eine besondere Sitzung zur Berathuug des Antrages des Senats, den Begräbnißtag Kaiser Friedrichs für einen bürgerlichen Feiertag zu erklären. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und folgende Resolution an den Senat beschlossen: „Von tiefem Schmerz erfüllt über das Ableben Sr. Majestät des Kaisers Friedrich, des Mitbegründers des Deutschen Reichs, des pflichttreuen Herrschers und edlen Menschen, ersucht die Bürgerschaft den Senat, welcher dem allgemeinen Gefühl durck die Bekanntmachung vom Tode des Kaisers in ebenso beredten wie ergreifenden Worten entsprach, auch der Trauer der Bürgerschaft über den neuen schweren Verlust Deutschlands an höchster Stelle Ausdruck zu verleihen." Rom, 17. Juni. Das Kriegsministerium hat an die Corpskommandanten und den Oberkommandanten in Afrika folgendes Telegramm gerichtet: „Italien nimmt an cher neuen großen Trauer, von welcher Deutschland betroffen worden ist, Theil. Auf Befehl des Königs sind die Nationalfahnen mit Krepp auf den militärischen Gebäuden drei Tage lang, d. h. bis Montag einschließlich, Halbmast zu hissen." London, 17. Juni, Abends. In einer besonderen Ausgabe der amtlichen „London Gazette" wird anläßlich des Ablebens des Kaisers Friedrich eine sechswöchent- ltche Hoftrauer angeordnet. Ferner wird bestimmt, daß die Offiziere der Armee und Marine die Trauer auf drei Wochen anzulegen haben. Gleichzeitig wird dem Wunsche der Königin Ausdruck gegeben, daß alle Untertanen vom heute ab auf 14 Tage Trauer anlegen möchten. London, 17. Juni. Der Prinz und Prinzessin von Wales mit dem Prinzen Albert Victor und Gefolge, Prinz Christian von Schleswig-Holstein, der Marquis os Lorne, Oberst Colville als Vertreter des Herzogs von Edinburg, sowie Oberst Clerk und der Privatfecretär der Königin, Ponsonby, sind gestern Abend nach Berlin ab- gereift, um der Beisetzung der Leiche des Kaisers Friedrich beizuwohnen. Ponsonby ist der Ueberbringer eines Schreibens der Königin an die Kaiserin Victoria. Auf dem Bahnhof befanden sich der Herzog von Cambridge, sowie der deutsche Botschafter Graf Hatzfeld zur Verabschiedung. Petersburg, 17. Juni. Anläßlich des Ablebens des Kaisers Friedrich ist für vier Wochen Hoftrauer angefagt worden. Im Gefolge des Großfürsten Wladimir, welcher bei den Beisetzungsfeierlichkeiten in Potsdam den Kaiser vertritt, besinden sich ein General-Adjutant ä la suite, ein General-Major und ein Flügeladjutant. Die deutschen Colonien in Petersburg und Moskau lassen durch besondere Deputationen prächtige Silberkränze auf den Sarg Kaiser Friedrichs niederlegen. Petersburg, 17. Juni. Anläßlich des von der „Köln. Zeitung" angedeuteten Inhalts der bevorstehenden Proclamation Kaiser Wilhelms sagt das „Journal de St. Petersbourg", es unterliege keinem Zweifel, daß die auswärtige Politik in demselben Sinne wie unter den Kaisern Wilhelm und Friedrich geleitet werden würde. Das Journal hofft, daß die denkwürdigen Worte des sterbenden Kaisers Wilhelm für den erhabenen Enkel em heiliges Vermächtniß fein und die leitenden Gesichtspunkte für die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland abgeben würden. Alles berechtige zu der Annahme, daß die Beziehungen Angesichts der tiefen Sympathien, welche alle Klassen der russischen Gesellschaft fortwährend bei den schmerzlichen Ereignissen, von denen die Dynastie und die deutsche Ration heimgesucht worden sind, bezeigt haben, sich nur bessern und befestigen können. Petersburg, 17. Juni- Der Minister von Giers ist von seinem Sommeraufenthalt in Finnland, *on welchem er sonst jeden Montag nach Petersburg kommt, bereits gestern hier angekommen. New-Aork, 17. Juni. Die deutschen Vereine in New-Aork und in Chicago haben beschlossen, anläßlich des Ablebens des Kaisers Friedrich der kaiserlichen Familie ihr Beileid auszudrücken. ^beamten, sowie der Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments. Zu dorselben Stunde, für welche ursprünglich als Glanzpunkt der Jubiläumsfeier die große vernahmen die Mannschaften unter präsentirtem Gewehr die Kunde von dem Ableben ihres obersten Kriegsherrn; in dem Augenblick, in welchem un Falle der Feier des Regimentsfudiläums bei der Parade das Hoch auf den Kaiser Friedrich erschallt wäre, ertönte das Hoch auf den Kaffer Wil he lm — fürwahr ein iefergreffender Augenblick für unser 116. Regiment. Das trotz des ungünstigen Wet- ters zahlreich dem feierlichen Acte beiwohnende Publikum verharrte in ernster Ruhe, üi5 Die Mannschaften, ohne Spiel wie sie gekommen, wieder abrückten. cvn Schulen blieben am heutigen Tage für den Unterricht geschlossen. Zn den Vormittagsstunden wurde in denselben eme Trauerfeier für des hochseligen. Kaisers Friedrich Mafestät abgehalten. y 0 .-.Auch heule Vormittag blieben fast alle Läden anläßlich der Beifetzungsfeier- tichketten in Potsdam verhängt oder waren schwarz ausgestattet, ebenso hatten zahlreiche Hauser durch Aushängen von Fahnen Trauerschmuck angelegt, um so der innigen Theil- nähme unseres Volkes an dem Hinscheiden seines innigftgeliebten Kaisers' Ausdruck iu verleihen. 0 . .T Laut Krcisamtlichtt Anordnung sind anläßlich des Hinscheidens Kaisers Friedrich bis auf Weiteres alle öffentlichen Lustbarkeiten, Concerte rc. nicht gestattet- Bietzen, 18. Juni. (Kafferirauer der hiesigen Volksschulen). Heute um 9 bezw 1° W Begingen die beiden Gruppen der städtischen Schulen Hierselbst die Trauerfeier um Kaffer Friedrich. Ausführlichen Bericht hierüber behalten wir uns für morgen vor. Gießen, 18. Juni. Mit Rücksicht auf die eingetretene nationale Trauer hat in einer gestrigen Sitzung das Festcomils beschlossen, das 17. Turnfest des Gaues Hessen, welches in Wetzlar stattfinden sollte, ausfallen zu lassen. Ium 18. Ium 1888. Wie herrlich die siegreichen Kämpfe Wilhelms des Großen So groß ist, fürstlicher Dulder Dein Kamps mit dem Tode, Dem Zoll für Zoll Du lassen mußtest das Leben; O herrlicher Heid, Du Zoll für Zoll ein Kaiser! — Unsagbar schmerzvoll war das letzte der Jahre. — Wie Prometheus einst an den Felsen geschmiedet Wehrlos die Brust dem Herzzerfleischenden Geter Bot, den die Tochter vergeblich gestrebt zu verscheuchen, Haft Du, Heros der Jetztzeit wehrlos gelitten linier den grausamen Krallen der tückischen Krankheit. — Ach wäre Dir nur Der Tod auf dem Schlachtfeld geworden! Ja wär' er gekommen nach ruhmvoller langer Regierung! — Wie groß bist Du o Held, Du siegst beim Erliegen! Gottes Rathschluß ergeben, mit Staunen erregender Selbstbeherrschung und Ruhe, wohl fast ohne Gleichen, Sayst Du an Deinen Krankheitsfelsen geschmiedet Dich beständig umkreisen den Todesgeier. Ob auch die treuste Gemahlin, die Schaar Deiner Aerzte Unermüdlich in hoffnungslosem Bekämpfen Wohl Hinhalten den Tod, doch das Leben erhalten, Ach Gott, vermochte sie nicht die innigste Liebe. Ob Du auch Meere durchfahren, ob Länder durchzogen, Heilung suchend verweiltest an sonnigem Gestade, Des Geiers Fittig streifte stets Dein Haupt; Du sahst es wohl, doch mußtest Du es leiden. — So zogst Du heim, wo längst Dein Sehnen weilte, Berufen auf den höchsten Erdenthron, Em todeswunder Held, den Pfeil im Herzen! Du hast in allen Treuen Deines Volkes Wohlsein und Heil geleitet und erstrebt, Soviel Dir nur die Schmerzen Raum gelassen, Groß denkend, selbstlos bis zum letzten Pulse. — Was Du geworden wärest Deinem Volke, Nach banger Krankenzett ist's nicht zu deuten. Bestieg wohl je ein Prinz den Thron der Vater Huldvoller und leutseliger? Ruhmvoller gekrönt mit Siegeslorbeer? Geliebt von Nord und Süd von Ost und West, Ein lebend Band für Alle deutschen Stämme, In jedes Deutschen Herz auf aller Lippen, Als „unser Fritz" der Liebling seines Volkes? — Und nun in Friedrichskron, wo er geboren, Da legte Friedrich seine Krone nieder Die Doppelkrone seines schönen Reiches Und, Gott sei Dank, auch seine Dornenkrone. — Einst schalste festlich froh Kanonendonner In voller Dchußzahl die Geburt zu künden! Run hallen dumpf durch alle deutschen Gaue Die Trauerglocken, welche kaum verstummten, Sie klagen mit Alldeutschland beide Kaiser. Den Vater, der so heiß sich nach dem Sohn g cf ebnet So gerne einmal noch ihn hätte reden hören; Und nun den Sohn, erlöst von bittern Leiden! Sie beide hier auf Erd die höchsten Herrscher Sie stehen jetzt vor einem höhern Throne Und werden freudevoll mit Heller Stimme Den loben, der allein ein Herr ist über Alles. — Wohl leben Beide fort in deutschen Herzen Und Du, Held Friedrich, bleibst für allzeit „Unser Fritz", Den jeder Deutsche sah, den jeder kannte, Dem jedes Herz in Lieb' entgegenbrannte. Gott gebe Dir ’ne fröhliche Urständ droben. — Wir aber schau'n voll Gottoertrau'n und Liebe, Voll Zuversicht zu Deutschlands neuem Aar, Zu unserm treuen festen lieben Kaiser; Dem wolle Gott der Herr in Gnaden geben, Gleich seinem Ahnherrn, Segen und Gedeihen Und Glück und Heil und langes reiches Leben. Gott schütze Dich, Du Schirmherr Deines Reiches. Du Liebling Deines Volks und Deines Heeres, Heil, Heil Dir Kaiser Wilhelm, Lieb' und Treue Dir für immer. Rudelli. Vermischtes. 2 o f * 1 t t. Gießen, 18. Juni. Der gestrige Sonntag, welcher angesichts der feit lange vorbereiteten Feier des 75 jährigen Bestehens unseres Regiments zu einem für Militär und Bürgerschaft gleich freudigen Festtage bestimmt war, sollte leider ein Tag der allgemeinen Trauer werden. Gleich als wollte die Natur ihre Theilnahme an dem uns Deutsche betroffenen großen Verluste bezeugen, so strömte den Tag über ein heftiger Regen hernieder, der bis gegen Abend anhielt. Abgesehen von einer großen Anzahl Landleute, die ihre im Regimente dienenden Angehörigen besucht hatten, war der Verkehr von Publikum in den Straßen ein äußerst geringer, die meisten Läden waren geschlossen, die Wirthschaften schwach besucht — kurz, die Stimmung, die an gewöhnlichen Sonntagen hier sonst eine ziemlich gehobene ist, hatte sich in das Gegentheil verwandelt zeigte sich doch auch fast die Mehrzahl der Passanten, namentlich die Damen, in Trauertoilette. Laut Kaiserlicher Verfügung vom 16. Juni wurde verordnet, daß die Armee sofort zu vereidigen fei, und so vollzog sich gestern 1 Mittag gegen 12 Uhr auf dem Brandplatze vor umflorten Fahnen und unter strömendem Regen der feierliche Act der Eidesleistung des gefammten Offizier-Corps, Der fonsti- — Frankfurt, 17. Junt. Seitdem ich Ihnen zuletzt schrieb, hat der Telegraph die Trauerkunde nach allen Windrichtungen getragen. Die erschütternde Nachricht von dem Ableben des alloerehrten Herrschers und kaiserlichen Dulders hat, obwohl man auf diesen Ausgang gefaßt fein mußte, alles Uebrige in den Hintergrund gedrängt. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag kam hier in Frankfurt das Publikum nicht zur Ruhe; dis spät in die Nacht hinein umstand eine vielköpfige Menge die Zeitungsredactionen in der Erwartung, es werde bald ein neues Telegramm einlaufen und der Wortlaut desselben angeschlagen werden. Dtur ganz allmälig zogen sich die Harrenden zurück, um am Freitag Morgen alsbald ihre Schritte wieder zu den Zeitungsdruckereien zu lenken. Als die Nachricht eintraf, daß der Zustand unverändert hoffnungslos sei, machte sich in den Mienen der Menge eine tiefe Niedergeschlagenheit bemerkbar; es darf überhaupt gesagt werden, daß die Trauer um den Heimgegangenen edlen Fürsten und Dulder, um „unfern Fritz", wie man im Volke Kaiser Friedrich immer noch nannte, eine tiefe und innige ist. Alsbald nach dem Eintreffen der Todesnachricht wurden auf allen öffentlichen und zahlreichen Prioatgebäuden Trauerflaggen gehißt, viele große Geschäfte fchlossen, die Schaufenster wurden ausgeräumt und die. 5094 5079 E. K. G. V 5090 Dienstag A. 8 II.. Probe im Realgymnasium. Akademischer Gesangverein 5051 Di- heutige Prob- fällt auS. ” I tn Mipht ---- Donnerstag 8 Uhr: Probe rum D-u-t^,.» s« r ® ^ beliebt gewordene achte A * D.7L'",”,r-m Emmenth. Schweizerkäse Von B Schweizer Stickereien 5091 i 1(Ä Schreiner Kinkel, Rittergasse 19. J '1Civil, für Arm und Hut, sowie am Lr.i^ ebenso fammtlrcbe Trauerfacben für 1 d-r Auswahl empfiehlt Damen und Herren ,n bedeuten- ---------aLa____:z017) A. Fangmann. Redaction: Zl. Scheyda. 50 50 rt tt h ff n ff Geißler, Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. Reines Roggenbrod Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. 2 Kilo 42 Pfg. W« Loebcr. Brandgasse. 18./6. y29 Ahr. Mahl d. I-Rug. I. Gr. 5042 Danksagung n^nSÄST* ***’«**• “ Hermann Lutz, loroie für die zahlreichen Blumenspenden sagen den tiefgefühltesten Dank K. Sewmelmeyer und Frau. Gießen, den 17. Juni 1888. 5082 Todes-Anzeige. uns/L" ent^Iief M l-g-m, schwerem Leiden Philipp Bender. Gießen, den 18. Juni 1888. Di- ti«ftrau«rnd- Gattin und Kinder. D? ?eet^*8un9 findet Dienstag Nachmittag >/,3 Ubr vom S'erbehause sMarktstraße 23) aus statt 3 h 95097 Mittwoch, den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, 1 a mm 'scheu Hofraithe tNeustadt 55) dahier sollen gegen Baarzahlung ossentlich veriteigert werden: i I?rd, 1 trächtige Kuh, 1 Hobel-. 1 Drehbank, 2 Secretare, 2 Kommo- 55"'. Kletderschränke, 1 Parthie ^‘r k8ll 1 ^assaschrank, 1 Parthie Wanduhren, 2 Sophas, 4 Sessel und sonstiges Mobiliar, 1 Parthie Wolle- waarcn; ferner: 1 Bett, 1 goldene Damenuhr, 1 do. Kette, 2 goldene Ringe, do. Ohrringe und Brochen, sonstige Schmuckfachen, sowie eine Reihe von Damenkttidern und anderen Gardtrobeslücken Die Versteigerung findet theilweffe be- Nimmt statt, ganz aber die unter Abs. II. Gießen, den 18. Juni 1888. «Jede Dame versuche KergniannNlLilicnniilch-Seife von Bergmann &. Co, Berlin und Frank- furt a M. Dieselbe ist vermöge ihres vegetabilischen Gehaltes zur Herstellung und Erhaltung eines zarten, blendend weissen Teints uner- lasshch Vorräthig h Stück 50 bei 5089 Otto Selmat. 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Schon in den letzten Klassen der deutschen Schule, aber vorzüglich in Latein-, Gewerbeschulen und Gymnasien, in höheren Töchterschulen und Instituten kann man die erzählten Mißstände überall finden. Kinder gehören nach 9 Uhr in das Bett und vor 5 Uhr lasse man sie ja nicht aufstehen, sonst ruht ihr Gehirn nicht genügend aus. Ein Bauer, ein Taglöhner reicht bekanntlich leicht mit 5 Stunden Schlaf, aber wer Kopfarbeit leistet, soll mindestens 7—8 Stunden schlafen; Kinder noch mehr. Ich halte das gegenwärtige Princip, ein Kind den ganzen Tag zu beschäftigen, für ein recht gutes; allein ein großer Thetl der Zeit sei der körperlichen Ausbildung gewidmet, wenn möglich in frischer Luft. Es war ein guter Anfang, das Turnen obligatorisch zu machen; allein ich möchte die gegenwärtige Dosis dieser herrlichen Arznei eine nahezu homöopathische nennen, die nur weniges nützen dürfte. Ich bin fest überzeugt, daß die Zukunft lehren wird, daß man täglich stundenlang körperliche Hebungen mit geistiger Arbeit wechseln muß, wenn ein Kind gesund bleiben soll. Ich bin ebenso überzeugt, daß das Lernen viel leichter geht, wenn der Körper mehr gekräftigt wird, wenn die geistige Spannung nicht so viele Stunden beträgt, wie jetzt fast in allen Lehranstalten. Mil Ausnahme einzelner hervorragend talentirter Kinder tritt bei den meisten jetzt oft schon Nachmittags, aber fast immer Abends, eine stumpfe, müde Htrnfunction ein, womit sie nu^ wenig mehr sassen, höchstens nach langer Marter mechanisch etn- lernen, ohne den Sinn zu überdenken. Diese meine Ueberzeugung wurde ganz besonders auch durch Erfahrungen in mehreren hohen Familien bestätigt, wo man schwächliche Kinder auf meinen Rath bis zum achten oder neunten Jahre ganz frei aufwachsen ließ, sich nur mühte, ihren Körper durch langen Aufenthalt und Arbeiten in gesunder Luft zu stärken und höchstens spielend vom Hofmeister den älteren Knaben hier und da eine von ihnen selbst erbetene kurze Lection geben ließ. Als diese Kinder im zehnten Jahre das Lernen mit Lust und Freude anfingen, ging es so schnell vorwärts, daß sie im sechszehnten Jahre so ausgebildet waren, wie ihre älteren Brüder im sechszehnten Jahre gewesen waren, nur daß ihnen das Lernen Freude machte und ihr Körper nebenbei kräftig war, während bet den älteren Brüdern das Zanken und Strafen vom sechsten Jahre nicht mehr aufgehört hatte und ihr Körper ein schwächlicher geblieben war. c Das Resumö meiner Erfahrung geht also dahin, daß die Zukunft den Körper der Kinder durch Spiele und Arbeiten im Freien zum Lernen vorbereitcn und während des Lernens die Ausbildung des Körpers energisch befördern wird, damit die Belastung des Gehirns, welche bei Tausenden zur Ursache ihres unbehaglichen Befindens wird, verhindert werden kann. Trotz dieser Zeitopfer darf man aber keine geringeren Lern- ergebnifie befürchten. Hingegen wird das Lernen, das jetzt Vielen eine Marter ist, den Meisten Freude machen; und eS wird nicht schon in der Kindheit der Grundstein zu dieser jetzt sosehr überhand nehmenden und unglücklich machenden Nervenerregung gelegt werden. Man haut bekanntlich keinen Baum mit einem Streiche um. Die Einführung des Turnens war der erste glückliche Griff zum Bessern. Man wird nun alsbald die staubigen Turnhallen mit der freien Luft vertauschen und wird eine eingreifende Aenderung der Schulordnung anstreben müssen; aber ich bin der festen Ueberzeugung, daß man es nie bereuen wird. (£• T.) Vermischtes. Mainz, 17. Juni. Heute Mittag fand die Beeidigung der Truppen der hiesigen Garnison statt. Zuerst, kurz nach 12 Uhr leisteten die Offiziere der Rangordnung nach Kaiser Wilhelm II. den Eid und hierauf wurde sämmtlichen übrigen Truppen regimentsweise der Eid abgenommen. — Noch selten hat ein Ereigniß in allen Schichten der hiesigen Bevölkeiung eine nachhaltigere Wirkung und tieferen Eindruck hervorgerufen als das Ableben Kaiser Friedrichs. Die sonst so heitere und leichtlebende Bevölkerung ist vollständig von dem Gefühl der tiefften Trauer beherrscht und in allen Kreisen, ob Hoch ob Niedrig, ob Reich ob Arm, ob Alt ob Jung, kommt fortwährend der Schmerz über den herben Verlust, welchen Deutschland erlitten, zum Ausdruck. Noch ehe irgendwelche Trauerverfügung erlassen, hat sich Jedes selbst Trauer auferlegt und stillschweigend wurden alle und jegliche Veranstaltungen, die nicht einzig mit rechten geschäftlichen Dingen Zusammenhängen, abgesagt, gleichviel ob für Einzelne nennenswerthe pecuniäre Verluste damit verknüpft sind. Neben der Beflaggung und sonstigen Trauerabzeichen an Gebäuden macht sich die Trauer auch äußerlich auf den Straßen bemerkbar: es herrscht eine Ruhe in den Straßen, wie man sie hier gar nicht gewöhnt ist, zumal an Sonntagen, wo in den Zugangsstraßen zu den Bahnhöfen und Schiffen unbeschadet jeder Witterung immer ein großes Leben pulsirt. Um die Stimmung zu vervollständigen hat der Himmel am heutigen Sonntag am frühesten Morgen seine Schleußen geöffnet und sich ununterbrochen bis zum Abend ein heftiger Regen ergossen. — In feierlicher Stadtverordnetensitzung, in welcher Beigeordneter Gaßner eine tiefgefühlte Ansprache hielt, wurde Igeftern beschlossen, den Kaiserinnen Augusta und Victoria, sowie Kaiser Wilhelm II. Belleidsadreffen zu übermitteln. — Das Trauergeläute in den Kirchen hat heute begonnen; die Trauerfeierlichkeiten daselbst finden nächsten Sonntag statt. In sämmtlichen Schulen werden morgen Trauerfeierlichkeiten abgehalten. Mainz, 17. Juni. Die heute hier begonnene 18. Generalversammlung des deutschen Müllerverbandes, bei welcher in Folge des Ablebens des Kaisers Friedrich auf Beschluß des Ortscomitös von allen Festlichkeiten abgesehen wird, ist mit Rücksicht auf die eingetretenen Ereignisse bis jetzt noch nicht so zahlreich besucht, als man nach den Anmeldungen erhofft hatte. Die heutige Ausschußsitzung zeigte in Folge dessen noch ziemlich Lücken, doch erwartet man zu der morgigen Hauptversammlung noch das Eintreffen von Jntereffenten. — Nach Beschluß des Ortscomitös findet der Müllertag im Jahre 1890 wieder in Mainz statt, bei welcher Gelegenheit, wie die Mainzer Mitglieder der Genossenschaft versprachen, die Theilnehmer für den diesmaligen Ausfall der Festlichkeiten entschädigt werden sollen. Mainz, 17. Juni. Die ununterbrochenen Regengüsse der letzten Tage haben ein ziemliches Wachsen des Rheins verursacht. Der Stand ist bereits über mittel und laffen die Nachrichten vom Oberrhein ein weiteres Steigen erwarten. Aus Rheinhessen, 17. Juni. Ein heftiges Gewitter, welches am Samstag über einen Theil von Rheinhessen niederging, hat viefach Schaden angerichtet. In Hechtsheim schlug der Blitz in die Helmspitze des Kirchthurms ein und zündete. Zufälliger Weise waren mehrere Mainzer Dachdecker in der Gemeinde anwesend, die mit Hülfe der Feuerwehr durch rasches Eingreifen den Thurm größtentheils noch vor einer Zerstörung durch die Flammen retteten. — In Essenheim schlug der Blitz auch in die Kirche und zündete gleichfalls. Auch hier hat rasche Hülfe größeren Schaden verhütet. — In Mainz fuhr ein kalter Blitzschlag in den Schulhof von St. Stephan. Vom Main, 17. Juni. Gelegentlich des Brückenbaues zu Kostheim ist man auf Brückenreste gestoßen, welche zu der Annahme führen, daß die große Römerstraße von Mainz über Ladenburg ihren Anschluß auf der rechten Rheinseite über den Main genommen. Literarisches. „Die Thierbörse", welche Dr. Langmann in Berlin herausgiebt, hat eine überaus rasche Verbreitung gefunden. Man sollte nicht glauben, wie interessant für alle Kreise sich so ein Blatt gestalten kann. Jeder findet in jeder Nummer etwas, was ihn interessut. Als Ergänzung zu den politischen Zeitungen sollte daher die „Thier-Börse" in keiner Familie fehlen, zumal das Abonnement in Anbetracht des bedeutenden Umfanges und des reichhalttgen Inhalts enorm billig ist: nur 65 Pfg. das ganze Vierteljahr bei jeder Post- anstalt, frei vom Briefträger in die Wohnung gebracht. Wir können aus bester Ueberzeugung unseren geehrten Lesern nur empfehlen, es einmal mit einem Probeabonnement auf die „Thier-Börse" zu versuchen. Allgemeiner Feuerversicherungsbank für Deutschland zu Gotha. Bekanntmachung. Nachdem der bisherige Vertreter obiger Anstalt, Herr Ferd. Bapst (in Firma: J. 6 D. Bapst) in Giessen, gestorben, ist an besten Stelle Herr L. Schultheis daselbst zum Agenten für Gießen und Umgegend ernannt worden, was wir hierdurch zur öffentlichen Kenniniß bringen. Frankfurt a. M., im Juni 1888. Generalagentur der Keuerverficherungsbank für Deutschland. Gebrüder Wolff. Bezug nehmend auf vorstehende Bekanntmachung halte ich mich den im hiestgen Agenturbezirk wohnenden Theilhabern der FeuerverficherungSbank für Deutschland zu Gotha zur Vermittelung ihrer Versicherungsangelegenheiten hierdurch empfohlen, lade zu weiterer Betheiliguno an dieser auf G-genseitlgkett beruhenden Anstalt ein, indem ich mich zugleich zu jeder wünschenswerten Auskunft über dieselbe bereit erlläre- Gießen, im Juni 1888. L. Schultbers, 4978 Agent der Feuerversicherungsbank für Deutschland. QO io Sammtliche Rormalartikel System Jäger, R-formhemde«, Bleyge s, zweifeitigeHemden, Jacken, Hofen, vollständig krmrpffret. Grösstes Itaeer in allen Qualitäten baumwollener und Merino-Sommerunterzeugen, Strümpfen, Socken etc. empfiehlt billigst 4,80 F. Teipel, Markt 16. Anzeiger. 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