Nr. 42 Samstag den 18. Februar 1888.' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vureaur Schulstraß- 7. Erscheint «»glich mit Ausnahme d-s Montags. Qbi™ Amtlicher Hyeik. Betreffend: Aenderungen der Wehrpflicht. Gießen, am 16. Februar 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen Bezirks-Kommando's Gießen alsbald auf ortsübliche Weife zur öffentlichen Kenntniß bringen zu lassen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung über das Gesetz, betreffend Aenderungen der Es lautet: S i. Die Landwehr wird in zwei Aufgebote eingetheilt. S 2. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr ersten Aufgebots ist von fünfjähriger Dauer. Der Eintritt in die Landwehr ersten Aufgebots erfolgt nach abgeleisteter Dienstpflicht im stehenden Heere..... § 3. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr zweiten Aufgebots dauert bis zum 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Der Eintritt in die Landwehr zweiten Aufgebots erfolgt: a. nach abgeleisteter Dienstpflicht in der Landwehr ersten Aufgebots; d. für Erfatz-Refervisten, welche geübt haben, nach abgeleisteter Ersatz- Refervepflicht...... S H. Die der Ersatz-Reserve überwiesenen Personen gehören zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes und sind allen ftirdie letzteren — insbesondere den für Reserve- und Landwehr — gültigen Bestimmungen nterworfen, insoweit nicht besondere Festsetzungen getroffen sind. § 19. Die bisherige Einteilung in Ersatz-Reserve erster und zweiter Klaffe wird aufgehoben. Sämmtliche bisher der zweiten Klaffe zu überweisenden Mannschaften sind fortan dem ersten Aufgebot des Landsturms zuzrttheilen. Hierzu bemerkt das Bezirks-Kommando: 1) Die im Jahr 1850 und später geborenen Personen — Unter* officiere, Mannschaften und untere Militärbeamten — welche nach abgeleisteter gesetzlicher Dienstpflicht im stehenden Heere und in der Landwehr (Flotte und Seewehr) beziehungsweise als geübte Ersatz- Reservisten nach Ablauf der Ersatz-Reserve-Pflicht bereits zum Landstürme entlassen waren, werden hierdurch angewiesen, sich bis spätestens zum 1 3. März 1888 unter Vorlage ihrer Militärpapiere (Paß und Führungs-Attest) bei dem zuständigen Bezirks- seldwebel behufs erneuter Aufnahme in die Controls anzumelden. Für diejenigen Personen, welche sich außerhalb Deutschlands beziehungsweise auf Seereisen befinden, wird die Meldefrist bis zum 30. September 18 88, beziehungsweise wenn dieselben vor diesem Zeitpunkte nach Deutschland zurückkehren oder bei einem Seemannsamt des Inlandes abgemustert werden, bis 14 Tage nach erfolgter Rückkehr beziehungsweise Abmusterung verlängert. Im Unterlassungsfälle kommen die Strafbestimmungen des §. 67 des Reichs-Militair-Gesetzes zur Anwendung. Diejenigen zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes bereits dem Landsturm angehörigen Personen, welche nicht unter vorstehende Bestimmungen fallen, treten je nach ihrem Lebensalter zum Landsturm ersten beziehungsweise zweiten Aufgebots über. Auf Offiziere, Sanitätsoffiziere und obere Mili- tairbeamten finden vorstehende Bestimmungen gleiche Anwendung; die bezüglichen Meldungen sind jedoch beim Bezirks-Commando ■ birect anzubringen. 2) Alle gegenwärtig der Reserve und Landwehr angehörigen, j sowie alle zur Disposition der Truppentheile undder j Ersatz.Behörden entlassenen Mannschaften haben ihren * Wehrpflicht. Vom 11. Februar 1888. Militair-Paß gelegentlich, jedoch spätestens biszum!3. Märzl888 an den zuständigen Bezirksfeldwebel zwecks Einheftens der neuen Be- stimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes persönlich abzugeben oder durch die Post zuzusenden. 3) Die Ersatz.Reservisten ersterClasse gehören fortan zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes. Dieselben werden hierdurch angewiesen, ihren Ersatz-Reserve-Paß beziehungsweise Ersatz-Reserve-Schein dem zuständigen Bezirksfeldwebel gelegentlich, spätestens bis zum 13. März 1888 abzuliefern; für die abgegebenen Pässe beziehungsweise Scheine werden den Ersatz-Reservisten andere Mlitairpapiere (Ersatz-Reserve-Pässe) spätestens bis zur Frühjahrs-Controlversammlung dieses Jahres eingehändigt werden. Es wird schon jetzt ausdrücklich darauf hingewiefen, daß die Ersatz-Reservisten als Mannschaften des Beurlaub- tenstandes fortan der Frühjabrs-Controlverfamm- lung jeden Jahres beizuwohnen Haven werden. Die bisher der Seewehr zweiter Klasse angehörigen Mannschaften gehören fortan der Marine-Ersatz-Reserve an und unterliegen dieselben den vorstehenden Bestimmungen. 4) Sämmtliche Mannschaften des Beurlaubtenstandes e haben sich baldigst mit den „neuen Bestimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes" genau bekannt zu machen, damit Zuwiderhandlungen gegen dieselben thunlichst vermieden werden. 5) Angehörige der Ersatz-Reserve zweiter Klasse sind nunmehr Angehörige.des Landsturmes ersten Aufgebots und dienen die diesen Mannschaften seiner Zeit ertheilten Ersatz-Reserve-Scheine zweiter Classe denselben als Ausweis ihrer Zugehörigkeit zum Landsturm- 6) Auf Landsturmpflichtige finden bereits im Frieden nachstehende Bestimmungen Anwendung: a. Landsturmpflichtige, welche durch Consulats-Atteste nachweisen, daß sie in einem außereuropäischen Lande eine ihren Unterhalt sichernde Stellung als Kaufmann, Gewerbetreibender u. s. w. erworben haben, können für die Dauer ihres Aufenthalts außerhalb Europas von der Befolgung des Aufrufs entbunden werden. Bezügliche Gesuche sind an den Civil-Vorsitzenden derjenigen Ersatz-Commission zu richten, in deren Bezirk die Gesuchsteller nach abgeleisteter Dienstpflicht im Heere oder in der Flotte zum Landsturm entlassen beziehungsweise von vornherein (bisher der Ersatz-Reserve zweiter Classe) dem Landsturm überwiesen sind, b. Der Uebertritt aus dem Landsturm ersten Aufgebots in den des zweiten Aufgebots erfolgt mit dem 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Die Landsturmpflicht im zweiten Aufgebot erlischt mit dem vollendeten 45. Lebensjahre, ohne daß es'dazu einer besonderen Verfügung bedarf. 7) Es wird nochmals ausdrücklich hervorgehoben, daß vorstehende Be- stimmungen auf die Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Marine und Seewehr zweiter Classe gleiche Anwendung finden. Casp a ry, Oberstlieutenant und Commandeur des Landwehr-BataillonS'Bezirks Gießen. Betreffend: Kirchliche Wahlen. Lang-Göns, den 15. Februar 1888. Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen an sämmtliche evangelische Kirchenvorstände deS Dekanats. Da dieses Jahr die kirchlichen Wahlen bald beginnen müssen, so wollen Sie die Liste der stimmberechtigten Gemeindeglieder baldigst aufstellen und nach dem Gesetz offen legen, dem Dekanat aber binnen höchstens vier Wochen anzeigen, ob Reclamationen erfolgt sind, damit der Ausschuß entscheiden kann, vb die Liste gültig ist. Dr. Strack. einer solchen Acnderung nicht ohne zwingende Nothwendigkeit vorgehen, aber eine solche liege hier vor. Uebrigens sei der Gedanke des Antrags nicht neu. Derselbe habe seit Jahren bte eingehenden Erörterungen erfahren. Der Antrag bezwecke keine künstliche Verschiebung von Produktion und Consumtion, er bezwecke nur die Wiedergewinnung des verlorenen Absatzgebiets. Er sei bereit, in der Commission für gewisse Garantien SU Gunsten der finanziellen Interessen des Reiches einzutreten, z. B. für Feststellung eines specifischen Gewichts. _, Abg. Struck mann (nt.) ist für die Aushebung des Identitätsnachweises an sich; aber der Antrag enthalte noch manches Andere, was ihm bedenklich erschiene. Uebrigens übersehe wohl Niemand im Hause die Wirkungen des Antrages ganz klar und so sei auch er der Belehrung zugänglich. Durch den Antrag werde eine Export- pramte geschaffen, zugleich aber eine Importprämie, bestehend in der Differenz zwischen dem Preis der Vollmachten und den Zollsätzen. Abg. Ri-ckert (frs.) tritt für die Aushebung des Identitätsnachweises ein, welche nicht nur für den Handel, sonderu auch für die Landwirthschaft von größter Bedeutung sei; aber der Antrag in der vorliegenden Gestalt sei ganz unannehmbar. Die demselben entgegenstehenden Bedenken müßten erst in der Commission beseitigt werden , ^Nachdem noch Abg. v. Puttkamer-Plauth als Mitantragsteller den Antrag im Schlußwort befürwortet, wird derselbe an eine Commission von 28 Mitgliedern verwiesen. Petitionen, betr. gewerbliche Rechtsverhältnisse der Kellner (Ref. Abg. Dietz, v. Bayer), werden durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Petitionen, betr. Regelung des Apothekerwesens, werden den verbündeten Regierungen überwiesen. (Ref. Abg. Dr. Kruse.) Abg. Schumacher (Soc.) beschwert sich bet dieser Gelegenheit über die hohen Apothekertaxen. Es sei das eine Steuer auf das Mißgeschick. Morgen 1 Uhr: Dritte Berathung des Socialtstengesetzes; kleiner Belagerungszustand für Stettin und Offenbach. $ . ö des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 15. d. M., enthält: (Nr. 1768.) Verordnung, betreffend die Mllitär-Transport-Ordnung für Eisenbahnen im Frieden (Friedens-Transport-Ordnung.) Vom 11. Febr. 1888 Gießen, am 17. Februar 1888. Sroßherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Telegraphische Depeschen« Wolff'S telegr. Berlin, 16. Februar. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht folgendes Bulletin aus^San Remo vom 16. Februar, 10 Uhr 30 Minuten Vormittags. In den letzten 14 stunden ift eine Veränderung im Zustande des Kronprinzen nicht etngetreten. . ^Nöittasberg, ig. Februar. Anläßlich des hundertsten Jahrestages der Stiftung der Ostpreußischen Landschaft fand Nachmittags ein Festact im Landschaftsgebäude statt. Gencialadiutant Graf Lehndoiss überreichte eine beglückwünschende Cabinetsordre des Kaisers, welche Generallandschastsdirector Bon verlas. Der Oberpräsident gab eine übersichtliche Darstellung der Gründung der Landschaft und ihrer segensreichen Folgen. Vermcs (Berlin) sprach die Theilnahme des Minffters Lucius aus als dessen Vertreter. Generallandschastsdirector Bon schloß mit einem Ueberblick der Geschichte Ost- preußens und der Verhältnisse der Provinz zur Landschaft. Um 5 Uhr war Festmahl in der Börse. — Der „Reichsanzeiger" bringt eine Mittheilung des Dr. Mackenzie aus San Remo über das Leiden Sr. K.K. Hoheit des Kronprinzen, deren Inhalt im Wesentlichen mit der bezüglichen heutigen Veröffentlichung des Berliner Tageblattes übereinstimmt. Am Schluffe rekapituliert Mackenzie dahin, daß seiner Ansicht nach die klinischen Symptome immer durchaus vereinbar waren mit einer nicht bösartigen Erkrankung ünd die mikroskopische Untersuchung damit übereinstimme. Er brauche nur noch hinzuzufügen»daß, obgleich in beinahe jedem Falle von Kehlkopferkrankung, es auf den ersten Augenblick möglich sei eine genaue Diagnose bezüglich der Natur des Leidens zu stellen, in allerdings sehr seltenen Fällen, allem das Fortschreiten der Krankheit, die Bestimmung des Charakters derselben gestatte. Unglücklicher Weise gehöre das Leiden des Kronprinzen zu der letzteren Art so daß augenblicklich die medizinische Wissenschaft ihm nicht gestatte zu behaupten, daß irgend eine andere Krankheit vorhanden sei, als eine chronische Entzündung des Kehlkopfes verbunden mit Perichronditis. Kaiserslautern, 16. Februar. Gestern Abend fand in der Tiefbaugrube „Kreuz- graben m der Nähe von „Eamphausen" im Saargebiet eine Grubenexplosion statt durch welche 40 Grubenarbeiter getödtet wurden. Weitere 36 Arbeiter sind gerettet worden _ „ Bern 16. Februar. Das Eisenbahndepartement theilt mit: In der Nähe des Kirchbergtunnels bei Wasen überschüttete gestern Vormittag eine starke Lawine den Bahnkörper der Gotthardbahn, so daß der Schnellzug Luzern-Mailand IV, Stunden iin Tunne warten mußte. Gestern Nachmittag erfolgten zwei neue bedeutende Lawinenstürze, welche die Entchigthalgallerie überschütteten. Die Betriebsunterbrechuna wird ein bis zwei Tage dauern. Wien, i6. Februar. Herrenhaus. Die Verlängerung des Handelsvertrages mit Deutschland wurde angenommen. Der Abgeordnete Ritter von Schmerling gab einer be sonderen Huldigung für Se. Majestät den Kaiser Ausdruck wegen des Allianzvertrages durch welchen bte Friedenshoffnungen befestigt wurden; sollte es aber dennoch zum Kriege kommen, so werde bte österreichische Armee neue Lorbeeren zu erringen wissen, zur Er- hohung des Glanzes ber Krone. — Abgeordnetenhaus. Der Unterrichtsminister Dr. von Gautsch rechtfertigte unter dem Beifalle des Hauses die Vorlage betreffend das Verhältnis der akademischen Behörden zu den Studentenvereinen, wies habet auch auf gewiße Erscheinungen nationaler Verwirrung und vereinzelt aufgetretener anti-österreichischer Gesinnung t)tn. Die Behauptung, man führe den Kampf gegen den deutschen Geist an den Hochschulen sei gänzlich unbegründet. Der Minister betrachte es als seine Pflicht, an den Universitäten bte Wissenschaft zu pflegen, sowie die Ordnung aufrecht zu erhalten. Nachdem mehrere Webner dafür und dagegen gesprochen, wird der beantragte Schluß ber Debatte mit 105 gegen 96 Stimmen abgelehnt, die Sitzung jedoch aufgehoben. , .Altdorf 16. Februar. Gestern Nachmittag wurde der Verkehr auf der Gotthardtbahn bei Wasen durch Lawinenstürze für einen Tag unterbrochen. Die Reisenden Aussen umsteigen. 6 Arbeiter wurden verschüttet. Der Schneeberg ist bei 140 Meter Lange o Meter hoch. © Kopenhagen. 16. Februar. Sämmtliche dänische Bahnen mit Ausnahme der Linie Korsör-Kopenhagen find m H-olge Schneegestöbers unfahrbar. Der deutsche Nachteilzug in her Richtung nach Norben hat ben Anschluß in Vanbrup nicht erreicht. J Paris 16. Februar. Dem „Petit Journal" zufolge wird der Handelsminister morgen dem italienischen Botschafter Menabrea den Antrag Frankreichs zur Erneuerung des Handelsvertrags mit Italien mittheilen. ^uieucrung ... ~ Der Proceß gegen Wilson, Ribaudeau und Genossen vor dem 8uchtvoltzei- gencht begann heute. Die Anklageschrift beschuldigt Wilson der Theilnahme an Schwindeleien, welche zum Nachtheil mehrerer Personen, die Ordensauszeichnungen wünschten, begangen wurden. . -. .Paris, 16. Februar. In Deputirtenkreisen verlautet, Ministerpräsident Tirard beabsichtige zu demisfioniren wegen des heutigen Beschlusses der Kammer, den Antrag Soubeyran auf Reduction der Zinsen für die schwebende Schuld um 3 Millionen in Erwägung zu ziehen, wogegen sich Tirard ausgesprochen hatte. Anderweitigen ^"^mationen zufolge wurde Tirard zunächst den Beschluß des Budgetcommission . Paris, 16. Februar. In her vor her Wählerversammlung in Gap gehaltenen « Flourens ferner: Frankreich wolle ben Fortschritt in ber Demokratie unb hiefer Fortschritt tonne sich nur burch ben Frieben verwirklichen. Wir wünschen, baß ganz Loyalität unserer Einrichtungen sowie her Festigkeit unserer Haltung Gerech- man müsse überall anerkennen, baß hie Befestigung dcr französi- baV,efte. Unterpfanb für hie bessere Gestaltung ber Beziehungen Frankreichs mit aßen übrigen Staaten sei. — Wie bas „Petit Journal" mittheilt, wirb ber Handels- mtmster morgen dem italienischen Botschafter Menabrea ben Antrag Frankreichs zur Erneue- rung des Handelsvertrages mit Italien mittheilen. , ., . Bandon, 16. Februar. Im Unterhause wiederholte Fergusson, es sei unthunlich jetzt den Schriftwechsel über die europäische Lage mitzutheilen. Er habe einen Bericht Deutscher Reichstag. 39. Sitzung vom 16. Februar 1888. Der Metstbegünstigungsvcrlrag zwischen dem Reich und Paraguay nebst Zusatzprotokoll wird in 1. und 2. Lesung genehmigt. Der Nachtragsetat für 1888/89 (Verwaltung des Reichsheeres) wird debattelos der Budgetcommission überwiesen. Das rückständige Kapitel des Militär et ats, Geldverpflegung der Truppen, wird angenommen, ebenso der von der Budgetcommission ermäßigte Ansatz für das Marinelazareth in Lehe im Marineetat und der Ansatz für das Reichsgerichtsgebäude zu Leipzig im Justizetat. Es folgt erste Berathung des Antrags Ambach u. Gen. auf Aushedirng des Identitätsnachweises für Getreide. Abg. Lohren (Rchsp.) begründet den Antrag. Der Getreidezoll habe die erwünschte Wirkung nicht gehabt. Es liege das daran, daß dem kornreichen Nordosten Deutschlands ber Absatz durch die Zollerhöhung nur noch mehr verschlossen sei, da russischerseits mit Rücksicht darauf dem russischen Erport erhebliche Erleichterungen gewährt wurden. Durch den Identitätsnachweis sei für die großen Mühlen und die großen Exporthäuser ein Monopol geschaffen worden, welches bem Auslande, nicht aber ber heimischen Probuction zu Gute komme. Das, was jetzt Monopol Einzeller sei, solle Gemeingut Aller werben; das sei ber Sinn seines Antrags. Der Einwand, man werde dann das gute Getreide exportiren und das minderwerthige in's Land bekommen, sei hinfällig, denn ein Blick auf den Courszeltel zeige, daß besseres Korn importirt werde. Der Einwand einer Preiserhöhung trete zurück vor der Thatsachc, daß der Antrag die Wirkung haben werde, denjenigen Landestheilen zu nützen, die am meisten Noth leiden. Der Einwand endlich, daß das Ausland in der vorgeschlagenen Maßregel eine Verletzung ber Verträge erblicken und Retorsionsmaßregeln ergreifen werde, treffe den vorliegenden Antrag gar nicht. Ein weiterer Einwand sei ber, baß bem Reiche große Zolleinnahmen verloren gehen würben. In der Thal würbe der Ausfall nur geringer fein. Unbegründet sei auch die Behauptung, daß die süddeutschen Mühlen durch die Aufhebung des Identitätsnachweises geschädigt würden; das Gegen- theil werde eintreten. Die hervorragendsten Vertreter des Handels, der Industrie und der Landwirthschaft hätten sich für die vorgeschlagenen Maßregeln ausgesprochen. Unsere Abhängigkeit von Rußland in Bezug auf das Brodkorn sei in den letzten Jahren mehr und mehr gewachsen. Der Antrag sichere dem deutschen Volke die Lieferung von Brodkorn. (Beifall.) Abg. Richter (freif.): Der Redner habe in seiner Begründung die an sich so complicirte Frage nur um so dunkler gemacht. Bei der Ausführung über bte Mühlen sei es ihm fast gewesen, als ginge ihm ein Mühlrab im Kopf herum. Der Antrag sei ihm interessant gewesen; berselbe stehe im ftricten Gegensatz zu ber vielgerühmten nationalen Wirthschaftspolitik, burch welche bas Jnlanb vom Auslanbe unabhängig gemacht werben soll. Nach bem Anträge bleibe von ber ganzen Schutzzolltheorte nichts übrig als eine Verteuerung bes Getreides. Es handle sich dabei nicht um die Erweiterung eines bereits bestehenden Systems oder, wie man gesagt habe, um eine Verallgemeinerung des den großen Mühlen gewährten Monopols. Jetzt werde nur ber Zoll für ein bestimmtes Quantum Getreide vergütet, welches aus einer Mühle erporfirt wird, bie erst baffelbe Quantum importirt hat. Künftig soll hie Vergütung ganz allgemein ftottfinben; wenn Einer am Bobensee Getreide ausführe, könne ein Anderer in Königsberg dasselbe Quantum zollfrei einführen. Deutschland biete ein dreifaches Wirtschaftsgebiet: rechts der Elbe, wo mehr Korn gebaut als gebraucht werde- zwischen Elbe und Weser, wo sich Production und Consumtion im Wesentlichen decken und links ber Weser, wo eine Getreibezufuhr erforderlich ist. Der Antrag würde eine künstliche Verschiebung der Produclionsverhältnisse schaffen, deren Wirkungen soweit sic sich überhaupt übersehen lassen, nur nachtheilige sein könnten. Für den Rauhweizen werde durch den Antrag geradezu eine Exportprämie geschaffen, wodurch, was nicht wünschenswerth wäre, ber Rauhweizenbau noch mehr um sich greifen würbe Durch den Antrag werbe bie Getreibeelnfuhr im Süden erleichtert, indem thatfächlich da der Cours der Einfuhrvollmachten ja unter dem Zollbetrage stehen werde, der Zoll ermäßigt werde. Das könnte er ja von seinem freihändlerlschen Standpunkte nur begrüßen wenn nicht für ihn bie Preiserhöhung im Norben unb Osten schwer in's Gewicht fallen müßte. Einem solchen Gesetz, wie bem vorliegenben, bas in seinen Wirkungen io unübersehbar sei, könne er nicht zustimmen. . Abg. Hoffmann-Königsberg (natl.) beantragt Verweisung bes Antrages ben er bem Vorrebner gegenüber verteidigt, an eine 28er-Cvmmlssivn. In der Kaufmann- sei man anderer Ansicht über die Wirkung ber Aufhebung bes Jdentitätsnach- weises für ben Osten wie Abg. Richter. $ Abg. Gras zu Stolberg (cons.) tritt gleichfalls Namens eines Thetis feiner j}reunbe für ben Antrag ein. Die Wirkungen ber vorgeschlagenen Acnberungen ließen sich in diesen wie in anberen Fällen nicht vollstänbig übersehen unb man solle mit Deutschland. Berlin, 16. Februar. Der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im Opernhause bei und hörte heute Vormittag die Vorträge Albedyll's und des Kriegsministers. Letzterer stellte dem Kaiser Mannschaften in der neuen Uniform und Ausrüstung des 2. Aufgebots der Landwehr vor. Nachmittags 2 Uhr machte der Kaiser eine Ausfahrt. Berlin,: 16. Februar. Mackenzie's Bericht vom 12. Februar besagt nach bem „B. Tgbl.": „Man unterschiebt mir gewöhnlich, ich hätte erklärt, bas Leiben bes Kronprinzen sei nicht ber Krebs, während ich vom Anfang an bis jetzt nur bie Ansicht aussprach, es sei kein Beweis geliefert, daß das Leiden ein krebsartiges sei. Im Mai nach Berlin gerufen, erklärte ich. die äußeren Anzeichen des Leidens seien nur negativer Natur, könnte ein gutartiges ober auch bösartiges sein. Ich wollte erst bie mikroskopische Untersuchung abwarten, bevor ich ein Urteil abgäbe. Die von mir extra- hirten Stückchen würben von Virchow untersucht unb nichts von bösartigem Charakter darin gefunben. Enbe October und November erschienen jedoch Anzeichen unb vermehrten sich, welche mehr barauf schließen ließen, bas Leiben sei ein bösartiges. Ich richtete baher bte Behandlung danach ein. Allein auch damals erklärte ich in einem Protokolle, welches nach Berlin in das Staatsarchiv geschickt wurde, daß trotzdem noch kein Beweis für das Vorhandenfein des ftrebfeS erbracht worden sei. Bei dem damaligen Zustande des Leidens war ein solcher mikroskopischer Beweis unmöglich. Allein rm Januar warf der Kronprinz ein Stück einer Ablösung gerade von jener Stelle aus, welche im November bie größte Besorgniß bezüglich bes Krebses erregte. Dieses Stück würbe von Virchow aufs Sorgfältigste unb mehrmals untersucht unb nichts Carcino- matöses gefunden. Ich refapltulire Folgendes: Seit Beginn des Leidens waren die klinischen Erscheinungen stets vereinbar mit der Anschauung, daß das Leiden kein krebsartiges sei. Die mikroskopische Untersuchung bestätigte diese Anschauung. Bei den meisten Kehlkopfleiden kann der Charakter der Krankheit sofort bei Beginn derselben festgestellt werben. Nur in seltenen Fällen kann dies erst im Verlaufe der Krankheit geschehen. Leider gehört das Leiden des Kronprinzen zu den letzleren Fällen. (F. Z.) Italien. San Remo, 16. Februar. Der Zustand des Kronprinzen hat seit gestern keine Veränderung erfahren. Nachts war ber Kranke wiederum unruhiger und hatte ungenügenden Schlaf. Das Sprechen ist ihm noch nicht erlaubt. Montag trifft der Prinz von Wales ein. (F. Z.) San Remo, 16. Februar. Während des Tages war das Befinden des Kronprinzen befriedigend. Der Patient verließ um 11 Uhr das Bett unb aß mit Appetit. Um 7 Uhr Abenbs ging ein schweres Gewitter mit starkem Hagelschlag und Schneefall nieder.(F. Z ) Lokale- Über die Rede des Admirals Hewitt in Genua nicht gesehen und könne den unauthentischen Zeitungsbericht darüber nicht anerkennen. Labouchhre kündigt an: In Folge der unbefriedigenden Antwort beantrage ich ein Amendement zur Adresse, welches erklärt, die Kammer sollte über eine etwa Italien im Kriegsfälle mit Frankreich von England versprochene Unterstützung unterrichtet werden. Lefevre meldet an, er werde anläßlich der Erörterung des Adreßberichts ein Amendement zur Adresse stellen, welches die Nichterwähnung rückständiger und ungerechter Pachtzinse in Irland beklagt und bedauert, daß Blunt verhindert war, Sympathie-Versammlungen in Woodford abzuhalten. Floren), 16. Februar. Der König von Württemberg hat wieder eine unruhige stacht gehabt. Das Fieber ist geringer, die Kräfte sind aber noch nicht gehoben. Sansibar, 16. Februar. Die bereits früher erworbene Plantage Kibneni und die benachbarte Plantage Manyanya sind durch Ankauf in den Besitz der Deutsch- Ostafrikanischen Plantagen-Gesellschaft übergegangen. — Gießen, 18. Februar. Die mündliche Maturitätsprüfung am Realgymnasium ist auf den 5. März anberaumt. Herrn Direktor Nodnagel sind hierbei die Funktionen des Regierungs-Commissars übertragen worden. — Wie Man uns mittheilt, ist der Kommandeur des hiesigen Regiments, Oberst Baron von Collas, zum Generalmajor ernannt und als Commandeur der 43. Jnf.- Brigade nach Cassel versetzt worden. Gießen, 17. Februar. Während der verflossenen Fastnachtstage erbrachte das Sammelschtffchen bet Weidig dahier JL 67.19 für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Einem vielfach gesungenen Liede könnte noch der Schlußrefrain beigefügt werden: „Das vollste Schiffchen gibt's unstreitig Doch stets beim Andres Weidig." Das Jahresergebniß daselbst war JL 109.69. **♦ Gießen, 17.Februar. sConcert des akademischen Gesangvereins.^ Unser akademischer Gesangverein hat sich die lobenswerthe Aufgabe gestellt, am Sonntag den 26. d. M. auf eigenes Risiko ein Oratorium aufzuführen und wollen wir deshalb nicht verfehlen, schon heute darauf aufmerksam zu machen. Der Umstand, daß bisher in jedem Jahre eine derartige Aufführung stattgefunden hat, welche vsm Publikum immer gern begrüßt wurde, dürfte auch diesmal schwer in's Gewicht fallen und dem wackeren akademischen Gesangverein für seine uneigennützigen Bemühungen den verdienten Lohn in Aussicht stellen. Jos. Haydns „Jahreszeiten" werden unter Mitwirkung des Fräulein Emma Dienstbach aus Frankfurt a. M., des Herrn Aug. Noack aus Darmstadt und des Herrn Adolf Müller aus Frankfurt a. M. nicht nur den musikalisch gebildeten Zuhörern Interesse abgewinnen, sondern auch dem allgemeinen Publikum einen genußreichen Abend verschaffen. Gießen, 17. Februar. Gegen den ehemaligen Landtagsabgeordneten Schaum ist gutem Vernehmen nach nunmehr doch auf Grund § 159 des Str.-Ges.-B. Anklage erhoben. Wahrscheinlich im Monat März wird vor 0er Strafkammer Verhandlung stattfinden. Gießen, 17. Februar. Seit der am 17. October v. I. erfolgten Eröffnung des hiesigen Schlachthauses wurden bis heute im Ganzen 4300 Thiere geschlachtet und zwar 350 Ochsen, 38 Fafselochsen und Kühe, 258 Rinder und Stiere, 44 Pferde, ; 1545 Kälber und Hämmel und 2065 Schweine. . Mainz, 16. Februar. In der Schonbornerhofkaserne hat sich heute Morgen em Gefreiter vom 117. Jnfanleneregtment mit seinem Dienstgewehr erschossen. Der- felbe wurde gestern mit mehreren anderen zur Beförderung als Unterofficier vorgestellt wobei ihm eine vermeintliche Zurücksetzung geschehen, die sich der Mann derart zu' Herzen genommen, daß er den Tod suchte. 3 ~ An den drei Carneoalstagen wurden in der „Stadlhalle" JL 26,196 als Eintrittsgeld erlöst. Davon gingen Jt* 2382 in dem carneoalistischen Concert am Sonntag, 20,993 bei dem Maskenball am Montag und Jü 2821 bei dem Maskenball am Dienstag ein. «j Varis, 16. Februar. Heute Nachmittag um 1 Uhr 40 Min. ist die Arcole- Brucke mit donnerndem Krachen eingesunken. Ein Schutzmann und eine Frau die 'ich auf ihr befanden, ertranken. Tausende von Menschen sind an der Unglücksstätte versammelt. ß MrchliePs Anzeigen der Stadt Mester Cvsrrgelischr GeAeinöe. Gottesdienst. Sonntag Jnvokavit, 19. Februar: Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. f, r Montag, den 20 Februar, Abends 8 Uhr, Bibelftunde in der Kleinktnder- k von Vers 61 an, Jesu Verurteilung und Mißhandlung vor dem H^en Rath, des Petrus Verleugnung und Reue; Pfarrer Dr. Naumann Mittwoch, den 22. Februar, Abends 6 Uhr: H. Passionsandacht. Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 19. bis 25. Februar b-sorat Pfarrer Dingeldey. 1 B Wegen reichlich vorgekommener Störung in der Kirche wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind oder noch in den ersten Schuljahren stehen, ohne Begleitung von Erwachsenen zu den Abendgottesdiensten nicht in die Kirche kommen dürfen. Die Kirchendiener sind angewiesen, alle solche Kinder, die ohne Begleitung von erwachsenen Angehörigen Abends zur Kirche kommen zurückzuwelsen. ' Katholische Gemeinde. Erfter Fasten-Sonntag. ^Invocabit) Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. „ Vs 10 Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Fasten-Andacht. Am Freitaa um 6 Uhr: Fasten-Andacht. Mittwoch, Freuag und Samstag sind Quatemberfasttage. GMrMrnK i» der ZWagoge. Freitag Abend 5^ Uhr, Samstag Morgen 8" Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr. Samstag Abend 6°° Uhr. Vergebung von Cementnrbeiten. Die Fassung des Stadtrmggrabens in eine Cementsohle soll auf weitere 236 m ausgeführt werden. Reflectanten hierauf wollen ihre diesbezüglichen Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschloffen und portofrei, längstens bis zum 1. 'März ds Js., Vormittags 11 Uhr, an das Stadtbauamt Gießen Linsenden, woselbst vorher die Accord- bedingungen und Zeichnungen zur Einsicht offen liegen, sowie nähere Auskunft über Muster und Ausführungsart an Ort und Stelle ertheilt wird. Gießen, 15. Februar 1888. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. ________A. Bramm. 1347 Holzversteigerung. Mittwoch den 22. ds. MtS, Morgens von 9 Uhr an, soll im Beuerner Gemeinde-Wald folgendes Holz im Distrikt Heegwald versteigert werden: 60 Eichen-Stämme von 20,57 fm, 3 Buchen- „ „ 3,59 „ • 6 Nadel- „ „ 1,64 „ 156 Nadel-Derbstgn. „ 9,25 „ 140 Nadel-Reisstgn. „ 1,65 „ 295 Rmtr. Buchen-Scheit, 2 „ Eichen- „ 2 „ Aspen- „ 199 „ Buchen-Knüppel, 4 „ Eichen- „ 67o0 „ Buchen-Wellen, 150 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz zuerst zur Versteigerung kommt, und sämmtliches Holz ganz an der Kreisstraße nach Geilshausen lagert. Beuern, den 16. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Beuern. _ Otto.__1355 1352 Gefunden eine Scheere u. ein Metermaß. I. Faust, Neustadt 15. Allgemeiner Anzeiger. Holz-Versteigerung. Dienstag den 21. I. Mts., des Morgens um 10 Uhr anfangend, sollen folgende Holzsortimente in den Waldungen der Gemeinde Rödgen versteigert werden, als: 7 Rmtr. Buchen-Scheit, 76 ,/ „ Knüppel, 10 „ „ Stock, 1180 „ Wellen, 21 Rmtr. Eichen-Scheit, 23 „ „ Knüppel, 15,2 „ „ Stock, 700 „ Wellen, 45 Rmtr. Nadel-Scheit, 112 „ „ Knüppel, 25,7 „ „ Stock, 2350 „ Wellen, 54 Eichenstämme mit 31,20 fm, 15 Eichen-Derbstangen mit 0,53 fm, 35 Nadelstämme mit 7,33 fm, 253 Nadel-Derbstangen mit 10,70 fm, 273 Nadel-Reisstangen mit 4,7 fm. Bemerkt wird, daß die Submission des Eichen-Stammholzes zurückgenommen und daffelbe zur Versteigerung kommt. Bei Bürgschaftsleistung wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1888 gestattet. Der Anfang ist im Distritt Seewald zunächst der Grünbergerstraße, woselbst das ^Nadel-Brennholz zuerst zur Versteigerung kommt. Rödgen, am 16. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. 1354 In de rthal._______ Die bei der Versteigerung im Leib- schen Saale nicht abgegebenen Möbel können von mir freihändig gekauft werden, besonders ist dabei: 1 elegantes Büffet, 4 complette Betten mit Sprungfeder- und 31h. Matratze, Waschkonsole, Waschkommode mit Marmoraufsatz, Kommode, polirter und lackirter Kleiderschrank, 1 Cau- seuse, 1 Bücherschrank, 2 Sessel, 1 Ankleidespiegel, 1 Tafelservice (ca. 100 Stück), 1 Herrnschreibtisch. Sämmtliches fast neu. 1361 Louis Rothenberger, Neuenweg. Same tag, den IS. Februar 1888, Abend- 7 Uhr präcise: T» ÖOettasiteimbend (in der großen Aula der Universttät). Die Thüren bleiben während der einzelnen Vorträge geschlossen- 1243 H. NESTLt’S KIMDEMEHL SOjähriger Erfolg. 32 Auszeichnungen, worunter 112 Ehrendiplome und 14 Gold. Medaillen. Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. t Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, desshalb auch Erwachsenen bei Magenleiden als Nahrungsmittel bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri Nestle. Verkauf in allen Apotheken und Drogen-Handlungen. 200 Coursbericht der frankfurter Börse. Reichsbank-Discontö 3% 16. Februar 1888. Franks. Bank-Disconto 3°/o Zahlreiche ZEUGNISSE der ersten medioinischen Autoritäten. Tendenz: unentschieden. 4% Preußische Consols 107.00 3V2% do- 101.50 4% Nassauer Oblig. — 4°/o Bayerische Oblig. 106.10 4% Badische Oblig. 104.90 4% Hessische Oblig. 106.00 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 101.00, neue 102.20 3W/o do. 97.30 4V2% Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 103.00 4°/o Hamb. Hypothbk.-Mandbr. 102.50 31/2% do. 97-50 5«/o Buderus Oblig. 104.50 3V2o/o Solms-Brauns. Oblig. 94.10 4% Gießener Oblig. 104.00 4% Oefterr. Goldrente 87-30 41/g°/o Oesterr. Silberrente 63.90 5% Portugiesen Oblig. 95 60 Darmft. Bank-Actien 13610 Geldsorten. 20 Francs-Stücke 16.14-16.17 do. in Va 16.13-16.16 Engl. Souvereigns 20.29—20.34 Dollars in Gold 4.16—4.20 Telegraphischer Coursberichl der Ber Oesterr. Creditactten 139.37 Oefterr. Staatsbahn-Actien 87.00 1880 4o/g Russen Oblig. 77.30 4% unif. Egypter Oblig. 75.60 iner Börse vom 17. Februar 1888. Dtsconto-Com.-Antheile 191.62 Laura-Actien 90.50 40/0 Ungar. Goldrente 77.90 5% Gemischte Russen 91.20 Fräulein Emilie Stammler was wir Verwandten, Freunden und Bekannten statt besonderer Anzeige hierdurch mittheilen. Giessen, den 17. Februar 1888. Die trauernden Hinterbliebenen Redaction: A. Scheyda. ■ Vermischte Anzeigen. 1349 Ein braves Laufmädchen wird gesucht. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Die Beerdigung findet Sonntag den 19. Februar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 1356 1358 Ein solider gewandter junger Hausbursche alsbald gesucht. Näh. in der Exp. d. Bl. Wrr erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, Verwandten, Freunden und Bekannten mitzutheilen, daß es Gott gefallen hat, unfern innigstgeliebten, guten Gatten, Vater, Bruder und Schwager Herrn flcorq Sdjnether heute Mittag im nicht vollendeten 47. Lebensjahre nach längerer Krankheit plötzlich in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Kölri, Karlsruhe, Darmstadt, Gießen, Trier, den 13. Februar 1888. 1357 £>ntcT und Verlag der Vrübl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. !308 Ein junger Kaufmann sucht per 1. April oder später Stelle als Comptorist. Beste Zeugnisse stehen zu Diensten. Gest. Offerten unter A. B. c. an die Exped. d. Bl. 1298 Ein tücht. Dienstmädchen zum sofort- Eintritt gesucht. Neuenweg 62. 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Neuenweg 40. Zeitige zu Nr. 42 des ,Achmer Anzeiger". Deutschland. Berlin, 15. Februar, lieber die von Dr. Bramann in San Remo vorgenon m-ne Operation, welche unter den vorliegenden Verhältnissen eine chirurgische Glanzleistung war, sowie über die Umstände, wodurch sie bedingt wurde, werden der „Nat.-Ztg." nachträglich folgende Einzelheiten mitgetheilt: Die Aihemnoth hatte schon 14 Tage zuvor begonnen und sich täglich gesteigert. Sie erreichte am 4. Februar eine solche Höhe, daß seitdem keine Spaziergänge, sondern nur noch Ausfahrten möglich waren. Seit dem 7. Febr. war sie hochgradig, besonders in den Nächten. Am 9. Februar früh wurde Dr. Bramann berufen, das Consilium erklärte die Tracheotomie für baldigst nothwendig und es wurde an Profeffor Bergmann telegrapdtrt. Vormittags trat eine weitere Steigerung der Alhemnoth ein. Um 3 Uhr Nachmittags erklärten die Aerzte, daß man keinen Augenblick mehr warten könne. Der Kronprinz hat diese Ankündigung mit standhastester Ergebung ausgenommen. „Halten Sie es sür nothwendig, so bin ich sofort bereit", sagte er. Auch mit der Anwendung des Chloroforms war, trotz Mackenzie's Widerspruch, der Kronprinz einverstanden. Der Bart blieb unversehrt. Dr. Bramann machte einen Schnitt, der fast fingerlang ist, vom unteren Ende des Kehlkopfes bis in die Näße des Brustbeines. Nach Stillung des Blutes und her Eröffnung dec Luftröhre wurde sofort die silberne Canüle eingeschoben. Die Operation dauerte mit der Narkose 20 Minuten. Der Blutoorluft war sehr geringfügig, er betrug etwa einen Kaffeelöffel voll. Als der Verband fertig war, erwachte der hohe Patient und dankte den Aerzten, und diese wieder dankten Dr. Bramann sür die glückliche Ausführung. Der Kronprinz har das Chloroform gut vertragen und war ohne Schmerzen. Die Alhemnoth war sofort beseitigt. Der Wuno- verlauf ist, wie bekannt, günstig. Zu obigen Angaben, welche aus zuverlässigster Quelle kommen, bemerkt die „Nat.'Ztg." weiter: lieber die Steigerung der Athemnoth ist noch hinzuzusügen, daß nach unwidersprochenen Angaben Mackenzie schon zwei Tage vor her Operation nach London meldete, dieselbe wecde baldigst stattfinden muffen. Profeffor Bergmann aber wurde erst berufen, al- er unmöglich zur rechten Zeit in San Remo eintreffen tonnte. Nur der Befehl des Kaisers hat bewirkt, daß ec dennoch dort ist. Arankreich. Daris, 13. Februar. Am 7. d. Mtü. find in der Abgeordnetenkammer recht erbauliche Dinge über die Zustände in der Marine zur Sprache gekommen, welche zu der Hoffnung berechtigen, daß die Franzosen ihren Kriegsetfer wohl noch einige Zeit zügeln werden. Der frühere Marineminister Mally war es, der diese Enthüllungen machte. Wie er mittheilt, seien von den etwa 80 Torpedobooten, die Frankreich besitzt, nur 7 im Stande, die hohe See zu befahren, 16 andere seien leidlich brauchbar, die übrigen verdorben. Die Privatwersten hätten den Staat schändlich betrogen und die Marinebeamten von ihnen Schiffs angenommen, die nur dazu gut seien, die Seeleute in den Grund zu fahren. Em Kriegsschiff wurde angenommen, an welchem die Bolzen aus Blei statt aus Eisen waren. (Große Bewegung: der Minister erklärt, es handle sich nur um ein kleines Fahrzeug, das erst endgiltig abgenommen wurde, nachdem die Mängel aus Kosten der Lieferanten im Arsenal amgebeffert waren) In Brest wuide ein Schleppdampfer vom Prüfungsausschuß zurückgewiesen; der Liefernde be- schwerde sich beim Minister, der telegraphisch die Annahme befahl. Die Mittel 1 zur Vollendung der im Bau befindlichen Kriegsschiffe seien größtentheils verausgabt, die Sck ffe aber bei Weitem nicht vollendet. Kein einziges neue- großes Panzerschiff sei kriegsbereit. In Toulon fehlen 14 Geschütze her Hafen- batlerte; noch schlimmer fei die Lage in Rochefort und Lorient, vollends ganz bedenklich in Cherbourg, das noch keine Mörser habe. Der Marineminister Krantz und ein Rrgierungskommiffär sprachen beruhigend, bezeichneten die schlechten Lieferungen als unerheblich, kündigten an, daß die Mörser sür Cherbourg fertig seien und versprachen, daß man rührig am Instand,etzen der Flotte arbeiten werde; jedoch wies der Minister den Vorschlag des Budgetaussch'.'ffes, in diesem Jahre statt dec geforderten 17 Millionen 20 V2 auf Ftottenbauten zu verwenden und den Mehrbetrag aus dem Erlös für altes Geräts) zu ziehen, mit dem Bemerken zurück, dieser Erlös werde höhstens 1V2 Millionen betragen. Der Berichterstatter sprach die Hoffnung aus, her Mmister werde einen NachtragSbedars verlangen. Furcy beantragte die Ernennung eines Untersuchungsausschusses von 11 Mitgliedern zur Prüfung der enthüllten scandalösen Dinge; die Kammer erkannte dem Anträge jedoch feine Dringlichkeit zu. Der Mtlitärgesetzausschuß des Senats beschloß unter dem Vorsitze des Herrn de Fr^ycinet, die Ausdehnung der Wehrpflicht bi- zum 45. Lebensjahre vonufchlaaen. Die allgemeine Wehrpflicht und die Lebensversicherung. Die Statuten nahezu aller Lebensoersicherungsanstalten behandeln den Kriegsfall als ein Ereignitz, welches den Lebensversicherungsoertrag außer Kraft setzt. Es läßt sich aber nicht verkennen, daß darin eine gewisse Härte liegt und daß der mit der Versicherung angestrebte Zweck verfehlt wird, wenn dieselbe gerade im dringendsten Nothsall ihre segensreiche Wirkung »erfaßt. Jene Ungerechtigkeit steigert sich in dem Maße, je mehr die hauptsächlich versichernde männliche Bevölkerung durch die Ausdehnung der allgemeinen Wehrpflicht in Anspruch genommen wird. Man hat daher im Laufe der Zeit durch Einführung der sog. „KriegsversichAmg" dem Uebelstande abzuhelfen versucht; jedoch vermag auch diese Einrichtung,^Kelche ziemlich hohe Pramienzuschlage — bis zu 10 Procent der Versicherungssumme — erheischt und allerlei erschwerende Bestimmungen bezüglich der Höhe der aufrecht zu erhaltenden Versicherungssumme und hinsichtlich der zu beobachtenden Fristen mit sich bringt, den Verlust so mancher Versicherung nicht zu verhindern. Die Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha ist daher bei der neuerlich vorgenommenen Revision ihrer Verfassung der Frage näher getreten, ob sich das Kriegsrisiko wenigstens für alle Diejenigen, welche infolge der allgemeinen Wehrpflicht vor den Feind kommen, ohne Weiteres übernehmen lasse, und sie hat, nachdem eine sorgfältige Erwägung aller Verhältnisse dargethan, daß die in's Auge gefaßte Maßregel für eine so sicher fundirtc, mit einem starken Stamm älterer Versicherungen und einem reichlichen Sicherheitsfonds ausgestattete Anstalt wohl unbedenklich sei, nicht gezögert, diese ebenso zeitgemäße als bedeutsame Reform in's Werk zu setzen. Sie übernimmt also von jetzt an die Kriegsgefahr für alle ihre kraft der allgemeinen Wehrpflicht zum Dienst herangezogenen Theilhaber und für die Nicht- Eombattanten unter den Berufssoldaten ohne jede Gegenleistung und fordert auch von Combattanten unter den letzteren — nämlich von den Ofsizieren und Kapitulanten der Linie — fortan nur eine geringfügige jährliche Zufchlagpramie — drei vom Taufend der Versicherungsfumme — für die Aufrechterhaltung der bereits in Kraft getretenen Versicherungen im Kriege. Die Lebensoersicherungsbank für Deutschland hat hiermit die einzige Lösung dieser für unzählige Familien so folgenschweren Frage gefunden, welche den im Bankgebiete — Deutschland, Oesterreich und Schweiz — herrschenden gesetzlichen Wehrzuständen sich .vollkommen anpatzt und allen Ansprüchen der Gerechtigkeit und Billigkeit aus's beste Genüge leistet, ohne für den eigenen Bestand der Anstalt gefährlich zu sein. Wir zweifeln nicht, daß die aufcey- ordentliche Bedeutung dieser Reform von den Interessenten voll erfaßt werden wird^ ^chtsfsn ach richte n. Bremen, 15. Februar. [Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Werra, Eapt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Februar von Bremen und am 6. Februar von Southampton abgegangen war, ' ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bekanntmachung. Die am 11. April dieses Jahres frei werdende Wohnung im unteren Stock der ehemals Benn er'scheu Besitzung aus der Nordanlage, bestehend in 4 Zimmern, Küche u. s. w., und einem großen Theile des dabei befindlichen Gartens soll DienStag, -en 21. d. M., Bormittags 10 Uhr, im Bürgermeisterei-Bureau vermiethet werden. Gießen, den 14. Februar 1888. Großh- Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1348 Nntzholz- verfteigerung. Freitag, 24. Februar er., soll in hiesigem Gemeindewald folgendes Holz öffentlich versteigert werden: 59 Eichen - Stämme von 3 bis 14 m Länge und 30 bis 78 cm mittlerem Durchmesser mit 62,21 fm. t. I. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr an der Haustädter Mühle. Das Holz eignet sich theilweise zu Glaser- und Schreinerholz. Waldgirmes, den 15. Febr. 1888. , Der Bürgermeister: 1343 Bernhardt. 1292 Ein kräftiges Mädchen für Hausarbeit gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerungen. In der Iiirftlichen Odersörslcrei Hohensolms soll nachverzeichnetes Holz an Ort und Stelle versteigert werden: 1. Montag den 20. d. M. in den Districten Scheuernwald, Lappenberg und Pfaffenstrauch: 251 Raummeter Buchen-Scheitholz I. Klasse, 93 „ Buchen- und Eichen-Prügelholz, 180 „ , ,, „ Stockholz, 5830 Wellen „ „ „ Reisholz. n. Dienstag den 21. d. MtS. in denselben Distr.icten und dem District Eichelsberg: * ~ _ 167 Eichen-Stämme I., II. und III. Klasse mit 73,43 Festmeter, zu Schnitt-, Bau-, Wagner- und Grubenholz geeignet, 2 Buchen-Schnitt-Stämme mit 2,17 Festmeter, 18 Fichten- und Kiefern-Bau-Stämme mit 5,51 Festmeter, 193 Fichten-Leiterbäume. . . Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerungen ist jedesmal Morgens 9Va Uhr im District Scheuernwald am Teich. m. Montag den 27. d Mts. in den Districten Buchenberg und Fuchslöcher: 2 Lärchen-Bau-Stämme mit 2,02 Festmeter, 91 Kiefern-Stämme mit 16,99 Festmeter, zu Bau- und Grubenholz geeignet, _ 66 Fichten- und Kiefern-Stangen mit 6,24 Festmeter, zu Sparren und Leiterbäumen geeignet, 12 Raummeter Fichten- und Kiefern-Prügelholz, 41 „ „ „ „ Stockholz, 1450 Wellen „ „ „ Reisholz. , . Der Anfang der Versteigerung ist Morgens 10 Uhr im Drstrrct Buchenberg zunächst Altenstädten und wird Mittags 1 Uhr im Drstrrct Fuchslöcher fortgesetzt. Hohensolms, den 8. Februar 1888. Fürstliche Obersörsterei. Rietsch. 1173 Holzversteigerung. Donnerstag, den 23. Febr. L I., soll im hiesigen Gemeindewald, District Dorfwiese, nachverzeichneter Holz versteigert werden, als: 45 Eichen-Stämme mit 22 Festm., 35 Nadel-Stämme mit 19,96 Festm., 6 Buchen-Stämme mit 8,85 Festm., 52 Eichen-Stangen mit 3,69 Festm., 33 Nadel-Stangen mit 5,33 Festm., 215 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 6 „ Eichen- 28 „ Buchen-Knüppel, 19 „ Eichen- „ 82 „ Buchen-Stöcke, 26 „ Eichen- und Nadel-Stöcke, 46V2 Hundert Buchen-Wellen, 29 Hundert Eichen- u. Nadel-Wellen. Der Anfang ist bei der Dorfwiese Vormittags um 97a Uhr. Großen-Buseck, am 15. Febr. 1888. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Stephan. 1342 Gebrüder Gehrig, Hoflieferanten, Berlin SW., Besselstratze 16, empfehlen allen Müttern für am Zahnen leidende Kinder ihre seit Jahren bewährten [975 Zahnhalsbändel. In Kietzen acht zu haben bei Ohr. Ludw. Thomas, Neuen Baue 10._______ Zweite Holzversteigerung im Hattenröder Gemeindewald. Montag, de« 20. Februar 1888, werden in den Diftricten Stückweide und Ziegenköpel versteigert: 68 Eichen - Stämme, 15,28 Festm., (Wagnerholz), 98 Eichen-Derbstangen, 7,36 Festm-, (Wagnerholz), 604 Fichten - Reisstangen (Baum- stangen) Brennholz: 2 Rm. Buchen-Scheit, 80 Rm. Eichen- u Radel-Knüppel, 3700 Wellen Buchen-, Eichen- und Radel-Reiser, 17 Rm. Stöcke Der Anfang ist Vormittags 93/* Uhr auf der Stückweide. Hattenrod, am 14. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Menget. 1305 Jean IIäuser, 713 empfiehlt 761 Robert Stuhl, Neustadt 23. M JL Tragbare Oefen m. Carbonnatronheizung, ö Die Oefen brennen ohne r Schornstein, rauch- und fjülfcnlriidjtr, vorzüglichste Kochart, zu billigsten Preisen Minerva, eine hochfeine 5-Pfg.-Cigarre, per Kistchen (50 Stück. 2 Mt. 25 Pf. bei Aeilgeöotenes. Universal-Lederfett empfiehlt billigst 995 Chr. Ludw. Thomas, 10 Neuen Baue 10. geruchlos und werden behörd- ESg lich auch da gestattet, wo sonst r Jä F^uerungsanlage untersagt ist. 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