Nr. 243 Mittwoch den 17. October L2LL. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstr-ß- 7. Erscheint .»glich mit Ausnahme des Montags. Q in—,m jnrwrwwwinTTTWiTiTwrMBTiiinwi i mimim > m _.g:nir Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Man sieht sich veranlaßt, nachstehendes Local-Reglement mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß die Schutzmannschast zur strengsten Ueberwachung angewiesen worden ist. Gießen, am 15. October 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Local-Reglement. B etr.: Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Zur Verhütung von Beschädigungen und Belästigungen durch Hunde, welche frei und ohne genügende Beaufsichtigung ihrer Besitzer herumlaufen, wird — abgesehen von den bereits bestehenden gesetzlichen Vorschriften in Art. 257 des Polizeiftrasgesetzes, sowie in § 367, pos. 11 des Strafgesetzbuchs, «auf Grund des Art 56 der Städteordnung — nach Anhörung der Stadt- verordneten-Versammlung und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 3. Januar 1882 zu Nr. M. I. 27202 für H.e Provinzial-Hauptstadt Gießen verordnet wie folgt: § 1. Es ist untersagt, Hunde in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhöfen unbeauffichtigt umherlaufen, oder die Gebüsche, Grasplätze und Beete in denselben betreten zu lasten. § 2. DaS Mitnehmen von Hunden auf den Friedhof, in öffentliche Dienstgebäude, in Wirthschaftsloeale innerhalb der bewohnten Theile der Stadt, auf den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffentlichen Festlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße frei umher- lausen zu lassen. § 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu führende Declarationsregister eingetragen ist, erhält der Be- sttzer deS Hundes eine Blechmarke mit fortlaufender Nummer, welche der Hund auf der Straße rc. stets am Halsbande oder am Maulkorb zu tragen hat. § 5. Alle bissigen Hunde, ferner alle größeren Hunde, ausgenommen Jagdhunde, namentlich Bullenbeißer, Bulldoggen, Metzger- und Schäferhunde, Neufundländer, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer Hunde, dann alle an einem Fuhrwerke angespannte oder zur Bewachung irgendwie angebundene Hunde, endlich solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde deßfallsige besondere Anordnung getroffen । hat, müssen innerhalb der bewohnten Theile der Stadt auf der Straße ' mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb 5 versehen fein, oder an einer kurzen Leine oder dergleichen j geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des Polizeistrafgesetz s oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. § 7. Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhöfen (§ 1), ober zur Nachtzeit auf der Straße (§ 3) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, ober welche auf der Straße rc. mcht die im § 4 vorgeschriebene Blechmarke tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sind, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen eingefangen und dem Wasenmeister überliefert werden, sofern der Eigen- thümer nicht zur Stelle ist und den Hund in Gewahrsam nehmen kann Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimirte Eigenthümer ober Besitzer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. Die binnen der genannten Frist nicht ausgelösten Hunde werden zu Gunsten der Gemeindekasse veräußert ober getödtet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigenthümer ober Besitzer der Hunde wegen ^Übertretung der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. Gießen, den 20. Januar 1882. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Politische Rundschau. Gießen, 16. October. Der innere Ausbau des deutschen Reiches hat mit dem in der Nacht vom 14. zum 15. October vollzogenen Anschlüsse Bremens und Hamburgs an das Zollgebiet eine weitere bedeutsame Förderung erfahren. Die beiden großen norddeuischen Handelsemporien sind nunmehr in das Wirthschaftsgebiet des deutschen Reiches ein- getreten und es wird hiermit für sie eine Epoche neuen wirtbschaftltchen Aufschwunges Deginnen, während anderseits auch das übrige Deutschland sich nur vortheilhafter Wirkungen des Zollanschlusses der Hansastädte zu erfreuen haben wird. Denn das deutsche Wirthschaftsgebiet gewinnt durch die Einbeziehung der beiden Hauptsitze des deutschen Exporthandels in seine Interessensphäre die sichere Aussicht für seine Export- ähätigkeit, mehr noch als bisher von der Handelsstellung Hamburgs und Bremens Dortheile zu haben und nunmehr mit seinen Producten noch mit größerem Nachdruck auf dem Weltmärkte auftreten zu können, als dies schon bislang geschah. Allerdings vollzieht sich der Zollanschluß für die beiden Hansestädte nicht ohne gewisse Opfer, indessen ist ihnen durch die Gewährung eines Frethafenbezirkes die Aufgabe ihrer bischerigen zoll- und handelspolitischen Ausnahmestellung wesentlich erleichtert worden und schließlich müssen eben auch die Sondertnteressen Bremens und Hamburgs gegenüber den Interessen Gesammtdeutschlands zurücktreten. Zu diesen gehört aber die mit dem Zollanschlusse Hamburgs und Bremens erreichte wirthschaftliche Einheit des Reiches sie ergänzt die schon vorhandene politische Einheit desselben in wirksamer Weise und somit kann man in jenem Vorgänge auch einen Act von politischer Bedeutung und Tragweite erblicken. Letztere Seite des Zollanschlusses wird gewiß bet der am 29. October in Hamburg ftattfindenden offictellen Feier des Ereignisses ihre starke Betonung finden, wie sie auch ohnedies aus der signalisirten Anwesenheit des Kaisers und der Vertreter der obersten Reichsbehörden, wie des Reichsparlaments bet der Anschluß- seier erhellt. Unermüdlich berichtet der Telegraph in ausführlichster Weise über den Aufenthalt Kaiser Wilhelms in Rom und es können hier aus diesen Berichten nur immer die markantesten Stellen wtedergegeben werden. Daß die bedeutsamen Trtnk- sprüche, welche im Quirinal zwischen Kaiser Wilhelm und seinem königlichen Gastfreunde gewechselt worden sind, namentlich in der öffentlichen Meinung Italiens, stark nachklingen, erscheint ganz natürlich. Bemerkenswerth ist jedoch, daß die Crispt'sche „Riforma" energisch bestreitet, daß diese Kundgebungen irgendwie auf einen aggressiven Eharacter des deutsch-italienischen Bündnisses deuteten, nur sei hiermit dessen Unerschütterlichkeit auf's Neue bekräftigt worden und erfreulicher Weise bezeichnen auch die ofsictösen Wiener und Petersburger Blätter die fürstlichen Trtnksprüche im römischen I Königspalaste als unzweifelhafte Friedenskundgebungen. — Kaiser Wilhelm hat von | den italienischen Truppen offenbar einen ganz besonders günstigen Eindruck erhalten, denn in den Kasernen Roms wurde ein Tagesbefehl des Krtegsministers Bertole Viale bekannt gegeben, welcher mittheilt, daß sich Kaiser Wilhelm höchst befriedigt über die Haltung der Truppen bei der Revue vom 13. d. ausgesprochen hat. Heber die Tagesfrage in Frankreich, die Verfassungsrevision, hat sich nun auch Ferry vernehmen lassen. Der Führer der Opportunisten hielt in der lothringischen Stadt Raon l'Etape eine Banketrede, in welcher er betonte, das Land wünsche keineswegs die Revision der Verfassung, sondern verlange nur nach Frieden im Innern. Auf die letzte Demonstration an der deutschen Grenze — Errichtung deS Denkmals für den vom Jäger Kauffmann Erschossenen Franzosen — anspielend, bemerkte Ferry, es sei eine Wiederholung derartiger Kundgebungen, und besonders an der Grenze, den Elsässern am allerwenigsten von Vortheil. In fast verblüffender Weise sind die Gerüchte über die angebliche Erschütterung der Stellung des österreichischen Ministerpröstdenten Grafen Taaffe und seines ganzen „Systems" bementirt worden, nämlich durch die Berufung des Statthalters von Mähren, Grafen Schönborn, in das Ministerium Taaffe an Stelle des aus- geschiedenen Justizministers Prazak. Es liegen die Ursachen dieser Personaloeränderung noch nicht klar zu Tage, daß sie aber nichts weniger als einen politischen Systemwechsel bedeutet, beweist die Persönlichkeit des neuen Justizministers. Graf Schönborn ist trotz seines deutschen Namens Czeche vom Scheitel bis zur Zehe und die Berufung dieses Mannes in die Regierung bedeutet allen anderen Anzeichen zum Trotz eine Stärkung des unheilvollen czechtschen Regimes im cisleithanischen Oesterreich. König Milan von Serbien hat sich dieser Tage in Wien einem dortigen Journalisten gegenüber mit großer Offenheit über die Ehescheidungsangelegenheit und über das Verhältniß Serbiens zu Oesterreich ausgelassen. Ungemein scharf verurtheilte der König das Verhalten des früheren Ministerpräsidenten Garaschanin, der genau gewußt habe, wie sehr die Königin Natalie stets jede antiösterreichtsche Strömung unterstützte. Eine radicale Entscheidung im Ehescheidungsprocesse bezeichnete König Milan als nothwendig und sprach er sich schließlich über das serbisch-österreichische Verhältniß mit größter Wärme aus. — Weiter wird aus Wien gemeldet, daß König Milan den Minister des Aeußern, Grafen Kalnoky, am Sonntag Vormittag in einer Privat-Audienz empfing, die volle anderthalb Stunden dauerte. Die Abreise des Königs Milan nach Belgrad soll an diesem Donnerstag erfolgen. Aus Chicago kommen über den Aufstand der Pferdebahn - Angestellten beruhigende Nachrichten. Der größere Theil der Strikenden hat die Arbeit wieder ausgenommen und hofft man, daß die Arbeitseinstellung in nächster Zett gänzlich beendigt, sein wird, da Ausgleichsoerhandlungen mit den Arbeitgebern im Gange sind. Aeutschlaud. DarmftaSt, 12 October. sH-sfifchc Staatslotterie.] Eine Offenbacher «ank- P™a,1,1 b- d-r zweiten Kammer wegen Gründung einer Hessischen Siaatsklaffen- U1" ' ^worden. Hinweisend aus di- stets wachsenden B-dürsniffe im Staatshaushalte, die schwierige Ausgabe, dem Staate neue Einnahmequellen zu oer- schaffen, sowie auf die in anderen deutschen Bundesstaaten, wie Preußen, Sachsen, Mecklenburg, Braunschweig und Hamburg bereits bestehenden derartigen Lotterien welche diesen Staaten zusammen beiläufig jährlich 15«/, M.llionen Mark und außerdem dem Deutschen Reiche noch etwa 7V, Millionen Mark an Reichssteuern einbringen, ferner, daß solche Lotterten einem Beoürfntß der Bevölkerung entsprächen wird die -u geben er'u$f' bcr Errichtung einer solchen Lotterte in Hessen ihre Zustimmung SWetfjn® @cinc KSniglich- Hoheit her Großherzog haben w * Actober den Dirigenten der Justifikatur der Ober-Rechnungskammer, Rechnungsrath Ludwig Wagner auf sein Rachsucken unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste in den Ruhestand zu versetzen- Q .. an demselben Tage den Revier-Polizei Commtssär Ludwig Bechl' aus Darmstadt zum Polizei - Commissär zweiter Classe bei dem Polizetamte Darmstadt iix ernennen. 1 0 nnrn Ac/ober. Die nächste Plenarsitzung des Bundesraths, welche voraussichtlich am künftigen Donnerstag stattfindet, wird nun wohl die Einleitung in den neuen Ärbettsabschnttt mit Zusammensetzung der Ausschüsse u. s. w. bringen Wie wir hören, wird dann wohl zunächst zu der Fertigstellung des Aibetter-Alterversorgungs- gesetzes geschritten werden. Die Vorarbeiten für das Genossenschaftsgesetz sind noch nicht so weit, um das Plenum sofort zu beschäftigen. Bezüglich der eistgedachlen 23or- laoe roerbfn ofridög letzt unsere früheren Mittheilungen bestätigt. An eine Vorlegung des Entwurfs tn doppelter Form aut Grundlage geographischer Verbände und gleichzeitig berufsgenossenschaftlicher Organisation ist nicht zu denken. Es bleibt bei der ö°rAa0e üa5 den Beschlüssen des Bundesraths, welche sich, wie aus bundesräthlichen werden &C verlautet, im Wesentlichen den Ausschuß-Anträgen anschließen 15. October. Heute fand in der reich geschmückten Hedwigskirche die feierliche ^onsecration des neu crnannten Bischofs der beuisctnn Armee, Johannes Atzmann, durch Fürstbischof Georg Kopp und unter Assistenz des Bischofs Dr. Redner ”°,n Kulm und des Wethbtschofs Gleich aus Breslau statt. Unter den Ehrengästen befanb sich Cult usminister Dr. v. Goßler mit Unterstaatssecretär Nasse: den Krieas- Ester°er-rat Generallieutenant o. Grolman, Departementschef im Kriegsminiftertum. Rach der Messe hielt Fürstbischof Kopp eine Ansprache, in deren Eingang er heroorhob ,7? c:nr ncuc Bethäligung des Friedens zwischen Staat und Kirche bandle, um ein Ueberetnkommen der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit hinsichtlich der Innung des Geweihten Gewtssenhaftigkett, Opferwilligkeit, Gehorsam und furcht- Formt h a S> bcr ^?!ba drouche, könne nur die Religion gewähren, deßhalb fer das Amt des Neugeweihten so verantwortungsvoll, aber auch so wichtig für die KXten" ^rnhe auf her Tüchtigkeit ©jpebitiön ^1^Ns?Paü'l^ik^^' '^000 für die Emin-Pafcha- ®ln Berliner Bürger hat für hie Kaiser Friedrich - Stiftung 75,000 M 1^*7* Ivie f " Die Mackenzie'sche Broschüre über die Krankheit Kaiser Friedrich's ®£rbc' verschiedenen Städten berichtet wird, sofort nach Erscheinen am hausen"c^O"^0 allenthalben confiscirt, so in Leipzig, Berlin, Duisburg, Ober; »c Actober sKaiser Friedrich-Stiftungs Schon bald nach dem nm Miuel h-ttCa ftd) ;°?^che Bürger hiesiger Stadt zusammengethan, JiSui 1 1 3“ Raffen, die es ermöglichten, dem Heimgegangenen Kaiser durch eine S setze". Die Sammlung ist nun so weit gediehen, daß durch die Vermittelung des Herrn Bierbrauereibesitzers Schrumpp gestern dem Stadtrath eine Summe von 27 915 60 übergeben werden konnte für eine Stiftung, aus deren ÄÄ ar"Aer4aber befähigte unb sittlich würbige junge Leute zu tüchtigen Mitgliedern les Gemerbestanbes heranaebtldet werben sollen. Der Stadtrath nahm bte Stiftung dankenb an unb beschloß, ote Staatsgenehmigung hierfür einzuholen. Telegraphische Aepeschen. «ES tclegr. Eorresponden,. Burea«. N^,-s;t,?^ou.'is?'a0c^ber. Im Reichsamt bes Innern finbet morgen unter dem Vorsitz ces Rhnisters v. Bötticher eine Conferenz der von ben einzelnen Bunbes- Äni-?0en cntsenbeten Delegirten statt, um über die Ausführung des Reichstags- beschlusses betreffend Oie Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen Kaiser Wilhelm !., berathen. Den „Polit. Nachr." zufolge dürfte diese Conferenz ein allgemeines Ausschreiben vorbereiten helfen. , - B"lin, 115. Oktober. Der Magistrat beschloß, Seine Majestät den Kaiser nach feiner Rückkehr von der Reise durch eine Deputation zu begrüßen, seiner Freude über den Verlauf der Kaiserrelsen in einer zu überreichenden Adresse Ausdruck zu geben und darin die Bereitwilligkeit der Stadt auszusprechen, einem Wunsche Sr. Majestät entsprechend, den monumentalen Brunnen nach dem Modelle des Professors Reinhold Begas zu errichten und zu unterhalten. m ~ ftD^'Mordb. Allg. Stg?- zufolge hat das Gericht zu Mülheim a. Rh. die Beschlagnahme der Mackenzie scheu Broschüre wegen Majestätsbeleidigung ausgesprochen, worauf der Staatsanwalt zu Duisburg die Beschlagnahme anordnete. , derttrr, 15. October. Professor Hinschius wurde an Stelle Beseler's in's Herrenhaus berufen. durch ^os-fs7G-7hatht°L^' beS R-ctorais her hi-stg-n Unio-rsität r, . 15C A^ober.^ Der Zollanschluß von Hamburg und Altona vollzog sich in aller Ee und ohne Stoiung. Die Reoisionsgeschäfte Seitens der Zollbeamten gehen in der coulantesten Weise von Statten, so daß die Eröffnung des freien Ver- rehrs voraussichtlich am kommenden Donnerstag stattfinden dürfte. An der Börse wurde des wichtigen Ereignisses von berufenster Sciie gedacht. Der Präsident der Handelskammer erschien, umgeben von den Mitgliedern und ben Secretären der Handelskammer, an der Brüstung der Gallerte des Hauptsaales und hielt eine An- an bas Borsenpublikum, in welcher er an bie Vollenbung ber wirthschaftlichen «"t 9tci7 C ^lc •er "^t preisgeben dürfe. Es handle sich darum der bis- n ?c^tl0fnl ö" geben, die extremen Elemente zurückzudrängen'. Und c8 muije zu klarer Ueberzeugung kommen, daß Oesterreich sich selber angedören und auf confernattDer Grundlage bte Traditionen seiner ^ergangenbeit müVknb \n bieiTm^in^1' Uhb ^^pkUchtungen sich unbedingter Achtung erfreuen vusem Sinne werde auch Schonborn die Pflichten seines Amtes erfüllen- Parteien!"" Mc 8ki‘1,c Gerechtigkeit geübt werden gegen alle Nationalitäten, alle den Eingängen 'der DepEenk^mm^s2i?sn Bourbon Mauerauichläge, welche die Worte: „Nieder^^mil den^ DiebeneLu n Dst e An" chlage wurden poltz-ilich entfernt. Der „Zempä" behauptet, da« Anhe -n der Plalme fei oon einem boulongtftifdjen Blatte bewirkt worden. 5 1 n oer 4ilaIalc er. ,r v”*/ October. Deputirtenkammer. Bei Vorlegung bes Verfanunas- Sb?, mntrrf\e'n?tte Confetl-Präsident Floqaet, er haste ?s für notbrourbig' bUr? b ^or agen den berechtigten Wünschen des Landes zu genügen. Die Revubl?k werde außerhalb ber Discussion bleiben, denn tiefe sei selbst eine Form des allgemeinen Stimmrechts, wahrend bet der Monarchie an unb für sich von demselben keine Rede E nrichwnaen^i^t^lpruch auf der Rechten.) Es handle sich darum, bie republikanischen Tx? Un0en " 4 zerstören, sonbern zu verbessern; man müsse ber Republik Watten k^ihen gegen alle Versuche einer royalistischen oder diktatorischen Restauration. Rach- dem der Mmtsterprasibent darauf unter dem Beifall ber Linken den Gesetzentwurf Verweisung desselben an die Commission, welche bereits mit der Prusung ähnlicher Entwürfe betraut gewesen sei. Andrieur uerlanate die 'Kommission. Floquet erklärte sich dan.it einverstanden^ oer- Ätz ohnk'ZwM-nfkll “Be fUt bdn81i* evfIärt ""de. - Di- Sitzung d-s Senats „[C , 15. October. Der Kriegsminister befchloß, daß lutünftla kein frembtr genommen ntnb!" militärischen Bilbungsanstalt-n noch in bre Regimenter auf. Garte^OustL^nb n?hm späL S^^gV^g^n*"*““3 Sp°'"rrlll im October. Da das gestern eingetrelene Regenwettkr anbauert, so un erblteb heute bie Tivolt-^ahrt. Weitere Bestimmungen betreffs ber heutigen Unternehmungen bes Kaisers würben angesichts der schlechten Witterung nicht gehoffen Unterredung^ Pt * ' Vormittag mit dem Grafen Bismarck eine längere 1=* £c.!obrfr;. Des Nachmittags um 4 Uhr besuchte Kaiser Wilhelm in 8h nne^ SlU9«IabjuUnten das Colosseum und den palatinischen Hügel. Wahrend dessen trat heftiger Regen ein, sodaß der Kaiser, statt wie bet bei Herfahrt offenen Hofwagen zur Rückfahrt nach bem Quirinal Abenbs 6 Uhr einen ge- hMpr tDalro?ÄCn bcnu?te* Von ber Bevölkerung würben bem Gast auch bei dieser Ausfahrt Hulbigungen dargebracht. Lokales. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. October. In Ergänzung unseres gestrigen Berichtes über bie S>tiftun9sreier ber Gewerbebank theilen wir nachstehend den Wortlaut ber «i*ten°ttt 3iamcnS ber G-m-rb-bank Herrn Haustein übet, Frifr ihres dreißigjährigen Bestehens widmet die Gewerbebank iu ©lefeen, eingetragene Genossenschaft, Herrn I. Hanstein zu Gießen dem derzeitigen Vorsitzenden ihres Aufsichtsrathes, in dankbarer Anerkennung seines unablässigen pflichttreuen und erfolgreichen Wirkens für die Aufgaben Gedenktafel. Herr I. Haustein hat als Mitglied der .Mitglied unb Vorsitzender des Aufsichtsrathes durch Jahr- V? c-e ersprießliche Thätigkeit der Bank unterstützt und geleitet. § 6 nbie. Forderung ihres Wohles im Auge. Er hat an ?(6mieHn?nUä H ®rflarfc? ber Genossenschaft aus kleinen Anfänaen unb i^mierigen Zeiten heraus wesentlichen Amheil. Ihm zum herzliches Danke und Ihre Chmipr T dApiel ist bte Wibmung btefer Gebenktasel ?aucr1Ilbe Aufstellung im Srtzungssaale bes Aufsichtsrathes beschlossen. Änhben'ls^ Pn 3uliuS Hoch. Chr. Leo. Carl Loos. August ®u^tnfdS$eU“■ Äet tt Ä.®d,0P&ad,• WI- U6L * auW6nm9®XXtittbenbet ®rÜ6l’tocn ®rucferei in 6efannter meisterhafter m Schlüsse seiner Begrüßungsrede gedachte Herr Hanstein des mächtigen ArÄt ^Sr Maie^tä^d^^n des Förderers deutschen Fleißes unb deutscher ?? -t^caiestat des Kaisers, sowie auch unseres Lanbesherrn, Sr. ftönial Hoheit °us bi°'--b°n ein Hoch aus, Gießen, 16. October. Aus Darmstabt wirb uns soeben telegraphisch ge-' melbet, baß ber Lanbgraf von Hessen auf ber Fahrt von Batavia nach Singapore kurz vor letzterer Stabt über Borb gefallen sei unb seinen Tob gefunden habe. Gießen, 16. October. Tagesordnung für bie Stadtverordneten-Sitzuna am Donnerstag l>ett 18. Oetober 1888, Nachmittags 4 Uhr. ® 8 m 9 ro^fdKn S?rci? wr öffentliche Gesunbhettspflege betreffend 2. Die Rechnung ber Armenkaffe pro 1887/88 3. Desgleichen ber Plockischen Stiftung. 4. Rechnung über das am 9. August 1888 abgehalten- Jug-nds-st, ß ^^bergcr Söhne gegen die Stabt Gießen, A-r^apfwstthfchaf? Um Gr,6edun9 der Concefsion zum Betrieb. Desgleichen des Heinrich Reh dahier. Die gärtnerische Ausführung ber Reststrecke ber Ostanlage. bes Zugangs zum Stabtbach am Kanzletberg. Pflasterung bes Gäßchens nach ber ehemaligen Superintendentur. Erbauung eines Schlachthauses. * Die Bahnhofstraße. Die Schottstraße. Erweiterung bes Friebhofs. München, 15. October. Die deutsch-nationale Kuustaewkrbe-Anss^ss,.«^ m Vorsitzenbe gedachte ferner in warmen Worten der Verdienste der an der Seute Nachmittag 4 Uhr durch dm Minister d-s ^nern g-fchlofs-n worden/ I U und ” «SWSÄÄÄ Allgemeiner Anzeiger. UniverfitätS - Chronik. — Der bisherige außerordentliche Professor Georg Rüge in Heidelberg ist zum ordentlichen Professor der Anatomie an der städtischen Universität Amsterdam ernannt worben. SchiffSnachrLchten. Bremen, 13.October. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Capttan H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in ' Bremen, welcher am 3 October von Bremen und am 4. October von Southampton abgegangen war ist gestern 2 Ubr Nachmittags wohlbehalten in Newark angekommen. ' Vermischtes. . = Frankfurt, 15. October. Am 27. October wird im Hotel Drexel hicrseibst der Anwalts tag des Oberlandesgerichts Frankfurt abgehallen. — Am H-sfendenkmal gab es voroergangene Nacht eine ordentliche Schlägerei zwilchen einer Anzahl lunger Leute, die sich gegenseitig angerempelt hatten. Der Skandal nahm eine solche Ausdehnung an, daß die Kämpfenden mit blanker Waffe auseinander- getrieben werden mußten. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. u' cel"er Backsteinfabrik am Friedhof wurde ein Mann todt aufgefunden. Der Unselrge halte sich auf den warmen Ofen gelegt und ist vermuthlich durch die demselben entströmenden Gase erstickt. w - Zufuhr von Llepfeln nach unserer Stadt ist geradezu fabelhaft. Heute Morgen standen auf der Friedberger Landstraße ca. 50 Wagen mit Kelterobst, fck alle über die am Friedberger Thor befindliche städtische Waage in die Stadt wollten' Ebenso war es am L>amslag. Kein Wunder, daß da der Aepfelwein billig ist und heute sogar schon der Schoppen „Süßer" und „Rauscher" zu 8 Pfg. abgegeben wird der Anwesenheit des Kaisers Wilhelm beschloß die römische Munictpalikat alle letzt im städtischen Leihamte in Rom verfallenen Pfänder bis zu 3 Lrre den Inhabern unentgeltlich zurückzugeben. Gingesandt. ar ey rr ~ _. c , .' Ä Gießen, 16. October. Am verflossenen Samstag feierte der „Kaufmännische Verein" im festlich decorirten Saale des CafS Leib sein 15. Stiftungsfest, verbunden mit Concert Theater und Ball. — Dem ganzen Arrangement und Wohlgeltngen des Festes konnte man schon anseben, daß der Kaufmännische Verein unter dem Präsidium des Herrn Edmund Wetter seinen alten Glanzpunkt wieder eingenommen hat. m Mit dem Stiftungsfestmarsch von Krauße begann das Fest, welchem sich noch ZEyrere Eoncertpten und zwei Theaterstücke („Ein neuer Hausarzt" und „Das , StanwtleS') anrethten. Die Aufführung dieser beiden Lustspiele war wirrucy vortrefflich zu nennen und ernteten Spielerinnen wie Spieler reichen Beifall, mm r ^gann das Tanzvergnügen, welches sämmtliche Theilnehmer bis 'Ik ■•eit - °^en zusammenhielt und trennten sich dieselben mit dem vollsten frnA.r m n SttflungSsest des Kaufmännifchen Vereins in recht würdiger und sroyer Weise gefeiert zu haben. dieses, welcher seit längerer Zeit einem Vergnügen des Kaufmännischen ^retns nicht beigewohnt hatte, war von der ganzen Festlichkeit sehr überrascht und der Kaufmännische Verein unter den vielen Vereinen junger »^Er Stadt die Hauptstelle einnimmt. Seine Vereinsabende hat der Verein (Bavaria) alle Dienstag und Freitag, woselbst jedem Mitgliede Gelegenheit geboten ist, die aufliegenden Zeitschriften und Bücher zu lesen. Der Verein besitzt außerdem noch eine Bibliothek, welche viele Hunderte Bände zählt und theils aus kaufmännischen sowie anderen wissenschaftlichen Werken besteht. Bedenkt man, daß man dies Alles für einen jährlichen Beitrag von nur 6 JL ^4 " bekommt, so möchte doch an die verebrlichen Herren Prinzipale die Bitte zu richten sein, dem Vereine als unterstützende Mitglieder beizutreten und ihre jungen ^eute ebenfalls dazu aufzuiordern, denn es gilt ja nicht Einem, sondern zum Wohle des ganzen Kaufmannsstandes. Ein unterstützendes Mitglied. Laudwirthscbaftliche Nachricht«». (Nachdruck verboten.) r k nicht immer behaupten, daß diejenigen Einmachebüchsen die besten sind, welche verlothet werden müssen. Wir können die Hausfrauen darüber trösten ^;rff1°eSrn,^,arl andere Buchsen mit genügend luftdichtem Verschlüsse denselben Werth haben. Solche Buchsen kommen natürlich hauptsächlich da in Betracht, wo ein Spengler schwer zu erlangen ist, wie häufig auf dem Lande. Also sorgfältiger Verschluß thut auch ohne Lothung seine Schuldigkeit. ü . r . ~ ^Aufbewahrung des Obstes.^ Beim Einernten des Obstes empfiehlt es sich, sogleich zwei Abtheilungen zu machen, indem man alle angestochenen Stücke sorgfältig von den vollkommen guten scheidet. Das weniger gute Obst wird dann zunächst verwendet, da es sich am wenigsten hält. Die guten Früchte dagegen eignen sich zur Aufbewahrung, wenn man sie noch einige Zeit in luftigen, gegen Feuchtigkeit geschützten Raumen nicht zu hoch aufschuttet, damit sie noch etwas von dem überflüssigen Wasser verlieren. Erst dann bringt man das nun möglichst dauerhafte Obst in die eigent- lichen Raume zur Aufbewahrung. Uebrigens darf man graue Reinetten nicht so behandeln, da sie zu viel Wasser verlieren nnd dadurch zu sehr einschrumpfen. Herrn Haustein durch das gestern mttgetheilte Schreiben auszeichnete, leider aber eoenfalls an der Feier lheilzunehmen verhindert war, wurde ein Hoch ausgebracht. Gießen, 16. October. Zu Ehren des Herrn Provinzialdirectors Freiherrn v. Gagern findet am Sonntag den 21. October im Easinosaale zu Worms ein Abschiedsessen statt. — 3« unter gestrigen Mittheilung, betr. die Synodalwahlen, tragen wir heute ergänzend nach, daß ferner gewählt wurden in den Decanats-Ausschuß die Herren Bürgermeister Bruckel-Lang-Göns, FabrikantI. Hanstetn-Gießen, Pfarrer Klotz- Hausen; als Stellvertreter die Herren Pfarrer Scrida-Alten-Buseck und Oeconom Carl Geißler—Lollar. r. „ 16. October. Die auf Donnerstag Abend vorgesehene Theater-Vorstellung „Desdomenas Taschentuch" findet bereits am Mittwoch Abend statt, da der arct5, af6 Lnb anL Donnerstag Abend dem Verein der deutsch-freisinnigen Partei zur Abhaltung einer Gedächtnißfeter an weiland Kaiser Friedrich III. überlassen worden ist. Damencursus in Gabelsberger'scher Stenographie beginnt, wie unsere geschätzten Leserinnen aus dem Jnseratentheil unseres Blattes entnehmen können, am 24. October. Der Unterricht findet, wie uns mttgethetlt wird, bis Weihnachten nur einmal wöchentlich statt. , . Gießen, 16. October. Das hiesige Schlachthaus hat mit dem gestrigen Tage fein erstes Betriebsfahr zurückgelegt. Es wurden in diesem Zeitraum im Ganzen nicht hCqÄ geschlachtet, darunter 1143 Ochsen, 133 Fasset und Kahe, J ?. «y$r' 90JPferbe, 5962 Hämmel und Kälber und 6194 Schwerne. 20 Ochsen, 4 Kühe, 11 Rinder, 1 Kalb, 3 Pferde und 9 Schweine wurden nach dem Schlachten krank und daher entweder ungenießbar oder nicht ladenrein befunden. Gießen, 16. October. Am 14. d. M., Nachts nach 11 Uhr, fand zu Allen - Dorf a. ö. Lahn eine Keilerei zwischen verschiedenen jungen Burschen statt, wobei das Messer eine große Rolle spielte. Es gab mehrere schwer Verletzte, darunter einer mit fünf Stichen im Kopfe. Die Attentäter wurden durch die Gendarmerie ermittelt und durfte es noch ein Nachspiel vor dem Strafrichter geben. Handel und Verkehr. ,, n October. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Psd. 0.85-0,95, Hühnereier, 1 St. 7- 2 et 13-00 Enteneier 0- H Gänseeier 0—00 Käse pr St. 4—7 Käsematte pr. St 3 X Erbsen pr Liter 17 H Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar JL 0,40—0,60, Hühner pr. (5t. 0 90—1 6o Hahnen pr. St. JL 0,90—1,10, Enten pr. St. JL 1,30—1,70, Ochsenfleisch pr Vfd. «7 Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch 54—64 Kalbfleisch 40—46 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,50—7^0 Zwiebeln per Gentner X 4,00-5,00, Milch pr. Liter 12-18 Weißkraut pr. St 8 m ^ra?ufJ ^..October. lViehmarkt). Angetrieben waren 422 Öchsen, 25. Bullen. 595 Kühe, Strere und Rinder, 335 Kälber, 260 Hämmel, 617 Schweine Dre Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 62-65, 2. Qual. 54—57, Bullen 1. Qual. 40—42, 2. Qual JL 37—39, Kübe Stiere und Rinder 1 Qual. JL 50-54, 2. Qual. JL 42-46, halber 1. Quasi pro Pfund Schlachtgewicht 58-60 J,, 2. Qual. 50-54 4, Hämmel 1. Oual 6v-- L 2 Qual. 58 u t October. (Getreidemarkt). Weizen hiesiger JL 18,00—18,25, frember JL 19,50—22,75, Roggen hiesiger JL 16/ 0—16,25. fremder JL 00,00-00 00 berste, Brauerwaare ^ 16.00-21,00, do- zu Mahlzwecken JL 12, Hafer 00-13,00 hiesiger JL 14,50—15,00, fremder JL 00,00-00,00. ' * Bekanntmachung. Für das Großh. akademische Hospital soll pro 1888/89 die Lieferung von: 10 Ctr. untererd. Kohlraben, 2 „ obererd. Kohlraben, 10 „ Zwiebeln, 1 „ rothe Mben, 4 „ weiße Rüben, 10 „ gelbe Rüben, 500 St. Weißkraut, 100 „ Rothkraut, 400 „ Wirsing, 350 „ Lauch, 250 „ Sellerie auf dem Wege der Submission vergeben werden. Lieferungsbedingungen können an den Wochentagen, Nachmittags von 3—5 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau eingesehen werden. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 20 d. Mts., Vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen, den 16. October 1888. Gr. Direction des akadem. Hospitals. Riege.l. 8321 Strickwolle prima Qualität empfehlen billigst Greechw. 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Brtober, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Onsgericht die den Erben der Daniel Weißmüller Eheleuten in Gießen gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 330 — 81 Meter in der Katharinengasse einer einmaligen freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden- Gießen, 16. October 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. I- V.: Vogt, Ortsgerichtsmann- 8332 Aeilgeöotenes. Bitte lesen. In einer lebhaften UniverfitütS» und Garnisonstadt Heffen's steht in feinst. Lage ein großes, noch neues Wohnhaus mit Garten zum Betriebe einer feinen Ochsen- und Schweinemetzgerei geeign., sehr preisw. b. gering. Anzahlg. zu verkaufen. In dem betreff, verkebrs- rerchsten Stadttbefle ist die Anlage einer Metzgerei ein Bedürfniß, weil bis jetzt keme vorbanden. - Anfragen sende man sub H 65379 an Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. 8299 Feinste Toilette- u. 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Leber-, Salami-, Zungen- und Trüffelwurst; ________ x Schollen, See- w zungen 2C., ffi Kiel Bücklingen Sprotten; S Flundern(1888er),Caviarrc.; Ä Brat u Delieat -Häringe; Sardellen, Sardinen in Del X Zeige hiermit ergebenft an, daß ich neben den seither geführten MColonialwaaren nunmehr au^ die in das Delicatessen-Geschäft einschlagenden Artikel neu zugeletzt habe und empfehle: 8167 aus den bedeutendsten Fabriken. X X EmiB Oi*big? Bahnhofstrasse 30. U deutschen freisinnigen Partei. Um Kaiser Friedrichs Andenken zu ehren, haben wir beschlossen, Donnerstag den 18. d. M., Abends 8 Uhr, im großen Saale des Cafe Leib eine Gedächtnissfeier Samstag den 20. October, Abends 8 TJhr, tm Saale des Gymnasiums: Zweiter Vortrag von Fräulein Ella Mensch, Dr. phil, über „Das Volkslied der Deutschen und Slaven". r k ^^rten für die 2 Vorträge ä «x 1.50, für einen Vortrag ä 1.— nnb in der Ferber'schen Buchhandlung und Abends am Eingang des Saales zu haben. 8320 Verband deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig;. 14,000 Mitglieder 145,000 Mark Vermögen ---- Stellenvermittelung Unterstützung bei Stellenlosigkeit. Rechtsschutz, Unterricht. Kranken- und Begräbnis - Kaff-. Wittwen- und Waisen-Kaffe. AlterSversorgungS- und InvaliditätS-Kaffe. Verbandsbeitrag jährlich Jl. 3.—. Lehrlingsabtheilung einmaliger Beitrag Jt. 3.—. Der Verband wird empfohlen und unterstützt von den deutschen Handels- kümmern und vielen Firmeninhabern als außerordentliche Mitglieder. k Gießen. Vertreter J. Wagner, Marktstr. 10 u»b Willi. Wagner, Frankfurterstr. 41, welche gerne weitere Auskunft ertheuen und Anmeldungen zum Beitritt ent'egennehmen. 8025 Neues Theater in Giessen. 8315] Pferdeknecht gesucht _ den 16. Octobcrr [83U0 Das Stiftungsfest. ________________________Lahnstraße 11. 8312 Eine brave ehrliche Lausfrau sofort gesucht. __Göthestraße 13 111. 8316 Ein Mädchen, im Weißzeugnähen und Flicken geübt, sucht noch Beschäftigung. ____________ Ludwigstraße 4 IV. 8310] Wäsche zum Bügeln wird in und außer dem Hause angenommen. __________Sonnenstraße 18. bei gutem Tagelohn rn zur Dreschmaschine für Mittwoch und Donnerstag, den 17. und 18. Oct., gesucht. Kennel, Riegelpfad 12. 8325 Schwank in 3 Acten von G. v. Moser Neues Theater in Giessen. Mittwoch den 17. October: Auf allgemeinen Wunsch zum zweitenmale: Neu! Neu! Desdemonas Taschentuch. Schwank in 4 Acten von Rud. Kneisel. Regie: Herr Reiners. Personen: Handlung. s CourgberiM der Frankfurter Börse Reichsbank-Disconto 4% L. 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November beziehbar. _________________ Hammsträße 7. 8305 Ein kleines Logis zu vermiethen. __________bei Th. Vogt, Löwengasse. 8294] Im Br. Schüler' sehen Hause ist der obere Stock vom 1. Januar 1889 an zu vermiethen. 8330] Gut möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Bleichstraße 11, part. 8327] Möblirte Zimmer zuver- miethen._____Gartenstraße 29. 8317 Eine Stube zu vermiethen. __Teufelslustgärtchen 11. 8296] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ____________Asterweg 9, Hinterh. links. 8298] Gut möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Wilhelmstraße 3 III. 8319] Logis, 6—7 Zimmer, Wasserleitung 2c., zu vermiethen. Louise Ottens Wwe., Bismarckstr. 11. Bleichstraße 13 III: möbl. Zimmer zu vermiethen.__[8323 8324 Ein schön möblirtes Zimmer per sofort oder 1. November zu vermiethen. I. Klipstein, Lindenplatz. zu erwirken sind, haben Zutritt. Circa 5000 Ko. neue Wachholderbeeren kauft das Drogengeschäft von 8303 Otto Schaaf, Seltersweg 39. Täglich: frisch gehacktes Fleisch, per Psd. 30 H, zu haben bei 8314 Keßler, Neuenweg 33. Neue Kastanien _________________________8304 Samstag den 2V October, Abends 8 Uhr: 4% Preußische ConsolS lu7 70 3V8% do. 10480 4% Nassauer Oblig. 101.10 4°/0 Bayerische Oblig. 107.40 4% Badische Oblig. 105.40 4% Hessische Oblig. 106 30 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 101.60, neue — 3,/a°/o do 99 GO 41/a°/o Franks. Landwsch. Creditbk.- ,n Oblig. 103.50 4°/o Hamb. Hypothbk.-Mandbr. 103 00 31/2O/0 do. 99 00 6% BuderuS Oblig. 98.30 3V»o/g Solms-Braunf. Oblig. 96.20 4% Gießener Oblig. 10300 4% Oefterr. Goldrente 92.70 41/j% Oefterr. Silberrente 69/0 5% Portugiesen Oblig. 100 70 40/0 Griechen 74.00 5% Ottoman. Zoll-Obl. -- «tlbf oti