Nr. 43 Zweites Blatt. Sonntag den 19. Februar 18881 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. v«r.au: S ch u l st r ° tz - 7. Erscheint täglich mit Ausnahme d-s Montags/ Amtlicher HHe i k. Betreffend: Aenderungen der Wehrpflicht. Gießen, am 16. Februar 1888.LLMM Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Srotzherzo gliche« BLrgermetfterete« des »relses. Wir beauftragen Sie nachstehende Bekanntmachung de« Landwehr.Bezirks-Kommando's Gießen alsbald auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnitz bringen zu lassen. w Dr. Boekmann. Bekanntmachung über das Gesetz, betreffend Aenderungen der Wehrpflicht. Es lautet: S 1- Die Landwehr wird in zwei Aufgebote eingetheilt. S 2. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr ersten Aufgebots ist von fünfjähriger Dauer. D>.^.jDer Eintritt in die Landwehr ersten Aufgebots erfolgt nach abgeleisteter Dienstpflicht im stehenden Heere..... § 3. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr zweiten Aufgebots dauert bis zum 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Der Eintritt in die Landwehr zweiten Aufgebots erfolgt: a. nach abgeleisteter Dienstpflicht in der Landwehr ersten Aufgebots; ! b. für Ersatz-Reservisten, welche geübt haben, nach abqeleisteter Ersatz- Reservepflicht ...... S 11. Die der Ersatz-Reserve überwiesenen Personen gehören zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes und sind allen stirdie letzteren — insbesondere den für Reserve- und Landwehr — gültigen Bestimmungen i nt rworsen, insoweit nicht besondere Festsetzungen getroffen sind. S 19. Die bisherige Eintheilung in Ersatz - Reserve erster und zweiter Klaffe wird aufgehoben. Sämmlliche bisher der zweiten Klaffe zu überweisenden Mannschaften sind fortan dem ersten Aufgebot des Landsturms zuzuthellen. Hierzu bemerkt das Bezirks-Kommando: 1) Die im Jahr 1850 und später geborenen Personen — Unter» officiere, Mannschaften und untere Militärbeamten — welche nach abgeleisteter gesetzlicher Dienstpflicht im stehenden Heere und in der Landwehr (Flotte und Seewehr) beziehungsweise als geübte Ersatz- Reservisten nach Ablauf der Ersatz-Reserve-Pflicht bereits zum Landstürme entlaffen waren, werden hierdurch angewiesen, sich bis spätestens zum 13. März 1888 unter Vorlage ihrer Militärpapiere (Paß und Führungs-Attest) bei dem zuständigen Bezirks- seldwebel behufs erneuter Ausnahme in die Controls anzumelden. Für diejenigen Personen, welche sich außerhalb Deutschlands beziehungsweise auf Seereisen befinden, wird die Meldefrist bis zum ’ 30. September 1888, beziehungsweise wenn dieselben vor diesem j Zeitpunkte nach Deutschland zurückkehren oder bei einem Seemannsamt des Inlandes abgemustert werden, bis 14 Tage nach ! erfolgter Rückkehr beziehungsweise Abmusterung verlängert. z Im Unterlassungsfälle kommen die Strafbestimmungen des §. 67 s des Reichs-Militair-Gesetzes zur Anwendung. Diejenigen zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes bereits dem Landsturm angehörigen Personen, welche nicht unter vorstehende Bestimmungen fallen, treten je nach ihrem Lebensalter zum Landsturm ersten beziehungsweise zweiten Aufgebots über. Auf Offiziere, Sanitätsoffiziere und obere Mili- tairbeamten finden vorstehende Bestimmungen gleiche Anwendung; die bezüglichen Meldungen sind jedoch beim Bezirks-Commando birect anzubringen. < 2) Alle gegenwärtig der Reserve und Landwehr angehörigen, j sowie alle zur Disposition der Truppentheile undder I Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften haben ihren ■ Vom 11. Februar 1888« Militair-Paß aelegentlich, jedoch spätestens bisznmlZ.März 1888 an den zuständigen Bezirksfeldwebel zwecks Einhestens der neuen Be- stimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes persönlich abzugeben oder durch die Post zuzusenden. 3) Die Ersatz-Reservisten ersterClasse gehören fortan zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes. Dieselben werden hierdurch angewiesen, chren Ersatz-Reserve-Paß beziehungsweise Ersatz-Reserve-Schein dem zuständigen Bezirksfeldwebel gelegentlich, spätestens bis zum 13. März 1888 abzrr- liefern; für die abgegebenen Pässe beziehungsweise Scheine werden den Ersatz-Reservisten andere Mllitairpapiere (Ersatz-Reserve-Päffe) spätestens bis zur Frühjahrs-Controlversammlung dieses Jahres ein» gehändigt werden. Es wird schon jetzt ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Ersatz-Reservisten als Mannschaften des Beurlaub- tenstandes fortan der Frühjahrs-Controlversamm- lung jeden Jahres beizuwohnen haben werden. Die bisher der Seewehr zweiter Klaffe angehörigen Mannschaften gehören fortan der Marine-Ersatz-Reserve an und unterliegen dieselben den vorstehenden Bestimmungen. 4) Sämmtliche Mannschaften des Beurlaubtenstandes haben sich baldigst mit den „neuen Bestimmungen für die Mannschaften desBeurlaubtenstandes" genau bekannt zu machen, damit Zuwiderhandlungen gegen dieselben thunlichst vermieden werden. 5) Angehörige der Ersatz-Reserve zweiter Klasse sind nunmehr Angehörige?be§ Lanbsturmes ersten Aufgebots unb dienen die diesen Mannschaften seiner Zeit ertheilten Ersatz-Reserve-Scheine zweiter Claffe denselben als Ausweis ihrer Zugehörigkeit zum Landsturm- 6) Auf Landsturmpflichtige finden bereits im Frieden nachstehende Bestimmungen Anwendung: a. Landsturmpflichtige, welche durch Consulats-Atteste nachweisen, daß fie in einem außereuropäischen Lande eine ihren Unterhalt sichernde Stellung als Kaufmann, Gewerbetreibender u. s. w. erworben haben, können für die Dauer ihres Aufenthalts außerhalb Europas von der Befolgung des Aufrufs entbunden werden. Bezügliche Gesuche sind an den Civil-Vorsitzenden derjenigen Ersatz-Commission zu richten, in deren Bezirk die Gesuchsteller nach abgeleisteter Dienstpflicht im Heere ober in ber Flotte zum Landsturm entlassen beziehungsweise von vornherein (bisher ber Ersatz-Reserve zweiter Claffe) bem Lanbsturm über wiesen sind. b. Der Uebertritt aus dem Landsturm ersten Ausgebots in den des zweiten Aufgebots erfolgt mit dem 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Die Landsturmpflicht im zweiten Aufgebot erlischt mit dem vollendeten 45. Lebensjahre, ohne daß es dazu einer besonderen Verfügung bedarf. 7) Es wird nochmals ausdrücklich hervorgehoben, daß vorstehende Bestimmungen auf die Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Marine und Seewehr zweiter Claffe gleiche Anwendung finden. Casp ary, Oberstlieutenant und Commandeur des Landwehr-Bataillons-Bezirks Gießen. 16. Februar. Das russische 5. Kalugasche Infanterie-Regiment [ kriegerische Thätigkeit ausjuzeichnen. Es nahm Theil am Kriege in Polen und Sr. Majestät Wilhelm deutscher Kaiser und König von Preußen, das am : an der Erstürmung von Warschau im Jahre 1831 und erhielt nach dem letzte« 18. Februar das 70jährige Jubiläum feines Chefs feiern wird, ist nach dem ! Türkenkriege die Fahnen-Jnschrift: „Für die Einnahme von Lowtscho, 22. An- Militär-Wochenblatt am 9. September 1805 errichtet worden; es empfing für £ gust 1877." Das Regiment steht augenblicklich in Simbirsk an der Wolga m die Schlacht bei Bar-für-Aube, in welcher auch fein späterer Ches seine erste ; Garnison unb bildet mir den Infanterie - Regimentern Nr. 6, 7 und 8 die xnegsdecoration, das Eiserne Kreuz zweiter Klaffe, erwarb, auf der Kopsbe- i 2. Infanterie - Division, welche dem 15. Armee-Corps angehört. Der z'itige deckung die Inschrift: „Für Auszeichnung " Während des langen Zeitraums i Commandeur des Regiments ist Oberst Korobna. von 70 Jahren hat das Regiment wiederholt Gelegenheit gehabt, sich durch i — Unsere Kaufleute und Industriellen werden gut thun, jetzt mit ganz 5 524 7 450 7 896 8 805 54 363 1884/85 53 529 1885/86 52 960 1886/87 58 206 20117 20 462 18 394 20132 34 246 1884/85 33 067 1885/86 34 566 1886/87 38074 Die Gesammt-Einfuhr von Auswärts betrug im Kalenderjahr Hectoliter nicht aber wie angegeben 366 Hectoliter Im Rechnungsjahr Allgemeiner Anzeiger Ausverkauf März Hectoliter 1872 1873 1874 1875 1876 1877 1878 4559 3884 5288 6778 3984 3006 3321 dazu kommt die Gesammteinfuhr von Auswärts Production und Einfuhr in Sa. davon geht ab die . Gesammtausfuhr aus Gießen demnach ergibt sich Verbrauch in Gießen gleich pr.Kopf der ' Bevölkerung, zu 19,000 angenommen Liter 17403/100 „ Liter 2OO38/10o Liter 18193/ioo „ Liter 180m/100 „ 136°] Mädchen zum Bereife« von Cigarrenkistchen gesucht. Schillerstraße 18. ^-2 Ein kräftiges Mädchen für Hausarbeit gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. vom 1. Hectol. 1883/84 48 839 WM-MZ Hectol. ------ 873 2acoh Rinn XV, Heuchelheim. Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) lAustrocknen^der Wohnräume.Z Bei Neu- und Umbauten van Wohn- h?r fragen die, wann die Räume bewohnbar sind, ohne in UnsV-eit ^achtheil zujufugen. Denn Jedermann weiß heute, baß das Wohnen Um" und N-nb^nl-n ^di für di- Gesundheit ist. Es entsteht daher bei allen tacfm fLh5 thun, damit die Zimmer gesund und trocken sind. Namentlich spitzt sich diese Erwägung oft in die Frage iu ist es besser die Zimmer gleich nach der Fertigstellung zu tapezieren oder soll man sie erst eine der^Wasserfarbenanstrich versehen. Darüber gehen die Meinungen der Bauhandwerker sehr wert auseinander und es verlohnt sich daher, die Angelegenheit einmal einer gründlichen Erörterung zu unterziehen. ^ngeregenyerr , c . ,r Kalk' der zur Mörtelbereitung benutzt wird, ist sogenanntes Calciumornd- hydrat, "ne an und für sich wasserhaltige Calciumverbindung, die sich in Wasser indek SLhpCnni?iÄnp ’e btQIbcVm ^örtd einen Brei und wird in dieser Form aus die kalten mufe nusn, verfliegen, das in diesem Brei ent- s nrc;muJ^n lm gewöhnlichen Sinne des Wortes trocken werden. Das geschieht unter der Einwirkung der Wärme und der Luft allein. Schon dann können Irocfen erscheinen. Wird indeß ein solches Zimmer bewohnt so npht* i a”? .^^^tgkeit der Wände, die früher nicht vorhanden war. Das ^^MÄolumoxydhydrat hält, das bezeichnet eben der Zusatz Hydrat, eine er ^-^lvtscher Verbindung, ohne daß es darum naß erscheint. Si*100^e®oba.entölt z. B. auch bedeutende Mengen Wasser, ohne naß zu N^nen. Kommt ^nes Calciumoxydhydrat nun aber mit Kohlensäure, d. h, mit jenem der Verbrennung entsteht, und welches die Menschen und Ttztere au^ a hmen, in Berührung, so entsteht eine neue chemische Verbindung, das kohlensaure wird hÄ & Ü»di- K°hl-nfäur- mit d-m Wciumo^blMJtabrtr’ÄSSS Wändm ,ü« »Äh -nth-lt-n- Wasfcr -usg-stoß-n und kommt an dm ^vanoen zum Vorschein. Dieser Umwandlungsproceß dauert nun so lanae bis [ich Leben^als^Äd! hinreichend starke Schicht kohlensaurer Kalk, der im gewöhnlichen ^eben als Kreide bekannt ist, gebildet hat. Die Wände sind so lanae feucht und erft mrniffen6 ^t, ist ein Zimmer wirklich trocken. Um ganz sicher non ben SEBänben f?.2nab °d"d^s°/'nheit vorhanden ist, kann man ein wenig Kalk Ä Wanden kratzen und denselben mit Essig übergießen. Braust der Essig auf d-r EMo ni^>anbf “V9 “VÄ’8“"!1 Kalk vollzogen, das Zimmer ist trocken' braust whbTi^dm^e^äleu^. m°rtd n°* E°--iumoxydhydrat und das Zimmer daraus nun die Nutzanwendung, die Wände in den Zustand zu ver- M alb emS ,«V*en beschriebene Urnwanblung am schnellsten vor sich geht" und nie durchlälli^^en,^, in' .neugebaute Zimmer nicht gleich ,u tapezieren, west bie Tapete m streichen £ b- ^nbc iuctfl mit einer Wasser-, bezw. Leimfarbe M bis die J natürlich, wenn man die Zimmer so lange unbenutzt »°ll,ogen ist. Beschleunigt wird diese durch das aemm finb in®h.ntSf°tArCn«Unb Kohlenbecken, die mit glühendem Coaks, bezw. Kohlen Rente n in h J»- s£'»l°ssenen Zimmern. Selbstverständlich dürfen ich bann keine teßfattÄ»*?"1, Schließlich bemerken wir noch, baß burch Heizen oe^^esen ote chemische Austrocknung nicht beschleunigt wird. April bis 31. März annähernd:^ Hectol. Hectol. 1884/85 46079 1885/86 45 064 1886/87 49 401 , .△ ^as RheinHessen, 17. Februar. Ein am Montag in Alzev aus- gebrochener Brand, der mbeß bald gelöscht war, gab Veranlassung, den Eigenthümer ksä*«,1 eBÄ Mvßer Roth Eetef * Z6cU' "ährend sich die Mannschaft der Fähre mit e ,f “ Wie es heißt, soll der Landsturm Blousen bekommen, welche aus starkem angeserttgt werden. Die Blouse wild vorn durch sechs schwarze Knöpft die durch eine Art Latz verdeckt sind, geschlossen. Um den Leib werden sie durch eine Kgschnur. die icder Korperstärke entspricht, festgehallen. An den Aermeln sind keinerlei Abzeichen, am Kragen ist dagegen zu beiden Setten vorn ein Stück rothes Tuch aufgenaht^ aus welchem auch die Unterofficicrabzeichen in Gestalt von weißblauen Litzen, aMiMfr der Linie gleichen, angebracht werden. Tie Stelle der Achselklappen vertritt auf beiden Schultern je eine zwei Finger breite rothe Borde, ^^bn haben die Blousen rechts und links eine Brusttasche. Auffallend ist es, daß Als P^nVhtrn aU* Beinkleider angefertigt werden; es scheint demnach fast, als sollten die Landsturmsmanner rhre Civtlhosen zu der Blouse tragen. Möglich ist «^lchsregierung die großen Herstellungskosten vertheilt und die L° " Äfir !?^M4AflÄ?ftrrr®^eßun? bm ®loufcn anfertigen lassen will. Es sind worden. ^hebliche Bestellungen tn Blousen durch die Militärverwaltung gemacht hbsttmmt verlautet, beginnt der Bau des Nord-Qstsee-Canals 7 RarackenllA^ ßfnire- werden auf der 38 Kilometer langen Strecke o /rrtdjtet, tn. welchen im Ganzen 4000 Arbeiter Platz finden können ?0" ?er Elbe aus in den Gebieten des Bauamtes 1 2är. ber Rendsburg und Holtenau werden die Arbeiten bei günstiger Witteruna ihren Anfang nehmen. Schon jetzt drängen sich so viele arbeitslose Menschen zu den bevorstehenben Erbarbeiien, baß schwerlich alle beschäftigt werben Gnnem ‘ b " ■Werfen awnffr'b in' ibT*- s. 5’cu,tf in Rehorst, einem kleinen Dorfe beim «1 ift nm 1 sb Wh? ftei7a9be.r Dohse" seinen 106. Geburtstag. Der mV.5;,5?6™ar 1782 in Ahrensbök im Fürstenlhum Lübeck geboren, würbe danach dänischer Husar und machte als solcher den Hug nach Rußland mit hpr S»-ach bei Leipzig kämpfte er noch auf französftcher^ii^^Miileiner Frau^hat er ' ü°? bcnmn?‘utc I°doch nur 4 Töchter noch leben. Bei ber jüngsten erfreu?’Ä,Sr -b?“ « brftp Jn Gehörst verheiraihet ist, lebt ber Alte Dohse ffleffet e8*neHm £V°rPerI,Clent urnb Seifttflen Frische. So macht er, wenn bas tStxf Seftottet, ben Weg von Rehorst nach Dietnfelb, ber ungefähr 14 Kilometer ©bren ’ in°KeBnrft H, ®gli0e ®B™cr- die ber Alte hat, veranstalten ihm zu « -n kleines Tanzvergnügen, an bem sich Alt unb Jung aus ber Nachbarschaft betherligen wird. Vor Jahren war der Alte einmal nach Bei in SU werben™ ” ®^rc ^"e, dem Kaiser, der ihn reichlich beschenkte, vorgestcllt Aritti.rsJr vergangenen Freitag überschritt, wie der „Schles. Ztg." aus Kemp en ^^det wird, ein russischer Grenzsoldat, angeblich mit Desertionsabsichten, bet .bie preußische Grenze unb zwar in ber Nähe?es Besitztums bes Ackerbürgers Spick. Zwei Sohne bei Spick näherten sich dem Solbaten ■ auf ibn eln®nirf btdt ?? herangekommen war, schoß ber Solbat aelenf »ertomritert,1 h,n k« r" bel ?“nb' bie Kugel schlug burch bas Hanb- ben n'nterleih änirf Schaufelstiel unb brang nebst einer Menge Holzsplitter in @0lba?tno4b2bfflrWH.tf'prfnfUr ?£" ^ur Hülfe springenben Bruber feuerte der russische Doloat noch 2 Schusp. erfolglos ab und fluchtete dann nach der russischen Grenze Wtrtbssobn^^Svick t.rlAA^A^^^^lten russischen Grenzwache entwaffnet wurde. Der -ldirthssohn Spick erlag nach 10 Stunden der Verletzung. von Christofle. «nd Alfenidewaaren We9en ^ständiger Aufgabe dieses Artikels (Bestecke aus- ------Krru?, Ecke der Wäusburg?^ ?rockenes Buchenscheithoy, Gartenpfosten und Koalierlatten ■ ’yuuy Hat abjugeben ' ^pat.erlanen . in bester Geschäftslage, zwei Laden für jede, Geschäft geeignet, iu verkaufen. I Auskunft tn oer Expeb- d. Bl- s42O besonders wachsamem Auge die Anwendung und die Folgen des neuen englischen Markenschutz-Gesetzes (Merchandise Marks Act 1887) zu beobachten. In England bricht sich bereit- eine Bewegung Bahn, die eine Reihe schwerer Klagen über die Handhabung de- Gesetzes vorbringt und vor allem betont, daß der Gesetzgeber weit mehr die Interessen des Herstellers und des Käufers der Maaren als die nicht minder berechtigten Interessen der Kaufleute, Zwischenhändler,' Rheder und Banken wahrgenomwen habe. Die Londoner Handelskammer hat sich an die Spitze der Bewegung gestellt und eine von ihr berufene Versamm- lung von Betheiligten hat Schritte beschlossen, um die jetzige Zollauslegung mit den Interessen der englischen Kaufleute mehr in Einklang zu bringen. Sehr lehrreich ist in dieser Hinsicht für den deutschen Kaufmann eine Ausführung des Chamber of Commerce Journal: „Die genaue Kenntuiß, wo zu kaufen, fei eine Erfahrung, die sowohl sehr theuer wie langsam zu erringen sei; die Hwangßbestimmung, daß auf jeder Maare angegeben werden müsse, an welchem Orte oder in welcher Gegend sie gemacht sei, zerstöre ohne Roth und mit Gefahr berechtigte Geschäftsgeheimnisse, verrathe den Händlern an auswärtigen Marktplätzen die wirkliche Quelle und den Ursprung der Maaren, die England über die ganze Welt verbreite. Solche übertriebene Ehrlichkeit müsse die englischen Kunden anseuern, direct die Maaren vom Ursprungslands zu beziehen und den Gewinn der Kaufleute, Schiffseigenthümer und Banken zu vereiteln." In der That sind diese Wirke der betheiligten Engländer, denen gegenüber sich die Zollbehörde einstweilen noch ablehnend verhält, von den deutschen Kaufleuten nicht genug zu beachten. Es ist ja selbstverständlich, daß die englische Gesetzgebung die vollste Anerkennung dafür verdient, daß sie aus richtige Bezeichnung ^r Maaren achtet; wir gönnen von Herzen den deutschen Fabrikanten eine volle Beschlagnahme von solchen Maaren, die sie absichtlich mit einer solchen Bezeich- Mng m England einführen, daß der englische Käufer dadurch in den Glauben verletzt werden soll, daß er englische Maaren beziehe. Solche Fabrikanten und Hänoler gehören aber glücklicher Weise in Deutschland zu den großen Selten- heilen. Der Werth der deutschen Arbeit findet in der ganzen Welt immer größere Anerkennung, und das neue Gesetz wird zweifellos nur dazu beitragen diese Anerkennung und damit den Absatz wesentlich zu vermehren. Insoweit kann also der deutsche Handel und die deutsche Fabrikation dieses Gesetz nur mit Freude begrüßen. Lokale-. Gießen, 17. Februar. fProduction und Verbrauch von Bier in Gießens Die Mittheilungen, welche dieser Tage durch hiesige Zeitungen gebracht wurden, bedürfen einiger Berichtigung. Es betrug die Production sämmtlicher Bierbrauereien in Gießen in den Rechnungsjahren I Soeben traf ein: m » s91*6« Reichskanzlers Fürsten Bismarck «I Bericht über bie Reichstagsverhanblung am 6 ftebr. 1888. ; (3U§ Anhang ben Text bes beutsch - österr. Vertrags enthalienb.) Preis - 80 Pfg. I Gleichzeitig empfehlen wir bas vorzügliche, neue Portrait Bismarckkopf Profil ______ - a w Lichtdruck. Folio. Nach Lenbach. ------ Das Original im Besitz der Tochter des Fürsten ------ PreiS r Mk. 2. ' ----- 1276 j J- Ricker’sche Buchhandlung, Giessen. vom 1. April bis 31. 1879 auf 1880 3622 1880 1881 3085 1881 1882 3928 1882 1883 4679 1883 1884 5524 1884 1885 7450 1885 1886 7896 1886 1887 8805 Holz-Versteigerung. Dienstag den 21. l. Mts., des Morgens um 10 Uhr anfangend, sollen folgende Holzsortimente in den Waldungen der Gemeinde Rödgen versteigert werden, als: 7 Rmtr. Buchen-Scheit, , 76 „ „ Knüppel, 10 „ „ Stock, 1180 „ Wellen, 21 Rmtr. Eichen-Scheit, 23 „ „ Knüppel, 15,2 „ „ Stock, 700 „ Wellen, 45 Rmtr. Nadel-Scheit, 112 „ „ Knüppel, 25,7 „ „ Stock, 2350 „ Wellen, 54 Eichenstämme mit 31,20 fm, 15 Eichen-Derbstangen mit 0,53 fm, 35 Nadelstämme mit 7,33 fm, 253 Ladel-Derbstangen mit 10,70 fm, 273 Nadel-Reisstangen mit 4,7 fm. Bemerkt wird, daß die Submisston des Eichen-Stammholzes zurückgenommen und dasselbe zur Versteigerung kommt. Bei Bürgschaftsleistung wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1888 gestattet- Der Anfang ist im Distrikt Seewald zunächst der Grünbergerstraße, woselbst das Nadel-Brennholz zuerst zur Versteigerung kommt. Rödgen, am 16. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. 1354 Jnderthal. Die bei der Versteigerung im Leib- schen Saale nicht abgegebenen M öbel können von mir freihändig gekauft werden, besonders ist dabei: 1 elegantes Büffet, 4 complette Betten mit Sprungfeder- und 3th. Matratze, Waschkonsole, Waschkommode mit Marmoraufsatz, Kommode, polirter und lackirter Kleiderschrank, 1 Cau- seuse, 1 Bücherschrank, 2 Sessel, 1 Ankleidespiegel, 1 Tafelservice (ca. 100 Stücke), 1 Herrnschreibtisch. | Sämmtliches fast neu. 1361 Louis Rothenberger, Neuenweg. । Inhoffen s g vierfach preisgekrönter M gebrannter Java in in August Voigt, Wolkengasse, in Gladenbach bei: Herz Jonas, in Rodheim bei: Carl Storck. © P w © I p Normalwäsche. 76 Ieilgeöotenes. 1253] 1 guter Spruugherd, 1 rothe und 1 grüne Plüschgarnitur, fast neu, wegzugshalber zu verkaufen. 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