Nr. 67 Erstes Blatt. Sonntag den 18. März 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Drrrearrr Schulftraße 7. T' T HIHI Illi— LLIJJ II Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringer lohn« Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeik. Betreffend: Ableben Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm. Gießen, de» 15. März 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die »rotzherz-glich-« 86rgermeifltt«iarg umgab, wirkte in seiner starren Ruhe großartig feierlich. — Kirchliche Predigten gehören eigentlich nicht in die Tagesblatter, die Rede aber mag eine Ausnahme machen, die angesichts der Welt der Seelsorger des ersten deutschen Kaisers an dessen Sarge gehalten hat. Der Oberhofprediger Dr. Kögel sprach: Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi, der die Auferstehung ist und das Leben, und die Liebe Gottes, der ein Gott ist nicht der Todten, sondern der Lebenden, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes, der die Leidtragenden tröstet, sei mit Euch Allen; Amen! Luc. 2, 29—30: Herr nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, beim meine Augen haben beinen Heilanb gesehen. — Wehklagend haben in diesen Tagen die Glocken von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf es angesagt, und jedes Deutschen Auge steht voll Thränen. Der Vater des Vaterlandes, der Stolz und die Wonne unseres Volkes, der Schirmherr des Friedens, Deutschlands ritterlicher Kriegsherr, unser gesegnet segnender Königs des neu erstandenen Reiches erster Kaiser ist von uns geschieden. SMt der vereinsamten Kaiserin, die noch mit ihren schwachen Händen die Hände des Sterbenden hielt und stützte, mit dem kaiserlichen Sohn, der trotz eigenen Leidens aus der Ferne in unsere Mitte zurückgeeilt ist, mit der Tochter, die soeben von der Tobten bahre ihres Sohnes sich erhob um hier mit zu tragen, mit zu trösten, mit dem kaiserlichen Hause trauert, mitverwaist, ein ganzes Volk in Lieb und Leid eine einzige Familie. Der 22. März, sonst ein heller Freudentag für unser Vaterland, liegt nun umflort vor uns. — Doch der hier ruht wehrt unfern Klagen, das Antlitz richtet er verklärt nach oben, Simeons Schwanengesang ist auch der feine: Herr nun lässest du deinen Dimer in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.— Durch wie viel Unruhe der Zeit, durch welche Gegensätze ist der Vollendete hindurch- gegangen! Großgewiegt in der eisernen Wiege der Noth und der Gefahr und dann zu einem zwiefachen Diadem berufen; Einst schmerzlich verkannt und zuletzt Deutschlands volksthümlichste Gestalt, für welche allenthalben eine freiwillige via triumphalis, ein königlicher Weg der Liebe und Verehrung offen stand. Was wir gewahrten, war es nicht eine täglich wachsende Huldigung voll Dankes, war es nicht täglich ein besorgtes Abschiednehmm? Um mehr denn ein Jahrzehnt die Altersgrenze überschreitend. die vorhin der Psalm als höchste zog, und sich doch nicht überlebend, sondern einem Moses gleich, dessen Auge nicht dunkel geworden, dessen Kraft nicht verfallen, war er rastlos thatig bis in die letzten Tage, bis zur letzten Unterschrift, ein Vorbild der Zucht, der. Hlrbeitsfreudkgkeit und Pflichttreue. Mit der Losung: „Ich habe keine Zeit müde zu sein", fast ein Jahrhundert lang der unsere in allem Wechsel der preußischen und der deutschen Geschichte, die er mit neuem Glanz umgab, und die ihn leuchtend krönte. Nach doppeltem eisernen Kreuz wurde er mit einem goldenen Frtedensabend gesegnet, und in alledem, je begnadeter um so schlichter und je schlichter um so begnadeter. Das einheitliche Band all dieser wunderbaren Gegensätze ist das Bewußtsein gewesen: ich darf ein Werkzeug in der Hand des Höchsten, ich soll ein Diener meines Gottes sein, sei's im Dulden der dritten Bitte: nicht mein, sondern dein Wille geschehe, sei's im Vollbringen großer Dinge und im Denken : welch eine Wendung durch Gottes Führung! Zm Frieden läßt du deinen Diener fahren, ja ein Mann des Friedens ist der hohe Entschlafene gewesen, so freudig er die Fahnen seines geliebten Heeres rauschen hörte. Nicht Durst nach blutigen Trophäen hat ihn erfüllt, sein Herz war ein mildes leutselig: Z Herz. Um des Friedens willen hat er ein starkes Volk um sich sammeln wollen, ein Volk in Waffen, das^ seiner selbst gewiß und mächtig wäre! So hat er, wie der Dichter sogt, in seinen Schlachten uns heimgekauft das stolze Recht, uns selbst zu achten. Ein Mann des Friedens! Nie trug er mehr Leid, als wenn Hader das errungene Gut der Einheit anzutasten drohte. Nie war er dankerfüllter, als wenn die Zeichen sich mehrten, daß die Söhne einer Mutter beieinander wohnen wollten; ein Herd, ein Herz. Bei diesem Ehrfurcht gebietenden Haupte, das umgesunken ist zur letzten Ruhe, bet diesen treuen Heldenaugen, die so lange für uns gewacht und sich nun für immer geschlossen haben, bei diesem Sarg, der wie ein Weihaltar dasteht, schwört Deutschland Treue; Treue dem kaiserlichen Erben, den es liebt, dem es vertraut, Treue dem Ver- mächtniß der Einheit. — Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das ist der Grund der seligen Heimfahrt eines Simeon, das ist die Friedenskraft zum Heimgang auch unseres geliebten Kaisers und Herrn gewesen. Als er im Sterben diese Worte vernahm, wiederholte er sie mit deutlicher Stimme: „Meine Augen haben deinen Heiland gesehen" und fügte nach einer Pause hinzu: „er har mir mit seinem Namen geholfen". !Jn herzlicher Gottesfurcht, in schlichtem Ehristenglauben hat er sich zu seinem Herrn und Heiland bekannt, und sein Heiland hat sich, wie so manches Mal in Noth, Gefahr und Bedrängniß zu ihm bekannt, bekannt noch in der Sterbestunde, als unser Kaiser im Frieden eines Kindes Gottes sich zurecht legte, nicht lebensmüde, wohl aber sterbens- freudig einschlief wie ein Patriarch. Zu Häupten seines Sterbebettes das Kreuz — es -war ihm kein leerer Schmuck, es war die Erfahrung seines Herzens, war das Bekenntnis seines Mundes, hat er es doch einst erzählt, daß in Königsberg, als er die Krone -vom Altar nehmen und sich auf's Haupt setzen wollte, sein Herz erbebt, seine Hand gleichsam zmückgewichen sei vor der an der Krone haftenden schweren Verantwortlichkeit, bis ihn der Blick auf die Dornenkrone seines himmlischen Königs gestärkt und er- mulhigt habe. Gott die Ehre! das war sein Wahls ruch. „Wenn mir am allerbänglten, wird inn das Herze sein, so reiß' mich aus den Aengsten, kraft deiner Angst und Pein." Das war das Lied seiner Hoffnung in dem Hause seiner Wallfahrt. Wo der Heiland ist, da ist Vergebung der Sünden, und wo Vergebung der Sünden ist, da ist Frieden, Leben und Seligkeit. Nun geht der stille Zug nach Charlottenburg, der Sohn kommt zu seinen Ellern, wie er so oft das Heiltgihum betrat mit stillen Grüßen, mit weh- muthsvollen Gedanken, mit bangen Fragen, mit frommer Danksagung. Und wie lautet heute in jener Gruftkapelle die Meldung? „Mutter, die Du sterbend den Dreizehnjährigen gesegnet hast, Dein Segen hat mich begleitet, Vater, der Du mir ein ernstes Vorbild warst, der Kampf ist gekämpft, der Lauf ist vollendet, das Werk ist gethan. Nun komme ich, um nicht mehr fortzugehen, sondern um an Eurer Seite zu ruhen in Hoffnung auf eine gnadenvolle Auferstehung durch Jesum Ehriftum." — Vater unseres Herrn Jesu Christi, wie reich hattest du uns in diesem Kaiser und König gemacht! Wir danken dir gemeinsam, du gibst, du nimmst, dein Name sei auch unter Thränen gelobt. Laß das Gedächtntß den Gerechten im Segen bet uns sein und bei unfern Nachkommen. Tröste mit deinen Friedensgedanken unsere geliebte Kaiserin, die mit dem Heimgegangenen durch das Band einer 59jährigen Ehe verbunden war, in Liebe rmd Leid, einander und dem ganzen Volke zu unaussprechlichem Segen. Tröste den Sohn und die Tochter, die Schwiegerkinder und Enkel, insonderheit auch die in der 'Ferne weilende einzige Schwester des Kaisers. Lege schützend, helfend deine Hand auf Haupt und Herz unseres Kaisers und unserer Kaiserin, unseres Kronprinzen und unserer Kronprinzessin, nimm in deinen barmherzigen Schutz das ganze Königshaus, unser preußisches Volk, das deutsche Vaterland. Erfülle uns alle mit Ewigkeits- gedanken, mit Treue, mit Glauben, mit Geduld, mit Dank, mit Hoffnung. Dir dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist gebührt Lob, Preis und Anbetung in Ewigkeit. Amen." In das Gebet, das sich hier anschloß, in den Segen und den Schlußgesang, dröhnte das Geläute aller Glocken und knallten die Gewehrsalven der Bataillone, die vor dem Dom im Lustgarten in Parade standen. Die fürstlichen Damen verließen zu Wagen das Gotteshaus zuerst und begaben sich zur Kaiserin Wittwe, alle übrigen ordneten sich zum feierlichen Leichenzuge. Mit präsentrrtem Gewehr begrüßten die Garden den Sarg ihres Kaisers, als er unter dem Portal erschien. Dumpf ertönten die Trommeln und unter dem Klang von Trauermärschen setzte sich die Leichenparade in Bewegung. Die Ordnung des Zuges ist vorher bekannt geworden und beschrieben, die Farbenpracht, die sonst die stolzen Regimenter in Parade bieten, fiel heute weg; denn Alle deckte einem humanen Befehle des Kaisers zufolge der strengen Kälte halber der dunkle Militärmantel. Auch die anderen Gruppen "des Zuges zeigten sich in Folge dessen dem Auge weniger prächtig, als es bei anderem Wetter der Fall gewesen sein würde. — Unmittelbar hinter dem Leichenwagen schritt einsam und allem, tiefen Schmerz in den Zügen, Kronprinz Wilhelm, die Hände in Den Taschen des Mantels bergend, wie in sich versunken. Ihm folgte Prinz Heinrich, dann dre Könige von Sachsen, Rumänien und Belgien, der letztere auf einen Stock gestützt; die Thronfolger von Oesterreich, Rußland, Italien schlossen sich an und hinter ihnen Fürsten und Prinzen in schwer zu zählender Menge, ein Trauergefolge, so mächtig, wie es noch rein Kaiser gehabt. So ging es durch ein Spalier, das nach Hunderttausenden zählte, zum Brandenburger Thor hinaus. Dort, wo die Siegesalle die Chaussee kreuzt, löste sich der Zug auf, das Regiment Garde du Corps allein eskortirte den Leichnam nach Charlotten- ourg, wohin auf Umwegen die direkten Leidtragenden auf Wagen vorauseilten. Der feier- 7L , ^mpfang in Charlottenburg entsprach dem in Berlin. Auf dem Platze vor dem Schlosse wurde ein kurzer Halt gemacht. Das Leichen-Gefolge ordnete sich, der Zug biegt rn den Schloßhof ein und geht an der hinteren Front desselben die Tannenallee entlang nach dem Mausoleum. Als der Leichenwagen dicht am Schlosse vorbeifuhr, erschien an €lxCmr£Cn r? Miltelportals an der.Seite seiner Gemahlin Kaiser Friedrich, ragend in männlicher Schönheit fast wie in seinen besten Tagen und doch von so schwerem Leiden befallen, daß er den Sarg des Vaters nur durch die Scheiben der Fenster sehen darf. Tiefen Schmerz m den Zügen blickte er herab, und dieser Augenblick war der traurigste an diesem fo traurlgen Tage. Ein Schicksal von unendlicher Tragik kam in ihm zum Ausdruck. Das ^l^e Wetter gestattete dem Sohne nicht einmal, der Beisetzung in dem nur wenig hundert entfernten Mausoleum beizuwohnen. Zwölf Stabso, freiere hoben den Sarg vom ore ^.eweompagnie des ersten Garderegiments präsentirte, Kronprinz Wilhelm und die nächsten Verwandten erwarteten den Sarg. Ein kurzes Gebet des Geistlichen, der Donner der Kanonen vor dem Schlosse — Kaiser Wilhelm ruht bei seinen Eltern. (Fr. Ztg.) Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. , Mär,. Der Zug, bei welchem Kronprinz Wilhelm, der unmittelbar hinter dem Sarg- schritt, tief ergriffen aursah, passtrte dar Brandenburger Thor gleich nach 2 Uhr und traf im Mausoleum nach 3 Uhr ein Der Kaiser stand am Fenster der großen noch dem Park gelegenen Saale» in General-Unisorm mit dem Band de» schwarzen Adler» und verblieb dort bi, nach den Geschützsalven, welche die Einsegnung de» Sarge» begleiteten, die Blicke nach dem Mausoleum gerichtet. Die Kaiserin Victoria nebst Familie und sammtliche fremde Fürstlichkeiten wohnten der Feier im Mausoleum bei, welche um 4 Uhr beendet war. Berlin, 16. März. Im Trauerzug- reihten sich die Abordnungen der preußischen und deutschen Regimenter, deren Chef Kaiser Wilhelm gewesen, un- ^mittelbar denen der ruf fischen und österreichische» Regimenter an. . — Heute Abend 7 Uhr finde! in der Bild-rgallerie de» hiefigen Schlosse« ein Familien'Dmer der Prinzen und Prinzesfinnen de» Königrhauser statt Da» Gefolge der fremden fürstlichen Herrschaften speist in der neuen Gallen- de» Schlöffe» an Oer Marschall-Tasel. — General Billot, der Vertreter Frankreich», legte heute Morgen im Dom einen prächUgen Kranz von Rosen, Veilchen und Kamelien am Sarg- der Kaiser» nieder. Ebenso wurden Kränze nied-rgel-gt feiten» zahlreicher D-puta. twnen deutscher Reich» - Angehöriger au» Morkau, Kiew, Amsterdam und Rotterdam. Berlin, 16. März. In Charlottenburg wurde der Sarg vom dortigen Oberpfarrer empfangen. Oberhofprediger Kögel hielt das Schlußaebet eingeleitet mit dem Spruche: „Wohl dem Manne, welcher Anfechtung erduldet" - dann folgte das Vaterunser. Nachdem die Leiche eingesegnet war, ertheilte Köael der ganzen Katserfamilie den Segen. Damit war die Feier beendet. Die fürst- tchen Herrschaften entfernten sich dann und die Generäle legten zum letzten Abschied die Hand aus den Sarg, während ein Trauersalut der Geschütze darüber hindröhnte. ®‘, (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte —- 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 , (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 63 Gießen, den 17. März 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung. Der im Schlachthaus vom 1. April bis 1. Oclober 1888 sich ergebende Dünger soll Samstag den 24. März, Vormittags 11 Uhr im Verwaltungsgebäude des Schlachthauses öffenUich versteigert werden. Gießen, den 17. März 188«. Großherzozl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2286 Bekanntmachung. Dienstag den 27. d. MtS., Vormittags 11 Udr soll für Grobherzogliches Landeszuchthaus die Lieferung von 30000 Kilo Eßkartoffeln durch schriftliches Angebot vergeben werden. Die Angebote sind, versehen mit der Aufschrift: „Angebot auf Kar- toffellieferung", bis zu obigem Zeitpunkt kostenfrei aus der Geschäftsstube Großh. Landeszuchthauses eivzureichen. Die Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen. Marienschloß, den 16. März 1888. Großh. Landeszuchthaus-Direction: Bornemann. 2295 Oeffenlliche Auffor-ernng. Forderungen an den Nachlaß des Müllers Heinrich Hahn von Muschenheim sind binnen vierzehn Tagen bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, als sonst sie bei der Re- gulirung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden könnten. — Alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an denselben zu leisten haben, werden hiermit angewiesen, bei Meidung doppelter Zahlung die Schuldbeträge an den vorläufigen Verwalter des Nachlasses, Großh. Bürgermeister Roth in Muschenheim, zu entrichten. Lich, den 15. März 1888. Großherzogl. Amtsgericht Lich. __Langer mann- 2252 Holz-Versteigerung tm Fürstlichen Langenwald bei Dorf-Güll. Freitag, den 23. d. M., von Morgens 10 Uhr anfangend, sollen im Fürstlichen Langenwald bei Dorf-Güll 91 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 44 „ „ Prügelholz, 76 „ „ Stockholz, 3482 Stück Oberholzwellen, 15*26 n Durchforstungswellen öffentlich verkauft werden. Der Anfang ist im Diftrict Kirchhofsboden. Griedel, den 15. März 1888. Fürstliches Rentamt. 2287 Düringer. «Aktgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung. Mittwoch, 28. März, werden aus Zellenrod 9, Tempel 10, 12, 47 und Schindanger 14 a, b, c versteigert: 1 Fichtenstamm von 23 cm Durchmesser , 20 m Länge mit 0,83 fm; 243 Fichten-Derbstangen mit 7,37 km; 60 Fichtenreisstangen, sodann Buchen. 2 rm Scheiter, 3 rm Knüppel, 200 Wellen, 4 rm Stöcke; Eichen: 6 rm Scheiter, 1 rm Knüppel, 120 Wellen, 4 rm Stöcke; Nadelholz: 221 rm Knüppel, hiervon 25 rm von 3 m Länge, 2650 Wellen, 36 rm Stöcke; Weicvholz: 21410 Wellen. Das Holz aus den Abtheilungen 9, 10 und 12 wird nicht vorgezeigt, dasselbe kommt gegen 12 Uhr in Tempel 47 zum Ausgebot. Nähere Auskunft ertheilt Gr. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen—Steinberg am Gießener Schindanger. Gießen, 15. März 1888. 2261 Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. ____________________________Heyer-__________________________ Aliee-Schule für Frauenbildung und Erwerb veranstaltet Mittwoch den 21. und Donnerstag den 22. März, Morgens von 10—12 und Nachmittags von 2—5 Uhr, in dem Vereinslokale aus dem Asterweg eine Ausstellung der Arbeiten der Schülerinnen, wozu Eltern wie Freunde der Anstalt freundlichst eingeladen werden. Die Curse im Sommersemester beginnen am 9. April. Auskunft ertheilt und Anmeldungen nimmt entgegen Der Vorstand. Gießen, im März 1888.2266 Vorbereitungs-Institut zu Gießen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, specieile Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in Gymnasien, Real-, polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstunden theilzunehmen aber behindert sind, ist ein Abend-Cursus eingerichtet. Beginn des Sommer-Semesters am 16. April. Der Vorsteher: Dr. Kübel, 2253 Bahnhofstrasse 45. Die neuesten Dameuregenmäniel, Jaqnettcs 1. postl Gießen erbeten. 2288 Ein braver Iunge^känn"^ie Bäckerei erlernen bei ___________W. Lange, Neustadt 47, 2289 He« bester Qualität zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Ev. Kirchen^esan^vereiD. Mittwoch den 21. März, Abends 6 Uhr, kommt in der hiesigen Stadtkirche die Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Matthäus von Heinrich Schütz unter Mitwirkung der Herren C. »iezel aus Zürich, A. Müller und Musikdirektor Gelhaar aus Frankfurt a. M. zur Aufführung. Eintritt unentgeltlich. Für unsere inaktiven Mitglieder werden Plätze reservirt. Karten dafür sind bei Herrn Buchhändler Ferber in Empfang zu nehmen. 2298 .. Buchen-, 4 Rm. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft ist am ersten Tage im District Neue-Wald bei Nr. 1, am zweiten Tage im District Buchwald, unmittelbar an der Straße nach Mainzlar. Pensionäre finden freundliche Aufnahme, Beaufsichtigung der Schularbeiten, eoent Nachhilfe. 2192 Gartenstraße 38. Holzversteigerung. In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. Lda. werden versteigert: Ein acad. geb., energischer Lehrer nimmt Schüler höherer Lehranstalten in Pension. Gewissenhafte Beaufsichtigung und nöthigenfalls unentgeltliche Nachhilfe. Offerten Bub a. Z. an die Exped. d. Bl. 2293 Gründliche Nachhülfe in allen Fachern des Gymnasiums ertheilt auch während der Ferien ein Student. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Heute Abend: Herrenabend bei Mitgl. Sturm»zur Waidmannslust." Lehrling Ujg Ä hiesiges Bank-Geschäft gesucht. 2284 Offerten unter A. B an die Exp. d. 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