Nr. 89 Dienstag den 17. April 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. . ' ? m " 7 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. jSureaur Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, i»iiii> । am—o—■ ibh■■■■■ Amtlicher H ss ei l. Bekanntmachung. Diejenigen Einwohner von Gießen, welche Tauben halten, werden hiermit bei Meidung der im Art. 79 des Feldstrafgesetzes angedrohten Strafen aufgefordert, dieselben ohne Ausnahme vom 15. April bi» 13. Mai l. Js. in den Schlägen zu halten. Gießen, 14. April 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. " Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwMlgen Dienst aus Gruno von Schulzeugnissen. Bekanntmachung. Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 94 während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; e. ein UnbescholtenheitSzeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen. Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugnih. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu fein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reisezeugnisie für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Th eil der Wehr - Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Rr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. der angeführten Ersatz-Orb. verwiesen. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzog- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briespapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit u. Fähigkeit, den Freiwilligen Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrerSchulzeugnifse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werde« hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr Zeller. Politische Rundschau Gießen, 16. April. Nachdem schon seit einigen Tagen wieder etwas ungünstigere Nachrichten aus dem Charlottenburger Kaiserschlosse eingelaufen waren, constatirt jetzt eine offictelle Berliner Meldung, daß beim Kaiser eine Verengung des Athmungsweges eingetreten ist, welche ebnen Canülenwechsel nothwendig machte. Die neue Canüle wurde [am Donnerstag durch Professor v. Bergmann eingelegt und ist bis jetzt das Allgemeinbefinden des Monarchen durch dieses Vornehmen in keiner Weise beeinträchtigt worden; die der keinen Operation folgende Nacht verbrachte er sogar ohne Schlafunterbrechung, zum ersten Male seit etwa einer Woche. Der Canülenwechsel scheint demnach dem hohen H ernt offenbar eine Erleichterung gebracht zu haben, zugleich beweist aber der Vorgang leider auf's Neue, daß in dem Grundübel, an welchem Kaiser Friedrich leidet, noch keine Veränderung zum Besseren eingetreten ist und hierin vermögen alle zeitweilig auftauchenden günstigeren Meldungen nichts zu ändern. Möglicherweise haben auch die Aufregungen, welche die Kanzlerkrisis für den Kaiser jedenfalls im Gefolge gehabt hart, nachtheilig auf sein Befinden eingewtrkt, wozu anderseits wohl auch die angestrengte Thätigkeit, welche der Herrscher gerade in der letzten Zeit entfaltete, das ihrige mit beigetragen haben mag. Inzwischen ist nun die zur Entlastung des Kaisers von bestimmten Regierungsgeschäften vorgesehene Stellvertretung durch den Kronprinzen Wilhelm endgültig geregelt worden. Es ist im Einzelnen genau festgesetzt, in welcher Angelegenheit die Stellvertretung zu erfolgen hat und gleichzeitig wurde bestimmt, daß Kriegsminister sowie die beiden Chefs des Militär- und Eivilcabinets dem Kron- pllinzen regelmäßig Vortrag zu halten haben. Die KanzlerkrifiS ist vertagt, aber nicht vollständig beschworen. — Dies stellt sich jetzt als der Rückstand der Sturmfluth von sich überstürzenden und durchkreuzenden Gerüchten und Meldungen heraus, welche mehr als eine Woche lang anläßlich der Bismarckkrise durch die Tagespresse woglen. Von hochosficiöser Seite ist jetzt selbst zAgestanden worden, daß die Eonferenzen des Reichskanzlers mit dem Kaiser und der Kaiserin, welche das battenbergische Heirathsproject zum äußerlichen Anlaß hatten, keine definitive Lösung der Alles in Spannung haltenden schwebenden Tagesfrage her- teigeführt haben, sondern daß jene von der Zeit abhängt. Vorderhand scheint das ominöse battenbergische Heirathsproject von der Bildfläche verschwunden zu sein und ist: demnach für die nächste Zeit ein zu neuen Schwierigkeiten führender Schritt hoffentlich von keiner Seite zu besorgen. Unter dem Eindrücke der Vertagung der Krisis Huben sich denn auch die Leiter der Bewegung behufs Absendung einer Adresse an den Reichskanzler zur Aufgabe dieses Planes entschlossen und dieser Entschluß kann nur gebilligt werden, zumal die Adressen-Bewegung selbst in conseroativen und national- liberalen Kreisen auf entschiedene Mißbilligung stieß. Die signalisirte NothstandSvorlage ist dem preußischen Abgeordnetenhause mich Ende voriger Woche zugegangen. Dieselbe'fordert im Ganzen 34 Millionen Mark, mrooon 20 Millionen zur Gewährung von Staatsbeihilfen an Einzelne und Gemeinden, 8 Millionen zur Herstellung der Deiche und Uferwerke, 4 Millionen zur Herstellung beschädigter Staatsbahnen und 2 Millionen zu anderen fiscalischen Bauten Verwendung finden sollen. Die Beihilfen können ohne Auflage der Rückgewähr bewilligt werden. Der ganze Betrag ist im Anleihewege aufzubringen. — Die Hilfe, welche die Vorlage den Bewohnern der überschwemmten Landestheile aus Staatsmitteln gewährt, erweist sich also als eine sehr bedeutende und man darf sich deshalb der begründeten Hoffnung hingeben, daß durch dieses energische^Eingreifenx.der Staatsregierung der ersten und dringendsten Roth abgeholfen werden wird. Auch die öffentlichen Sammlungen zu Gunsten der Ueberschwemmten nehmen einen erfreulichen Fortgang, da das Gesammt- resultat sich schon jetzt nach einer allgemeinen Schätzung auf über V/z Millionen Mark beläuft. Die enthusiastischen Berichte über die Betheiligung der Polen beim Empfang der Kaiserin in Posen erhalten einen seltsamen Nachklang. Es wird nämlich jetzt bekannt, daß die Führerin der von der Kaiserin empfangenen polnischen Damendeputation, Gräfin Honoria Kwilecka, an die Monarchin eine französische Ansprache richtete, obwohl die genannte Dame der deutschen Sprache vollkommen mächtig ist; außerdem war in der Ansprache nicht von Preußinnen, sondern von Polinnen die Rede. Der Vorgang stellt sich demnach als eine polnische Demonstration dar, die namentlich in Anbetracht der besonderen Umstände, unter denen sie in Scene gesetzt worden ist, entschiedene Verurtheilung verdient. Dem österreichische« wie dem ungarische« Abgeordnetenhaus- ist eine neue gleichlautende Wehrvorlage zugegangen, welche sich auf die ausnahmsweise Einziehung der Reservisten und Ersatzreservisten zur activen Dienstleistung im Frieden be zieht. In ihren Hauptpunkten bestimmt die Vorlage, daß die Mannschaften des ersten Jahrganges der Reserve, sowie der drei jüngsten Aushebungsjahrgänge der Ersatzreserve, wenn es besondere Verhältnisse erfordern, nach Maßgabe und auf die Zeit des Bedarfs auf kaiserlichen Befehl zur activen Dienstleistung eingezogen werden können. Sie sollen jedoch nur so lang präsent gelassen werden, als sie den erwähnten Jahrgängen angehören. Hiervon sind diejenigen Mannschaften ausgeschlossen, welche in Folge zu berücksichtigender Umstände vom regelmäßigen Präsenzdienst enthoben, bezw. zur Ersatzreserve überwiesen sind. Die zur activen Dienstleistung für mindestens zwei Monate herangezogenen Reservisten bleiben während der weiteren Reservedienstpflicht von jeder Waffenübung befreit. Das Gesetz tritt vom Tage seiner Veröffentlichung an in Kraft. — Ohne diesem neuen Wehrgezetze eine besondere politische Bedeutung zuzuschreiben, so läßt sich doch nicht verkennen, daß es eine weitere militärische Vorbereitung Oesterreich-Ungarn's bedeutet und jedenfalls ist die vorgeschlagene Maßregel nur geeignet, die militärische Acttonsfähigkeit des Donaukaiferstaates zu steigern. Das jetzt veröffentlichte Staatsbudget Belgiens pro 1888 weist sehr beträchtliche Ausgaben für militärische Zwecke in der Gesammthöhe von 54 Millionen Francs auf. Den Löwenantheil hiervon beanspruchen die projectirten Maasbefestigungen, 13 Millionen werden für den Umbau der Forts von Antwerpen und 12 Millionen * für Militärstraßen, Belagerimgs- und Feldartillerie gefordert. Auch für öffentliche I Bauten im Interesse des Gemeinwohls sind in das Budget größere Ausgabeposten ein- | gestellt worden. Ob die belgischen Kammern die geforderten militärischen Credite ler heißgeliebten Herrn Ausdruck gebrachte Möge die dank- bleiben bis in die Die beim Heimgange Seiner Hockseligen Majestät, Meines Großvaters, von den Vertretern der Residenzstadt Potsdam zum Gesinnung hat Mein tiestrauerndes Herz wohlthuend berührt, bare Erinnerung an die Segnungen Seiner Regierung lebendig spateste Zett. Berlin, den 20. März 1888. jedoch im vollen Umfange bewilligen werden, erscheint vorerst noch etwas fraglich, denn namentlich die klericale Partei der Repräsentantenkammer will durchaus nicht die Nothwendigkeit der beabsichtigten militärischen Bauten einsehen. Die im französischen Norddepartement an diesem Sonntag vorgenommene Ersatzwahl zur Deputirtenkammer hat einen neuen Sieg des Boulangismus ergeben. Die boulangisttschen Agenten haben es an nichts fehlen lasten, die Wähler des genannten Departements in diesem Sinne zu bearbeiten und noch in den letzten Tagen vor dem entscheidenden Termin sind die Wählermassen von den Freunden und Vorkämpfern Boulangers mit Manifesten, Aufrufen und Flugschriften zu Gunsten des Ex-Generals förmlich bombardtrt worden. Diese Agitation hatte allerdings schließlich auch auf Setten der gemäßigten Republikaner, die von einem Theile der Radicalen und sogar der Sozialisten unterstützt wurden, bedeutende Anstrengungen für ihren Eandtdaten, den Adoocaten Foucard hervorgerufen, aber die Ehancen für Boulanger standen äußerst günstig und hat denn auch der Telegraph bereits seinen Sieg verkündet (s. Prioatdepesche); damit dürfte aber die boulangistischc Bewegung in ein Stadium getreten fein, in welchem ihre Eindämmung und Bekämpfung durch die gegenwärtige Regierung in Paris kaum-mehr möglich sein dürfte. Der Papst hat beim Empfang der französischen Wallfahrer recht freundschaftlichen Gefühlen gegen Frankreich Ausdruck verliehen. Er sprach seine Freude darüber aus, daß dieses Land trotz der Uebel, an denen es leide, und der es bedrohenden^ Gefahren, doch nicht auf den schönen Titel als älteste Tochter der Kirche verzichte. Schließlich betonte der Papst, daß Frankreichs künftiges Schicksal durch zu enge und zu alte Bande mit der Kirche und dem heiligen Stuhle verknüpft sei, als daß diese zerrissen werden könnten und werde sich Frankreich dessen bewußt bleiben, daß seine edle und ruhmvolle Stärke in einer tiefen und innigen Verbindung mit der Kirche bestehe. — Auf die französischen Radikalen, welche mehr wie je die Trennung der Kirche vom Staate verlangen, dürfte diese päpstliche Kundgebung ohne Wirkung bleiben. Vermischtes. Wetzlar, 14. April. Ein tief bedauerlicher Unglücksfall hat sich gestern Abend an dem Bahnübergang bei dem Schießplätze der vorstädtischen Schützengcsellschaft zu- getragen. Der Arbeiter Karl Schreier von hier befand sich gerade an dem Uebergange, als ein von Albshausen her kommender Güterzug vorüberfuhr. Obwohl die Barriere noch geschlossen war, überschritt Schreier nach dem Passiren dieses Zuges den Ueber- gang, da er nicht bemerkte, daß im selben Augenblick der um 9'* nach Weilburg ab- Keutschland. Darmstadt, 14. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Oberlandesgerichtsrath Wiener, sowie den Landgerichisrath Müller von Gießen. — Durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 11. l. M. wurde der Großh. Landgerichtsrath Hofmann zu Gießen an Stelle des zum Oberlandesgerichtsrath ernannten Großh. Landgerichtsraths Wiener zum Vorsitzenden der Kammer für Handelssachen bei dem Großherzoglichen Landgericht der Provinz Oberhessen für die Dauer des laufenden Geschäftsjahres bestellt. Darmstadt, 14. April. Das heute ausgegebene Großherzogl. Regierungsblatt Nr. 13 enthält: Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, bahnpolizeitiche Vorschriften für die Nebenbahnen im Großherzogthum, insbesondere für die Nebenbahn Osthofen—Westhofen betreffend. Berlin, 14. April. Kaiser Friedrich hat am Donnerstag in Lebensgefahr geschwebt; glücklicher Weise ist es Herrn Professor v. Bergmann gelungen, sie noch rechtzeitig zu bannen, lieber die Einzelheiten geht der „Köln. Ztg." folgende Darstellung zu: In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag wurde der Kaiser von schwerer Athemnoth befallen; sein Krankenwärter begab sich deßhalb gegen 1 Uhr zu dem m der Nähe des kaiserlichen Zimmers schlafenden Dr. Hooell, weckte ihn und theilte ihm seine Wahrnehmungen mit. Dr. Hovell glaubte zunächst nur an eine unbegründete Aengstltchkeit des Wärters, der sich darauf wieder entfernte. Als der Wärter indeß nach einiger Zett wiederkam, stand Dr. Hovell auf und begab sich zum Kaiser, etwa gegen 2 Uhr. Hier fand er nun, daß die Eanüle — die rechtwinklige, Mackenzie'sche — nicht richtig saß; er versuchte, ihre Lage wieder in Ordnung zu bringen; allein die vielfachen Versuche, bet denen die Umgebung der Wunde vielfach verletzt worden ist, waren vergeblich; erst gegen Morgen glaubte Dr. Hovell einen Er- folg erzielt zu haben. Im Laufe des Tages aber, Donnerstags, hatte der Kaiser wiederholt Erstickungsanfälle auszustehen, deren Anlaß die Herunterftoßung großer Gewebetherle in die Lungen war; sie steigerten sich und mit ihnen die Athemnoth dermaßen, daß schließlich Sir Morell Mackenzie selbst der Ansicht war, wenn Professor v. Bergmann nicht bald komme, sei der Kaiser in Gefahr. Professor v. Bergmann wurde sofort geholt; er traf gegen 4 Uhr mit seinem Assistenten Dr. Bramann im Stadtschlosse zu Charlottenburg ein; bet der Untersuchung fand er, daß die rechtwinkeltg gebogene Eanüle überhaupt nicht mehr in die Luftröhre reichte; sie saß zwar noch in der Wunde, sah aber mit ihrem vorderen Theile beträchtlich aus derselben heraus- die Luftröhre selbst war mit einer Wuchermasse erfüllt. Professor o. Bergmann beseitigte auf's Schleunigste die ungeeignete Eanüle und legte eine neue Eanüle ein und Sir Morell Mackenzie entschied sich selbst dafür, daß diese Bergmann'sche Eanüle nunmehr liegen bleiben müsse. Der Kaiser erholte sich bann nach und nach und Freitag Mittag konnte Professor v. Bergmann beim Krankenbesuch feststellen, daß das Befinden oerbält- nißmäßig sehr befriedigend war, so daß der Kaiser sogar die Fahrt nach Berlin machen konnte, ein Beweis von der staunenswerthen körperlichen Kraft, die Kaiser Friedrich von Haus aus besitzt. Berlin, 14. Avril. Das Abgeordnetenhaus erledigte in seiner heutigen Sitzung eine Reibe kleinerer Vorlagen, überwies den Antrag Metzner (betr. einheitliche Gestaltung des Schornsteinfegerwesens) einer aus 14 Mitgliedern bestehenden Commission und erledigte dann eine Reihe Petitionen. Bei Festsetzung der nächsten Tagesordnung ^hob sich eine längere Geschäftsordnungsdebatte, indem der Präsident vorschlug, am Montag über das Schullastengesetz zu verhandeln, während v. Minnigerode bat, die ^Et^dsvorlage und das Weichselregulirungsgesetz auf die Tagesordnung zu setzen. Schließlich stimmte das Haus dem Anträge Minnigerode's bei. — Die nächste Sitzung findet am Montag um 11 Uhr statt. B Potsdam, 13 April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten-Ver- ^^uug gelangte folgendes Schreiben Seiner K. und K. Hoheit des Kronprinzen zur H h 1 ( i Gießen, 16. April. Der gestrige Sonntag brachte uns, zum ersten Male in oiefein „Frühling , ein recht vernünftiges Frühlingswetter. Die liebe L>onne, anderen Verschwinden resp. Nimmerwiederkehr man sich in Gedanken schon gewöhnt, sandte ihre Strahlen mit aller Wärme zu der schon lange ihrer harrenden Menschheit hernieder und lockte Alles hinaus in's Freie, allwo es allerdings noch nicht so recht frühlings- mäßig auvsieht. Die gut besuchten Ausstugspunkte von Gießens Umgebung zeigten ein beinahe sommerliches Bild, man saß im Freien, klagte hier und da auch schon über Hitze und erörterte nicht zum wenigsten die nunmehr unvermeidliche Toilettenfrage, welcher natürlich unsere Damenwelt, die jetzt im Zeichen der neuen Hüte und ditto Schirme steht, das größte Interesse abzugewinnen vermag. Hoffentlich holt der Frühling das, was er in der Natur versäumt, recht rasch nach, damit es wieder einmal grün auf Erden wird und berufene und unberufene Frühlingsliederdichter, die in diesem Jahre mehr denn je für den Papierkorb arbeiteten, endlich Erhörung finden. Nicht nur die für den „Staat" so besorgten Putz-, Modewaaren- und Kleidergeschäfte, nein,, die ganze Welt, der Bauer nicht minder wie der Städter, alle haben Interesse daran, daß es endlich — endlich Frühling werde. . - Abends gegen 12 Uhr, wurden mehrere Bewohner der Neustadt und Bahnhossstraße durch Fenstereinschlagen an ihren Wohnungen aus dem Schlafe geweckt. Es wird der Polizei hoffentlich noch gelingen, die rohen Burschen zu ermitteln, damit sie ihrer verdienten Strafe nicht entgehen. ,, —Am Freitag und Samstag erregte das rohe Betragen einzelner Soldaten des hiesigen Regiments in der Neustadt allgemeines Aufsehen und Entrüsten. Wie man hort, ist Anzeige Seitens der Polizei an das Regiment erstattet worden. I" b.er Nachi vom 14. auf 15. d. M. wurden in mehreren Straßen die Laternen ausgelöscht. Drei Unterbeamte der Post von hier sind bei der That betroffen und zur Anzeige gebracht worden. m Gestern Nachmittag 2 Ubr meldete der Thürmer einen Waldbrand auf die Polizeiwache. Das Feuer war in dem District Landshut, Gießener Stadtwald, entstanden und hatte einen jungen Fichtenschlag von etwa 80—100 Quadratmeter ergriffen und stark beschädigt. Die Entstehung des Feuers ist noch unbekannt, aber jedenfalls der Fahrlässigkeit von Waldgängern zuzufchreiben. — Ein geistesgestörter älterer Herr aus Friedberg entfernte sich in einem unbewachten Augenblick von dort, um nach Gießen zu fahren. Seine Angehörigen, welche ihm alsbald nachretsten, suchten ihn hier vergebens. Heute früh wurden an der Dampfbaggerei seine Kleider mit einem Zettel dabei gefunden und ist daher anzu- nehmen, daß er in der Lahn den Tod gesucht hat. England. London, 14. April. Der Deputirte William O'Brien ist wegen der von ibm am letzten Sonntag m Loughrea gehaltenen Rede heute Abend in Kingstown verhak °-Tt UH Dublin, spater nach Loughrea gebracht worden. O'Brien beabsichtig, morgen in Wexford einer Versammlung der Nationalliga beizuwohnen. 9 e Aesterreich. Pest, 14. April. Unterhaus. In Beantwortung der Interpellation des Abgeordneten Fenyoessy betreffend die staatsrechtliche Form der Zuschrift des deutscken Bot- schatters Prinzen Reuß anläßlich der Beileids-Kundgebung oes ungarischen Parlaments verlas dec Ministerpräsident Tisza den Wortlaut der Zuschrift und ü0le K >elbe eutsvreche dem uiigariscken Staatsrechte vollkommen. Der Interpellant hätte fick norber gehörig informiren sollen. Er (Tisza) bitte die Abgeordneten, sich durch unüberlegtes Einbringen von Interpellationen nicht der Lächerlichkeit auszusetzen Das Haus nahm die Antwort des Ministerpräsidenten zur Kenntniß. Zlrankreich. ' acrid)t?Pat^/ a15' Alle Augen sind gespannt auf das Departement du Nord Sn ’«« s oppor unim^en und die radikalen Antiboulangistenblätter richten letzte ^ufruf an die Wähler des Nord. Die Agenten Boulanger's erließen gestern Abend rin letztes Manifest, worin sie mittheilten, daß die Gegner das Zustandekommen des Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reichs und von Preußen. eebalb”“u"ee20,b00"IPr“' Wft8‘ betlM,et bcrolai8le für Wtaurirung her Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 15. April. Der König von Schweden hat während seiner Reise vsv Hamburg nach Frankfurt, dohl Gesandten v. Lagerheim auf die Ueberschwemmunaev bei Hannover aufmerksam gemacht, demselben 2000 JL für die Geschädigten gegeben welche v. L^erheim gestern dem Staatsminister Achenbach aushändigte. ' n- , ~ Bei der gestern abgehaltenen ersten Sitzung des Vorstandes der deutschen Eolonialgesellschaft unter dem Vorsitze des Fürsten Hohenlohe-Langenburg, welcher alle ^r beiroobnten, stattete Dr. Peters über Ostafrika. Staatsminister Hoffmann über Westafrika, Hammacher über Neu-Guinea Bericht ab; außerdem wurde Auswanderungsfrage, die Subventionirung von Dampfern nach OstMka und über die neueste Gestaltung des Colonialrechts verhandelt. Die nächste Sitzung Ödo^^in11^lin1 flattQm in Weimar, die nächste Hauptversammlung m , , Königsberg i. Pr., 15. April. Die Dampfschifffahrt ist heute durch Eisbrecher wieder eröffnet worden, und sind bereits zwei Dampfer hier eingetroffen. ™ .r. r 15/ Die regelmäßige Verbindung zwischen Frederikshavn und Gothenburg ist jetzt in vollem Umfange wieder aufgenommen; bis auf Weiteres gebt das Dampfschiff von Frederikshavn nach Gothenburg jedoch am Vormittag nach Au- kunft des dänischen Zuges 31 ab. Der Eisboot-Transport über den Sälingsund ist aufgehoben und die direkte Expedition von Stückgut und Vieh über diese Route wieder ausgenommen. Vorläufig wird der Abendzug von Glyngöre nach Nykjöbing aber nickt ubergefuhrt Die Postdampfschiffe zwischen Kiel und Korsör haben ihre regelmäßigen Fahrten noch nicht wieder ausgenommen. Die direkte Expedition von Wagenladungs- gutern über Nyborg Korsör nach Seeland ist der Eisverhältnisse wegen aufgehoben Zürich, 15 April. Dr. Johann Conrad Kern aus Berlingen (Thuraau), welcher von 1857 bis 1883 den Gesandtenposten der Schweiz in Paris bekleidete ist heute hier gestorben. ii Bukarest, 15. April. Deputirtenkammer. In Beantwortung einer Interpellation über die Bauernunruhen gab der Ministerpräsident Nosetti zu, daß die Untuben fett 2 -Lagen einen etwas ernsteren Charakter angenommen hätten. Die Regieruua habe üideß geeignete Maßregeln zur Herstellung der Ordnung ergriffen und sei gewillt, nach Wiederherstellung der Ruhe eine aus Mitgliedern aller Parteien bestehende Commission zu ernennen, die sich nicht blos mit der Erforschung der Ursachen der Unruhen, sondern auch mit den Mitteln zu deren Beseitigung beschäftigen solle. Roselti verkün- digte darauf den Schluß der ordentlichen Kammersession und fügte hinzu, daß die Auslosung der Kammer und die Vornahme von Neuwahlen in aller Kürze ungeordnet werden dürsten. Meetings in Lille verhindert hätten, indem sie für gestern alle Säle mMw,« Antiboulangisten hielten selbst fein Meeting ab, betreiben aber ben Wablkam^ fieberhafter Leidenschaft. Sie vertheilten zuletzt Zettel mit der Aufschrift • gS mtt b-d-ut-t^Pl-biscit und Krieg!" Auch di-Nachricht, Kaiser Friedrich^gest^L °d'. gestern hier auf den Boulevards ausgeschrieen und im Nord mit BUtzeÄle^ wurde, erklären die Boulangisten für ein Wahlmanöver, Die Agenten d-mentirten die Nachrichten sofort durch Flugblätter, Auch die in Brüssel lÄ^ Franzosen richteten -inen Aufruf an di- Wähler des Nord, worin sie Eard«»''^ Rettung der Freiheit des Vaterlandes und der Republik für Boulanger ^".?^r°nft<-lt-'-n die Boulangisten vor den Nedactionen der Zeitungen Lilles d"' sammtlich antrboulangis,,ch sind, Manifestationen; 10 Personen wurden verhaftet ' den letzten Tagen, so urlheilt man allgemein, Haden sich die Aussichten B°ulan°-r>ä ? schlechlert. Eine Stichwahl ist nicht unmöglich. ' --oulanger s vcr- , Paris, 14. April Der „Nation" zufolge bereitet der Prinz Victor'ein Mani fest vor, welches er nach der Wahl, im Departenrent du Nord an das franzöfftcheNE ru richten beabsichtigt. - Die Anhänger Boulanger's haben -in-Proclamat on 7r afsm ää >»"• gehende Personenzug heransauste. Die Maschine dieses Zuges ergriff den Unglücklichen, schleifte ihn über den Bahnkörper hinüber und verstümmelte ihn in wahrhaft enifitz- Ucher Weise. Natürlich trat der Tod des Unglücklichen, welcher eine Frau mit 3 Kindern hinterläßt, sofort ein. (W. A.) Frankfurt, 15. April. Der Silberdieb hat gearbeitet! Verwichene Nacht wurde ein verwegener Silber- und Golddiebstahl ausgeführt. Der Dieb stieg nämlich mit Hülfe eines am Hause Nr. 5 in der Schweizerstraße befindlichen Gerüstes bis zur First des Hauses empor, kletterte auf diejenige des Nachbarhauses, hob daselbst das Uichtfenster empor und kroch durch dasselbe auf den Boden; von da gelangte er mit Leichtigkeit zum zweiten Stock, wo sonst die 16jährige Schwägerin des Hausherrn, welcher augenblicklich verreist ist, zu schlafen pflegt, diesmal aber bei ihrer Schwester im unteren Stock schlief, schloß den Vorplatz, damit er nicht gestört werden könne, ab und ftng nun an zu räumen. Vor Allem nahm er sämmtlichcs Silber und alle Schmuck- sachen in Gold, welche der Frau gehörten, an sich, dann betrat er das Rauchzimmer des Herrn, probirte die Cigarren und es scheint ihm eine besondere für Freunde und Kunden bestimmte Sorte ganz auffällig geschmeckt zu haben, denn von diesen steckte er stich eine an, zog des Herrn besten Anzug sammt Jägerhemd an, bekleidete auch seine Füße mit den besten Stiefeln des Herrn und verschwand wieder auf dem Wege, auf welchem er gekommen war. In derselben Nacht wurde auf der Schäfergasse bei H. Simon eingebrochen. Der Spitzbube hob die Roulleaux empor, schlug, wie die Blut- sPuren zeigen, das Fenster der Ladenthüre mit der Faust entzwei und gelangte auf diese Weise in das Innere. Dort fand er zwar ein reiches Waarenlager, doch die erträumte Kasse, welche vorsichtiger Weise jeden Abend mitgenommen wird, nicht. Die ganze Leute bestand in 10 JL Zwei Commis, welche den Spitzbuben mit blutender Hand ] einsteigen sahen, hatten nicht den Muth, den Gauner festzuholten. Den Nachtwächtern j konnten sie jedoch ein Langes und Breites über ihre Beobachtungen erzählen. — lieber die Geschwindigkeit des Schalles im Verhältniß zur Geschwindigkeit ; des abgefeuerten Geschosses hat man bei Gelegenheit der Einführung vervollkommneter ii nb namentlich kleinkalibriger Gewehre interessante Beobachtungen gemacht. Die Fort- > Mavzungsgeschwindigkeit des Schalles in der Luft beträgt imter gewöhnlichen Umwänden 340 Meter per Sekunde, sie wird aber bei mäßiger Schußdistanz beträchtlich überholt von der Fluggeschwindigkeit des Gewebrgeschosses, denn diese beträgt z. B. bei hem französischen Achtmillimetergewehr bis zu 600 Meter per bekunde, eine Geschwindig- laeif, die selbst von den größten Positionsgeschützen trotz der bei denselben verwendeten enormen Pulvermengen noch nicht erreicht ist. So kommt es, daß bei solcher Distanz der Feind von der todtbringenden Kugel erreicht werden kann, ehe er auch nur in der Lage wäre, den Knall des abgcfeuerien Schusses zu hören. Beim Scheibenschießen hört ein hinter der Scheibe stehender Beobachter unter diesen Umständen einen doppelten Schall, zuerst den der aufschlagenden Kugel und dann etwas später den durch die Explosion im Gewehr heroorgerufenen. Er würde diesen doppelten Schall aber auch hören — und das ist wohl das Neueste bei diesen Beobachtungen — wenn das auf- schlagende Geschoß keinen harten Gegenstand träfe und sich dadurch vernehmbar machte. Das Geschoß führt nämlich vom Moment seines Austritts aus dem Laufe selbst eine Tonwelle mit, welche das Ohr des nächst der Scheibe stehenden Beobachters zur selben Zeit erreicht, wo das Geschoß einschlägt. Handel und Verkehr. Grünberg, 14. April. (Fruchtpreise.) Weizen JL 17.70, Korn JL 1430, Gerste JL 14.80, Hafer JL 14.50, Erbsen Jt 16.00, Linsen JL 24.00, Lein vM 00.00, Samen Jt 00.00, Kartoffeln JL 5.00, Wicken 14.80 Frankfurt, 14. April. Auf dem heutigen Markt kosteten Kar:toffeln per Malter JL 6.00—7.00, das Gescheid 00--Eier das Hundert JL 0.00—0.00, daS St. 5—6 Butter im Großen «4L 00.00—00.00, im Detail das Pfund 1.10 bis 1.30, Weißkraut per Stück 00—00 H, Rothkraut per Stück 40—50 Kohlrabi per Stück 0-0 Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 35-60 H, Kalbfleisch 35—50 H, Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 50—60 H, 1 Hahn U4 0.00-0.00, 1 Huhn JL 0 00—0.00, 1 Ente JL 0.00—0.00, Gans Pfund 00—00 H, 1 Taube 00-00 H, Welsche JL 0.00—0 00. Kirchliche Anzeigen der evanget. Gemeinde. Heute Montag, Abends 8 Uhr, Bi bei stunde in der Kleinkinderschule, 2. Brief des Johannes, der Wandel in Wahrheit und Liebe; Pfarrer Dr. Naumann. Berichtigung. In der am Sonntag den 15. April erschienenen Todes-Anzeige Nr. 3179 des Herrn Eugen Kauffrnann ist durch Unaufmerksamkeit des Setzers ein sinnentstellender Druckfehler unterlaufen. Anstatt „durch dieselbe Nachkrankheit, an Scharlach, wie u. s. w." muß es heißen: „durch dieselbe Nachkrankheit von Scharlach wie u. s. w.". Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 23. April 1888, von Vormittags 9 Uhr an, ioö im Gießener Stadtwalde in dem Oistrict Hangelstein nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 12 Eichenstämme mit 13,57 Festmeter (von 23-82 Centimeter Durchmesser), wovon 10 Stämme zu Schnittholz für Schreiner geeignet sind, 11 Fichtenstämme mit 3,79 Festmtr. B. Brennholz. Scheith. Knüppelh. Stoüh. Reish. Rmtt. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 134 256,6 39 4335 Sichen 48 36 27 410 Radel 26 12 4 310 Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Daubringen unweit des Steinbruchs. Gießen, den 16. April 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. 3232 Keikgeöotenes. 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Sonnenftraße 6- 3015 Stube mit Küche zu vermiethen. __________________Bahnhofstraße 32. 3222 Möblirtes Zimmer nahe der Aula zu vermiethen. ___________Bismarckstr. 7, dritter Stock- 3223 Ein schön möblirtes Zimmer in der Nähe der Aula zu vermiethen. __________Löberstraße 5, Hinterhaus. Laden und Logis, zusammen oder getrennt, zu vermiethen im 3220 Darmstädter Haus. Vermischte Anzeigen. 3231 Ein Mädchen für Nachmittags vom 1. Mai an gesucht. _________________Grünbergerstraße 42. 3225 Einen Knecht sucht _______________Brauerei Förtsch. 3226 Ein Mädchen wird sofort zur Aushülfe gesucht. Grünbergerftr. 4, pari. fe*-| ava ** öS h. Die Nr. 28 enthält u. a-: Textlich: Zum dritten Male. Forts. Erzählung von L. F- Born- — Friedrich III., Deutscher Kaiser, König von Preußen. Nach einer Photographie von Reichard und Lindner in Berlin. — Aus dem bayrischen Soldatenleben im Frieden jetzt und früher. Von Tanera. — Zu uns kommt er nimmer. Nach dem Bilde von Jaroslaw Vesin. — Das Kaiserliche Residenzschloß zu Charlottenburg. Von Ferdinand Schultz. Mit fünf Illustrationen- — Am Familientisch: Rogge's Kaiserbüchlein- Von Robert Koenig. — Aus Abessinien und dem Sudan. — Reitsport in New-Aork. — Aus der Redaktion. — In unserer Spielecke. Erste Beilage: Aus der Zeit — für die Zeit. Dritte Beilage: Frauen-Daheim. Redaction: Geschäfts Eröffnung und Empfehlung. Der Unterzeichnete beehrt sich, seinen werthen Freunden und Gönnern, sowie sämmtlichem Publikum Gießens und der Umgegend anzuzeigen, daß er von Montag, deu 16. d. M., Asterweg Nr. 12, ein Colonialwaaren- und Ilaschenbier-Geschiist eröffnet hat. — Es soll mein Bestreben sein, bei reeller und prompter Bedienung nur stets gute Maare bei möglichst mäßigen Preisen zu führen und bitte ich um recht zahlreichen Zuspruch. 3202 Gießen, den 14. April 1888. Hansel« ododoocdocxxoo Cafe Leib, oooioaoaoooECö S Dienstag den 17. April, Abends 8 Uhr, auf vielseitiges Verlangenr y BellachiniS Zauberwelt, dargestellt von W. Jochum, gen. Joachim, 8 q Nachfolger und Schüler des verstorbenen Kais. König!. Hofkünstlers Bellachini. rS n Mit den neuesten Experimenten der modernen Salon-Magie. M H Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. — Preise der Plätze: Sperrsitz 1 JL, St 1- Platz 50 Gallerte 30 Billets zu ermäßigten Preisen sind vorher bei 8 q G. Gerhardt, Lindenplatz, zu haben: Sperrsitz 80 1. Platz 40 H. 3230 q OODOOÜOODQ COODOOGOOlOaDOOaaOIOOQQQGOQOiQ Textor’s Hardt. Die Eröffnung der Souimerwirlfcschaft )rige hiermit ergebenst an. Fr. Lony. NB. Der Ein- und Ausgang zur Wirthschaft kann nur durch den Hof der Brauerei stattfinden. 3219 Tapeten. mit unseren herzlichsten Dank aus. 3228 Eugen Kauffmann. Marie Kauffmann, geb. Kurz. Die große Thellnahme, die wir bei dem erneuten Verluste, der uns durch den Hingang unseres lieben Karl betroffen hat, erfahren durften, hat uns innig wohlgethan. Wir sprechen für dieselbe hier- Für die diesjährige Saison ist mein Lager mit den neuesten Mustern aufs reichhaltigste affortirt und empfehle solche zu den billigsten Preisen. Eine Parthie Reste und vorjährige Muster werden zu halben Preisen abgegeben. ' 3194 Ernst Blödner, Ecke der Plockpraße und Seltersweg. Coursbericht der frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3o/0 14. April 1888. Franks. Bank-Disconto 3% 4% Preußische Consols 107-20 31/3% do. 102.00 4% Nassauer Oblig. 102.60 4% Bayerische Oblig. 106.50 4% Badische Oblig. 105.10 4% Hessische Oblig. 106.30 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 101.10, neue 102.20 3Vi% do. 97.30 4,/a% Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 103.00 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. 102.50 3,/2°/o do. 97.50 ö% BuderuS Oblig. 103 80 3«/2°/o Solms-Braunf. Oblig. 4% Gießener Oblig. 4% Oesterr. Goldrente 41/so/o Oesterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actien 94.10 103 80 89.20 64.60 98.00 138.00 Geldsorten. 20 Francs-Stücke 16.09-16.13 do. in Vi 16.09-16.12 Engl. Souvereigns 20.27—20-32 Dollars in Gold 4.16—4.20 Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 16. April 1888. Oesterr. Creditactien, Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblig. 4°/o unif. Egypter Oblig. 135.50 88.75 77.50 80 20 Disconto-Com-Antheile 5% Italiener 4% Ungar. Goldrente 5% Gemischte Russen' Tendenz: matt. 189.70 95.00 78.25 9120 3206 ES werden bis 15. Mai zwei unmöblirte Zimmer mit aufmerksamer Bedienung gesucht. Offerten unter St. 25 bittet man in der Exped. d. Bl niederzulegen. Pelzwaaren u. Winterstoffe werden zur Aufbewahrung unter Garantie angenommen bei Georg Schultheis, 3209 Kürschner, Marktftr. 3. (Gegen Feuerschaden versichert). Einen Hausburschen sucht per sofort 3233________C. <■. Kleinhenn. 3204 Ein Arbeiter gesucht; nur fMe wollen sich melden, denen beste ZeugMe zur Seite stehen. Alexander Mayer^ Gesucht für sogleich ein tüchtiges gewandtes Mädchen für «üche und Haus. 3215___________________Alicestraße 11 II. 3211] Dienstmädchen gesucht. ___________________________Bleichstraße 5. ihm ravens in allen Qualitäten mit Firmendrrrck empfiehlt zu billigen Preisen ßrührsche Druckerei. Zöpfe von ausgekämmten Haaren werden für 1 «X schön und dauerhaft gefertigt von F. Weicker, 787_____________Neustadt 30. Fahrplan. { Absahrt von Gießen nach: 1 Frankfurt 2", 4vs, 525*, 621, 8<8* il, 4"' ; 720*. . Deutz 634, 1228, 450. Fulda 640, Uso, 735. ' Alsfeld 6'0, 1150, 5, 735. . Gelnhausen 83, 1210, 442. , Nidda 83, 12‘o, 4<2, 745. Ankunft in Gießen von: : Frankfurt 1», 8, 939*, 1144, in* 2«, 432, 729, 847*, 1047 123*. Friedberg 5«. [ Lollar 745, (Localzug). 23« I Marburg 2^, 5^*, qk 8«», W&, ß5bV 800, 1119. ■ Caffel 220, 520*, 812*, ll30, 431, 659*, 800, uw. ' Wetzlar 7»o (von Weilburg), 7« (von Betzdorf), 940, 11», iKs* 33£, 43-, 055, 829*, ll10, 1156. \ Ems-Coblenr 940,1259*, 335, «55,8«*, Hto* Deutz 11”, 432, 1136. . Fulda 758, 130, 425, 10. Alsfeld 756, 130, 425, 10. Gelnhausen 930, 335, ßse. Nidda 6i6, 930, 335 656. * bedeutet Schnellzug, die fetten Ziffern die Nachtstunden von Abends 6 bis Morgens ö5». 21. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Di« heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. .